Unsere groooße Tour 2017

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*Excalibur

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #15 am: 01.05.2017, 12:16 Uhr »
ANGEKOMMEN!
Fünf Uhr Ortzeit. Jetlag. Warum nicht die Zeit nutzen und einige Zeilen zu Papier bringen oder besser gesagt ins Netz stellen. Der Reihe nach.... Die Nacht vor der Reise hatte ich wider erwarten gut geschlafen. Einen kleinen Imbiss, noch einmal die Checkliste durch gegangen und dann stand auch schon unsere Tochter vor der Tür, die uns zum Bahnhof bringen sollte. Alles klappte perfekt und so saßen wir am frühen Sonntag Morgen schon eine 3/4 Stunde vor Abfaht des Zuges auf dem Bahnsteig. Der Kaffee vom Bahnhofsbäcker wirkte Wunder und die Frühlingssonne sorgte dafür, dass richtig gute Stimmung aufkam. Irgendwann kam dann auch der ICE und es ging mit teilweise fast 300 km/h Richtung Fraport. Die "Schlange" am Wow-Counter war minimal - nur 2 oder 3 Passagiere waren vor uns und so ging der Check-in auch schnell und problemlos über die Bühne.

Kennt Ihr das ungute Gefühl, was aufkommt, wenn alles perfekt läuft? Ich versuchte es zu verdrängen. Irgendwann waren wir an Bord der A320, die uns nach Island bringen sollte. Die Sitze am Notausgang garantierten auch mir, mit 1,90m Körperlänge, noch eine angenehme Sitzhaltung. Außerdem war der dritte Sitz in unserer Reihe freigeblieben - auch nicht schlecht. Die Zeit verging wie im Fluge (5 Euro für das Phrasenschwein) und nach knapp dreieinhalb Stunden landeten wir auf Island.

Bedingt durch eine 20 minütige Verspätung kam ein wenig Hektik auf - die Pause zwischen unserenbeiden Flügen betrug nur 50 Minuten. Aber die Aufregung war unbegründet. Als wir schon im Flieger saßen - wieder eine A320, wieder mit genügend Beinfreiheit und wieder mit einem freien dritten Platz - wartete die Crew noch auf Passagiere, die noch knappere Anschlüsse hatten.

Ob sich der Flug mit Wow-Air gelohnt hat? Für uns ja! Wir hatten den Großteil unseres Gepäcks schon mit dem Wohnwagen verschifft und uns für den Flug mit Mineralwasser und Knabbereien eingedeckt. Jede Serviceleistung kostet halt extra. Wenn man das vorher bedenkt, kann man einiges sparen. Und obwohl es ein "Billigflug" war, waren die Flugbegleiterinnen außerordentlich freundlich und zuvorkommend. Außerdem hat der Zwischenstopp in Island den müden Knochen recht gut getan.

In Baltimore dann die nächste Überraschung. Die Immigration-Prozedur war ein Klacks. Nicht ein Passagier stand an dem Schalter, der mit "Visa" gekennzeichnet war. Der Officier war - obwohl schwer bewaffnet - sehr freundlich. Sechs Monate? Kein Problem. Have a nice Trip! Nach zehn Minuten standen wir außerhalb des Flughafengebäudes und warteten auf den Shuttle, der uns zu unserem Mietwagen bringen sollte.

Es war zwar "nur" ein KIA, dafür aber fast flammneu. Leider ohne Navi. Also musste ich mein Handy aktivieren und das dort vorhandene Navi führte uns sicher ins Hotel. Auf der Fahrt, vorbei an den einzigartigen Holzhäusern mit den großen Veranden, kam das dann Gefühl auf, angekommen zu sein.

Noch schnell einen Burger bei Checkers gegenüber dem Hotel reingewügt und dann ab ins Bett. Alles hat wie geplant funktioniert (eigentlich noch besser ;-) ). So darf es gerne weiter gehen.....

Lieben Gruß in die Heimat
Wolfgang und Babs

*Yaphi

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #16 am: 02.05.2017, 21:54 Uhr »
Ich wünsche euch für das große Abenteuer alles alles Gute, wenn es so weitergeht wie die Anreise, kann ja auch nichts mehr schief gehen ;)

*NatureLover

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #17 am: 03.05.2017, 08:24 Uhr »
Bei mir kam beim Lesen gerade richtig Urlaubsstimmung auf! Super, dass alles so reibungslos geklappt hat. Ich finde Zwischenstopps auf Langstrecke auch immer ganz angenehm und weniger anstrengend als wenn ich am Stück so lange im Flugzeug sitze.

Bin gespannt, wie es weitergeht!
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*Excalibur

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #18 am: 05.05.2017, 01:55 Uhr »
Hallo zusammen!

Hab mich einige Tage nicht gemeldet. Sorry! Heute aber soll Text folgen. Vorab schon mal der Hinweis, dass wir heute unser Gespann am Hafen abholen konnten und bis auf eine kleine Schramme im Wohnwagen hinten links alles perfekt war.

Am ersten Tag sind wir mit unserem Mietwagen von Baltimore aus in den Shenandoah Nationalpark gedüst. Leider hat die Anfahrt länger gedauert als geplant - der Verkehr in und um Washington war gigantisch. Und dann spielte auch das Wetter nicht mehr mit, kaum das wir im Park angekommen waren. Immer wieder zogen Nebelfetzen über uns hinweg. Dafür hatten wir den Park (fast) für uns alleine. Wenn man bedenkt, was hier zum Indian Summer so los ist. Leider wurde der Nebel dann immer dichter und es fing auch noch an zu regnen. Trotzdem hat es uns sehr gefallen. Nach einer heißen Schokolade in Skyland haben wir uns auf den Heimweg gemacht. 






Am zweiten Tag sollte es dann nach Washington gehen. Wir fanden wider Erwarten rasch einen Parkplatz an einer Baustelle in unmittelbarer Nähe des Capitols und fragten einen der Bauarbeiter, ob wir dort stehen bleiben könnten. Er empfahl uns einen Platz hinter einem Bus auf der anderen Straßenseite und bevor wir überhaupt reagieren konnte, sprang er auf die zweispurige Straße und stoppte den Verkehr in beide Richtungen, damit wir gefahrlos auf die andere Seite wechseln konnten. Danke! Nun aber sprach der Busfahrer uns an. Er fühlte sich "eingekeilt". Ob wir nicht vor ihm parken könnten. Er würde zurücksetzenund wir könnten in die entstandene Lücke rein fahren. Gesagt, getan. Nun endlich hatten wir mit vereinten Kräften unseren Parkplatz gefunden. Alle waren glücklich und zufrieden.

Das Wetter spielte mit - herrlicher Sonnenschein und ein leichter, erfrischender  Wind vom Meer. Wir machten uns auf zum Capitol. Pflichttermin auch für zahlreiche Schulklassen, die sich vor dem imposanten Gebäude ablichten liessen. Es war voll. Bevor wir die Mall hinunter zum Washington Monument pilgerten, sah sich Babs noch genötigt, einer Entenfamilie über die Fahrbahn zu helfen - kurzerhand hielt sie den Verkehr an und die Mama Duck konnte mit ihrem Nachwuchs gefahrlos über die Straße watscheln. Die Mall war voller Touristen, Jugendliche spielten Football auf den Wiesen, Jogger alles Altersklassen hechelten über die Wege und rechts und links sahen wir die herrlichen Museumsgebäude. Ein kurzer Halt am riesigen Obelisken und dann durch das nicht weniger beeindruckende Second World War Memorial zum Lincoln Memorial.

Den Jetlag noch in den Knochen, taten mir schon die Füße weh, aber zum White House wollten wir auf jeden Fall noch. Doch bevor wir dort angekommen fotografieren konnten, kamen Beamte des Secret Service (mit dem Fahrrad, aber schwer bewaffnet) um uns und viele andere Touristen zu verscheuchen und den oberen Teil der Elcipse für den Publikumsverkehr zu sperren. Dumm gelaufen...

Trotzdem ein toller Tag. Erste Sonnenbräune geholt und viel gesehen. Abends noch zu Chracker Barrel und dem geschundenen Körper neue Energie zugeführt.






Den dritten Tag unserer Campingreise ohne Camping hatten wir für Museen und Arlington verplant. Vom National Air and Space Museum war ich begeistert. Von der legendären V2 bis zu den modernen "Flugkörpern" der Raum- und Luftfahrt war alles vertreten, was Rang und Namen hat. Dazu viele Experimente ud Information. Sehr lehrreich - Toll.

Nicht ganz so gut gefallen hat mit das National Museum of the American Indian. Vielleicht hatte ich eine falsche Vorstellung. Trotzdem, ein sehr interessantes Gebäude mit starken Ausstellungen.

Beide Museen sind, wie alle Objekte der Smithsonian Institution, für den Besucher kostenlos. Allerdings wird jeder Besucher vor dem Einlass "gescannt". Das Multitool oder Waffe also besser im Auto lassen.

Nachmittags sind wir dann noch nach Arlington rausgefahren. Ich versuche, bei jede Reise nach Washington auch dam Grab von JFK einen Besuch abzustatten. Dort bekomme ich jedesmal eine Gänsehaut. Leider ist Arlington eine laute Touristenattraktion geworden. Und auch hier werden die Besucher seit 9/11 gescannt.










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*U2LS

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #19 am: 05.05.2017, 08:21 Uhr »
Guten Morgen Wolfgang,

im September werde ich auch 4 Nächte in D.C. verbringen, daher vielen Dank für die schöne Einstimmung. Ich werde dann auch mal nach der Entenfamilie Ausschau halten  :wink:

Das Indian Museum habe ich mir auch vorgemerkt; allerdings weniger wegen den dortigen Ausstellungen sondern weil es dort wohl eines der wenigen Restaurants (vielleicht sogar das einzige?) an der National Mall gibt.

Weiterhin Gute Reise
Lothar
Gruß
Lothar

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*BigDADDY

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #20 am: 05.05.2017, 09:49 Uhr »
Soeben zugestiegen und voller Vorfreude, es wird ja eine lange Fahrt, super.
Phrasenschwein steht bei mir und darf gern weiter gefüttert werden .
Danke!
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*Excalibur

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« Antwort #21 am: 05.05.2017, 13:08 Uhr »
Hallo Lothar!
Das Restaurant kann ich nur empfehlen. Dort wird "Nativ Food" aus dem verschiedenen Bereichen, die im Museum präsent sind, angeboten. Alles sehr sauber und vor allen Dingen schmackhaft. Ich hatte Bison Chilly aus den Plains.

Aber die Reise geht weiter:
4. Tag - Wieder im eigenen Auto unterwegs
Für 07:30Uhr hatten wir ein Date mit einem sehr freundlichen älteren Herren. Herr Müller, der uns von Seabridge vermittelt wurde, sollte uns bei den Zollformalitäten und der Übergabe im Hafen helfen. Auf der Fahrt durch das verstopfte Baltimore erzählte er uns einige interessante Geschichten aus seinem Leben in den Vereinigten Staaten.

Im Büro der Spedition geht dann alles schneller als erwartet. Herr Müller ist hier gut bekannt und regelt alles locker und ohne Stress. Während wir hier warten müssen, fährt er in den Hafen und holt unsere Fahrzeuge aus dem Zollbereich. Knappe 45 Minuten später kommt der erlösende Anruf - wir sollen zum Parkplatz kommen. Kurze Zeit später sehen wir unser Gespann wieder. Alles scheint in Ordnung zu sein, nur die hintere Stoßstange des Wohnwagens ist leicht angedötsch. Herr Müller hat den Schaden von der Spedition protokollieren lassen und damit hätten wir die Versicherung in Anspruch nehmen können. Da wir aber 5oo€ SB haben, belassen wir es dabei.

Wichtig für uns ist, dass nicht geklaut wurde. Fenster und Türen sind versiegelt - nichts fehlt. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Nachdem sich Herr Müller verabschiedet hat, montiere ich noch die großen Wohnwagen-Rückspiegel. Wir spielen die US-Karten-Software auf das Navisystem des VW auf und auch das funktioniert!!! Dann gehts zum nächsten Walmart und wir bunkern erste Lebensmittel. Gleich nebenan ist ein Aldi - auch ihm statten wir einen Besuch ab. Typisch Deutsch?  Das erste Mal erleben wir in den USA, dass man den Einkaufswagen mit einer Münze "freischalten" muss.

Nun brauchen wir noch Treibstoff und LPG. Mit Hilfe des Navi finden wir eine Truck Stop, der beides anbietet. Der Diesel-Tankvorgang bereitet keinerlei Probleme. Und auch das LPG fliesst, nach dem Einsatz eines Adapters der Tankstelle und eines weiteren Adapters, den ich dabei hatte, zischend in unsere Gastanks.

Jetzt haben wir alles und es ist an der Zeit, Baltimore Lebewohl zu sagen (Reicht das schon für das Phrasenschwein???). Über den Highway verlassen wir die quirrlige Großstadt. Erst weit außerhalb, zieht es uns dann auf die Landstraße, WIR SIND UNTERWEGS! Von Meile zu Meile wird es ländlicher. Weiden, Äcker, Bauernhöfe. Dann sehen wir den ersten Landwirt, der sein Feld mit vier vorgespannten Pferden pflügt. Wir sind im Amish Country angekommen. Irgendwie fühle ich mich in eine andere Zeit zurückversetzt. Die schwarzen Kutschen, die Wäsche, die auf langen Leinen im Wind flattert und immer wieder Bauern, die mit Pferden ihre Äcker eggen oder pflügen.

In Lancaster haben wir uns en Old Mill Stream Campground ausgesucht. Ein Platz gleich neben einem Freizeitpark. Da der Park aber noch geschlossen ist, geht auf dem CG auch noch beschaulich zu. Wir finden einen schönen Platz mit Wasser und Strom unter alten Bäumen, ganz in der Nähe des Flusses, packen die letzten Sachen aus und richten uns in unserem mobilen Zuhause weiter ein. Idyll pur!

*Excalibur

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #22 am: 06.05.2017, 04:44 Uhr »
Im Land der Amish
Heute Morgen wurden wir von hunderten zwitschernden Vögeln geweckt. Wir kamen uns fast vor wie in Hitchcocks "Die Vögel". Es ist halt ein sehr naturnaher Campground. Gegen 8:00 Uhr fing es an kräftig zu regnen. Wirklich heftig - dafür waren nun die Piepmätze aber still. Wir entschlossen uns spontan noch einen Tag hier zu bleiben und das Amish Country unsicher zu machen. Vorher aber war noch die Morgentoilette angesagt. In kurzen Hosen, mit Badeschlappen und Regenjacken trotzten wir dem Wetter und erreichten schon völlig durchnässt die Duschräume. Aber wenn man darüber lacht, ist es gar nicht so schlimm.

Nach dem Frühstück fuhren wir in die Innenstadt von Lancaster und schauten uns den alten, aber hervorragend restaurierten Stadtkern an. Unser Highlight war der Farmers Market, Amerikas ältester Markt. Hier gab es alles, was die Landwirte der Umgebung anbauten - und noch viel mehr. Wir deckten uns mit frischem Salat, Brot und leckerer Marmelade ein und beobachteten bei einem Becher Kaffee das wuselige Treiben in der großen Halle. Prädikat: Empfehlenswert.

Eine überaus freundliche Dame im örtlichen Visitor Center am Penn Square brachte uns die Sehenswürdigkeiten der Umgebung näher. Hörte man ihr länger zu, musste man glauben, Lancaster und Umgebung sei das Paradies auf Erden. Sie zeichnete uns eine Tour für den Nachmittag auf und, obwohl es immer wieder mal regnete, hat es sich vollauf gelohnt. Herrliche alter Häuser und stattliche Bauernhöfe wechselten sich ab. Dabei lernten wir, was es mit den großen, fünfzackigen Sternen auf sich hat, die man immer wieder an den Häusern hier in der Gegend findet. Zuerst dachten wir, dass in diesen Häusern die Amish People wohnen oder es ein sichtbares Zeichen dafür sei, dass ein Mitglied der jeweiligen Familie in einem Krieg umgekommen wäre. Weit gefehlt - die "Barnstars" waren in der Vergangenheit häufig ein Zeichen des jeweiligen Bauherren und dienen heute in der Regel nur noch zur Dekoration.
Immer wieder trafen wir auf Amish People in ihren typischen schwarzen Horse Buggies - grob geschätzt zwei Dutzend. Irgendwie verwunderlich, so zu leben in der modernen "neuen Welt". Als besonders krass empfanden wir den auf dem Parkplatz einer modernen Bank (mit Drive Trought Counter!) abgestellten Buggy. In Anbetracht der besonderen Kundschaft hatten die Bankleute hier ein Vorrichtung aufgestellt, an der die Amish ihre Pferde festbinden können. Man ist halt service-orientiert...
Weitere Fotos auf www.usaround.de

Die nächste Überraschung fanden wir dann Abends im Walmart (Wir brauchten noch einige Sachen und ich oute mich hier mal als Walmart-Junkie...). Wir wussten zwar schon, dass im US-Supermarkt auch Waffen verkauft werden, aber ein Gewehr mit einem pinkfarbenen Schaft überstieg dann doch mein Vorstellungsvermögen. Wenn ich es nicht gesehen hätte, ich hätte es nicht geglaubt..


*NähkreisSteffi

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #23 am: 06.05.2017, 07:41 Uhr »
Schön, dass alles so reibungslos geklappt hat und es euch gut geht.

Genauso ging es uns beim 1. Mal Lancaster auch.

*U2LS

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« Antwort #24 am: 06.05.2017, 08:45 Uhr »
Hallo Wolfgang,

ich habe gerade mal in deinen Blog geschaut; von wem ist denn die Musik zu deinem Filmchen?
Gruß
Lothar

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*Excalibur

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« Antwort #25 am: 07.05.2017, 14:09 Uhr »
Guten Morgen, Lothar
Die Musik? Hmm, ich glaube, es war ein gema-freies Stück, das mit dem Foto/Video-Programm geliefert wurde. Das waren so verschiedene themenbezogene Musikstücke und ich dachte, es passt ganz gut....
LG
Wolfgang (heute von Mücken gepiesackt ;-) )

*Excalibur

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« Antwort #26 am: 07.05.2017, 14:15 Uhr »
Heute war ein Reisetag. Es ging in Richtung New Jersey. Wir hatten über das Internet drei Campgrounds ausgemacht, die unseren Ansprüchen entgegenkamen und wollte diese dann der Reihe nach anrufen- immerhin ist heute Samstag. Schon das erste Telefonat war erfolgreich: Ja, sie hätten Platz und sie würden sich auf uns freuen. Damit stand unser Tageziel fest: der Camp Taylor Campground in der Nähe von Columbia. Nix wie hin....

Auf den Straßen das übliche Gewuhsel. Vor jeder, wirklich jeder noch so kleinen Brücke der Hinweis, dass sie unter Umständen vereist sein könnte. Aber das der Beschleunigungsstreifen der nächsten Auffahrt extrem kurz sei, bzw. gar nicht vorhanden war, das brauchte keinen zu interessieren und war nicht ausgeschildert. Aber egal, dank der Weit- und Übersicht des erfahrenen "Kutschers" hat alles gut gegangen ;-) .

Unterwegs haben wir einen Verpflegungsstopp bei Applebee's eingelegt (Einfach nur lecker!!!) und da nebenan gleich ein Home Depot war, habe ich dort nach dem fehlenden Schlauch-Fitting geschaut. Bei den Reisevorbereitungen hatte ich mich täuschen lassen. Zwar haben die Amerikaner genau wie wir in Good Old Germany 5/8 Zoll Wasseranschlüsse, aber deren Gewinde hat eine andere Steigung (bin da kein Fachmann. Wenn ich Quatsch erzähle, bitte ich um Korrektur). Ergo passte auch der mitgebrachte Schlauch nicht an die Wasserquellen der Campgrounds (Wasser bunkern mit Hilfe von Kanistern geht auch, aber mit einem Schlauch ist's einfacher).

Im gut sortierten Home Depot wurden wir schnell fündig. Die passenden Fittings gab es mit roten und mit schwarzen Dichtungen. Da uns der Unterschied nicht einleuchtete, nahmen wir jeweils einen mit. An der Kasse mussten wir knapp 7$ bezahlen - natürlich mit Karte ;-) . Allerdings überraschte uns die Frage der Kassiererin, ob wir die Rechnung per E-Mail wünschten. Für 7 Dollar??? Neee, so amerikanisiert sind wir auch noch nicht.

Im weiteren Verlauf der Fahrt wurde die Landschaft hügeliger und waldreicher. Natur pur. Wir waren in New Jersey, dem Garden State angekommen. Die letzten Kilometer zum Campground führten uns über eine winzige, aber sehr steile Waldstraße. Die Automatik des Touareg schaltete runter bis in den 2. Gang, um mit der schweren Last die Steigung zu schaffen. Hoffentlich sind wir hier richtig - wenden wollte ich unser Gespann hier mitten im Wand auf keinen Fall.

Dann das erlösende Schild: Camp Taylor. Und noch ein zweites:

Der junge Mann an der Reception, der auch einige Brocken Deutsch sprach, erklärte uns, was es damit auf sich hat. Dem Campground war ein großes Wolfsgehege angeschlossen, welches jeweils um 10.00 Uhr und um 16.00 Uhr besichtigt werden könnte. Für 16.00 Uhr war es bereits zu spät, also meldeten wir uns für die Tour am folgenden Tag an.

Wir bekamen einen herrlichen Stellplatz, mitten im Wald an einem kleinen See gelegen, zugewiesen. Strom- und Wasser-Anschluss und sogar WLAN (im Wald!!!) - Camperherz, was willst Du mehr. Wenn da nicht die Mücken gewesen wären ;-) . Auch Schwarzbären sollte es hier geben. Bis zu drei Sichtungen pro Tag - so hörten wir an der Rezeption. Von den Teddies sahen wir leider keinen - aber Mücken. Ohje... Den Abend verbrachten wir daher, gut durch Mückennetze abgeschottet, im Innern des Wohnwagens....   

*NatureLover

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Antw:Unsere groooße Tour 2017
« Antwort #27 am: 07.05.2017, 17:46 Uhr »
Da habt ihr euch wirklich einen wunderschönen Stellplatz ausgesucht! Da bekomme ich direkt Lust aufs Campen. Schade, dass das mit den Schwarzbären nicht geklappt hat, aber ihr seid ja erst am Anfang eurer Reise.
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« Antwort #28 am: 08.05.2017, 11:33 Uhr »
Jetzt haben wir alles und es ist an der Zeit, Baltimore Lebewohl zu sagen (Reicht das schon für das Phrasenschwein???).

Mh,

ne, reicht noch nicht, bleibt mehr für Euer Budget!
Bin weiterhin mit großer Begeisterung dabei!
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« Antwort #29 am: 12.05.2017, 03:48 Uhr »
Hallo zusammen!
Leider hatten wir die letzten Tage auf unserem New Yorker Campground kein WLAN. Und nicht nur das. Aber dazu später mehr. Hier vorab erst mal einige Fotos: