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Nordamerika => Reiseberichte USA & Kanada => Thema gestartet von: finge42 am 31.12.2018, 15:43 Uhr

Titel: Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 31.12.2018, 15:43 Uhr
Domine, quo vadis? – Johannes 13, 36

Wie um Himmels willen kommt man nur auf die Idee, seinen Sommerurlaub in Alaska und im Yukon zu verbringen? Diese Frage stellte sich uns schon seit Jahren und besonders nach dem letzten Urlaub, den wir im Südwesten und Nordwesten der USA verbrachten. Das Wetter kann in Alaska schon mal aus dem Ruder laufen, die Temperaturspanne kann gewaltig sein. Und was ist mit der Einsamkeit und den wilden Tieren, vor allem den Mücken? Dies waren die vielen Argumente dagegen. Gute Gründe also, etwas nicht zu tun, was man nicht will. Wenn da nicht trotzdem bei allen Beteiligten diese Neugier gewesen wäre…

Alaska und Yukon, allein die Worte wecken bei jedem, der irgendwie mit Jack Londons Werken aufgewachsen ist, eine gewisse Abenteuerlust und den Wunsch, einmal dort hinzufahren. Frank jedenfalls hatte schon lange den Traum, sich dort irgendwann mal umzuschauen. Also stellten wir uns weitere Fragen: Wie ist es eigentlich, in einem so dünn besiedelten Land umherzureisen, wenn einem kaum jemand außerhalb der „großen“ Städte entgegen kommt, fast niemand durchreisen muss und nur wenige Menschen außerhalb der Ortschaften wohnen. Heute ist eine Rundreise dort viel leichter zu planen und durchzuführen als vor 20 Jahren.

Und siehe da, die Reiseleiterin, die gleichzeitig auch den weiblichen Teil der Zweierreisegruppe repräsentiert, wurde dadurch weichgekocht, dass der Spätsommer mit geringster Mückenwahrscheinlichkeit als Reisezeit ausgewählt wurde. Die anschließenden Detailplanungen unterschieden sich allerdings erheblich von den bisherigen Planungen der Urlaube im Südwesten der USA. Zunächst wurde aufgrund der besonderen politischen Lage im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten der Startpunkt Whitehorse im Yukon gewählt. Zur Not hätten wir also auch in Kanada bleiben können. Passenderweise wird Whitehorse einmal wöchentlich von Condor ab Frankfurt direkt angeflogen – also nur 9 Stunden Flugzeit. Wir hatten uns für eine Tour mit einem 4x4 SUV und vorgebuchten Hotels entschieden. Das Auto wurde über DER Tour gebucht, der Partner vor Ort war Driving Force. Ein anderer Anbieter kam eigentlich nicht in Betracht, da die üblichen Mietwagenanbieter (Alamo, National pp.) das Befahren vieler Straßen im Yukon und in Alaska ausschließen. Driving Force erlaubt auch das Befahren von Gravel Roads. Wenn man den Dempster Highway fahren möchte, muss man das vorher anmelden und bestätigen lassen. Bei uns war das problemlos möglich. Go North wäre als Mietwagenbieter wohl auch in Betracht gekommen, erschien uns aber im Vergleich zu Driving Force als zu teuer. Bei der weiteren Streckenplanung war „The bible of the North Country travel! - The Milepost“ besonders hilfreich, durch die sich Inge an langen Nachmittagen und Abenden las. Sie hat dabei sehr viel gelernt über die Fischvorkommen in den Seen und Flüssen Alaskas und des Yukons sowie wann und wie man welchen Fisch am besten fängt bzw. fangen darf. Außerdem sind in der Milepost tatsächlich viele (wenn nicht alle) wichtigen und unwichtigen Sehenswürdigkeiten und sonstige Unwürdigkeiten mit einem Meilenstein (genaue Meilenangabe) verzeichnet. Die Route konnte damit wirklich gut festgelegt werden. Der einfachste Teil waren die zu befahrenden Highways, die oft- in Ermangelung weiterer größerer Straßen gewählt werden mussten. Weitere Details wurden dreifarbig markiert, nach wichtig, weniger wichtig und Toiletten! Die Notwendigkeit, Letzteres zu wissen, sollte in der Einsamkeit nicht unterschätzt werden.

Nach Monaten der Vorbereitung stand dem Urlaub mit folgender Streckenführung nun nichts mehr im Weg:
12.08.: Ankunft in Whitehorse, Yukon
13.08.: Whitehorse und Umgebung
14.08.: Fahrt nach Haines Junction
15.08.: Haines Junction und Kluane National Park
16.08.: Fahrt nach Tok, Alaska (Grenzübertritt)
17.08.: Fahrt nach Glenallen (Nelchina) über Wrangell St. Elias National Park
18.08.: Fahrt nach Anchorage über Matanuska Glacier
19.08.: Anchorage
20.08.: Fahrt nach Homer (Kenai Halbinsel – westlicher Teil)
21.08.: Homer
22.08.: Fahrt nach Seward (Kenai Halbinsel – östlicher Teil)
23.08.: Seward und Kenai Fjords National Park
24.08.: Fahrt nach Palmer über Whittier (mit Schiffstour)
25.08.: Fahrt zum Denali National Park über Hatcher Pass Road
26.08.: Denali National Park (Healy)
27.08.: Denali National Park und Fahrt nach Fairbanks
28.08.: Fairbanks und Fahrt zum Dalton Highway
29.08.: Fahrt nach Tok über North Pole
30.08.: Fahrt nach Dawson City, Yukon über Top of the World Highway
31.08.: Dawson City und Dempster Highway bis Tombstone Territorial Park
01.09.: Fahrt nach Whitehorse über Carmacks
02.09.: Rückflug

Beim Packen fanden neben der üblichen Funktionskleidung, Jeans und T-Shirts auch Warnwesten und ein Warnblinklicht den Weg in den Koffer. Man will ja gut vorbereitet sein! Wir haben beides zum Glück nicht gebraucht – hätte aber durchaus passieren können.

Und jetzt geht es los: Es erwarten Euch viel Natur, ein paar Fotos und hoffentlich auch ein paar Anregungen.
In unserem 4x4 ist genug Platz vorhanden, wer fährt mit?
Wir freuen uns auf Euch und Eure Fragen und Anmerkungen - nur keine Scheu.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/00-01.JPG)
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: NähkreisSteffi am 31.12.2018, 17:38 Uhr
Hört sich spannend an, ich bin gerne dabei!  :D :

Viele Grüße

Steffi
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Raigro am 31.12.2018, 19:38 Uhr
Da ich im August/September 2017 in Alaska unterwegs war, lese ich doch mal interessiert mit.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 01.01.2019, 12:11 Uhr
(http://forum.usa-reise.de/blob:http://forum.usa-reise.de/ee2c1549-4728-4020-bfed-29deab6f9c1c)
Ich bin dabei!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: U2LS am 01.01.2019, 13:53 Uhr
Da Alaska der letzte State ist, der mir in meiner Sammlung noch fehlt, komme ich gerne mit.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska 2018
Beitrag von: finge42 am 01.01.2019, 17:27 Uhr
Ein frohes neues Jahr wünschen wir allen aktiven und passiven Lesern unseres Berichtes und ebenfalls auch allen anderen. Die Mitfahrer mögen sich bitte anschnallen, denn es geht gleich los.

Wir freuen uns auf eure Fragen und Anmerkungen.

Inge und Frank
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 01.01.2019, 17:39 Uhr
1. Tag: 12.08.2018

NRW – Frankfurt/Main – Whitehorse, Yukon

„Wir haben die Spieler ausgepresst wie Zitronen. Nach so einer Saison brauchen sie eine etwas längere Auszeit“ – Markus Gisdol

Die letzten Vorbereitungen sind erledigt, es wird Abschied genommen von den Lieben und schon geht es los. Eine ereignislose Fahrt zum Flughafen bringt uns nach Frankfurt, zum vorgebuchten Parkplatz. Aber, der Platz ist verschlossen, das Wartehäuschen nicht besetzt. Nach gefühlten 10 Minuten Wartezeit, wahrscheinlich waren es nur 2 Minuten, rufen wir die angegebene Nummer an und tatsächlich kommt kurze Zeit später der Shuttlebus. Das Tor wird geöffnet, wir parken und sind kurz danach am Terminal - geht doch!

Beim Gang durch die Halle sehen wir den ehemaligen Trainer des Hamburger SV, Markus Gisdol, am Condor-Business-Schalter und fragen uns, wohin er mit seiner Familie wohl fliegt? Bestimmt in die Wärme. Für uns geht es zu einem anderen Schalter, dort checken wir mit dem Fußvolk ein. Kurze Zeit später sehen wir Herrn Gisdol auch dort – so ein Zufall. Wir reisen aus und warten am angegebenen Gate. Da passiert irgendwie gar nichts. Tatsächlich versammelt sich eine größere Menschenmenge auf der schräg gegenüber liegenden Seite und dort sehen wir auch unseren Flug angeschlagen. Also die Rucksäcke auf und den Wartebereich wechseln. Dabei dreht sich Inge so schwungvoll, dass sie sich eine Zerrung in der rechten Wade zuzieht und nur noch humpelnd vorwärts kommt. Was soll`s, bis das erste Mal gewandert werden muss, ist ja noch etwas Zeit. Am richtigen Gate geht trotz dreißigminütiger Verspätung der Maschine alles sehr schnell: Wir steigen ins Flugzeug und wen treffen wir dort wieder – Familie Gisdol. Das hatten wir nicht erwartet. Außerdem stellen wir fest, dass wir unsere Fleecejacken im Wartebereich vergessen haben. Nicht sehr praktisch, wenn man nach Alaska will. Zum Glück lässt die nette Flugbegleiterin Frank nochmal nach draußen und er findet die Jacken sofort. Jetzt müssen die Sachen nur noch verstaut werden und wir heben ab.

Der Flug ist relativ ereignislos, erst als wir uns Grönland nähern, werden die Fotoapparate gezückt, weil die Sicht einfach großartig ist.

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Gegen 17:00 Uhr landen wir in Whitehorse. Obwohl nur zwei Personen die Einreise durchführen, geht es sehr schnell und wir werden sehr freundlich empfangen. Bei Driving Force müssen wir etwas warten, dann haben wir unseren 4x4, einen schwarzen GMC Terrain.


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Wir checken kurz, ob alles drin ist – ja, auch der Reservereifen. Die gefühlten 500 m bis zum Hotel reichen kaum, um sich mit dem Auto vertraut zu machen. Das Einchecken im Hotel ist problemlos. Wir machen uns kurz frisch und erkunden dann nach einer weiteren kurzen Fahrt den örtlichen Walmart. Die Kühlbox finden wir sofort, das Essensangebot ist aber etwas dürftig, deshalb gehen wir noch in den „Save on Foods“-Laden nebenan. Dort gibt es alles, was wir wollen, auch ein gebratenes Hähnchen aus der Wärmetheke, Bier und Wasser. Das Abendessen im Hotel ist gesichert und wir fallen schon bald nach dem Essen in tiefe Bewusstlosigkeit.

Skky Hotel, 282 € für 2 Nächte
Geflogene Strecke 7267km
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Doreen & Andreas am 03.01.2019, 10:02 Uhr
Der Anfang liest sich schon mal vielversprechend.
Ich suche mir mal noch ein freies Plätzchen auf der Rückbank... :lol:
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 03.01.2019, 18:05 Uhr
2. Tag: 13.08.2018      

„Change oil soon!“ – Multifunktionsanzeige im GMC Terrain

Whitehorse – Carcross – Whitehorse

Wir wachen gegen 7:00 Uhr auf und fühlen uns gut. Also kurz auf dem Zimmer frühstücken, die Sachen ein wenig umpacken und dann los, um nochmals kurz einzukaufen und dann den Ort zu erkunden. Beim Canadian Tire gibt es – anders als im Walmart gestern – auch Bear Spray. Der freundliche Verkäufer erklärt uns den Unterschied zwischen der gelben und der roten Dose. Bei dem einen muss man warten, bis der Bär auf 5 Meter herangekommen ist, bevor man wirksam sprühen kann, das andere kann man schon sprühen, wenn der Bär noch etwa 8 Meter entfernt ist. Wir entscheiden uns für die teurere Variante, da keiner von uns glaubt, dass er warten will, bis ein Bär auf 5 Meter herangekommen ist. Nach dem Einkauf fahren wir durch den übersichtlichen Ort bis zum Visitor Center; ein Besuch dort steht bei uns auf jeder Sightseeing-Liste. Zu unserem Glück gibt es dort gerade eine Einführung in die Benutzung von Bear Spray. Die Rangerin empfiehlt auch dringend, das Spray unterwegs immer griffbereit zu haben - Angriffe von Bären seien zwar extrem selten, aber nicht auszuschließen. Anschließend besorgen wir noch Karten und Prospekte der Region und machen uns auf den Weg zum ersten Tagesziel: Carcross. Sobald wir Whitehorse verlassen haben, können wir erkennen, wie weitläufig die Gegend ist. Rundherum sieht man nur Berge, Wälder und ab und an den mighty Yukon River. Die Sonne scheint sogar ein bisschen und schon bald erreichen wir den South Klondike Highway, der uns nach Süden zum Emerald Lake führt.

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Bald danach sind wir am Carcross Desert, der kleinsten Wüste der Welt (lt. The Milepost). Auch hier – wie am Emerald Lake – sind wir fast allein. Einmal kommen zwei Vans, die offensichtlich Kreuzfahrttouristen aus der etwa 100 km entfernten Küstenstadt Skagway bis zur Wüste fahren.

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Weiter geht es nach Carcross, an der Küste des Bennett Lake und Nares Lake. Carcross ist übrigens eine Abkürzung des früheren Namens Caribou Crossing. Der Ort ist klein, aber ein bisschen kann man die Goldgräberstimmung noch spüren. Wir legen eine Essenspause ein, dann geht es weiter Richtung Süden, bis wir British Columbia erreichen.


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Leider können wir die kleine Insel Bove Island im Nares Lake nicht gut erkennen, denn es brennt auf der anderen Seeseite und Rauchschwaden ziehen über den See sowie die Straße und verdunkeln die Sonne.


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Diese Aussicht gefällt uns nicht, deshalb fahren wir zurück nach Carcross und von dort über Tagish zum Alaska Highway. Ein weiterer Haltepunkt befindet sich am Ufer des riesigen Marsh Lake. Wenn es nicht so kalt und so windig wäre, könnte man fast glauben, man sei im Sommerurlaub.


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Die letzte Station des heutigen Tages ist der Miles Canyon bei Whitehorse. Leider ist es schon relativ spät und die Sonne tief unten. Trotzdem kann man das hier charakteristische grüne Wasser des Yukon noch gut erkennen.


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Als wir wieder ins Auto steigen, zeigt das Display zu unserer Verwunderung die Aufforderung: „Chance oil soon“. Nach ca. 150 km und einem Miettag???


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Also fahren wir wieder zum Flughafen, dort ist die Mietstation aber verlassen. Es gibt nur ein Schild mit zwei Rufnummern und ein Telefon, das die besten Jahre schon hinter sich hat. Wir rufen Nummer eins an, es nimmt keiner ab. Also wählen wir Nummer zwei, tatsächlich meldet sich jemand. Man kann nur nichts verstehen, da das Telefon extrem leise eingestellt ist und im Hintergrund ein Pfeifton ertönt. Telefonnummern werden ausgetauscht und es geht zurück ins Hotel. Die Hoffnung, dass jemand dort zurückruft, erfüllt sich nicht. Vom Zimmer aus kann man die Rufnummer nicht anwählen, also runter zur Rezeption. Der Angestellte guckt gerade zu Übungszwecken deutsches Fernsehen und ist sehr freundlich. Wir können uns sogar auf Deutsch verständigen. Er wählt die Nummer an und es stellt sich heraus, dass dies die Hotline von GMC in Detroit ist. Das kann ja heiter werden. Wir beschließen, mit dem Auto am nächsten Tag nicht zum Flughafenbüro, sondern zum Büro von Driving Force in Whitehorse zu fahren, das nach Auskunft des Portiers tagsüber besetzt ist. Den Abend beenden wir im Restaurant neben dem Hotel, in dem es entgegen den Bewertungen bei Tripadvisor kein besonders gutes Essen gibt. Dafür lernen wir dort eine sehr nette Kellnerin kennen, die vor vielen Jahren aus Deutschland nach Kanada ausgewandert ist. Wieder im Zimmer sind wir wegen des Jetlags und des Biers aus der Yukon-Brewery zu müde, um uns noch länger aufzuregen. Morgen wird schon alles gut werden.

Skky Hotel
Gefahrene Kilometer: 182
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 03.01.2019, 18:48 Uhr
Die ersten Bilder sind schon mal vielversprechend
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 06.01.2019, 13:51 Uhr
3. Tag: 13.08.2018      

„Change engine oil soon!“ – Multifunktionsanzeige im GMC Terrain

Whitehorse – Haines Junction

„Neuer Tag – neues Glück“ denken wir beim Aufwachen. Nach einem schnellen Frühstück auf dem Zimmer fahren wir zur Zentrale von Driving Force in Whitehorse. Es ist noch keine 9 Uhr, also ist die Tür noch verschlossen. Wir nutzen die Zwischenzeit und kaufen noch ein bisschen frisches Obst und Brot. Als wir zurückkommen, sind tatsächlich schon mehrere Angestellte vor Ort. Wir erklären unser Problem und die Lösung ist ganz einfach – man gibt uns eine anderen, viel neueren GMC Terrain, sogar mit Navi und Satellitenradio – das ist ja purer Luxus! Auch der Reservereifen ist an Bord und man versichert uns, der neue Wagen habe gerade erst einen Ölwechsel hinter sich.


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Zufrieden geht es zurück ins Hotel, dort wird gepackt und schon fahren wir auf dem Alaska Highway Richtung Haines Junction. Nach kurzer Zeit biegen wir zu einem Zwischenstopp Richtung Fish Lake ab. Auf der Seitenstraße ist außer uns niemand unterwegs, nur ein Weißkopfseeadler flattert über uns hinweg.


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Das Wetter ist ein wenig bedeckt, es fallen zunächst auch ein paar Tropfen Regen, aber mit jeder Minute klart es auf, bis wir die Sonne sehen. Der Fish Lake liegt friedlich in der Sonne.


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Den in der „Milepost“ versprochenen Panoramablick finden wir leider nicht. Oder sollte es dieses Panorama sein?


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Also geht es zurück zum Highway und ein ganzes Stück weiter bis zur Historic Canyon Creek Bridge direkt neben dem Highway. Hier hatte die „Milepost“ Recht, die Brücke sowie der Canyon sind wirklich fotogen.


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Nach einigen weiteren Kilometern kann man in der Ferne erstmals die beeindruckende Bergkette der Kluane Mountains erkennen. Dort befindet sich das weltweit größte nonpolare Eisfeld. Wir halten mehrfach an, um Fotos zu machen. Das ist aber kein Problem, der Highway ist nämlich total leer.


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Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Pine Lake, offensichtlich ein beliebter Badesee.


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Am Strand sind mehrere Familien, die mit kleinen Kindern in Badekleidung im Sand buddeln, während wir beim Picknick nicht mal unsere Jacken ausziehen. Wir sind wohl noch die deutsche Hitze gewohnt. :lol:

Als wir erneut den Motor anlassen, trauen wir unseren Augen kaum: Auf dem Display erscheint die freundliche Aufforderung „Change engine oil soon“!!! Das ist ja wohl ein schlechter Scherz, oder?  :shock:


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Wir überlegen fieberhaft, was zu tun ist. Zurück nach Whitehorse oder weiter nach Haines Junction? Schließlich wollen wir nicht irgendwo im Nirgendwo liegenbleiben. Zurückfahren würde aber bedeuten, dass wir einen ganzen Reisetag verlieren und das bei den Entfernungen, die noch vor uns liegen. Also fällt die Entscheidung auf Risiko und wir fahren weiter bis zur neuen Unterkunft. Dort checken wir ein, verstauen unsere Sachen im recht großzügigen Appartement und rufen dann mal wieder bei Driving Force an. Die Dame am anderen Ende kann sich gar nicht erklären, wieso schon wieder ein Ölwechsel fällig sein soll. Sie versichert uns, dass das Auto einen Ölwechsel hatte und nur der Bordcomputer nicht zurückgesetzt wurde. Wir sollen die Anzeige einfach ignorieren. Okay, wir geben uns mit der Auskunft zufrieden und drücken die Anzeige bei jedem Anlassen des Motors einfach weg („dismiss“). Es hat tatsächlich problemlos in den ganzen drei Wochen geklappt und der Motor lief wie am Schnürchen.  :daumen:

Den Rest des Tages nutzen wir für einen Abstecher auf den Haines Highway, Richtung Kluane Nationalpark. Hier bekommen wir mehr und mehr einen Eindruck davon, warum es den Slogan „Yukon – larger than life“ gibt.


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Am Quill Creek halten wir für einige Fotos an.


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Lustige Schilder gibt es hier auch.


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Am Kathleen Lake wollen wir eigentlich ein bisschen wandern, aber ein extrem heftiger Wind fegt von den Bergen über den See. Selbst Fotos von dem türkisblauen Wasser kann man nur windgeschützt durch ein Gebüsch machen.


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Also geht es mit dem Auto weiter bis zu einem der vielen Aussichtspunkte über den Dezadeash Lake.


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Langsam werden wir müde und hungrig. Also fahren wir zurück nach Haines Junction. Der Ort ist sehr überschaubar, das Essen im Mile 1016 Pub aber ziemlich lecker. Zum Abschluss sitzen wir noch auf der Terrasse mit Bergblick.


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Beim Weg zurück ins Zimmer fällt unser Blick auf ein Fenster der Inhaber: Was ist denn das? Da steht tatsächlich eine Flasche Asbach Uralt!


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Wir genehmigen uns lieber noch ein Yukon-Bier und sind dann total erledigt.

Parkside Inn, 205,- € für 2 Nächte
Gefahrene Kilometer: 335
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Ypsi am 06.01.2019, 19:46 Uhr
Na wie cool, der Bericht kommt ja absolut passend für mich :-)
Ich freue mich auf mehr!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Ypsi am 11.01.2019, 20:23 Uhr
Wann geht's denn hier weiter?
Bin doch schon so gespannt!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 12.01.2019, 14:29 Uhr
Wann geht's denn hier weiter?
Bin doch schon so gespannt!

Jetzt!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 12.01.2019, 15:06 Uhr
4. Tag: 14.08.2018      

„Yukon – Larger than life“ – Slogan im Yukon Territory

Haines Junction – Kluane Nationalpark – Haines Junction

Scheinbar haben wir den Jetlag überwunden, denn wir können durchschlafen und fühlen uns erholt! Trotzdem sind wir noch relativ früh wach – das macht aber nichts, denn so können wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über den Ausläufern des Kluane Nationalparks miterleben. Dieses schöne Bild direkt vor unserer Tür wird durch einige Oberleitungen getrübt, so dass Frank sich entschließt, einige Meter zu laufen. Dort wird er mit einen fast freien Blick auf die Berge im Morgenlicht belohnt.


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Die nette Vermieterin hat uns viele leckere Dinge fürs Frühstück in den Kühlschrank gelegt, so dass ausgiebig gefrühstückt werden kann. Danach geht es gestärkt in das schöne Visitor Center vor Ort, um unsere Optionen zu checken und sich mal kurz ins Internet einzuloggen.
In einigen Privatunterkünften auf unserer Reise hatten wir weder W-LAN noch LAN. Dafür gab es in den Orten immer andere Möglichkeiten, kostenlos ins Netz zu gehen, z.B. in den Visitor Centern oder der jeweiligen Public Library. Auch hierzu hatte die „Milepost“ übrigens immer einen guten Hinweis parat.
Das Visitor Center bietet ein schönes Ambiente mit herrlichem Blick auf die Berge.


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Wir interessieren uns neben dem W-LAN auch für die beeindruckende Darstellung des Kluane Eisfeldes.


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Sollen wir vielleicht einen Besichtigungsflug übers Eisfeld wagen? Der wäre nämlich vom Haines Junction Airport aus möglich. Also fahren wir den kurzen Weg zum Flugplatz, der allerdings noch kleiner ist, als der bei uns Zuhause. Das Büro für die Rundflüge ist verschlossen, doch es geht gerade eine kleine Gruppe über das Rollfeld zu einem einmotorigen Flieger. Wir sprechen den Piloten über den Zaun an: Leider sind schon alle Flüge für den Tag belegt. Das wird also nichts. Wir hätten vermutlich besser bereits von Deutschland aus gebucht, aber wer konnte schon wissen, dass das Wetter an diesem einen Tag so gut sein würde.

Also ändern wir den Plan und fahren über den Alaska Highway bis zum Beginn des riesigen Kluane Lakes. Auf dem Weg bieten sich rechts, links und geradeaus die schönsten Bilder urwüchsiger und unberührter Natur. Richtung Südwesten kommen hinter den Bergen nur noch das riesige Eisfeld, dann der Pazifik und irgendwann Hawaii. Yukon ist wirklich „larger than life“ und mit Worten nur schwer zu beschreiben.


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Direkt vor dem Kluane Lake gibt es tatsächlich noch einen Flughafen, an dem Aussichtsflüge angeboten werden. Besonders schön ist hier das Verkehrszeichen.


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Leider sind ebenfalls alle Flüge ausgebucht, aber wir können beobachten, wie eine Maschine abhebt und – jedenfalls aus unserer Sicht – ziemlich nah am Bergmassiv vorbei und dann über einen Gletscher in Richtung Eisfeld fliegt. Ob wir überhaupt genug Mut für den Flug gehabt hätten – wer weiß?
Wir bleiben lieber am Boden und beobachten vom nahegelegenen Tachal Dhal Visitor Center aus einige Dall Schafe hoch am Berg.

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Dann entschließen wir uns, selbst ein bisschen zu wandern. Inge hatte vorab den Sheep Creek Trail ausgesucht. Auf diesem Trail soll man nicht erst am Ende eine gute Aussicht haben. Das sollte man in Kanada beachten, denn anders als in den Nationalparks der USA bieten selbst ausgewiesene Aussichtspunkte oft eine ziemlich zugewachsene Aussicht; vielleicht ist das ja ein volkstümlicher Brauch?  :wink:

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Vom Trailhead aus geht es schon bald relativ steil bergan.


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Aber wir sind wenigstens nicht ganz allein unterwegs, so dass wir nicht dauernd „Hey Bär, ho Bär“ rufen müssen. Das soll angeblich für Bären abschreckender sein, als Bärenglöckchen. Wahrscheinlich haben sich die Bären vor Lachen über uns auf dem Boden gekringelt. Nachdem wir den gefühlt tausendsten Fluch über den steilen Weg ausgestoßen haben, erreichen wir nach ca. 1 Stunde den ersten Aussichtspunkt. Hier stellen wir fest, dass sich jeder Meter gelohnt hat.


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Wir machen eine ausgiebige Ausruh- und Fotopause und genießen die Landschaft. Der Blick geht über das riesige Delta des Slim`s River bis zum Kaskawulch Glacier und die umliegenden Berge.


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Irgendwann reißen wir uns los und gehen zurück zum Auto. Unterwegs können wir tatsächlich Bärenspuren am Wegesrand entdecken. Einen Bären oder andere Tiere – außer Raben – sehen wir nicht. Aber warum sollten die in dieser riesigen Landschaft auch über den einzigen kleinen Weg laufen?

Auf dem Rückweg zur Unterkunft nehmen wir uns Zeit, den ruhig in der Sonne liegenden Kluane Lake zu fotografieren.


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Unterwegs sehen wir außerdem zwei bemerkenswerte Autokennzeichen.


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Nahe Haines Junction liegen die Berge wunderbar in der Sonne.


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Wieder in der Unterkunft schlagen wir uns den Staub aus den Klamotten und gehen wie am Vortrag im 1016 Pub essen. Den Tag beschließen wir am Dezadeash River und mit einem Bier im Zimmer.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/04-16~0.jpg)


Bis jetzt hat es uns im Yukon sehr gut gefallen.


Parkside Inn
Gefahrene Kilometer: 169
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Ypsi am 12.01.2019, 16:02 Uhr
Ihr habt immer so ein Glück mit dem Wetter!
Hammer Bilder!
So kann es bitte weiter gehen ;-)
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: wanderratte am 12.01.2019, 18:35 Uhr
Vielen Dank für den Bericht und die Bilder!!! Allerdings sollte der Kluane in diesem Forum am besten total verschwiegen werden. :)

Die Aussicht sieht echt toll aus, haben wir leider verpasst!

Slims West war der Höhepunkt unseres Urlaubs, allerdings haben wir uns unterwegs schon ab den ersten paar km in den Mile1016 Pub geträumt :)
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 13.01.2019, 11:04 Uhr
Ihr habt immer so ein Glück mit dem Wetter!
Hammer Bilder!
So kann es bitte weiter gehen ;-)

Das schlechte Wetter kommt noch....
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 13.01.2019, 11:06 Uhr
...Allerdings sollte der Kluane in diesem Forum am besten total verschwiegen werden. :)

Warum?
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 14.01.2019, 20:38 Uhr
5. Tag: 15.08.2018      

„Dunkler Tannenwald dräute finster zu beiden Seiten des Wasserlaufs. Der Wind hatte kürzlich die weiße Schneedecke von den Bäumen gestreift, sodass sie aussahen, als drängten sie sich unheimlich finster in dem schwindenden Tageslicht aneinander. Tiefes Schweigen lag über dem Lande, das eine Wildnis war, ohne Leben, ohne Bewegung, so einsam, so kalt, dass die Stimmung darin nicht einmal traurig zu sein schien. Vielmehr lag ein Lachen darüber, ein Lachen schrecklicher als jede Traurigkeit, freudlos wie das Lächeln der Sphinx, kalt wie der Frost und grimmig wie die Notwendigkeit. Die unerbittliche, unerforschliche Weisheit des Lebens und seiner Anstrengungen. Es war die echte Wildnis, die ungezähmte, kaltherzige Wildnis des Nordens“
– aus „The Call Of The Wild“,  Jack London

Haines Junction, Yukon – Tok, Alaska

Am frühen Morgen versucht Frank nochmals sein Foto-Glück am Dezadeash River. Obwohl mehr Wolken am Himmel sind, kann die Ausbeute sich sehen lassen.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1716.jpg)


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Nach einem üppigen Frühstück in der Unterkunft wird frühzeitig ausgecheckt. Zum Abschied machen wir noch ein Foto der örtlichen Kirche.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1736.jpg)


Bevor wir uns endgültig auf den langen Weg nach Alaska machen, loggen wir nochmals in das Internet im Visitor Center ein. Außerdem wird vollgetankt; im Yukon und in Alaska sollte man darauf achten, dass der Tank nicht zu leer wird. Zwischen einigen Tankstellen liegen ganz schöne Entfernungen.

Heute gibt es einen reinen Fahrtag, den wir nur für kurze Fotostopps unterbrechen. Die Fahrt verläuft sehr ruhig, es sind erneut nicht viele Autos auf dem Alaska Highway unterwegs.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1740.jpg)


Es geht vorbei am Kluane Lake, den wir schon gestern besucht hatten. Relativ schnell erreichen wir den kleinen Ort Burwash Landing, in dem man an der Straße die weltgrößte Goldpfanne bewundern kann.


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Am Kluane River Overlook halten wir vergeblich nach Tieren Ausschau. Die „Milepost“ hatte uns was das angeht mehr versprochen. Was wir tatsächlich sehen, sind eine Menge Wolken, die in Fahrtrichtung Alaska immer dichter werden.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1749.jpg)


Als nächstes halten wir im wirklich gigantischen Donjek River Valley nahe am Fluss. Es ist nicht übermäßig viel Wasser vorhanden, vermutlich sieht es hier im Frühsommer ganz anders aus.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1753.jpg)


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1758.jpg)


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1760.jpg)


Einige Zeit später erreichen wir den netten Pickhandle Lake; jetzt ist auch die Sonne zurückgekehrt.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1774.jpg)


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(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/IMAG0526.jpg)


Außerdem gibt es Wildlife: Zwei Enten! Wir sind schon etwas enttäuscht, dass das alles ist. Dafür ist es aber menschenleer. Wir sind total allein.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1771.jpg)


Ein paar Kilometer weiter kommen wir zum White River, der in der „Milepost“ als sehr gefährlich und für Boote ungeeignet beschrieben wird. Wir wollen ja auch nur vom Ufer aus fotografieren.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1789.jpg)


Bevor wir die Grenze erreichen, halten wir in Beaver Creek bei Buckshot Betty`s und stärken uns mit wirklich leckerem Kuchen und viel Kaffee. Die guten „Frank`s“ Saucen probieren wir nicht, müssen sie aber auf Fotos verewigen.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/IMAG0541.jpg)


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/IMAG0536.jpg)


Außerdem bewundern wir die kleine „Our Lady of Grace mission“, die aus einer alten Nissenhütte entstanden ist. Nissenhütten sind nach dem Ingenieur Nissen benannt. Im Ruhrgebiet haben sie eine leicht abweichende Wortherkunft  :D.


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Gut gestärkt erreichen wir das Grenzgebiet. Die echte Grenze ist durch eine schnurgerade Schneise im Wald gekennzeichnet.


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Wir fotografieren schon mal das „Welcome to Alaska“- Schild, sind aber noch nicht eingereist.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1798.JPG)


Die echte Grenzstation erreichen wir etwa 500 Meter nach dem Schild. Wie immer steht vor der Einreise die Einreiseformalität. Wir hatten gedacht, eine Einreise in die USA auf dem Landweg sei ohne ESTA gut machbar. Ist sie grundsätzlich auch, dauert nur etwas länger, weil man aussteigen und einige Formulare ausfüllen muss. Die Grenzbeamten sind jedoch sehr freundlich und helfen, damit es schneller geht. Schließlich sind die Formalitäten erledigt und wir dürfen einreisen. Trotzdem sind wir uns anschließend im Auto mal wieder sicher, dass wir unser Europa ohne Grenzen auf jeden Fall behalten wollen.

Es geht weiter durch unendlich erscheinende Wälder. Sturmschäden werden hier offensichtlich nicht immer sofort behoben.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/DSC_1824.jpg)


Unser nächster Anlaufpunkt ist das Tetlin National Wildlife Refuge. Dort gibt es eine herrliche Aussicht und im Visitor Center W-LAN, dass wir ausgiebig nutzen. Da wir relativ weit oben sind, kann man auch weit gucken. Bis zum Horizont erstreckt sich unberührte Natur.


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Während der letzten Kilometer bis zu unserem Ziel, Tok, halten wir noch einmal kurz am Tanana River.


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Tok selbst ist ein übersichtlicher und nicht sehr ansprechender Ort, liegt aber sehr verkehrsgünstig, da sich hier der Alaska Highway und der Glenn Highway kreuzen. Angeblich gibt es in Tok die größte Entzugsklinik in Alaska, wir sprechen aber lieber niemanden darauf an. Trotzdem oder gerade deshalb gibt es im Ort einen Liquor Store, in dem wir Alaskan Kölsch kaufen. Frank muss sogar seine ID an der Kasse vorlegen. Als er diese Aufforderung mit eine freundlichen „thank you“ erwidert, wirkt die Verkäuferin für einen kurzen Moment sogar amüsiert. Ansonsten lächelt sie eher wie bei uns in Westfalen üblich nach innen. Im Grocery Store decken wir uns anschließend mit einigen Lebensmitteln ein.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/IMAG0566.jpg)


Heute haben wir eine Cabin im Garten einer Familie gebucht. Das schöne, große Grundstück liegt etwas außerhalb, lässt sich aber gut finden. Leider sind die Vermieter nicht da, aber es hängt eine freundliche Karte an der Haustür, also tun wir wie geheißen und belegen die Cabin.


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Es gefällt uns alles wirklich sehr gut und wir fühlen uns sofort wohl.


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Das Bad ist zum Glück nicht draußen im Wald.


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Nach einiger Zeit fährt ein Auto vor, aus dem der etwa sechzehnjährige Sohn der Vermieter mit seinem Gewehr aussteigt. Er kümmert sich so gar nicht darum, dass wir vor der Cabin sitzen. Gut so, denn wir hatten schon ein bisschen Angst  :wink:. Kurz danach erscheint Debbie, die Vermieterin, und bringt uns zur Begrüßung zusätzlich zu den Lebensmitteln im Kühlschrank sehr leckere Pfannkuchen. Sie ist die erste wirklich freundliche Begegnung, die wir in Alaska haben. Da wir von der langen Fahrt total erledigt sind, sind wir sehr dankbar, dass wir genügend Essen haben und nicht mehr ausgehen müssen. Dass kein W-LAN und kein Fernseher vorhanden sind, ist uns völlig egal. Nach den gefühlt abertausenden Bäumen, Bergen, Flüssen und Seen hätten weitere Eindrücken in unserem Kopf keinen Platz mehr gefunden. Die Naturbeschreibungen Jack Londons stimmen offensichtlich heutzutage immer noch. Wir schaffen es gerade noch, einiges aufzuschreiben, um die Fotos besser zuordnen zu können und schlafen bereits kurz nach Sonnenuntergang zufrieden ein.


Cloudberry Cabin, 117 €
Gefahrene Kilometer: 491
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Ypsi am 14.01.2019, 21:12 Uhr
Der Sonnenaufgang hat sich wirklich gelohnt!

Bei den Bildern mag man gar nicht glauben, dass das Wetter schlechter wird.

Aber irgendwann muss es ja auch wieder besser geworden sein, schließlich hast du Nordlichter versprochen!

Ich bin schon sooooo gespannt!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 18.01.2019, 20:26 Uhr
Der Sonnenaufgang hat sich wirklich gelohnt!

Bei den Bildern mag man gar nicht glauben, dass das Wetter schlechter wird.

Aber irgendwann muss es ja auch wieder besser geworden sein, schließlich hast du Nordlichter versprochen!

Ich bin schon sooooo gespannt!

Schön, dass es Dir gefällt, aber wir wollen doch nicht vorgreifen :pssst:

Morgen geht es weiter, versprochen!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Ypsi am 18.01.2019, 22:38 Uhr
Huch, sorry! Dachte, du hättest das hier im Thread geschrieben  :roll: :oops:

Bitte nicht so lange warten lassen!

:-)
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 19.01.2019, 21:14 Uhr
6. Tag: 17.08.2018      

Watch for (no) moose

Tok - Nelchina

Zunächst gönnen wir uns ein üppiges Frühstück aus den im Kühlschrank bereitgestellten Lebensmitteln. Ein paar nehmen wir als Souvenir mit.


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Dieses B+B ist wirklich das Tollste, in dem wir jemals übernachtet haben. Trotzdem müssen wir zusammen packen und uns auf den Weg machen. Als wir das Auto beladen, sehen wir gerade noch, wie der etwa zwölfjährige Sohn der Familie auf ein Quad (das hier übrigens ATV heißt) steigt und damit schwungvoll losfährt, obwohl das Quad so groß ist, dass er im Stehen fahren muss. Hier gehen die Uhren tatsächlich etwas anders.


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Bei leichtem Regen fahren wir los. Als ersten halten wir an der Public Library – dort gibt es freies W-LAN. Dann geht es in den Souvenirshop gegenüber, um ein T-Shirt für die Daheimgebliebenen zu kaufen. An der Kasse kommen wir mit einer Auswanderin aus Deutschland ins Gespräch, die nie wieder dorthin zurück will. Im Visitor Center nebenan sehen wir endlich Wildlife.


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Kurze Zeit später fahren wir auf dem Glenn Highway (Tok Cutoff) Richtung Wrangell-St. Elias Nationalpark, dem Gegenstück zum Kluane Nationalpark. Wir wollen ab Slana die Nabesna Road befahren. Unser erster Halt ist am Slana River, leider spielt das Wetter gar nicht mit - die in der „Milepost“ versprochene Sicht auf die Wrangell Mountains geht in den Wolken unter.


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Also fahren wir weiter bis zur Slana Ranger Station.


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Hier regnet es noch mehr, so dass wir erst mal im Auto abwarten, ob es besser wird und wir uns überhaupt auf die Nabesna Road wagen sollen. Wir haben tatsächlich Glück und es klart auf. Also nichts wie los. Die ersten 16 Meilen sind geteert bzw. haben einen verdichteten Untergrund, dann beginnt eine Gravelroad, die ziemlich durchnässt ist. Trotzdem kann man gut fahren. Wir halten immer wieder für Fotos.


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Die so gepriesene Toilette ist nicht empfehlenswert.


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Nach etwa 20 Meilen kehren wir um und zum Highway zurück. Das Wetter wird immer besser und die Cobb Lakes liegen schon in der Sonne.


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Der Chistochina River wird ebenfalls bewundert.


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Im Valley of Gakona kreist ein Seeadler über dem Copper River. Frank schafft es, ihn einige Male gut aufzunehmen.


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Größeres Wildlife sehen wir erneut nicht. Es gibt vermutlich gar nicht so viele Elche in Alaska, obwohl die „Milepost“ andauernd die Warnung `watch for moose next to the road` ausgibt. Was das angeht, sind wir inzwischen etwas enttäuscht.

Nach und nach tauchen auch Mount Drum und Mount Sanford aus den Wolken auf.


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Weiter geht es auf den Richardson Highway zum Visitor Center des Wrangell-St. Elias Nationalparks nahe Copper Center. Dort sehen wir erstmals einen Reisbus, äh Reisebus, mit asiatischen Touristen. Die sind in Alaska eher selten anzutreffen. Am Center kann man Mount Drum und sogar Mount Wrangell wunderbar erkennen – ein unvergesslicher Anblick.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/06-20~0.jpg)


Wir müssen aber weiter, zurück zum Tok Cutoff. In Glennallen suchen wir das auf Tripadvisor beschriebene Restaurant, das es leider nicht mehr gibt. Damit bliebe uns nur ein anderes, mexikanisches Restaurant. Danach steht uns gar nicht der Sinn. Wir lassen uns deshalb im einzigen Supermarkt eine Pizza zum Mitnehmen backen. Die ist sogar noch teurer, als ein Glas Gurken für 8,- $. Der Supermarkt ist wirklich völlig überteuert. Hätten wir mal lieber in Copper Center gegessen.
Als wir Glennallen verlassen, sehen wir plötzlich im Rückspiegel Mount Drum direkt über dem Highway. Dieses Bild müssen wir am höchsten Punkt der Straße einfangen. Also rechts ran fahren und mal eben mitten auf dem Highway stehend das eine oder andere Foto machen. Das hört sich gefährlicher an, als es ist, da kaum Autos unterwegs sind. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.


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Irgendwann reißen wir uns von dem beeindruckenden Anblick los. Kurz vor unserer Unterkunft in Nelchina (mitten im nirgendwo) machen wir noch schnell ein Foto vom in der Ferne liegenden Tazlina Glacier.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/06-22~0.jpg)


Das Einchecken in unserer "5-Sterne Unterkunft", die allerdings sehr sauber ist, geht schnell und wir freuen uns schon aufs Essen. Leider schmeckt die teure Pizza so gar nicht. Egal, wir besänftigen damit den größten Hunger und machen uns daran, die Bilder des Tages zu sortieren und zu sichern. Das Internet läuft allerdings nur mit der Geschwindigkeit der Kontinentaldrift. Kurze Zeit später fällt auch noch der Strom aus. Zum Glück gibt es einen Generator, der schnell angeworfen wird, aber auch nur 5 Minuten läuft. Da schlafen wir doch lieber und träumen von Mount Drum.


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Nelchina Lodge, 92,- €
Gefahrene Meilen: 253
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Ypsi am 19.01.2019, 22:33 Uhr
Gurken für 8 Dollar?!
Wie teuer war denn dann die Pizza?!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 20.01.2019, 07:08 Uhr
Schöne Bilder, ein interessanter Bericht und nun wohl kein „Change engine oil soon“ mehr
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 20.01.2019, 10:34 Uhr
Gurken für 8 Dollar?!
Wie teuer war denn dann die Pizza?!

Wir wissen es nicht mehr ganz genau, aber dieser Supermarkt war auch mit Abstand der teuerste auf unserer Reise.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 20.01.2019, 10:39 Uhr
Schöne Bilder, ein interessanter Bericht und nun wohl kein „Change engine oil soon“ mehr

Vielen Dank. Jedes Mal beim Umdrehen des Schlüssels im Zündschloss. Allerdings haben wir die Meldung, wie vom Vermieter mitgeteilt, ignoriert.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 24.01.2019, 19:14 Uhr
7. Tag: 18.08.2018      

„Ein Mensch, der einem Gletscher Gesellschaft leistet, erhält allmählich das Gefühl, dass er unbedeutend ist“ – Mark Twain

Glennallen - Anchorage

Wer früh schlafen geht, kann auch früh aufstehen; das kommt uns heute entgegen. Wir frühstücken, beladen das Auto und wollen nur kurz den Schlüssel abgeben, doch der Inhaber der Lodge verwickelt uns in ein Gespräch über Deutschland und Europa. Dafür, dass er bei der Buchung des Zimmers am Telefon noch gesagt hatte, er sei eigentlich meistens „out in the woods“, wusste er ziemlich gut Bescheid! Wir freuen uns über den kompetenten Gesprächspartner und fahren eben etwas später los. Auf dem Weg nach Anchorage sehen wir in der Ferne den Nelchina Glacier. Näher ran käme man nur auf langen Wanderwegen.


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Den nächsten Halt legen wir nahe Leila Lake und Tahneta Lake ein.


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Etwas später sehen wir erstmals in der Ferne die Chugach Mountains (das südliche Küstengebirge) und seitlich davor Knob Lake.


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Einige Male müssen wir halten, um das Zusammenspiel von Bergen und Wolken zu fotografieren.


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Dann nähern wir uns Glacier Point, auch Lions Head genannt. Das ist erneut ein tolles Motiv, das wir direkt von der Straße aus aufnehmen.


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Kurze Zeit später können wir erstmals des Matanuska Glacier sehen.


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Eigentlich hatten wir vor, nicht zum Gletscher zu fahren, sondern abseits ein bisschen zu wandern. Weil das Wetter aber so gut ist, entscheiden wir uns um. Der Weg zur Gletscherzunge ist eine ziemlich steile Schlaglochpiste, die wir bei Regen nicht befahren möchten. Er führt auch über eine nicht gerade vertrauenerweckende Brücke.


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Der Matanuska Gletscher liegt auf Privatgelände (Glacier Park), deshalb muss man für den Zugang zum Gletscher bezahlen. Beim Bezahlen muss man eine ellenlange Erklärung unterschreiben, dass man für eine Unfälle pp. und nochmals pp. selbst verantwortlich ist und wirklich niemand dafür haftet. Na gut, wir sind ja schon groß! Dann geht es mit dem eigenen Auto weiter durch eine Schranke und über einen weitere Schlaglochpiste, bis fast zur Gletscherzunge. Wir ziehen uns dick an und folgen dem vorgegebenen Pfad über Geröll, Schlamm und Stege. Nach geschätzt 1 km erreichen wir den Gletscher und es ist ganz einfach auf das Eis zu gelangen, da es keine hohe Abbruchkante gibt. Auch auf dem Eis folgen wir einem ausgewiesenen, wenn auch nicht langen Weg. Irgendwann gibt es eine Absperrung, die man nur mit einer geführten Tour oder Eiskletterausrüstung überwinden soll. Da halten wir uns lieber zurück, denn es ist ganz schön glatt. Außerdem ist es echt kalt, aber dafür sieht das Eis wirklich großartig aus.


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Nachdem wir anfangen zu frieren, treten wir den Rückweg an. Dabei kann man erkennen, welche Gewalt Gletscher haben. Es gibt eine Menge Geröll im Eis und die Gesteinsbrocken sind rund geschliffen.


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Ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir weiter müssen. Also geht es den holprigen Weg zurück zum Highway. An der Kante wollten wir auch nicht wohnen.


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Von der Straße sehen wir nochmals den Gletscher aus anderer Perspektive.


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Auch der vom Gletscher gespeiste Fluss gibt ein gutes Bild ab.


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Leider wird das Wetter immer schlechter, je mehr wir uns der Küste nähern. In Palmer legen wir deshalb im gut besuchten Noisy Goose Cafe einen Stopp ein und essen ein sehr leckeres Stück Kuchen. Das Wildlife ist leider wieder nicht echt.  :verwirrt:


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Eigentlich wollen wir noch zu den Pioneer Falls an der Knik River Road. Deshalb fahren wir ab Palmer auf den Old Glenn Highway. Doch eine Baustelle auf der Zufahrt zu den Falls vereitelt unseren Plan. Also fahren wir direkt weiter Richtung Hotel. In Anchorage merkt man sofort, dass es sich um eine Großstadt handelt: Die Straßen sind plötzlich sechsspurig und die Gebäude haben mehr als drei Geschosse. Dafür versteckt man die Liquor Stores irgendwie gut. Wir müssen tatsächlich etwas suchen, bis wir drauf kommen, dass sie mit eigenem Eingang in den Supermärkten liegen. Das anschließende Abendessen bei Denny`s ist ganz o.k.. In der Unterkunft sind wir gerade noch wach genug, die Bilder zu ordnen und einige Nachrichten zu schreiben.

Aptel Studio Hotel, 266,- € für 2 Nächte
Gefahrene Meilen: 177
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 25.01.2019, 08:47 Uhr
Wirklich superschnell (Gletscher-)Bilder und ein interessanter Bericht
 :dankeschoen:
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 30.01.2019, 19:40 Uhr
8. Tag: 19.08.2018      

„Gib´ jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu werden.“ – Mark Twain

Anchorage

Für heute ist Regen angesagt – das soll in Alaska schon mal vorkommen. Also schlafen wir aus und gucken dann beim Frühstück etwas Fernsehen. Dabei sehen wir im Lokalsender einen Bericht darüber, dass im nahegelegenen „Potter Marsh“ – eigentlich einem besonders für Vogelbeobachtungen gepriesenen Gebiet – tatsächlich Grizzly Bären gesichtet wurden. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Da es noch nicht zu sehr regnet, machen wir uns auf den Weg dorthin. Es gibt hölzerne Stege, die über eine von Bächen durchzogene Marschlandschaft führen. Wir sehen Vögel und relativ viele tote und lebendige Lachse in den Bächen. Von den Grizzlies ist jedoch weit und breit nichts zu sehen.  :(


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Außerdem zieht sich der Himmel immer mehr zu. Trotzdem fahren wir noch zu einem Aussichtpunkt (Point Woronzof), von dem aus man bei guten Wetter sicherlich einen schönen Blick über den Knik Arm Richtung Downtown Anchorage und die dahinter liegenden Berge hat. Leider sieht heute alles eher aus wie Allerheiligen auf dem Friedhof.  :shit:


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/24618/08-04~0.jpg)



Alles Jammern hilft nichts, vielleicht hilft ja eine Shopping Tour, die Laune zu heben? Wir fahren in die Innenstadt – inzwischen regnet es wie aus Kübeln. Zum Glück gibt es ein Shopping Center, das neben uns auch viele Einheimische besuchen. Dabei fällt uns auf, dass diese Menschen den Sommer (nennen wir ihn mal so) auch dann genießen, wenn es mal regnet. Bei Temperaturen von 10 – 12 Grad tragen die meisten Damen Flipflops und die Herren kurze Hosen. Nur die richtig harten Kerle laufen offensichtlich immer in Gummistiefeln rum (auch bei Victorias Secret). Die Stadt hat schon einen sehr besonderen Charme.


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Wir lassen uns treiben, "bewundern" staunend die vorhandenen Angebote und kaufen Souvenirs.


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Am späten Nachmittag decken wir uns mit weiteren Vorräten ein. Auf dem Parkplatz am Supermarkt steht dieses „historische“ Exemplar eines Wohnwagens.


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Langsam verzieht sich auch der ganz schlimme Regen und wir entdecken diese schöne Bärenskulptur. Das erinnert uns an die Tierskulpturen in vielen Städten in Deutschland.


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Als es auf den Abend zugeht, kann man die Berge schon fast wieder sehen.


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Wir begeben uns zurück ins Hotel und hoffen auf den nächsten Tag.

Aptel Studio Hotel
Gefahrene Meilen: 23
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 31.01.2019, 11:31 Uhr
Das Wetter war ja nun wirklich bescheiden :roll:
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 01.02.2019, 16:34 Uhr
Das Wetter war ja nun wirklich bescheiden :roll:

Yep!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Raigro am 01.02.2019, 18:49 Uhr
Das Wetter war ja nun wirklich bescheiden :roll:

Yep!
Kommt mir bekannt vor. War bei mir 2017 im Aug/Sept mindestens die Hälfte der Zeit so :(.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 01.02.2019, 19:10 Uhr
Das Wetter war ja nun wirklich bescheiden :roll:

Yep!
Kommt mir bekannt vor. War bei mir 2017 im Aug/Sept mindestens die Hälfte der Zeit so :(.

Ich will nicht vorgreifen, aber wir hatten mehr Glück  :wink:
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 03.02.2019, 18:52 Uhr
8. Tag: 19.08.2018      

„Ich grüße Sie.“ – Data, nachdem auf ihn geschossen wurde, im Film „Star Trek, der erste Kontakt“

Anchorage - Homer

An diesem Tag geht die Fahrt von Anchorage auf die Kenai Halbinsel - als „Alaskas Playground“ wird für sie geworben. Endstation ist Homer an der Katchemak Bay.


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Leider setzt nach dem Frühstück erneut Regen ein, der uns noch ein bisschen begleitet. Je näher wir dem Meer bzw. dem Turnagain Arm kommen, desto dicker wird zusätzlich der Nebel. Die wunderbare Aussicht, die es dort eigentlich gibt (wir kommen an einem anderen Tag noch dazu) ist heute leider so gar nicht vorhanden.


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Da wir während der letzten Woche noch keine großen Tiere gesehen haben, entschließen wir uns, die Fahrt am Alaska Wildlife Conservation Center zu unterbrechen. Hier werden verletzte oder verwaiste Tiere aufgepäppelt. Ganz amerikanisch wählen wir die drive-through-Variante und halten dort, wo es uns gefällt. Die Tiere sind gut zu sehen, wir machen eine Menge Fotos und ignorieren den strömenden Regen und die matschigen Wege.


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Gegen Mittag lässt der Regen etwas nach und wir fahren weiter. Zunächst geht es über den Seward Highway, an der Tern Lake Junction biegen wir auf den Sterling Highway ab. Die Landschaft wirkt mit den tiefhängenden Wolken verwunschen.


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Irgendwann ist uns die Fahrt auf dem Highway doch etwas zu eintönig und wir biegen auf die Skilak Lake Loop Road ab, laut The Milepost eine „good gravel raod“. Von dem vielen Regen ist sie aber etwas aufgeweicht und es gibt ganz schön viele Schlaglöcher. Den Trail zum Upper Kenai River trauen wir uns nicht zu laufen, da wir ganz allein sind und ein großes Schild vor Grizzlies warnt. Nach etwa 5 weiteren Meilen sehen wir hinter einer Kurve etwas über die Straße laufen. Der erste Gedanke ist: „Was für ein großer Hund!“, der zweite: „Das ist ja ein Bär, nein sogar zwei!!!!“. Frank kann gerade noch die Kamera hochreißen und den zweiten Bären aufnehmen.


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Die Begegnung dauert nur ein paar Sekunden, dann sind beide auch schon ziemlich geschmeidig im Gestrüpp neben der Straße verschwunden. Wir können unser Glück nicht fassen und warten noch ein wenig im Auto an der Stelle, doch die beiden kommen leider nicht zurück. Wir sind trotzdem nachhaltig beeindruckt und fahren zufrieden weiter. Sofern die Gegend von den Wolken frei gegeben wird, halten wir an und machen einige Fotos.


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Nach einiger Zeit erreichen wir Ninilchik und die „Holy Transfiguration of Our Lord Russian Orthodox Church“, ein trotz Sauwetter schönes Fotomotiv.


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Es gibt auch wieder lustige Schilder, …
ohne Einschusslöcher wohl ungültig...

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… an die sich keiner hält, …


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… was vielleicht daran liegt?


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Auf dem Hügel oberhalb von Homer machen wir nochmal Halt, die Aussicht ist getrübt, allerdings ziemlich beeindruckend.


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Homer ist nach dem Ortseingangsschild...


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Unsere Vermieterin hat allerdings einen anderen Beruf. Wer kann ihn erraten?  :lol:


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Die Unterkunft gefällt uns auf Anhieb und wir bekommen einen Restauranttipp auf dem Homer Spit, einer Landzunge, die sich tief in die Katchemak Bay zieht. An ihrem Ende liegen der Hafen sowie einige Restaurants und kleine Geschäfte.


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Das Essen im Captain Pattie`s ist wirklich sehr lecker. Wir legen noch einen kleinen Verdauungsspaziergang ein und fotografieren die Idylle.


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Dann zieht es uns zurück in die Unterkunft, in der wir sehr gut schlafen.



Rangeview Bed and Breakfast, 255,50 € für zwei Nächte
Gefahrene Meilen: 246
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 04.02.2019, 10:43 Uhr
Wetter bescheiden, Tiere gut zu sehen
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 11.02.2019, 18:13 Uhr
10. Tag: 21.08.2018      

„Ein Künstler ist jemand, der Dinge herstellt, die die Menschen gar nicht brauchen“  - Andy Warhol


Homer

Wir wachen bei Dauerregen auf und können aus dem Fenster nicht einmal bis zum Meer gucken, geschweige denn, darüber hinaus. Also machen wir es uns erstmal gemütlich. Irgendwann halten wir es aber nicht mehr aus und fahren trotz des Regens los.


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Unser Plan war eigentlich, mit einem Wassertaxi über die Katchemak Bay zu fahren und auf der anderen Seite ein wenig zu wandern. Das fällt schon mal gründlich ins Wasser. Stattdessen nehmen wir die East End Road Richtung Ende der Bay und hoffen das Beste. Es wird aber nicht besser.




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Wer sich dafür interessiert, wie schön die Landschaft in und um Homer bei gutem Wetter sein kann, kann z.B. auf Dicovery die Serie „Alaska, am Rande der Zivilisation“ ansehen.

Wir geben irgendwann auf und fahren zurück nach Homer. Dabei stellen wir fest, dass hier sehr viele ihr Boot im Vorgarten parken.


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Manchmal ist es aber auch ein „Auto“.


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Und manche Häuser würden in Deutschland vermutlich keine Bauabnahme bekommen.


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Einige Fischer haben offensichtlich zu viele Bojen mit nach Hause gebracht.


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Als wir das Ende des Homer Spit erreichen, sehen wir ein Kreuzfahrtschiff vor Anker.


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Dann fällt uns ein Seeotter in der Hafeneinfahrt auf. Er dümpelt auf dem Wasser herum. Frank holt sein Tele und macht einige ganz nette Fotos.


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Nach einiger Zeit kommen die ersten Fischerboote zurück und der Otter schwimmt ihnen nach. Warum nur, denken wir. Die Lösung ist einfach, der Beifang wird über Bord geworfen und bietet reichlich Auswahl, ohne dass der Otter sich anstrengen muss. Nach einiger Zeit ist der Hafen wieder gut mit Booten gefüllt und der Otter satt.


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Es ist ganz schön windig. Wir haben das Gefühl, dass es hier auch den Bienen und den Blumen eigentlich zu kalt ist.


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Also wärmen wir uns durch einen kleinen aber leckeren Snack in der Two Sisters Bakery auf. Danach stellen wir fest, dass das Wetter aufklart. Das wollen wir nutzen. Zunächst geht es zum Aussichtspunkt am Ortseingang.


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Dort bemerken wir, dass man Mount Iliamna, einen Vulkan des Aleutengebirges auf der anderen Seite des Cook Inlet hervorragend sehen kann.


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Das wollen wir uns nicht entgehen lassen und fahren weiter bis nach Anchor Point und dort bis ans Meer, zum „westlichsten Punkt des nordamerikanischen Festlands, der über ein zusammenhängendes Straßensystem erreicht werden kann“. Der Blick ist einfach überwältigend.
Frank baut bei sommerlichen Temperaturen von 12 Grad und einer leichten bis mittelschweren Brise das Stativ auf. Dann macht er Unmengen von Fotos und wir kommen unter anderen mit Sean ins Gespräch über `Photography Nerds`. Für alle, die es interessiert, die Instagram-Seite von Sean (w_o_l_f_y) ist wirklich toll.


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Als die Sonne untergegangen ist sind wir durchgefroren, aber glücklich. Jetzt fehlt uns nur noch ein warmes Essen. Für einen Restaurantbesuch ist es leider zu spät, also geht es an die Wärmetheke im Safeways. Wir finden noch Rippchen und Kartoffelsalat – nicht gerade ein Amuse Gueule, aber wir sind ja auch nicht auf einer Gourmetreise.



Rangeview Bed and Breakfast
Gefahrene Meilen: 123
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 12.02.2019, 11:48 Uhr
Trotz 12 Grad und Wolken ein schöner Tag
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: NähkreisSteffi am 13.02.2019, 19:48 Uhr
So, jetzt bin ich wieder auf dem Laufenden.

Wirklich beeindruckende Bilder. Am Wetter kann man ja sowieso nichts ändern, also habt ihr das Beste draus gemacht.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 17.02.2019, 19:39 Uhr
11. Tag: 22.08.2018      

„The home fire`s burning, the kettle`s almost boiling, but the master of the house is far away“ - Thick as a brick, Jethro Tull


Homer - Seward


Bei wunderschönem Sommerwetter verabschieden wir uns von Kathy und ihrem lecken Rhabarberkuchen, den wir zum Frühstück verdrückt haben.


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Die Fernsicht ist überragend, so dass wir uns nochmals lange am Anchor Point aufhalten. Mount Iliamna und Mount Redoubt auf der anderen Seite des Cook Inlet strahlen in der Morgensonne um die Wette.


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Irgendwann reißen wir uns los und fahren weiter. Am Anchor River sieht es total friedlich aus.


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Anschließend geht es auf den Highway, doch auch von dort aus gibt es viele weitere Aussichtspunkte, die wir allesamt anfahren. Oftmals können wir ganz allein die beeindruckende Kulisse in prallem Sonnenschein bestaunen.


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Außerdem sehen wir unterwegs einige Tiere …


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… und außergewöhnliche Gebäude.


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In Soldotna biegen wir vom Sterling Highway ab und fahren bis zum Bluff Viewpoint in Kenai. Auch das lohnt sich fototechnisch sehr.


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Dann muss es weitergehen, denn der Weg ist noch lang. Trotzdem fahren wir nochmals über die Skilak Lake Road. Heute zeigen sich leider keine Bären, dafür ist die Aussicht auf den Skilak Lake aber wesentlich besser.


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Den Kenai Lake erreichen wir über ein kurzes Stück der Quarz Creek Road.


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An der Tern Lake Junction fahren wir Richtung Süden auf die andere Seite der Kenai Halbinsel, nach Seward.

Nach längerer Fahrt halten wir wieder an, um am Liliy Pad Lake nach Elchen Ausschau zu halten. Leider umsonst, aber die Landschaft entschädigt.


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Endlich erreichen wir die Adresse unserer Unterkunft und freuen uns schon auf das Sofa. Vor Ort steht ein Pkw mit geöffneter Heckklappe auf dem Hof, die Schlüssel stecken in der Haustür und wir hören Musik aus dem Innern. Es gibt keine Klingel, also klopfen und rufen wir. Rein trauen wir uns nicht, über „Private Porperties“ gibt es ja so allerlei Geschichten. Unser Kopfkino ist an, das Handy funktioniert nicht und wir wissen nicht weiter. Vielleicht gibt es nebenan Hilfe? Wir trauen uns auf ein „Guests only“-Gelände mit kleinen Hütten und klopfen dort, wo es nicht nach Touristen aussieht. Ein netter junger Mann, noch im Angleroutfit und vielleicht ein bisschen angetrunken oder high, kann uns nicht helfen, weiß aber, wen er fragen muss. Die nächste Tür geht auf und wir können einen kurzen Blick hineinwerfen. Uns wird Angst und Bange, als wir den echten Alaska-Style erkennen. Frank war es als „Kolonieblag“ aus dem Ruhgebiet gewohnt, in ungeheizten Zimmern aufzuwachsen, aber diese Hütte ist noch ein bisschen einfacher, kleiner und dunkler. Heraus kommt jedoch ein sehr netter älterer Herr, Cliff. Er erklärt sich sofort bereit unseren Vermieter, Terry, anzurufen. Terry behauptet, uns informiert zu haben und gibt uns die Details für die Unterkunft. Wir sollen ruhig schon mal rein gehen, er sei noch fischen. Bevor wir uns zurück zu unserer Unterkunft begeben, unterhalten wir uns noch ein wenig mit Cliff, vollständig Captain Cliff Chambers, über das Leben und die Jahreszeiten in Alaska: Winter und "construction time“. Wieder mal hatten uns der erste Eindruck und das Äußere getäuscht! Trotz aller Geschichten und Warnschilder sind die Menschen unglaublich hilfsbereit und freundlich. Zum Abschied gibt uns Cliff noch seine Karte: Für den Fall, dass wir doch noch eine andere Unterkunft brauchen, stünden seine „Misty "C" Cabins“ bereit. Wir sind richtig verlegen.
Danach beziehen wir endlich unsere Unterkunft. Dort finden wir auch Terrys Nachricht, nämlich am Kühlschrank. Kaum haben wir alles verstaut, ist Terry auch schon da und gibt uns noch einen Restauranttipp gleich um die Ecke. Dort beschließen wir den Abend.


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Zum Abschluss gibt es noch ein Foto der umliegenden Berge im letzten Sonnenlicht.


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Resurrection River Rentals, 320 € für zwei Nächte
Gefahrene Meilen: 220
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Marthe am 19.02.2019, 00:22 Uhr
Wunderschöne Bilder  und ein sehr interessanter Bericht, ich fahre sehr gerne weiter mit :)

LG
Marthe
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 19.02.2019, 16:06 Uhr
Ich bin auch noch immer dabei
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 20.02.2019, 07:13 Uhr
Ich bin auch noch immer dabei

Wunderschöne Bilder  und ein sehr interessanter Bericht, ich fahre sehr gerne weiter mit :)

LG
Marthe

Schön, dass Ihr noch dabei seid. Es geht bald weiter.  :)
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 04.03.2019, 19:02 Uhr
12. Tag: 23.08.2018      

„Darauf zu warten, dass der passende Zufall eintritt, ist deswegen so problematisch, weil es nicht funktioniert.“ - Douglas Adams: Einmal Rupert und zurück


Seward

Als wir aufwachen, ist das Wetter wie erwartet umgeschlagen. Also lassen wir den Tag ruhig angehen, frühstücken und trödeln ein bisschen herum. Allerdings liegt uns das nicht wirklich, so dass wir am späten Vormittag zum nahe gelegenen Exit Glacier im Kenai Fjords Nationalparkt fahren.


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Vielleicht können wir das Wetter ja zwingen und doch noch den Trail zum Harding Icefield gehen.


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Leider erfüllen sich unsere Wünsche nicht, es nieselt immer weiter. Es bleibt uns also nur der relativ kurze Weg zur Abbruchkante des Exit Glacier.


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Trotz des schlechten Wetters ergeben sich einige schöne Ausblicke auf die Berge und den Gletscher.


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Die Abbruchkante selbst kann man nicht erwandern, sondern man erreicht nur einen Aussichtspunkt. Hier halten wir uns einige Zeit auf.


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Schließlich ist alles fotografiert und wir machen uns auf den Weg zurück zum Visitor Center. Wir finden, das Schönste an diesen Centern sind oftmals die plastischen Modelle der Gegend, die verständlich zeigen, welche Größe die Parks haben und wie sie angelegt sind.


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Da sich das Wetter nicht bessern will, fahren wir anschließend nach Seward. Natürlich gibt es auch auf dem Weg noch Fotostopps.


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In Seward schauen wir uns ein bisschen in den kleinen Läden und netten Cafés um.


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Das Meer sieht gar nicht freundlich aus und lädt nicht zum Verweilen am Strand ein. Auf ein Boot wünscht man sich schon gar nicht.


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Am späten Nachmittag entscheiden wir uns für eine Pizza, die wir in der Cabin verspeisen. Dann lernen wir noch den Text von „Take me out to the ball game“ bevor es früh ins Bett geht – wir haben morgen noch einen Termin!

Resurrection River Rentals
Gefahrene Meilen: 63
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 13.03.2019, 18:18 Uhr
13. Tag: 24.08.2018      

Ἄριστον μὲν ὕδωρ -
(Ariston men hydōr) – Das Beste ist das Wasser
– Olympische Oden von Pindar


Seward – Whittier - Palmer

Wie geplant stehen wir früh auf. Kaum sind wir mit dem Frühstück fertig, steht auch schon Terry, unser Vermieter für die Abrechnung vor der Tür. Das passt gut, denn wir müssen rechtzeitig losfahren, damit wir um 10:30 Uhr am Tunnel nach Whittier sind. Whittier liegt am Prince William Sound und kann auf dem Landweg nur durch den Anton Anderson Memorial Tunnel erreicht werden. Durch den fahren aber Autos und Züge und zwar immer nur in eine Richtung.

Da wir sehr zeitig losfahren, können wir unterwegs noch mehrfach anhalten und nach Tieren Ausschau halten. Die zeigen sich aber weiterhin nicht. Das Wetter ist etwas besser, zwar bedeckt, aber es regnet nicht.


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Das ist gut, denn wir haben die 26 Glacier Cruise mit Phillips Cruises gebucht. Die garantieren, dass einem auf der Kreuzfahrt nicht schlecht wird, was für Inge bei der Auswahl der Tour den Ausschlag gegeben hat.

Am Tunnel angekommen müssen wir noch kurz warten, dann geht es sehr geregelt in den Tunnel.


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Kurze Zeit später erreichen wir Whittier, suchen uns schnell einen Parkplatz und sind überpünktlich am Anleger. Das Schiff für unsere „Butterfahrt“ ist ein Katamaran und sieht richtig gut aus.


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Als es ablegt, lugt tatsächlich die Sonne durch die Wolken und wir freuen uns.


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Das Schiff ist ganz schön schnell unterwegs, aber es liegt wie ein Brett auf dem zugegebenermaßen sehr ruhigen Wasser.


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Wir sehen Seelöwen, Robben und Seeotter auf kleinen Inseln oder auch Eisschollen.


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In der Ferne erblicken wir einen Seeadler und eine Schneeziege. Manchmal hält der Kapitän sogar an, damit man gut fotografieren kann. Außerdem läuft ein Ranger durchs Boot und erklärt alles Mögliche. Wale sind leider nicht zu sehen, aber das macht nichts, denn wir erreichen die Stars der Tour: Die Gletscher! Wir machen unzählige Fotos, obwohl es nahe der Gletscher auf dem Außendeck ganz schön kalt ist.


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Vorgreifend auf unser Fazit können wir sagen, dass man Homer und Seward – wenn man nicht angelt – nicht unbedingt auf einer Alaskareise besuchen muss, aber der Ausflug in den Prince-William-Sound zu den Gletschern ist ein echtes Highlight!

Nach wirklich kurzweiligen Stunden auf dem Schiff kommen wir bei bestem Wetter wieder in Whittier an. Schnell geht es zum Auto und dann zum Tunnel. Der öffnet kurz danach, so dass die Sonne noch herrlich scheint, als wir den Seward Highway Richtung Anchorage erreichen. Im Vorbeifahren sehen wir tatsächlich einen Schwarzbären, der neugierig seine Nase Richtung Highway reckt. Für ein Foto sind wir jedoch zu schnell an ihm vorbei. Im Rückspiegel sehen wir noch, wie der Bär sich wieder umdreht und lieber nicht über die Straße läuft. Kurze Zeit später sind wir wieder am Turnagain Arm, der sich vor 4 Tagen noch grau in grau zeigte. Heute ist das ganz anders. Alles strahlt in den schönsten Farben.


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Mit der Flut kommen tatsächlich einige Beluga Wale in die Bucht geschwommen. Wir sehen vom Auto aus, wie sie atmen. Am Beluga Point halten wir an, laufen das kurze Stück bis zum Meer und können einige Wale relativ nah am Ufer bewundern.


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Auch am Potter Marsh, wo es vor einigen Tagen Grizzlies gegeben haben soll, schauen wir nochmal vorbei. Wir sehen aber nur einen Seeadler, der über die Vogelkolonie gleitet und alle anderen Vögel in Aufruhr versetzt.


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Spät am Abend erreichen wir unser Tagesziel, Palmer. Im Ort ist es ganz schön voll, denn es ist Alaska State Fair. Da wir keine Lust haben, lange in einem Restaurant zu warten, kaufen wir uns schnell ein warmes Hähnchen im Fred Meyer und beschließen diesen tollen Tag auf dem Zimmer.


The Pioneer Motel, 117 €
Gefahrene Meilen: 196
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 14.03.2019, 13:34 Uhr
Schön, die Tiere in freier Natur zu treffen und fotografieren zu können. Da kann man etwas kühlere Witterung gerne in Kauf nehmen - außerdem ist der Regen ja nun beendet.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 17.03.2019, 15:40 Uhr
14. Tag: 25.08.2018      

… elendes Lichtergesindel“ - Chevy Chase als Clark Griswold im Film „Schöne Bescherung“

Palmer – Healy (Denali National Park)


Heute wollen wir zum Denali National Park fahren. Die Wettervorhersage für die Gegend am vorherigen Abend war jedoch schlecht. Aber wir haben inzwischen gelernt, mit dem Wetter im Norden zu leben und nehmen es, wie es kommt. Wider Erwarten sehen wir nach dem Aufstehen die Sonne, also nichts wie los. Außerdem ist der Weg mit etwa 240 Meilen ganz schön weit. Trotzdem fahren wir den Umweg über die Hatcher Pass Road und das lohnt sich richtig.


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Mit Temperaturen von 11 bis 16 °C ist es sommerlich warm und wir sind nicht allein unterwegs. Es sind viele Familien vor Ort, entweder um Beeren zu sammeln, mit den ATVs durch das Hinterland zu düsen oder zu jagen.


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Wir sehen nicht wenige mit einem Gewehr über der Schulter nahe bei der Straße. Die aus dem Auto zu fotografieren, wagen wir nicht. Wir halten zunächst am Independence Mine State Historical Park, später am Summit Lake und dann nochmal am Willow Creek. Jedes Mal genießen wir die Aussicht, aber länger bleiben ist wegen der noch vor uns liegenden Strecke nicht drin.


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Nördlich von Wasilla erreichen wir den Parks Highway. Nach nur wenigen Kilometern lugt plötzlich ein hoher Gipfel zwischen den Bäumen durch. Wir können es gar nicht glauben: Werden wir vielleicht doch den Denali sehen? Das schafft nur jeder fünfte Besucher.


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Tatsächlich! Wir können unser Glück gar nicht fassen und biegen auf die Nebenstraße nach Talkeetna ab. Von dort soll man einen besonders guten Blick auf den Denali haben. Nach knapp 13 Meilen werden wir nicht enttäuscht. Der Berg liegt direkt vor uns – na ja, eigentlich ist er ca. 100 km entfernt. Außerdem ist er jetzt doch von einigen Wolken umgeben.


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Zu Glück können wir unsere Zeit frei einteilen und müssen nicht – wie einige Bustouristen – nach 10 Minuten weiterfahren. Also warten wir geduldig auf einer Bank, ob die Wolken sich verziehen. Während der Zeit können wir eine Verfolgungsjagt sehen und eine Familie beim Sonntagsausflug auf ATVs beobachten.


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Schließlich wird unser Warten belohnt und der Denali zeigt sich richtig gut.


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Nach 1,5 Stunden beschließen wir, weiter zu fahren. Unterwegs müssen war aber immer wieder anhalten und weitere Fotos machen. An der POW-MIA Rest Area ist der Blick noch einmal umwerfend.


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Auch die weitere Landschaft ohne Blick auf den Denali ist atemberaubend. Obwohl wir jetzt schon 14 Tage unterwegs sind, können wir uns an der Weite der Landschaft nicht sattsehen.


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Nach einem langen Tag erreichen wir Nenana Canyon am Denali National Park. Auf dem Nenana River sind tatsächlich einige Schlauchboote unterwegs.


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Wir glauben, der Tag kann nicht mehr besser werden, als wir kurz vor unserer Unterkunft in Healy, einem Ort nördlich des Denali NP, nahe der Straße eine Elchmutter mit Kind antreffen. Wir sehen zunächst das Kalb am Straßenrand. Wo ein Kind ist, ist auch die Mutter nicht weit! Die Worte von Terry, unserem Vermieter in Seward, haben wir noch im Kopf: „Bears are no problem, mama moose is a problem“. Also sind wir ganz vorsichtig, Frank fotografiert aus dem Auto und Inge hat den Fuß über dem Gaspedal. Dann entdecken wir auch die Mama, die etwas entfernt friedlich zwischen den Bäumen steht.


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Nichts passiert und wir fahren die letzten Meilen zur Unterkunft. Dort empfängt uns Brad, der Inhaber, mit der Mitteilung, er habe uns doch schon gestern erwartet. Aber zum Glück hat er die gebuchte Cabin auch für die kommenden zwei Nächte frei. Da haben wir aber Glück. Außerdem, legt er gleich nach, könne er uns nachts wecken, denn es seien Nordlichter angesagt und er habe Bereitschaftsdienst und wäre sowieso wach. Da willigen wir natürlich gerne ein.


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Das wir anschließend in dem riesigen Ort Healy (1000 Einwohner) das angepriesene Restaurant nicht finden, ist uns nach allem, was wir schon erlebt haben, total egal. Es gibt also wieder Essen aus dem Supermarkt, den finden sogar wir. Nach einem Feierabendbier fallen wir ins Bett, schlafen aber nur 2 Stunden, denn Brad klopft wie versprochen an unsere Tür. Schlaftrunken taumeln wir nach draußen, sind aber sofort hellwach, denn die Nordlichter tanzen für uns über den Himmel.


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Nach weniger als 1 Stunde ist das Ganze vorbei. Als wir zurück in der Cabin sind, können wir unser Glück gar nicht fassen. Dieser Tag hat uns wirklich ganz viele Wünsche erfüllt!


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Healy Heights Family Cabins, 278,- € für 2 Nächte
Gefahrene Meilen: 265
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Doreen & Andreas am 18.03.2019, 10:07 Uhr
Über Euern Bericht der letzten Tage bin ich erst mal sprachlos.
Schon die Fahrt auf dem Katamaran zu den Gletschern hat mir sehr gut gefallen. Dann das Wetterglück, den Blick auf den Denali und letzlich sogar Nordlichter... unglaublich!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 18.03.2019, 10:53 Uhr
Nordlichter - wie toll ist das denn
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 18.03.2019, 19:14 Uhr
Über Euern Bericht der letzten Tage bin ich erst mal sprachlos.
Schon die Fahrt auf dem Katamaran zu den Gletschern hat mir sehr gut gefallen. Dann das Wetterglück, den Blick auf den Denali und letzlich sogar Nordlichter... unglaublich!

 :dankeschoen: Schön, dass es Dir gefällt. Diese beiden Tage waren schon echte Highlights, aber ein paar kommen noch.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 18.03.2019, 19:18 Uhr
Nordlichter - wie toll ist das denn

Wir haben vorher noch niemals Nordlichter erleben dürfen. Wir waren schlichtweg sprachlos. Es ist ein atemberaubendes Schauspiel. Man weiss gar nicht, ob man die Kamera bedienen oder selbst schauen soll.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Mig am 20.03.2019, 18:42 Uhr
Ich bin gerade schnell hinterher gefahren und kann gar nicht erwarten, dass es weitergeht!
Ein toller Bericht mit berauschenden Fotos einer fantastischen Natur!!!!
Vielen, vielen Dank für‘s Teilen!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 21.03.2019, 18:18 Uhr
Ich bin gerade schnell hinterher gefahren und kann gar nicht erwarten, dass es weitergeht!
Ein toller Bericht mit berauschenden Fotos einer fantastischen Natur!!!!
Vielen, vielen Dank für‘s Teilen!

Willkommen an Bord und vielen Dank für Dein Lob. Wir hatten schon den Eindruck, dass zwischzeitlich ein paar Mitfahrer ausgestiegen sind.
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Ypsi am 21.03.2019, 23:18 Uhr
Hallo, ich bin auch noch dabei :-)
Da sind die ja endlich: die Nordlichter!
Unglaublich wie schnell das Wetter umschlagen kann.
Ein Traum Tag!
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Marthe am 22.03.2019, 23:50 Uhr
Ich bin auch noch dabei und freue mich über die wunderschönen Bilder und den interessanten Bericht  :D

LG
Marthe
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 31.03.2019, 18:38 Uhr
15. Tag: 26.08.2018

"Am zuverlässigsten unterscheiden sich die einzelnen Fernsehprogramme noch immer durch den Wetterbericht" - Woody Allen


Denali National Park


Nachdem wir ausgeschlafen haben, begrüßt uns der neue Tag mit Regen. Also lassen wir es gemütlich angehen und erledigen ein paar administrative Dinge. Als wir am späten Vormittag losfahren, bemerken wir einen Riss in unserer Windschutzscheibe, der gestern noch nicht da war. Das ist irgendwie doof, aber wir sind versichert und die nächste Station von Driving Force ist in Kanada, dann geht es eben so weiter! Wir sind übrigens nicht die einzigen mit einem Sprung in der Scheibe. Manche Autos haben da ein ganzes Spinnennetz und fahren fröhlich weiter.

Der Weg zum Denali National Park ist kurz.


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Wir gehen zunächst ins Visitor Center, um den obligatorischen Kühlschrankmagneten zu erwerben. Ja, Kitsch muss sein. Wir müssen uns zu Hause keine große Edelstahlplatte beim Frühstück ansehen; lieben schauen wir auf die bunten Magneten aus unseren letzten Urlauben. Vom Visitor Center aus geht es in den Park.


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Allerdings ist die einzige Straße im Park nur auf den ersten15 Meilen für Privat-PKW frei gegeben. Danach fahren nur noch die gebührenpflichtigen Busse.


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Unsere Fahrt ist relativ gemächlich, da es erstens ein Tempolimit gibt und wir zweitens Tiere sehen wollen. Das ist aber gar nicht so einfach: Es gibt zwar kaum Bäume, aber die Tundra ist überwachsen mit Büschen, die alles andere als niedrig sind. Manche sind 1,5 bis 2 Meter hoch, so dass sich ein Bär locker darin verstecken kann.


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Bären sehen wir zwar nicht, aber es wird vielfach vor ihnen gewarnt.


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Dann sehen wir tatsächlich einen Elch im Wald neben der Straße.


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Am Ende der für alle geöffneten Straße fließt der Savage River und es gibt einen kurzen Trail am Fluss entlang.


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Das Wetter ist ein wenig besser geworden, also machen wir uns auf den Weg. Hier sieht schon deutlich herbstlicher aus.


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Die Temperaturen liegen bei 10 bis 12 Grad C und der Wind pfeift durch das enge Tal.


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Eigentlich jeder, der hier im Park unterwegs ist, hat Bärenspray dabei. Man kann sich im gesamten Park – teilweise mit Permit - völlig frei bewegen – niemand ruft einem zu: „Stay on the trail“. Eigentlich ist es sogar erwünscht, die Trampelpfade nicht zu benutzen, damit sie bewachsen bleiben.

Irgendwann kommen wir zum Auto zurück und es geht zum Parkausgang. Das Wetter verschlechtert sich, also gehen wir noch in die Souvenirshops im Nenana Canyon. Zum Kauf dieser besonderen Sommermode lassen wir uns allerdings nicht verführen.


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Am frühen Abend finden wir das Lokal, das wir gestern noch vergeblich gesucht haben. Vor der Tür befindet sich ein Baum mit einigen lustigen Entfernungsangaben sowie der Bus aus der Filmkulisse von „Call of the wild“.


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Die 49th State Brewery ist recht rustikal und nicht gut beheizt, aber das Essen schmeckt. Der Hopfen fürs Bier kommt offensichtlich aus Deutschland und die Verpackung wird als Abdeckung unter dem Vorzelt des Eingangs verwendet.


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Leider kann nur Frank das Bier probieren, denn wir müssen mit dem Auto zurück zur Unterkunft. Dort lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.




Healy Heights Family Cabins
Gefahrene Meilen: 91
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 10.04.2019, 18:01 Uhr
16. Tag: 27.08.2018      

„Die Natur ist die beste Führerin des Lebens“ – Marcus Tullius Cicero

Healy - Denali National Park - Fairbanks


Über Nacht hat sich die Wettervorhersage von „kein Regen“ in „Regen“ geändert. Das ist schade, denn wir wollen mit dem Bus tief in den Denali Nationalpark hineinfahren. Egal, es kann sich ja noch wieder ändern.

Beim Losfahren stellen wir fest, dass der Riss in unserer Frontscheibe weiter gewachsen ist. Mal sehen, wo das noch hinführt.

Im Park erreichen wir auf den letzten Drücker den vorgebuchten Bus, der uns 53 Meilen in den Park hinein bis zum Toklat River bringen soll. Bereits kurz nach der Abfahrt begrüßen uns zwei Elche am Straßenrand. Sie lassen sich vom Verkehr überhaupt nicht stören.


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Nach einem kurzen Fotostopp geht die Fahrt weiter bis zum Savage River. Bis hierher waren wir gestern schon mit dem Mietwagen. Nun geht es über den Fluss und durch die Schranke in den für Tourbusse vorbehaltenen Bereich. Je höher wir kommen, desto herbstlicher sieht die Tundra aus.


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Außerdem entdecken wir in weiterer Entfernung den einen oder anderen Elch, Karibus und auch einen einzelnen Grizzly; der ist aber 300 bis 400 m weit weg.


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Am Polychrome Pass können wir den Bus kurz verlassen und haben so die Gelegenheit, die Landschaft aus verschiedenen Blickwinkeln aufzunehmen.


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Am Toklat River legt der Bus eine einstündige Pause ein. Einige Mitreisende steigen in andere Busse um, um noch tiefer in den Park hinein zu fahren. Endstation für alle Busse ist nach insgesamt 90 Meilen Kantishna. Wir haben aber unser Ziel erreicht und sind auch gar nicht böse, denn das Wetter ist ziemlich feucht und kalt. Wir laufen ein kleines Stück am Fluss entlang, und fotografieren die Umgebung.


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Der Bus sieht auch schon ganz schön mitgenommen aus.


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Weit entfernt können wir am Rand des Flussbetts einige Wanderer erkennen. Das ist uns schon öfter aufgefallen. Wegen des hohen Gestrüpps nutzen viele Hiker, die länger unterwegs sind, das Flussufer als Weg. Auch das ist unwegsames Gelände, aber man sieht wenigstens, wohin man geht und auf wen man eventuell trifft.

Dann müssen wir uns tatsächlich etwas im sehr kleinen Visitor Center aufwärmen und sind froh, dass wir mit dem Bus zurückfahren und nicht laufen müssen. Die Rückfahrt ist zunächst wenig ereignisreich: Wir sehen erneut einige Karibus und weiße Punkte, die Dall Schafe sein sollen. Nach einiger Zeit hält unsere Busfahrerin Laurie bei einem entgegenkommenden Bus und die Fahrer tauschen sich über etwas aus. Da wir weit hinten sitzen, verstehen wir nicht, worum es geht. Nach ein paar hundert Meter hält Laurie erneut und dann wissen wir, worum es ging. Eine Grizzly-Mutter mit zwei Kleinen läuft unbeeindruckt über die Straße. Alle reißen die Kamera hoch und versuchen, das beste Bild zu bekommen.


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Mutter und Kinder stört das nicht, die sind total entspannt unterwegs. Nach kurzer Zeit entschließen sie sich, die Straße zu verlassen und durch die Büsche den Hügel hinauf zu verschwinden. Wir können sie noch in einiger Entfernung auf einer Lichtung dabei beobachten, wie sie nach Futter suchen.


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Das war ein unvergessliches Erlebnis! Die weitere Fahrt ist eher unspektakulär. Wir sehen nochmals einen weit entfernten Grizzly, der einsam auf einem Berg unterwegs ist.


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Mit der Tour waren wir sehr zufrieden und können nur empfehlen, mindestens so weit wie wir in den Park hinein zu fahren.

Nach Ende der Fahrt bleibt uns für einen langen Abschied vom Denali National Park leider keine Zeit, wir müssen schnell weiter, denn bis Fairbanks haben wir noch gut 2 Stunden Fahrt vor uns. Unterwegs erlauben wir uns daher nur einige kleine Fotostopps in die unendliche Weite Alaskas.


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Das Hotel erreichen wir zeitig, so dass wir zu Fuß zum Restaurant Brewsters gehen können, um dort bei schmackhaftem Essen mit einem örtlichen Bier auf die Grizzlys anzustoßen.






Best Western Plus Chena River Lodge, 225,- € für 2 Nächte
Gefahrene Meilen: 135 (ohne Busfahrt im Park)
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 19.04.2019, 19:03 Uhr
17. Tag: 28.08.2018      

"Und wie er winkt mit dem Finger,
Auftut sich der weite Zwinger,
Und hinein mit bedächtigem Schritt
Ein Löwe tritt
Und sieht sich stumm
Ringsum
Mit langem Gähnen
Und schüttelt die Mähnen
Und streckt die Glieder
Und legt sich nieder."
– aus "Der Handschuh" von Friedrich von Schiller

Fairbanks – Dalton Highway - Fairbanks


Wir schlafen aus und beginnen den Tag mit einem Frühstück in der Lobby des Hotels. Das Buffet ist amerikanisch, also mit Bagels, Toast und Eiern, aber ohne Wurst oder Käse. Es macht satt, also reicht es für einen guten Start in den Tag. Leider regnet es schon wieder.


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Also fahren wir erstmal in den Walmart, um eine zusätzliche Tasche für die Rückreise zu kaufen. Außerdem besorgen wir noch die von der gesamten Familie heißgeliebten Minz-M&Ms. Da das Wetter sich noch nicht geändert hat, geht es danach zum Visitor Center, aber auch damit sind wir schnell durch.


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Fairbanks ist wirklich übersichtlich und nach unserer Ansicht nicht besonders sehenswert.

Wir beschließen, die Stadt zu verlassen und bis zum Beginn des Dalton Highways zu fahren. Zwischendurch legen wir einen Stopp bei der Trans- Alaska-Pipeline ein und machen die obligatorischen Fotos.


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Auf der Weiterfahrt wird das Wetter nicht wirklich besser und alle Fotos sind grau in grau.


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Die Straße ist unerwartet leer, trotzdem macht die Fahrt nicht wirklich viel Spaß.


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Dort, wo wir einen kleinen Zwischenstopp einlegen wollen, ist schon geschlossen.


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Am Beginn des Dalton Highways entscheiden wir uns, nicht weiter zu fahren, denn außer immer schlechter werdenden Straßenverhältnissen ändert sich eigentlich nichts.


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Wenn wir wirklich bis zum Polarkreis fahren wollten, hätten wir noch mindestens 100 Meilen vor uns. Dafür sind wir eindeutig zu spät losgefahren und der Riss in unserer Scheibe wird auch immer länger. Das Risiko wollen wir nicht eingehen.

Wir drehen um und fahren zurück nach Fairbanks, das dauert noch lange genug. Auf dem Weg überholt uns ein Auto, das definitiv sehr lange auf einer Schotterstraße unterwegs war, denn die ursprüngliche Farbe des Lacks ist nicht mehr zu erkennen.


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Am Abend gibt es Pizza und ein kaltes Coors auf dem Zimmer. Man kann schließlich nicht immer Highlights erleben.




Best Western Plus Chena River Lodge
Gefahrene Meilen: 190
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 22.04.2019, 17:04 Uhr
18. Tag: 29.08.2018      

„Auch der Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ erwähnt den Alkohol.
Da steht, der beste Drink, den es gibt, ist der Pangalaktische Donnergurgler. Da steht, die Wirkung eines Pangalaktischen Donnergurglers ist so, als werde einem mit einem riesigen Goldbarren, der in Zitronenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen.“
– Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams


Fairbanks – Tok


Der Wecker klingelt, wir packen zusammen und gehen zum Frühstück, um uns dann auf den Weg zurück nach Tok zu machen. Heute ist das Wetter gut und wir werden auf der Fahrt keine Schwierigkeiten bekommen. Unser Scheibenmalheur ist auch nicht signifikant gewachsen!

Als erstes machen wir Halt beim Weihnachtsmann in North Pole. Der ganze Ort ist total auf Weihnachten getrimmt.


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Das ist zwar total kitschig, aber irgendwie auch gut. Der Weihnachts-Phantasie sind im Haus von Santa Claus jedenfalls keine Grenzen gesetzt.


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Wegen schlechter Erfahrungen mit dem Gehilfen des Nikolaus in der Kindheit zieht Frank es vor, kein Foto mit dem Nikolaus zu machen. :lol:


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Nachdem wir genug Weihnachtslieder gehört haben, geht es weiter. Die Strecke ist ist relativ eintönig und verläuft mehr oder weniger neben dem Tanana River.


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Dann quert die Straße parallel zur Trans-Alaska-Pipeline den Fluss.


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Weil Inge die Kamera verstellt hat, ergibt sich auch noch ein „Foto-Kunstwerk“.


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Schließlich erreichen wir Delta Junction. Vor dem Visitor-Center stehen ein ganz besonderer Camper und ziemlich große Moskitos. Sonst gibt es nicht viel zu sehen.


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Weiter geht es mit sehr wenig anderem Verkehr. Manchmal macht die Straße kleine Bögen, manchmal geht es über 20 Meilen geradeaus. Das nutzen wir für einen weiteren Fotostopp bei Milepost 1344. Für 10 Minuten stehen wir völlig allein auf der Straße und fotografieren auf und ab. Wenn von uns keiner spricht, ist es so still, dass man den Tinnitus des Partners hören kann.


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Irgendwann erkennen wir von weitem Tiere neben der Straße und das Gehirn denkt: Pferde. In Alaska stimmt das aber nicht, es handelt sich natürlich um Elche. Wieder halten wir für ein Foto mitten auf der Straße, da aber außer uns keiner da ist, kann auch niemand behindert werden.


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Am Nachmittag erreichen wir Tok. Weil wir schon mal hier waren, wissen wir wo das beste W-LAN zu finden ist, nämlich in der öffentlichen Bücherei. Wir müssen nur davor stehen, schon sind wir eingeloggt, weil das Passwort noch gilt. Also checken wir schnell unsere E-Mails und fahren dann weiter zur Cabin. Debbie, die Vermieterin, ist wie vor ein paar Tagen noch zur Arbeit – aber wir kennen uns ja schon aus. Der Schlüssel liegt auf dem Tisch und der Kühlschrank ist gut gefüllt. Trotzdem wollen wir heute außerhalb der Cabin essen.

Dieses Restaurant lassen wir mal links liegen.


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Der Coffee Shop hat schon geschlossen.


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Wir gehen ins im Restaurant „Fast Eddies“. Das Bestellte schmeckt richtig gut!


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Außerdem gibt es freies W-LAN, was wir daran erkennen, dass der Messenger blinkt. Es ist die Nachricht eines alten Schulfreundes, der in Boston lebt und uns fragt, ob wir noch in Alaska seien und ihm eine Flasche Gin mitbringen könnten. Es handelt sich um 50 Fathoms Gin aus der Port Chilkoot Distillery in Haines, der tatsächlich nur in Alaska verkauft wird. Da hat er aber Glück, denn heute ist unser letzter Tag in Alaska. Wir fahren nach dem Essen am örtlichen Liquor Store vorbei, der natürlich noch geöffnet hat, und zeigen der Verkäuferin ein Bild vom Etikett. Klar hat sie den Gin vorrätig – sie zeigt ins Regal. Wir entscheiden uns dafür, zwei Flaschen zu kaufen und eine für uns zu behalten. Als wir aus dem Laden heraus sind fällt uns ein, dass wir auch noch mehrere Dosen Bier im Auto haben, die wir morgen zusammen mit dem Gin nach Kanada einführen müssen. Das ist eigentlich etwas zu viel Alkohol, als erlaubt. Wir entscheiden uns dafür, ehrlich sein zu wollen und lieber Zoll zahlen zu müssen, als ein Problem zu bekommen. Dann malen wir uns ausführlich aus, wie wir den Gin von den USA nach Kanada und dann nach Deutschland einführen, damit er anschließend von unserem Freund zurück in die USA eingeführt werden kann. Komplizierter geht es vermutlich kaum.

In der Cabin ist es schon ganz schön frisch, weil die Nächte länger und kälter werden. Zum Glück gibt es einen kleinen Elektroheizer, so dass wir den großen Kaminofen nicht anmachen müssen. Außerdem sind die Bettdecken kuschelig und wir schlafen gut.


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Cloudberry Cabin, 117,- €
Gefahrene Meilen: 234
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 23.04.2019, 11:08 Uhr
Fein die Begegnung mit den Bären, blöd der bedeckte Himmel, hoffnungsvoll die Wolkenlücken
Titel: Antw:Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 08.05.2019, 19:20 Uhr
19. Tag: 30.08.2018      

„Eine andere Welt hatte ihn aufgenommen, eine Welt von Schweigen und Unbeweglichkeit. Nichts regte sich. Der Yukon schlummerte unter einer drei Fuß starken Eisdecke. Nicht ein Windhauch war zu spüren. Selbst der Saft in den Fichtenstämmen an beiden Ufern schien erstarrt zu sein. Die Bäume standen wie versteinert mit der leichten Schneelast auf ihren Zweigen, die der leiseste Hauch herabgeweht hätte, aber es geschah nicht. Daylights Schlitten war der einzige lebendige, bewegliche Punkt inmitten der großen feierlichen Stille, und das raue Scheuern der Kufen verstärkte nur das Schweigen ringsum.“ – Lockruf des Goldes von Jack London

Alle bisher erworbenen Mitbringsel sind schnell verpackt, so dass wir uns etwas eher auf den Weg machen können, als sonst. Das ist auch gut so, denn bis Dawson City haben wir eine lange Fahrt vor uns.

Kurz hinter Tok fahren wir auf den Taylor Highway und dann immer Richtung Norden, bis zur „Weltstadt“ Chicken. Wir halten immer wieder an, um trotz des recht grauen Wetters – hier bei uns sagt man usselig – die grandiose Landschaft auf Fotos zu bannen. Die Stopps fallen allerdings sehr kurz aus.


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Zunächst ist die Strecke recht gut ausgebaut, aber nach einiger Zeit sieht die Landschaft deutlich herbstlicher aus, der Sommer im Norden ist wohl zu Ende. Die Temperatur beträgt noch 4 – 5 Grad C.


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Nach etwa 60 Meilen erreichen wir Chicken. Die Einwohnerzahl beträgt 23 (im Sommer), es gibt kein fließendes Wasser oder Elektrizität, außer man hat einen Generator. Früher wurde hier Gold gesucht und es war wohl deutlich mehr los. Wir bleiben nur kurz.


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Hinter Chicken hört die Asphaltdecke ganz auf und wir fahren über eine Schotterpiste. Die Löcher nehmen zu und werden tiefer. Teilweise ist die Strecke ziemlich rutschig, aber der AWD leistet gute Arbeit. Auch der Riss in der Scheibe wird nicht signifikant größer. Bis zur Grenze nach Kanada sind es noch 40 Meilen. Als wir dort ankommen, haben wir auf den gesamten 100 Meilen des Taylor Highway 58 Autos gezählt, die uns entgegen gekommen sind.


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An der im Nirgendwo gelegenen Grenze beantworten wir der freundlichen Grenzbeamtin brav alle Fragen. Das wir etwas zu viel Alkohol dabei haben, ist nicht so schlimm. Wir müssen keinen Zoll bezahlen und dürfen nach Kanada einreisen.


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Auf dem Top oft the World Highway wird die Gegend – man soll es kaum glauben – noch einsamer. Wo in den USA noch ein paar vereinzelte Häuser standen, ist jetzt gar nichts mehr zu sehen. Leider ziehen auch immer mehr Wolken auf und man kann die Landschaft nicht mehr gut erkennen. Wir sind zwar wirklich ganz oben unterwegs, aber die Täler bleiben unsichtbar. Bei klarem Wetter muss diese Straße einfach unglaublich sein.


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Der Regen verwandelt die Staubpiste in Matsch, die Hinterräder werfen diesen hoch und das Auto ändert seine Farbe langsam von weiß in braun.


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Kurz bevor wir Dawson City erreichen, kehrt der Asphalt zurück. Wir haben zwar nicht mehr so genau gezählt, aber seit der Grenze sind uns höchstens noch 20 Autos entgegen gekommen.

Dann müssen wir den Yukon überqueren. Das geht nur mit einer Fähre. Man stellt sich in die Schlange und wird eingewiesen. Allerdings passen nicht besonders viele Fahrzeuge auf die Fähre.


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Auf der anderen Seite des Yukon gehen die Matschpisten plötzlich weiter. Das passt zum gesamten Ambiente des Ortes, der so aufgemacht ist, wie im 19. Jahrhundert. Zum Teil sind die Gebäude alt, aber renoviert, andere sind im gleichen Stil neu gebaut. Dazwischen gibt es einige, die langsam verrotten. Im grau-in-grau des Regens sieht der Ort für uns wenig einladend aus, es soll aber Menschen geben, die ihn begeistert immer wieder besuchen.


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Im Sommer sind bis zu 25.000 Einwohner in der Stadt, jetzt vielleicht noch 5.000, im Winter höchstens 1.500. Für die Fußgänger gibt es Wege über Holzplanken. Das funktioniert gut, solange man keine Matschpiste – ähm Straße – überqueren muss.

Das Einchecken im Hotel geht schnell, danach kaufen wir im winzigen Supermarkt ein wenig ein, bevor wir uns aufmachen, ein Restaurant zu suchen. Unterwegs spricht uns ein Einheimischer an und erzählt von seinem Claim, den er früher hatte. Er wolle niemals woanders wohnen. Vor dem Winter besorge er sich in Whitehorse 50 DVDs, die er dann anschauen würde. So geht es natürlich auch.

Das im Netz gepriesene Restaurant „Klondike Kate`s“ können wir nicht wirklich empfehlen. Erstmal müssen wir lange auch einen Platz warten und zwar bei 5 Grad vor der Tür und nicht drinnen. Dann ist das Essen auch noch kalt. Nein, das war nichts.

Anschließend laufen wir noch ein bisschen hin und her und machen Fotos, dann fallen wir recht müde ins Bett.


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Triple J Hotel, 276,- € für 2 Nächte
Gefahren 128 Meilen und 117 Kilometer
Titel: Antw: Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: finge42 am 27.10.2019, 18:28 Uhr
Tut uns leid für die Verzögerung, aber hier sind wir wieder...


20. Tag: 31.08.2018      

Dawson City - Tombstone Territorial Park - Dawson City

„Am Ärger festhalten ist wie wenn du ein glühendes Stück Kohle festhältst, mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen. Derjenige, der sich dabei verbrennt, bist du selbst“ - Siddhartha Gautama (Buddha)

Nachdem wir ausgeschlafen und gut gefrühstückt haben, kaufen wir noch etwas für die Fahrt zum Tombstone Territorial Park ein. Auch ein Tankstopp muss noch sein, dann fahren wir auf den Dempster Highway. Diese Fahrt mussten wir uns vom Autovermieter vorher gesondert genehmigen lassen.


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Anfangs lässt sich die „Straße“ noch gut fahren. Dann setzt wieder Regen ein und die Piste wird immer rutschiger. Vor allen Dingen auf den Abschnitten, bei denen die groben Schotteranteile nicht mehr vorhanden sind, sinkt das Auto ganz schön tief in den feinen Matsch ein. Man muss wirklich vorsichtig sein, aber alle Mitfahrer auf der Piste nehmen Rücksicht aufeinander. Großen Trucks sollte man sowieso möglichst aus dem Weg gehen.


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Allerdings hat auch der Regen seine eigene Schönheit.

Nach einiger Zeit wird das Wetter wieder etwas besser und die Bewölkung lockert mehr und mehr auf. Dadurch kann man die großartige Landschaft wieder genießen. Die Berge sind tatsächlich seit gestern mit Neuschnee gepudert.


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Im Park selbst fahren wir bis zum Visitor Center und genießen die schöne Aussicht auf die recht herbstliche Gegend. Der Schnee ist dazu ein schöner Kontrast.


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Es ist schon sehr einsam im Park und wir trauen uns nur auf einen kurzen Weg durch den Wald.


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Danach genießen wir unser Picknick, bevor es auf die Rückfahrt geht, die wir durch viele Fotostopps unterbrechen.


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Das Auto hat inzwischen fast vollständig eine braune Farbe angenommen.


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Nachdem wir gerade den Dempster Highway verlassen haben, meldet sich die Reifendruckkontrollleuchte. Der hintere rechte Reifen verliert Luft – das ist aber gar nicht gut, denn bis Dawson City sind es noch 40 Kilometer. Die nahe gelegene Tankstelle nützt uns nichts, hier gibt es keine Druckluft. Also entschließen wir uns, weiter zu fahren. Wir schaffen es tatsächlich bis zur nächsten Werkstatt kurz vor dem Ort. Allerdings ist dort der Feierabend schon eingekehrt und der letzte Mitarbeiter bietet uns freundlich an, den Reifen am Dienstag (nach Labour Day) zu reparieren. Dann müssen wir allerdings schon wieder in Deutschland sein und arbeiten. Wir fahren also weiter zur nächsten Werkstatt. Der Monteur dort verspricht tatsächlich, den Reifen am nächsten Morgen (Samstagmorgen) zu reparieren oder zu wechseln. Also lassen wir den Wagen mit Schlüssel vertrauensvoll stehen und machen uns zu Fuß auf den Weg zurück zum Hotel. Nach etwa 40 Minuten (statt der angegebenen 20 Minuten) haben wir es tatsächlich geschafft und können auf dem Zimmer die letzten Vorräte verspeisen. Den Abend beschließen wir bei bestem Wetter mit einem Rundgang durch Dawson City.


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Triple J Hotel,
Gefahren: 226 Kilometer
Titel: Antw: Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: Thomas am 27.10.2019, 20:26 Uhr
Tolle Bilder, das Warten hat sich gelohnt!  :respekt:

Und danke für die visuelle Erinnerung, in die Waschanlage sollte ich auch endlich wieder mal fahren...  :D
Titel: Antw: Call of the wild - Yukon und Alaska
Beitrag von: partybombe am 28.10.2019, 16:32 Uhr
Tolle Farben, ein etwas schmutziges Fahrzeug, dem die Luft ausgeht.....