Befragung durch Immigration Service

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*DerNervöse

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Befragung durch Immigration Service
« am: 13.02.2008, 16:33 Uhr »
Ich war noch nie in den USA und habe hier schon eine Menge ganz unterschiedlicher Berichte über die Wartezeit bei Zoll und Immigration Service gelesen. Was mich mal interessieren würde: Was genau hat euch der Officer gefragt, und warum dauert diese Prozedur so lange ? Musstet ihr als Tourist genau angeben, was ihr an welchem Tag wo besichtigen wollt ? Musstet ihr genau erklären, warum ihr euch gerade diese Gegend oder diese Jahreszeit ausgesucht habt ? Und was wird sonst noch so an persönlichen Fragen gestellt ? Nach allem, was ich bisher gelesen habe, scheinen die Amerikaner ein bischen paranoid zu sein, und ich habe einen absoluten Horror davor, irgend etwas zu sagen, was diese Officers für verdächtig halten, und dann nach stundenlangem Flug und stundenlangem Warten in der Schlange womöglich noch stundenlang verhört zu werden. Mit welchen Fragen muss man rechnen (bitte möglichst ein paar konkrete Beispiele), und welche Antworten sollte man vermeiden, um nicht unnötig aufzufallen ? Und was zum Kuckuck ist "Second screening" oder "Secondary questioning" ? Kommt das häufig vor ? Wie kann man es vermeiden ?

*knutshome

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #1 am: 13.02.2008, 16:37 Uhr »
Erstmal herzlich willkommen hier im Forum.

Also da brauchst dir nicht wirklich so einen Kopf machen. Und ob man stundenlang anstehen muss oder nicht, hängt ja immer davon ab, wieviel Flieger gleichzeitig landen und wieviel Schalter offen sind.
Die Officer wollen wissen, was du in den USA willst, wie lange du bleibst.
Dann werden noch Fingerabdrücke und ein Foto gemacht. Das war es eigentlich.
Manche Officer halten auch gerne mal einen smalltalk. Es kommt auf die Laune an.

Gruss
Carmen

*DerNervöse

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #2 am: 13.02.2008, 16:44 Uhr »
Danke für diese allgemeinen Infos, aber ich hätte wirklich gerne mal ein paar konkrete Beispiele, was man euch so gefragt hat, und ob ihr schon mal so einer "Sonderbefragung im Hinterzimmer" unterzogen wurdet. Wenn ja, was war der Grund dafür ? Und gibt es Flughäfen, die besonders bekannt sind für lange Wartezeiten oder schikanöse Kontrollen ?

*Scooby Doo

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #3 am: 13.02.2008, 16:47 Uhr »
Ich wurde schon nach den verschiedensten Dingen gefragt:

- Wie lange ich bleibe (steht auch in den Dokumenten, dachte immer, schau doch nach, steht da doch alles, habe aber natürlich geantwortet, weil ich keine Diskussion anfangen wollte)
- Was ich in Deutschland arbeite
- Ob ich geschäftlich oder als Tourist in die USA einreisen will
- Ob ich ein Rückflugticket habe (also immer einen Ausdruck bei E-Tickets mitnehmen)
- Ob ich jemanden in den USA treffen möchte
- Wie viele Personen mit mir reisen

und jede Menge Smalltalk, ob ich denn auch x und y in der Stadt kenne.


"Second screening" oder "Secondary questioning" ist eine weitere Befragung abseits des Durchgangsschalters, wo man dir mehr Fragen stellen wird. Es gibt kein Patentrezept, dies zu vermeiden, da auch Leute rein zufällig dafür ausgewählt werden. 2004 hatte es den in der Schlange vor mir getroffen.

*lurvig

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #4 am: 13.02.2008, 16:51 Uhr »
Was genau hat euch der Officer gefragt,

ich weiss es nicht mehr. Ist eh bei jedem anders. Und halb so wild!

Zitat
und warum dauert diese Prozedur so lange ?

tut sie das? Länger als ca. 30min habe ich noch nie in de Schlange gestanden. Die längste "Befragung" hat vermutlich nichtmal 5 min gedauert.

Zitat
Musstet ihr als Tourist genau angeben, was ihr an welchem Tag wo besichtigen wollt ?

klar. Da muss man einen minutiös ausgearbeiteten Ausdruck seiner Reiseroute vorlegen. Sonst kann man gleich wieder umkehren  :wink:
Spass beiseite: was ich wann und wo ansehen wollte hat die Jungs noch nie(!) interessiert.

Zitat
Musstet ihr genau erklären, warum ihr euch gerade diese Gegend oder diese Jahreszeit ausgesucht habt ?

nein

Zitat
Und was wird sonst noch so an persönlichen Fragen gestellt ?

Ich kann mich nur erinnern, dass ich bei der ersten Einreise nach Job und Arbeitgeber in Deutschland gefragt wurde. Auf meine Antwort hin war das "Interview" beendet und ich durfte weitergehen ;)  Der Name der Company schien dem Kontrolleur irgendwie vertrauenerweckend vorzukommen. Dabei hätte ich auch lügen können ;)

Zitat
scheinen die Amerikaner ein bischen paranoid zu sein,

da ist allerdings was dran.
Den Officer darauf hinzuweisen wäre allerdings eine ziemlich sichere Methode, um einer genaueren Inspektion unterzogen zu werden ;)

Zitat
und ich habe einen absoluten Horror davor, irgend etwas zu sagen, was diese Officers für verdächtig halten, und dann nach stundenlangem Flug und stundenlangem Warten in der Schlange womöglich noch stundenlang verhört zu werden.

don´t panic !!!

Zitat
...und welche Antworten sollte man vermeiden, um nicht unnötig aufzufallen ?

unwahre Antworten zu vermeiden ist (auch anderswo) recht hilfreich.



Alles in allem sollte es keinen Grund geben, Panik vor der Aktion zu haben. Es ist viel (!) harmloser als man vor dem ersten Mal glaubt. Und wenn man dann erstmal den begehrten Stempel im Pass hat, wird es bei der nächsten Einreise noch kürzer. Den Eindruck habe ich jedenfalls. Viele US-Stempel im Pass beruhigen die Jungs offenbar.
Aber auch den ersten kriegt man ohne Probleme, wenn man nicht gerade Bin Laden heisst oder dem Officer erzählt, Onkel Osama sei ein guter Freund.

Lurvig

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*djohannw

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #5 am: 13.02.2008, 16:53 Uhr »
"What is the purpose of your trip?"
"How long will you be staying?"
"Is that adress a hotel?"
"Are you visiting someone?"
"What do you do for a living?"

Und das beste:

"Are you guys rich?" - einmal, als wir auf einem Mileage-Run wahrheitsgemäß angegeben haben, nur drei Nächte in USA bleiben zu wollen...;-)!

Viele Grüße - Dirk

*salial

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #6 am: 13.02.2008, 16:56 Uhr »
Hallo Nervöser,

stundenlang bin ich selbst noch nie bei der Immigration und schon gar nicht  beim Zoll angestanden. Kommt aber wohl auch immer stark darauf an, an welchem Flughafen du einreist und wie viele Flieger aus dem Ausland zur gleichen Zeit dort landen. Wenn man das etwas durchschaut, kann man darauf also auch etwas Einfluß nehmen (2007 in Charlotte war unser Flieger z.B. in einem Zeitfenster von 2 Stunden der einzige internationale, wogegen 2003 am JFK gefühlsmässige 10 Flieger aus dem Ausland gleichzeitig landeten, zumindest waren entsprechend Menschen an der Immigration  :()
Wie auch immer, die Fragen sind meist die gleichen: Warum? Wie lange? Wohin? . Also Urlaub (außer du hast ein Arbeitsvisum und fliegst zur Arbeitsaufnahme rüber), die Anzahl der Tage bzw. Wochen die du bleiben wirst, und den Ort (oder die Orte) an denen du dich aufhalten wirst, kannst natürlich relativ pauschal angeben. Keine Bange, das wird nicht überprüft! Auf dem weißen Zettel die Adresse der z.B. ersten Hotelübernachtung angeben, falls du nicht vorbuchst, such dir im web die Adresse eines Hotels in Flughafennähe heraus und gib diese an.
Bei uns wird meistens gefragt, warum ich einen dt. Pass und die Kinder US-Pässe haben, woher wir unsere Freunde kennen, wielange die Kids ihren Daddy nicht gesehen haben (wenn sie zu ihm fliegen), wirklich small-talk. Hatten auch schon sehr wortkarge Officers, die wollten gar nix wissen.
Dann noch Bild von mir, Finger scannen und weiter gehts zum Gepäckband.
Danach die Koffer durch den Zoll (Zollerklärung wahrheitsgemäß ausgefüllt abgeben) und bei evtl.  Weiterflug Gepäck wieder aufgeben.

Second Screening kann wohl jeden treffen, falls der Immigration Officer meint, etwas sei auffällig, wird man in einem separaten Raum nochmals befragt. Das heißt aber nicht, dass tatsächlich etwas an dir oder deinen Unterlagen faul sein muss. Mir ist es bei meinen vielen Flügen noch nie passiert.

Also, Nervosität runterfahren, Urlaub planen und dann .... genießen.

LG
Salial

*NickMUC

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #7 am: 13.02.2008, 16:58 Uhr »

Viele US-Stempel im Pass beruhigen die Jungs offenbar.


Hmmm, das kann ich so nicht bestätigen. Bei meiner Einreise vor 6 Wochen war der übellaunige Herr von der Immigration ganz beunruhigt und hat mich mehrmals gefragt, wieso ich denn schon wieder einreisen will (die anderen Stempel waren jeweils ein Jahr älter als der vorhergehende, also Jan 07, Feb 06, Jan 05 etc). Und wieso alleine? Und wieso im Winter?
Ich kam mir schon vor wie ein Papagei, weil ich mehrmals die gleiche Antwort geben musste. Reingekommen bin ich letztlich dann natürlich schon...
Grüße,
Nick
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*BigDADDY

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #8 am: 13.02.2008, 16:59 Uhr »


Zitat
Und was wird sonst noch so an persönlichen Fragen gestellt ?

 Der Name der Company schien dem Kontrolleur irgendwie vertrauenerweckend vorzukommen.


Meinste, man muss mit Problemen rechnen, wenn man "Ammesty International" sagt?

By the way: ich suche mir immer die sympatischste Einreisebeamtin aus.
Dazu ein paar charmante Sprüche, schon ist man durch...
Reducing Truck Traffic since 2007!

*lor20 als gast

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #9 am: 13.02.2008, 17:01 Uhr »
wie knut schon schrieb ist das an und für sich halb so wild.Normale Fragen sind:
Wo man her kommt
Ob man weiterfliegt, wo es in der reise hingeht (bei rundreise halt rundreise antworten)
Wie lange man vor hat in den USA zu bleiben
Die drei fragen werden immer gestellt (zumindest bei mir)
Teilweise wollen die ein rückflugticket sehen.
ab und an fragen die auch danach, ob man kreditkarte o.ä. hat (wobei das bei touristischen besuchen weniger ist, eher wenn man bekannte/verwandte)  besucht.
Du solltest dir da keine panik machen, je freundlicher und weniger nervös du rüberkommst umso eher wird es reine routine und eher smalltalk sein. Die letzten male habe ich mehr smalltalk als befragung gehabt - die wollen dir ja nichts böses und machen auch nur ihren job.
Secondary questioning hatte ich einmal - ist im endeffekt nochmal das gleiche mit etwas intensiverem nachfragen und detaillierteren antworten. Da wird dann mit ziemlicher Sicherheit auch nach belegen gefragt (z.B. mietwagen voucher, hotelbuchung,kreditkarte etc oder nach adresse/telefonnummer im Falle, das man bekannte/verwandte besucht).
Solange man einigermaßen English kann und klar zu verstehen gibt das man tourist ist gibts keine Probleme. Die wollen ja nur sicher gehen dass du nicht da bleiben willst/ denen auf der Tasche liegst.
große unterschiede von flughafen zu flughafen habe ich bisher nicht feststellen können, hängt oft davon ab wieviele Flugzeuge ankommen, persönlich hatte ich aber wohl glück, ich hab noch nie mehr als 20 minuten in der schlange gestanden(obwohl ich normalerweise nicht schnell aussteige sondern leute eher vorlasse - nach 10-15 stunden kommt es mir dann auf die paar minuten auch nicht mehr an).

*Kauschthaus

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #10 am: 13.02.2008, 17:30 Uhr »
Wenn die Leute schreiben, dass die immigration lange gedauert hat, meinen sie wohl nicht das eigentliche "Einreisegespräch" mit den officers sondern das lange Anstehen.
Wir hatten schon alles dabei, von 10-20 min. bis 1,5 h. In Las Vegas mussten wir sogar mal im Flieger (Condor) warten, weil die immigration Halle überfüllt war. Nach und nach wurden wir dann in 40er Gruppen dort hin gebracht.  :shock: Wobei Las Vegas nicht viel internationalen Verkehr hat und die Halle dementsprechend auch nicht riesig ist.

Bei der vorletzten Einreise in Atlanta musste ich zum 2nd Screening. Nicht wegen weiterer Befragungen sondern weil irgendwas mit meinen Fingerabdrücken nicht gestimmt hat. Keine Ahnung was, aber das Programm hat sie irgendwie nicht wiedererkannt, zuordnen können oder sonst was.
Im Endeffekt habe ich in dem kleinen Schalterraum ein paar Minuten warten müssen, bis der dortige officer irgendwas im PC gecheckt und mich dann gleich wieder fortgeschickt hat.

War alles halb so wild. Gefragt werden wir immer sehr wenig, vielleicht weil wir mit Kindern einreisen. Wie lange, Grund des Aufenthaltes, das war es so ziemlich. Ein Mal wurde noch nach dem Beruf gefragt.

Es kursieren wirklich Horrosstories über die Einreise in die USA, aber den stinknormalen Touristen betrifft das alles kaum, solange die Formalitäten alle korrekt sind.

Viele Grüße, Petra
Wenn DAS die Lösung ist, dann will ich mein Problem zurück!

*Jansen

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #11 am: 13.02.2008, 19:50 Uhr »
DSCHIHAD sollte man wohl nicht rufen - ansonsten sind die Typen ( und Ladies) eigenlich immer total nett. Ich bin immer nur nach bestimmten Orten gefragt worden , ob ich die kennen würde - meist belangloser Smalltalk. Gruß Jansen
....a little bit ......a little that.........

*stephan65

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #12 am: 13.02.2008, 20:19 Uhr »
DSCHIHAD sollte man wohl nicht rufen
:grins:

Wir standen (in Atlanta) schon eine gute Stunde in der Schlange. Dann ging alles sehr fix. Als Ehepaar (und nur dann!!!) zusammen an den Schalter: Verheiratet? Zweck der Reise? Wie lange? Erste Adresse? Rundreise? Wieviel Geld dabei? (100 Dollar cash, ein paar Euro und 3 Kreditkarten). Bitte Finger hier drauflegen: fertig, viel Spaß, herzlich willkommen! Alles in allem 2-3 Minuten. Der Zoll kurz später gähnte uns kurz an und winkte uns durch.

Und ich fragte mich: das war jetzt der vielzitierte Horror?

Höflichkeit, Zurückhaltung, Ehrlichkeit, ein Lächeln.

*mrh400

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #13 am: 13.02.2008, 22:20 Uhr »
Hallo,
im Wesentlichen kann ich die beruhigenden Posts auch noch einmal bestätigen:
Die Dauer der Veranstaltung hängt viel weniger von der eigenen Prozedur ab als von "äußeren Umständen": wieviele Flieger sind gerade angekommen, wieviele Schalter sind offen, wie kompliziert sind die Fälle vor einem.

Wirklich unangenehme Veranstaltungen haben wir selbst noch nie erlebt. Vor unvordenklichen Zeiten bin ich mit meiner Ex an eine relativ unfreundliche Dame in JFK geraten, die jedes Pärchen als erstes nur mit einem gebellten Wort befragt hatte - "married?" - und bei drei Fällen vor uns auf ein "no" ebenfalls nur mit einem groben "out" reagiert hatte. Als wir dran waren, war ihre Enttäuschung angesichts uneres "yes" offenbar so groß, daß sie nichts weiter wollte.

In Denver vor zwei Jahren dauerte die "Behandlung" einer 3er-Gruppe direkt vor uns ewig lange - warum auch immer. Eine Ausweichmöglichkeit gab es nicht, weil man die Warteposition zugewiesen bekomen hatte. Wir selbst waren in nullkommanichts durch.

Letztes Jahr in Atlanta dauerte es auch ziemlich lange - weil der Officer mit jedem ein längeres Schwätzchen geführt hat. Ihm war aufgefallen, daß wir exakt am gleichen Tag zwei Jahre zuvor eingereist waren. Außerdem wollte er wissen, ob wir schon einmal in Atlanta waren, was ich für mich wahrheitsgemäß mit mehrfach (erstmals 1967!) beantwortet hatte. Daraus entspann sich ein längeres Gespräch über das, was man jetzt alles besichtigen muß. Ich nehme mal an, daß er schon austestete, ob man sich in Widersprüche o.ä verwickelt.

Deshalb schließe ich mich dem Tip an "ehrlich sein" und füge noch einen Tip hinzu "freundlich bleiben" - die Leute tun auch nur ihren Job und möchten sich nicht anhören müssen, daß sie eigentlich nur Quatsch machen und nichts als Schikane betreiben.

Übrigens: Der Zoll hat sich bisher noch nie wirklich für uns interessiert.

Noch was:
By the way: ich suche mir immer die sympatischste Einreisebeamtin aus.
Aussuchen geht nicht überall. Sowohl in Denver (2006) als auch in Atlanta (2007) wurden wir von den "Vorprüfern" (die gucken, ob man alles richtig ausgefüllt hat) in Wartepositionen vor bestimmten Beamten eingewiesen.
Außerdem gibt es (natürlich völlig unqualifizierte  :wink: und durch eigene Erfahrungen bestätigte - s.o. -  :wink: :wink:) Vorurteile, daß manche Damen dazu neigen, ihre Toughheit gegenüber ihren Kollegen besonders unter Beweis zu stellen.
Gruß
mrh400

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Re: Befragung durch Immigration Service
« Antwort #14 am: 14.02.2008, 00:17 Uhr »
Ich wurde 2007 in New York gefragt, was ich beruflich mache, warum ich einreise und was ich mir alles ansehen will. Wie oft ich schon in USA gewesen sei? Hm, ach ja, mein Pass sei ja neu. E-Ticket vorgezeigt, dann musste ich auf dem Formular noch etwas nachtragen, was ich übersehen hatte. Zuletzt: Viel Spaß im Urlaub! Keine einzige Frage übrigens dazu, warum ich allein unterwegs bin, ob ich jemanden treffen oder besuchen will oder so.

Der Zöllner, der das Zollformular angesehen hat, wollte bei dem angegebenen Hotel dann wissen, was um Himmels Willen ich denn in dem langweiligen Kaff will (habe ich einfach aus dem Internet herausgesucht und angegeben, ohne es jedoch gebucht oder später aufgesucht zu haben).

Viel mehr oder anderes wollten die auch bei zwei vorherigen Einreisen nicht wissen.

Mein Bruder ist letztens beruflich über Charlotte eingereist und musste ein wenig mehr dazu sagen, warum er denn nur 2 Tage bleibt, welche Firma er besucht und bei welchem Unternehmen er selbst arbeitet.