Rund um die Great American Solar Eclipse 2017

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*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #15 am: 27.02.2018, 21:00 Uhr »
21.08    Brigham City – Yellowstone NP (Lake Yellowstone) - Sonnenfinsternis

Um 4:30 Uhr standen wir auf. Ein kurzer Blick auf das Wetter. Schaut nicht schlecht aus. Keine großen Wolkenfelder.

Um 5 Uhr waren wir schon auf der I15. Eine Endlose Schlange an roten Rücklichtern zog sich über die Autobahn.



Sehr gut organisiert sie Amerikaner. LKW Fahrverbot und alle Baustellen wurden rückgebaut, damit der Verkehr ungehindert fließen kann. Manchmal fuhren wir direkt auf dem Baufeld. Trotzdem wurden kilometerlange Staus erwartet. Es ging aber recht zügig dahin.

Das Bild oben, entstand bei Pocatello. Das Wolkenbild sieht sehr gut aus, besser als prognostiziert. Unser Ziel war die Sage Junction. Sie ist die Abfahrt von der I15 auf die US33 in diesem Bereich verlief die Zentrallinie des Kernschattens. Es war hier schon einiges los. Alle Straßen sind schon gut zugeparkt. Viele sicherlich schon seit gestern da.





Da wir noch sehr viel Zeit hatten, der Kernschatten erreicht uns erst kurz nach 11:30, streiften wir durch die Gegend um einen guten Platz zu finden. Nördlich des Snake River an der N3600E sind zwei Kraterberge. Hier war sehr viel los. Zu so einem Event wollten wir nicht. Wir suchten nach einem ruhigen Plätzchen. Etwas nördlich fanden wir einen Platz. Wir parkten unter einer kleinen Anhöhe.



Die Anhöhe entpuppte sich als altes Lavafeld. Es war erst 8 Uhr also noch einige Zeit und noch immer sehr frisch mit knapp über 0°C. Es dauerte nicht lange, bis eine Polizistin auftauchte und uns mittteilte, dass wir hier nicht bleiben konnten. Wir sollen zum Eventplatz fahren. Es half nichts, wir mussten weg.

Auf der US33 fuhren wir zurück zur Junction mit der I15. Wir palzierten uns wenige Kilometer vor der I15 mitten im Lavafeld.



Nun begann das große Warten. Die Finsternis hat noch nicht einmal weit draußen am Pazifik begonnen. Jonas beim Experimentieren mit der Kamera.


 
Testschauen mit der Sofi-Brille.



Versorgt waren wir auch.



Das Wetter war nun perfekt. Wolkenloser tief blauer Himmel.

Um 9:45 begann die Sofi auf dem Pazifik, als der Mond die Sonne zu verdunkeln begann. Um 10:49 traf der Kernschatten auf die Wasseroberfläche. Nun raste er mit mehr als doppelter Überschallgeschwindigkeit auf uns zu. Bei uns war noch nichts zu sehen. Erst eine Stunde vor dem Höhepunkt war eine erste Verdunklung zu erkennen.



Nun ging es recht rasch. Der Mond arbeitete sich immer weiter vorwärts.



Das Licht wurde Zusehens fahl und tauchte die Landschaft ein eignes Licht.



Als wir das Brummen der Herkulesmaschine hörten, die versuchte die Sofi so lange wie möglich zu begleiten, war klar, dass es jetzt losgeht. Erst mit der vollständigen Verdunklung der Sonne wurde es wirklich finster. Die Sterne kamen hervor. Viele Fotografen haben nun den Frust ihres Lebens erlebt. Sofi-Fotografieren ist eine schwierige Sache und man hat nur 2 Minuten Zeit. Die besten Bilder gelangen Jonas mit dem Handy (!). Er hatte sich ein spezielles App heruntergeladen.



Auch mir gelang ein brauchbares Bild mit dem Handy, Ein Panorama, das den rot leuchtenden Kernschattenrand zeigt, der rund um uns zu sehen war. Sogar die verdunkelte Sonne ist zu erkennen.



Nach etwas mehr als 2 Minuten war der Spuk vorbei. Die Finsternis war völlig anders als 1999 bei uns. Keine brennende tanzende grünliche Corona um den Mond. Hier sah es so aus, als ob ein Scheinwerfer den Mond von hinten anscheinen würde.

Nach dem Ende sprangen wir sofort ins Auto, um noch möglichst vor der Masse der Besucher aus dem Kernschattenbereich zu kommen. Dies gelang uns recht gut. Erst bei Sugar City kamen wir in einen Stau bzw, zähflüssigen Verkehr. Bis West Yellowstone wurde der Verkehr immer weniger.
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*Wurzelsepp

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #16 am: 28.02.2018, 15:03 Uhr »
Wunderbar, danke für die Impressionen der Sonnenfinsternis. Ich habe sie von Wyoming aus gesehen. Bei mir war wohl der Verkehr (die I25 nach Süden) bei der Rückfahrt schlimmer, da war über mehrere Stunden fast Stillstand. Ich erinnere mich aber trotzdem gerne immer wieder an diesen Tag.

*wolfi

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #17 am: 28.02.2018, 17:40 Uhr »
chließe mich dem Dank an!

Schöne Fotos, die dieses unglaubliche Gefühl zurück rufen.

Und jetzt meine Standardfrage:
Bei "meiner" Sofi 1999 auf einem kleinen Berg am Balaton-Nordufer ist mir besonders nahe gegangen, dass mit dem Verschwinden der Sonne (also totale Verdunkelung) die ganze Tierwelt "erstarrte", alle Vögel waren ruhig ...
Und nach ein paar Sekunden fing dann das große Surren an - die Moskitos sind aufgewacht und die Jagd ging los!  :lol:

Hattet Ihr so was ähnliches oder gab es bei Euch keine Reaktion seitens der Tiere?

*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #18 am: 28.02.2018, 20:13 Uhr »
Wunderbar, danke für die Impressionen der Sonnenfinsternis. Ich habe sie von Wyoming aus gesehen. Bei mir war wohl der Verkehr (die I25 nach Süden) bei der Rückfahrt schlimmer, da war über mehrere Stunden fast Stillstand. Ich erinnere mich aber trotzdem gerne immer wieder an diesen Tag.

Wir hatten das Glück Richtung Norden zu fahren. Auf der I15 Richtung Süden soll es ebenso schlimm gewesen sein.

chließe mich dem Dank an!

Und jetzt meine Standardfrage:
Bei "meiner" Sofi 1999 auf einem kleinen Berg am Balaton-Nordufer ist mir besonders nahe gegangen, dass mit dem Verschwinden der Sonne (also totale Verdunkelung) die ganze Tierwelt "erstarrte", alle Vögel waren ruhig ...
Und nach ein paar Sekunden fing dann das große Surren an - die Moskitos sind aufgewacht und die Jagd ging los!  :lol:

Hattet Ihr so was ähnliches oder gab es bei Euch keine Reaktion seitens der Tiere?

Hier gab es keine Tiere, es war alles ruhig.

Aber bei der 1999 iger Sofi hatten wir ähnliche Erlebnisse. Wir waren neben einem Hühnergehege, Als die Sonne wieder hervor kam, waren die ersten schon im Stall. Bei beiden Sofis war deutlich der Temperaturabfall zu spüren.

Für mich der schönste Moment ist, wenn der erste Sonnenstrahl hinter dem Mond wieder hervorkommt.
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*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #19 am: 04.03.2018, 11:04 Uhr »
21.08    Brigham City – Yellowstone NP (Lake Yellowstone) – Nach der Sonnenfinsternis

Über West Yellowstone fuhren wir in den National Park. Wir waren 2008 schon einmal hier und wollten nun die restlichen Feinheiten aufsuchen.



Wir blieben bei der Medison Junction auf der US89. Im Park war wenig los. Wahrscheinlich waren alle noch im Stau wegen der Sofi. Erster größerer Stopp war der Artist´s Point. Ein kurzer Fußmarsch führte zu den Pots.



Am besten gefallen hat mir der Schlammpot.





Das Norris Basin ließen wir vorerst aus. Über die Norris Canyon Rd ging es weiter zur Canyon Village und zum Grand Canyon of the Yellowstone.



Hier klapperten wir ein paar Aussichtspunkte ab. Die Farbenbracht in der tief stehenden Sonne war genial. Am Grund konnten wir sogar einige Dampfquellen entdecken.





Lower Falls of the Yellowstone.



Über das Hayden Valley wollten wir zu unserer Unterkunft beim Lake Yellowstone. Bei einem Aussichtspunkt waren viele Bisons im Tal zu sehen.











Einige Bisons waren sogar direkt neben der Straße. Sie warfen sich in der Erde und kamen immer näher.



Ein Bulle begann ein Weibrechen zu bedrängen und drückte es immer weiter Richtung Straße.



Er schob es recht aggressiv mit lautem brummen weiter, dass beide zeitweise zum Laufen kamen.



Er trieb das Weibchen entlang des Parkplatzes auf eine Gruppe Fotografen zu, die hinter einer Kuppe, das Unheil nicht kommen sehen konnten. Die Leute am Parkplatz riefen und fuchtelten. Im letzten Moment erkannten sie die Gefahr und flüchteten Hals über Kopf.





Auf dem Weg zur Lake Lodge behinderte noch ein Bison den Verkehr. Er ließ sich unbeeindruckt überholen.





Unser Abendessen bereiteten wir auf unserer Türschwelle zu und ließen diesen eindrucksvollen Tag Revue passieren.

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*Heike & Heimo

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« Antwort #20 am: 06.03.2018, 19:07 Uhr »
22.08   Yellowstone NP (Lake Yellowstone)

Für diesen Tag war das schönste Wetter im Yellowstone NP vorhergesagt. Wir wollten daher unbedingt zum Aussichtspunkt des Grand Prismatic Spring, um ein Versäumnis von 2008 nachzuholen. Nach dem Frühstück fuhren wir zuerst zum West Thumb Geyser Basin. Lag auf der Strecke. Es war noch wenig los, da die externen Besucher noch auf der Anfahrt waren.





Wir gingen den Rundweg ab. Nicht alle Stellen waren zugänglich. Am See blubberten die kleinen Geysire im Wasser vor sich hin.







Wenn der Weg wieder hinauf zu den Höllenschlund Pools führt, wird es sehr farbenfroh.





Bei den Höllenschlund Pools war der Wind optimal, um die Tiefe zu erkennen.



Nächstes Ziel war das Black Sand Basin gleich nach der Ausfahrt zum Old Faithful. Hier hatten wir schon Glück noch einen Parkplatz zu finden. Der Rundweg führt ebenfalls an schönen Pools und kleineren Geysiren vorbei.









Besonders gefiel mir diese Landschaft mit den Bäumen.





Nun wollten wir zum Hauptziel des Tages den Grand Prismatic Spring. Wir mussten schon recht weit entfernt vom Trail Head zum Aussichtspunkt parken. Gleich nach dem Beginn kommen erste Pools.



Schon von einiger Entfernung war der blaurote Schimmer des Spring zu sehen. Ebenso Unmengen an Besuchern.



Vom Aussichtspunkt selbst ergibt sich natürlich ein unglaublich schönes Bild. Sehr beindruckend.



Beim Parkplatz des Rundweges zum Grand Prismatic Spring war enorm viel los. Wir entschieden weiter zu fahren. An einer endlos scheinenden Fahrzeugkolone vorbei, fuhren wir zum Firehole Lake Drive. Auf dieser Straße war wieder nichts los.

Firehole Spring:


Ein Geysir dessen Namen ich vergessen habe.


White Dome Geysir:


Hot Lake:


Zurück auf der Hauptstraße führen wir entlang der Kolone zu einem Picknickplatz mit dem Namen Nez Perce. Wir nahmen hier eine kleine Jause ein. Unweit am Fluss befindet sich ein kleiner Pool.



Vor der Madison Junction bogen wir in die Firehole Canyon Rd ein. Wir wollten zur Badestelle. Es war hier einiges los, aber wir fanden rasch einen Parkplatz. Jonas und Heike wagten sich in die doch recht frischen Fluten. Wir hatten mit wärmeren Waser gerechnet. Am Felsen vorbei treibt einen das Wasser zu einem Tümpel.





Es war nun schon mittlerer Nachmittag. Die Kolone begann sich jetzt Richtung Ausgang umzudrehen. So waren wir wieder auf der richtigen Seite der Straße. Beim Fountain Paint Pot legten wir einen Stopp ein. Ein schöner Weg führt hier durch das Gelände.









Beim Grand Prismatic Spring war schon wesentlich weniger los, aber immer noch viele Leute.



Excelsior Geysir:


Grand Prismatic Spring:





Turquoise Pool:



Zum Tagesabschluss erwischten wir noch den Old Faithful genau zur Ausbruchszeit.

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*Heike & Heimo

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« Antwort #21 am: 10.03.2018, 21:41 Uhr »
23.08   Yellowstone NP (Old Faithful)

Wir wechselten an diesem Tag die Unterkunft zu einem Häuschen bei der Old Faithful Snow Lodges. Die Anfahrt führte über einen weiten Bogen über Mammoth Hot Springs. Vor dem Hayden Valley marschierte wieder unser Bison von vorgestern.


 
Erstes Ziel war das Mud Vulcano Gebiet. Es gibt hier wieder einen Rundweg. Zuerst gingen wir zum Dragon´s Mouth. Eine röhrende Quelle.





Oben am höchsten Punkt waren zwei große Quellen.



Bald nach unserer Ankunft tauchte das Bison auf, dass gemächlich an den Besuchern vorbei den Berg hinaufgegangen war.



Bei unserem Rückweg zum Parkplatz kamen wir an weitern Quellen vorbei.





Gleich nach dem Mud Vulcano kommt die Sulphur Caldron. Das Wasser ist hier extrem sauer. Niemand würde ein Eintauchen in das Wasser überleben.





Bisons durften natürlich im Hayden Valley nicht fehlen.



Vorgestern besuchten wir die Westseite des Canyon of the Yellowstone. An diesem Tag war die Ostseite an der Reihe. Zuerst besuchten wir direkt die Upper Falls.



Der Aussichtspunkt zu den Upper Falls war leider gesperrt. Wir führen weiter zum Artists Point.





Über den Mount Washburn Pass fuhren wir zum Tower Fall. Der Ausblick war nicht besonders. Interessanter waren die Sandsteingebilde.





Bei einem weiteren Aussichtspunkt sollten dampfende Quellen am Fluss zu sehen sein. Leider dampfte hier nichts.



Das Lamar Valley ließen wir aus und fuhren zum versteinerten Baum.



Am Yellowstone River machten wir eine Mittagspause.



In Mammoth Springs gingen wir einen Teil des Weges ab zu Sinterterrassen, die neu entstanden sein dürften.









Zum Abschluss fuhren wir noch den Upper Terrace Loop, den wir 2008 mit dem WOMO nicht fahren konnten.







Da wurden Warnschilder nicht ganz ernst genommen?



Auf dem Weg zum Norris Basin, kamen wir noch am Roaring Mounten und an Basaltsäulen vorbei.





Beim Norris Basin war noch einiges los. Wir ergatterten aber einen recht guten Parkplatz. Zuerst machten wir uns zum südlichen Teil auf.

Steamboat Geyser:


Der Rundweg führte wieder an vielen Springs und Geysiren vorbei.









Der nördliche Teil des Basins war für mich farblich interessanter, obwohl das Licht nicht optimal war. Auch hier gab es einen Rundweg.













Gegen Abend erreichten wir Snow Lodges. Nach dem beziehen des Hauses machten wir uns sofort auf den Weg zum Old Faithful. Mit der tiefen Sonne und den Wolken, gelangen tolle Bilder.











Nach einem kleinen Imbiss, gaben wir uns noch eine Abendvorstellung des Old Faithful, fast ohne Besucher. Für ordentliche Bilder war es schon zu finster.

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*wolfi

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #22 am: 11.03.2018, 10:56 Uhr »
Wow!
Die Bilder vom Yellowstone sind ja fantastisch, danke dafür!

Leider habe ich es nie dorthin geschafft, war immer zu weit abseits vom Weg ...

Aber das war jetzt eine kleine Entschädigung.  :wink:

PS:
Wie schmeckt denn das Old Faithful Ale? Ein bisschen nach Schwefel?  :D

*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #23 am: 14.03.2018, 20:39 Uhr »
Wow!
Die Bilder vom Yellowstone sind ja fantastisch, danke dafür!

Leider habe ich es nie dorthin geschafft, war immer zu weit abseits vom Weg ...

Aber das war jetzt eine kleine Entschädigung.  :wink:

PS:
Wie schmeckt denn das Old Faithful Ale? Ein bisschen nach Schwefel?  :D

Nach Schwefel schmeckt das Bier in Island. Diese Bier schmeckt sehr süß.


24.08   Yellowstone NP (Old Faithful)

Der letzte Tag im Yellowstone NP bricht an. Der Vorteil, direkt beim Old Faithful zu wohnen ist, dass in der Früh noch wenige Leute im Park sind.



Der erste Ausbruch im Morgengrauen darf natürlich auch nicht versäumt werden.



An diesem Tag widmeten wir uns ganz dem Old Faithful Gebiet. Wir machten uns rasch auf den Weg zum Daisy Geysir. Das Zeitfenster für den nächsten Ausbruch war noch offen. Noch ca. 5 Minuten entfernt sahen wir aber schon die Dampffontaine aufsteigen. Leider zu spät. Der Schmerz hielt sich in Grenzen, da wir ihn schon 2008 gesehen hatten.

Giant Geysir:




Dafür war der Grotto Geysir gerade aktiv. Mit dem Tageslicht gab das schöne Eindrücke.









Etwas später inaktiv.



Das nächste Ziel war der Riverside Geysir. Wir mussten hier warten, da er sich etwas zierte.





Wir schlenderten durch den Park und kamen bei einigen schönen Pools und Springs vorbei.









Am Daisy vorbei gingen wir Richtung Black Sand Basin.



Wir errichten einen kleinen Seitenspring.



Schöne Landschaften gab es auf dem Rückweg zu bestaunen.



Der Morning Glory Pool war unser nächstes Ziel.



Von diesem Pool führt ein Weg zum Biscuit Basin. Am Beginn stand zur Beruhigung ein Bärenwarnschild.



Bärenspray hatten wir keinen mit, aber wir trafen einige Leute mit einem Spray. Der Weg führt zuerst durch einen Niederwald.



Nach einiger Zeit tauchten schöne Polls auf.





Als die Straße zu hören war, kam Unmut auf, warum wir nicht mit dem Auto zum Biscuit Basin gefahren sind. Das Basin selbst ist aber sehr schön.









Ich verzettelte mich etwas und musste daher den Rückweg allein antreten. Meist allein unterwegs, war das Bärenwarnschild immer im Kopf.

Zurück im Old Faithful Gebiet kamen wir gerade recht zum Ausbruch des Castle Geysirs. Ein tolles Schauspiel, dass mindestens 20 Minuten andauerte.









 Zwei Geysire auf einem Bild.



Zum Schluss kommt nur mehr Dampf mit hoher Geschwindigkeit und donnerndem Geräusch aus dem Schlot.



Wir sparzierten noch im Park umher und warteten auf den Ausbruch des Grand Geysirs.







Zur Ausbruchszeit des Grand Geysirs verschlechterte sich das Wetter immer mehr. Gewitter tauchten über den Randgebirgen auf. Es blieb aber noch trocken. Ein kalter Wind kam auf.







Jetzt mussten wir schauen, dass wir rasch zurück zu den Gebäuden kamen. Blitz und Donner kamen immer näher. Als wir den Store erreichten begann es zu regnen. Glück gehabt.

Besonders schräg fanden wir die Sommerweihnachtsaktion im Store. Es wäre möglich gewesen, die gesamte Weihnachtsausstattung zu kaufen.

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*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #24 am: 16.03.2018, 21:06 Uhr »
25.08   Yellowstone NP – Vernal

Dieser Tag war ein Transfertag in den Süden. In der Früh war es bewölkt und leicht regnerisch. Wir verließen den Yellowstone Richtung Grand Teton NP. Die Bergkette war hinter Wolken mit interessanter Stimmung.





Hervor sticht die schwarze Felslinie vom Gipfel senkrecht ins Tal.



Nun gingen es hurtig Richtung Süden. Bei Farson kamen wir zu einem Parkplatz mit einer umfangreichen Beschreibung der Deer-Wanderung. Die Straßen sind hier auch hoch eingezäunt.





Wir wählten die 191 östlich der Flaming Gorge NRA. Die Landschaft hat hier einiges zu bieten.











Von einem Aussichtspunkt war der Stausee sehr gut zu sehen.





Bei der Staumauer wurden wir von der Security freundlich vertrieben. Kritische Infrastruktur. Unser Ziel für die Übernachtung war das Microtel Inn & Suites by Wyndham Vernal, Etwas außerhalb, aber sehr ruhig.
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*Heike & Heimo

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« Antwort #25 am: 18.03.2018, 19:07 Uhr »
26.08   Vernal – Moab

Erstes Ziel des Tages war dar Dinosaur NP. 2008 konnten wir die Ausstellungsfläche nicht besuchen, da sie baufällig war. An diesem Tag war es nun soweit.



Wir waren so früh dran, dass wir mit dem Auto selbst zur Ausgrabungsstelle fahren konnten. Sehr imposant diese Felswand.













Zum Abschluss nahmen wir noch an einer Führung außerhalb der Halle teil. Eine Rangerin erklärt uns die Geschichte des Parks. Der Entdecker der Fossilien hatte einen großen Druck von seinen Geldgebern. Auf Grund der Geologie war er sich sicher, dass hier Dio-Fossilien sein müssen. Er brauchte aber sehr lange Zeit, bis er die Stelle lokalisieren konnte.

Über Dinosaur und der 139iger führen wir Richtung I70. Bei einem Aussichtspunkt nach dem Park hatte Heike Glück. Bei einem vorbeifahrenden Wohnmobil löste sich eine Radkappe. Die rollte mit hoher Geschwindigkeit an ihr und unserem Auto vorbei und hüpfte in den Graben. Wir nahmen die Kappe mit, konnten das Womo aber nicht mehr einholen.

Schon gewaltig die Kräfte, die auf die Felsen gewirkt haben.



Douglas Pass der 139iger:



Ein Geocach führte uns zu einer Semi-Ghost Town Cisco. Ein Haus scheint noch bewohnt zu sein.





Gleich nach der Brücke der 128er über den Colorado legten wir bei Temperaturen von knapp 40°C eine Jausenpause ein. Ein weiterer Geocach führte uns zu einer Höhlenwohnung über der 128.





Die 128 Richtung Moab ist für mich noch immer eine der schönsten Hauptverbindungen im Südwesten.





Bald tauchten die Fisher Towers auf.



Wir fuhren zur Picnic Area.



Geplant war eine Wanderung um die Towers. Die 40°C ließen uns aber schnell davon abkommen. Wir erkundeten nur die nähere Umgebung. Zwei Wanderer, die gerade von ihrer Wanderung zurückkamen, sahen sehr mitgenommen aus.







Beim Ende der 128 besichtigten wir die neue Fußgängerbrücke über den Colorado.



Wir hatten noch ausreichend Zeit. Wir beschlossen daher noch in den Arches NP zu fahren. Die bereits tief stehende Sonne ließ die Felsen leuchten.









Wir kamen bis zum Balance Rock.



Gegen Abend fuhren wir zu unserer Unterkunft für die nächsten beiden Tage, dem Adventure Inn.
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*gecko1a

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #26 am: 18.03.2018, 20:15 Uhr »
Bei diesen Bildern kommt wieder die Sehnsucht nach roten Steinen  :roll:

*Drummond

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #27 am: 18.03.2018, 20:55 Uhr »
Adventure Inn!
Da habe ich viermal oder 5 gewohnt. War damals Inhaber verwaltet
Ging dann an ein deutsches Paar. War da gerade da.
Jetzt sehe ich das nur bei Booking.com usw.
Ist aber immer ausgebucht
Wie seid ihr da rein gekommen?
VG

*Heike & Heimo

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Antw:Rund um die Great American Solar Eclipse 2017
« Antwort #28 am: 23.03.2018, 21:49 Uhr »
Adventure Inn!
Da habe ich viermal oder 5 gewohnt. War damals Inhaber verwaltet
Ging dann an ein deutsches Paar. War da gerade da.
Jetzt sehe ich das nur bei Booking.com usw.
Ist aber immer ausgebucht
Wie seid ihr da rein gekommen?
VG

Die Unterkunft ist für Moab günstig. Wir haben schon 9 Monate vorher gebucht.


26.08   Moab – Umgebung

Zwei Ziele stehen an diesem Tag auf dem Programm. Der Corona Arch und der Shafer Trail.

Bevor wir zum Trailhead des Corona Arch kamen, machten wir noch einen Stopp bei den Dinosaurierspuren, kurz nach dem Beginn der Pottash Roead.





Am Parkplatz des Corona Arch war nur ein Fahrzeug, ein gutes Zeichen. Gleich am Beginn des Trails, eines der bekanntesten Fotomotive.



Wir durchwanderten eine sehr schöne Landschaft, völlig ruhig und allein.





An manchen Stellen war der Weg mit Ketten und Leitern gesichert.



Bald tauchten der Arch und ein Loch im Fels auf.





Der Corona Arch selbst war sehr imposant. Riesig und von einer monumentalen Schönheit.





Zurück ging es auf dem gleichen Weg.

Wir fuhren Richtung Potash weiter. Nach einigen Kilometern endete die Asphaltstraße und ging rasch in eine relativ grobe Schotter-/Sandstraße über.



Bald tauchen die ersten schönen Felsformationen auf.







Die Straße offenbarte immer schönere Einblicke.







Manchmal war die Straße im schlechten Zustand, hin und wieder mussten wir Steine auf die Fahrspur legen, damit wir nicht aufsaßen.  Wir kamen zu den Potash (Kaliumcarbonat) Produktionsstätten. Das kräftige blau hob sich wunderbar vom roten Felsen ab.



Weiter ginge es durch die rote Felslandschaft.



Die Straße wurde immer spektakulärer.  Am Abgrund in den Fels gehauen.



Der Gren River lag uns zu Füßen.







Toller Parkplatz.







Bevor wir den Shafer Trail hinauffuhren, machten wir noch einen Abstecher über die White Rim Road zum Musselman Arch.







Dann ging es recht spektakulär den Shafer Trail hinauf. Tolle Straße, ganz nach meinem Geschmack.







Recht knapp am Abgrund.



Etwas unterhalb des Visitor Centers des Island in the Sky wird die Hauptstraße erreicht. Von hier gibt es einen schönen Ausblick auf die Straße, auf der wir kurz vorher gefahren sind.









Es war nun schon recht spät und wir waren auch gesättigt von den Eindrücken. Wir machten uns daher auf den Rückweg nach Moab und verbachten den Abend in der Stadt.
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« Antwort #29 am: 23.03.2018, 22:08 Uhr »
Wow, schöne Bilder und eine tolle Fahrt auf dieser "unbefestigten" Straße!
Wieder eine Meisterleistung der Erosion ...  :wink:

Was hättet Ihr denn da gemacht, wenn Euch einer auf diesen Serpentinen entgegen kommt?
Oder ist das Einbahnstraße?