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Nordamerika => Reiseberichte USA & Kanada => Thema gestartet von: zimmerfrau am 17.10.2009, 15:31 Uhr

Titel: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 17.10.2009, 15:31 Uhr
ungeplant und trozdem toll!

USA September 2009   „LA und was dann?“

So, wir sind also ganz kurzentschlossen zu Wiederholungstätern geworden. Nachdem wir im vergangenen September unsere Silberhochzeits-Revivaltour durch den Südwesten gemacht haben, sind wir nun, pünktlich genau wieder am 12. September in Californien eingetroffen. Diesmal allerdings in Los Angeles und nicht in San Franzisco. Diese Region hat also mit Sichgerheit ganz gewaltigen Suchtcharakter.

Geplant war ganz was Anderes, das wurde aber wieder aus verschiedenen Gründen zu den Akten gelegt. Dann stand der Urlaub so langsam vor der Tür. 12.09.-03.10.09. Vielleicht wäre ja Italien mal wieder ganz nett.

Freitag 04.September 09: Lufthansa Angebot gelesen, Herbert davon erzählt – spontane Reaktion –„sollten wir buchen!“
Samstag 05. Sep.2009: Flüge gecheckt.
Montag 07. Sept.2009: gebucht
Dienstag bis Freitag: turbulentes Vorbereiten, wie z.B. Mittwoch Cellion Sim Karte bestellen(pünktlich am Freitag in der Post ), Reiseberichte lesen, Koffer abstauben, Akkus laden ect, pp.
Samstag 12. Sep. 2009: 07:35 Abflug Nürnberg – Frankfurt – Los Angeles Ankunft 12:25

So da wir nun in der Sonne, halt nicht in Italien sondern in Kalifornien, im Sunshine State schlechthin. Da fällt mir gerade ein, waren da nicht irgendwo wieder gewaltige Waldbrände? Ach Gott ich hatte gar keine Zeit mir deshalb Sorgen zu machen und ehrlich gesagt bis jetzt rieche ich noch keinen Rauch.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0211.JPG)

Wir sind nach einem ruhigen Flug, fast eine Stunde Verspätung beim Abflug, überpünktlich um 12:25 Uhr gelandet um dann bis 12:50 im Flieger auf das frei werden unseres  Andockplatzes zu warten. Ich habe mich natürlich wieder 2 mal verschrieben beim ausfüllen dieses dämlichen Einreiseformulars, welches trotz Esta noch immer nötig ist. Beim zweiten Verschreiber hatte ich keine Lust mehr noch mal von vorne anzufangen, also falsche Ziffer durchgeixt und richtige daneben. Ob uns das die Einreise vermasselt? Doch die Immigration ging problemlos in ca 15 Minuten über die Bühne, inklusive Fingerscan. Die Koffer waren schon am Band und alle da, gefehlt  hat der nette Schnüffelhund (Homeland Security Dog)vom Airport in SFO vom letzten Jahr. Nach einem kurzen Anruf im Hotel wurde uns ein Transferbus vorbeigeschickt und gegen 14:30 Uhr waren wir auf unserem Zimmer.

Das Custom Hotel liegt ca 5 Kilometer vom Flughafen entfernt und ist ein kleineres Hotel. Deswegen habe ich es ausgesucht, ich bin nicht so gerne im 187zigsten Stock. Wir werden die letzte Nacht vor der Abreise wieder hier verbringen. Was ich bis jetzt sagen kann ist: wirkt renoviert, ist irgendwie so etwas stylisch modern, viel Schwarz und kubisch, sauber und das Bett ist kuschelig. Flatscreen TV an der Wand und ungesichertes W-Lan im Zimmer. Leider bin ich zu dämlich den Fernseher zu bedienen.

Ein Ralphs Einkaufsmarkt ist praktisch nebenan, ordentliche Wohngebäude im Umfeld, lautes, junges Amivolk auf den Gängen, fast wie letztes Jahr im Hilton in SFO, aber es ist ja schließlich Samstag  Nacht und da liegen nur die Jetlag geplagten Europäer um 21:00 Uhr im Bett. Zimmerpreis: keine Ahnung, denn die 2 Nächte im Hotel sind Bestandteil unseres Flugarrangements.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0213.JPG)

http://www.customhotel.com/

ein paar Farbtupfer für den 1. Tag:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0226.JPG)


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0221.JPG)

Hier nun der Plan wie die Reise dann abgelaufen ist:

Wochentag   Datum      Strecke                                Hotel/Motel                     Preis

Samstag     12. Sep 09   fra lax                                   Custom Hotel              inklusive
Sonntag     13. Sep 09   Los Angeles CA - Kingman AZ           First Value Inn              40,69 US
Montag      14. Sep 09   Kingman AZ -. Tucson AZ           Motel 6                      42,33 US
Dienstag     15. Sep 09   Tucson AZ - Tombstone AZ           Trailriders Inn              61.60 US
Mittwoch    16. Sep 09   Tombstone AZ - Lordsburg NM   BW Skies Inn              74.16 US
Donnerstag 17. Sep 09   Lordsburg NM - Alamogordo NM   BW Desert Air              83.24 US
Freitag       18. Sep 09   Alamogordo NM - Santa Fe NM   Motel 6                      59.82 US
Samstag     19. Sep 09   Santa Fe NM - Cuba NM           Frontier Motel              71.95 US
Sonntag     20. Sep 09   Cuba NM - Durango CO                   Adobe Inn                      76,57 US
Montag      21. Sep 09   Durango CO - Ouray CO                   Viktorian Inn              97,95 US
Dienstag    22. Sep 09   Ouray CO - Moab UT                   Sleep Inn                     116,34 US
Mittwoch   23. Sep 09   Moab UT                                   Sleep Inn                     116,34 US
Donnerstag 24. Sep 09   Moab UT - Monticello UT           Rodeway Inn                 68,93 US
Freitag       25. Sep 09   Monticello UT - Page UT           Quality Inn                     112,72 US
Samstag     26. Sep 09   Page UT                                   Quality Inn                     112,72 US
Sonntag     27. Sep 09   Page UT                                   Quality Inn                     112,72 US
Montag      28. Sep 09   Page UT - Hurricane UT            Rodeway Inn              47,89 US
Dienstag    29. Sep 09   Hurricane UT - Mesquite NV           Virgin River Cas.              33,59 US
Mittwoch   30. Sep 09   Mesquite NV - Los Angeles CA   Custom Hotel              inklusive
Donnerstag 01. Okt 09   Los Angeles CA - Frankfurt      
Freitag      02. Okt 09   Frankfurt - Nürnberg      
(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_googlemaproute09.jpg)           
                
Sonntag 13.09.09 LAX – Kingman

06:13 Uhr nach diversen nächtlichen Wachphasen aufgewacht und aufgestanden. Wir schauen uns kurz im Einkaufsmarkt um, wo Herbert sich wieder mit seinen geliebten kalifornischen Weintrauben eindeckt und fahren dann gegen 9:00 Uhr mit dem Hotelshuttel zum Flughafen um unseren Mietwagen abzuholen.Vermieter Thrifty Cars. Nie zuvor davon gehört, ist aber Partner von Dertour Cars und da habe ich den Mietwagen reserviert. Upgrade nein danke und Navi haben wir unser eigenes, auch wenn das wohl schon wieder rumzickt. Wir begeben uns zur Choicline und picken einen  Ford Escape raus. Der mit den weniger Meilen ist innen ziemlich versifft und riecht unangenehm, also fällt die Wahl auf den mit 20.344 Meilenstand. Werkzeug und Ersatzrad ist alles da, also wird er in Beschlag genommen. Der HC Vergleich mit dem teureren Commander ist positiv, weil ziemlich gleich.

Nun noch das Navi füttern und zurück in´s Hotel, ja denkste Puppe, Navi  zickt doch und findet keine Sateliten. Mein technisch begabter Mann schafft es jedoch nach einiger Zeit das Ding aus der Reserve zu locken und es kann losgehen. Gegen 10:00 Uhr sind wir wieder im Hotel und packen die Koffer und beladen unser Auto. Wie soll er bloß heißen? Na mal sehen. Wir kaufen noch bei Ralphs ein und starten gegen 11:00 Uhr um LAX in Richtung Las Vegas, durch den San Bernadino National Forrest zu verlassen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0244.JPG)
Los Angeles zieht sich ganz schön. Gott sei Dank ist Sonntag und so ist der Verkehr recht erträglich.  Kurz vor Barstow ist ein riesiges Outlet, dort machen wir Rast und verspeißen bei „Chilis“ ein sehr leckeres Buffalo Chicken und einen ebenso leckeren Salat mit einem „Häfe Wheizen“, Originalton, für 20:45 US bucks.

Weiterfahrt verzögert sich dann wieder dank Navizickerei. In Barstow verlassen wir die I 15 und fahren auf der I40 Richtung Osten. Grobes Ziel für die Tagesetappe ist Kingman. In Ludlow betanken wir unser noch namenloses Gefährt. Gefahren 187 Meilen Preis 27,57 US bucks.

Um 19:00 Uhr haben wir im 1st Value Inn in Kingman eingecheckt. Onebedroom inkl Highspeed Internet für 40,69 US bucks. Muss man/frau sich nicht unbedingt merken, war sauber und in Ordnung aber das war auch schon alles. Internet Zugang klappt nicht gleich, da das handgeschriebene Zettelchen mit dem Zugangscode nur für Insider lesbar ist. Nach genauer Recherche funktioniert es dann jedoch problemlos. Wir fallen recht bald müde in die Kissen und durchschlafen eine unruhige noch nicht Jetlagfreie Nacht.

gefahrene Meilen 346
LA ab ca. 11:00 Uhr Kingman an 19:00 Uhr




Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte"
Beitrag von: zimmerfrau am 17.10.2009, 15:37 Uhr
uuups , hilfe,  doch wieder zu schnell agiert.

die bilder sind nicht drin.

wie komme ich da wieder ran um das zu korrigieren?

zimmerfrau :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte"
Beitrag von: zimmerfrau am 17.10.2009, 15:45 Uhr
Ächz, schon behoben.

an meiner Tabellen Einfügetechnik muss ich aber noch arbeiten. Bitte um Rücksicht!  :lolsign:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: mannimanta am 17.10.2009, 16:53 Uhr
Hi,
erster!

Bin dabei!

Gruss,
Manni
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 17.10.2009, 16:56 Uhr
Habe vorhin schon mal reingeschaut und die Bilder vermisst  :grins:. Toll, dass sie jetzt da sind  :groove:.

Bin auf jeden Fall auch mit dabei.

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: TheWurst am 17.10.2009, 17:08 Uhr
Ich bin auch dabei, das klingt ja nach einer sehr interessanten Route!  :D
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Crimson Tide am 17.10.2009, 17:09 Uhr
Habe vorhin schon mal reingeschaut und die Bilder vermisst 

Ein "Farbtupfer" fehlt noch!  :lol: :wink:

aber natürlich komme ich auch gerne mit!
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Glorrk am 17.10.2009, 17:09 Uhr
Bin dabei!
Interessant, ein vorsätzliches "Las Vegas-Auslassen" obwohl Ihr lt. Reiseroute vorbeikommt, sieht man z.Zt. nicht oft im Forum  :wink:

viele Grüße,
Stefan
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: funny1a am 17.10.2009, 17:47 Uhr
Hey Stopp,

ich will auf dieser Tour auch noch mit :lol:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: ilnyc am 17.10.2009, 18:00 Uhr
Ich fahre gern auch wieder bei Dir mit!  8)
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: carovette am 17.10.2009, 18:35 Uhr
Hallo Gudrun - toll, dass du so schnell deinen RB einstellst. Ich bin ganz klar auch wieder mit dabei

lg caro :D
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: webcrawler am 17.10.2009, 18:39 Uhr
na da ich nächstes jahr ne ähnliche Tour mache sogar fast zur geleichen zeit, steige ich mit zu.
freue mich auf den rb.

greetz
webcrawler
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Palo am 17.10.2009, 21:55 Uhr
Ich fahre auch mit :D

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Kauschthaus am 18.10.2009, 20:31 Uhr
Hallo zimmerfrau,

ich habe den Farbtupfer sichtbar gemacht und freue mich auf die Weiterfahrt.

Viele Grüße, Petra
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 18.10.2009, 21:07 Uhr
 :winke: :winke: :winke: :winke: :winke:

Herzlich willkommen an Bord von Jhonny, so wurde der Ford Escape nämlich dann getauft. Bei so vielen Mitfahrern müssen wir ganz schön Proviant zuladen, aber wir freuen uns auf die Gesellschaft.


Montag 14.09.09 Kingman – Tucson via Prescott (Watson Lake)



Kaffee gibt’s nicht im 1st Value Inn, dafür sind wir zu früh dran und das Office ist noch geschlossen. Also in die Tanke daneben und auch gleich mal den Ford frühstücken lassen und uns beim Kaffeeautomaten vergriffen und diesen eklig süßen Fertigcapuccino gewählt. Unser Ford, wie wäre es mit Johnny, schluckt knapp 7,5 Gallonen für 19,31 US bucks.

Wir fahren die I 40 east bis nach Ash Fork dort geht es auf die 89 Richtung Prescott zum Watson Lake mit seinen schönen Granite Dells. Der Anblick ist herrlich und wir spazieren und klettern und fotografieren natürlich etwas um den nicht sehr großen See herum. Die Anfahrt auf der 89 ist eher unspektakulär und führt erst im Norden ein Stück durch den Kaibab National Forrest und dann durch den Prescott National Forrest.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0338.JPG)

Link zum Panoramabild Watsonlake

http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/panorama%7E1.jpg (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/panorama%7E1.jpg)

daran muss ich wohl noch arbeiten, wie bekomme ich das denn größer?

In Prescott Valley findet mein Mann zielsicher einen Großmarkt und dann ist erst mal Shopping angesagt. Eigentlich wollten wir nur was zum grillen einkaufen, denn am Watson Lake waren wieder so schöne Grillplätze, aber dann gibt es vor allem Klamotten und Diverses. Mich wundern die Portionsgrößen beim Fleisch und generell und ich denke mir: „kommt mir vor wie ein Großmarkt".  Auffällig viele American Oldies spazieren oder rollen hier rum, in hauseigenen Elektro Car´s, teilweise mit Oxygenflasche an Bord. An der Kasse stellt sich meine Vermutung als richtig heraus, es ist ein Einkaufsmarkt für Members only.

Ich erkläre uns für ahnungslose deutsche Touristis und ein Supervisor wird gerufen, welcher uns den Einkauf ermöglicht. Leider werden unsere Kreditkarten dann nicht akzeptiert, weiß der Teufel warum, also wir produzieren ganz schön Stau an der Kasse. Lösung ATM Maschine.

Über die I 17 south geht es dann Richtung Tucson. Vorbei oder besser gesagt durch Phoenix, was einen guten Eindruck hinterlassen hat. Die Stadt wirkt sehr modern und imposant. Es herrschte ziemlich viel Verkehr hier, aber das Fahren auf der teilweise vielspurigen Interstate ist total entspannt.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0382.JPG)

Kurz vor Tucson, mein Angetrauter hat von der Interstate aus die stillgelegten Flugzeuge des Pinal Airparks entdeckt und möchte da gerne hin. Also fahren wir zielsicher mit ein paar Umwegen zum Eingang. Dort vor einer Schranke erklärt die Dame das sei private Property und nicht zu besichtigen. Sie öffnet aber die Schranke und wir verstehen das wir einen U-Turn machen können. Gesagt, getan, wir durch die Schranke und denken wir dürfen jetzt auf dem Gelände einen größeren U-Turn machen. Ziemliches Missverständnis das. Schilder mit „ Fotografieren strictly restricted“ lassen nix gutes vermuten. Herbert regt das natürlich schon wieder auf, aber nicht lange, denn ein Security Fahrzeug überholt uns mit Blaulicht und zwingt uns zum Anhalten. Von hinten werden wir zusätzlich eingekeilt. Ups was wird das denn? Der relativ nette Security Mensch erklärt uns das das mit dem U-Turn so nicht gemeint war und wir bitte das Gelände wieder verlassen müssen. Also werden wir von 2 Securities zum Ausgang eskortiert, die Dame dort blickt uns finster an und notiert sich unsere Autonummer. Der U-Turn sollte ein sofortiges Wenden und Verlassen des Geländes sein. Ui,ui,ui. Gut das wir nicht verhaftet worden sind. Wir entschuldigen uns mit „misunderstood“ usw und schauen das wir Land gewinnen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0394.JPG)

Baumwolle auf dem Weg zum Pinal Airparks

Kurz darauf sind wir dann auch in Tucson, hatte ich mir irgendwie niedlicher vorgestellt. Ist doch blos ne 600.000 Einwohner Stadt. Nachdem wir beide etwas groggy sind begeben wir uns gleich auf Motel Suche und landen wieder mal bei Motel 6 in der Nähe des Flughafens. 18:30 eingecheckt, leider funktioniert wlan gerade nicht. Das nervt, aber wir haben auch keine Lust weiter zu fahren. Also beziehen wir unsere Zimmer und gehen in der Nachbarschaft was essen. Können wir leider nicht weiterempfehlen, wären besser bei Mc Donalds bedient gewesen, was auch nebenan war. Na dieser Tag sollte wohl nicht besser werden, also ab in das King- oder Queensize oder wie auch immer und erst mal ratzen.

Gefahrene Meilen 390

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0388.JPG)

Die ersten Saguaros

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0356.JPG)

Der Highway durch Phoenix

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0398.JPG)

Saguaro mit Beleuchtung

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_0403.JPG)

Saguaro mit Motel 6


Ausblick: Also ich verspreche das die Bilder ab der nächsten Etappe besser werden, bis jetzt ging es hauptsächlich darum Land Richtung Westen zu gewinnen und da haben wir noch nicht so viel geknipst und das mit dem Panoramabild werde ich auch noch üben! Versprochen!




Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 18.10.2009, 21:11 Uhr
Hallo zimmerfrau,

ich habe den Farbtupfer sichtbar gemacht und freue mich auf die Weiterfahrt.

Viele Grüße, Petra

Hallo Petra, danke. Was hatte ich denn wieder falsch gemacht???? :hilfe:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 18.10.2009, 21:16 Uhr
Bin dabei!
Interessant, ein vorsätzliches "Las Vegas-Auslassen" obwohl Ihr lt. Reiseroute vorbeikommt, sieht man z.Zt. nicht oft im Forum  :wink:

viele Grüße,
Stefan

Hallo Stefan,

ja für Vegas blieb leider keine Zeit mehr, aber wir waren ja vor 26 Jahren dort und dann erst letztes Jahr. Und so echte Vegas Fans sind wir nicht, wir lieben die Countryside mehr.

Gruß Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Kauschthaus am 18.10.2009, 21:19 Uhr


Hallo Petra, danke. Was hatte ich denn wieder falsch gemacht???? :hilfe:

nicht viel, da waren nur bei dem Bild einer der img Befehle zu viel.

Viele Grüße, Petra
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Crimson Tide am 19.10.2009, 09:49 Uhr
 :D  Ist auch ein schicker Farbtupfer!  :lol:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 19.10.2009, 10:54 Uhr

Hallo an alle Mitfahrer,
 :winke:
habe wieder Stunden am PC verbracht und nun reiche ich das Panoramabild vom Watsonlake noch mal in besserer Größe nach.

Panorama Watsonlake

http://lh6.ggpht.com/_jAbxGhTYUC8/StwmjTC0ywI/AAAAAAAAAV8/4G3745q2AFI/s1152/panorama.jpg (http://lh6.ggpht.com/_jAbxGhTYUC8/StwmjTC0ywI/AAAAAAAAAV8/4G3745q2AFI/s1152/panorama.jpg)

vielleicht geht es heute noch weiter, das "ich bleibe heute drinnen Wetter" passt perfekt zum Bürostuhl wärmen.

lg gudrun  :wink:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: carovette am 19.10.2009, 12:40 Uhr
Panorama Watsonlake

 :daumen: Tolles Bild

lg caro :D
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Inspired am 19.10.2009, 12:57 Uhr
Bo ey, nachdem gestern so ein richtig trübtassiger Tag war, habe ich anhand dieses Reiseberichtes schon mehr oder weniger in´s Auge gefasst, nächstes jahr, wenn Mitte Oktober die trübe Zeit beginnt, zu den Kakteen an die mexikanische Grenze zu fahren!
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 19.10.2009, 13:22 Uhr

Dienstag 15.09.2009 Tucson – Tombstone


Wir sind wieder bald wach und sind um 06:50 startklar. Der Kaffee im Motel ist zum abgewöhnen. Heute steht der Sabino Canyon im Nordosten der Stadt auf unserem Programm.

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Auf dem Weg dorthin frühstücken wir in einer Bagel bakery mit Namen Bruegger´s. Ich verzehre einen Rio Grande Wrap und Herbert einen Western Bagel. Mit 2 sehr guten Kaffe Marke House Blend macht das ca 14  US Dollars und schmeckt sehr gut. Ein Bike-Police frühstückt auch dort.

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Die Bakery ist in der Nähe der University und ist wohl so von der  Art vollwertig/organic und Fair Trade. Derart gestärkt geht es dann zum Sabino Canyon. Auch hier gilt unser annual pass, den wir aber nur zum Parken hinter die Windschutzscheibe legen müssen. Es ist Selfpayment angesagt. Wir gehen erst mal in das Visitor Center, welches gerade erst aufgemacht hat und stöbern durch die Räume.

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Es fährt ein Shuttle in den Canyon, welcher allerdings erst um 09:00 Uhr startet. Also beschließen wir uns zu Fuß auf den Weg zu machen. Die Straße in den Canyon ist 3,7 Meilen lang. Das erste Stück gehen wir auf einem Pfad neben der Straße durch sehr schöne Saguarobestände und Arizonadessertlandschaft. Hier gibt es schon mal viel zu knipsen und zu schwitzen, trotz der relativ frühen Stunde ist es schon erbärmlich heiß.

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Wir wandern dann ein Stück die Straße lang, Autos dürfen hier keine fahren und Fahrradfahrer nur bis 09:00 und dann wieder ab 16:00 Uhr. Es sind sehr viele Jogger und Walker hier unterwegs. Die Tucsoner nutzen den Canyon wohl als Fitnesspark.

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Der Creek führt nicht sehr viel Wasser, wir turnen für kurze Zeit an ihm entlang und überqueren ihn via „von Stein zu Stein“. Es gibt 9 Shuttlestops und fast an jedem stehen WC Häuschen und es gibt Trinkbrunnen, sehr bequem. Das mit dem Wasser ist auch praktisch, ich kann ständig trinken und bin trotzdem sofort wieder durstig. Gott sei Dank gibt es weiter im Canyon noch Schatten und so wandern wir die gesamte Strecke bis zum Endpunkt.

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Die Straße führ immer mal wieder über schöne kleine Steinbrücken vorbei an Wassertümpeln, in welchen kleine Fische schwimmen. Der Canyon ist auch mit vielen Saguaros bewachsen. Alles in allem recht nett, aber im Großen und Ganzen unspektakulär. Für den Rückweg nehmen wir dann den Shuttle für 8 Doller pro Person. So sind wir kurz vor High Noon wieder am Auto
.
Nach kurzer Überlegung ob wir uns Old Tucson Town noch ansehen beschließen wir die Weiterfahrt nach Tombstone, dort gibt es sicher genug Westernatmosphäre. Es geht über die 10 east bis nach Benson und dort auf die 80 Richtung Süden. In Benson gibt es noch einen Walmart Stop. Um 14:10 Uhr sind wir dann in Tombstone.

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Wir parken unser Auto  an der Durchgangsstraße und machen uns auf die Suche nach der Allenstreet.
Ist nicht sonderlich schwer, denn so groß ist Tombstone nicht. Es ist nicht viel los hier aber die Atmosphäre ist ganz gut. An jeder Ecke steht ein Cowboy und will uns zum letzten Gunfight um 15:00 Uhr animieren. Die Geschäfte und Saloons sind reizvoll zum Bummeln. Die Postkutsche fährt dekorativ durch die Straße.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_5036.JPG)

Wir ziehen uns den letzten Gunfight rein, ganz netter Klamauk. Ich würde nur gern mehr verstehen von den Gags, aber die reden so schnell und teilweise so nuschelig, dass ich nur die Hälfte mitkriege. Gut dann gibt es noch ein Bier im Big Nose Kate´s Saloon und ein Kates Chilly und für Herbert einen Cowboyhut.

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Wir checken im Trailriders Inn ein, dieweil es dort wlan gibt. Der Preis ist 61,90 Doller für eine Nacht. Ein geräumiges rustikales Double Kingsize mit Kühlschrank und Mikrowelle doch leider funktioniert das wlan so gut wie nicht. Also schon wieder von der Welt abgeschnitten. Das Motel hat einen kleinen Außenpool und einen BBQ Platz mit Gasgrill, welcher leider auch nicht funktioniert. Also gibt es heute wieder keine Steaks. Überall stehen Grills rum, nur nicht da wo wir sie bräuchten. Urrggh. Das verdirbt uns die Laune etwas und so gibt es Motelroomsnack zum Abendessen. Also Trailriders Inn muss definitiv nicht mehr sein.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_5076.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_5082.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_5085.JPG)

der hat wohl die letzte Postkutsche verpasst.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_5097.JPG)

Mein Mann ist in der Energiebranche und er findet die amerikanischen Stromleitungen faszinierend

 
Abends bummeln wir noch etwas durch den Ort, es ist jetzt angenehm, von der Temperatur her, doch das Licht ist schon fast zu wenig für gute Fotos. Es gibt noch ein Bier und für Herbert den ersten Whisky, danach schauen wir uns noch etwas American Football life an, weil gerade ein Spiel auf dem örtlichen Spielfeld stattfindet. Für mich sieht das ja irgendwie nur wie Massenkeilerei aus, aber es macht Stimmung. Leider fehlen die Cheerleader. Danach fallen wir müde bereits wieder gegen 20:00 Uhr in die Betten.

Gefahrene Meilen 100

Ausblick: Gleeson Ghost Town und Chiricahua National Monument
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Schneewie am 19.10.2009, 13:45 Uhr
Auf das Chiricahua bin ich gespannt.
Konnten wir im Mai dieses jahres leider dort nicht wandern, da es neblich war, geregnet hat und es nur ca. 10 Grad waren.  :shock:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 19.10.2009, 16:36 Uhr
So ne ähnliche Tour haben wir für 2010 geplant. Deshalb ist es jetzt schon schön, viele Eindrücke zu erhalten  :daumen:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 20.10.2009, 13:14 Uhr


Mittwoch 16.09.09 Tombstone – Lordsburg via Chiricahua National Monument


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hier mal unser Jhonny, der wirklich klasse gelaufen ist und kein Schluckspecht ist

Im Trailriders Inn gibt es den üblichen schlechten Kaffee und süße Stückchen als kontinental Breakfast.
3 Harley Freaks sind schon ab 06:00 Uhr wach und sitzen gemütlich vor ihren Zimmern. Ich erkundige mich
beim Trailriders Chef nach der Straße Richtung Gleeson und deren Befahrbarkeit. Die Straße wäre kein Problem,
er sei sie schon oft gefahren. Genauso ist es auch. Unser Navi will uns zwar partout nicht so fahren lassen,
aber wir haben halt auch unseren Dickschädel. Die Straße ist gut zu finden, da teilweise ausgeschildert und es
herrscht auch einiges an Verkehr, will heißen es begegnen uns mehrere Autos.

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die Dragoon Mountains

Die Fahrt geht vorbei an Kuhweiden und am Anfang erinnert mich die Gegend etwas an die North Yorkshire Moors.
Nach 40 Minuten Fahrtzeit, via die Dragoon Mountains mit Fotostop, sind wir am Gleeson Cemetery und legen auch
hier einen ausgiebigen Knipsstop ein.

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Kreuzvarianten

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bei Gleeson

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Die Ghosttown Gleeson ist eher langweilig und entspricht ganz und gar nicht meinen Vorstellungen von einer Ghosttown.
Die vielen intakten Mailboxen lassen auch auf Bewohner schließen, also halten wir uns hier nicht lange auf und setzen
die Fahrt Richtung Chiricahua Nat. Monument fort.

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Dort treffen wir gegen 10:00 Uhr ein und melden uns im Visitorcenter an. Dort bekommen wir gegen Vorlage
unseres Anual Passes ein Parkticket, welches hinter die Scheibe zu kleben ist. Mit Plan bewaffnet fahren wir
dann zum Massei Point und starten den Loop Hailstone Trail – Echo Park Trail. Die Tour dauert gute 2,5 Stunden
mit Fotosessions und ist sehr schön. Die Sonne heizt uns ganz gewaltig  ein, es ist jedoch angenehmer als die
Hitze im Sabino Canyon, liegt wohl auch an der Höhe. Ich hole mir dennoch einen leichten Sonnenbrand auf der Stirn.

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gab es ganz viele davon und sie waren gerne Models

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Gegen 15:00 Uhr sind wir wieder am Eingang des Nat. Monuments und starten auf einem der Grillplätze unsere erste
Grillsession. Die Steaks dafür fahren wir schon 2 Tage lang spazieren und es wird Zeit das sie aufs Feuer kommen.
Obschon sie in unserer Kühlbox Marke Luxusausführung (Styroporkiste mit Eisbeutelfüllung) bestimmt noch eine Weile
durchgehalten hätten. Nach der Tour ist auch reichlich Appetit vorhanden.

 
Während wir unsere Sachen aufräumen gesellt sich ein netter Vogel zu uns, der scharf auf Brotreste ist. Herbert wirft
ihm welche hin und er sammelt sie eifrig ein  und versteckt sie im Boden. Das ist lustig zu beobachten. Ob er die alle
wiederfindet?

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Dann geht die Fahrt weiter Richtung Norden, wir nehmen die Abkürzung über den Apache Pass vorbei am Trailhead
zum Fort Bowie. Dafür haben wir heute aber keinen Geist mehr. Die Strecke ist für Piste gut und problemlos. Lediglich
Navi zickt wieder rum. In Bowie geht es dann wieder auf die Interstate 10 Richtung Osten. Wir fahren bis Lordsburg
und dort quartieren wir uns im Best Western Skies Inn ein. Es ist recht schön und wir haben ein riesiges Double Kingsize
Zimmer für 75,-- US Dollar. Also Koffer ins Zimmer und das übliche Prozedere wie Laptop anstöpseln, Akkus aufladen,
Zahnbürste aktivieren und ab in die Heia. Diese Nacht schlafe ich schon ganz gut, auch wenn noch ein paar
Unterbrechungen dabei sind.

Meilen 238
Ausblick: White Sands
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 22.10.2009, 14:54 Uhr


Donnerstag 17.09.09 Lordsburg – Alamogordo (via White Sands)

Hier in New Mexico haben wir auch wieder eine Stunde Zeitverschiebung und so starten wir den Tag erst  gegen 8:00 Uhr. Wir frühstücken gleich neben dem Best Western, Oatmeal mit Blueberries und Waffel mit Sirup, sehr lecker für 14,-- US Dollar. Noch kurz den ultimativen Weintrauben Einkaufsstop für Herbert und los geht es um 09:45 Uhr. Johnny nervt uns etwas, er signalisiert eine Störung des Katalisators. Nachdem Herbert aber alles durchgecheckt hat und nichts feststellen kann fahren wir weiter. Einmal hat er schon gemosert von wegen der Tank wäre nicht richtig verschlossen, dabei hat unser Modell gar keinen Tankdeckel nicht, doch das hat sich wieder geregelt. Gut wir werden weiter beobachten und mal sehen.
 
Gegen Mittag sind wir dann in White Sands, der Himmel  hat sich zugezogen und es beginnt zu regnen, genau wie der Wetterbericht prophezeit hat. New Mexico ist angeblich der Regenärmste Staat in den Staaten und wenn wir hier sind regnet es. Im Grunde habe ich gar nix gegen ein wenig Abkühlung, aber White Sands hatte ich mir schon mit Sonne vorgestellt und auch extra die Sonnenbrillen eingepackt. Also die können jetzt im Rucksack bleiben.

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Wir bummeln also erst gemütlich durchs Visitor Center und informieren uns. Ich kaufe mir 2 CD´s für´s  Southwest Feeling und für die Foto-Präsentation. Mittlerweile hat es sich richtig schön eingeregnet. Wir starten also bei Regen in die Dünen. Der erste Teil der Strecke ist noch eher unspektakulär aber so nach und nach wird es immer interessanter. Besonders wenn dann die geteerte Straße aufhört und alles immer weißer wird und das trotz grauem Himmel. Der Regen hört auch Gott sei Dank wieder auf und wir machen einen ersten Stop. Die Dünenlandschaft und ihre Vegetation ist wirklich faszinierend. Die Kameras bekommen mächtig Arbeit.

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Ein Ranger spricht uns an mit dem hier üblichen „ hey guys, where are you from?“ und nachdem wir uns als Deutsche geoutet haben will er in ganz gutem Deutsch genauer wissen wo wir herkommen. Er war fast 10 Jahre bei der Army in Deutschland und hat nach eigener Aussage im Sportheim beim Biertrinken deutsch gelernt. Er bestätigt uns das es hier selten regnet, aber halt grad jetzt. Nach kurzem Plausch wünscht er uns noch eine gute Reise und geht ab.

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Wir fahren weiter bis zum Herzen der Dünenlandschaft und sind wirklich fasziniert, es gewittert etwas ringsum und die Stimmung ist gar nicht so uninteressant. Die Grillplätze sind ja nun wirklich interessant und erinnern mich etwas an Strandkörbe. Es ist nicht sehr viel los im Park, nur vereinzelt klettern Besucher auf den Dünen herum. Wir erklettern natürlich auch eine, es ist total surreal und beeindruckend. Wir beschließen auf jeden Fall morgen früh noch einmal wieder zu kommen, natürlich in der Hoffnung auf besseres Wetter. Allerdings macht der Wetterbericht uns da keine große Hoffnung. Na mal sehen.

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Als wir uns fürs erste sattgesehen und die Finger wundgeknipst haben treten wir den Rückzug an und fahren nach Alamogordo und checken wieder im Best Western ein. Ankunft ca 15:30 Uhr.

Nach dem üblichen Einzugsritual wird erst mal Internet Recherche betrieben und gesnackt und relaxt. Als wir wieder Lust haben was zu unternehmen setzt der Regen wieder ganz ordentlich ein und so bleiben wir im Zimmer und vertreiben uns die Zeit mit dies und das und können so nichts weiter über Alamogorde berichten.

Meilen: 239

Ausblick: Nochmal White Sands und dann Santa Fe
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Palo am 22.10.2009, 16:47 Uhr
Schade mit dem Wetter, hoffentlich brauchst du morgen deine Sonnenbrille.
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 23.10.2009, 09:08 Uhr


Freitag 18.09.09 Alamogordo – Santa Fe (nochmals White Sands)  :sun:


Der Wecker bimmelt um 06:00 Uhr, denn wir hatten ja die Absicht Sonnenaufgang in White Sands zu erleben. Doch irgendwie haben wir beide keine rechte Lust so bald auf zu stehen. Noch dazu wo wir nicht wissen ob die Sonne überhaupt zu sehen sein wird.

Es hat in der Nacht ziemlich geregnet. Also wird beschlossen erst mal das Bett weiter zu strapazieren. Doch schlafen können wir auch nicht mehr also stehen wir doch langsam auf und machen Morgentoilette. Herbert nimmt ein Bad, denn die Badewanne im BW Desert Inn hat Sprudelköpfe, doch leider funktionieren die nicht. Gegen 07:00 Uhr frühstücken wir dann, es gibt Kaffee, Säfte, Waffeln, Toast, Bagels, gekochte Eier kalt und allerhand Cerealien. Danach räumen wir das Zimmer und ich drucke mir noch die Topo Map von Synatschke für die Ah Shi Sle Pah Wilderness an der Rezeption aus.

An der Auffahrt zur 54 heißt es dann Hop oder Top. Sollen wir noch mal nach White Sands oder nicht. Herbert entscheidet auf Grund von Sonnenschein noch mal hinzufahren. Es ist 08:15 Uhr. Dort angekommen müssen wir feststellen das White Sands wegen Missile Test bis voraussichtlich 10:00 Uhr geschlossen ist. Na Bravo, gut das wir nicht um 06:30 Uhr losgebraust sind.

Wir treffen den netten Ranger von gestern wieder und er sagt uns, das ein Test um diese Zeit  eigentlich selten ist. Normalerweiße findet das früher statt und dann ist der Park gegen 08:00 Uhr wieder offen. Die Sonne schein prächtig vom Himmel auch wenn im Südwesten schon wieder schwarze Wolken hängen. Also warten wir, trinken einen Kaffe im Shop und ich kaufe Mitbringsel. Vor dem Eingangsbereich ist die gesamte Straße Richtung Las Cruces gesperrt, wegen des Testes, und es hat sich eine lange Autoschlange gebildet. Die Feuerwehr steht auch bereit.

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Wir haben Glück und gegen 09:30 Uhr wird der Park aufgemacht, wir sind der 2. Pkw der  reinfährt. Wir fahren sofort nach ganz hinten und beginnen das Fotoshooting. Es ist herrlich die weißen Dünen heute im  Sonnenschein erleben zu dürfen. Überall auf den Wegen und Plätzen stehen riesige Wasserlachen und das Weiß und die Sonne spiegeln sich darin. Wir also ausgiebig alles noch mal fotografiert und dann verlassen wir den Park um 10:00 Uhr Richtung Carrizozo für die Fahrt nach Santa Fe.

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Leider hat Herbert Probleme mit seiner Nikon und so waren viele Bilder unscharf

Mittlerweile hat sich der Himmel wieder zugezogen und im Westen sieht es bedrohlich nach Gewitter aus. In Carrizozo machen wir Mittagspause in einer kultigen Kneipe an der viele Harleys stehen. Wieder eine typische Kneipe in die ich freiwillig nie reingehen würde, welche Herbert aber magisch anzieht. Die Eingangstür ist fast nicht als solche zu finden und drinnen ist es ziemlich finster. Überall hängen präparierte Tierköpfe an den Wänden. Es ist ziemlich urig und die Kneipe füllt sich zusehends mit Harley Fahrern. Wir essen Hamburger mit Fries und eine kleine Cup mit very hot beans, dazu gibt es ein Bud für Herbert und für mich ne  Cola. Das Ganze kosten so ca 27,-- Dollars. Satt und zufrieden geht es weiter.

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Vor der Mittagspause hatten wir noch einen kurzen Stop  am Tree Rivers historical Landmark, dort ist ein Tradingpost Gift Shop. Es ist kaum was los und wir schauen uns das Angebot an. Die nette Dame braut uns einen ganz frischen super leckeren Kaffee to go und dann geht es weiter.

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Die Fahrt zieht sich zunächst über eher ödes weites Land mit ab und an ein paar Kühen und ab und an ein paar Bäumen. Navi will uns auch nicht immer so lotsen wie wir das gerne hätten aber wir setzen uns durch. Wir wollen nicht die schnellste, sondern die kürzeste Strecke nach Albuquerque. Es geht also erst ein Stück die 54 north hoch dann auf vielen verschiedenen Straßen immer weiter Richtung Nordwesten. Irgendwann sind wir dann auch auf der gesuchten 55.

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Kurz vor Elbukörki wird die Landschaft interessanter, wir sind im Cibola  National Forrest.  In Albuquerque wird kurz getankt und dann geht es über den Turquise Trail Richtung Santa Fe. In Tijeras lockt uns ein Western Mercantile Laden mit roten Peperonibündeln von der Straße und wir bummeln kurz durch den Laden. Es gibt tolle Cowboystiefel, aber ich weiß ja, dass ich die zu Hause höchstens an Fasching tragen würde und dafür sind mir dann 150,-- Dollar doch zu viel.

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Der Turquise Trail ist eine schöne Scenic Road mit weitem Blick nach Westen und abwechslungsreicher Landschaft. Die Abendsonne verschönt das Ganze noch gewaltig. Wir machen noch mal Kaffeestop in Madrid einer von Künstlern übernommenen alten Minenstadt.

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Die Region vor Santa Fe sieht sehr ordentlich und gepflegt aus. Wir checken um 19:15 Uhr im Motel 6 an der Cerillos Road ein. Der schon geübte Ablauf wird abgespielt und wir verlassen das Motel nicht mehr. Santa Fe muss warten bis Samstag früh. Also wird erst mal gesnackt, die Bilder überspielt, der Wetterbericht gecheckt usw und ich liege um 09:30 Uhr im Double Queen Bed.
Wir sind einfach keine Nachtmenschen.

Meilen: 268

Ausblick: Santa Fe, Kashe Katuwe Tent Rocks, Ah Shi Sle Pah
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Palo am 23.10.2009, 19:21 Uhr
ganz tolle Bilder von White Sands mit :sun:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 24.10.2009, 09:40 Uhr
 :kuss:

Danke für das Lob, ich selbst bin mit unseren Ergebnissen nicht so ganz glücklich, aber wir sind ja nun keine Fotoexperten.

lg gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 26.10.2009, 05:55 Uhr


Samstag 19.09.2009 Santa Fe – Cuba (via Kashe Katuwe Tent Rocks Nat. Monument)

Aufstehen um 07:00 Uhr nachdem die Klimaanlage zu klopfen anfängt. Ich hole uns einen dünnen Kaffee vom Motel 6 Office, es ist ziemlich frisch draußen. Santa Fe liegt ja schließlich 2000 Meter hoch.Der Himmel ist im Osten zumindest wolkenlos. Wir machen uns fertig und starten nach Down Town Santa Fe. Immer die Cerillos Road entlang kommt man genau in´s Zentrum. Es ist noch recht ruhig an diesem Samstagmorgen. Wir parken unseren Jhonny in einem Parkhaus in der San Franzisco Rd. Und suchen die Plaza.

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Das wohl noch recht neue Museum of fine indian arts

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ein ungefährlicher Berglöwe

Auf dem Weg dorthin kommen wir schon an etlichen Galerien und am Georgia O´Keef e Museum vorbei. An der Plaza bereiten die Indianer gerade ihre Schmuckauslage vor und einige wenige Touristen bummeln schon entlang. Wir unterhalten uns gerade mit einem Indian Seller, welcher uns das übliche „where are you guys from?“ fragt und wir das übliche „from Germany, „ antworten, als eine Frau neben uns auf Englisch sagt: „oh we are also from bavaria „. Dem Indianer fiel bei Germany sofort das Oktoberfest ein und deshalb hatten wir gesagt wir kommen aus bavaria. Nun stellte sich auch noch heraus das es sich bei der Dame und ihrem Mann um Franken handelte. Die Welt ist ja so klein.

Nach kurzem Plausch ging es weiter und wir frühstückten im Burrito Co. Herbert ein Brkfst Specl. Bestehend aus Blue Corn Pancakes mit scrambled eggs und bacon, ich short pancakes mit Sirup. Dazu 2 Becher large Coffee. Das Ganze für 18,05 Dollar. Das Zeug stopfte unheimlich und lag mir auch verdammt lang im Bauch, also ich brauche das fürs erste nicht mehr.

Danach bummelten wir noch etwas um die Plaza herum zogen kurz ein paar Infos am Visitor Center der First Nat. Bank ein. Dann besuchten wir die Kathedrale des heiligen Franziskus und machten uns auf den Weg zum Farmersmarket at the Railyard. Dort war ganz schön was los.

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Railyard ist am Bahnhof von Santa Fe, man kann von dort wohl Ausflugsfahrten mit dem Zug machen. Der Markt war wie gesagt gut besucht und es gab vor allen Dingen Obst und Gemüse, Kase, Eier, Milch, Brot, ect. eben alles was ein Bauernmarkt so haben sollte. Besonders schön anzusehen waren die Zöpfe und Kränze aus roten und orangen  Jalapenos/Pepperonis. Herbert kaufte sich einen neuen Vorrat an Äpfeln und ich probierte gegrillte Pepperoni. Mittlerweile war es ziemlich warm geworden. Langsam aber sicher hatten wir genug gesehen und nach Museum stand uns eh nicht der Sinn, wir sind ja eher Kulturmuffel.

Also arbeiteten wir uns zu Johnny zurück und verließen die Stadt auf der Cerillos Road Richtung Süden. Dann fand ich auch endlich den Ort Cochiti Pueblo um Navi damit zu füttern und an der Interstate Abfahrt standen dann auch schon Hinweisschilder für das Kashe Katuwe National Monument. In Cochiti besichtigten wir noch kurz einen riesigen Damm, hinter welchem sich ein riesiger Stausee vermuten ließ. Dem war aber nicht so, der See dahinter war eher enttäuschend klein. Also weiter zum Kasha Katuwe.

Wir waren schon die ganze Zeit einer bedrohlichen Gewitterfront entgegen gefahren, sie schien sich genau über unserem Ziel zu befinden. Vom Damm aus hatte Herbert schon versucht mal einen Blitz zu fotografieren, aber es blitzte halt immer zum falschen Moment.
An der Feestation fragte Herbert dann nach dem Wetter und der junge Indianer dort klang ganz begeistert  davon. Ich verstand soviel wie das das Gewitter sich genau hierher bewegt und das es besonders toll sei bei Gewitter im Park zu sein. Na Klasse, genau das Richtige für mich. Ich bin ein Oberangsthase bei Gewitter im Freien.

Wir mussten noch etwa 2-3 Meilen auf einer Schotterpiste bis zum Trailhead fahren und parkten dann dort. Dort gab es die üblichen Grillplätze, alle überdacht. Es waren auch etliche Autos vorhanden. Bei der Anfahrt hatte ich nämlich das Gefühl wir wären die einzigen die sich bei dem Wetter dorthin bewegen. Aber nein, die meisten waren überhaupt nicht beeindruckt von Gewitterwolken und Blitzen. Sie schulderten ihre Rucksäcke oder auch nicht und marschierten los.
 
Die ersten schönen Tentrocks waren schon vom Parkplatz aus ganz gut zu sehen und ich marschierte mit Herbert ein kurzes Stück den Trail entlang, bevor ich mich entschied beim Auto zu bleiben, denn bei Gewitter draußen das bringt mir nichts. Da können mich die ganzen schönen Tentrocks nicht für die Angst entschädigen die ich auszuhalten habe. Also überlasse ich die Canon auch noch Herbert und bleibe zurück. Der Trail ist ja nicht so lang, er wird schon nicht zu lange brauchen.
Denkste Puppe, bei Herbert gibt es keinerlei Zeitgefühl wenn er unterwegs ist. Ich glaube er ließ mich mindestens 2 bis 2,5 Stunden warten.

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Schade das ich so ein Angsthase bin, das Gewitter ist nämlich woanders hin gezogen und ich muss mich mit den Bildern begnügen. Aber ich kann da nicht aus meiner Haut.
 
Als er endlich zurück war, war ich ziemlich sauer und die Stimmung ziemlich im Nirwana. Ich hatte Navi mit Cuba gefüttert, denn mir war klar Farmington war für heute nicht mehr drin, es war ja mittlerweile später Nachmittag geworden. Es ging wieder auf die I 25 south und dann auf den Hwy 550 north. Der erste Abschnitt auf der 550 north ist besonders schön und abwechslungsreich. Doch vor lauter Säuerlichkeit machte ich leider keine Fotos.

In Cuba holten wir uns dann unser erstes Subway Menu „Italien Spicy“ und checkten um 18:15 Uhr  im letzten freien Zimmer im Frontier Motel ein. Dort musste ich zu allem Überfluss dann auch noch feststellen das wir wohl unseren Adapter im Motel 6 in Santa Fe gelassen hatten. Ist wohl beim Abziehen in der Steckdose geblieben. Shit happens. Das trug nicht zur Aufhellung meiner Stimmung bei. Ich hatte Gott sei dank das gesamte Adaptersortiment dabei und wir fanden einen, den wir entsprechen hinbiegen konnten. Nach dem üblichen Einzugsprogramm checkte ich die Mails und der Tag war gelaufen, denn in Cuba ist die Katze gebleut. (wie wir Franken sagen)


Gefahrene Meilen:  147


sorry für die weiße Ecke links unten, ich hab mal wieder versucht meinen Namen da rein zu bekommen und jetzt keine Lust mehr wieder von vorne anzufangen, verspreche Besserung. Außerdem kommt Ah shi sle pah erst am 20.09.09, also als nächstes
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 26.10.2009, 10:50 Uhr

Sonntag 20.09.09 Sonntag Cuba – Farmington via Ah Shi Sle Pah

Um 05:00 Uhr aufgewacht, ich bewege mich langsam auf die Normalität zu. Bericht geschrieben und Internet gecheckt.  Draußen machen sich die ersten auf den Weg, es spricht sich spanisch. Die Rezeption des Frontier Inn ist noch geschlossen um 07:00 Uhr, also hole ich uns in der Tanke nebenan einen Kaffee und für mich eine Chicita Banane. Herbert ist auch schon fast wach, der kann ja ratzen ohne Ende und  Jetlag scheint ein absolutes Fremdwort für ihn zu sein.
Wir verstauen unser Gepäck im Auto, später wird sich herausstellen, dass wir wieder unser Bier im Kühlschrank vergessen haben. Da ich bei einer  Nacht nie was in Schränken verstaue, denke ich natürlich auch nicht dran im Kühlschrank nach zu sehen. Nach dem Tanken frühstücken wir in einem Laden neben dem Frontier Inn, wir sind die einzigen Gäste. Herbert wählt Huevas Racheros, Eier nach Rancherart und ich nehme Oatmeal. Es gibt eine Musicbos und ich muss das mal testen, also für 50 Cent gibt es 3 Lieder. Ich wähle „What a wonderfull world“, „White flag“ von Dido und „Blue berry hill“. Das Frühstück kostet 18,00 Dollar und ist lecker, Herbert schafft seine Portion kaum.

Abfahrt letztendlich um  9:00 Uhr. Ziel ist fürs erste Ah shi sle pah, damit kann Navi natürlich gar nix anfangen und Blanco Trading Post kennt es auch nicht. Also füttere ich es erst mal mit Farmington, damit die Richtung stimmt. Das würde ich aber ohne Navi auch noch schaffen. Die Fahrt zieht sich, jedesmal mache ich mir Gedanken ob wir die Abzweigung schon verpasst haben. Ich habe mir die Anfahrtsbeschreibung von Synatschke ausgedruckt.
Endlich kommt die Abfahrt zum Chaco Canyon und ich weiß jetzt heißt es aufpassen, denn nun müssen wir auch bald die 550 north verlassen. Und so ist es auch, wir sehen das Schild „ keine Zufahrt zum Chaco Canyon“ und damit weiß ich dass wir richtig sind. Ab jetzt die Meilen ablesen, 18 sollen es sein auf der CR 7800. Die Straße ist noch ein Stück geteert und auch die Schotterpiste ist in sehr gutem Zustand und trocken. Als wir die 18 Meilen hinter uns haben sind wir bereits an der CR 7870, also eindeutig zu weit. Der Plan von Synatschke enthält Koordinaten, also geht’s zurück und wir achten auf dieselben. So finden wir dann auch die unscheinbare Einfahrt.

Dieses letzte Stück erfordert auf jeden Fall High Clearence, in einer Senke ist es noch ziemlich feucht und Johnny streift etwas über den Boden. Ich filme natürlich gerade beim fahren und als das Loch kommt: „mein Aufschrei – und alles schön auf dem Filmchen – echt lustig“. Ein etwas wild zerpflügtes  Stück Weg lässt sich auf der Weide holperig umfahren. Die Strecke ist vielleicht einen halben Kilometer, man könnte sie notfalls auch laufen. Es muss kürzlich geregnet haben, denn am Parkplatz ist ein großer Teil noch nicht ganz trocken.

Wir rüsten uns für die Wanderung mit den rechten Schuhen aus und schultern den Rucksack. Schnell ist man dort wo die ersten typischenn Ah shi sle pah Gebilde zu erkennen sind und die runden , ockerfarbigen Kuppen. Wir orientieren uns an Synatschkes Beschreibung und wenden uns nach Westen. Wir suchen uns einen Abstieg in den Creek und sind fortan ziemlich mit knipsen beschäftigt.


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Die Gebilde sind so filigran und wirken sehr zerbrechlich. Unter den Steinkappen sieht die Erde sehr bröselig aus und ist es wohl teilweise auch, also bitte nicht anlehnen.

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[size=12t]Wir marschieren durch den Creek bis wir zu einer weiten Ebene kommen, wo in der Ferne noch ein einzelnes Gebilde winkt, welches Herbert natürlich magisch anzieht und mich natürlich gar nicht. Dafür liegt es einfach zu weit weg und erscheint mir nicht interessant genug. Aber ich kenn ja meinen Süßen, genau da muss er hin und mir bleibt nichts anderes übrig als hinterher zu tappeln. Es lässt sich allerdings gut laufen, wie schon die Westernlady berichtet hat. Es gibt immer wieder mal noch nasse, in der Sonne glänzende und fotogene Stellen. [/size]

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Herbert ist dermaßen getarnt gekleidet, das er fast völlig mit der Umgebung verschmilzt und ich zu tun habe ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Ich bin in meinem markanten Orange da ein viel besseres Ziel. Als er sein Objekt der Begierde ausgiebig fotografiert und begutachtet hat, machen wir uns auf den Rückweg. Es finden sich etliche versteinerte Baumstämme und noch viele, viele Fotomotive. Es ist auch nicht so heiß, dass es sehr anstrengend wäre.

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(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_5988.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_5930.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1106.jpg)

Um 10:30 Uhr hatten wir die Wanderung begonnen und um 12:30 Uhr waren wir wieder am Auto. Für die Weiterfahrt wählten wir den Weg über die CR 7870 bis wir an eine Kreuzung kamen die uns rechts wieder auf den sogenannten Hwy 57 und links auf die 371 weiterleitete. Wir wählten die 371 und machten von dort noch einen kurzen Abstecher zum Trailhead der Bisti Wildernes. Aber für heute war keine Wanderlust mehr vorhanden und der erste Abschnitt der Bisti ist nun wirklich nicht verlockend, vor allem nachdem man in Ah shi sle pah war. Hier am Bisti Trailhead begegneten uns auch einige Autos, während wir in Ah shi sle pah völlig alleine waren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1152.jpg)

Wir fuhren also zügig weiter nach Farmington. Auf dem Weg dorthin konnte Herbert noch ein paar Bildern von Farmarbeit machen, da wurden Ballen gepresst und die Bewässerung interessierte ihn auch. In Farmington stoppten wir bei Dennys und stellten unsere Mägen zufrieden. Ich mit Spicy Nachos und Herbert diesmal mit Oatmeal, er hatte Verdauungsprobleme mit den Huevos Rancheros.

Wir überlegten wie es weitergehen sollte und beschlossen die Weiterfahrt bis Durango. Nachdem ich blödsinniger Weise Navi mit schöner Strecke gefüttert hatte, führte es unseren Johnny natürlich auch schön außen herum dorthin. So schön war diese Strecke nun auch wieder nicht. Gut die Landschaft veränderte sich schon zusehends, je näher wir uns auf Durango zubewegten. Die Straße wurde nach dem Übertritt ins colorful Colorada auch wesentlich besser. Wir haben uns wohl westlich der direkten Verbindung 550 hochgearbeitet. Da ich leider keine genaue Karte von Colorado oder New Mexico hatte, konnte ich die Strecke nicht ganz nachvollziehen.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6122.JPG)

In Durango checkten wir im Adobe Inn ein weil wir einfach müde waren und schnell irgendwo unterkommen wollten. Das Adobe Inn hatte nur noch Raucher frei, war uns aber auch schon wurscht. Zimmerpreis inkl. Tax so 76,- Dollar, ein Queensizebed. Es fing auch gerade noch an zu regnen. Also schnell Gepäck ausladen und ein Bierchen zur Entspannung und dann ins www um die Weiterfahrt zu planen.

Die Nacht war für mich ziemlich unruhig, denn das Zimmer war total überheizt und das ließ sich auch nicht abstellen.
So mal sehen was uns der nächste Tag so bringt und mal sehen ob wir es mal schaffen Abends noch was zu unternehmen oder ob wir weiterhin geplättet um spätestens 09:00 Uhr pm im Bett liegen.



Meilen: 220
Ausblick: Silverton - Ouray
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 26.10.2009, 15:29 Uhr
Nehmt Ihr auch noch Anhalter mit?  :lol:
Hab´Eure Route erst etwas spät gesehen. Mein Gott, was kann man sich da drüben noch alles ansehen. Das reicht locker für ein weiteres Leben.

Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 26.10.2009, 18:40 Uhr
 :welcome:

klar doch gerne, wir rutschen zusammen. Habe eh das Gefühl meinen Mitfahrern ist es zu langweilig und sie sind eingeschlafen.  :schlafen: :schlafend:

lg gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: webcrawler am 27.10.2009, 07:51 Uhr
Nehmt Ihr auch noch Anhalter mit?  :lol:
Hab´Eure Route erst etwas spät gesehen. Mein Gott, was kann man sich da drüben noch alles ansehen. Das reicht locker für ein weiteres Leben.

Rolf

eines.....mehrere.  :roll:

einfach immer wieder genial all die wunderschönen Reiseberichte zu lesen und mitzufahren.
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 29.10.2009, 07:05 Uhr

Montag 21.09.09 Durango – Ouray [/size]


09:00 Uhr Abfahrt Adobe Motel Durango Richtung Silverton auf der US 550. Herbert ist auf der Suche nach einer Breakfast Location, doch das gestaltet sich schwierig. Im Adobe Motel gab es den üblichen labbrigen Kaffee und süße Stückchen. Also steht uns der Sinn nach etwas vernünftigem. Wir unternehmen 2 Versuche und verlassen die Straße doch meist gibt es nur Kaffee und die übliche Fertigkost an Tanken und in Groceries. Also begnügt sich mein Süßer mit einem Sandwich und ich nasche ausnahmsweise mal einen herrlich pappig süßen Schokoriegel.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_1189.jpg)

Die Landschaft begeistert Herbert und es wird ständig Fotogestoppt. Lausig kalt ist es und wir sind Klamottenmäßig noch gar nicht auf diesen Wechsel eingestellt. Wir stoppen an 2 Pässen, von wo es tolle Ausblicke gibt. Wir sind teilweise auf 3000 Meter Höhe. Die Bäume sind auch schon teilweise schön herbstlich  gefärbt. Zusammen mit den grau, braun und rot Tönen der San Juan Mountains ist das ein herrlicher Anblick. Hier kann man im Winter auch Skilaufen, wir sehen Skiresorts und Lifte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_1205%7E0.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6156.jpg)

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(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6238.jpg)

Gegen 11:00 Uhr treffen wir in Silverton ein und machen erst mal einen Stop am Visitor Center und dann eine Rundfahrt, ist ja nicht so groß der Ort. Es gibt eine zentrale Straße und 2-3 Paralellstraßen. Nur die Mainstreet ist asphaltiert. Was wir nicht auf Anhieb finden ist der Bahnhof. Dann wird Johnny abgestellt und wir bummeln frierend die Mainstreet entlang. Es ist nicht viel los und in den Läden herrscht ebenfalls Vakuum. Ein Mann mit Namensschild Terry quatscht uns an, er erzählt er sei aus Belfast und will wissen wo wir herkommen. Nachdem wir uns als Deutsche geoutet haben, kramt er in seiner Tasche und holt ein Buch von Boris Becker hervor um uns zu sagen er sei ein Fan von ihm. Dann verabschiedet er sich, er ist mit dem Zug von Durango heraufgekommen und muss zu seiner Gruppe zurück. Ein niedlicher Sonderling.

Wir haben die tolle Zugfahrt leider nicht machen können, da hätte man/frau vorplanen müssen und wir sind ja sehr spontan unterwegs. Außerdem ist mein Mann kein Zugfreak, mir hätte es sicher gefallen.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6175.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6188.jpg)

Wir erblicken ein Cafe, dessen Aushängeschild ein rostiges altes Fahrrad ist und dort gibt es für Herbert das Oatmealbreakfast, welches er sich für heute zum Frühstück gewünscht hätte. Wir holen den Laptop und surfen ein wenig, denn es gibt Wire less hier. Anschließend testen wir noch die Silverton Brewerie, welche fast gleich nebenan ist. Doch das ist kein Hit. Dort ist ausnahmsweise ziemlich viel los und die einzige Bedienung ist hoffnungslos überfordert. Ich bin auch ziemlich mit frieren beschäftigt, so kann mich kein Bier reizen. Herbert trinkt eins, kommentiert es aber nicht.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_1241.jpg)

uriges Snowmobil in Silverton

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high tech womo in Silverton, mit dem Auto als Womoanhänger wäre ich auch gern unterweg
s

Dann verlassen wir Silverton gegen 13:00 Uhr wieder und fahren weiter nach Ouray. Jetzt wird die Strecke erst richtig interessant. Die Schlucht wird enger und die Kurven häufiger. Die Berge unseren Alpen immer ähnlicher. Ständig sind Fotostops notwendig, die aber auf Grund der Temperatur meist nur kurz ausfallen. Wird Zeit das ich unsere langen Hosen wieder rauskrame.  Die Fahrt dauert nicht sehr lang und gegen 14:00 Uhr erreichen wir Ouray. Der Ort ist noch niedlicher als Silverton, von der Größe her und auch von den alten im viktorianischen Baustil gestalteten Häusern. Wir drehen wieder die übliche Autorunde und dann machen wir uns auf Motelsuche, denn Herbert will hier bleiben.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6262.jpg)

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Im ersten Motel, ich glaube es war ein Comfort Inn, haben wir gleich Pech, schon an der Tür steht  „sorry no vacancy“  nanu, so busy sieht es hier doch gar nicht aus. Wir also weiter zum  Best Western, welches wir schon erspäht hatten. Hier gäb es noch eine Condo, gleich ne ganze Wohnung mit 2 Bädern. Ist uns nun doch etwas zu groß und nach dem Preis fragen wir dann gleich gar nicht. Die nette Dame an der Rezeption schickt uns weiter zum benachbarten Viktorian Inn und dort sind wir erfolgreich. Es gibt noch Zimmer und wir bekommen ein Double Queensize für 88,-- Doller + Tax. Das Motel sieht sehr nett aus und hat ebenfalls 2 Außenwhirlpools mit Hot Springs Wasser. Doch da kriegt mich bei den Temperaturen keiner rein. Das Wasser ist zwar sau warm, aber die Außentemperaturen eben nicht und irgendwann müsste ich ja da wieder raus. Es gibt aber tatsächlich unerschrockene die da reingehen.

Wir lassen uns also erst mal im Zimmer nieder und relaxen etwas. Ich habe schon seit heute Morgen leichte Kopfschmerzen, welche sich nicht gebessert haben. Ich vermute mal es ist die ungewohnte Höhe in der wir uns aufhalten. Obschon wir ja fast die ganze Zeit schon über 2000 Meter hoch sind. Aber hier ist das Klima ganz anders.

Ich krame dann auch schön unsere langen Hosen und Jacken aus dem Koffer hervor, hätte mir kaum vorstellen können dass ich die noch mal brauche. Sogar mein Pullover + Jacke kommt zum Einsatz und als wir uns auf den Weg in den Ort machen habe ich das Gefühl ich könnte fast Handschuhe vertragen. Wir bummeln und Herbert fotografiert, Motive gibt es hier genug, es mutet wirklich sehr viktorianisch an, mit amerikanischem Lifestileverschnitt. Herbert entdeckt das Wiesbaden Motel und möchte am liebsten gleich dort einziehen oder zumindest morgen dort verlängern. Nachdem ich ihm aber die Preise nenne, distanziert er sich wieder davon. Also wenn ich mal 2 Nächte an einem Ort verbringen würde, dann bitte aber ohne Umzug.

Wir stranden dann in einem Irish Pub, heute ist wohl Irlandtag, wo wir uns dann ein frühes Abendessen gönnen. Wir wählen die Soup oft he Day, Herbert ein Sandwich und ich einen House Salad. Die Suppe schmeckt ganz gut ist aber nicht leicht zu identifizieren woraus sie besteht. Es ist eine Cremesuppe, Karotten und Sellerie würde ich tippen. Der Salat ist etwas Essigscharf aber ansonsten ganz gut und Herbert ist mit seinem Sandwich auch zufrieden. Mit Tip lassen wir 25,-- Dollar dort.

Wir suchen noch einen Outdoorladen und einen Liquershop auf und dann treibt uns die Kälte aber wieder in´s Motel zurück.

Meilen: 80


 :hilfe: :hilfe:
Vielleicht kann mir jemand mal einen Tip geben, ich bin nach dem verkleinern mit der Bildqualität meiner Bilder überhaupt nicht zufrieden. Ich sehe in den anderen Berichten Bilder mit weniger kb und wesentlich besserer Qualität. Ich benutze irfan view. was kann ich da verändern beim batch konvertieren?
Oder benutzen alle das Expertenprogramm Photoshop?
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 29.10.2009, 08:23 Uhr
Hallo Ihr Beiden,
schon wieder eine Ecke, die ich gerne sehen würde. Warum kann man
in einer normalen Zeit nicht alles unter einen Hut bekommen.

Auch nach längerer Beobachtung:
Eure Fotos kommen bei mir aber in einer akzeptablen Qualität rüber.
Und schön sind sie sowieso.   :)

LG
Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 29.10.2009, 09:08 Uhr


Dienstag 22.09.09 Ouray – Moab


Gleiches Ritual wie fast immer. Ich wache inzwischen gegen 05:00 Uhr auf und schreibe an meinem Reisebericht. Dann lümmele ich noch etwas im Bett herum und um 08:00 Uhr gehen wir frühstücken im Sun Room. Es gibt den üblichen Labberkaffee (wenn er denn mal nachgefüllt wird, bekommt man auch noch eine 2. Tasse. Irgendwie scheint Kaffee hier kostbar zu sein) und man kann sich Bagel, Toast oder Waffeln toasten, Eier kochen und es gibt Cereals mit Milch ect.
Nach dem Frühstück fange ich an zu packen und Herbert legt sich in den Hot Springs Pool, was ich natürlich fotografieren muss. Mir ist die Außentemperatur viel zu kalt dafür auch wenn das Wasser hot springs ist.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1345.JPG)
mein langjährig ange(gr)trauter im Kochtopf

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1337.JPG)
mal ein Blick in unser Zimmer im Viktorian Inn noch fast unverwüstet

Gegen 09:45 Uhr sind wir startklar. Wir fahren noch mal hoch zu den Box Canyon Falls um diese zu Besichtigen. Es ist nicht viel los um diese Zeit. Der Eintritt kostet 3,-- Bucks pro Person und es gibt ein kleines Visitor Center. Am Beginn der Trails ist eine Futterstelle für Vögel und Chipmunks. Da herrscht reges Leben und es ist possierlich zuzusehen wie die quirligen Tierchen dort frühstücken. Man kann sie in aller Seelenruhe fotografieren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6290.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6341.JPG)

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Die Fälle selbst sind nicht uninteressant aber auch nicht sonderlich spektakulär. Wir gehen alles ab und sind in einer  Stunde durch. Gegen 11:oo Uhr verlassen wir dann Ouray, wo wir noch einen teuren Tankstop machen. Aber man weiß hier ja nie wie weit die nächste Tanke weg ist.

Der nächste Ort ist Ridgway und macht auch einen sehr ordentlichen Eindruck. Tanken wäre dort auf jeden Fall schon günstiger und Motels gibt es auch. Wir fahren weiter auf die 62 und kommen als nächstes durch Norwood was wiederum einen ganz netten Eindruck macht und auch hier gibt es ein Motel. Als nächstes geht es auf der 145 weiter und die Strecke ist sehr abwechslungsreich und schön. Wir machen immer mal wieder einen Fotostop.
Es zieht sich ganz schön bis wir endlich die Grenze nach Utah überfahren, obwohl die Gesamtstrecke bis Moab nur ca 160 Meilen sind. In Naturita machen wir einen Einkaufsstop um unsere Vorräte auf zu füllen. Kurz danach geht es auf der 90 weiter bis zur 191.  Aber die Strecke ist wirklich nicht langweilig.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6346.JPG)

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In Moab checken wir gegen 15:00 Uhr im Sleep in ein, wo ich uns ein Zimmer für 2 Nächte vorreserviert habe, zum ersten mal auf dieser Tour. Moab kann im September, bezüglich Zimmer problematisch sein und ich habe mich bei Choicehotels angemeldet um vielleicht eine Freinacht zu ergattern.
Das Sleep Inn ist sehr schön und an der Rezeption ist man sehr freundlich. Wir haben ein Handicapt Zimmer, es ist groundfloor und sehr angenehm. Internet problemlos und schnell. 

Wir breiten uns aus und relaxen etwas um uns dann auf den Weg zum Arches Nationalpark zu machen. Schließlich waren wir schon 2 mal dort und haben es nie geschafft den Delicate Arch aus der Nähe zu sehen. Also steht heute der Sunset am Delicate Arch auf dem Programm. Wir bilden uns ein wir könnten vorher noch am Campground grillen aber die Uhr belehrt uns eines besseren. Also machen wir uns gleich auf den Weg zum Wolf Ranch Trailhead.


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Dort gibt es schon keinen Parkplatz mehr und wir stellen uns so in den Einfahrtbereich das wir niemanden stören. Es sind ganz Heerscharen unterwegs, rauf wie runter. Wir gesellen uns dazu und machen uns auf den 2,4 Kilometer langen Hinweg.

Es läuft sich sehr gut, aber man kommt auch ganz gut ins Schwitzen. Oben haben sich schon sehr viele versammelt und ihre Stative aufgebaut. Wir gesellen uns dazu und beginnen die ersten Fotos zu schießen.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6373.JPG)
Pilgerscharen auf dem Weg zum Delicate Arche Sunset

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fast oben/siehe den Weg rechts mittig läuft wer


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mal die andere Seite von Delicate Arche Sunset

Irgendwann gehen die ersten vor zum Arch um darin fotografiert zu werden, das löst natürlich eine Kettenreaktion aus und jetzt wollen viele das auch haben. Es nervt ziemlich. Ich gebe mich doch tatsächlich einigen negativen Vorstellungen hin   :bang: :koch: :kloppen: :dagegen: . Was ist nur aus mir geworden.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6407.JPG)
die Sunsetpilgerschar

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noch ist es recht hell

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aber dann wird es klasse

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1450.JPG)


Ich bevorzuge doch wirklich ruhigere Orte, doch der Arche ist nun mal eine der großen und gut zugänglichen Attraktionen. Wenn ich daran denke wie wir 1983 das erste mal hier waren, da kann ich mich an eine einzige Begegnung mit einer deutschstämmigen Amerikanerin erinnern und diese toll ausgebauten Parkareas gab es damals auch noch nicht. Doch der Sunset am Delicate Arch war trotzdem sehr, sehr schön. :groove:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6523.JPG)
auf dem Rückweg vom Sunset

Für morgen nehmen wir uns den Landscape Arch vor um ihn noch mal zu sehen bevor er vielleicht bald einstürzt.

Wir marschieren nun im Tross zurück, es verteilt sich trotzdem ganz gut. Der Rückweg macht Spaß in  der Dämmerung herrscht eine ganz besondere Stimmung. Lediglich 3 chinesische Chicks trüben den Genuss etwas mit ihrem Geplapper und Gekicher. Bis wir am Parkplatz sind ist es schon ziemlich dunkel. Also jetzt möchte ich da nicht mehr runter laufen müssen und uns sind noch ein paar verspätete Wanderer entgegengekommen, die müssen auf jeden Fall im Dunkeln da runter und das ist nicht ganz ungefährlich.

Wir beschließen zum Abendessen in die Moab Brewerie zu gehen, doch diese Idee haben nicht nur wir, da stehen schon etliche Schlange.  :prost: :essen: Also Planänderung und in die Pizza daneben. Dort bestellen wir uns eine Italien Style und stillen unseren Hunger. Dann geht es ins Motel und die Bilder werden runtergeladen. Herbert ist total unzufrieden, die Nikon stellt nicht richtig scharf. Ich bin mit meinen ganz zufrieden, habe es lediglich manchmal nicht ganz geschafft die Menschen aus den Bildern heraus zu halten. So nun noch ein Bierchen  :bier: :lesend: und etwas lesen und schon fallen mir die Augen zu.

Meilen: 188

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 29.10.2009, 09:14 Uhr
Hallo Ihr Beiden,
schon wieder eine Ecke, die ich gerne sehen würde. Warum kann man
in einer normalen Zeit nicht alles unter einen Hut bekommen.

Auch nach längerer Beobachtung:
Eure Fotos kommen bei mir aber in einer akzeptablen Qualität rüber.
Und schön sind sie sowieso.   :)

LG
Rolf

Danke Rolf,

ich gebe mich jetzt ja auch erst mal zufrieden, aber deine sind eifach besser. Liegt doch vielleicht am Foto. Ich fotographiere mit der Canon Ixus85IS und mein Mann mit der Nikon D40.

Ja die Zeit ist in Amerika ein echtes Problem. Ich würde ja gerne mal ein ganzes Jahr nur auf Reisen durch diesen Kontinent verbringen.  :rv: :gitarre:

Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Thinkpink am 29.10.2009, 09:35 Uhr
So ich steige auch noch zu, bei diesen tollen Bildern und dem Bericht kommen Erinnerungen hoch *schwelg*
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 29.10.2009, 17:02 Uhr
Hallo Gudrun,

nun bin ich mal wieder hinterher gehechelt und glücklicherweise wieder auf dem Laufenden.

Ab White Sands habe ich jetzt aufgeholt. Als ich gelesen habe, dass dort ein Missile Test durchgeführt wurde, habe ich erst einmal Deine Fotos nach einem "Pilz" abgesucht  :grins: (es war keiner zu sehen).

Die Tents, die Badlands ... alles toll  :daumen:.

Und was die "kurzsichtigen" unter uns freut, die Schrift im RB ist zwischenzeitlich größer  :lachroll:. Du hattes Mitleid mit uns  :zwinker:.

LG,

Ilona

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 29.10.2009, 19:16 Uhr
 :pfeifen: :fluester:Das mit der Schrift ist notwendig, weil es könnte ja sein ich will meinen RB mal selbst lesen.  :grins:

wie wär es mit einem Brillensmiley, habe ich gerade vergebens gesucht.

Danke für das Lob

Pilz gab es Gott sei dank nicht noch nicht mal einen Knall, obwohl uns ein Ranger sagte er habe den ersten gehört und warte jetzt noch auf den nächsten.

lg Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 30.10.2009, 08:40 Uhr


Mittwoch 23.09.09 Moab Arches National Park / Devils Garden Trail
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Pünktlich gegen 05:00 Uhr bin ich wieder wach und schreibe meinen Bericht, hoffentlich funktioniert das weiterhin so, denn sonst komme ich nicht so glatt durch damit. Dann klingelt Herberts Handywecker, natürlich stört das den sowieso nicht, er schläft :schlafend: seelenruhig weiter. Mal sehen ob mir auch noch etwas Schlaf vergönnt ist. Andererseits wäre so ein Sunrise :sun: im Arches ja auch nicht ohne. Aber das wäre das erste mal das wir das hinkriegen würden.

Haben wir auch nicht, denn Herbert musste die Badewannenarmatur etwas auseinanderlegen. Nachdem ich baden wollte und es nicht schaffte den Badewannenstöpsel dicht zu machen und dies meinem Angegrauten berichtete, wollte er sich als technischer Experte auf allen Gebieten, die Sache näher betrachten. Ich dachte schon, was soll das jetzt werden, er wird doch die Armatur nicht auseinander legen, ich hatte ja mittlerweilen geduscht.  :dusche:

Doch, genau das tat er. :zuberge: :platsch: Mit dem Ergebnis das ihm da ein Teil abrutschte, welches er jetzt nicht mehr zu fassen bekam und nun konnte er das Ganze nicht wieder zusammenschrauben. Zumindest nicht ohne, zur Zeit nicht vorhandene, Hilfsmittel. Ich dachte ich kriege die Krise. Nur weil der Stöpsel nicht dichtet, was er vielleicht gar nicht soll, legt der die Armatur auseinander. Ich sah schon Kosten für den Klempner auf uns zukommen, ganz zu schweigen davon, dass ich an diesem Tag wohl nicht mehr zum Landscape Arch kommen würde.

Es war eine absolut kritische Situation. Ich versuchte mich mental zu beruhigen, was mir ziemlich schwer fiel. „Wie kann mann die Badewannenarmatur eines Hotels auseinanderlegen, bloß weil der Stöpsel nicht dichtet?“  :bang:

Ich suchte sämtliches Werkzeug zusammen, welches ich eingepackt hatte und Herbert machte sich mit einem Multitool auf den Weg nach drausen um ein Stück Draht zu besorgen. Ich weiß nicht welchen Gartenzaun er wohl beschädigt hat, aber er kam mit Draht zurück. Mit Hilfe des Selben schaffte er dann Gott sei Dank die Reperatur. Zwar dichtete der Stöpsel noch immer nicht, aber alles funktionierte wieder wie es sollte. Die Stimmung war nun etwas angespannt.  :knurrig:

Beim Frühstück saßen wir dann noch mit einem sehr netten älteren Ehepaar (79/80) zusammen, die beide aus Tirol in Österreich stammten und schon seit 54 Jahren in den Staaten lebten, jetzt in der Nähe von Tucson.

Gegen 10:00 Uhr waren wir am Trailhead vom Devils Garden um den berühmten Landscape Arch mit eigenen Augen zu bestaunen.  Wir marschieren also los, es ist noch ziemlich kalt und es braucht Jacken und am liebsten auch lange Hose, aber die habe ich nun nicht dabei. Am Parkplatz gibt es noch gut Platz. Der Weg beginnt sehr angenehm und wir sind auch recht schnell am Landscape Arch.

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dieser Weg hat Spaß gemacht

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und herrliche Ausblicke beschert

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der double O Arch

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Blick durch den double O Arch

Ich habe mir eine Trailbeschreibung am Trailhead mitgenommen, gibt es dort für 50 Cent. Wir knipsen und bestaunen und dann geht es weiter zum Double O Arch, alles andere lassen wir links liegen. Bis zum Dark Angel haben wir keine Lust und machen uns über den Primitiv Trail auf den Rückweg. Dort gibt es noch einen sehr schönen Abstecher zum versteckten Private Arch mit tollem Ausblick. Der Arch selbst ist nich so spektakulär aber der Platz dort.

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(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6989.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1588a.jpg)
mein Klempnercowboy

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_6759a.jpg)

Überhaupt ist die Wanderung grandios. Der Primitiv Trail hat seinen Namen nicht zu  unrecht, ist er am Anfang ab Double O Arch noch ganz unproblematisch, so wird es schon ab und zu immer schwieriger und es gibt echte Kletterstellen. Am schlimmsten ist es dann an einer Passage wo wir über einen steilen Slickrock oberhalb eines lehmigen Wasserpools queren müssen. Also das ist ganz und gar nicht ohne und ich frage mich wie die älteren Herren- und Damschaften, die wir auf dem Weg schon getroffen haben, das wohl schaffen. Ich komme ganz schön ins Schwitzen dabei und sehe mich schon in dem Lehmpool liegen. Aber wir schaffen es und ich frage mich was da wohl noch so auf uns zukommt. Gott sei Dank war das die schwierigste Passage. Ich habe meine Wanderstöcke dabei und oft ganz froh darum.


Der Weg zurück ist zwar sehr schön, zieht sich aber ganz gewaltig. Ich freue mich riesig als ich den Landscape Arch entdecke, bei welchen der Primitiv Trail wieder auf den normalen Trail trifft. Wir begegnen einer Frauentruppe die schon einen Teil ihrer Männer vermisst. Wir können leider nicht berichten sie gesehen zu haben. Herbert sagt aber seine schönen Satz, welchen ich übersetzen muss: „ was gut ist kommt wieder!“ Viel Gelächter daraufhin. Wir haben noch manche nette Begegnung auf dem Trail, ein Ehepaar aus Westfalen in New Hamshire, welche uns als Deutsche erkennen und ein Amerikaner, der noch ein paar Deutschkenntnisse aus seiner Schulzeit hat. Erstaunlich, denn er war nie in Deutschland gewesen.

Gegen 13:45 Uhr sind wir wieder am Parkplatz, welcher mittlerweile hoffnungslos überfüllt ist. Wir machen unseren Platz frei, vorher klären wir noch ein paar Amerikaner über ein deutsches Nummernschild auf. Steht doch da tatsächlich ein Gefährt mit deutschem Kennzeichen. Wie die wohl rübergeschippert sind?


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ich glaube das war noch ein Fotostop an den Fiery Furnace

Wir fahren jetzt zum Picknickplatz in der Nähe des Campgrounds und schmeißen unsere Steaks auf den Grill. Der Platz liegt sehr schön im Schatten unter einem Baum und die Steaks schmecken toll. Wenn ich das daheim nur einmal so hinkriegen würde. Haben die Amis andere Rinder? Die obligatorische Dose Bohnen gibt es natürlich auch dazu und natürlich ein Bier, haben wir uns ja schließlich verdient. Das Armaturenstimmungstief von heute morgen hat sich im Devils Garden verflüchtigt.

In unserem Übermut überlegen wir glatt ob wir den Shafer Trail noch dranhängen. Doch Gott sei Dank überlegen wir uns das wieder anders und fahren nach Moab zurück. Dort gehen wir im City Market erst einkaufen und Tanken und dann gibt es in der Brewerie 2 Bierchen für Herbert und dann sind wir für diesen Tag geschafft genug um uns in unser Sleep Inn zurück zu ziehen.

Das Sleep Inn ist sehr schön, beim Frühstück geht es etwas beengt zu aber die Zimmer sind schön und alles ist pikobello sauber. Wir überlegen zu verlängern, doch
leider ist im Hotel ist keine Verlängerungsnacht mehr frei und so müssen wir morgen auschecken. Ich wäre gerne noch eine Nacht geblieben, denn der Canyonlands Nat. Park steht doch noch an. Also heißt es umplanen, wozu ich überhaupt keine Lust habe. Also erst mal in die Coje und sich regenerieren, dann weitersehen.

Meilen: 67


Ausblick: Canyonlands - Shafer Trail via Potash Road
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Fistball am 30.10.2009, 08:50 Uhr
Ich habe jetzt erst Deinen tollen Bericht nachgelesen und stelle fest, dass Ihr wenige Tag nach mir in der Ecke Durango - Moab wart.

Allerdings hattet Ihr tollen Sonnenschein, den ich nicht hatte.

Claus
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 30.10.2009, 09:35 Uhr
Hier muss ich den Herbert aber in Schutz nehmen!  :applaus: Wenn ich in einer solchen Situation bin,
dann suche ich sofort die "Gelben Seiten" bzw. entsprechendes im Netz. In diesem Fall wäre die
Anfahrtspauschale wohl etwas höher ausgefallen.

Das habt bzw hättet ihr alles gespart!!!!!!!!!  :grins:

Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 30.10.2009, 09:51 Uhr
 :hippie:

ja Rolf, verständlich das ihr Männer zusammenhaltet.
Mädels melden sowas an der Rezeption (zumindest im Urlaub) und lassen den Schraubenzieher ganz relaxed im Koffer.  :lol:

Gudrun  :dusche:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 30.10.2009, 16:57 Uhr
Ja, Mädels tun so, als ob ihnen das Malheur passiert wäre: Melden das an der Rezeption, schicken den Mann schon mal zum Auto und schauen wie NIX VERSTEHEN  :pfeifen:. Wer kann uns schon böse sein  :engel2:?

Und Gudrun, Weihnachten steht vor der Türe. Wie wäre es mit einem Leatherman für Deinen Klempnercowboy?  :lachroll:

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 02.11.2009, 10:11 Uhr

24.09.09 Potash Road - Shafer Trail - Canyonlands

Heute hieß es Koffer wieder mal packen, da ja leider keine Verlängerungsnacht möglich war. Ich hätte hier schon noch einiges anzustellen gewusst. Nun ja, vielleicht kommen wir ja wieder. Also heute stand der Shafer Trail auf dem Plan und ich war schon etwas angespannt wie es mir damit ergehen würde. Wir fuhren  also auf die Potash Road von Moab Richtung Arches und dann mal links weg, ist gut beschildert.

Eine riesige Baustelle begrüßt einen gleich, ich weiß nicht was da gebaut wird. Die erste Strecke begegnen uns viele Lkws, die kommen wohl von der Pottasche Produktionsstätte. Wir begleiten den Colorado eine ganze Weile und es gibt etliche schöne Ausblicke.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7167a.JPG)
Blick auf den Colorado von der Potash Road

einmal begegnen uns eine kleine Herde dieser Kletterkünstler, es ist unglaublich wie die am steilen Felsen entlang gehen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7193a.JPG)
Deer (weiß leider gerade nicht wie die Kletterkünstler genau heißen)
Wir kommen immer wieder an den Pottasche Seen vorbei und nach Verlassen der geteerten Straße sind wir völlig alleine unterwegs. Dabei finde ich es immer ganz beruhigend wenn da noch ein anderes Gefährt irgendwo in Sichtweite ist.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7213a.JPG)
ein Pottasche See

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7277a.JPG)
noch ein Coloradoblick von der Potashroad aus

Irgendwo auf der Strecke tut mir dann ein amerikanisches Pärchen den Gefallen und ist mit uns Richtung Shafer Trail unterwegs. Sie sind ihn auch schon einal gefahren. Wir bleiben aber sowieso nicht alleine, es kommen noch Jeeps und Geländemotorräder. Also es ist richtig was los hier.

Die Straße ist mal so mal so, aber im großen und ganzen gut zu befahren. Nach dem wir langsam an Höhe gewinnen und die Grenze zum Canyonlands N.P. überschritten haben, gibt es schon ab und an mal eine Stelle wo ich aussteige und lotse. Also PKW würde ich hier nicht fahren. Herbert Originalton: " aber locker würd ich des mit meim Auto a mach." Aber ich definitiv nicht.  :zuberge:

Die Strecke insgesamt zieht sich schon etwas aber sie ist nicht uninteressant, man könnte auch ein Stück die Rim Road entlang fahren. Da wir aber leider heute noch weiter müssen, haben wir dafür keine Zeit. Dann ist der Shafer Trail mit seinen Switch Backs in Sicht und ich werde etwas steifer auf dem Beifahrersitz. Also tief durchatmen mit dem angetrauten vereinbaren, dass nur dort angehalten wird wo es mein Magen auch verträgt.

Doch die Sache ist total easy. Ich kann sogar bei der Auffahrt filmen und sie relativ genießen und das obwohl da ständig Gegenverkehrt ist. Außerdem ist auch noch eine ganze Gruppe Mountainbiker hier am strampeln. Also der Trail ist wirklich breit genug und der Blick in den Abgrund war sogar für mich erträglich. Ängstliche Naturen sollten den Trail auch von unten nach oben fahren, ich denke das ist einfacher. Beim nächsten mal würde ich ihn auch runter fahren.
:groove:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7327a.JPG)
und da sind wir schon so gut wie oben, bei genauem Hinschauen sieht man 2 Autos auf der Strecke

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7330a.JPG)
ein Mountainbiker auf dem Shafer Trail

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7347a.JPG)
noch mal die schönen Switch Backs

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1672a.jpg)
Blick auf den Shafer Trail von ganz oben

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1671a.jpg)
der Switch Backs Fotograf
Oben angekommen geht es erst mal zum Visitor Center, schließlich will man ja eine Parkmap haben. Dann machen wir uns auf zum Mesa Arch Pflichtprogramm.
Es ist relativ ruhig dort und der kurze Trailhead lässt sich schön laufen.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1694a.jpg)
Mesa Arch, einmal anders

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1692a.jpg)
wenn Herbert den Mesa Arch besteigt, dann verdunkelt sich die Sonne

Danach geht es weiter Richtung Grand View Point Overlook mit den üblichen Fotostops unterwegs.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7523.JPG)
Blick Richtung Upheaval Dome

Der Weg zum Grand View Point Overlook zieht sich ganz schön, aber er ist auch sehr schön mit herrlichen Ausblicken.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7509a.JPG)
Grand View Point Overlook
An der Picknick Area vor dem Grand V. Overlook wird sich dann erst mal gestärkt. Schließlich sind wir ausgerüstet und können eine schöne, stärkende Grillsession machen. Das finde ich hier immer das allerbeste an diesen grandiosen Orten, mit dieser fantastische Aussicht absolut komfortabel grillen zu können. Derart gestärkt ziehen wir dann langsam aber sicher weiter.

Für den Dead Horse Point State Park bleibt heute leider keine Zeit mehr und wir machen uns auf Richtung Page, unser nächstes Ziel.
Wir fuhren noch bis nach Monticello und checken dort im vorgebuchten Rodeway Inn ein. Vor 26 Jahren haben wir in Monticello schon einmal übernachtet, es hieß Triangle Motel und der damalige Besitzer war ein gebürtiger Deutscher und seine Frau aus Tirol.
Wir waren allerdings zu müde um noch danach zu forschen. Das Rodeway Inn war ok für Preis/Leistung aber nix besonderes. Oder doch hier konnte Herbert sich früh frische Waffeln backen.

Meilen: 155


Ausblick: Monument Valley - Wiedersehen mit den Grandparents von Justin in Oljato - Page

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 02.11.2009, 10:29 Uhr

24.09.09 Potash Road - Shafer Trail - Canyonlands
wenn Herbert den Mesa Arch besteigt, dann verdunkelt sich die Sonne


Also, als wir, frühmorgens um 16 Uhr 10 dort waren, ging die Sonne extra für uns auf.   :roll:

Ich finde es immer wieder spannend, wie andere Reisende die Gegend sehen.
Eure Route hätte mich auch sehr interessiert.  :lol:

Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Angie am 02.11.2009, 22:31 Uhr

Hallo Gudrun,

ich fahre zwar ziemlich dunkelschwarz :wink: mit, aber jetzt muss ich einfach ein großes Lob los werden: Ein wirklich gut geschriebener Reisebericht mit fantastischen Fotos :daumen: :daumen:. Hut ab :D.

Also, als wir, frühmorgens um 16 Uhr 10 dort waren, ging die Sonne extra für uns auf.   :roll:

Rolf, da stimmt doch etwas nicht :wink: :nixwieweg: :lol:.

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 03.11.2009, 07:57 Uhr
Das ist ein Sonderservice für Spätaufsteher.    :abklatsch:

Hallo Gudrun,
jetzt wo ich weis, das Ihr praktisch mit uns dort ward, sieht man Deinen Bericht
schon wieder mit andern Augen.
Vielleicht hätten wir uns ja getroffen, wenn ich nicht so schnell gefahren wäre.
Seufz.   :roll:

Bin auf Eure Weiterfahrt und Bilder auch schon recht neugierig.

LG
Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 03.11.2009, 09:28 Uhr


25.09.09 Monticello - Gooseneck State Park - Monument Valley

Nachdem ich festgestellt habe das meine Reiseberichte am 24.09.09 abrupt endeten, muss ich mich nun auf mein Erinnerungsvermögen verlassen. Anscheinend war der Jetlag nun endgültig überwunden und ich habe durchgeschlafen, was für das Bericht schreiben natürlich recht schädlich war.

Na ich glaube wir sind früh aufgestanden  :lachroll: nachdem wir uns an den köstlichen von Herbert gebackenen Waffeln gestärkt hatten sind wir aus Monticello entschwunden ohne den Ort in irgend einer Weise zu inspizieren.

Es geht die 163/191 south und wir machen in Blanding einen Tankstop um dann in Bluff festzustellen, hier wäre es viel günstiger gewesen  :frech:. Kurz nach Bluff führt die Straße über den Comb Ridge, wunderschöne Felsklippen des Colorado Plateaus. Leider kann man dort kaum einen brauchbaren Fotostop machen, denn Anhalten ist genau dort verboten wo es interessant wäre. Ich habe leider den Bericht von Laurent Martres erst nachträglich gelesen.

Kurz vor Mexican Hat machen wir einen kurzen Abstecher zum Goosenecks State Park, der hier wirklich um die Ecke liegt. Dort ist es recht ruhig. Nur wenige Besucher versuchen, wie wir, die vielen Goosenecks irgendwie brauchbar abzulichten.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1752a%7E0.jpg)

Auf dem Weg zur Goldings Lodge wird natürlich das übliche Foto vom Mexican Hat geschossen und die Anfahrt auf der 163 zum Monument Valley erfordert etliche Fotostops. Nachdem es davon aber nun doch schon recht viele hier im Forum gibt will ich mich bescheiden.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7671a.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7717a%7E0.JPG)

Wir essen in der Goldings Lodge, was meinem angetrauten gar nicht zufrieden stellt. Er hat sich für das Salatbuffet "all you can eat" entschieden und wird nicht glücklich damit. Ich esse ein Stew und ein Frybread und bin recht zufrieden. Ja, ja, jedem Menschen recht getan ist bla bla bla!

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1763a.jpg)
Frybread, fettig und leggär (fränkisch für lecker)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7707a.JPG)

Dann überlegen wir ob wir die Grandparents unseres Austauschstudenten besuchen sollen, bei denen wir im vergangenen Jahr zu Gast waren. Sie leben in Oljato, ganz in der Nähe. Nach kurzer telefonische Rücksprache fahren wir dorthin. Sie fahren mit uns zu ihrer Hogan Baustelle. Ja sie bauen sich einen nagelneuen, Original Navajo Hogan. Wir haben ihn im vergangenen Jahr schon besichtigt, doch da standen nur ein paar Hölzer in der Landschaft rum. Jetzt sah das schon eher nach einem Hogan aus.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7732a%7E0.JPG)
Sehr schön von dort zu sehen der "Trainrock".

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7746a.JPG)
Hogan im Rohbau

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7735a.JPG)
Justins Grandparents vor ihrem Hogan

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0288.JPG)
2008 vor dem Hogan

Nachdem wir die beiden wieder zuhause abgeliefert hatten, ging es weiter Richtung Page über Kayenta. Da ich ja meinen eigenen Kopf habe (gegüber unserem Navi) und meine Utah Karte mir das auch so weis gemacht hat, sorgte ich noch für einen kleinen Umweg über eine meist reizlose Dirtroad. Wir bogen von der 160 auf die 564 ab, da zeigte ein Schild Navajo National Monument an und meine Karte zeigte den Weg via Shonto, rein optisch als kürzer an. Gut diesmal wäre es besser gewesen auf Navi zu hören, aber es war kein  großer Beinbruch, halt eine Erfahrung.

Zeit für das Monument hatten wir eh nicht und ich glaube um die Cliff Dwellings zu sehen hätte man ganz schön wandern müssen. So war es halt eine Trainingseinheit in Pistenfahrt. Manchmal etwas sandig aber breit und problemlos. Trotzdem war ich froh als wir endlich wieder auf der direkten Route waren.

Die 98 Richtung Page ist dann kurz vor Page auch noch richtig schön. Leider keine Fotos gemacht. Aufgefallen ist uns die Christbaumartige Beleuchtung der Kraftwerkstürme von Page. Das hatten wir in 2008 gar nicht so wahrgenommen.


In Page ging es dann erst mal zu Safeways einkaufen und eine neue Safewaycard organisieren, denn die von 2008 hatte ich leider entsorgt. Dann checkten wir im vorgebuchten Quality Inn ein und breiteten uns so richtig aus, denn hier waren ja mal ganze 3 Nächte Aufenthalt angesagt. Leider bereitete uns hier das Wlan etwas schwierigkeiten, lag wohl daran das unser Zimmer so weit von der Lobby weg war, dafür aber nah am Pool.

Meilen: 269


Ausblick: Wahweap Hoodoos Wanderung
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 03.11.2009, 09:32 Uhr

Hallo Gudrun,
Vielleicht hätten wir uns ja getroffen, wenn ich nicht so schnell gefahren wäre.
Seufz.   :roll:

Ja schade, ich hatte mir extra ein Forums Schild gebastelt. Ich habe aber nirgends ein Forumsmitglied getroffen. Sind wohl alles Schnellfahrer.  :nixwieweg:

lg Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: carovette am 03.11.2009, 14:58 Uhr
Hallo Gudrun,

nun bin ich endlich wieder auf dem Laufenden - irgendwie schaff ichs zur Zeit nicht, an den tollen Reiseberichten hier dranzubleiben.

Zitat
Habe eh das Gefühl meinen Mitfahrern ist es zu langweilig und sie sind eingeschlafen.

Nein langweilig ist dein Bericht absolut nicht  :nono: - im Gegenteil.  :clap: Bei deiner Beschreibung den Shafer Trail hoch hab ich mich doch glatt gleich ein bisschen wiedererkannt.  :abklatsch: Wir sind ihn zwar von oben nach unten gefahren, aber das mulmige Gefühl hat mich gleich  nach den ersten Kehren verlassen und ich hab die Fahrt nur noch genossen.

Jetzt bin ich gespannt, wie euch die Wahweap Hoodos gefallen haben...

lg caro :D
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: navajo_girl am 03.11.2009, 15:19 Uhr
@Zimmerfrau

Ich bin ein Stück mitgefahren

- interessanter Bericht
- gute Bilder


 :indianer:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Fistball am 03.11.2009, 15:35 Uhr

Hallo Gudrun,
Vielleicht hätten wir uns ja getroffen, wenn ich nicht so schnell gefahren wäre.
Seufz.   :roll:

Ja schade, ich hatte mir extra ein Forums Schild gebastelt. Ich habe aber nirgends ein Forumsmitglied getroffen. Sind wohl alles Schnellfahrer.  :nixwieweg:

lg Gudrun


Hallo Gudrun,

mir ging es auch so wegen dem Schild, ich war auch schon ein paar Tage vor Euch in Moab.


Claus
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 03.11.2009, 17:55 Uhr
Hallo Gudrun,

jetzt ist mir eingefallen, dass ich letztes Jahr den RB von Dir auch gelesen habe.

Der Besuch bei den Großeltern vom Austauschstudenten; da hat es Klick gemacht  :D.

Es ist schön, dass Ihr so kurzfristig willkommen ward und den "Neubau" besichtigen konntet.

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 04.11.2009, 07:10 Uhr
 :rotor:

Hallo alle Mitfahrer, freut mich das Ihr dabei seid.

Ja das mit den Großeltern von unserem Austauschstudenten war ganz spontan. Die Kommunikation ist etwas schwierig, da der Großvater ein sehr nuscheliges Amerikanisch spricht. Ich kann mich nur gut mit der Großmutter unterhalten. Miteinander sprechen die beiden nur Navajo.
Interessant ist, dass Herbert das nuschelige Amerikanisch der Großvaters besser versteht als ich, obwohl er selbst viel weniger Englisch spricht wie ich.

Hallo Caro, ja ich habe eigentlich auch vieles Andere zu tun und dann sitze ich doch wieder am PC und fahre mit und meine Arbeit bleibt liegen. Muss heute deshalb einiges nachholen und weiß noch nicht ob es heut bei mir weiter geht, mal sehen.

LG
Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: mrh400 am 04.11.2009, 09:03 Uhr
Hallo,
für so einen Hogan muß man ja einen halben Wald abholzen  :shock: - weißt Du, woher die das Holz beziehen?
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 04.11.2009, 09:08 Uhr
Hallo,
für so einen Hogan muß man ja einen halben Wald abholzen  :shock: -


Deshalb gibt es dort weit und breit auch keine Bäume mehr ( bis auf etwas Deko ).    :flennen2:

Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 04.11.2009, 15:42 Uhr
Hallo,
für so einen Hogan muß man ja einen halben Wald abholzen  :shock: - weißt Du, woher die das Holz beziehen?

Vielleicht per LKW aus Kanada oder den angrenzenden US-Staaten? Wundern würde mich das nicht.

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 04.11.2009, 18:50 Uhr
 :palme: :palme: :palme:

Ja wo genau sie das Holz herbekommen weiß ich nicht, ich weiß nur das sie es kaufen müssen und das es ziemlich teuer ist.
Vor Ort gibt es ja keine derartigen Bäume.
Der Bau geht auch nur langsam voran, denn da müssen immer erst die Kinder anrücken um mit Hand anzulegen, aber der Baumeister ist der Grandpa.
Die beiden wohnen in einem nagelneuen Haus in Oljeto aber sie fühlen sich dort nicht wohl, Grandpa hat gesagt er will den Blick in die Weite haben und nicht wie in Olejto auf die Felsen blicken. Oljeto liegt etwas eingekesselt. Sie haben auch wirklich vor zeitweise dort zu wohnen.

LG Gudrun

 
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 04.11.2009, 22:08 Uhr

26.09.09 Page - Wahweap Hoodoos Hike

 :sun:
So Leute, rüstet euch gut, heute ist schwitzen angesagt.

Wir hatten früh keine Eile, waren aber trotzdem bald auf den Beinen. Wir frühstücken, es gibt ein umfangreiches Frühstücksbuffet im Quality Inn in Page und das Frühstückszimmer hat einen schönen Blick auf rote Felsen. Dann fahren wir zur Paria Contact Station wo gerade die Wave Lotterie im Gange ist. Leider sind wir zu spät dran aber wir hatten ja auch gar nicht die Absicht teil zu nehmen. Aber wer weiß, wenn wir früher dran gewesen wären, hätten wir es sicher versucht. Gab ja nix zu verlieren, wir hatten sie ja im vergangenen Jahr besucht.

Nachdem sich der Wave Lotterie Rummel verzogen hat erkundigen wir uns nach der Zufahrt für die Wahweap Wanderung. Es gibt ja eine lange Anfahrt mit kurzer Wanderung und eine kurze Anfahrt mit langer Wanderung. Es hieß die lange Anfahrt geht nicht, da flooded. Wir glaubten das natürlich brav und fuhren zur kurzen Anfahrt mit langer Wanderung.

Ich hatte das Buch von Peter Felix Schäfer, inzwischen Dr. Schäfer, dabei und er beschrieb die lange Tour. Also konnte doch nix schiefgehen. Anfahrt problemlos, vorbei an der Fisch Hatchery und dann praktisch neben dem Creek geparkt. Nein Herbert stand schon fast im Creek bevor ich ihn stoppen konnte. Einige scheinen da auch wirklich noch weiter zu fahren aber für mich war hier hiken angesagt.

Also ging es los, mit 3 Liter Wasser 1 Cola und 1 Dr. Pepper (pfui teubel aber Herbert mags) was für den Magen war auch dabei. Start 09:35 Uhr. Der Wahweap Creek führt kaum Wasser, also Wading Boots wären vollkommen überflüssig gewesen.


Da ich eher die Zielorientierte bei uns bin und Herbert der Wegorientierte, war es das übliche Spielchen. Ich immer fast eine halbe Meile voraus und warte wieder auf meinen Fotografierer. Das nervt mich zwar beim wandern, aber hinterher hat er doch immer die tollsten Bilder gemacht.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1778a.jpg)
so ging es los, der Wahweap Creek Hike

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7768a.JPG)
temporäres Stein-Lehm-Wasser Kunstwerk

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7774a.JPG)
uups, wer bist du denn? (Suchbild)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7783a.JPG)
noch ein Tierchen

Die Wanderung ist am Anfang ziemlich eintönig, genau wie Herr Schäfer das beschreibt, außer man heißt Herbert und fotografiert den Mikrokosmos.  :grins:  :pfeifen:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7785a.JPG)
Blüte in Rot

Es war schon ganz schön heiß und bei unserem Tempo würde es mindestens 2,5 Stunden dauern bis wir die Hoodoos erreichen. Herr Schäfer veranschlagt 1:45 Stunden.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7802a.JPG)
schon ganz nah an den Hoodoos

Als ich die ersten Erdpyramiden sah, da gab es kein Halten mehr und ich stürmte los ohne weiter auf meinen angegrauten zu warten. Man musste teilweise durch Mannshohes Gebüsch kriechen und so verlor ich Herbert nun aus der Sicht. Ich fotoknipste und knipste und dann wartete ich. Na er müsste doch langsam auch kommen. Denkste. Also rufen. :zuck: Nix. Bisher hatte das funktioniert. Pfeifen  :pfeifen: Nix. Rufen - Pfeifen Nix.
Gott wo war er denn? Ich ging zurück - doch das hatte eigentlich wenig Sinn. Das Tal ist so breit, wir hätten gut ständig aneinander vorbei gehen können ohne uns zu sehen.
Nach 20 Minuten ohne Sicht- und Hörkontakt wurde mir langsam mulmig. Es war heiß, ich/wir bisher mutterseelen alleine hier und ich hatte den Rucksack mit den Getränken und dem Proviant. Na gut für mich - aber nicht für meinen angegrauten. Ich wurde langsam so nervös das ich gar nicht mehr wusste was ich machen sollte. Mir war die Lust auf Hoodoos schon total abhanden gekommen. Die schlimmsten Befürchtungen breiteten sich in meinem Kopf aus und konnte schon gar nicht mehr klar denken. Was tun - zu den Hoodoos und dort warten - weiter zurückgehen? Alles machte keinen Sinn und ich rief und horchte, pfiff und horchte.
Ich begann schon langsam zu hyperventilieren und konnte gar nicht mehr lauschen nach dem Pfeifen. Außerdem antwortete mir immer mein Echo. Also kurz und gut ich war echt panisch.

Und da endlich höre ich was und mir fallen Zentner vom Herzen, so groß ist keine Hoodoo Hut, wie der Stein der da geblumbst ist. Irgendwo hoch oben kletter er durch die Landschaft, war in einem Seitencanyon und hat mich wohl nicht gehört. Wie immer seelenruhig fotografiert und entspannt gehiked.

Ich war aber derart froh, dass er wieder da war, dass ich kein Wort verlor über meine Panik. Ich war so entspannt und froh und würde die nächsten Tage wohl keine 500 Meter mehr zwischen uns kommen lassen.
  :verneig:

Jetzt konnte ich mich auch wieder an der Landschaft erfreuen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7830a.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7853a.JPG)
eine erste Schönheit

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7916a.JPG)
die zweite Schönheit

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7926a.JPG)
die dritte Schönheit, na hoffentlich hält der Hut noch etwas

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7874a.JPG)
könnte von Colani sein

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7947a.JPG)
die Eiscremevariante

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7965a.JPG)
die schönste Family

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_7966a.JPG)
die Schönen und wir

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1822a.jpg)
Variante ohne Hut


Als wir gerade bei der letzten und schönsten Hoodoofamilie waren, hörte ich Stimmen. Da waren doch tatsächlich noch andere Menschen. Natürlich waren es Deutsche. Ein Pärchen aus Straubing und die waren über die andere Route gekommen. Von wegen flooded - gar nix war nur bischen ruppig. Na ja, wir hatten halt mehr Bewegung, körperlich und geistig ebenso.

Sie waren auch bei der Wave Lotterie gewesen und wollten es morgen noch mal versuchen. Wir unterhielten uns etwas und dann ging es in entgegengesetzte Richtungen. Wenigstens haben wir jetzt ein gemeinsames Foto von uns bei den Hoodoos. Dank den Straubingern.  :daumen:

Wir machten dann noch mal eine kurze Erfrischungspause und stärkten uns mit dem letzten Proviant, er war mittlerweilen verdammt heiß und es lagen noch mindestens 2 Stunden Rückweg vor uns.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1842a.jpg)
hier kann man verstecken spielen

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1810a.jpg)
wo bitte ist mein Kamel?

Der Rückweg zog sich entsprechend und unsere Wasser Vorräte erschöpften sich schnell, es hätte durchaus ein Liter mehr sein können. Aber im Auto wartete ja Nachschub. Wir trafen noch 4 Wanderer die noch zu den Hoodoos unterwegs waren, natürlich Deutsche. Ich glaube die Amis kennen die Ecke gar nicht. Um 15:45 Uhr waren wir wieder am Auto, ziemlich erschöpft aber glücklich. Leider hatten wir das Auto etwas unglücklich geparkt, es stand mitten in der prallen Sonne und gegenüber wäre ein schöner Schattenparkplatz gewesen. Aber das war jetzt auch nicht mehr weiter schlimm. Nur noch aus den Schuhen raus,etwas trinken und ab ins Motel und dort natürlich in den Pool.

Entsprechend unserem wohltrainierten Programm gab es Brotzeit im Zimmer und dann bald, bald schlafen.
:schlafen: :schlafend:

Meilen: nicht viel

Ausblick: Cottonwood Canyon Road - Grosvenor Arch - Skutumpah Road
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: carovette am 04.11.2009, 23:08 Uhr
Als Gudrun, ich hab mich grad schier weggeschmissen vor Lachen - du hast die Situation so goldig beschrieben, trotz der für dich schlimmen Situation. Einziger Kommentar meines Angegrauten: das könnte von Dir sein.... :kloppen:

Gottseidank ist alles gut ausgegangen, eine ähnliche Situation musste ich letztes Jahr am LA-Airport erleben....ich hatte die Tickets und er das Geld, aber wir haben uns auch wiedergefunden....von daher kann ich dich sehr gut verstehen :abklatsch:

Sie tauchen alle wieder auf - früher oder später....


lg caro :D
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 05.11.2009, 07:42 Uhr

Ja Caro,

wie sagt mein Mann so schön: was gut ist kommt wieder.  :D :kuss:

LG Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 05.11.2009, 18:14 Uhr
Hallo Gudrun,

na endlich schreibt mal jemand, der auch (wie wir letztes Jahr) den langen Fußweg zu den Wahweaps genommen hat  :groove:. Ich hatte schon langsam meine Bedenken, dass wir zu den einzigen Wanderern gehören.

Die Strecke zieht sich schon und man ist happy, wenn die erste Hoodoo-Gruppe erscheint. Auf dem Rückweg haben wir die Flußschleifen ziemlich abgekürzt und sind immer geradeaus gelaufen.

Dein Angetrauter ist wie ein Boomerang, er kommt immer wieder zurück  :dance:. Er wollte bestimmt abchecken, wie sehr Du ihm vermisst :lolsign:. Ist ihm auf jeden Fall gelungen :zwinker:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 05.11.2009, 18:58 Uhr
Hallo Gudrun,

erstmal:  super Fotos.

Leider konnten wir als Ersttäter noch nicht so ins Detail gehen ( Wanderungen und so ) . Aber es muss dort wunderschön gewesen sein.
Bin schon auf eure weiteren Berichte neugierig.  :lol:

LG
Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 06.11.2009, 09:04 Uhr
Leider konnten wir als Ersttäter noch nicht so ins Detail gehen ( Wanderungen und so ) . Aber es muss dort wunderschön gewesen sein.
Bin schon auf eure weiteren Berichte neugierig.  :lol:
LGRolf

Ja Rolf wir hatten ja schließlich die Kenntnisse und Vorbereitungen aus 2008 und mein Traum wäre jetzt noch dort an den Highlights zu campen. Mal sehen was die Zukunft uns bringt.

Hallo Ilona, schön das noch mehr so wanderlustig sind, aber so haben wir leider das Rainbow Valley verpasst, welches man bei der längeren Anfahrt noch mitnehmen kann.

Hallo Caro, eigentlich müsste ich meinen angegrauten nach 33 Jahren Partnerschaft kennen und er kam bis jetzt immer wieder: wie er selbst sagt "was gut ist kommt wieder"
aber die Gesamtsituation war halt so. Wir sollten daraus lernen, aber ich weiß genau das würde mir wieder passieren - ich bin nämlich total ungeduldig.  :fluester:

So aber jetzt soll es weiter gehen:  :nixwieweg:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 06.11.2009, 10:50 Uhr

27.09.09 Cottonwood Canyon Road - Grosvenor Arch - Kodachrome Basin State Park - Skutumpah Road

So nach einer erholsamen Nacht und erfolgreicher Blasenversorgung, ich hatte mir nämlich 3 Blasen gelaufen, standen wir sehr früh in den Startlöchern. Wir stärkten uns am Quality Inn Frühstücksbuffet und fuhren wieder zur Paria Contact Station. Wir wollten doch mal eine Wave Lotterie mitmachen. Unterwegs stoppten wir am Lake Powell Viewpoint, denn das Morgenlicht war zu schön und wir hatten noch Zeit.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8029b.JPG)
Der Lake Powell mit der Wahweap Marina

An der Paria Contact Station war schon mächtig was los, wir trugen uns in die Liste ein und dann konnte es los gehen. Witzig finde ich die kleine Lostrommel in die die Nummern eingeworfen werden. Wir trafen das Pärchen aus Straubing wieder und natürlich noch mehr Deutsche. Es war auch eine 4-er Gruppe Russen dabei, welche die Bücher von Laurent Martres unter dem Arm hatten.

Bei der Verlosung dürfen nur die Teamleader im Raum bleiben, er ist ja nicht sonderlich groß. Es waren ca 47 Bewerbungen und das sei nicht mal so üppig, meinte der Ranger. Kurz und gut, wir hatten kein Glück aber das Pärchen aus Straubing durfte jubeln und als erstes wurden die Russen gezogen. Da waren schon 4 Plätze weg.

Wir zogen also von Dannen und hatten nun Kenntnis über den Ablauf einer Wavelottery, unsere Permits von 2008 hatte ich via Internetlotterie bekommen. Wir steuerten etwas ziellos die CCR an, Herbert hatte so im Kopf die lange Anfahrt Richtung Wahweap Hoodoos zu erkunden. Der Straubinger hatte eben vom Rainbow Valley geschwärmt, also schlugen wir die Richtung ein ohne genaue Angaben zu besitzen. Wir fuhren gegen 8:30 Uhr auf die CCR.

Es kam wie es kommen musste, wir verpassten die Zufahrt auf die 431 weil ich eine 430 suchte. Also blieben wir auf der CCR, die wollte ich ja auch schon letztes Jahr fahren. Da blieb aber keine Zeit dafür. Am Anfang ist sie ganz ok aber dann kommen doch ein paar Passagen an denen ich lieber ausgestiegen bin um zu lotsen, auch wenn Herbert das für vollkommen überflüssig hielt. Er ist aber auch spitze überall durchgekommen. Wir trafen später 4 junge Deutsche mit 4WD die Probleme hatten und denen ein Ranger sagte sie sollten die Strecke nicht fahren.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8052b.JPG)
hier mal ein paar Straßenzustandsbilder

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1913b.jpg)
sieht schlimm aus, konnte aber umfahren werden

Im ersten Abschnitt hatten wir nur eine kurze Begegnung mit Jägern, da hab ich schon immer Respekt weil die mit ihren Knarren unter dem Arm da rumlaufen. Sie winkten uns aber recht freundlich.  :rotor:

Wir arbeiteten uns langsam vor, ich war immer auf der Suche nach den bekannten und fotografierten roten Abschnitten und die wollten und wollten nicht kommen. Wir stoppten schon ab und an zum knipsen und wie L. Martres in seinem Buch schreibt, fast überall stören die blöden Stromleitungen. Eigentlich wollten wir nur ein Stück auf der CCR fahren und dann wieder umkehren, doch es zog uns weiter und weiter auch wenn wir nur langsam voran kamen.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8050b.JPG)
der interessante Teil beginnt

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(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8073b.JPG)

Leider haben wir viele schöne Sachen einfach links liegen gelassen, weil wir nicht vorbereitet waren. Wie die Cottonwood Narrows und Candyland. Endlich kamen die bekannten Passagen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8086b.JPG)

Schon interessant wie man darauf fixiert sein kann, wenn man die Bilder aus dem net kennt.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8119b.JPG)

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(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_1931b.jpg)
Sie ist wirklich sehr schön die CCR und es gibt dort noch viel zu erkunden aber wir hatten inzwischen beschlossen noch bis zum Grosvenor Arch zu fahren und mussten bedenken diese Strecke ja auch wieder zurück zu fahren, also ging es weiter.

So eine Dirtroad hat die Eigenschaft sich unendlich zu ziehen und wenn ich dann Zuhause bin vergesse ich das ganz schnell wieder und mir bleiben nur die Highlights im Kopf. Beim nächsten Mal erwischt einen die Realität dann wieder. Hoffentlich gibt es ein nächstes mal.  :zwinker:

Um 11:45 waren wir dann auch endlich am Grosvenor Arch, er ist gut ausgeschilder und nur ein Katzensprung vom Parkplatz von wo aus man ihn schon gut sieht. Es führt sogar eine Rollstuhl taugliche Trasse bis zu einem guten Viewpoint oder Fotopoint.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8136b%7E0.JPG)
der Grosvenor Arch in seiner ganzen Schönheit

Es war relativ ruhig dort, vielleicht 4 Personen und als wir schon wieder von dannen zogen, trafen wir die 4 jungen Deutschen. Sie wollten weiter zum Bryce Canyon.

Wir machten uns auf den Weg in den  Kodachrome Basin State Park, da war BBQ angesagt.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8183b.JPG)
ein einsamer Schlot im Kodachrome

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hier könnte ich mir vorstellen ein paar Tage zu verbringen

Der State Park wirkte wie frisch aus dem Boden gestampft, neue Straßen, neue Cabins und alles pickobello. Hier wären wir gerne geblieben. vielleicht gibts ja ein Wiedersehen. Wir machten also Rast mit Steaks und Bohnen vom Grill und relaxten etwas.

Dann drehten wir noch eine kurze Viewpointrunde im Park und machten uns dann auf die Suche nach der Skutumpah Road, welche wir für die Rückfahrt auserkoren hatten. Wir hatten keinerlei Karte von der Gegend und hofften sehr das uns Navi wieder sicher nach Page bringen würde. Abfahrt vom Kodachrom St. Park war ca 14:00 Uhr.


Also die Skutumpah Road fanden wir gut und sie war gegenüber der CCR eine richtige Autobahn, die Washes waren alle total dry. Als erstes kamen wir zur:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8215b.JPG)
da hab ich mich doch an das Wrack erinnert von dem ich schon gelesen hatte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8207b.JPG)
und da war es doch auch schon

ein tragischer Unfall vor ich weiß nicht wie vielen Jahren, 3 Farmer aus der Gegend, sie waren alle tot. Wie man sich denken kann. Die Toten wurden geborgen, das Wrack einfach überbaut mit einer neuen Überfahrt.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8208b.JPG)

Die Skutumpah Road selbst habe ich als wenig spektakulär in Erinnerung auch hier haben wir ein paar schöne Sachen verpasst (eben die Bull V. Gorge selbst zu begehen und Willis Creek) von denen man hätte wissen müssen. Aber da wir ja noch eine weite Rückfahrt hatten und Navi uns immer wieder zur Umkehr riet war ich ziemlich zielorientiert mit Ziel Teer 89.

Es waren ca 2-3 Kreuzungen dabei wo wir selbst entscheiden mussten wo wir lang fahren würden. Gott sei dank hat unsere Intuition uns immer gut geleitet. Nach enloser Fahrerei erreichten wir Johnson Canyon und dort ist wieder Teerstraße bis zur 89.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8218b.JPG)
eine Ghosttown an der  Johnson Canyon Road, aber Private Proberty

Die Rückfahrt ging dann zügig weiter, wir wollten noch die Toadstool Hoodoos besuchen aber das überlegten wir uns dann wieder anders und fuhren nach Page zurück. Das wunderbare Abendlicht hielt dann nicht lange genug um noch ein paar schöne Lake Powell Fotos zu knipsen, aber wir hatten ja die schönen Morgenbilder.

Meilen: 183


Ausblick:Zion National Park


Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 06.11.2009, 17:38 Uhr
Ach ja, die CCR mit dem Candyland - einfach herrlich (bin jedesmal aufs Neue davon begeistert)  :groove:.

Habt Ihr am Grosvenor Arch die Einschusslöcher an der WC-Türe gesehen? Macht keinen vertrauensvollen Eindruck, oder?

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 07.11.2009, 08:53 Uhr
Na Gott sei Dank musste ich da grad nicht aufs WC.  :nono:

Mir war ja im vergangenen Jahr schon etwas mulmig, als ich mitbekommen habe wie die da wahllos in der Gegend rumballern. Unser Gastschüler Justin hatte oft einen Revolver dabei und als wir den Hogan der Großeltern besucht haben wurden dann Schießübungen gemacht. Jeder hat mal etwas rumgeballert.
Ich dachte nur, keine gute Gegend zum Wandern!

Also besser schon mal gar nicht in Tarnfarben rumlaufen.  :nono: :protest:

LG Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 07.11.2009, 18:35 Uhr

28.09.09 über die 89A zum Zion National Park

Heute hieß es mal wieder Abschied nehmen von Page. Page ist ja nicht unbedingt schön, aber es hat drumherum so viel zu bieten, dass es mir jedesmal schwer fällt von hier wegzugehen. Wie vergangenes Jahr, naht ja auch diesmal der Abschied so langsam aber sicher und mir stellt sich dann die Frage: "werde ich wiederkommen?"
Ich würde es mir jedenfalls wünschen.

Wir hatten es nicht sonderlich eilig, denn es war für heute hauptsächlich Meilen unter die Räder bringen angesagt. Also nach gemütlichem Packen und frühstücken wurde noch unser Johnny gefüllt und dann verließen wir Page über die 89 south um auf die 89a Richtung Kanab zu fahren. Hier gab es ein Wiedersehen mit der Navajo Bridge, über welche wir vor 26 Jahren schon einmal gefahren waren. Damals gab es nur eine Brücke und überhaupt kein Gebäude drumherum, nun sind es zwei Brücken und auch ein paar Läden.

Während der Fahrt Richtung Kaibab National Forrest kommt man dann an einem Historical Landmark vorbei und daran konnte ich mich auch gleich wieder erinnern. Vor 26 Jahren haben wir da nämlich angehalten und fanden es recht drollig so mitten in der Landschaft wo nix ist so ein Zeichen aufzustellen um an einen Treck zu erinnern der hier irgendwann einmal durchgekommen ist. Na ja wir waren halt noch sehr jung. :pfeifen:

Bevor es in den Kaibab N. F. geht sehe ich endlich wo die House Rock Valley Road in die 89A einmündet, die hatte ich nämlich schon gesucht. Hier bewacht eine Kuh die Zufahrt.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2036c.jpg)

und die House Rock Valley Ranch macht einen weit verbreiteten Eindruck, Herbert findet die Amis haben schon arg viele Recyclinghöfe

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Bei Jakob Lake erinnerte sich mein Ergrauter daran, dass doch hier der Grand Canyon irgendwo ist  :kratz: und überlegte ob wir da nicht noch mal hinfahren könnten. Nachdem ich ihm mal ausgerechnet hatte wieviele Meilen das hin und zurück sind, legte er das doch auch wieder ad Akta.

In Fredonia machten wir einen kurzen Kaffeestop und nachdem sich Herbert zum wiederholten mal die Schnute am heißen Kaffee verbrannt hatte, kam er auf die glorreiche Idee man kann dem doch mit Eiswürfeln abhelfen. Ist doch echt clever, gell? Die Tanke war auch echt urig, da gab es vom Viehfutter über die Winchester bis zum Kaffee so ziemlich alles was des amerikanischen Autofahrers Herz begehrt.

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(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2066c.jpg)

Total schön ist natürlich wieder die Anfahrt in den Zion N. P. von Kanab aus über die 9. Wir machten Stop kurz vor der Einfahrt zum Tunnel und gingen den Trailhead zum Canyon Overlook.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8388c.JPG)


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8362c.JPG)
der East Temple

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8436c.JPG)
der Trail zum Canyon Overlook

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(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8415c.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2121c.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8396c.JPG)
und mal wir in voller Schönheit/ergraut und noch nicht ergraut

Von der kurzen Wanderung zurück, haben wir Glück und die Einfahrt in den Tunnel wird freigegeben. Nachdem wir am folgenden Tag einen Besuch des Zion vor haben, fahren wir heute nur durch. Wir müssen uns ja noch ein Quartier suchen. Nachdem es in Springdale überall sehr voll aussieht und auch recht teuer sein soll, fahren wir bis nach Hurricane und quartieren uns im Rodeway Inn ein. Es ist einfach aber sauber und wir haben sogar eine komplette Küche dabei. Was Herbert am allerbesten gefällt ist der Grillplatz mit funktionierendem Gasgrill mitten im Hof gleich neben dem Pool.

Also nachdem wir uns einigermaßen häuslich niedergelassen haben, drehe ich eine Runde im Pool und Herbert grillt die Steaks. Da kann man/frau doch nicht meckern. Ein paar Dosenbierchen runden das Ganze ab und dann unternehmen wir noch einen kurzen Spaziergang in der näheren Umgebung. Wir durchstöbern einen Baumarkt und dann ab in die Queen- oder waren es Kingsizebetten. Quatsch natürlich nur in eins davon, das andere brauchen wir ja immer nur für das Gepäck. Außerdem könnte ich meinen Schnarcher ja nicht knuffen, wenn ich so weit von ihm weg schlafen würde. Wir wollten ja schließlich ganz bald aufstehen, denn für den folgenden Tag war Angels Landing geplant.

Meilen: 183


Ausblick: Angels Landing Trail

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: navajo_girl am 07.11.2009, 18:49 Uhr
Ich habe mir die schönen Bilder gerade reingezogen :applaus: :rotor:
Wie waren Ende September die Temperaturen in den Parks?

 :usa:

 
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 08.11.2009, 09:48 Uhr
Hallo navajo_girl  :think:

Also rein subjektiv betrachtet fand ich die Temperaturen sehr angenehm. Richtig geschwitzt haben wir noch im Sabino Canyon in Arizona und bei der Wahweap Wanderung. Im Arches war es sehr angenehm und auch im Zion, da waren wir allerdings recht früh dran mit Angels Landing (der Bericht kommt als nächstes).
Es ist zu dieser Jahreszeit eben so, dass man früh die Jacke braucht und eventuell die langen Hosenbein aber meist kann man sie schon bald in den Rucksack stopfen. Ich würde beim nächsten mal den Oktober noch vorziehen, so das es am Tag für Wanderungen noch angenehmer ist. Allerdings hat es halt den Nachteil das die Tage ncht mehr so lang sind.

LG Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 10.11.2009, 14:33 Uhr


29.09.09 Angels Landing Trail und Emerald Pools


Mitten in der Nacht, es ist wirklich noch stockfinster draußen, klingelt uns der Wecker wach. Laut Prospekt fahren die Busse in den Zion Canyon ab der Dämmerung und das dürfte Ende September so um 7:00 Uhr rum sein. Wir sind um 6:50 Uhr am Visitor Center, doch da ist noch alles dicht. Vorher haben wir noch versucht irgendwo etwas zu beißen zwischen die Zähne zu bekommen, doch auch das gelingt hier nirgends. Gott sei dank habe ich noch Bananen und 2 Energyriegel dabei.

Wir fahren mit dem 2. Bus dieses Tages in den Canyon, zusammen mit ca noch 5 anderen Wanderern. Es ist verdammt frisch noch und Jacken und lange Hosen sind angebracht. Unterwegs steigen noch ein paar zu und die Fahrerin erzählt munter und gutgelaunt drauflos. Welche Tiere es hier zu sehen gibt und welcher Trail am schönsten ist. Natürlich Angels Landing, denn da wollen die meisten von uns hin, ein Pärchen will zum Observation Point.

An "the Grotto" müssen wir aussteigen, dann geht es über den Virgin River und erst ganz langsam und gemächlich in die Höhe. Ein ordentlicher Anstieg lässt aber nicht lange auf sich warten und es beginnen die ersten Serpentinen, langsam aber sicher wird es hell und wir warm.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8489d.JPG)
Blick aus der Schlucht durch die der Trailhead bald führt

Nach dieser Schlucht geht es die Walter Wiggles hoch. Da gibt es die schönen Postkarten Ansichten davon, doch diese Perspektive bekommt man bei der Wanderung nicht so vor die Linse. Also ruhig die schöne Postkarte kaufen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8495d.JPG)
Die Walter Wiggles von oben

Wir erreichen den Viewpoint vor dem letzten und steilen Anstieg. Hier tummeln sich schon einige und es verweilen diejenigen, die nicht ganz nach oben wollen.
Ich war mir auch nicht sicher ob ich es kann, aber ich hatte keinerlei Probleme. Wir haben ja schon etwas Bergerfahrung und so war es mit den Kettensicherungen gut zu machen.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2146d.jpg)
das letzte Stück beginnt

Grandiose Ausblicke nach unten belohnen einen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8599d.JPG)

Ich finde der Anblick des Trails sieht schlimmer aus als es dann ist.
(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8512d.JPG)
hier gehts hoch

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2154d.jpg)
der Blick zurück in Richtung des West Rim Trails

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8611d.JPG)
die schmalste Stelle mit Blick in die Tiefe rechts und links

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2156d.jpg)
fast oben

Das hungrige und bettelnde Empfangskommitee

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8585d.JPG)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2171d.jpg)
ich musste es glatt verjagen, sonst wäre es mir in den Rucksack gekrochen

Wir genossen erst mal den grandiosen Blick und knipsten natürlich alle 4 Himmelsrichtungen ab, dann gab es einen Apfel und Bananen Imbiss, an dem das Squirrel und einige Chipmunks gerne teilgenommen hätten. Doch wir waren brav und fütterten sie nicht, deshalb wollten die ja glatt in meinen Rucksack rein. Die sind ganz schön mutig, oder ist es frech?

Oben ist genug Platz zum rasten, zumindest zu dieser frühen Stunde. Später würde sich das sicher ändern, denn es kamen uns Scharen auf dem Rückweg entgegen. Es lohnt sich also durchaus für diesen Trail sehr früh aufzustehen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8603d.JPG)
ein letzter Blick in den Canyon

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2178d.jpg)
und noch ein schöner Blick vom Rückweg

witziger Weise sprach uns ein Amerikaner an, der uns schon im Arches N.P. am Delicate Arch gesehen hatte und uns wiedererkannte, weil Herbert einem seiner Freunde so ähnlich sieht. Überhaupt kann ich nur bestätigen wie freundliche die Amerikaner im großen und ganzen sind. Man wird immer gegrüßt mit Hi, good morning oder mit How are you doing? Beim Rückweg war das Grüßen schon fast stressig.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8713d.JPG)
so da oben waren wir

Ich sollte vielleicht noch erwähnen, das es wenn mehr los ist im letzten An/Abstieg, es natürlich schon anstrengend wird immer den Gegenverkehrt passieren zu lassen. Es gibt viele Stellen wo nur eine Person gehen/klettern kann.

Um 11:00 Uhr waren wir wieder unten und die Müsliriegel waren so stärkend, das wir nach dem Abstieg gleich noch die Emerald Pools mitnehmen konnten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2195d.jpg)
es herrschte gerade akute Wasserknappheit an den Pools


Danach drehten wir noch eine Bustour durch den Canyon und ab ging es Richtung Nevada. Unterweg noch schnell mal bei Subway gestärkt fuhren wir dann noch bis nach Mesquite wo wir im Virgin River Casino eicheckten. Keine Ahnung wie spät es da war. Es war noch hell und verdammt heiß.

Meilen: 104

Ausblick: LA Getty Center und Schluss  :winke:

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: carovette am 10.11.2009, 14:40 Uhr
Respekt Gudrun!!! Walters Wiggles hab ich für nächstes Jahr auch auf dem Plan, aber Angels Landing  :zuberge: - da kneif ich mal wieder.....das trau ich mich nicht!

PS - Schönes Foto von Dir und deinem Angetrauten  am Overlook :daumen:

lg caro :D

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 10.11.2009, 14:42 Uhr
 :applaus: rauf auf Angel's Landing. Ich glaube, das traue ich mir nicht zu.

Gratwanderung sind wg der Höhenangst nicht so meins und wenn dann noch Gegenverkehr droht ...

Das ist bestimmt ein unvergessliches Erlebnis und dann noch die Emerald Pools zum Abschluss. Respekt!

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Flying-N am 10.11.2009, 15:09 Uhr
Schöner Bericht, ich lese immer mal wieder mit!

Zitat
die Amis haben schon arg viele Recyclinghöfe

... das finden sogar manche Amis!!  :lol: Ich zitiere mal John Steinbeck, den ich gerade lese ("Travels with Charley - In Search of America" von 1962 (!!! wohlgemerkt):

"American cities are like badger holes, ringed with trash - all of them - surrounded by piles of wrecked and rusting automobiles, and almost smothered with rubbish. Everything we use comes in boxes, cartons, bins, the so-called packaging we love so much. The mountains of things we throw away are much greater than the things we use..."

Das finde ich schon bemerkenswert - vor allem, dass sich trotzdem nicht ändert...

Sorry falls OT - bin ja schon still!

Nic
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 10.11.2009, 15:10 Uhr
Hallo Gudrun,
die Fotos fangen schön die Situation ein. Man möchte gerne dabei sein, wie ihr da so raufkraxelt.
Die Anstrengung sieht man von hier aus ja zum Glück nicht. Der Trail muss schon toll sein.
Urlaub ist schon was Schönes. Seufz.   :D 8)

LG
Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 10.11.2009, 19:55 Uhr
... das finden sogar manche Amis!!  :lol: Ich zitiere mal John Steinbeck, den ich gerade lese ("Travels with Charley - In Search of America" von 1962 (!!! wohlgemerkt):
Nic
Ganz und gar nicht OT, so habe ich gleich einen Literaturtip für die Lesestunde.

Danke Nic  :applaus:

Hallo Caro, hallo Ilona,
ich hatte mir vor Angels Landing Bilder davon aus dem Forum reingezogen und da war ich mir sehr unsicher ob ich das kann. Deshalb habe ich es einfach auf mich zukommen lassen und siehe da es ging. Ich finde auf den Bildern sieht das wirklich schwieriger aus als es ist.
Wenn man/frau natürlich richtig Höhenangst hat, dann ist es wirklich nichts.  :dance:

Hallo Rolf,
da kann ich dir nur voll zustimmen, und durch das Reisebericht schreiben und Bilder aussuchen dauert der Urlaub noch etwas länger an. Wobei ich uns, die derartige Urlaube machen, nicht als Urlauber bezeichnen möchte, sondern als Reisende. Urlauber sind die da, die das nur und ausschließlich tun:  :urlaub: :urlaub: :urlaub:

LG Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: navajo_girl am 10.11.2009, 20:07 Uhr
Ich zitiere mal John Steinbeck, den ich gerade lese ("Travels with Charley - In Search of America" von 1962 (!!! wohlgemerkt):

Ich habe mir dieses Buch kürzlich gekauft und kann auch alle anderen Werke von meinem Lieblingsschriftsteller John Steinbeck empfehlen.

 :)

Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 10.11.2009, 21:02 Uhr


Wobei ich uns, die derartige Urlaube machen, nicht als Urlauber bezeichnen möchte, sondern als Reisende. Urlauber sind die da, die das nur und ausschließlich tun:  :urlaub: :urlaub: :urlaub:

LG Gudrun

Ich geh im Urwald für mich hin . . .
Wie schön, daß ich im Urwald bin:
Man kann hier noch so lange wandern,
ein Urbaum steht neben dem andern.
Und an den Bäumen, Blatt für Blatt,
hängt Urlaub. Schön, daß man ihn hat

Das stammt in aller Schönheit von Heinz Erhardt

Als kleine Ergänzung zum Thema Urlaub.  :rv:

LG
Rolf
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 10.11.2009, 21:19 Uhr

Ja, ja der Heinz,

der war schon echt gut, gell!

Gudrun
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 12.11.2009, 18:26 Uhr

30.09.09 und 01.10.09 Fahrtag Mesquite - Los Angeles und Getty Center Los Angeles

Ja irgendwie habe ich fast keine Lust zum Ende zu kommen, denn dann ist es irgendwie wirklich vorbei. Aber ein Ende ist immer notwendig, damit etwas Neues kommen kann. Also will packen wir es an. Vom Virgin River Casino gibts nichts sonderlich Aufregendes zu berichten, wir haben da halt übernachtet. Gegen Las Vegas kann das hier sowie so nicht anst.... aber über den Preis, so um die 30,-- Dollar, kann man nicht meckern.

Der 30.09.09 war dann ein unspektakulärer Fahrtag und das nahende Reiseende machte uns auch nicht fotografierlustiger. Also können wir diesen Tag schon mal abhaken. Die Strecke nach Los Angeles ist ja immerhin ca 400 Meilen und das lässt sich fahren. Deshalb haben wir auch Las Vegas einfach links liegen gelassen obwohl da gerade Bekannte von uns weilten, keine Zeit.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_2215e.JPG)
irgendwie witzig dieser Truck mit den 2 Hängern, sieht wie ne Eisenbahn aus

Wir machten noch einen Stop in Barstow und am Walmart Bear Valley Abfahrt und dann ging es durch bis LA. Leider war ja kein Sonntag und entsprechend war der Verkehr auf den Highways. Gegen 17:00 Uhr Ankunft in unserem Custom Hotel Check in etwas relaxen, bei Ralph die letzten Einkäufe tätigen und in´s Bett fallen. Wir sind echt keine Nachtmenschen und schon gar keine Großstadtfans.

Am Abreisetag hatten wir noch Zeit, denn unsere Maschine ging erst um 19:10 Uhr. Also gemütlich den Johnny ausräumen, die Koffer umpacken usw. Dann versuchten wir mal Richtung Meer zu fahren, das ist aber ohne Adressenfutter für Navi misslungen. Wir frühstücken gemütlich irgendwo in der Nähe von Marina del Ray und fütterten Navi dann mit dem Getty Center. Das Parken war gebührenpflichtig, weis aber leider nicht mehr wie viel, der Eintritt ist frei. Man fährt mit einer modernen Bahn den Berg hoch. Hier kann man sehen das es noch nicht so lange her ist das es hier gebrannt hat. Ich hab dann auch im www gelesen, dass das Getty Center evakuirt wurde aber Gott sei Dank ist es nicht zu Schaden gekommen.

Oben angekommen lotst uns ein netter älterer Herr in einen Kinosaal, in welchem wir alles Wissenswerte über das Center erfahren. Vorher will er natürlich wissen woher wir kommen und freut sich, wie wir oft erleben durften, dass wir aus Deutschland kommen. Er war nämlich als Soldat dort und hat gute Memorys daran.

Man könnte Tage im Getty Center verbringen, sofern man sehr Kunstbeflissen ist. Wir bummelten recht zwanglos durch die Hallen, natürlich haben wir uns Van Goghs Schwertlilien angesehen. Die Fotosammlung zog uns an, war aber aktuell eher nichts was uns begeisterte. Irving Penn "Small Trades" war angesagt.

Die Gebäude sind schon grandios, offen und weit, alles sehr hell und freundlich über den Berg plaziert, immer wieder Wasser und Brunnen und Kunst. Ein herrlicher Garten und fantastische Blicke, leider lag LA im wohl üblichen Dunst. Wir speisten dann noch auf der schönen Terrasse bevor wir auch von Schönheit übersättigt den Rückzug antraten.


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von hier geht die Bahn hoch

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der Eingangsbereich

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Blick auf LA

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interessante Form für Bougainvillien

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einfach schön

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die Terrassencafeteria


Jetzt wäre noch Zeit gewesen das mit dem Strand noch mal zu versuchen. Aber was soll ich sagen, entweder lag es an der Abschiedsstimmung oder wir sind echt zu blöd in LA den Strand zu finden. Wir wollten uns allerding auch nicht zu weit vom Flughafen entfernen, denn man will ja pünktlich wieder dort sein und der Verkehr in LA ist wochentags ziemlich unberechenbar, zumindest für Countrypeople. Also nach einer Stunde Irrfahrt gaben wir entnervt auf und fuhren Richtung Flughafen.

Dort ging dann das mit der Sucherei noch etwas weiter, denn wir hatten zum erstenmal einen Mietwagen von Thrifty Cars über Dertour gebucht. Ja die Station war nicht so leicht zu finden, bis ich endlich Navi damit fütterte. Dann also Abschied nehmen von Jhonny, war echt ein klasse Auto. Keine Reifenpanne diesmal und ein sparsamer Schlucker war er allemal, nur mit der Farbe konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden, aber das war ja nebensächlich. (außer für uns Mädels, gell)

Beim Sicherheitscheck hatte ich dann meinen speziellen Auftritt. Hatte nämlich vor lauter Abschiedsschmerz nicht aufmerksam genug gepackt und in meinem Rucksack war doch glatt noch mein Schweizer Taschenmesser und mein Multitool oder heißt das Leatherman? Ich dachte schon davon muss ich mich jetzt trennen.
 :bang:
Zusätzlich hatte ich Herberts Neuerwerbung einer Metallharley im Rucksack, das konnte der nette Herr aber noch gut abhaben, seine Reaktion "brumm, brumm."  :lachroll: Dann hatte ich wie schon auf dem Herflug meine Wanderstöcke im Rucksack und so was geht in Amiland schon gar nicht. 3 Mitarbeiter begutachteten die Spitzen meiner Walkingstecken und lehnten diese dann als Handgepäck ab.  :nono:

Ich sollte sie aufgeben, also marschierte ein Sicherheitsmitarbeiterin mit mir durch irgendwelche Irrgänge wieder nach draußen und zum ewig weit entfernten Lufthansa Schalter. Der Vorteil der Begleiterin war, dass ich mich nicht hinten anstellen musste, sondern als "Spezialfall" vorgelassen wurde. Ein sehr netter Kofferjongleur verpackte dann meine Stecken und mein Messer und mein Multidingsbums in einen riesigen Plastiksack und verklebte ihn mit meterlangem gelbem Klebeband. Ich war ihm unendlich Dankbar, gab ihm natürlich einen Tip und durfte mich dann erneut beim Sicherheitscheck anstellen. Die Schlange war natürlich viel länger als beim ersten mal.

Gott sei Dank waren wir ja recht bald am Flughafen, weil wir keine Strandfinder sind. Diesmal kam ich auch glatt durch, war ja sozusagen fast nackt ohne mein Werkzeug. Ja das weiter Procedere kennt ihr ja alle. Unser Flieger stand dann noch 45 Minuten auf dem Platz rum, weil so viel los war aber das holen die Piloten ja meist locker wieder auf.

Der Rückflug war ausgesprochen angenehm, wir hatten es zum ersten mal geschafft die Sitze am Notausgang zu ergattern und die sind echt toll. Etwas komisch ist es schon, wenn man für den Notfall eingewiesen wird. Dieweil man sich das dann schon mal ein bischen ausmalt. Aber unsere Hilfe wurde nicht gebraucht.

Herbert hat sich auf dem Rückflug so ziemlich alle Filme reingezogen, die geboten waren. Es waren mindestens 5 und man konnte selbst wählen was man anschauen wollte. Ich kann mich heute gerade noch an Ice Age 3 erinnern, der war lustig. Wir kamen relativ entspannt und pünktlich in Frankfurt an und hatten genügend Zeit für unseren Weiterflug nach Nürnberg, von wo uns unser Sohn abgeholt hat.

Gut fand ich den Abflug abends und auch die Ankunft am Abend, weil müde ist man sowieso und dann kann man auch zur richtigen Tageszeit ins Bett gehen. Leider hat das mit dem Durchschlafen dann aber doch nicht geklappt um 02:00 Uhr nachts war ich topfit und konnte aufstehen und die Waschmaschine füttern.

So jetzt will ich aber zum Schluss kommen. Ich hoffe sehr euch nicht gelangweilt zu haben mit diesem xten SW Bericht. Aber ich könnte mir diese Ecke auch virtuell ständig reinziehen. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung aber ich glaube mein Angegrauter will erst mal wieder wo anders hin. Aber wer weis, diesmal wollten wir ja auch nach Finnland.

Meilen: nicht viel :wink:

Ausblick: Weihnachten  :rotor:


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_8396c.JPG)
und dschüs, wie mir Frankn sagen
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Flying-N am 12.11.2009, 20:47 Uhr
Hallo Gudrun!

Schönen Dank, dass ich als "Schwarzfahrer"  :schwarz:  dabei sein durfte -  witziger Bericht, habe mich herrlich amüsiert!

LG Nic
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Marterpfahl am 12.11.2009, 21:18 Uhr
Hallo Gudrun,
schade, jetzt ist auch Dein RB zu Ende. Ich habe mich als Nichtschwarzfahrer bei Euch sehr wohl gefühlt.
Obwohl, Ihr habt uns gezeigt, was wir alles noch nicht gesehen haben. Das schreit nach einer Wiederkehr
in das "Rote Gebiet".
Deine Fotos haben mir übrigens auch sehr gefallen. Ihr habt gut die Stimmungen eingefangen.  :clap:

Schade, schade, schade. Dann bis zum, nächsten Mal.  :lachen35:

Eure Marterpfähle.   :clap:

 
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: Saguaro am 13.11.2009, 17:19 Uhr
Hallo Gudrun,

vielen Dank für den tollen RB   :daumen:.

Ich bin gerne mitgefahren. Vielleicht kannst Du uns den "finnischen" RB in die Non- :usa:-Rubrik einstellen (aber nur wenn Du Lust hast  :grins:).

LG,

Ilona
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 17.11.2009, 07:46 Uhr
 :rotor: :rotor: :rotor:

Freut mich Euch dabei gehabt zu haben und das es Euch gefallen hat. Jetzt kommt Wehmut auf .... oder ich könnte mich daran machen meine Bilder in einer Magix Fotoshow zu verarbeiten.  :rollen: dann fahre ich noch etwas länger durch den Südwesten.

In diesem Sinne -- Frohe Vorweihnachtszeit  :engel2:

Gudrun

PS wer gibt meinem Bericht jetzt endlich das Daumen hoch Symbol für abgeschlossen?  :heulend:
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: utahfan am 17.11.2009, 09:44 Uhr
Hallo zimerfrau

übrigens Dein Tierchen im Wahwheap Wash ( uupps  wer bist den du) ist ein "horned lizzard" der eine recht unangenehme Unart hat: er kann aus kleinen Drüsen seitlich der Augen leicht toxisches Blut als Abwehr spritzen und das auch noch recht zielgenau bis etwa 1,5 m

Kodachrome: in diesen cabins ( nr. 6) wohnen wir immer für einige Wochen, wenn wir im Südwesten unterwegs sind, und dies nun schon seit 8 Jahren;

Bull Valley Gorge: der Unfall war 1954

sehr schöner Bericht über unsere Lieblingsgegend

VG
Utahfan
Titel: Re: Voll infiziert "Südwesten die Dritte" September 09
Beitrag von: zimmerfrau am 18.11.2009, 06:38 Uhr
 :verneig: :?
Vielen  Dank Utahfan,

bin ich froh, das mein Mann den horned lizzard anscheinend nicht geärgert hat, denn von Blutspritzen hat er nichts erwähnt.
Ja der Kodachrome State Park liegt mir strategisch für diese Ecke super und das könnte ich mir auch vorstellen.

LG Gudrun