The National Park Service wants to triple the entrance fee at some of its parks

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*Detritus

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Ich verstehe den ganzen Aufriss irgendwie nicht.

Selbst wenn der Jahrespass jetzt 150,- kosten würde - machen die 70,- Piepen im Verhältnis zum Gesamtpreis einer solchen Reise jetzt den Kohl fett?

Manch einer investiert mehr Geld nur damit er auf
dem Flug dorthin auf einem bestimmten Platz sitzen kann...

Disneyland kostet pro Kopf pro Tag um die 100,- nur meckert da irgendwie keiner.

*EDVM96

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Es meckert doch niemand.
Das Problem ist, dass viele US-Nationalparks (nicht nur) in der Hauptsaison vor einem totalen Besucher-Kollaps stehen.

Hier könnte Ihre Werbung stehen !

*thorsti

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Disneyland kostet pro Kopf pro Tag um die 100,- nur meckert da irgendwie keiner.

Oh doch!!
Wir waren erst kürzlich in den Universal Studios und haben 120 $ Eintritt pro Person bezahlt. Wir haben tatsächlich kurz überlegt, ob wir überhaupt reingehen sollen. Aber da wir mit einer Famile mit Kindern unterwegs waren, wollten wir keine Spielverderber sein.
Außerdem waren wir alle in einem Van unterwegs.

Im Nachhinein muss ich aber sagen: viel zu teuer! Und ich werde garantiert nicht wieder hingehen!!!!

*Smokey-the-Bear

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Wir wundern uns sowieso immer wieder, wenn wir irgendwo auf der Welt in Nationalparks sind, wie billig doch diese NP in USA sind.

Im Vergleich zu Deutschland oder Österreich sind die Nationalparks in den USA extrem teuer!

Dann sei Dir die "einfache" Frage gestellt, was Du glaubst, dass der Eintritt in die US-amerikanischen Nationalparks denn maximal kosten dürfte, damit Du den Preis für "vertretbar" oder "angemessen" hälst und die Nationalparks sich mit den Einnahmen (und selbstverständlich - wie bisher schon - zusätzlichem Steuergeld der US-Amerikaner) finanzieren könnten, um dann wiederum Leuten wie Dir und mir das Angebot zum Besuch machen zu können, so, wie wir es seit Jahrzehnten gewohnt sind?

Ich gehe zunächst davon aus, dass Du entweder die Kosten der Erhaltung und Instandhaltung grob unterschätzt oder das Du meinst, dass teils einzigartige Natur für lau oder zum Discounttarif zur Verfügung gestellt werden muß (und sich Erhaltung/Instandhaltung irgendwie von selbst regelt)

Nun ja, das funktioniert doch in Deutschland auch, hier sind die NP nämlich kostenlos.
Man darf ja auch nicht nur den Eintritt direkt sehen. Touris bringen ja indirekt viel mehr Geld, durch Übernachtungen, Essen, Trinken, Einkauf…
Ob man sich da nicht noch umguckt, wenn die Touristen bei so einer massiven Preiserhöhung weg bleiben?

Natürlich muss ein gewisser Erhaltungsaufwand betrieben werden.
Aber ob ich jetzt ein riesiges Visitorcenter betreiben muss? Jeden Parkplatz asphaltieren?
Ich denke, da könnte man eine Menge sparen.

Und dann wäre es vielleicht gerechter, wirklich jede Person zahlen zu lassen. Wenn ich jetzt als allein oder zu zweit Reisende 70 $ Eintritt für einen Tag in einem Park zahlen müsste, wäre mir das definitiv zu viel.

Dann sage ich:
Prima, Ziel, den Besucherzustrom zu begrenzen, erreicht.

Da sicher auch noch ein paar mehr denken, so wie Du, werden auch weniger Leute in die Parks kommen, weil ihnen der Eintritt zu teuer geworden ist.

Die wenigeren Anderen zahlen deutlich teurere, aber dennoch immer noch angemessene Preise und erfreuen sich an Parks, die nicht mehr so überquellen.
Viele Grüße
  Frank

  aka: Smokeybear

USA: AZ,CA,CO,FL,HI,ID,IL,LA,MA,MT,MS,NH,NM,NV,NY,OR,RI,TX,UT,VT,WA,WY
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*motorradsilke

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Wir wundern uns sowieso immer wieder, wenn wir irgendwo auf der Welt in Nationalparks sind, wie billig doch diese NP in USA sind.

Im Vergleich zu Deutschland oder Österreich sind die Nationalparks in den USA extrem teuer!

Dann sei Dir die "einfache" Frage gestellt, was Du glaubst, dass der Eintritt in die US-amerikanischen Nationalparks denn maximal kosten dürfte, damit Du den Preis für "vertretbar" oder "angemessen" hälst und die Nationalparks sich mit den Einnahmen (und selbstverständlich - wie bisher schon - zusätzlichem Steuergeld der US-Amerikaner) finanzieren könnten, um dann wiederum Leuten wie Dir und mir das Angebot zum Besuch machen zu können, so, wie wir es seit Jahrzehnten gewohnt sind?

Ich gehe zunächst davon aus, dass Du entweder die Kosten der Erhaltung und Instandhaltung grob unterschätzt oder das Du meinst, dass teils einzigartige Natur für lau oder zum Discounttarif zur Verfügung gestellt werden muß (und sich Erhaltung/Instandhaltung irgendwie von selbst regelt)

Nun ja, das funktioniert doch in Deutschland auch, hier sind die NP nämlich kostenlos.
Man darf ja auch nicht nur den Eintritt direkt sehen. Touris bringen ja indirekt viel mehr Geld, durch Übernachtungen, Essen, Trinken, Einkauf…
Ob man sich da nicht noch umguckt, wenn die Touristen bei so einer massiven Preiserhöhung weg bleiben?

Natürlich muss ein gewisser Erhaltungsaufwand betrieben werden.
Aber ob ich jetzt ein riesiges Visitorcenter betreiben muss? Jeden Parkplatz asphaltieren?
Ich denke, da könnte man eine Menge sparen.

Und dann wäre es vielleicht gerechter, wirklich jede Person zahlen zu lassen. Wenn ich jetzt als allein oder zu zweit Reisende 70 $ Eintritt für einen Tag in einem Park zahlen müsste, wäre mir das definitiv zu viel.

Dann sage ich:
Prima, Ziel, den Besucherzustrom zu begrenzen, erreicht.

Da sicher auch noch ein paar mehr denken, so wie Du, werden auch weniger Leute in die Parks kommen, weil ihnen der Eintritt zu teuer geworden ist.

Die wenigeren Anderen zahlen deutlich teurere, aber dennoch immer noch angemessene Preise und erfreuen sich an Parks, die nicht mehr so überquellen.
Dann hat man aber das Ziel, Mehreinnahmen zu erzielen, weil ja angeblich das Geld zur Erhaltung nicht reicht, nicht erreicht.
Und hat durch weniger Übernachtungen, weniger Konsum deutlich weniger Steuereinnahmen, evtl. mehr Arbeitslose usw…
Klar, für die Natur wäre es eine gute Maßnahme.

Aber es ist schon witzig: wenn die Natives 25 $ für den Antelope Canyon nehmen, wird gern von Abzocke gesprochen. Weil die Natur ja kostenlos zur Verfügung steht...

*dschlei

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Ich weiss nun nicht, woraus ihr erseht, dass der grund fuer die Preiserhohung die Reduzierung der Besucher ist.  In dem Artikel heisst es nur, dass dasein zusaetzlicher Effekt ei, der auch willkommen waere.  Der Hauptgrund ist "address a backlog of park maintenance, including “roads, bridges, campgrounds, waterlines, bathrooms, and other visitor services."  Und der Grund dafuer ist, dass die gelder dafuer fehlen.
Ich habe meine Schwaegerin, die in gehobener Stelle beim Park Service/Fish & Wildlife arbeitet, was der Grund dafuer sei.  Sie meinte, da die TrumP Administration die Gelder radikal gekuerzt hat (sie muessen ja die Knete zusammen bekommen, um den oberen 1% weitere Steuererleichterungen zu bescheren), muessen die Eintritsgelder so erhoeht erden, damit die noetigen Arbeiten gemacht werden koennen.  Die leichte Drosselung des Besucherstroms macht das Arbeiten an der Infrastruktur etwas einfacher.
With kind regards from the south bank of the Caloosahatchee River

*partybombe

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Also ich finde den vorgesehenen Einzelpreis zu hoch und den Jahrespreis zu niedrig. 
Als Jahrespreis könnte man aus meiner Sicht 100 $ und als Einzelpreis dann je nach Park von 25 bis 50 $ ansetzen, da würde das Verhältnis besser stimmen.
Für das gebotene fände ich dies das noch fair, aber wie man hier sieht sind die Meinungen da ganz unterschiedlich und deshalb lediglich austauschbar.
Natürlich freue ich mich immer, wenn möglichst viel kostenlos ist. Ich emfinde die Preisanpassungen der Campgrounds jedoch in den letzten Jahren deutlich stärker, als wenn den Jahrespass angehoben wird.
Dies ist meine Meinung und ich möchte um freundliche Kritik bitten.

*nordlicht

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Vielleicht noch eine Sache die man nicht vergessen sollte: wenn man den Yellowstone Park durch den Nordeingang besucht passiert man den Roosevelt Arch auf dem steht "For the Benefit and Enjoyment of the People". Die Idee der National Parks war ausdrücklich, dass diese allen Amerikanern gehören und das die dort Zugang zu den Naturschätzen der USA haben.
Das heißt natürlich nicht, dass die Parks umsonst sein sollen und man muß das natürlich auch im Rahmen der Situation in den Parks heute sehen. Das oll ja alles auch irgendwie finanziert werden und irgendwo sind auch Kapazitätsgrenzen erreicht. Aber das Problem dadurch zu lösen, dass man die Parks so teuer macht, dass nur noch wenige sie sich leisten können (ich sage nicht, dass das schon soweit ist) widerspricht in meinen Augen deutlich der Gründungsidee der Parks.
Ein einfache Lösung weiß ich auch nicht.

*Smokey-the-Bear

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In der Zwischenzeit haben wir ja gelernt, dass die Erhöhung der Eintrittspreise insbesondere des Umstands geschuldet ist, dass die Trump-Administration (siehe Antwort # 35) die Mittel für die Unterhaltung der Nationalparks derart gekürzt hätte, dass man - wenn man die Nationalparks denn weiter so unterhalten/öffnen möchte, wie bislang - diese Mittel anderweitig generieren möchte.

Man ist dann wohl schnell zu den Eintrittspreisen gelangt.

Die Reduzierung der Besucherströme (durch erhöhte Eintrittspreise) wäre dann bestenfalls ein nicht gänzlich unerwünschter Nebeneffekt.

Also es geht primär um's Geld.

Von irgendwoher / von irgendwem muß es kommen.

Der Trump-Administration ist der Erhalt/Unterhalt der Nationalparks ganz offenbar kein besonderes Anliegen.
Viele Grüße
  Frank

  aka: Smokeybear

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*Jack Black

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Die Reduzierung der Besucherströme (durch erhöhte Eintrittspreise) wäre dann bestenfalls ein nicht gänzlich unerwünschter Nebeneffekt.

Das erscheint mir widersinnig, denn weniger Besucher bedeutet weniger Einnahmen. Das kann ja nicht ernsthaft Ziel einer Erhöhung der Preise sein. Es liefe dann darauf hinaus, dass Nationalparks nur noch einer betuchten Klientel vorbehalten sind und dann wird es wirklich absolut unsinnig. Das würde dann bedeuten, dass sämtliche Maßnahmen zur Erhaltung und Präsentation der Parks eben NICHT dem Zweck dienen, diese Schönheiten jedermann zu zeigen, sondern nur noch der mehr oder minder reichen Bevölkerung.

Dann gäbe es (im Gegensatz zu dem bisher bei wenigen Projekten gewählten Losverfahren) auch für die Nationalparks eine geradezu ekelhafte Trennung der gewünschten Besucher in arm und reich. Eine widerliche Vorstellung. Das wird den ohnehin vorhandenen Keil in der amerikanischen Gesellschaft um eine weitere Facette "bereichern".

*Jack Black

  • Lounge-Member
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  • 154
Ich verstehe den ganzen Aufriss irgendwie nicht.

Selbst wenn der Jahrespass jetzt 150,- kosten würde - machen die 70,- Piepen im Verhältnis zum Gesamtpreis einer solchen Reise jetzt den Kohl fett?

Das ist aber nur die extrem eingeschränkte Sicht für uns deutsche Touristen, die den "Urlaub ihres Lebens" verbringen. Da ist das ganz sicher eine berechtigte Denkweise. Aber deutsche Langzeittouristen machen nur einen minimalen Bruchteil der Besucher eines Nationalparks aus und selbst unter Berücksichtigung der stark angestiegenen Zahl asiatischer Touristen sind nach wie vor die allermeisten Gäste Einheimische, die zudem allermeistens nur für ein paar Tage verreist sind. Und genau gegen diese (mächtige) Klientel ist so eine Preiserhöhung gerichtet und genau für diese Klientel macht so eine eklatante Preiserhöhung durchaus einen messbaren Unterschied aus. Aus deren Sicht ist so ein "Aufriss" durchaus sehr nachvollziehbar und gerechtfertigt, die rechnen eben ganz und gar nicht ohnehin mit 5000 Dollar o.ä an Gesamtkosten für den Kurzurlaub. Eine spürbare Entlastung der Nationalparks wird jedenfalls nicht dadurch realisiert, die Besucher aus Übersee einzuschränken, das wäre nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, sondern eben genau die einheimischen Touristen durch überzogene Preise zu vergraulen. Die Überseetouristen sind nicht nur in der Minderheit, sondern sie werden genau aus den von Dir vorgetragenen Gründen kaum beeindruckt sein von der geplanten Preisstruktur.

*miwunk

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Also zumindest im Arches und im Zion wird ernsthaft über die Begrenzung der Besucherzahlen nachgedacht:
https://www.nationalparkstraveler.org/2017/11/you-might-need-reservation-visit-arches-national-park-future


*MacClaus

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Eine sehr gute Idee zur Besucherregulierung. Wenn ich die Alhambra besuchen möchte, muss ich auch ein Ticket erwerben.



*Wurzelsepp

  • Silver Member
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Also zumindest im Arches und im Zion wird ernsthaft über die Begrenzung der Besucherzahlen nachgedacht:
https://www.nationalparkstraveler.org/2017/11/you-might-need-reservation-visit-arches-national-park-future

Das gefällt mir zwar nicht, wäre aber die logische Konsequenz aus den Besuchermassen und relativ einfach umzusetzen.

*Raigro

  • Gold Member
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Eine sehr gute Idee zur Besucherregulierung. Wenn ich die Alhambra besuchen möchte, muss ich auch ein Ticket erwerben.
Da spricht nix dagegen - das Ticket ist ja der Nationalpark Pass  :D
Gruß aus München

Rainer

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