Trunkenheit am Steuer -> wie bei Einreise vorgehen?

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*lonewolf81

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Antw:Trunkenheit am Steuer -> wie bei Einreise vorgehen?
« Antwort #60 am: 26.10.2017, 13:16 Uhr »
Man kann die MPU ja beliebig oft wiederholen und bei denen die durchgeflogen sind, weil sie nach dem Motto "Ich mach den Psychologen mal kurz rund" dorthin gegangen sind, ist die Quote bei einem zweiten Versuch dann deutlich höher, weil sie neben der Alkoholfahrt noch einen weiteren Warnschuss brauchten um endlich zu begreifen. Glates, Du schreibst sehr reflektiert über die ganze Sache und ich wünsche Dir alles Gute für die anstehende MPU.

Man sollte aber bei den ganzen Beratungsfirmen, Vorkursen, etc.. nicht vergessen, dass da auch eine gut verdienende Industrie dahinter steckt. Es gibt ein Forum, das zu dem Thema sehr sehr gut ist. verkehrsportal.de - Dort hat es sehr fähige, hilfsbereite und erfahrene Nutzer - wenn Du da mal Deine Geschichte und den Stand Deiner Vorbereitung aufschreibst, dann kannst Du auf eine sehr realistische Einschätzung hoffen, wie Deine Chacnen sind.

Ansonsten sollte man noch berücksichtigen, dass eine MPU KEINE(!) Strafe ist. Die Strafe ist der Führerscheinentzug, die Punkte, die Geldstrafte - die MPU ist eine Auflage, die man erfüllen muss um bei der Fahrerlaubnisbehörde vorhandene Zweifel an der Fahreignung auszuschließen. Es gibt keinen Zwang die zu machen, Du kannst  auch 15 Jahre warten bis das verjährt ist und dann den Führerschein ganz normal machen. Dieser Fakt, dass es sich nicht um eine gerichtliche Strafe handelt, führt eben auch leider dazu, dass es verschiedenste Gründe gibt "Zweifel an der Fahreignung" einfach mal anzunehmen und dann eine MPU anzuordnen gegen die man sich kaum wehren kann. Wie gesagt: gut verdienende Industrie.

*Glates

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Antw:Trunkenheit am Steuer -> wie bei Einreise vorgehen?
« Antwort #61 am: 26.10.2017, 13:33 Uhr »
Das wurde uns so in der Vorbereitung auch gesagt: Eine MPU ist keine Strafe, sondern eine Chance. Denn eigentlich hat man seine Unfähigkeit, im Straßenverkehr teilzunehmen, mit dem Vergehen gezeigt. Dass die Verkehrsbehörde dem ganzen noch eine Chance i.F.v. 'beweise uns, dass du dich verändert hast' gibt, ist deutlich besser als ein einfaches lebenslanges Fahrverbot.

Tatsächlich steigt die Quote je durchgefallenem Mal deutlich. Beim Drittversuch bestehen auch fast 90% ALLER Teilnehmer, also auch diejenige, die unvorbereitet hingehen. Aber wie gesagt: Solch eine Quote hat man im Schnitt, wenn man den Erstversuch mit entsprechender Vorbereitung angeht. Ich denke, viele gehen zu locker an die Sache ran. Z.B. habe ich immer 'Bierchen' gesagt, bis mich mein Verkehrspsychologe darauf hingewiesen hat, dass dies bereits ein Durchfallgrund (Verharmlosung von Alkohol) sei. Sowas weiß man eben nicht, wenn man sich nicht vorbereitet.