Südwesten ab Denver: Rote Steine, Weiße Tasche, Bunte Bäume

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*mrh400

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Antw:Südwesten ab Denver: Rote Steine, Weiße Tasche, Bunte Bäume
« Antwort #60 am: 15.05.2017, 09:48 Uhr »
21. Tag Freitag 30.09.2016 Denver

Wir schlafen ziemlich schlecht – Marianne wegen Erkältung, ich warum auch immer. Ein erstes Frühstück nehmen wir im Zimmer mit Kaffee und Keksen zu uns. Unten in der Lobby gibt es dann noch eine zweite Portion mit Joghurts, Cereals und Croissant.

Etwas müde stapfen wir los zur 16th, um dort mit dem Bus in Richtung Capitol zu starten. Nach ein paar Außenaufnahmen suchen und finden wir den Eingang an der Seite im Untergeschoß. Bei der Sicherheitskontrolle erklärt uns der Kontrolleur, daß man entweder frei herumgehen oder sich einer Führung anschließen kann. Die Führung müßte gerade begonnen haben und wir könnten sie sicher noch einfangen.


Denver, Blick vom Capitol auf Civil War Statue, Veteran Monument und City & County Building


Denver, Blick vom Capitol auf Downtown

Also gehen wir schnell hinauf und hängen uns an die Führung dran. Von der Volunteerin verstehe ich zwar nur sehr wenig, weil sie für die große Gruppe viel zu leise spricht. Aber auf diese Weise kommt man wenigstens durch das ganze Gebäude, ohne sich zu verlaufen. Zudem erhalten wir Erläuterungen zu den in den verschiedenen Räumen abgebildeten Persönlichkeiten – Präsidenten der USA sowie Menschen von besonderer Bedeutung für die Geschichte des Staates Colorado. Besonders auffällig ist das allenthalben auf Hochglanz herausgeputzte Messing an den Geländern  und Brüstungen.


Denver, Capitol - Eingangshalle


Denver, Capitol - Kuppel


Denver, Capitol - Glasbilder der Gouverneurs


Denver, Capitol - Halle


Denver, Capitol


Denver, Capitol - Präsidentenbilder

Schließlich geht es auch noch hinauf in die Kuppel mit neuerlichen historischen Erläuterungen – diesmal von einem älteren Volunteer. Außerdem hat man einen schönen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung.


Denver, Capitol - Galerie der Kuppel


Denver, Capitol - Glasbild von Chief Ouray


Denver, Cathedral of the Immaculate Conception


Denver, The Argonaut von 1913 - damals als Hotel gebaut


Denver, Blick vom Capitol auf die Rocky Mountains

Nachdem wir entlassen sind, gehen wir am Museumsbezirk vorbei und folgen der 13th Ave an etlichen älteren Häuschen entlang bis zur Santa Fe Street, wo wir im Art District at Santa Fe landen. Viele Galerien in hübschen älteren Gebäuden sind dort versammelt, allenthalben sind interessante Murals an den Wänden zu betrachten. Offenbar handelt es sich hier um ein aufstrebendes Szeneviertel, was man aber nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennen kann.


Denver Art Museum von Libeskind


Denver, 16th Street


Denver, Santa Fe Drive Bark and Play - eine Huta (Hundetagesstätte :roll: - dog daycare), wo man das Benehmen seines Lieblings auch online verfolgen kann:
http://onlinedoggy.com/vp/barkandplay/index.html


Denver, Santa Fe Drive


Denver, 1137 Santa Fe Drive von 1890 - nicht im besten Zustand


Denver, Santa Fe Theatre aka Aztlan Theater


Denver, 852 Santa Fe Drive von 1903

In einem Antiquitätenshop kauft Marianne ein kleines Bildchen. Auf der Suche nach etwas Eßbarem müssen wir ziemlich weit nach Süden ausholen und sind fast am Aufgeben, als wir einen gut besuchten Innenhof bei einem Mexikaner entdecken. Da gesellen wir uns trotz unserer Vorbehalte gegenüber Tex-Mex hinzu. Wir sind durstig und ich lasse mich überreden, mein Sam Adams als Tomato-Michelada bringen zu lassen – zunächst eher scharf und dursterzeugend als durstlöschend. Marianne bestellt eine scharfe Trout, ich einen Fisch Diavolo. Im Vergleich zu dessen Sauce war das Thai-Essen in London vor ein paar Jahren so etwas von sanft. Jedenfalls erfüllt nunmehr die Michelada ihren Auftrag als Löschtrunk.

Gesättigt gehen wir zurück. Marianne kauft in einer Galerie noch einen Silberanhänger. Nach Überquerung des Cherry Creek steuern wir den Theaterbereich an und nehmen im Backstage Cafe einen großen Kaffee und eine längere Erholungspause zu uns.


Denver, 1200 Santa Fe Drive - Mural


Denver, 13th Street - Mural


Denver, 1358 Kalmath Street


Denver, alte Reihenhäuser in der 14th Street


Denver, Dancing Aliens


Denver, Botero-Figuren im Performing Arts Complex

Anschließend gehen wir ins Convention Center, in dem aber wegen einer Veranstaltung leider nur der Erdgeschoßbereich zugänglich ist. Über die Denver Pavillons, wo wir über das mickrige Angebot von Banana Republic ärgern, gehen wir zum Browns Palace Hotel und wandern etwas in der Halle herum. Für den Afternoon High Tea sind wir glücklicherweise (für unseren Gelbeutel) zu spät. Auf der anderen Straßenseite ist ein hübsches Gebäude von 1880, das eine vielfältige Geschichte aufweist: Schule, Hotel, Bordell, Restaurant – heute Museum.


Denver, Parkhaus beim Convention Center


Denver, Convention Center


Denver, Big Blue Bear am Convention Center


Denver, Dry Goods Company Builind


Denver, Brown Palace Hotel


Denver, The Navarre - ein Gebäude mit bewegter Geschichte

Die Trinity Church gegenüber ist geschlossen und der Weg zum Hotel ist nicht mehr allzu weit. Dort ist eine neuerliche Ruhepause angesagt, die in erste Kofferpackaktionen übergeht. Mir gelingt es, im The Kitchen einen Tisch online zu reservieren und es ist dafür auch gleich Zeit, loszugehen.


Denver, Chase Tower und Tabor Center


.... eine sympathische Abwandlung eines bekannten Spruchs

The Kitchen ist ein äußerst ansprechend gestaltetes Restaurant und das Essen ist sehr gut. Zu Beginn gibt es ein ausgezeichnetes Brot. Marianne hat Nudelentzug und nimmt daher eine Pasta Bolognese, die allen europäischen Anforderungen an eine gute Pasta erfüllt. Ich nehme Lamm mit Couscous und Tsatsiki. Da es so gut war, muß noch ein Nachtisch her: Vanille-halbgefrorenes mit Gin-Erdbeeren und Lavendelkeksen.

Ein kurzer Besuch im Tattered Cover Book Store schließt sich an. Am Eingang hat sich eine Gruppe von Homeless zu einer Art Protestaktion niedergelassen, deren Sinn wir zunächst nicht verstehen. Später lesen wir, daß das Geschäft sich gegen die „Niederlassung“ von Homeless in der Innenstadt (urban camping ban) ausgesprochen habe. Innen ist es ein gemütlich-kruschteliger Buchladen mit vielen Leseecken und einem umfassenden Angebot.

Schließlich lassen wir uns mit dem Shuttle zur Champa Street kutschieren und wackeln zurück ins Hotel mit den üblichen Verrichtungen.

0 mi
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Antw:Südwesten ab Denver: Rote Steine, Weiße Tasche, Bunte Bäume
« Antwort #61 am: 15.05.2017, 12:02 Uhr »
Wenn ich deine Bilder anschaue muss ich sagen, Denver ist doch ein nettes Städtchen. Ich habe mir bei meinem Besuch leider nur ganz wenig Zeit an einem Sonntag morgen genommen. Capitol, Convention Center etc. waren noch geschlossen und ich bin nur ein wenig um die Gebäude herumgestiefelt.

Mein persönliches Lieblinsfoto des "heutigen" Tages ist der Blick vom Capitol rüber zu den Rockies mit den beiden Fähnchen *like*
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Lothar

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« Antwort #62 am: 16.05.2017, 10:38 Uhr »
Wenn ich deine Bilder anschaue muss ich sagen, Denver ist doch ein nettes Städtchen.
...
Mein persönliches Lieblinsfoto des "heutigen" Tages ist der Blick vom Capitol rüber zu den Rockies mit den beiden Fähnchen *like*
Das war schon ein Gedulddspiel, bie beide Fähnchen einigermaßen gleichmäßig ausgebreitet auf den Chip gebannt werden konnten :lol:. Wie ich schon am ersten Tag geschrieben habe, gefällt uns Denver von Mal zu Mal besser. Da hat sich unendlich viel getan in den letzten Jahren. Trotzdem machen wir heute einen Ausflug:

22. Tag Samstag 01.10.2016 Denver – Golden – Boulder – Denver

Marianne hustet und schnieft die ganze Nacht. Wir stehen daher ziemlich spät auf. Kekse haben wir nur noch wenige für das Zimmerfrühstück. Trotzdem nehmen unten nicht viel mehr als einen Joghurt zu uns.

Wir fahren zunächst durch einigermaßen dichten Verkehr bis nach Golden, wo wir in einem Parkhaus im Stadtzentrum einen freien Platz bekommen. Erster Tagespunkt ist der Besuch des Quilt-Museum. Es handelt sich um eine ursprünglich private Sammlung einer einzelnen Frau, die sich vorwiegend einem einzigen Motiv in verschiedenen Variationen gewidmet hat – "New York Beauty".


CO 58 vor Golden


Golden, Buffalo Rose


Golden, Everett Block


Golden, Quilt Museum - Quilt aus South Carolina von 1935


Golden, Quilt Museum, Quilt aus Virginia von 1870


Golden, Quilt Museum - alte Nähmaschine

Dann suchen wir nach dem historischen Teil von Golden und werden fündig: in der 12th Street stehen viele kleine alte Häuschen, hübsch hergerichtet, mit kleinen Gärten und auch am Straßenrand sind viele Blumen gepflanzt. Kurz vor Ende der Straße gehen wir nach rechts runter zur 13th, die am Bach entlang führt. Dort sind im Clear Creek History Park ein paar alte Homesteads aufgestellt und heute ist Vorführungstag. Eine Dame im historischen Kostüm erzählt ein wenig über ein durchaus ansehnliches Haus (Pearce/Helps Cabin) mit seiner Ausstattung – u.a. drei Öfen und ein Harmonium. In der Schmiede wird geschmiedet, in einem Garten wird Rhabarber geerntet und neben einem verschlossenen Haus - einer alten Schule - sind nicht ganz zum historischen Ambiente passend Glasbläser am Werk, Kitsch zu produzieren.


Golden, Mural


Golden, auch hier gibt es einen Castle Rock


Golden, 12th Street


Golden, Clear Creek History Park - Reynolds Cabin


Golden, Clear Creek History Park, Pearce/Helps Cabin


Golden, Clear Creek History Park, Pearce/Helps Cabin - Schlafzimmer


Golden, Clear Creek History Park, Pearce/Helps Cabin - Küche


Golden, Clear Creek History Park, Pearce/Helps Cabin - Wohnraum mit Harmonium

Damit haben wir Golden wohl weitgehend "erledigt" und machen uns auf den Weg nach Boulder, wo wir in einen ziemlich zähen Stau geraten. Dafür bekommen wir in einem Platz in einem Parkhaus direkt an der Pearl Street Mall, der am Samstag auch noch kostenfrei ist. Wir gehen die Mall auf und ab und suchen nach dem Restaurant, wo wir vor etlichen Jahren gute kleine thin-crusted Pizzen bekommen haben. Zunächst fallen wir allerdings in einen Laden ein, der auf Windspielzeug im weitesten Sinne spezialisiert ist und kaufen Drachen für die Enkelinnen sowie einen windbetriebenen Kanufahrer für einen Neffen. Bei der Restaurantsuche sind wir uns ziemlich sicher, welches Lokal es war – nur der Betreiber hat gewechselt und der jetztige Betrieb erscheint uns nicht so einladend. So kehren wir schließlich nach längerem Hin und Her bei Sforno ein und essen zusammen eine quattro-formaggi Pizza mit original Moretti-Bier. Die Pizza ist ganz ordentlich, aber wir schaffen sie trotzdem nicht ganz.

Dann gehen wir noch zum Farmers Market, der gerade abgebaut wird, und anschließend zum Arts & Crafts Market, wo es vielerlei z.T. ganz nette Sachen gibt, für die wir aber keinen Bedarf haben.


CO 93 zwischen Golden und Boulder


Boulder, Ehrlich Building


Boulder, Pearl Street


Boulder, Farmer's Market

Schließlich machen wir uns auf den Rückweg nach Denver und in unser Hotel. Dort gibt es Kaffee und Banane auf dem Zimmer und eine Kofferpackaktion wird gestartet. Nachdem die ersten Stücke weitgehend fertiggepackt sind, gehen wir runter und checken für den Rückflug ein und drucken die Bordkarten aus. Ein Zimmerbier dient nicht nur als Apero, sondern quasi als Abendessen, denn wir sind immer noch so pappsatt, daß wir nicht zum Essen ausgehen wollen. Statt dessen flanieren wir nochmals durch die 16th Mall, kaufen bei Overland eine Jacke für eine Nichte, stromern durch den Tattered Cover Book Store (der heute belagerungsfrei ist) und besorgen schließlich bei Walgreens ein Schnupfenmittel für Marianne.
Zurück im Hotel esse ich dann doch noch ein paar Cracker mit Frischkäse zu einem letzten Abend-Polygamy-Porter. Dazu PC und TV.


Denver, Tattered Cover Book Store


Denver, Tattered Cover Book Store - täuschend echte Kunststoffplastik von Charlie Shugarts, einem Freund des Hauses

66 mi, 2:21 h
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mrh400

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« Antwort #63 am: 17.05.2017, 09:17 Uhr »
23. Tag Sonntag 02.10.2016 Denver – DEN

Marianne schnieft noch ziemlich; trotzdem schlafen wir recht gut und lange. Mit dem Aufstehen beginnt zugleich die letzte Packorgie – erstaunlicherweise paßt alles in die Gepäckstücke rein, obwohl wir uns bei der Schmutzwäsche mit der Hilfiger-Tasche gegenüber dem früheren Weichkoffer verkleinert haben.

Heute gibt es im Zimmer nur einen Tee bzw. Kaffee, zum Frühstück geht es dann runter in die Lobby. Mehr als Joghurt mit Muffin bzw. mit Cereals nehmen wir aber auch nicht zu uns. Gegen 09:30 sind wir dann startbereit und fahren in Richtung Botanic Gardens – die, wie ich in letzter Minute festgestellt habe, nicht beim Denver City Park liegen, sondern etwas südlich.

Zunächst geraten wir von einer Umleitung in die nächste, weil in Denver offenbar eine Art Stadtlauf stattfindet. So benötigen wir länger als vom Navi prophezeit, dafür fahren wir aber durch außerordentlich ansehnliche Wohnviertel. Bei den Botanic Gardens stellen wir das Auto in die Tiefgarage und lustwandeln rund 1 1/2 Stunden durch den Garten mit seinen verschiedenen Themenbereichen. Heute ist außerdem der letzte Tag einer Skulpturenausstellung, die sich über das Gelände verteilt. So gibt es viel zu gucken und zu fotografieren. Am besten gefallen uns die asiatischen Teile, weil sie besondere Ruhe ausstrahlen.


Denver, Botanic Gardens - Reuben Nakian: Goddess with the Golden Thighs


Denver, Botanic Gardens


Denver, Botanic Gardens


Denver, Botanic Gardens


Denver, Botanic Gardens


Denver, Blick aus den Botanic Gardens auf die N Gaylord Street


Denver, Botanic Gardens - Giacomo Manzu: La Grande Chiave und Nicholas Kadzungura: So Proud of my Children


Denver, Botanic Gardens


Denver, Botanic Gardens - Henry Moore: Knife Edge und laut Bezeichnung Fackellilie


Denver, Botanic Gardens


Denver, Botanic Gardens


Denver, Botanic Gardens


Denver, Botanic Gardens - Barry Flanagan: Hare on Bell

Nachdem wir gut in der Zeit sind, fahren wir auch noch zum Denver City Park, wo wir das Auto beim Museum of Science abstellen. Wir laufen ein wenig umher, setzen uns auf eine Bank, sehen der Fontäne auf dem See zu und machen auf Entspannung pur. Das Museum sparen wir uns - dafür wäre die Zeit dann doch zu knapp. Lieber faulenzen wir noch ein wenig.


Denver, City Park


Denver, City Park


Denver, Museum of Nature and Science

Dann geht es wieder in den ziemlich hektischen Verkehr, der uns bis zum Flughafen begleitet. Das Auto sind wir problemlos in Minutenschnelle los, die Abrechnung stimmt, nachdem dort eine Position "Miscellaneous Adjustments" gelistet ist, die die Überforderung wieder ausgleicht (in der zwei Tage später per Mail zugeleiteten Schlußrechnung heißt der Ausgleichsposten zur Abwechslung „Voucher Adjustment“). Zur Strafe für das unmögliche Procedere bei der Fahrzeugübernahme lassen wir die Temperaturanzeige auf °C und die Uhr im 24-Stunden-Modus :frech: .

Der Shuttle-Fahrer ist freundlich und bei der Gepäckver- und -entladung behilflich. Der Lufthansa-Schalter ist natürlich ganz am Ende des Gebäudes. Das Gepäck wird schnell entgegengenommen. Wir bekommen neue Bordkarten, bei denen Marianne als Pre-Esta qualifiziert ist, ich nur als Api ok. Dafür dauert dann die Sicherheitskontrolle um so länger. Das war aber nur die schier unendliche Schlange, genauer angeschaut wird nämlich nichts.


Denver International Airport, Lufthansa-Maschine nach Frankfurt

Die Lounge ist blöderweise bei United und auf Concourse B, während unser Flug auf Concourse A startet. So fahren wir mit der automatischen U-Bahn hin und her, um eine Suppe und ein paar Kekse zu essen.

Beim Boarding das übliche Chaos und unverständliche Ansagen. Nachdem die Pre-Boarder aufgerufen waren, sieht man sie noch 10 Minuten hinter der ersten Schleuse sitzen und warten. Als dann die First und Hons aufgerufen werden, stürmen nach zaghaftem Beginn alle Business-Passagiere mit los - wir natürlich mit.

27 mi, 1:07 h
Gruß
mrh400

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« Antwort #64 am: 17.05.2017, 13:50 Uhr »
Zur Strafe für das unmögliche Procedere bei der Fahrzeugübernahme lassen wir die Temperaturanzeige auf °C und die Uhr im 24-Stunden-Modus :frech: .

 :lachen07: :lachen07: :lachen07: diese Gemeinheit muss ich mir mal merken!

Sehr schöner Urlaub... dann seid ihr ja pünktlich zum deutschen Jubeltag wieder in der Heimat gewesen.
Gruß
Lothar

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« Antwort #65 am: 18.05.2017, 11:38 Uhr »
Bin jetzt auch noch "aufgesprungen".
Das mit den Outlets ist abhängig wo man ist. Die in Dillon/ Silverthorne sind nichts sehr gut. Wir waren jetzt im April wieder da und außer ein paar Handschuhen bei Pearl Izumi ist nichts rausgesprungen. Die Erfahrung hatten wir letztes Jahr auch schon gemacht, wohingegen uns die Outlets von Park City/ UT (an der Kimball Jct.) überzeugt haben. Da gibts wesentlich mehr Firmen und auch wirklich gute Sachen.

Wenn Du das nächste mal da durch fährst, dann mach doch einen Abstecher nach Breckenridge (ab Frisco 9 Mi), dort kann man in und abseits der Main Street super essen und via Swan Mt. Road den Loveland-Paß in Angriff nehmen.
No retreat, no surrender !

*mrh400

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« Antwort #66 am: 18.05.2017, 15:00 Uhr »
Die in Dillon/ Silverthorne sind nichts sehr gut.
2008 hatten wir da noch jede Menge eingekauft - vor allem Kindrsachen bei OshKosh - die hatten diesmal gar nichts mehr Gescheites

Wenn Du das nächste mal da durch fährst, dann mach doch einen Abstecher nach Breckenridge (ab Frisco 9 Mi), dort kann man in und abseits der Main Street super essen und via Swan Mt. Road den Loveland-Paß in Angriff nehmen.
Danke für den Tip

24. Tag Montag 03.10.2016 (MESZ) DEN – MUC – München

Nachdem sich alle in der Maschine einsortiert haben, verläuft der Start unspektakulär – wir fliegen unmittelbar nach Westen hinaus über die platte Prärie. Dann sind ein paar dicke Wolkenfelder zu durchqueren, bevor wieder Sicht nach unten herrscht und der Bordservice beginnt.


Denver International Airport


Colorado - der Weg in der Mitte ist der Tumbull Weed Ct in Bennett


Colorado - hier sieht man den Rifle Club in Byers


Missouri River

Das Essen ist gut; Marianne nimmt glasierte Champignons und Rinderfilet, ich Crab Meat Salat und Schrimps auf Risotto. Mit einem Käse und Portwein versuche ich die nötige Bettschwere herzustellen. Leider ist an Schlaf aber nicht zu denken. Marianne zieht sich noch einen Film über eine Gärtnerin in Versailles rein, kann dann aber auch nicht schlafen.

Gerädert nehmen wir das Frühstück in Empfang. Das Omelett ist eine ziemliche Zumutung. Besser sind die Blicke auf Irland, England und Belgien.


Wales, Cardigan Bay


England, Themsemündung


Ostende


Brügge


fast daheim - Staustufe Eitting am Mittlere-Isar-Kanal

Wir landen pünktlich. Am Flughafen sind weite Wege zurückzulegen, bis wir endlich an der Paßkontrolle sind. Dann geht es nochmals lange Wege bis zum Gepäckband. Zum ersten Mal kommt unser "Priority"-Gepäck auch wirklich zu Beginn auf dem Band daher – sonst hatten wir immer den Eindruck, daß "Priority" nur das Ein- aber nicht das Ausladen betrifft.

Der Zoll will nichts von uns (hätte auch nichts zu erwarten). Auf der Autobahn herrscht ein ziemlicher Wind. Beim Bäcker kaufen wir noch ein paar Teilchen. Zuhause machen wir uns dazu einen starken Kaffee und beginnen, uns wieder mit dem Alltag bekanntzumachen.

Es folgt noch ein Resumée.
Gruß
mrh400

*et

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« Antwort #67 am: 18.05.2017, 21:39 Uhr »
Ein großes Thanks bereits vorm Resumee - es war echt wunderschön und kurzweilig. Wir haben uns köstlich amüsiert und die Reise mehr als geteilt, eigene Erinnerungen wurden wach, da ihr unsere letzte Runde beinahe 1:1 in die Gegenrichtung gefahren seid und wir somit nahezu live dabei waren - sogar manche fotos befinden sich auch in unserer sammlung.

Nochmals ein herzliches Dankeschön, war schön dabei zu sein.

glg Toni
1983 - BC-MT-WA
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1988 - solo CAL/OR +SW
1989 - SW again
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Antw:Südwesten ab Denver: Rote Steine, Weiße Tasche, Bunte Bäume
« Antwort #68 am: 19.05.2017, 10:01 Uhr »
Danke fürs Mitnehmen. :)
Viele Grüße,
Danilo

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*mrh400

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« Antwort #69 am: 19.05.2017, 11:08 Uhr »
Epilog

Auch zu dieser Tour wieder eine Nachlese:

Was ist aus der geplanten Tour geworden?

Wir haben wieder einmal unsere geplante Tour nahezu vollständig verwirklichen können, was die Fahrtroute angeht. Ein paar Wanderungen haben wir unterwegs gestrichen. Zum Teil fehlte uns einfach die Lust, irgendwelche zweifelhafte Staubstraßen für ein sekundäres Highlight unter die Räder zu nehmen. Zum Teil hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir wollten kein Risiko eingehen, in eine Flash Flood zu geraten oder auch nur irgendwo fern der Zivilisation im Schlamm steckenzubleiben Schließlich waren wir aber auch so gesättigt (Ah-Shi-Sle-Pah, White Pocket, Strike Valley Overlook), daß wir keinen Bedarf mehr nach "noch mehr" hatten.

Insgesamt sah unsere Tour dann so aus:


Bereut haben wir im Ergebnis nichts. Wir kannten zwar schon ziemlich viel. Aber der Wiederholungseffekt hat durchaus positive Seiten. Man kann Erinnerungen wiederbeleben und das Ganze auch gelassener angehen. Der Reiseverlauf war daher einigermaßen entspannt und locker. Verstärkt wurde dieser Effekt durch die häufigen Doppel- oder Dreifachübernachtungen. Nur an drei Orten haben wir unser Quartier gleich am nächsten Tag wieder verlassen.

Zur Ausstattung:

Das GPS benötigten wir nur wenig. In White Pocket hatten Rob als unseren Führer, viele andere Ecken kannten wir ja schon. Trotzdem war es mit den von Fritz Zehrer zuvor heruntergeladenen Daten an einigen Punkten hilfreich.

Ganz witzig, aber nicht wirklich notwendig, war wieder der Einsatz des Geotrackers. Das Wiederauffinden der Fotopositionen im Flieger und auf dem Boot wäre ohne das Gerät allerdings kaum möglich. Ansonsten konnten wir z.B. feststellen, wie wenig Strecke wir in der White Pocket zurückgelegt hatten.

Das Notebook ist nach wie vor unverzichtbar – Bilder abspeichern, Internet, Restaurants suchen und reservieren usw. Das Tablet hatte ich zwar auch wieder dabei, aber eher für passive Aktivitäten wie Mails zu checken, Nachrichten zu lesen etc. Für aktive Einsätze wie schreiben oder reservieren ist das Notebook schon allein wegen der Tastatur einfach bequemer zu handhaben.

Auf ein SUV möchte ich nicht mehr verzichten. Das bequeme Ein- und Aussteigen, die erhöhte Sitzposition und das Kofferraumvolumens des (theoretischen) 7-Sitzers machen das Reisen einfach angenehmer. Geländeeinsätze kamen praktisch nicht vor, die wenigen Erd- und Staubstraßen wären weitgehend auch mit PKW machbar gewesen. Nur bei der Zufahrt zum Parkplatz zum Upper Muley Twist Canyon hätte man einen PKW vorher stehen lassen müssen.

Das inzwischen technisch uralte Navi ist für uns nach wie vor eine massive Erleichterung unterwegs, auch wenn es sich  nicht wirklich überall auskennt. Die Programmierung zuhause mit den ganzen Waypoints ist zwar etwas mühsam, das liegt aber wohl auch am Typ. Solange das Ding nicht seinen Geist aufgibt, werde ich dennoch damit weiterhin unterwegs sein. Ich bin zu faul, mich unnötigerweise an andere Methoden (Tablet oder Handy) zu gewöhnen. Das Gerät tut, was es soll, mehr brauch ich nicht. Ein wenig Gefühl für Himmelsrichtungen und morgendliches Kartenlesen kann aber in keinem Fall schaden.

Nach wie vor bleibe ich Vorbucher. Die Hotels, die wir im Internet gefunden hatten, haben alle unsere Erwartungen erfüllt bis übertroffen. Mit abendlicher Sucherei wäre das sicher nicht zu schaffen gewesen - schon gar nicht in Orten wie Hanksville

Absolute Highlights: Ah-Shi-Sle-Pah, White Pocket, Strike Valley Overlook

Absolut verzichtbare Ecken: war keine dabei. Wir haben uns nirgends über ein Ziel oder einen Aufenthaltsort geärgert. Aus unserer Sicht überbewertet sind allerdings die Phantom Canyon Road, die Rainbow Bridge (was vielleicht auch am Wetter lag) und die Zugfahrt Silverton Durango. Alles ist durchaus sehens- und empfehlenswert, aber wir würden im Zweifel bei eingeschränkter Zeit andere Highlights vorziehen. Da wir diese Ecken noch nicht kannten und genug Zeit zur Verfügung hatten, waren das durchaus sinnvolle Abrundungen des Programms (zumal mit zusätzlichem Erholungseffekt bei der Boots- und Zugfahrt, weil man nicht dauernd am Steuer sitzt).

Auch hier wieder ein paar meiner geliebten Statistiken:

Fahrtstrecken:


Die Strecken sind einschließlich aller Umwege und Einkaufsfahrten zum Supermarkt etc vom Kilometerzähler jeden Abend abgelesen. Die Fahrzeit sowie Verbrauchswerte sind vom Bordcomputer abgelesen. Die aufgrund der Tankmengen berechneten Verbrauchswerte (s.u.) liegen einen Tick höher, als es der BC glauben machen will. Das Maximum an Fahrtstrecke lag bei 286 mi und war eigentlich eine Art Transferfahrt und bequem zu bewältigen. Ansonsten waren die Strecken für den Südwesten sehr moderat bemessen.

Benzinverbrauch:


Mit umgerechnet ziemlich genau 11 l/100 km war der Verbrauch des Explorer mit am günstigsten von den Fahrzeugen unserer Nordamerika-Reisen und insgesamt für das große Schiff im erträglichen Bereich.

Quartiere:


Im Durchschnitt haben wir etwa gleich teuer wie 2014 im Südwesten übernachtet, was mir seinerzeit ziemlich teuer vorkam. Inzwischen ist da wohl eine Art Gewöhnungseffekt eingetreten. Überteuert erscheinen Moab und Page (in Page müßte man in der zweiten Oktoberhälfte hin, da kostet es plötzlich weniger als die Hälfte), enorm günstig im Preis/Leistungsverhältnis ist die Boulder Mountain Lodge.

Vielen Dank fürs Mitfahren an alle, die die Tour durchgehalten haben.
Gruß
mrh400

*NähkreisSteffi

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« Antwort #70 am: 19.05.2017, 17:31 Uhr »
Das war wieder eine super interessante Reise mit euch,  :dankeschoen:

Bis zum Nächsten Mal

Steffi

*saibot

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« Antwort #71 am: 20.05.2017, 07:22 Uhr »
Vielen Dank für den kurzweiligen Reisebericht!   :clap:

Gruß
Tobias

*Wolfgang

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« Antwort #72 am: 20.05.2017, 11:51 Uhr »
Hi,

toller Reisebericht mit ebenso tollen Fotos. Urlaubsbedingt konnte ich den Bericht erst jetzt lesen, dafür aber in einem Stück.
Gruß

Wolfgang

*wolfmark

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« Antwort #73 am: 20.05.2017, 15:08 Uhr »
Danke für den spannenden und informativen Bericht. Die Photos sind technisch sehr anspruchsvoll. Wir sind z. Zt. Richtung Denver unterwegs und profitieren von euren Erfahrungen und Erlebnissen.

*Doreen & Andreas

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« Antwort #74 am: 22.05.2017, 16:01 Uhr »
Ich habe auch gerade erst den letzten Tagesbericht gelesen und bedanke mich herzlich fürs Mitnehmen...
Viele Grüße,
Andreas
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