Ostküste, Neu-England und Niagara-Wasserfälle

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*hexerli

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Ostküste, Neu-England und Niagara-Wasserfälle
« am: 28.11.2017, 11:45 Uhr »
Hallo Community,

nachdem wir 2012 noch alleine als Paar und dann 2014 sowie 2016 mit unserer Tochter jeweils immer als Roadtrip die Westküste, der Nordwesten und Colorado sowie Utah unsicher gemacht haben und wir die Touren 2014 und 2016 hier als Reisebericht veröffentlich haben, wollen wir im 2-Jahres-Raster bleiben und planen 2018 nun mal das andere Ende der Staaten.

Ein grober bzw. schon recht genauerer Plan unserer Tour gibt es schon und will ich im Folgenden ausbreiten. Ich bin auf der Suche nach Tipps, Änderungsvorschlägen, Ergänzungen und Meinungen. Auf den ersten Blick ist es vielleicht eine recht lange Strecke aber passt zu unseren jeweiligen Streckenmustern bisher und ist von den Tagesetappen auch fast analog 2016. New York schließen wir mit Kind aus und muss auch nicht vorgeschlagen werden. Unsere Tochter ist aktuell 4, wäre dann bei Reisestart 2018 5 Jahre alt, aber die bisherigen Erkenntnisse waren dass Großstädte nichts für sie und dann auch nichts für uns sind.

Grobe Eckdaten:
Reiseteilnehmer: 2 Erwachsene + 1 Kind
Reisedauer: Maximal 22 Tage
Reisezeit: Start vermutlich Ende August, Anfang September (später geht leider nicht)

Hier mal die Tour in Maps:

Und dann noch als Übersicht der Etappen:

Wir sind bereits am überlegen ob eventuell eine Nacht in Washington gespart werden könnte, einen Tag für Stadtbesichtigung könnte vielleicht ausreichend sein. Andererseits ist es zum Anfang einer Tour auch nicht schlecht gleich den Stress ausarten zu lassen. Nächste Überlegung wäre am Ende die eine Zusatznacht in Boston nach Cape Cod auch zu streichen und dann nur von Cape Cod zurück, In Airportnähe zu übernachten und dann zu fliegen. Die gesparte Übernachtung könnte man im Acadia NP oder an der Küste einfügen.

Was mir neben den oben erwähnten Tipps und Meinungen auch wichtig ist, da mir die Erfahrung über diesen Teil der Staaten fehlt, fahren wir irgendwo komplett dran durch weil wir das nicht auf dem Schirm haben, wären andere Stopps sinnvoller oder interessanter?

Ich bedanke mich schon mal vorab für eure Meinungen und Erfahrungen die uns in unserer Planung helfen werden.

VG

Michael


*MacClaus

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Antw:Ostküste, Neu-England und Niagara-Wasserfälle
« Antwort #1 am: 28.11.2017, 11:58 Uhr »
Nun ja, entlang der 8-tägigen Strecke von Syracuse bis nach Boston sieht man nicht viel, wenn man so daran vorbeirauscht.


Siehe auch mein Reisebericht: NEW ENGLAND Back Road Tour 2016


Wegen einem Tag zum Acadia NP? Geschenkt !!!



*captsamson

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Antw:Ostküste, Neu-England und Niagara-Wasserfälle
« Antwort #2 am: 28.11.2017, 12:43 Uhr »
Ich finde auch da fehlt noch ein Schlenker in der Finger Lakes Region.
Ithaca, Watkins Glen, Bath usw. Die ganzen Schluchten und Wasserfälle.
Ausser ihr lasst das bewußt aus.

Aber wo man das auf der restlichen Strecke wiederum einsparen kann? Keine Ahnung, vieles kenne ich selbst nicht.
2010 NY,NV,AZ,CA
2011 NY,WY,UT,AZ,NV
2011 NY,DC
2012 NV,AZ,CO,UT
2014 WY,MT,AB,BC,WA
2015 WA,OR,CA,NV

*mrh400

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Antw:Ostküste, Neu-England und Niagara-Wasserfälle
« Antwort #3 am: 28.11.2017, 16:12 Uhr »
Auf den ersten Blick ist es vielleicht eine recht lange Strecke aber passt zu unseren jeweiligen Streckenmustern bisher und ist von den Tagesetappen auch fast analog 2016.
Dabei übersiehst Du aber die völlig anderen Verkehrsverhältnisse. Die Straßen im Nordosten sind im Vergleich zum Westen meist enger, kurviger, hügeliger, viel dichter befahren und haben viel mehr Ortsdurchfahrten. Deswegen führt ein streckenbezogener Etappenvergleich völlig in die Irre. Die von google ausgewiesenen Fahrzeiten sind da zum großen Teil illusorisch.

Wir sind bereits am überlegen ob eventuell eine Nacht in Washington gespart werden könnte, einen Tag für Stadtbesichtigung könnte vielleicht ausreichend sein.
In Washington DC könnte man wohl auch eine ganze Woche verbringen (wir waren drei Tage dort) - aber es sind in erster Linie das Capitol, die vielen Museen und die bombastischen Anlagen an der Mall, was einen Besuch lohnend macht. Mit einer Fünfjährigen fände ich das eher problematisch. Daher würde ich auch einen Tag streichen.

Der Tagesausflug in den Shenandoah erscheint mir auch ein wenig stressig. Wir haben schon für die Strecke von Luray (im nördlichen Drittel vom Shenandoah) bis DC einen guten halben Tag benötigt - allerdings inclusive Besuch in den Luray Caverns.

Ich würde sogar erwägen, Washington ganz fallen zu lassen und Boston als Start- und Zielort zu nehmen. Dann könnte die Tour etwa so wie unsere 2012er Tour zuzüglich Abstecher zu den Niagara Falls aussehen (Link: Fall Foliage 2012)

Nächste Überlegung wäre am Ende die eine Zusatznacht in Boston nach Cape Cod auch zu streichen und dann nur von Cape Cod zurück, In Airportnähe zu übernachten und dann zu fliegen.

Die gesparte Übernachtung könnte man im Acadia NP oder an der Küste einfügen.
Die Streichung des nochmaligen Tags in Boston ist sicher sinnvoll. Auch da würde ich allerdings eher für Streichung des kompletten Ausflugs nach Acadia plädieren. Ist zwar ganz nett - aber imho nicht der große Brüller. Wir haben ihn bewußt bei unserer 2012er Tour nicht noch einmal angefahren.

Was mir neben den oben erwähnten Tipps und Meinungen auch wichtig ist, da mir die Erfahrung über diesen Teil der Staaten fehlt, fahren wir irgendwo komplett dran durch weil wir das nicht auf dem Schirm haben, wären andere Stopps sinnvoller oder interessanter?
  • Wenn Washington + Shenandoah drin bleiben soll, dann Luray Caverns => Re: Südosten Mai 2007 Atlanta - Washington - Atlanta
  • Falls die Anreise von Boston gewählt werden sollte, unbedingt Hancock Shaker Village - auch für Kinder ganz toll; nicht nur wegen der Erläuterung der Lebensweise, da läuft und kreucht auch einiges an Kleinviehzeug herum - Schafe, Schweinderl, Hühner usw: https://hancockshakervillage.org/
  • Finger Lakes Region u.a. mit Letchworth State Park; außerdem gibt es dort auch Amish und Mennoniten (in der Region von Penn Yan), für den Fall, daß die Anreise von DC über Lancaster entfällt
  • Shelburne Museum bei Burlington - im Freiluftbereich viele auch für Kinder interessante Exponate, z.B. Schmiede mit Vorfürung, Dampfschiff usw: https://shelburnemuseum.org/
  • Mt Washington in den White Mountains - evtl. mit Dampfzahnradbahn: Bahn - https://www.thecog.com/ ; Auto - http://mtwashingtonautoroad.com/
  • Canterbury Shaker Village nördlich von Manchester NH (Abstecher von der Küstenstrecke Portland - Boston bzw. bei Wegfall von Acadia auf dem Weg von den White Mountains nach Boston) - allerdings nur, wenn nicht Hancock Shaker Village dazu kommt; zweimal Shaker wäre zuviel und Hancock Shaker Village habe ich als - gerade für Kinder - interssanter in Erinnerung: http://www.shakers.org/
  • Salem unmittelbar nördlich von Boston (Hexenmuseum - kenne ich zwar nicht, dürfte aber für Kinder interessant sein; aber auch sonst ein hübsches Städtchen, wenns nicht allzuviel regnet :wink:): https://www.salemwitchmuseum.com/
  • zwischen Boston und Cape Cod: unbedingt Plimoth Plantation - für Kinder ganz toll mit Indianerzelten, Einbaumherstellung, nachgebautem Siedlerdorf usw.: https://www.plimoth.org/
  • in der Gegenrichtung zwischen Cape Cod und Boston: Abstecher nach Providence - sehr hübsches Städtchen
Viele der Tips findest Du in meinem Reisebericht beschrieben.
Gruß
mrh400

*MacClaus

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Antw:Ostküste, Neu-England und Niagara-Wasserfälle
« Antwort #4 am: 28.11.2017, 17:37 Uhr »
Ich verstehe nicht, warum immer wieder Salem empfohlen wird. Außer bisschen Geschichte ein langweiliger Ort. Gloucester, Marblehead oder Rockport haben einen viel höheren Freizeitwert für Kinder.