Line goes around the world - Planung einer Weltreise

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*leia

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Guten Morgen,  

meine Tochter Line hat vermutlich das Reisegen von mir geerbt und gönnt sich deshalb nun, nach einer schier endlos langen Schulzeit (G8...) ehe es mit dem Studium los geht, erstmal eine Weltreise. Das Geld hierfür hat Sie sich in den vergangenen Monaten hart erarbeit.  Nun gibt es einiges zu planen und vor allem noch viele offene Fragen. Ich hoffe auf eure Tipps. Die entsprechendenen Fragen,  werde ich jeweils im passenden Unterforum stellen, sofern sie dort besser passen. Hier kommt nun einmal ein "Gesamtübersicht" mit einigen allgemeinen Fragen. Die Flüge sind gebucht, die Zeit vor Ort ist leider nicht immer üppig, Ziel war es, mit den verfügbaren Ressourcen (Zeit und Geld) einmal um die Welt zu kommen -mit 19 ist man aber noch jung und hat noch alle Zeit der Welt, sich später einzelne Gebiete intensiver vorzuknöpfen.  Und keine Sorge, es ist nicht so, dass ich die Reise alleine plane - bei uns zuhause zapft im Moment jeder seine Quellen an - für mich ist dieses Forum dabei einfach unübertroffen  :D

Hier mal die Eckdaten und grob die Zeiten dazu, los gehts es im März bis September. Meine Tochter reist bis Hanoi alleine, ab Hanoi bis Christchurch mit einem Freund. Von BKK bis SIN komme ich noch dazu, ebenso wie in den letzten 5 Wochen in Kanada/USA. Über Sinn und Unsinn der Stopps oder länge der Aufenthalte brauchen wir nicht diskutieren, die Flüge sind gebucht und so wollte sie es nunmal, einiges ist auch diversen Fix-Dates an den Zielorten geschuldet.

Reiseroute:

Frankfurt - Kathmandu
10 Tage
Kathmandu - Hanoi
10 Tage
Hanoi - Bangkok
3,5 Wo
Singapur - Bali
14 Tage
Bali - Singapur
Singapur - Brisbane
3 Wo
Melbourne - Auckland
5 Wo
Christchurch - Nadi,Fiji
10 Tage
Nadi,Fiji - LA
2,5 Monate -
SFO-FRA

Nun zu den allgemeinen Fragen:

Rucksack:

Wir schwanken ob wir den Deuter Aircontact 50+10 SL oder den 60+10 SL kaufen. Ich habe Bedenken, dass der 60 + 10 L zu schwer werden wird (meine Tochter ist eher klein und zierlich), sie hat Bedenken, dass der 50+ zu klein ist. Welchen würdet Ihr empfehlen? Oder könnt Ihr noch ein ganz anderes Modell in dieser Preisklasse empfehlen?

Hat jemand dieses Pacsafe Netz in Gebrauch? Taugt das was? https://www.globetrotter.de/shop/pacsafe-backpack-bag-protector-85l-109769


Handgepäck:
Was nehmen? Es soll keinesfalls ein kleiner Rucksack sein - hat jemand eine Idee, was gut zu Tragen ist, leicht ist, die richtigen Maße hat oder evtl. trotz Rucksack umzuhängen ist?

Packliste:
Was wäre in eurem Gepäck für eine solche Tour für euch unverzichtbar? (Kameraequipment kann hierbei außen vor bleiben).

Budget/Orga Reisekasse:
Übernachtet wird weitestgehend in Hostels, in den USA und in Kanada sind es kostenfreie Privatunterkünfte, Hostels und Zeltcamping. In Australien und Neuseeland in einem Camper (zusammen für insgesamt 46 Tage ca. 1900 Euro, inkl. aller Versicherungen, Meilen und ohne Selbstbeteiligung),  Kosten für Benzin und Camper, Campingplätze werden geteilt.

Insgesamt stehen ihr ohne Flüge rund 11000 € zur Verfügung. Bei 28 Wochen bleibt somit ein Wochenbudget von knapp 400 €. Wir sind der Meinung, damit sollte man auskommen. Oder gibt es aus den Reihen derer, die aktuelle low-budget Backpacker-Erfahrungen haben, Bedenken? Mir ist klar, dass jemand der einen gewissen Hotelstandard und Restaurantessen braucht, damit nicht klar kommt. Die 3,5 Wochen in Asien, die ich dabei bin, sowie die letzten 5 Wochen in den USA/Kanada werden sicherlich auch ein bisschen über mich co-finanziert  :wink:

Krankenversicherung
(geht nicht vom Reisebudget ab):
Ich vergleiche gerade diverse Auslandsversicherungen mit Lanzeitschutz. Hat jemand Erfahrung bzw. Empfehlungen?

So, das wäre hier mal fürs erste der allgemeine Teil - alles weitere kommt in den Unterforen. Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.
Viele Grüße Leia


*MacClaus

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Re: Line goes arround the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #1 am: 30.11.2014, 09:19 Uhr »
Sehr schöne Tour..... 28 Wochen würde ich auch gerne reisen, aber da müsste ich eine Auszeit nehmen.

Beim Rucksack lieber größer und weniger reinpacken, als wenn er zu klein ist und man bekommt das Zeugs nicht rein.

Auslands-KV habe ich die beste Erfahrung mit der HUK gemacht.

*nordlicht

  • Platin Member
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Re: Line goes arround the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #2 am: 30.11.2014, 09:46 Uhr »

Rucksack:

Wir schwanken ob wir den Deuter Aircontact 50+10 SL oder den 60+10 SL kaufen. Ich habe Bedenken, dass der 60 + 10 L zu schwer werden wird (meine Tochter ist eher klein und zierlich), sie hat Bedenken, dass der 50+ zu klein ist. Welchen würdet Ihr empfehlen? Oder könnt Ihr noch ein ganz anderes Modell in dieser Preisklasse empfehlen?
Je weniger sie mit sich rumschleppt, desto besser. Gerade bei den vielen tropischen Zielen braucht man ja nicht viel Klamotten und erst recht keinen Schlafsack oder so. Und wenn man doch mal ein T-Shirt oder so zu wenig hat, kann man das dort ja für einen Appel und ein Ei kaufen. Und es macht auch wenig Sinn eventuell wärmere Sachen für Neuseeland auf dem Rücken quer durch Asien zu schleppen. Das würde ich dann bei Bedarf vor Ort kaufen.
Also ich würde auf jeden Fall mit dem kleineren Rucksack losziehen.
Zitat
Handgepäck:
Was nehmen? Es soll keinesfalls ein kleiner Rucksack sein - hat jemand eine Idee, was gut zu Tragen ist, leicht ist, die richtigen Maße hat oder evtl. trotz Rucksack umzuhängen ist?
Warum kein kleiner Rucksack? Das verstehe ich nicht
Der grosse Rucksack ist ja sowas wie der Koffer. Der kommt bei Ankunft ins Hotel oder Guesthouse und wenn man dann losziehen will um die Gegend zu erkunden ist es doch hilfreich wenn man noch einen kleinen Daypack dabei hat. Ich würde neben dem grossen Rucksack einen kleinen leichten Rucksack ohne festes Rückenteil mitnehmen, den man zur Not schnell auch mal in den grossen Rucksack stopfen kann. Und den kleinen würde ich dann auch für das Handgepäck nehmen.
Zitat
Packliste:
Was wäre in eurem Gepäck für eine solche Tour für euch unverzichtbar? (Kameraequipment kann hierbei außen vor bleiben).
Ich hatte bei meinen Rucksacktouren immer ein Tagebuch dabei und war diszipliniert genug das wenigstens einigermaßen regelmäßig zu führen. Dafür bin ich meinem jüngeren Selbst heute noch sehr sehr dankbar.


*leia

  • Platin Member
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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #3 am: 30.11.2014, 10:30 Uhr »
 

Handgepäck:
Was nehmen? Es soll keinesfalls ein kleiner Rucksack sein - hat jemand eine Idee, was gut zu Tragen ist, leicht ist, die richtigen Maße hat oder evtl. trotz Rucksack umzuhängen ist?
Warum kein kleiner Rucksack? Das verstehe ich nicht
Der grosse Rucksack ist ja sowas wie der Koffer. Der kommt bei Ankunft ins Hotel oder Guesthouse und wenn man dann losziehen will um die Gegend zu erkunden ist es doch hilfreich wenn man noch einen kleinen Daypack dabei hat. Ich würde neben dem grossen Rucksack einen kleinen leichten Rucksack ohne festes Rückenteil mitnehmen, den man zur Not schnell auch mal in den grossen Rucksack stopfen kann. Und den kleinen würde ich dann auch für das Handgepäck nehmen.

Tja, warum keinen kleinen Rucksack? Weil sie keinen will.  :roll: Sie hat so einen dabei http://www.outdoortrends.de/rucksaecke/daypacks/sea-to-summit-ultra-sil-dry-day-pack-rucksack.html, der läßt sich auf Schlüsselanhängergröße verkleinern. Außerhalb von Wanderungen wird der aber sicher nicht zum Einsatzt kommen.
Viele Grüße Leia


*Inspired

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #4 am: 30.11.2014, 10:39 Uhr »
Absolut super! Wobei ich der Meinung bin, dass man bei so etwas deutlich mehr an Erfahrungen sammeln und fürs Leben lernen kann als wenn man irgendwo ein Praktikum macht oder so.

Ich würde den kleineren Rucksack nehmen, denn das zwingt sie genau zu überlegen, was sie unbedingt braucht. Dann würde ich es davon abhängig machen, wie das gute Stück sitzt.

Sie kann von unterwegs Sachen heim schicken oder eventuell anderen nach Deutschland Reisenden mitgeben. Gerade zu Anfang in Asien wird sie ja kaum etwas brauchen bei dem Wetter. Später hat sie dann schon gut den Bogen raus, was sie wirklich braucht.

Ist Line bei Facebook? Da gibt es eine wirklich absolut geniale Gruppe 'Frauen reisen solo', in der nicht nur Oldies wie ich sind, sondern eben auch jede Menge junger Frauen, die als Langzeitreisende unterwegs sind. Es gibt Links zu Blogs mit tollen Tipps, sehr viel Mut machendes, man kann sich auch melden und wird super getröstet, wenn man unterwegs den Blues bekommt. Rucksackfragen und Packlisten und Budgetfragen werden da oft thematisiert.

Die Gruppe wurde gegründet von einer Carina, deren Blog 'Pink Compass' heißt. Sie ist zwar leider beleidigt aus ihrer eigenen Gruppe ausgestiegen, thematisiert aber in ihrem Blog total viel, was Line ganz sicher helfen kann und verlinkt andere tolle hilfreiche Blogs, unter anderem auch mit Packlisten.

Für mich wäre im Gepäck mein Smartphone unverzichtbar. Auf dem kann man elektronisch Reiseführer, Bücher, Hörbücher, das eigene Reisetagebuch, Fotos, den Kontakt zur Außenwelt , die eigenen Pläne und Buchungsbestätigungen, Tickets und Back-Ups etc. haben. Sie braucht ein Schloss. Mitnehmen würde ich wahrscheinlich auch einen Seidenschlafsack wegen nächtlichen Zugfahrten oder falls es im Hostel mal schmuddelig wird.

Für verzichtbar halte ich eine ausführliche Reiseapotheke. Mittel gegen Kopfschmerzen, Durchfall und Erkältung bekommt man so ziemlich überall, für alles Schlimmere muss sie eh zum Arzt.

Ich wünsche ihr viel Spaß - bin neidisch und wünschte,  ich hätte das damals auch so gemacht!

*Inspired

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #5 am: 30.11.2014, 10:45 Uhr »
Nach nochmaligem Lesen: Sie soll sich mit dem Packen nicht so viele Gedanken machen, wenn die Mama sogar zweimal Notwendiges hinterher bringen kann ;)

*MacClaus

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #6 am: 30.11.2014, 11:01 Uhr »
bin neidisch und wünschte,  ich hätte das damals auch so gemacht!

Kannst Du doch immer noch nachholen!

*Flying-N

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #7 am: 30.11.2014, 11:27 Uhr »
Hallo,

schöne Pläne! Mein Sohn hatte eine Langzeit-Krankenversicherung bei der Hanse Merkur abgeschlossen (inklusive USA/Kanada) und einen Arztbesuch anstandslos erstattet bekommen (am Ende, gegen Original-Beleg). Wir haben die übers Reisebüro abgeschlossen, und es kostete 115 EU für 8 Monate.

Gepäck: Er hatte eine Trolley-Reisetasche (Foto) und einen 40l-Rucksack als Handgepäck - da war u.a. das Netbook drin sowie alles elektronische Zubehör. Von unterwegs hat er zweimal ein Päckchen mit nicht mehr benötigten Sachen nach Hause geschickt, das war aber auch nicht gerade günstig.

Smartphone ist sowieso unerlässlich, Internetzugang in AUS und NZ eher dürftig. Bei Bedarf kann ich gerne meinen Sohn nach genaueren Details fragen!

Nic
USA       1981 - 1990 - 1993 - 1994 - 2009 - 2010 - 2011 - 2014 - 2017
Canada  1982 - 1988 - 1993 - 2017

*Anti

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #8 am: 30.11.2014, 11:41 Uhr »
Wir hatten damals für 4 Wochen etwa 16kg im großen Rucksack. Allerdings haben wir vorne auch einen Rucksack mit Kleinkram getragen und den für die Tagesausflüge benutzt.

Man lernt ziemlich schnell, wie man seinen Rucksack packen muss, um ihn eine Weile bequem tragen zu können. Am Ende hing überall noch ein Beutel extra dran, die Schuhe sowieso. Man ist als junger Mensch erstaunlich flexibel und belastbar...  

Als ich meinen Rucksack gekauft habe, hat man mir Gewichte (Seile waren es, glaube ich) hineingepackt, damit ich spüren kann, ob er auch mit (viel) Gewicht noch bequem ist und ich habe mir sehr viel Zeit genommen und nehmen dürfen. Die sollte sich Line auch auf jeden Fall nehmen, denn sie wird damit eine lange Zeit auskommen müssen! Und eventuell ist dann der kleine bequemer, wenn sie tatsächlich zierlich ist. Ansonsten würde ich auch für mehr Platz stimmen.

*Yaphi

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #9 am: 30.11.2014, 12:16 Uhr »
Rucksack:

Also ich bin nach Neuseeland mit meinem Osprey Aether 70 unterwegs und der hat locker gereicht, gerade wenn man außen noch Sachen dranhängt. Ich habe vor Neuseeland von 90 auf 70 Liter downgegradet, weil ich finde, dass man lieber einen kleinen, vollen Rucksack mithat, als einen große halbleeren, weil dann das Gewicht schlecht verteilt und fixiert ist.
Insgesamt ist meine Erfahrung, dass in einem Wanderrucksack für zwei Wochen nicht viel weniger ist, als in einem für 4 Monate... würde den kleinen mal Probepacken und den vermutlich nehmen. Solange sie kein Zelt und Isomatte rumschleppt und nen kleinen oder keinen Schlafsack sollte das eigentlich problemlos gehen.

Handgepäck:

Schwierig, ein zusätzlicher Daypack ist immer nett, wenn man mal wandern möchte oder so. Ich persönlich komme auch ohne klar, aber muss dann immer meine Wasserflasche rumtragen. Mein Punkt ist: Es sollte etwas möglichst kleines sein, was trotzdem eine Wasserflasche und eventuell eine Scheibe Brot beherbergen kann.

Packliste:

Ich versuche immer Sachen mit mehreren Funktionen mitzunehmen. Unverzichtbar finde ich z.B. neben Wanderschuhen ein zweites Paar Schuhe. Idealerweise sind das z.B. Crocs, die man zum Duschen, zur Flussüberquerung, zu kurzen Stadterkunden etc. anziehen kann.

Nähzeug ist ebenfalls unverzichtbar. Auch ohne handwerkliche Fähigkeiten habe ich doch von Knöpfen, über Rucksäcke bis hin zu Schnürsenkeln alles schon genäht, klar vieles kann man neu kaufen, aber wenn man auf Wanderung ist und mal eben was zunähen möchte, ist das sehr praktisch

Eine Kopflampe würde ich auch mitnehmen. Gerade wenn man zeltet oder campt ist die sehr praktisch, da es doch früher dunkel wird, als man so denkt. (Außerdem fällt in Kathmandu öfter mal der Strom aus... )

Ne Kreditkarte mit der man überall umsonst Geld abheben kann, ist auch immer gut ;)

KV:
Hatte damals auch Hanse-Merkur. War aber nicht krank, also keine Ahnung ob die was bringt :P War aber damals die günstigste.

Kosten:
In NZ habe ich in den ersten acht Wochen ca. 3000 Dollar ausgegeben. In den vier folgenden Wochen, die ich mit einem Freund gereist bin, haben wir im eigenen Auto 1200 Dollar ausgegeben, darin enthalten waren Sprit, Essen, Hostel und Eintritte.
400 Euro sollten eigentlich, gerade in Asien, reichen. Als Schnitt und wenn die Mama noch etwas mitfinanziert, sollten da keine großen Sorgen aufkommen.

*leia

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #10 am: 30.11.2014, 14:58 Uhr »
@ Birgit, danke für den fb Gruppentipp - wir sind jetzt dabei

Rucksacktechnisch wird es dann wohl eher auf den 50 oder 55 l raus laufen, alles andere erscheint mir zu groß und zum unnützen vollstopfen zu verleiten. Im Laden hat sie verschiedene mit Gewicht angezogen, aber ein paar Minuten im Geschäft hält man auch mal mit ein paar Gramm mehr gut aus.

Versicherungstechnisch bin ich im Moment auch bei der Hanse Merkur- ich kämpfe mich grad durchs Kleingedruckte.

Ich freu mich natürlich auch weiterhin über Tipps und Erfahrungen :)
Viele Grüße Leia


*Canyoncrawler

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #11 am: 30.11.2014, 17:08 Uhr »
Hallo,

das ist ja eine tolle Reiseidee und super das die ganze Familie mitplant.

Habt ihr schon mal nach Leichtgewichtsrucksäcken geschaut ?

Die Deuter Rucksäcke sind zwar wirklich super (wir haben auch welche), allerdings haben die auch ein recht hohes Eigengewicht.
Ich würde mir einen leichteren holen, einen Pack der in der 60 L-Klasse weniger als 2000g Eigengewicht hat.

Wir haben Trekkingruckräcke von Gregory (ich habe den Gregory Jade). Die gibt es in verschiedenen Grössen und Rückenlängen und die Packs nicht so gnadenlos auf Lightweight getrimmt wie bsp. die Packs von Golite, sondern ein guter Kompromiss aus Stabiltät, Funktionalität und Gewicht.

Den Gregory-Rucksack kann ich wirklich empfehlen, das Material wirkt dünner als bei den Deuter Aircontact-Modellen, aber die sind trotzdem robust und der hat bei uns schon hartes Gelände mit nur geringen Abnutzungsspuren überstanden.

Den Gregory Jade 60 gibt es aktuell bei Amazon für 129 Euro (kosten sonst über 200 Euro).

Als Handgepäck könnte man eine Umhängetasche nehmen. Es gibt bsp. bei Decathlon eine 30 L Tasche (Newfeel) die diverse Unterteilungen hat für Laptop, Smartphone etc. und ist aus wasserfestem Material hergestellt. Ausserdem kann sie mit Rucksackriemen auch als Rucksack getragen werden.
Bei Decathlon kostet die moderate 50 Euro, Farbe grau aktuell reduziert auf 40 Euro (vergleichbare Modelle von Outdoorausrüstern kosten gut und gerne das doppelte).
http://www.decathlon.de/tasche-rucksack-backenger-30-l-id_8318404.html

Zitat
Was wäre in eurem Gepäck für eine solche Tour für euch unverzichtbar? (Kameraequipment kann hierbei außen vor bleiben).
Bei manchen Zielen (Nepal z.B.) würde ich ein Utensil zur Wasseraufbereitung mitführen. Evtl. ein leichter Filter von Katadyn oder MSR. Oder der universelle Steripen der blitzschnell ohne Pumpfaufwand das Wasser aufbereiten kann.
Es gibt ihn in diversen Ausführungen. Wir haben den Classic im Einsatz der mit dem Prefilter perfekt auf die Nalgene Weithalsflaschen passt.

Gruss Kate
- - - - - - -
On Tour:
2000-09: 7xUSA West & Kanada
2000-13: D,F,I,GR,MC,E,AND,L,A,GB,MNR,BiH,HR
2018:  Wandern & Paddeln Schluchten-ABC: Ardeche, Baume, Chassezac sowie Cote Vermeille

Unsere Website: http://www.outdoordreams.de

*leia

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #12 am: 30.11.2014, 20:59 Uhr »
Kate, vielen Dank für den Rucksacktip - den Gregory werden wir uns auf alle Fälle anschauen. Die Tasche auch. Ob Wasseraufbereitung nötig sein wird muss ich erst mal schauen. Ich hoffe aber ehrlich gesagt, dass es nicht nötig ist.
Viele Grüße Leia


*nordlicht

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #13 am: 30.11.2014, 22:05 Uhr »
Kate, vielen Dank für den Rucksacktip - den Gregory werden wir uns auf alle Fälle anschauen. Die Tasche auch. Ob Wasseraufbereitung nötig sein wird muss ich erst mal schauen. Ich hoffe aber ehrlich gesagt, dass es nicht nötig ist.
Die Ansprüche an einem Rucksack bei solchen Touren durch Asien sind ja deutlich andere als bei einer Backpacking-Wanderung. Ich würde vor allem darauf achten, dass er robust ist, so dass Herumgeschmeisse in Flughäfen oder Busbahnhöfen ihm nicht viel ausmacht und nicht zu teuer, dass es kein Drama ist wenn eine scharfe Kante mal ein kleines Loch oder einen Riss verursacht.
Wasseraufbereitung halte ich für komplett überflüssig, ausser mehrtägige Trekkingtouren auf eigene Faust sind geplant, was ich ja eher nicht vermute. Man wird nicht drumherum kommen, das zu essen und zu trinken, was es vor Ort gibt. Da jagt man nicht jedes Getränk erstmal durch den Wasserfilter. Es gibt ja überall Flaschen und Dosen mit Wasser oder Softdrinks zu kaufen und im Tee oder Kaffee wird abgekochtes Wasser verwendet.
Bem Essen gibt es ja Vorsichtsregeln wie "Cook it, peel it or leave it" aber bei mehreren Monaten Asien wird vermutlich irgendwann auch mal ein bisschen Dünnpfiff dabei sein. Wenn dann gerade eine längere Tour ansteht, hilft es Kohletabletten o.ä. in der Reiseapotheke dabei zu haben. Ansonsten sehe ich das wie Birgit: vielmehr als ein bisschen was für Durchfall und vielleicht Kopfschmerztabletten, ein paar Pflaster und evenntuell Medikamente, die sie ohnehin nehmen muss, würde ich auch nicht mitnhemen.

*Wilder Löwe

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Re: Line goes around the world - Planung einer Weltreise
« Antwort #14 am: 30.11.2014, 22:55 Uhr »
Meine Backpacker-Erfahrung liegt schon dreißig Jahre zurück, aber wenn ich mich richtig erinnere, war mein Jugendherbergsschlafsack mein wichtigstes Utensil.

So ein Ding: http://www.amazon.de/Jugendherbergsschlafsack-Baumwollschlafsack-Inlett-Nordisk-Decke/dp/B000KFYYCU/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1417383522&sr=8-3&keywords=jugendherbergsschlafsack

Man kann es in schmuddelige Betten legen und kommt dann nicht direkt mit den dreckigen Laken in Berührung. Keine Ahnung, ob Deine Tochter in so ärmlichen Quartieren absteigen muss wie ich damals, aber ich war oft froh, dass ich das Ding hatte.

Ich würde für den großen Rucksack plädieren, den aber nicht vollpacken. Dazu noch kleine Packsäcke verwenden, in die Unterwäsche und Kleinteile kommen, damit nicht immer alles durcheinanderfliegt und man auch mal etwas von unten rausziehen kann, ohne dass der ganze Inhalt mit raus kommt.

Das Pacsafe Netz braucht man m.E. nicht, denn an den meisten öffentlichen Plätzen kann man seinen Rucksack heutzutage nicht unbeaufsichtigt lassen, ohne ein Anti-Terrorkommando auf den Plan zu rufen. In Hostels wird niemand, der es wirklich drauf angelegt hat, zögern, das Ding aufzuschlitzen, wenn er an den Inhalt will. Zum kurzzeitigen Sichern gegen Gelegenheitsdiebstahl reicht ein normales Fahrradschloss.

Ich würde einen kleinen Tagesrucksack plus eine kleine (faltbare) Handtasche mitnehmen. Die Handtasche kann man zum "gut Ausgehen" oder Stadtbummel verwenden und dann bei Bedarf im Rucksack unterbringen. Einen Tagesrucksack braucht sie für kleine Wanderungen oder Tagesausflüge auf jeden Fall, oder will sie Badesachen, Wasserflaschen, Wechselschuhe usw. über eine Schulter hängend den Berg rauftragen? Außerdem hat der Tagesrucksack den Vorteil, dass man ihn in dichtem Gedränge (öffentliche Verkehrsmittel usw.) nach vorne tragen kann (hinten den großen Rucksack), so dass die Diebstahlsgefahr gegenüber einer Umhängetasche erheblich reduziert wird.

Tolle Tour, das würde ich gerne auch noch einmal machen. Wird aber vorm Rentenalter wohl nichts mehr werden  :wink:.

Edit: Eine Wäscheleine und ein paar Klammern sind Gold wert. Denn ab und an muss man mal was auswaschen, ggf. kann man sie auch mit einem Handtuch zum Verdunkeln von Fenstern oder zur Schaffung von Privatsphäre nutzen.

Viele Grüße
Katrin