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Nordamerika => Reiseberichte USA & Kanada => Thema gestartet von: zimmerfrau am 21.10.2010, 05:26 Uhr

Titel: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 21.10.2010, 05:26 Uhr
Südwesten die 4. Runde

Leider gehen auch 4 Wochen vorüber und wir sind seit dem 16.10.10 wieder in good old Unterfranken, eigentlich wollte ich mir ja Zeit lassen für den Bericht und alles so richtig gut vorbereiten, doch nun hält der Jetlag mich wach und da kann ich nicht anders und lege einfach mal los.

Etappenplan:

17.09.10 Flug Frankfurt - Denver via London mit British Airways Ankunft Denver 18:30 Uhr - Sleep Inn Denver Airport in Aurora
18.09.10 Downtown Denver und Harleyübernahme - Sleep Inn Denver
19.09.10 Harleytour nach Fort Collins und dann Mietwagen Alamo - Sleep Inn Denver
20.09.10 Fahrt bis Glenwood Springs via Idaho Sprins - Leadville - Independence Pass - Aspen - Frontier Motel Glenwood Springs
21.09.10 Fahrt bis Montrose via Paonia - Hotchkiss - Delta - Rodeway Inn Montrose
22.09.10 Black Canyon of the Gunnison und Fahrt nach Monticello - Rodeway Inn Monticello
23.09.10 Canyonlands - Needles District - National 9 Monticello
24.09.10 Monticello Hanksville - Goblin Valley - Hanksville Inn
25.09.10 Hanksville - Escalante via Notom Bullfrog und Burr Trail Escalante Circle D Motel
26.09.10 Escalante - Moki Marbles Hike - Circle D Motel
27.09.10 Escalante - Hole in the Rock Road - Peek a Boo Slot Canyon - Circle D Motel
28.09.10 Escalante  - Kodachrome Basin State Park via Scenic Route 12 - Bryce Canyon- Cabin im State Park
29.09.10 Kodachrome B.S.P. - Cottonwood Canyon Road - Page - Skutumpah Road - Kodachrome B.S.P. - Cabin im State Park
30.09.10 Kodachrome - Tour mit Paria Outpost zur CBS und White Pocket - Cabin im State Park
01.10.10 Kodachrome - Relaxen im State Park - Cabin
02.10.10 Kodachrome - CCR - Cottonwood Narrows - Cabin
03.10.10 Kodachrome - Bryce Canyon - Mossi Cave - Willis Creek - Cabin
04.10.10 Kodachrome - Hanksville (Routenänderung wegen Wetterlage) via Torrey - Capitol Reef N. P. -Hanksville Inn
05.10.10 Hanksville - Moab via Green River - Rustic Inn Moab
06.10.10 Moab - Arches N.P. - Windows Section - Negro Bill Canyon - Rustic Inn Moab
07.10.10 Moab - Canyonlands - Mesa Arch - Fisher Towers - Rustic Inn Moab
08.10.10 Moab - Negro Bill Canyon - Rustic Inn Moab
09.10.10 Moab - Mexican Hat via Mule Point Overlook - Moki Dugway - Valley of the Gods - Mexican Hat Inn ?
10.10.10 Mexican Hat - Monument Valley - Oljeto - Übernachten im Hogan in Oljeto
11.10.10 Oljeto - Monument Valley - Cortez via 4 Corners - Mesa Verde Inn Cortez
12.10.10 Cortez - Mesa Verde - Pagosa Springs - The Spa Pagosa Springs
13.10.10 Pagosa Springs -Wolfs Creek Pass - The Spa Pagosa Springs
14.10.10 Pagosa Springs - Relaxen in den Hot Springs - The Spa Pagosa Springs
15.10.10. Pagosa Springs - Denver Airport via Golden und Abflug 20:15 Uhr via London nach Frankfurt
16.10.10 Frankfurt Ankunft 18:15 Uhr


                                                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Route2010.jpg)
Die Karte wurde mit DeLorme (http://www.delorme.com/) gezeichnet.

                                                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_airport0001.JPG)

                                                                     Denver Airport im fast Ruhezustand
                            
                                                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180009.JPG)  

                                                                     Sunset am Denver Airport


Die erste Nacht verlief sehr angenehm, nachdem wir unser Zimmer mal schnell von unberührt in bewohnt verwandelt hatten, suchten wir in der begehbaren Nachbarschaft vom Sleep Inn eine Bierquelle. Nach der langen Anreise hatten wir uns das ja schließlich redlich verdient. Wir landeten in einem Lokal namens Applebee und orderten 2 Coors light (muss frau/man nicht mehr haben), dazu gab es noch einen Phillyburger und einen stinknormalen Hamburger (da weiß frau schließlich was sie hat), die Qualität war nicht schlecht, reicht bei meinen Ansprüchen aber nicht um auf die Weiterempfehlungsliste zu gelangen. Preis 24.72 US
Danach sind wir ziemlich schnell in die Kissen gesunken und konnten doch tatsächlich bis 5:00 Uhr durchschnarchen, mein Schnarcher natürlich hauptsächlich – weil ich schnarche ja nieeee ....
Nach Anwendung der morgendlichen Zivilisationstechniken konnten wir dann langsam den ersten Tag anplanen. Was heißt, durchgeplant war der doch schon, aber da gibt es ja, dank modernster Technik, derart viel zu richten, zu checken und zu ordnen, dass einem ganz schwindelig werden kann.
Das neue Handy mit Navigation, dessen Anwendung uns noch ein Buch mit 7 Siegeln ist, das neue Handheld, dessen Menu auch noch nicht so ganz verinnerlicht ist, von der Delorme Kartensoftware ganz zu schweigen. Ach und die FotoAusrüstung ist da noch gar nicht dabei und die 2 Läppis.
Wo sind die ganzen Kabel, die Akkus, der Adapter usw und wenn alles gefunden ist, gilt es alles zu checken und zu installieren. Das Zimmer sieht aus wie eine Observierungs-und Schaltzentrale vom CIA.

Ich glaube so langsam spinnen die Zimmermanns, ich glaube das kommt alles von der blöden Forumsleserei  :wink:, was war Reisen doch früher so easy.
Also auf dem Plan stand doch der Harley Ritt, muss man/frau doch schließlich mal gemacht haben. Gebucht über Eagle Rider, eine Fat Boy – für meinen …..Boy und eine Low Rider – für meine kurzen Füße. So und nun guck ich doch mal zum Fenster raus und was sehen meine frisch ausgeschlafenen Augen? Dunkle Wolken und Nieselregen. Na Mahlzeit, genau das Wetter um großkotzig mit der Harley über den Highway zu preschen. Und wie macht sich das denn auf den Beweisfotos? Das geht doch gar nicht, gestern bei der Ankunft war alles noch palletti und jetzt das.

Also noch mal nachgedacht und folgende Entscheidung getroffen: Harley wird erst am späten Nachmittag abgeholt (die Miete ist ja für 24 Stunden), denn die Wetterfrösche aus dem www melden Sonne für Sonntag, wie sich das gehört, und heute machen wir schon mal downtown Denver unsicher. Also kurz bei Eagle Rider angerufen und alles abgeklärt.

Dann nach dem inkludierten, nicht erwähnenswertem kontinental Breakfast ab nach Denver. Und da wir ja Abenteuer lieben und die letzten innerstädtischen Abenteuer daraus bestehen Busverbindungen auszutesten, tun wir genau das. Mit Sleep Inn Rezeptionsbusplananweisungen auf zur Haltestelle. Nach der ersten lebensgefährlichen Straßenquerung, stellen wir fest – die Bushaltestelle ist auf der anderen Seite – also wieder zurück das Ganze. Hatte mich schon gewundert weshalb da am Ampelübergang eine Bank stand. Ja das Haltestellen Sign ist nicht sehr groß und auffällig und es steht direkt vor dem Sleep Inn.
Bus kommt auch gleich und wir lösen, wie empfohlen ein Transferticket, denn wir müssen umsteigen. Die maximal pigmentierte (dunkelhäutige) Busfahrerin, erzählt mir einen Roman über diese Prozedur, von dem ich maximal ein Drittel kapiere. Aber ich sage schön brav: thank you und nehme meine zwei 2 Dollar Transfertickets in Empfang, natürlich erst nachdem ich verzweifelt meinen Geldbeutel nach 1 Dollarnoten durchsucht habe, man findet immer nur die 10er und 20iger, wenn man/frau 1er braucht. Also Kleingeld parat zum Busfahren in USA erstes Gebot. Mit diesen Dollarnoten muss dann eine Maschine gefüttert werden, welche meine Scheine dann auch, wider Erwarten, anstandslos schluckt. Die Busfahrerin wirkt nämlich schon etwas ungeduldig auf mich und der letzte Satz klang so wie: „wenn es nicht bald wird, dann wird das nix mit dem Transfer, weil dann der Anschlussbus weg ist“.

Im Bus sitzen nur Mitreisende welche man/frau bei Harrods in London nicht treffen würde und natürlich wir. Uns trifft man bei Harrods natürlich auch eher selten. Der Fahrstil unserer Fahrerin ist normal, wenn man dabei davon absieht was sie neben Fahren noch so alles treibt, wie: Kaffee trinken, Pläne studieren, Fahrkarten lochen, Mitreisende unterhalten und telefonieren. Frauen sind halt Multitaskingfähig.  Sie kümmert sich auch über die Maßen um uns, damit das mit dem Transferumsteigen auch klappt. Sie sagt uns wo wir raus müssen und wohin wir welchen Fahrgästen folgen müssen um den nächsten Einstieg zu finden, dort angelangt kommt sie keine 5 Minuten später selbst angetrabt und fordert uns auf ihr weiterhin zu folgen. Sie steigt mit uns in den nächsten Bus Linie 15L und gibt dem Fahrer genaue Anweisung wo er uns raus zu werfen hat. Scheinbar wirken wir ziemlich hilfsbedürftig.

Während der Fahrt werden wir noch mit weiteren Instruktionen bezüglich unseres Zieles – 16th Street Mall – versorgt und weitere Fahrgäste geben auch noch ihr Wissenspotential an uns weiter. Es ist einfach herrlich. Derart versorgt konnten wir unser Ziel gar nicht verfehlen und verließen den Bus auch an der richtigen Haltestelle: Colfax – Broadway – direkt unterhalb des Colorado State Capitol.
 
So nun reicht es aber mit der Ausführlichkeit, sonst wird das hier ja ein Roman und kein lesbarer Reisebericht. Hmmh – ich wollte aber doch schon immer mal einen Roman schreiben – na dann schauen wir mal.

                                                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180008.JPG)

State Capitol ist Samstag zu, also kurze Besichtigung von außen und Foto knips absolviert. Mein angetrauter macht Fotosession mit den Eichhörnchen auf dem Capitols Rasen, die sind so zutraulich da kann man ganz intime Fotos schießen.

                                                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180010.JPG)

Dann zur 16th Street Mall, wir besteigen den Shuttle und lassen uns ein Stück entlang chauffieren, mit uns ist eine Gruppe junger Leute unterwegs, welche Brauerei -T-shirt uniformiert sind und Bretzelketten um den Hals tragen. Das sind ticketbesitzende Besucher des Denver Beer Feast, hatte ich im Netz gesehen, aber die Tickets waren seit Monaten ausverkauft, sonst wären wir fränkischen Bierfans auf jeden Fall im Besitz solcher Tickets gewesen. Jetzt konnten wir uns nur damit trösten, das Harley fahren nach dem Besuch eines Beerfeastes wohl nicht mehr drin ist.

Also ignorierten wir auch geflissentlich das Convention Center wo dieses Event stattfand und bummelten durch die 16th Street Mall, erwarben ein erstes Denver T-Shirt für den Nachwuchs und landeten im Rock Bottom Restaurant und Brewery. Dort gab es dann erst mal einen Imbiss und echt gutes Bier. Mein Mann verlor seinen Gaumen an Dream Downtown Denver  und ich mochte Red Rocks Red.

                                                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180011.JPG)

Wir konnten leider die vielen reizvollen Sorten nicht alle probieren, das Harley fahren war  immer im Hinterkopf.
Derart gestärkt ging die Denver Exkursion weiter und unsere Fotos hatten viel zu tun, wir bummelten den Cherry Creek entlang und tranken Kaffee im Market Place in der Larimer Street – echt sehenswert-, als die Uhr sich der 4 Uhr pm Marke näherte machten wir uns auf die Suche nach der Eagle Rider Station. Die Suche wäre eine weitere Din A 4 Seite wert, aber ich will meine Leser ja nicht überstrapazieren.

                                                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180005.JPG)
                                                                        in der 16th Street Mall

                                                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180007.JPG)
                                                                         auch eine Möglichkeit Autos zu parken

                                                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180004.JPG)

                                                                          Larimer Street

                                                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180014.JPG)

                                                                        irgendwo Downtown Denver

Endlich bei Eagle Rider eingetroffen, mein Herz schlug schon etwas aufgeregt, sah ich schon meine (vermutliche) Low Rider vor der Tür stehen. Ich bin jetzt keine Passionierte Motorradfahrerin und war mein Lebtag noch auf keiner Harley gesessen, weder vorne noch hinten. Zuhause fahre ich gelegentlich die Honda meines Sohnes oder unseren Vespa Roller. Nach dem Paperwork, wurden uns die Maschinen erklärt, mein Boy bekam leider keine Fat Boy, sondern eine Heritage Softail Classic mit extra lautem Sound. Puh da bin ich gleich mal erschrocken als das Teil gestartet wurde.

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180002.JPG)

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180001.JPG)

                                                                                                      unsere Bikes

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180016.JPG)
                                                                                    oh Gott, oh Gott, dass soll ich mir alles merken?

Dann mit Helmen versorgt konnte es los gehen, ich war nur froh, dass mir erst mal keine bekannte Nase beim Start zuschauen konnte und Eagle Rider in einer ruhigen Straße liegt. Mann ist das Teil schwer. Vorsichtig ging es los und ich tastete mich vor, Zuschauer hätten Wetten darauf abgeschlossen, dass ich noch nie im Leben auf einem Motorrad saß. Wir drehten erst mal eine vorsichtige Runde um den Block, mit dem Ergebnis, dass mein Boy mit seiner Heritage gleich mal verkehrt in eine Einbahnstraße fuhr. Ich war zwar mit der Maschine und mir auch vollauf beschäftigt, aber das habe ich ihm nicht nachgemacht.

Nun mussten wir den Weg zurück in unser Motel finden, ohne Navi und auf Motorrädern im Großstadtverkehr. Also um es schon mal vorweg zu nehmen, es gelang. Es gelang allerdings nicht ganz Problemlos und mit etlichen Sideways. Bis wir den Highway fanden durchstreiften wir etliche Industriegebiete und das war gut, da konnte ich langsam ein Gefühl für das Gerät entwickeln. Trotzdem zitterten mir die Knie schon ganz schön. Was so eine Harley für ein Gewicht hat (wie gesagt - Eisenhaufen – Originalton meines Süßen) und was die für eine Hitze entwickel, vom Geräusch ganz zu schweigen.

Nachdem wir den Highway und die rechte Auffahrt endlich gefunden hatten, gestaltete sich meine Fahrweise – nämlich langsam und vorsichtig – als nervenaufreibend für so etliche andere Verkehrsteilnehmer und das zollten sie mir mit geräuschvollen Hupkonzerten. „Aber ihr könnt mich mal“ versuchte ich mir einzureden.
Doch ich kann heute stolz berichten, wir erreichten unser Motel ohne Polizeieinsatz. Dort stellten wir die Geräte erst mal ab und verschlossen alles ordnungsgemäß, für heute hatte ich genug Abenteuer und endlich ein weiteres Bier verdient.
Es genügte uns an diesem Abend ein kleiner Zimmer Imbiss und wir sind bald ins Bett gefallen.
Jetzt gilt es nur noch den Sonntag auf der Harley zu überleben.

gefahrene Kilometer: keine Ahnung waren mit dem Bus unterwegs

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 21.10.2010, 06:59 Uhr
Da will ich mit ;-)


Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Salial a. G. am 21.10.2010, 08:48 Uhr
Klasse Schreibstil - gefällt mir supergut! Da bin ich doch dabei!
Freu mich schon auf den nächsten Tage!

Lg
Salial
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Route68 am 21.10.2010, 09:45 Uhr
Da bei deinem "Boy" noch Platz auf dem Sozius ist steige ich bei dem auf, nichts für Ungut aber bei Dir hätte ich noch Schiss...

Man, blöde Satteltaschen, wechselt Ihr auch den Untersatz? Lange halte ich das nicht aus.... :lol:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 21.10.2010, 11:41 Uhr

Schön, schon 3 Mitfahrer, eigentlich schon einer zu viel fürs Harleyfahren, aber wir steigen ja schnell wieder um auf 4x4.

Habe gar nix zur Anreise geschrieben, deshalb im Stenostil: Flug mit British Airways-ok- pünktlichst - Essen ok - nix zum Jubeln - nix zum Weinen - Einreise USA - keine nennenswerten Wartezeiten (15Min) - alles Gepäck schnell da - Shuttle zum Sleep Inn - klappt wie am Schnürchen - bei Fragen bitte kontaktieren  :fluester:

@Salial  :winke:
@route68 keine Angst wir fahren nur einen Tag mit 2 Rädern, dann gehts mit Nevada Blacky, einem Jeep Liberty weiter :winke: Ich fahre auch lieber solo
@Palo :winke:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Fistball am 21.10.2010, 12:06 Uhr
Ich bin natürlich auch dabei, allerdings hoffte ich schon, ich muss die ganze Zeit hinter Dir auf der Harley mitfahren.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: sil1969 am 21.10.2010, 12:48 Uhr
Dann brauchen wir eben ein Begleitfahrzeug. Ich möchte nämlich auch mit.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 21.10.2010, 12:53 Uhr
Ich fahr auch im Begleitfahrzeug mit  :groove:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Route68 am 21.10.2010, 13:22 Uhr
Von der Harley auf den Jeep Liberty, da kann ich gleich die Knie "eingezogen" lassen, egal...

Übrigens im dem gleichen Sleep Inn und Applebee´s waren wir auch (1999), damals war in der Gegend tote Hose, aber das Applebee´s proppevoll.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Stefanie_GZ am 21.10.2010, 13:55 Uhr
Ich will auch mit....

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: americanhero am 21.10.2010, 17:55 Uhr
ich fahr auch noch mit  :D
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: HeikeME am 21.10.2010, 19:51 Uhr
ich bin auch mit dabei. :D

viele Grüße
Heike
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 23.10.2010, 07:20 Uhr
19.09.2010 Sonntag Harleytour nach Fort Collins

Irgendwann am Vorabend, kurz vor dem Einschlafen, ist mir noch eingefallen, dass wir das Sleep Inn ja nur bis zum 19.09.2010 reserviert haben und wenn wir nun heute mit der Harley nach Fort Collins zu Bekannten fahren wollen, haben wir ein Problem mit dem Auschecken und dem Gepäck. Wir können ja unser Gepäck schlecht auf die Harleys laden.
Also noch mal raus aus dem Nest und an die Rezeption und unser Zimmer für eine Nacht länger  reservieren, was Gott sei Dank möglich war.

Nach dem Frühstück richteten wir uns dann zum Abenteuer Harleyride. Mir war ganz schön mulmig. Das Wetter war schon mal auf Bikerseite, strahlend blauer Himmel. Nachdem alles Technische gemanagt war – Navigon irgendwie am Bike anbringen- ging es los. Ich hatte mir alle verfügbaren Jacken übergestreift, es war ja noch recht kühl so früh, so gefühlte Minus 10 Grad Celsius. Also auf die Low Rider und alle nötigen Hebel und Knöpfe in Bewegung gesetzt und Roar-roar-roar, knatterte das Gerät durch den Morgen. Eine vorsichtige Runde um das Motel und los ging es.

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Fort_Collins2010_09_190003.JPG)

                                                                   saukalt war das frühmorgens und die Harleys mussten erst trockengewischt werden

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Fort_Collins2010_09_190002.JPG)
                                                                      Navigon Spezialbefestigung

Herbert hatte Highway meiden vorgegeben und so wurden wir ca 1 Stunde lang über eine seltsame Route Richtung Norden geführt. Immerhin auf ruhigen Straßen und ich konnte mich so langsam aber sicher mit meiner Maschine vertraut machen. Doch wenn wir bis Mittag in Fort Collins ankommen wollten, mussten wir die Strategie dringend verändern. Wir machten einen ersten Tankstop in Thornton, wo wir uns mit Kaffee und die Bikes mit Sprit belohnten und beschlossen dann, dass Highway meiden Programm zu variieren. Wir fanden dann auch die I 25 und arbeiteten uns ein Stück nach Norden.

Wir waren hervorragende Verkehrshindernisse, denn schneller als 60 Meilen wollte ich garantiert nicht fahren. Diese halben Helme und der Fahrtwind, das war bei 60mph für mich ausgereizt. Natürlich überholten uns alle Trucks und alle Autos und ganz, ganz viele Biker, so ganz ohne Helm oder überhaupt irgendwas Gescheites am Körper. Wir waren wirklich die Weicheier schlecht hin. Aber was solls, wir ritten Harleys und cruisten auf der Interstate in der Sonne Colorados dahin. Allerdings dauerte es schon eine Weile bis ich das auch nur annähernd genießen konnte, dazu war ich viel zu sehr mit mir, der Maschine und der Verkehrswelt um mich herum beschäftigt. Wer war bloß auf diese Schnapsidee gekommen?


Also das war so, immer wenn uns in den vergangenen USA Aufenthalten Bike Rider begegneten, sagte mein Angegrauter: das möchte er auch noch mal machen. Also kam ich auf die Idee ihm so einen Tag Harley in Amerika zu schenken. Als ich dann die Buchung vornahm meinte er, wir sollten uns jeder eine Harley gönnen und ich bin ja immer recht spontan, also gesagt getan. Als ich aber ehrlich gesagt gestern Nachmittag vor der Low Rider stand, da habe ich mich schon gefragt, welcher Teufel mich denn da geritten hat. Ich habe ja Motorradführerschein und fahre auch gelegentlich die Honda unseres Sohnes oder auch schon mal den Honda Roller meines Süßen, aber eine rechte Motorradbraut bin ich doch nicht. Eher so eine Sonntags-Schönwetter-Fahrerin für kurze Strecken.

Und jetzt sitze ich auf einem Eisenhaufen (Orginalton meines Mannes) und rase mit fast 60mph auf der Interstate 25 nach Norden und das für über 100 Kilometer am Stück. Na ja, wen ich A sage, dann muss ich auch B sagen und jetzt ist Fakt, was rein buchungstechnisch eine Bagatelle war.
Natürlich lotst uns das Navigon kurz noch mal auf eine Toll Road, welche noch nicht mal in unsere Richtung führt. Keine Ahnung ob da bei Eagle Rider dann eine Rechnung kommt. Für mich ist es besonders anstrengend, dass ich meinem Süßen nun folgen muss, komme was da wolle. Ich kann nicht mal mit ihm diskutieren, denn so ausgerüstet sind wir nicht. Aber nichts desto trotz schaffen wir den Weg nach Fort Collins und sind pünktlich kurz vor Lunchzeit bei unseren Gastgebern.
Meine Glieder sind etwas steif und mein Hintern wummert roar-roar-roar, aber ich bin heil angekommen. Wenn ich doch jetzt auch schon wieder heil in Denver bei Eagle Rider wäre.

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Fort_Collins2010_09_190001_1.JPG)
                                                                         in Fort Collins

Wir verbringen ein paar angenehme Stunden und machen uns dann gegen 15:00 Uhr auf den Rückweg, schließlich müssen wir die Harleys ja bis 17:00 Uhr wieder bei Eagle Rider in Denver abgeben. Mir graut schon wieder vor dem Großstadtverkehr, ich bin ja schließlich eine Landpommeranze.

Den Versuch über eine Nebenstrecke die Interstate zu vermeiden geben wir bald auf, denn wir verfransen uns natürlich wieder. Also geht es zurück auf die I 25 und ab nach Süden roar-roar-roar. Die Sonne brennt heiß vom Himmel, die Auspuffanlage der Harley heizt zusätzlich, Sauna ist ein Dr..... dagegen. Meine Augen tränen vom 60mph Fahrtwind und die Nase kann ich mir auch nicht kratzen, dafür müsste ich ja einhändig fahren und trotzdem gibt es da Momente, welche ich schon fast genießen kann roar-roar-roar.

Kurz vor Denver liegt noch eine riesige Metallkette mitten auf der Fahrbahn und ich sehe sie natürlich zu spät, aber mein Bike fährt locker drüber weg, hat ja schließlich nur ein paar Tonnen an Gewicht.

Die letzten Meilen Richtung Denver Downtown, genieße ich dann doch noch. Wie ich da so auf die Skyline von Denver zuröhre, das hat schon ein bisschen was. Mittlerweile habe ich, zumindest beim Fahren das Gefühl die Maschine im Griff zu haben (beim Absteigen habe ich ganz schön mit den gefühlten 3 Tonnen zu kämpfen). Wir schaffen es auch pünktlich so gegen 16:30 Uhr bei Eagle Rider einzutreffen, da fällt uns aber das Tanken ein. Die Bikes müssen ja getränkt zurück gegeben werden. Also noch mal eine Runde zur nächsten Tanke, da steht schon eine ganze Horde anderer Biker und tränken ihre Eisenpferde und es sind natürlich Deutsche aus dem bayrischen Raum. Wir machen noch schnell ein paar Videoaufnahmen von uns und dann geht’s ab in den Stall für die Heritage Softail und die Low Rider.

 Die andere Gruppe ist natürlich schneller und so müssen wir ein bisschen warten bis der Return gelaufen ist. Alles ist paletti, ich habe das Gerät noch nicht mal umgeworfen, kein Kratzer ist mehr dran. Dafür hat mein Süßer eine unschöne Brandwunde, denn er musste ja gestern beim Abholen der Harleys eine kurze Hose tragen und auch gleich Kontakt mit dem Auspuff aufnehmen.

Nachdem wir uns von unseren Bikes verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg zur Greyhound Station Ecke Curtis und 19th Street, nicht weit von Eagle Rider. Vorher noch schnell 2 Dosen Miller Lite bei 7eleven gekauft, das hatten wir uns ja nun wohl verdient. Nun ging es mit dem AF Sky Ride zum Airport, denn dort wartete ja ein Wägelchen auf uns. Die Fahrt kostet 10 US pro Person, ein Metrotaxi würde 54 US Bucks kosten.

                                                              (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180013.JPG)
                                                          Da wir beim Harleyfahren mit uns selbst zu beschäftigt waren zum fotografieren, hier noch ein paar Denverbilder

                                                              (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Denver2010_09_180015.JPG)

Circa um 18:30 Uhr sind wir am Flughafen und shutteln mit dem Alamo/National Bus zur Rental Car Station. Natürlich habe ich heute Morgen vor lauter Harley Nervösität nicht daran gedacht die Reservierungsunterlagen für Alamo einzupacken, doch das ist in Internetzeiten kein Thema mehr und wir werden problemlos bedient und sogar sehr, sehr, fast übernett. Keine Schlange vor uns, alles geht flott.

Leider schnappen uns zwei Amerikaner einen tollen Jeep (wahrscheinlich Wrangler) vor der Nase weg und dann stehen da nur noch Jeep Patriots und Jeep Compas rum, mit der Auswahlmöglichkeit schwarz oder hell und jede Menge Dodge Trucks. Wir entscheiden uns für einen Patriot in hell und ab geht es ins Motel.

Zu müde um auf neue Excursionen zu gehen, marschieren wir wieder zu Applebee und verleiben uns ein Steak und einen Hamburger und ein paar Bierchen ein. Ein Bier heißt Blue Moon und jedes Bier kostet 5.75 US Dollar, weil wir heute leider vor der Happy Hour da sind, die beginnt um 21:00 Uhr.

Danach ist nur noch Heija angesagt, so viel Aufregung in meinem Alter macht ganz schön müde. Aber ein bisschen stolz bin ich doch auch, kann ich doch auch sein, wie ich finde. Ich kann jetzt zuhause angeben mit der Harley über die Interstate geprescht (60mph) zu sein. Roar-roar-roar.

gefahrene Meilen: so circa 210, gefühlte 300
Highlight: mit Harley auf die Downtown Denver Skyline zufahren
Thrilling: Metallkette auf der Interstate

Ausblick: Fahrt über den Independence Pass
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: bowiepit am 23.10.2010, 10:57 Uhr
..nehmt mich auch noch mit
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: mrh400 am 23.10.2010, 11:38 Uhr
Hallo,
nachdem es jetzt auf vier Rädern weitergeht, trau ich mich auch mit.

Fahrt über den Independence Pass
Schöne Strecke, freu mich drauf!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Reisefan62 am 23.10.2010, 13:16 Uhr
Ich steig noch zu, jetzt sollte ja Platz im Auto sein.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 23.10.2010, 18:00 Uhr
Na, wenn das mal kein toller Tag war :D


Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Anne05 am 23.10.2010, 21:43 Uhr
Ich steige noch schnell dazu, bevor es jetzt mit dem Jeep weitergeht.
Das Blechmonster ist nicht so ganz mein Ding ... nachdem ich als Jugendliche mal mit so einer Kiste umgefallen bin, habe ich einen Heidenrespekt davor, daher: Alle Achtung :respekt:

So - ich wäre dann abfahrbereit, von mir aus kann's weiter gehen  :D

LG
Anne
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 26.10.2010, 08:48 Uhr
Hallo Mitreisende,  :winke:

freue mich über alle die sich trauen mit uns zu kommen, ich hoffe wir kommen heute weiter. Habe ein ziemlich zeitintensives Familien - Wochenende  :bier: inter mir und deshalb ging es nicht weiter. Werde aber heute die Bildersichtung und Auswahl fortsetzen und hoffe wir können heute weiterfahren.

 :winke: Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Marterpfahl am 26.10.2010, 11:51 Uhr
Möchte auch noch mit. Dein RB verspricht, spannend zu werden.  :D
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 26.10.2010, 12:31 Uhr
20.09.2010 Fahrtag Denver - Glenwood Springs      via Idaho Springs-Leadville-Independence Pass-Aspen

Gut ausgeschlafen ist Zeit zum Zelte abbrechen und Frühstück frühstücken, gegen 08:00 Uhrmachen wir uns auf den Weg zu Alamo, denn wir haben beschlossen uns die Choiceline noch mal anzusehen. Herbert wird mit dem Jeep Patriot nicht so richtig warm. Tatsächlich steht doch da ein Jeep Liberty, unser Traum wäre zwar der Jeep Wrangler gewesen, aber man kann ja nicht alles haben. Also tauschen wir die Autos und starten gegen 9:00 Uhr ab Alamo Denver Airport.

                                                               (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200017.JPG)

                                                                                      Darf ich vorstellen: Nevada Blacky der Erste

Danach geht es noch zur Outdoorworld an der I 70, Northfield heißt diese Shopping Mall glaube ich und dort werden die noch benötigten Isomatten  besorgt. Dann geht’s noch in den Super Target um  Proviant zu bunkern. Das ist ein Laden von dieser Megadimension, dass man/frau einen ganzen Tag für den Einkauf einplanen müssten. Denn allein die Entscheidung welche Sorte Müsliriegel es sein soll, könnte sich auf 1 Stunde ausdehnen. :grins:

                                                               (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200011.JPG)

Dann konnte es endlich losgehen und wir starten durch. Ab auf die I 70 West und auf in die Rockys. Sobald die Berge beginnen wird diese Interstate recht schön und wir landen gegen 13:00 Uhr in Idaho Springs, wohin uns ein Brewery Schild gelockt hat. Die Tommy Knocker Brewery hat uns magisch angezogen. Vorher noch eine kurze Stippvisite in das örtliche Visitor Center, ein paar Karten gekauft und unnötige Prospekte gesammelt. :platsch:
                                                                    
Im Brewery Restaurant kann man wählen zwischen Ruhig und Action. Wir entscheiden uns dafür mitten in der Brauerei zu sitzen, was  sich dann allerdings als ziemlich geräuschintensiv herausstellt. Schon gut amerikanisiert entscheiden wir uns beiden für Irgend einen Burger, ich wieder die scharfe Version mit Jalapenios und wir ordern jeder ein Bier. Das Bier ist ganz gut, besser als jede Dosensorte, aber es kommt natürlich nicht an unsere fränkischen Traumbiere ran. Beim Warten auf das Essen kann man/frau dem Brauer bei der Arbeit zusehen. Da dampft und zischt es schon mal und es riecht intensiv nach Brauerei. Ein gelungener Abstecher. 3 Bier und 2 Burger kommen auf circa 36,-- Dollars.  :bier:

                                                              (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200009.JPG)
                                                                                          wir haben aber nix mit Rootbeer am Hut

Gestärkt geht es weiter auf die I 70 West, wir haben uns mal grob für Richtung Aspen entschieden. An der Ausfahrt 195 verlassen wir die I 70 West und fahren auf der 91 Richtung Leadville über den Tennessiepass. Die Landschaft ist abwechslungsreich und die Herbstfarben sind schon traumhaft. Leadville hat einen hübschen Ortskern und erinnert mich an Durango. Wir kommen wiederholt an Kohleminen vorbei. Das gibt interessante Kontraste, die herbstliche Sonne auf den Espen, schwarze Kohlehalden und ein sich im Westen verdüsternder Himmel. Sah sehr nach Gewitter aus. Leider konnten wir das nicht auf die Fotos bannen, denn die Sonne war nicht kooperativ. Will heißen: entweder auf der falschen Seite oder wenn benötigt nicht da.   :bang: :sun:

                                                              (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200008.JPG)


                                                              (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200007.JPG)

                                                              (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200001_1.JPG)

                                                              (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200002.JPG)
                                                                                                            der Arkansas River (glaub ich wenigstens :pfeifen:)

                                                            

                                                              (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200004.JPG)

                                                                                                            auf dem Weg zum Independence Pass

                                                    
Kurz vor Granite ging es auf die 82 Richtung Aspen und Independence Pass. Hier haben wir etwas gezaudert, denn genau in dieser Richtung sah es düster bis schwarz aus und die ersten Tröpfelchen kamen schon vom Himmel und Richtung Süden war noch blauer Himmel angesagt. Wir fuhren trotzdem weiter, vorbei an den Twin Lakes und dann ging es hinauf auf den Independence Pass.

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200003.JPG)
                                                                                                                   die Twin Lakes            

Die Stimmung war bedrohlich und zugleich schön. Auf der Straße war relativ wenig los. Oben angekommen braucht es dann natürlich einen Fotostopp, es donnerte und blitzte ein wenig, gerade so viel das ich mich nicht zu weit vom Auto entfernte und es war verdammt kalt für kurze Hosen und T-Shirt. Der Independence Pass liegt ja auch schließlich 12.095 Füße hoch, das sind ja mal locker fast 3.700 Meter. Da habe ich doch glatt einen neuen Eintrag in mein persönliches Guinnesbuch zu tätigen. So hoch war ich noch nie auf einem Restroom und den gab es hier nämlich auch.  :klo:

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200019.JPG)


                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200018.JPG)

                                                                                       Nevadablackyanwesenheitsbeweisfoto :-)

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200006.JPG)

                                                                                       Blick vom Independence Pass Viewpoint

Dann arbeiteten wir uns wie der nach unten, die Straße ist gut und nach der letztjährigen Shafer Trail Erfahrung, absolut leicht. Ist ja auch Teer. Das Gewitter hat sich weiß Gott wohin verzogen und auf der Fahrt nach Aspen macht uns die sinkende Sonne oft ganz schön zu schaffen, sie blendet gewaltig. Es gibt ein paar schöne Fotostopps....

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200016.JPG)

                                                                              Independence Pass Abfahrt Richtung Aspen

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200014.JPG)

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200015.JPG)

                                                                              Independence Pass Ghost Town vom Viewpoint

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200013.JPG)

                                                                              netter Wasserfall auf dem Weg nach Aspen

                                                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IndependenceP_2010_09_200012.JPG)

                                                                              Aspen auf dem Weg nach Aspen


.... und als wir in Aspen eintreffen dämmert es schon. Aspen ist ziemlich mondän und uns wird schnell klar, dass wir hier kein Motel in unseren Preisvorstellungen bekommen und so geht es nach kurzem fotolosem Aufenthalt weiter.  Das Rodeway Inn in Carbondale will auch noch über 100,-- Dollar für die Nach und deshalb fahren wir nach Glenwood Springs und landen im Frontier Motel für 61,-- Dollar. Nix besonderes, aber saubere und große Zimmer mit obligatorischem Minimum Kontinental Frühstück und w-lan ist auch dabei und funktioniert gut.

Herberts Brandwunde sieht mitlerweile so aus, dass ich sie mir nicht angucken will, bin da ein Weichei. Mit dieser Verletzung will er nun auch nicht mehr nach Ouray, denn damit kann er ja nicht in die heißen Quellen zum Baden, zumindest vorläufig nicht. Da es mich ja sowieso nicht mehr nach Ouray zieht, wird um geplant und der Black Canyon of the Gunnison angepeilt.
Dafür nehme ich dann eine Reservierung über Choice Hotels im Rodeway Inn in Montrose vor. Und wieder ist Schnarchen angesagt.

Highlight: Die Strecke an der 91 und der Independence Pass
Tieflight: Die Sicht am Independence Pass
Weitere Aussichten: Kühe, viele Kühe und ein erster Kontakt zur Highway Patrol
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 26.10.2010, 18:38 Uhr
So bin auch dabei, mit dem Rad war es ganz schön anstrengend hinterher zu kommen.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: americanhero am 26.10.2010, 18:49 Uhr
ja, den Independece Pass, den fanden wir auch ganz klasse im Juni. Besonders mit dem vielen Schnee, den es da noch gab und ich wie ueblich  in kuzer Hose und Trekkingsandalen  :D
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 28.10.2010, 18:16 Uhr

Korrektur für den  20.09.2010 Es muss natürlich heißen Denver - Glenwood Springs  wie komme ich denn auf Glendale ???? :|

21.09.2010 Fahrtag Glenwood Springs - Montrose via Carbondale - Paonia - Delta


Jetzt wird es Zeit mal etwas mehr auf den Punkt zu kommen, also same procedure than every day in the morning. Wir starten Richtung Süden durch, bis Carbondale auf der 92 und dann die 133 bis Hotchkiss. Die Strecke ist traumhaft, die Herbstfarben leuchten und es geht auf ruhiger Straße am Crystal River entlang, wir haben im Radio einen Sender mit Sixties gefunden, Mensch was willst du noch. Hier stehen schon ein paar Häuschen in der Landschaft rum, in denen frau auch gerne leben würde. Rein Landschaftsplanerisch scheint  es zumindest wenige Beschränkungen zu geben, denn wo es schön ist seht ein Haus oder Häuschen. Wir kommen auch an Farmen vorbei und an Schildern mit „to sell“.

                                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210012.JPG)


                                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210013.JPG)



So gleiten wir entspannt, wenn wir nicht gerade über die richtigen Fotomotive diskutieren , durch die herbstlichen Rockys. Wir fahren über den McLure Pass, nur knappe 2.700 Meter hoch und machen im Paonia State Park unser erstes BBQ  . Der Paonia S.P. liegt an einem Staudamm, der Stausee ist im oberen Bereich ziemlich leer. Ich hatte mich schon über die Boat Ramps gewundert, weil ich mir nicht vorstellen konnte wie man hier Boot fahren soll. Aber weiter unten gab es dann doch genug Wasser, allerdings trotzdem keine Boote. Wie uns der Ranger an der Picknick Area erzählte, steht dieser State Park auf der Abschussliste und soll wegen Besuchermangel wohl geschlossen werden. Wir haben ihn nun auch nicht weiter erkundet, sondern nur den Picknick Platz genutzt und natürlich ordentlich die 6,-- Dollar bezahlt. Schließlich ist es schon eine schicke Sache solche Einrichtungen zur Verfügung zu haben.

                                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210008.JPG)

                                                                      Picknick Platz Paonia State Park

                                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210010.JPG)

                                                                     einfach irgendwo unterwegs  :wink:

                             

Wir starten gegen 13:25 Uhr wieder durch, jetzt verändert sich die Landschaft schlagartig, wir verlassen die typischen Rockys und es wird immer Badlandiger. Es geht vorbei an gewaltigen Kohle Bergwerken der Oxbow Mining Company in Somerset.In Hotchkiss verlassen wir die 133 und fahren auf der 92 bis Delta. Dann geht es auf der 50 nach Montrose. Links von uns liegt die West Elk Wilderness Area und wir sehen tatsächlich Weinanbau und Winetasting Angebote. Doch wir sind da standhaft und bleiben on the road.

                                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210007.JPG)

Gott sei Dank, denn kurz darauf macht mein Süßer die Bekanntschaft mit der Police. Kurz vor Montrose liegt links vom Highway eine riesige Farm und ein absolut riesiger Kuh Corral mit tausenden, schwarz-weißen Kühen. Das fasziniert meinen Chaffeur derart, dass er etwas sehr spontan beschließt, nach links zu wechseln und den Highway zu queren um zu den Kühen zu gelangen. Neben der 50 führte eine normale Straße zur Farm und wir waren noch nicht recht dorthin unterwegs, als hinter uns ein Blaulicht auftaucht und uns zum Halten auffordert. Logo, mein Süßer hat es geschafft Bekanntschaft mit der Highway Patrol zu machen. Dann hält er an und macht natürlich noch genau das verkehrte, nämlich er will aussteigen. Das kommt davon weil er sich nicht ordentlich vorbereitet, sonst wüsste er, dass er gefälligst sitzen zu bleiben hat und die Hände am Steuer lassen sollte :bang:. Ich weiß halt so was, weil ich mich informiere :lesend:. Ich belle ihn also gleich mal zurück und der Policeman tut es auch: „stay in the car!“. Ich erkläre dem doch recht netten, wenn auch sehr ernsten, jungen Polizisten die Situation. Die Faszination von so vielen Cows auf meinen Cowboy usw :pferd:. Er lässt sich Herberts Führerschein zeigen und verwarnt meinen Kuhbegeisterten. Er  weist uns  noch daraufhin, wie wir wieder in der richtigen Weise  :vertrag:auf den Highway zu fahren hätten und lässt  uns ungeschoren ziehen.

                                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210001.JPG)

                                                                  diese faszinierenden Kühe haben uns fast ein Ticket beschert

                                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210006.JPG)

                                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210014.JPG)

                                                          und solche Riesensilos sind auch sehr fesselnd (erst der Gest...ruch dort)



Ich wettere natürlich mit meinem Angetrauten und beklage, dass er sich nie an Regeln halten kann  und deshalb solche Erfahrungen machen muss. Als Antwort bekomme ich dann: „ dafür habe ich aber viel mehr Spaß“. :lol: Also ehrlich ich kann auf solche Späße gut verzichten. Grummel, grummel -Männer halt.  :kloppen:
So dann wurden die Kühe ausgiebig begutachtet und fotografiert. Wir kommen ja schließlich aus einem Dorf in dem es mehr Kühe als Einwohner gibt und wenn wir dorthin dann mit so tollen Kuhbildern zurück kommen, dass ist doch was. Für mich war das eine absolut hässliche Massentierhaltung und mir taten die Kühe leid. Die Dimensionen dieser Farm waren echt beängstigend. Ein Mais Silo dieser Größe hatte ich nun wirklich noch nicht gesehen, neben dem existierenden wurde gerade ein neues angelegt. Riesige Traktoren walzten den Mais fest und dann erst die Boxen mit den Kälbern. Soweit das Auge reichte Kälberboxen, ich glaube ich brauche erst mal kein Steak und keinen Burger mehr. Wobei ich ja hier eher auf die Milch und den Käse verzichten müsste, denn das war ja Milchviehhaltung. Die Steak Kühe haben es ja in USA doch recht gut, so auf den riesigen Weiden.

Nach diesen Begegnungen erholten wir uns dann erst mal im Rodeway Inn. Wieder nix besonderes, aber sauber und geräumig. Eingetroffen sind wir so gegen 15:30 Uhr.
Am Abend erkundeten wir dann noch Downtown Montrose, doch da gab es nicht so viel zu erkunden. Alle Läden waren schon dicht und wenig ansprechende Kneipen. Rund um die Townhall war alles recht ordentlich und scheinbar auch neu hergerichtet. An verschiedenen Plätzen waren Kunstwerke ausgestellt und es gab Tafeln mit Hinweisen auf historische Gebäude. So landeten wir recht schnell wieder im Rodeway Inn und veranstalteten Roomdinner  :essen: und Schnarch...... :schlafen: :schlafen:

                                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210003.JPG)

                                                         historisches Gebäude in Montrose

                                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210002.JPG)

                                                         Truck im Grünen  :wink:

Highlight: herbstliche Rockys bei Oldies Musik
Lowlight: Highway Patrol
weitere Aussichten: Black Canyon of the Gunnison (macht seinem Namen an diesem Tag alle Ehre)
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Anne05 am 28.10.2010, 19:36 Uhr
Oh oh ... die armen Kälber ...
Bei dem Anblick kann ich Deinen Angetrauten schon verstehen - da hätte ich wohl auch einen Schwenker riskiert ...

Eine Frage zu diesem Bild:
Kannst Du mir sagen, wo Silos sind? Ich bekomme das Bild irgendwie nicht "auf die Reihe" (interessiert mich wirklich)?
(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_Montrose_2010_09_210014.JPG)

Danke! LG
Anne
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 29.10.2010, 09:27 Uhr
@ anne05

also diese große braune Masse im Bildhintergrund, das ist Silo. Bei uns wird das Silo in Betoneinfassungen gefüllt und mit Folie abgedeckt oder als runde Ballen mit Folie umwickelt. Hier ist es frei zu einer großen braunen Masse zusammengepresst und wird direkt vor Ort verfüttert. In dem Bereich wo die vielen Kühe waren, war ein Silagehügel mittendrin. Mal schauen ob ich da ein besseres Bild finde. Muss aber erst mal schnell ins Büro.  8)

Gruß Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: mrh400 am 29.10.2010, 10:05 Uhr
Hallo,
Kannst Du mir sagen, wo Silos sind?

also diese große braune Masse im Bildhintergrund, das ist Silo...
vielleicht resultiert das Mißverständnis daher, daß hier umgangssprachlich "Silo" (Behältnis) auch für "Silage" (Inhalt) verwendet wird. Allerdings ist so ein zusammengepreßter Haufen Silage auch eine Form von Silo (nur halt ohne Umfassung)
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 29.10.2010, 12:40 Uhr
Jetzt ist dein Göttergatte schon mal an der Landwirtschaft interessiert und wird dafür gleich bestraft  :staunend2:. Dabei wollte er bestimmt nur wissen, wo die Hamburger her kommen  :grins: und dem Dorfsheriff war wohl langweilig  :zwinker:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 30.10.2010, 14:18 Uhr

@mrh400 Total richtig erkannt, wir Franken haben sprachlich so unsere Eigenarten.  :wink:(ich will nicht sagen Ungenauigkeiten)
@saguaro ja so ist das halt und ohne diese Begebenheit wäre der Tag doch fast etwas langweilig gewesen :wink:

für mich geht es nämlich erst so richtig los, wenn die roten Steine und viele Steine überhaupt zu sehen sind.  :smiledance:

so ich hoffe ich schaffe bald den nächsten Tag, aber der Alltag hat einen gleich wieder so ganz im Griff  :roll:

und jetzt noch happy dingsda  :lol:

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 30.10.2010, 23:48 Uhr

Hallo Gudrun,

Korrektur für den  20.09.2010 Es muss natürlich heißen Denver - Glenwood Springs  wie komme ich denn auf Glendale ???? :|

ich hab's gerade geändert.


LG, Angie

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 31.10.2010, 00:38 Uhr
Gut, dass ihr jetzt auf 4 Rädern unterwegs seid, da kann ich bedenkenlos zusteigen. Auf zwei Rädern hab ich Schiß umzukippen  :roll: Der Start war ja schon vielversprechend!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 01.11.2010, 05:25 Uhr
Hallo liebe Mitreisende,

ich würde echt gerne mit Euch weiterfahren, habe hier aber gerade ein Browserproblem  :bang:welches erst gelöst werden muss, hoffe es geht schnell :D

Gruß Zimmerfrau
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 01.11.2010, 06:50 Uhr
Ich habe grade deinen Reiseticker gesehen :lol: wohin läuft Denver denn seit 44 Tagen? :lol:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 02.11.2010, 07:01 Uhr
@palo - muss ich den Ticker deaktivieren? und wenn ja wie geht das denn?

bin gerade mit meiner Technik beschäftigt, die will nicht mehr so wie ich.

hoffe ich bekomme heute den 22.09.2010 gebacken

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 02.11.2010, 07:49 Uhr
22.09.2010 Mittwoch Montrose – Black Canyon oft he Gunnison – Monticello

Unser Zimmer im Rodeway Inn liegt ebenerdig und nah bei der Lobby, das empfinde ich als praktisch, auch der Weg zu Nevada Blacky ist nicht weit. Nach den üblichen Morgenritualen geht es ab auf der 50 east Richtung East Portal Road zum Black Canyon oft he Gunnison.
Das sind nur 13 Meilen ab Montrose. Das Wetter passt zum Programm Black Canyon, denn es regnet und Obelix hätte Angst, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Wir erwerben am Parkeingang unseren „America the Beautiful“ Annual Pass und überfallen das Visitor Center. Von dort aus gibt schon schöne Blicke in den schwarzen Schlund. Ist schon gewaltig diese Schlucht und ganz anders als der Grand Canyon.

                                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_BCGunnison2010_09_220005Test1.JPG)
   
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Meinen Mann fasziniert zunächst wieder mal viel mehr die Holzblock Bauweise des Visitor Centers und alle Ecken werden genau abgelichtet und begutachtet. Ich entdecke eine seltsame, riesige Spinne in hellgrün, so ein dickes Vieh möchte ich nicht in meinem Zimmer finden. Ich denke jedoch das ist mehr eine Draußenspinne, schon der Farbe nach zu urteilen.

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                                                        sie war wirklich hellgrün und 5 cm groß, aber das Licht für ein gutes Foto hat gefehlt

Verdammt kalt ist es oben drein und wir wickeln uns in sämtliche, vorhandenen Jacken ein. Kurzes Filmchen im Visitor Center und wir wissen, dass Bill Clinten 1999 den Black Canyon oft he Gunnison in den Status eines National Parks erhoben hat und noch einiges mehr, was ich heute leider schon wieder vergessen habe.

Der Canyon ist schon überwältigend und Herbert denkt gleich wieder an eine Tour da runter, doch hier gibt es  keine Wege in die Tiefe. Höchstens mit Seil und Haken. Hikes gibt es nur weiter nördlich in der Gunnison Gorge. Wir fahren die Viewpoints  Painted Wall und Sunset Point an und machen ein paar Bilder, die wohl dusterer nicht sein könnten. Black Canyon und Weltuntergangsstimmung. Schade, schade.  :dagegen:

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                                                           die painted Wall

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Mit Nevada Blacky fahren wir dann noch die East Portal Road in die Tiefe hinunter zum Gunnison River und bis zum Crystal Dam, dieser Bereich gehört schon zur Curecanti National Recreation Area. Hier stehen einige Angler im Wasser und üben sich im Fliegenfischen. Die East Portal Road ist schon ganz schön kurvig und steil und es liegen auch immer wieder ein paar falling Rocks miniature auf der Straße, aber nachdem man/frau ja schon mal den Shafer Trail bewältigt hat ist diese Teerstraße doch keine Herausforderung mehr.

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                                                         Gunnison River

Gegen Mittag verabschieden wir uns vom Gunnison Blacky und starten Richtung Monticello Utah durch. In Ridgway machen wir um 13:40 Uhr Mittagspause im Tru Grit. Das Lokal hat meine angetraute Spürnase ausgemacht. Sicheres Zeichen für Qualität und Preis-Leistung – viele Autos und Trucker. Es liegt rechterhand an der 62, die von Ridgway nach Norwood führt. Wir lunchen eine Combination, Suppe oder Chilly plus Salat und Herbert gönnt sich ein Blue Moon. Wir hatten den schönsten Fenstrplatz im Lokal, auch wenn vor dem Fenster nicht so viel geboten war. Die Aufmachung des Lokals ist in Westernstil und etwas begegnete mir hier zum erstenmal: Restrooms nur mit Vorhang anstelle einer Tür vor der Kabine (natürlich innerhalb eines geschlossenen Bereichs für Weiblein).


Den ersten Teil der Strecke nach Monticello waren wir ja schon im vergangenen Jahr gefahren, als wir von Ouray kamen. Eigentlich wollte Herbert ja gerne wieder nach Ouray um sich in einem Hot Springs Tub zu laben, doch das kam mit der Harley-Auspuff-Brandverletzung jetzt nicht mehr in Frage und da wollte er auch nicht mehr nach Ouray. Er erwähnt in diesem Zusammenhang immer wieder mal die Eagle Rider Werbung „we rent dreams“ und zeigt dann auf sein Bein. Komisch. :roll:
 
Also kein Ouray und kein Million Dollar Highway dieses Jahr, ich fand die Strecke von Glenwood Spring nach Hotchkiss eh fast schöner und romantischer als den Million Dollar Highway. In Norwood gibt es dann Futter für Nevada Blacky.

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                                       einfach so am Wege, Lokal in Norwood und Himmel auf den Kopffallstimmung

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                                                                          und hier gab es auch Okterfestspecial

Mittlerweile regnet es nicht mehr und es ist auch heller geworden aber keine Sonne.
Kurz vor Naturita geht es auf die 141 über eine meist recht öde Landschaft bis zur 491 east und auch hier wird es nicht interessanter, zumal der Himmel schon wieder auf die Erde fällt und es so anfängt zu Regnen, dass ich das Fahrtempo verlangsamen muss. Ach ja hatte ich schon erwähnt, dass ich das erstemal unseren Nevada Blacky chauviert hab? Herberte mußte sich nämlich dringend mit unserer Navigation beschäftigen. Ich wurde alsbald von Navigon und Nokia X6 navigiert. Bekam also von 2 Damen Anweisung wie ich fahren sollte, dem Himmel sei Dank waren sie sich meist einig, so Mann es schließlich geschafft hatte sie richtig zu füttern. Ich hätte jetzt noch mein neu erworbenes Earthmate dazugeben können, dann wäre es Grandios geworden. Ich brauche ja als Beifahrerin immer auch noch eine echte Papierkarte um zu sehen wo wir gerade rumkurven. Mein Cowboy verlässt sich da auf die Technik.

In Monticello ziehen wir ins vorreservierte Rodeway Inn ein. Hier hatten wir im vergangenen Jahr auch schon genächtigt, nur der Außenanstrich hatte sich gewandelt und war jetzt rot-rostig.  Dieses Rodeway Inn ist halt ein Rodeway Inn, nix außergewöhnliches aber sauber und Herbert freut sich auf das Frühstück, denn hier kann er sich zum ersten mal auf dieser Tour Waffeln backen. Das Zimmer ist groß und hat einen Tisch mit 2 Stühlen was für 2 Laptopbewaffnete recht günstig ist.

Wir nisten uns also ein und das übliche Spiel beginnt, will heißen wir machen so aufregende Sachen wie Karten schreiben, Sandwich knabbern, e-mail checken am Nokia X6 rumspielen und Reisebericht schreiben. Draußen blitzt und donnert es   :wut54: und ich mache mir Gedanken über den Zustand der Cottonwood Canyon Road. Wo es wohl überall regnet?  :think:

Mal sehen was wir morgen so treiben, ich hätte da den Needles District von Canyonlands im Auge. In Montrose sind wir da ja am nächsten dran, dann sollten wir allerdings noch eine Nacht bleiben, denn es sind doch über 70 Meilen einfach dort hin und wenn man/frau sich da noch was anschauen oder gar einen Hike machen will, dann braucht das Zeit und das Wetter spielt vor allem eine Rolle. Guck mer mal wie es aussieht, wenn die Sonne den neuen Tag erhellt.

Highlight: Na ja, vielleicht am ehesten der Black Canyon mit der painted Wall
Tieflight: das Shit Wetter
weitere Aussichten: endlich rote Steine - Needles beim Elephant Hill Hike  :sun:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 02.11.2010, 15:19 Uhr
Den Blacky Canyon kenne ich auch nur in Shitwetter. :shock:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 02.11.2010, 17:58 Uhr
Den BC of the G habe ich bei meiner 1. USA-Reise vor 25 Jahren gesehen. Der Canyon hat mich nicht wirklich begeistert.

Da freue ich mich schon eher auf die roten Steine  :groove:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 03.11.2010, 09:03 Uhr
23.09.2010 Donnerstag    Monticello   Canyonlands Needles District

Wanderung vom Elephant Hill Trailhead auf dem  4x4 Trail zum Confluence Overlook

Als es langsam hell wird, sieht es draußen nicht gerade sehr hoffnungsvoll aus, nämlich immer noch die Art von Himmel, vor der die Gallier Angst haben. Die Prognosen im Web lauten allerdings ganz anders, also was soll das? Und wahrlich kaum hat die Sonne den Tag so recht erhellt, lutscht sie auch in Null Komma Nix das ganze Grau vom Himmel.

Wir backen uns also knusprige Frühstückswaffeln a la Monticello Rodeway Inn und bunkern Hike Energie. Nach dem Krempel zusammenpacken und Nevada Blacky beladen suchen wir uns schnell noch ne neue Bleibe für die Nacht. Wir wollen gerne in Memorium im Canyonlands Inn übernachten, denn da haben wir ja 1983 schon mal logiert. Allerdings verändern 27 Jahre die Dingo um einiges. An der Rezeption steht jetzt eine Ältere Indian Native und nicht mehr der deutschstämmige Herr von damals und sie will uns auch gar nicht haben. Sie faselt irgend etwas von geschlossen oder sie wisse noch nicht wer auszieht und wer noch bleibt. Gut dann eben nicht. Das National 9 liegt gleich gegenüber und wir quartieren uns also dort ein. Das National 9 ist ziemlich alt und das bisher schlechteste auf der Tour aber es ist sauber, also was solls. Die paar Nachtstunden sind ok und wireless ist auch da. Nur auf die leckeren Waffeln werden wir verzichten müssen. Warum sind wir eigentlich nicht im Rodeway Inn geblieben??? Keine Ahnung!!

Wir starten durch zum Needles District. Die Sonne hat die Oberhand gewonnen aber es ist noch verdammt frisch um 9:00 Uhr früh. Die Fahrt auf der 191 zieht sich und auch ab der Abzweigung zum Needles District ist man noch ganz schön unterwegs. Bis zum Newspaper Rock sind es immerhin so um die 80  Meilen. Der Zeitungsfelsen wird natürlich ausgiebig bestaunt und abgelichtet, da haben sich auch ein paar Scherzkekse neueren Datums verewigt, so ca 1943, die haben doch überhaupt keinen Respekt vor den Ancients, also ehrlich.

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                                        Newspaper Rock

Auf der Weiterfahrt werden natürlich noch etliche Stops eingelegt um die immer grandioser werdende Landschaft zu fotografieren. Wir treffen auch dabei bayerische Landsleute aus der Regensburger Ecke, welche via Salt Lake hier eingeschwebt sind und uns vom Antelope Island vorschwärmen. Ja sowas, da waren wir 2008 ganze 4 Tage da oben und haben Antelope Island ausgelassen. Tststs – müssen wir da doch vielleicht noch mal hin?

Wir steuern dann zunächst das sehr schöne Visitor Center vom Needles District an um uns entsprechend schlau zu machen. Dort treffen wir eine nette Schweizerin mit der wir einen kurzen Plausch halten und uns gegenseitig vom Südwesten vorschwärmen. Sie fragt ob wir schon mal was von Goblin Valley gehört hätten. Ha, usa-reisen-forumsleute kennen das aber ganz verfreilich. Da will sie nach Moab nämlich noch hin. Nachdem wir dann alles gefragt haben und mit Material ausgerüstet sind und Herbert das Bauwerk ausgiebig studiert und fotografiert hat machen wir uns auf den Weg zum Elephant Hill. Natürlich wollen wir dort den spektakulären 4x4l Drive machen.

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Ehrlich – aber natürlich zu Fuß und ohne Nevada Blacky. Über eine Gravelroad gelangen wir zum Trailhead, der Parkplatz ist schon ganz schön bevölkert, mit Autos, nicht mit Volk. Wir stärken uns erst mal in Picknickmanier, leider gibt es hier keine Picknickbequemlichkeiten, so dass ein großer Steinboulder unser Tisch wird. Während wir da so gemütlich vespern startet ein Jeep auf die Strecke und er hat etliche Zuschauer. Die ersten Kurven in Sichtweise geht es ohne Probleme, doch dann hört es sich schon nach Problemen an, leider außer Sichtweite, denn da wird an der Strecke gefeilt und Steine poltern. Kurz danach geht es aber wieder weiter und wir können die nächsten Kurven den Elephant Hill hoch mit verfolgen. Also ehrlich, da möchte ich glaube ich noch nicht mal als Beifahrer drin sitzen.

Gestärkt geht es dann auch für uns los auf den berüchtigten und Youtube bekannten Trail. Mein Süßer guckt sich die ersten Passagen an und ist sich ganz sicher das könnte er mit unserem Nevada Blacky auch. Na klar, aber ohne mich. Ich komme gar nicht vorwärts, weil ich ständig die Strecke fotografieren muss und mir vorstelle hier mit einem Auto rauf zu fahren. Nä, nä das ist nix für Mutti. Den Elephant Hill gehe ich lieber zu Fuß.

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Nachdem wir also ausgiebige Fotosession von der Fahrbahn gemacht haben konzentrieren wir uns wieder auf die Wanderung. Es ist sehr abwechslungsreich mit herrlichen Blicken auf die Canyonlands Needles, wir wollen bis zum Confluence Overview wandern und sehen wie sich Colorado und Green River vereinigen. Das ist so schätzungsweise 11 Meilen Rundtrip. Aber es kommt ja wie es kommen muss, die Zimmerleut verlaufen sich und bemerken es erst fast zum Schluss.


Irgendwie wundert es mich ja schon, dass es sich so lange zieht, eigentlich müssten wir schon längst hier und da laut Karte sein. Aber na ja wir wandern munter weiter, es ist ja so schön hier. Unser Fehler war, nicht auf die One Way Strecke, welche abging eingebogen zu sein. Da stand nämlich One way do not enter. Ha und ich dachte (ich sollte nicht so viel denken) das ist eine Sackgasse. Aber genau da hätten wir rein sollen, zumindest zu Fuß, denn das do not enter gilt doch hier für 4x4 und wir waren doch nur 2x2


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So wandern wir und wandern wir und wandern wir, kein Mensch begegnet uns und wir verfolgen die Spuren des Jeeps, der vor uns den Berg hochgeklettert ist. Irgendwann kommt uns mal ein Mountainbiker Pärchen entgegen und sind schwupps auch schon wieder weg. Wir treffen auf Wegweiser mit Entfernungsangaben die uns doch etwas wundern, aber immerhin noch zum Confluens Overview weisen. Wie gesagt die Strecke ist abwechslungsreich und gut zu gehen. In einem schmalen Bereich zwischen Felswänden höre ich dann plötzlich Motorengeräusche sich nähern. Da ist doch tatsächlich ein Auto auf dem Weg. Es ist  der Jeep, den wir den Elephant Hill haben hochklettern sehen, ein Jeep Wrangler 2 Sitzer, Militärjeep, wie mein Mann sagt. Der Fahrer hält kurz und sagt: „Just stop to say hello“ und fragt kurz ob wir den ganzen Weg vom Elephant Hill hierher gekommen wären. Oh jeäh, you did a good job, war sein Kommentar und dann sagte er noch was von Shortcut und fuhr weiter. Er war mit seinem  Dad unterwegs.

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_IMG_7307.jpg)

Wir begegneten uns bald wieder, denn es kam eine Passage auf welcher wir Fußgänger dem Jeep überlegen waren und ihn wieder überholten. „ No care, you will win“ war sein Kommentar. Aber nach der Passage hat er uns natürlich wieder geschnupft. Kurz darauf ging eine durch Cairns gekennzeichnete Spur von der Fahrspur ab und es war der Trail welcher vom eigentlichen Trailhead zum Confluence Overlook führte, da dieser eine Abkürzung gegenüber der Fahrspur bot, bogen wir natürlich darauf ein. So langsam aber sicher saß uns die Zeit nun doch schon im Rücken, wir wollten ja schließlich nicht im Dunkeln hier unterwegs sein und mittlerweile war es 16:30 Uhr, wir waren um 13:00 Uhr gestartet. 

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Hier begegneten uns die ersten Hiker und auf die Frage wie weit es noch sei, meinten sie so ca 1 Meile. Ich wäre ja am liebsten wieder umgekehrt. Ich war ja der Meinung die ganze Strecke wieder zurück zu müssen, welche wir gekommen waren und das war echt fast eine Horrorvorstellung. Aber so kurz vor dem Ziel gibt mein Herbert doch nicht auf, nä da ist nix drin. Also weiter und zwar im Eiltempo. Am Schluss müssen wir uns noch einen Hügel hinauf kämpfen und stehen um 17:00 Uhr endlich am Confluence Overlook, um  drunten in der Tiefe zwei rostrote Ströme zusammenfließen zu sehen. Also ehrlich, ist ja ganz nett – aber der Weg war hier wohl eher das Ziel, oder das ich sagen kann – ich bin da gewesen – der Anblick ist nicht unbedingt überwältigend. Horseshoebend ist da viel eindrucksvoller. 

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Wir also kurz geknipst, getrunken und 2 Riegel zur Stärkung eingeworfen und ab auf den Rückweg, denn das Ende des Lichtes naht. Beim Abstieg treffen wir doch glatt unseren Jeepfahrer, mit Kamera bewaffnet auf dem Weg nach oben. Wir unterhalten uns kurz, er erzählt, dass er die Tour schon oft gemacht hat und auch sein Dad, der jetzt unten wartet, denn der Hügel ist ihm dann doch zu viel. Er ist geschätzte Mitte 70 (heute weiß ich, dass er 89 Jahre alt ist). Wir tauschen kurz e-mail adressen aus, wir haben ihn nämlich bei seiner Jeep Kletterei gefilmt und wollen ihm das Filmchen senden. Unten treffen wir dann noch den Dad, welcher im Schatten wartet und uns noch mit einer Flasche Powerade  für den Rückweg versorgt. Sie hätten schließlich genug im Jeep und unser Wasservorrat neigt sich langsam dem Ende zu. Also wenn der Jeep kein 2 Sitzer wäre, würde ich ja fragen ob sie uns nicht ein Stück mitnehmen. Natürlich würde ich vor der Bergkletterei aussteigen, aber so machen wir uns zu Fuß auf den Rückweg und zwar im Eiltempo.

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Die Temperatur könnte zum hiken nicht besser sein, es ist den ganzen Nachmittag sonnig aber nicht heiß gewesen und jetzt am Abend ist es richtig schön, wäre da nicht die unendliche Strecke die da noch vor uns lag. Nach ca 1 Stunde kommen wir an eine Kreuzung, welche wir auf dem Hinweg gar nicht als solche wahrgenommen haben und da steht ein Schild mit der Aufschrift „Elephant Hill 3 miles“. Ups da wird uns was klar. Wir sind einen riesen Umweg gelaufen und nun bietet sich uns zurück die Diretissima an. Blick auf die Karte und Blick auf mein Handheld, welches ich nur zum Trackaufzeichnen dabei habe, zeigen uns das auch so. Gott ist das schön. Nun geht es also frohgemut den kurzen Weg zurück. Wenn ich die Strecke aber so mit Auto bedenke, es ist ja eine 4x4 Strecke, dann – Himmel nein, bin ich froh hier zu Fuß unterwegs zu sein. Natürlich kommen wir da raus, wo stand „One way only – do not enter“ und waren in Null komma nix, na ja nicht ganz so schnell, aber verglichen mit dem Hinweg, am Fuße des Elephant Hill. Es dämmerte schon gewaltig und dann hörten wir wie sich unser Jeep näherte und wir konnten ihn doch glatt wieder beim Elephanthill hochklettern zuschauen und filmen. Es war echt was geboten. Er fragte uns dann noch mitten am Berg: „ do you want a ride?“ Um Gotteswillen Nein!
Die Sonne war untergegangen und der noch fast volle Mond auf, es war eine traumhafte Stimmung und die Fotoapparate hatten noch einiges zu tun.

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 In dieser Dämmerung kletterte Joe oder Ken, ich weiß nicht wer der Dad und wer der Sohn ist, den Elephant Hill runter. Dad war dann noch ausgestiegen und ging das letzte Stück zu Fuß voraus. Wir hatten schon gewaltig zu tun um unsere Füße richtig zu platzieren und dann erst noch einen Jeep da hinunter bugsieren, also das ist doch echt gewaltig. Joe und Ken verabschiedeten sich mit einem:“ Good bye Germany“ von uns,  es war Schlag 20:05 als wir unsere müden Glieder in Nevada Blacky schlichteten. Was für eine Tour wieder mal und typisch für die Zimmerleut.
Die Rückfahrt nach Monticello zieht sich nach so einem Tag dann doch gewaltig, irgendwie war die Herfahrt doch viel kürzer. Im Motel angekommen sind wir nur noch ins Bett gefallen. Nix Akkus laden, nix Bilder überspielen, nix gar nix nur noch schlafen. 7 Stunden Fußmarsch zum Einstieg waren genug für einen Tag.  Und deshalb Schnarch, schnarch, schnarch.


Highlight: Ankommen am Confluence Overlook
Lowlight: verlaufen
Aussicht: Goblin Valley
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 03.11.2010, 10:27 Uhr
Da habt ihr aber echt einen Gewaltmarsch hingelegt!

Mit dem Auto wär das auch nichts für mich. Mir hat schon die Piste im Monument Valley gereicht  :D
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 03.11.2010, 12:56 Uhr
Den Needles District wollen wir auch irgendwann erwandern. Doch verlaufen möchten wir uns dort nicht  :grins:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 03.11.2010, 16:04 Uhr
Mal schauen ob der Wettergott mich nächstes Jahr dort hin kommen läßt.
Aber wirklich, was für ein Gewaltmarsch.

Mir hat schon die Piste im Monument Valley gereicht  :D
Da hört dieses Jahr von kaum jemand was anderes. Muß ich mir mal nächstes Jahr wieder ansehen. :shock:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Marterpfahl am 03.11.2010, 19:45 Uhr
welche via Salt Lake hier eingeschwebt sind und uns vom Antelope Island vorschwärmen. Ja sowas, da waren wir 2008 ganze 4 Tage da oben und haben Antelope Island ausgelassen. Tststs – müssen wir da doch vielleicht noch mal hin?

aus unserer Sicht: yes, of course   :)
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 03.11.2010, 23:34 Uhr
welche via Salt Lake hier eingeschwebt sind und uns vom Antelope Island vorschwärmen. Ja sowas, da waren wir 2008 ganze 4 Tage da oben und haben Antelope Island ausgelassen. Tststs – müssen wir da doch vielleicht noch mal hin?

aus unserer Sicht: yes, of course   :)

Of course würde ich nicht sagen, so berauschend fanden wir es nicht unbedingt. Wenn man aber sowieso dran vorbeifährt, sollte man es schon mitnehmen:
(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/16265/compressed_DSC_0010.jpg)
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 04.11.2010, 09:50 Uhr
Mal schauen ob der Wettergott mich nächstes Jahr dort hin kommen läßt.
Aber wirklich, was für ein Gewaltmarsch.

Mir hat schon die Piste im Monument Valley gereicht  :D
Da hört dieses Jahr von kaum jemand was anderes. Muß ich mir mal nächstes Jahr wieder ansehen. :shock:

Monument Valley  :D da haben wir dieses Jahre eine Spezialtour gemacht - da heißt es echt anschnallen - aber das kommt erst später
jetzt geht es schön der Reihe nach und das meint Goblin Valley ist dran.  :D

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 04.11.2010, 10:29 Uhr
24.09.2010 Freitag    Fahrt von Monticello nach Hanksville mit Goblin Valley

Nachdem wir gestern um ca 21:30 Uhr todmüde ins Bett gefallen sind, bin ich natürlich bald wieder wach. Doch der Mangelhafte Komfort im National Inn, kein Sitzplatz zum Bericht schreiben, lässt mich etwas länger im Bett verweilen. Kaffee gibt es auch keinen also schaue ich zu das ich mich so langsam zivilisiere, abchecke wie meine angegraute Struktur die 7 Stundentour so überstanden hat und bin ganz zufrieden mit mir. Ich hole uns dann von der nächsten Tanke einen Kaffee und wir packen unsere 7 Sachen. Herbert verpackt vorher erst mal sein Harley Brand geschädigtes Bein in Plastikfolie um auch mal wieder duschen zu können. Da sollte nämlich tunlichst kein Wasser ran. Dafür dass das so grässlich aussieht  :heulend: (ich weigere mich ja permanent es auch nur anzusehen und er fotografiert jedes Stadium) hat er die Tour von gestern hervorragend bewältigt.  :respekt:

Wir fahren in Richtung Blanding,  diese Strecke ist uns hinreichend bekannt, bereisen wir sie ja nun schon zum 4. Mal. Also auf  jeder USA Tour bis jetzt. In Blanding beehren wir das Visitor Center und machen uns schlau. Dann wird Blacky betankt und wir frühstücken im Center Street Cafe. Sieht für mich nicht gerade einladend aus ist aber der Standard, der meinen Mann magisch anzieht. Der Kaffee ist wie fast überall mangelhaft, am besten ist er halt doch in den Tankstellen. Das Essen ist ok, ich esse Oatmeal, da kann man/frau nicht viel verkehrt machen und Herbert French Toast mit Bacon, scramblede Eier und so gekrustete Kartoffelraspel. 

                                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7416g.jpg)
 
Weiterfahrt über  die 95 Richtung Hanksville, auch diese Strecke sind wir 2008 schon mal gefahren. Allerdings vom Moki Dugway kommend Richtung Monticello.

                                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2163goblin.jpg)
                                                                     auf der 95 nach der Durchquerung der Comb Ridge

Wir haben beschlossen Natural Bridges NM rechts liegen zu lassen und uns dafür heute Goblin Valley rein zu ziehen. Die 95 ist sehr schön, vor allem ab der Abzweigung zur 276 nach Halls Crossing. Man fährt am White Canyon entlang und hat linker Hand rote Cliffs.

                                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2168goblin.jpg)
                                                                     kurz vor Hite

                                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7421goblin.jpg)

                                                                     Lake Powell Overview an der 95


                                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9710g.jpg)
                                                                    Lake Powell Overview an der 95
                                                     
 In Hanksville schauen wir uns gleich mal nach Quartier um und das Whispering Sands hat schon ein Schild mit NO VACANCIE an der Tür. Dann bleibt sozusagen nur noch das Hanksville Inn und das hat auch noch ein Plätzchen für uns frei. Mir schwant schlimmes, aus dem Forum ist mir nichts Gutes in Erinnerung, doch das Zimmer ist ok, groß und sauber, der Rest ist halt schon etwas renovierungsbedürftig, aber für die eine Nacht ist es ok und komfortabler wie das National 8 in Monticello.

Wir ziehen schnell ein und uns um und starten wieder durch Richtung Goblin Valley. Es geht auf der 24 nach Norden. Unser Navi will uns ständig rechts oder Links in die Pampa schicken, da Herbert nur Goblin Valley eingegeben hat, weil er den State Park nicht finden konnte. Wir weigern uns hartnäckig der Navine zu folgen und erreichen dann auch eine beschilderte Zufahrt. Man hat einen herrlichen Blick auf das San Raphael Reef und den Castle Rock, die Zufahrtsstraße zum Valley ist nigelnagelneu. Noch vor dem Visitorcenter begrüßen uns die ersten goblinartigen Gestalten. Das Goblin Valley ist ein State Park und deshalb gilt unser annual Pass nicht und wir löhnen 7,-- Dollar und werden mit einer Map versorgt. Auf meine Frage nach der Möglichkeit eine Dirtroad zur Abkürzung auf dem Rückweg zur 24 zu nehmen, bekomme ich die knappe Antwort not recommended, na das ist mir doch eh klar. Wir erkundigen uns noch nach einer BBQ Möglichkeit und auch das ist nur am Campground möglich. Also besetzen wir am Campground, der übrigens ausgebucht ist, kurzerhand einen freien Platz und machen unser BBQ Lunch. Wir brauchen gerade so lange, als wir auch noch Schatten in dem Pavillion haben, bevor die Sonne tiefer ist.

 Dann geht es zum Observation Point und wir bestaunen den Blick auf ein Tal voller seltsamer Gestalten. Wir schultern den Rucksack, heute reicht heute hoffentlich einer, wir planen ja keine 7 Stunden Tour, und marschieren durch das Tal der Goblins. Ein Paradies für Kinder und Kind gebliebene. Man kann auch ungehindert überall herum marschieren und klettern, obwohl es natürlich nicht empfohlen wird. Es treiben sich viele Kinder hier herum und spielen glücklich verstecken oder Nahkampf. Heute ist die Sonne leider wieder gnadenlos und wir pausieren des Öfteren im Schatten der Goblins. Wir knipsen und staunen und finden immer wieder neue, interessante Figuren. Es ist wirklich ganz unwirklich hier.

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                                                                              Observation Point
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                                                                               Blick vom Observation Point
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                                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9807g.jpg)

Nachdem wir uns sattgeknipst haben gehen wir zum Observation Point zurück und warten im Schatten den Sonnenuntergang ab, es ist ja mittlerweile schon 17:00 Uhr vorbei. Eine Runde amerikanischer Daddys haben dort ebenfalls Stellung bezogen und beaufsichtigen mehr oder weniger die männlichen Sprösslinge bei deren Aktivitäten im Goblin Valley. 
Die untergehende Sonne zaubert herrliche Licht und Schattenspiele und es wird weiter geknipst. Gegen 19:30 Uhr verlassen wir das Goblin Reich und machen uns auf den Heimweg nach Hanksville.

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                                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9863g.jpg)
                                                                    das müsste Mollys Castel im Sunsetglühen sein

Mir kommt da ein Satz aus einem Forumsbericht in Erinnerung: „ in Hanksville möchte ich nicht tot über dem Gartenzaun hängen“. Na schauen wir mal wie sich das so gestaltet.

Ein kleiner Zimmerimbiss genügt uns, um noch in das gegenüberliegende Restaurant zu gehen sind wir, oder besser gesagt ich, viel zu faul und so geht es wieder zeitig in die Queensizefalle. Laut Rezeption gibt es für Hanksville Inn Gäste 10 Prozent Rabatt in dem Lokal, doch auch das kann uns nicht locken. Ich freue mich jetzt auf das Circle D Motel in Escalante, wo wir erst mal 3 Nachte stationär bleiben werden.

Highlight: Goblin Valley
Lowlight: gab es keins
Aussicht: Fahrt nach Escalante via Notom Bullfrog Road - Burr Trail
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 04.11.2010, 10:38 Uhr
Den wunderschönen Campground im Goblin Valley wollte ich Euch doch nicht vorenthalten:

                             (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7440goblin.jpg)
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 04.11.2010, 12:54 Uhr
Welch ein wolkenloser Reisetag und die Goblins mit blauem Himmel  :applaus:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 04.11.2010, 14:15 Uhr
Immer nur Grau wäre auch langweilig.
Schöner CG, der hat was, muß ich mal im Hinterkopp behalten.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 05.11.2010, 18:02 Uhr
25.09.2010 Samstag    Hanksville-Escalante   via Notom Bullfrog Road und Burr Trail[/

Heute ist nun schon wieder der 26.09. und es fällt mir schwer mich zu erinnern wie der gestrige Morgen so genau abgelaufen ist. Das kommt davon, dass hier so viel Input ist, das mein Gehirn das gar nicht alles fassen kann. Also so weit ich mich erinnern kann, haben wir beide mal ziemlich lang geschlafen, will heißen so bis mindestens 08:00 Uhr und das gezwungenermaßen, da wir leider wireless mäßig total unterversorgt sind, will heißen es geht gar nix   :anykey: . Kaffee ist im Hanksville Inn auch nicht drin und die Tanke nebenan hat auch noch zu. Da fällt mir doch wieder ein: „ in Hanksville möchte ich nicht tot überm Gartenzaun hängen“. Ist schon was dran an dem Satz.  :geist:

Nachdem wir beide einigermaßen senkrecht sind und alles verstaut haben, begeben wir uns ins Restaurant, gegenüber dem Hanksville Inn,  zwecks Breakfast.  
Dann gibt’s mal wieder Diskussionsbedarf zwischen uns, Herbert fütter sein neues Nokia X6 mit dem Ziel Escalante und dieses blöde Teil will uns genau in die umgekehrte Richtung schicken, wie ich weiß das wir fahren müssen. Schließlich sitze ich ja ständig mit Karte auf dem Beifahrersitz und kontrolliere die Technik.  :vertrag: Unser Motelchef meinte auf meine Nachfrage nach der Notom Bullfrog Road und den Burrtrail, die Straßen müssten ok sein, doch ich sollte mich im BLM Office nochmal wegen Flashfloods erkundigen.

„So ein Schmarrn“ gemilderter Originalton meines Angegrauten, er will unbedingt seinem Nokia X6 folgen um nach Escalante zu kommen und welches uns wahrscheinlich direkt über die Henry Mountains schickt, tausende Meilen unbefestigter Straßen  :zuberge: . Da bin ich ganz schön stur, da mache ich nicht mit.  Widerwillig folgt er meinen Wünschen und wir finden das BLM Office in Hanksville, nur leider hat es Samstags geschlossen :wut33:.  Immerhin gibt es dort eine alte, historische Mühle, die Wolverton Mill, welche er fotografieren kann.

                                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7604.jpg)

                                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7605.jpg)

Genauso widerwillig fährt er auf der von mir gewünschten Straße 24 Richtung Westen. Dabei ist die 24 wirklich richtig schön Scenic Drive mäßig und die Morgensonne bietet einen herrlichen Licht und Schattenkontrast auf den grau/beigen Cliffs. Das besänftigt uns beide wieder  :kuss: . Von Ferne lockt die Factory Butte, doch wir lassen sie  rechts liegen und kinpsen nur kurz.

                                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9924.jpg)
                                                                     Factory Butte                    

                                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9927.jpg)
                                                          Spielplatz für 2 Radfreaks (Shit jetzt haben wir die Harleys nicht dabei)

Auf meiner Karte ist als nächster Ort Cainville eingezeichnet und irgendwann passieren wir rechterhand ein Rodeway Inn. Ich schaue mir die Karte noch mal genauer an, aha, das war Cainville. Von hier aus kann man eine Dirtroad ins Cathedral Valley vom Capitol Reef Park fahren. Würde mich auch reizen, steht aber nicht auf unserem Programm.

Wir fahren noch einige Zeit durch eine wirklich beeindruckende Landschaftskulisse, grau-beige Cliffs durch welche die Straße hindurch geschnitten ist.  Dann schickt uns Navi Nokia, und ich lasse es diesmal gewähren, nach links ab. Die Richtung stimmt ja, doch leider sind wir zu früh links abgebogen, es war die Old Notom Road, welche aber auch eine Abkürzung ist. Wir stoßen aber dennoch nach einigen Meilen auf die richtige Notom Bullfrog Road, die ist nämlich nigelnagelneu, frisch geteert und pechschwarz. Auf der Selben geht es dann nach Süden. Irgendwann ist aber Schluß mit Lustig und die unbefestigte Strecke beginnt, wir befinden uns auch bereits im Capitol Reef National Park. Hier ist zunächst noch, durch Bewässerung fruchtbares Farmland und wir können endlich auch mal eine sprenkelnde Bewässerung in Betrieb fotografieren. Außerdem noch ein weiteres interessantes landwirtschaftliches Gerät, welches aussieht wie ein Kreiselrechen.

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9935.jpg)
                                                        Blick von der Notom Bullfrog Road in Richtung Henry Mountains
                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9941.jpg)
                                                                 Notom Bullfrog Road

Die Straße bleibt gut und wir kommen entsprechend gut voran, Verkehr ist sehr wenig. Wir passieren den Cedar Mesa Campground und dann geht es irgendwann nach rechts ab auf den Burr Trail. Die Landschaft ist bisher schon traumhaft und spektakulär gewesen, nun wird es auch noch abenteuerlich. Es geht die Switchbacks, die Serpentinen des Burrtrails hoch, durch eine gigantische Kulisse. Wir schrauben uns 500 Meter hoch, natürlich nicht ohne Diskussionen, denn Herbert liebt es an für mich prekären Stellen, extra nah an den Rand zu fahren um möglichst, ohne auszusteigen, schöne Fotos machen zu können.

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7635.jpg)
                                                                  die Switchbacks des Burrtrails

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7636.jpg)
                                                                  Blick von fast oben

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7650.jpg)
                                                                  Blick vom Picknickplatz

Oben angekommen genießen wir bei einem kurzen Stop noch mal den Blick zurück auf die Water Pocket Falt und die Henry Mountains. Dort oben gibt es auch gleich einen Picknick Platz, doch der ist leider schon belegt. Also geht es weiter Richtung Long Canyon. Die Straße ist durchweg gut und wird recht bald auch wieder asphaltiert. Wir fahren und halten und fotografieren und fahren und halten usw. Der Long Canyon ist wirklich wunderschön und wir schrauben uns hindurch, am Ende wird dann an bekannter Stelle ein ebenso bekanntes Foto gemacht.

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7653.jpg)
                                                                  auf dem Weg Richtung Long Canyon

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9946.jpg)
                                                                  somewhere auf dem Weg

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_DSC_9984.jpg)

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9986.jpg)
                                                                    Long Canyon

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9991.jpg)
                                                                   das bekannte Long Canyon Foto

Gegen 14:00 Uhr erreichen wir Boulder und es empfängt uns auch gleich ein Restaurant, in welchem wir unsere Tanks auffüllen, das Boulder Mesa Restaurant. Mal wieder ein Hamburger für mich, diesmal ohne die obligatorischen French Fries (Pommes) und Herbert wagt sich in USA an Spagetti und ein Hefeweizen, jawohl genau so steht es auf der Flasche: Hefeweizen. Ein Bier aus der Brauerei Squatters in Salt Lake City, in welcher Herbert 2008 schon mal war.
                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_9997.jpg)
                                                                 Boulder Mesa Restaurant

Gegen 15:00 Uhr starten wir Richtung Escalante und kommen an dem kleinen Hills und Hollows Minimarkt vorbei, an welchem wir 2008 schon mal gehalten hatten. Damals war das Wetter nicht gut, um nicht zu sagen miserabel, aber diesmal lacht die Sonne von einem makellos blauen Himmel. Wir stoppen noch öfters, denn der Abschnitt von Boulder nach Escalante ist so ziemlich der spektakulärste dieser Scenic Road und entsprechend bevölkert sind auch die Scenic Views. Natürlich hört man ganz, ganz oft Deutsch.

                                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0002.jpg)
                                                            Blick in den Calf Creek Canyon

Es ist 16:00 Uhr als wir in Escalante eintreffen und wir haben müssen etwas suchen, bis wir das Circle D Motel, in welchem ich vorreserviert habe, finden. Das liegt daran, dass das Circle ein Kreis ist in welchem das D wohnt.  :verwirrt:  Nachdem uns Navi aber hartnäckig vor dieses Motel führt, erkennen wir es schließlich und checken ein. Wir bekommen Zimmer 107 und dem Chef fällt auf, dass ich schon sehr frühzeitig reserviert habe. Das ist auch gut so, denn an den wenigen Motels in Escalante steht fast überall „ no Vacancy“. Es ist schließlich Saison und auch noch Wochenende.

Das Zimmer ist ok, kein Luxus, aber alles da was man/frau braucht und wireless funktioniert hervorragend. Wir lassen uns diesmal schon etwas ausgiebiger nieder, wir bleiben ja schließlich mal für 3 Nächte am selben Fleck. Da kann frau die Koffer schon mal auspacken und endlich kann ich auch mal eine Maschine Wäsche waschen, denn um die Ecke ist eine Laundry (Waschsalon).

Wir fahren dann noch zum Tanken und erledigen ein paar Einkäufe, denn am Sonntag ist hier ziemlich dicht, nicht so wie in den größeren amerikanischenOrten, wo Shopping rund um die Woche und rund um die Uhr geht. Dann vespern wir in der Abendsonne vor unserem Zimmer, da sitzen wir auf einer Art Veranda und können die gemütlichen Abendtemperaturen genießen. Unser Queenbett ist ziemlich hoch, da müssen wir echt aufpassen nicht raus zu fallen.
 :schlafen:
Highlight: Burrtrail und die Scenic Route 12
Lowlight: Streckendiskussionen
Weitere Aussichten: Moki Marbles

PS. ich glaub jetzt sind die Bilder doch etwas recht groß?  :staunend2:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 05.11.2010, 19:21 Uhr
Wieder ein toller Tag !:D

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Marterpfahl am 05.11.2010, 20:04 Uhr
PS. ich glaub jetzt sind die Bilder doch etwas recht groß?  :staunend2: 

Das passt schon. So wirken sie noch besser.
Wenn wir nochmals Richtung "Rote Steine" fahren, dann wird die Gegend
von Escalante ebenfalls genauer inspiziert. Es ist dort einfach nur schön.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 05.11.2010, 21:58 Uhr

Hallöchen!

PS. ich glaub jetzt sind die Bilder doch etwas recht groß?  :staunend2:

Jene User, die einen halbwegs großen Monitor haben, haben keine Probleme, aber all jene, deren Monitor klein ist, müssen scrollen - nicht nur beim Bilder angucken, sondern für jede Zeile im Text.
Möglicherweise hat das zur Folge, dass einige User deinen Reisebericht nicht lesen, weil sie die Scrollerei nicht mögen.

Klar, Bilder, wie du sie im Moment hast - mit 800 x 600 Pixel - wirken schöner, hingegen können Bilder mit 600 x 400 Pixel auch mit kleineren Monitoren gut gesehen und die Texte ohne scrollen gelesen werden.


LG, Angie

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 06.11.2010, 00:03 Uhr
Wir sind noch nie auf die Idee gekommen, im Urlaub Wäsche zu waschen. :shock:
Nur mal unsere Kiddies, aber die haben auch jeden Tag das selbe angezogen und eines Tages stand dann die Hose alleine. :lol: Und schwarz war sie dann auch nicht mehr, sondern grau. :lol: :lol:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 06.11.2010, 00:11 Uhr
Wir sind noch nie auf die Idee gekommen, im Urlaub Wäsche zu waschen. :shock:

:shock: Ich wasche 1x/Woche :wink:
Würde ich im Urlaub nicht Wäsche waschen, hätte ich im diesjährigen Urlaub 120 T-Shirts gebraucht - so viele habe ich gar nicht :lol: Und das sind dann nur die T-Shirts, von Unterwäsche etc. noch ganz zu schweigen :lol:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 06.11.2010, 00:32 Uhr
120 T's in drei Wochen oder in 120 Tagen? :shock:
Das sind in drei Wochen 5-6 T's pro Tag?
Also ich habe morgens, mittags, zum Tee, abends und zum Nachtgebet immer das gleiche an.
14 Hemden habe ich mit, 7 kaufe ich vor Ort, meine Frau hat noch weniger mit, aber die schwitzt auch nicht.
Andernfalls müßte ich beim Hiken, ja neben Kamera, Essen und Trinken noch ein Packpferd für die Wechselgarnitur mitnehmen. :roll:
Und nein, wir stinken nicht, falls es jemand denken sollte. :lol:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 06.11.2010, 00:38 Uhr
Ne ne, Wäsche waschen ist im Urlaub tabu! Da haben wir doch gar keine Zeit dafür. Oder zumindest wollen wir keine Zeit dafür haben  :D

Meine T-Shirt-Formel ist ganz einfach Reisetage+2   8)


Die Bilder find ich übrigens OK so. Geht mit meinem Lahmar...-Internet auch super von der Ladezeit.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 06.11.2010, 00:39 Uhr
120 T's in drei Wochen oder in 120 Tagen? :shock:

Weder noch :wink: 120 T-Shirts in 60 Tagen. 1 untertags beim Wandern, 1 abends (das war auf Grund der Temperaturen dann auch wieder verschwitzt).

Also ich habe morgens, mittags, zum Tee, abends und zum Nachtgebet immer das gleiche an.

So verschieden sind die Menschen :wink:

Andernfalls müßte ich beim Hiken, ja neben Kamera, Essen und Trinken noch ein Packpferd für die Wechselgarnitur mitnehmen. :roll:

Nein, beim Hiken schleppe ich - außer für höhere Lagen - keine Extraklamotten mit :lol:

Und nein, wir stinken nicht, falls es jemand denken sollte. :lol:

Aber nein, wie kämen wir denn darauf? :lol:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 06.11.2010, 00:41 Uhr
Ne ne, Wäsche waschen ist im Urlaub tabu! Da haben wir doch gar keine Zeit dafür. Oder zumindest wollen wir keine Zeit dafür haben  :D

Ich mache es mir da immer einfach und suche eine Laundry auf. Dort wäscht und trocknet sich die Wäsche von alleine :lol:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 06.11.2010, 00:50 Uhr
Schon, aber die gute Tante Miele wäscht es doch nicht in 5 Minuten.
Auf den CG's bleiben die Washer Women immer bei der Laundry und schauen, das ihre Wäsche keine Beine bekommt.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 06.11.2010, 00:54 Uhr
Schon, aber die gute Tante Miele wäscht es doch nicht in 5 Minuten.

Das muss sie auch nicht. Ich lasse abends waschen. Während dieser Zeit überspielen sich die Fotos und Filme auf die diversen externen Festplatten, das passt zeitmäßig immer.

Auf den CG's bleiben die Washer Women immer bei der Laundry und schauen, das ihre Wäsche keine Beine bekommt.

Auf CGs sind wir nicht zu finden und in Hotels hat unsere Wäsche zumindest bis jetzt noch nie Beine bekommen.

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 06.11.2010, 12:54 Uhr
Oijoijoi  :lol: was hat mein Wäschewaschen für Gesprächsstoff gesorgt. Also bei 4 Wochen und Campingausstattung und den derzeitigen Gepäckbestimmungen nach USA habe ich knapp gepackt und ich komme ganz gut klar  :D habe aber so einen großen Kleckerer dabei, der braucht was mehr. In vielen Motels gibt es eine Laundry und mir ist auch noch nie was weg gekommen.

Diesmal habe ich in der Laundry des Escalante Campgrounds gewaschen (liegt ja gleich neben dem Circle D Motel) und hatte eine tolle Unterhaltung mit einer Frau, welche nur dort saß um ihre e-mails zu checken und zu schreiben, und Bilder überspielen und dergleichen eignet sich wirklich gut für die Wartezeit. Die meisten Maschinen packen das in 30 Minuten o. so. 

Also bisher habe ich auf jeder Tour gewaschen und es war nie ein Problem.  :abklatsch:

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 06.11.2010, 14:42 Uhr
Oijoijoi  :lol: was hat mein Wäschewaschen für Gesprächsstoff gesorgt. Diesmal habe ich in der Laundry des Escalante Campgrounds gewaschen (liegt ja gleich neben dem Circle D Motel)

Hallo Gudrun,

Wäsche waschen in der Laundry vom RV Park gehört bei uns immer dazu  :groove:. Da es "um die Ecke" vom Circle D ist und wir auch meistens mehrere Tage dort übernachten - bequemer geht's einfach nicht! Zudem liebe ich amerik. Waschsalons  :grins:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 06.11.2010, 18:31 Uhr

So also weiter, Wäsche waschen ist erledigt und wir können wieder unters Volk  :lol:


26.09.2010 Sonntag   Escalante   Moqi Hill Hike

Diese Nacht kann Herbert nicht so gut schlafen, ich wache irgendwann auf und er sitzt am Laptop und hämmert auf die Tasten ein. Bestimmt ist er auf Internetexpedition um die letzen Geheimnisse des Nokia X6 zu lüften. Die können nämlich angeblich alles was mein Delorme Earthmate Gerät auch kann. Ich versuche weiter zu schlafen und es gelingt mir auch ganz gut. Als ich dann gegen 5:00 Uhr ausgeschlafen habe ist Herbert wieder müde und legt sich wieder ins Bett. Na dass ist doch mal aufeinander abgestimmt, oder nicht.  :dagegen:

Na hier tut es ja wenigsten das Internet hervorragend und so kann ich die Tagesplanung in Angriff nehmen und Reisebericht schreiben, bis mein Schnarcher wieder bereit ist aus den Federn zu steigen. Da es hier auch wieder eine Kaffeemaschine gibt, bin ich bestens versorgt. Mein Angegrauter schnarcht selig bis fast 8:00 Uhr, derweil weiß ich schon fast nicht mehr was ich treiben soll. Alles aufgeräumt und die Wanderrucksäcke gepackt usw und so fort. Die große Wanderung können wir für heute auf jeden Fall abhaken, denn dafür ist es schon zu spät. Also wird auf einen kleineren Hike umgeplant. Die Moqi Marbles Tour eignet sich dafür doch ganz gut. Keine so weite Anfahrt und die Wanderung selbst auch angeblich moderat. Also füttere ich meine Technik mit der Route und hoffe, dass ich diesmal alles richtig mache, denn so ganz vertraut bin ich mit der neuen Technik noch nicht.



Wir frühstücken dann im angegliederten Restaurant, der Circle D Eatery. Da es Sonntag ist gibt es nur Frühstücksbuffet für 9.99 US Dollar zur Auswahl und da es schon fast halb 10:00 Uhr ist machen wir das dann auch. Ist ja schon beste Brunchzeit. Die Auswahl für ein Frühstücksbuffet ist amerikanisch mager. Bacon, Rührei, Kartoffelrösti, Buttermilchpfannkuchen und irgend so ein Crunchmüslizeugs.

 
Danach starten wir Richtung Boulder auf der SR 12 und biegen dann nach einigen Meilen auf die Old Sheffield Road ab. Das ist eine unbefestigte Straße, sie ist allerdings in recht gutem Zustand, wäre durchaus mit normalem Pkw machbar. Kaum sind wir ein paar Meilen gefahren, sehe ich doch etwas über die Straße kriechen und ich rufe: „Stoooop!, Schlange.“ Herbert hat sie gar nicht registriert. Ich also raus aus Blacky und auf Schlangenfotojagd, ich konnte sie so gerade noch erwischen. Keine Ahnung was es für eine ist, sie war auch nicht sehr groß, auf dem Bild wirkt sie viel größer.

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7689a.jpg)
                                  Schlange auf der Flucht vor uns  :lol:

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7696a.jpg)
                                    auf der Old Sheffield Road

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0031.jpg)
                                    schöner Slickrock an der Old Sheffield Road

Delorme lotst uns korrekt, wir sind uns nur am Trailhead (Wanderausgangspunkt) nicht ganz sicher ob wir auch richtig sind und fahren erst mal noch ein Stück weiter, aber dann ist klar wir waren richtig, also zurück. Am vorher noch leeren Trailhead  steht nun schon ein Auto. Nach einem Blick ist mir gleich ziemlich klar, Deutsche. Ich belle also ein guten Morgen in die Richtung und bekomme ein zurückhaltendes good morning zurück. Danach unterhalten sich die 3, zwei Frauen und ein Mann, in Deutsch. Ok, wer keinen Kontakt will, der muss auch nicht, soll mir recht sein. Ist doch auch blöd gell, da fährt man auf Staubpisten in die entlegensten Ecken Amerikas und auf wen trifft man/frau? Auf Landsleute, von denen hat man doch schließlich daheim schon genug.  :frech:


Wir rüsten uns also für die Tour, will heißen richtiges Schuhwerk an die Füße, Sonnenschutz auftragen, alles in den Rucksack was so gebraucht wird und das Gps für die Trackaufzeichnung klar machen. Dann geht es los, so genau weiß ich eigentlich nicht in welche Richtung, denn ich habe zwar die Route bis zum Ausgangspunkt geladen aber keinen Trailtrack. Von einer Beschreibung her weiß ich aber das es in Richtung eines Moqi Hill Berges geht und da ist nur einer relativ nah zu sehen und da führt auch eine 4x4 Fahrspur in die Richtung. Das waren so ganz faule, die fast nix laufen wollen.  Wir also ab in die Spur, in einigem Abstand von den good morning Deutschen verfolgt.

                             (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2249a.jpg)
                                      ab hier gehts nur zu Fuß (sollte es zumindestens)

Es ist ziemlich sandig aber doch ganz gut zu laufen. Die ersten Moqis liegen auch schon in der Gegend rum, die meisten sind kaputt, waren wohl die vielen Touristen die hier schon rumstapfen  :lachroll:.

                             (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7765a.jpg)

 Nach einer guten Weile schweißtreibendem Fußmarsch gelangen wir ganz nah an den großen roten Felsriesen, welchen ich für den Moqi Hill halte und die Fahrspur endet oberhalb eines flach abfallenden Slickrockbereiches und dort liegen sie dann rum, die Moqis. Lauter schwarze, braune oder auch mal beige Kugeln von Kirsch bis Tennisballgröße. Viele sind halb und offenbaren ihr Innenleben in einer helleren oder dunkleren Farbe oder sie sind Hohl und nur voller Sand. Schon irgendwie lustig anzusehen diese Dinger. Herbert lässt sich an einem schönen Platz nieder und gehe auf Fotoshooting Tour. Moqis ablichten in allen Winkeln und Größen, mal mit mal ohne Moos, mal ganz, mal halb, mal noch im Felsen eingebacken. Kinder hätten hier ihren Spaß fast genau so wie im Goblin Valley. Moqis mitnehmen ist natürlich verboten und ich sage zu diesem Thema gar nie nix zu meinem Süßen. Ich könnte aber wetten, dass er schon mindestens 3 in der Hosentasche hat. Mir doch egal wenn er Ärger bekommt, ist doch alt genug und wenn ich was sage, dann macht er es erst recht. Mann bin ich vielleicht schon abgeklärt!

                             (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0052a.jpg)

                             (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7724a.jpg)

                             (http://[http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7731a.jpg/img]                             [img]http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0051.jpg)

                             (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0047a.jpg)
                                          Moquis mit Bart

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                             (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2241.jpg)
                                   Tubes oder so ähnlich heißen diese Dinger


Die good morning Truppe ist auch schon eingetroffen und betätigt sich auch fotografisch in sicherem Abstand von uns gefährlichen Deutschen. Nach dem ich meine Kamera zufrieden gestellt habe, latschen wir in Richtung des großen Moqi Hills und lassen uns im Schatten eines Lebensbaumgewächses nieder. Herbert schnitzt schon wieder einen Spazierstock, er hat ja erst zwei. Wir machen etwas Rast mit Snacken und Trinken und klettern dann etwas am Moqi Hill herum, Herbert mehr, ich weniger. Bin schließlich mit Rucksack, Wanderstecken und Foto um den Hals nicht ganz so kletterfest und will nicht hier draußen was riskieren. Mein Süßer gibt sein Unterfangen den Hill zu bezwingen auch bald auf und wir machen uns auf den Rückweg.

                             (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0056a.jpg)
                                            Gras kann zeichnen!

 Irgendwie sind Rückwege immer furchtbar viel länger als Hinwege und das war auch heute der Fall, die Sonne schien Oberheiss vom stechend blauen Himmel. Nachdem der flache Slickrockfelsen, an welchem unser Nevada Blacky geparkt war, auf dem Rückweg nicht zu sehen war, habe ich mich schon mal wieder gefragt ob wir auch auf dem rechten Weg zurück sind. Aber es war ja nur eine Fahrspur hin, also sollte es doch auch nur eine zurück sein und genügend Fußspuren waren auch da, einschließlich unserer eigenen (kann man ja aber nicht immer so genau identifizieren) und überhaupt in dieser Wüste und Wüstenhitze wo das blöde Trackback von dem Gps Gerät wieder nicht mit meiner Bedienung kooperieren will, da kann frau doch schon mal zweifeln. Hab aber nix zu meinem Süßen gesagt, der guckt mich dann nur verständnislos und überheblich an und das mag ich ganz  und gar nicht nicht.


Natürlich waren wir richtig und auch recht bald wieder am in der Hitze schmachtenden Blacky, die good morning Deutschen waren schon abgerauscht. Wir schüttelten also den Sand aus unseren Schuhen lüften Blacky etwas durch und machen uns auf den Rückweg und schaffen das auch obwohl das blöde Gps Trackback Error signalisiert. Sch….Technik. Na aber Mausi hat ja sein Nokia X6 zu navigieren und das ist gerade mal kooperativer. Ach was wär das Leben heutzutage ohne Technik!
Auf dem Rückweg über die Old Sheffield Road haben wir doch glatt Gegenverkehr, eine amerikanische Lady (reine Vermutung meinerseits – sie hat schließlich einen Cowboyhut auf) zieht hinter ihrem 4x4 einen Hänger mit Pferd drin, hinter sich her und wird von einem 4x4 mit Mann am Steuer und einem auf dem Beifahrersitz verfolgt. Fahren die das Pferd zum Reiten in die Wildnis? Na ja vielleicht wohnen die ja irgendwo da draußen.

Wir gelangen wieder auf die SR12 und sind gegen 15:00 Uhr zurück in Escalante, der Meilenzähler zeigt eine Entfernung von 33 zurückgelegten Meilen an. Ich denke mal das wir so gegen 10:30 Uhr gestartet sind, also war das doch eine richtige Kurztour.

Wir nehmen unser Zimmer wieder in Beschlag und ich trabe mit Laptop bewaffnet ab in die Laundry um die restlichen Klamotten zu waschen und dabei meinen Bericht zu schreiben. Aber Pustekuchen, heute ist Sonntag und da soll wohl nicht gewaschen werden. Es funktionieren nur zwei Maschinen und die Kleine ist belegt, die große will glatt 4.50 US Dollar von mir und so viel Kleingeld, man braucht lauter Quarters, habe ich nicht einstecke. Ich merke das allerdings erst nachdem ich dem Riesengerät schon 3 Quarters in den Rachen geschoben habe und die spuckt das Mistvieh auch mit der Returntaste nicht mehr aus. Shit Waschmaschine. Also wieder alles eingepackt und ungewaschen von dannen gezogen.

Herbert verspürt Hunger, geht mir ähnlich nach der Wüstentour, also wird der Grill im Hof angeheizt und mein Süßer ist wieder mal hin und weg von der neuen Grilltechnik mit der er sich hier vertraut machen kann. Weber Kugelgrill stehen hier zur Verfügung und begeistern ihn. Wahrscheinlich werden wir Zuhause auch bald so einen besitzen, das ist dann mindestens die Nummer 21 der bisher erworbenen Grillgeräte. Na ja andere sammeln Bierdeckel oder Traktoren oder Ehefrauen.
Wir schnabullieren also alsbald dicke aber nicht fette Rindersteaks mit Tomaten, Gurkenscheibchen und Weißbrot und dazu gibt es das unvermeidliche, amerikanische Dosenbier. Also bis auf das Bier ist alles Bestens. 

Highlight: Kugeln
Lowlight: Keines nicht
Aussicht: geplant Coyote Gulch - wird aber nix - statt dessen Spooky Canyon und ein bischen Beek a Poo
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 07.11.2010, 08:45 Uhr
Noch ein paar Moquis nachgereicht:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7725.jpg)
  Lost Moqui

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7729.jpg)
   Geburt einer Moqui

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7730.jpg)
   Moqui mit Spur

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7750.jpg)
    Moqui Family

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7757.jpg)
   One and a half Moqui

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7723a.jpg)
   Flechten mit ohne Moqui

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7741a.jpg)
   on Moqui Hill
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 07.11.2010, 10:32 Uhr
Super Moqui Fotos!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 07.11.2010, 11:13 Uhr
Irgendwie scheint doch ein "Schwund" an Moquis stattzufinden. Ich zeig euch mal ein paar Fotos von 2008:

Zuerst sind noch keine Moquis zu sehen.

(http://www.imgbox.de/users/Saguaro/USA_2008/comp_IMG_0516.jpg) (http://www.imgbox.de/)

Dann aber prächtige Exemplare.

(http://www.imgbox.de/users/Saguaro/USA_2008/comp_IMG_0510.jpg) (http://www.imgbox.de/)

Und davon noch jede Menge.

(http://www.imgbox.de/users/Saguaro/USA_2008/comp_IMG_0515.jpg) (http://www.imgbox.de/)

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 07.11.2010, 13:39 Uhr
Hmm, wenn 2008 noch welche da waren und nach Deinem besuch keine mehr, dann ....... :lol:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 08.11.2010, 07:41 Uhr
Hmm, wenn 2008 noch welche da waren und nach Deinem besuch keine mehr, dann ....... :lol:


Hmmmmh   :idee:

Ach so  :grins: , nä,nä, hatten so schon mit den Kilos vom Gepäck zu kämpfen.....

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 08.11.2010, 10:17 Uhr
27.09.2010 Montag   Escalante   Hole in the Rock Road    Peek a Boo und Spooky Slotcanyons


Heute wollte ich eigentlich gerne eine Tour in den Coyote Gulch unternehmen, dafür braucht es aber viel Zeit und wir sind wieder mal nicht aus den Federn gekommen. Viel Zeit heißt hier, noch los fahren wenn es dunkel ist. Nun denn wird halt wieder mal umgeplant und es geht zum Dry Fork Trailhead und zu den Slots Canyons Peek a Boo und Spooky. Wir starten so gegen 8:00 Uhr da steht die Sonne schon ne ganze Weile am Himmel. Die Fahrt geht Richtung Boulder und nach ca 5 Meilen auf die Hole in the Rock Road, eine Schotterpiste.

Diese Piste ist im ersten Abschnitt die reinste Autobahn, Originalton Herbert. Sie ist breit und gut befahrbar, was meinen Chaffeur auch mit ca 40 mph dahin rasen lässt. Na ja so lange sie so gut ausgebaut ist komme ich damit klar, aber ganz wohl ist mir  doch nicht dabei. Die ersten langen Schotterpisten bin ich immer etwas angespannt.

Ich habe die Route auf meinem Earthmate und wir lassen uns navigieren, was auch ganz gut klappt. Die Strecke zieht sich und die Straße bleibt leider nicht in dem guten Zustand, es gibt holprige Passagen, sie wird schmaler und dann kommen schon Passagen da stehen noch große Wasserlöcher, welche aber umfahren werden können. Das strapaziert mich dann schon ein wenig, denn ich habe immer Angst das wir aufsitzen, vertraue der Geländegängigkeit unseres Nevada Blacky nicht so recht. Doch Herbert meistert das sehr gut, auch wenn ich ständig meckere, dass er für das Gelände zu schnell fährt und ab und an auch mal vorziehe auszusteigen.  Der letzte große Regen hat seine Spuren an dieser Dirtroad hinterlassen und sie sind nur grob beseitigt. Mit einem Pkw würde ich den 2. Abschnitt unserer Tour nicht machen, andere tun und schaffen das, wie wir später sehen werden.

Dann haben wir den Punkt erreicht wo wir die HITRR verlassen müssen und da wird die Straße dann erst richtig spannend, für mich zumindest, für meinen Süßen alles kein Thema. Ich habe wieder mal das Bedürfnis lieber auszusteigen als zu mit zu fahren, lasse es aber und klammere mich an meinen Sitz. Herbert meistert die letzten 1,7 Meilen bis zum Trailhead Parkplatz und ich kann mich erst mal entspannen.

Es ist mittlerweile 9:45 Uhr, wir haben 1:45 Minuten gebraucht, andere scheinen über diese Straße noch mehr zu rasen, denn ich lese was von 1,5 Stunden Anfahrt für Coyote Gulch und das liegt noch um einiges weiter südlich.  Am Parkplatz gibt es ein Register, in welches man sich eintragen soll und wer Backpacking (Rucksackwandern mit campen) macht braucht ein Permit, das kann er sich da dann auch selbst ausstellen und es ist kostenlos. Auch Dayuser (Tagestouristen) sollen sich eintragen mit Adresse und allem, vor allem Notrufadresse, falls sie verlorengehen.

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0073a.jpg)

Kurz bevor wir startklar sind kommt ein weiteres Auto hinzu, bis dato standen wir allein auf dem Parkplatz. Wir traben also los, immer den Steinmanterln nach den Hang hinunter Richtung Dry Fork. Gleich am Anfang gibt es eine leichte Klettereinlage, doch der Weg ist schön und abwechslungsreich. Als wir schon ziemlich weit unten sind, ruft es hinter uns her, ich verstehe erst nicht recht und frage noch mal nach mit: sorry? Der amerikan man, will wissen in welchen Slot wir gehen und kriegt von mir die unglaublich tolle Antwort: „no idea, we follow the cairns“. Was auch genau der Wahrheit entspricht, denn ich trage ja meine Wegbeschreibung im Rucksack, statt da mal drauf zu schauen. Wegen solchen Handelns verlaufen wir uns ja auch gerne.

                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7782a.jpg)
                                     Blick hinunter in den Dry Fork

                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2252a.jpg)
                                     Abstieg in den Dry Fork

 Über sandige Abschnitte arbeiten wir uns hinunter und dann Richtung Osten , geht man eigentlich automatisch, irgendwie. Die Sonne heizt schon ganz schön auf, es dauert allerdings nicht lange und ein erster Slot wird von Herbert linkerhand entdeckt, ich wäre glatt dran vorbeimarschiert. Ich also kurz rein, mein Süßer kommt wieder mal nicht nach, denn er muss unsere Namen und das Jahr in feuchten Schlamm ritzen und dann fotografieren. Ächz, bestimmt kommt dann auch wieder die Blümchenfotografiererei bis in den Blütenstempel, mit 6 unterschiedlichen Winkeln. (Aber die Ergebnisse sind dann oft super und ich freue mich drüber, nur Geduld ist eine Gabe an der ich noch arbeiten muss)

                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7793a.jpg)
                                        Schlammkunst a la Zimmermann
                        

Nachdem Herbert so mit seinem Kunstwerk beschäftigt ist und ich die ersten 50 Meter des Slotcanyons nicht so anziehend finde, gehe ich zurück und wir beschließen erst mal weiter zu laufen, schließlich soll es hier mehrere von den Schlitzschluchten geben und Herbert meint die meisten Spuren führen weiter. So laufen wir also im Bett des Dryfork Canyon, der ab und an mal nicht Dry ist, was die Spuren deutlich zeigen.

                           (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2259a.jpg)
                                         im Dry Fork

Wir kommen an einem Loch linkerhand in der Canyonwand vorbei und ich finde das ganz interessant aber nicht interessant genug um es genauer zu inspizieren, also weiter und wiederum ohne mal in meine Beschreibung zu schaun. Dafür müsste ich ja den Rucksack vom Rücken holen.

Irgendwann bekomme ich doch Zweifel an unserem Tun und wir marschieren zurück. Dabei inspiziere ich dann die Öffnung in der Canyonwand genauer und siehe da, dass muss der berühmte Peek a Boo sein. Großartig, um da rauf zu kommen bräuchte ich doch glatt Seil und Haken. Ich versuche es trotzdem und schaffe mit der Hilfe meines Angegrauten die erste Hürde und kann schon mal einen Blick hineinwerfen.


                           (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7823a.jpg)
                                          Peek a Boo (Peek a Poo?)  :pfeifen:
                
Herbert schnitzt derweil an seinem Wanderstock weiter. Die zweite Hürde ist mir ohne Hilfe zu riskant und dass Herbert hinterher kommt möchte ich auch nicht, wegen seiner Brandverletzung am Bein. Also mach ich ein Bildchen und arbeite mich wieder zurück, was schon ganz schön Angstschweißtreibend ist und mir die Horrorvorstellung gibt hier in der Wildnis abzustürzen und mir was zu brechen. Wie haben die das alle bloß gemeistert, die Jenigen welche die schönen Fotos ins Web stellen.

                           (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7824a.jpg)
                                             na - wie geht das denn hier weiter

                           (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2263a.jpg)

                                              Blick hinein in den Peek a Boo

 Erst später (Dummheit muss bestraft werden) werde ich merken, dass man/frau gar nicht zurück muss, da es einen Ausstieg am Ende gibt. Ich trage zwar die Beschreibung in meinem Rucksack spazieren, aber zu diesem Zeitpunkt da mal nachzuschauen kommt mir nicht in den Sinn  :bang: . So wird Peek a Boo für immer vor uns verschont bleiben.
Wir marschieren also zu dem von mir als langweilig eingestuften Slot, bin ja schließlich schon Antelope Canyon geschädigt. Unterwegs kommt dann noch die Blümchenfotografiererei, grad wo es so richtig schön heiß wird und warten in der Sonne so angenehm ist. (Später suche ich Euch mal ein paar gelungene Beispiele raus)

                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7836a.jpg)

Der Spooky Canyon, ich vermute mal das er es ist, wird weiter drinnen dann doch noch recht schön, wenn auch nicht gerade atemberaubend. Der Boden ist teilweise noch ziemlich feucht von der letzten Flashflood. Die Vorstellung hier drinnen von Wasser überrascht zu werden, ist nicht unbedingt erheiternd. Nach kurzer Zeit hören wir Stimmen hinter uns, wir sind also nicht mehr allein hier drinnen. Eine 4 köpfige Gruppe Amerikaner überholt uns bald, weil wir uns mit fotografieren etwas Zeit lassen. Doch sie geben bald auf und kehren um, es wird nämlich immer Schlammiger.

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0099a.jpg)

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0098a.jpg)

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0094a.jpg)

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0095a.jpg)

Herbert wählt einen großen Stein als Rastplatz aus, hier im Slot ist es nämlich herrlich kühl. Ich erkunde den Slot noch etwas weiter, gebe dann aber auch auf, weil eine riesige Wasserpfütze da ist und ich mir keine nassen Füße holen will. Nach kurzer Rast geht es zurück, seltsame Geräusche erregen unsere Aufmerksamkeit. Es klingt wie eine Mischung zwischen Bellen und hellem Glucksen. Ich sehe auch mal eine Krähe im Slot fliegen und tatsächlich ist sie auch der Ursprung des seltsamen Glucksens. Ein Pärchen und die Geräusche klingen nach Brautschau, für mich halt, denn solche Geräusche habe ich noch von keiner Krähe gehört und hier im Slot hallt es auch noch so intensiv. Wir treffen kurz vor dem Ausgang noch 2 englisch sprechende Menschen, männlicher Machart und auch sie lauschen auf die Töne. Sie haben so was auch noch nicht gehört.

Nachdem wir nun erst mal Slotcanyon gesättigt sind und uns der Spooky nicht so tiefe Einblicke gewährt hat, wird der Rückweg angetreten, die Sonne brennt mittlerweile gnadenlos heiß auf uns herab. Wir arbeiten uns den Dry Fork wieder hoch, was bei der Hitze weit weniger angenehm ist als runter. Nevada Blacky brät auch in der Sonne, er ist aber nicht mehr so einsam auf dem Parkplatz, denn da stehen jetzt schon 3 weiter 4x4 Autos plus ein ATV (all Terrain Vehicle oder zu deutsch Quad) und siehe da, doch tatsächlich ein ganz normaler PKW, ein Chrysler PT Cruiser (Gangsterautoformatauto). Wie der das wohl gemeistert hat hierher zu kommen.


Wir lüften Blacky und schlichten uns hinein und ab auf den Rückweg. Dabei wollen wir noch Devils Garden mitnehmen, das soll ja nah an der Hole in the Rock Road liegen. Auf dem Rückweg bin ich viel entspannter und muss gar nicht mehr aussteigen. Es ist mittlerweile direkt Verkehr auf der Straße wir haben mehrere Begegnungen. An einer sehr holprigen, aber breiten, weil schon umfahrenen Stelle kommt uns so ein amerikanischer Riesen 4x4 entgegen und der braust über die Rumpelstrecke als wär das gar nix. Allerdings möchte ich da nicht im Auto sitzen, die wurden ganz schön durchgeschüttelt, fanden das aber recht lustig.

Wir gelangen entspannt am Devils Garden an, dort steht nur ein Auto. Es gibt sogar eine WC Anlage und Picknickarea mit Grill, da hat Herbert wieder was zum fotografieren. Diesmal beschließe ich die Beschreibung vorher durch zu lesen und verziehe mich mit dem Buch von Peter Felix Schäfer unter einen schattigen Baum. Das Ergebnis hier im Devils Garden muss ich gar nix beachten, sondern soll einfach den Spuren folgen und durch die Formation flanieren, ich würde zwangsläufig auf das Highlight, den Metate Arch stoßen. Na Prachtvoll, bin ich nicht richtig gut?  :bang:


 Also tun wir genau das und es macht sogar Spaß, denn das Ganze ist überschaubar und die schönsten Hoodoos sind sowieso am Anfang.

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                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0130a.jpg)


Der Metate Arch findet sich auch und wird abgelichtet. Wir klettern noch etwas über die runden Felsformation und treffen die amerikanische Familie, denen das andere Auto gehören muss. Sie sind auf Lizardfang (Eidechsen), der Vater hat einen Käscher dabei, wie ich ihn für Schmetterlingsfang kenne, scheinbar funktioniert das auch mit Eidechsen.
Die Sonne sorgt dafür, dass wir schnell Genug haben und uns auf den Heimweg machen. Mein Schädel fängt an zu pochen und Hunger haben wir auch.

In Escalante hole ich mir erst mal eine Cola light und Herbert füllt seinen Biervorrat auf. Ich hoffe die Cola entspannt meinen Schädel, aber das gelingt nicht. Die Kopfschmerzen wachsen sich doch tatsächlich migräneartig aus, Gott sei Dank habe ich wenig gegessen. Ja und dann war ich erst mal flach und habe gelitten, zum ersten mal habe ich Migräne im Urlaub. Was soll denn das blos? Gott sei denk geht das Ganze relativ schnell vorbei und ist nicht ganz so schlimm wie manchmal daheim. Um 19:00 Uhr geht es mir wieder einigermaßen und ich krieche aus dem Queensizebett. Herbert hat sein letztes Steak gegrillt und mir Kamillentee gekocht. Ist das nicht schön?


Wir machen noch eine Spazierfahrt in und um Escalante, damit Herbert noch ein paar Kühe und die einheimischen Wohnverhältnisse fotografieren kann. Es gibt hier wirklich Rhönhildes (Rhönschafe), ich habe sie fotografiert, ist allerdings nicht scharf geworden.

                          (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7900a.jpg)
                                         unscharfe Rhönhildes (Rhönschafe)

So ist wieder ein Tag zu Ende und morgen ziehen wir weiter in den Kodachrome Basin State Park in eine Cabin, die uns für fast eine Woche gehört. Auf dem Weg dorthin wollen wir noch mal im Bryce Canyon vorbei und dort eine Tour machen, bei hoffentlich schönem Wetter. Bei unserem letzten Besuch 2008 hat es dort nämlich ordentlich gewittert und da geht Frau Gudrun nicht hiken, nä nä.


Highlight: Spooky und Devils Garden
Lowlight: Frau Zimmermann sollte besser ihre Informationen lesen
Aussichten: Wanderung im Bryce Canyon
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 08.11.2010, 10:19 Uhr
Mist, jetzt bin ich wohl auf absenden gekommen und war doch noch gar nicht so weit, fehlen doch noch die meisten Bilder. Na mal sehen was sich da machen lässt.


Ahhh - Ändern geht ja noch - na dann iss ja guut.
 :idee:

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 08.11.2010, 18:26 Uhr
Hallo Gudrun,

:respekt: wie du den Peak-a-Boo gemeistert hast (vor allem den Abstieg  :applaus:). Dein Mann hätte übrigens sehr lange auf dich warten müssen, wenn du ganz durch gekrabbelt wärst  :grins:.

Igitt - Schlamm im Spooky  :staunend2:. Bei uns war der f...trocken und sandig  :grins:. Bei der Schlammkunst habe ich zuerst GZSZ gelesen  :grins:, aber das ist ja ne Soap.

Der Slotcanyon-Tag hat mir sehr gut gefallen  :groove:, ich mag die engen Röhren.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 08.11.2010, 19:11 Uhr
Als ebenfalls Migräne-Leidender hab ich mit Dir gefühlt. Allerdings hatte ich noch gar nie im Urlaub einen Migräneanfall. Noch nicht mal als ich völlig ausgedörrt mit meiner Erkältung von der Wave bei 30°C zurückgekommen bin. Toi toi toi.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 10.11.2010, 10:45 Uhr
28.09.2010 Dienstag   Escalante – Kodachrome Basin State Park via Bryce Canyon


Wir sind wieder mal um 4:00 Uhr früh wach, das kommt davon, dass wir immer so bald in die Federn gehen  :schlafen: . Aber ich finde das gar nicht so schlecht, da kann ich schreiben und recherchieren usw  :lesend: . Ich fange bald zu packen an und gegen 7:45 Uhr sind wir startklar. Das Escalante Visitor Center, welches wir auf der Fahrt Richtung Henriville endlich entdecken, hat um diese Stunde natürlich noch geschlossen. Also fahren wir uninformiert weiter.  :think:

Die Strecke ist abwechslungsreich, die vorherrschende Farbe ist helles beige.

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7908.jpg)

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0174a.jpg)

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0176a.jpg)

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0181a.jpg)

Nach einigen kurzen Fotostops erreichen wir bald Henriville, ein absolut verschlafenes Nest. Kaum bist du drin, bist du auch schon wieder draußen. Keine Tanke, kein Motel aber eine Kirche, hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein  :lachroll: . Gleich darauf kommen wir durch Cannonville, dort gibt es schon wieder fast alles, obwohl das Nest nicht viel größer erscheint als Henriville. Wir legen uns ein paar Vorräte zu, was sich aber als blöd erweist, denn in Tropic gibt es eine viel besser sortierte Grocerie und günstiger auch noch. Na, buchen wir es als Erfahrung ab.

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/DSC_0182a.jpg)

Wir fahren durch zum Bryce Canyon und halten nur kurz am Visitor Center, denn ich will wissen ob  der Navajo Loop noch geschlossen ist, da gab es nämlich einen großen Steinschlag. Ich erhalte die Auskunft das alles wieder offen ist und so ziehen wir schnell weiter, denn jetzt steht die Sonne noch nicht so hoch und das ist für die Fotos besser.


Am Sunset Point machen wir uns startklar und wandern die Wall Street Serpentinen hinab, ja das heißt wirklich so, keine Ahnung warum. Der Navajo Loop ist natürlich der beliebteste Trail und entsprechend bevölkert, aber es ist erträglich. Vor allem die Temperaturen sind noch erträglich. Unterwegs sind etliche Nationen, Schweizer, Franzosen, Japaner, Amerikaner und natürlich wir. Was uns richtig gefehlt hat waren doch die Sachsen, ja nu, wo woarn die denn bloos?  :pfeifen:

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Die Kameras sind natürlich entsprechend heiß gelaufen, denn an jeder Kurve gibt es eine neue und immer wieder fantastische Aussicht auf die zerklüftete und farbenfrohe Bryce Canyon Landschaft. Die dominierenden Farben sind Weiß-Beige-und ganz viele Rottöne, dazwischen die grünen Kiefern und sonstigen Koniferen und der strahlend blaue Himmel, einfach traumhaft.  :sun:

Wir beschließen die Tour zu erweitern und schwenken auf den Peekaboo Loop Trail, wenn schon nicht der Slot Canyon dann eben den gleichnamigen Trail. Es ist wirklich wunderschön, es geht auf und ab und auf und ab. Der feine Puderstaub auf dem Trail lässt mich an Make Up Puder denken, perfekte Farben für Schminksüchtige in allen Hauttönen  :lachen07: . Irgendwann begegnen mir dann auch die faulen Menschen, welche sich von Pferden über diesen schönen Trail tragen lassen und dabei Cowboy spielen, mit riesigen Nikoncameras um die Brust (Neid,Neid,Neid).

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            ich ärgere mich heute noch, dass ich das nicht gemacht habe (das ist natürlich schon im Peekaboo Loop)

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Herbert muss natürlich zwischendurch eine kleine Klettereinlage zum Besten geben, damit es mir auch nicht zu langweilig wird und ich mich etwas ängstigen kann. Er taucht irgendwo hoch oben zwischen den Felsnadeln auf und winkt, ich finde das gar nicht witzig, nachdem das ganze Erosionsgebiet absolut fragil wirkt. Er meint er sehe den Weg und versucht eine Abkürzung. Als ich ein ganzes Stück weiter bin und von ihm immer noch keine Spur werde ich doch etwas nervös  :verwirrt: und wütend   :schmoll   zugleich. Inzwischen kommt mir der nächst Reitertrupp entgegen und alle sind fröhlich und grüßen: „How are you doing today“. Ich gehe dann ein Stück zurück, denn ich kann mir vorstellen oder hoffe wenigsten, das Herbert auch wieder zurück geklettert ist und mir nachkommt. Dem ist dann auch so.


Es ist einfach herrlich durch diese Wunderwelt aus Farben und Formen zu wandern, ich wollte das 1983 schon als ich die ersten Bilder von diesem Nationalpark sah, doch damals haben wir ihn ja dann doch nicht besucht und 2008 war das Wetter zum Wandern zu schlecht.

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Irgendwann gelangen wir an eine Kreuzung an welcher wir eine Änderung unseres Planes vornehmen. Da wir noch relativ hoch oben sind und für den Rückweg wieder hinunter und dann erneut nach oben müssten, beschließen wir den 1,8 Kilometer langen Aufstieg zum Bryce Point. Von dort können wir dann mit dem regelmäßig verkehrenden Shuttle zum Sunset Point zurückfahren, wo unser Nevada Blacky auf uns wartet.

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Gesagt getan und wir schrauben uns immer höher und höher, bald liegen uns die Felsnadeln zu Füßen. Der Pfad ist auch immer wieder im Schatten, so dass es ganz angenehm zu laufen ist. Ich merke jedoch die Höhe und muss ganz schön schnaufen.  Oben angekommen haben wir das Glück das der Shuttle auch fast sofort kommt und wir können zurückfahren.

Am Sunset Point füllen wir unsere Wasservorräte erst mal auf und dann geht es ab durch die Mitte, auf Richtung Kodachrome Basin State Park. Dort werden wir für ganze 6 Nächte Quartier beziehen. In Tropic wir erst noch mal eingekauft, Herbert hat schließlich kein Steak mehr um zu grillen. Wir sind gegen 14:30 Uhr im State Park und erhalten von dem freundlichen State Park Ranger einen Papper für Blacky, mit welchem wir nun 6 Tage lang ein und aus fahren können, Geld will er keins von uns. Die Cabinübernahme klappt problemlos, wir haben die Nummer 6 ganz am Ende der Reihe, das ist auch wunderbar.

Wir betreten unser neues Zuhause und es gefällt uns ausnehmend gut, ein riesiges Kingsizebett und viel Platz Drumherum. Es gibt einen Kühlschrank, eine Kaffeemaschine und eine Mikrowelle. Wir erleichtern also Nevada Blacky um einiges an Fracht und breiten uns aus. Der Blick von unserer kleinen, mit Bank und Tisch bestückten Veranda ist absolut gigantisch.

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                                leider unscharf der Fotoapparat war total erschöpft  :frech:

Die typischen Kodachrome Silhuetten, direkt vor unserer Nase und ich stelle mir gerade die Sonnenuntergangsstimmung vor.
Dann wird natürlich sofort gegrillt, schließlich haben wir uns das nach dem Navajo-Peekaboo Loop Trail – Bryce Point Hike auch verdient und dazu ein paar kühle Bierdöschen.

Danach checke ich unser Mobilefähigkeit und die ist natürlich gleich null.  Kann man/frau ja auch schließlich nicht erwarten mitten in der Wüste zu sein und dann noch Handyfähig. Auch auf Wireless in der Cabin müssen wir für die Schönheit der Lage verzichten.
Nun muss ich mich allerdings heute noch bei Steve Dodson von der Paria Outpost melden, um unsere Tour für den 30.09. zu bestätigen und  ich stelle fest ich habe seine Telefonnummer nicht notiert, sondern nur den Ausdruck mit der e-mail und da steht keine Telefonnummer drauf.  :bang:

Ich marschiere also erst mal in das Cabin Office, welches auch gleichzeitig ein kleiner Laden ist und erkundige mich nach den Wirless Möglichkeiten, doch der junge Mann dort ist selbst etwas hilflos, er hat zwar Wireless, aber es funktioniert grad nicht. Mit der Telefonnummer kann er mir auch nicht weiter helfen. Dann fahre ich zum Parkeingang und dort bei den State Park Rangers wird mir geholfen, der nette, sympathische, junge Ranger  :rollen:  geleitet mich an einen Platz im angefügten Shop und ich könnte meinen Läppi sogar einstöpseln, so denn ich nicht vergessen hätte den Adapter mit zu nehmen.

Leider ist die Leitung ziemlich lahm und es dauert seine Zeit bis ich ein ordentliches Ergebnis habe und die Seite von der Paria Outpost geladen ist. Zumindest habe ich schon mal eine Telefonnummer, dann versuche ich es mit e-mail schreiben und auch das dauert und dauert. Der nette Ranger hat wenig zu tun und so unterhalten wir uns und tauschen Informationen aus.

Nachdem das Internet so lahm ist darf ich dann sogar von seinem Büro aus telefonieren und kann so unsere Tour Reservierung mit Steve gleich klar machen.  Alles paletti am Donnerstag um 8:00 Uhr müssen wir in Big Water sein.

Ich bedanke mich bei Joey, so heißt der nette Ranger nämlich  :abklatsch: , und rausche wieder ab. Nu habe ich aber die schönste Zeit, den Sonnenuntergang verpasst. Herbert sitzt auf der Veranda und genießt die golden hour. Das Licht ist fantastisch und wir genießen die Stille und die traumhafte Kulisse, bei Bier und Popkorn. Ja ich lerne Mikrowellenkochen, denn es war eine Mikrowellenpackung Popkorn für uns bereit und die habe ich gepoppt, witzige Sache!
 
Wir schauen uns dann noch unsere Bryce Canyon Bilder an genießen den wunderschönen Sternenhimmel und verschwinden um 21:30 Uhr in unserem Kingsizebett, schließlich sind wir ja schon wieder seit 04:00 Uhr wach.
 
Und schnarch  :schlafend: . (interessanterweise schnarcht Herbert hier weit weniger und nicht so laut wie daheim) sollten wir vielleicht umziehen  :lachen07:

Highlight: eindeutig der Hike im Bryce Canyon
Lowlight: ????
Aussichten: Cottonwood Canyon Road Testfahrt und zurück über die Skutumpah Road


Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 10.11.2010, 16:48 Uhr
Das ist dann wohl der längste Aufenhalt im Basin, von dem ich je gelesen habe.
Summa Sumarum ein schöner Tag, nur das ich nie um 4Uhr aufstehen würde.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 10.11.2010, 16:57 Uhr
Der Bryce ist immer wieder schön  :groove:. Vor allem, wenn man ihn zu Fuß erkundet, auf das Muli-Shuttle  :grins: verzichtet und der eigene Mann nicht verschollen geht  :grins:.

Nachdem du glücklicherweise die Paria Post noch erreicht hast, freue ich mich schon auf eure Exkursion in die CBS und White Pocket  :groove:.

LG,

Ilona


Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Marterpfahl am 11.11.2010, 19:21 Uhr
Nachdem ich die wunderschönen Aufnahmen vom Bryce  gesehen habe, könnte ich
sofort wieder hin. Für mich ist es immer noch mit der schönste NP. Wir sind letztes Jahr
den Navajo-Trail wieder rauf. Aber es gibt, wie ja beschrieben, noch weitere Möglichkeiten,
die man unbedingt testen sollte.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 12.11.2010, 14:59 Uhr

29.09.2010 Mittwoch   Kodachrome Basin State Parke   CCR-Page-Paria Outpost-Skutumpah Road


Gemütliches Ausschlafen, das bedeutet doch glatt bis 6:30 Uhr oder so gepennt.  Nach dem auffüllen der Treitbstofftanks starten wir auf die Cottonwood Canyon Road Rumpelpiste. Wollen doch mal sehen wie sich die so fahren lässt, schließlich sollen wir morgen früh um 8:00 Uhr bei der Paria Outpost sein um unsere gebuchte Tour in die Coyote Buttes South anzutreten.

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                               Sunrise im Kodachrome Basin State Park

Die erste Meile ist auf jeden Fall ganz gut, doch dann wird es schon Spurrillig aber immer noch problemlos. Herbert rast mir für solche Pisten, wie meist, zu schnell und ich sitze ziemlich angespannt daneben. Bei diesem Tempo, meistens so um die 30 mph im oberen Level, kommen wir gut voran. Man sieht teilweise, dass die Straße wohl hergerichtet war, aber von den Sommermonsunregen wieder ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Irgendwann liegt mal ein riesiger Steinbrocken auf der Strecke. Im ersten Moment sieht es so aus als wäre er frisch dahin gekullert. Doch der liegt da schon ne Weile rum und ist gut zu umfahren. Herbert meint gar er könne ihn wegschieben. Da grinse ich doch nur, aber Mann muss es versuchen und natürlich scheitern, schade das ich kein Foto davon gemacht habe. Einige kleinere Brocken haben wir auf unserer Fahrt allerdings schon aufgeräumt, ordentlich wie wir sind.

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Da dies eine Testfahrt ist wird kein Stop eingelegt und wir rauschen in 2 Stunden und 10 Minuten hinunter zur 89. Dazwischen haben wir mal die Plätze gewechselt als meine Stöhnerei bezüglich des Tempos zu arg wurde, durfte ich selbst ans Steuer und das war für mich auch viel angenehmer. Ich geb halt das Steuer einfach nicht gerne aus der Hand.


                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8205a.jpg)

Im Großen und Ganzen muss ich sagen war die CCR im Vergleich zum letzten Jahr in einem besseren Zustand, wenn auch in keinem guten. Fahrtechnisch ist sie keine Herausforderung, man/frau braucht nur genügend Zeit. Es war relativ viel Verkehr und auch Pkws wurden gesichtet, würde ich aber nicht machen, Herbert meinte: kein Problem.

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                              Candyland - leider unscharf - der Nikon war schlecht vom CCR Fahren  :lachroll:

Wir statteten dann zuerst dem Visitor Center in Big Water einen Besuch ab, kauften ein paar Karten und erkundigten uns nach dem Zustand der Skutumpah Road: „frisch gegradet war der Kommentar, im letzten Stück „ a little bit sandy““.  So beschlossen wir die Rückfahrt über diese Dirtroad zu machen. Doch zuerst ging es nach Page. Dort haben wir bei Safeway eingekauft, laufen immer noch fast mehr Deutsche dort rum als Einheimische. Kleines bischen übertrieben, aber man hört wirklich sehr viel Deutsch dort.

Die Kühltheke für die Rindersteaks ist leider leer, weil kaputt und wir dürfen einen Angestellten fragen was es so gibt. Er verschwindet mit unseren Wünschen im Hintergrund und kommt kurz darauf mit einer Packung Steaks, wie nach Wunsch und heute zum Sonderpreis, zurück. Na was will Mensch mehr. Wie richtige Amis haben wir bei Shoppingbeginn natürlich bei Starbucks einen Kaffee mitgenommen und in den dafür vorgesehenen Platz des Einkaufswagens gestellt. Trinkbar ist der eh erst nach mindestens einer Stunde, weil immer so brühheiß und wird seltsamerweise in den Plastikbechern auch nicht kalt. Bevor wir Safeways verlassen erkundige ich mich noch nach einem Barbershop für den Bart meines Angegrauten und lasse mir 4 Dollar in Quaters wechseln, denn es ist wieder mal Waschtag angesagt.

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                         mit dem Wägelchen würde ich die CBS und die White Pocket auch alleine anfahren  :grins:

Dann lässt Herbert sich dann in einem Barbershop, welcher mehr ein Beauty Salon ist, den Bart kürzen. Er meint oft hätte die junge Native das noch nicht gemacht und die Maschine hätte auch nichts getaugt. Doch nach einiger Zeit ist der Bart wieder in gutem Zustand und der Luxus kostet 4 Bucks inklusive Trinkgeld.

Danach fahren wir noch bei der Paria Outpost vorbei, das klingt alles so ganz locker als wäre es nur um die Ecke, ist dem aber nicht so. Von Page zur Paria Outpost sind es mal eben so 54 Kilometer über die 89 West. Leider ist kein Mensch da, als wir gerade wieder auf die 89 fahren wollen kommen Steve und Susan angefahren, wir halten kurz und stellen uns vor. Alles palletti und wir ziehen von dannen. Die Rückfahrt über die Skutumpah Road gestaltet sich langwierig aber problemlos, sie ist wie gesagt frisch gegradet und erscheint uns wie eine Dirtroadautobahn. Es gibt nur ganz selten ein paar Ecken wo man wirklich langsam fahren muss. Irgendwie scheint es bei dieser Dirtroad auch Zuständigkeitsprobleme zu geben, dann es gibt Schilder die darauf hinweisen das Kane County zuständig ist und sobald das der Fall ist, ist die Straße gut, wenn nicht ist dem nicht so.

Wir erfahren dann auch das es da Probleme zwischen dem Federal Government und den Countys gibt. Das Federel Government ist für die Parks und National Monument zuständig und richtet die Straßen nicht her, die Countys pflegen ihre Straßen und so kommt es zu diesen Zuständen. Bei der Skutumpah Road ist das echt witzig, man verlässt wohl immer mal wieder für kurze Strecken, einmal waren es höchstens 200 Meter die Zuständigkeit von Kane County und schon haben sie das Stück nicht gegradet. Wir passieren auch einen Grader in der Nähe der Deer Springs Ranch an welchem ein großes Plakat hängt, mit der Aufschrift: „Thank you Kane County for taking back our Roads“.

So arbeiten wir uns Richtung Kodachrome hoch und es sind sogar Wohmobile und Hook ups von amerikanischen Dimensionen hier unterwegs. Die Strecke zieht sich, aber es geht gut voran, am Ende wird es dann wirklich ab und an sandig aber nur oberflächlich. Auch an der Bull Valley Gorge rauschen wir vorbei, mein Süßer hat heute die Schnauze von Fahren echt voll. Am Willis Creek stehen etliche Autos von Hikern. Die Washdurchquerungen sind easy, aber dann geht es einen steilen Hügel hinunter, welcher nur aus Sand zu bestehen scheint. Der macht mir dann wirklich etwas Angst. Einfach runter, kein Problem ist die Anweisung meines Meisters und dem ist halt so, entsprechend langsam halt. Jetzt habe ich aber die Vorstellung da rauf zu müssen, die würde mir gar nicht behagen. Kein Problem, wie immer für den Herrn und Könner. (wir werden das auch wirklich noch mal testen)

Dann sind wir bald wieder auf Teer und entsprechend schnell in unserer Cabin im Park.  Der zusammengefasste Zeitplan sieht ungefähr so aus: Abfahrt Kodachrome Basin State Park 9:25 Uhr Ankunft 89  11:45 Uhr –Abfahrt Paria Outpost (an der 89) 14:30 Uhr – Ankunft Kodachrome Basin State Park 17:30 Uhr. Mit dem Meilenstand von 2825 sind wir gestartet und jetzt habe ich vergessen den Endstand zu notieren. Na Bravo.  :bang:

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                                   Sunset von unserer Cabin

Es gibt wie so oft Herbert Spezial BBQ und noch ein paar Bier. Für mich jetzt, welcher Luxus, einen kalifornischen Livingston Cabernet Sauvignon. Die Idylle wird lediglich getrübt von meinem Grummelmonster, welcher die geplante Tour von morgen für einen Schwachsinn hält. Na ja, es ist ja nicht gerade eine Spazierfahrt, aber das war eine mangelhafte Vorplanung von mir  :kloppen:  und nun müssen wir da durch, basta. Das Endergebnis ist letztlich wichtig und wir haben beschlossen die Tour durchzuziehen. Wir werden über die lange Anfahrt außen herum über Kanab  anfahren, denn Piste im Dunkeln behagt uns beiden nicht. Die Anfahrt über Skutumpah Road hätte ich echt in Erwägung gezogen, aber nur ohne den Sandhügel, denn den bei Nacht nö, nö.
Ich schlafe schlecht in dieser Nacht, während Herbert bald selig schnarcht.

Highlight: nichts so wirklich
Lowlight: lange Fahrerei ohne Sightseeing - deshalb die wenigen Fotos
Aussichten: Coyote Buttes South und White Pocket

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 13.11.2010, 16:14 Uhr
30.09.2010 Donnerstag      Kodachrome   Coyote Buttes South   White Pocket   Kodachrome

Um 3:00 Uhr kann Herbert nicht mehr schlafen, ich habe das Gefühl überhaupt nicht geschlafen zu haben. Nachdem mir aber Traumfetzen in Erinnerung sind, kann dem wohl nicht so sein. Um 3:30 Uhr stehe ich dann auch auf und wir nachtstücken und richten unseren Krempel her  :zaehne: . Aus diesem Grund geht es ausnahmsweise mal pünktlich um 4:30 Uhr los. Wir rechnen mit mindestens 3 Stunden Anfahrt und fahren darf ich, weil ich das Ganze ja so geplant habe, pasta. Macht mir ja auch nix aus, Hauptsache mein Herr ist zufrieden und geht mit. Er darf sich auch ganz bequem hinten rein schlichten um sein Harley Exhaust Pipe geschädigtes Bein zu schonen, indem er es hochlegen kann.  Er muss ja schließlich eine Riesentour überstehen.  :roll:

Die Fahrt geht über Cannonville, Tropic, vorbei am Bryce Canyon auf die 89 South und über Kanab zur Paria Outpost.  Die Fahrt verläuft ungestört, es ist wenig Verkehr um diese frühe Stunde. Nur einmal steht so eine Art Hirsch, ziemlich eindrucksvoll mit großem Geweih, am rechten Straßenrand und überlegt sich Gott sei Dank den Rückzug in den Wald ohne sich mit Nevada Blacky zu konfrontieren.  :kuss:  Dafür bin ich ihm unendlich dankbar und sende ein Gebet an Diana, die Göttin der Jagd. In Kanab tanken wir kurz auf, Benzin für Blacky und Kaffee für uns. Der Oldy an der Kasse will wissen wo wir herkommen und wo wir hinwollen, er ist sehr nett und seine Bude hockt schon zu dieser Stunde voll mit Einheimischen Kaffeetrinkern. Von Kanab aus ist es nicht mehr all zu weit und wir sind nach insgesamt 2:45 Minuten an der Paria Outpost und das ist natürlich zu früh, es ist 7:15 Uhr und die Tour beginnt um 8:00 Uhr. Es gibt auch noch kein Lebenszeichen in der Residenz von Steve und Susan Dobson. So fahren wir ein Stück in die Pampa und genießen und fotografieren den Sonnenaufgang.  :sun:
 
Um 7:45 Uhr trudeln wir wieder an der Paria Outpost ein und dort ist auch schon unsere Web Verabredung aus der Schweiz vor Ort. Ein kurzes Hallo und wir freuen uns dass das alles so gut klappt.  Er macht einen sehr sympathischen Eindruck. Es gesellt sich ein amerikanisches GMC Vehikel zu uns und ein Pferdeschwanz-Käppi tragender junger Mann entsteigt ihm. Das ist Kurt, Köört gesprochen und er wird mit uns die Tour machen, wie wir erfahren.  :D

Die üblichen amerikanischen Begrüßungsrituale werden ausgetauscht: „Hi, how are you doin today“? Die übliche Antwort gegeben:“ Fine, thank you“. Susan erscheint auch alsbald und wir müssen unterschreiben, dass wir für uns selbst die Verantwortung übernehmen und auch für alle Schäden die wir der Natur oder unseren Mitfahrern zufügen. Gut damit kann ich leben. Dann wird noch unser Permit kontrolliert und am Rucksack von Herbert befestigt. Susan fragt nach unseren Wünschen für die Sandwiches, zur Auswahl stehen Turkey und Ham. Alle wollen Ham. Wir laden unser Gepäck in den GMC Schlitten, er hat gehörig High Clearence und macht einen guten Eindruck. Ich bin ganz entspannt, weil wir nicht selber fahren müssen, ein echter Luxus.  :groove:

Schnell noch ein letzter Besuch im Restroom und dann schlichten wir uns in das Auto. Mit uns fahren noch ein amerikanisches Pärchen, welche eine 2 Tageswanderung im Buckskin Gulch bis zum Mother Point Campground machen wollen und den Shuttleservice von der Paria Outpost in Anspruch nehmen. Sie werden uns am Wire Pass verlassen . Dann gehört noch ein 83 jähriger Amerikaner zu unserer  Truppe, er hat einen seltenen Namen, ich weiß nicht wie man/frau den schreibt, es klingt wie Claim und Kurt (Köört) spricht ihn wie Klämm aus. Er sieht zwar fit aus, aber ich bin gespannt.

Wir werden für die Fahrt schon mal mit Wasserflaschen versorgt und haben vorher von Susan schon den Hinweis bekommen, das die CBS Tour ungefähr 3 Stunden dauert und wir dafür 3 Flaschen im Rucksack mitnehmen sollen, für White Pocket bräuchten wir dann nur noch eine. Alles bestens durchorganisiert. Und dann geht es los.

Die Paria Outpost, gesprochen Bähreia Oudposd, ist nicht weit von der House Rock Valley Road entfernt uns so biegen wir bald dort ein und das Gehoppel geht los. Ich bin gespannt wie die Straße ist, wir sind sie 2008 ja schon mal gefahren. Es ist auch wirklich gleich ein ziemliches Gehoppel geboten. Doch der GMC ist gut gefedert und so ist das nicht unangenehm. Die Straße ist wirklich sehr viel schlechter als vor 2 Jahren. Im Juli gab es wohl sehr starke Monsunregen und eine sehr große Flashflood im Cottonwood Creek, man kann an einigen Stellen noch sehen wie hoch das Wasser stand oder besser geflossen ist. Köört kennt die Straße wohl in und auswendig, er macht die Tour im Schnitt 4 x pro Woche. Ich bin froh, das wir nicht selbst fahren müssen auch wenn für Herbert alles kein Problem wäre. Wäre es zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, das kommt später erst.
 
Rein gefühlsmäßig sind wir schnell am Wirepass, wo das Buckskin Gulch Hikerpärchen uns verlässt, es stehen schon einige Autos dort und hier besteht die letzte Möglichkeit einer Restroom Nutzung, bevor es ins absolute Outdoor geht. Die ersten Gruppenbilder werden geknipst und schon geht es weiter. Die Straße ist wirklich extrem schlecht aber unser Gefährt und unser Fahrer extrem gut. Bald kommt die Lone Tree Abzweigung und dann wird die Spur erst richtig abenteuerlich und ich bin schon wieder extrem froh gefahren zu werden. Herberts Kommentar brauche ich sicher nicht zu wiederholen.  :fluester:
 
Also es geht in tiefem Sand recht steil hoch und die berühmte Steinstufe wäre für mich ein Grund auszusteigen, bzw mich zu weigern überhaupt weiter zu fahren.  Unser Kurt und sein GMC 4x4 high clearence meistert das mit links. Er sitzt meist ganz lässig am Steuer und lenkt nur mit einer Hand. Es gilt regelrechte Treppen zu überwinden und tiefe Sandcreeks zu durchfahren. Diese Strecke gefahren zu werden ist ein echt, entspannter Luxus. Auch unser Kompanion aus der Schweiz würd e eine solche Strecke nie selber fahren und schon gar nicht mit einem Mietwagen. Ich würde sie mit Herbert nur fahren, wenn er genauso einen echten Geländewagen wie Köört hätte. Schon die Reifen sind ein anderes Kaliber wie unser Straßenprofil und Kurt fährt auch mit reduziertem  Reifendruck. Es gibt keine einzige Passage die für sein Gefährt schwierig wäre.  :respekt:

So genieße ich die Anfahrt zur Cottenwood Cove in vollen Zügen. Am Trailhead steht schon ein ähnliches Gefährt wie unseres. Wir schultern die Rucksäcke und Köört versorgt uns mit Wasserflaschen. Dann marschieren wir los. Eine viertel Stunde geht es durch Make up farbenen Sand, meist bergauf in Richtung der lockenden Ceijoti Bjudies Sauth (so wird es von Köört ausgesprochen). Der Marsch ist schweißtreibend und wir kommen alle ins Schnaufen nur Köört nicht. Unser 83 jähriger Claim aus Cape Cod Massachusets, hält gut mit. Wir halten uns Richtung Nordwesten und erklimmen alsbald die ersten Sandsteinpassagen und schon geht die Knipserei natürlichlos. Köört führt uns in Ecken in denen wir vor 2 Jahren nicht waren und er zeigt uns auch die schönsten Spots. Diese wundervolle Landschaft könnte der Fantasie des begnadeten Designers entsprungen sein und das ist sie ja auch. Nur ist der Name des Künstlers Natur oder Gott oder Schöpfung.

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Ich weiß nicht mehr wie lange wir durch dieses traumhafte Gebiet gelaufen sind und fotografiert haben. Köört hat uns überall genügend Zeit gelassen. Ich habe all die bekannten Spots getroffen, die ich schon aus dem Internet kannte. Ich habe nun eigene Fotos vom Half and Half Rock und all den viel fotografierten Formationen. Wir sehen eine Waveartige Formation, denn Claim ist ganz wild auf so was und er hat es leider noch nicht geschafft selbst zur Wave zu gelangen. Er entdeckt die Erde mit seinen 83 Jahren via Google Eearth und weil ihm diese Ecke so gefallen hat ist er nun hier.  :lesend:

                           (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/WhitePocket_30_09_100001Test1irfankorr.jpg)


                           (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8515a.jpg)

                           (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8527a.jpg)

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                             die Wave der Coyote Buttes South

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 Wir wandern bestimmt über 3 Stunden durch die CBS, wir treffen keinen Menschen, sehen aber ab und an welche von Ferne und hören auch noch andere Besucher. Als wir Foto gesättigt an den Trailhead zurück kehren sitzt die andere Gruppe schon gemütlich beim vespern im Schatten. Kurt begrüßt den anderen Tourguide und ich erkenne ihn von Webbildern her. Er heiß Frank ist ebenso wie Köört pferdeschwänzig und zusätzlich gewaltig tätowiert. Ich sage ihm in englisch das ich schon Bilder von ihm im Web gesehen habe und dann antwortet er mir in deutsch, da erinnere ich mich gelesen zu haben das er ja Deutscher ist.

                           :zeltfeuer:

Kurt hat Campingstühle dabei und wir machen es uns im Schatten eines großen Lebensbaumgewächses gemütlich, dann verteilt er die Lunchpakete mit den Sandwiches, ein paar Natchos und Keksen. Jeder bekommt Softdrinks oder Wasser frisch gekühlt wie es uns beliebt. Es ist herrlich gemütlich mit all diesem Zivilisationsluxus hier mitten im Irgendwo. Schweigend kauen wir, genießen den Schatten und verdauen gleichzeitig die vielen großartigen Eindrücke der Wanderung. Dann packen wir zusammen und laden alles ein. Köört verteilt gleich wieder eine Ration Wasserflaschen, denn das nächste Ziel wird angesteuert, die White Pocket.
        :nixwieweg:
Wir verlassen den Cottenwood Cove Trailhead und es geht weiter Richtung Osten, ich walte noch einige male meines Volunter Amtes und öffne und schließe Weidegatter auf dem Weg. Der Weg zieht sich ziemlich und er ist noch eine Nummer schrecklicher, wenn ich an´s selbst fahren denke. Aber so,  ein entspanntes Vergnügen. Steile, unendliche Sandpassagen wechseln sich mit Felsstufen und Waschdurchquerungen ab. Claim, der auf dem Beifahrersitz ist, erkundigt sich bei Köört immer wieder nach technischen Details des 4x4. Steve kauft die Autos immer gebraucht und richtet sie selbst wieder her, da er Mechaniker ist. Unser Gefährt hat schon 170.000 Meilen auf dem Buckel und Köört ist noch nie damit stecken geblieben. Er erklärt uns die tiefen Löcher in den Sandabschnitten sind meist durch steckengeblieben Autos entstanden. Diese Strecken werden auch nicht gepflegt, sondern einfach nur benutzt und so wie es aussieht wird die Route auch ab und an einfach einmal neu gepflügt, wenn die alte Route zu schlecht geworden ist.

Kurz nach Verlassen der Cottenwood Cove passieren wir einen riesigen Wassertank, der wird von einem Brunnen versorgt und per Leitung gelangt das Wasser dann zu den verschiedenen Tränken. Es ist das Gebiet der Poverty Flat Ranch. Wir passieren ein Cattleguard, welches ich aus Webbeschreibungen als Trailhead kenne. Man kann auch das riesige Massiv der White Pocket schon sehen, aber von hier möchte ich nicht hinlaufen müssen. Köört bringt uns natürlich viel näher ran, dafür müssen wir aber auch noch eine ganze Weile fahren. Es geht um tausend Kurven und Berg rauf und runter, durch ganz viel Sand und über lange Steinstufen Abschnitte. Wir genießen die Fahrt wirklich richtig.   :rotor: :pferd:

Am Trailhead ist eine großen Parkfläche und dort campen Einige. Ich kann 3 Zelte bei einem Auto erkennen. Köört versorgt uns noch mal  mit Wasser, einige Herren müssen auch erst mal um die Ecke, ich freue mich, dass ich scheinbar alles was ich trinke wieder verdampfe, denn meine Blase lässt mich wunderbar in Frieden.
Dann geht die Neue Eroberung los, es geht natürlich wieder durch feinen Sand uphill in Richtung der weiß leuchtenden Brainrocks. Die Farben entdecken wir erst als wir schon direkt dort sind. Es ist  ein unglaublicher Anblick, von unwirklicher Schönheit. Extraterrestrisch ist der Ausdruck den jemand gebraucht.  In Beschreibungen habe ich von Schlagsahne mit Erdbeer und Karamell, mit dem Schneebesen verquirlt, gelesen und das ist wirklich ein gelungener Vergleich. Leider ist es so, dass alle Bilder die Wirklichkeit nicht wiedergeben können, das ist uns klar und trotzdem fotografiert natürlich jeder drauf los. Der Name  White Pocket kommt  von der dominierenden Farbe Weiß und Pocket steht für die Wasserlöcher, welche vielfach zu finden sind.

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/CBS_2010_09_300001_6.JPG)

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/CBS_2010_09_300001_7.JPG)

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8704.jpg)

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8670a.jpg)

Köört führt uns wieder eine schöne Route und ich bin erstaunt über die Weitläufigkeit des Gebietes.  Wir begehen nur einen Teil davon, doch die Farbenpracht ist einfach überwältigend. Brainrocks in weiß und rosa, karamellfarbene Streifen, streiten mit dem kräftigen Rot um die Dominanz und wellen sich in großen und kleinen Schleifen und wilden Formen. Wunderschöne Muster von Flechten überziehen den Fels und sorgen zusätzlich für Struktur. Es gibt auch herrliche Blicke in die Ferne bis zu Mollis Nipple und zum Bryce Canyon, der Top Rock ist ebenfalls zu erkennen und viele, viele Teepees.

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8692a.jpg)

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8707.jpg)

                         (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8712a.jpg)

Es erstaunt mich, dass ich noch kein bisschen müde bin, sind wir doch schon seit 3:30 Uhr auf den Beinen, aber es ist einfach so aufregend, dass gar keine Zeit zum müde werden ist. Wir streifen ungefähr eine Stunde über die White Pocket, leider lässt die Sonne uns immer mal wieder im Stich, so dass wir uns mit Schattenbildern zufrieden geben müssen. Doch das tut der Schönheit, zumindest der, die wir mit eigenen Augen sehen, keinen Abbruch. Wir müssen uns jedoch losreißen, denn es ist noch ein weiter Weg zurück zu fahren.   :respekt:

Auf dem Rückweg sehe ich noch eine kleine Klapperschlange ins Gebüsch huschen, ich schieße schnell ein Foto bevor sie verschwunden ist. Die Männer jagen ihr natürlich hinterher und sind mindestens eine viertel Stunde damit beschäftigt eine gute Aufnahme  zu bekommen. Ich gehe derweil weiter zum Parkplatz und genieße die Abendstimmung in dieser Landschaft. Die vor Ort Camper haben sich mittlerweile mit Stativen bewaffnet auf Sunset Bilder Jagd gemacht. Ich begutachte noch mal in Ruhe das Gefährt, welches uns so gut hierher gebracht hat. Mittlerweile steht auch Franks Auto, dem wir schon an den CBS begegnet sind am Trailhead.

Die Rückfahrt ist spannend und kurzweilig, trotz der langen Strecke. Köört manövriert sein Auto sozusagen mit links über diese Sand- und Steinpiste. Es gibt wieder ein paar Gatter zu öffnen und zu schließen und unser Senior, als Beifahrer reißt sich richtig darum. Er hat sich fantastisch gehalten für seine 83 Jahre. Irgendwie geht es recht schnell und wir sind wieder am Paw Hole Trailhead und können noch schöne Sunsetbilder von der Paw Hole Sektion der CBS machen. Sie ist nicht ganz so farbenprächtig wie der Bereich der Cottonwood Cove. Sandhügel und Steinstufe machen unserem Gefährt auch auf der Rückfahrt nicht das mindeste aus.
Wir sind ruckzuck wieder an der Paria Outpost. Dann heißt es Abschied nehmen von der Tourtruppe und ab auf den Rückweg, schließlich liegen noch mal fas 3 Stunden Autofahrt vor uns.  :roll:
Der Rückweg zieht sich und da schlägt dann auch die Müdigkeit entsprechend zu  :augenzu: . Ich fahre die erste Etappe und gebe dann aber an Herbert ab, denn ich merke wie meine Konzentration erlahmt. Kurz vor dem Bryce Canyon wechseln wir dann noch mal, ich konnte schließlich inzwischen etwas dösen. Ich glaube es ist 22:30 Uhr als wir vor unserer Cabin vorfahren, wir laden nur noch das wichtigste aus und fallen sofort in unser Kingsizebett. Das war ein verdammt langer, aber ein grandioser Tag.  :bier:

In dieser Nacht schlafen wir beide bis 7:30 Uhr komplett durch und Herbert möchte am liebsten gleich liegen bleiben, er ist immer noch geschafft, ich bin schon wieder fit für neue Abenteuer.  :rollen:

Highlight: die gesamte Tour zur CBS und White Pocket
Lowlight: die lange An-und Abfahrt
Aussichten: Relaxen im State Park  :urlaub:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 13.11.2010, 16:26 Uhr
Das war wirklich ein ereignisreicher Tag für euch und ein Highlight jagte das andere  :applaus: :applaus: :applaus:. Die CBS und White Pocket stehen ganz oben auf unserer Liste (allerdings ohne Köört oder Steve  :zwinker:). Die Bilder sind so fantastisch, dass ich darauf gespannt bin, wie es "live" sein wird.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 13.11.2010, 16:30 Uhr
und noch ein paar Bildchen  :wink: weils so schön ist

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/CBS_2010_09_300001_2.JPG)

                          uups - issn bischen groß - ich bin da noch ein wenig am ausprobieren  :sorry:

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9575.jpg)

                              unsere Truppe (bis auf Daniel) der Fotograf
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 14.11.2010, 00:16 Uhr
Was für ein Tag! Vor allem was für eine Anreise!
Ich Köört habe ich auch gesehen an der CBS, das Gesicht kommt mir bekannt vor.

Und Ihr habt WoMo's auf der Skutumpah Road gesehen? :shock:
Wie sind die denn durch den Sand hoch gekommen?
(Nein ich will dem nicht gleich tun, wir radeln das, bis zum Sand)
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 14.11.2010, 07:55 Uhr
 @ Weizen - ja wir haben sie auf der Rückfahrt überholt, daher mussten die auch den Sandhügel nur runter fahren - aber ehrlich das hätte ich gerne beobachtet. Ich scheine da allerdings etwas überängstlich  :zuberge: zu sein, denn wir haben am Sonntag 03.10. auf dem Rückweg von Willis Creek etliche Autos mit riesen Pferdeanhängern gesehen, die mussten ja auch irgendwie dahin gekommen sein.

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: bowiepit am 14.11.2010, 09:43 Uhr
Oh what a day- da wäre ich gerne dabei gewesen!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 14.11.2010, 20:43 Uhr

Hallo Gudrun,


eben habe ich deinen gestern eingestellten Reiseberichtstag gelesen und kann nur sagen: Woooowwwwww!!!! Das war vielleicht ein fantastischer Tag! Und die Bilder - erste Sahne! :daumen:

Auf dem Rückweg sehe ich noch eine kleine Klapperschlange ins Gebüsch huschen, ich schieße schnell ein Foto bevor sie verschwunden ist. Die Männer jagen ihr natürlich hinterher und sind mindestens eine viertel Stunde damit beschäftigt eine gute Aufnahme  zu bekommen.

Hüstel :wink: Und du zeigst uns gar keines davon? :wink:


LG, Angie

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: DaniH am 14.11.2010, 21:17 Uhr
Hallo Gudrun

Auf deine Beschreibung dieses speziellen Tages war ich – als der erwähnte Schweizer Teilnehmer – natürlich besonders gespannt. Es hat mich sehr interessiert und amüsiert zu lesen, wie DU das gemeinsam Erlebte und Gesehene empfunden hast. Du beschreibst es hier in sehr lebendiger Sprache. Deine ausführliche Schilderung des Tages, besonders auch der Schaukel- und Rüttelfahrt sowie der unglaublichen Schönheit von CBS und WP, bereichert meine Erinnerung nun zusätzlich. Durch deinen Tagesbericht habe ich übrigens auch noch das eine oder andere erfahren, das ich nicht wusste, z.B. das Wanderziel des mitfahrenden Pärchens, u.a.

Ihr hattet da schon gewaltig lange und erlebnisreiche 24 Stunden! Schön, dass ihr, wenn auch bei nachtschlafender Zeit, wohlbehalten wieder bei eurer Cabin angelangt seid.

Den weiteren Verlauf eurer Reise werde ich hier gerne verfolgen.

Gruss
Daniel


Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Anne05 am 14.11.2010, 22:03 Uhr
Ach - bei Deinen lebhaften Beschreibungen kommen schöne Erinnerungen hoch!
Wir haben die Tour zu WP und CBS im letzten Jahr mit Steve gemacht - das war das Highlight unserer 2009er Tour, sodass wir sogar unsere Wave-Permits zurück gegeben haben, weil CBS und WP für uns nicht zu toppen waren ...

Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich von den "Eskapaden" deines Angegrauten lese  :lol:
Das geht mir mit meinem Göga nämlich ganz genau so - macht sich immer selbständig, klettert hier, guckt da, ist schon mal völlig verschwunden ... da kann einem schon mal besser werden, gelle? Ich leide beim Lesen solcher Passagen auf jeden Fall mit Dir!

Übrigens würde mich auch ein Bild der Schlange interessieren ...  :D
Freue mich auf den weiteren Bericht!

LG
Anne

... Die CBS und White Pocket stehen ganz oben auf unserer Liste (allerdings ohne Köört oder Steve  :zwinker:)....

Wir haben im Nachhinein einige Male festgestellt, dass Leute, die auf eigene Faust dort waren, die CBS "von unten", also ab den Cottonwood Teepees (ab Parkplatz "halbrechts") angesteuert haben und dann in den wundervollen, oberen Bereich mit den ganzen phantastischen "Nebenschauplätzen" gar nicht mehr gegangen sind ... aber genau dort sind die bekannten Formationen, z.B. der "half and half rock"  und die wunderbaren rosa/gelb/lila Hoodoos und Türme.
Daher solltet Ihr auf jeden Fall, wie von Gudrun beschrieben, zunächst den beschwerlicheren Weg (ab Parkplatz nach "links oben"  :D) nehme, um dann von oben nach unten alles zu erkunden - es lohnt sich!
(Die Wegbeschreibung ist wohl nicht sehr professionell  :lol: ... wenn Ihr auf dem Parkplatz steht, seht Ihr aber sicher, was ich meine. Solltet Ihr jedoch schon einmal dort gewesen sein, dann vergiss mein "Geschwafel" ganz einfach  :lol:)
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 15.11.2010, 00:29 Uhr
(Die Wegbeschreibung ist wohl nicht sehr professionell  :lol: ... wenn Ihr auf dem Parkplatz steht, seht Ihr aber sicher, was ich meine. Solltet Ihr jedoch schon einmal dort gewesen sein, dann vergiss mein "Geschwafel" ganz einfach  :lol:)
Also ich hab sie verstanden. So schlecht war sie also nicht.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: americanhero am 15.11.2010, 01:06 Uhr
wir haben auf unseren Trips zur CBS und White Pocket ja schon sowohl Steve als auch Kurt getroffen. Sind zwei klasse Guides.
Da wir ja imemr selbst fahren, sehen wir die beiden immer nur sporadisch vor Ort mit Kunden.
Irgendwann fahren wir auch noch mal hin, Besuch Nummer 6 muss einfach sein  :D :D :D
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: americanhero am 15.11.2010, 01:09 Uhr
Zitat
(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_7689a.jpg)

Das ist uebrigens eine fluechtende Gopher Snake  :wink:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 15.11.2010, 17:17 Uhr
(Die Wegbeschreibung ist wohl nicht sehr professionell  :lol: ... wenn Ihr auf dem Parkplatz steht, seht Ihr aber sicher, was ich meine. Solltet Ihr jedoch schon einmal dort gewesen sein, dann vergiss mein "Geschwafel" ganz einfach  :lol:)

Nein, wir waren noch nie dort und aus dem "Geschwafel"  :zwinker: sprich den Tipps lernt man. Wenn ich dann noch die falschen Stellen besuche, dann bin ich selber schuld  :lolsign:. Dankeschön für die Info  :daumen: :abklatsch:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 15.11.2010, 18:57 Uhr
 :fluester: :abklatsch: :rotor:

@ alle - Danke für Eure Kommentare
@ angie - ich schau mal nach dem Bild - wahrscheinlich war es auch eine gopher snake - für mich waren alles gleich rattlesnakes - gibts denn dort auch andere?  :lachen07:
@ Anne05 - ja mein Süßer geht gerne abseits eingetretener Pfade und vor allem gerne verbotene- dabei wollte ich ihn absolut nicht mehr aus den Augen lassen, denn letztes Jahr hat er mich auf dem Weg zu den Whaweap Hoodoos ganz schön in Schrecken versetzt, als ich ihn ganz verloren glaubte.

@ Anne05 - und 2008 waren wir alleine in den CBS und haben natürlich nur die Hälfte gesehen, weil ich so angespannt war wegen der Rückfahrt, hatten ja auf dem Hinweg schon einen Plattfuß

@ americanhero - danke für die snake info - werde gleich mal die andere snake raussuchen

@ DaniH - freut mich von Dir zu hören Daniel - ich hoffe es ist ok das ich Dein schönes Foto mit reingestellt habe - ich hatte nur eines mit Dir und wollte Dich nicht ungefragt veröffentlichen  :rotor: Deine Fotos sind eh mit Sicherheit viel besser

Gudrun

(morgen geht es hoffentlich weiter)  :nixwieweg:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 15.11.2010, 19:34 Uhr
(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_8731.jpg)

ich bekomme das snakchen leider nicht größer - sieht mir schon eher wie die gopher snake aus - Mist - jetzt muss ich wieder in den Südwesten, ich will doch auch mal ein Klapperle sehen.   :wink: aber ich habe zumindest noch ne Tarantel zu bieten - kommt demnächst.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 15.11.2010, 22:54 Uhr

Danke für das snakechen :wink:
Und Tarantel? Ok, kannst schon ein Foto zeigen, da macht es mir nichts aus :wink: Ansonsten zählen diese Tiere nicht unbedingt zu meinen Lieblingen :wink:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 16.11.2010, 10:36 Uhr
Wow, Dein Bericht von den CBS und der White Pocket macht mir echt Lust. Da müssen wir auch unbedingt mal hin, nachdem wir dieses Jahr ja endlich die Wave sehen durften wäre das das Ziel fürs nächste mal...
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 16.11.2010, 11:40 Uhr

01.10.2010 Freitag   Kodachrome Basin State Park-Angels Palace Trail-Faulenzen-Panorama Trail

Heute ist Relaxen angesagt, mein Harley Exhaust geschädigter und Extremtour Bewältiger braucht dringend Erholung. Ich kann ja jederzeit meinen Bewegungsdrang auf den Trails im Park austoben. Wir frühstücken also gemütlich und laden und sichern unsere Bilder und wissen uns mit unserem Krempel zu beschäftigen. Gegen Mittag schlüpfe ich in meine Wanderschuhe und schultere meinen Rucksack, ich will den Grand Parade Trail laufen und mein Grauer wird für mich kochen, bzw grillen. :essen:

Ich laufe also los, meinen Parkplan in der Hand und kann schon mal nicht genau ausmachen wo der Trail startet, denn die Cabins sind da nicht eingezeichnet. Also laufe ich mal Richtung Campground los und nach kurzer Zeit kommt auch wirklich das Trailhead Schild Grand Parade Trail. Ich knipse ganz ordentlich das Schild, will ja schließlich den Nachweis erbringen diesen Trail gelaufen zu sein. Dann geht das Desaster auch schon los. Der Trail geht überhaupt nicht in die entsprechende Planrichtung und dann bin ich auch schon gleich vom Pfad abgekommen. Pfd, das kann doch alles nicht stimmen, nach meinem Plan geht es nach Norden, dieser Pfad verläuft eindeutig nach Süden. Also kehre ich mal gleich um und gehe noch ein Stück nach Norden die Straße entlang. Mistplan ist mein „Originalgedanke“.  :help:

Der nächste Trailhead lautet auf Angel Palace Trail, klingt auch nicht schlecht und ist laut meinem Mistplan ein wirklich kurzer Trip, der hoch hinaus geht. Ganz nach meinem Sinn, also Grand Parade Trail wird mal schnell fallen gelassen und ich marschiere in den Faulenzer Trail zum Angels Palace. Es geht gemütlich in einen kleinen Canyon und dann geht es hinauf auf rote Felsen. Dort sind etliche Parkbesucher mit mir unterwegs und hier treffe ich heute mal überhaupt keine Deutschen, alle original amerikanischer Art.  :usa:

Ich schlängel mich weiter hoch und nachdem ich ja schon am Parade Trailhead festgestellt habe, dass ich den Foto vergessen habe, welches Unglück, muss ich doch glatt mit dem Nokia X6 knipsen und das Sch….ding spiegelt derart in der Sonne, dass ich überhaupt nicht sehen kann was ich da auf digitalem Wege festzuhalten versuche.  :wut33:  Na denn, halt einfach mal drauflos geknipst. Immerhin weiß ich ja schon wie es geht, das ist doch schon mal was.

 Oben angekommen gibt es hier doch glatt ganz ausgesetzte Pfade um gute Photospots zu erreichen, also nää, ich habe dazu heute keine Lust. Es geht echt rechts und links in die Tiefe, der Pfad ist zwar mindestens 2 Meter Breit, aber ich brauche das heute grad nicht. Also schraube ich mich weiter über das Plateau, genieße die Aussicht und kann auf unsere Cabin blicken, da ist auch mein Süßer zu sehen und er heizt den Grill an.  Na wenn das mal keine guten Aussichten sind. Die Runde ist wirklich nicht lang, da die Sonne aber schon ganz schön knallig vom Himmel brennt, bin ich froh auf keinen größeren Trail eingestiegen zu sein. Ich verlasse die schöne Aussicht  wieder und begebe mich Richtung Barbecue.  :essen:

Das Essen ist so gut wie fertig als ich zurückkehre und so bin ich mit dem Service und der Welt zufrieden, ein kühles Bierchen, auch wenn`s ein amerikanisches ist, und frau kann sich nach genüsslichem Lunch getrost zur Mittagsruhe begeben. Das Leben kann so schön sein.  :bier:

Nach dem Relaxen treiben wir so dies und das, planen (natürlich nur ich), Sudoku lösen (natürlich nur er) und so ist es Ruckzuck später Nachmittag. Mein Bewegungsdrang meldet sich mal wieder und ich gehe den nächsten Trail an. Panorama Trail klingt doch gut, also Rucksack geschuldert und los geht es. Um 19:00 Uhr soll ich wieder da sein, denn dann gibt es Spagetti mit Tomatensoße, vom Herrn serviert. Ob das anhält, ich weiß ja nicht.  :verwirrt:

Diesmal finde ich doch glatt gleich den rechten Einstieg und kann mich auf Panorama freuen. Eine tote, exotische Spinne ist mein erstes Fotomotiv, ich habe den Foto diesmal nicht vergessen.

                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010015Nikon.JPG)

                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010012Nikon.JPG)

                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010014Nikon.JPG)

Dann zieht sich der Trail und es gibt ein paar witzige Umwege, welche nichts bringen, nerv. Der Trail ist nicht anstrengend und hat kaum Höhenunterschiede, einmal komme ich an einer kleinen Höhle vorbei, an deren Außenwänden lauter Handabdrücke in den Sandstein eingraviert sind. Im ersten Augenblick sieht es fast archaisch aus, doch ich glaube das ist Felsmalerei neueren Datums. Ich knipse es trotzdem.

                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010013Nikon.JPG)

Dann erreiche ich die secret Passage, eine Schleife bei welcher es schöne Teepees zu erkunden gibt. Leider ist dieser Bereich schon im Schatten und entsprechend werden meine Fotos.

                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010008Nikon.JPG)


                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010009Nikon.JPG)

                                    Teepeehs a la Kodachrome
                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010010Nikon.JPG)

Der Weg zieht sich und mir ist anhand der etwas unzureichenden Karte nicht ganz klar wo ich mich eigentlich befinde.  :help: Es beunruhigt mich etwas, dass ich mich immer noch vom Trailhead weg bewege und mir läuft die Zeit davon. Die Sonne steht schon recht tief, die verabredete Abendessenszeit rückt näher und näher. Der gesamte Trail soll 3 Meilen, also so ca 5 Kilometer sein und ist einer der  längsten hier im Kodachrome Basin State Park, aber was sind schon 5 Kilometer, die laufe ich doch locker in einer knappen Stunde.  :nixwieweg:

Ja, halt scheinbar nicht, wenn frau immerzu in die Landschaft guckt und Fotos macht. Meine Sorge ist auch meistens das Verlaufen, denn darin bin ich ja gut, als Pfadfinderin völlig ungeeignet. Aber es sind ja ständig die Trailzeichen vorhanden, also kann ich wohl nicht falsch sein. Endlich geht es auch in die von mir gewünschte Richtung und ich beschleunige meine Schritte, werde aber immer wieder abgebremst, denn die Sonne geht ihrem Untergang entgegen und das Licht ist einfach zu schön um nicht ständig zu fotografieren.

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010003Nikon.JPG)

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010007Nikon.JPG)
                                          der schöne Zebrastein hat "Hallo" zum mir gesagt

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010005Nikon.JPG)

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010011Nikon.JPG)

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010002Nikon.JPG)
                                   Ach, dieses Rot.......
                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010006Nikon.JPG)

Die Trailspur weißt auch Bikespuren auf, hier ist heute schon ein Fahrradfahrer unterwegs gewesen, das stelle ich mir auch ganz nett vor. Ich bin dann doch recht schnell wieder am Trailhead und schaffe es so pünktlich um 19:00 Uhr an unserer Cabin einzutreffen. Dort ist das Abendessen bereits servierfertig, echter Luxus. Es gibt Spagetti mit Tomatensoße, gekocht in der Mikrowelle, in einem umfunktionierten Wasserbehälter. Herbert hat sogar den Salat (Gurke und Tomate) dekorativ angerichtet, ist sonst gar nicht seine Art, die Ästhetische. Ich werde also total verwöhnt, sollte ich da etwa argwöhnisch werden?  :kratzen: :essen:

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Kodachrome_2010_10_010004Nikon.JPG)

Wir genießen das Abendessen und die schöne Aussicht auf der kleinen Veranda unserer Cabin und sind rundherum zufrieden.

Highlight: Abendlicht auf dem Panorama Trail
Lowlight: Foto vergessen auf dem Angels Palace Trail
Aussichten: Cottonwood Narrows

mal sehen ob die Nokia Fotos vom Angels Palace Trail tauglich sind, dann liefere ich noch was nach. Muss sie erst noch finden  :mrgreen:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 16.11.2010, 11:55 Uhr
Ok, sie waren doch nicht so gut versteckt, wie ich dachte.

Also hier noch 3 Angels Palace Trail Bilder als PS  :wink:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/01102010016.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/01102010019.jpg)
das habe ich mich nicht getraut zu laufen und das obwohl ich schon Angels Landing absolviert habe  :verwirrt:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/01102010021.jpg)

ist halt Mittagssonne und Fotohandy - dafür aber doch ok  :wink:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 16.11.2010, 14:09 Uhr
Yes, hatte schlimmeres erwartet, die können sich aber sehen lassen.
Das war ja ein Faulenzertag, kein Wunder nach gestern.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: DaniH am 16.11.2010, 17:01 Uhr
@ DaniH - freut mich von Dir zu hören Daniel - ich hoffe es ist ok das ich Dein schönes Foto mit reingestellt habe - ich hatte nur eines mit Dir und wollte Dich nicht ungefragt veröffentlichen  :rotor: Deine Fotos sind eh mit Sicherheit viel besser

Kein Problem, so werdet ihr alle doch ins rechte Licht gerückt :).

Interessanter Bericht vom Tag danach! Selber bin ich ja den Panorama Trail am 29. September gelaufen und schweissnass (von der Hitze, nicht von der Anstrengung..) zum Auto zurückgekehrt.

Gruss
Daniel
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Anne05 am 16.11.2010, 19:33 Uhr
... aber ich habe zumindest noch ne Tarantel zu bieten - kommt demnächst.

Na, da habe ich ja Glück, dass ich vor Jahren eine Therapie gegen meine Spinnenphobie gemacht habe, sonst wäre Dein toller Bericht spätestens gestern nach Lesen der Ankündigung des Fotos (bzw. schon beim bloßen Wahrnehmen des Wortes Tarantel) auf der Ignoreliste gelandet ...
Wäre schade gewesen, wenn ich mir heute die tollen Fotos anschaue  :lol:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 17.11.2010, 10:44 Uhr
02.10.2010 Samstag   Kodachrome   CCR Cottonwood Narrows   Shakespeare Trail

Heute stehen die Cottonwood Narrows auf meinem Programm und den Yellow Rock würde ich auch gern erkunden. Nicht so weit weg von uns, nur leider an der etwas ungemütlich zu befahrenden CCR. Aber wenn wir schon mal hier sind, dann will ich mir das doch nicht entgehen lassen. Wir  :zaehne: und  :burger: und starten dann erst mal Richtung Cannonville um Nevada Blacky mit Treibstoff zu versorgen und einige Vorräte zu ergänzen. Es sind 7 Meilen vom Park bis dort hin und Kaffee gibt es auch für die Fahrt. Das liebe ich echt mittlerweile, im Auto, im sicheren Halter den Kaffee griffbereit für unterwegs. Allerdings nur hier im Amiland, Zuhause mache ich das nie, obwohl mein Auto jetzt auch schon  so eine Halterung besitzt, allerdings nicht ganz so luxuriös wie Nevad Blacky.
 
Die Fahrt auf der CCR ist echt nervig, der schlechteste Teil der Straße liegt mit Sicherheit hier im nördlichen Bereich. Da es für mich viel erträglicher ist selbst zu fahren als hier gefahren zu werden, habe ich auch das Steuer an mich gerissen und Herbert muss das Gerumpel und Geruppel auf dem Beifahrersitz ertragen. Er tut es meist heroisch, aber nur meist, nicht immer. Schließlich habe ich für mein Gemecker etwas Retourkutsche verdient und ich versuche sie gelassen zu ertragen.  :sauer:

Wir brauchen eine Stunde für die Strecke von Cannonville bis zum Cottonwood Narrows  North Trailhead. Ich beobachte währen der Fahrt argwöhnisch die am Himmel stehenden Wolkenformationen, haben wir uns doch wieder mal nicht nach dem Wetter erkundet, bevor wir diese Dirtroad befahren. Aber die Situation am Himmel ängstigt mich nicht. Wir sind das einzige Auto am Wegkopf (Trailhead), leider gibt es wie so oft keinen Schattenparkplatz, also muss Blacky in der Sonne schmoren.  :sun:

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                             unten rechts, wo die Talsohle ist, da geht es rein in die Narrows


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                             Blick vom Trailhead nach Norden

Wir schultern die Rucksäcke und auf geht es in den Canyon. Da ist gleich mal klettern angesagt, aber nicht so furchterregend wie beim Peek a Poo Canyon und wir steigen ohne größere Probleme in die Tiefe. Es gibt gleich einige  Felsblöcke zu um-und überwinden aber auch das ist keine echte Herausforderung und so bewegen wir uns im Canyon Richtung Süden. Ich empfinde die dustere Stimmung etwas als drückend , es kommen Vorstellungen von Flash Flood in meine Gehirnwindungen und ich denke darüber nach ob Canyons eigentlich und überhaupt etwas für mich sind. Ich erwähne das meinem Herbert gegenüber natürlich nicht, dafür würde ich nämlich nur einen leicht überheblichen Augenaufschlag ernten.  :umherschau:

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Er marschiert wie immer einen halben Kilometer hinter mir und muss an jeder Ecke etwas begutachten oder an seinem Naturstock noch den letzten Feinschliff anbringen. Ich entdecke eine kleinere tote Tarantel und die wird natürlich digital archiviert, nachdem Intensiv Wanderer aufgeholt hat, verewigt er die Spinne gleich noch mal. Na denn, wo bleibt denn nun die nächste Klapperschlange? (wie ich ja inzwischen weiß hatte es bis jetzt ja nur die ollen Gopher Snakes).

Die Canyonwanderung ist ganz abwechslungsreich, wenn auch nicht umwerfend. Wasser ist absolut keines vorhanden und so wie es aussieht war auch schon eine ganze Weile keins mehr da. Es gibt immer mal wieder schöne glatt geschliffene Felswandabschnitte und schöne Blicke nach oben. Die Sonne schafft es auch schon ab und an tief in den Canyon vorzudringen.

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Mein mittlerweile beliebtestes Fotomotiv ist Herbert beim Spazierstock schleifen, wenn er denn gerade mal in Sichtweite ist. Nach ca 1 Stunde Canyonwanderung kommt uns ein Pärchen mit Hund entgegen, wir sind also nicht allein hier. Wir unterhalten uns kurz, sie sind aus Arizona und nur fürs Wochenende hier, sie campen. Nach ihrer Auskunft ist es bis zum Ausstieg am Cottonwood Narrows South Trailhead nur noch ca eine halbe Stunde zu laufen. Der Mann kommt kurz auf die Idee wir könnten die Autoschlüssel austauschen um uns so den Rückweg zu ersparen, diese Idee wird aber von uns Frauen nicht weiter verfolgt. Der Weg im Canyon ist viel länger als der oben auf der Straße, dass sollte doch keine Herausforderung für Hiker sein.

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Kurz darauf, ich bin schon wieder mal einen halben Kilometer voraus, sehe ich etwas relativ Großes, Schwarzes im Sand am Canyonrand krabbeln. Na nichts wie hin, diesmal ist es eine lebendige Tarantel von ungefähr 8 cm Durchmesser. Ich habe keine Angst vor dem netten Tierchen und gehe sofort mit der Nikon auf sie los. Dann packe ich schnell noch die kleine Canon Ixus aus um das Tierchen zu filmen, denn Herbert ist ja noch hoffnungslos weit hinter mir.

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                                           ist die nicht süß?

Ich hoffe sie verkriecht sich nicht so schnell damit er sie auch noch sehen kann. Also lasse ich mal einen Pfiff los und er pfeift zurück. Ich will ja hier im Canyon nicht rumplärren also warte ich und filme dabei das Tarantelchen. Im Vergleich zu denen die ich aus dem Fernsehen kenne ist sie klein, im Vergleich zu den großen Spinnen von Zuhause ist sie schon recht groß. Ich habe ja keine Agoraphobie,  so betrachte ich mir den seltenen Anblick schon aus der Nähe.

Endlich kommt auch mein Stockschnitzer angelatscht und ich kann ihm meine Entdeckung zeigen. Die Tarantel krabbelt ein wenig hier und ein wenig da an der Canyonwand entlang, sie findet scheinbar keinen guten Ort um sich vor uns zu verstecken und so hat auch Herbert ausgiebig Gelegenheit sie zu fotografieren und aufzunehmen. Dann ist auch er Tarantelsatt und wir ziehen weiter, die Fotos von der toten können wir jetzt löschen, schließlich ist ein lebendiges Exemplar viel interessanter.

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                                                                 für die Größenvorstellung
 
Es kommen noch ein paar Kletterpassagen, ein paar Gelegenheiten Herbert beim Schleifen zu knipsen und auch noch einige schöne Fotospots und dann sind wir am südlichen Trailhead angekommen. Mein Etrex zeigt mir an, wir sind ungefähr 40 Minuten  gelaufen und ca 1 Stunde rumgestanden. Das ist das Tempo von Herrn Zimmermann. Am Trailhead steht das Auto des Arizona Pärchens, ein Toyota Jeep, sieht um einiges geländegängiger aus als unser Nevada Blacky, hätten vielleicht doch tauschen sollen.  :lachen07:

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Cottonwood_Narrows_2010_10_010010Nikon.JPG)

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Cottonwood_Narrows_2010_10_010011Nikon.JPG)
                                   in der Nähe des südlichen Trailheads

Wir machen uns also auf der CCR auf den Rückweg, es ist kurz vor 12:00 Uhr Mittag und die Sonne brennt entsprechend vom Himmel, im Canyon war es richtig kühl dagegen.  Ich beargwöhne schon wieder die sich bildenden Wolkenformation, ohne das jedoch zu erwähnen. Ich möchte doch nicht schon wieder von oben herab belächelt werden. Als wir recht nah an den sich durch dieses Tal ziehenden Stromleitungen vorbeikommen, registrieren wir dieses vom Strom verursachte Geräusch, welches nach Herberts Angaben eigentlich nur bei hoher Luftfeuchtigkeit zu hören ist. Der sogenannte Koronaeffekt, wie mir mein Energietechniker erklärt und sich bei diesem Wetter darüber wundert. Bei mir verstärkt das sofort den Argwohn, dem Wetter gegenüber.  :schmoll

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Cottonwood_Narrows_2010_10_010012Nikon.JPG)

Herbert kommt dann nach kurzer Zeit auf die Idee, ich könnte doch alleine zurücklaufen und ihn dann einladen, dieweil er doch noch so viel an seinem neuen Wanderstock schnitzen muss. Es ist mittlerweile das 4. Exemplar, welches bearbeitet wird.  :pfeifen:

Gut, das ist für mich kein Problem, der Verkehr auf der CCR ist sehr überschaubar und zu Fuß kommt man manchmal schneller voran als mit dem Auto. Ich muss mir nur die Stelle merken wo er im Schatten auf mich wartet, damit ich ihn wieder finde. Auf dem Rückweg begenet mir das Arizona Pärchen wieder, sie haben die Täräntschälä auch gesehen.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Tarantula_2010_10_020018Ixus.JPG)
                              und nochmal Madam Täräntschälä (Lautschrift für amerikanische Aussprache)
                     
Ich bin recht schnell am Nord Trailhead und bei Nevada Blacky, was mich nun wirklich langsam etwas mehr beunruhigt, sind die Wolkentürme im Süden und auch im Norden. Ich will doch gerne noch zum Yellow Rock. Ich schlichte mich ins Auto und gehe auf Herbert Suche. Ich finde meinen Wanderstockschnitzkünstler schnell wieder und lade ihn ein. Wir überschlagen wie weit es noch bis zum Brigham Plains Road Abzweig sein dürfte und machen uns auf den Weg. Allerdings nagen meine Bedenken bezüglich des Wetters so sehr an mir, dass ich meinen Stolz überwinden kann und dieses Thema anschneide. Da er meine ängstliche Natur kennt und die Wolkenformationen auch sehen kann, die sich da im Süden bilden, entscheiden wir uns doch auf den Yellow Rock zu verzichte und den Rückzug anzutreten. Müssen wir doch schließlich noch eine gute Stunde auf der schon im trockenen Zustand ätzenden Rumpelpiste der CCR zurückfahren. Er sieht dann auch noch die sich im Norden bildenden Wolkenberge und kann es natürlich nicht lassen mich mit Schauerprognosen zu verwöhnen. Einfach unsensibel kann mein Mutiger manchmal sein.  :never:

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Cottonwood_Narrows_2010_10_010014Nikon.JPG)
                                noch ein bischen Candyland

Ich konzentriere mich aufs Fahren und drücke so weit ich es kann auf die Tube. Eine Stunde auf Rumpelpiste fühlt sich an wie 2 Stunden, aber wir kommen unserem Ziel unaufhörlich näher und die Wolken werden immer schwärzer. Ich habe langsam keine Sorge mehr vor eventuellem Regen wieder auf Teer zu sein und so kann ich sogar noch einigen Fotostops zustimmen.

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Lizzard_2010_10_020019Ixus.JPG)
                          Herbert Aug-in-Aug mit einem Minidrachen

Wir erreichen trockenen Reifens unsere sichere Cabin und das entspannt mich wieder. Es rumpelt mittlerweile auch schon mal in der Ferne und ringsherum wird es duster und dusterer nur im Kodachrome schein noch die Sonne zu scheine.  Na Gott sei dank sind wir umgekehrt.  :daumen:

Jetzt wird der Grill noch schnell angeheizt, es gilt noch Steaks zu veredeln und den Hunger von 2 Canyonwanderern zu stillen. Das gelingt auch noch ganz gut bevor es recht windig wird. Wir können sogar noch auf der Veranda essen und die Gewitterwolken dabei bewundern. Dann ist eh relaxen angesagt.  Die Gewitter sorgen im Kodachrome nur für ein laues und etwas kühleres Lüftchen mehr passiert nicht. Ich glaube auch nicht, dass die CCR irgend einen Tropfen abgekriegt hat, aber Richtung Bryce Canyon sah es verdächtig nach Regen aus. Ich bin trotzdem froh nicht zum Yellow Rock gefahren zu sein, denn ich hätte vor lauter Angst überhaupt nichts von der Tour gehabt.  :zuberge:

Nach dem Entspannen starten wir gegen 17:30 Uhr noch einen Hike über den Shakespeare Arch Trail. Er ist laut Plan nur 1,3 Meilen lang, also  ein richtig lockerer Abend Spaziergang. Zum Trailhead geht es mit Nevada Blacky, denn Kodachrome ist wohl ein kleiner State Park, doch so klein nun auch wieder nicht, die Anfahrt sind locker mal 8 Kilometer. Wir kommen an vielen bunten Kühen vorbei und die haben sogar gewaltige Hörner und glotzen uns ziemlich gelangweilt an. Herbert liebt Kühe, das wisst ihr ja schon, dafür nimmt er sogar polizeiliche Ermahnungen in Kauf.  :nono:

Am Parkplatz stehen nur ein Pkw und ein Fahrrad, also nicht übervölkert, wie der gesamte State Park. Es ist angenehm zu laufen, die Gewitter haben die Luft abgekühlt. Leider verschlucken die noch vorhandenen Wolken auch oft die Sonne. Der Weg macht Spaß, es geht immer mal rauf und runter und als wir am Shakespear Arch sind wird er sogar noch mal von der Sonne angestrahlt und wir können ausprobieren welcher Winkel wohl der Beste ist. Leider gestaltet sich das von allen Seiten als recht unbefriedigend.

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Cottonwood_Narrows_2010_10_010016Nikon.JPG)
                              Shakespeare Arche (er ist etwas Herzförmig, ob daher der Name kommt?)
                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Cottonwood_Narrows_2010_10_010015Nikon.JPG)

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Shakespeare_Trail_2010_10_010017Nikon.JPG)

Der Trail ist abwechslungsreich und man hat schöne Blicke in die Ferne und kann die gesamte Länge des Bryce Canyon sehen. Ganz im Süden hat man einen Blick auf den ersten Abschnitt der CCR. Rings um uns herum sind Kuhweiden. Wir sind ungefähr eineinhalb Stunden unterwegs bis wir wieder am Auto sind und den Rückweg antreten.  :schlafen:

Highlight: Cottonwood Narrows
Lowlight: kein Yellow Rock  :heulend:
Aussichten: Mossi Cave und Willis Creek
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 17.11.2010, 10:57 Uhr
Pfui Spinne! Ich wär schreiend weggerannt! *mädchensein*

Aber was hat das mit einer Marktplatzangst = Agoraphobie zu tun? Ich nehme an Du meintest Arachnophobie?  :dozent:  :wink:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 17.11.2010, 12:07 Uhr
@TY888 - hab ichs doch geahnt - ich und meine Fremdwörter  :grins: - wollte es noch nachschlagen und habs dann vergessen - jetzt isse da - die Blamasche   :bang:  :zwinker:

Danke für die Aufklärung  :verneig:

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 17.11.2010, 12:12 Uhr
Mit Deinem Fremdwörtern kannst Du mir nicht imprägnieren!  :lol:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: sil1969 am 17.11.2010, 12:48 Uhr
Bin zwar auch ein "Schisser", wenns um Spinnen geht, aber die hätte ich auch fotografiert!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 17.11.2010, 15:30 Uhr
Hmm, vielleicht sollte ich doch mal im Kodak  :lol: anhalten und niht immer dran vorbei fahren.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 17.11.2010, 18:10 Uhr
Hmm, vielleicht sollte ich doch mal im Kodak  :lol: anhalten und nicht immer dran vorbei fahren.

Genau, denn der (Achtung: jetzt kommt noch ein Fremdwort  :groove:) Phallus State Park hat ganz schön was zu bieten  :grins:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 17.11.2010, 18:13 Uhr
Jetzt wo Du es sagst, Ilona, das Wort und natürlich die Bilder aus dem Dödelpark hatte ich auch schon vermisst.
Vielleicht sollte ich wirklich mal anhalten.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 17.11.2010, 18:28 Uhr
Ich habe sogar schon einmal Eintritt  :grins: bezahlt, Ulrich. Muss aber zu meiner Schande  :socool: gestehen, dass ich nur die Straße lang gefahren bin, die Füße nicht vertreten und nur 2 Bilder gemacht habe  :whistle:. Unverzeihlich, diese Vernachlässigung (http://www.smilies.4-user.de/include/Wut/smilie_wut_139.gif) (http://www.smilies.4-user.de).

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 17.11.2010, 18:31 Uhr
Du kannst das ja in 4 Monaten ändern. :lol:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 17.11.2010, 20:26 Uhr
@Weizen - ein echter schottisch adliger Landbesitzer - Herr Laird of Glencairn? Schottland ist auch klasse - schon 3 mal belästigt dieses schöne Revier

aber echt Kodachrome hat schon was - aber man/frau sollte Zeit dafür haben und keine Paria Outpost Tour ab und bis dort planen :roll:

Gudrun

ähem - und was sollen denn diese Anzüglichkeiten  :nono: :lachroll:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Anne05 am 17.11.2010, 22:10 Uhr
Na, da bin ich ja froh, dass die Sache mit der Platz- und der Spinnenangst schon geklärt ist ...
Und für all jene, die unter ausgeprägter Arachnophobie leiden, empfiehlt sich eine Konfrontationstherapie!

Aber, Gudrun, ganz ehrlich - ob ich trotz erfolgreicher Therapie so mutig auf das nette Tierchen draufgehalten hätte ... ne, ne - da hätte ich doch bestimmt Muffensausen bekommen und schreiend das Weite gesucht  :lol:
Also: Alle Achtung für Deine Tapferkeit und die super Bilder!

Wenn ich Deine Zeilen so lese, habe ich immer das Gefühl, das könnten mein Mann und ich sein  :D
Gerade die Schissigkeit vor Regen, wenn wir auf dirt roads unterwegs sind und die doch gerne etwas spöttischen Kommentare meines Göga kenne ich auch zu gut ...
Und ich setze mich auch oft lieber selbst ans Steuer, dann kann man das alles viel besser aushalten (auch wenn der Olle meckert  :lol:)

Aber eines unterscheidet Deinen Angegrauten dann doch gewaltig von dem Meinigen: der legt nämlich immer ein Affentempo vor und ich kann sehen, dass ich dran bleibe ...  :(

Schade, dass Ihr es nicht zum Yellow Rock geschafft habt - der stand in diesem Jahr auch auf meiner to-do-Liste und fiel leider der Unbefahrbarkeit der CCR zum Opfer, ebenso wie Mossi Cave und Willis Creek.
Aber vll.  erreiche ich letztere Ziele ja morgen mit Dir?
Ich freu mich drauf!

LG
Anne
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 18.11.2010, 09:56 Uhr
03.10.2010 Bryce Canyon ganz kurz nur - Mossi Cave - Willis Creek


                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/2010_10_030001Nikon.JPG)
                            Sunrise im Kodachrome

Da wir heute keine bestimmten Pläne haben, starten wir gegen 8:20 Uhr Richtung Cannonville, von der CCR haben wir erst mal die Nase voll. In Cannonville gibt es ein Visitorcenter, dem statten wir mal einen Besuch ab. Dort bekomme ich einige Auskünfte und eine nigelnagelneue, kostenlose Utahkarte. Die Wetteraussichten sind bei 40 Prozent Regenwahrscheinlichkeit, Dirtroads sind also heute weniger angesagt. Es ist mit Thunderstorms zu rechnen. :zuberge:

Noch ist der Himmel blau und wir arbeiten uns weiter nach Tropic, denn auch in Cannonville gibt es kein Handynetz und kein Wireless und ich will mich mal Zuhause melden. Dort werde ich meine Postkarten los und kann endlich auch telefonieren. Ich erreiche unseren Junior Zuhause und alles ist in Ordnung. Dann fahren wir noch mal rauf zum Bryce Canyon, ist ja nicht weit von hier, und statten  dem Visitorcenter einen Besuch ab. Ich schaue mir diesmal in aller Ruhe die Ausstellung und den Shop an, erwerbe 2 Music CDs und eine Postkarte, die Briefmarken vergesse ich natürlich und deswegen müssen wir dann auf dem Rückweg hier noch mal halten. Da es Sonntag ist haben die Postoffices geschlossen und auch der Laden in Tropic macht erst um 14:00 Uhr auf.
 
Herbert bekommt hier auch Internetverbindung und checkt alles Wichtige ab  :daumen: . Nachdem wir alles erledigt haben fahren wir noch einmal in den Bryce Canyon hinein und besuchen den Paria View Point. Nachdem wir aber nun schon bei unserer Wanderung so tolle Eindrücke vom Canyon bekommen haben überwältigt uns diese Aussicht nun nicht sonderlich. Das interessante daran ist der Ausblick in Richtung Paria Canyon. Der View ist nur wenig besucht, er gehört nicht zu den Highlights, wir machen dort noch kurze Lunchpause.

Dann verlassen wir den Bryce Canyon wieder und überlassen ihn den vielen Sonntagsbesuchern, obwohl es mir nicht unbedingt voller vorkommt als vor ein paar Tagen, stehen doch am Visitorcenter sehr viel mehr Autos rum. Ich hole mir noch schnell die vergessenen Briefmarken und dann fahren wir zur Mossi Cave, dort soll es einen Wasserfall geben. Das ist eine kurze Wanderung auf dem Weg zurück nach Tropic.

Tropic macht übrigens einen guten Eindruck auf mich, dort kann man denke ich ganz gut übernachten, wenn man in der Nähe des Bryce Canyons sein will. Es gibt etliche Motels, ich glaube der Ortskern besteht hauptsächlich aus Motels und Tankstelle und Shop. Es gibt einen RV Park und Cabins und es gibt Internet und Mobilfunk. Nur ganz so traumhaft schön wie Kodachrome Basin State Park ist es natürlich nicht. Dafür muss man dort halt auf manches verzichten.

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/MossyCave_2010_10_030007Nikon.JPG)

Unser kurzer Hike zum Wasserfall ist ein echter Spaziergang, 0,4 Meilen, ungefähr 700 Meter. Es geht über 2 Brücken und der Tropic Ditch, wie das Flüsschen heißt, hat doch tatsächlich eine für örtliche Verhältnisse ansehnliche Menge Wasser. Der kleine Wasserfall ist hübsch anzusehen und man kann ihn über einen Baumstamm queren, das ist natürlich nur etwas für mutige. Herbert hat das bereits bewältigt bevor ich am Wasserfall ankomme. Diesmal war er ausnahmsweise schneller, denn ich habe mich etwas intensiver mit der Nikon befasst, weil ich am Wasserfall etwas probieren will.  :kratz:

Als ich dort ankomme ist von meinem angegrauten weit und breit nichts zu sehen, na wo ist er denn bloß wieder hin? Ich sehe einige menschliche Wesen, welche den Berg auf der anderen Seite des Wasserfalls hochgeklettert sind, denn dort oben gibt es einige Arche und die locken als Fotomotiv. Dann ein Pfiff und ich sehe, dass auch mein Herr-bert sich schon den Hügel hoch gearbeitet hat und zwischen den Arches rumturnt und winkt. Ich bin allerdings noch mit Nikon Einstellungen beschäftigt und denke auch nicht im Traum daran die Baumstamm Überquerung zu riskieren.  :zuberge:


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                             der besagte Baumstamm über den Wasserfall

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                             Herberts Vogelperspektive


Meine Erfolge im Wasserfall fotografieren halten sich in Grenzen, will ich doch eine länger Belichtungszeit und große Blende, damit das Wasser diesen schönen fließenden Effekt bekommt. Doch das gelingt mir nicht und ein Stativ wäre da glaube ich auch angebracht. Außerdem ist die Sonne viel zu intensiv,also begnüge ich mich mit dem Normal Programm.  Herbert kommt wieder von seinem fotogenen Aussichtsposten herab und will mich unbedingt über den Wasserfallbaumstamm locken. Nä, nä da ist heute nichts drin bei mir, mit Rucksack auf dem Rücken und Kamera um den Bauch balanciere ich nicht über Wasserfallbaumstämme. Er ist verdammt hartnäckig, ich aber auch. Ich entziehe mich der Diskussion und vermelde den Weitermarsch zur Mossi Cave. Auf dem Weg dorthin sehe ich ihn wieder an dem Hügel rumklettern, na hoffentlich fällt er mir da nicht noch runter. Immer muss er solche extra Touren einlegen.  :dagegen:

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/MossyCave_2010_10_030005Nikon.JPG)
                      Der Tropic Ditch oberhalb des Wasserfalls

Die Mossi Cave ist eher enttäuschend um diese Tageszeit, es ist eine feuchte grüne Höhle mit Moos bewachsen und die Sonne steht so, dass es fototechnisch nicht möglich ist eine vernünftige Aufnahme zustande zu bringen. Im Winter gibt es hier wohl herrliche Eiszapfen zu bestaunen, welche teilweise bis in den Juni hinein halten, so steht es auf einer Tafel.

Nun jetzt ist nun mal Oktober und die Eiszapfen dauern noch eine Weile, deshalb ziehe ich schnell wieder ab und mache mich auf den Rückweg zum Auto. Beim überqueren einer der zwei Brücken sehe ich meinen Eroberer mitten im Bach an einen großen Stein gelehnt sitzen und mit seinem Foto hantieren, das wird doch gleich mal von mir festgehalten und dann schnell ab, bevor er mich entdeckt und wieder ans andere Ufer locken will.

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/MossyCave_2010_10_030006Nikon.JPG)
                                       Herbertsuchbild

Die Ecke ist ein idyllischer Platz für Familien mit Kindern und ein Pärchen liegt auch im schattigen Uferbereich, während die Kinder sich mit Dammbauen beschäftigen.

Ich setze mich ins Auto, es steht ausnahmsweise mal im Schatten und studiere Routen für die morgige Abreise zum Grand Canyon. Doch Herbert lässt diesmal nicht lange auf sich warten und ist bald auch da. In Tropic machen wir noch einen kurzen Einkaufsstop und dann geht es Richtung Cabin. Von unterwegs sehen wir den sandigen Hügel von welchem sich die Skutumpah Road herunter schlängelt und welcher mich bei der Abfahrt etwas ins Schwitzen gebracht hat. „den möchte ich nicht rauf fahren müssen!“ war damals meine Aussage und deshalb hat es mich auch gar nicht mehr zum Willis Creek gezogen, denn dafür müsste ich ja diesen Hügel rauf fahren. Herbert hat natürlich sofort die Idee, dass wird gleich mal ausprobiert.   :zuberge:


Na gut, in der Hinsicht bin ich scheinbar heute mutiger als mit Baumstammbrücken über Wasserfällen. Wir steuern also die Sandhügelpiste an, von ferne sieht sie richtig gut aus und auch gar nicht so steil. Die Wirklichkeit ist natürlich anders. Am Anfang geht das ja noch und unser Nevada Blacky arbeitet sich auch problemlos hoch. Das Fahrfeeling ist natürlich schon oft wie schwimmen und ich hoffe sehr, dass mir jetzt kein Auto entgegenkommt. Die Piste ist Gott sei Dank recht breit, aber verdammt sandig mit tiefen Fahrspuren und Löchern. Dann kommt die Stelle, die mir bei der Abfahrt schon so beängstigend vorkam, nämlich eine Stufe. Fast hätte ich etwas zu lange gezögert wo ich sie angehen soll und Blacky hat schon böse gescharrt, doch auch diesen Teil bewältigt er recht gut und wir gelangen wirklich oben an.  Puh, das war spannend für mich und aufregend. Leider haben wir an Fotografieren gar nicht gedacht.  :zuberge: :bang:


So jetzt habe ich das schon auf mich genommen, da werde ich doch nicht einfach wieder runter fahren ohne mir den Willis Creek anzusehen, der war doch fast um die Ecke. Gesagt getan, wir fahren weiter auf der Skutumpah Road. Doch das mit um die Ecke war mal wieder ein sehr subjektiver Eindruck im vorbeifahren. Es zieht sich und kein Willis Creek in Sicht und ich möchte mich ja bei den Wetteraussichten, es war schon ab und an recht dunkel in der Ferne, nicht zu weit auf einer Dirtroad bewegen. Steht da doch immer so schön:“impassable, when wet`“. Ich gebe schließlich dem Willis Creek noch 2 Meilen bevor ich beschließe umzudrehen und siehe da, das wirkt. Der Willis Creek will von uns besucht werden. Am Trailhead steht heute nur ein Auto.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Willis_Creek_2010_10_030014Nikon.JPG)

Die Narrows sind hier wirklich fast um die Ecke, sie sind schnell erreicht und es ist auch sehr schön.

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                              in der Nähe des Einstiegs

Der Willis Creek hat auch etwas Wasser, man kann aber problemlos durchwaten ohne nasse Füße zu bekommen. Es ist ein kurzer Abschnitt Slotcanyon und wir genießen den Ausflug.

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                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Willis_Creek_2010_10_030011Nikon.JPG)


                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Willis_Creek_2010_10_030010Nikon.JPG)

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Willis_Creek_2010_10_030009Nikon.JPG)

Doch mich zieht es zurück, denn ich muss ja den Sandhügel wieder runter fahren. Also machen wir uns auf den Rückweg und können Willis Creek nun abhaken,( nein, nein  nur die Narrows).

Es sind recht viele Reiter unterwegs auf der Skutumpah Road, da kommt direkt Cowboyfeeling auf, einen überholen wir auf der Rückfahrt, er hat waschechte Cowboymontur an und sein Hund trottet neben ihm her. Wir passieren dann auch einen Parkplatz, auf welchem ganz viele Trailer stehen. Das ist der Reiterstandpunkt, die fahren ihre Pferde hier raus und dann geht es in den Sattel. Riesige Pferdeanhänger schleppen die hinter sich her und die müssen auch den Sandhügel rauf und wieder runter. Die armen Gäule!  :pferd:

Der Sandhügel ist bald erreicht und ich darf ihn ein zweites Mal hinunter fahren. Ist schon manchmal ein komisches Gefühl, wenn ich denke jetzt schwimmt er mir aber davon. Doch Nevada Blacky hat keinerlei Probleme und wir kommen sicher unten an. Jetzt bin ich aber froh wieder Teer unter den Rädern zu haben. Der sichtbare Himmel sieht zwar recht freundlich aus, mit den vielen weißen Wattewölckchen richtig fotogen, aber wer weiß wie schnell das sich ändern kann.

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Willis_Creek_2010_10_030015Nikon.JPG)

Wir sind dann bald an unserer Cabin und haben nun auch gewaltig Hunger und Durst. So eine Sandhügeleroberung ist schon Energieraubend. Herbert heizt den Grill an, es gilt noch 2 Steaks zu brutzeln. Noch bevor die Steaks so richtig fertig sind, kommt Wind auf und wir sehen es im Südwesten immer schwärzer werden. Also doch noch Thunderstorm. Herbert hat zu tun seine Steaks rechtzeitig fertig zu bekommen, denn der Wind bläst ihm die Kohlen aus dem Grill und er hat Angst die Prärie um uns herum anzuzünden. Es gelingt uns gerade noch auf der Veranda zu essen und dann aber ab in die Cabin. Der Himmel bietet dramatische Anblicke und deshalb müssen wir die Cabin doch ab und an verlassen um das auch fest zu halten. Fast alle Cabin Nachbarn sind mit fotografieren beschäftigt. Es regnet dann auch tatsächlich und ich freue mich, dass unser Blacky gewaschen wird und somit seinen Namen auch wieder verdient. Mittlerweile war er nämlich ganz schön rosa.

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                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Willis_Creek_2010_10_030018Nikon.JPG)


                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Willis_Creek_2010_10_030019Nikon.JPG)

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Willis_Creek_2010_10_030017Nikon.JPG)

Gegen Ende des Gewitters gibt es dann noch einen wunderschönen Regenbogen, manchmal ganz leicht sogar in doppelter Ausführung. Also fotografieren alle wie verrückt, jetzt müsste man ein vernünftiges Weitwinkel haben. Auch die Stimmung über dem Kodachrome ist ein Traum. Die Sonne gibt noch eine Abschiedsvorstellung und die roten Felsen glühen vor den weißen. Das ist ein grandioser Tagesabschluss.

Highlight: Skutumpah Road Bergfahrt mit Willis Creek
Lowlight: Letzter Tag im Kodachrome
Aussicht: kein Grand Canyon North Rim wie geplant – Rückfahrt nach Hanksville via Capitol Reef
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: wilma61 am 18.11.2010, 13:15 Uhr
Hallo.

Da bin ich mal hinterher gehechelt und hatte ein Deschawüh..... :lol:

(http://lh6.ggpht.com/_PmvpN4oOiwc/TBsxkUN1_4I/AAAAAAAAJ5E/2n5m2f7T0Z4/s520/P1230631.JPG)
(http://lh5.ggpht.com/_PmvpN4oOiwc/TCODVJXlZnI/AAAAAAAAPvw/xnI5cX6arPY/s520/P1230650.JPG)

Und ich stimme zu, das der Kodachrome SP unterschätzt wird, aber 5 Tage wären mir etwas zuviel. Aber es schien ja besser in eure Tour zu passen.

WIlli

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 18.11.2010, 16:23 Uhr
@ wilma61

(http://lh6.ggpht.com/_PmvpN4oOiwc/TBsxkUN1_4I/AAAAAAAAJ5E/2n5m2f7T0Z4/s520/P1230631.JPG)

die letzte Cabin ganz hinten war unsere für 6 Nächte

Ich würde da sofort wieder hingehen, wenn die CCR eine zuverlässigere Straße wäre. Da ich aber noch viel in den Vermillion Cliffs stromern möchte - ist halt Page doch die bessere Ü-Destination, wenn auch nicht annähernd so schön.  :nono:

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Anne05 am 19.11.2010, 17:42 Uhr
Ach, das sind ja wieder wunderschöne Fotos, die die Sehnsucht wecken ...

Beim Betrachten stelle ich fest, dass ich im letzen Post Unsinn geschrieben habe - klar waren wir an der Mossi Cave, die Skutumpah Road mit Willis Creek sind dem Regen zum Opfer gefallen ...

So, dann bin ich gespannt, warum der Besuch des GC ausfällt ...

LG
Anne
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 20.11.2010, 11:47 Uhr
04.10.2010_Montag   Kodachrome Basin State Park   Hanksville, statt Grand Canyon

So, nun muss ich die Überschrift ändern, denn die Pläne mit campen am Grand Canyon North Rim haben wir fallen gelassen, seit vorgestern Abend regnet und gewittert es und da war uns so gar nicht nach Camping zu Mute. Wir sind ja sowieso keine Camper, aber da ich kein Zimmer in der North Rim Lodge bekommen habe, wollten wir diese Option nutzen. Jetzt würden wir wohl auch ein Zimmer bekommen, denn, wie gesagt, es regnet und gewittert und das ganz großflächig hier in der Four Corners Ecke.  :dagegen:

Nachdem wir also all unser derzeitiges Hab und Gut im Blacky verstaut hatten, lieferten wir den Cabinschlüssel im Office ab und versorgten uns noch mit Eis und Kaffee. Im Visitor Center in Cannonville treffe ich den Ranger gerade beim Wechseln der neuesten Flashflood Warnungsstufe an, es wurde von moderate auf high hochgestuft und alle Dirtroads im gesamten GSENM (Grand Staircase Escalante National Monument) dürften unpassierbar werden. Mann o Mann, da hatten wir aber Dussel mit unseren Unternehmungen, wer von uns da wohl so gute Beziehungen zu Petrus hat? :verneig:

Nach den neuesten Infos fuhren wir dann erst mal wieder in das Bryce Canyon Visitor Center, weil wir dort so gute Internet Anbindung haben. Dort war nun gewaltig was los, denn alle wollten sich über die Wetteraussichten schlau machen. Ich versuchte erst mal online unsere Reservierung zu streichen, was sich als nicht so ganz einfach erwies und Handynetz gibt es auch im Bryce Canyon Visitor Center nicht. Herbert checkte derweil die Wetter Seiten und die Aussichten waren nirgends ringsherum besser, selbst in Las Vegas war Regen angesagt und da wollte ich schon gar nicht hin. Am besten waren die Aussichten noch weiter im Osten, also zurück Richtung Denver. So beschlossen wir uns Richtung Moab zu bewegen.  :nixwieweg:

Blacky bekommt noch Futter in Bryce Canyon City und wir in Tropic, denn mittlerweile ist es Mittag. Dann aber ab Richtung Osten, obwohl hier in Tropic gerade mal wieder die Sonne schien, aber die nächsten Regenwolken waren schon im Anzug.

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Capitol_Reef_2010_10_040001Nikon.JPG)

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2489.jpg)

So durften wir also wieder die schöne Route 12 in Richtung Boulder in Angriff nehmen und noch mal genießen. Das gelang auch ganz gut bis zum Kiva Coffeehouse passierten wir bekannte Plätze und Dirtroad Abfahrten, sozusagen in Memoriam. Ob ich jemals wieder hierher zurück kehren werde, waren meine Gedanken, denn mein Herr-bert will ja jetzt mal einen anderen Teil der Welt sehen. Kann ich gar nicht verstehen.  :dagegen:  :bang:

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Am Kiva Coffee House legten wir einen Stop ein. Mit diesem Stop gaben wir den Regenwolken Gelegenheit uns einzuholen und von nun an durften wir mit betätigten Scheibenwischern durch diese Traumlandschaft fahren. Nachdem wir Boulder hinter uns gelassen hatten ging es Richtung Torrey und diese Strecke waren wir 2008 ja auch schon mal gefahren. Damals war das Wetter aber um einiges besser als diesmal, je höher wir in die Berge des Dixi National Forest kamen umso nebliger wurde es. Die Straße geht bis auf 3.000 Meter hoch und auch hier war schon eine herrliche, herbstliche Blätterfärbung, wenn man denn etwas davon sehen konnte.

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Capitol_Reef_2010_10_040003Nikon.JPG)

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Capitol_Reef_2010_10_040004Nikon.JPG)

Es wurde jedoch wieder besser je weiter wir Richtung Torrey vorankamen und dann bescherte uns Petrus doch glatt schon wieder einen herrlichen Regenbogen über dem Capitol Reef National Park, so denn man was von dem gesehen hätte. Ich erinnerte mich, das wir 2008 doch auch schon einen Regenbogen in dieser Ecke fotografiert haben, bzw Herbert und dabei war ihm ja die nagelneue Nikon vom Auto gerutscht und das Objektiv abgebrochen.
 
Nun diesmal passierte uns das nicht, auch wenn wir bestimmt 5 mal angehalten haben um den immer schöner erscheinenden Regenbogen zu knipsen, das gibt wieder Material zum aussortieren. Aber er war wirklich klasse, manchmal sah es so aus als würde die Straße direkt in den Regenbogen hinein führen. Aber es war wie immer, man und frau erreicht ihn nie und over the rainbow, da wollen wir doch jetzt noch nicht hin.  :lolsign:


Kurz vor Torrey wird mein Süßer von einer Reihe Cabins angezogen und wir biegen  dort ein um nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu fragen. Wir werden auch gleich herzlich an der Haustür empfangen, die Dame des Hauses hält uns für Gäste mit einer Reservierung. Nachdem dem nicht so ist, muss sie uns leider enttäuschen, denn sie hat nichts mehr frei. Der Preis wäre 79,-- Dollar plus Tax gewesen und so müssen wir weiter ziehen. Mir ist das recht, denn Torrey ist mir noch nicht weit genug für heute und es ist ja auch erst 16:00 Uhr.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9073.jpg)

In Torrey, dem Hauptort für Besuche im Capitol Reef Park, verlassen wir die 2008 bereits gefahrene Route und durchqueren nun den Capitol Reef Park von West nach Ost. In Fruita gibt es einen kurzen Fotostopp, denn da gibt es direkt an der Straße ein paar Petroglyphs. Fruita hatte ich eigentlich für einen Ort gehalten, aber es stellt sich heraus, dass es hier nur das Visitor Center und einen Campingplatz gibt. Mehr konnte ich im Vorbeifahren nicht wahrnehmen. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich und wunderschön, wir filmen eine ganz Weile die Fahrt durch diesen herrlichen Canyon und genießen die gerade auch wieder Regenfreie Fahrt.  Immer wieder queren wir den Fremont River und er hat dank der Regenfälle viel schlammfarbenes Wasser.

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                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Capitol_Reef_2010_10_040008Nikon.JPG)

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Capitol_Reef_2010_10_040009Nikon.JPG)

Dann passieren wir die Einfahrt zur richtigen Notom Bullfrog Road, welche wir bereits weiter unten befahren haben, nur das wir über die Old Notom Road von Hanksville kommend eingefahren sind. Und dann sind wir wieder auf vertrautem Terrain, es ist ja erst einige Tage her, dass wir hier unterwegs waren. Trotzdem ist es immer noch ein Unterschied die gleiche Straße in umgekehrter Richtung zu befahren, man sieht wieder ganz neue Perspektiven. Die Canyonwände weichen zurück und es wird erst rotbraun und wechselt dann von beige zu grauschwarz und wird wieder beigerotbraun. Also ein für deutsche Verhältnisse völlig ungewohntes Landschaftsfarbspektrum.

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Capitol_Reef_2010_10_040010Nikon.JPG)
     
Dazwischen gibt es zumindest in flussnähe auch noch grün dazu. Kurz vor Hanksville häufen sich dann wieder die wohlbekannten Ricydlinghöfe, sprich Altauto und Gerätschaftsdeponien rund um Wohnbaracken. Ab und an sind natürlich auch vorzeigbare Unterkünfte dabei. Dann haben wir auch noch Stimmungsvolle Wolkenbilder mit Aussicht auf die Henry Mountains, über die Herbert mich mit seiner neuen Nokia X6 Navigation neulich hetzen wollte. In Hanksville steuern wir sofort wieder das vertraute Hanksville Inn an und bekommen auch problemlos ein Zimmer. Leider liegt es im Bereich der Eismaschine, also bitte die Nummern 7 bis 12 möglichst meiden, denn das Teil arbeitet die ganze Nacht durch und produziert jede Stunde geräuschvoll Eis. Zuerst dachte ich noch:“ wer braucht denn da des Nachts ständig Eis?“ Bis ich gecheckt habe, das die Eismaschine den Krach von alleine macht.

Highlight: vielleicht der schöne Regenbogen
Lowlight: kein Grand Canyon
Aussicht: Wiedersehen mit Moab
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 22.11.2010, 08:53 Uhr
05.10.2010_Dienstag   Hanksville   Green River   Moab

Nachts habe ich immer mal wieder Regen auf das Dach klopfen hören und draußen ist es auch recht nass. Der heller werdende Himmel zeigt jedoch recht viele offene Stellen und lässt hoffen. Nach dem Frühstück verladen wir unser Gepäck und starten durch. Die Bordbucheintragung lautet: 7:35 Uhr/55° Fahrenheit/3.607 Meilen. Losgefahren sind wir mit 1.590 Meilen auf dem Tacho, da haben wir also bis jetzt 2.017 Meilen abgespult. Weit kommen wir erst mal nicht, da Blacky auch Futter will und neben dem Motel auch gleich eine Tanke ist. Sie ist leider noch geschlossen und meine Versuche mit Karte zu tanken scheitern.

Herbert ist schon wieder mit der Kamera bewaffnet losgezogen, denn die Morgensonne wirft herrliche Schatten.

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040005Nikon.JPG)   

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040002Nikon.JPG)     

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040001Nikon.JPG)   
                                        ein Schnäppchen   

Ich gabele ihn also wieder auf und wir fahren zur nächsten Blackyfutterstelle. So klein Hanksville auch ist, es hat 2 Tankstellen und früher wohl noch eine mehr, aber die scheint mittlerweile verwaist. Bei der 2. haben wir Erfolg, dort ist schon jemand da und wir können tanken. Dann gibt es auch gleich noch einen vernünftigen Kaffee. Nun kann es aber wirklich losgehen. Bordbucheintrag korrigieren, denn jetzt ist es schon 7:55 Uhr.

Es geht Richtung Norden über die 24, einen Teil davon sind wir ja schon gefahren als wir im Goblin Valley waren. Das Licht ist herrlich und das erfordert natürlich etliche Fotostops mit den entsprechenden Anweisungen für meine Aktivitäten und den entsprechenden Kommentaren über meine Erfolge oder Misserfolge. Grmmml.   

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040004Nikon.JPG)

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040006Nikon.JPG)

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040007Nikon.JPG)

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040009Nikon.JPG)

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040008Nikon.JPG)

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040011Nikon.JPG)

                        Das San Rafael Reef im Morgenlicht
 
Einmal kommen wir an Warnschildern vorbei, dort ist die rote Erde, auf Grund des Regens über die Straße geschlammt, so ist das hier im Südwesten. Wir kommen zügig voran, es ist kaum Verkehr und so erreichen wir schnell die Interstate 70 auf welcher wir uns Richtung Osten nach Green River bewegen. Dort verlassen wir die 70 und statten dem Ort mit dem schönen Namen einen Besuch ab. Ich habe noch eine dunkle Erinnerung an  das Vorbeifahren von vor 2 Jahren und da ist Green River rein optisch nicht gut bei mir weggekommen.  :never:

Rein optisch geht es mir auch diesmal so, von einem greenen River ist erst mal nicht viel zu sehen, von green überhaupt wenig. Rings um Green River ist es eher grauschwarz und der Ort scheint aus Motels und Tankstellen zu bestehen. Wir fahren den Hinweisschildern Green River State Park nach und dort finden wir endlich Green, nämlich erst mal einen RV Park mit Golfplatz. Die ganze Örtlichkeit übt wenig Reiz auf uns aus und so observieren wir weiter, es werden an der Ausfallstraße überall Melonen angepriesen und die Verkaufsstände sind auch üppig mit Kürbissen beladen. Herbert wäre mal wieder auf der Suche nach Weintrauben, aber da sind wir erfolglos.  :zuck:

Wir entern ein kleines Cafe, von außen ganz exakt nach den Vorstellungen meines Mannes, also ein Laden in den ich nie freiwillig reingehen würde. Auch der Eindruck innen ist entsprechend, aber der kleine Laden ist recht bevölkert und es gibt einen guten Kaffee in richtig edel gestalteten Plastik-  Kaffeebechern, als Kontrastprogramm.  An Tisch neben uns sitzt wohl die gesammelte Familie des Hauses und die schwangere Mutti schmeißt das Cafe, Vati könnte der Sheriff sein, er hat so einen Stern um den Hals hängen, bei uns daheim würde ich es für ein Faschingsabzeichen halten. Nachdem er aber später in einem Auto mit der Aufschrift Highway Patrol entschwindet, ist das Ding wohl ernst zu nehmen. :mrgreen:

                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Green_River_2010_10_040001Ixus100.JPG)
                    dieses verlassenen Motel war gleich neben dem Cafe

(seltsamerweise finde ich die Bilder von Green River nicht mehr-irgendwie haben wir die wohl verschlampt, ich weiß aber genau wir haben welche gemacht- grmmml)
                                                                   :bang: :bang: :bang:

Wir entschwinden dann bald wieder und machen uns auf die Suche nach einem Visitor Center und werden auch fündig. Es ist gleichzeitig ein kleines Museum über den Pionier Powell, nach dem der Lake Powell benannt ist. Auf die Frage was Green River denn so zu bieten hätte werde ich mit Prospektmaterial eingedeckt und bekomme einen Anfahrtsplan für den Cristal Geysir, welcher künstlich durch eine Bohrung entstanden ist und recht unvorhersehbar, zwei Mal täglich aktiv wird. Dafür 10 Meilen Anfahrt in Kauf zu nehmen haben wir keine Lust  Direkt neben dem Visitor Center fließt der Green River vorbei und er ist so überhaupt nicht green, eher verdammt schlammig grau. Wir haben ihn ja schon mal bewundert, nachdem wir auf Umwegen zum Confluence Overview im Canyonlands Needles District gewandert sind, da war er auch nicht green sondern ziemlich rotbraun.  :nixwieweg:

So kehren wir also dem nicht greenen Green River recht schnell den Rücken und verschwinden wieder auf die Interstate Richtung Crescent Junction. Dort geht es dann Richtung Moab über die 163 bzw 191, meine Karte scheint sich da nicht recht im Klaren zu sein oder die Straße hat einfach 2 Nummern. Vor Moab wird recht viel gebaut, an der Straße und wie es aussieht an Radwegen. Wir steuern gleich mal das Visitor Center vom Arches National Park an, sind wohl etwas Visitor Center süchtig, aber da gibt es Information und meistens Internet. Es ist ziemlich Betrieb hier im Arches, halt so wie immer, wir sind jetzt schließlich schon zum 3. Mal hier. Die Ausbeute bei diesem Besuch ist diesmal nicht sehr groß, es gibt kein Wireless (wegen Motelsuche). Ich sehe das  der erste freie Termin für eine Wanderung durch die Fiery Furnace am Freitag um 10:00 Uhr ist und die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 60%.

Das stellt uns alles nicht zufrieden und so verlassen wir das Visitor Center. wieder und fahren nach Moab rein. Schließlich werden wir die nächsten Tage hier verbringen und so bleibt noch genügend Zeit um endlich mal der Windows Sektion einen Besuch abzustatten. Unsre zügige Einfahrt nach Moab wird durch die schon im vergangenen Jahr vorhandene Großbaustelle gebremst, die Brücke über den  Colorado wird erneuert und noch mehr. Wir checken gleich mal ein Cabin Angebot, welches uns ganz Sympathisch wäre aber leider nur für 2 Tage frei ist. Motel 6, sonst meist recht günstig und ok, ist hier in Moab auch recht teuer und die nächste Cabin, welche wir besichtigen dürfen ist verdammt günstig, dafür aber im Innern wie ein Gefangenenlager. So landen wir bei der Visitor Information in Moab und dort empfiehlt frau uns das Rustic Inn mit einem Rabattgutschein. Das steuern wir dann auch an und es ist ideal für uns, aber nur bis Samstag frei. Na gut, das sind 4 Nächte, das nehmen wir erst mal.

Das Zimmer mit 2 Queensizebetten ist riesig und hat eine komplette Küchenzeile, mit echtem Geschirr. Es gibt sogar einen Kühlschrank mit Gefrierschrank, für den absoluten Luxus fehlt nur noch der Toaster. Das Rustic Inn hat einen Pool und eine Laundry (Wäscherei) und es liegt recht zentral mitten in Moab, ein paar Blocks entfernt von der Moab Brewery. Wir nisten uns also ein und bauen unser Equipment auf, Internet funktioniert auch und Handyempfang ist voll Power, die Zivilisation hat uns wieder. Nach etwas Rumgelampel mit Recherche und Laundry testen, ziehen wir los auf Moab Erkundung. Letztes Jahr waren wir im Sleep Inn und das liegt recht weit draußen, so waren wir kaum in der Stadt. Wir finden auch gleich einen Allroundladen für Herbert, wo es von der Gartenschaufel bis zur Unterhose alles gibt, er liebt es sich das amerikanische Warenangebot anzusehen. Eine Vorliebe, die ich nicht unbedingt teile, und so muss ich mir die Zeit anders vertreiben und studiere das Süßigkeiten Angebot. Ich entdecke die Hershey`s Küsschen in Almondsorte und das ist neu, wird also gleich mal getestet. Nachdem Herbert sich zufrieden geguckt hat geht es weiter Richtung Moab Brewery.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9298a.jpg)

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9303a.jpg)
                            ein Pitch Elephant Hefeweizen

Es gibt viel zu schauen, auf den Straßen von Moab sind nämlich die Fourwheeldrive Verrückten Zuhause und es gilt die abenteuerlichsten Gefährte zu bestaunen und zu fotografieren. Vor der Moab Brewery macht sich gerade eine Gruppe Zweiradschlammdurchwühler startklar. Die Jungs scheinen den Schlamm ordentlich durchgepflügt zu haben, denn ihre Crossmaschinen sehen genauso braun aus wie sie selbst, na da kann Mutti sich ja freuen.



Dann starten wir unseren Biersorten Test in der Moab Brewery, es gibt kleine Gläschen für -,65 Cent um die verschiedenen Sorten der Brauerei zu versuchen. Wir bleiben beim Elephant Hill Weizen hängen, eindeutig unser Favorit, auch wenn das Bier, für unsere Verhältnisse ungewohnt, mit einer halben Zitrone serviert wird. Herbert sucht sich einen Toast mit Ham und Sauerkraut aus, es gibt die obligatorischen French Fries dazu, und der Imbiss reicht für den kleinen Hunger von uns beiden. Auf der Theke stehen Körbchen mit Popcorn zum knabbern und die sind schön Chilischarf, eine neue Variante für uns. So trinken wir gemütlich ein paar Bierchen und genießen die Atmosphäre. Natürlich hat es an jeder Wand einen Flat Screen Fernseher und in jedem läuft ein anderes Programm, man/frau muss sich also nicht unbedingt unterhalten in der Kneipe, doch die meisten tun das schon und der Glotze wird nur ab und an Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Bildschirm in unserem Sichtfeld bietet uns Snowboarding im Extremstil, das ist das absolute Kontrastprogramm zu Moab und seiner wüsten Felsen-und Canyonlandschaft.  Man könnte sich so richtig festsitzen hier, aber wir reißen uns doch nach einiger Zeit und einigen Elephant Hill Hefeweizen los und machen uns auf den Rückweg.

Es gilt noch Trauben einzukaufen, denn Herbert hat eine Sonderangebotsanzeige für Trauben im City Markt entdeckt. Der liegt auch auf unserem Rückweg und wir erinnern uns schon mal hier gewesen zu sein. Also Trauben und sonstiges einkaufen und ab zur Selbstscan Kasse. Da stellen wir uns gleich mal wieder zu blöd an und bekommen Unterstützung. So nun ist mein Süßer mit dem Preis für seine Trauben aber gar nicht einverstanden, denn es ist nicht der Angebotspreis. Er hat mal wieder nicht gelesen, dass dafür der Besitz der City Market Karte nötig ist. Also darf ich wieder die ganze Prozedur durchführen und so einen Kartenantrag ausfüllen und dann gibt es 6,12 Dollar zurück. Jetzt sind wir nicht nur Besitzer einer Safeway Karte, jetzt haben wir auch noch eine City Market Karte und können sparen was das Zeug hält. Was wäre ich nur ohne meine Helden, wirklich um einiges ärmer.

Wir steuern dann noch so einen Outdoorfreakladen an und ich erkundige mich ob es hier in Moab eine Möglichkeit gibt mein Delorme Earthmate nachschauen zu lassen, es lässt mich nämlich grad im Stich und kooperiert nicht mehr und ich kann so gar keine Tracks aufzeichnen oder nachfahren, bzw wandern. Doch dem kann nicht geholfen werden, dafür müsste ich schon mindestens nach Grand Junction oder Denver. Na, dann halt ohne Delorme Earthmate, bin ja nicht unterversorgt, ich habe ja noch mein Garmin Etrex und das hat bisher nicht versagt. Was wäre denn das Leben ohne technische Spielereien und neue Herausforderungen.

Dann erobern wir wieder unser neues Zuhause und beschließen morgen den Sonnenaufgang am Mesa Arche im Canyonlands National Park zu genießen. Das bedeutet 4:00 Uhr früh aufstehen, da eine Stunde Anfahrt zu bewältigen ist.

Highlight: Morgensonne in Hanksville
Lowlight: Green River
Aussicht: kein Mesa Arch – dafür Windows Section und etwas Negro Bill Canyon
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 22.11.2010, 10:04 Uhr
Tja suchet und ihr werdet finden! der Ordner von Herberts Bildern vom 05.10.2010 war im falschen Regal auf dem Läppi, deshalb noch 2 Bildchen aus Green River:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Green_River_2010_10_040001Ixus85is_1.JPG)
                        das urige Cafe (Kaffee war wirklich gut)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Green_River_2010_10_040001Ixus85is.JPG)
                     warum das alte WC immer gleich wegwerfen?

Kreativität ist gefordert  :klo: :pfeifen:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: mrh400 am 22.11.2010, 10:21 Uhr
Hallo,
                 (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Hanksville_2010_10_040001Nikon.JPG)   
                                        ein Schnäppchen   
sonst schwärmen wir im Forum ja immer von Amischlitten, das ist aber auch ein schönes Teil. Daß es so etwas in Amerika gibt!: Goliath 1100 Kombi, 40PS, Bj. 1957/58, Auflage 3817 Stück. Mit ein wenig  :wink: Restaurierungsaufwand könnte man was draus machen: Link (http://home.arcor.de/weisshauptr/bilder/g_1100/kombi.jpg)
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: wilma61 am 22.11.2010, 10:25 Uhr
Hi.

Im Rustic Inn seid ihr gelandet, meinen Glückwunsch... :lol:

Hab ich auch wieder gebucht für nächstes Jahr.

Wir waren sehr zufrieden damit, zumal in Moab inzwischen selbst das Super 8 an manchen

Tagen über 200 $ haben will.

Auf den Geysir kann man ruhig verzichten Wir konnten nicht nachvollziehen, warum um dieses

blubbernde Stahlrohr immer so ein Bohei gemacht wird.

Willi
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 22.11.2010, 11:03 Uhr
Es gibt so weing unregelmäßige blubbernde Stahlrohre in dieser Welt mitten im Nichts. :zuck:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 22.11.2010, 13:09 Uhr
@mrh400 - echt klasse die Info - hätte ich gewusst, dass das Wägelchen auch noch mein Baujahr hat - wer weiß  :lachen4:

@willi - ja das Rustic Inn war echt klasse, da würden wir sofort wieder hin gehen.

@Ullrich - ja wenns halt sonst nix gibt  :zuck:  doch wenn Moab so um die Ecke liegt, dann habe ich keine Zeit für blubbernde Stahlrohre im Nichts

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: carovette am 22.11.2010, 13:48 Uhr
Da schreibt meine Lieblings-Zimmerfrau einen Reisebericht und ich verpass den beinahe :platsch: Dafür hab ich jetzt 9 Seiten am Stück herrlichste Reisebericht-Unterhaltung in symphatischer Gudrun-Schreibweise geniessen dürfen - und dazu herrliche Fotos.

Und ich musste wie schon das Jahr zuvor feststellen, dass Dein Angegrauter ein Zwilling meines Angegrauten sein könnte.....ich hab mich ein paarmal echt schlapp gelacht, weil ich dachte, das könnte grad von mir sein..... :abklatsch:

Meine ganz grossen  :respekt: - auf ein Motorrad würde ich mich nicht für viel Geld setzen (....na ja, für ne Million vielleicht doch...). Aber die Bewunderung meines Herrn Gemahls hast Du. Er will mich ja immer mal auf ne Harley hinten drauf setzen :zuberge:, aber bislang hab ich mich beharrlich geweigert

Wenn Du also noch ein kleines Plätzchen für mich hast, würde ich gerne den Rest mit Euch im Auto mit fahren  :dafuer:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 22.11.2010, 15:19 Uhr
@Ullrich - ja wenns halt sonst nix gibt  :zuck:  doch wenn Moab so um die Ecke liegt, dann habe ich keine Zeit für blubbernde Stahlrohre im Nichts
Das war eigntlich als  Antwort auf Willi gedacht gewesen, auf den  Bohei. :oops: :roll:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 22.11.2010, 16:41 Uhr
@Ullrich - ja wenns halt sonst nix gibt  :zuck:  doch wenn Moab so um die Ecke liegt, dann habe ich keine Zeit für blubbernde Stahlrohre im Nichts
Das war eigntlich als  Antwort auf Willi gedacht gewesen, auf den  Bohei. :oops: :roll:

Na, da war ich halt wieder mal auf dem Schlauch gestanden.

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 22.11.2010, 18:20 Uhr

@Caro - das freut mich doch besonders,wenn Du noch mit uns kommst. Habe bei jeder Corvette, die ich gesehen habe, an Dich gedacht.  :winke:

Also das mit den Harleys wäre ja so richtig in der Weite des Südwestens schön gewesen, doch dafür hätten wir schon länger Harley mieten und fahren müssen, denn die Eagle Rider Rent Stationen sind halt nur in den großen Zentren. Vielleicht mal ab/bis Vegas ? Falls ich meinen Grauen noch mal über den großen Teich kriege, denn der will doch glatt mal wo anders hin. Vollkommen unverständlich - wo wir doch noch nicht mal im Yellowstone waren.

Gruß Gudrun  :zuck:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: carovette am 22.11.2010, 18:33 Uhr

@Caro - das freut mich doch besonders,wenn Du noch mit uns kommst. Habe bei jeder Corvette, die ich gesehen habe, an Dich gedacht.  :winke:

 :oops:   :kuss:

denn der will doch glatt mal wo anders hin. Vollkommen unverständlich 

Du sagst es: vollkommen unverständlich. Geht gar nicht!!! :dagegen:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 23.11.2010, 13:32 Uhr
06.10.2010_Mittwoch   Arches – Windows Sektion   Negro Bill Canyon mit etwas Tornadofeeling

Nachdem der Wecker um 4:00 Uhr früh mich aus wirren Träumen weckt (habe im Traum schmählich bei einem Wettbewerb im Spurensuchen mit dem Delorme Earthmate versagt), stelle ich fest das es draußen in Strömen regnet. Das bedeutet in Ruhe zurück in die Falle, denn der Sonnenaufgang am Mesa Arche fällt heute aus, zumindest der sichtbare mit Scheibe. Herbert ist das besonders recht, denn 4:00 Uhr früh ist so gar nicht seine Zeit und er schnarcht auch schon gemütlich weiter. Ich dagegen kann natürlich nicht mehr einschlafen und schreibe deswegen meinen Bericht, wer will denn auch weiter im Traum auf Trailsuche gehen, wenn die Gerätschaft nicht funktioniert.  :zwinker:

So plätschert es draußen ganz schön und ich bin mit meinem Bericht ganz und gar auf dem Laufenden. Hoffentlich schwemmt der viele Regen nicht auch noch den Shafer Trail hinweg, denn die letzten schweren Regenfälle Ende August haben die Mineral Bottom Road hier im Canyonlands National Park so verwüstet, dass sie geschlossen worden ist und eine Wiederherstellung noch in Frage steht. Wie sollen denn dann die 4x4 Offroadfreaks auf den geliebten White Rim Trail kommen? Für Nevada Blacky bedeutet der Regen auf jeden Fall Schonzeit, der kriegt so schnell keine Staubpiste mehr unter die Räder und wird vielleicht sogar richtig sauber dabei.
So und nun krieche ich noch mal in die Federn, ach was Federn, die Amis haben doch keine Federbetten mehr, also in die flauschigen Sythetics meines Queensizebettes wo mein Angegrauter friedlich vor sich hin schnorchelt, wirklich nur schnorchelt oder eher noch laut atmet.   :schlafen:

Nachdem wir dann genügend Schlafenergie getankt haben, gibt es erst mal Energiefutter in Form von do it yourself Frühstück. Die Mikrowellenzubereitungstechnik wird ausgebaut und wir basteln Sandwiches. Danach rüsten wir uns für einen Ausflug in den Arches National Park um endlich mal die Windows Sektion genauer unter die Lupe zu nehmen, bisher sind wir diesen Bereich nur an den Viewpoints abgefahren. Mit Rucksack und Fotos bewaffnet starten wir um 9:45 Uhr, der Regen hat aufgehört und es gibt schon wieder Sonnenlöcher in der Wolkendecke, Nevada Bläcky zeigt 64° Fahrenheit. Jetzt muss ich das endlich mal nachschauen was das in Grad Celsius sind, die Umrechnung ist nämlich für Mathematisch unbegeisterte Menschen wie mich ein echtes Graus.  :help:

So das sind also 17,7 Grad Celsius und gerechnet wird das folgendernaßen: die Temperatur in Fahrenheit minus 32 mal 5 Neuntel. Also ehrlich da strauben sich mir doch die Haare bei solchen Formeln. Also es kann fest damit gerechnet werden, dass ich die Temperatur weiterhin in Fahrenheit angebe.  :never:
 
Am Eingang vom Arches N.P. scheint es heute etwas ruhiger, denn es ist keine Autoschlange vorhanden und wir kommen ruckizucki durch. Die Anfahrt ist immer wieder eindrucksvoll, auch beim 4. Mal. Wir erreichen die Windows natürlich erst nach ein paar Stops, denn es geht einfach nicht, dass wir am Balanced Rock vorbei fahren. Der wird von uns nun seit 1983 jedes mal fotografiert und es wundert uns immer wieder, dass er noch da oben balanciert.  :verwirrt:

Am Trailhead für die Windows ist schon einiges geboten, da stehen Autos mit Nummernschildern aus ganz Amerika rum. Ich fange mal an Nummernschilder zu knipsen, mal sehen ob ich alle 52 zusammen bekomme. Natürlich knipse ich nur die welche eh auf meinem Weg stehen und laufe nicht den ganzen Parkplatz ab, muss meine Energie doch für die Arches aufheben. Also geht es den Pfad hoch zum North Window, echt riesig dieser Arche.


                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060003Nikon_Ixus100.JPG)

Den kriege ich ja gar nicht ganz auf mein Bild. Ganz klar, dass fast jeder der da hochkletter mal im Arche drinnen fotografiert werden will, dass nervt , denn ich möchte die Dinger lieber ohne menschliche Beigabe haben. Aber mit Mensch sieht man wenigstens wie groß sie sind. Herbert muss natürlich gleich wieder durch den Bogen hindurch klettern, ich sehe ja ein, dass er von der anderen Seite wohl besser rüber kommt, denn da haben wir die Sonne wo wir sie fototechnisch brauchen.  :sun:

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060002Nikon_Ixus100.JPG)

Doch da ist kein ausgewiesener Pfad und auf denen sollte man und frau auch doch bitte tunlichst bleiben. Denn wenn alle kreuz und quer trampeln, was natürlich viele tun, wie Herbert auch, zerstören wir dabei doch die wertvolle kryptobiotic soil crust. Diese kryptobiotic soil crust (ich mag den Begriff irgendwie), schützt den Sandigen Boden vor Abschwemmung und ist überhaupt lebendig, wird auf vielen Hinweistafeln erklärt. Also, da kann man doch nicht einfach drauf rum trampeln. Aber viele Touris sind halt Touris und überall auf der Welt ziemlich gleich.  :fluester:  :dozent:

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060010Nikon_Ixus100.JPG)               

Ich marschiere natürlich brav den vorgegebenen Weg außen herum mit herrlichen Blicken auf den gegenüber liegenden Turret Arche. Dann treffe ich auf das  South Window, auf welches ich so gar nicht vorbereitet war, aber logisch wo es ein North Window gibt, da gibt es wohl noch einen Kollegen Window. So habe ich also schon wieder ein Fotomotiv, welches noch größer erscheint als das erste und diesmal doch so schön von der vormittags Sonne angeschienen wird.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060005Nikon_Ixus100.JPG)

Da taucht auch mein Herbert Tourist wieder auf, welcher dieses Ziel wahrscheinlich ziemlich kryptosoilcrustzerstörend erreicht hat. Wir befinden uns auf einem Loop,( so nennt sich ein Rundweg hier) und arbeiten uns um die Windows herum. Es gibt schöne Pfützen vom Regen, die nennen sich Pools, schon wieder ein 2 oo Wort. Der Loop ist abwechslungsreich zu gehen, mal über Slick Rock , mal durch Sand und es darf auch etwas gekraxelt werden. Das kraxeln macht mir ja besonderen Spaß, wenn da nicht die blöde Kamera um den Hals baumeln würde. 

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060001Nikon_Ixus100.JPG)

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060004Nikon_Ixus100.JPG)

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060006Nikon_Ixus100.JPG)

Wir erreichen den Parkplatz wieder ohne weiteren Schaden an der kryptobiotic soil crust anzurichten. Herbert hat schon genug von den roten Arches und außerdem sein Sudoko mit dabei. Also lässt er sich im Blacky nieder und ich bekomme den Auftrag schöne Bilder vom Double Arche zu machen. Na ob ich dem gerecht werden kann, er hat da ja echt hohe Ansprüche. Ich ergattere noch ein paar Nummernschilder, langsam bräuchte ich eine Liste welchen Staat ich schon habe, und dann geht es los in Richtung Doppel Bogen. Der Weg ist nicht weit und es gibt wieder schöne Pfützen mit Spiegelungen.

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060009Nikon_Ixus100.JPG)

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060008Nikon_Ixus100.JPG)

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060007Nikon_Ixus100.JPG)

Der Double Arche ist ebenfalls riesig, von den Bildern her habe ich mir die Dinger nicht so groß vorgestellt, sonst hätte ich wirklich an die Anschaffung eines Weitwinkels gedacht. Also versuche ich die bestmögliche Ablichtung mit meiner mangelhaften Ausrüstung und versuche ein Flugzeug mit aufs Bild zu bannen, welches ganz klitzeklein gerade über/hinter den Arches vorbeifliegt. Kann wahrscheinlich nur bei vielfacher Vergrößerung wahr genommen werden.  Der Double Arche hat den Effekt einer riesigen Halle und erzeugt dadurch ein Echo. Das haben ein paar anrückende Kinder schnell entdeckt und nun ist es vorbei mit beschaulicher Ruhe, es gibt einen Echowettbewerb. Die Kinder haben ihren Spaß dabei.  :abklatsch:

Ich mache mich auf den Rückweg und bin nun auch Windows gesättigt. Da es auch schon wieder Mittag ist, steuern wir mal den schönen Picknickplatz im Bereich von Devils Garden an. Dort haben wir ja schon letztes Jahr geBBQuet. Der Platz ist um diese Zeit recht bevölkert, Arches machen hungrig. Das mit dem grillen, lassen wir aber sein, irgendwie haben wir beide keine rechte Lust dazu. Also wird nur gevespert. Von unserem Schattenplatz wechseln wir schnell zu einem sonnigeren, denn es ist relativ kühl und die Sonne tut gut.  :sun:

Frisch gestärkt ziehen wir weiter und planen einen Hike zum Sand Dune Arche und diversen anderen Dingern. Doch davon wird es keine Bilder geben, denn wir sind nur 10 Meter über den Trailhead hinaus gekommen. Nachdem mein Angetrauter wieder mal seinen eigenen Pfad lostrampelt und ich mich empöre, dass er doch schon wieder die kryptobiotisch soil crust zerstört (also gut mein Originalton war doch etwas anders, aber als Autorin kann ich doch kreativ sein), da war er (stink)sauer und die Expedition wurde abgebrochen. Sand Dune Arche, nun werde ich dich nie im Leben zu sehen kriegen, weil ich meine Klappe im entscheidenden Moment nicht im Zaum halten konnte. Seufz  :bang: :bang:

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060011Nikon_Ixus100.JPG)
                                 am Devils Garden Trailhead ist mal wieder Hochbetrieb

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060012Nikon_Ixus100.JPG)
                                 ein paar Deers direkt neben der geschäftigen Devils Garden Trailhead Area - völlig unbeeindruckt

Wir streben also leicht verstimmt den Rückzug aus dem Arches an, genug von Felsbögen für heute. Auf der Rückfahrt nach Moab schlafe ich fast ein, Arches und Nummernschilder jagen und zusätzlich noch die kryptobiotic Dingsda beschützen macht echt müde. Mein vergrummelter Angegrauter will aber scheinbar doch noch was erleben und biegt kurz vor Moab in die 128 ein. Ein kurzes Stück davon sind wir letztes Jahr auch schon mal gefahren. Hier gibt es einen Campground nach dem anderen. Wir landen auf dem Trailhead in den Negro Bill Canyon, nach Angaben auf der Infotafel eine kurze Tour von 2 und nochwas Meilen. Der wird also in Angriff genommen, endlich mal wieder Wasser. Aus dem Negro Bill plätschert nämlich fröhlich der Negro Bill Creek und macht den Canyon schön grün. Es wird allerding vor dem Giftsumach gewarnt, das ist eine Pflanze ähnlich unseres Riesenbärenklau, welche, bei Kontakt böse Hautverätzungen hervorrufen kann. Ich habe davon schon gelesen, es heißt hier Poison Ivy und nun hoffe ich es auch in echt an zu treffen (bin schließlich als Kräuterhexe bekannt). Hoffentlich kann ich meinen Entdecker davon abhalten in jedem Gebüsch rum zu kriechen, schließlich ist die Harley Brandverletzung gerade so gut verheilt. Und wenn ich ihn vor dem Poison Ivy warne, dann werde ich nur wieder ausgelächelt.  :umherschau:

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060014Nikon_Ixus100.JPG)
                                        das völlig harmlos aussehende Poison Ivy - Giftefeu

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060015Nikon_Ixus100.JPG)

                   
Wir marschieren los und ich kann nun auch fototechnische Experimente mit fließendem Wasser machen, will ich doch endlich mal schaffen, dass es so milchig weiß auf den Bildern erscheint. Der Negro Bill hat reichlich Wasser, es hat ja schließlich auch genug geregnet. So wie es aussieht hatte er vor kurzem so gar recht viel mehr Wasser zu bieten, denn der Uferbereich weist Spuren von Durchflutung auf.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060016Nikon_Ixus100.JPG)
                                   Erstlingswerk Fließwasser ohne Stativ

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060018Nikon_Ixus100.JPG)

Auf dem Weg nach hinten treffen wir auf eine Gruppe Jugendlicher, welche fröhlichen Krawall machen. Die Ursache der Fröhlichkeit ist das Baden im wohl recht kalten Negro Bill Creek. Da gibt es wirklich eine richtige Gumpe.  :dusche:

Poison Ivy ist auch wirklich anzutreffen, ich fotoknipse den harmlos aussehenden Strauch gleich mal und mache nun auch meinen Eroberer darauf aufmerksam, denn der kriecht natürlich schon wieder im Gebüsch herum, auf der Suche nach, weiß der Teufel was, ach ja – ein neuer Stock muss her, hat seine 3 nämlich im Auto gelassen.  :frech:

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060013Nikon_Ixus100.JPG)

Es ist ein angenehmer Pfad, welcher immer wieder direkt an den Wasserlauf heranführt und schöne Blicke und Fotospots auf Wasserkaskaden zulässt. Mal geht es durch grünes Buschwerk, mal über Felsen, es macht richtig Spaß. Ich entdecke riesigen Winterschachtelhalm und vertraute, heimatliche Pflanzen neben fremden Wüstenbewohnern. Hier sind Feucht-und Trockenpflanzen nah beieinander.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060019Nikon_Ixus100.JPG)

Wir wandern vielleicht einen guten Kilometer in den Canyon hinein und dann fällt meinem kritischen Blick gen Himmel auf, dass die Wolken immer dusterer werden und das ist ein Alarmzeichen für eine Flashfloodscheue Hikerin wie mich. Ich versuche mich erst zu beruhigen und gehe noch etwas weiter, doch der Himmel lässt mir keine Ruhe mehr und ich kann die Wanderung nicht mehr genießen. Also blase ich zum Rückzug, da auch noch lange kein Ziel (großer Arche)aus zu machen ist. Wir fotografieren noch einiges an Pflanzen und Blumen und versuchen unseren Fotos die letzten Einstellungsrätsel zu entlocken. :?: :!:

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060023Nikon_Ixus100.JPG)
                                Herbert Spezial - deshalb muss ich immer auf ihn warten - ist doch aber auch schön geworden

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060021Nikon_Ixus100.JPG)


                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060020Nikon_Ixus100.JPG)

Doch mein Rückzugsschritt wird ziemlich beschleunigt, als ich das erste Donnergrollen vernehme, meinen Bummler interessiert das nicht im Geringsten. Ich kann wohl schon froh sein, dass er mit umgedreht hat. Ich lasse ihn also zurück und eile Richtung Parkplatz. Er wird schon irgendwann dort ankommen und ich weiß ja das es dort Restrooms zum unterstellen gibt.  :klo:

Es kommen mir auf dem Rückweg sogar noch Wanderer entgegen, welche noch in den Canyon hineinlaufen. Na die haben vielleicht Nerven, denke ich noch. Beim Warten am Trailhead geht es dann schon los, der Wind fängt an ganz gewaltig zu blasen und die ersten Tropfen fallen. Den Autoschlüssel hat natürlich Herbert, also stelle ich mich wirklich beim Klohäuschen unter und hoffe, dass er endlich kommt. Ein Pärchen, welches wohl auch noch mit dem Gedanken spielte den Canyon zu erwandern, flüchtet wieder ins Auto und sie fragen mich noch ob sie mich mitnehmen sollen. Gute Idee, am liebsten wäre ich eingestiegen.  :nixwieweg:

Der Himmel ist mittlerweile furchterregend schwarz und der Wind bläst beängstigend, Regen fällt eher tröpfchenweise. Da kommt ein richtiger Sturm auf. Ich bin regelrecht sauer und natürlich auch etwas Angstgebeutelt, als mein Angegrauter endlich eintrudelt. Er muss sich seinen Hut schon festhalten. Dann aber ab ins Auto und Richtung Moab, es bläst wahrlich beängstigend und all die hohen Canyonwände mit den vielen losen Steinen drauf, tragen nicht zu meiner Beruhigung bei. An einer Stelle bläst der Wind eine richtige Wasserwindhose aus dem Colorado und das ist ein für mich sehr beängstigendes Schauspiel. Was fällt meinem Süßen dabei ein? Er will das fotografieren, während ich um mein Leben bange und um das von Nevada Blacky, will er fotografieren. Ich glaub nicht ich krieg die Krise, ich hatte sie  :flennen2: . Ich hatte das Gefühl wir werden jeden Moment von der Straße in den Colorado befördert und er will fotografieren. Gott, ich bin halt eine Hasenfüßin. Bei meinem Gezeter und dem Problem des Steuer Festhaltens gelingt es ihm lediglich eine schnelle und unbefriedigende Aufnahme unserer Wind-Wasser gepeitschten Frontscheibe zu machen.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Arches_Negro_Bill_C_2010_10_060022Nikon_Ixus100.JPG)
                                         wer dabei war  :zuberge: (ich) der kann das Coloradowasser gen Himmel steigen sehen

Er hat auch Respekt vor einem riesen Campmobil, welches uns entgegen kommt und selbst um die Straßenlage kämpft. Wir schaffen es den Canyon, in welchem die 128 entlang des Colorados verläuft unversehrt zu verlassen. Auf der 191 brausen schon etliche Fahrzeuge mit Blaulicht und Sirene an uns vorbei, es scheint einiges los zu sein. Wir erreichen unser Motel unbeschadet und flüchten aufs Zimmer. Dort schalte ich gleich mal den Fernseher ein und sehe sofort ein Band mit Tornadowarnung am Bildschirmrand laufen.  Das Epizentrum befindet sich irgendwo nordöstlich von Moab und zieht, Gott sei Dank auch, nach Nordosten weiter. Es ist schon eine seltsame Stimmung, der Fernseher piept immerzu und macht auf die Tornadowarnung aufmerksam. Die Menschen werden gebeten sichere Unterkünfte auf zu suchen und sich entsprechend zu verhalten. Es wird auch ständig wiederholt, dass es die häufigsten, bestätigten Tornados, nämlich 4 Stück an einem Tag, seit 1972 sind. Na Mahlzeit, auf solche Events kann ich getrost verzichten. Aber so im, hoffentlich sicheren Motel, vor dem Fernseher, lässt es sich schon wieder ganz gut damit leben. Draußen hat es sich schon wieder sichtlich beruhigt. Wir stellen später dann lediglich fest, dass Nevadablacky einen trockenen Busch mitgeschleppt hat, welchen er auf dem stürmischen Rückweg wohl aufgegabelt hat.

Der Wetterchannel zeigt dann auch noch ununterbrochen was Tornados so anrichten können und angerichtet haben, von den aktuellen Schäden gibt es ja noch keine Bilder. Später sehen wir dann so beruhigende Sachen wie umgewehte Trucks und so. Im nördlichen Arizona hat es wohl ganz schön gewütet. Wie bin ich doch froh, dass wir nicht an den Grand Canyon gefahren sind.  :nixwieweg:

Nach diesem Erlebnis brauche ich erst mal ein Elephant Hill Hefeweizen und das bekommen wir in der Moab Brewery, welcher wir zum Abschluss dieses Abends einen ausgiebigen Besuch abstatten. Dort testen wir die Wings, welche das Haussonderangebotsschnäppchen sind und vernichten 2 Pitcher zusammen  :prost: . Pitcher sind große Krüge voller Bier, fragt mich nicht nach der Menge, denn die Amis haben da ja so komische Maße. Ein Pitcher gab jedenfalls immer 4 Gläser ab und die waren wohl nicht ganz so groß wie ein englisches Pint. Die Wingdings (Hähnchenflügel) waren super gut und das Elephant Hill Hefeweizen tat seine Wirkung, es ging uns wieder rundum gut und wir wanderten Tornadoüberlebt in die Heia.  :schlafen: :schlafend:

Geplant war für den nächsten Morgen, der erneute Versuch den Mesa Arch beim Sunrise zu verewigen und das bedeutete ja um 4:00 Uhr aufstehen. Hoffentlich hat der Tornado alle Wolken weit weg geblasen.
 
Highlight: Windows Section im Arches
Lowlight: Unachtsamkeit im Umgang mit meinem Dauergeliebten und leichte Tornado Experience  :zuberge:
Aussicht: Nebelfahrt zum Mesa Arche und………
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 23.11.2010, 17:29 Uhr
Ja das Elephant Hill Hefeweizen in der Moab Brewery ist das beste Bier, das ich bisher in den USA getrunken habe!

Hoffentlich lässt euch der Tornado in Ruhe! Wir haben ihn dieses Jahr ja in West Yellowstone nur um einen Tag verfehlt - er hat am Tag vorher das Dach von unserem Motel geklaut!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 23.11.2010, 18:06 Uhr
Und wenn ich ihn vor dem Poison Ivy warne, dann werde ich nur wieder ausgelächelt.  :umherschau:

Hallo Gudrun,

wer nicht hören will, der muss halt manchmal fühlen  :zwinker:. Dein Angegrauter hätte schmerzhafte Ausschläge davongetragen  :zuberge:.

Ich dachte bisher, dass es Tornados nur im Süden und mittleren Westen der USA gibt. In Moab hätte ich damit nicht gerechnet.

LG,

Ilona

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: wilma61 am 25.11.2010, 07:24 Uhr
Ahhh, Neger Willi´s Canyon. Wie schön.

Wir haben auch mal die Wanderung abgebrochen, weil es unerträglich schwül heiss war, so wie man es im Dschungel erwartet hätte.

Aber Elephant Hill hab ich mir notiert, hört sich so Outdoor an. :lol:

Willi
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 25.11.2010, 19:22 Uhr
07.10.2010_Donnerstag   Moab   Mesa Arche Sunrise   Fisher Towers

Diesmal hüpfen wir um 4:00 Uhr früh aus dem Bett, denn es plätschert kein Regen draußen und es sind Sterne am Himmel zu sehen. Also gibt es keine Ausrede und es geht auf zum Sunriseerlebnis Mesa Arche im Canyonlands National Park. Ich konnte diese Nacht nur schlecht schlafen, lag wohl an dem vielen Elephant Hill Hefeweizen. Wir trinken einen Kaffee und starten um 4:40 Uhr in finsterer Nacht.  :schwarz:

Es ist ziemlich frisch draußen, die Fahrenheit habe ich nicht notiert. Die Straßen sind noch fast so gut wie leer, nur einige Trucks sind mit uns unterwegs. Nachdem wir den Highway verlassen und auf der 313 Richtung Canyonlands unterwegs sind, sind wir mutterseelen alleine. Es ist fast etwas gespenstisch durch die dustere Nacht zu fahren und dann wird es auch noch nebelig. Na Mahlzeit, wahrscheinlich sind wir für einen Mesa Arche im Nebel so früh aufgestanden. Nachdem wir die Einfahrt und das Visitor Center passiert haben, wird der Nebel so stark das man wirklich nur noch Schritttempo fahren kann, denn es ist eine Kurve an der anderen. Nach 1 Stunde erreichen wir den Mesa Arche Trailhead und da steht doch tatsächlich schon ein Auto, wir sind also nicht die einzigen Verrückten hier.  :deuten:

Es ist noch zappenduster, also machen wir es uns im Auto bequem und versuchen noch etwas zu dösen. Es kommt dann doch tatsächlich noch ein weiteres Auto an und nach etwa 20 Minuten starten die ersten schon mit Taschenlampe bewaffnet in Richtung Arche. Nachdem das mit dem Dösen nicht so richtig gelingen will, machen auch wir uns startklar. Ich ziehe so ungefähr alle Jacken an, die ich dabei habe, denn hier oben ist es wirklich saukalt. Wir sehen allerdings einen herrlichen Sternenhimmel über uns und das lässt doch für den Sonnenaufgang hoffen.  :sun:

Also wird auch unser Stirnlampe aktiviert, doch die macht schon mal nicht mit. Zum Glück habe ich noch dieses neu erworbene Multitool vom Bryce Canyon dabei und das hat eine funktionierende Taschenlampe dran. Der Weg ist zwar gut ausgebaut und auch markiert, trotzdem ist es hilfreich ab und an zu leuchten wohin man/frau da tritt.

Es dämmert auch schon etwas und der Nebel scheint sich tatsächlich zu verflüchtigen, was ein Glück. Am begehrten Fotospot stehen schon 3 Fotografen mit Stativen bewaffnet in Lauerstellung und haben natürlich auch schon die besten Plätze für sich blockiert. Wir suchen uns also die nächstbesten und ich turne überhaupt noch etwas hier und da herum, denn stillstehen ist keine ausgeprägte Fähigkeit von mir. Im Canyontal vor uns schwimmt noch ziemliche Nebelsuppe, doch der Himmel über uns weist nur ein paar Wolkenstreifen, dass könnte interessant werden.  :!:

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Sunrise_Mesa_Arche_2010_10_070002Nikon.JPG)

Und dann geht es auch wirklich langsam los, die Sonne kündigt sich mit einem roten Schimmer an und das erste klicken beginnt. Herbert hat diesmal die Nikon und ich probiere mit der kleine Canon. Es braucht Geduld, denn die Sonne lässt sich Zeit und ein paar Wolken sind auch noch im Weg, der Nebel im Potash Canyon (ich denke mal das müsste er sein) wabert langsam und ohne Hektik davon. Das Leuchten verstärkt sich, die Spannung steigt, die Fotos klicken und irgendwann gibt es dann kein Halten mehr, denn der Mesa Arche erglüht und die Farben zelebrieren ein herrliches Spektakel. Die Gruppe ist auch immer größer geworden, wir sind jetzt circa 15 Personen vor Ort.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Mesa_Arche_2010_10_070001Nikon.JPG)

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Mesa_Arche_2010_10_070002Nikon.JPG)

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Sunrise_Mesa_Arche_2010_10_070003Nikon.JPG)

Es ist schon ein besonderes Erlebnis und die Stimmung ist fast übernatürlich, wäre man/frau nicht so mit knipsen beschäftigt und würde nur dieses vollkommene Naturschauspiel genießen. Ich versuche das zeitweise auch, aber frau ist immer wieder versucht das digital zu verewigen und dabei weiß ich doch genau wie unmöglich das ist. Dieses ganzheitliche Erlebnis gibt es nur vor Ort, mit allen Empfindungen unserer 5 Sinne und das ist auch gut so.  :daumen:

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Mesa_Arche_2010_10_070003Nikon.JPG)

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2641.jpg)

Wir bleiben bis 8:30 Uhr am Mesa Arche und genießen und fotografieren, dann sind wir Mesa Arche satt und verabschieden uns. Den Versuch den Upheavel Dome Viewpoint anzufahren geben wir schnell wieder auf, denn dort sitzt der Nebel dick und fest. Da hatten wir mit dem Mesa Arche doch richtig Glück. Also fahren wir zurück zum Visitor Center, dem wir natürlich einen kurzen Besuch abstatten. Dort arbeitet am Giftshop eine deutsche Frau, welche auch schon seit 1972 in den Staaten lebt und uns vom Winter in Moab vorschwärmt. Sie sagt in 14 Tagen ist der Rummel vorbei und Moab hat wieder seine Ruhe, die Motels kosten nur noch die Hälfte und alles ist geruhsamer. Es ist wohl recht kalt im Winter aber die Farben und die Stimmungen seien umso schöner.

Auf dem Rückweg statten wir dem Dead Horse State Park dann noch einen kurzen Besuch ab und erfreuen uns am Anblick des Shafer Trails, welchen wir letztes Jahr gefahren sind. Herbert möchte das gleich wieder tun, doch nach dem Regen der letzten Tage traue ich dem nicht so und weigere mich. Vom Dead Horse Viewpoint kann man einen Teil der Potash Road gut übersehen und da ist doch tatsächlich auch ein Jeep und ein paar ATVs unterwegs. Ich bin aber inzwischen totmüde, habe ja kaum was geschlafen diese Nacht, und da bringt mich nix auf diese über 2 Stunden Offroad Tour.  :dagegen:

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Dead_Horse_2010_10_070001Nikon.JPG)
                                   Blick vom Dead Horse State Park
                         
                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Dead_Horse_2010_10_070001Nikon_1.JPG)
                                       Blick auf die Potash Becken

Bei der Rückfahrt nicke ich schon ständig ein und kann die Augen kaum noch offen halten, jetzt brauche ich nur noch mein Queenbett und sonst nix.  Im Motel angekommen bin ich dann natürlich schon fast wieder wach, hüpfe aber dennoch in die Matratzen und döse auch sofort ein. Für eine gute Stunde erhole ich mich dann in einer Art halbwach halbschlaf Schlaf, wie das so ist wenn frau es nicht gewohnt ist am Tage zu schlafen.  :schlafen:

Am Nachmittag starten wir wieder auf die Scenic Route 128 um sie Tornadofrei zu genießen. Kurz vor dem Castle Valley wird Herbert von der Red Cliffs Lodge von der Straße gelockt, sie liegt wirklich traumhaft.

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9432.jpg)
                              Weinfreunde sind in der Red Cliffs Lodge auch richtig

Wir erkunden die Lodge ein wenig, holen uns einen Lodgeprospekt und trinken einen kostenlosen Kaffee. Es gibt ein kleines Moviemuseum, welches wir auch noch durchstreifen. Ja hier würden wir auch gerne Residieren, doch die Preise sind nicht so ganz unser Niveau. Dann geht es weiter Richtung Fisher Towers, die sind nicht so weit weg von der 128 und die wollen wir uns heute noch ansehen. Erst fahren wir etwas zu bald in die Onion Creek Road ein, stellen unseren Irrtum aber schnell fest. Die Fisher Towers sind schon zu sehen, aber die Entfernungen täuschen einen hier immer wieder gewaltig. Nachdem wir dann die richtige Einfahrt gefunden haben, geht es kurz auf einer recht guten Staubpiste bis zum Trailhead.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9473.jpg)
                           Klettern geht auch - unterhalb der Fisher Towers

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                                    und schon isser oben

Dort stehen auch eine ganze Menge Autos rum. Wir schultern einen Rucksack, bzw ich schultere meinen Rucksack, weil Herbert braucht ja immer nix. Gleich zu Beginn der Wanderung nimmt er seiner Gewohnheit entsprechend natürlich auch seine eigene Route und landet irgendwo in den Felsen. So einfach ist das hier im Canyonland nicht, da stehst du ganz schnell mal an einem Abgrund und es geht nix mehr weiter. Doch das kann meinen Entdecker nicht davon abhalten immer wieder eigene Wege zu gehen.  :never:

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9499.jpg)

Ich natürlich brav den Pfad entlang und werde dafür belohnt nicht unnötig kraxeln zu müssen und ich zerstöre auch keine kryptobiotic soil crust . Nach Auskunft am Trailhead ist die lange Route 2,3 Meilen lang, das sind dann so circa 3,5 Kilometer. Also normalerweise ein Klacks für uns, doch ich vergesse immer wieder die Kraxlerei und die Fotografiererei, bei der Zeitplanung.

Als wir starten ist es nämlich schon fast 17:00 Uhr. Der Trail ist sehr abwechslungsreich mal runter, meistens rauf, durch eine Utahrote Felsenlandschaft, das Abendlicht wirft seine schönen Schatten. Die Fisher Towers sind wirklich imposant. Sie wirken schon von weitem, aber je näher man ran kommt umso eindrucksvoller werden sie. Riesige, senkrechte Steilwände mit einer wunderschönen Struktur aus rundem, rotem, fantasiebeflügelnden Felsgestein. Es gibt Hoodos zu bewundern und wunderschöne Fernblicke in Richtung Castle Valley, welche an das Monument Valley erinnern.

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                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9583.jpg)

Der Weg zieht sich und wir sehen immer mal wieder wie weit wir noch gehen müssen oder können, denn es sind Andere vor uns unterwegs. Ich wollte eigentlich schon bis Sonnenuntergang wieder am Parkplatz sein und der ist hier so gegen 18.55 Uhr. Um diese zeit sind wir dann gerade mal am „the Titan“ angelangt. Um den zu sehen geht man unterhalb einer dieser riesigen, roten Wände vorbei und beim Blick nach oben denke ich nur:“ bloß kein Erdbeben jetzt“! Bin schon zeitweise eine kleine Angstneurotikerin.  :nixwieweg:

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                               Bitte jetzt kein Earthquake

Am Titan verweigert uns dann die Sonne die Kooperation und bedeckt sich mit Wolken. Mich drängt die Zeit und ich will zurück, doch da spielt mein Herr Herbert mal wieder nicht mit. Er handelt sich 5 Minuten Sonnenwarten aus und das funktioniert auch glatt. Die Sonne kommt hervor und das rote Schauspiel kann geknipst werden. Mittlerweile ist hier auch noch eine ganze Horde spanisch sprechender Mitmenschen hergehetzt und macht ah und oh und Fotos. Die stören die ganze erhabene Beschaulichkeit mit ihrer südländischen, Palavermentalität.  :protest:

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                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9562.jpg)

Beim Rückzug lassen wir uns von ihnen überholen, denn irgendwie nerven die uns. Dann kommt doch tatsächlich noch das Sonnenuntergangsglühen und wir kommen kaum vorwärts, weil wir natürlich schon wieder knipsen, knipsen und knipsen.Gegen 19:00 Uhr sind wir endlich am Parkplatz und stürzen uns förmlich in Nevada Blacky um vor dem Trupp spanisch sprechender Palaverer wegzukommen, es ist ein ganzer Kleinbus voll.  :rv:
 
An diesem Abend testen wir dann mal Eddy Mc Stiffs Microbrewery und werden leider enttäuscht, das ist nicht unser Laden und Herbert vergisst dann dort auch noch seine Jacke, welche er am nächsten Tag auch nicht wieder bekommt. Hat wohl jemand brauchen können.  :wut33:

Highlight: Sunrise am Mesa Arche
Lowlight: zu müde um Shafer Trail zu fahren
Aussicht: Negro Bill Canyon total und ohne Tornado
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: sil1969 am 25.11.2010, 21:07 Uhr
Also ich finde, das frühe Aufstehen hat sich für die Leser des Berichtes gelohnt... :D Tolle Bilder!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 26.11.2010, 00:27 Uhr
Danke fürs frühe Aufstehen, dann muß ich das nicht.
Werde ich nur sehen, wenn ich mal einen Platz auf dem CG bekomme.
Und dann noch Nebel, ich hätte die Straße nicht gefunden.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 26.11.2010, 15:25 Uhr
Tolle Fotos wieder!

Ja Sonnenaufgang am Mesa Arch war uns auch deutlich zu früh  :oops:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Anne05 am 26.11.2010, 22:29 Uhr
Herrlich, tolle Bilder!
Sunrise am Mesa Arch ist schon ein Erlebnis. Wir waren im vorletzten April dort und haben das frühe Aufstehen nicht bereut.
Das waren auch für uns Stunden, die man nicht beschreiben kann - man muss es selbst erleben!

Freue mich auf die Weiterfahrt.
Anne
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 29.11.2010, 07:27 Uhr
08.10.2010_Freitag   Moab   Negro Bill Canyon   

Frisch gestärkt und frisch aufgeputzt rüsten wir uns für die Negro Bill Canyonwanderung, welche wir am Mittwoch zwecks Tornadoranderscheinungen abgebrochen haben. Der Himmel ist makellos blau und es ist auch reichlich frisch, die Elektronik von Nevada Blacky vermeldet 56° F, hmmmm wieviel Grad Celsius sind das jetzt wieder? Schätzungsweise 13,5 Grad Celsius. Kurz bevor wir durchstarten, stellt Herbert noch fest, dass er seine Jacke und seinen Hut vermisst. Nach einigem Überlegen meint er, er kann sie nur gestern Abend beim Chinesen oder in Eddy Mc Stiffs Microbrewery gelassen haben. Also schnell mal beim Chinesen nachfragen, negativ. Und Eddy Mc Stiff ist um diese Morgenstunde noch geschlossen, Bier um diese Morgenstunden gibt es vielleicht in Franken aber nicht in Utah Moab. Müssen wir halt heute Abend noch mal vorbei.

Die nächste Tätigkeitist dann Nachschub für unsere Geldbeutel organisieren, dafür läuft uns sozusagen die Zionsbank über den Weg. Während ich mich mit der Spenderbox auseinander setze palavert Herbert mit einem älteren Herrn, der mit einem aufgemotzten VW Käfer vorgefahren ist. Er, Herbert,  bekommt sofort den Käfermotor vorgeführt und entdeckt dort irgend einen Mangel. Der Öleinfüllstutzen war nur noch am Entlüftungsschlauch gehangen, oder so ähnlich. Der stolze Vw Käferbesitzer holt daraufhin sofort sein Werkzeug aus dem Käfer und fängt das Schrauben an. Irgend Etwas kriege ich noch mit von wegen Porschemotor usw, aber ich bin startklar und so rauschen wir ab, bevor mein Techniker da noch mitschraubt.

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Dann kriegt unser Blacky noch sein Futter an der Tanke vom City Market und da wir ja im Besitz einer City Market Kundenkarte sind, kostet die Gallone jetzt 10 Cent weniger. Ist das Leben nicht schön. Einkaufen wird erst mal auf den Abend verschoben und wir verlassen Moab Richtung 128. Das Wetter ist perfekt zum Wandern, nicht zu warm und nicht zu kalt. Am Trailhead ist heute früh schon eine Menge los, da stehen wesentlich mehr Autos rum als Mittwochabend. Da stehen welche wirklich noch früher auf als wir. Wir rüsten uns auf, im Netz habe ich gelesen man/frau sollten mit 4 Stunden für den Hin-und Rückweg rechnen, da wird schon ein kleiner Imbiss und einiges Wasser gebraucht. Herbert vergisst auch nicht seine handgefertigten Canyonstöcke, ich verzichte auf meine Walkingdinger. Die stören so beim Fotografieren, doch dies wird sich noch als nachlässig heraus stellen. Mein Etrex wird auch noch startklar gemacht, wofür habe ich es denn schließlich dabei und damit kann ich meinem Süßen dann genau nachweisen wie lange wir uns bewegt und wieviel wir nur rumgestanden sind. Ist doch schließlich wichtig.

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Den ersten Abschnitt des Trails kennen wir ja nun schon, nur das er uns diesmal im Morgenlicht entgegen leuchtet. Da wir auch schon fast alles in diesem Bereich geknipst haben kommen wir zügig voran und, frau kann es kaum glauben, Er ist des Öfteren voraus. Dann kommt der neue Abschnitt des Canyontrails und es wird gleich noch abwechslungsreicher, denn jetzt müssen wir ständig den Negro Bill überqueren. Dafür wären meine Stöcke jetzt echt gut gewesen, denn die Trittsteine sind oft mal unter Wasser und entsprechend glitschig. Ich leihe mir doch tatsächlich einen von Herberts handgefertigten Stöcken um heil und relativ trockenen Fußes über den Creek zu kommen. Es macht natürlich auch Spaß und einer der uns entgegen kommenden amerikanischen Einwohner meint dazu: „ oh this crazy rivercrossing“! Na denn, ich finde Rivercrossing schön. Es geht mal bergauf, mal bergab, mal weg vom Fluß und dann wieder durch, es könnte abwechslungsreicher kaum sein. :daumen:

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                           Herbert geht ins Detail - Auge in Auge mit Clematis Samenstand

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Der Himmel ist blau, blauer geht kaum und ich bin total entspannt und Gewittersorgenfrei. Das Plätschern des Negro Bill trägt dazu noch zusätzlich bei. Wir brauchen fast exakt 2 Stunden  bis wir das Ende des Canyons erreichen und die Morning Glory Natural Bridge dort bestaunen können. Es heißt es wäre die 6. Größte ihrer Art im Land. Ihre wirkliche Dimension erkennt man allerdings erst, wenn man ganz dort ist.  Das Ende des Canyons ist wie eine gewaltige Halle und es hallt dort auch entsprechend, das Wasser welches den Creek speist kommt irgendwo direkt aus dem Felsen. In diesem Bereich wächst auch verdammt viel von dem giftigen Poison Ivy. Ein wissender amerikanischer und besorgter Zeitgenosse macht uns gleich darauf aufmerksam.  :nono:

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                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Negro_Bill_Arche_2010_10_080010.JPG)

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Negro_Bill_Arche_2010_10_080012.JPG)

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                              alles voller Giftsumach - Poison Ivy

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Negro_Bill_Arche_2010_10_080011.JPG)
                                   Canyon Kunst - Künstler Unbekannt

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Negro_Bill_Arche_2010_10_080009.JPG)
                                 das Wasser scheint direkt aus der Felswand zu kommen

Wir bestaunen also die Morning Glory Nat. Bridge und ich unternehme ein paar sinnlose Versuche ihn auf ein einziges Bild zu bannen. Herbert klettert gleich wieder etwas in allen Ecken herum und dann machen wir noch kurze Trink und Snackpause, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Negro_Bill_Arche_2010_10_080015.JPG)
            Bei einem Blick zurück sehen wir doch tatsächlich Kletterer auf der Bridge - die können nur von oben dahin gekommen sein
                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Negro_Bill_Arche_2010_10_080017.JPG)

Der Rückweg dauert aus unerfindlichen Gründen nur ungefähr 1 Stunde und 10 Minuten, dass kann doch nicht nur am bergab gelegen haben. Wir treffen also um 13:30 Uhr bei Blacky ein und jetzt sind wir natürlich hungrig und machen uns auf die Suche nach einem BBQ Platz.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Negro_Bill_Arche_2010_10_080006.JPG)
                           herrlich viel Wasser gibt es hier

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Negro_Bill_Arche_2010_10_080014.JPG)
                                   einsamer Pilz im Sand

Wir klappern ungefähr 3 Campingplätze ab, bis alles so passt wie wir das brauchen und dabei landen wir am Big Bend Campground. Irgendwie klappt das mit dem Anheizen heute nicht so recht, Herbert hat neue Grillbriketts gekauft und die lassen sich nur schwer zum glühen bringen. Es raucht und raucht und raucht. Wir könnten die Steaks heute räuchern. Irgendwann ist es dann doch soweit und wir können uns die Dinger einverleiben.  :essen:

Dann fahren wir zurück und fragen bei Eddy MCStiff nach Herberts Jacke, doch die ist nicht aufgetaucht, jetzt brauchen wir Ersatz. Um 19:00 Uhr treffen wir in der Moab Brewery ein um dort ein Abschieds Elephant Hill Hefeweizen zu trinken.  Wir lassen uns wie immer an der Theke nieder, dort finde ich es am interessantesten.Der Laden ist wieder mal gerammelt voll und wird die nächsten 3 Stunden immer voller.  :bier:

Wir wundern uns über seltsame Blinkdinger, welche Gäste neben uns bei sich haben und sobald die anfangen wie wild zu blinken, springen sie auf und verschwinden. Auf Nachfrage erfahren wir dann, dass diese Gäste auf einen freien Tisch im Restaurant warten und per Funk dann angeblinkt werden. Gute Idee, ein wenig wie in Englischen Pubs, dort wird man auch an der Theke zwischengelagert, wenn kein Tisch frei ist.  :kratz:

Leider sind unsere Moab Brewery Bilder alle unscharf, woran das wohl liegt.  :drink:

Teilweise sehen wir die gleichen Gesichter wie vor 2 Tagen, die Brewery hat ihre Stammgäste . Wir leeren 2 Pitcher und ziehen gegen 20:30 Uhr ab. Dann ist dieser Tag auch schon wieder gelaufen und wir schlummern unsere letzte Nacht im Rustic Inn in Moab.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2743a.jpg)
                                 für Caro extra aus Moab mitgebracht

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2744a.jpg)

Higlight: Negro Bill Canyon bezwungen
Lowlight: Jacke weg
Aussicht: Moki Dugway-Mule Point Overlook-Valley of the Gods
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: carovette am 29.11.2010, 10:20 Uhr

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2743a.jpg)
                                 für Caro extra aus Moab mitgebracht

Das ist aber nett von Dir - und Du bist auch noch die erste, die mir so ein nettes Mitbringsel spendiert  :kuss: und auch noch in meiner Lieblingsfarbe als Convertible. Ich hol Dich dann mal zu einer Ausfahrt ab (http://www.world-of-smilies.com/wos_auto/transamfrontyellow.gif) (http://www.World-of-Smilies.com)

Die Wanderung zur Morning Glory Bridge wäre für dieses Jahr auch auf meiner Wunschliste gestanden, ich konnte meine bessere Hälfte aber leider nicht dazu überreden...

Jetzt ärgert es mich doch ein bisschen, dass ich mich nicht durchsetzen konnte. Du hast uns tolle Aufnahmen von da mitgebracht.  :dance: :clap:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 29.11.2010, 11:04 Uhr

OK, Morning Glory Bridge im Negro Bill Canyon musste ich mir auch gleich notieren. Kommt auf die To-Do-Liste für den nächsten Besuch der Moab-Area. Danke für die schönen Fotos!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: sil1969 am 29.11.2010, 13:03 Uhr
Schöner Bericht und wirklich tolle Fotos. Ich finde auch immer wieder, dass der Himmel in den USA einfach blauer ist als bei uns.
LG Silvia
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 29.11.2010, 19:06 Uhr

Das ist aber nett von Dir - und Du bist auch noch die erste, die mir so ein nettes Mitbringsel spendiert  :kuss: und auch noch in meiner Lieblingsfarbe als Convertible. Ich hol Dich dann mal zu einer Ausfahrt ab (http://www.world-of-smilies.com/wos_auto/transamfrontyellow.gif) (http://www.World-of-Smilies.com)
super, da freu ich mich schon drauf
Schöner Bericht und wirklich tolle Fotos. Ich finde auch immer wieder, dass der Himmel in den USA einfach blauer ist als bei uns.
LG Silvia
stimmt absolut  :daumen:


OK, Morning Glory Bridge im Negro Bill Canyon musste ich mir auch gleich notieren. Kommt auf die To-Do-Liste für den nächsten Besuch der Moab-Area. Danke für die schönen Fotos!

ja unbedingt, ist etwas für einen entspannten Tag oder wenn es sehr heiß ist, das viele Wasser kühlt.  :sun:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 30.11.2010, 08:55 Uhr
09.10.2010_Samstag   Moab-Wilson Arche-Mule Point Overlook-Valley of the Gods-Mexican Hat

Nach der - same procedure as every day - haben wir in Ruhe unseren derzeitigen Hausstand zusammen geräumt und Nevada Blacky damit belastet. Nach 3 Wochen hat man/frau da schon eine gewisse Routine und alles hat seinen Platz. Wir geben den Schlüssel ab, laden die Kühlbox voll Eis und dann ab durch die Mitte. Doch wir wollen noch ein paar Einkäufe tätigen und wir sind ja nicht umsonst stolze Besitzer der Kundenkarte vom City Market. Wer weiß wo wir demnächst die Möglichkeit haben eine neue Kundenkarte zu erstehen. Dann testen wir auch noch eine amerikanische Autowaschanlage, eine wohl einträgliche Institution in Moab, denn hier sehen die 4x4 Autos ständig so aus als wären sie zum Feldumpflügen benutzt worden. So einfach hatten wir uns das eigentlich gar nicht vorgestellt, einfach Kreditkarte einmal einschieben, nicht mal ne Pin oder sonstige Fragen mussten wir beantworten und schon gibt es Wasser aus dem Hochdruckschlauch. So wird Nevada Blacky nun auch seinem Namen wieder einmal gerecht.  :dusche:

Dann heißt es aber endgültig Abschied nehmen von Moab und vor allem von der Moab Brewery mit dem guten Elephant Hill Hefeweizen. Es geht Richtung Süden auf der 163 und die sind wir mittlerweile schon relativ oft gefahren. Herbert fährt und ich sitze mit meiner Karte daneben und passe auf, dass wir an nichts Wichtigem vorbeifahren. Zum Beispiel am Wilson Arche, welcher allerdings kaum zu übersehen ist. Hier halten wir in Memorium, denn das haben wir 1983 auch getan und deshalb wird zu dem Arche auch hochgeklettert und neue Erinnerungsfotos werden gemacht.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Moki_Dugway_2010_10_090001.JPG)
                                    Wilson Arche mal anders

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9780a.jpg)
                                diesmal gibts auch einen kurzen Stop am Hole in the Rock

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9773a.jpg)
  sorry für das zerschnippselte Bild, da muss ich noch an meiner Technik feilen - aber so wäre man doch in Moab genau richtig ausgerüstet

Obwohl es so aussieht als sei er gleich neben der Straße, lässt es sich doch hochklettern und es bläst ein frischer Wind dabei. An diesem Platz haben sich viele vorbei ziehende im Sandstein verewigt und ihre Namen eingeritzt, ich finde das die egozentrischste Umweltverschandelung überhaupt.  :dagegen: :nono:

In Monticello gibt es ein Wiedersehen mit dem Rodeway Inn und dem ? Motel, wo wir erst vor ? Tagen genächtigt haben. Wir halten uns aber nicht auf, sondern brausen im amerikanischen Straßentempo weiter. Nach 13:00 Uhr fahren wir an der Recovery Recreation Area vorbei, das ist ein durch einen Staudamm entstandener See und Naherholungsgebiet. Wir beschließen  spontan hier Rast zu machen und verzehren auf einem genau dafür passenden großen, flachen Stein am Seeufer unser Lunch. Auf dem See fährt jemand eine Art von Wasserski, eine Art deswegen, weil wir nicht feststellen können ob er oder sie auf dem Wassergefährt sitzt oder kniet. Auf jeden Fall steht die Person nicht aufrecht. Ansonsten ist es sehr ruhig hier. Wir verweilen nicht zu lange und fahren wieder weiter.

Nun fahre ich weiter und Herbert kann an seinem neu erworbenen Sudoku arbeiten, hat er die Gegend hier nun immerhin schon 2 Mal gesehen. Wir wählen einen Umweg nach Oljeto um noch einmal den schönen Moki Dugway hinunter fahren zu können. Es wären noch so viele interessante Sehenswürdigkeiten hier am Wegesrand, aber dafür bräuchte es einfach mehr Zeit. Es gibt einiges an indianischen Ruinen in Seitencanyons, doch die müssen wir liegen lassen. Mitten im Nirgendwo an der Straße gibt es wieder mal ein Visitor Center des BLM. Da biege ich schnell mal ein, davor steht schon ein Reisebus und die Gruppe nimmt im Schatten gerade einen Imbiss zu sich. Der Bus ist knallebunt bemalt und sehr auffällig, wahrscheinlich schaue ich mir deshalb das Kennzeichen an und traue meinen Augen kaum. Dachauer Kennzeichen, ein deutsches Nummernschild hat der. Wir erfahren, dass der Bus aus Deutschland ist und mit dem Schiff über Halifax angeschippert wurde. Er bleibt nun aber in Amerika und wird dann auch ein amerikanisches Kennzeichen bekommen. Er gehört einem Reiseunternehmen in Florida. Die Gruppe sind alles Deutsche auf Südwesttour, sie sind aber per Flugzeug angereist und in Los Angelos zugestiegen.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9786a.jpg)
                                          Reisebus aus Dachau
 
Es gibt natürlich gleich eine Unterhaltung mit einem ganzen Teil der Gruppe, sie wollen wissen wo wir herkommen aus Deutschland, wie lange wir schon hier sind und noch bleiben und so weiter und so fort. Es ist ganz lustig. Dann verabschiedet man sich, wünscht sich weiter gute Reise und wir entschwinden.  :nixwieweg:  :rotor:

Bevor es den Moki Dugway hinunter geht, hat man einen grandiosen Blick bis hinüber ins Monument Valley und noch weiter und diesmal wollen wir einen Viewpoint anfahren, welcher 4 Meilenabseits der Straße liegt, der Mule Point Overlook. Dafür geht es über eine gute Dirtroad in die Pampa. Am ersten Aussichtsplatz steht nur ein Auto und es sind wiederLandsleute aus Good Old Germany. Ein Mountainbiker kommt kurz bei uns vorbei um uns darauf aufmerksam zu machen, das die Aussicht etwas weiter hinten noch viel besser sei. Ich frage ihn wo er denn heute noch hinmüsse und er sagt nach Mexican Hat, nun das ist jetzt nicht so weit, aber immerhin. Er sagt er sei aus Colorado und ist ganz begeistert von dieser Ecke hier und das, wo er doch in Colorado die Rockys hat.  :zuck: 

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Moki_Dugway_2010_10_090005.JPG)

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Moki_Dugway_2010_10_090007.JPG)

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Moki_Dugway_2010_10_090004.JPG)

Wir inspizieren zuerst diesen Aussichtspunkt und er ist schon recht schön, man kann wunderbar über die Slickrock Felsen turnen und ganz nah an die Abbruchkante herangehen. Für jemanden weiter hinten sieht es dann aus als stehe man an einem riesigen Abgrund. Doch dem ist nicht so, denn es gibt darunter eine Absatzkante welche nicht ganz so tief ist. Auf den Slickrock Felsen gibt es Wasserlöcher und in vielen steht auch noch Wasser vom letzten Regen, das macht sich besonders schön auf Fotos und da experimentieren wir natürlich gleich etwas rum. Dann ziehen wir mit Nevada Blacky zu empfohlenen besseren Aussichtspunkt und absolvieren die nächste Fotosession.

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Man hat dort wirklich noch einen besseren Blick hinüber ins Monument Valley, was man allerdings nirgends sehen kann, sind die Serpentinen des Moki Dugway und das ist schade. Ich sehe allerdings von oben die ins Valley of the Gods abzweigende Dirtroad und die sieht so von hoch oben eigentlich nicht schlecht aus. Diesen Umweg könnten wir noch machen, laut meinen Informationen dauert der Loop nur eine Stunde.
Wir stürzen uns also den Moki Dugway hinunter, er ist wirklich harmlos im Vergleich zum Shafer Trail oder dem Burr Trail und selbst vor denen hätte ich jetzt keine Angst mehr. An einem Haltepunkt wo schon ein Auto steht halten wir auch um mal in die Tiefe zu knipsen, leider kann man auch da nichts von dem Verlauf der Straße sehen. Aus dem bereits dort stehenden Auto steigt ein etwa 10 jähriges Indianermädchen aus und bietet selbst gefertigte Halsketten zum Verkauf an. Daran müssen wir uns in dieser Region erst wieder gewöhnen, wir sind im Indianerland und da stehen sie überall. Die kleine verkauft die Ketten angeblich für ihre Schule, na denn, ich erwerbe eine für 20 Dollar. Ich brauche eh noch ein Mitbringsel.

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                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Moki_Dugway_2010_10_090011.JPG)

Es braucht dann nur noch einen Stop auf dem Weg nach unten um Festzustellen, das der Moki Dugway sich einfach nicht fotografieren lässt. Unten angekommen biegen wir dann auf die Schotterpiste ins Valley oft he Gods ein. Dieses Tal der Götter ähnelt in Miniatur dem Monument Valley, halt nicht ganz so spektakulär. Leider lässt uns hier die Sonne wieder mal im Stich und so kommen die schönen roten Farben nicht so zur Geltung. Das abwechslungsreichste ist für mich die Straße, sie ist recht gut und ich kann durchaus oft 40 mph schnell fahren,  doch es gibt etliche Washdurchquerungen und da heißt es aufpassen und langsam drüber schaukeln. Auch ausgewaschene Passagen sind immer wieder zu beachten. Wir brauchen mit Fotostops wohl wirklich kaum länger als eine Stunde und landen dann wieder auf der Teerstraße kurz vor Mexican Hat.

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Und diesmal will Herbert aber endlich mal ein schönes Foto vom namengebenden Felsen haben und deshalb müssen wir die Teerstraße noch einmal verlassen um uns dem Mexican Hat Felsen zu nähern. Das ist aber nicht sehr weit und ist schnell erledigt, einziger Makel ist wieder mal das fehlende Licht der hinter Schleierwolken versteckten Sonne. Die Felsformationen im Hintergrund sind auch recht attraktiv, fast ins karmesinrot gehende Rotabstufungen in einem Zickzackmuster.

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                             jetzt ist er auch noch unscharf - verdammt wir müssen noch mal hinfahren  :mrgreen:

Dann sind wir auch schon in Mexican Hat und gehen auf Motelsuche. Wir klappern die 3 Motels, welche es hier gibt ab und bleiben dann in der Mexican Hat Lodge, dort gibt es nämlich auch eine Kneipe für die Nahrungszufuhr. Ich hätte mich ja gerne mal im Camping ausprobiert, wir schleppen ja schließlich die Ausrüstung mit rum, aber Herbert ist nicht danach. So beziehen wir also unser Zimmer und gehen dann gleich ins Lokal, welches mit der Spezialität Schwenkgrill Steak wirbt. Das müssen dem Preis nach Riesendinger sein, diese Oz Angaben auf der Karte sagen mir nämlich gar nix. Ich bin gerade erst mal so weit, dass ich weiß ein ibs ist ungefähr ein Pfund. Wir entscheiden uns deshalb Sicherheitshalber für das Hamburgerangebot, vielmehr gibt es nämlich nicht, und das erscheint uns mit 13,-- Dollar schon recht teuer. Hier im fast Nirgendwo können sie es wohl machen. Es ist dann schon ein recht großer Hamburger und es gibt rote Bohnen, Eisbergsalat und eine dicke, gegrillte Scheibe Toast dazu und es schmeckt ganz gut, besonders der Salat ist fast so gut wie mein eigener. Als Getränk bestelle ich mir ein Polygamy Porter, weil ich das lustig finde. Die Flasche ist dann auch so schön, da steht vorne drauf:“warum nur eine nehmen“?  :frech:

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                             Mormonen mit Humor

Auch an diesem Tag sind wir um 20:00 Uhr schon wieder fix und alle und deshalb nur allzu gerne bereit gleich ins Queensize zu steigen. Obwohl ich mich richtig müde fühle, kann ich doch nur schlecht einschlafen und auch Herbert hat Probleme, doch ich glaube den plagen die Bohnen vom Abendessen. :furz:


Highlight: Mule Point Overlook
Lowlight: Bohnen zum Abendessen
Aussicht: Unter Navajos in Oljeto
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 30.11.2010, 09:27 Uhr

Die Runde Mule Point - Moki Dugway - Valley of the Gods müssen wir auch mal drehen. Sieht nett aus. Weißt Du noch ungefähr, wie lange ihr vom Abbiegen von der #163 gebraucht habt bis ihr über Moki Dugway und Valley of the Gods wieder zurück auf der #163 wart?
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 30.11.2010, 13:37 Uhr

Die Runde Mule Point - Moki Dugway - Valley of the Gods müssen wir auch mal drehen. Sieht nett aus. Weißt Du noch ungefähr, wie lange ihr vom Abbiegen von der #163 gebraucht habt bis ihr über Moki Dugway und Valley of the Gods wieder zurück auf der #163 wart?


Also ich habe mir als Abfahrt Moab 10:45 Uhr notiert, um 11:50 Uhr waren wir am Wilson Arche und in Mexican Hat sind wir ca um 17:30 Uhr eingetroffen. Vielleicht hilft das weiter.

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 01.12.2010, 00:06 Uhr

Ja das hilft ungemein! Danke!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 01.12.2010, 02:22 Uhr
Schöner Bericht! Tolle Fotos!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 01.12.2010, 08:18 Uhr
@ TY888 - nur um Missverständnisse zu vermeiden, wir sind nach Blanding auf die 95 und dann über die 281 zum Moki Dugway und über das Valley of the Gods zurück auf die 163. Die Runde direkt ab der 163 durch das Valley of the Gods und über den Moki Dugway - Mule Point Overlook und wieder zurück zur 163 dürfte schneller gehen.

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 01.12.2010, 10:32 Uhr
@ TY888 - nur um Missverständnisse zu vermeiden, wir sind nach Blanding auf die 95 und dann über die 281 zum Moki Dugway und über das Valley of the Gods zurück auf die 163. Die Runde direkt ab der 163 durch das Valley of the Gods und über den Moki Dugway - Mule Point Overlook und wieder zurück zur 163 dürfte schneller gehen.

Gudrun

Hallo Gudrun,

ja, so habe ich mi das schon gedacht. Danke!

VG
Tom
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 01.12.2010, 20:27 Uhr
Achtung Textalarm - Heute ist es sehr viel Text und dabei habe ich schon gekürzt, aber es war einfach ein interessanter Tag und wem es zu viel ist, der liest einfach drüber weg und guckt nur.  :dance:

10.10.2010_Sonntag   Mexican Hat    Oljeto   Navajo Zeremonie   Squawdance

Ich bin sehr bald wach und beschließe den Sonnenaufgang am Mexican Hat Felsen zu erleben und fahre in diese Richtung, Herbert habe ich selig schnorchelnd zurück gelassen. Doch dann überlege ich es mir anders, denn die schöne Anfahrt auf das Monument Valley ist von Mexican Hat aus auch nicht mehr weit und die macht sich im Sonnenaufgang doch bestimmt sehr gut.  :sun:

Also geht es durch Mexican Hat in Richtung Südwesten und dabei überquere ich den San Juan River, welcher dieses Jahr einiges mehr an Wasser hat. Die Anfahrt zieht sich dann doch etwas, wie meist neige ich dazu die Entfernungen hier zu unterschätzen. Es sind wohl so 5-6 Meilen bis die wohlbekannte Ansicht vor mir auftaucht und das morgendliche Leuchten hat auch schon begonnen. Ich versuche mich an verschiedenen Punkten und mache meine Fotos, wie immer ist diese Morgenstimmung wunderschön. Es ist recht frisch und es sind nur wenig Autos unterwegs. Als die Sonne dann alles voll erleuchtet hat wirken die Entfernungen wiederum ganz anders, alles erscheint viel näher als noch in der Dämmerung. Dann mache ich mich auf den Rückweg.  :nixwieweg:

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Herbert schnarcht noch immer und ich versuche ihn langsam unter die Lebenden zu bekommen. Wir sind für heute mit unseren Freunden in Oljeto verabredet. (ehemaliger Austausch Schüler, dessen Großeltern Navajos sind).  :indianer:

Die schöne Anfahrt wird nun nur noch im vorbeifahren genossen, Fotos davon haben wir jetzt schließlich genug. Die Ansiedlungen von Monument Valley erscheinen uns gewachsen zu sein, wir sind nun ja schon das 3. Jahr in Folge hier. Bei der Anfahrt nach Oljeto begegnen wir diesmal Pferden an der Straße. 2008 waren es Schafe, letztes Jahr Kühe und nun sind die Pferde dran. Sie laufen frei herum, aber es sind keine Wildpferde, sie gehören jemandem, das wissen wir von Justin.  :pferd:

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Das Haus von Justins Großeltern finden wir auch schon ganz sicher und treffen dort gegen 10:30 Uhr ein. Es stehen verdammt viele Autos im Hof und wir wundern uns was da denn los ist, hoffentlich geht es dem Opa nicht so schlecht, dass die ganze Familie angerückt ist. Das ist jedoch nicht der Fall, es geht ihm zwar auch nicht besonders gut, aber nicht so schlecht.

Die Familienansammlung ist für eine traditionelle Heilzeremonie zusammen gekommen, welche für den Opa veranstaltet wird.Wir wecken die Jugend mit unserer Ankunft auf, denn sie haben noch geschlafen, sie sind ja erst heute früh angekommen, aus Orem bei Salt Lake City. Justins Mutter, welche den ganzen gestrigen Tag gearbeitet hat, und dann fast die ganze Nacht durchgefahren ist, ist natürlich schon auf.

Nachdem wir uns bei allen vorgestellt und einige Fragen beantwortet haben, weiht uns Justin in die aktuellen Ereignisse ein. Es findet also gerade diese Ceremony statt, sie hat schon gestern begonnen und geht 3 Tage lang. Heute Abend gibt es Squawdance, erst verstehe ich Squaredance. Wir dürfen  dabei sein und das wird bestimmt ein ganz besonderes Ereignis. Es gibt einen Platz wo sich die Familie, besser gesagt der ganze Clan, versammelt und dort wird gemeinsam gekocht, gegessen und auch die Zeremonie durchgeführt.

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                                     Shadow Platz mit Oktagon Hogan

Dieser Platz liegt etliche Meilen draußen in der wüstenartigen Landschaft und dorthin brechen wir dann alle auf. Justin, sein Bruder und dessen Freundin fahren mit uns. Dafür müssen wir unser gesamtes Gepäck erst mal in den Kofferraum räumen und Nevada Blacky sieht jetzt aus wie ein Türkenauto auf dem Weg nach Istanbul. Vorher wollen wir noch einen Abstecher zum Hogan machen und ihn nun endlich im fertigen Zustand bewundern. Justin war auch noch nicht dort, seit der Hogan fertig ist.
Der Weg dorthin wird dann schon mal zum kleinen Abenteuer, da wir einen Jeep mit High Clearence und Allradantrieb haben und Justin das natürlich sofort abgecheckt hat, ist ihm wohl nach Action. Er lotst mich also gleich mal in einen Wash in Richtung zum Hogen. Am Anfang geht das ja noch, da der Wash schon ziemlich trocken ist, doch es sind immer wieder feuchte Stellen zu durchqueren. Die Sache ist so gar nicht nach meinem Geschmack, doch die Jugend amüsiert sich prächtig und ist begeistert, zumindest die Jungs. Ich fürchte nun bald mal stecken zu bleiben, denn unsere Reifen sind schon gefährlich mit rotem, schmieriger Erde verklebt und fangen an durch zu drehen. Es sind auch immer mal wieder hohe Sandstufen zu queren und schließlich trete ich in Fahrstreik und beantrage eine ordentliche Route. Herbert übernimmt dann das Steuer. Als dann nur noch vorwiegend feuchter Wash vor uns liegt steigen wir alle aus und es wird per Fuß eine fahrbare Route gesucht. Der Hogan ist zwar schon in Sichtweite, nicht aber die Straße dorthin und wir stehen mitten im Wash.  :bang:  :flennen2:

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                             Nevada Blacky im Wash

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                             Reifen schon gefährlich verklebt

Ich trete in Totalstreik und mache mich mit Justins Bruder zusammen zu Fuß auf den Weg zum Hogan, sollen Herbert und Justin doch zusehen wie sie Nevada Blacky heil da wieder raus bekommen. Jeff und ich stapfen durch die niedrigen Büsche und den Sand und wir sind bald am Hogan. Herbert und Justin sind noch eine Weile zu Fuß auf Spursuche für Nevada Blacky, doch dann bewegt er sich langsam wieder und findet auch einen Weg auf die Anfahrtsstraße. Sie kommen kurz nach uns am Hogan an und ich bin wieder beruhigt das unser Blacky wieder aus dem Wash herausen ist.

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                                       Justin macht ein Loch für das Ofenrohr
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                                           Herbert montiert den Ofen

Dann wird die Navajo Behausung inspiziert und bewundert. Die Erde mit welcher das Holzgerüst des Hogans nun verkleidet ist, wurde direkt neben dem Hogan ausgegraben und deshalb sind nun rund um den Wohnhügel lauter Löcher. Eine Sperrholztür bildet den Eingang  und drinnen stehen etliche Klappstühle. Licht kommt außer durch die Tür noch von einer quadratischen Öffnung in der Mitte des Hogans, welche mit Folie verkleidet ist. Diese Öffnung ist für den Rauchabzug. Während wir uns alles genau ansehen geht Justin mal wieder für Schießübungen mit seiner Knarre in die Umgebung und sucht geeignete Ziele.  :zuberge:

Dann trifft die Mum ein. Sie bringt uns eine Ofenkonstruktion, welche aus einer alten Blechtonne und ein paar Ofenrohren besteht. Schließlich wollen wir ja heute Nacht im Hogan schlafen, auch eine Petroleumlampe hat sie dabei und Wasservorrat. Die Ofenkonstruktion muss nun noch installiert und angepasst werden, das übernehmen Herbert und Justin. Es wird ein Loch in die Plastikfolie in der Decke geschnitten für das Rohr und die Tonne braucht noch eine Öffnung für das Holznachlegen. Somit sind die Konstrukteure eine Weile beschäftigt und voll bei der Sache. Ich lade schon mal unser noch jungfräuliches Campingzeug aus und deponiere es im Hogan.

Nachdem dann alle Vorbereitungen getroffen sind machen wir uns auf den Weg zum Zeremonienplatz auch Shadow House genannt. Für den Rückweg bevorzuge ich es der Mum zu folgen und nicht Justins Anweisungen und so kommen wir ohne Wash Abenteuer zu unserem Ziel. Im Vergleich zur Cottonwood Canyon Road sind die Dirtroads hier die reinsten Autobahnen und in gutem Zustand. 

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Auf dem Zeremonienplatz ist mächtig was los, es stehen jede Menge Autos rum um eine Ansammlung von notdürftig errichteten Hütten, welche wohl mehr dem Schatten, als dem Schutz vor Wind und Wetter dienen sollen. Es erwartet uns ein geschäftiges Treiben, es werden Schafe geschlachtet und zerteilt und eine Gruppe von Frauen backt und brutzelt Frybread, eine Navajo Spezialität. Wir werden bestaunt und begrüßt und vorgestellt, Omas Schwestern und deren Töchter und deren Kinder und so weiter und so fort. Da schwirren Namen wie Esther, Vera, Malcolm, Teresa und noch viele mehr in der Gegend herum und ich verstehe die meisten erst nach nochmaligem Nachfragen. Hände schütteln beim Neuankommen ist wichtig lernen wir, aber bitte nicht zu fest sondern nur ganz leicht. Für die Freundin von Justins Bruder ist das alles genau so neu wie für uns und so fühlen wir uns nicht so ganz allein in dieser fremden, andersartigen Welt.

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Es ist wirkt allerdings alles sehr unkompliziert und vollkommen unstrukturiert auf mich. Frauen und Männer arbeiten bunt durcheinander, es gebt keine erkennbare Aufteilung, außer beim Frybread backen, damit sind nur Frauen beschäftigt. Wir werden erst mal im Schattenhaus deponiert und mit Essen versorgt. Es gibt Cornsuppe und natürlich Frybread ganz frisch aus dem Fett, die Suppe ist relativ geschmacklos und wird erst noch mit Salz gewürzt. Das Maiskorn in der Suppe ist ungewohnt, wie aufgepoppt und Schalenlos, schmeckt aber ganz gut. Das Frybread ist sehr lecker. Um uns rum werden Kartoffeln geschält und geschnippelt und Fleisch zerteilt und gekocht und auch gegessen, alles findet irgendwie gleichzeitig statt.

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Große Schaffleischstücke hängen über gespannten Seilen und warten auf die Weiterverarbeitung. Es herrscht ein kunterbuntes Treiben rings herum, auch die Kleidung ist kunterbunt. Es gibt einfach alles, Moderne und Reste von Tradition ist ganz unkompliziert gemixt. Die älteren Frauen tragen bunte Röcke und traditionellen Schmuck, die Jungen und die Kinder sind modern und lässig gekleidet. Die älteren Männer tragen Cowboy Hüte und manche haben bunt gewebte Decken überhängen. Leider weiß Justin viel zu wenig über die Tradition und das Geschehen und seine Mum ist sehr beschäftigt, so müssen wir uns mit Schauen zufrieden geben. Ich habe nur so viel erfahren, dass die Zeremonie wohl ein wenig einer Hochzeit ähnelt. Justins Opa und seine Oma sind für die 3 Tage der Zeremonie getrennt. Der Opa ist isoliert vom Geschehen in einem Oktagon Hogan mit anderen alten Männern. Dieser Hogan steht auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes und ist aus Holz gebaut, in Form eines Achteckes. Die Oma hält sich mit uns im Schattenhaus auf und sie ist auch herausgeputzt und trägt viel Schmuck.

Wir fotografieren nur wenig, da wir von Justin wissen, dass die Navajos das nicht mögen und Justins Opa schon gar nicht. Obwohl wir ihn bei unseren letzten Besuchen schon fotografiert haben. Doch nachdem es sich hier ja nun um eine echte Zeremonie handelt wollen wir respektvoll sein. Außerdem bekommen wir den Opa nur von Ferne zu sehen.

Ich frage die Frybread backenden Frauen ob ich ihnen zu sehen darf und auch fotografieren und erhalte die Genehmigung. Ich werde gefragt wo wir herkommen, wo wir schon waren und vieles mehr. Eine der Frauen war schon mit ihrem Mann in Deutschland, er war bei der Army in der Nähe von Frankfurt und ihre Kinder sind dort auch in die Schule gegangen. Ich verstehe viel, aber nicht alles und hoffe die Richtigen Schlüsse zu ziehen.  :help:

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Auf einem Autoanhänger, der neben dem Schattenhaus steht liegen 2 abgezogenen Schaffelle zum Trocknen ausgebreitet und ich wundere mich, dass es so gar nicht stinkt. Bei einem Rundgang um den Platz sehe ich einen kleinen Pferch in welchem noch einige Tiere, Schafe und Ziegen, auf ihre Schlachtung warten.  Es ist nur ein notdürftig erstellter Pferch und die Tiere sind an den Vorderhufen zusammengebunden, so dass sie keine großen Schritte machen können. Neben Autos stehen auch ein paar Reitpferde an die Selben angebunden. Kinder spielen gleich neben dem Schlachtplatz oder schauen dort auch zu, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt. Ich habe das Gefühl es wird ununterbrochen geschlachtet und abgehäutet und zerteilt. Wer soll das nur alles essen, frage ich mich. In der Mitte des Fußballfeldgroßen Platzes liegen Holzstämme und einige Männer sind ständig damit beschäftigt sie zu zerkleinern und in die 2 Schattenhäuser zu schaffen. Das Holz wird am Boden gehackt, nicht auf einem Holzstock wie bei uns und Herbert stellt natürlich fest, dass das nicht gut für die Äxte ist.  :nono:

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Überhaupt ist ihre Arbeitstechnik, aus deutscher Sicht, recht ausbaufähig, aber es scheint alles zu ihrer Zufriedenheit zu funktionieren. Es ist keinerlei Hektik wahr zu nehmen, alles läuft ganz entspannt ab. Viele sitzen oder stehen auch überhaupt nur rum und schauen zu.

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                         den armen Tieren geht es bald an den Kragen
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                 ein ganz spezielles Shadow House für einen Teil der Zeremonie, leider haben wir sie nicht erlebt

Nachdem wir einige Stunden dort verbracht haben fahren wir zum Einkaufsmarkt in der Nähe der Gouldings Lodge und besorgen Eis. Der Squawdance beginnt erst wenn es dunkel ist und findet auf einem anderen Platz, direkt vor dem Train Rock statt. Deshalb verbringen wir nach der Rückkehr  noch einige Zeit in der Nähe des Schattenplatzes in einem kleinen Canyon, wohin uns ein Cousin von Justin führt.

Er  ist 22 Jahre alt und macht bei seinem Großvater die Ausbildung zum Medizinmann. Er erzählt mir, dass er hier als Kind mit seiner Großmutter Schafe gehütet hat und er zeigt mir einige Pflanzen und spricht ihre Namen in Navajo aus. Das klingt für unsere Ohren sehr fremd und für unsere Zungen ist es unaussprechlich. Eine der Pflanzen wurde zum Flechten von Körben benutzt. Nachdem ich eine Pflanze, aus der Familie der Artemisia auch schon kenne, habe ich auch mit etwas auf zu warten und ich habe den Eindruck er freut sich das es mich interessiert. Es wachsen nur wenige Arten hier in dem Trockenen Gebiet und ich schätze mal, dass es nur circa 15 verschiedene Arten sind und er gibt mir recht. Wir sind auch einer Meinung was die ganzheitliche Betrachtung des Menschen in Bezug auf Krankheit und Heilung betrifft. Es ist gerade Sonnenuntergang und die Stimmung ist still und voller Frieden.

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Am Shadow Platz werden wir nochmal mit Essen versorgt, Frybread mit Mudden (so verstehe ich das jedenfalls) es handelt sich um gegrilltes Schaffleisch, welches in das Frybread eingewickelt wird und Justin meint es wäre besser wenn wir es nicht sehen würden. Da es nun schon dunkel ist, können wir das auch nicht. Justin ist wohl kein Fan davon, ich probiere es natürlich und finde es nicht mal so schlecht nur teilweise etwas zäh und flexig.  :essen:

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                            auf dem Weg zum Squawdance Platz

Dann brechen wir auf zum Squawdance Platz vor dem Trainrock. Der Clan hat dorthin schon Holz und Essen verfrachtet. Als wir dort eintreffen ist das Ganze auch schon voll im Gange. Es brennt ein Feuer und die Männer singen in diesem rhytmischen, archaischen Gesang und Paare gehen in einem leicht stampfenden Gang, sich an der Hand haltend im Kreis. Es ist für mich richtig Gänsehautstimmung angesagt. Um den Platz herum stehen immer wieder Tische auf denen Essen steht und Justin holt ein Hot Cucumber für uns, das ist eine in Milcheiweißgärung eingesäuerte scharfe Gurke. Sie ist ordentlich spicy, Herbert beißt unvorgewarnt gleich ein zu großes Stück ab und fängt an zu spucken. Mir schmeckt sie in kleinen Portionen ganz gut. Leider sind wir schon so satt, so dass wir keine Lust haben groß etwas zu probieren.

Ich bin viel zu sehr damit beschäftigt das alles in mich aufzusaugen, denn fotografieren ist ja nicht angesagt und wir respektieren das auch. Der Brauch entfaltet sich uns dann in der Weise, dass junge Frauen, eben Squaws, sich Männer oder auch Frauen zum Tanzen holen. Sozusagen Damenwahl. Nach einer Tanzrunde wollen, die Squaws dann bezahlt werden. Der übliche Preis ist ein Dollar aber Fremde werden schon mal gerne übers Ohr gehauen. Herbert wird auch schon alsbald angesteuert, er weigert sich aber beharrlich und sorgt so für Enttäuschung. Es gibt herausgeputzte Squaws und welche die ganz normal angezogen sind. Sie tragen auch Hosen, also die Kleidungsordnung ist völlig unkompliziert. Zwei Gruppen von Männern singen abwechselnd die Gesänge und es gesellt sich immer mal wieder ein neuer dazu oder geht wieder ab. Auch diese Gruppenordnung ist nicht starr und manche Männer singen sowohl hier als auch da mit. Es sind vorwiegend ältere Männer
Ich bin dann auch mal an der Reihe und traue mich, tanze aber ziemlich gehemmt da mit. Falsch kann frau da nicht viel machen, wie gesagt an der Hand halten und nebeneinander im  leicht stampfenden Rhythmus des Gesanges laufen. Der Spaß kostet mich dann 2 Dollar und die junge Squaw war mit mir zufrieden.
Ich schaffe es dann tatsächlich bei meinem neuen Nokia die Aufnahmefunktion zu finden und nehme mal eine Zeitlang den Gesang auf. Leider werden wir dann von einem Hopi angequatscht und er stört die Aufnahme ziemlich auch wenn die Unterhaltung ganz lustig ist. Es gestaltet sich meistens so wie auch weiße Amerikaner einen anquatschen würden: „hey, where you guys are from?“ und dann die entsprechenden Reaktionen. Justin und Jeff stellen sich als von Oljeto vor und als er mich fragt und ich sage: Germany, da fängt er an zu lachen. Auf mein „realy“ präsentiert er dann sein Germany Wissen und das begrenzt sich auf Hitler. Wir können nicht so recht abschätzen ob er betrunken ist oder nicht. Offiziell gibt es ja keinen Alkohol im Reservat, aber von Justin wissen wir, das manchmal selbst gebrautes im Umlauf ist.  :drink:  :nono:

Unser Hopi stellt sich als mit einer Navajo befreundeter Hopi vor und heißt Joseph. Er berichtet von seiner Identitätsproblematik, denn bei seinem Stamm gilt er nun nicht mehr als Hopi, weil er bei den Navajos lebt und bei den Navajos gilt er als Hopi. Ein altbekanntes Problem. Er erzählt auch noch, dass das Land auf dem die Navajos jetzt leben, eigentlich früher alles Hopi Land war und will von uns wissen ob wir uns schon Indian Ruins angesehen hätten. Das kann ich ihm bestätigen, denn wir waren ja schon mal in Mesa Verde. Er kenne welche ganz hier in der Nähe, die ganz unbekannt wären. 16 Räume in einer Höhle, natürlich von Hopis gebaut. Darauf müsste man natürlich jetzt voll anspringen, nun sind derartige Ruinen aber nun mal nicht gerade meine Leidenschaft und ich bohre deshalb nicht nach.

Leider gibt es vom Sqawdance keine Fotos, ich wollte keinen Ärger bekommen.  :nono:
 
Wir sind alle ziemlich geschafft von diesem langen Tag und deshalb zieht es uns trotz dieses großartigen Geschehens ins Bett. Und da wir ja im Hogan schlafen, müssen wir auch noch einiges dafür richten. Den Weg zum Hogan in der Nacht zu finden ist gar nicht so leicht, ich habe zwar sicherheitshalber mit meinem Etrex die GPS Daten aufgezeichnet, doch keine Wegpunkte für die Kreuzungen gesetzt. Wir verfransen uns aber nur einmal ganz kurz und landen dann sicher am richtigen Platz. Ich weiß nicht wie spät es ist, als wir endlich am Hogan eintreffen, ich bin auf jeden Fall voll geschafft.

Der Sternenhimmel hier draußen ist allerdings ein Traum, Billionen von Sternen und die Milchstraße breiten sich über uns aus und sorgen für einen Monument Valley Sommrnachtstraum. So etwas lässt sich nur im Herzen bewahren, da hilft kein Fotoapparat.  In der Ferne konnten wir das Feuer vom Squawdanceplatz sehen.

Als erste Aktion versuchen Herbert und Justin die Petroliumlampe in Gang zu setzen, was nach einigen Versuchen auch gelingt. Da es mittlerweile recht frisch ist nehmen meine Männer dann den neu installierten Spezialofen in Angriff und heizen ein. Ich finde dieTemperatur im Hogan zwar angenehm, es ist wärmer als draußen, aber es wird auch da drinnen sicher noch abkühlen und wir schlafen schließlich auf dem Boden.  :fire:

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_9906a.jpg)

Ruckzuck war es mehr als kuschelig warm. Justin machte sich erst mal auf die Suche nach Spinnen, denn mit denen hatte er es gar nicht, er konnte aber keine entdecken. Ich dachte mal für eine kurzen Augenblick an die Tarantula von den Cottonwood Narrows, versuchte aber schnell diese Gedanken wieder fallen zu lassen. Wir rollten unsere Schlafsäcke auf den schon ausgebreiteten Matratzen aus und richteten uns für die Nacht ein. Da wir keine Kissen hatten, mussten einige Kleidungsstücke dafür herhalten. Taschenlampen und Schuhe wurden so platziert, dass wir sie schnell finden konnten, denn nächtliche Toilettengänge waren nicht auszuschließen.  :klo:

Dann machen wir das Licht aus und wünschen uns eine gute Nacht. Bequem ist freilich was anderes, aber aufregend ist es auf jeden Fall. Wer kann schon von sich behaupten mal in einem Hogan geschlafen zu haben. Nach einigem Drehen und Wenden fängt mein Schnarcher doch auch gleich das Schnorcheln an und ich muss ihn immer mal wieder stubsen.  :schlafend:

Meine Nacht ist recht durchwachsen, ich habe das Gefühl viel wach zu liegen, aber nachdem immer viel Zeit vergangen ist, muss ich doch wohl immer längere Schlafphasen gehabt haben. Kalt ist mir nicht, aber das Schlafen im Schlafsack habe ich halt selten trainiert und die Vorstellung irgendwelche Tierchen könnten um mich herum krabbeln trägt nicht zur Nachtruhe bei. Durch die Palstikfolienluke in der Decke kann ich den Sternenhimmel sehen und das ist nun schön auch wenn es nicht beim Einschlafen hilft. Einmal in der Nacht, als ich gerade wach liege, höre ich seltsames Heulen in der Ferne. Das könnten durchaus Coyoten gewesen sein, Angst macht es mir nicht, bin ja schließlich im Hogan und Justin hat die volle Ausrüstung dabei: Pistole und Messer.

Irgendwann muss ich dann doch wirklich raus, weil meine Blase Erleichterung fordert. Ich schäle mich also aus dem Schlafsack und schlüpfe der Einfachheit halber in Herberts Sandalen, für meine Wanderschuhe hätte ich länger gebraucht. Draußen ist es ziemlich kalt und finster aber noch immer dieser fantastische Sternenhimmel mit dem großen Wagen an ganz ungewohnter Position. Ich entferne mich nicht all zu weit vom Hogan und es sind schon seltsame Empfindungen, so nachts da draußen in der Wüste pinkeln zu gehen. Immerhin sind uns jetzt schon Schlangen und eine Tarantula über den Weg gelaufen. Ich leuchte mit meiner Taschenlampe also schon etwas genauer die Umgebung ab, bevor ich zur Tat schreite und dann bin ich auch ganz furchtbar schnell. Dann kann ich entspannt weiterschlafen.  :schlafen:

Highlight: Squawdance und Shadowhouse
Lowlight: eigentlich nix
Aussicht: Sunrise am Train Rock und Monument Valley Tribal Park Spezialtour
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 02.12.2010, 10:33 Uhr
Was für ein Erlebnis!
Aber welch ein Frevel sich nicht nach Ruin näher erkundigt zu haben.  :roll:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 02.12.2010, 10:37 Uhr
Wow, was für ein erlebnisreicher Tag. So mitten im richtigen Leben der Navajos. Wer hat dazu schon mal Gelegenheit!

Super Sonnenaufgang auch an der Forrest-Gump-Route  :daumen:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Saguaro am 02.12.2010, 17:40 Uhr
Ich finde es toll, dass ihr nach wie vor Kontakt zu Justin habt  :daumen: und dort immer wieder gerngesehene Gäste seid.

Den jungen Medizinmann in Ausbildung hätte ich auch gelöchert, um mehr von den Heilpflanzen und deren Wirkung zu erfahren.

LG,

Ilona
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 02.12.2010, 22:24 Uhr

Ich bin ganz hin und weg von dem, was ihr an diesem Tag erlebt habt. Es ist zwar etwas schade, dass fotografieren nicht erlaubt war, aber dass man das respektiert, ist auch klar, ich hätte mich auch daran gehalten.

Die Erinnerung an diesen völlig außergewöhnlichen Tag und auch die Nacht kann euch niemand nehmen. Ich finde es einfach toll! :daumen:


LG, Angie

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: carovette am 03.12.2010, 14:33 Uhr
Wow - was für tolle Bilder sind euch vom Muley Point gelungen. Traumhaft schön!!! Und toll, dass ihr Justin und dessen Grosseltern wiedergetroffen habt. So habt ihr wieder schöne Dinge erleben können, die die meisten von uns nie sehen werden. Da ist es auch nicht schade, wenn man nicht fotografieren kann. Solche Erlebnisse bewahrt man im Herzen auf.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 03.12.2010, 15:57 Uhr
Wieder ein toller Tag !:D

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 06.12.2010, 14:13 Uhr
Sorry für den Stau, musste erst ein bischen feiern aber morgen geht es weiter und vielen Dank für die Komplimente.  :winke:

@TY888 - Forrest-Gump-Route? musste ich erst etwas nachdenken und dann  :idee:
@Weizen - ja genau - so denke ich heute auch - war echt ein Frevel - werde Joseph den Hopi/Navajo wohl kaum mehr wiedertreffen  :bang:

Gudrun

PS:Wir hatten nämlichen einen klasse Sonnenaufgang nach der Nacht im Hogan
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 06.12.2010, 19:16 Uhr
11.10.2010_Montag   Monument Valley Tribal Park   Oljeto   Cortez

Als ich das nächste mal wach werde, dämmert es schon durch die Deckenluke. Verdammt wir wollten doch zum Sonnenaufgang im Monument Valley Tribal Park sein, das schaffen wir so nicht mehr. Ich schäle mich aus dem Schlafsack und ziehe mich an, hatte eh nicht viel ausgezogen. Dann gehe ich Kamera bewaffnet vor den Hogan und erwarte den Sonnenaufgang. Es ist verdammt kalt, also zumindest so, dass ich mir fast Handschuhe wünsche aber die Stimmung ist wunderschön. Das Feuer vom Tanzplatz, welches nachts noch zu uns herüber geleuchtet hat ist nun erloschen. Der Train Rock liegt vor mir im Osten, genau da wo der Sonnenaufgang zu erwarten war, das sollte doch schöne Bilder geben.

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110001.JPG)


                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110002.JPG)

                  (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110003.JPG)
                                 Shadows on the wall

Während ich so die ersten Fotos mache, schält sich auch Herbert aus dem Schlafsack und da er friert, schreitet er gleich zur Tat und heizt den Ofen an. und Im Hogan wurde es schnell wieder gemütlich warm. Justin schlief noch wie ein Murmeltier. Herbert wird auch schnell klar, dass wir den Sunrise im Valley für diesen Tag vergessen können. Doch dieses Erlebnis durften wir ja schon einmal genießen, also war das ja kein so schlimmer Verlust und wir genossen dafür den Sonnenaufgang vor dem Hogan mit Blick auf den Train Rock. Auf Kaffee  und Frühstück mussten wir erst mal noch verzichten, doch dafür hatten wir ja diese gigantische Natur um uns herum.
 
Als die Sonne den Himmel dann vollends erobert hat, wecken wir Justin und sammeln unser Equipment zusammen und machen uns auf den Weg nach Oljeto. Es war glaube ich 8:00 Uhr.

In Oljeto, im Haus von Justins Großeltern, herrscht noch totenstille. Wir zivilisieren uns etwas und dann kommt die Mum und kocht uns einen Kaffee. Sie gibt nur ein paar kurze Anweisungen und schon ist sie wieder verschwunden, denn die Oma braucht ihre Unterstützung bei der Zeremonie, welche noch in vollem Gange ist. Ich wüsste ja gerne mehr darüber, doch Justin ist da fast so unbeleckt wie ich und die Mum hat keine Zeit. Also muss ich mal schauen ob ich da etwas Literatur dazu finde.

Herbert überspielt schon einige der neuen Aufnahmen auf den Läppi und dann machen wir uns auf den Weg in den Monument Valley Tribal Park. Justin macht nun unseren Chauffeur, denn er als Navojo aus Oljeto muss keinen Eintritt bezahlen und wir dann auch nicht. Schon wieder was gespart.  :lachen07: Erst die kostenlose Luxusnacht im Hilton Hogan (aber wireless hat mir schon etwas gefehlt  :zwinker: ) und nun Monument Valley kostenlos.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110009.JPG)

Die Road durch den Tribal Park ist in genauso schlechtem Zustand wie vor 2 Jahren und leider sind wir viel später dran als damals. Also haben wir schon nicht mehr das traumhafte Morgenlicht und etliche Gruppen sind auch schon auf dem Trip. Wir arbeiten uns zum schönen John Fords Platz vor und ich mache mir den Spaß auf einem Pferd, sein Name war Pistol, fotografiert zu werden. Der arme Pistol steht da den ganzen Tag und muss sich mit Touristen fotografieren lassen. Ich werde dazu noch mit Cowboyhut und Lasso dekoriert und der ganze Luxus kostet dann 2 Dollar. Keine Verteuerung hier, dieser Tarif stand schon vor 2 Jahren so.

Dann geht es weiter auf dem Loop, diesmal verlassen wir die bekannte Route nach einer Weile und biegen auf eine Runde ein, die eigentlich nur von mit von Tourguides begleiteten Fahrzeugen befahren werden darf. Justin deklariert sich kurzerhand zu unserem Tourguide, er ist die Strecke schon mit einem Onkel, welcher wirklich Tourguide ist, gefahren. Der Weg wird nun absolut Fourwheeldrivemäßig und Justin hat sichtlich Freude am Jeep fahren, ich eher weniger und sitze von nun an ziemlich angespannt auf dem Beifahrersitz. Das lenkt mich etwas von der schönen Landschaft ab, durch die wir da chauffiert werden. Wir begegnen auch einigen begleiteten Tourfahrzeugen und ich habe das Gefühl die richtigen Tourguides schauen sich unseren Justin etwas kritisch an. Ich denke mal, dass die sich alle untereinander kennen und Justin ist ihnen fremd. Er vermeidet auch den direkten Kontakt um Reklamationen aus dem Weg zu gehen.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110004.JPG)
                              Ship Rock, ist normalerweise von Wasser umgeben, hat Justin uns erzählt

Der Weg ist wirklich ziemlich abenteuerlich, kommt schon fast ein bischen an die CBS und White Pocket Anfahrt ran und schmälert meinen Augenschmaus ziemlich. Die Fotostopps fallen nur kurz aus, obwohl es ganz fantastische Spots gibt, aber ich möchte so schnell wie möglich wieder auf eine bessere Straße kommen. Justin genießt den Drive allerdings sichtlich und Herbert hat natürlich auch keinerlei Probleme, ich halt wieder mit meiner Ängstlichkeit. Wir schaffen es ohne Sachschaden wieder auf den normalen Loop und damit geht es mir auch wieder gut. Ein paar weitere Fotostopps und kurze Hikes und wir gelangen wieder am Visitor Center und am The View Hotel an.

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0018a.jpg)

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110005.JPG)
                    der Big Hogan, die Original Tourguides versammeln ihre Gäste darinnen und spielen auf der Flöte

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0019.jpg)

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110008.JPG)

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110007.JPG)

                   (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110006.JPG)

Das The View hat seinen Namen wirklich verdient, es liegt grandios mit einer absolut traumhaften Aussicht ins Valley und es wäre schon sehr reizvoll dort mal eine Nacht zu verbringen. Die Preise sind allerdings auch ganz schön happig und schließlich ist es doch noch viel grandioser in einem Hogan geschlafen zu haben. Trotzdem, mit allem Luxus und dem Blick und wohlmöglich einem Elephant Hill Hefeweizen in der Hand, dass wäre doch schon was.

Wir durchstöbern den Giftshop noch etwas und genießen einen letzen Blick ins Valley und dann verabschieden wir uns von diesem schönen Ort. An der Gouldingstankstelle wird dann erst mal Futter getankt. Endlich gibt es die Wedges, welche Justin so liebt und für Herbert eine Pizza, welche ihm dann wieder schwer im Bauch liegt. Dann gibt’s noch etwas Desertdrive auf dem Weg zum Shadowplatz, denn Justin kennt sich nun doch nicht so gut aus mit den ganzen Navajohighways hier in der Gegend. Wir verfahren uns natürlich und schon wieder gibt es Fourwheeldrivegelände zu bezwingen. Davon habe ich für heute eigentlich schon genug und meine Laune sinkt um einiges. Ich glaube ich habe eine bessere Orientierung als unser Navajochauffeur. Zur Unterstützung ziehe ich mein Etrex zu Rate, habe ja schließlich Trackaufzeichnungen vom Zeremonienplatz gemacht und so kann ich die Richtung auf dem Kompass sehen.

Nach einigem im Kreis gekurve, auf zum Glück nicht mehr ganz so fourwheeldrivenötigen Bahnen, finden wir die richtige Route und gelangen zum Shadowplatz. Dort ist einiges los, zumindest stehen viele Autos rum. Der Back-Schlacht-und Kochbetrieb ist nicht mehr ganz so emsig wie am Vortag, dafür gibt es über Lautsprecher in Navajosprache irgend welche Ansagen. Viele ältere Frauen sitzen in Hofstaat auf Campingstühlen im Schatten und viele ältere Männer sitzen in ihren Riesendodge und Nissan und was sie so alles fahren. Die Kinder spielen fröhlich auf dem Gelände.

Das mit der von Justins Mum geplanten Abfahrt nach Salt Lake City für 15:00 Uhr dürfte wohl nichts werden, denn die Vorbereitung für die Zeremonie waren noch nicht so weit und die Oma brauchte noch die Unterstützung. Sie ist jetzt total rausgeputzt und es werden Geschenke in Form von Stoff und Maiskorn und dergleichen in einem extra Zelt bereit gelegt.

Wir verabschieden uns und bringen Justin noch zurück nach Oljeto, dort müssen wir dann auch von Ihm Abschied nehmen. Das ist jedesmal recht traurig, weil man ja nie weiß wann und wo man sich wiedersieht.  :heulend:

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0187a.jpg)   
     Rätselbild, sah von Ferne aus wie ein See, war aber irgendwie eher Kies, ordentlich aufgeschichtet, wenn ich mich recht erinnere - kurz vor Mexican Hat 
                           keine Ahnung was das war             

Dann starten wir mit der groben Richtung Cortez/Colorado via Four Corners. An der Gouldings Lodge Tanke gibt es nochmal Futter für Nevada Blacky und ich mache dann einen Planungsfehler. Denn anstatt die wohl schöne Route über die 162 und Aneth nach Colorado zu nehmen, lotse ich Herbert über die 191 und die 160 über Four Corners und ehrlich, Four Corners ist ja wohl ziemlich öde. Das war es 1983 schon.

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0226a.jpg)

Als wir in Cortez eintrafen, dämmerte es schon und wir stiegen im Mesa Verde Inn ab, nix besonderes aber ok für eine Nacht und sauber.

Irgendwie war ich schon etwas traurig an diesem Abend, denn langsam aber sicher ging es auf die Abreise zu  :heulend: . Wir spachtelten Zimmerimbiss und ab in die Heija.

Highlight: Sunrise mit Train Rock
Lowlight: Abschied aus Oljeto
Aussicht: Mesa Verde
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 07.12.2010, 12:27 Uhr

@TY888 - Forrest-Gump-Route? musste ich erst etwas nachdenken und dann  :idee:


Ja, irgendwo steht da doch sogar ein Schild mit der Aufschrift "Hier endete die Wanderung von Forrest Gump" oder so ähnlich...

Ist ja schon toll, mal mit einem Navajo durchs MV zu fahren. Und The View lohnt sich in jedem Fall. Wir haben die vielen $$$ für die eine Nacht dieses Jahr nicht bereut.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: carovette am 07.12.2010, 12:52 Uhr
Tolle Sunrise-Bilder vom Train-Rock! Aber ich vermisse das Bild mit Dir und Pistol.... :pferd:

Ja, irgendwo steht da doch sogar ein Schild mit der Aufschrift "Hier endete die Wanderung von Forrest Gump" oder so ähnlich...

Jetzt bin ich auf der Forrest-Gumpp-Strasse schon dreimal gefahren, aber von dem Schild höre ich zum ersten Mal. Wo ungefähr steht das denn??? Denn dann muss ich da noch mal langfahren....
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 07.12.2010, 13:34 Uhr
@carovette - mal sehen ob ich Euch das Bild zumuten kann  :) ich find mich nämlich ziemlich dämlich  :)

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 07.12.2010, 14:00 Uhr
Mit privatem Navajo Guide im MV, einfach herrlich.

Zitat
war aber irgendwie eher Kies
Die Atommülldeponie von Mexican Hat.
Die andere ist bei Moab am Colorado und wird gerade ausgebuddelt und nach Crecent Junction verlegt.
moab bleibt also weiterhin strahlend. :roll:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 07.12.2010, 14:38 Uhr
(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110001_1.JPG)
der arme Gaul - bei meinem Übergewicht  :oops:

@ Weizen - Danke für die Info - sowas habe ich fast schon vermutet.

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 07.12.2010, 15:26 Uhr
(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_110001_1.JPG)
:daumen: :pferd:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 07.12.2010, 17:39 Uhr

Jetzt bin ich auf der Forrest-Gumpp-Strasse schon dreimal gefahren, aber von dem Schild höre ich zum ersten Mal. Wo ungefähr steht das denn??? Denn dann muss ich da noch mal langfahren....


                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Oljeto_2010_10_100001.JPG)


Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie weit Du bei dem Foto reingezoomt hast, aber theoretisch steht das Schild genau auf der Höhe wo der Vordergrund Deines Fotos beginnt - also kurz vor den Verkaufsständen - allerdings auf der rechten Straßenseite (wenn man in Richtung MV fährt)

Ich hab mal ein Foto von dem Schild angehängt.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 07.12.2010, 23:54 Uhr
Die Atommülldeponie von Mexican Hat.
Die andere ist bei Moab am Colorado und wird gerade ausgebuddelt und nach Crecent Junction verlegt.
moab bleibt also weiterhin strahlend. :roll:

Der ganze Westen ist ja ziemlich verseucht. Sogar Las Vegas und Umgebung zeigt heute noch Spuren der damaligen Atombombentests, die ja auch eine Touristen Attraktion waren und zum Wuchs von LV beigetragen haben.

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 08.12.2010, 00:20 Uhr
Und in St.George hätte ich gerne mal einen Geigerzähler dabei, oder im Bryce usw. Alles was so in der Windrichtung liegt.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 08.12.2010, 00:27 Uhr
Und in St.George hätte ich gerne mal einen Geigerzähler dabei, oder im Bryce usw. Alles was so in der Windrichtung liegt.

Fahr erst mal in die Gegend von Area 51, da schlägt der Geigerzähler purzelbaum

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 08.12.2010, 00:34 Uhr
Ich werde mich 2011 erstmal bei der Trinity Site kontamenieren  :shock: , wenn wir in Holloman jemanden besuchen.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 08.12.2010, 00:43 Uhr
Ich werde mich 2011 erstmal bei der Trinity Site kontamenieren  :shock: , wenn wir in Holloman jemanden besuchen.



Dann viel Spaß, ich glaube aber da ist es nicht so schlimm wie weiter westlich. Wenn du einen Geigerzähler mitnimmst, dann berichte mal, wäre interessant.

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 08.12.2010, 01:04 Uhr
Uups man kommt da gar nicht (mehr) hin.
Directions (http://www.wsmr.army.mil/PAO/Trinity/Pages/HowtoGetThereDirectionstothesiteforthebiannualopenhouses.aspx)
Radiation at Ground Zero: Just how radioactive is the site (http://www.wsmr.army.mil/PAO/Trinity/Pages/RadiationatGroundZeroJusthowradioactiveisthesite.aspx)
Reicht eigentlich schon.
Und wie verniedlichend die  Vergleiche.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 08.12.2010, 19:07 Uhr
12.10.2010_Dienstag   Cortez   Mesa Verde   Pagosa Hot Springs

Um 4:30 Uhr bin ich wieder mal wach und habe so schön Zeit in Ruhe zu schreiben, was heißt ich habe leichte Hintergrundgeräusche, deren Ursprung mein Angegrauter ist. Er schnorchelt vor sich hin, ich kann es kaum glauben, aber schon fast die ganzen 4 Wochen schnorchelt er nur und schnarcht nicht halb so laut wie zu Hause.
Nachdem ich mit Läppi füttern fertig bin ist es 6:00 Uhr und ich unternehme den sinnlosen Versuch noch mal etwas Schlaf zu finden, was ich dann aber schnell wieder aufgebe und fange an unser Gepäck neu zu strukturieren. In Oljeto mit Hogan Übernachtung usw ist alles etwas durcheinander geraten. In nagelneuen Hogans gibt es halt keine Kofferablageplätze und keine Klamottenhaken und dergleichen.
 
Dann mache ich mich auf Kaffee Beschaffung, denn im Mesa Verde Inn in Cortez gibt es ausnahmsweise mal keine Kaffeemaschine. Es ist verdammt kalt draußen, habe leider die Fahrenheiten nicht nachgeguckt. Ich finde eine Tanke und mische uns 2 Mischungen, ich mag mittlerweile diese Kaffeemilch die sich French Vanilla nennt und auch die Hazelnut ist ganz gut. Dann genehmige ich uns noch 2 völlig ungesunde Riesenmuffins.  :essen:

Herbert schält sich bei diesen Frühstücksaussichten aus dem Bett und stürzt sich dann in die Badewanne. In dieser Hinsicht ist Amerika auch ein angenehmes Reiseland für ihn, wirklich fast jedes Motelzimmer hat eine Badewanne. Zwar meistens recht klein, aber er hat immer reingepasst. Dann kommt same Prozedur like every day: Gepäck ins Auto schlichten, natürlich inzwischen mit gut trainiertem System und ab geht die Post. Es läuft uns dann noch eine City Market Tanke über den Weg und als stolze Besitzer einer City Market Karte können wir mal wieder so richtig toll sparen. Die Gallone für 2.69 US Bucks. Um 9:45 Uhr zeigt die Elektronik von Nevada Blacky 41° Fahrenheit, das ist echt brrrr-kalt.

Unsere erste Etappe für diesen Tag ist nicht so weit, denn der Mesa Verde National Park liegt sozusagen, für amerikanische Verhältnisse, um die Ecke und dann sind nur so circa 16 Kilometer bis zur Highway Abfahrt. Im Park selbst kann man dann wieder einige gute Meilen zurück legen, er ist ziemlich weitläufig und hat 2 Sektionen.
Die Anfahrt zum Visitor Center zieht sich schon mal gewaltig, ist aber wunderschön. Wir schrauben uns hoch auf die Mesa und die Herbstfärbung der Büsche ist schon recht fortgeschritten. Die Blicke in die Weite werden wieder einmal amerikanisch Unendlich und der Schäfchenwolkenhimmel ist sehr dekorativ dazu.

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2896a.jpg)

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Mesa_Verde_2010_10_120001_1.JPG)

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Mesa_Verde_2010_10_120002.JPG)

Die Straße scheint auch mal wieder ganz neu zu sein und es ist, wenn man den Schildern glaubt, noch mit Road Work zu rechnen. Es gibt Abschnitte in denen das Halten total verboten ist und zwar auf Grund des sehr fragilen Untergrundmaterials aus dem die Mesa besteht. Es herrscht also Rockfall Alarm, wir sehen allerding keinerlei gefallene Rocks. Entweder wird hier gut aufgeräumt oder die Amis übertreiben mal wieder. Die Sicherheitsmaßnahmen bei Straßenbaustellen sind für unsere Begriffe etwas übertrieben. Jedesmal wenn mir eines dieser christbaumartig blinkenden Baustellenfahrzeuge entgegen kommt, werde ich derart abgelenkt, dass es erst gefährlich werden könnte.  :platsch:

Hier werden wir also von so einem Auto mal wieder auf Road Works oder so aufmerksam gemacht und zum langsam fahren animiert, dürfen eh nicht schnell fahren, und dann passiert Meilenlang gar nix. Irgendwann ist dann mal abseits der Straße eine große Bausstelle.

Wir halten an einem Viewpoint mit fantastischem Fernblick über die flache Cortez Region im Norden. Wieder so ein Blick, welcher absolut nicht auf Fotos zu bannen ist. Also genießen wir ihn nur für uns so. Dann geht es zum Visitor Center, dort bilden sich Schlangen vor der Rangerauskunft und der Buchungsstelle für geführte Touren. Das haben wir eh nicht vor, wir wollen hier ja nicht den ganzen Tag verbringen. Mesa Verde ist wohl sehr schön und man könnte locker mehrere Tage hier verbringen, doch dazu müsste man/frau sich intensiver mit der Pueblo Kultur und den Anasazi auseinander setzen oder man könnte den Park natürlich auch bei schönen Hikes genießen. Es gibt direkt beim Visitor Center nämlich sogar ein Motel und Campgrounds gibt es auch.

Wir schauen uns also etwas um, erwerben eine deutsche Info und erfreuen uns an Ausstellungsstücken in Glasvitrinen, sehr schöne Flechtarbeiten und Keramiken mit schönen Mustern. Herbert beweist mir mal wieder wie intelligent er ist, denn ich schaffe es nicht den Abfalleimer beim Visitor Center zu öffnen, die sind nämlich Bärensicher und Gudrunsicher auch noch. Er guckt sich das Ding also etwas genauer an, ein Griff und ich stehe mal wieder blöd da. Aber ich habe ja ihn dabei für diese schwierigen Aufgaben, das zählt doch auch schon mal als intelligenter Schachzug.

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0297a.jpg)
                                na, wer hat da abgeguckt?

Nachdem wir nun mit genügend schriftlichem Material und Plänen bewaffnet sind, entscheiden wir uns für eine Route und machen uns auf die Tour. Wir haben uns den Mesa Top Loop ausgeguckt und  stoppen an verschiedenen Viewpoints wie z.B. am Nava jo Canyon View und dort hat man/frau schon einen ersten Blick auf ein Cliff Dwelling, wie sich die in die Höhlenartigen Auswaschungen gebauten Pueblos nennen. Ich bin bis an die Zähne ausgerüstet und kann das aus der Ferne mit Fernglas bestaunen. So arbeiten wir uns um den Loop, alle Viewpoints sind voll professionell ausgebaut und Volltouritauglich, will heißen jeder Pfad ist mit Ketten abgegrenzt damit die Besucher nicht überall kreuz und quer rumtrampeln und das ganze kryptobiotic Zeugs zerstören.


                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Mesa_Verde_2010_10_120003.JPG)

Wir haben einen schönen Fernblick auf das schönste Cliff Dwelling, den Cliff Palace. Dort darf man/frau nur mit Führung hin und ich kann per Fernglas auch eine Gruppe unter Ranger Aufsicht erkennen. Ich glaube wir haben bei unserem ersten Besuch 1983 eine solche Führung mitgemacht,  damals war die Auswahl nicht so groß, denn wir waren jahreszeitlich noch später dran als jetzt und deshalb war vieles im Park schon zu. Wir besuchen noch den Sun Tempel, ein seltsam unfertiges Gebäude, welches den Forschern noch heute Rätsel aufgibt und Touristen auch, denn es hat keinen Eingang und man kann nur drum herum latschen und einen suchen. Doch von dem Platz aus gibt es noch mal einen schönen und näheren Blick auf den Cliff Palace.

                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2848a.jpg)

                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Mesa_Verde_2010_10_120004.JPG)

Als nächstes wird dann das Museum und dort  das sogenannte Spruce Tree House angesteuert, denn das dürfen die Touris im Alleingang besichtigen. In der Nähe des Museums ist wieder mal eine wunderschön gelegene Picknick Area mit Schattenplätzen und Grills, welche diesmal ausnahmsweise nicht fotografiert und von uns belästigt werden, da wir heute noch etwas Land gewinnen wollen. Das Spruce Tree House ist schnell besichtigt und abgeknipst, die vielen Leute die dort rumlaufen machen den Ort etwas ungemütlich. Es stehen auch glatt mindestens 4 Ranger zur Bewachung dort, damit keiner seinen Namen irgendwo einritzt oder einen Stein mitnimmt.

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Das Museum wäre es wert sich mindestens 2 Stunden Zeit zu nehmen, wir erledigen das in 20 Minuten . Mir fallen wieder die schön gemusterten Keramiken und Körbe auf. Am besten gefallen mir die Muster der Zunis.

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                              Navajo Sand Painting

Sattgesehen treten wir dann gegen 14:30 Uhr den Rückzug an. Die Temperatur auf der Mesa ist sehr angenehm, es ist nicht heiß, nur im schwarzen Nevada Blacky, und die Luft ist sehr angenehm. Es gibt auf der Hochfläche große Bereiche wo der Wald komplett abgebrannt ist, ich habe im Museum auch Karten gesehen auf denen die größten Brände dargestellt waren und Fotos von Brandbekämpfungsaktionen.

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Wenn man über die Hochfläche der Mesa fährt kann man sich kaum vorstellen, dass man so hoch oben ist und rechts und links tiefe Canyons liegen. Es sieht alles ganz flach aus. Das Visitor Center befindet sich auf fast 2.500 Meter. Auf dem Rückweg gibt es einen kurzen Baustellenstop mit den amerikanischen Menschenampeln.

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Herbert liebt diese Ampeln und fotografiert auch fast jede und winkt beim vorbei fahren. Sie winken auch meistens gerne zurück. An einem längeren Straßenabschnitt wird irgend ein Rohr verlegt und das ruft das brennende Interesse meines Forschers hervor. Die Baumaschinen werden vom Auto aus geknipst und es interessiert ihn brennend was denn da verlegt wird und wieso ein so dickes Rohr so flexibel sein kann. Ich habe etwas Mühe für dieses Interesse Verständnis auf zu bringen, aber ich glaube es gelingt mir doch ganz gut.

Wir müssen schließlich einmal halten, damit mein Techniker sich dieses Rohr genauer angucken kann. Ich glaube am liebsten hätte er einen Plausch mit den Arbeitern gehalten um genau heraus zu bekommen was da so passiert. Witzig fand ich noch das die Baustelle ihr fahrbares Klo dabei hatte, aber nicht irgendwo abgestellt, nein es wurde auf einem Hänger mitgezogen. Coole Vorstellung da mitten auf der Straße in einem Pixiklo, welches auf einem Fahrzeughänger steht Sitzung zu halten.
So nun aber mal wieder weg von der Technik. Herbert fährt und knipst bei stehendem Fahrzeug, aus dem Autofenster heraus Distelbllüten, welche es bei uns daheim auch gibt (glaube ich wenigstens).Ich genieße die Fahrt über die herbstliche Mesa und hinab ins Cortez Tal und schlafe dann fast ein auf unserem Weg in Richtung Westen mit anvisiertem Tagesziel Pagosa Springs.

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Daher wird ein Tankstopp eingelegt, denn wir brauchen Kaffeenachschub, die Bedürfnisse unsere Mägen wurden mit Trauben und Äpfeln befriedigt. Es könnte glatt sein, dass ich bei dieser Tour ohne Gewichts Zunahme wegkomme. Wir verlassen nun die eher trockene und steinige Region der Four Corners Ecke und nähern uns den Rockys wieder. Die Landschaft wird grün und herbstlich bunt. Herbstlich bunt war die hochgelegene Mesa auch, aber eben nur oben.

Die Besiedlung ist auch wieder üppiger und es gibt viele Ranches mit manchmal recht großkotzigen Einfahrtsportalen oder auch mal einem witzigen Namen wie: „lazy dog“. Viele, viele Kühe auf den Weiden und auch immer wieder Pferde. Colorado ist Cowboy Land hat mir eine Frau mitten in Denver erklärt, also hier draußen stimmt das schon. Gott sei Dank faszinieren die vielen Kühe Herbert nicht mehr gar so arg, dass er eine Highway Kehrtwende machen muss.
Ich genieße die Fahrt und der Kaffee hält mich wach und so erreichen wir Pagosa Springs


Pagosa Hot Springs (http://www.pshotsprings.com/)

Je weiter wir in die San Juan Mountains reingefahren sind umso bedrohlicher haben sich uns dunkle Gewitterwolken genähert, sie blieben aber immer im Norden und tangierten uns nur tröpfchenweise. Nun in Pagosa wird es scheinbar langsam ernst und die dunklen Wolken drohen gefährlich. :wut54:

Also möglichst schnell ein Motel finden. Das Visitor Center in Pagosa hat leider zu und das obwohl es das, den angeschriebenen Öffnungszeiten entsprechend, noch gar nicht sein dürfte. Die Infos im Außenbereich sind nicht wirklich hilfreich und so müssen wir auf eigene Faust suchen.
 
Wir werden schnell fündig, denn in Sichtweite des Visitor Centers liegt das absolute Herbert Hot Springs Ideal. The Spa Motel mit Hot Springs Pool im Außenbereich und verschiedenen Pools innen. Es gibt auch noch ein Zimmer für uns und bei den Wetteraussichten schlagen wir ohne lange Überlegung zu und ziehen ein.
Das Zimmer ist riesig, wir können wieder mal einen Streit vom Zaun brechen, denn es gibt 2 riesige Queenbetten. Wir haben einen Flatscreen Fernseher, einen Kühlschrank und eine Kaffeemaschine. Diesmal fehlt die Mikrowelle.

Es ist ungefähr 18:00 Uhr als wir etabliert sind. Mein Magen hängt mittlerweile so durch, dass ich nicht darauf warten mag jetzt noch auf Futterstellensuche zu gehen, also werden die Vorräte geplündert. Wireless ist auch da und funktioniert prächtig, also was will Gast mehr. Herbert relaxt erst mal mit seinem, neu erworbenem Sudoku Heftchen. Das mitgebrachte ist schließlich schon voll.

Warum springt er denn nicht gleich in die Hot Springs, frage ich mich, das war doch sein Wunsch und nun hat er sie vor der Tür und hockt hier und löst Sudoku. Also da soll mal frau den Mann verstehen. Ich suche jedenfalls meinen Badeanzug raus, habe ihn nun schließlich schon über 3 Wochen mit rumgeschleppt und noch nicht einmal nass gemacht. Möglichkeiten gab es zwar schon, aber nie die Lust dazu.

Ich gedulde mich dann wirklich noch bis alle Zahlen an der richtigen Stelle sind und sich mein Rätsellöser auch in die Badehose gezwängt hat und dann geht’s auf in den Kochtopf. Das Wetter hat sich wieder beruhigt. War nur wieder mal eine nicht ernst gemeinte Drohung. Der Pool ist leicht bevölkert, so circa 7 Menschen tummeln sich im angenehm warmen Mineralwasser, welches schon etwas kurzmäßig nach faulen Eiern riecht. Es gibt einen nach Männlein und Weiblein getrennten Innenbereich mit richtigen hot springs und das wird von Herbert gleich mal getestet. Dieser hot Pool ist doch tatsächlich so hot, das mein Badewannenfreak da nicht mal 5 Minuten drin bleibt, das Prickeln aber ganz lustig findet. Er kühlt sich also wieder im angenehmen nicht so hot Pool ab und hetzt mich in den Frauenbereich, damit ich diese Erfahrung doch auch mal mache. Ja das tut frau dann auch schön brav um denn mitreden zu können.   :frech:

Der Innenbereich ist recht klein, vielleicht 3x3 Meter groß und das Wasser schwefelt um einiges mehr als im Außenbereich. Es ist wirklich ordentlich heiß, doch es gelingt mir wirklich ganz rein zu gehen. Ich bin ganz alleine im Kochtopf und bleibe sage und schreibe, bestimmt 2,5 Minuten drin, dann habe ich genug und kann schließlich auch mitreden.  :fluester:

Ich dümpele dann noch etwas im Außenpool und genieße Freiluftbaden bei Nacht im Mondsichelschein und dann ist mein hot Springs Bedarf gesättigt. Schließlich war das wieder ein ereignisreicher und langer Tag, da braucht Frau eine frühe Mütze Schlaf. Herbert kann sich noch nicht zufrieden geben und bleibt noch in der Suppe.
Ich teste dann mal noch den Flat Screen, alles funktioniert und ich bin sogar in der Lage mit der Fernbedienung klar zu kommen, aber das Programm ist echt zum  :heulend: Deshalb studiere ich noch etwas Landkarte Colorado, wegen der Weiterfahrt und dann ab ins Land der Träume, von denen ich kaum was mitbekomme.
 
Highlight: so richtig nix  :zuck:
Lowlight: auch nicht wirklich  :zuck:
Aussicht: wir bleiben in Pagosa und erkunden den Wolfs Creek Pass
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 08.12.2010, 21:34 Uhr

Gudrun, welche Temperatur hat denn das Wasser im Innenbereicht des hot pools ungefähr?

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 08.12.2010, 23:10 Uhr
45°C  :shock:
Ich tanze ja auch täglich den Badewannentango, aber abends, nicht morgens.
Ja im letzten Jahrtausend konnte man noch ohne Führung durch die Dwellings stromern, zumindest ohne Reservierung.
Balcony House ging nur geführt. Man fuhr dahin und ging mit der nächsten Truppe einfach mit.
2003 hatten wir Glück und bekamen beide Tickets, Cliff Palace und Balcony House. Es muß ja auch das richtige Zeitfenste haben, allein die Fahrzeit beträgt schon gute 45-60 Minuten.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 08.12.2010, 23:42 Uhr
45°C

Ich liebe zwar die Wärme, aber das ist doch ein wenig zu heiß :wink:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 09.12.2010, 00:17 Uhr
Ab 42° wird das auch allmählich kritisch.
Aber ich kanns aushalten. :wink:
Ich übe ja auch jeden Tag. :D
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 09.12.2010, 04:29 Uhr
Wie? Kein Bild von dem Kochtopf?

Ich stelle mir grade eine Gruppe von Kannibalen vor, die um den großen Kochtopf tanzen wo der Tourist drin sitzt und gar wird :lol: :lol: :lol:

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 09.12.2010, 04:42 Uhr
@Weizen - also Herbert übt da auch fleißig und die Temperatur in der heimischen Badewanne übersteigt absolut meinen Wohlfühlbereich
@Palo - Geduld - wir blieben 3 Nächte in Pagosa und saßen noch öfter im Kochtopf - Herbert liebt Kochtöpfe

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 09.12.2010, 09:48 Uhr
Dann wüsste ich was für ihn: Die Blaue Lagune auf Tonga. Dort hat das Meer 38°, laut Boardthermometer.  :shock:
Eine größere Badewanne findet er nirgends.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 09.12.2010, 13:38 Uhr
Blaue Lagune - die gibt es doch auch auf Island - weiß allerdings nicht wieviel Grad es da hat - wäre aber nicht ganz so weit wie Tonga - und unsere Hochzeitsreise war schon - Silberhochzeitsreise war auch schon (Schottland) - könnte ja vielleicht was fürs 30jährige sein  :)
Blaue Lagune Island (http://www.blaue-lagune-island.de/)

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 11.12.2010, 19:14 Uhr
.10.2010_Mittwoch   Pagosa Springs   Wolfs Creek Pass   Pagosa Springs

Nach einem gemütlichen Start, strebt Herbert in den Kochtopf und ich trabe los einige Sachen zu erledigen.

                    (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0490a.jpg)
              der Außenpool vom The Spa - cool ist es bei Nacht im Mondschein dort (bis 22:00 Uhr offen)

Danach gehe ich noch mal ins Visitor Center und sammle Infomaterial von Pagosa Springs und Umgebung und lasse mich wegen einer Tour beraten. Die ältere Dame tut das mit großer Begeisterung und schlägt mir 3 Routen vor. Dann bummle ich noch etwas am San Juan River entlang, welcher mich in diesem Abschnitt an die Saale in Bad Kissingen erinnert. Der Fluss ist hier mit großen Steinen gezähmt und es gibt eine richtige Promenade. Es fließen immer wieder heiße Quellen an der Seite aus dem Boden, diese sind schön gefasst und dann fließt das Mineralwasser einfach in den Fluss.

Es hat diesen fauligen Geruch, wie schwefelhaltiges Wässer und hinterlässt farbige Mineralstrukturen und Ablagerungen. „The Springs“ ist ein großes Spa mit angeschlossener Therme mit allem Drum und Dran. Es liegt direkt gegenüber unserem Motel. Die Pools im Freien scheinen richtiggehend luxuriös und sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Vom Poolbereich aus fließt das dampfende Mineralwasser über eine schräge Mauer in den San Juan River und hat so eine bunte Mineralwand geschaffen. Alles ist sehr gepflegt und schön gestaltet, es ist eben ein amerikanischer Kurort.

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Dann schaue ich mal ob Herbert schon durch gekocht ist. Er ist schon auf dem Zimmer und muss noch etwas abdampfen, er war 2 mal in der ganz heißen Suppe und das heizt ganz schön auf. Ich unterbreite meine Vorschläge und wir entscheiden uns für die Wolfs Creek Tour. Die geht hinauf zum Wolfs Creek Pass, der liegt so circa 3.200 Meter hoch und dort befindet sich ein Skigebiet.

Wir richten also unsere Utensilien, Herbert hat noch mal Beef zum Grillen eingekauft und das muss schließlich verbraucht werden. Die Fahrt über die 160 north ist wunderschön und das Herbstlaub leuchtet vorwiegend in Goldtönen. Es gibt riesige Weideflächen hier im Tal, mit vielen Kühen und Pferden und kleinen und großen Ranches. Von den ganz großen sehen wir oft nur die riesigen Einfahrtsportale, welche mal schlicht und dann wieder verdammt protzig gestaltet sind. Eines ist derartig Grandios, da müssen wir einfach umdrehen um es zu fotografieren.

                     (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Wolfs_Creek_Pass_2010_10_130001.JPG)

Auf dem Weg zum Pass gibt es wohl einen schönen großen Wasserfall, den wollen wir doch auch besuchen. Doch als wir am Trailhead Parkplatz ankommen, ist dieser abgesperrt, also fahren wir erst mal weiter. Die Straße schraubt sich nun immer höher den Berg hinauf und Anhalten ist zeitweiße verboten aber es gibt natürlich einen schönen Viewpoint für so Fotosüchtige wie uns.

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Ein herrlicher Blick ins Tal liegt vor uns, dekoriert in Colorado Fall Farben und die Sonne leuchtet dazu. Obwohl wir schon sehr hoch sind, wirkt die Landschaft um uns herum nicht wie Hochgebirge. Das geht mir ganz oft so in den Rockys hier in Colorado. Auf Grund des hohen Levels, auf dem man sich generell bewegt,  wirken die Berge nicht so hoch. Laut meiner Beschreibung geht unsere Staubpiste direkt am Summit, also an der Passhöhe, ab. Doch dort angekommen ist mal wieder nirgends eine Abfahrt in Sicht. Es gibt Wanderpfade von hier aus und zwar auf die Continental Divide.

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Deshalb fahren wir noch ein Stück weiter und dann kommt wirklich gleich eine Abfahrt nach links in den San Juan National Forest. Auf die begeben wir uns dann und es geht weiter den Berg hinauf, auf einer recht guten Forststraße. Ich habe im Visitor Center den Wunsch geäußert auf keine so bumby Straße geschickt zu werden, denn davon hätte ich nun schon genug gehabt.
 
Wir schrauben uns wohl weitere 2 Meilen auf den Berg hinauf und kommen dann an eine Sendestation, von wo aus man/frau schon gute Blicke auf die umliegenden Gipfel hat. Es liegen schon Schneeflecken um uns herum und einmal war der Weg auch schon Schneebedeckt, aber andere Autos vor uns haben schon eine Spur hindurch gefahren. Es gibt auch wirklich nur ein einziges Mal eine felsige Bumby Stelle auf dem Weg nach oben. Wir machen an der Sendestation einen Knipsstop und ich finde dabei eine Ferrari Sonnenbrille. Sollte es eine echte sein, dann wird sich jemand über den Verlust ganz schön ärgern. Sie macht auf jeden Fall einen teuren Eindruck, ist aber nicht das neueste Modell.  :groove:

                      (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Wolfs_Creek_Pass_2010_10_130009.JPG)

Wir fahren dann zum Endpunkt der Route weiter, und dort gibt es doch wirklich eine Picknick Area. Nachdem die Sonne lacht und das ja wohl der bisher höchstgelegene Picknickplatz ist auf dem wir uns je befunden haben, wird sofort ein BBQ ins Auge gefasst. Herbert inspiziert also die Grillstellen und befindet alles für tauglich, dürres Holz zum anheizen gibt es auch zur Genüge und deshalb wird grillen angesetzt, es ist schließlich schon Mittagszeit und mein Magen hat auch schon Ansprüche angemeldet.  :essen:
 
Ich stelle mich allerdings auf eine größere Wartezeit ein, denn bis die große Grillstelle die nötige Hitze hat, dass wird wohl dauern. Also erst mal alle Utensilien aus Nevada Blacky holen und uns an der Bank mit Tisch ausbreiten. Große Nachbarschaft wird an diesem Platz und zu dieser Jahreszeit wohl nicht zu erwarten sein.

Während Herbert den Grill also anheizt, schlendere ich erst mal zum nahen Aussichtspunkt und kann unten im Tal die 160 sehen, es ist wenig Verkehr. Auf der anderen Seite sehe ich das Wolfs Creek Skigebiet mit seinen Liftanlagen und großen Parkflächen. Die Gipfel um mich herum tragen schon weiße Hauben und hier oben gibt es nun schon mal Hochgebirgsfeeling. So hoch hinauf mit dem eigenen Pkw fahren zu können, das gibt es nur im Amiland. In den Alpen geht so etwas gar nicht. Die Forststraßen sind da alle tabu.  :nono:

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Ich knipse mir also ein paar Panoramabilder und schaue dann was für Fortschritte bei meinem Angetrauten zu verzeichnen sind. Er hat erst mal Kleinholz von dürren Ästen gesammelt und nun raucht es immerhin schon gewaltig. Im Grill war auch alles nass und das muss ja erst mal trocknen. Herbert auf dem Berg, mit Jacke und Mütze, in kurzen Shorts, zwischen Schneeresten beim Grillanheizen, das ist doch wirklich ein paar Fotos wert. Er macht das hervorragend und mein Magen muss nicht halb so lange auf Futter warten wie ich gedacht hätte. :burger:

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Zwischenzeitlich bekommt Nevada Blacky auf dem Parkplatz Gesellschaft und eine Gruppe Männer macht sich klar zum wandern. Ich denke mir das ist eine einfache Bergwanderung, wenn man die ganz oben beginnt. Beim vorbei gehen fragen sie nach bis wann die Steaks fertig sind und versprechen sich zu beeilen. Bevor wir dann zuschlagen können gesellt sich noch eine amerikanische Familie zu uns und stört die beschauliche Ruhe hier oben um einiges. Doch die ziehen bald wieder ab und wir haben die Oase wieder für uns alleine.

Um 14:00 Uhr sind die Steaks dann verzehrfertig und sie schmecken hervorragend.  :daumen:

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                                     Nix mehr da - echt dumm gelaufen
                     

Dieses BBQ wird wohl als das höchst gelegene in unsere Annalen eingehen. Wir kontrollieren später beim runterfahren, per Navigon (welches ja auf Grund von Nokia X6 normalerweise ausgedient hat), dann mal die Höhenangabe (welche uns das Nokia X6 leider vorenthält) und schätzen, dass wir auf mindesten 3.500 Metern oben gegrillt haben. Ins Guinnessbuch der Rekorde werden wir es damit wohl nicht schaffen, aber für uns ist es ein persönlicher Rekord, auch wenn wir da nicht auf der Jagd danach sind. 

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                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Wolfs_Creek_Pass_2010_10_130010.JPG)

Um 14:30 Uhr haben wir alles wieder aufgeräumt und unsere Tanks sind aufgefüllt. Blacky geht diesmal leer aus, aber er hatte auch noch keinen Hunger angemeldet. Wir verlassen unseren Adlerhorstbarbequeplatz und schrauben uns wieder hinunter. Es herrscht plötzlich ein ziemlicher Gegenverkehr auf der Straße und die Autos lassen auf ein örtliches Treffen der National Forstarbeiter schließen.  Dann versuchen wir uns mit einer weiteren Tour, welche an der Talstation des Wolf Creek Skigebietes beginnt und uns zum Alberta Reservoir (kleiner See)führt, was nicht unser Ziel war. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem kleinen Lift vorbei, welcher gerade auf die Saison vorbereitet wird.

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Also die Liftanlagen, die wir bis jetzt zu sehen bekommen haben, entsprechen bei weitem nicht unserem europäischen Standart. Also zum Skifahren muss ich bestimmt nicht nach Amerika, hmmm vielleicht nicht wegen der Lifte, aber doch vielleicht wegen dem Schnee. Die in Salt Lake City, Wasatch Mountains, werben mit dem pudrigsten Schnee auf der ganzen Welt. Aber ich denke bei der langen Anreise bevorzuge ich wohl doch die Alpen. Durfte allerdings 1982 schon einmal den Luxus von Skifahren am Lake Tahoe genießen, mit einer Airtours Gruppe, dieweil ich die einzige Skifahrerin im Reisebüro war. Damals schon konnte das Skigebiet dort nicht ernsthaft mit den Alpen konkurieren (rein skifahrtechnisch, landschaftlich schon)und die Hüttenromantik fehlte gänzlich.  :think:

Dem Alberta Reservoir können wir wenig abgewinne und deshalb geht es zurück in Richtung Pagosa Springs. Wir unternehmen noch einen Versuch die Treasure Wasserfälle zu erwandern, erfahren aber von Waldarbeitern am gesperrten Trailhead, dass die gesperrt sind und man auch nicht hinkommt, weil da überall gefällte Bäume querliegen. So gibt es also keine Wasserfallbilder, zumindest nicht vom Treasure Fall. Einen etwas oberhalb der Straße liegenden Wasserfall haben wir versucht einigermaßen aufs Foto zu bekommen aber es ist nicht wirklich vorzeigbar.  :dagegen:

Auf dem Rückweg nach Pagosa genießen wir die Herbstfarben in der Nachmittagssonne.


                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Wolfs_Creek_Pass_2010_10_130011.JPG)

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                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2942a.jpg)

Im Motel ist wieder Badezeit für meine Wasserratte angesagt und ich beschließe Nevada Blacky mal wieder blacky zu waschen. Ich fahre also eine Waschanlage an und mache mich mit Hochdruckdüse ans Werk, den roten Utah Staub aus dem Monument Valley zu entfernen, außen und innen. Danach mache ich mich auf die Suche nach der Pagosa Brewery und finde sie schließlich ca 5 Meilen von unserem Motel entfernt. Das ist absolut undiskutabel, diese Brewery wird auf uns verzichten müssen.  :nono:

Wieder im The Spa Motel zurück, finde ich meinen durchgeweichten Herbert in der Abendsonne im Hof sitzen, beim ausdampfen. Ich habe bei meinem Post Office Gang heute morgen ein Restaurant mit Pub gleich nebenan in der Oak Ridge Lodge gesehen und da beschließen wir den Tag ausklingen zu lassen.
Die Kneipe war noch ziemlich leer, obwohl es Happy Hour Zeit war. Wir wählten einen Platz an der Theke, denn zum ersten Mal war keiner zur Stelle und wollte uns einen Sitzplatz zuweisen, es stand auch nirgends ein „wait to be seated“. Wir ließen uns ein Bier empfehlen und auf die Frage nach unserem Geschmack, sagten wir Deutsches Hefeweizen. Da wurde uns ein Wheatbeer, nämlich das Agave Wheat nahe gelegt und es schmeckte uns ausgezeichnet. So ausgezeichnet, dass es am Schluss 9 Agave Wheat wurden und mit der Portion Hot Wings und einer kleinen Pizza bezahlten wir dann so um die 50,-- USD. Kann man/frau nicht meckern, denn in Mexican Hat haben wir schon 45,-- USD nur für je einen Hamburger mit Beilagen und je ein Bier bezahlt.  :bier:

                       (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2945a.jpg)

Wir hatten dann noch lustige Unterhaltung mit so ziemlich allen, die sich an der Theke einfanden. Nachdem sie uns nach unserer Herkunft gefragt hatten, konnte fast jeder deutsche Wurzeln vorweisen und hatte Deutsche Bekannte. Einer hat dann sogar seinen Vater angerufen, denn der war lange Zeit bei der Army in Deutschland gewesen. Ich durfte dann mit dem Dad am Handy sprechen und er sagte er war in Osterholz Scharmbeck und konnte noch etwas Deutsch sprechen. Unseren Biergeschmack konnte er nicht teilen, er fand Weizenbier schmeckt (originalton)„Scheißä“.

Es war noch ziemlich lustig an diesem Abend (bei 9 Agave Wheat).  :drink: Eine Gruppe Jäger aus Wisconsin hatte sich noch eingefunden, sie waren über 27 Stunden unterwegs von Wisconsin bis Pagosa Springs. Sie wollen hier auf die Elchjagd gehen. Darunter sind aber glaube ich keine Elche, sondern mehr so ne Art Hirsche zu verstehen. Von uns haben sie dann den Spruch:“Weidmannsheil“ gelernt und ich musste den Spruch:“nach der Jagd und vor der Wahl, werden die meisten Sprüche gemacht“, übersetzen und dann habe ich noch den Witz mit dem Angler erzählt, der immer so übertreibt bei der Größe seines Fangs (seine Arme reichen kaum aus um den Fisch zu beschreiben)und dann werden ihm die Hände zusammengebundenen. Das schränkt den Angler aber nicht ein, denn er zeigt dann mit den zur Kugel geformten Händen „solche Augen hat der Fisch gehabt“. Den fanden sie besonders lustig.  :lachroll:

Der deutsch sprechende Dad hat mir noch am Telefon gesagt, er würde in 3 Wochen nach Frankfurt fliegen und dann haben wir ihn gleich eingeladen uns zu besuchen. Was man nach etlichen Agave Wheat alles so macht halt.  :frech: (er hat uns aber nicht besucht)

Dann sind wir aber schnell in unser Motel zurück und haben sofort Agave Wheat selig geschlafen. :schlafen:  :schlafend:

Highlight: BBQ on Top of the Rockys
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 12.12.2010, 03:20 Uhr
Zitat
welcher mich in diesem Abschnitt an die Saale in Bad Kissingen erinnert
Hmm, das Vergleichsbild fehlt nun aber. Nicht das von Bad Kissingen, das habe ich vor dem geistigen Auge.

Und sag mal, da ist meine Einfahrt extra nicht in google streetview und das postest Du hier das Bild. :lol:

Seid Ihr die CO-Rd 402 hochgefahren?

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 12.12.2010, 11:23 Uhr
Na da habt ihr ja einen "rauschenden" Abend gehabt! Sehr schöne Landschaft da!

Hast Du Dir die Stelle wo das Forrest Gump Schild steht jetzt in der Karte notiert?  :wink:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 12.12.2010, 21:44 Uhr
@weizen - wusste ichs doch, dass ich rauskriege wer dort wohnt, wenn ich das Bild hier poste  :lol:
@TY888 - yep - das war die 402 - Forrest Gump Schild wird das nächste mal fotografiert - versprochen - und dann gibt es am 14.10.10 ja wieder Pagosa Bilder, da wurde nämlich nur gefaulenzt  :urlaub:
@? - und wem gehört nun die Ferrari Brille?  :socool:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 13.12.2010, 06:05 Uhr
14. Oktober 2010 Pagosa Springs letzter Faulenzertag

An diesem Tag haben wir derart gefaulenzt, vom Koffer flugtauglich packen mal abgesehen, dass ich noch nicht mal einen Bericht geschrieben habe und nun die Erinnerung anzapfen darf. Wenn ich daran denke, kommt schon wieder diese Abschiedsstimmung in mir hoch. Das ist jedesmal so und ich denke, dass kennt Ihr alle, wenn eine so ereignisreiche und tolle Reise zu Ende geht.  :(

Nun will ich Euch aber nicht da mit runter ziehen, sondern mal versuchen den letzten Pagosa Tag zu erinnern. So in Kurzfassung haben wir an diesem Tag öfter in den Kochtöpfen gesessen, vor allem mein Badefreak. Deshalb quäle ich Euch heute auch nicht mit viel Text, sondern nur mit viel Bild. :grins:

                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2948a.jpg)
Hier mal ein Bild vom kleinen Aussenkochtopf mit relativ angenehmen Temperaturen (etwas wärmer als der große, aber keine Ahnung wieviel Grad). Die Innenbecken haben wir leider versäumt zu knipsen. Sie sind nicht besonders schön und schon etwas älter. Die Größe, geschätzte 3x4 Meter, man/frau hält sich da meist nicht lange auf. Empfohlen werden max 5 Minuten, glaube ich.

                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2955a.jpg)
                              clever Hooks - könnte frau doch fast als Siemens Lufthaken bezeichnen

Dann sind wir aber auch mal auf eine Pagosa Tour gegangen mit ein wenig Shopping. Dabei sind wir durch die Außenanlage von The Springs Resort gegangen, welches einen Top Eindruck macht, was sich auch auf die Übernachtungspreise auswirkt. Ich habe mal gegoogelt und im Mai sind die Preise von 166,- bis 511,-- US (Suite). Nun gut im The Spa haben wir auch schon 111,-- US + Tax bezahlt im Oktober.

                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Pagosa_2010_10_140003.JPG)

                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Pagosa_2010_10_140001.JPG)
                                         sieht total cool aus diese Mineralien Ablagerungen der Brunnen
                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Pagosa_2010_10_140002.JPG)

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                          es gibt einen schönen Riverwalk, leider sind wir ihn nicht sehr weit gegangen
                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Pagosa_2010_10_140007.JPG)

                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/Pagosa_2010_10_140008.JPG)

Beim shoppen habe ich dann noch einige Mitbringsel erworben, während Herbert sich mit einem lecker Eis auf der Husband Bench deponierte.

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                        (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0526a.jpg)
              leider habe ich auch diesmal keine Stiefel gekauft, weil ich sie hier in Germany ja doch nicht tragen würde  :oops:

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Abends gab es dann noch ein Abschiedsessen und ein paar Agave Wheat in Squirrels Pub and Pantry, wo wir uns schon richtig heimisch fühlten. Der Bar Keeper erzählte uns von einem big Mountain Lion, welcher seit Tagen um sein Haus schleichen würde und ein weiterer Stammgast von Bärensichtungen in der Ecke Pagosa. Also mit beidem können wir leider oder Gott sei Dank nicht dienen. Dafür werden wir vielleicht doch mal den Yellowstone besuchen müssen.

Ich habe schlecht geschlafen in dieser Nacht, es war ja die letzte Nacht in USA.  :heulend:

keine Lichter heute - weder high noch low - oder doch eher low - wegen der Abschiedsmelancholie
Aussicht: Fahrt nach Denver mit Brewery Abstecher nach Golding und ab die Post in die Heimat
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 13.12.2010, 12:12 Uhr
Die Aussichten sind ja gut, es geht endlih wieder nach Hause. :lol:

Ok so'n bissel hat der Riverwalk eine leichte Ähnlichkeit mit Bad Kissingen. :roll:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 13.12.2010, 19:06 Uhr
Die Aussichten sind ja gut, es geht endlih wieder nach Hause. :lol:

ähäm - ähäm - Schbässle gmachd - sachd da die Fränkin  :think:

 :( aber ok, solange ihr mir versprecht fleißig Südwestberichte zu liefern, verzeih ich das. Ich weiß schließlich nicht wann ich meinen geliebten Südwesten wiedersehe.  :(
vielleicht muss ich jetzt nach Tibet oder nach Südafrika oder noch viel schlimmer nach Russland  :(

Ach Gott, ich bade mich in Selbstmitleid  :heulend:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 13.12.2010, 19:42 Uhr
Bei Rußland würde ich mich verweigln. Obwohl die Transsib Autobahn ist jetzt fertig, die täte mich schon reizen.
Südafrika ist auch nett, nur fühl ich mich da nicht sicher.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: nordlicht am 13.12.2010, 23:29 Uhr
vielleicht muss ich jetzt nach Tibet
Lass mich diese schwere Last von Deinen Schultern nehmen. Ich wuerde mich grossherzig bereit erklaeren an Deiner Stelle mit Deinem Goettergatten nach Tibet zu fahren. :wink:
Der Suedwesten ist wunderbar, aber im Vergleich mit Tibet bekommt wirklich jedes Reiseziel in den USA bei mir einen ehrenvollen zweiten Platz.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 13.12.2010, 23:37 Uhr
Ich weiß schließlich nicht wann ich meinen geliebten Südwesten wiedersehe.  :(
vielleicht muss ich jetzt nach Tibet oder nach Südafrika oder noch viel schlimmer nach Russland  :(

Ach Gott, ich bade mich in Selbstmitleid  :heulend:

Nicht weinen, Gudrun, ich habe doch schon einen Brief ans Christkind geschrieben: http://forum.usa-reise.de/index.php?topic=48874.msg654569#msg654569


LG, Angie

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 14.12.2010, 16:21 Uhr
@Angie -  :kuss: :engel1: - bin total gerührt  :oops: Danke

@nordlicht - ich frag mal ob er dich mitnimmt (hast du auch meine Qualitäten?)  :mrgreen:

@ Weizen - die Transsib muss ich glaube ich nicht fürchten, eher mit dem Auto nach St. Petersburg - das war für 2009 geplant - und wo waren wir dann?  :frech: :usa: und unsicher gibts bei meinem Helden schon gar nicht - alles Quatsch - überall gibts nette Leute - Ächdd!  :zwinker:

mal sehen ob ich endlich zum Ende meines Berichtes komme, es wird langsam Zeit zum Geschenke einpacken und so....

aber - solange ich noch nicht in Denver am Flughafen bin begleitet ihr mich wenigstens noch   :oops:

Gudrun


Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 15.12.2010, 10:17 Uhr
Mit dem eigenen Auto durchs Baltikum, auch nicht schlecht, allerdings nur mit einem Schrottreifen.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 16.12.2010, 18:25 Uhr
So - nachdem ich mir nix notiert habe, gibts jetzt den letzten Reisetag aus der Erinnerung und das - hicks - nachdem ich grade vom Hannoveraner Weihnachtsmarkt heimgekommen bin (ohne Stau und Schnee und Eisregen, aber mit Glühwein hicks) Bin selbst gespannt wie das klappt - hicks - Herbert ist natürlich gefahren)

15. Oktober 2010 Pagosa Springs - Golden - Denver - London - Frankfurt -  :( :)

Also, ich war natürlich schon mal fast mitten in der Nacht wieder wach, keine Ahnung wieviel Uhr oder wieviel Grad Fahrenheit. Auf jedenfall wenig Uhr (kleine Zahl) und viel Fahrenheit (in Richtung brrrrrr kalt Scheiben kratzen). Also ein letztes mal  :( Nevada Blacky beladen und hoffentlich nix vergessen. (Meinen Sonnenhut habe ich schon am Anfang der Reise irgendwo in Denver gelassen - deshalb musste ich mich mit so nem echt doofen Hütli gegen die Sonne schützen). Von 2008 hängt noch mein bester Schlafanzug in einem Motel in Loa bei Torrey und 2009 - fällt mir grad nicht ein was ich da gestreut hab - hicks.
Also winke, winke zum The Spa und noch kurz Blacky an der Tanke gefüttert und uns mit Kaffee versorgt gehts über den Wolf Creek Pass, im Dunkeln. Hicks - hab leider kein Bild davon gemacht.

Ab da wo dann was zu sehen war, war die Strecke sehr schön, wenn da nicht dieser Abschiedsschmerz in meiner Brust gewütet hätte.

               (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0551.jpg)


               (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0564.jpg)
  unsere first Buffalos from out of the car window (mir in Frankn lärnen Englisch fom Loddar (Matthäus)) Ist dieses Bild so unscharf - oder is das der Glühwein? Hicks

Es handelt sich um die 160 so bis Del Norte, dann wurde es etwas eintönig und an der Kreuzung zur 285 hat mein Chaffeur einen Truckfahrer mit Unentschlossenheit so genervt, dass er dann, entgegen meinen Wünschen, auf die 285 abgebogen ist und ich wollte doch über die 112 und Hooper und dann die 17 auf die 285 (alles klar?) um vielleicht wenigstens von Ferne die Great Sand Dunes noch zu sehen. Und das wo ich eh schon melancholisch zerflossen auf dem Beifahrerinnensitz hing.  :heulend:

Die Strecke wurde dann erst jenseits von Poncha Springs wieder hübscher. In Johnson Village gabs dann spätes Frühstück für früh aufgestandene Zimmerleute. War gut und die Coyote Cantine ist echt sehenswert - so vom Interieur oder heißt das Ambientä?

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0610.jpg)

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                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_2965.jpg)

Das Essen war ok und Preis war auch ok. Dann ging es weiter auf der 285 Richtung Denver  :heulend: Die Landschaft war mal so:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0662a.jpg)

und dann so:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150003.JPG)

Irgendwann sind wir dann mal von der 285 rechts weg und ewig einen Hügel hochgefahren, da wo ganz schöne Häuschen waren und haben ein paar winzige Fernblicke auf Denver gehabt. So ungefähr:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_R%FCckfahrt_2010_10_150001.JPG)

oder auch so: hicks

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150002.JPG)
                               ach nee - das war ein Nahblick auf Aspen  :oops:

Als wir uns den Hügel wieder hinunter geschraubt hatten ging es wieder auf die 285 und jetzt wurde Golden angesteuert. Brauereien locken uns immer. In Golden fanden wir ein spitzen Parkplatz mitten in Downtown und da fand ich gleich wieder was für Caro:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150010.JPG)

die Farbe, einfach g.....genial! Würde ich mir auch zum Muttertag schenken lassen.

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/normal_R%FCckfahrt_2010_10_150011.JPG)
                         aber der hier ist für Caro zu Weihnachten

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150008.JPG)

Wir haben dann zielstrebig, zufällig die Tourist Information gefunden und uns über die Möglichkeit einer Brauerei Tour bei Coors informiert. Die absolut Serviceorientierte Dame klärte uns auf und erwähnte dabei noch eine Micro Brewery im historischen Viertel von Golden. Da spitzten wir doch gleich die Ohren, denn danach war uns doch viel mehr, als nach so einer Massentourist orientierten Coors Tour. Mit Plan bewaffnet wanderten wir also am Clear Creek entlang zur kleinen absolut historischen Site:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150004.JPG)
                 welche wir Kulturbanausen aber nur oberflächlich und schnell durchschritten

denn jetzt zog es uns doch hier hin:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150007.JPG)

Jetzt kann man und frau nicht sagen, dass das Ambientä unbedingt toll ist, trotzdem war es ganz urig dort und das Bier war gut, es war Oktoberfestbier und dazu gab es (auf Wunsch) diese seltsame Kombi:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150006.JPG)
                           Salzbrezeln mit Weißwurschtsenf

Das ist der Golden City Brewery Biergarten:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150005.JPG)

Das Publikum war erfrischend vielfältig - junge sportliche - Studenten - Senioren - Familien - und wir. Meinen Abschiedsschmerz konnte ich leider nicht ersäufen, musste ja noch Nevada Blacky zu Alamo zurückbringen. Also rafften wir uns nach 2 Pints (für Herbert - ich hab wirklich nur mal genippt - hicks) auf und liefen zurück zum Auto um uns in Richtung Denver Airport zu verabschieden.

Ja und dann war es wirklich so weit:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/R%FCckfahrt_2010_10_150012.JPG)

Abschied von Nevada Blacky  :heulend: bleibt ja meist nicht viel Zeit zum heulen, weil das immer so ruckizucki geht. Bevor wir in den Shuttle zum Terminal gestiegen sind habe ich mir noch mal angesehen was so in der Choiceline stand und das war noch weniger als bei unserer Ankunft. Je ein Jeep Compas und ein Jeep Patriot und dann nur noch dies Riesendinger mit Ladefläche.

Ja und dann waren wir wieder hier:

                (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/15842/IMG_0862a.jpg)

haben unsere letzten Dollars in ein Abendessen chinesischer Herkunft umgesetzt und harrten des Abfluges. Beim Sicherheitscheck musste ich in den Scanner, weil es dauerhaft gepiepst hat (waren wahrscheinlich die Metallschnallen meiner Hose) und wurde dann noch ausgiebig befummelt ansonsten lief alles normal. Wir hatten ganz gute Plätze im Flieger ganz hinten hatten die mittlere 3er Reihe für uns 2 alleine. Der Flug war ohne besondere Vorkommnisse, das Programm ödete mich an (ich war ja mit traurig sein beschäftigt). Ich konnte jedoch ganz oft vor mich hin dösen. In London haben wir uns dann mit Kaffee aufgepäppelt und ich habe im Nokia Shop eine Quitschrosa Schutzhülle für mein Nokia gekauft. Dann gings ab nach FRA und dort hat uns unser Freund Klaus abgeholt, er hatte uns auch schon hingebracht. Alle Koffer waren auch wieder angekommen und so ging es in die unterfränkische Heimat, wo uns eine unterfränkische Brotzeit bei unseren Freunden erwartete.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann........ gibts vielleicht noch ein - hicks - Fazit. Ich muss jetzt aber erst mal meine Weihnachtskarten schreiben und den Glühwein aufwärmen. Hicks

Gudrun
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Angie am 16.12.2010, 18:41 Uhr

Hallo Gudrun,


das Buffalo-Bild ist unscharf, es ist also nicht der Glühwein, denn ich habe keinen getrunken, sondern gerade einen Espresso :D

Ich mag es einfach nicht, wenn Reisen und deren Berichte zu Ende gehen, wenn ich lese, dass du genauso leidest, wie ich es tue, wenn es heißt, Abschied nehmen. Und trotzdem muss es immer wieder sein. Bleibt nur, schon bald die nächste Reise zu buchen :wink:

Obwohl du noch ein Fazit schreibst, sage ich jetzt schon ein ganz großes Dankeschön fürs Mitnehmen. Ich bin sehr gerne mitgefahren und habe mich oftmals über deinen Schreibstil amüsiert!

Also dann, bis zum nächsten Mal :winke:


LG, Angie

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Anne05 am 16.12.2010, 21:12 Uhr
Oooch - schon zu Ende?
Ich hasse Abschiede ... besonders die von USA!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: SusanW am 16.12.2010, 23:06 Uhr
Hallo,

bin jetzt die Tour in einem Rutsch nachgefahren und wow, der Bericht hat akutes Fernweh ausgelöst.  8)
Interessante Touren mit tollen Bildern - was will am mehr  .....
außer das die Reise meinethalben ruhig auch noch länger hätte dauern können. Wirklich schade, dass wir schon wieder in D angekommen sind.  :(

Also herzlichen Dank auch fürs Mitnehmen, hat großen Spaß gemacht.

Eine schöne Adventszeit noch
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Weizen am 16.12.2010, 23:53 Uhr
Uups, ein langer Tag.
Da fehlen 2 Bilder, die vom Pass  :lol:
Zitat
und nur noch dies Riesendinger mit Ladefläche
.
Oder war diese Formulierung dem Glühwein geschuldet.
Von Schweinfurt zum Weihnachtsmarkt in Hannover???????

Und las ich Dich in Deinem Kummer allein. :(
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Palo am 17.12.2010, 01:00 Uhr
Danke für diesen schönen Bericht!

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 17.12.2010, 08:33 Uhr
@ alle Mitreisenden - Danke fürs Mitfahren - es hat echt Spaß gemacht Euch dabei zu haben und durch das Bericht schreiben erlebt man die Reise noch einmal und die Eindrücke vertiefen sich. Ich finde es äächd schön, dass ihr mit mir leidet wenn nun Schluss ist.  :winke:  Ich wünsche Euch allen eine erfüllende und zufriedenstellende Weihnachtszeit im Kreise Eurer Lieben und ich hoffe mal wieder von einer Reise berichten zu können (vielleicht halt 1 x nicht USA)
@ Weizen - ich habe meinen Herbert auf Dienstreise begleitet, muss doch schließlich aufpassen das er keine Dummheiten macht  :engel2:  hat sich halt so angeboten und ich wollte mal einen anderen Weihnachtsmarkt sehen. Und diese Riesendinger waren diese Dodge Trucks Dinger und die dunklen Passbilder konnte ich gestern im Dunkeln nicht finden  :lachroll:

Fazit gibts heut noch nicht, muss Schnee schaufeln  :)

 
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Stefanie_GZ am 17.12.2010, 12:24 Uhr
Hallo Gudrun,

toller Bericht danke dafür. Super geschrieben und sehr schöne Eindrücke aus einer absolut schönen Gegend.

Mein Fernweh steigt. :D

Schönes Fest!
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: Hibis am 17.12.2010, 20:30 Uhr
Hallo Zimmermann u. Zimmerfrau,

einen tollen Bericht habt ihr da online gestellt.
War so interessant, daß ich ihn in einem Rutsch gelesen habe.
Euere tollen Bilder haben bei mir Erinnerungen an Colorado, Utah, Arizona usw.
geweckt.

Vielen Dank und Gruß nach Franken

Hibis aus dem Schwarzwald  :rotor:
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: DaniH am 31.12.2010, 14:37 Uhr
Hallo Gudrun

So, nach einigen Tagen Abstand möchte ich mich nun auch noch zu deinem Reisebericht äussern. Ich bin als interessierter, fleissiger, wenn auch stiller Leser mitgefahren und habe mich dabei über all die Seiten hin bestens unterhalten! Bis zuletzt hast du uns User mit deinem lebendigen, offenen und oft amüsanten Schreibstil viel Vergnügen bereitet. Dazu brachten uns die zahlreichen gelungenen Fotos eure Reiseerlebnisse noch näher. Ihr zwei im Kochtopf, das ist ja wirklich herrlich! Vielen Dank für den riesen Aufwand des Schreibens und für die Bilder!

Unsere Reisewege haben sich nach unserem gemeinsamen Tag in den CBS und White Pocket offensichtlich sehr unterschiedlich gestaltet. Mein weiterer Weg während der nächsten zwei Wochen war nämlich von den Themen Airparks und Saguaros im südlichen Arizona bestimmt.

Ich hoffe nun sehr für dich, dass Herbert nochmals Gefallen an einer weiteren USA-Südwest-Reise finden kann, immerhin ist es ja die schönste Gegend der Welt (zwinker)!

Alles Gute zum Jahreswechsel!

Daniel
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 05.01.2011, 18:27 Uhr
Hallo Daniel,

vielen Dank für Deine netten Worte und Du hast vollkommen recht es ist die schönste Gegend der Welt  :zwinker:
Ich kann mir diese Sucht zwar gar nicht erklären, aber ich habe sie. Ich bin im Büro tagtäglich mit den schönsten Reisebildern und Katalogen umgeben und ich fahr fast ausschließlich auf rote Steine und Felsen überhaupt ab. Muss wohl in einem früheren Leben mal dort gelebt haben. Kein noch so schöner Strand mit Palmen und dem ganzen Piepapo kann mich auch nur annähernd locken, ich fühle mich am wohlsten im Südwesten.
Im April werde ich dienstlich in Marokko sein, mal sehen wie mich die Steine dort anziehen.
Herbert könnte ich wohl nur in einen der Kochtopf-Orte in Colorado locken, dort könnte ich ihn ja sich garen lassen und ich toure allein zu meinen Steinen  :zwinker: habe schließlich schon genügend allein reisende Mädels getroffen.

Hatte leider keine Zeit früher zu antworten Weihnachts-Silvester-Family-Belange ließen bis jetzt auch keine Zeit für das Fazit. Wenn ich die ganze Bande wieder los habe, so bis zum 07.01.11, dann gibt es aber echt noch das Fazit, versprochen.
Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: zimmerfrau am 08.01.2011, 08:42 Uhr
Fazit

Titel: Re: Carpenters on Tour - hiking und biking - 4 weeks on 4 wheels
Beitrag von: tom2go am 08.01.2011, 13:27 Uhr
Ich glaub, die Cabins im Kodachrome müssen wir auch mal heimsuchen, haben mir sehr gut gefallen in Deinem Bericht. Bin gespannt, wann es euch wieder rüber verschlägt  :wink: