3 Wochen Westen ab Denver

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*utahfan

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #15 am: 03.11.2017, 11:56 Uhr »
hallo
also ganz so schlimm ist es wirklich nicht: es heißt: Schon ab 2500 Metern kann die Höhenkrankheit einsetzen, da Du Dich ja allmählich im Laufe der Reise erst bis knapp 2600 m kommen wirst, wirst Du kaum spürbare Beschwerden erleben;
Du wirst evtl im Yellowstone etwas kurzatmiger sein, solltest nicht unbedingt das Wandertempo bis zum Laufen steigern, ansonsten kaum spürbar in diesen "niederen" Höhen
VG
Utahfan
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*Schuninio

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #16 am: 03.11.2017, 18:54 Uhr »
Hallo,

vorab Euch allen nochmal vielen Dank für die Hilfe, die Anmerkungen, den Input und die Informationen.

Leider gab es heute bei uns nicht so gute Nachrichten bezüglich der geplanten Reise:

als gesunder Mitteleuropäer, auch aus dem Tiefland, brauchst Du bis etwa 3500 m keinerlei gesundheitliche Beschwerden zu fürchten,

Das ist genau das Problem. Der Arzt den wir bezüglich der Reise konsultieren mussten hat heute mittag leider aus gesundheitlichen Gründen nicht sein vollständiges OK gegeben. Höhen über 2000m sind problematisch und damit macht die Reise so keinen Sinn mehr. Problem ist hier leider einfach der lange Aufenthalt in der sauerstoffreduzierten Höhe. Der Flug ist nicht so problematisch, da haben wir auch schon Erfahrungen. Aber der lange Aufenthalt auf mehr als 2000m wäre problematisch.

Wir stampfen daher traurig unsere Reisepläne ein :-( und planen jetzt eine erneute Ostküstentour, die ist laut unserem Arzt kein Problem.

Der Thread kann dann gerne geschlossen werden. GGf. eröffne ich für die Details der Ostküstentour dann einen neuen Thread.

Danke Euch nochmal!

*miwunk

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #17 am: 03.11.2017, 19:06 Uhr »
Der Arzt den wir bezüglich der Reise konsultieren mussten hat heute mittag leider aus gesundheitlichen Gründen nicht sein vollständiges OK gegeben. Höhen über 2000m sind problematisch und damit macht die Reise so keinen Sinn mehr. Problem ist hier leider einfach der lange Aufenthalt in der sauerstoffreduzierten Höhe. Der Flug ist nicht so problematisch, da haben wir auch schon Erfahrungen. Aber der lange Aufenthalt auf mehr als 2000m wäre problematisch.


Sorry, aber da kann ich Deinen Arzt nicht verstehen. Wieso sollte ein 10-Stunden-Flug, bei dem der Sauerstoff-Gehaltt so eingestellt ist wie auf 2.500 m Höhe weniger problematisch sein wie ein kurzer Aufenthalt auf 2000 m??? Irgendwie hat entweder der Arzt oder Du etwas nicht verstanden.

Nocheinmal deutlich: der Luftdruck und damit Sauerstoffgehalt in einem Flieger ist so eingestellt, wie er auf ca. 2.500 m Höhe ist. Wenn Du also den Flug verträgst, dann verträgst Du auch einen Aufenthalt auf 2500 m Höhe.


*utahfan

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #18 am: 03.11.2017, 20:06 Uhr »
Hallo
auch ich verstehe diese Arztempfehlung nur, wenn andere gesundheitliche Einschränkungen bereits vor der Reise vorliegen,
wie er dann den Flug "genehmigt" und nicht mit einbezieht in die Höhenbelastung ist mir auch schleierhaft
VG
Utahfan
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*mrh400

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #19 am: 03.11.2017, 20:09 Uhr »
Sorry, aber da kann ich Deinen Arzt nicht verstehen. Wieso sollte ein 10-Stunden-Flug, bei dem der Sauerstoff-Gehaltt so eingestellt ist wie auf 2.500 m Höhe weniger problematisch sein wie ein kurzer Aufenthalt auf 2000 m??? Irgendwie hat entweder der Arzt oder Du etwas nicht verstanden.

Nocheinmal deutlich: der Luftdruck und damit Sauerstoffgehalt in einem Flieger ist so eingestellt, wie er auf ca. 2.500 m Höhe ist. Wenn Du also den Flug verträgst, dann verträgst Du auch einen Aufenthalt auf 2500 m Höhe.
na ja, es ist schon ein Unterschied, ob ich 8 Stunden nichtstuend im Flieger hocke oder mehrere Tage am Stück in größerer Höhe unterwegs bin. Da spielen individuelle Beschwerden, wie sie hier offenbar vorliegen (sonst würde man ja keinen Arzt vor einer USA_Reise konsultieren), mit hinein.

Ich kann z.B. für mich als mehr oder weniger normalgesunden, aber untrainierten noch-nicht-ganz-70er feststellen, daß ich auch bis 3800m (Kleinmatterhorn) abgesehen von leichter Kurzatmigkeit keine Probleme habe, wenn ich dort nur relativ kurzzeitig unterwegs bin. Gut schlafen kann ich aber nur bis in etwa 1600m; darüber habe ich nachts Kreislaufprobleme. Erst nach längerer Akklimatisation kann es auch etwas höher gehen (z.B. Boulder UT oder Bryce Canyon).

Gruß
mrh400

*Schuninio

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #20 am: 03.11.2017, 22:08 Uhr »
na ja, es ist schon ein Unterschied, ob ich 8 Stunden nichtstuend im Flieger hocke oder mehrere Tage am Stück in größerer Höhe unterwegs bin. Da spielen individuelle Beschwerden, wie sie hier offenbar vorliegen (sonst würde man ja keinen Arzt vor einer USA_Reise konsultieren), mit hinein.

Danke!

Ohne jetzt die ganze Gesundheitsgeschichte ausbreiten zu wollen: Es liegt eine Sauerstoffunterversorgung durch eine Lungenkrankheit vor.

Beim Sitzen im Flieger ist die sauerstoffreduzierte Luft nicht so das Problem, da die Anstrengungen sich im Rahmen halten. Erfahrungen mit Kurz,- MIttel- und Langstreckenflügen zeigen hier keine Probleme.

Bei Wanderungen oder Spaziergängen auf 1600 m sieht das schon anders aus. Wäre aber laut Einschätzung des Arztes aber wohl noch vom Körper halbwegs kompensierbar. Ab 2000m sieht er aber Probleme beim Abfall der Sauerstoffsättigung im Körper, die nicht mehr so leicht zu kompensieren sind. Ggf. äußert sich das nur in starker Kurzatmigkeit. Es besteht aber das Risiko, dass die Sauerstoffsättigung so schlecht wird, dass der Körper entsprechende Ausfallerscheinungen bei Anstrengungen zeigt. Zumal der Aufenthalt in >2000m ja nicht nach 8 Stunden beendet ist.

Davon abgesehen vertraue ich der Einschätzung eines Arztes mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung da soweit, dass wir kein Risiko eingehen werden. Mein Arbeitskollege hat seine Frau mit dem ADAC-Flugzeug aus den USA nach Hause bringen müssen. Das möchte ich meiner Familie gerne ersparen und minimiere da lieber das Risiko.





*utahfan

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #21 am: 03.11.2017, 22:56 Uhr »
hallo Schuninio
das sind natürlich dann ganz andere Voraussetzungen und dann kann ich das auf jeden Fall verstehen und dann ist natürlich Deine Entscheidung die einzig richtige, denn dann könnte es ja wirklich ein Risiko sein
VG
Utahfan
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*TGW712

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #22 am: 04.11.2017, 00:09 Uhr »
Hm ich liebe ja den Osten aber da Ihr Euch auf den Westen so gefreut habt? Was hälst Du denn von folgender "Notroute"?

Denver (1.600m) (Ü, Ü)
Colorado Springs mit Garden of the Gods (1.800m)
Pueblo (1.400m) (Ü)
Albuquerque (1.600m - müsst nur "untenrum" und nicht via Santa Fe) (Ü)
Gallup (1.971m)
Kayenta (1.719)
Monument Valley (1.900m) (Ü)
Page (Antelope Canyon, Horseshoe Bend etc.) (1.300m) (Ü,Ü)
Springdale/Zion NP (1.200m) (Ü)
Las Vegas via Valley of Fire (ab hier keine Höhenangaben mehr, da egal) (Ü,Ü,Ü)
LA via Mojave (Ü,Ü,Ü)
Inlandsflug nach Denver (Ü)
Heimflug

Sähe dann so aus und kommt von den Tagen her locker hin: https://goo.gl/maps/xu7u3ow1AvC2
Nur der erste Teil hat ne bisschen heftigere Etappe.
Wenn Ihr in LA, Vegas, Page je noch eine Nacht abzwackt könntet Ihr sogar noch bis SF hoch und dort wenn ich mich nicht verrechnet habe noch 2 Tage verbringen.

Kommt natürlich leider die Einwegmiete und der Inlandsflug dazu, Ihr könntet aber wesentliche Teile Eures Plans verwirklichen.

*Wurzelsepp

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #23 am: 04.11.2017, 07:46 Uhr »
Als weitere "Notroute":
- Las Vegas (oder muss es zwingend Denver sein?)
- Zion
- Page
- Über Grand Canyon bis nach Kingman AZ (1000m). Das sind ca. 300mi. Grand Canyon ist an eurer Höhengrenze. Vielleicht aber eine Möglichkeit wenn ihr da einfach von West nach Ost durchfahrt, an den Aussichtspunkten stoppt um ihn wenigstens zu sehen. Es sind immer nur ein paar wenige Meter zu gehen, d.h. ohne Anstrengung und es wären nur ein paar Stunden in der Höhe.
- Über Oatman, Route 66 zum Joshua Tree NP
- LA
- Über Highway 1 Santa Barbara nach Norden bis San Francisco
Eventuell noch Yosemite NP. Ich habe auf die Schnelle keine Höhenangabe gefunden, aber das Yosemite Valley sollte kein Problem sein.
Rückflug von San Francisco


*Schuninio

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #24 am: 04.11.2017, 17:04 Uhr »
Hm ich liebe ja den Osten aber da Ihr Euch auf den Westen so gefreut habt? Was hälst Du denn von folgender "Notroute"?

[...]


Als weitere "Notroute":
[...]


Ich danke Euch, ich bin schon leicht gerührt wegen Eurer Ideen hier.

Aber wir haben das in der Familie diskutiert und machen die Ostküste.

Mit etwas mehr Vorlauf werden wir noch mal mit dem Arzt in die Diskussion gehen, ob eine Notsauerstoffflasche eine Option für den Besuch der genannten Wunsch-Spots wäre. Hier ist das Problem nur, dass ich dann wieder mit der Krankenkasse verhandeln muss und das zieht sich erfahrungsgemäss. Daher würde ich das dann mit etwas mehr Vorlauf 2019 probieren. Jetzt rennt mir da etwas die Zeit weg, um dann noch die bezahlbaren Flugtickets zu bekommen.

*TGW712

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #25 am: 04.11.2017, 18:36 Uhr »
Na dann viel Spaß bei Planung der Ost-Route, klappt ebenso gut hier im Forum ;)

*Muffin

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #26 am: 08.11.2017, 17:07 Uhr »
Nur mal so als Denkanstoss:
Wir waren in den letzten 8 Jahren 5x in Colorado. Ich habe selbst beim ersten Mal mit der HÖhenkrankheit Bekanntschaft gemacht, weil zu leichtsinnig. (Am ersten Urlaubstag zum Mt. Evans hoch und wieder runter)War nicht lustig, aber nach Einnahme von Aspirin und viel Wasser nach einem Tag vorbei.

Es gibt in Colorado fast an jeder Ecke Shops, die Flaschensauerstoff incl. Maske verkaufen und leere Flaschen wieder gegen volle tauschen. Ich habe mehrfach in größeren Höhen (ab 3.500 m) Menschen mit "Schlauch" im Gesicht gesehen, die damit gut die dünne Luft überbrücken konnten.

Wäre evtl. eine Option für Dich. Kann man vielleicht auch für die Dauer des Urlaubs ausleihen.

*utahfan

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #27 am: 08.11.2017, 17:39 Uhr »
hallo
nun ja am ersten Tag von Denver 1609 m auf den Mt. Evans 4350 m ohne Anpassung und dann schnell mal mit dem Auto fast 3000 Höhenmeter überwinden ist nicht nur leichtsinnig, sondern schon fast fahrlässig
VG
Utahfan
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2010 Nevada + Utah + Arizona ( wg. CONDOR ausgefallen)
2012 Reise von 2010 nachgeholt

*Juergen703

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #28 am: 08.11.2017, 20:02 Uhr »
Hallo,

Zitat
[/nun ja am ersten Tag von Denver 1609 m auf den Mt. Evans 4350 mquote]

um diesen Höhenuntersied in kürzester Zeit zu überwinden muß man nicht in die USA fahren.

Chamonix-Aguille du Midi (1000-3840m) haben wir schon 1982mit Seilbahnen in 45 Minuten geschafft.

Meiner Frau ging es auch nicht so gut.

Aber auch in Zermatt-kleines Matterhorn (1600-3820m) überwältigt man relativ schnell einen enormen Höhenunterschied.

Wenn es höhenmäßig nicht so passen sollte käme noch Ostkanada in Frage.

Von Toronto-Algonquin-Mt.Tremblant-Parc national de la Mauricie-Parc national de la Mauricie in Verbindung mit Ottawa, Quebec, Kingston und den Niagara Falls wäre eine höhenarme Alternative.

Die Tour haben wir dieses Jahr im September gemacht.
Jürgen

USA 88 90 92 95 96 01 03 08 Kanada 98 05 13

*mrh400

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Antw:3 Wochen Westen ab Denver
« Antwort #29 am: 08.11.2017, 20:55 Uhr »
nun ja am ersten Tag von Denver 1609 m auf den Mt. Evans 4350 m ohne Anpassung
um diesen Höhenuntersied in kürzester Zeit zu überwinden muß man nicht in die USA fahren.

Chamonix-Aguille du Midi (1000-3840m) haben wir schon 1982mit Seilbahnen in 45 Minuten geschafft.
...
Aber auch in Zermatt-kleines Matterhorn (1600-3820m) überwältigt man relativ schnell einen enormen Höhenunterschied.
Da kommt beim Mt Evans aber schon auch die absolute Höhenlage hinzu; 4300 m sind nochmal ein ganz anderes Kaliber als 3.800. Wobei ich zu meiner eigenen Überraschung auf dem Pikes Peak keine Probleme hatte (da startet man auch bei ca. 1800 m und kommt auf 4.300 m an); aber da war ich schon fast drei Wochen auf dem Colorado Plateau unterwegs und daher wohl halbwegs akklimatisiert. Außerdem weiß ich nicht, inwieweit die anderen klimatischen Verhältnisse in den USA noch eine Rolle spielen - die Baumgrenze ist dort ja auch noch viel höher als bei uns, dort ist man ja auch noch in 3000 m Höhe "mitten im Wald".
Gruß
mrh400