Roadtrip Nordwesten 2016 mit Kleinkind: WA, OR, ID, MT, WY

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*hexerli

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« Antwort #15 am: 11.01.2017, 21:25 Uhr »
Tag 4 – 25.08.2016:


Was für ein Tag oder wie man sich täuschen kann. Erst hab ich heute Nacht meine Bank kontaktiert weil ich auf mein Konto keinen Zugriff mehr hatte und schon dachte dass es gehackt wurde. War aber ein generelles Systemproblem und alles ok.

Heute morgen, Jule war um 4:30 Uhr wach aber hatte ansonsten ganz gut geschlafen, dachte ich noch das das Thema Großstadt für uns durch ist und wir froh sind wenn wir hier weg sind. Eine glückliche Fügung, dass Jule nach dem Frühstück nochmal knapp zwei Stunden geschlafen hat.

Wir haben uns dann mit dem Bus in Richtung Downtown aufgemacht was in Summe deutlich einfacher und stressfreier als mit dem Auto ist. Erster Stopp am Public Market wo Jule erstmal einen riesigen Muffin bekommen hat, für mich gab es den ersten gescheiten Kaffee.



Neben echten bayrischen Köstlichkeiten wir hier z.B. auf dem Farmers Market so allerlei angeboten, man dem Schwein die Schnauze reibt damit es Glück bringt und die Fischhändler mit viel Spektakel ordentlich große Fische recht artistisch sich quer über den Stand zuwerfen.




Über das Westlake Center ging es mit einer Fahrt in der Monorail weiter zum Seattle Center, was ursprünglich 1962 für die Weltausstellung gebaut wurde und neben verschiedenen Sportstätten auch das EMP-Museum, ein Kindermuseum, verschiedene andere Attraktivitäten und eben die Space Needle beheimatet.





In dem Springbrunnen war Jule mit Wasser in ihrem Element, sie anschließend komplett nass und Sanne erledigt weil sie ihr in dem Rund hinterherrennen musste. Jule aber entsprechend gut drauf, nach einem Erdbeermilchshake für den ich sicher 20 Minuten anstehen musste noch viel mehr. Aber als sie ausbüxen wollte war bei Sanne kurz Schimpfen angesagt.




Auf der Rückfahrt im Bus steigerte sich die gute Laune unserer Tochter dann bis auf den Höhepunkt und sie animierte doch tatsächlich den vorderen Bereich der mitfahrenden Passagiere zum Mitklatschen.


Da wir noch frühen Nachmittag hatten war Ausruhen im Hotel angesagt, die erste Wäsche wurde bereits gewaschen, ein paar Lebensmittel in Trader Joe’s und Safeway eingekauft und dann zu Talarico’s Pizzeria was aber eher eine Sportsbar ist und sich als Zufall und wahren Glücksgriff erwies. Pause von Fries und Burger, es war Pasta, Gemüse für Jule und Pizza-Slice für uns zusammen mit frisch gezapften Bier angesagt. Super nette Bedienung und lustiges Ambiente mit leckerem Essen führten dazu, dass Jule weiter tolle Laune hatte.






Da so ein Tag eben auch einen entsprechenden Abschluss braucht wagen wir die Fahrt quer durch die Stadt, so spät dann glücklicherweise kaum Verkehr, in den Kerry Park im etwas noblen Stadtteil Queen Anne. Der Park bietet einen tollen Blick über die Skyline und das dann eben im Licht der untergehenden Sonne.



Hier unterhält Jule mal wieder die nicht gerade wenigen Anwesenden in dem sie quer über den Rasen flitzt und ein imaginäres Fußballspiel laut zelebriert. Nachdem wir dann die unausweichliche Straftat begehen und sie ein Gebüsch-Pippi macht soll dann aber auch gut sein. Ins Hotel, duschen und ins Bett.

Morgen verlassen wir Seattle und starten auf unseren Road-Trip.


Unterkunft: The Grove West Seattle In (Ü / F) - www.grovewestseattle.com -, 3512 SW Alaska Street, Seattle, WA 98126
Essen: Talarico’s Pizzeria  - www.talaricospizza.com - 4718 California Avenue SW, Seattle, WA 98116

 

*Hibis

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« Antwort #16 am: 11.01.2017, 23:24 Uhr »
Hi,
haben mit unserem jr. vor vielen Jahren seinen 2. Geburtstag in Denver gefeiert.
Denke heute noch mit Grauen an den super süßen Kuchen.

Auch wir waren 2015 in diesem bayerischen Laden in Seattle. Wollten dort eine
Flasche badischen Wein aus Affental bei Baden-Baden kaufen. Kosta quanta  USD 24,00
Wir waren dann ein bischen überrascht,  als unsere Verwandten in Seattle  3 x  je 1 Flasche amerikanischen Wein
dem sehr guten Badischen, vorzogen.

Hibis



*nordlicht

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« Antwort #17 am: 12.01.2017, 03:23 Uhr »
Oh oh Seattle zur Rush Hour, da kann ich gut verstehen, dass Euch die Lust auf Stadt vergangen ist. Da war der zweite Seattle Tag ja wesentlich besser.
Wir waren dann ein bischen überrascht,  als unsere Verwandten in Seattle  3 x  je 1 Flasche amerikanischen Wein
dem sehr guten Badischen, vorzogen.
Der Deutsche Wein hat sich in den USA in all den Jahren,  in denen fast nur so Zeug wie Liebfrauenmilch und klebrig süße Rieslinge exportiert wurden, einen solide schlechten Ruf erworben. Die meisten Amis, die ich kenne, würden Deutschen Wein nicht mit der Kneifzange anfassen.
Und ist ja umgekehrt genau dasselbe. Nach all dem kalifornischen Billigfusel bei Aldi würde in Deutschland ja auch kaum jemand mehr als 5 Euro für einen amerikanischen Wein ausgeben.

*mrh400

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« Antwort #18 am: 12.01.2017, 09:21 Uhr »
Der Deutsche Wein hat sich in den USA in all den Jahren,  in denen fast nur so Zeug wie Liebfrauenmilch und klebrig süße Rieslinge exportiert wurden, einen solide schlechten Ruf erworben.
... auch die Affentaler WG hat mit Sicherheit zu diesem Ruf beigetragen; insbesondere die Weine in der berühmten Affenflasche waren ja (und afaik sind noch) eher auf der marmeladigen Seite. Da würde ich auch einen Wein aus der Region vorziehen, denn ich kenne (was man bei Leuten, die in Seattle wohnen, ja voraussetzen kann).

Sorry für ot - aber das war für mich ein Aufhänger, mich in den interessamt und locker geschriebenen RB einzuklinken.
Gruß
mrh400

*Hibis

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« Antwort #19 am: 12.01.2017, 23:45 Uhr »
Hallo,
schade dass es heute keine weitere Folge des netten Reiseberichts gibt.

Machen wir halt weiter mit deutschem und amerikanischen Wein.  Soviel ich bei unserer 2015 Reise mitbekommen habe,
ist der Staat Washington nach Californien das zweitgrösste Weinenbaugebiet der USA.
Da wir aus dem badischen Oberkirch (Stadt des Weines in der Ortenau)  kommen (ca. 30 km von Affental entfernt) haben
wir auf unserer Nordwest Rundreise in Yakima Station gemacht und den dortigen Wein ausgiebig probiert.
Prospekt, Prospekt,  den kann man auch trinken. Auch preislich ist er etwa auf der gleichen Höhe, wie der Badische.
Liebliches Moseltröpfchen etc.. haben wir, im Gegensatz zu unserem ersten USA Aufenthalt 1982, nicht mehr gefunden.
Schade ist halt, man darf nur 1 l Wein pro Person mitbringen. Wenn man eine größere Verwandtschaft hier hat, ist das herzlich wenig. 
Was uns extrem aufgefallen ist, ist die Trockenheit auf der Ostseite des Cascadengebirges. Hier wächst Obst und Wein wenn bewässert wird.
(s. Tröpfchenbewässerung der Reben). Ist ja bei uns im Südwesten auch im Kommen.  Wie man in einem Weingut zu Trinkgeld kommt, haben wir auch kennen gelernt.

Schluß für heute, jetzt hat sicher unser Hexerli den nächsten Tag für uns parat.

*mrh400

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« Antwort #20 am: 13.01.2017, 09:04 Uhr »
... in Yakima Station gemacht und den dortigen Wein ausgiebig probiert.
Das macht sicher die radioaktive Strahlung der Umgebung (Hanford is currently the most contaminated nuclear site in the United States :wink: ) - aber im Ernst, ich finde auch, daß es in Washington sehr gute Weine gibt.
Gruß
mrh400

*hexerli

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« Antwort #21 am: 13.01.2017, 20:18 Uhr »
Da wir aus dem badischen Oberkirch (Stadt des Weines in der Ortenau)  kommen (ca. 30 km von Affental entfernt)

Witzig, wir kommen ganz aus der Nähe, in der Umgebung von Lahr!  :welcome:

*hexerli

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« Antwort #22 am: 13.01.2017, 21:06 Uhr »
Tag 5 – 26.08.2016:


Wir verlassen nun heute Seattle und es geht auf die Fähre nach Bainbridge Island, gut es sind nur ca. 30 Minuten Überfahrt, aber dennoch eine Schifffahrt. Die Fahrt ist ziemlich windig aber für Jule ein echtes Erlebnis.

 



Weiter geht es auf der Olympic Halbinsel in Richtung Norden bis nahe der Grenze zu Kanada mit kurzem Picknick-Stopp.








Bei Port Angeles geht es dann schon in den Olympic National Park, genau genommen dem Teil der Hurricane Ridge auf über 1.500m. Wir laufen einen kurzen Trail, Jule stolpert ihn eher entlang, und sind beeindruckt vom Ausblick der sich uns bietet.














In Port Angeles bietet sich nicht viel, eine originalgetreue Nachbildung der Liberty Bell und ein Tempel der Freimaurer, das war es!


Bald geht es weiter zum Lake Crescent wo wir in der gleichnamigen Lodge unsere Unterkunft haben. Wir haben dort einen Pyramid Mountain Room mit 2 Queen Size Betten. Das Haus in dem unser Zimmer ist steht etwas abseits vom Haupthaus mitten im Wald. 


Aus Mangel an Alternativen essen wir im Restaurant der Lodge, teuer aber ok.





Den Tag beschließen wir am Strand des Sees mit "Steineschmeissen".










Unterkunft: Lake Crescent Lodge *** (Ü) - www.olympicnationalparks.com/lodging/lake-crescent-lodge/ - 416 Lake Crescent Rd, Port Angeles, WA 98363
Essen: Lake Crescent Lodge (siehe oben) 




 

*Hibis

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« Antwort #23 am: 14.01.2017, 01:35 Uhr »
Hallo nach Lahr bzw. Umgebung,

ja die Welt ist klein, ob Seelbach, Ottenheim usw. man trifft sich überall.

Gruß aus Oberkirch

Hibis  :indianer:

*hexerli

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« Antwort #24 am: 14.01.2017, 08:21 Uhr »
Hallo nach Lahr bzw. Umgebung,

ja die Welt ist klein, ob Seelbach, Ottenheim usw. man trifft sich überall.

Gruß aus Oberkirch

Hibis  :indianer:

Vor allem in Seelbach......  :winke:

*lonewolf81

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« Antwort #25 am: 14.01.2017, 11:12 Uhr »
Ich schaue mir immer wieder gerne an, wie die Hurricane Ridge bei schönem Wetter aussieht. ;)
Wir hatten da nur eine graue Suppe.

Schöner Bericht, lese ich gerne mit.

*hexerli

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« Antwort #26 am: 14.01.2017, 20:37 Uhr »
Tag 6 – 27.08.2016:


Heute morgen werden wir von einem Reh begrüßt das direkt vor unserem Fenster steht. Es windet kräftig und wir machen uns im heller werdenden Tag auf zum Frühstück in der Lodge.








Das Frühstück ist mal sowas von reichhaltig und lecker, dass wir noch lange davon zehren. Jule bevorzugte aber anstelle ihrer Pancakes doch die Kartoffelecken von meinem Teller.



Anschließend machen wir uns auf die Weiterfahrt, die Wanderung zu dem Marrymere Falls wird kurzfristig gestrichen und wir biegen ab in das Tal der Sol du Hoc um dort am Ende den Trail zu den Wasserfällen zu laufen. Jule stolpert mal wieder über jede sich bietende Wurzel und irgendwann packen wir sie Huckepack in den Tragerucksack.




Der Trail im tiefen und stillen Wald ist schön und gut zu laufen. Es ist bereits Mittag als wir am Parkplatz zurück sind und beschließen den Abstecher ans Cape Flattery, außer Alaska der nordwestlichste Teil der USA, ebenfalls zu streichen. Aber die 30 Meilen hin und dann wieder das gleiche zurück sind dann doch etwas bekloppt.

Wir schieben ein Picknick in einer Recreation Area ein, sind aber vom Frühstück immer noch satt. Endlich kommt aber Sanne zu ihrem Trockenfleisch dessen Packungen wir bereits vor vier Jahren zum ersten Mal begegnet sind. Viel anders wie Speck ist es aber auch nicht.




Nach nochmaliger Fahrt kommen wir dann endgültig am Meer, dem Pazifischen Ozean an und stoppen in La Push, eine eher heruntergekommene Indianersiedlung der Quileutte, und eben dem bekannten First Beach aus Twillight wo sich nicht Fuchs und Has sondern eher Vampir und Werwolf gute Nacht gesagt haben.






Jules erste Begegnung mit Strand und Meer, sie ist hin und weg und will Sandburgen wie eine Kalifornische Familie bauen. Dem Vater versucht sie auch verständlich zu machen, dass sie einen toten Krebs gefunden hat. Als sie ihn dann endlich im Schlepptau hatte war der Krebs aber mit den Wellen wieder davon. Zusammen mit dem bewölkten Himmel und den Unmengen von Treibholz hat der Strand mit den vorgelagerten Felsen schon etwas mystisches, kommt aber nicht an die Atmosphäre aus dem Film heran. Dennoch ist es dort schön und wir bleiben eine ganze Weile.


Auf der Weiterfahrt kommen wir dann nach Forks was mit etwas über 3000 Einwohnern nicht ganz klein aber ansonsten eher heruntergekommen ist. Der einzige Ruhm erhielt man durch ebenfalls die Twillight-Filme bzw. Bücher die dort spielten, ansonsten bzw. dem „Museum“ welches sich den Erzählungen widmet und wo zu einem der Truck von Bella aus dem Buch aber auch die Version aus dem Film stehen, gibt es dort dann eher nichts.






Nun fahren wir weiter zu unserer nächsten Unterkunft und das direkt immer am Meer entlang und man schmeckt die salzige Luft, der Ausblick ist immer wieder genial.



So kommen wir in der Kalaloch Lodge an und sind überrascht welch tolles Zimmer wir in einem abgelegenen Seitenhaus im zweiten Stock haben. Von unserem Balkon aus und auch von den Betten haben wir direkten Blick auf das wilde Meer und die Brandung. Jule gefällt das Zimmer so gut und dreht mächtig auf, 15 Minuten zuvor dachte man sie zerlegt entweder im Auto ihr Spielzeug oder bricht jeden Moment zusammen.






Wie am Lake Crescent mangelt es hier an Alternativen und wir gehen in der Lodge direkt essen. Mit Blick aufs Meer gibt es Pasta mit Soße für Jule, Burger für Sanne und bei mir soll es ein Spinat-Blaubeer-Salat mit Hähnchen-Brust sein. Am Ende wird Jule aber eher die Fries von Sanne vertilgen und den Hauptteil ihrer Nudeln dürfen wir uns teilen. Auch wieder recht teuer was aber der Lage entspricht, geschmacklich nichts übermäßiges aber im Service doch etwas weniger wie am Tag zuvor.





Der Tag lässt man mit einem Bud Light auf dem Balkon mit Meerblick ausklingen. Klimatisch ist es hier nun ziemlich frisch und wir haben lange Sachen und Jacken an.



Was für ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende. Außer dem Tosen der Wellen hört man hier aber ansonsten kaum was, vielleicht verhilft dies zu einer GUTEN NACHT!


Unterkunft: Kalaloch Lodge (Ü) - www.thekalalochlodge.com - 157151 US-10, Forks, WA - 98331
Essen: Kalaloch Lodge Restaurant - Creekside Restaurant (siehe oben) 



*Yaphi

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« Antwort #27 am: 15.01.2017, 16:55 Uhr »
Genau wie ich mir den Nordwesten vorstelle... grau :D
Nein, im Ernst, die Natur ist wirklich toll, die Bilder von der Hurricane Ridge sind klasse

*hexerli

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« Antwort #28 am: 15.01.2017, 21:04 Uhr »
Tag 7 – 28.08.2016:


Trotz Meeresrauschen war die Nacht nicht ganz so toll, dementsprechend wachen wir erst um 6:30, was nahezu Ausschlafen bedeutet, auf. Einen schönen Sonnenaufgang gibt es leider nicht da es bewölkt ist. Die Lodge ist aber wirklich toll und die Zimmer klasse. Das Frühstück in der Lodge ist zwar teuer aber sehr lecker.




Wir machen noch einen kleinen Ausflug an den Strand direkt an der Lodge was lustig ist und finden….., keine Ahnung was das mal war, vielleicht jemand aus dem Team Jakob von der Werwölfen?







Wieder heißt es dann Packen und weiter geht es. Nach ein paar Metern halten wir aber bereits beim Big Cedar Tree, ein sehr kurzer Trail und nicht wirklich spektakulär.



Kurz danach schon wieder Stopp am Ruby Beach und der ist im Vergleich zu La Push wirklich cool und schön. Wir wandern den tollen Strand mit massig Treibholz lange entlang und verbringen eine ganze Weile dort. Wenn der Trip nicht rufen würde, wir hätten sicher den Tag hier verbringen können.







Wir müssen danach weiter den Weg Richtung Forks zurück um in den Hoh Rain Forest abbiegen zu können. Das ganze ist eine anständige Fahrerei aber ok.



Wir fahren den Hoh Rain River entlang und begeben uns auf eine Wanderung durch den mystischen Regenwald auf dem Spruce Nature Trail. Weil wir keine Lust auf Tragerucksack haben und die rund 2 km dann doch etwas viel für Jule sind, nehmen wir den Buggy mit. Der ebene Weg zu Anfang entpuppt sich aber doch als teilweise sehr steinig und verwurzelt. Der Buggy kommt nahezu an seine Grenzen und wir dürfen gespannt sein ob er diesen Trip überlebt. Die Wanderung ist ansonsten sehr schön, einen Elch oder Hirsch erleben wir live in Armlänge entfernt am Wegrand, Rehe etwas weiter weg, fehlt dann irgendwann nur noch der Bär. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen, mal nur leicht, mal etwas stärker was aber in Summe nicht stört.











Gut ist oder war, dass Jule während der Autofahrt immer mal wieder eine kurzes Nickerchen macht, was über so manche Phase hilft. Dennoch kommen ihre berühmten 5 Minuten immer mal wieder, heute sogar mehrfach und wir sind oft „keine Freunde“ mehr um uns anschließend wieder feierlich zu versöhnen.


Die Weiterfahrt an den Lake Quinault ist dann am Nachmittag etwas zäh und wir kommen kurz vor 16 Uhr an der Lake Quinault Lodge, einer historischen Unterkunft, an. Die Lodge ist schon sehr cool, hat ein vornehmes Ambiente aber die historischen Zimmer, vor allem das Bad schon gewöhnungsbedürftig. Wir beziehen dort im Haupthaus ein Zimmer mit Main Lodge View.












Wir gehen heute etwas früher Essen und das im nahen Quinault Mercantile, einer Mischung aus Tante-Emma-Laden, Cafe und Imbissbude. Irgendwie mega witzig und die etwas älteren Ladies die im Imbiss arbeiten tragen ihren Teil dazu bei. Im Laden gibt es wirklich alles was man in der Wildnis und beim Campen zum Überleben benötigt. Geschmacklich sind unsere Burger und der Hot Dog von Jule aber im Spitzenbereich. Jule macht dabei den ganzen Laden unsicher, malt ein Bild was dort an der Pinnwand verewigt wird und das anschließende Schokoeis tragen dazu bei, dass sie aussieht wie S**!









Duschen bzw. Baden in der altertümlichen Badewanne ist angesagt aber nicht ganz einfach. Sanne und Jule chillen danach noch etwas auf dem Bett, ich sehe mir währenddessen die Lodge genauer an. Das Publikum hier ist insgesamt schon etwas älter und betuchter. Wir kommen uns hier in unseren Outdoor-Klamotten schon etwas fehl am Platze vor. Bei meinem Rundgang treffe ich einen Amerikaner mittleren Alters mit dem ich Lange in ein interessantes Gespräch komme. Er denkt erst ich bin auch Ami aber dann unterhalten wir uns über die Bundesliga, American Football und den Job. Ich berichte woher wir kommen und was unsere Tour ist. Er ist überrascht wie lange wir in Deutschland Urlaub haben was mir öfters in Gesprächen als Thema wird. Hier hat mal bekannterweise viel weniger Urlaub, er macht mit seiner Frau einen Kurztrip übers WE.

Zurück im Zimmer zeigt sich dass das Hotel bzw. die Zimmer sehr hellhörig sind, mal sehen wie die Nacht wird.

Unterkunft: Lake Quinault Lodge *** (Ü) - www.olympicnationalparks.com/lodging/lake-quinault-lodge -, 345 South Shore Rd, Quinault, WA 98575 
Essen: Quinault mercantile - 947 S Shore Rd, Quinault, WA 98575

*nordlicht

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Antw:Roadtrip Nordwesten 2016 mit Kleinkind: WA, OR, ID, MT, WY
« Antwort #29 am: 16.01.2017, 19:53 Uhr »
Auch wenn sie ja wohl nicht ganz billig waren, muß ich sagen gefallen mir die Lodges, in denen Ihr übernachtet (und diniert) habt, sehr gut.