3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen

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*freddykr

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3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« am: 19.04.2017, 08:39 Uhr »
Prolog
Einen Urlaub zu planen ist doch eigentlich recht einfach. Man wählt ein Ziel und plant dann die zur Verfügung stehende Zeit; und dies doch meist recht langfristig.

Auch wir hatten dies vor und entschieden uns für den Urlaub 2016 für eine “klitze-kleine” Schleife um die Ostsee. 4 Wochen standen zur Verfügung und die Planung konnte losgehen.
Der Teufel ist bekanntlich ein Eichhörnchen und so konnten wir den Plan kurze Zeit später über den Haufen werfen. Aufgrund privater Bauprojekte war jetzt völlig unklar, wann und für welches Budget wir Urlaub haben.
Die Zeit verflog und die völlig ungenauen Termine der Baufirma machten jegliche Planung zunichte, bis es mir dann zu bunt wurde. Wir vereinbarten einen Baubeginntermin in 5 Wochen nach unserem Urlaub; das würden sie besser schaffen.
Jetzt war guter Rat teuer. Bis zum geplanten Urlaub sind noch zwei Wochen und dann haben wir drei Wochen zur Verfügung.
Die Rundfahrt um die Ostsee konnten wir knicken, und so entschieden wir uns für eine Tour in Norwegen; so das Dreieck Oslo-Trondheim-Bergen-Oslo.

Einen Wohnwagen zu mieten konnten wir ebenfalls vergessen, denn die Preise so kurzfristig während der Sommerferien waren einfach nur abartig teuer; sowohl in Oslo als auch hier in Hessen - ich will das Dingens nur 3 Wochen mieten und nicht kaufen.
Also doch PKW ab Oslo, aber als ich die Mietwagenpreise gesehen habe, rutschte mir auch erst mal das Herz in die Hose; 3 Wochen Golfklasse für 1500€. Aber hilft ja nicht, irgendeinen fahrbaren Untersatz brauchen wir. Also mal über billiger-mietwagen.de eingebucht.

Anja begann derweil mit der Grobplanung der Runde, aber mich ließ dieser Mietwagenpreis nicht los.
Ich kalkulierte als Alternative auch mal durch, den Mietwagen hier zu mieten und hoch zu fahren, brachte außer großem Zeitverlust aber nicht wirklich was ein.
Dann kam mir Göteborg auf den Plan. Das liegt ja nur 3,5h von Oslo weg, also mal da geschaut und bingo, dort kam das Auto (selbst noch eine Klasse höher) nur die Hälfte. Die Flüge konnten wir auch noch umbuchen, also wurde Göteborg als Start/Ziel festgenagelt und der Mietwagen gebucht.
Die Unterkünfte wurden ungefähr bis zur Hälfte vorgebucht (auch wenn wir durch die kurzfristige Entscheidung schon etwas jonglieren mussten, da auch in Norwegen noch Ferien sind); alles weitere würde dann das Wetter entscheiden.

Eine lange Wartezeit gab es somit nicht, schon morgen geht es los; im wahrsten Sinne des Wortes. ;)
Viele Grüße,
Danilo

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*Ypsi als Gast

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #1 am: 19.04.2017, 09:17 Uhr »
Hallo,

wir planen für den Herbst auch eine Route durch Norwegen, hauptsächlich Lofoten, aber auch ein bisschen Schweden + Finnland!
Dein Reisebericht kommt da wie gerufen!
Bin schon ganz gespannt und freue mich drauf!

*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #2 am: 19.04.2017, 18:43 Uhr »
wir planen für den Herbst auch eine Route durch Norwegen, hauptsächlich Lofoten, aber auch ein bisschen Schweden + Finnland!
Bis zu den Lofoten wird es uns dann doch nicht führen. ;)

Nachtrag zum Prolog:
Kurz vorm Urlaub sah meine Kamera so aus:

Recht mittig ist die Magnetspule zu erkennen, die die Blende steuert. Diese war soweit defekt, dass die Blende nicht immer korrekt gestellt wurde. Die Folge waren völlig falsch belichtete Bilder. Nach einer Reparaturanleitung im Inet konnte ich es soweit "hinbiegen", dass zumindest jedes zweite Bild ordentlich belichtet wurde.  :roll:
Anja hat zum Glück ihre eigene, somit ärgerlich, aber nicht so tragisch.

12.08.2016 - Frankfurt - Göteborg

Am Freitag ging es endlich los; bepackt mit unseren Reisetaschen via S-Bahn zum Flughafen. Das Zeug war schnell abgegeben und wir konnten noch mal ins Büro.
Ja, richtig gelesen. Ein reichlich halber Tag wurde noch gearbeitet und die Kollegen genervt.  :wink: :lol:

Am Nachmittag konnten wir endlich loslegen. An der Security wurde mein Spektiv etwas genauer begutachtet; ob ich Jäger wäre? Ähm, nö.
Heute gab es, wie meistens in Frankfurt, eine Außenposition und somit stand eine Vorfeldbustour auf dem Programm bis wir unsere heutige Kutsche mit Namen D-AIOU erreichten. Nur war der Kutscher noch nicht fertig und somit war warten angesagt. ;)

Zum Flug selbst gibt es nicht viel zu sagen; kaum oben waren wir schon wieder unten. Der Flughafen Göteborg ist klein und schnuckelig und so standen wir schon kurz danach am Gepäckband. Das Gepäck hatte es allerdings nicht so eilig, aber im Endeffekt war alles da.

Schweden erwartete uns mit strömendem Regen und so machten wir uns im Laufschritt zu Hertz. Schrecksekunde dann bei der Bezahlung der Kaution - Kreditkarte abgelehnt. f..k Mit der zweiten ging es dann und so langsam fiel auch bei mir der Groschen. Ich habe bei mir eine Sperre für alles außer Deutschland drin und Schweden ist ungleich Deutschland.  :oops:

Als Mietwagen bekamen wir die typische Schwedenschleuder; ein recht neuer Volvo V40, inkl. Xenon Beleuchtung, Navi, Sitzheizung und Verkehrsschilderkennung. Schon beim Einladen der Taschen merkten wir, dass er eigentlich eine Nummer zu klein ist, aber mit ein bisschen Tetris und etwas umräumen ging es später doch ganz gut.

Fertig gepackt ging es raus ins schwedische Mistwetter und auf die Autobahn Richtung Göteborg und gleich weiter nach Kungälv, wo wir im “Fars Hatt” unser Quartier für heute Nacht bezogen. Im Zimmer habe ich erstmal meine Kreditkarte entsperrt. Zusätzlich registrierten wir unseren Volvo im norwegischen Mautsystem, denn so spart man sich die Gebühr des Vermieters. Cleverle, gell. ;)
Da es immer noch regnete, hatte Anja keine Lust mehr draußen herum zu stiefeln und so ging sie runter ins Tee-Zimmer, um noch etwas zu lesen.
Ich dagegen hatte mir für Schweden noch einen Geocache herausgesucht und machte mich auf den Weg. Der Cache sollte sich direkt unterhalb der “Bohus Fästning” befinden; keine 5 Minuten vom Hotel entfernt. Vor Ort merkte ich dann, dass ich mein jetziges Smartphone das erste Mal im Urlaub dabei hatte, denn es fehlten alle möglichen Apps, u.a. jegliche brauchbare zur GPS-Bestimmung.
Also wieder zurück, aber bis ich alles zusammen hatte, war es dunkel und ich verschob es auf morgen früh.

Morgen geht die Fahrt dann direkt nach Norwegen bei hoffentlich besserem Wetter.

Übernachtung: Hotell Fars Hatt - 87,00€ - http://www.farshatt.se/
Gefahrene Strecke: 42km
Karte: https://goo.gl/maps/8LEGC247wPQ2
Viele Grüße,
Danilo

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*NähkreisSteffi

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #3 am: 19.04.2017, 20:16 Uhr »
Hallo Danilo,

auch für mich Neuland, da komme ich gerne mit.

Viele Grüße

Steffi

*Doreen & Andreas

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #4 am: 20.04.2017, 08:08 Uhr »
Oh ja, da komme ich auch gerne mit.
Norwegen habe ich noch in bester Erinnerung  :P
Die Idee, des Mietwagenpreises wegen in Schweden zu starten, finde ich mal genial und die war offensichtlich sehr effektiv.
Den V40 hatten wir letzten Sommer in Südengland auch... zu viert  :shock: :? :wink: Aber man will ja nur damit fahren, und nicht drin übernachten. Bei einer Rundreise, wo das Gepäck immer dabei ist, stelle ich mir das aber schon kritisch vor.
Viele Grüße,
Andreas
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*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #5 am: 20.04.2017, 08:39 Uhr »
Willkommen den weiteren Mitfahrern. :)

13.08.2016  Kungälv(SE) - Nesbyen(NOR)

Viel besser war das Wetter über Nacht nicht geworden, aber fast von oben trocken.
Den schwedischen Geocache wollte ich mir nicht entgehen lassen und so stiefelte ich vor dem Frühstück noch mal los. Anja verkroch sich währenddessen noch mal unter der Decke.


Bohus Fästning - feucht und verlassen


Blick über den “Nordre älv” - immer noch nass und ungemütlich.

Nach dem Frühstück holten wir aus dem örtlichen Supermarkt etwas Reiseproviant, bevor wir uns wieder auf die Autobahn nach Norden machten. Nach einigen Kilometern kam dann sogar die Sonne raus.
Auf der E6 fuhren wir bis Moss und nahmen dort die Fähre rüber nach Horten; unsere erste norwegische Fähre und es sollte bei weitem nicht die letzte bleiben.
Dazu geschah es wohl hier: ein Ohr von Anja nahm ihr die Fahrt richtig übel…


Hafen von Moss mit Loch im Wasser.

In Horten angekommen, organisierten wir uns erstmal etwas Bargeld und dann endlich raus aus der Zivilisation. Obwohl, wirklich raus kamen wir nicht wirklich; war doch alles immer noch viel bewohnt.
In Kongsberg steuerten wir noch mal einen größeren Supermarkt an, um noch ein paar Einkäufe zu erledigen. Leider waren hier die ganzen Parkplätze nur mit Gebühr und wir hatten noch kein Kleingeld. So blieb uns irgendwann nichts anderes übrig, dass Anja in den Laden stiefelte und ich beim Auto blieb, um im Notfall vor den Politessen zu flüchten. ;)

Der erste touristische Halt auf der Fahrt war in Nore, wo wir uns die örtlich Stabkirche anschauen wollten. Es war das letzte Wochenende, wo diese Kirche noch zu besichtigen war, dann erst wieder im Sommer 2017.

Was sind eigentlich Stabkirchen?
Der Name kommt von der Bauform. Senkrecht stehende Masten, die sogenannten Stäbe, tragen die gesamte Dachkonstruktion.


Die Stabkirche von Nore stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde später aber ein paar Mal umgebaut, z.B. wurde aus dem einschiffigen Mittelbau im Mittelalter eine Kreuzkirche.


Stabkirche von Nore


“Wildlife” ;)


Innenansicht der Kirche









Da es teilweise wieder anfing zu regnen, hielten wir nirgends mehr groß an und erreichten am Nachmittag das kleine Örtchen Nesbyen.
Unsere Unterkunft “Hagaled Gjestegard” fanden wir auch im zweiten Anlauf; gab ja nur eine 50:50 Chance die Hauptstraße in der richtigen Richtung zu erwischen. ;)
Unser Zimmer war in einer diesen alten Scheunen untergebracht; richtig urig.

Die nächste Herausforderung bestand darin, noch etwas essbares zu finden. Viel Auswahl an Restaurants gab es nicht gerade. Das erste, was wir auf unserem elektronischen Helferlein fanden, war nicht vorhanden. Da war nur ein Autohaus.

Also ging es ins “Pa Hjornet”; eigentlich eine Sportsbar. Es war grad Olympia und es lief die Übertragung der Trendsportart “Trampolinturnen”.
Das Essen war aber überraschend richtig gut.



Übernachtung: Hagaled Gjestegard - 126€ (ÜF) - http://hagaled.no
Gefahrene Strecke: 457km
Map: https://goo.gl/maps/XzGKR36UdFR2
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #6 am: 21.04.2017, 08:15 Uhr »
14.08.   Nesbyen - Lusetervegen

Das Frühstück gab es am Morgen gegenüber im Haupthaus; echt urig norwegisch.

Hier noch mal ein paar Bilder des Gästehauses:


Links war unsere Hütte.


Schlafkojen, hinten rechts geht es ins kleine Bad.




Haupthaus




Als ersten Punkt heute früh stand noch mal eine Kirche auf dem Plan; die Stabkirche von Torpo.
Als wir ankamen, war zum Glück eine Bustour grad durch, und so hatten wir faktisch eine Privatführung.

Diese Kirche stammt aus der Zeit um 1200, wobei an dieser Stelle wohl vorher noch eine ältere Kirche gestanden haben muss. Gegen 1880 sollte sie abgerissen werden, da sie durch den Neubau einer modernen Kirche nicht mehr benötigt wurde (es gab ein Gesetz, wonach eine gewisse Anzahl der Dorfbewohner in die Kirche passen müssen). Ein Altertumsverein setzte sich allerdings für deren Erhaltung ein. Sie wurde allerdings trotzdem stark umgebaut (man brauchte das Material), so dass sie heute nur noch als “Turm” erscheint.









Die Fahrt ging weiter nach Norden, bis wir hinter dem Ort Beitostolen auf die Bergwelt des Jotunheimen Nationalpark stießen. Da heute Sonntag ist, war hier einiges los; von Einsamkeit keine Spur. In Beitostolen gingen wir noch kurz in die Touristeninfo und besorgten uns ein paar Tips, was man hier denn jetzt so am Nachmittag noch machen kann.

Wir befanden uns jetzt auch auf der “Valdresflye”, einer der Landschaftsrouten von Norwegen.









Die Beine vertraten wir uns dann etwas bei der kurzen Wanderung zum “Ridderspranget”. Über diese Schlucht soll im 14. Jh. der Ritter Sigvard Kvie mit seiner Holden gesprungen sein, um seine Verfolger abzuschütteln, da seine Holde einem anderen versprochen war.


Eine nette kleine Schlucht; kann man sich mal ansehen.

Jetzt wollten wir erst mal zu unserer Unterkunft, den Laeseter Timber Cabins. Die Abfahrt von der Hauptstraße fanden wir noch und dann ging es auf einer recht gut zu befahrenden Schotterstraße den Berg hoch. Oben angekommen gab es aber keine weitere Beschilderung; nur noch einiges an Holzhütten und ein Bauernhof. Bei den Holzhütten fanden wir nichts und so beschlossen wir, beim Bauernhof mal zu fragen und tatsächlich, dort war unsere Rezeption. Es ist wohl eher ein Bauernhof, der noch zwei Hütten für Touris anbietet.
Es ging dann noch mal ein paar hundert Meter “durchs Feld”; vorbei an, oder mitten durch, einer Herde schottischen Highlands. Kommentar der Eigentümerin, wenn mal einer auf dem Weg steht: “Einfach auf den Hintern hauen”, ja klar. ;)
Bei den Hütten merkt man, dass man hier wirklich ab vom Schuss ist; zumindest Strom und fließend Wasser gibt es. Das Klo ist aber nur ein Plumpsklo; Daumen runter.

Wir machten aber noch mal los; Ziel war der Trailhead zur Hütte “Glitterheim”. In Randsverk ging es dazu rechts ab und jetzt ca. 25km auf einer Schotterpiste. Am Anfang noch durch Wald und Wiese, steigt sie bald auf über die Baumgrenze.


Verstecken hilft nicht - ein Elch im Unterholz



Und da waren sie auch, Santas haarige Helferlein.





Dies sind allerdings keine reinen wilde Rentiere, sondern domestizierte. Somit haben sie vor dem Menschen auch nur wenig Scheu.

Hinten am Trailhead liefen wir noch ein paar Meter entlang des Sjoa, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Wer mag, kann sich hier auch ein Rad ausleihen und bis Glitterheim fahren.





In unserer Hütte angekommen, gab es heute Nudeln mit Soße und bei einem kleinen Feuerchen im offenen Kamin ließen wir den Tag ausklingen.

Übernachtung: Lusaeter Timber Cabins - 104,50€ - https://www.booking.com/hotel/no/lusaeter-timber-cabins.de.html
Gefahrene Strecke: 298km
Map: https://goo.gl/maps/1bxUL5P4EG42
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #7 am: 23.04.2017, 15:07 Uhr »
15.08. Jotunheimen Nationalpark

Heute sind wir zeitig raus, denn wir hatten eine Tageswanderung geplant.
Dazu mussten wir allerdings beizeiten am Bootsanleger in Gjendesheim sein, was von hier auch noch gut 45 Minuten Fahrt bedeutet. Wir entschieden uns für die 9:30 Fähre; 7:45Uhr war uns dann doch zu “Mitten in der Nacht”. ;)

Zeitig da sein ist Pflicht, denn wenn das Boot voll ist (first come - first serve), muss man aufs nächste warten und eine Stunde mehr oder weniger warten, macht einen Unterschied.

Die Bootstickets gabs im örtlichen Fastfoodtempel, was gleichzeitig Souvenir- und Ticketshop ist.
Ich stellte mich somit in die noch nicht wirklich vorhandene Schlange und Anja vertrat sich am Strand etwas die Beine.





Die Schlange füllte sich dann doch zunehmends und ich hatte schon so meine Zweifel, ob alle überhaupt mitkommen würden. Aber die Norweger sehen dies wohl öfters und so kamen dann einfach zwei Boote.
Nachdem alle an Bord waren, schipperten wir über den Gjendesee bis nach Memurubu.

Hier hat man jetzt zwei Möglichkeiten; 95% der Leute nehmen den Weg über den Besseggen Grat, der Rest läuft am See zurück nach Gjendesheim.


Alles geht nach links, nur wir gehen rechts lang. :)

Auf Grund Anjas Respekt vor Höhen nahmen wir den Weg unten am See entlang; in der Hoffnung da einen normalen Wanderweg am Ufer vorzufinden.
War es auf der Fähre noch ar...kalt, wurde es auf der Wanderung immer wärmer und wärmer.


Noch hinter Memurubu


Da rechts hinterm Busch der Trailhead in Memurubu


In der Mitte vom Bild am Ende des Sees unser Ziel

So richtig gut war der Weg aber nicht; es ging leider nicht schön unten am See entlang, sondern es waren einige kurze, aber merkbare, Anstiege drin und öfters ging es nur über Geröll.

Ein paar pflanzliche Impressionen von unterwegs:

Eine Schwebfliege schwebte zum Frühstück.


Wildblumen


Weidenröschen


Eine wilde Orchidee


Nochmal wilde Blumen, dieses Mal mit kleinem Besuch


Hauhechel-Bläuling

Nach spätestens der Hälfte hatten wir keinen Bock mehr, aber es half nichts. Wir mussten weiter.


Man kann zumindest schon mal Häuser am Ende erahnen.

Da sich die Landschaft nicht wirklich veränderte und nichts großartiges zu entdecken gab, wurde es mehr und mehr ein stumpfes “da vorne irgendwo ist das Ziel, da müssen wir hin”.
Abwechslung gab es nur, als plötzlich zwei Jets der norwegischen Luftwaffe im Tiefflug über den See kamen und faktisch über uns hoch zum Bergkamm sind.

Nach über 10km und gut 5h später erreichten wir endlich wieder Gjendesheim.

Da wir jetzt absolut keine Lust auf großartig Laufen mehr hatten, fuhren wir erneut hoch in Richtung Glitterheim. Da gefiel es uns gestern Abend schon und auch heute konnten wir bei einem leichten Spaziergang entspannen.


Baumwollgras


Mamarentier mit Nachwuchs




Übernachtung: Lusaeter Timber Cabins - 104,50€ - https://www.booking.com/hotel/no/lusaeter-timber-cabins.de.html
Gefahrene Strecke: 140km
Map: https://goo.gl/maps/D9uymja2HbK2
Viele Grüße,
Danilo

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*Doreen & Andreas

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #8 am: 24.04.2017, 08:06 Uhr »
Wunderschöne Naturaufnahmen, vor allem die von den Blumen und dem Kleingetier finde ich sensationell.
Schade, daß die Wanderung nicht so Euern Vorstellungen entsprochen hat...
Viele Grüße,
Andreas
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*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #9 am: 24.04.2017, 09:03 Uhr »
Schade, daß die Wanderung nicht so Euern Vorstellungen entsprochen hat...
Ich wäre ja über den Pass gelaufen... ;)

16.08.   Lusaetervegen - Geiranger

Unser erster Weg führte uns heute morgen nach Lom und in die dortige Stabkirche. So zeitig am Morgen war noch nicht viel los. Eintritt bezahlt, sogar mit Kreditkarte möglich, und eine ausführliche Beschreibung in deutsch bekommen.

Diese Kirche ist ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, aber wie nahezu alle über die Jahrhunderte immer wieder mal hier und da verändert worden.















Wieder raus aus der Kirche und da stand schon ein Reisebus voller Asiaten auf dem Parkplatz. Ok, schnell weg hier.

Nächster Halt am Donfossen. Über den dortigen Campground gelangt man zu einer kleinen Aussichtsplattform. Nichts großes, ist ja eher eine bessere Stromschnelle. ;)



Hier habe ich erst mal festgestellt, dass bei mir auf dem Sensor der DSLR ein hässlicher dicker Staubfleck war, der aber mit dem eingebauten Wackeldackel auch nicht weg ging.
Eigentlich macht man sowas in einer ruhigen und staubfreien Umgebung, aber hier hantierte ich mit Wattestäbchen im Auto sitzend am Sensor rum, bis der Fleck weg war.

Anstatt dem direkten Weg nach Geiranger bogen wir auf die Rv258 ab, dem Gamle Strynefjellsveg.
Hier geht es auf einer guten anderthalb-spurigen Schotterpiste hoch in die Berge mit wunderschönen Ausblicken. Für PKWs kein Problem; für Wohnmobile könnte es eng werden, wenn Gegenverkehr mit Anwesenheit droht.
Hier kann man aber echt Stunden verbringen.















Nach unten gab es dann auch wieder etwas fließendes Wasser…











Wieder unten in Richtung Geiranger gab es dann die ersten langen Tunnel bis zu 4,5km Länge. An dieser Stelle fühlte es sich für uns noch lang an. ;)
Interessant an den Tunneln, und auch den meisten durch die wir gefahren sind, die Röhren sind einfach nur aus dem Gestein gemeißelt. Dazu ist es doch relativ dunkel und eng, d.h. wenn einem ein LKW entgegenkommt, sollte man schon gaaaanz rechts fahren. ;)

Über unzählige Serpentinen ging es dann endgültig runter nach Geiranger und ab hier war einfach nur noch die Hölle los. Ein Reisebus am anderen, plus unzählige Wohnmobile und natürlich PKWs. Und dies auf einer fast einspurigen Straße. Irgendwie war ich an dieser Stelle froh, ein doch recht kleines Gefährt zu haben. Da standen dann auch mal zwei Wohnmobile, bei denen jeweils ein Außenspiegel fehlte. :oops:

In Geiranger selbst sahen wir die Ursache für die vielen Reisebusse; drei Kreuzfahrtschiffe lagen vor Anker und mit diesen natürlich auch dessen Passagiere.



Auf dem Parkplatz am Hafen fanden wir sogar noch den wohl letzten Parkplatz. Wir wollten heute noch eine Bootsfahrt auf dem Fjord machen und so holten wir uns entsprechende Tickets aus der Touri-Info.

Bis zur Abfahrt hatten wir noch etwas Zeit und so checkten wir noch im Hotel ein, welches sich direkt am Hafen befand.

Am späten Nachmittag legten wir dann ab und genossen eine beeindruckende Fahrt durch den Geirangerfjord.




Geiranger




















Wieder zurück waren die Menschenmassen auf die Schiffe verschwunden und in Geiranger wurden die Bürgersteige hochgeklappt. Wir fanden trotzdem noch ein nettes Restaurant am Hafen; allerdings drinnen, denn draußen wurde es doch ziemlich frisch.


Übernachtung: Hotel Geiranger - 127€ - http://www.hotel-geiranger.no
Gefahrene Strecke: 177km
Map: Karte gibts heute nicht, da sowohl Google als auch Bing keine Routenanzeige über gesperrte Straßen (hier Pässe) zulassen. *grml*
Viele Grüße,
Danilo

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*lonewolf81

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #10 am: 24.04.2017, 09:30 Uhr »
Tolle Bilder - ich reise auch gerne mit.

*NähkreisSteffi

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #11 am: 24.04.2017, 10:52 Uhr »
Wirklich eine tolle Reise! Ihr habt super Fotos gemacht.  :respekt:

*freddykr

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« Antwort #12 am: 25.04.2017, 08:16 Uhr »
Tolle Bilder - ich reise auch gerne mit.
Danke. :)

Wirklich eine tolle Reise! Ihr habt super Fotos gemacht.  :respekt:
Danke :)

17.08.   Geiranger - Dombas

Frühstück gab es im Hotel. Es war ganz gut, nur durch die ganzen Reisegruppen ziemlich voll.
Danach brachen wir auf, aber erst noch mal in die falsche Richtung. Denn es ging hoch zum Dalsnibba. Mit uns hier oben nur 2-3 Wohnmobile und PKWs. Was für eine Ruhe, und geiles Wetter, und kein Vergleich zu dem Trubel gestern. Aber dies auch nur, weil es noch so zeitig war.
Geiranger lag noch im Schatten, aber mit der Zeit kam die Sonne übern Berg.









Wieder runter vom Berg machten wir noch einen Abstecher nach Hjelle. Anja hatte irgendwo ein Foto von dem See gesehen und wollte auch so eines.



Als sich dann in unsere Parkbucht noch ein Reisebus gesellte, zogen wir uns geordnet zurück. ;)

Wieder rüber nach Geiranger und auf der anderen Seite die Adlerstraße (Ornesvegen) wieder hoch. Am dortigen Aussichtspunkt, das Parken ist beschissen, wenn Reisebusse mitten auf der Gass stehen, machten wir Mittag und genossen noch mal den Blick in den Fjord.



Einen kurzen Stop gab es am “Gudbrandsjuvet”; eine “kleine” Schlucht zwischen Geiranger und den Trollstigen.



Und immer wieder wunderschöne Ausblicke in den Hochebenen.



Am Nachmittag erreichten wir dann die berühmten “Trollstigen”. Allein ist man hier auf keinen Fall, aber der Blick hinunter ins Tal, der Straße folgend, ist atemberaubend.
Die Norweger sind schon ein lustiges Völkchen, denn scheinbar hat immer mal der Stahl/Beton an den Aussichtsplattformen nicht gelangt und man kann direkt durch die Füße durch nach unten sehen.











Ich hätte da ewig sitzen können, v.a. auch wegen der nicht langweilig werdenden Aussicht auf den Verkehr unter uns. Das war schon interessant, wie sich Reisebusse, Womos und PKWs auf der einspurigen Straße nach unten und oben schlängelten.

Nach einem erfrischenden Eis nahmen wir uns die Abfahrt vor, aber wir hatten Glück, denn es kam nicht so viel von vorn, wo wir hätten ausweichen müssen.







Die Weiterfahrt bis Dombas war dann eher unspektakulär, auch wenn im Reiseführer stand, dass man für diese Strecke mindestens einen halben Tag einplanen soll.

Es ging für uns dann gleich wieder raus aus dem Ort bis zur Furuhaugli Turisthytter, wo wir eine Hütte für zwei Nächte reserviert hatten. Sie war klein und einfach, aber ok; auch wenn das Doppelstockbett nicht wirklich zu uns passte. Aus dem Alter sind wir dann wohl doch eher raus. ;)

Nachdem wir uns eingerichtet haben, sind wir noch mal runter nach Dombas, denn wir mussten noch einkaufen und Anja zur Apotheke, denn ihr Ohr gefiel ihr gar nicht.

Mit Pasta beendeten wir diesen Tag ruhig in unserer Hytta.

Übernachtung: Furuhaugli Turisthytter - 695NOK - http://www.furuhaugli.no/de/
Gefahrene Strecke: 306km
Viele Grüße,
Danilo

Für Foren:


*freddykr

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« Antwort #13 am: 26.04.2017, 18:20 Uhr »
18.08. Dombas

Heute wird mal nicht viel gefahren, sondern wir laufen ein paar Meter, denn wir hatten eine Tracking zu den im Dovrefjell Nationalpark lebenden Moschusochsen gebucht.
Der Treffpunkt war direkt hier im Lager, wo uns unser Guide zuerst ein paar wissenswerte Dinge über die Ochsen erzählte. Unser Guide war Deutscher; im Sommer macht er hier Touren und im Winter begleitet er hauptsächlich Filmcrews auf den Lofoten.

In Kolonne (wir waren, glaub ich, 6 Paare/Familien) fuhren wir zuerst noch ein Stück auf der E6 in Richtung Osten, bis wir auf einem kleinen Parkplatz stoppten. Über die Straße, Eisenbahn und Zaun ging es rein in den Park und bereits nach wenigen hundert Metern hatten wir sie schon gefunden.



Es hieß jetzt einen Sicherheitsabstand von mind. 200m einzuhalten, denn diese Ochsen können unvermittelt angreifen (es gab auch schon zwei Todesopfer hier in Norwegen).
Wir harten hier eine ganze Weile aus, bis sich das ein oder andere Tier mal bequemte aufzustehen.



Unser Guide wollte später noch eine andere Gruppe finden, aber dies war vergeblich und so machten wir mit Ausblick auf das Dovrefjell Mittagspause und liefen dann wieder zurück.

Wenn schon keine Tiere weit und breit zu sehen sind, fotografieren wir halt ein paar Pflänzchen:



Ok, keine Tiere ist übertrieben. Hier sitzt ne Fliege. ;)




Zumindest etwas Haar vom Moschusochsen.

Natürlich, hielten wir noch mal bei den Ochsen für einen Fotostopp an.







Dazu bekamen wir vom Guide noch ein paar Tips für Elche hier in der Gegend.

Wenn man schon einmal hier in Dombas ist, kann man diese Tour ruhig mitmachen, obwohl es für Kinder evtl. langweilig werden kann.
Für anständige Fotos benötigt man allerdings ein Tele mit mind. 300mm; besser aber noch mehr.
Insgesamt hat die Tour knapp 4h gedauert, wobei wir das Glück hatten, nicht so weit laufen zu müssen.

Einen leichten Walk wollten wir dann noch am Nachmittag machen. Es gab da einen schönen Viewpoint zum Berg “Snohetta”. Der Parkplatz war schnell gefunden, nur ging es jetzt noch ein ordentliches Stück den Berg hoch. Das sah doch von unten einfacher aus, als es dann war. Ich schiebe es mal auf die Höhe, statt auf die eigene nicht vorhandene Kondition.
Der Ausblick war aber super.








Sowas nennt man hier “Viewpoint”. ;)

An einem See auf dem Weg zurück, gab es noch einen Bird Hide, wo wir am späten Nachmittag noch hin wollten, aber wirklich gesehen haben wir nichts. Es war halt keine Saison mehr.

Dafür war der Tip mit den Elchen Gold wert. Kurz bevor es auf der E6 runter nach Dombas geht, stehen Elchwarnschilder, Blitzer und rechts (in Fahrtrichtung Dombas) sumpfige Wiesen. Und tatsächlich, zwei Elche am Straßenrand.








Kein Elch mehr da, aber ein schöner Sonnenuntergang



Heute Abend aßen wir im unterkunftseigenen Restaurant; einfach, aber durchaus lecker.


Übernachtung: Furuhaugli Turisthytter - 695NOK - http://www.furuhaugli.no/de/
Gefahrene Strecke: 132km
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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« Antwort #14 am: 27.04.2017, 08:31 Uhr »
19.08.   Dombas - Trondheim

Nach dem Frühstück und bezahlen unserer restlichen Schulden brachen wir weiter nach Norden, immer der E6 folgend, auf.

In Oppdal machten wir einen Stop und vertraten uns die Beine auf der “Gravfeltet Vang”, einem Gräberfeld der Wikinger.





Die weitere Fahrt bis Trondheim war unspektakulär, wo wir gegen Mittag an der “Kristiansten Festung” eintrafen.
Das Besichtigen der Festung ist an sich kostenlos; nur für den Parkplatz muss man ein paar Kronen blechen. Hier war dann schon wieder deutlich mehr los; v.a. viele deutsche Touristen, die vom “Mein Schiff irgendwas” der TUI-Cruises hier hoch radelten.










Niemand zu Hause… ;)





Wir sahen uns eine Weile um, bevor wir runter in die Stadt fuhren. In einem Parkhaus kamen wir unter und machten einen ausgedehnten Stadtbummel.
Apropos Parkhaus; die hatten schon eine interessante Technik. Jedes Fahrzeug wird fotografiert und vor dem Herausfahren muss man am Automaten nur sein Nummernschild eingeben und bezahlen.











In der Nidaros Cathedral passten wir sogar noch eine deutsche Führung ab und sahen uns später noch die norwegischen Kronjuwelen an, die in einem Nachbargebäude lagern.
Von 1818 bis 1906 fanden hier die Krönungen der norwegischen Könige statt.
Wer mehr wissen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/Nidarosdom









Wir wollten eigentlich noch in die Königsresidenz “Stiftsgarden”, aber sie war geschlossen. Da war wohl jemand der hohen Tiere anwesend.

Also sind wir wieder los und checkten in unserer Unterkunft für die kommende Nacht ein. Diese war etwas besonderes. Eigentlich ist es ein Studentenwohnheim, aber während der Ferien werden die Zimmer an Touristen vermietet; inkl. Frühstück. Die Zimmer waren etwas karg, Wohnheim halt, aber WLAN hat es.

Wir hatten noch etwas Zeit und so überlegten wir, was wir heute noch machen könnten. Wir wollten auf jeden Fall noch mal raus aus der Stadt und fanden auf der Karte eine alte Ruine, die wir dann auch ansteuerten.
Sie, die Tautra Abbey - ein altes Mönchskloster, befindet sich auf der Insel Tautra, ca. 1,5h außerhalb von Trondheim.



In Frosta gab es dann noch die “Frostatinget”; eine alte Zusammenkunftsstätte, von der Funktion heutiger Gerichtsgebäude.





Leider haben wir uns bei der Zeit etwas verkalkuliert und bei der Rückfahrt war dann in Trondheim auch noch eine Straßensperrung, so dass wir in dem von uns heraus gesuchten Restaurant nichts mehr bekamen; die Küche ist schon geschlossen. Beim zweiten fanden wir keinen Parkplatz, so dass wir im Endeffekt im Wohnheim landeten und unsere Reste aus der Kühlbox vertilgten.
Das hatten wir uns anders vorgestellt.


Übernachtung: Singsaker Sommerhotell - 87€ - https://sommerhotell.singsaker.no/
Gefahrene Strecke: 363km
Map: https://goo.gl/maps/CQJKxrs8UhC2
Viele Grüße,
Danilo

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*NähkreisSteffi

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« Antwort #15 am: 28.04.2017, 07:21 Uhr »
Mir gefällt eure Reise ausgesprochen gut. So hoch im Norden war ich noch nie. Wirklich tolle Bilder.

*freddykr

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« Antwort #16 am: 02.05.2017, 09:29 Uhr »
Weiter gehts.

20.08.  Trondheim - Molde

Wegen dem Frühstück war ich hier in diesem Wohnheim schon irgendwie skeptisch. Aber man überraschte mich, denn es war erstaunlich ganz gut; besser als in so manchem richtigen Hotel.

Über die E39 ging es praktisch direkt nach Westen, bogen später aber auf die Rv70 nach Kristiansund ab. Damit hatten wir auch unseren nördlichsten Punkt der Reise überschritten.


Irgendwo unterwegs zwischen Trondheim und Kristiansund

In Kristiansund knurrte etwas der Magen und wir suchten uns ein nettes Restaurant. Die Nummer 1 hatte noch zu, aber das zweite bereits geöffnet.
Es sollte ein richtiges Fischrestaurant werden und das war es auch; untergebracht in einer alten Schmiede. Allerdings musste man auf der Karte ordentlich aufpassen, falls man kein Wal essen wollte; fanden wir aber auch.

Nach einem kurzen Spaziergang an der Hafenpromenade, machten wir uns wieder auf den Weg.
Durch den Atlanterhavstunnel, einem 5779m langen Tunnel unter dem Atlantik mit einer Tiefe von 250m unter dem Meeresspiegel, ging es weiter nach Südwesten. Der Tunnel ist schon grandios, 10% Gefälle runter und auf der anderen Seite mit 10% wieder hoch.




Kvernes Stabkirche - closed for season

Das nächste Ziel war die Atlantikstraße mit der berühmten Brücke. Das Wetter war allerdings nicht so gut, aber trotzdem beeindruckend anzusehen. Ein schöner Rundweg führte um einen kleinen Hügel herum; mit Blick aufs Meer.





Auf der anderen Seite des Berges sah es schon besser aus; die Wolken blieben zurück und wir hatten schönstes Wetter.





Wir stoppten weiterhin am “Ergan Krystfort” im Dorf “Bud”, einer alten Stellung der deutschen Wehrmacht aus dem zweiten Weltkrieg.
Das Museum an sich war schon geschlossen, aber wir konnten auf der Außenanlage noch etwas herum laufen.




Bud

Am späten Nachmittag erreichten wir Molde; eine kleine Hafenstadt am Midfjord.
Wir checkten im “Thon Hotel” ein, welches direkt am Anleger der Hurtigruten liegt. Ein schönes Zimmer, aber das Bad… Ich konnte nicht mal gerade auf dem Örtchen sitzen, so eng war es…
Ein kleiner Blick ins TV erstaunte uns dann. In Trondheim war heute ein Skating-Event, was jetzt auch die Bühne in der Innenstadt erklärte. Überall wo wir gestern noch lang liefen, war heute Rennstrecke. Schwein gehabt.

Wir liefen dann noch ein bisschen am Hafen entlang und genossen die Ruhe hier am Meer.


Molde Harbour







Zum Abendessen gingen wir direkt ins “Egon”; einer norwegischen Restaurantkette. Und diese Filiale befindet sich direkt neben dem Hotel.
War zwar, etwas besseres, Fast Food, aber doch gut. Bei mir gab es Fisch, bei Anja einen Salat.




Übernachtung: Thon Hotel Moldefjord - 115€ - https://www.thonhotels.com/de/hotels/norwegen/molde/thon-hotel-moldefjord/
Gefahrene Strecke: 346km
Map: https://goo.gl/maps/qs6dR1BDYGp
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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« Antwort #17 am: 03.05.2017, 12:50 Uhr »
21.08.   Molde - Runde

Bei bewölktem Himmel brachen wir am Morgen in Molde auf; just-in-time zur Fähre nach Vestnes - ohne Wartezeit rollten wir direkt drauf.






Alle drei Bilder von der Fähre “Molde-Vestnes”

Das Wetter meinte es aber nicht wirklich gut mit uns und so ging es immer bei leichtem Nieselregen bis Alesund, wo das Aquarium unser Ziel für den Vormittag war.

Das Aquarium ist ganz nett gemacht und zeigt die Unterwasserwelt u.a. der norwegischen Küste. Im Außenbereich haben sie auch noch Seehunde und Pinguine, aber durch den Regen war es nicht wirklich angenehm - für uns, nicht die Tiere. ;)
Wir konnten somit zumindest die Zeit des Regens im Trockenen verbringen. ;)

Selbst zum Sonntag fanden wir hier im Ort einen kleinen offenen Supermarkt.

Am frühen Nachmittag erreichten wir dann unser Etappenziel, die Vogelinsel Runde.
In der Visitor Info fragten wir nach einer Bootstour morgen früh, aber sie meinten, sie wüssten nicht, ob morgen eine stattfindet. Es ist ja schon außerhalb der Saison und wir sollten morgen wieder kommen.
Ein Tourist, der dies mitbekommen hatte, meinte dann zu uns, dass der Anbieter vom Campingplatz heute noch raus fährt und vielleicht hat er noch Plätze frei.

Wir also ins Auto und hin und ja, die Tour findet statt. Ob er noch Plätze hat, ja, wenn das Pärchen, dass seine Karten noch nicht geholt hat, nicht mehr kommt. Wir sollen warten.
Die Zeit der Abfahrt rückte näher und tatsächlich - das Paar kam.

Ich weiß nicht, ob es Mitleid war, auf jeden Fall verkaufte er uns trotzdem zwei Karten und meinte, dass zwei Passagiere mehr schon gehen würde.
Und so kamen wir doch noch zu unserer “Runde um Runde”.

Mit knapp einem Dutzend Passagieren legte unsere Nußschale dann ab und unser Skipper fuhr uns zu den derzeit auf der Insel lebenden Vögel.
Papageientaucher gab es zwar keine mehr, aber der Rest war auch gut.






Krähenscharbe


Krähenscharbe


Krähenscharbe


Fischadler


Basstölpel


Basstölpel




Die kleinen Dinger hatten keine Geduld…

Zum Abschluß meinte er noch, er könnte noch etwas raus fahren, um Seehunde zu finden. Wird aber etwas holprig und wenn jemand das nicht vertragen soll, dann könne er ihn/sie auch erst im Hafen absetzen.
Es meldete sich niemand und so ging es noch ein ganzes Stück raus zu einer kleinen Inselgruppe, aber bis auf einen Seehund im Wasser und einem Adler war nichts zusehen.


Noch mal der Fischadler


Mehr war nicht zu sehen


Runde - Wolken, Wolken, Wolken

Wieder festen Boden unter den Füßen verließen wir wieder die Insel und begaben uns zu unserer Unterkunft; zur Lanternen Marina.
Das Checkin verlief irgendwie kühl und ich durfte unsere Hütte selbst suchen. Die Hütte war ok und es wurde wieder selbst gekocht.

Unterkunft: Lanternen Marina Tjorvag - 77€ - https://www.booking.com/hotel/no/lanternen-marina.de.html
Gefahrene Strecke: 171km
Map: https://goo.gl/maps/5QjsDaRuxST2
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #18 am: 04.05.2017, 08:14 Uhr »
22.08.  Runde - Skei

wir brachen zeitig unsere Zelte ab. Checkout war eigentlich erst 10:00Uhr, aber wir ließen einfach den Schlüssel stecken. Eine Schlüsselbox gab es nicht; muss somit auch so gehen.

Zuerst ging es immer an der Küste entlang, mit Ziel “Kannesteinen”. Dieser eine Stein ist eines der meistfotografierten Objekte hier in der Gegend.




Kannesteinen

Einen Zwischenstop legten wir später noch am Eidsfossen ein.





Schon gegen Mittag erreichten wir Skei, aber vorerst nur zur Durchfahrt. Am Jolstravatnet machten wir am See eine ruhige Mittagspause, bevor es die Serpentinen zum Gaularfjellet hoch ging.


Jolstravatnet


Holsavatnet


Auffahrt zum Gaularfjellet

Eine längere Pause legten wir am Likholefossen ein. Ein Hoch auf lange Belichtungszeiten; da verschwinden sogar die ganzen Touris vom Bild.


Likholefossen


Likholefossen


Likholefossen


Eine alte Mühle

Nystolsvatnet

Am Aussichtspunkt Utsikten bewiesen die Norweger wieder, dass sie Sinn für Architektur haben, gepaart mit einer gewissen Portion Beklopptheit.


Utsikten


Utsikten


Utsikten - Blick ins Tal

Wieder unten im Tal und einer kurzen Fährfahrt…


Eine überschaubare Anzahl an Passagieren...

...machten wir noch einen kleinen Fotostopp am Boyabreen.


Boyabreen


Boyabreen

Auf der anderen Seite vom Berg war dann Geschichte mit der Sonne und so fuhren wir direkt nach Skei durch.
Hier spielte uns erst mal unser Navi einen Streich, denn dort wo die Unterkunft eingezeichnet war, war nichts.
Wir fragten dann mal in der örtlichen Tanke und tataa, dort waren wir sogar richtig. Diese Tanke war nicht nur Tanke, sondern hatte gleichzeitig ein paar Hütten für Reisende. Diese waren gar nicht mal so schlecht.

Zum Abendessen gingen wir heute ins Thon-Hotel. Es sah zwar bisschen edler aus, aber sie haben uns trotzdem was gegeben. ;)
Während wir drinnen im warmen saßen, ging draußen ein Wolkenbruch runter; wir saßen trocken.

Im örtlichen Souvenirshop machten uns die Eigentümer dann gleich mal auf ein “besonderes” Wetterphänomen aufmerksam, was sie auch höchst selten haben.
Zum Einen nahm der Himmel ein ziemlich merkwürdiges Rot an…


Himmelsfärbung

…und zum Anderen staunten sie über eine seltene Wasserfallkonstellation.


Normal, wenn es regnet, entstehen am rechten Berghang zwei Wasserfälle in direkter Nachbarschaft. Heute gab es nur einen, was auf einen sehr begrenzten Radius für die Niederschläge hinweisen ließ.

Den Abend verbrachten wir dann in der Hütte, denn es gab gutes WLAN.

Übernachtung:  Skei Servicenter - 105€ - https://www.booking.com/hotel/no/skei-servicenter.de.html
Gefahrene Strecke: 445km
Map: https://goo.gl/maps/ixfUD9HKSQn
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #19 am: 05.05.2017, 08:49 Uhr »
23.08.   Skei - Luster

Wir brachen beizeiten am Morgen auf, denn heute stand der Nigardsbreen auf dem Programm und bis dorthin sind es noch ein paar Kilometer.


Noch etwas Bewölkung am Morgen


Jolstravatnet

Gegen 10:00Uhr erreichten wir den Parkplatz am Nigardsbrevatnet. Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten; man läuft um den See herum, oder man nimmt für ein paar Kronen das Boot. Wir entschieden uns für Letzteres. Man muss allerdings bedenken, dass geführte Gletschertouren immer Vorrang vor Individualreisenden haben, so dass es vorkommen kann, dass man nicht gleich mitkommt.
Nach dem Übersetzen muss man noch ein paar hundert Meter laufen, bis man vor der Gletscherzunge des Nigardsbreen steht.


Nigardsbrevatnet


Nigardsbreen


Nigardsbreen - kleine Menschen auf großem Eis


Nigardsbreen - kleine Menschen vor großem Eis


War mal großes Eis

Auf den Gletscher selbst kommt man nur mit geführter Tour und so mussten wir uns irgendwann hier wieder los reißen.

Am See angelten wir uns mal einen vorbei treibenden ”Eisberg”; vielleicht vor Millionen Jahren gefroren, aber ohne eingeschlossenem Dinosaurier. ;)



Als nächstes sind wir runter nach Solvorn gefahren, zur Fähre nach Urnes, wo eine der berühmtesten Stabkirchen Norwegens steht. Ihr Ursprung geht auf das 11. Jh zurück und somit ist sie die älteste Stabkirche der Welt. Heute gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe.
Wir hatten Glück, es waren wenig Besucher da und so konnten wir einen der vier Parkplätze an der Kirche ergattern. Weitere Parkplätze sind einen halben Kilometer den Berg runter. ;)


Solvorn




Auf der Fähre nach Urnes - rückwärts einparken; enger geht nimmer


Auf der Fähre nach Urnes


Stabkirche zu Urnes


Schnitzereien am Eingang


Altar






Ausblick von der Kirche rüber nach Solvorn

Die Rückfahrt ging dann immer direkt am Lustrafjord entlang, denn wir hatten noch den “Feigumfossen” auf der Karte entdeckt. Allerdings stellten wir am Trailhead zu dem Wasserfall fest, dass der Trail nicht so einfach zu begehen ist und wir entschieden uns dann dagegen.
Interessant wurde es dann noch mal auf der Strecke in einem Tunnel. Sind wir es mittlerweile schon gewohnt, dass diese teils schlecht beleuchtet sind, war hier einer komplett ohne Beleuchtung. Da die Wände ganz in schwarz waren und er mindestens eine Kurve enthielt, war es stock dunkel.

So waren wir am frühen Nachmittag in Luster angekommen, wo wir eine Hütte bei “Dalsoren Camping” gebucht hatten. Problem: keiner da; Checkin nur zwischen 17 und 19:00Uhr. Jetzt war es noch nicht mal vier Uhr und so lange wollten wir nicht warten. Aber noch was unternehmen; da wäre es nach hinten eng geworden.
Es war eine Telefonnummer angegeben, und so haben wir nach einiger Diskussion dort mal angerufen und tatsächlich; nach einige Zeit kam jemand und erledigte den Checkin.
Die Hütte an sich war in Ordnung, nur das Bad faktisch nicht nutzbar. Es war in einem Nebenraum, welcher nur von außen zugänglich war und so klein, dass der Duschkopf direkt über der Kloschüssel hing. Auf das Duschen haben wir somit heute mal verzichtet.

Aber wir hatten ja noch Zeit und so sind wir noch mal hoch in Richtung Nigardsbreen gefahren, aber vorher in Gjerde abgebogen und bis zum Trailhead zum Jostedalsbreen gefahren. Vom Parkplatz sind es ca. 3,5km bis zum Gletscher durch relativ flaches Gelände und meist sehr einfach zu laufen. Am Anfang geht es durch dichten Wald, bevor man offeneres Gelände erreicht. Bis zum Gletscher selbst sind wir nicht, sondern wir schlugen unser Rastlager auf einem großen Findling auf, wo wir einen guten Blick auf den Gletscher hatten. Leider kommt zu dieser Tageszeit die Sonne direkt von vorn, so dass es mit Fotografieren etwas schlecht war.


Wanderweg zum Jostedalsbreen


Sonnenuntergang hinterm Gletscher

Wir beobachteten noch einen Jogger, der die Strecke scheinbar zum Training nutzt, bevor auch wir wieder den Rückweg antraten.

Zurück in unserem Hüttchen wurde noch ein bisschen gekocht und mal wieder die Bilder gesichert.

Übernachtung: Dalsoren Camping - 96€ - http://www.lusterfjorden.com/
Gefahrene Strecke: 330km
Map: https://goo.gl/maps/xyLK75PBgu12
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #20 am: 08.05.2017, 08:59 Uhr »
24.08.   Luster - Gudvangen

Heute war es dann vorbei mit dem schönen Wetter der letzten Tage/Wochen; graue Wolken und es regnete.

Wir fuhren trotzdem mal die Rv55 hoch zum Sognefjell, aber dort war das Wetter nicht wirklich besser.
Als ich in einer Regenpause auf einen Aussichtspunkt hoch stiefelte, hätte es mich fast noch gelegt; so rutschig war der Untergrund.


Sognefjellsvegen


Sognefjellsvegen


Sognefjellsvegen

Über den Tindervegen fuhren wir dann nach Süden in Richtung Ovre Ärdal.


Berdalsfjellet - Blick runter zum Lustrafjord


Wolken...


Wasserfall am Tindervegen

Zum Abschluss mussten wir wieder eine enge Serpentinenstrecke runter und in einer Kurve passierte es dann. Beim Ausweichen eines gegnerischen Kraftfahrzeuges kam ich zu weit an den Rand, über den Teer rüber, die Kante runter und wir saßen auf. *f..k*
Also Anja mal raus geschickt, um etwas Gewicht zu verlieren und dann langsam zurück; mit elendigen Kratzgeräuschen. Anja meinte dann, innen klang es schlimmer als außen. ;)
In Ovre Ärdal habe ich mir die Sache auf einem Parkplatz mal angesehen, aber ich konnte nichts finden. So wie es aussah, setzte das Auto wohl am Fahrgestell auf, aber wirklich was erkennen, konnte ich nicht.

Mittlerweile fing es auch wieder an zu regnen, oder besser gesagt, es schüttete aus Eimern, als wir in Borgund an der Kirche ankamen.
Wir retteten uns zunächst ins Visitor-Center und kauften uns Eintrittskarten. Beim Rübergehen zur Kirche ließ der Regen etwas nach und wir konnten in Ruhe ein paar Bilder machen.


Stabkirche zu Burgund


Stabkirche zu Burgund


Detail Stabkirche zu Burgund


Detail Stabkirche zu Burgund


Detail Stabkirche zu Burgund


Detail Stabkirche zu Burgund

Als dann eine größere Reisegruppe kam, machten wir uns wieder aus dem Staub.

Eigentlich wollten wir über das Aurlandfjellet nach Flam fahren, aber auf Grund des schlechten Wetters entschlossen wir uns doch für den Laerdalstunnel, welcher mit knapp 25km der längste Autotunnel der Welt ist. Aller 6km gibt es hier farbig unterlegte Ausfahrbuchten, wo man kurz anhalten kann, wenn man eine Pause benötigt.


Laaaaaaang isser.


Aller 6km wirds blau.

Im Regen erreichten wir Gudvangen und damit den örtlichen Campingplatz. Auch hier hatten wir wieder eine Hütte gebucht. Diese sind hier leider sehr spärlich eingerichtet (z.B. auch kein eigenes Bad), aber es war die letzte Unterkunft, die wir hier bekommen konnten.

Nachdem es am späten Nachmittag doch noch aufgehört hat zu regnen, unternahmen wir noch einen kleinen Abstecher runter nach Undredal.


Runter nach Undredal




Entlang dem Naeroyfjord


Inklusive Gegenverkehr.

Zum Abendessen fuhren wir in ein kleines Restaurant in Flam, welches sich direkt am Wasser befand. Es war eigentlich ein Hotel, aber das Restaurant stand ebenfalls für jeden offen.


Flam Marina

Unterkunft: Gudvangen Camping - 55€ - http://www.visitgudvangen.com/
Gefahrene Strecke: 310km
Map: https://goo.gl/maps/PubRKPW3D5m
Viele Grüße,
Danilo

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*KarinaNYC

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« Antwort #21 am: 08.05.2017, 14:32 Uhr »
Hi Danilo,

bin euch gerade mal hinterher gereist. WOW!!!!  :D

*freddykr

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« Antwort #22 am: 09.05.2017, 09:00 Uhr »
25.08.   Gudvangen - Undredal

Heute morgen sah das Wetter deutlich besser aus; zwar immer noch bewölkt, aber zumindest trocken. Der Schlüssel kam beizeiten in die Schlüsselbox und durch den langen Tunnel ging es wieder den Berg runter.

Am Ende angekommen ging es auch schon wieder zurück; dieses Mal hoch aufs Aurlandsfjellet. Als wir oben durch die Wolkendecke stießen, Sonne pur.


Auffahrt zum Aurlandsfjell




Ausblick vom Vedahaugane


Aurlandfjellet


Aurlandsfjellet



Wir kamen aus den Fotostopps gar nicht mehr heraus, v.a. an dem Wasserfall hielten wir uns lange auf.


Flotvatnet


Flotvatnet


Flotvatnet


Flotvatnet


Aurlandsfjellet


Aurlandsfjellet


Aurlandsfjellet


Aurlandsfjellet


Aurlandsfjellet - Back to the clouds ;)

Am Aussichtspunkt “Stegastein” war allerdings nix zu sehen; außer Wolken natürlich.


Stegastein - kleine Wolkenlücke für 5 Sekunden

Wieder unten fuhren wir nach Flam, denn für heute hatten wir noch eine Bootsfahrt gebucht. Im Speedboot ging es raus auf den Aurlands- und Naeroyfjord bis rüber nach Gudvangen.


Seals im Naeroyfjord


Naeroyfjord


Naeroyfjord


Naeroyfjord

Wieder zurück in Flam und nach einem Besuch des örtlichen Souvenirshops fuhren wir rüber nach Undredal und checkten erst mal in unserer Unterkunft für diese Nacht ein. Ein nettes Zimmerchen direkt am kleinen Hafen.

Wir hatten jetzt noch etwas Zeit und so fuhren wir noch mal hoch zum “Stegastein”. Die Wolken waren schließlich weg.


Viewpoint Stegastein


Viewpoint Stegastein


Aurlandsfjord

Zum Essen gingen wir später in das kleine Restaurant am Hafen von Undredal; einfach aber gut.


Undredal Hafen


Unterkunft: Undredal Gjestehus
Gefahrene Strecke: 197km
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #23 am: 09.05.2017, 16:19 Uhr »
Aaah, ja. Jetzt kommt Ihr langsam in die Regionen, die wir vor einigen Jahren auch besucht haben.
Gletscherzungen, Stabkirchen, Wasserfälle  :lol:
Wobei ihr besonders bei den Gletschern deutlich besseres Wetter gehabt habt, als wir. Und für die Bootsfahrt über den Gletschersee waren wir auch leider zu spät, sahen gerade noch das letzte Boot zurück kommen. Insofern bin ich dankbar für die Gletscherbilder aus der Nähe.
Die Tunnel in der Region haben wir auch noch in guter Erinnerung: ellenlang, innen grob behauen und stockfinster. Die Wände haben das Licht der Autos regelrecht absorbiert  :shock: Oftmals war am anderen Ende dann aber komplett anderes Wetter  :wink: :P
Viele Grüße,
Andreas
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« Antwort #24 am: 10.05.2017, 08:47 Uhr »
Wobei ihr besonders bei den Gletschern deutlich besseres Wetter gehabt habt, als wir.
Das ändert sich.

Die Tunnel in der Region haben wir auch noch in guter Erinnerung: ellenlang, innen grob behauen und stockfinster. Die Wände haben das Licht der Autos regelrecht absorbiert  :shock:
Bei so manchem möchte ich gar nicht dran denken, wenn da was passiert.


26.08.   Undredal - Bergen

Heute morgen hatte uns der Regen wieder eingeholt.
Ich ging trotzdem hoch zur Kirche. Eigentlich ist sie eine Stabkirche, aber wie so manche hier, ummantelt worden.
Das Hauptziel war aber ein Geocache, der sich dort in der Nähe befand.


Undredal bei Regen


Stabkirche zu Undredal

Nach dem Frühstück machten wir uns auf in Richtung Bergen. Der Regen hörte nicht auf, sondern wurde eher noch stärker. Eigentlich wollten wir an den Tvindefossen zum Fotografieren anhalten, aber dort goss es so in Strömen, dass wir nicht mal ausstiegen.

Wir erreichten somit schon recht zeitig Bergen und suchten uns erst mal ein Parkhaus. Dies stellte sich schon mal als schwieriger heraus, als gedacht. Das erste im Navi fanden wir überhaupt nicht und das zweite war wegen Bauarbeiten geschlossen. Meine persönliche Laune vom Herumkurven in der Stadt schon auf Kanalisationsebene angekommen, lotste mich Anja doch noch zu Parkhaus #3. Der Preis war mir egal, Hauptsache das Auto steht.

Der Regen ließ mal langsam nach und so sind wir mal kurz runter an den Hafen, aber so schön sah es mit bewölktem Himmel nicht aus. Dazu fing der Regen doch wieder an.
Wir verzogen uns somit in ein genial kleines Cafe; wohl hauptsächlich von/für Studenten, aber mit überaus leckerem Kuchen.

Mittlerweile war Checkin-Zeit und so konnten wir zu unserem Hotel. Obwohl “Hotel” ist schon sehr zuvorkommend.
Das Hotel gehört zum Krankenhauskomplex in Bergen und hatte so einen Charme von einer Mischung aus Krankenhaus und Pflegeheim. Scheinbar waren dort alle, die irgendwelche Behandlungen haben/hatten.
Das Zimmer war soweit ok; nur das WLAN reichte nicht bis in unsere Ecke.

Wir überlegten, was wir heute noch machen könnten und entschieden uns, noch mal raus an die Küste zu fahren. Das an einem Freitagnachmittag zu wollen, war aber ein Fehler, denn wir landeten mitten im Wochenend-/Berufsverkehrsstau.
Als wir endlich durch waren, haben wir nicht mal wirklich einen Zugang zum Meer gefunden. Irgendwo war immer Schluss und an der einzigen Stelle, wo es möglich gewesen wäre, hat irgendein Schrotthändler einen Laster be- oder entladen (war nicht eindeutig zu entziffern), und blockierte den ganzen Weg.
So sind wir unverrichteter Dinge wieder zurück. Der Ausflug hat faktisch nur Zeit gekostet und nichts eingebracht.

Wir sind dann wieder rein nach Bergen und fuhren gleich in das Parkhaus von vorhin. Der Preis war mir egal, aber ich wusste, wo es liegt und dass es offen ist.

Zum Abendessen gingen wir runter an den Hafen in eines dieser Touri-Fischrestaurants. Preislich nicht günstig, aber wir nahmen eh nur was kleines.

Am Abend setzte ich mich noch etwas im Hotel in die Lobby für ein bisschen WLAN, aber ich wurde mit dem Hotel einfach nicht warm.

Leider ein Tag irgendwie zum Abhaken.

Unterkunft: Haukeland Hotell - 132€ - https://www.booking.com/hotel/no/haukeland.no.html
Gefahrene Strecke: 250km
Map: https://goo.gl/maps/qk1XHt958T22
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #25 am: 15.05.2017, 11:07 Uhr »
27.08.  Bergen

Das Frühstück war heute im Preis inklusive. Vom Angebot war es sogar ganz gut, aber die Kundschaft hier. Nur ein Bruchteil der Gäste bequemte sich, das gebrauchte Tablet am Ende weg zu räumen. Dementsprechend sahen manche Tische aus.

Danach machten wir uns wieder auf den Weg runter nach Bergen und in unser gewohntes Parkhaus.
Wir steuerten zuerst die Visitor Info an, denn wir wollten am Nachmittag noch eine Bootstour machen, aka Fjord-Rundfahrt. Das Wetter war heute deutlich besser, denn bei Regen hätten wir auf jeden Fall verzichtet.

Nachdem wir die Tickets in der Tasche hatten, liefen wir rüber zum Bryggen Museum. Dort startete um 10:00Uhr eine deutsche Führung (01. Juni bis 31. August) durch Bryggen, dem alten Stadtteil Bergens.
Im Führungspreis von 150NOK pro Person ist auch der Eintritt für das Hanseatische Museum und die Schøtstuene enthalten.

Die Führung schneidet die drei Museen nur an. Wer mag, kann dann den ganzen Tag über wieder kommen und sich alles genauer anschauen.
Sie begann im Bryggen Museum im Keller bei den ältesten Grundmauern dieses Hansaviertels und erklärt bei einigen weiteren Ausstellungsstücken das grundlegende Leben hier im Viertel.

Weiter ging es in die Schötstuben, welche für die Händler früher als Versammlungsorte dienten. Auf Grund der hohen Brandgefahr durfte nur in diesen Gebäuden gekocht/geheizt werden.

Den Abschluss der Tour bildete ein kurzer Rundgang im hanseatischen Museum, welches das eigentliche Leben mit Büro und Wohnräumen darstellte.

Nach Abschluß der Tour liefen wir alles noch einmal selbst ab, da wir erst jetzt Zeit hatten, um in Ruhe zu fotografieren.


Brygge Museum


Bryggen


Bryggen


Bryggen - bisschen schief ist hier alles


Bryggen


Küche in einer der Schötstuben


Schlafgemach. Auch damals machte man sich schon gewisse Poster an die Wände… ;)

Wir wollten dann im Cafe des Bryggen Museums etwas kleines essen, aber dies war geschlossen, da gerade auf der Burg ein Fest war. Leider war der Zugang dorthin nur mit Eintritt und so lange hatten wir nicht mehr Zeit, bis unsere Bootstour startet.

So holten wir uns was kleines in einem kleinen Restaurant, bevor wir uns zur Anlegestelle begaben.


Nicht unser Boot - “nur” die Statsraad Lehmkuhl

Gebucht hatten wir eine 3,5h Bootsfahrt bis zum Mostraumen und zurück. Alle Wartenden wurden auf zwei Boote aufgeteilt und dann ging es auch bald raus. Zur Wahl stand das Oberdeck im Freien und das Unterdeck hinter Glas. Oben zog es wie Hechtsuppe, so dass wir uns erstmal hinten am Heck aufhielten; zumindest im Freien.

Die Bootsfahrt an sich war schön, aber kein Vergleich mit den Fjordfahrten von Geiranger oder Flam. Dafür ist hier alles noch viel zu flach.
Und im Endeffekt war sie mit den 3,5h zu lang. Gerade am Ende zog es sich doch ziemlich in die Länge.


Bryggen


Nordhordlandsbrua


Auf dem Boot


Hesjedalsfossen


Unterwegs

Da wir seit dem Frühstück nicht mehr so viel gegessen haben, verzogen wir uns direkt nach
Ankunft wieder in eines der Hafenrestaurants.
Heute bestellte ich mir eine Räucherfischplatte; lecker, aber auch mit Wal drauf. Als ob ein Wal ein Fisch wäre.


Räucherfischplatte

Nach dem Essen war immer noch hell und so entschieden wir uns kurzerhand für eine Fahrt mit der Floybahn auf den Hausberg von Bergen, wo wir uns im dortigen Restaurant noch ein Dessert gönnten und draußen auf der Terrasse verspeisten.
Wir bewunderten noch etwas den schönen Sonnenuntergang, bevor es mit der Bahn wieder runter ging. Zum Glück waren doch recht viele Leute unterwegs und so mussten wir nur knapp 15 Minuten anstatt 30 warten.


Aussicht vom Floyen


Sonnenuntergang

Beim Hotel versuchten wir noch in dem angrenzenden Wohngebiet einen kostenlosen Parkplatz zu bekommen, aber dies war leider von keinem Erfolg gekrönt. Also doch wieder Parkhaus.
Am Abend saßen wir dann noch etwas in der Hotellobby und planten die nächsten Tage, da das Wetter immer mehr zum Problem werden sollte.

Unterkunft: Haukeland Hotell - 132€ - https://www.booking.com/hotel/no/haukeland.no.html
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #26 am: 16.05.2017, 08:51 Uhr »
28.08.  Bergen - Ringoy

Heute ist Sonntag, diesbzgl. deutlich weniger Leute unten beim Frühstück. Und die die da waren, waren vom Schlag “angenehmer Tourist”. ;)

Anja kümmerte sich ums Auschecken und ich holte schon mal das Auto aus dem Parkhaus. Die Ausfahrtsschranke stand offen und eigentlich hätte ich somit ohne bezahlen raus fahren können. Aber wer weiß, wer hier wen überwacht und so löhnte ich doch die Parkgebühr.

Sobald wir aus Bergen raus waren, wurde das Wetter auch besser und meine Laune auch.
Irgendwie hat mich Bergen auf dem falschen Fuß erwischt…

Erster Stop “Steinsdalsfossen”. Ein sehr netter Wasserfall, bei dem man unter dem Fall relativ trocken durchgehen kann.


Steinsdalsfossen


Steinsdalsfossen


Steinsdalsfossen


Steinsdalsfossen

Nach der üblichen Fährfahrt über den Hardangerfjord und einer Lunchpause am Fjord wollten wir eigentlich mit der nächsten Fähre nach Kinsarvik rüber. Allerdings war von der Fähre weit und breit nichts zu sehen; die nächste fährt erst in gut 2h. Zeitlich näher lag die Fähre rüber nach Kvanndal mit 30min Warten deutlich besser.


Torvikbygd


Hereipollen am Hardangerfjord


Apfelfarm entlang des Hardangerfjord

Also rüber nach Kvanndal und dann über die Hardangerbrücke zurück. Apropos Hardangerbrücke. Dieses Konstrukt an Brücke ersetzt seit 2013 eine Fährverbindung über den Hardangerfjord und war bei Eröffnung die längste Brücke in Norwegen (Spannweite 1310m) und die zehntlängste der Welt.
Wer übrigens denkt dort ein paar Mal drüber fahren zu müssen: Für jede Überfahrt werden bei einem PKW 150NOK (derzeit 17€) fällig. ;)

Es war jetzt knapp nach 14:00Uhr und so steuerten wir mal unsere Unterkunft “Ringoy Stovetun” an, um einzuchecken. Mich begrüßte die um die 10 jährige Tochter des Hauses in perfektem Englisch. Wir erledigten die Zahlungsformalien mit dem vorhandenen mobilen Kreditkartenleser fürs Smartphone. Technik die begeistert. @Deutschland → so geht das. ;)
Kurze Zeit später konnten wir unsere Unterkunft beziehen; Schlafzimmer, Küche, Bad, Esszimmer, WIFI; perfekt.

Da Sonntag war, waren natürlich alle Läden geschlossen und so holten wir uns an der Tanke in Eidfjord eine kleine Notration, aber eigentlich wollen wir doch Essen gehen.

Der Nachmittag war nur halb angebrochen und so fuhren wir weiter über Eidfjord zum Voringfoss.

Ganz cool: Kurz vorm Voringfoss gab es solch eine Straßenführung im Tunnel.


Kennt man ja sonst eher nur von Autobahnen...

Beim ersten Viewpoint hat man Sicht auf den Wasserfall von vorn, aber am schönsten ist es von der Aussichtsplattform am Hotel “Fossli”.
Leider wurde da grad groß gebaut und nur ein Teil war zugänglich. Ein bisschen störte nur die asiatische Reisegruppe, die einem ums Stativ tänzelte, aber irgendwann waren sie auch wieder weg.


“Voringfoss” - von der Ferne


“Voringfoss” - vom Hotel Fossli


“Voringfoss” - vom Hotel Fossli


“Voringfoss” - vom Hotel Fossli

Anja fand noch eine kleine Straße ab Eidfjord in die Berge, aber als ein Straßenschild auf eine besonders enge und steile Strecke hinwies, drehten wir um. Irgendwie hatte ich genug von ultra-engen Bergstraßen.

Dafür gab es noch eine Fotopause an der Hardangerbrücke.


Hardangerbrücke


Hardangerbrücke

Anschließend fuhren wir zurück und wollten in Kinsarvik in eines der wenigen Restaurants. Auf das Restaurant im Hotel “Kinsarvik Fjord” hatten wir keine Lust und so wollten wir ins nebenan gelegene “Gloyp Spiseri”. Die Karte sah gut aus und es hatte noch geöffnet; war ja erst knapp 20:00Uhr (laut Schild bis 21:00Uhr). Drinnen aber dann die Ernüchterung: “Küche schon zu”.

Also doch nach nebenan? Aber wir konnten uns dort für nichts wirklich begeistern. Also zur Tanke in Kinsarvik und Tiefkühlpizza geholt.

Am Abend saßen wir wieder grübelnd an unseren Tabletts und versuchten irgendwie einen Plan für die nächsten Tage zu machen.
Eigentlich wollten wir übermorgen noch etwas nach Süden in Richtung Stavanger, aber in der Richtung sah man bloß dunkle Regenwolken.
Einziger wolkenfreier Weg ist in Richtung Osten, sehr weit nach Osten.


Übernachtung: Ringoy Stovetun - 800NOK - https://www.fjordnorway.com/planning-your-trip/accommodation/ringoy-stovetun-p793633
Gefahrene Strecke: 205km
Map: https://goo.gl/maps/j4fk6SQ4Qy92
Viele Grüße,
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« Antwort #27 am: 16.05.2017, 11:42 Uhr »
Klasse Bilder, Danilo (und Anja  :wink: :lol:).
Bergen und die Wasserfälle haben wir auch noch in guter Erinnerung.
Die Hardangerbrücke gab´s damals allerdings noch nicht...
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« Antwort #28 am: 17.05.2017, 08:45 Uhr »
Die Hardangerbrücke gab´s damals allerdings noch nicht...
Da gabs aber bestimmt noch die alte Fähre, die jetzt nicht mehr existiert.

29.08.  Ringoy

Mit einem Blick auf die vorbeifahrende AIDASol frühstückten wir.


AIDASol im Hardangerfjord

Eilig hatten wir es grad nicht, denn draußen tröpfelte es wieder.

Später starteten wir nach Süden in Richtung Odda, wurden aber kurz hinter Kinsarvik schon wieder gestoppt.
Ein Bauarbeiter teilte uns mit, dass die Straße derzeit gesperrt ist, aber in 15min geht eine Fähre ab Kinsarvik nach Utne und dann kann man auf der anderen Seite vom Fjord fahren.
Ok, nach Kinsarvik brauchen wir gute 10min, dann mal wenden und los.

Und tatsächlich, in Kinsarvik mussten wir nicht mal warten, sondern konnten direkt auf die Fähre fahren und 2-3 Minuten hinter uns machte sie zu. Just in time, dafür dass die Fähre nur aller 1-2h fährt.


Auf der Fähre nach Utne

Auf der anderen Seite wurde dann sogar da Wetter besser, was uns zu ein paar Stops verleitete.





Das Ziel waren erst mal zwei Wasserfälle, bei denen wir jeweils ausgiebig versuchten sie fotografisch festzuhalten.
Beim Latefoss war dies gar nicht so einfach und so standen wir faktisch im Fluß, um irgendwie einen passenden Winkel zu bekommen.


Latefossen


Latefossen

Auf dem Weg zum Langfoss machten wir dann, mal wieder, eine unliebsame Begegnung mit einheimischen Autofahrern. Fahren die Touris auf den engen Straßen noch relativ gesittet, heizt ein Großteil der Einheimischen über die Straßen und schneidet Kurven als wenn sie allein auf breiter Flur wären. Einmal wäre ich ohne mein eigenes starkes Abbremsen entweder als Kühlergrill von so einem Idioten geworden oder ich hätte die Schwimmkünste des Volvos getestet.

Dann aber weiter zum Langfoss, der von direkt davor nicht wirklich gut zu fotografieren war.


Langfoss


Langfoss

Etwas weiter weg von einer Bushaltestelle sah es doch besser aus.


Langfoss

Danach sind wir rüber nach Roldal gefahren, da es dort noch eine Stabkirche gibt. Aber, wie sollte es auch anders sein: “closed for season”.


Stabkirche Roldal

Da sich das Wetter deutlich gebessert hat, sind wir doch noch zum Trailhead des Buarbreen hoch; mal wieder über einen einspurigen Feldweg. Es kam zum Glück nicht so viel von vorn.

Wir packten unsere sieben Sachen und stiefelten los. Es geht teils am Fluß und teils durch Wald, meist recht einfach. Aber es gibt abundzu Stellen, wo man über Felsen rüber muss. Und dort heißt es klettern, aber dafür sind auch Halteseile angebracht.
Es wäre eine schöne Wanderung geworden, wenn es unterwegs nicht doch wieder angefangen hätte zu regnen. Nach ein paar Schauern, wo es eigentlich nur immer schlimmer wurde, beschlossen wir umzudrehen. Gerade auf den Felsen wurde es immer rutschiger und ich hatte keinen Bock im Regen vorm Gletscher zu stehen. Schöne Bilder gibts da eh nicht.


Buarbreen - noch sonnig am Trailhead


Buarbreen - und mit Regen weiter oben


Dafür dann mit Regenbogen ins Tal


Türmchen bauen

In Otta füllten wir im örtlichen Supermarkt unsere Vorräte wieder auf, bevor wir in Richtung Kinsarvik aufbrachen.

Wir scherzten schon etwas, wenn wieder gesperrt ist und irgendwann wurde es immer leerer von vorn. Und natürlich kam, was kommen musste: die Straße war zu. Öffnung erst in 1,5h. Dann begann das Rechnen; was kostet es uns umzudrehen, auf der anderen Seite hoch bis Utne zu fahren und dann die Fähre zu nehmen.
Aber wie rum wir es auch drehten, es war zeitlich günstiger, hier zu bleiben und zu warten. Das dachten sich auch viele andere und so warteten wir in einer langen Schlange auf die Öffnung.
Manche gingen mit ihrem Hund Gassi, andere räumten ihr Auto auf und wir vertilgten einen Teil unserer Vorräte.

Irgendwann ging es dann doch weiter und wir konnten sehen, was sie da eigentlich machen. Sie sprengen da den halben Berg weg, um die enge Straße zu erweitern. Da haben sie wohl noch etwas zu tun.

Viel später als gedacht, erreichten wir wieder unsere Unterkunft und schmissen noch unsere Steaks in die Pfanne.

Die Wetteraussicht für die nächsten Tage war nicht besser geworden, d.h. wir hauen ab.


Übernachtung: Ringoy Stovetun - 800NOK - https://www.fjordnorway.com/planning-your-trip/accommodation/ringoy-stovetun-p793633
Gefahrene Strecke: 259km
Map: https://goo.gl/maps/pbRGmAe4pdr
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« Antwort #29 am: 17.05.2017, 13:57 Uhr »
Das mit dem Wetter ist sehr ärgerlich, aber leider nicht zu ändern. Das hat uns letztes Jahr im Osten Kanadas auch getroffen. Eure Bilder sind trotzdem ganz klasse.

*freddykr

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« Antwort #30 am: 18.05.2017, 08:28 Uhr »
Das mit dem Wetter ist sehr ärgerlich, aber leider nicht zu ändern. Das hat uns letztes Jahr im Osten Kanadas auch getroffen. Eure Bilder sind trotzdem ganz klasse.
Danke. Wegen dem Wetter buchen wir eigentlich immer gut stornierbare Unterkünfte. So kann man dann doch noch relativ gut umplanen.

30.08.  Ringoy - Rondane

Das Wetter heute morgen wie erwartet; es regnet Bindfäden. Dazu war der Fjord, wo wir gestern noch die AIDA gesehen haben, durch die tiefen Wolken nicht mal zu sehen.

Wegen dem miesen Wetter nahmen wir einfach die E7 nach Osten; es war eh nichts zu sehen.

Halt doch…

Kreisverkehr im Tunnel

Ab Gol fuhren wir die Rv51 nach Norden und rüber zum Jotunheimen Nationalpark. Es hat zwar nicht mehr geregnet, aber ein ziemlich starker Wind pustete uns fast aus den Latschen.


Haugastolvegen


Haugastolvegen


Regentropfen

Am Nachmittag genehmigten wir uns aber trotzdem einen kleinen Walk, um uns zumindest einmal die Beine zu vertreten.


Jotunheimen Nationalpark


Jotunheimen NP - Blick auf den Lake Vinstre


Jotunheimen NP


Flechten im Jotunheimen NP


Pilze


Regenbogen irgendwo unterwegs


Am späten Nachmittag erreichten wir Sollia, wo wir im örtlichen Gästehaus unterkamen. Es wird von einem Deutschen geleitet, der vor vielen Jahren nach Norwegen ausgewandert ist. Wir hatten ein Zimmer im Haupthaus gebucht; klein aber bequem. Da es dort keine Küche gibt, hatte ich gleich mit Abendessen gebucht. Gute Entscheidung, denn sonst gab es nichts.

Anja fragte, ob wir hier irgendwo Elche sehen könnten und so machten wir uns noch mal auf. Und tatsächlich, ein paar Kilometer nach Süden fanden wir einen; aber weit entfernt.
Auf der Rückfahrt hätte ich im Dunkeln dann fast noch einen über den Haufen gefahren. ;)

Das Abendessen gab es dann im Kaminzimmer; mit uns am Tisch nur zwei norwegische Reisende.
Das Essen gab es als 3-Gänge-Menü und war überaus lecker.



Am Abend saßen wir noch eine Weile zusammen. Bei Anja wurde ihr Ohr nicht besser und wir überlegten, was wir jetzt machen. Morgen einen Arzt suchen und fragen, ob wir fliegen können, oder auf Höhe 0 nach Hause?
Eine wirkliche Entscheidung konnten wir nicht treffen und verschoben dies auf morgen früh.


Übernachtung: Rondane Gjestegard - 1100NOK - http://www.hotelrondane.de/
Gefahrene Strecke: 471km
Map: https://goo.gl/maps/DpWokvADvN22
Viele Grüße,
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« Antwort #31 am: 19.05.2017, 09:57 Uhr »
31.08.  Rondane - Jotunheimen

Es war heute früh noch eine Entscheidung zu treffen und nach dem Abwägen von allen Möglichkeiten beschlossen wir, den Flug abzublasen und auf Höhe Null zurück zu fahren. Wir buchten Bahn und Fähre und somit war dies auch geklärt.

Nach dem Frühstück brachen wir auf der Rv27 nach Norden auf. Das Wetter war derzeit ganz annehmbar.

Erster Halt an den Solbergplassen.
Wir vertraten uns etwas die Beine; auch um der angekommenen Rentnertruppe zu entfliehen.


Solbergplassen


Solbergplassen


Solbergplassen


Irgendwo hatte Anja eine alte Holzbrücke entdeckt, welche nach altem Muster gebaut wurde und so machten wir uns von einem Parkplatz zu Fuß dorthin auf. Nach ca. 30 Minuten Fußmarsch auf einem einfachen Feldweg erreichten wir sie.





Kurz vor Folldal bogen wir links ab, denn ein Hinweis auf einen sehenswerten Ort lockte uns. Wir landeten im “Folldal Bygdetun”, einer Art Freilichtmuseum. Faktisch war es geschlossen; da niemand da war, aber da das Gelände offen war, liefen wir trotzdem ein wenig herum.


Folldal Bygdetun


Folldal Bygdetun


Dachbegrünung


Folldal Bygdetun


Folldal Bygdetun


Folldal Bygdetun

Weiter in Folldal fuhren wir hoch zur Mine, welche ebenfalls als Museum betrieben wird. Diese Kupfermine war bis 1941 hier in Folldal und später bis 1993 in Tverrfjellet 30km weg von hier in Betrieb.
Danach transportierte man die Häuser wieder zurück und errichtete das Museum.
Eintritt kostet es nichts und so kann man in Ruhe einfach ein bisschen die alte Zeit in sich aufsaugen.
Theoretisch kann man auch irgendwie runter in die Mine fahren, aber wir fanden keinerlei Hinweise diesbzgl.


Stiftelsen Folldal Gruver


Stiftelsen Folldal Gruver


Stiftelsen Folldal Gruver


Stiftelsen Folldal Gruver


Stiftelsen Folldal Gruver


Stiftelsen Folldal Gruver


Stiftelsen Folldal Gruver

Für die Fahrt zurück entschieden wir uns für eine kleine Straße durch den Rondane Nationalpark. Die Gravelroad war gut zu fahren; selbst Reisebusse nutzen den Weg.
Aber die Aussicht hier wieder in dieser einsamen Landschaft, grandios.


Durch den Rondane NP


Durch den Rondane NP


Durch den Rondane NP


Durch den Rondane NP


Durch den Rondane NP


Durch den Rondane NP


Als wir später durch Vagamo kamen, wollten wir noch einen Abstecher zur dortigen Stabkirche machen, allerdings hatte diese bereits geschlossen. Alles andere wäre auch ein Wunder gewesen.


Stabkirche in Vagamo

Am späten Nachmittag erreichten wir wieder den Jotunheimen Nationalpark und unsere Unterkunft die Sjodalen Hyttetun og Camping. Die Hütten sind einfach gehalten inkl. Küche und Bad, aber ganz nett gelegen; in der Nähe des Flusses, welcher für einen kleinen Spaziergang einlädt.
Wifi war leider bei uns nicht mehr empfangbar und so gingen wir kurz in die Rezeptionshütte, um die letzte Planung zu machen.

Danach verkochten wir in der Hütte unsere letzten Vorräte, bevor wir uns ans Packen machten.

Übernachtung: Sjodalen Hyttetun og Camping - 895NOK - http://sjodalenhyttetun.no/
Gefahrene Strecke: 225km
Map: https://goo.gl/maps/DTQ3RzX9Y9o
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« Antwort #32 am: 19.05.2017, 17:54 Uhr »
Hi ihr beiden Norwegen-Fahrer,

da ihr euren Reisebericht während unseres USA-Urlaubs gestartet habt, bin ich euch gerade noch rechtzeitig hinterhergefahren, bevor die Reise zu Ende geht. Wettermäßig hattet ihr doch recht viele brauchbare Tage. Die Fotos sind auch wieder toll.
Gruß

Wolfgang

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« Antwort #33 am: 22.05.2017, 16:26 Uhr »
Die Bilder der letzten Tage hatten bei uns einen hohen Wiedererkennungsfaktor  :wink: :lol:
Daß Ihr die Rückreise wegen Anjas Ohr komplett umplanen mußtet, ist aber weniger schön...  :roll: :(
Gut, daß Ihr so flexibel seid.
Viele Grüße,
Andreas
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« Antwort #34 am: 24.05.2017, 10:23 Uhr »
01.09.  Jotunheimen - Drammen

Am Morgen brachen wir zeitig auf, denn wir wollten noch den kleinen Trail “Naturstig” hier im Park laufen; den wir vorgestern schon mal kurz angerissen haben.
Besonders Anja genoss die kleine Wanderung mit ihren Makroaufnahmen.
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 

Jotunheimen Nationalpark
 
Auf dem Rückweg fing es leider wieder etwas an zu regnen und damit brachen wir wieder nach Süden auf.
Jetzt hatten wir aber noch knapp 400km vor uns und so nahmen wir den direkten Weg auf der E6. Bis auf eine Baustelle kamen wir gut voran und erreichten kurz nach 16:00Uhr die Stabkirche von Heddal.
Sie ist die größte Stabkirche in Norwegen und dementsprechend touristisch gut besucht. Aber so kurz vor Toresschluss war nicht mehr so viel los. Wir holten die Eintrittskarten und begannen unsere Tour in und um der Kirche. In der Kirche gab uns ein norwegischer Guide ein paar Hinweise zur Geschichte und dann hatten wir freie Hand.
Diese Kirche, ursprünglich im 13. Jhd erbaut, wurde allerdings im 19. Jhd. stark umgebaut; wie die meisten der Stabkirchen in Norwegen.
Mehr Infos könnt Ihr hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Stabkirche_Heddal
 

Stabkriche zu Heddal
 

Stabkriche zu Heddal
 

Stabkriche zu Heddal
 

Stabkriche zu Heddal
 

Stabkriche zu Heddal
 

Stabkriche zu Heddal
 

Stabkriche zu Heddal
 
Irgendwie hatten wir jetzt noch keine Lust der Einsamkeit endgültig den Rücken zu kehren und so sind wir noch ein paar Kilometer nach Westen bis Sauland und dann auf der Fv651 in Richtung Gaustatoppen. Für eine Wanderung war es natürlich viel zu spät, aber wir genossen noch einmal den Ausblick auf Norwegens Hochebenen.
 

Straße hoch zum Gaustatoppen
 

Straße hoch zum Gaustatoppen
 

Straße hoch zum Gaustatoppen
 

Straße hoch zum Gaustatoppen
 
Für das Abendessen entschieden wir uns heute das erste Mal für Burger & Co. In Notodden holten wir uns etwas vom Bergbys und setzten uns raus an die Marina und genossen die letzten Sonnenstrahlen.
 
Am Abend erreichten wir dann Drammen und checkten im Globus Hotel ein. Das Hotel gehört mit zum Scandic Ambassador und deshalb kann man alle Einrichtungen drüben mit nutzen.
Da wir unsere Zugtickets noch ausdrucken müssen, konnte ich dies ebenfalls über die Rezeption drüben erledigen.
 
 
Übernachtung: Globus Hotel
Gefahrene Strecke: 510km
Map: https://goo.gl/maps/fVmts9PSmfq
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #35 am: 29.05.2017, 15:44 Uhr »
02.09.  Drammen - Frederikshavn (DK)
 
Frühstück gab es drüben im Scandic; von der Auswahl ganz gut, nur leider war auch eine asiatische Reisegruppe mit entsprechenden Manieren vor Ort.
 
Nach dem Frühstück packten wir zusammen, checkten aus und ab ging die Fahrt nach Süden.
Viel zu erzählen gibt es dazu nicht. Kurz vor der schwedischen Grenze fuhren wir noch mal kurz in einen Supermarkt, um ein paar Leckereien für daheim zu besorgen.
In Schweden nahmen wir dann die Küstenstraße, statt der E6, aber durch relativ dichte Bewölkung war es leider nicht so schön.
 
Gegen Mittag erreichten wir den Flughafen von Göteborg und gaben unseren kleinen Volvo ab. Hier legt man denen einfach den Schlüssel aufs Pult und geht; keiner interessiert sich für das Auto.
 
Per Bus fuhren wir in die Stadt zum Hauptbahnhof und liefen von dort die restlichen 2km zum Fährterminal der Stena Line. Kurz nachdem wir dort angekommen sind, setzte wieder der Regen ein; Glück gehabt.
Wir hatten noch einiges an Zeit, so dass wir uns ins dortige Restaurant setzten. Einfaches Essen, aber es ist günstig und sättigt.
 
Das Boarding auf die Fähre begann pünktlich und wir suchten uns ein gemütliches Fleckchen.
Durch den Regen war die Fahrt jetzt nicht sooo ansprechend, trotzdem suchte ich mir draußen das ein oder andere trockene Plätzchen. Denn eigentlich war die Ausfahrt aus Göteborg ganz nett.
 

Göteborg verabschiedet uns mit ziemlichem Mistwetter - genauso, wie es uns empfangen hat.
 

Nja Älvsborg Fästning
 
Die Fahrt rüber nach Frederikshavn war sehr ruhig, hat pro Person nur knapp 20€ gekostet und war mit 3h im Rahmen.
 

Einfahrt Hafen Frederikshavn
 
In Frederikshavn liefen wir die paar Meter zum Hotel. Später suchten wir uns in der Stadt ein nettes kleines Restaurant. Hatten wir in Norwegen norwegische Speisekarten noch ohne Probleme entziffern können, mussten wir hier eine englische verlangen; dänisch war irgendwie anders.
 

Letztes Abendessen in Skandinavien
 
Nach dem leckeren Essen liefen wir vor zum Hafen, denn heute war dort ein Feuerwerk angekündigt. Das war dann ein schöner Abschluss der Reise.
 

Feuerwerk zum Abschluss
 
Nach dem Feuerwerk liefen wir kurz rüber zum Hauptbahnhof, um uns den Fußweg für morgen früh einmal anzuschauen, denn unser Zug nach Hamburg geht beizeiten.
 
 
Übernachtung: Hotel Frederikshavn Sømandshjem - 100€
Gefahrene Strecke: 344km
Map: https://goo.gl/maps/T5RfjLHA3jz


03.09.   Frederikshavn (DK) - Frankfurt/Main (DE)
 
Wir hatten gestern mit dem Hotel abgeklärt, dass wir uns schon vor der offiziellen Frühstückszeit unser Frühstück zusammenpacken und mitnehmen können.
 
Der Weg zum Bahnhof war in 10 Minuten erledigt und sogar der Zug kam pünktlich, so dass es 6:30Uhr los gehen konnte.
Leider fand wohl gestern in dem Zug ne kleine Party statt, denn wirklich sauber war es nicht. Sogar der Zugführer entschuldigte sich bei uns beim Durchgehen und kam kurz später mit einem Müllsack persönlich vorbei.
 
Die dänische Landschaft ist mit einem Wort zu beschreiben: flach.
 

Dänemark am Morgen
 
Wirklich interessant war es nicht, aber es gab kostenloses WLAN/Internet im Zug. Das vertrieb uns die Zeit.
Nach ungefähr der halben Strecke kam irgendwie Aufregung in den Laden. Nach einer Durchsage, nur in dänisch, verschwand irgendwie ein Großteil der Leute. Eine Mitreisende klärte uns auf; die ändern die Zugreihenfolge ab Fredericia und wer dort weiterfahren möchte, muss hinter. Da wir dort eh umsteigen mussten, konnten wir auch bleiben wo wir sind.
 
In Fredericia stiegen wir in den nächsten Zug nach Hamburg um, wo uns dann der ICE nach Frankfurt erwartete. Dieser kam sogar pünktlich, nur mit geänderter Waggonreihenfolge. Ergo: großes Durcheinander am Bahnhof. In Kassel standen wir dann noch mal eine ganze Zeit, da der Lokführer nach Frankfurt erst mit dem ICE aus Frankfurt kommt und dieser hat Verspätung. Ich glaube, wir standen dort gut 1h, bis es endgültig dem Ziel Frankfurt/Main entgegen ging.
 
 

Fazit:
 
Das war sie also, unsere 3-wöchige Rundreise durch das Fjord- und Bergland von Norwegen.
Persönlich hat mir die Zeit an den Fjorden und auf den Hochebenen (eine beeindruckender als die andere) am besten gefallen. Weniger die Zeit im Süden Norwegens, wo es doch recht bevölkert war. Ich bin im Urlaub dann doch eher der Einsamkeit-Suchende Mensch.
 
Zwei Städte hatten wir auf der Reise; Trondheim und Bergen. Trondheim fand ich ganz nett und irgendwie beschaulich. Mit Bergen wurde ich aber nicht warm. Klar, die Altstadt hat ihren Charme, aber auch sehr viel Touristen.
 
Mit dem Wetter hatten wir in den ersten zwei Wochen richtig Glück; fast immer Sonnenschein.
Erst zum Ende hin ab Bergen kam der große Regen und zwang uns zu einigen Umplanungen, die uns auch zu einigen Fahretappen zwangen.
 
Bis auf Geiranger und Bergen waren nirgends wirklich viele Touristen unterwegs. Selbst im Jotunheimen am Anfang, wo noch Ferien war, verlief es sich.
 
Alles zusammen war Norwegen ein sehr schönes Reiseland; nicht billig, aber schön.
 

 
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #36 am: 29.05.2017, 19:35 Uhr »
Danke für den tollen Reisebericht. Wir waren vor 40 Jahren mal dort oben mit einer ähnlichen Route.
Da kamen einige Erinnerungen wieder hoch.
Liebe Grüße
Caro

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« Antwort #37 am: 31.05.2017, 11:54 Uhr »
Vielen Dank für den tollen Bericht und die tollen Fotos - gerade alles nachgelesen, da könnte man sofort selber eine Reise anfangen zu planen. Bergen kenne ich schon, aber der Rest von Norwegen macht Lust auf mehr.

*Doreen & Andreas

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« Antwort #38 am: 02.06.2017, 13:26 Uhr »
Ein wenig verspätet bedanke auch ich mich für den schönen Reisebericht und die tollen Bilder. Vieles war mir aus eigener Erfahrung unserer Norwegen-Reise von 2008 bekannt, andererseits habt ihr teilweise auch völlig andere Gegenden besucht, was meinerseits wieder mal das Fernweh weckt. Irgendwann war sowieso mal eine Norwegen-Wiederholungstour geplant; vielleicht ist Euer Bericht der Anstoß dazu  :wink:
Viele Grüße,
Andreas
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*NähkreisSteffi

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« Antwort #39 am: 03.06.2017, 17:17 Uhr »
Auch von mir ein herzliches Dankeschön.

Ich fand eure Reise wirklich toll. Super Landschaften, kann man wirklich ins Auge fassen.

Lustig finde ich im Moment die häufigen Nebensätze in den Reiseberichten in Sachen asiatischer Reisegruppen. Wir waren letzten Oktober im Osten Kanadas, da haben wir die gleichen Erfahrungen gemacht.

Viele Grüße

Steffi

*funny1a

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #40 am: 05.06.2017, 19:50 Uhr »
Superschönes  Reisebericht und wirklich klasse Bilder.

Wir machen im September die klassische Hurtigrutenfahrt mit den Postschiffen und anschließend mit weiteren 3 Tagen Bergen und 3 Tagen Oslo.

Jetzt wo ich deinen Reisebericht komplett durch habe, frage ich gerade ob eine Tour wie du Sie gemacht hast doch nicht die bessere Variante gewesen wäre.

Lg
Markus
Lg
Markus

2008 Florida
2009 SFO-LV-Zion-Bryce-MV-Page-GC-Sedona-Route 66-LV
2010 LV-Death Valley-Zion-Torrey-Escalante-Moab-Page-LV
2011 LV-Lake Havasu-Joshua Tree-LA
2011 AIDA - Hamburg - New York
2012 Denver-Yellowstone-Salt Lake-Zion-LV
2014 Florida

*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #41 am: 07.06.2017, 13:40 Uhr »
Danke an alle für Eure Rückmeldungen. :)

Bergen kenne ich schon, aber der Rest von Norwegen macht Lust auf mehr.
Gerade der Rest wird dann erst zum richtigen Norwegen. ;)

Lustig finde ich im Moment die häufigen Nebensätze in den Reiseberichten in Sachen asiatischer Reisegruppen. Wir waren letzten Oktober im Osten Kanadas, da haben wir die gleichen Erfahrungen gemacht.
Eigentlich sind Reisegruppen jeglicher Nationalität "sehr gewöhnungsbedürftig" und so versuchen wir sie zu vermeiden, wie der Teufel das Weihwasser. ;)

Wir machen im September die klassische Hurtigrutenfahrt mit den Postschiffen und anschließend mit weiteren 3 Tagen Bergen und 3 Tagen Oslo.

Jetzt wo ich deinen Reisebericht komplett durch habe, frage ich gerade ob eine Tour wie du Sie gemacht hast doch nicht die bessere Variante gewesen wäre.
Welche Variante besser ist, wird man nur beurteilen könne, wenn man beides gemacht hat. Die Hurtigruten könnten mich auch mal reizen und ich denke sie bieten einen ganz anderen Blick auf die Küstenlandschaft.

 
Viele Grüße,
Danilo

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*Zugvogel

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #42 am: 04.07.2017, 16:35 Uhr »
Ich persönlich bin ja nicht nur von der Natur begeistert, sondern auch von dem Kreisverkehr im Tunnel. Sieht irgendwelche super aus, weiß gar nicht warum.
>>>Wer denkt, Abenteuer seien gefährlich, sollte es mal mit Routine versuchen: Die ist tödlich.<<<