Rund um die Great American Solar Eclipse 2017

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*Heike & Heimo

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Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« am: 03.02.2018, 18:38 Uhr »
Und wieder ist es passiert. 2017 waren wir wieder in den USA.  Nur diese Reise war schon seit fast 20 Jahren geplant. Als wir im August 1999 die Sonnenfinsternis erleben durften, machten wir uns gleich auf die Suche nach einem lohnenden Ziel für eine neuerliche Sichtung. Schnell war klar, dass der 21.08.2017 ein perfektes Datum ist. Eine Sonnenfinsternis die sich quer über die USA zieht. Nach der Durchsicht der Wolkenwahrscheinlichkeit, musste Idaho das Ziel sein. Praktisch, dass der Yellowstone NP daneben liegt. Rund um das Datum hängten wir noch eine größere Tour.

12.08   Wien – LA
13.08   LA - Sequoia-Nationalpark und Kings-Canyon-Nationalpark
14.08        Sequoia-Nationalpark und Kings-Canyon-Nationalpark – San Francisco
15.08   San Francisco
16.08   San Francisco – Yosemite NP
17.08   Yosemite NP – Mammoth Lakes
18.09   Mammoth Lakes – (Little A’Le’Inn)
19.08   Rachel – Delta
20.08   Delta – Brigham City
21.08    Brigham City – Yellowstone NP (Lake Yellowstone)
22.08   Yellowstone NP (Lake Yellowstone)
23.08   Yellowstone NP (Old Faithful)
24.08   Yellowstone NP (Old Faithful)
25.08   Yellowstone NP – Vernal
26.08   Vernal – Moab
26.08   Moab
27.08   Moab – Blanding
28.08   Blanding – Hanksville
29.08   Hanksville – Escalante
30.08   Escalante
31.08   Escalante – Tropic
01.09   Tropic - Kanab
02.09   Kanab
03.09   Kanab – St. George
04.09   St. George – Las Vegas
05/06.09   Las Vegas – LA – Wien


Die Unterkünfte im Yellowstone buchten wir bereits am 01.05.2016 als die Buchungsplattform für 2017 online ging. 6 Stunden nach dem Start der Buchungsmöglichkeiten, erreichten wir zum ersten Mal die Oberfläche. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Billigzimmer schon weg. Wenigstens war von der zweiten Klasse noch etwas übrig. Für die Sonnenfinsternis buchten wir in Brigham City rund ein Jahr davor noch sehr billig. In den Wochen vor der Sonnenfinsternis stiegen die Zimmerpreise auf 3.000$ für die Nacht.

Bei dieser Reise waren wir nur zu dritt. Unser ältester wollte nicht mehr mit.

Es steht euch eine recht abwechslungsreiche Tour bevor zu Städten, Bergen, heißen Quellen, Geysire, Steinbögen, Slot Canyons usw. Wettertechnisch war alles perfekt. Nur an den letzten Tagen war es so unerträglich heiß, dass wir uns tagsüber meist unter der Erde aufhielten.
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*NatureLover

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #1 am: 03.02.2018, 20:57 Uhr »
Wie schön! Da reise ich gerne nachträglich mit.
“I am not the same having seen the moon shine on the other side of the world.”

- 4 continents, 18 countries
- USA: 3x (FL, IL, IN, MI, NY, NC, TN)
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*NähkreisSteffi

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #2 am: 03.02.2018, 23:24 Uhr »
Super, da bin ich dabei.

Viele Grüße

Steffi

*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #3 am: 04.02.2018, 06:26 Uhr »
12.08.2017   Wien – LA

Die wichtigsten Utensilien sind gepackt.



Bei diesem Austrian Flug hatten wir das Privileg einer Sonderbehandlung. Unsere Nachbarin hat sich auf diesen Flug einteilen lassen. Zur Begrüßung bekamen wir gleich Prosecco und Knabbereien. 



Das gab schon Mal erste böse Blicke der anderen Passagiere. Dann wurde vor dem Start noch Jonas abgeholt um dem Kapitän beim Starten auf die Finger zu sehen.



Der Flug selbst war ereignislos, das Essen für die Holzklasse hervorragend. Wir folgen eine sehr nördliche Route.



Grönland:



Über den USA flogen wir genau über den Yosemite NP, der von Buschfeuern etwas verraucht, gut zu sehen war.



Enormer Bewässerungsaufwand für die Landwirtschaft in der Wüste.



Über dem Häusermeer von LA



Die Immigration bei einem sehr freundlichen Officer verlief recht rasch. Er konnte gar nicht glauben, dass wir extra wegen der Sonnenfinsternis gekommen sind. Mit dem Shuttle ging es zu Budget. Hier gab es für Jonas eine herbe Enttäuschung. Es wurde uns ein Auto zugeteilt. Er hatte sich schon so auf das Aussuchen aus der Choice Line gefreut >:(.

Kurze Zeit später waren wir schon beim Cadillac Hotel, direkt an der Venice Beach. Da es Hochnebel mit wenigen Sonnenlücken gab, war es schon fast kalt. Vielleicht 15°C. Eine Umstellung vom heißen Österreich.



Wir spazierten den Strand ab und beobachteten viele schrägen Typen, die meisten Homeless. Es sah fast so aus, als wenn hier der öffentliche Ausgangsbereich eines Irrenhauses wäre. Seit unserem letzten Besuch 2014 hat sich das wesentlich verschlimmert.





Als die Sonne untergegangen war, wurden wir rasch bettschwer und es zog uns in unser Hotelzimmer.
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*saibot

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #4 am: 04.02.2018, 08:06 Uhr »
Ich bin dabei und gespannt auf eure Erlebnisse.
Gruß
Tobias

*wolfi

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #5 am: 04.02.2018, 11:39 Uhr »
Nehmt Ihr noch einen eclipse-fan mit?

Der Anfang des Berichtes ist ja schon mal vielversprechend - auch schöne Bilder!

*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #6 am: 05.02.2018, 19:07 Uhr »
13.08.2017   LA - Sequoia-Nationalpark und Kings-Canyon-Nationalpark

Wir waren natürlich schon sehr früh wach. Nach dem Frühstück machten wir uns gleich auf den Weg Richtung Sequoia-Nationalpark. Es war Wochenende und die Straßen zu der frühen Morgenstunde recht leer. Nach Santa Clarita kamen wir zu einem Buschbrand direkt neben der Autobahn. Die Löschhubschrauber kreisten über und warfen ihre nasse Fracht auf die Flammen. Der Verkehr konnte langsam an den Feuerwehrfahrzeugen vorbeifahren. Von dem vielen schauen hatten wir ganz auf das Fotografiren vergessen.

Schon am mittleren Vormittag erreichten wir den Parkeingang bei der Ash Mountain Entrance Station. Es war sehr heiß mit über 100 °F.

Tunnel Rock:



Beim Hospital Rock Trailhead machten wir eine kleine Jausenpause. Entsprechend dem braunen Warnschild im Hintergrund, haben wir das Essen beschützt, indem wir es sofort verspeist haben.



Danach ging es hinauf zum Amphitheater Point.



Bald nach dem Anstieg kommen die ersten Mammutbäume.



Gar nicht so einfach diese großen Dinger richtig auf das Bild zu bekommen.



Leider war die Zufahrt zum Moro Rock gesperrt. Nach dem Giant Forest Museum gingen wir so richtig auf Tuchfühlung mit den Mammutbäumen.







Diese Löcher und ausgebrannten Stellen in den Bäumen entstehen durch die Waldbrände.





Nächstes Ziel war der General Sherman Tree. Dort gibt es einen Rundweg, der zu diesem mächtigen Baum führt.






Der Weg führt auch an einem schon vor langer Zeit umgestürzten Baum vorbei.





Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur John Muir Lodges. Nach den üblichen Bärenwarnungen, kein Essen im Auto etc., bekamen wir eine nette Hütte.



Am Abend spazierten wir noch ein wenig herum.
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*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #7 am: 06.02.2018, 19:47 Uhr »
14.08        Sequoia-Nationalpark und Kings-Canyon-Nationalpark – San Francisco

Die Nacht war natürlich sehr ruhig, so konnten wir uns gut erholt auf den Weg zum General Grant Tree machen, der unmittelbar in der Nähe war. Am Parkplatz waren wir fast die ersten.



Auch hier gibt es einen Rundweg, der mir besser gefallen als der Weg beim Sherman Tree.



Der Weg führt zu einem umgefallen Baum, der innen hohl ist. Durch den Baum führt ein Weg.





Als nächstes erreichten wir den riesigen Centennial Stump.





Auch hier sind wieder die ausgehöhlten Bäume zu sehen.



Bald erreichten wir den Grant Tree, sogar mit Mond im Hintergrund.







Am mittleren Vormittag verließen wir dem Nationalpark und machten uns auf den Weg nach San Francisco. Der Verkehr wurde immer stärker. Die Fahrt daher entsprechend anstremgend.

Um die Mittagszeit erreichten wir die San Francisco Area. Da wir noch Zeit hatten machten wir einen Abstecher ins Silicon Valley. Vorbei am Tesla Werk in Fremont, erreichten wir Palo Alto. Mit dem Auto grasten wir die Gegend ab und entdeckten einige bekannte Namen.













Vor der Facebook Hausnummer latschten immer Leute herum.

Am frühen Nachmittag erreichten wir die Red Coach Motor Lodges. Sie ist ca. 10 Minuten von der Powell Street Station entfernt. Wir wurden sehr freundlich empfangen und umfangreich informiert. Auch hier darf nichts im Auto bleiben, aber nicht wegen der Bären.

Wir machten uns auf den Weg zur Powell Street Station. Uns wurde rasch klar warum nichts im Auto bleiben darf. Die Straßen waren dicht mit Homeless besiedelt. Überall stank es nach Urin und es ging recht laut zu. Wenn es finster ist, würde ich mich hier nicht mehr auf die Straße wagen. Wir wechselten so schon mehrmals die Straßenseite.

Bei der Powell Street Station war davon nicht s zu sehen. Hier hatten die Touristen alles fest in der Hand.



Zu Fuß machten wir uns auf den Weg Richtung China Town.







In China Town war kein einziger Homeless zu sehen, ich denke die Chinesen kennen da keinen Spaß. Die Straßen waren originell, aber vom Hocker haben sie uns nicht gerissen.







Bevor es finster wurde, machten wir uns wieder auf den Rückweg. In der Straße in Richtung vor unserem Hotel war jetzt etwas Aufregung, da essen von einer Hilfsgesellschaft verteilt wurde.
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*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #8 am: 10.02.2018, 08:02 Uhr »
15.08   San Francisco

Wir hatten eine Alcatraz-Tour gebucht, die recht früh losging. Es war noch ziemlich dunkel, als wir uns zum Pier 33 auf den Weg machen sollten. Die Rezeptionistin organisierte uns über UBER ein „Taxi“, da wir zu dieser Zeit nicht die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen wollten.

Am Pier hielt sich der Andrang in Grenzen. Mit dem zweiten Boot machten wir uns auf den Weg. Es war wieder viel Hochnebel und die Temperaturen sehr frisch.



An der Anlegestelle wurden wir von einem Sprecher empfangen, der uns grundlegende Informationen gab.



Mit einer Tour machten wir uns auf den Weg hinauf zum Gefängnistrakt. Eine Führerin erklärte uns die Funktion der Gebäude.





Beim Eingang zum Gefängnistrakt erhielten wir Audioguides. Der Guide war sehr informativ und die Erklärungen zu den einzelnen Punkten sehr gut.

Der Hauptzellentrakt.


 
Jeder Block hat einen Namen.



Die Zellen beschränkten sich natürlich auf das notwendigste.



Die Galerie der bösesten Buben, die hier eingesessen sind.



Die Straf- und Dunkelzellen sind im zugigsten und somit kältesten und feuchtesten Teil des Gefängnisses untergebracht.





Vom Vorplatz zum Verwaltungsgebäude gibt es einen tollen Blick auf die Stadt mit der Bay Bridges



Die Straßen von San Francisco sind gut zu sehen.



Wir schlenderten wieder zurück zur Anlegestelle und führen mit dem Boot zurück zum Pier 33.

Nächstes Ziel war das U-Boot USS Pampanito. Jonas und ich wollten es besichtigen.



Muss unglaublich gestunken haben in diesem Boot. Wie das jemand aushalten kann ist mir unbegreiflich.



Der Kommandoraum



Vorderer Torpedoraum





Danach marschierten wir zum unvermeidlichen Pier 39.





Schmackhaftes Gericht



Zu Fuß gingen wir zurück zur Powell Street Station. War sehr interessant, inklusive Aussicht zur Lombard Street.



Bei der Powell Street gibt es einen AT&T Shop. Für die Sonnenfinsternis wollten wir uns noch eine Daten SIM Karte besorgen, damit wir beim Wetter und Verkehr immer bestens informiert sind. Der Wetterbericht für den 21.08 war nicht optimal. Von der Sonnenfinsternis im Jahr 1999 hatten wir gelernt das große Flexibilität erforderlich sein kann, um Wolkenfeldern auszuweichen. Geht sehr professionell zu bei AT&T.

Nach erfolgreichen Kauf überwanden wir noch den Weg zu unserem Hotel.
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*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #9 am: 13.02.2018, 19:48 Uhr »
16.08   San Francisco – Yosemite NP

Unser erstes Ziel an diesem Tag war die Lombard Street. Es war hier noch nichts los. Beim Abfahren der Serpentinen hatten wir die Straße für uns allein.



Weiter ging es zur Golden Gate. Ich wollte unbedingt zur Brückenmitte spazieren. Am Parkplatz war noch nicht viel los. Die Sonne ließ sich noch etwas bitten.



Durchsicht durch die Steher der Brücke.



Ausblich auf San Francisco.



Der Weg zur Mitte der Brücke war laut. Vor allem die Fahrbahnübergänge, krachten ohrenbetäubend. Gut das hier niemand wohnt. Gefährlich sind die Radfahrer, sie brausen quasi lautlos mit hoher Geschwindigkeit heran.



Die Mitte der Brücke:



Als nächstes fuhren wir zu den Aussichtspunkten bei den Marin Headlands. Es war hier sehr viel los und Parkplätze Mangelware. Blick von einem vorderen Aussichtspunk. Es war noch sehr diesig.



Etwas weiter hinten schon in der Nähe Kanonenstellungen.



An den alten Bunkern zur Sicherungen der Einfahrt in die Bay vorbei, fuhren wir zur Rodeo Beach.





Hier spazierten wir entlang der Küste.







Als wir wieder zurückfuhren, war der Dunst verschwunden und die Brücke lag im Sonnenschein. Wieder ganz andere Eindrücke.



Zurück über die Brücke, ging es nach San Francisco und weiter über die Bay Bridges Richtung Modesto. Die Rückfahrt über die Golden Gate war teuer. Die Maut wird elektronisch über das Kennzeichen erfasst. Die Maut selbst kostet fast nichts, aber das Freischalten der Maut für das Fahrzeug kosten rund 20$.



Wir hatten eine längere Fahrt zum Highland House Bed and Breakfast im Hinterland von Mariposa vor uns. Ein Grasbrand zur Abwechslung.



Für amerikanische Verhltnisse ging es kurvenreich Richtung Mariposa. Vor dem Ort fuhren wir an ausgedehnten Waldbrandflächen vorbei.

Die Unterkunft selbst war sehr abgelegen und ruhig. Wir konnten alle Einrichtungen nutzen und kochten uns daher ein Abendessen. Der Verwalter des Hauses war sehr hilfsbereit. Sicherlich eine der besten Unterkünfte unserer Reise.

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #10 am: 15.02.2018, 19:46 Uhr »
17.08   Yosemite NP – Mammoth Lakes

Nach einer angenehm ruhigen Nacht bekamen wir ein opulentes Frühstück. Über El Portal errichten wir den Yosemite NP. Gleich nach dem Eingang kommt der Arch Rock.



Als erstes Ziel wollten wir zum Glacier Point. Je weiter wir in den Park kamen, umso verrauchter wurde es. Beim Tunnel View ist die Sicht schon ziemlich schlecht.



Bei der Fahrt hinauf zur Abzweigung zum Glacier Point wurde der Rauch immer dichter. Uns befiel schon die Angst, dass der weite Weg hinauf umsonst war. Doch gleich nach der Abzweigung, wurde es besser, da der Wind den Rauch der Waldbrände vom Aussichtspunkt weg blies. Der Bridalveil Creek Campground war gesperrt, da schon in Sichtweite das Feuer loderte.

Oben beim Aussichtspunkt war alles perfekt. Wirklich sehr beeindruckend.

Wushburn Point:





Half Dome etwas näher.



Glacier Point:





Zurück im Tal suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen zum Essen.





So ein ruhiges Plätzchen war gar nicht einfach zu finden. Es war extrem viel los und alles voll. Nach dem Jausenaufenthalt machten wir und gleich auf dem zum Tioga Pass. Hier war wesentlich weniger los.



Am Olmsted Point blieben wir natürlich stehen.





Nächster Halt sind die Tuolumne Meadows. Hier spazierten wir auf die andere Seite des Tales zu einer Mineralquelle.



Das Wasser war kalt.





Rund um die Tuolumne Meadows gibt es interessante Felsformationen.



Über den Tioga Pass ging es runter Richtung Mono Lake



Vista Point am Ende der Tioga Passstraße mit tollem Ausblick über den Mono Lake



Ein Stopp beim Mono Lake durfte natürlich nicht fehlen. Die gelb blühenden Büsche sind wieder eine Wucht.







Bevor wir nach Mammoth Lake fuhren, machten wir noch einen Abstecher zum Obsidian Dome. Der Lava-Dom ist rund 1,5 km lang und ca. 100 m hoch. Er besteht im Wesentlichen aus schwarzgrünen vulkanischen Glas.



Gegen Abend erreichten wir Mammoth Lake. Bei unserer Unterkunft kam richtige Heimatgefühle auf.



Der Ort selbst könnte ein alpiner Touristenort in Österreich sein.
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*wolfi

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #11 am: 15.02.2018, 21:00 Uhr »
Schöööne Bilder!
Und zum letzten Foto - what a coincidence!

Bei uns (in meiner Stammkneipe ...) hat am Sonntag eine junge dynamische Rock-Band aus Innsbruck gespielt:
Die Djanetskis - sehr empfehlenswert!
http://djanetskis.de/#about

*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #12 am: 17.02.2018, 19:40 Uhr »
18.09   Mammoth Lakes – Rachel (Little A’Le’Inn)

An diesem Tag haben wir einige eher unbekannte Gebiete besucht. Unser erstes Ziel waren die heißen Quellen im Whitmore Thermalgebiet. Die erste Quelle lag beim Little Alkali Lake. Hier nahmen wir auch unser Frühstück ein. Ein Weg führt zum Hot Tub.





Die Quelle liegt in einem tollen Panorama. Die Temperatur des Wasser ist über 30 °C.





Als nächstes führen wir zur Shephert Hot Spring. Es sind nur 10 Minuten mit dem Auto. Sie liegt wieder sehr schön in der Landschaft. Wildes Campen direkt an den Hot Tubs wäre kein Problem.



Weiter geht es zur Hot Creek Geological Site. Im und am Hot Creek gibt es heiße Quellen, die aber nicht direkt besucht werden dürfen. Der Boden ist instabil und das Wasser so heiß, das es für das Baden nicht geeignet ist.













Auf der Benton Crossing Road führen wir Richtung Tonopah. In Benton steht ein nettes Gefängnis.



Über endlose Straßen geht es weiter.



Am frühen Nachmittag erreichten wir das Ende, für uns der Beginn des Geocaching ET-Power Trail. Als langjährige Geocacher darf einer der Könige der Power Trails natürlich nicht fehlen. 2.000 Dosen sind ausgelegt. Wir machten jede 50-te.





Weite Landschaften dominierten hier die Gegend.



Bei Warm Springs bogen wir in den Extraterrestrial Hwy ein. Sehr einsam hier. Leichte Regenschauer begleiteten uns.



Eine Geocach führte und zum Eingang der Area 51. Die Zufahrtsstraße ist in Google Maps gar nicht eingezeichnet.





Ganz nach vor trauten wir uns nicht. Wir drehten vorher um. Mach wenigen Minuten tauchten hinter uns zwei große Jeeps auf. Sie verfolgten uns bis auf den ET Hwy. Dann überholte uns einer und die Besatzung schaute in unser Fahrzeug. Ein paar 100 m weiter hielt er an und im Vorbeifahren sahen wir wie der Fahrer gerade funkte. Im Rückspiegel sah ich, wie die wieder umdrehten.

Typische Landschaft für diese Gegend.





Gegen Abend erreichten wir Rachel und unsere heutige Unterkunft, das Little Ale Inn. Sicherlich die schlechteste Unterkunft unserer Reise, aber der Ort und Name waren es wert.









Vor dem Inn steht eine Messstation für Radioaktivität. Sie misst die Reststrahlung der Atombombenversuche.





Das Inn selbst ist recht einfach. Die Wirtin recht hantig. Der viel gelobte Alien Burger ein schlappriges Brötchen.





Das Feuerwehrfahrzeug hat das richtige Kennzeichen.



Am Abend an der Bar trafen wir noch einen skurrilen Besucher. Er kennt jeden, war schon im deutschen Fernsehen usw. Nur warum lebt er in diesem Kaff. Voller stolz zeigt er uns den deutschen Beitrag. Nur wusste er nicht, da er kein Deutsch verstand, dass ihn die Interviewer ziemlich verarschten, weil er so ein schräger Typ ist.
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*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #13 am: 22.02.2018, 22:00 Uhr »
19.08   Rachel – Delta

Die Nacht in der Abgeschiedenheit war sehr ruhig. Alien Besuch in der Nacht.



Wir machten uns auf den Weg die letzten Geocach auf dem ET Hwy zu suchen. Ja wo ist er denn?





Am Ende des Hwy gibt es ein Souvenirgeschäft, leider hat es zu dieser frühen Stunde noch geschlossen.





An der Kreuzung mit der US93 gibt es ein kleines Geschäft mit Alienmotiven an der Hausmauer.







In Panaca führte uns ein Geocach zu einem sehr schönen Arch, der frei im Gelände steht.



Gleich nach Panaca ist der Cathedral Gorge State Park. Er war überraschend interessant. Der Sandstein wird durch den Regen zu einem hellbraunen Bryce Canyon.







Wir spazierten zwischen den Türmen umher.







Rasch entdeckten wir kleine Spalten in den Wänden. Sie waren Eingänge zu schmalen Slotcanyons.





Der ganze Park ist mit diesen Canyons überseht. Tolle Eindrücke.







Nachdem wir die Canyons ausgiebig erkundet haben, führen wir noch zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Parks.









Über endlose Straßen führen wir weiter Richtung Delta.



Ein weiterer Geocach führte uns zur Boot Hill Cemetery. Auf diesem Friedhof wurden vermeintliche Revolverhelden und andere Kriminelle begraben. Ihre Schuhe, daher der Name, wurden zu den Gräbern gegeben. Eine Frau ist hier auch begraben. Sie liegt in dem einzigen Grab das nicht in der Linie steht.





Auf jedem Holz steht die Totesgeschichte.



Weiter ging es zum Great Basin NP. Wir fuhren aber nur zum Visitor Center. In der Nähe liegt die Baker Archaeological Site. Hier sind Reste einer Indianersiedlung zu sehen.



Vor Delta gibt es noch den Boots Tree, schaut recht lustig aus.



Übernachtet haben wir im fast neuen Budget Motel in Delta.
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« Antwort #14 am: 24.02.2018, 19:40 Uhr »

20.08   Delta – Brigham City

Dieser Tag ist so ein Überbrückungstag vor einem großen Ereignis. Der bange Blick auf das Handy wie morgen das Wetter sein wird. Sicher war, dass es in unserem Bereich der Sonnenfinsternis nicht regnen wird. Aber entscheidend sind die Wolken und hier gab es noch einige Unsicherheit und damit auch, wo wir uns am besten positionieren.

Für unser Frühstück hatten wir uns ein nettes Plätzchen ausgesucht.



Unweit befindet sich der alte Friedhof von Silver City. Nur noch sehr wenige Gräber sind noch gepflegt.





Über die US6 geht es weiter Richtung Salt Lake City. In Eureka kamen wir zu einem Pioniergebäude.







Den Utah Lake fuhren wir auf der Westseite auf einer landschaftlich netten Nebenstraße entlang. Wir wollten die Bingham Kupfer Mine besuchen. Immerhin eine der größten Erdlöcher die vom Menschen auf dieser Erde gegraben wurden. Die Abraumhalden sind von weitem zu sehen.



Das Visitor Center ist aber leider geschlossen, so mussten wir wieder unverrichteter Dinge abziehen.

Salt Lake City besichtigten wir nur vom Auto aus. Irgendwie hatten wir kein Interesse an dieser Stadt.



Über die I15 geht es Richtung Norden. Auf den Verkehrsbeeinflussungsanlagen wurde schon auf die kommende Sonnenfinsternis hingewiesen.



Wir wollten zur Crystal Hot Spring. Als wir ankamen waren wir etwas enttäuscht. Die Hot Springs erwiesen sich als Erlebnisbad, das von einer heißen Quelle gespeist wird.



Wir hatten noch ausreichend Zeit, so beschlossen wir zur Golden Spike National Historic Site zu fahren. Sie liegt etwas abgelegen.



Der Ort bei dem der berühmte Goldene Nagel eingeschlagen wurde.





Die Gleise der alten Strecke sind entfernt. Nur im Bahnhofsbereich sind noch einige 100 Meter erhalten. Auf der alten Strecke ist es möglich mit dem Auto zu fahren. Schöner Ausblick auf das Salt Lake Becken.



Der Weg führt auch an einem kleinen Arch vorbei.



Vom Weg aus ist das weitläufige Testgelände vom Orbital ATK Aerospace Systems zu sehen. Gleich nach der Abzweigung zum Golden Spike ist eine Ausstellungsfläche. Hier sind Antriebe für die NASA zu sehen, aber auch Trägerraketen für die Atomsprengköpfe.







Gegen Abend erreichten wir das Crystal Inn Hotel & Suites in Brigham City. Eine sehr gute Unterkunft. Natürlich völlig ausgebucht, wie alle Hotels im weitem Umkreis. Wir beschlossen schon um 5 Uhr aufzustehen und los zu fahren, obwohl die Finsternis erst kurz vor 12 Uhr mittags ist. Mehr als 1 Million Besucher werden in Idaho erwartet und der Großteil muss über die einzige Verbindung der I15. Eigene Apps wurden entwickelt und ein LKW-Fahrverbot verhängt.
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