Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island

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*unterwegsontour

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Bei der Planung für die Tour hab ich wie immer in vielen Reiseberichten gestöbert und da es nicht sooo viele Berichte aus der Ecke gibt, will ich meinen mal beisteuern, vllt. hilft es ja dem einen oder anderen auch bei seiner Planung.... (nicht wundern wem der Titel bekannt vorkommt, der Bericht existiert auch schon in einem anderen Forum)

Vancouver stand schon bald als Startpunkt fest, dann gab's viel Hin und Her, am Ende sah die Tour dann in etwa so aus:




Die ersten 2 1/2 Wochen war ich alleine unterwegs, dann stieß noch ne Freundin mit dazu. Übernachtet wurde überwiegend im Zelt.
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*unterwegsontour

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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #1 am: 10.11.2017, 08:47 Uhr »
1. Tag  03. August  München - Rejkjavik - Vancouver


Wie übliche die Auto-Bus-Variante zum Flughafen. Ich hatte schon online eingecheckt, war aber trotzdem früh da. Gleich mal an den Schalter anstellen und bald darauf bin ich mein Gepäck los. Ich bekomme eine Bordkarte für beide Flüge und besorge dann noch die letzten Kleinigkeiten u.a. auch etwas zu Essen für den Flug.



Noch ein leckeres Mittagessen und dann langsam zur Sicherheitskontrolle. Es ist viel los, geht aber zügig vorwärts und ich mache mich auf den Weg zum Gate. Unser Flugzeug kommt verspätet rein, wird grad erst noch ausgeladen. Dann noch eine weitere Verzögerung wegen eines technischen Defekts. Hmmm... da es ein kleiner Flughafen ist dachte ich mit 1:40 Std. Differenz bin ich gut, aber wir starten mit fast 1,5 Std. Verspätung. Bin ja mal gespannt.



Kurz vor der Landung die Durchsage das einige Flüge warten, andere schon weg sind und bei den anderen müssten wir am Flughafen schauen. Mein Flug wurde nicht durchgesagt - es bleibt spannend.



Kurz vor 17:10 Uhr setzen die Räder auf die Landebahn auf - mein Flug geht lt. Plan um 17:15 Uhr!  ... ich sitze ziemlich vorne, bin schnell draußen - ein Blick auf die Tafel  17:15 Last Call. Zusammen mit einer 4-köpfigen Familie rennen wir durch den Flughafen, schnell durch die Passkontrolle und zum Gate...   wir schaffen es, dürfen noch mit... wir hätten auch gar nicht sooo hetzen müssen... der Shuttle-Bus wartet auf ca. 15-20 Leute und bringt uns dann an Bord.



Geschafft sinke ich in meinen Sitz - yeah!  Um 17:45 hebt der Flieger von der Rollbahn ab und kaum oben kommt mir zum ersten Mal der Gedanke an das Gepäck. Keine Chance das das mitkommt. Für den ersten Tag ist es ja kein Problem, aber was mache ich wenn es morgen nicht ankommt, da ist ja meine ganze Campingausrüstung drin   :kratz:



Beim Anflug/Start von Island hatten wir meist geschlossene Wolkendecke, aber grad als wir Richtung Grönland kommen reißt die Wolkendecke auf und gibt den Blick frei


















Deutlich sieht man die Gletscherströme


















Nach Grönland zieht es sich wieder mehr zu, über Neufundland macht es dann teilweise wieder auf.... auf einer der vielen Halbinseln sieht man ein großes Feuer



















Dann sieht man wieder längere Zeit nichts mehr, erst über den Rockies gibt's wieder Lücken












.... und kurz vor Schluß  schaut noch ne weiße Haube raus - müsste der Mt. Baker sein













Gegen 18:00 Uhr landen wir in Vancouver. Die Einreise geht per Automat - hmm jetzt bekomm ich ja überhaupt keinen Stempel - schade. Ich bewege mich Richtung Gepäckband und schaue gleich schon mal nach dem richtigen Schalter für Gepäckermittlung.



Neben mir die 4-köpfige Familie und wir überlegen ob ich gleich direkt zum Schalter gehen sollen, bevor wir uns entscheiden können beginnt das Gepäckband zu laufen und das Mädchen ruft beim ersten Gepäckstück "Mein Koffer" ... Überrascht sehen wir das alle unsere Gepäckstücke aufs Band kommen.

Den Arbeitern von Icelandair    :daumen:   .... hätte nie gedacht das es mein Gepäck in weniger als 30 min. von einem Flugzeug ins andere schafft!



Gutgelaunt verabschieden wir uns und ich marschiere zu Alamo. Dort ist keiner vor mir, ich komme gleich dran und nach einem sehr schnellen lockeren Erklärung - Unterschreiben (keine einzige Frage nach Upgrade oder sonstigen Klimbim, nicht mal ne Kaution geblockt!) und mir wird der Schlüssel eines Chevrolet in die Hand gedrückt, dazu noch die Erklärung wo er steht und viel Spaß gewünscht.




Das Auto ist auch schnell gefunden, das hier ist das Schätzchen - 4.038 km auf dem Tacho.








Ein Rundgang ums Auto stellt keine sichtbaren Schäden fest, Reserverad ist auch vorhanden incl. Werkzeug. Rein und schon mal Navi anschließen, das dauert ja anfangs immer und ich hab Zeit mich mit dem Auto vertraut zu machen. Start/Stop-Automatik, statt ner Handbremse ein Fußpedal (was sich später noch als Nachteil rausstellt), Ledersitze, Sitzheizung, sogar Lenkradheizung. 



Das Navi findet die Route und ich verlasse den Flughafen. Für die erste Nacht hab ich was in Flughafennähe gesucht und so bin ich schon nach 10 min. an meinem Guesthouse.



 :knurrig:   Hätte ich nicht einen extrem langen Tag und Zeitverschiebung hinter mir, dann wäre ich hier nicht geblieben, so bin ich nur noch kurz zum Einkaufen, damit ich das schon mal erledigt habe.



Gegen 9 Uhr todmüde ins Bett gefallen - übers Kissen hab ich meine Jacke gelegt und im Schlafsack gepennt.



Gefahren: 10 km
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*unterwegsontour

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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #2 am: 10.11.2017, 08:50 Uhr »
Gleich noch den ersten richtigen Tag hinterher... bisher war's ja nur die Anreise



2. Tag 04.08.  Vancouver - Hope - Johnston Creek


Um halb 4 kurz aufgewacht und nochmal eingeschlafen. Um 6 Uhr wieder aufgewacht und da bin ich aufgestanden und war kurz darauf Richtung Osten unterwegs.



Um 7 Uhr fahre ich vom Highway runter und wie es sich gehört steuer ich einen Tim Horton an für ein Frühstück. Einen großen Becher Kaffee und einen Apfelcritter (ich glaub so hießen die) hab ich genommen. So jetzt geht es mir schon deutlich besser.   :)



Der Morgen ist sehr diesig, anfangs dachte ich es wäre der berühmt berüchtigte Seenebel, aber ich habe bald erfahren dass es der Rauch von diversen Wildfeuern ist, die seit Wochen in Kanada Probleme machen.



Kurzer Stop an den Bridal Falls um mir die Beine zu vertreten.









     






Nächster Stop dann in Hope, mir fehlt noch dringend eine Gaskartusche, überall sind Warnhinweise. Wegen extremer Feuergefahr ist offenes Feuer absolut verboten. In dem kleinen Ausrüstungsladen finde ich dann auch eine kleine gusseiserne Pfanne - für 9,- $ !!! ein absolutes Schnäppchen, bei dem ich natürlich sofort zuschlagen muss   :pfeifen:



In der Nähe von Hope gab es Jan. 1965 den größten Erdrutsch Canadas. 4 Personen kamen dabei ums Leben und das Volumen wurde auf ca 47 Millionen Kubikmeter geschätzt!


Ich hab kurz gehalten, zu sehen war nicht viel, aber hier kann man erkennen wieviel Rauch in der Luft war.








Weiter geht es in den Manning Provincial Park, eigentlich wollte ich hier mein Zelt aufschlagen, aber der Campingplatz am See war voll, die beiden anderen lagen ziemlich nah an der Straße und überall noch Rauch.



Also nur ein kleiner Spaziergang zum Biberteich

























... und dann bin ich wieder ... on the road again.



Irgendwo unterwegs an einem netten Plätzchen ne gemütliche Mittagspause, weiter bis Osoyosos und Johnston Creek.  Der Jetlag macht sich langsam bemerkbar und hier finde ich ein nettes Plätzchen (siehe Foto vom Auto) und schlag mein Lager auf.


Nachdem das Zelt steht, richte ich mir das Auto ein. Koffer auf die Rückbank und in den Kofferraum kommen die Lebensmittel, daneben ist dann noch Platz für Zelt, Kocher und Campingsstuhl.


Ein kleiner Spaziergang vor dem Abendessen und ein Plausch mit den Nachbarn (die haben schon 10.000 km hinter sich, vom Osten über den Yukon und wg. der Feuer mit Umwegen hierher). Erste Mückenstiche kassiere ich auch schon, aber dafür weihe ich meine Pfanne ein und bin begeistert   :D


Gefahren: 471 km
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*BigDADDY

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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #3 am: 10.11.2017, 09:12 Uhr »
Mh,

das geht ja schon gut los, klasse, dass das mit dem Gepäck geklappt hat!
Bin dabei :popcorn:
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*wolfmark

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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #4 am: 10.11.2017, 10:11 Uhr »
Ich bin gespannt auf deinen Bericht, nachdem wir im Mai 2018 eine ähnliche Tour planen :)

*NähkreisSteffi

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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #5 am: 10.11.2017, 21:43 Uhr »
Wir waren im September in dieser Gegend und fanden es super.

Ich freue mich auf deinen Reisebericht.

Viele Grüße

Steffi

*unterwegsontour

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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #6 am: 11.11.2017, 09:51 Uhr »
 :welcome:  an alle Zugestiegegen, es geht dann auch gleich weiter


...das geht ja schon gut los, klasse, dass das mit dem Gepäck geklappt hat!
Du glaubst gar nicht wie glücklich ich darüber war!



Ich bin gespannt auf deinen Bericht, nachdem wir im Mai 2018 eine ähnliche Tour planen :)
Oh toll, da würde ich am liebsten gleich mit dazusteigen!


Wir waren im September in dieser Gegend und fanden es super.
Dann hätten wir uns theoretisch über den Weg laufen können  :pfeifen:


So, genug gequatsch ... es geht weiter


3. Tag  05.08.  Johnston Creek - Grenze USA - Sherman Pass - Little Pend Oreille NWR


Wieder wache ich um halb 4 kurz auf, dreh mich um und schlaf weiter. Um 7 Uhr bin ich wieder wach und stehe auf zum Frühstücken. Da ich gestern ja wesentlich mehr gefahren bin als geplant lasse ich mir Zeit. So geht es erst um 8:30 Uhr - es hat inzwischen 14° C steigend - weiter.



Durch Farmland führt die leere Straße, ab und an entlang des Kettle Rivers und dort entdecke ich auch diesen Fischadler, der anscheinend auch auf Frühstück aus ist











Als nächstes halte ich an diesem verlassenen Hof - ich liebe Ruinen jeder Art 
















Wenn man so gemütlich durch die Gegen fährt bekommt man doch gleich wieder Hunger - naja ich jedenfalls. Also nutze ich den Fotostop in Greenwood nicht nur für die schönen Fassaden, sondern auch zu einem Besuch der kleinen Bäckerei.








Bei Danville biege ich ab nach Süden und zur Grenze. Brav halte ich beim Stopschild an, reiche meinen Pass rüber. Dann die Frage woher und was ich hinten im Kofferraum habe. Ich erkläre, das es mein Campingzeug ist, frage dann gleich nach ob ne offene Milch und die halbe Zucchini ein Problem sind. Er verneint, ich muss dann zur Seite fahren und ins Gebäude kommen für die ganzen Formulare. Die beiden Beamten waren sehr nett und während der eine den ganzen Papierkram erledigt quatsche ich mit dem anderen, u.a. über das Feuerverbot, dann stellt sich auch raus das seine Tocher in dem NWR arbeitet, das ich mir heute als Ziel ausgesucht habe. ... Bei dem Einreiseformular muss man ja immer eine Adresse angeben, und da ich ja nichts gebucht hatte meinte der Beamte ich solle "Roundtrip" eintragen. Nach ca. 10 min. bin ich wieder draußen, mein Auto hat keinen interessiert.


Weiter geht es am Kettle River entlang und nächster Stop war am Curlew Lake um mir etwas die Beine zu vertreten









Bald darauf biege ich ab Richtung Osten und fahre auf den Sherman Pass hoch.

Ich hab's probiert, aber sie passten nicht.









Auf dem weiteren Weg bei diversen Viewpoints angehalten









Und dann kam ich in das Little Pend Oreille National Wildlife Refuge, als erstes mache ich mich auf die Suche nach einem Zeltplatz.  Der erste Platz, ne Wiese auf der bereits 3 Autos stehen gefällt mir irgendwie nicht, also weiter. 



Auf ca. der Hälfte entscheide ich mich für die Stichstraße zum Bayley Lake und hier finde ich ein nettes Plätzchen, nur Plumpsklo und Feuerring, dafür kostenlos und nur wenige Schritte von diesem Ausblick entfernt











Zelt aufgebaut, kurzes spätes Mittagessen und dann ein kleines Stück an dem See entlang, eine herrliche Ruhe, nur die Vögel sonst ist nichts zu hören, allerdings bei 33° C.
















Dann flattert mir auch noch dieser Zedernseidenschwanz vor die Linse. Was für ein hübsches Kerlchen.








PS: Was das für ein Vogel ist hab ich erst z. Hause über Google Bildersuche erfahren.







Dann breche ich nochmal auf um die Runde durch das Gebiet zu vervollständigen. Stop mit längerem Spaziergang am Beaver Pond Lookout











Irgendwie hab's ich immer geschafft Wege zu finden die nach oben führen     











Entgegen dem wohlklingendem Namen "Lookout" gab's da oben keinen freien Blick auf den Biberteich, vllt. mal vor etlichen Jahren, jetzt ist alles zugewachsen, dafür hab ich den Big Pine Trail auch gleich mitgenommen.






Am Mc Dowell Lake ist dieser Teil gesperrt wg. eines brütenden Adlerpaares...











.... netterweise fliegt dann auch ein Adler über den See und setzt sich gegenüber des Aussichtspunktes auf einen Baum - leider ist der See doch etwas groß und damit der Adler weit weg.













Rangezoomt










Weiter geht es mit diversen Stops, wg. einer Scheune schön im Licht...











... oder ein paar Rehen im Gebüsch (leider verwackelt)


















Die wilden Truthähne wollten absolut nicht geknipst werden - vllt. sah ich zu hungrig aus?



Zurück am Zelt brutzel ich mir in meiner neuen Pfanne was schnelles, Zucchini, Paprika, Zwiebeln mit Ei... danach den Campingstuhl die paar Schritte Richtung See... zurück und mit "off" eingenebelt, dann die Aussicht auf den Bayley-Lake genossen. Klar ist ja wohl das ich auf eine Elch gehofft habe, aber es ließen sich nur zwei Weißwedelhirsche blicken, die am gegenüberliegendem Ufer mein abendliches Fernsehprogramm wurden.

Gefahren: 270 km
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*unterwegsontour

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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #7 am: 11.11.2017, 09:53 Uhr »

4. Tag  Little Pend Oreille NWR - Logan State Park




Nach dem Frühstück ein letzter Blick auf den See und ich verabschiede mich von diesem einsamen Fleckchen.












Am trockengelegtem See nebenan (deshalb war ich wahrscheinlich auch ganz alleine auf diesem Plätzchen) sind ein paar Gänse auszumachen.














Gemütlich geht es die halbe Runde durch das NWR. Kurzer Stop auch am Beaver Pond, aber auch hier nix zu sehen




















Am Mc. Donald See geh ich diesmal runter bis ans Ufer (schön rechts bleibend!).... entdecke dabei diesen Kingfisher














Leider ist das Gebüsch im Weg, auf der Suche nach einem besseren Standort schrecke ich einen Adler auf, der sich dann auf der anderen Uferseite niederläßt. Diesmal ist es ein junger Adler.















Ich sitze längere Zeit unten am See













... genieße die Ruhe... ich sitze etwa ne halbe Stunde dort, als ich plötzlich schräg hinter mir Flügelschlag höre und ein Weißkopfseeadler über mich hinweg fliegt.


Ich Trottel, der saß anscheinend die ganze Zeit neben mir im Baum  :bang:    Ich könnte mir in den A... beißen, die ganze Zeit beobachte ich den Kleinen gegenüber und hab Mama oder Papa im Nacken!





Ein Hörnchen kommt vorbei und schimpft, oder lacht der mich etwa aus?











Ich bleibe noch einige Zeit sitzen, allerdings schaue ich jetzt mal die Bäume rings um mich genauer an, aber da sitzt kein 2. Elternteil.



Einige Zeit später fahre ich gemütlich weiter, verlasse das NWR und es geht auf die 20 Richtung Osten.





Kurzer Stop an den Crystall Falls




         





... und weiter durch Farmland nach Idaho.




Im Zickzack weiter nach Osten und über die Grenze nach Montana, gleich weniger Verkehr und die Landschaft wird grüner




Das müsste die Brücke bei Bonners Ferry sein.














Die Zeit ändert sich auch und so verliere ich von einer Sekunde auf die andere ne volle Stunde, da ich auch keine Lust mehr habe viel weiter zu fahren wird der Logan State Park angesteuert.







Hier gibt's auch Duschen und nach 2 Nächten auf primitiven Campingplätzen eine Wohltat, aber vorher spaziere ich noch ein ziemliches Stück am See entlang.



























Nach der ersehnten Dusche beobachte ich dieses verfressene Kerlchen wie er sich die Backen vollstopft.











Heute brate ich mir Speck und Zwiebeln an für die Nudeln. Dann ist Faulenzen angesagt und Sonnenuntergang am See betrachten.


Gefahren: 388 km
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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #8 am: 11.11.2017, 09:55 Uhr »

5. Tag  Logan State Park - Waterton-Glacier NP


Heute hab ich mal den Wecker klingeln lassen, da es doch noch ein kleines Stück zum Nationalpark ist. In Kalispell nochmal tanken und weiter bis zum Eingang des Glacier, von dort fahre ich gleich durch zum Avalanche Campingplatz, aber der ist voll - es ist 8:30! - zurück nach Apgar, aber auch dieser ist voll, bzw. ne Riesenschlange davor. Mal kurz in das Visitor Center schauen. Ich verwerf meine Pläne und entschließe mich heute einfach nur durch den Park zu fahren.




Erster Stop am Avalanche Creek


























Beim zweiten Stop führt eine Brücke über den Fluss und ich spaziere den Weg auf der anderen Seite entlang, sowohl ein Stück flußauf als auch -abwärts.






















Das könnten die McDonalds Falls sein, bin mir aber nicht sicher






















Es geht ein kleines Stück weiter, mit diversen Fotostops. Die Gegend ist schon wirklich traumhaft schön






































Dann ergattere ich einen Parkplatz nähe dem Avalanche Creek und nehme den Trail of the Cedars in Angriff















Angenehm im Schatten mit netten Ausblicken auf den Fluss, aber wirklich umgehauen hat mich der Rundgang nicht, da war's vorher am Fluss entlang viel schöner





















Kurzer Abstecher zu dem Hidden Waterfall, ja versteckt ist der wirklich






             








... und dann fahre ich weiter, die Going-into-the-sun-road....  leider immer noch leicht diesig vom Rauch, was in den Bergen echt schade ist























Die Landschaft ist wirklich herrlich, wie geil muss das bei tollem Wetter sein





































Am Logan Pass ist die Hölle los, ich versuche gar nicht mit in den Parkplatz zu fahren, sondern fahr weiter. Auf dem weiteren Weg diverse Stops, aber ich muss ehrlich zugeben, das ich zu der Zeit richtig genervt war. Kein Camp, so viele Leute, keine Parkplätze ... und dabei hab ich doch den Tourplan verschoben um genau diesen Problemen in Jasper und Banff zu entgehen.    :sauer2:

































Ich verlasse den Nationalpark und in Richtung Norden, da ich morgen Richtung Many Glacier möchte. Ich folge einem Wegweiser und steuer einen Campingplatz bei einem Cafe an.



Hier schlage ich mein Zelt auf während ein Gewitter aufzieht. Eine Katze und zwei Hunde leisten mir Gesellschaft. Den kurzen Regenschauer warte ich im Auto ab, dann mache ich Pläne für den morgigen Tag.



ÜN: Leaning Tree CG
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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #9 am: 11.11.2017, 19:16 Uhr »
Das sind ja echt tolle Ecken, danke, dass du uns mitnimmst :)
Nur der Teil mit dem Zelten ist echt nicht meins, da bekomme ich immer Rücken. Und die fehlenden Duschen sind auch irgendwie etwas blöd. Aber wenn es dir Spaß macht und du dadurch solch tolle Fotos schießen kannst, mache gerne weiter so ;-)

*unterwegsontour

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Antw:Unterwegs im Nordwesten der USA und auf Vancouver Island
« Antwort #10 am: 12.11.2017, 09:56 Uhr »
Das sind ja echt tolle Ecken, danke, dass du uns mitnimmst :)
Nur der Teil mit dem Zelten ist echt nicht meins, da bekomme ich immer Rücken. Und die fehlenden Duschen sind auch irgendwie etwas blöd. Aber wenn es dir Spaß macht und du dadurch solch tolle Fotos schießen kannst, mache gerne weiter so ;-)
Willkommen an Bord.  Ich mag beides, campen sowohl sich auch mal in nem 4-Sterne Hotel verwöhnen zu lassen. Kanada/USA hat tolle Campplätze, da ziehe ich das Zelt vor.


.. so und heute heißt es Wanderschuhe schüren .... und Warnung das wird ein fotoreicher Tag!




6. Tag  08.08.  Waterton-Glacier NP - Grinell Glacier Overlook Trail


Nachts hat es nochmal ein klein wenig geregnet und ich packe das Zelt leicht feucht ein. Ein frühes, kurzes Frühstück und ab in den Park. Ich bin um 7 Uhr am Campingplatz Many Glacier, hier sind 4 Autos vor mir die bereits warten. Wenn einer auscheckt, dann darf der nächste rein und den Platz belegen. Ne ich hab keine Lust hier blöd rumzustehen, der Campingplatz von gestern ist nett und mit Dusche, den werd ich heute abend einfach wieder anfahren.



Also zum Parkplatz für die Wanderung, Rucksack packen und los geht es. Man könnte die Tour abkürzen indem man mit dem Boot fährt, aber dazu hab ich keine Lust (hätte man auch vorbuchen müssen, die Boote waren rappelvoll).



So spaziere ich am frühen Morgen am See entlang, anstatt eingepfercht überzusetzen











Eine kurze Anhöhe und dann geht es am zweiten See entlang, diesmal gleich mit ein wenig auf und ab













Mein Ziel ist irgendwo da oben unterhalb des Schneefeldes vermute ich












Nachdem ich den zweiten See hinter mir gelassen und dafür einige Höhenmeter zugelegt habe sieht man schön auf den Lower Grinell Lake















Das Wetter hält sich noch bedeckt, aber die Blumen rechts und links zeigen sich in voller Pracht














Hier muss man vorbei, ausweichen ist da nicht viel!!












Geschafft - und die Kamera hat auch nichts abbekommen.













Der Weg führt stetig leicht bergan, nichts tragisches, aber schwindelfrei sollte man schon einigermaßen sein














Blick zurück auf die 3 Seen, wobei man den dritten mehr erahnen muss.














Kommt man an Wiesen vorbei blüht es in allen Farben





















Blick auf den Wasserfall und man sieht schon teilweise den Grinnell-Gletscher















Aber wie das so im Gebirge ist .... es zieht sich noch etwas hin
















Für Ablenkung unterwegs ist aber gesorgt, so kommt keine Langeweile auf













Üppiges Grün am Wegesrand









Und dann wird es nochmal richtig gemein. Die stellen da ein Schild hin  0,5 Miles !!! Super jeder freut sich    :)   ... tja, aber diese 0,5 MEILEN!!  gehen dann berghoch, das steilste Stück auf dem ganzen Weg ist das letzte Stückchen.  :shock:   Ich bin froh, das ich nicht die einzige bin die ständig stehen bleibt um die Aussicht zu bewundern. Irgendwie überholt man mehr Leute und wird von mehr Leuten überholt als auf dem ganzen Hinweg insgesamt.






Aber dann.... nur noch diese kleine Kuppe

















Nachdem die letzte Kuppe geschafft ist bleibe ich vollkommen geplättet stehen






Ein See in dem Gletschereis schwimmt - wie geil ist das denn!!          :liebe:

- ich hatte mir die Wegbeschreibung genau angesehen, aber übers Ziel hatte ich mich nicht näher informiert. Mit solch einem Blick hatte ich überhaupt nicht gerechnet ... und sorry, aber ich hätte aus Hochkantbildern ein Panorama machen müssen um die Landschaft auch nur annähernd draufzubringen.














         




Ich suche mir ein Fleckchen unten am Wasser und mache es mir gemütlich, genieße einfach nur die Aussicht


















Nach einer Essenspause spaziere ich am See entlang
























... dabei entdecke ich auch ein Murmeltier















Immer neue Aus- und Ansichten

























Der Himmel klart teilweise auf und die Sonne kommt raus   :lachen35:



























Ich bin total begeistert und kann mich nicht sattsehen































Fast 2 Stunden bleibe ich hier oben am See, dann reiße ich mich schweren Herzens los, der Rückweg steht noch bevor und außerdem möchte ich noch einen Abstecher machen.





Ich verabschiede mich vom Wächter














... werfe einen Blick ins Tal














... und mache mich auf den Rückweg







Runter geht die letzte fiese Anhöhe natürlich wesentlich schneller und in der Nähe des Schildes entdecke ich jetzt Dickhornschafe























Gut gelaunt spaziere ich den Weg zurück, entdecke auch die süßen Puschel hier - Western Pasqueflower nach der Blüte











Diese Puschel sind mir auf dem Hinweg gar nicht aufgefallen













Blick zurück auf den Wasserfall






















In der Sonne leuchtet der Lower Grinell herrlich türkis











An einem Aussichtspunkt komme ich mit einem californischem Ehepaar ins Gespräch und zusammen steigen wir ab






Hier sind wir kurz vor dem hinteren See, wo sich unsere Wege trennen.















... während die beiden zum Bootsanleger gehen will ich noch einen Umweg zum Lower Grinnell-Lake machen.















Leider zieht es ich grad wieder zu als ich hinten am See bin, aber der Blick zum Wasserfall lohnte sich. Da oben war ich!














Ich sitze ein paar Minuten am Ufer, aber es wirk kalt, also wieder aufbrechen. Nur mühsam komme ich hoch, langsam macht sich die Anstrengung bemerkbar, warum muss ich auch übertreiben und noch den Umweg über den See machen.    :kloppen:




Auf dem Rückweg sehe ich etliche Leute zusammenstehen und in eine Richtung starren, klar das ich sofort auch ein Auge drauf werfe, aber leider bin ich einen Tick zu spät und sehe den Grizzly nur noch von hinten



























Dann ist er weg, aber mein Grinsen, das in mein Gesicht gemeißelt ist nicht. Was für ein Glück!!!  Hätte ich nicht den Umweg gemacht, dann wäre mir der entgangen.





Glücklich marschiere ich weiter und damit keine Langeweile aufkommt entscheide ich mich den ersten See andersrum zu laufen, den zweiten laufe ich dann orginal, sonst würde sich das letzte Stück zum Parkplatz ziehen.






Also einen schönen Trampelpfad folgend spaziere ich den See entlang, ein Stück vor mir ein Ehepaar mit gleichem Tempo, mal sehe ich sie, mal nicht. Grad als sie nicht weit vor mir sind bleiben sie plötzlich stehen und ich sehe einen Elch direkt vor ihnen den Weg queren.






Ich schließe auf - verpasse den beiden nen halben Herzinfarkt als ich sie leise anspreche - der Elch steht direkt neben dem Weg.













Tja, und da steht er ..... und frisst .... und frisst .... und steht ...   :think:   




Was machen wir jetzt, wir sind fast schon um den See herum, zurück würden es mehrere km Umweg sein. Vllt. lässt er sich ja vertreiben... wir beginnen mit lautem Reden, dann Winken.... er ist interessiert 














... aber nur kurz, wendet sich wieder dem Fressen zu, geht ein paar Schritte weiter...  Das Unterholz ist zu dicht um einen Bogen um das Kerlchen zu schlagen.





Als er nochmal einige Schritte zur Seite geht wollen wir es riskieren, da er alles andere als aggressiv wirkt. Wir gehen in etwa 3-4 m Abstand an ihm vorbei... er schaut nur interessiert










Uff, was für ein Tag!! Mit brennenden Füßen geht's die letzten km zurück zum Auto. Fahrt zum Camp, Zelt wieder aufschlagen, ne heiße Dusche, Essen, Bericht schreiben und dabei ganz doof und glücklich grinsen     :grins:




Gefahren: 46 km
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« Antwort #11 am: 12.11.2017, 13:45 Uhr »

07. Tag  09.08.  Glacier-Waterton Nationalpark - St. Mary Lake




Heute lasse ich es gemütlich angehen. Nach dem Frühstück geht es Richtung St. Mary













... und dort am See entlang in den Park mit diversen kurzen Fotostops



























Das Auto wird am Sun Point geparkt und von dort aus folge ich dem Weg einfach am See entlang.














Zwei Weißwedelhirsche kreuzen meinen Weg und viele Schmetterlinge sind unterwegs





























Der erste Abstecher geht am Fluß hoch zur Sunrift Gorge













Es ist der perfekte Zeitpunkt, die Sonne scheint genau in die schmale Schlucht.















Wieder zurück auf dem Hauptweg komme ich zu den Baring-Falls














Weiter mit tollen Ausblicken am See entlang


























Nach einiger Zeit komme ich zu den St. Marys Fall















Kurze Kekspause und dann geht es weiter den Fluss hoch, die kleineren Wasserfälle/Kaskaden etwas flußaufwärts haben keinen Namen.















Ab jetzt geht es langsam etwas höher, bis ich an den Virginia-Falls bin.














Hier streife ich längere Zeit kreuz und quer durch die Gegend, folge einem fast zugewachsenem Wanderweg....












               








....  kehre aber bald um, mein Bauchgefühl rät es mir. Rechts und links hohe Büsche, steiler Hang und kein Mensch unterwegs. Lieber auf Nummer sicher und auf der anderen Seite des Wasserfalls noch die Gegend erkunden




























Noch einen letzten Blick auf den Wasserfall....













....und dann geht es den gleichen Weg zurück. Tja, man sollte nicht immer in der Gegend rumschauen, klar das ich mal wieder stolpere und auf den Knien lande, aber außer ein paar Abschürfungen alles okay.





























Gemütlich bis zum Auto zurück und an der Picknick-Site ein spätes Mittagessen auf dem Kocher gebrutzelt. Mit dem Auto geht es Richtung Ausgang











Dann noch ein längerer Aufenthalt im Visitor-Center und gemütliche zurück zum Camp. Reisebericht schreiben, mit den Kids plaudern, den Hunden spielen, faulenzen und lesen.





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« Antwort #12 am: 13.11.2017, 09:19 Uhr »

08. Tag    10.08.  Glacier Nationalpark - Logan Pass - Ronan




Wieder klingelt heute mein Wecker, kurzes Frühstück und dann zusammenpacken.



Um 6:45 Uhr mache ich mich auf den Weg zum Logan Pass.  Es ist bewölkt und es weht ein eisiger Wind, dafür sind die Straßen und Parkbuchten fast leer.













Am Logan Pass bin ich aber nicht bei weitem die Einzige. Rucksack packen und dann gemütlich Richtung Hidden Lake Overlook.



Kaum laufe ich los spitzt ab und zu die Sonne raus   :D
























So früh am Morgen sind noch nicht ganz so viele Leute unterwegs und ich lasse mir richtig viel Zeit.













Sonnen/Schattenspiele im Tal














Und ich hab ne Schneeziege gesehen!












Wie ihr seht sie nicht??  Na da ist sie doch, mitten auf dem Felsen!! Der weiße Fleck!!



Okay, ist ein bißchen weit weg... hier mal gaaaaaaaanz weit hergeholt und leider unscharf, aber doch deutlich zu erkennen.















Ich spaziere weiter und habe Glück, da ich anscheinend gebührend den alten Bock in der Felswand bewundert habe spaziert ne junge Schneeziege knapp vor mir zwischen den Bäumen hervor





















Weiter geht es, der Weg ist nicht zu verfehlen












Und dann liegt er auch schon vor mir - der versteckte See













Wirklich ein schönes Fleckchen











Vom Overlook aus gehe ich weiter Richtung See













Tja und dann werde ich abgelenkt. Murmeltiere sind am Wegrand aktiv.



















Er hier hat sich zu meinem Lieblingsmotiv entwickelt




















Blick mal in die andere Richtung, da sieht man immer noch den Hidden Lake, von hier aus fast schöner als vom Overlook. Weit bin ich bisher nicht gekommen. Eigentlich wollte ich runter an den See, aber ich entscheide mich um.




















Auf dem Rückweg kommt immer mehr die Sonne raus. Irgendwann beim An-/Ausziehen rutscht mir meine Kamera aus der Hand und knallt auf den Felsen.     :zuberge:   Einschalten, aber der Blick durch den Sucher bleibt schwarz     :pray:   .... Bildschirm drehen und ich bin erleichtert als der Bildschirm sich einschaltet und funktioniert.  Ein paar Probefotos, anscheinend soweit alles in Ordnung bis auf den Blick durch den Sucher, der Bildschirm ist auch ein klein wenig locker. Ab jetzt muss ich über den Bildschirm anvisieren, aber immer noch besser als plötzlich ohne Kamera dazustehen. 


















Die Blumen und Felsen werden jetzt richtig bunt




















Eine richtig schöne bunte Angelegenheit - ich lasse mir auf dem Rückweg viel Zeit.



























Etwas weiter unten komme ich an einer Gruppe Dickhornschafe vorbei. Ein Teil sitzt oben am Hand und behält den Überblick














Andere sind weiter unten am fressen






















Das sind schon Prachtexemplare














.... und lustig sind sie auch noch   :wink:   Zwinkert er mir jetzt zu oder streckt er mir die Zunge raus?















Weiter geht's mit den Blumen



























Das hier müsste ein sog. Elefantenrüssel sein, leider hab ich ihn nicht besser drauf - man darf ja den Weg nicht verlassen






















Gemütlich zurück zum Parkplatz





















Am Logan Pass schaue ich im Visitor-Center vorbei und spaziere dann noch ein Stück den Highline-Trail entlang





















Tolle Aussicht











... dann wird der Weg etwas abenteuerlicher    :grins:













Blick ins Tal











Der Weg zieht sich am Felshang entlang

















Ich blicke mich immer wieder um, teils für die Aussicht, aber auch zu den Wolken am Himmel, die sich dunkel über den Berg schieben. Ich kann den Weg sowieso nicht ganz gehen, also ein letzter Blick und dann kehrt marsch



















Zurück am Visitor-Center zieht kurz darauf ein kleines, leichtes Gewitter auf.












Es ist inzwischen 13 Uhr und ich beschließe mich vom Glacier NP langsam zu verabschieden. Ab ins Auto und die Straße runter ....













... tschüss Glacier











In Columbia Falls Stop an einem Pizza Hut für ein spätes Mittagessen und dann geht's Richtung Süden. Ich steuer das Swan River NWR an, leider außer hohem Schilf nichts zu sehen












Der Campingplatz ist auch voll, also kehrt marsch und über Big Fork am Flathead Lake entlang. Aber jeder Campingplatz ist bereits belegt. Als kleine Wegzehrung hole ich mir ein Pfund Kirschen von einem der vielen Obststände direkt an der Straße - Lecker!!!





Endlich in Ronan/Kicking Horse ist auf einem RV-Park ein Plätzchen für mich frei. Lager aufschlagen, Bericht schreiben, faulenzen, Abendessen




Gefahren: 385 km
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« Antwort #13 am: 13.11.2017, 09:22 Uhr »

09. Tag  11.08.   Kicking Horse - National Bison Range - Wallace - Kellog




Heute kann ich es ganz gemütlich angehen lassen, da für abends ein Zimmer reserviert ist. Zum Frühstück gibt's deshalb auch frisches Bannok (Pfannenbrot). Die neue kleine Pfanne ist einfach genial.



An der Rezeption gleich noch neues Eis besorgen und dann geht es weiter. Mein erster Anlaufpunkt ist die National Bison Range. Dank Interagency Paß spare ich mir die 5,- $ Eintritt.




Am Visitor-Center dann leider die schlechte Nachricht, das der Großteil der Herde sich in einem Gebiet abseits der Runde aufhält. Der Ranger versichert mir aber, das ich bestimmt einige Einzelgängen sehen werde.




Ich fahre ganz gemütlich den Scenic-Drive ab, heute ist es wieder ziemlich diesig




















Es dauert nicht lange, da steht schon ein Bison direkt am Weg.












Ein Stück weiter fahre ich beinahe an einem liegendem Kerl vorbei. Der wälzt sich dann für mich auch noch schön ausgiebig im Staub. Herrlich mit anzusehen und keine 10 m von mir entfernt.


 





















Immer wieder sieht man vereinzelt Bisons, mal weiter weg, mal näher an der Straße. Der hier versucht sich erfolglos hinter ein paar Stämmen zu verstecken    :wink:















An den 2 Ausstiegspunkten vertrete ich mir die Beine und folge den jeweiligen Pfaden.













An einem Parkplatz kommt auch ein Schneehuhn vorbei














Spaziergang durch die Prärie




















Weiter geht es und in der Ferne sehe ich eine größere Gruppe, aber zu weit weg für ein Foto.  Dafür sehe ich kurz darauf einige Hirsche.












Dann noch ein Exemplar das vor mir die Straße kreuzt




















Die ganze Zeit ging es hügelig durch die Gegend, dann wieder unten angelangt sehe ich einige Pronghorns, die sich aber im hohen Gras ziemlich verstecken





















Hier mal Bison, Pronghorns und Landschaft





















Nach 2,5 - 3 Std. verlasse ich die Range und fahre an den Teich/Fluss nebenan. Hier spaziere ich noch etwas umher. Einen Kormoran kann man beim fischen beobachten














... und während ich ihn beobachte fällt mein Blick auf die gegenüberliegende Flußseite. Ganz ruhig liegen die beiden da.



















Ich spaziere weiter zum Teich und sehe gerade noch einen Kingfisher mit seiner Beute












... und eine nette Schildkrötenparade











Dann wieder ab in das Auto und Richtung St. Ignatius, am Zaun der Bison Range steht ne größere Gruppe, aber schlecht zum anhalten.










Bevor ich zur Mission fahre gibt's erst mal was zum Mittagessen im Back Timer Cafe. Leckeren Fisch und Pommes. Dann kurzer Sprung zur Kirche und das hat sich auch gelohnt.
























Jetzt geht es auf den Freeway nach Westen und über die Grenze nach Idaho.





In Wallace mache ich einen Spaziergang durch die historische Altstadt. Leider jetzt um 16 Uhr noch mit 35° sehr heiß


















Hier gibt es ein Bordell-Museum

















Kurze Fahrt nach Kellog, im Motel einchecken. Ein paar Sachen rauswaschen, Notizen machen und dann für's Abendessen nochmal losziehen.



Schon bald stelle ich fest, das in Kellog ein Highschool-Reunion-Wochenende ist. Überall Live-Musik und Buden und verschiedene Jahrgangsecken. Vor allem grüßen mich irgendwie fast alle    :lol:   Denken wohl ich gehöre dazu.



Ich finde einen leckeren Chinesen in der historischen Uptown und spaziere danach gemütlich zurück.



Gefahren: 349 km
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« Antwort #14 am: 13.11.2017, 09:27 Uhr »

10. Tag  12.08.  Kellog - Loup-Loup



Ich mache mich am nächsten Morgen auf den Weg nach Cour de Allene, dort erst mal ein Cafe suchen für ein Frühstück. Das Jeffreys sieht gut aus und WOW  .... perfekte Wahl .... Riesenpancake mit Huckleberries und Kaffee ohne Ende.  Boah war der Pancake lecker und fluffig. Nach diesem einen bin ich auch echt satt.



Da ich schon mal am Rand der Stadt bin will ich an den Fluß zum Stadtpark, aber irgendwie ist dort in dieser Richtung alles weiträumig abgesperrt, anscheinend irgendeine Veranstaltung, okay dann halt Richtung Industriegebiet auf der Suche nach einer Gaskartusche. Aber egal in welchen Laden ich gehe, die haben alle nur die Coleman, die bei mir nicht passen.



Ich geb's auf und fahr weiter. Nachdem ich die Grenze nach Washington passiert habe taucht ein Cabelaz auf. Bei denen bin ich bisher immer fündig geworden, als Blinker setzen und rein.



Natürlich finde ich noch mehr als nur passende Gaskartuschen und würde noch viel, viel mehr finden ...    gar nicht so leicht mich loszureißen und den Laden zu verlassen, was allerdings erst nach 1 1/2 Stunden der Fall ist  :pfeifen:





Gut gelaunt geht's weiter und Fotostop am Grand Coulee Damm, aber als ich den Bildschirm herdrehe bleibt der Monitor schwarz    :staunend2:   -   Der Bildschirm hat sich noch mehr gelockert.   :schau:





Ich bin jetzt nicht der Technik-Freak, der seine Kamera in und auswendig kennt und ich hab keine Ahnung warum ich mich daran erinnerte, aber die Kamera hat einen Augensensor und ich hab auf Anhieb den Knopf gefunden.  An den Sucher ran... die Aufregung war groß ... und die Erleichterung noch größer als er umschaltet und ich was sehe..    :dance:




Ich hab dann ein Foto gemacht.... das Problem war jetzt, das ich das Foto nicht anschauen konnte, ebenso nicht ins Menü reinkann.... ich war mir die ganze Zeit nie sicher, ob die Kamera wirklich noch funktioniert oder ob ich lauter schwarze Fotos machte. Jedenfalls zählte er die Fotos weiter runter, also hatte ich doch etwas Hoffnung.  Und was soll ich sagen - ich hatte mal wieder mehr Glück als Verstand     :rollen:  die Fotos sind alle was geworden, natürlich ein paar mehr unscharfe dabei, aber was solls.













Heute ist es bewölkt und ab und an kommen ein paar Regentropfen runter. Vorbei an endlosen Weizenfeldern geht's nach Westen.



Als ich durch Okam durchfahre sehe ich überall Werbung für's Rodeo das dieses WE stattfindet, ich stocke noch meine Lebensmittel auf und fahre weiter bis zum Loup-Loup Pass.




Hier ist ein schöner, ruhiger National-Forest Campground, herrlich im Wald gelegen, mit nem netten Camphost (ein alter Charmeur)











Camp aufschlagen, Notizen machen und dann Pläne umwerfen, anstatt weiterzufahren werde ich morgen zurück nach Okam fahren und mir das Rodeo anschauen.




Ich hab heute Zeit und Lust, also mal versuchen in der Pfanne zu backen. Eigentlich wollte ich ja endlich mal ausprobieren im Trangia auf dem Lagerfeuer zu backen, aber wegen dem absolutem Feuerverbot fiel das ja flach.




Zuerst gibt's allerdings Abendessen, heute steht ne Zwiebelsuppe mit Käse auf dem Programm. Weil ich mir mit der Kamera nicht sicher war hab ich ein bißchen rumprobiert, deshalb gibt's heute auch mal Essensbilder   :pancake:














Zum Nachtisch dann Apfelkuchen, aber leider bekomme ich in der Pfanne auch mit Deckel nicht genügend Oberhitze, damit er auch oben braun wird    :traurig:













Er schmeckt trotzdem  :wink:










Gefahren: 417 km
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