Schwierige Reiseplanung- schöner Urlaub in Botswana und Zimbabwe?

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*Chrissie

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13.10.2016 Zvakanaka Farm
Der Wind weht heftig und die Betten sind durchgelegen, dennoch schlafen wir gut. Allerdings stehen wir schon um 6:00 h auf, da wir nicht mehr liegen können. Leider hat der Wind nicht nachgelassen und Nebel hängt über den Bergen. Es ist sehr frisch draußen. Wir schauen uns im Fernsehen den ernüchternden Wetterbericht an. :(
 
Christian füllt die Vogeltränken und die Futterstellen auf. Uns ist es draußen zu ungemütlich (um die 10 ° C), daher beobachten wir die Vögel durchs Fenster. In einiger Entfernung huscht eine Meerkatze vorbei.
Vorwiegend Kleinelsterchen (Bronze Mannikin) kommen zur Futterstelle.
 

 

 
Auch nach dem Frühstück sieht es draußen noch nicht wesentlich besser aus. Da wir unschlüssig sind, was wir bei dem schlechten Wetter machen können, wollen wir uns bei der Touristen-Information in Louis Trichardt ein paar praktische Infos (Anfahrt, Kosten etc) über das Hangklip Forest Reserve verschaffen. Der Reise Know-How Führer gibt diesbezüglich nicht viel her, es hört sich jedoch interessant an: „3,5 km nördlich auf der N 1 von Louis T. bietet sich für Picknick und Spaziergänge an, die am Fuße des 1719 m hohen Hangklip entlang führen. Im Naturschutzgebiet befindet sich auch heiliger Begräbnisboden einiger bedeutender Häuptlinge der VhaVenda“.
Jedoch bringt uns der Besuch der Touristen-Information auch nicht weiter. Die Angestellten sind zwar nett, einer verbindet mich telefonisch mit einem Freund, der das Reserve vor kurzem besucht hat, aber aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten hilft mir das nicht viel weiter. Daher fahren wir zur Unterkunft zurück.
Nachdem wir einen Kaffee getrunken haben, wollen wir einen kleinen Spaziergang machen, denn auf der Farm gibt es einige markierte Wanderwege. Die Sonne ist inzwischen etwas hervor gekommen und es hat sich auf 17 °C erwärmt – ein ziemlicher Temperatursturz zu gestern.
Wir gehen die Loop road bis zum Big Rock und wählen die eastern Route. Nachdem wir die auf der Karte eingezeichnete Querverbindung erreicht haben, geht es noch weiter hoch, allerdings fehlen hier die gelben Tags („path are marked with yellow tags tied to branches“). Wir schauen uns gründlich um und gehen in verschiedene Richtungen ein Stück, in der Hoffnung, eine weitere Markierung zu finden. Tatsächlich werde ich fündig. Jedoch führt uns dieser nicht zur westlichen Route, daher müssen wir leider den gleichen Weg zurück. :?
Der Loop road folgen wir in westliche Richtung, da wir nicht komplett den gleichen Weg zurück laufen wollen, außerdem genießen wir es, uns ein wenig zu bewegen.
 

 

 

hier ist das gelbe tag noch gut zu erkennen
 

 
Aussicht auf das Farmgelände:
 

 

 

Farmhaus, Madala's und Igaba Cabin
 

 

 

 
Nach über 2 h sind wir zurück am Cottage.
 

 
Wir essen eine Kleinigkeit und ziehen uns anschließend in den „Garten“ hinter der Küche zurück, da es dort windgeschützt ist.
Wir checken unsere Nachrichten und sehen uns die Wettervorhersage daheim an: hier sind es zwar  nur 21°C, aber zu Hause sind es gerade mal 8 °C. :zuberge:
 
Später raffen wir uns noch für einen kurzen Spaziergang entlang der loop road auf.
 

 

 
Es ist praktisch, dass wir am Campingplatz vorbeikommen, denn da kann ich die Toilette nutzen.  :lol:
 

 
Danach helfe ich Christian bei den Vorbereitungen zum Grillen und packe das Gepäck.
 

 
Nach dem Essen sitzen wir nicht mehr lange draußen, es ist zu ungemütlich. Wir verbringen daher einen gemütlichen letzten Abend im angenehm temperierten Wohnzimmer.
Übernachtung: Zvakanaka (Madala’s Cottage)
Kilometer: 33 km
Gruß Chrissie
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*Chrissie

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14.10. / 15.1. Fahrt zum Flughafen und Rückflug
Die Nacht ist ruhig, wenngleich es wieder sehr windig ist. Nach dem Packen haben wir noch Zeit, die Vögel zu beobachten.
 

pin-tailed whydah
 
Leider machen wir eine traurige Entdeckung: ein Kleinelsterchen ist offensichtlich gegen die Scheibe geflogen und liegt nun bewegungslos am Boden.  :cry: Christian hält dem Vogel etwas zum Festhalten hin, damit er wieder auf die Beine kommt. Ich bezweifle, dass er es überleben wird. 
Aber der Vogel scheint sich glücklicherweise aufgerappelt zu haben, denn als ich nach dem Frühstück nach ihm schaue, liegt er nicht mehr da.  I :Dn der Kürze der Zeit wird ihn wohl auch kein Jäger geholt haben.
Nach dem Abwasch ist es Zeit, zum Flughafen aufzubrechen. Das Wetter macht uns den Abschied nicht schwer: es nieselt bei 14 °C.
 
Wir hatten leider keinen persönlichen Kontakt, da Gail und ihr Mann überraschend nach Kapstadt mussten. Allerdings war der Email und SMS-Verkehr sehr herzlich. Auch unsere Kritik an den leider durchgelegenen Betten wurde zwar überrascht, aber positiv aufgenommen.Wir haben uns die zwei Nächte sehr wohlgefühlt und würden jederzeit wieder hier übernachten. Leider ist es uns jedoch nach einem Nachtflug zu weit, um zB anschließend in den nördlichen Kruger NP zu starten.
 
Die N 1 ist sehr gut ausgebaut. Wir haben durchgängig zwei Spuren, und es gibt so gut wie keine Schlaglöcher oder Bodenwellen.
Auch in Südafrika nehmen anscheinend die Polizeikontrollen zu. Bei einer werden wir durchgewinkt, an einer weiteren werden wir von einer sehr freundlichen Polizistin angehalten und halten einen kleinen Small talk. Sie freut sich richtig, als sie hört, dass wir aus Deutschland sind.
 

 

Polokwane
 

im Hintergrund das Fußballstadion von Polokwane
 
Der Himmel reisst auf

 

 

kurz vor Kranskop
 

 
und die Temperatur steigt auf knapp 30 ° C.  :)
 

 
Kurz vor der Pumulani Mautstelle
 

 
Kurz vor der Pumulani Mautstelle tanken wir und trinken Kaffee, was wir bereuen, als wir bei Linwood für anderthalb Kilometer ca. 20 Minuten benötigen, da es dort einen Unfall gegeben hat.
 

"auf der Zielgeraden"
 
Wie immer sind die Eindrücke von der Fahrt aus dem Auto heraus fotografiert worden und daher qualitativ nicht besonders. Aber ein paar Fotos wollte ich euch auch am letzten Tag noch zeigen. 
 
Zum Glück sind wir dennoch rechtzeitig bei Bobo Campers. In weniger als einer halben Stunde sind die Formalitäten erledigt, und wir werden zum Flughafen gebracht.
Da wir nach dem Check-in genügend Zeit haben, essen wir bei Steers – kann man essen, muss man aber nicht.: :roll:
 
Leider haben wir für den Langstreckenflug nur zwei Mittelsitze bekommen. Als ich mitbekomme, dass sich die Herren auf den äußeren Plätzen kennen, frage ich, ob sie nicht zusammen sitzen wollen, was der Herr neben mir leider ablehnt. Das habe ich mir schon gedacht, aber fragen kostet ja nichts. Die Bordverpflegung ist das Übliche (beef und chicken). Dann versuchen wir zu schlafen. Wir befürchten, dass wir wieder aufs Frühstück verzichten müssen, aber eine halbe Stunde vor der Landung wird es noch ausgeteilt: Muffin, Ei, Saft, Wurst, Tomate und Pilze. Der Weiterflug nach Berlin verläuft ohne besonderen Vorkommnisse.
Leider hat unsere Tasche den Flug nicht unbeschädigt überstanden, daher geben wir noch unsere Reklamation zu Protokoll. Wie sich später herausstellen wird, ist es ein „Totalschaden“. Auch wenn wir diesen ersetzt bekommen, bedauern wir es, denn die Tasche war erst 1,5 Jahre alt und so etwas Ähnliches wird leider nicht mehr hergestellt.
Das ist aber nur eine kleine Missstimmung nach einem reibungslosen Urlaub, der uns viele neue Einblicke und Eindrücke beschert hat, die uns noch lange im Gedächtnis haften bleiben werden.
Kilometer: 428
Gesamtkilometer: 4436

Gruß Chrissie
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