Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika

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*saibot

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #90 am: 01.11.2017, 07:58 Uhr »

Das erinnert mich jetzt spontan an die Sendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“...das grenzt ja schon an Betrug das Graben in einer Mine zu verkaufen und Schutzausrüstung von den Besuchern zu verlangen und dann wird man auf einen ausrangierten Steinhaufen geschickt. Da würde ich eigentlich negative Bewertungen auf TripAdvisor erwarten.

Die Idee deiner Frau so ein Erlebnis zu schenken finde ich aber super! Da hast du doch jetzt ein Stein bei ihr im Brett  :lol:

Übrigens haben wir im Urlaub eine amerikanische Familie getroffen die auch auf Steinesuche war. Das war in Silverton und sie hatten eine Karte wo überall in Colorado man Steine und Mineralien finden kann. Sie meinten dass das in USA ein beliebtes Hobby ist. Wenn ich gewußt hätte dass dich das interessiert hätte ich sie gefragt wo man die Karten bekommen kann.

2013 waren wir im Custer State Park in South Dakota, da gab es Rosenquarzadern im Boden. Und im Museum in Custer gibt es eine große Mineralien- und Steinesammlung, das wäre genau das richtige für euch.


Meine Frau hat sich echt gefreut, auch wenn es vom Ergebnis her "umsonst" war. Trotzdem war es ein Erlebnis, ein Abenteuer.

An "Steinen im Brett" habe ich sogar zwei. Der von der "Opalmine" ist der kleinere von  beiden. Den dickeren will ich mir "übermorgen" verdienen. Seid gespannt!

Wir sind zwar durch Custer gefahren, hatten aber das "Gesteinologie-Museum" nicht auf dem Schirm, schade. Die entsprechende Abteilung im Naturkundemuseum von Denver hatte wir vor 4 Jahren allerdings gesehen. Da waren eine ganze Reihe repräsentativer Stücke ausgestellt. Höhepunkt war ein kleines Stück Mondgestein hinter dickem Panzerglas mit Lupe. Für mich sah das Steinchen "ganz normal" aus, Uta hat es emotional sehr bewegt.
 
Gruß
Tobias

*paula2

  • Paula
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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #91 am: 01.11.2017, 09:23 Uhr »

An "Steinen im Brett" habe ich sogar zwei. Der von der "Opalmine" ist der kleinere von  beiden. Den dickeren will ich mir "übermorgen" verdienen. Seid gespannt!

Wir sind zwar durch Custer gefahren, hatten aber das "Gesteinologie-Museum" nicht auf dem Schirm, schade.

In das Museum in Custer sind wir nur gegangen weil das Wetter zum wandern zu schlecht war. Es ist ein ganz normales Heimatmuseum wie wan sie im Westen in fast jedem Ort findet mit alten Hauhaltsgeräten aus der Zeit der Pioniere etc. Aber die Mineralogieausstellung war wirklich außergewöhnlich. Und eine Ausstellung zu General Custer gab es natürlich auch. 

Ich bin gespannt wie es weitergeht. Vielleicht seid ihr ja noch unter die Höhlenforscher gegangen?  :D

*BigDADDY

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #92 am: 01.11.2017, 12:08 Uhr »
Mh,

dass sich immer noch ein paar verrückte Touristen finden, die für Geld den Abraum wegragen: so eine Idee suche ich schon lange, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Apropos: den Bären hättet Ihr ruhig mitbringen können, für die "Bares für Rares"-Abendsendung. Ein Träumchen...
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*saibot

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Antw: Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #93 am: 03.11.2017, 19:05 Uhr »
Grand Teton


Das Frühstück im Ranch Inn ist ganz passabel. Wir sind heute früh aufgestanden, weil wir am Jenny Lake etwas wandern wollen. Das setzt voraus, dass man dort einen Parkplatz bekommt.

So starten wir gegen 8.00 Uhr vom Hotel und erreichen den Parkplatz am Jenny Lake kurz nach 8.30 Uhr. Das war knapp, denn wir erhalten einen der letzten freien Plätze. Es sind schon viele Besucher unterwegs. Dazu kommt, dass wegen Bauarbeiten nicht die gesamte Parkfläche zur Verfügung steht.

Ziel sind heute der Inspiration Point und die Hidden Falls. Beides liegt auf der anderen Seite des Sees. Wir könnten um den See herum laufen (3,2 km one way) oder uns mit dem Boot übersetzen lassen (round trip 15 $ p.P.).

Wir nehmen das Boot.

Während der kurzen Überfahrt ergeben sich schon schöne Motive.





Als wir ankommen, bemerkt Uta sofort das Fehlen eines „Herzenhäuschens“ auf der anderen Seite. Detrius hatte in seinem Reisebericht ähnliches geschildert.
Sonst sind Parkverwaltungen in dieser Hinsicht geradezu vorbildlich, warum es gerade hier fehlt, bleibt uns ein Rätsel.
Im Moment ist uns das mehr oder weniger egal. Allerdings beginnt meine Frau, „strategisch“ zu trinken, also wenig bis gar nicht.

Während man früher über die Hidden Falls zum Inspiration Point wandern konnte, ist das im Moment wegen Bauarbeiten am Weg nicht möglich. So müssen wir beide Ziele separat erwandern und starten mit dem Inspiration Point. Das Plateau, von dem aus man einen schönen Blick über den See hat, liegt geschätzt so etwa 100 m über dem Jenny Lake. So geht es lange Zeit immer nur bergauf.

Der Weg beinhaltet zwei kleine „Gemeinheiten“. Zum einen führt er nicht direkt zum Ziel, sondern mit Umweg „hinten herum“ und zum anderen ist das Ziel nicht der höchste Punkt, d.h. man hat einige Höhenmeter mehr zu überwinden.
Egal, sofern man aus dem Wald heraus ist, gibt es auch unterwegs schon schöne Ausblicke.







Die Bärenglocke haben wir zwar dabei, packen sie aber bald weg, weil richtig viele Leute unterwegs sind. Entweder die Bären sind bereits verscheucht oder satt.

Irgendwann erreichen wir den Inspiration Point und genießen den Ausblick.









Hier kommen wir auch mit einer Amerikanerin italienischer Abstammung ins Gespräch. So wie wir die Nationalparks der USA schätzen, liebt sie Deutschland und schlägt uns vor, die Pässe zu tauschen. Ja, wie wir auf unserer Reise vielfach bemerkt haben, steht Deutschland allgemein hoch im Kurs. Wir glauben, wir können alle recht  froh sein, bei der „Eierstock-Lotterie“ (Zitat Warren Buffet) Deutschland gewonnen zu haben.

Vom Inspiration Point aus kann man auch die Bauarbeiten am Weg sehen. Wahrscheinlich ist dieser in der nächsten Saison wieder geöffnet.



Danach gehen wir zu den Hidden Falls (ein deutlich kürzerer Weg) und machen ein paar Fotos. Der Wasserfall ist durchaus beeindruckend.





Lange verweilen können wir nicht, denn wir bemerken beide, dass der jeweilige „hydrostatische Druck“ die Warnschwelle überschritten hat. Mit uns sind viele andere unterwegs und vom Weg aus ist nicht allzu viel Gebüsch zu erreichen. Nun will ich nicht auf die physiologischen und psychologischen Unterschiede der Entwässerung bei Mann und Frau im Freien unter besonderer Berücksichtigung von Publikumsverkehr eingehen, nur so viel:

Als Mann hat man schneller mal eine Stange Wasser an einen Baum gestellt …

So habe ich irgendwann mein Problem gelöst, während meine Frau sich darauf konzentriert, nicht daran zu denken.  Ich will das jetzt nicht weiter ausmalen. Die Überfahrt klappt zügig und wir erreichen rechtzeitig das „rettende Ufer“. An die Freunde von der Nationalparkverwaltung: Das gibt Abzüge in der B-Note.

Nachzutragen wäre noch, dass an den Zufahrtstraßen zum Parkplatz weithin wild geparkt wird. Anders als an den Sehenswürdigkeiten des Yellowstone, wo sich die Besucher vielleicht eine Stunde aufhalten, ist das hier ein Wanderparkplatz. D.h. Leute, die herkommen, bleiben i.d.R. einen halben Tag oder länger. Entsprechend gering sind die Fluktuation und damit die Chancen auf eine Lücke.

Anschließend geht es auf den Signal Mountain.







Später wollen wir uns noch  den Jackson Lake ansehen und fahren zum Colter Bay Visitor Center. Es gibt zwar einen ganz netten Jachthafen da, aber (hier) keinen wirklichen Ausblick auf den See.



Danach nehmen wir die Hauptstraße (191) Richtung Süden und halten an den Turnouts wie Oxbow Bend und Co. an. So richtig tolle Anblicke erleben wir nicht, weil es in der Ferne etwas diesig ist und das mehrheitlich „Morgenlicht-Locations“ sind.





Zurück in Jackson Hole gehen wir wieder zum Town Square und machen ein Beweisfoto von einem der Torbögen aus den Abwurfstangen der Hirsche. Bislang war ich immer davon ausgegangen, dass es einen solchen Bogen gibt. Es sind vier, an jeder Ecke des Platzes einer.



Wir überlegen wegen des Abendessens. Ach, wenn wir schon einmal hier sind, gehen wir doch in die bekannte Cowboy Bar (die mit dem Reiter als Leuchtreklame). Am Eingang werden wir gefragt, ob wir in die Sports-Bar oder das Restaurant wollen. Dass es hier zwei Lokalitäten gibt, hatte ich gar nicht auf dem Radar. Nun gut, aufgrund unseres fortgeschrittenen Alters entscheiden wir uns für das Restaurant. Wir werden ins Untergeschoss geführt und dort platziert. Es macht alles einen recht vornehmen Eindruck, bis auf die (einheimischen?) Gäste in Shorts und mit Kappe.

Während wir sonst wortlos Eiswasser auf den Tisch gestellt bekommen, werden wir hier gefragt, ob wir „plain water“ oder „sparkeling water“ möchten. Dass wir das noch erleben dürfen: Sprudelwasser in Amerika! Das bestellen wir natürlich.

Als der Kellner mit einer Flasche San Pellegrino zurückkommt, ahnen wir, woher der Wind weht. Als er dann noch beim Eingießen seine Serviette schützend vor das jeweilige Glas hält, damit der Gast auch ja nicht einen Spritzer abbekommt (Sprudelwasser gibt ja auch hässliche Flecken), wissen wir, dass wir hier nicht bei der Armenspeisung gelandet sind.

Was soll’s. Wir bestellen Hirschsteak und Teton Amber Ale, was beides sehr lecker ist.

Beim Verlassen des Restaurants schauen wir uns dessen Namen noch einmal genau an:
„Million Dollar Cowboy Bar“
Ja, wie sagte schon der alte Lateiner: „nomen est omen“, der Name ist Programm.

Zum Abschluss des Tages gehen wir noch einmal um den Platz und schauen in einzelne Geschäfte hinein. Was hier an Deko-Produkten aller Art angeboten wird, ist schon beachtlich, die Preise leider auch.

Mit einem Glas Rotwein beschließen wir den Tag.


Morgen geht es in eine hier im Forum eher weniger beschriebene Gegend, nach Kemmerer.


Exkurs für Planer

Die Strecke:



Ranch Inn in Jackson Hole: empfehlenswert (Nähe zum Zentrum, gutes Continental Breakfast)

Jenny Lake: guter Ausgangspunkt für Wanderungen; Achtung, bis spätestens 8.30 Uhr am Parkplatz sein, sonst gibt es Blutdruck statt Erholung.

Wanderungen zum Inspiration Point und zu den Hidden Falls empfehlenswert;
Achtung, keine Toiletten am bergseitigen Seeufer!

Die Viewpoints entlang der 191 sollten, sofern man es auf schöne Fotos abgesehen hat, am Morgen bzw. vor dem Mittag angefahren werden, um die Sonne im Rücken oder von der Seite zu haben.

Million Dollar Cowboy Bar (Restaurant): gut und teuer

Gruß
Tobias

*paula2

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #94 am: 03.11.2017, 21:04 Uhr »
Kemmerer kenne ich, da ist das Fossil Buttes NM, da waren wir 2013 bei unserer Yellowstonereise auch.
Im Teton Nationalpark hatten wir damals strömenden Regen, an wandern war nicht zu denken, daher Danke für die schönen Eindrücke.

Auf dem Bild mit euch beiden sieht man doch Bäume und Büsche, hinter einen davon hätte ich mich geduckt...

*saibot

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Antw: Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #95 am: 04.11.2017, 08:20 Uhr »
Hallo Paula, ich weiß nicht mehr genau, woher ich welche Ziele habe. Deinen Yellowstone Reisebericht habe ich auf jeden Fall gelesen und dankbar eine ganze Reihe Anregungen daraus entnommen. Wahrscheinlich war auch Kemmerer mit seinem Fossil Butte NM dabei.

Der Besuch hat sich auf jeden Fall für uns gelohnt, wobei der eigentliche Höhepunkt ("Stein im Brett") erst "übermorgen" kommt.


Gruß
Tobias

*saibot

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Antw: Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #96 am: 11.11.2017, 17:54 Uhr »
Fossil Butte National Monument und mehr


Den Grand Teton NP können wir doch nicht verlassen, ohne an Schwabachers Landing gewesen zu sein.

Um wirklich die Morgenstimmung mitzubekommen, fahren wir noch vor dem Frühstück dorthin.
Leider ist der Himmel bedeckt, so dass das rötliche Morgenlicht fehlt, schade.





Der Herr Bieber lässt sich nicht blicken, auch wenn später hinzukommende Kinder nach ihm rufen.  :roll:
Allerdings können wir Spuren seines Wirkens sehen.



Auch anderes aus Fauna und Flora ist durchaus fotogen.







Eigentlich wollen wir noch zur alten Barn in der Mormon Row, da aber die Morgensonne fehlt, verzichten wir darauf.

Danach geht es zurück ins Hotel zum Frühstück, zum Sachenpacken und dem Check out. Im Albertsons besorgen wir uns ein Lunchpaket und los geht es in Richtung Kemmerer.

Um die Mittagszeit erreichen wir Afton, ein Touristenstädtchen. Hier wollen wir uns die Periodic Spring ansehen, eine Quelle, die abwechselnd sprudelt und versiegt. Die Anregung dazu hatte ich aus einem Reisebericht. Irgendwie habe ich aber das "Kleingedruckte" nicht gelesen oder vergessen, dazu gleich mehr.

Zur Quelle geht es von der Hauptstraße aus ein ganzes Stück in Richtung Osten. Leider ist es wieder eine von uns geliebte gravel road. Was soll’s. Vom Parkplatz muss man zur Quelle noch ca. 20 min laufen. Für uns war der Weg kein Problem. Hinter die Ausschilderung „rollstuhlgerecht“ setzen wir mal ein Fragezeichen (Untergrund Schotter/Kies, stetig ansteigend).

Die Quelle selbst ist recht schön anzusehen. Wir lassen uns also nieder, machen uns über unser Lunchpaket her und warten darauf, dass der Hausmeister die Quelle abstellt. Wir wollen "das Periodische" sehen. Wie wir da so sitzen, lese ich mir ein Schild durch, das die Funktionsweise der Quelle erläutert (ein Siphon, der sich nach und nach füllt und dann mit einem Mal entleert wird; quasi eine Art Klospülung mit Selbstauslöser). 





Beim letzten Satz auf dem Schild steigt allerdings Freude in mir auf:  :bang:

„Der periodische Effekt tritt nur vom Spätsommer bis März auf.“   

Pech gehabt, wir haben Ende Juli.

Die Quelle ist zwar auch so ganz nett, aber ohne „das Periodische“ lohnt sich unserer Meinung nach der Abstecher für Durchreisende nicht.

Wir machen uns auf den Weg zurück zum Auto und bestaunen das Treibgut im Gebirgsfluss (junge Felsbrocken und ausgewachsene Baumstämme). Zur Zeit der Schneeschmelze geht es hier sicher ordentlich zur Sache.



Wir sind ganz allein auf dem Weg. Ob es hier Bären geben könnte, will meine Frau wissen. Bestimmt nicht …
Das Bärenspray habe ich natürlich im Auto, nur die Glocke ist zufällig noch am Rucksack. Na gut, dann klingele ich eben wie verrückt, wenn ein Bär auftauchen sollte.
Das geschieht nicht, aber von einem anderen wilden Tier werden wir kritisch beäugt.



Weiter geht es in Richtung Kemmerer, das wir am späteren Nachmittag erreichen. Unser Ziel ist das Fossil Butte National Monument.



Ab diesem Schild sind entlang der Straße Marker angebracht, die Meilensteine aus der Entstehungsgeschichte der Erde vor den ersten Lebewesen beschreiben, wobei eine bestimmte Wegstecke immer einer bestimmen Zeitdauer entspricht. So fahren wir ein ganzes Stück bis zum Parkplatz.

Auf den letzten 100 m vom Parkplatz bis zur Eingangstür wird im gleichen Maßstab die Entwicklungsgeschickte der Lebewesen auf der Erde dargestellt. Selbst die Dinos sind nur wenige Meter vom Jetzt-Zeitpunkt entfernt und für den Menschen bleiben gar nur Zentimeter. Wir haben solche Zeitreihen schon mehrfach gesehen, waren aber selten so beeindruckt.

Die Gegend hier weist geologische Besonderheiten auf, die es möglich gemacht haben, dass Fossilien entstanden sind und sich über die Jahrmillionen erhalten haben. Alles was im Museum gezeigt wird, wurde im näheren Umkreis gefunden.









Später im Ort schauen wir noch in einem der Rockshops vorbei und sind auch dort beeindruckt. Es werden u.a. Sachen angeboten, die im 4- bis 5-stelligen Dollar-Bereich liegen. Wie schon gesagt, wir haben nicht genug Platz im Koffer …  :wink:

Wir beziehen unser Hotel (Best Western Plus) und sind mit unserer Wahl sehr zufrieden. Es gibt durchaus eine ganze Reihe anderer Hotels/Motels, die aber nicht wirklich als Alternative taugen. Um es freundlich auszudrücken: Sie sehen rein äußerlich recht preiswert aus.

In einem Liquor Store kaufen wir noch zwei Flaschen Rotwein. Erstaunlich ist, dass dieser Liquor Store mit Ausschank auch einen Drive-Thru-Schalter hat.  :kratz:



Es gibt hier ebenfalls einen Torbogen aus Hirsch-Geweihen wie in Jackson Hole, aber der ist klein und will noch wachsen.




Zu Abend teilen wir uns eine große Pizza im nahegelegenen Pizza Hut und gehen früh zu Bett, denn morgen haben wir viel vor ...


Ja, morgen wollen wir uns auf die Spuren von Fischschwärmen, Guido Maria Kretschmer und Sven Hannawald begeben. 

Was das wohl wieder zu bedeuten hat?

Das liegt doch auf der Hand: fischen, powershoppen und skispringen!
Nicht wirklich jetzt, oder doch?   :think:

Stay tuned!


Exkurs für Planer

Die Strecke:



Schwabachers Landing: sehr empfehlenswert, unbedingt am frühen Morgen machen

Grand Teton NP: Als Minimum würden wir 2 Übernachtungen empfehlen mit einem vollen Tag im NP und zwei halben Tagen davor und danach. Wir hatten „davor“ nur den Abend in Jackson Hole und „danach“ nur zwei  Stunden, was etwas kurz war. Eine Übernachtung in Jackson Hole erscheint als akzeptabler Kompromiss zwischen Nähe und Kosten. Naturliebhaber und Studenten mögen eine spartanische Cabin im Wald bevorzugen, Lottogewinner ein Hotel am See.

Periodic Spring in Afton: Die Quelle verhält sich nur vom Spätsommer bis zum Ende des Winters periodisch (="an/aus"), ansonsten sprudelt sie permanent. Sie ist auch als „gewöhnliche Quelle“ schön anzusehen, allerdings liegt sie ein ganzes Stück außerhalb (gravel road). Daher lohnt sich unserer Meinung nach ein Abstecher für Durchreisende nur in der Zeit, in der sie periodisch arbeitet.

Fossil Butte NM: empfehlenswert für Interessierte, aber recht abseits gelegen. Der Umweg lohnt sich, wenn man ihn mit anderen Aktivitäten verbinden kann. Siehe „morgen“.

Best Western Plus in Kemmerer: sehr empfehlenswert. Es gibt eine Reihe von vermutlich preiswerteren Alternativen, bei denen man aber befürchten muss, dass man am Sparen nicht so recht Freude hat. Wer es dennoch versuchen möchte, sollte sich vorher die Gegend um das jeweilige Hotel/Motel mit Google Street View ansehen, sofern verfügbar.


Gruß
Tobias

*paula2

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Antw: Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #97 am: 12.11.2017, 17:23 Uhr »

Ja, morgen wollen wir uns auf die Spuren von Fischschwärmen, Guido Maria Kretschmer und Sven Hannawald begeben. 

Was das wohl wieder zu bedeuten hat?

Das liegt doch auf der Hand: fischen, powershoppen und skispringen!
Nicht wirklich jetzt, oder doch?   :think:

also diesmal versuche ich erst gar nicht zu raten...

schade dass ihr mit der periodic spring Pech hattet. Ich habe in meinem Reisebericht von 2013 noch mal nachgelesen: wir waren da am 1. September und auf dem Schild das ich damals fotografiert habe steht was von Spätsommer bis Winter, das ist mir damals aber gar nicht aufgefallen, wir haben einfach nur Glück gehabt, auf der Webseite von Afton steht die Einschränkung nämlich nicht!

Im Fossil Butte NM hat es uns auch super gefallen, das ist das einzige Museum das ich kenne wo ausgestorbene Fische und Schildkrötenfossilien ausgestellt sind. Und die Fotos an Schwabacher Landing sind toll, wir haben damals vor Wolken und Regen nicht mal die Berge richtig gesehen, ich muss da noch mal hin...

*saibot

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #98 am: 13.11.2017, 20:27 Uhr »
Schön, dass dir die Bilder gefallen.

Wegen unserer morgigen Aktivitäten kannst du ja noch ein bisschen im Stillen grübeln. Ein Tipp noch: Wir werden u.a. wirklich hinter Fischen her sein, nur eben nicht ganz so, wie man sich das gewöhnlich vorstellt.


Gruß
Tobias

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #99 am: 14.11.2017, 08:19 Uhr »
Hallo Tobias,

mir liegt schon lange eine Frage auf den Lippen, hoffentlich ist sie nicht zu indiskret: warum verzerrst du die Gesichter auf den Bildern? Habt ihr schon mal negative Erfahrungen gemacht oder seid ihr generell sehr vorsichtig?
Gruß
Lothar

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*saibot

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #100 am: 14.11.2017, 21:46 Uhr »
Hallo Tobias,

mir liegt schon lange eine Frage auf den Lippen, hoffentlich ist sie nicht zu indiskret: warum verzerrst du die Gesichter auf den Bildern? Habt ihr schon mal negative Erfahrungen gemacht oder seid ihr generell sehr vorsichtig?

Hallo Lothar,

wir möchten einfach nicht, dass Fotos von uns unkontrolliert verbreitet werden.
Gruß
Tobias

*Simone_JJ

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #101 am: 15.11.2017, 08:29 Uhr »
Hallo Tobias,

 :dankeschoen: schon mal für den tollen Bericht. Es ist toll, wieviel Mühe du dir machst und diese Tipps am Ende der Kapitel sind super für die Planung einer eigenen Reise.  :verneig:

Viele Grüße
Simone

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #102 am: 15.11.2017, 09:40 Uhr »
Auch von mir vielen Dank für Deinen tollen Bericht :verneig:!

wir möchten einfach nicht, dass Fotos von uns unkontrolliert verbreitet werden.
Volles Verständnis. Aus dem Grund gibt es auch in meinen Berichten praktisch keine Fotos von uns außer von hinten oder als Geistererscheinung
Gruß
mrh400

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #103 am: 15.11.2017, 11:57 Uhr »
Mh,

je mehr ich über die USA lese und auch hier sehe, desto eher würde ich eigentlich meinen Pass tauschen wollen. Aber das ist ein anderes Thema.
Tolle Eindrücke aus dem Teton!
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*saibot

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Antw:Lach- und Sachgeschichten mitten aus Amerika
« Antwort #104 am: 15.11.2017, 19:08 Uhr »
Vielen Dank für eure anerkennenden Worte!

Fortsetzung folgt ...
(wahrscheinlich am Samstagnachmittag)
Gruß
Tobias