In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP

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*monana88

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Hallo,

ich wollte über unseren letzten Roadtrip durch den Nordwesten der USA berichten, den wir im April 2016 unternommen haben.
Wir waren zu Dritt unterwegs, mein Freund, mein Vater und ich, wie auch schon im März 2013, wo wir ebenfalls im Westen unterwegs waren. Damals waren wir direkt im Anschluss unseres Bachelor-Studiums für 3 Woche mit meinem Vater dort, und danach noch mal 5 Wochen allein, wo wir bis zur Ostküste gefahren sind. Uns hatte es damals so gut gefallen, dass wir unbedingt wieder hin wollten!
So war es also 3 Jahre später wieder so weit. Es sollte unbedingt wieder der Westen werden, weil uns die Landschaft damals unglaublich gut gefallen hat. Außerdem wollten wir den Yellowstone NP noch mit ins Programm nehmen, wofür wir auch ein paar Kilometerchen Umweg in Kauf nahmen

Los gehts...

Unsere Route:

*gecko1a

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Da bin ich ja gespannt.
Ich könnte auch jedes Jahr dort hinreisen.

Bin dabei

Gruß Frank

*monana88

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Hier ist unsere Route:


Hmm.. Irgendwie klappt das mit dem Hochladen der Fotos nicht...

*Yaphi

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Die Route sehe ich noch nicht, aber ich melde mich trotzdem schon mal an ;)

*monana88

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So, noch ein Versuch.

Unsere Route:

Edit Mod: Google Maps Screenshot entfernt.
Bitte stattdessen immer den Google Maps Link verwenden.
Danke.


Zwar nicht ganz so groß, aber nach einer Stunde rumprobieren, kann man es doch einigermaßen erkennen. :)

*Hibis

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Hi,
Yellowstone ist immer eine Reise wert, bin dabei!

Hibis

*Tag 1

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So,

ganz glücklich bin ich mit dem Bildern einfügen zwar noch nicht, jedoch fange ich jetzt einfach mal an. :)

Tag 1 - Frankfurt bis Las Vegas

Heute Morgen ging es früh los. Um 4:30 Uhr riss uns der Wecker aus unserem unruhigen Schlaf. Und los ging’s. Duschen, Brötchen aufbacken, belegen und einpacken, Koffer fertig packen, bissi aufräumen, Bett abziehen, dieses und jenes, und schwupp, waren wir zu spät dran! 1,5 Stunden hatten wir für morgens eingeplant, um 5 Uhr rum schauten wir auf die Uhr und waren zufrieden mit unserer Geschwindigkeit. Doch plötzlich war es schon 5:45 Uhr. Schnell also noch mal überprüfen, ob man alles hat, und los geht’s. Alles im Auto verstauen (OMG, hoffentlich bekommen wir ein Auto mit ganz großem Kofferraum!!!!), und OH, kratzen müssen wir ja auch noch!!!!

Uns blieben noch 9 Minuten bis zum Bahnhof, normal braucht man ca. 7. Und Tickets hatten wir auch noch nicht! Also schnell hin, Ticket gezogen und schon fuhr der Zug ein. Zum Glück mussten wir nur ein Hessenticket für uns 3 ziehen und keine Separaten….

Damit wir mit der schnellsten Verbindung reisen konnten, mussten wir noch 2 Mal umsteigen, alles verlief aber problemlos, trotz der Ankündigungen, dass in Frankfurt der S-Bahn-Tunnel gesperrt sei und es auf unserer Strecke aufgrund von Gleisarbeiten zu Verspätungen kommen könne.



Am Flughafen angekommen hatten wir zwar über 3,5 Stunden Zeit, dennoch ging diese schnell rum. Wir mussten beispielsweise erst mal schauen, von wo wir fliegen, da wir mit KLM/Delta Air/Air France fliegen und der eine mal für den anderen fliegt und die Flugnummern sich ständig ändern. Nachdem uns ein Mitarbeiter vom Flughafen noch die falsche Info gab (er war wohl selbst deswegen etwas verwirrt), und wir länger in die falsche Richtung liefen bis uns der Fehler auffiel, waren dann auch wieder 30 Minuten rumgebracht. 😉

Mittlerweile sind die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden. Man muss durch eine automatische Passkontrolle, die für uns EU-Bürger jedoch relativ schnell vonstatten ging. Außerdem ist der Ganzkörperscanner seit einiger Zeit im Einsatz. Dies war also mein 1. Mal, dass ich ihn benutzen musste. War aber auch kein Problem. Ich durfte meine belegten Brötchen mitnehmen, meinen Labello und auch mein Hörgeräte-Trocknungsgerät machte keine Probleme. Also mal wieder ohne Grund Sorgen gemacht…


Ich hatte mir schon Filme mit Untertiteln rausgesucht, weil ich vom letzten Mal weiß, dass das super unübersichtlich war. Und ich hoffe, dass es dieses Mal auch keine Probleme mit dem Abspielen der Filme gibt.
Von den Filmen kamen leider nur 2 für mich in Frage, weil alle anderen keine Untertitel haben. Und die beiden, die Untertitel haben… Na, ja, die müsste ich mich eigentlich nicht anschauen. Aber gut, was bleibt mir übrig, bei über 9 Stunden Flugzeit. Ich hoffe, dass es später im Inlandflug andere Filme gibt und auch dann in 3 Wochen beim Rückflug. Schon ein echt armes Angebot, finde ich!


Nun sitzen wir in Atlanta und warten auf unseren Anschlussflug. Hier lief es dieses Mal ebenso etwas anderes ab als letztes Mal. Wir wurden erst wieder „falsch“ geführt, als es um das ESTA-Verfahren ging. Da wir nach 2008 (?) schon mal da waren, mit demselben Reisepass, wurden wir als US-Citizens behandelt und durften in die automatische Passkontrolle. Dort die üblichen Fragen, was man hier möchte, Fingerabdrücke einscannen, Fragen zu etwaigen illegalen Substanzen beantwortet, ein bitte-lächeln-Foto, und das dieses Mal alles automatisch. Aber hat der Automat gut hinbekommen. Dann konnten wir unsere Koffer abholen und schon gings wieder zum einchecken. Wieder durch die Sicherheitsschleuße. Ich hatte noch Wasser vom Flug dabei (hatten Flaschen bekommen), Papa bekam nicht mit, dass wir die teuer gekauften Flaschen ins normale Gepäck gepackt hatten, vor Aufgabe und musste das dann an der Sicherheitsschleuße wegwerfen. 3,80 €!!!!

Das Flugzeug hat 2 Stunden Verspätung! Och nööö… Dafür gab’s als „Entschuldigung“ Süßigkeiten und Cola/Fanta etc. für alle. Yeaahh.


Verspätung gab es, weil man keine Starterlaubnis von Las Vegas bekam. Wegen dem Gewitter dort?

Iiirgendwann begann dann zumindest das Boarden. Dieses Flugzeug war dann sogar richtig toll modern. Alles war in blaues Licht getaucht, der Bildschirm, der bei jedem am Sitz war, funktionierte direkt beim ersten Touch. Bei dem Langstreckenflugzeug mussteste jedes Mal mehrmals ganz fest auf den Bildschirm drücken, damit er mal reagierte… Außerdem gab’s ein richtig super Filmangebot. Dieses Mal konnte also auch ich schön Film schauen. Zwar haben die bei diesem Flug nur Kopfhörer für Geld ausgeteilt, aber ich brauch auch nicht unbedingt Ton, wenn es Untertitel gibt…

Nach dem Boarden mussten wir dann doch noch eine Weile warten, bis es los ging. Wie lange? Weiß nicht. Bin eingeschlafen, wachte irgendwann auf und meckerte, warum wir denn immer noch nicht losgeflogen wären. Naja, dabei waren wir schon seit ner halben Stunde in der Luft. J

Kurz vor Las Vegas gab es dann noch mal richtig schöne Turbulenzen, als wir durch die ganzen Regenwolken flogen. :-/

In Las Vegas angekommen, mussten wir dann noch mal warten, da der „Parkplatz“ erst mal von einer anderen Maschine freigemacht werden musste.

Und dann. Dann waren wir endlich da!!! Soo froh und sooo müde. Mittlerweile waren wir dann schon 24 Stunden auf.



Nachdem wir unser Gepäck geholt hatten, ging es dann zum Shuttle-Bus, der uns zu der Rental Station der Mietwagen brachte. Und mit uns noch ca. 1000 andere Leute. Und das um 22 Uhr abends!! Wir hatten schon leicht Panik, dass wir dann noch mal ewig bei Alamo warten müssen. Der Verdacht war aber zum Glück unbegründet. Wir sind direkt drangekommen (auch hier macht man nun alles maschinell und manuell), und haben ein kostenloses Upgrade zum SUV (statt Midsize-SUV) bekommen. Yeeeah. Augesucht haben wir uns einen GMC Terrain. Was ich bisher sagen kann: er piepst noch mehr als das Auto von 2013, und das hat mich schon genervt. Schlüssel steckt, jemand macht das Auto auf? Wohl ganz schlimm! Auto steht, einer ist nicht angeschnallt? Geht ma gaaarnet! :-/

Naja, das beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Wir fuhren also bei Regen Richtung Motel, fanden es auch rasch (mittlerweile hatten wir 0:30 Uhr), doch dort sagte man uns, aufgrund der flood (durch den vielen Regen verursacht), stünden ihnen weniger Zimmer zur Verfügung, weswegen man für uns leider keins mehr hätte.

Ja, nee, oder. Willste mich verarschen?! Mit sowas kannste nicht ankommen, wenn ich seit 29 Stunden wach bin!!!! Da der liebe Motel-Mitarbeiter unglaublich unmotiviert war, und kein Bock hatte uns zu helfen, hat B. dann mit booking.com telefoniert. Die Dame am Telefon konnte uns aber auch nicht wirklich helfen. Sie wolle sich dann melden. Ja, also warteten wir sicherlich eine halbe Stunde auf den Rückruf. Irgendwann hieß es dann, man könne die Buchung stornieren, jedoch müsse man sich selbst um ein neues Zimmer kümmern, da es ja nun schon so spät sei….

Nachdem wir uns dann tierisch aufgeregt hatten, schlug der Mitarbeiter vor, dass er noch ein Zimmer habe, jedoch mit nur einem Bett… (mich wunderte es ja vor allem, dass nach uns noch Leute kamen, die einchecken wollten, und die dann ein Zimmer bekommen haben…).

Jedenfalls hatten wir kein Bock mehr, ich wollte duschen, Zähne putzen und schlafen! Weswegen wir uns dafür entschieden, in dem Motel zu bleiben, und eben zu Dritt in einem Bett zu schlafen… OOHHH MAAAAANN!!!

Und dann, nach 30 Stunden, war mit Tag 1 endlich Schluss! 😀


 

 

Gefahrene Meilen: 6

Kosten: Motel (100 Dollar), Essen (13,94 Euro), sonstiges (34 Euro)

*Tag 2

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Weil der Tag 1 so schön geklappt hat, gehts nun direkt weiter zu Tag 2:

Las Vegas bis St. George

Der Tag heute begann mit: Regen.

Um 2 Uhr lagen wir im Bett, um 7:30 Uhr stand ich wieder auf der Matte, hab geduscht, Koffer umgepackt (alles Wichtige in den kleinen Koffer, da ich nicht jeden Tag den großen UND den kleinen mit ins Motel schleppen muss), und die beiden Jungs geweckt.

Dann gings zum Frühstück (durch den Regen). Ach, wie hab ich das vermisst: Labbriges Toast, Zuckermarmelade (alle Sorten schmecken echt gleich!!), Plastikbesteck (ich konnte die Butter mit dem Plastikmesser beim besten Willen nicht verschmieren… :-/), nach nichts schmeckende Waffeln, Zuckerorangensaft UND (Highlight! Trommelwirbel!) Reis mit gekochten Paprika.

……

Jaaaaa. Das isst man ja auch normal zum Frühstück…………

 

Nunja, nicht wirklich gesättigt, checkten wir aus und machten uns auf dem Weg zum High Roller, dem größten Riesenrad der Welt, das erst vor wenigen Jahren gebaut wurde (2013 wars noch nicht da). Wir schauten vorher noch nach den Öffnungszeiten, 24 h am Tag hats offen! Dort angekommen wurde uns gesagt, dass er erst um 11 Uhr aufmache… Na super…


Ok, also gings erstmal zum Zocken. Das stand ja auch noch aufm Tagesplan!

Im Ceasars Palace haben wir uns an ganz normale Spielautomaten versucht. Das hat aber eigentlich wenig Spaß gemacht, zumal wir nicht verstanden, wie sie funktionieren….

Dann aber kam das Wheel of Fortune! Eine Art Glücksrad. Man kann darauf wetten, dass eine bestimmte Zahl beim Drehen des „Glücksrads“ gezeigt wird. Das hat vielleicht Spaß gemacht. Unsere Gewinne: B. 50 $, Papa 30 $ und ich 40 $. Ei suuuper! Da wir dann aber irgendwann 11 Uhr hatten, verließen wir das Casino und auf gings zum High Roller. Naja, fast. Auf dem Weg kamen wir an einem Giradelli’s-Laden vorbei. Die stellen Schokolade und Eis her und kommen aus San Francisco. In dem Laden waren wir damals und haben uns die Bäuche mit richtig geilem Eis vollgeschlagen. In Las Vegas gabs dann immerhin Schokolade umsonst zum Probieren. Ich wär ja am liebsten, immer mit anderen Klamotten und Perücke, ständig wieder in den Laden. 😛

Die Fahrt mit dem High Roller war cool. Wir hatten eine Kabine ganz für uns, weil noch nicht viel los war (damals im London Eye haben wir uns mit vielen Leuten reinquetschen müssen, was wir nicht so toll fanden…). Insgesamt ist er 550 feet hoch, man hat also einen ganz guten Ausblick von dort oben. Leider waren aufgrund des Regens einige Wolken unterwegs, die den Blick auf die wunderschönen Berge versperrten.





Danach gings zum Hotel, das Auto holen und erstmal Mittag Essen. Nach dem dürftigen Frühstück war das auch nötig. Wir waren im „Raising Cane’s Chicken Fingers“. Lecki. Aber viel zu viel. Danach gings im Target erstmal schön Lebensmittel und Kühlbox einkaufen. Und so. 😛 Insgesamt waren wir sicherlich eine Stunde drin…

Anschließend stand ein Army Outlet auf dem Plan. Doch der war heute zu. Wir wollten zwar mal gucken gehen, beim Vorbeifahren sah ich dann jedoch, dass ein Obdachloser davor schlief. So ließen wir das doch mal bleiben.



Die letzte Station in Las Vegas war das Las Vegas Sign. Beim letzten Mal hatten wir das irgendwie verpasst, dabei war unser Hotel (das Luxor) ja ganz in der Nähe. Geparkt haben wir auf einem Polizeistation-Parkplatz… War komisch. Aber da stand nix, dass man es nicht darf, somit….

Vor dem Schild waren dann super viele Leute, die Schlange standen, damit man ein Foto von sich davor machen konnte. Wir haben uns dann einfach seitlich gestellt und geschaut, dass unsere Körper die anderen Menschen verdecken. Ging gut. ;-P



Nun also raus aus Las Vegas, rein ins Valley of Fire. Auf dem Weg dorthin streikte dann erstmal das Navi. Man konnte plötzlich keine Orte und Straßen mehr eingeben. War alles ganz seltsam. B. hats dann aber doch irgendwie wieder hinbekommen. Wie er halt so is, mein Held. 😉 Im Valley of Fire haben wir uns dann die Ecken angeschaut, wo wir letztes Jahr aufgrund der wenigen Zeit nicht mehr hinkamen. Mehr konnten wir auch nicht sehen, denn alles andere war aufgrund der flash flood gesperrt. Ach, ja. Die Sonne kam auch in dem Moment raus, als wir auf den Grund des Parkes fuhren. Man, was hatten wir wieder Glück!

















Weniger Glück hatten wir dann wenig später, außerhalb vom Park, Richtung I-15. Dazwischen liegt nämlich auch eine Gegend, die von flash floods befallen werden kann. So stand die eine Straße komplett unter Wasser. Es hat sich ein Bach gebildet, das Wasser strömte als weiter über die Straße unter hinterließ die abgetragenen Sedimente einfach dort, wo sie mal gar nicht hinpassen. Mitten auf der Straße!



Als wir dort ankamen, standen lauter Autos an der Seite, eine Rangerin war auch schon vor Ort. Alle warteten, wie es nun weitergehe. Umdrehen wollten wir auch nur sehr ungern, da wir schon spät hatten, in Utah die Zeitzone wechselt und wir noch eine Stunde später haben und der Umweg ca. 1,5 Stunden gedauert hätten.

Bis dann ein Auto mit ner mutigen Frau drin kam. Sie hatte ein ähnliches Auto wie wir und fuhr einfach durch den Bach! Oha! Da guckten alle. Dann traute sich noch einer, der jedoch auch Allrad hatte. Wir sprachen dann mit der Rangerin. Sie meinte, dass man mit unserem Auto eigentlich schon durchfahren könne. Nur nicht stehen bleiben und bloß nicht zu weit rechts, weil dort zu viele Sedimente liegen und man sich festfahren könne.

Nicht lange überlegt, fuhren wir also durch. Und es klappte auch noch ohne Probleme. Angst hatte ich trotzdem wie verrückt!

In dem Motel in St. George hat alles gut geklappt! Endlich! So muss das laufen! Schönes Zimmer. Toller Pool. Und es gibt einen Hot Tub, den wir natürlich auch gleich ausprobierten. Wegen Zeitverschiebung ist aber schon nach 22 Uhr, weswegen es für mich nun ins Bettchen geht. Gute Naahaaacht!



Kosten: Essen (8$), Einkaufen/Eintritt Park (74 $), Motel (61 Euro)

*Tag 2

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Herjee!
Endlich hab ich es raus, wie man größere Bilder hinbekommt...

Hier noch mal alle Bilder vom Bericht oben drüber, damit man auch etwas erkennt:






























*monana88

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Oh, damals hatte ich diesen Bericht hier nicht fertig geschrieben, weil ich das mit den Bildern bis zum Schluss nicht richtig hinbekommen hatte... Da ich ja aktuell hier unseren Reisebericht von unserer Fahrt durch Kanada nach und nach veröffentliche, kann ich gerne auch diesen noch weiter schreiben.  :wink:
Ich will im Mai mit meiner besten Freundin durch den Westen der USA touren. So kann ich meine Vorfreude also noch weiter steigern!!!  :) :) :) :) :) :) :)

*monana88

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Tag 3: St. George bis Bryce Canyon Village – 11.04.16
« Antwort #10 am: 15.03.2018, 19:32 Uhr »
Sooo,
nun da ich unseren Kanada-Urlaub hochgeladen habe, werde ich unseren USA-Urlaub 2016 weiterschreiben. Die Tage 1 + 2 habe ich ja weiter oben vor einigen Monaten schon  veröffentlicht, nun geht es weiter miiiiiiiit:
Tag 3: St. George bis Bryce Canyon Village

Heute gings früh los. Noch vor Sonnenaufgang wollten wir den Snow Canyon State Park erreichen. Zunächst mal verfuhren wir uns jedoch, da das Navi mal wieder ne andere Adresse im Sinn hatte als wir. Immerhin konnte man überhaupt wieder Adressen eingeben. Diese Funktion war nämlich einen Tag zuvor noch außer Kraft gesetzt.

Naaaaaja, wir schafften es trotzdem rechtzeitig. Am Parkeingang war noch kein Ranger auf seiner Arbeitsstelle, weswegen wir die 6 $ Eintritt in dem vorgesehenen Kasten verrichteten. Macht man ja so hier.

Da wir nicht wussten, an welcher Stelle der Sonnenaufgang am schönsten an zu sehen ist, blieben wir beim 2. Trail einfach stehen und liefen diesen entlang. Irgendwann kamen wir vom Weg ab, kletterten auf Slim Rocks entlang und hatten eine richtig tolle Stelle gefunden, von wo aus das Farbenspiel prächtig zu sehen war.

















Danach gings erstmal wieder ins Motel. Wir hatten Hunger!!! Dort gab es leider nur einen winzigen Frühstücksraum, sodass wir quasi erstmal anstehen mussten, bis wir uns setzen konnten. Ich holte derweil mein erstandenes Nutella und ein paar Tomaten, damit es etwas mehr Abwechslung am Frühstückstisch gibt. Insgesamt war das Frühstück aber ganz gut. Es gab Bagel. Dazu Frischkäse. Und meine Tomaten. Was will man mehr?!

Nach dem Auschecken schauten wir uns den Mormonentempel in St. George an und tankten das erste Mal. Die Frage, die wir noch nicht ganz beantwortet hatten, obwohl ich bei der Mietwagenfirma nachfragte war, was tankt man bloß? Hier gibt’s 4 verschiedene Sorten. Iiiirgendwann, nach längerem Blättern in der Bedienungsanleitung (wenigstens gabs bei diesem Mietwagen eine), fanden wir die gesuchte Info. Hier muss man ja vorher zum Tankwart gehen und sagen, für wie viel Dollar man tanken will. So verschätzten wir uns natürlich auch erstmal. Aber man kann danach wieder zum Tankwart gehen, sagen, dass man zu viel bezahlt hat, und bekommt den Rest wieder. Entweder bar oder per Kreditkarte. Mann, Mann. Der Sinn des Ganzen hat sich uns noch nicht ganz erschlossen. Sind echt so viele Leute nach dem Tanken geflüchtet, ohne zu Bezahlen?

So, danach standen 2 Ghost Towns auf dem Plan. Die Trading Post in Virgin, die wir durch Zufall am Wegesrand gesehen haben. Man hat dort ein Restaurant eröffnet, und nebenan stehen ältere Gebäude.



Nr. 2 war Grafton. Das Dörfchen wurde erst vor 100 Jahren von Mormonen gegründet, die versuchten, sich an dieser Stelle nieder zu lassen. Doch wirklich erfolgreich waren sie nicht. Erst kam eine Flut, und spülte einige Häuser weg. Dann kamen Plünderer und töteten fast alle Einwohner… Wirklich Glück hatte die Leute dort nicht, sodass sie nach ca. 50 Jahren wieder fortzogen.

Der Weg dorthin war übrigens auch sehr abenteuerlich. Dirt Road. Am Tag zuvor hatte es ja geregnet. Ein Radlader war aber, als wir dort langfuhren, zugange und besserte die Straße aus.

Danach ging es zum Zion Nationalpark. Dort muss man am Eingang oder im Dorf davor parken und man wird per Shuttle zu den einzelnen Aussichtspunkten/Trailheads gebracht. Funktionierte auch alles reibungslos. Wir sind 3 Wanderwege gegangen und haben jedes Mal was völlig anderes gesehen.

Trail 1: Es ging direkt am Fluss entlang, bis zu den Narrows (eine Felsspalte, durch die der Fluss fließt).





Trail 2: Ein kurzer, steiler Trail zu einer halboffenen Höhle, an der von oben kleine Wasserfälle runtergehen. Sah richtig toll aus in der Sonne.





Trail 3: Noch mehr Wasserfälle! Damit kann man ja bei mir immer punkten. 😉





Am Ende des Parks ging es dann durch 2 Tunnel. Nicht beleuchtete Tunnel. Dunkle Tunnel. Ohne Notausgänge. Oh, mein Gott. War schon ziemlich krass! Wenn da was passiert wär…





Dann ging es zum Bryce Canyon Village. Wir hatten mittlerweile schon spät, kurz vor Sonnenuntergang. B. fuhr, Papa schlief, ich schlief. 😉

Zwischendurch regnete es sogar. Ich wachte aber passend auf, um festzustellen, dass uns das Navi mal wieder in den falschen Ort lotsen wollte. Ich weiß auch nicht, was das Ganze soll. Man muss wirklich ständig schauen, dass man richtig fährt.

Dort konnten wir dann endlich was Essen. Mittags kamen wir nicht dazu. Und im Ruby’s Inn gabs wieder das leckere Buffet, wie vor 3 Jahren. Nur teurer… Aber egal! Hunger! Lustig war, fand ich, dass eine Frau extra dafür abgestellt war, die zurückgebrachten Speisekarten mit Desinfektionsmittel ab zu wischen. Auch ne tolle Arbeit….

Motel: Best Western PLUS Rubys Inn

Gefahrene Meilen: 184

Kosten: 82 $ (Motel), 34 $ (Abendessen), 37 $ (sonstiges)

*mrh400

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Antw: Tag 3: St. George bis Bryce Canyon Village – 11.04.16
« Antwort #11 am: 16.03.2018, 10:41 Uhr »
Hier muss man ja vorher zum Tankwart gehen und sagen, für wie viel Dollar man tanken will.
In solchen (zum Glück nicht allzu häufigen) Fällen kann man die Leute ganz schön verwirren, indem man eine völlig krumme Zahl nennt, etwa 37,86 Dollar - die daraus resultierend Diskussion mit dem Argument, daß man zum ersten Mal tankt und noch nicht weiß, wieviel exakt reingeht, hat schon ab und zu zur betragsunabhängigen Freigabe der Zapfsäule geführt
Gruß
mrh400

*monana88

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Antw: Tag 3: St. George bis Bryce Canyon Village – 11.04.16
« Antwort #12 am: 17.03.2018, 06:14 Uhr »
Hier muss man ja vorher zum Tankwart gehen und sagen, für wie viel Dollar man tanken will.
In solchen (zum Glück nicht allzu häufigen) Fällen kann man die Leute ganz schön verwirren, indem man eine völlig krumme Zahl nennt, etwa 37,86 Dollar - die daraus resultierend Diskussion mit dem Argument, daß man zum ersten Mal tankt und noch nicht weiß, wieviel exakt reingeht, hat schon ab und zu zur betragsunabhängigen Freigabe der Zapfsäule geführt

Klasse! :D Muss ich mir für das nächste Mal merken. Wenn das erste Mal Tanken mit neuem Auto überstanden ist, weiß man ja schon viel genauer, was das Auto braucht.

*monana88

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Tag 4: Bryce Canyon Village bis Torrey – 12.04.16
« Antwort #13 am: 17.03.2018, 06:27 Uhr »
Tag Nr. 4 begann mal wieder früh. Wir stellten den Wecker auf 6 Uhr, weil wir den Sonnenaufgang am Bryce Canyon Nationalpark miterleben wollten. Geplant war dann noch schnell alle Aussichtspunkte abzufahren, um anschließend in den Kodachrome Basin State Park zu fahren. Als wir am Bryce Canyon ankamen, war mal wieder kein Ranger vor Ort. War aber kein Problem, da wir ja den Jahrespass für alle Nationalparks gekauft hatten. Am Sunrise Point waren dann schon einige Leute bereitgestanden, um schöne Fotos zu schießen. B. und ich hatten den Canyon etwas anders in Erinnerung und wunderten uns noch, wo denn alle tolle Hoodoos hin waren. Der Blick damals war viel spektakulärer. Als die Sonne dann aufging, merkten wir, dass wir irgendwie gar nicht am richtigen Sunrise-Point standen. Etwas weiter rechts standen viel mehr Leute. Also liefen wir im schnellen Schritt dorthin, doch als wir dort ankamen, war die Sonne schon aufgegangen und verweilte hinter einer dicken Wolke…



So beschlossen wir erstmal die Aussichtspunkte abzufahren. Auch diese hatten wir nicht mehr so weit auseinander in Erinnerung. Letztlich waren wir über 1 Stunden unterwegs, um bis zum letzten durch zu fahren. Dort aßen wir dann erstmal im Auto unser Frühstück. War etwas chaotisch, weil es im Auto keine ebene Fläche gibt und ständig etwas runterrutschte. Vor allem mir. 😉



Dann klapperten wir die anderen Aussichtspunkte ab. Wo wir damals vor Kälte und Wind zum Schluss hin nicht mehr ausstiegen, bzw. maximal schnell hin, Foto, schnell zum Auto zurück, die letzten Aussichtspunkte nicht mehr wirklich mitbekommen haben, ging es uns dieses Mal wieder so. Zumindest hatten wir dieses Mal am anderen Ende mit der Fahrt begonnen, sodass wir bei diesem 2. Besuch alle Punkte gesehen haben müssten. 😛







Nachdem wir nach 3 Stunden ins Motel zurückkamen, wurde erstmal geduscht und los gings zum Kodachrome State Park. Diesen erreicht man nur über einen langen Weg, den man später auch wieder komplett zurückfahren muss. Aber es hat sich trotzdem gelohnt. Wir sind einen Wanderweg gegangen, der zu tollen Aussichtspunkten führte. Unterwegs trafen wir auf einen Mormonen, mit Frau, der aufgrund seiner Missionarstätigkeit auch ein paar Jahre in Deutschland lebte. So konnten wir uns gut auf Deutsch unterhalten. Er lebt in Salt Lake City. Da kommen wir ja auch bald noch hin.









Weitere Sehenswürdigkeit war ein Felsen, der wir ein Penis geformt war. 😀



Zu Mittag gesessen haben wir dann in Escalante, in Nemos Burgerladen. Lecki, lecki. Leider trafen wir dort auf die 10-köpfige Reisegruppe, der wir schon im Kodachrome Basin SP begegnet sind. Und die wollten dann alle vor uns bestellen. Ja, da war etwas warten angesagt. 😉

Zum Nachtisch gabs dann noch lecker Eis von der Tanke. Nicht so lecker war das Snickers-Eis von B. Das sah so aus als wäre es schon mal aufgetaut gewesen und war komisch klebrig überall. Natürlich durfte da nicht fehlen, dass er sich damit auch total einsaute. 😀

Da wir schon relativ spät hatten, ließen wir den Grand Staircase Escalante NP aus und fuhren einfach die tolle Route 13, ein Scenic Byway, der einen Namen wirklich alle Ehre machte. Unglaublich viele unterschiedliche Landschaften, bunte Felsen, Wälder. Alles innerhalb von 100 Meilen. Der Wahnsinn.







Einen Zwischenstopp wollten wir im KIVA Coffeehouse einlegen. Ein Geheimtipp. Naja, nur sollte man nicht Dienstags unterwegs sein. Da hats nämlich geschlossen.

Ich kann Euch sagen, falls wir mal einen Tag in Paris seid, dann hoffentlich nicht Dienstags, wenn ihr vor habt, das Louvre zu besuchen. So erging es uns nämlich damals. Da kommt man mal zufällig an Paris vorbei und natürlich hat das Louvre genau an diesem Tag zu. :/ :/

Nun ja. Also fuhren wir weiter bis zum Motel in Torrey. Eigentlich wollten wir noch Abend Essen, da das Broken Spur Inn, in dem wir übernachteten ein Steakhouse angrenzend hatte. Doch dann ließen wir es bei Bier und einem kurzen Cache, der direkt vor unserer Motel-Tür lag, bleiben.



Gefahrene Kilometer: 283

Motel: Broken Spur Inn & Steakhouse

Kosten: 110 $ (Motel), 10 $ (Mittagessen), 15 $ (sonstiges)

*gecko1a

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #14 am: 17.03.2018, 07:45 Uhr »
Hi,

der Scenic Byway sollte aber die 12 gewesen sein :-)

Bei den Bildern müssen wir doch mal wieder da hin. Wart ihr im Bryce bis zum Rainbow View Point und Yovimpa Point?
Das sind die beiden letzten.

Viele Grüße

Frank

*monana88

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #15 am: 17.03.2018, 11:26 Uhr »
Hi,

der Scenic Byway sollte aber die 12 gewesen sein :-)

Bei den Bildern müssen wir doch mal wieder da hin. Wart ihr im Bryce bis zum Rainbow View Point und Yovimpa Point?
Das sind die beiden letzten.

Viele Grüße

Frank

Ups, da hast du Recht. Das ist die Nr. 12. :) Peinlich, peinlich.

Oh, ja!! Ich werde im Mai auch mal wieder kurz dort anhalten. Allerdings fahren wir dann nicht bis zum Ende (denn ja, dort waren wir damals), sondern eher den Fairyland Point bis Paria View ansteuern. Wo kann man sich denn am besten den Sonnenuntergang anschauen? Nur am Sunset Point?

Viele Grüße
Mona

*monana88

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Tag 5: Torrey bis Hanksville – 13.04.16
« Antwort #16 am: 29.03.2018, 12:53 Uhr »
Gut gestärkt durch das Frühstück im Broken Spur Inn ging es auf direktem Wege in die nächste Bakery. Naja, die war 200 m weit weg, trotzdem fuhren wir mit dem Auto. Hatten es ja eilig…. 😉

Wir hofften auf besseres Weißbrot oder gar Brötchen. Das Angebot war tatsächlich so groß, dass es immerhin Schokomuffins und Streuselmuffins gab. Jaaaaa. Also weiter!

Für diesen Tag war nur der Capitol Reef Nationalpark geplant. Dort liefen wir zwei Trails, den Kohab Canyon Trail (5,4 km)









und den Capitol Gorge Trail (3,2 km).





Vor allem der Kohab Canyon Trail war wirklich abwechslungsreich, teilweise etwas anstrengend, aber richtig schön zu laufen. Wenn man denn wusste, wohin. Die Markierung war nämlich mal so richtig schlecht. Wir trafen zwischendurch immer wieder auf andere Wanderer, und fragten, ob es sich um den entsprechenden Trail handelte. Doch auch diese waren sich nicht immer so sicher. Wenn man diejenigen dann auf dem Rückweg traf (man lief einmal hin und wieder zurück, was ich eigentlich gar nicht mag. Rundwege sind mir viel lieber!), war Gesprächsthema Nr. 1, ob man das Ende denn gefunden hätt. 😀

Dass die Markierungen teilweise echt schlecht sind, ist uns übrigens schon öfter aufgefallen. Kann ich nicht ganz verstehen… Man verlangt von den Leuten, dass sie auf dem Trail bleiben sollen, damit die Natur nicht zerstört wird, jedoch ist man nicht in der Lage, diesen anständig auszuschildern.

Dann ging es noch ca. 1,5 Stunden nach Hanksville, ein verschlafenes Nest, das immerhin 360 Einwohner hat, 3 Restaurants, 1 Supermarkt (wo die Kassiererin so langsam ist, dass man hofft, dass sie die Preise bis zum Feierabend eingegeben hat) und 3 Tankstellen! Als wir abends vom Motel zum Restaurant liefen (es gab mal wieder keine Bürgersteige und man lief direkt an der Hauptstraße (mehr Straßen gibt’s in dem Ort auch nicht), fuhr uns doch tatsächlich einer entgegen, wo die 2 Insassen lustig gewunken haben. Weil wir Touris die 500 m vom Motel zum Restaurant laufen und nicht fahren? Sieht man wohl nicht so oft. Gehende Menschen. 😀 😀 😀

Essen waren wir in Duke`s Steakhouse. War ganz lecker. Salat, Steak bzw. Bauchfleisch (oder so?????).

Achja, habe ich schon die Geschichte von meinem Deo-Roller erzählt?

Als ich diesen am 2. Morgen benutzen wollt (T-Shirt hatte ich schon an), flutschte die Kugel aus der Halterung und das Deo spritzte in hohen Bogen auf mein T-Shirt, das Bett und den Boden voll! Als ich zum Waschbecken lief, um was zum Abwischen zu holen, fiel dann die Kugel aus meinem T-Shirt raus… Also sowas haben wir auch noch nicht erlebt!

Motel: Whispering Sands Motel



Gefahrene Kilometer: 120

Kosten: 88 $ (Motel), 26 § (Abendessen), 7,33 $ (sonstiges)

*monana88

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Tag 6: Hanksville bis Blanding – 14.04.16
« Antwort #17 am: 29.03.2018, 12:57 Uhr »
Und direkt den nächsten Tag hinterher:


Tag 6: Hanksville bis Blanding – 14.04.16


Von unserem Motel haben wir einen Gutschein fürs Frühstück in der Tankstelle nebenan bekommen. Abends dachten wir noch:“ Oh, Gott. Das gucken wir uns erstmal an. Was soll das schon für ein gutes Frühstück in einer Tankstelle sein???“. Aber, wider Erwarten, war es ganz gut. Es gab Bagel. Ja, ganz wichtig. 😀 Guten O-Saft, guten Kaffee, Marmelade, Creme Cheese, etc.



Nebenan dann, ein Laden in dem man gebrauchte Waffen kaufen konnte. Yeahiii. Kanns kaum erwarten!! O.O Hiiilfeeeeeee!!!



Als wir den Schock verdaut hatten, fuhren wir zum Goblin Valley State Park. 13 Dollar Eintritt. Boah. Teilweise muss man für die State Parks schon ganz schön viel hinblättern… Denn leider sind nur die Nationalparks und die National Monuments in unserem Jahrespass mit inklusive.

Dieser hat sich aber natürlich dennoch gelohnt. Zunächst liefen wir einen Trail, der sogar durch einen kleinen, engen Canyon ging.



Supi. Einmal Bauch einziehen bitte. 😀 Auch hier zeigt ein Foto am besten, wie es aussah.


Was auf dem Trail nun wirklich heftig war, war der Wind. Es war SO stürmisch. Zum Glück war der Wind noch warm. Allerdings liefen wir einen Sand-Trail, d.h. uns flog der Sand ständig ins Gesicht. Igitti! Danach konnte ich ein super Peeling im Gesicht machen. :/



Abschließend liefen wir noch ins Tal der Goblins. Süße Teile.





Nachdem wir dort wohl eine halbe Stunde rumgelaufen sind, fuhren wir weiter, den Highway 95 runter Richtung Natural Bridges Monument. Bevor wir das erreichten, gings noch eine kurze Dirt Road zu „Little Egypt“. Eigentlich konnte man auch hier nur Goblins sehen. Allerdings etwas größer und in etwas anderer Farbe.

Im Natural Bridges Monument gibt es drei natürliche Brücken, die dadurch entstanden sind, dass der Fluss, der sich in Hufeisenform durch die Berge schlängelte eigentlich geradeaus wollte und nicht ständig in Kurven fließen wollte. So hat das Wasser den Fels als weiter weggedrängt und es ist an der Durchbruchstelle eine Brücke entstanden.

Jedenfalls wollten wir uns eine von diesen Brücken auch von unten anschauen. Natürlich suchten wir uns die anstrengendste aus. Über 500 Höhenmeter galt es zu überwinden. Ich habe mir das schon von oben angeschaut und gedacht „Oh, Hilfe. Das bekommst du nicht hin“. So ging es dann ständig Treppen und Leitern, die größere Höhenunterschiede überwinden wollten, nach unten. Als dann zum Schluss noch mehr Treppen kamen, habe ich gesagt, dass ich auf meine Jungs warte. Nee, also… Das war dann doch etwas zu viel. Bis ich da wieder oben gewesen wär, da wär ich tot umgefallen. Ich habe mir also auf dem Felsvorsprung ein schönes Plätzchen ausgesucht und hab mich hingefläzt. Schön wars. Als die beiden dann von unten anfingen hoch zu klettern, bin ich dann schon mal langsam los. Mit schönen Pausen zwischendurch, wo ich mir den tollen Ausblick noch einprägen konnte. 😉









Oben angekommen, waren wir dann alle ziemlich fertig und wollten nur noch Richtung Motel.

Hier noch 2 Wegbilder:





Dort kamen wir dann auch ca. 1,5 Stunden später an, checkten ein und gingen erstma Burger Essen. Hatten wir uns redlich verdient!

Karte im Burgerladen:



Nebenstraße auf dem Weg zum Burgerladen:



Motel: Four Corners Inn, Blanding



Gefahrene Kilometer: 340

Kosten: 82 $ (Motel), 12,67 § (Abendessen), 11 $ (sonstiges)

*partybombe

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Antw: Tag 3: St. George bis Bryce Canyon Village – 11.04.16
« Antwort #18 am: 29.03.2018, 13:13 Uhr »
Hier muss man ja vorher zum Tankwart gehen und sagen, für wie viel Dollar man tanken will.
In solchen (zum Glück nicht allzu häufigen) Fällen kann man die Leute ganz schön verwirren, indem man eine völlig krumme Zahl nennt, etwa 37,86 Dollar - die daraus resultierend Diskussion mit dem Argument, daß man zum ersten Mal tankt und noch nicht weiß, wieviel exakt reingeht, hat schon ab und zu zur betragsunabhängigen Freigabe der Zapfsäule geführt
Hab ich noch nie gehört oder gar gemacht! Interessante Idee, muss ich mal testen.

*partybombe

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #19 am: 29.03.2018, 13:17 Uhr »
Schöner Bericht - und wieder kommen die Erinnerungen hoch
Danke👍 :dankeschoen:

*monana88

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #20 am: 01.04.2018, 19:49 Uhr »
Schöner Bericht - und wieder kommen die Erinnerungen hoch
Danke👍 :dankeschoen:

Dankeschön! Ich schwelge auch unheimlich gern in tollen Urlaubserinnerungen!

*monana88

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Tag 7: Blanding bis Moab – 15.04.16
« Antwort #21 am: 01.04.2018, 19:51 Uhr »
Tag 7: Blanding bis Moab – 15.04.16

Am nächsten Morgen dann der Schock! Es gab zwar Frühstück, wir haben auch schon schlechtere gesehen. Allerdings musste man das Essen im Stehen einnehmen. Geht ja ma garnet!!! 😉

Wir fanden es wirklich etwas nervig. Wer will schon im Stehen frühstücken? Wir taten es trotzdem und fuhren dann auch schnell weiter. Einkaufen, Tanken, Geld abheben, Bakery, stand zunächst auf dem Plan.

Einkaufen -> Check (boah, nur 2 kleine Tüten und schon wieder 40 $ los… Hier ist das Einkaufen SO teuer!)

Tanken -> Check (schätzen, wie viel reinkommt, können wir mittlerweile gut)

Geld abheben -> Naja, wir dachten, wir könnten auch ohne zusätzliche Gebühr im Ausland abheben, hatten aber festgestellt, dass es, zumindest bei den Automaten, die z.B. am Flughafen oder im Supermarkt stehen, was kostet. B. hatte in Erinnerung, dass es bei einer richtigen Bank nix kostet, also sind wir dorthin. Doch dort sollte das Abheben sogar 5 $ kosten. Also fuhren wir bis zum nächsten Laden und hoben dort unser Geld ab.

Bakery -> Die haben wir trotz 2 Mal vorbeifahren leider nicht gefunden. Aber wahrscheinlich hätte es wieder nur so Süßkram gegeben. 😉

Wir fuhren dann weiter nach Monticello und über eine Nebenstraße, die durch die Berge führte, Richtung Canyonlands und dem Needles District. Dabei fuhren wir an dem Newspaper Rock vorbei. Dort haben sich die Indianer, die dort vorbeigekommen sind, im Stein mit Malereien verewigt und man kann dort über 2000 Jahre Geschichte nachlesen. Wenn man die Zeichen denn lesen könnt und man wüsste, was damit gemeint ist. 😉



Im Needles District angekommen, begann es dann leicht zu regnen. Außerdem war es ziemlich windig. Wir liefen trotzdem 3 Trails. Guckten uns an, wo die Indianer und Cowboys sich damals niedergelassen haben



und guckten uns noch ein paar Aussichtspunkte an.





Damit auch immer Klopapier da ist:



Eigentlich wollten wir noch weiter zum Needles Overlook. Allerdings wäre das mit 2 Stunden Umweg verbunden, und es regnete immer noch. Dadurch war es so neblig, dass man eh nicht weit gucken konnte. Bei den beiden Trails, wo man sich angucken konnte, wo die Cowboys und Indianer damals lebten, hätte ich mir noch gewünscht, dass sich Historiker und Künstler zusammensetzen und aufmalen, wie es damals dort ausgesehen haben könnte. Wie die geschlafen, gegessen, gelebt haben. Denn man sah eigentlich nur Felsen, die aber so aussahen, als würde sie ein Dach bilden, sodass man drunter im Trockenen leben konnte. Trotzdem konnten wir uns nicht so gut vorstellen, wie es damals ausgesehen haben soll.

Auf dem Weg hielten wir noch am Hole N“ The Rock. Dort hat sich ein Ehepaar eine Wohnung IN den Fels reingehauen. Wir haben es nur von außen betrachtet. Dort gab es einen „Garten“, wo einige Sachen ausgestellt waren.









Abends landeten wir dann in Moab, wo wir 2 Nächste bleiben sollten und aßen in der Paradox Pizzaria zu Abend. Tja, dort gab es 3 verschiedene Größen. Klein, mittel, groß. B. und ich dachten, naja, teilen wir uns ne Große. Das tuts auch. Papa wollte eine andere haben und nam ne Mittlere. Zuerst kam die Große. Ja 18 Zoll. Wir aßen alle ein Stück. Papa wollte mal probieren. Und war schon voll. 😀 Dann kam dann seine. Die Randstücke, die er übrig gelassen hat, wurden als größer, damit er die schaffte! 😀 Da war mal wieder das Auge größer als der Magen.



Motel: The Riverside Inn, Moab



Gefahrene Kilometer: 340

Kosten: 90 Euro (Motel), 20 § (Abendessen), 22,33 $ (sonstiges)

*monana88

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Tag 8: Moab – 16.04.16
« Antwort #22 am: 01.04.2018, 19:54 Uhr »
Tag 8: Moab – 16.04.16

Mit dem Motel waren wir nicht ganz so zufrieden. Ausgerechnet mit dem, wo wir 2 Nächte bleiben wollten. Schon vorher hatten wir überlegt, ob wir nicht ein anderes nehmen wollen, aber wir hatten das, ausnahmsweise, mal über ab-in-den-urlaub.de gebucht und nicht über booking.com und schon war eine kostenfreie Stornierung nicht mehr möglich. Papa fand einige Haare unter seinem Kopfkissen und hatte am Morgen Ausschlag. Also wie, als wäre er gestochen worden. Wieder beg bugs, wie im letzten Urlaub? Wir konnten es nicht klären, kleine schwarze Punkte gefunden, hatten wir nicht…

Das Frühstück war jedoch ganz in Ordnung. Es gab wieder Rosinen-Zimt und Bluebarry-Bagel. Jedoch musste man früh dran sein, da die nicht wieder aufgefüllt wurden. 😛

Heute stand der Island in the Sky-District und der Deadhorse Point State Park auf dem Programm. Eigentlich wollten wir heute Helicopter fliegen. Wir hatten auch schon im Vorfeld geschaut, man konnte das bequem im Internet buchen. So wollten wir das dann also am Abend vorher tun. Um festzustellen, dass es wohl wegen des schlimmen Windes ausfiel…  Wir hatten uns echt drauf gefreut, weil wir was Verrücktes machen wollten.

So ging es also einfach so in den Park. Da es wieder leicht regnete und es unglaublich kalt und windig war, sind wir nur den Grand View Overlook-Trail (3,2 km; ca. 1,5 Stunden) gelaufen….













und den Mesa Arch-Trail (800 m).



Beide haben sich gelohnt. Man hatte wieder tolle Ausblicke. Wenns doch nur nicht so windig gewesen wäre…

Hier fuhren wir wieder Richtung Moab und sahen, dass die ganze Straßenseite vollgeparkt war, weil einige Kletterer unterwegs waren, um die steile Felswand zu besteigen:



Zum Abschluss des Tages wollten wir in den Dead Horse Point State Park, einer Felszunge, auf die die Cowboys damals, der Legende nach, die Wildpferde getrieben und die Schwachen von den Starken getrennt haben. Die Schwachen ließen sie zurück. Da die jedoch von der Felszunge nicht runter konnten (einige 100 m weiter unten fließt der Green River, aber für die Pferde unerreichbar), und auch nicht wieder zurück konnten, weil da ja die Cowboys waren, sind sie verdurstet.

Heute ist dort ein State Park, mit netten Trails. Doch uns war viel zu kalt. So fuhren wir rasch zum Overlook-Point und weg gings.

[/img]

Eigentlich wollten wir dann noch in den Dinosaurier Park. Aber der war dann doch eher für Kinder gedacht. Also aßen wir beim Burger King, weil wir langsam Hunger hatten. Davon war uns allen dann schlecht und wir gingen zum Wäsche waschen ins Hotel. Abends dann noch in der Moab Brewery was Essen. Es gab Burrito, Wraps und Nudeln Alfredo. Dazu ein leckeres Bierchen. Serviert wurde alles vom hübschesten Kellner der USA. Hat sich doch allemal gelohnt.

Zum Nachtisch gabs Eis. So richtig fette Eisbällchen, für einige an Dollar. Zumindest die eine Sorte hat geschmeckt. Der Rest wurde dann… Zum Müll befördert…

Im Anschluss stand noch eine kurze Einkaufstour an, weil wir schon ewig keine Zivilisation mehr gesehen hatten. 😀 Immerhin konnten wir im Dollar Tree (der amerikanische Dollarhugo) noch Taschentücher abstauben. 😀 Der Weg zu diesem Erfolgserlebnis war steinig. Wir mussten zwei Mal nachfragen und ewig Suchen, bis wir das gewünschte in der Hand hielten. 😀

Müde fielen wir um 22 Uhr ins Bett. Papa etwas skeptisch, da er immer noch Angst vor Bed Bugs und den vielen Haaren hatte, die unter seinem Kopfkissen lagen….



Gefahrene Kilometer: 250

Kosten: 90 € (Motel), 24,17 $ (Abendessen), 7,66 $ (sonstiges)

*partybombe

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #23 am: 02.04.2018, 11:52 Uhr »
Dankeschön und weiter so, ich bin dabei

*monana88

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Tag 9: Moab bis Grand Junction – 17.04.16
« Antwort #24 am: 04.04.2018, 18:28 Uhr »
Tag 9: Moab bis Grand Junction – 17.04.16

Heute hatten wir ein richtig straffes Programm vor uns. Es war das erste Mal etwas stressig im Urlaub! Denn wir wollten in den Arches NP und im Anschluss eine Jeep-Tour machen. Eigentlich war für den Arches NP ein ganzer Tag vorgesehen, so mussten wir die wichtigsten Punkte in 3,5 Stunden abklappern. So schauten wir uns an: Double Arch, North Window, South Window, Delicate Arch (nur von unten. Der Weg dorthin wäre ca. 6 km lang gewesen, was in der Zeit leider einfach nicht zu schaffen war), einen Stein auf einer Säule, der kurz vorm runterfallen war (hab den Namen leider vergessen…) und die Petrified Sand Dunes. Schwopp, waren schon 2,5 Stunden um.













Da die Jeep-Tour 3 Stunden gehen sollte, haben wir am Visitor Center noch schnell ein Picknick gemacht. Wie gesagt, 3 Stunden sollte die gehen. Meine größte Sorge war: 3 Stunden kein Klo??!?!?!??!?!?!? Pipiiii!!!!

Also hab ich nach dem Frühstück nichts mehr getrunken. Geholfen hats nix. Nach ca. 1 Stunde dachte ich schon: „Oh, oh. Da kommt bald was!“. Die Jeep-Tour ging durch unwegsames Gelände, wo es keine Straßen gab. Nur Felsen. Wir sind also auch oft vor einem Felsen gestanden, der fast 90°  hoch ging. Und was machten wir? Fuhren einfach da hoch!! War schon der Wahnsinn. Generell kann man sich das einfach nicht vorstellen, sowas gibt’s einfach in Deutschland nicht. Zwischendrin haben wir immer mal wieder angehalten und der Kerl hat was erzählt und Fotos von uns gemacht.









War super. Nur eben, dass ich nach 1,5 Stunden echt dringend aufs Klo musste und sich die letzten 45 Minuten noch mal eine tolle Stolperstrecke ankündigte, wo man einfach nur die ganze Zeit durchgeschüttelt wurde. Dann war es so unglaublich windig. Der Jeep war nur hinten offen (Papa und ich saßen halt hinten..). Von vorne kam zwar warmes Gebläde, aber das hat bei weitem nicht ausgereicht. Wir beide haben dicke Jacken angehabt, mit Mütze… Brrr…

Nach 3 Stunden war es also endlich vorbei. Das Ende des Parks kam in Sicht. Man konnte also vorher auch gar nicht einfach mal rausfahren, weil man keine Lust mehr hatte oder so… Schon krass!

Also Spaß hats gemacht. So 1,5 bis 2 Stunden hätten aber auch gereicht.

Am Ende stellte sich raus, dass Papa dieselben Probleme hatte. Er musste auch schon nach 1,5 Stunden ganz dringend. Ihm war auch kalt wie sau. Und der Gurt hat ihn als genervt. Der ist ständig hoch zum Hals gerutscht und man musste ständig dran rumzuppeln, dass er wieder richtig sitzt.

Weil wir alle hungrig waren, und nicht noch die 2 Stunden bis Grand Junction warten wollten, gingen wir zum örtlichen Mexikaner: El Charro Loco. Gefunden über Tripadvisor. Und mal wieder sind wir nicht enttäuscht worden. Als wir uns setzten, wurde unseren Sitznachbarn gerade das Essen serviert. Und das sah SOOO lecker aus, dass wir direkt alle 3 dasselbe bestellten. 😀 Da war aber auch alles dabei: Chicken Quesadilla beef, cheese tostada und ein Taco. Der Wahnsinn. Super lecker!

Zum Abschluss ging es über die #128 nach Grand Junction. Das sollte eine Scenic Route sein und hat den Namen meiner Meinung nach auch verdient. Man konnte an den Schluchten, direkt am Green River entlangfahren. Genau dort lang, wo wir ein paar Stunden vorher noch mit dem Jeep an den Klippen oben standen.

Auf dem Weg fuhren wir über eine Brücke, wo direkt nebenan auch mal eine Brücke war. Das Gerippe hat man einfach hängen lassen. Wir wollten das natürlich fotografieren. Die beiden Jungs gingen schon mal vor. Ich hab noch Schuhe angezogen und Kamera gesucht und ging dann hinterher. Angekommen kam dann die Frage vom Papa:“ Haste den Schlüssel mitgenommen?“. „Äh, nee, warum sollte ich? Du nimmst den doch immer mit?“. „Ja, hab ihn liegen lassen. Aber dann schau mal, nicht, dass sich das Auto selbst abschließt“. AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHRGGGG. Das hätte noch gefehlt. Bin also wieder schnell zurück gerannt, Auto war noch offen. Ein Glück. Schließt sich das überhaupt selbst ab, wenn der Schlüssel drinnen liegt? Ich bin mir da nie so sicher. Ohne Ersatzschlüssel ist das natürlich mega doof!

Kurz nach dem verfallenen Brückengerippe kamen wir an Cisco vorbei. DAS nenn ich mal Geisterstadt. Es sah aus, als würd hier „The walking dead“ gedreht werden. Die Häuser teilweise eingefallen. Die Autos stehen einfach im Garten, teilweise fehlen die Scheiben, teilweise verrosten sie schon. Dann steht noch an dem einen Gebäude „Post Office“, mit Briefkästen davor. Oder „Grocery Store“, wo nur das frische Obst und Gemüse fehlt… Wir sind dann mal leise durchgefahren, haben Bilder gemacht.. Und festgestellt, dass in dem einen Garten, hinter dem einen Haus, ne Rauchsäule aufstieg. Außerdem war über der Haustür (ich möchte noch mal anmerken, dass auch dieses Haus total verfallen aussah) eine Kamera angebracht, die auch funktionierte. Schnell weg!!! Dafür hab ich zu viele Horrorfilme, wie „Texas Chainsaw Massacre“ gesehen. Und wer weiß, ob nicht bald auch ein „Cisco Chainsaw Massacre“ in die Kinos kommt. AAAHHH!!!



Im Motel angekommen, googelten wir erstmal. Das Städtchen wurde so vor 100 Jahren gegründet, als die Eisenbahnschienen gebaut wurden. Da zogen die ganzen Arbeiter hin. Später haben dort Cowboys gelebt, die bis zu 100.000 Schafe hüteten. Die Wolle wurde dann direkt von dem Bahnhof Cisco wegtransportiert. Doch als dann die neue Interstate gebaut wurde und der Durchgangsverkehr zum Erliegen kam, sind dann auch die letzten Einwohner weggezogen. Mann, Mann…

Das Motel war übrigens im Vergleich zum letzten richtig super. Sauber, Neu, beste Bewertungen. Nur leider keinen Kühlschrank. Also haben wir kurzerhand Eis in die Kühlbox gemacht. Hat auch geholfen. Solang die Box nicht umkippt und das Wasser sich auf den Rücksitz ergießt. 😉



Gefahrene Kilometer: 250

Motel: Econo Lodge, Grand Junction

Kosten: 55 $ (Motel), 13,33 $ (Abendessen), 129 $ (sonstiges)

*monana88

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Tag 10: Grand Junction bis Vernal – 18.04.16
« Antwort #25 am: 04.04.2018, 18:30 Uhr »
So, es geht mit großen Schritten Richtung Norden:

Tag 10: Grand Junction bis Vernal – 18.04.16

Morgens, 18.4.16, in Grand Junction. Regnerisch. Kalt. Nebel. Nach dem Frühstück stand das „Colorado National Monument“, und vorher ein paar Roadside Attractions auf dem Plan. Die Roadside Attractions waren schnell abgehandelt.







Dann gings das letzte Mal Schluchten gucken. Oder so. Denn der Nebel war so stark, dass man kaum bis zum Boden der Schlucht gucken konnte. Und diese war bei weitem nicht so tief, wie die Schluchten, die wir in den letzten Tagen gesehen hatten. So fuhren wir tatsächlich nur schnell durch den Park, dem Colorado National Monument, hielten trotzdem an den Aussichtspunkten an und waren innerhalb von 45 Minuten durch. Auf Trails hatten wir nämlich bei dem Wetter auch nicht so viel Lust. Denn dort lag tatsächlich auch Schnee. Und dieser sollte nicht der letzte sein, den wir auf unserer Tagesetappe begegnen sollten.



Nach dem Monument fuhren wir erstmal zum Visitor Center von Colorado, da mein Arbeitskollege gerne eine Kappe mit „Colorado“ drauf haben wollte. Doch dort wurden wir nicht fündig. Der nette Mann dort erklärte uns aber, wo wir eine finden sollten. Also fuhren wir ins Walgreens. Dort stand ich, neben der Kappe für meinen Kollegen, noch eine tolle Leggins, mit „Colorado“ drauf. Sowas will ich von jedem Bundesstaat!!!! Schade, dass wir nicht mehr so viele besichtigen werden.. :/

Da wir im Anschluss 2,5 Stunden Fahrzeit vor uns hatten, mit keiner relevanten Ortschaft, gingen wir in dem Burger Laden gegenüber Mittag essen. Dort gab es dann wieder so einen lustigen Automaten, wo man sich durch 10000 verschiedene Geschmacksrichtungen Cola, Fanta und Co. Durchprobieren konnte. Der Burger war auch echt lecker. Mjom. Gesättigt gingen wir also unsere große Etappe des Tages an. Es sollte, joa, hab ich auf der Landkarte so gar nicht gesehen, Berge sind dort nämlich nicht eingezeichnet, in 9.000 feet Höhe gehen. Also so 3000 m Höhe. Und ja, da lag Schnee. Und ja, es schneite auch. Oha! Ein paar Wochen früher, hätte man da vielleicht noch nicht einfach so durchfahren können. Denn Winterdienst wird dort auch nur eingeschränkt gemacht.



Mann, Mann. Eigentlich wollten wir noch zum Fantasy Canyon. Aber da war uns der Umweg einfach zu lange. Stattdessen fuhren wir in den Dinosaurier National Monument, wo vor Millionen von Jahren Dinoknochen angespült wurden, die dann versteinerten und auf die man, so vor 100 Jahren, stieß. Heute ist eine ganze Wand, ca. 50 m lang, mit diesen Knochen freigelegt. Und man kann sogar welche anfassen. Aufregend!!



Zum Abschluss schauten wir uns noch das Häuschen von einer Siedlerin an, die nach ihrer Scheidung, um die 1910 rum, mit ihren Kindern dorthin zog. Dort hielt sie sich ein paar Tiere, baute Gemüse an, pflanzte Obstbäume und wohnte dort über 50 Jahre, bis sie mit Mitte 90 starb. Würde gut zu meiner Mama passen. Sie wohnt jetzt auch schon mit einigen Tierchen, etwas außerhalb. 😉

Im Motel angekommen, hatten wir mal wieder Hunger. Da im Hotel ein Restaurant waren, konnten wir das natürlich nicht auslassen. Joa, nur leider ist das Restaurant auch bei den Einheimischen beliebt, sodass wir über 30 Minuten anstehen mussten. :/ Naja. Haben wir auch geschafft. Gab ja free WiFi. 😉 Zu Essen bestellten wir, wie mittags und am Tag zuvor auch schon, mal wieder alle dasselbe. 😀 Nudeln mit Chicken Alfredo. Die kleine Portion natürlich. Wir haben ja dazu gelernt. Nur leider war diese Portion dann wirklich klein… Aber gut, gab dann eben noch en Cookie im Zimmer als Nachtisch. 😀



Gefahrene Kilometer: 380

Motel: Quality Inn, Vernal

Kosten: 77 $ (Motel), 27 $ (Abendessen), 26,67 $ (sonstiges)

*partybombe

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #26 am: 05.04.2018, 09:06 Uhr »
..und weiter geht’s - bin noch dabei

*monana88

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Tag 11: Vernal bis Salt Lake City – 19.04.16
« Antwort #27 am: 08.04.2018, 07:55 Uhr »
Tag 11: Vernal bis Salt Lake City – 19.04.16

An diesem Tag sollte nicht allzu viel anstehen. Wir wollten uns nur ein paar Roadside-Attractions anschauen: Einen Tempel, wie man ihn eher in Indien erwarten würde (dabei bin ich Treppen runtergelaufen und hatte plötzlich wieder dieselben Knieschmerzen, wie schon einige Wochen vor dem Urlaub… Diese sollten mich auch noch 3 Tage begleiten….),





dann eine Replikation vom Mount Rushmore (den gabs in einem Park für Kinder zu sehen, mit Eintritt und so. Wir haben versucht, ein Foto von der Straße aus zu schießen :D).

Nach dieser Aktion machten wir erstmal Pause in einem neu gebauten Starbucks. Lange kann es den noch nicht geben. Denn das ist quasi eine Doppelhaushälfte, und die eine Hälfte war noch von keiner anderen Firma belegt. Jedenfalls wollten wir dort erstmal auf die Toilette. In meiner war irgendwie schon Papier drin und munter herum. Also drückte ich die Klospülung, es war fast weg. Und noch mal! Und das Klo war kurz vorm Überlaufen. Hillfeeee. Also ging ich zu den netten Starbucks-Frauen hin, erklärte das Problem. Die rollten schon mit den Augen. War nicht das 1. Mal, dass das passiert ist. Oh, Mann. Und das bei einem brandneu gebauten Laden… Die Mädels riefen dann auf jeden Fall den Manager, der nach dem Problem schauen wollte. Naja, was tat der gute Mann? Drücke auf die Klospülung. Und da hatten wir den Salat. Das Wasser lief über. Alle Mann bekamen Panik, rannten aus dem Klo raus und verschlossen die Tür. Dann kam auch schon eine eifrige Mitarbeiterin und hängte ein „Out of Order“-Schildchen an die Tür. Naja, dann benutz ich halt das Männerklo. Ist mir dann auch egal…

Im Anschluss schauten wir uns ein Totempfahl an. Also naja, anschauen? Wir fuhren halt vorbei und knipsten ein Foto, da man nicht anhalten konnte. Schon war auch Mittagessenszeit. Dieses Mal ging es zu Chick a Filla. Lecker, lecker. Ach, was war mirs dann so schlecht, bis Abends… Habs nicht wirklich vertragen. Die anderen beiden auch eher nicht…

Nach den ganzen Besichtigungspunkten, fuhren wir dann also nach Salt Lake City rein. In die riesen Shopping-Mall! Yeahi!!!



Die beiden rannten zunächst Mal zum google-Store, wo sie die neue 3D-Real-Life, was auch immer, -Brille aufsetzen und in die virtuelle Welt abtauchten. Ein paar Videos dazu gibt es auch. Es sah einfach zu lustig aus. Ich unterhielt mich mit dem Verkäufer und fragte, wie viel das Ding kosten würde. So 11.000 Dollar. Na, dann gibt’s also kein neues Spielzeug für Freund und Papa…. O.O

Wir shoppten dann noch eine Weile und guckten uns im Anschluss den Mormonenstadtteil an. Beeindruckend. Und komisch. Mit wie viel Leuten die Leute damals alle verheiratet waren, nur, weil da so ein „Prophet“ sagte, ja, Gott möchte, dass wir die Vielehe praktizieren. Sonst wird er böse. Und alle halten sich dran.











Auf dem Rückweg zum Parkhaus liefen wir noch an einem Info-Stand vorbei, weil wir wissen wollten, wo es Postkarten zu kaufen gab. Da wurden wir dann mit Rabattcoupons überhäuft, die wir alle hätten anwenden können. :/ Wären wir doch mal am Anfang dort vorbei. Mensch!

Abends schliefen wir in Woods Cross, einem Vorort von Salt Lake City. Auf dem Weg dorthin wollten wir uns das Capitol-Gebäude noch anschauen. Da kam uns dann die Feuerwehr entgegen. Ups. Wir fuhren dann den Hügel noch weiter hoch und sahen, dass es von dort, wo wir noch kurz vorher waren, eine riesen Qualmwolke aufstieg. Ups!



Gefahrene Kilometer: 355

Motel: Comfort Inn & Suites North Woods Cross

Kosten: 79 $ (Motel), 10,50 $ (Mittagessen), 42,66 $ (sonstiges)


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Tag 12: Salt Lake City bis Lava Hot Springs – 20.04.16
« Antwort #28 am: 08.04.2018, 07:57 Uhr »
Der Yellowstone rückt immer näher!!!

jetzt geht es aber erstmal naaaach: Lava Hot Spings

Tag 12: Salt Lake City bis Lava Hot Springs – 20.04.16

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Eisenbahn. Erst gings ins Railroad Museum nach Odgen in die Union Station. Dort gab es mehrere alte Loks zu sehen, samt Post- und Krankenhauswaggon. Dazu ein wenig Geschichte. Nett gemacht.



Danach wollten wir was vom Salt Lake sehen, aber… dazu musste man extra in einen State Park, mit 10 Dollar Eintritt, also ließen wir es.

Auf dem Weg zur Golden Spike National Historic Site haben wir dann die Ausläufer gesehen. Das hat gereicht. So spannend scheint es nicht zu sein. Am Golden Spike gab es ein Visitor Center, wo die Geschichte des Eisenbahnbaus in den USA gezeigt wurde. Die erste Ost-/Westverbindung, die es dann endlich per Zug gab. Ein riesengroßes Spektakel. Und an der Stelle kamen die Union und Pacificschienen dann zusammen. D.h. die Schienen, die vom Osten gebaut wurden, trafen auf die, die vom Westen her gelegt wurden. Ich fands sehr interessant. Vor allem hielt diese Strecke nur ein paar Jahre, dann wurde sie so umgelegt, dass sie direkt durch den Salzsee ging, weil das kostengünstiger war.







Wir gingen noch ein wenig Einkaufen:





Abends kamen wir dann in Lava Hot Springs an. Dort gibt es heiße Quellen und ein Outdoor-Schwimmbad, wo diese reinfließen. Heiß, sag ich euch. Wir haben in dem einen Becken so dringelegen, dass eigentlich nur unser Popo drin war. Alles andere wäre zu heiß gewesen. Also wollten wir ein Becken-Hopping machen und stellten beim 3. Fest, dass dieser eine super Wohlfühltemperatur hatte. Also holte ich meine Zeitschrift und konnte total entspannt dort lesen. Toll!



Ausblick aus dem Zimmer:



Im Anschluss aßen wir dann noch Pizza. Hm. War ja super bewertet bei tripadvisor. Es gab wohl eine große Bierauswahl. Doch irgendwie zeigte die Kellnerin nur vage Richtung Bar, als wir nach den Sorten fragten. Als ich fragte, ob wir denn mal gucken könnten, zeigte sie wieder nur komisch dahin. Naja, also bestellten wieder irgendwas. Papa bestellte wie immer „The same as her“, also dasselbe wie die neben mir, und B. ein anderes Bier. Das von Papa und mir schmeckte SOOO eklig. Der Wahnsinn. Also.. Echt… Bäh! Ich hatte also große Hoffnungen auf die Pizza gesetzt, dass man mit dem leckeren Geschmack der Pizza eventuell auch das Bier besser runterbekommt. Nix da. Trotzdem eklig. Also bestellte ich mir erstmal einen Long Island Ice Tea, mein Lieblingscocktail. Papa bestellte ein „Königsbräu“. Oder wollte das zumindest bestellen. Immerhin hing auch ein großes Schild mit dem Namen über der Bar. Aber die Kellerin kapierte es wohl nicht. Er bekam, warum auch immer, dasselbe Bier wie vorher, nur mit ner halben Orange drauf. 😀 😀 😀

Und zur Pizza: Wir bestellten eine 3-Käse Pizza und wollten dazu noch Peperoni-Wurst haben.

Naja, wir bekamen eine ½-Käse-Pizza mit Peperoni-Wurst drauf. Hm. Wo war all der Käse geblieben? Also… Naja, ich muss da jetzt nicht noch mal Essen.

Unsere Nachbarn waren übrigens sehr begeistert. Sie bestellten einen Royal-Magarita. Sie bekamen ein 1-Liter-Glas. Super! 😀 Der Abend kann ja noch heiter werden!



Gefahrene Kilometer: 320

Motel: Home Hotel Lava Hot Springs

Kosten: 99 $ (Motel), 21,33 $ (Abendessen), 80,67 $ (sonstiges)

*monana88

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Tag 13: Lava Hot Springs bis West Yellowstone – 21.04.16
« Antwort #29 am: 11.04.2018, 06:19 Uhr »
Tag 13: Lava Hot Springs bis West Yellowstone – 21.04.16

Heute standen nur wenige Punkte auf dem Programm, da wir hauptsächlich einiges an Strecke zurücklegen mussten. Zum einen das „Craters of the moon national monument“. In diesem Park ging es darum, wie eine Landschaft nach mehreren Vulkanausbrücken ausschaut. Etwas Ähnliches hatten wir schon mal gesehen, 2013, im Sunset Crater Park. Doch dieses Mal haben wir uns mehr Zeit genommen und sind auch mehr Trails gelaufen als damals.







Als wir bei dem National Monument ankamen, bekam ich übrigens schon leichte Panikattacken, weil die Tankfüllung langsam zur Neige ging und wir die letzten 150 km irgendwo im nirgendwo rumfuhren und es keine Tankstelle gab. Der Rückweg sollte dann etwas anders langgehen, wobei wir die Hoffnung hatten, dass wir endlich an einer Tankstelle vorbeikommen. Und siehe da. Schon kurz später kam eine. Doch war niemand anzutreffen. Man konnte nur per Kreditkarte, direkt an der Zapfsäule zahlen. B. und Papa erzählten, dass sie das schon mal am Anfang versucht haben und die unsere Kreditkarten nicht akzeptiert hat. HIIILFEEEE!!!!

Doch, ich steckte meine Kreditkarte, mit schweißnassen, zitternden Händen, rein UUUUUND alles klappte reibungslos. AH PUH!

Es ist halt hier in den USA doch etwas anderes als in Deutschland, wo man an jeder Ecke, spätestens jedoch nach 20-30 km eine Tankstelle antrifft. Hier fährt man und fährt und fährt und fährt und es ist einfach gar nichts auf der linken oder rechten Seite, außer Felder, Hügel und Kühe. Und das manchmal weit über 100 km.

Meine Panikattacke war nun also vorbei, sodass wir uns unserem nächsten Ziel widmen konnten:

Ein Nuklear-Testgelände, wo man versuchte, Flugzeuge mit einem atomaren Antrieb zu versehen. Das Museum dazu war jedoch verschlossen. Man sah nur die beiden Reaktoren von damals.





Hier noch eine Roadside-Attractoin:



Die Straße zum Yellowstone:



Viel mehr gibt’s eigentlich nicht zu erzählen. Abends waren wir, was auch sonst, schön außerhalb Essen. In einer Sportsbar, „Buffalo Bar“, hieß sie. Zu finden in West Yellowstone. War ganz gut, was wir dort zu uns nahmen. Etwas nervig war jedoch der Kellner, den wir 3 Mal fragen mussten, ob er uns denn nu das Internet-Passwort geben könnt. Als er mal in unsere Richtung schaute, habe ich durch wedeln und Mundbewegungen (Passwoooord) auf mich aufmerksam gemacht. Gebracht hats leider nichts. Danach war er wohl so verschreckt, dass er erstmal 15 Minuten von der Bildfläche verschwunden war. :/

Hier gibt’s die Fotos (und auch ein Video) zu diesem Tag: LINK



Gefahrene Kilometer: 550

Motel: Moose Creek Inn, West Yellowstone

Kosten: 98 $ (Motel), 25 $ (Abendessen), 18,33 $ (sonstiges)

*partybombe

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #30 am: 11.04.2018, 11:13 Uhr »
 :dankeschoen:

*monana88

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Tage 14 und 15: Nationalpark Yellowstone – 22. bis 23. 04.16
« Antwort #31 am: 11.04.2018, 17:08 Uhr »
Tage 14 und 15: Nationalpark Yellowstone – 22. bis 23. 04.16

Die beiden Tage im wunderbaren Yellowstone Nationalpark sind eigentlich schnell erzählt. Was wir in Massen gesehen haben waren: Bisons, Wasserfälle, Geysire, bunte Teiche, andere Tiere (wir waren uns nicht sicher, was das war…), Wälder, Schnee, Dunst und Nebel.

Es war wirklich toll. Obwohl im Yellowstone noch nicht viele Straßen um diese Zeit geöffnet sind, haben wir 2 tolle, ausgefüllte Tage dort verbringen können. Gerade diese bunten Teiche sind phänomenal. Unten gibt es wieder einen Link zu den Bildern, und auch wieder Videos. Dort kommt es noch mal besser rüber. Einfach unglaublich, was die Natur alles erschaffen kann. Und vor allem, in diesem Fall, was für eine Kraft sie hat. Denn die Teiche und Geysire zeugen davon, wie viel Energie im Erdboden, in diesem Vulkan, ist. Das Wasser hat oft um die 100°C, überall brodelt es bzw. brechen die Geysire sogar regelmäßig aus und speien dabei unglaubliche Mengen an Wasser in unglaubliche Höhe. Der Wahnsinn!























































Ich bin froh, dass wir den fast 2000 km Umweg gefahren sind. Und dass das Wetter einigermaßen mitgespielt hat, denn oftmals sind die Straßen um diese Jahreszeit eben doch noch vereist und verschneit, sodass kein Durchkommen ist. Am zweiten Tag hat es dann leider geregnet und es war wirklich unheimlich kalt, sodass wir froh waren, die tollen Wanderungen schon am Tag zuvor, bei „Bombenwetter“ (Zitat Papa), gemacht zu haben.

An diesem Abend stand dann endlich Waschen aufm Programm. Hatte langsam keine Unterhosen mehr und auch ein paar Klamöttchen zwischendurch geshoppt, die ich natürlich auch direkt anziehen wollte. Wir das halt so is… 😉

Das Motel hatte, wie das in der Nacht zuvor, keine Waschmaschine + Trockner, sodass wir es in der örtlichen Laundry versucht haben. Dort war jedoch niemand anzutreffen, außerdem stand in Krakelschrift draußen angeschrieben, dass nur noch eine Stunde geöffnet sei. Was denn mit der Wäsche passiert, die noch in der Waschmaschine oder im Trockner ist, stand nirgends. Also versuchten wir es in der Laundry Nr. 2. Dort war zwar auch niemand, jedoch waren die Öffungszeiten noch etwas großzügiger. Während Papa sich um die Wäsche kümmerte, fuhren B. und ich tanken, einkaufen und noch eine Jacke für Papa im Motel holen. Im Anschluss warteten wir dann noch eine Weile, während die Wäsche im Trockner war. Da kam dann auf einmal der Besitzer. Er war etwas verwundert, dass wir Wäsche gewaschen haben, denn eigentlich sei erst am Tag danach Eröffnung. Äh, ok, die Tür war offen und es stand nix dran geschrieben?! Aber er sah das ganz locker. So hatten wir dann endlich alle wieder frische Wäsche und konnten in Ruhe Essen gehen. Schön!

Schrecklich war an dem Aufenthalt im Motel eigentlich nur das Internet. Das ging mal garnicht!! Sooo laaaaangsaaaam!!!

Am letzten Tag wollten wir endlich die Tickets für unser Baseballspiel in Denver buchen. Außerdem schauen, was wir die nächsten Tage machen. Da der West- und Südeingang vom Yellowstone noch geschlossen waren, mussten wir wieder am Osteingang raus und einen ewigen Umweg fahren. Die Frage war nur, wie weit kommen wir uns was können wir uns anschauen? Denn wir mussten mehr als 1200 km in 3 Tagen überbrücken. Bis wir das alles gemacht hatten, waren 3 Stunden um, weil wir ewig warten mussten, bis mal eine Seite lud. Dann wollten wir unsere Tickets ausdrucken, doch die pdf-Datei war nach fast 45 Minuten erst zu 20% geladen. Jaaaaa. An der Rezeption wollte man es aber auch nicht ausdrucken. Dabei hätten wir das einfach per E-Mail schicken können. Aber das kennen wir ja schon… :/ Achja. Neben den normalen Tickets für 130 Dollar, kauften wir bei derselben Seite auch Parktickets fürs Stadion. Noch mal für 35 Dollar.

Doch die Mail mit den Parktickets kam dort nicht an. Ich kann jetzt schon vorwegnehmen, dass wir 5 Tage, bis zum Spiel hatten, ich jeden Tag meine E-Mails, incl. Spamordner gecheckt hab, und einfach nichts ankam. Denn, so stellte sich raus, dort, wo wir die Tickets kaufen, wird nur an eine andere Firma weitervermittelt. An die soll man sich auch wenden, wenn was schief läuft. Bis dahin stand als Status nur „Zahlung muss noch geprüft werden“. Am Tag vorm Spiel dann „ok“. Nur kam keine Mail. Also schrieb ich dorthin. Es kam immer noch nix. Dann war also der Tag des Spiels da. Wir waren schon ganz aufgeregt, fuhren dorthin, wollten dann am Stadion die Parktickets eben noch mal kaufen. Achja, bei beiden Tickets kam noch mal eine Service-Gebühr dazu, was alles fast doppelt so teuer machte. Wenn wirs einfach da gekauft hätten. Aber durch das langsame Internet waren wir schon so genervt und kamen einfach nicht dazu, diesbezüglich auch noch zu recherchieren.
JEDENFALLS kamen wir am Parkplatz an. Naja, der war erst mit einem mega Umweg zu erreichen. Wir fuhren am Stadion vorbei (welches übrigens mitten in der Stadt liegt), dort stand nix mit parking, also fuhren wir einmal quer überall rum, bis wir endlich ein Schild sahen. Dann also auf den Parkplatz, wo wir uns fragten, wo man das Parkticket nun kaufen kann. Da lief dann eine offiziell aussehende Frau rum. Wir fragten nach. Sie sagte, dass das Spiel abgesagt wurde, weil Schnee gemeldet sei. Ja, es nieselte etwas, kalt wars auch, und zwischendurch war mal ein ganz leichter Schneeregen zu vermelden. Aber deswegen das Spiel absagen…………………………..

Wir liefen dann zum Ticketschalter. Dort hieß es erst, sei kein Problem. Wir könnten uns einfach ein anderes Spiel aussuchen, wo wir hingehen könnten.

Ja, morgen fliegen wir nach Germany… Oh…. Ja, dann schauen wir mal, ob ihr einen Check bekommen könnt. Naja, wir haben das Ticket nicht direkt hier gekauft, sondern übers Internet. Oh, ja. Dann können wir leider nix für euch tun….

Der Frau am Schalter tats auch echt leid. Aber geholfen hat uns das auch nix…

SOOOOOOOOOOOOOOOOOO ärgerlich. Wir hatten uns so aufs Spiel gefreut. Das sollte noch mal ein schönes Highlight werden!

Ich hab mich dann erstmal mit der Firma in Verbindung gesetzt, wo wir das Parkticket her hatten. Die haben dann auch geantwortet und gemeint, dass sie uns das Geld erstatten. Und dass die eigentlich gar nicht mehr mit der Firma zusammenarbeiten, bei denen wir das Ticket gekauft hatten, die aber einfach munter weiter verkaufen. Oh, Mann.

Die Firma, die also die Parktickets einfach rausgibt, und bei denen wir auch die Spieltickets gekauft haben, habe ich auch angeschrieben. Dort kommt man uns aber leider gar nicht entgegen. Die 130 Dollar sind also futsch. Schon krass. Jaaa…. GRRRRR

Äh, ja. Zu unseren Tagen beim Yellowstone war es das also.

Hier gibt’s die Fotos und Videos zu diesem Tag: LINK

Gefahrene Kilometer: 290

Motel: Moose Creek Inn, West Yellowstone

Kosten: 180 € (Motel), 47 $ (Abendessen), 25 $ (sonstiges)

*partybombe

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #32 am: 12.04.2018, 10:49 Uhr »
Tolle Bilder vom Yellowstone

*monana88

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #33 am: 13.04.2018, 06:02 Uhr »
Tolle Bilder vom Yellowstone

Danke! :)
Mir hat es auch echt unglaublich gut dort gefallen. Auch, wenn wir nur einen kleinen Teil des Parks sehen konnten, weil die anderen Straßen noch gesperrt waren, hat sich der Umweg echt gelohnt!

*monana88

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Tag 16: West Yellowstone bis Evanston – 24.04.16
« Antwort #34 am: 13.04.2018, 06:03 Uhr »
Tag 16: West Yellowstone bis Evanston – 24.04.16

Heute fuhren wir das Fossil Butte National Monument an. Auf dem Weg dorthin passierten wir lauter kleine Dörfchen, so mit 3-4 Häuschen. Als wir durch ein Dorf fuhren, wo es eine Tankstelle gab, sagte ich noch, naja, gleich müsst ich dann mal aufs Klo, ich wollte aber dann bis zum nächsten Dorf warten, da ja eigentlich öfter welche kamen.

Und wie das so ist. Kam natürlich nix mehr. Für über eine Stunde. Mittlerweile saßen wir zu Dritt im Auto und mussten alle SOOOO aufs Klo! Ich dacht, ich sterbe! Und wenn du keinen Busch, kein Bäumchen, keinen Strauch rechts und links hast, nicht mal was, wo man mal anhalten kann, dann ist das einfach nur sooooo kacke!!!

Dann kündigte sich eeendlich das National Monument an. Wir waren so froh. Und dann kams doch nicht. Navi hatte mal wieder ein falsches Ziel zur Adresse angezeigt. Dann kam irgendwann der Beginn eines Wanderwegs, und eeendlich ein Restroom. So schnell bin ich schon lang nicht mehr gerannt. Und die anderen beiden auch nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Zum National Monument: Es waren einige Fossilien ausgestellt und eigentlich konnte man noch ein wenig in dem Park reinfahren. Doch, mal wieder, road closed. Schad. Naja, dann eben direkt zum Motel.

Wir sind dann zum Mexikaner. In der Hoffnung, dass das Essen wieder so lecker war, wie bei dem anderen, ein paar Tage zuvor. Doch… Naja… Eher nicht… Abends gings uns dann auch nicht so gut.

Beim Mexikaner sind sicherlich 8 Kellner gewesen, ein Familienbetrieb. Der Jüngste im Bunde war für uns zuständig. Doch er nuschelte sich einen ab, guckte ständig aufn Boden… Wir haben ihn auf jeden Fall kaum verstanden.

Auf dem Weg zurück kamen wir dann an der historischen Altstadt vorbei. Die Häuser waren bestimmt auch schon 50 Jahre alt! Ist ja schon… beständig… 😛

So, das wars schon. Viel mehr ist an dem Tag auch nicht passiert…



Gefahrene Kilometer: 550

Kosten: 100 $ (Motel), 14,33 $ (Abendessen), 6,67 $ (sonstiges)

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Tag 17: Evanston bis Rawlins – 25.04.16
« Antwort #35 am: 13.04.2018, 06:07 Uhr »
Das Highlight Yellowstone ist nun vorbei. Es geht mit großen Schritten Richtung Denver:

Tag 17: Evanston bis Rawlins – 25.04.16

520 Kilometer mussten heute zurückgelegt werden. Demnach blieb uns nicht soo viel Zeit, um noch großartig was anzuschauen. Und ehrlicherweise muss man sagen, dass es, wenn man nur 2 Tage hat, um vom Yellowstone nach Denver zu kommen, auch nicht soooo viel gibt, was man sich anschauen kann.

Unser Weg führte an der Flaming Gorge National Recreation Area vorbei. Viel zu „machen“ gibt es dort nicht. Aber die Strecke sieht toll aus. So konnten wir noch mal schöne Schluchten, Wasser und allerlei Farben an den Felsen sehen. Wir fuhren auch eine kurze Strecke, vielleicht 30 Minuten, auf einer Nebenstraße entlang. Überall gabs Tiere zu sehen. Schön.
















Doch dann ging es leider nicht weiter, die Straße war noch wegen Schnee (?) geschlossen, sodass wir wieder umkehren mussten. Wir fuhren also die Hauptstraße weiter und kamen später am Ende der Nebenstraße vorbei. Und tatsächlich, man fuhr noch mal ein kurzes Stück den Berg hoch und schon fings an zu schneien. Wir dachten, wir könnten den Weg noch mal von der anderen Seite aus sehen, weil er ja echt hübsch war. Aber von oben war die Straße dann auch geschlossen. Dann gings wieder zurück zur Hauptstraße und schwupps, schneite es nicht mehr. Kurz später Gewitterte es dann. Achja, und am nächsten Morgen war ja dann alles weiß. Unglaublich, das Wetter…













Dann gings noch hoch zu einem Aussichtpunkt, wo man den Stausee noch mal von oben anschauen konnte,





und schließlich zum Staudamm (Flaming Gorge Dam), wo wir uns einen suuuper Film über den Bau anschauten. Er wurde halt wohl



so vor 20 Jahren gedreht, entsprechend suuuper war die Qualität. Man konnte teilweise nicht mal richtig erkennen, was die da zeigen wollten, so unscharf war das… Oh, jee. Da sollte dann vielleicht doch mal Geld investiert werden, um den Film neu zu drehen.

Später waren wir noch Einkaufen. Am Auto wollte Papa die Einkäufe schön ins Auto räumen, da fragten ihn die Nachbarn, ob er ihnen mal helfen könnt. Ei klar!

Und zwar hatten die beiden einen rießigen Fernseher gekauft. 60 Zoll rum. Und den wollten sie auf die Ladefläche von ihrem Pick-Up hieven. Uiui, das war ne Aktion. Dann, weil der TV so groß war, dass man die Ladeklappe nicht zu machen konnten, haben sie den Fernseher mit einem dünnen Seil festgespannt und fuhren munter los. Ob der heil bei denen zu Hause ankam?!

Wichtig für unser Roundtrip-Glück ist auch, dass jeden Tag, und das auch immer fast zu selben Zeit, Adele mit „Hello“ kommt. Das fing am 1. Tag und ging bis fast zum Schluss.  Ohne, hat was gefehlt.

Achja, abends fuhren wir dann noch an der Post vorbei, weil B. seine Postkarten endlich mal verschicken wollte.

Und, selbst dort gibt es ein Drive In. Der Briefkasten ist extra so angebracht, dass man einfach das Fenster vom Auto runtermachen kann und die Briefe etc. einwerfen kann. SOOOO faul!



Gefahrene Kilometer: 520

Motel: Pronghorn Inn and Suites, Rawlins

Kosten: 81 $ (Motel), 13,33 $ (Abendessen), 8,33 $ (sonstiges)

*monana88

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Tage 18: Rawlins bis Denver – 26.04.16
« Antwort #36 am: 16.04.2018, 21:30 Uhr »
So, wir kommen nun zur letzten Etappe:

Tage 18: Rawlins bis Denver – 26.04.16

Wie schon ein paar Mal erwähnt, wachten wir in einem ziemlich verschneiten Rawlins auf. Während wir uns noch beratschlagten, was wir nun tun werden, fuhr zwei Mal das Winterdienstfahrzeug an unserem Motel vorbei. Ebenso konnten wir, da das Motel direkt an der Interstate (der Autobahn) lag, auch sehen, dass einige Trucks unterwegs waren. Aufhören zu schneien sollte es jedoch nicht, laut Wetterbericht. Naja, erstmal frühstücken. Dieses war ganz ok. Das interessanteste war, dass es nur 2 4er Tische in dem Frühstücksraum gab und eine ältere Frau mit ihrem Mann den einzig freien ansteuerte. Als sie uns sahen, setzten sie sich an den höheren Tisch, mit Hockern. Nett. Was jedenfalls interessant war: Beide waren vor uns fertig mit dem Frühstück und verließen den Raum. So 10 Minuten später kam die alte Dame wieder reingestürmt, da sie ihre Handtasche verloren hatte!!! Naja, es stellte sich raus, dass sie sie einfach an dem Tisch hat liegen lassen. 😉

Neben dem Schneechaos, wir erfuhren dann noch, dass ein Teil der Autobahn, die wir fahren wollten, gesperrt war, dass die Mitte der USA von Tornados heimgesucht werden sollte. Mann, Mann, was hier wieder für Extremwetter ist…

Wir fuhren dann also los. Bevor es Richtung Autobahn du Richtung Denver ging, fuhren wir jedoch erstmal zum Wyoming Frontier Prison Museum. Dieses wurde von ca. 1910 bis 1980 als Gefängnis genutzt, in welchem auch 5 Hinrichtungen stattfanden. Es gab eine Führung durch das alte Gefängnis, in dem fast noch alles so aussah, wie man es damals verlassen hat. Naja, zwischendurch wurde mal ein Horrorfilm („Prison“ heißt er. Wir haben abends dann mal kurz bei youtube reingeschaut) gedreht. Die „Blutspritzer“, die wir an der Wand sahen, waren demnach nicht von den Insassen, sondern eben Filmblut, welches man aber nicht weggemacht hat, obwohl der Film 1988 (ja, mein Geburtsjahr, also schon 27 Jahre her!!) gedreht wurde!

Naja, auch so war es echt interessant. Die Zellen in dem Trakt, der als 1. Gebaut wurde, waren sogar kleiner als in Alcatraz und da bekam man schon etwas Platzangst.

„Interessant“ war, dass man sich dort verschiedene Arten zum Töten ausgedacht hat. Zum einen gab es einen Galgen, der mit einem Wassermechanismus verbunden war. Stellte sich der Gefangene auf seine Position, lief Wasser aus einem Eimer, über einen Schlauch raus und irgendwann ging eine Falltür auf, der Gefangene fiel, und brach sich, hoffentlich, das Genick. Dadurch wollte man sich von der Schuld freimachen. Denn es hat ja niemand einen Hebel oder sowas gedrückt.

Ebenso erfunden hatte man dort eine Gaskammer. Diese war mit Fenstern versehen, sodass dem Tötungsakt sogar Leute zuschauen konnten. Oh, Mann. Das ist alles so krank.

Dann, mittlerweile schon Mittag, ging es auf den Weg Richtung Denver. Es war schon sehr anstrengend zu fahren. Nebel. Glatt. Schnee. Wind. Kam alles zusammen.

Unser Autochen:

image14

Ausblick aus dem Zimmer:







Von der gesperrten Autobahn hörten wir dann auch zwischendrin an einer Raststätte was, als wir dann dort ankamen, wo es gesperrt sein sollte, war jedoch nichts von einer Umleitung zu lesen. Wie gut, dass ich mich schon vorher erkundigt hatte, wo man langfahren kann. Doch warum bei der Abfahrt vorher nichts stand, finden wir bis heute seltsam… Und auch ärgerlich.

Nach 15 Minuten auf dem Umweg war das Wetter dann plötzlich super. Nix mehr mit Schnee. Klare Sicht. Nur später zog noch ein Gewitter auf. Aber davon hab ich ja schon erzählt. 😉

In Denver machten wir dann auch nicht mehr viel. Wir gingen nur noch ins Hotel nebenan, weil es dort gute Pizza und Bier geben sollte. Gabs auch. Lecki, lecki. Dabei konnte man Baseball schauen und wir unsere Regelkenntnisse noch vertiefen. (Was wir ja auch voll gebraucht hatten….).







Gefahrene Kilometer: 400

Motel: La Quinta Inn, Denver

Kosten: 91 € (Motel), 32,33 $ (Mittag- und Abendessen), 14,67 $ (sonstiges)

*monana88

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Tage 19-20: Denver – 27.-28.04.16
« Antwort #37 am: 16.04.2018, 21:33 Uhr »
Tage 19-20: Denver – 27.-28.04.16

An diesem Tag wollten wir uns einfach nur gemütlich die Stadt anschauen. Da wir unser Motel etwas außerhalb hatten, fuhren wir mit dem Auto in die Stadt. Wir parkten beim Pepsi-Center. Das kostete nicht die Welt und man war ziemlich schnell in der Innenstadt.

Ausgangspunkt unserer Besichtigung war die Union-Station. Die ist ganz toll ausgebaut worden. In der Wartehalle waren überall gemütliche Sessel, Sofas und Bänke zu finden. Am Rand gab es tolle Läden, wo man Kaffee, Snacks, Essen und Krams kaufen konnte. Ich holte mir erstmal einen Karamell-Latte. Wir in den USA üblich, musste man seinen Namen sagen und wurde dann aufgerufen. Aus „Mona“ wurde dort dann „Moda“. 😃







Wir schlenderten dann noch eine Weile durch die Station. Ich besuchte auch, natürlich, mal die Toiletten. Und ich, als Kennerin, kann behaupten, dass ich selten so hübsche, öffentliche Toiletten gesehen habe. Blitzsauber, die Türen waren wie Salon-Türen gebaut, hübsche Mosaik-Fliesen auf dem Boden… Richtig hübsch!



Dann ging die Stadtbesichtigung also richtig los. Auch der Vorplatz war richtig schön gestaltet. Überall spritze das Wasser herum, die Kinder tollten, die Sonne schien. Es war herrlich. Wir liefen die 16th bis nach oben. Überall waren Läden, Restaurants etc. zu sehen. Auch in den Nebenstraßen war nichts heruntergekommen, sondern alles sehr sauber, mit Lichterketten überspannte Gässchen.



Am Ende der 16th, wir fuhren dann noch etwas mit der Straßenbahn, die die Straße hinunter und hinauf fährt, besichtigten wir das Colorado State Capitol. Man konnte sogar reingehen und sich das Gebäude von innen anschauen.



Anschließend besuchten wir das Haus, das einer Dame gehörte, die auf der Titanic mitfuhr und den Untergang überlebte. Sie war reich und half vielen Leuten, die ihre Familie auf dem Schiff verloren hatten. Museum Molly Brown.

Wir genehmigten uns dann noch einen Teller Nudeln und gingen zum Nachtisch zur Cheescake Factory. B. wollte dort unbedingt hin, da der Laden in der Serie „The Big Bang Theory“ vorkommt. Dort gab es leckeren Kuchen. Mit riiiiiesiger Auswahl. Wahnsinn! Lecker, aber ein teurer Spaß.



Dann haben wir im Hard Rock Café ein T-Shirt für B.‘s Schwester gekauft und einen riesen, blauen Bären angesehen, der vor einem Museum stand. Außerdem gab es einen riesen Bleistift, der als Rettungsweg fungierte.





Was wir am Abend gemacht haben, wissen wir irgendwie nicht mehr… Vielleicht gepackt? Bilder angeguckt? In Erinnerungen geschwelgt?

Am nächsten Tag wollten wir zunächst in das große Einkaufszentrum gehen. Doch nachdem wir am Tag zuvor bei der Stadtbesichtigung super viel Glück mit dem Wetter hatten (die Sonne schien von Anfang bis Ende), war uns dieser Morgen nicht so positiv besonnen. Es fing morgens schon an zu schneien. Das Einkaufszentrum war nicht überdacht, sodass wir draußen, in der Kälte, von Laden zu Laden laufen mussten. Hinzu kam, dass wir viel zu früh dran waren und die meisten Läden noch geschlossen hatten.
Nachdem wir in 2-3 Läden drin waren, gingen wir also zu dem einen, wo wir wussten, das er offen hatte. Ein riesen Outdoor-Laden!! Dort hielten wir uns ca. eine Stunde auf. Wir machten Schießübungen, probierten ein paar Sachen an und schauten uns die Gewehre, Angeln und ausgestopften Tiere an.



Anschließend kauften wir noch eine Kleinigkeit ein und wollten unsere letzte, warme Mahlzeit in den USA essen. Burger bei Five Guys! Immer wieder gut!
Im Anschluss ging es dann auf den Weg zum Baseballstadion. Das Spiel, wofür wir in Yellowstone stundenlang vor dem Rechner saßen, um die Karten zu organisieren. Stundenlang, weil der doofe PC so lahm war und nichts richtig laden wollte.
Wir hatten uns auch direkt Tickets für das Parken gekauft und wollten deshalb direkt den Parkplatz ansteuern. Ja, das war ein Tanz. Wir verfuhren uns, fuhren im Kreis, fuhren vorwärts, seitwärts und zurück. Bis wir ihn endlich gefunden hatten. Herjee! Das Ausschildern sollte noch mal geübt werden…
Als wir also endlich standen, machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Komischerweise war zum einen recht wenig los auf dem Parkplatz, zum anderen kamen uns als Leute entgegen. Wir erfuhren dann recht schnell, dass das Spiel aufgrund des schlechten Wetters ausfallen sollte. Och nööö, oder!!!!
Wir gingen dann noch zum Ticketschalter und erklärten unser Problem. Die Dame meinte dann, dass man einen Gutschein bekäme und man zum nächsten Spiel kommen könne. Naja, es ist aber unser letzter Tag in den USA, daraus wird dann nichts. Sie zeigte dann noch Mitleid, wirklich helfen konnte sie uns aber nicht. Wir sollten uns doch direkt an den Verkäufer der Tickets wenden.
Das haben wir dann auch per Mail getan. Man könne nichts erstatten. Dann wollten wir wegen der Parktickets fragen. Dort wurden wir ständig weitergeleitet, fragten schließlich sogar bei einer ganz anderen Firma an, weil das über die letztlich lief. Erst erstattete man uns den Preis. Dann meldete sich ein paar Wochen später wieder jemand und meinte, dass das ja nicht ginge und man zog uns den Preis wieder ab… Also… Knapp 150 € umsonst ausgegeben. Schade. Wir hatten uns richtig drauf gefreut und so eifrig die Regeln auswendig gelernt… Hach!

Ja, was nun mit dem angefangenen Tag noch anstellen?
Wir fuhren Papas geliebte VW-Autohäuser an. Da hatte er zwei rausgesucht. Danach fuhren wir bei einem Donut-Laden vorbei und holten je zwei Donuts. Diese aßen wir dann bei einer Tasse Kaffee gemütlich im Motel. Abends haben wir dann auch nicht mehr viel gemacht.

Gefahrene Kilometer: ?

Kosten: 182 € (Motel), 34 $ (Mittag- und Abendessen), 55 $ (sonstiges)

*monana88

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Antw:In 3 Wochen: Las Vegas bis nach Denver, über den Yellowstone NP
« Antwort #38 am: 16.04.2018, 21:39 Uhr »
Tja, und nun kam es, wie es kommen musste, da bisher ja eigentlich alles ohne Probleme lief. Die Überschrift des nächsten Beitrags heißt:


Der letzte Tag. Äh, oder vorletzte…


Warum??

Weil wir den Anschlussflug verpasst haben.

Wir hatten eh schon nur 40 Minuten Umsteigszeit in Atlanta. Knapp. Aber man versicherte uns im Reisebüro, dass der Flieger nach Europa bei Verspätung der anderen Fliegers warten würde.

Naja. Tat er nicht.

Wir kamen 40 Minuten zu spät in Denver los, weil es wie verrückt schneite und man erst die Triebwerke oder was auch immer enteisen musste. Warum man das nicht gemacht hat, während wir geboarded wurden oder schon vorher, weiß kein Mensch. Der Pilot machte noch 15 Minuten gut, gereicht hat es nicht. Er hat noch im Flugzeug durchgesagt, dass die Leute erst diejenigen rauslassen sollen, die es eilig haben und den Anschlussflug erreichen müssen. Aber natürlich hatte es jeder eilig. Eine nette junge Dame neben uns, hatte schon ma geschaut, auf welchem Terminal wir abfliegen. Terminal F. Wir waren am Terminal A.

……

Jaaaa. Wir rannten, fuhren mit dem Shuttle, und kamen 8 Minuten zu spät an.

Das Flugzeug war schon weg.  War ja klar. Aber.

Immerhin war da eine wirklich super nette Delta-Mitarbeiterin, die uns sofort unter ihre Fittiche nahm und schaute, was sie für uns tun kann.

Der nächste Flug nach Frankfurt sollte erst 24 h später gehen. Sie hat uns dann auf den Flug gebucht, und ebenso ein Hotel gebucht, wofür Delta die Kosten übernimmt.

Hat ja auch was. So ein kostenloser Urlaubstag mehr. 😉

Ich lag übrigens gerade in unserem rießen großen 3 Zimmer Motelzimmer und schrieb diesen Eintrag. 😉

Doof nur. Ich hatte Wechselklamotten und Medikamente im normalen Koffer. Den mussten wir dann also erst holen. Nach vielem rumfragen und vielem rumlaufen, Shuttlebus fahren, kamen wir dort an, wo unsere Koffer ankommen sollten. Ansonsten wären die nämlich einfach am Flughafen geblieben. Wir hätten nicht mal mehr durch den Check-In gemusst. Naja, man sagte uns, wir sollen ale 30 Minuten mal dort vorbeischauen, weil man uns nicht sagen konnte, wann genau die Koffer ankämen. Eija. Dann erstmal Essen. Es war immerhin schon 17 Uhr, das letzte Essen gabs morgens um 7.

1 Stunde mussten wir warten, dann waren die Koffer dann auch schon da. 1 Shuttlebus später waren wir am Hotel freudig darüber, dass das Zimmer richtig groß und sauber ist. Nicht so erfreut darüber, dass wir alle Dollars ausgegeben hatten und wir nun nix mehr haben, um Wasser etc. zu kaufen. Wir haben alles zusammengekratzt und konnten uns noch 2 Flaschen leisten.

😀

Toll war, dass ich meine Serie über Netflix noch weitereschauen konnte. Die läuft nämlich nur in den USA. Deutschland hat sie leider nicht im Programm. :D

Dieser Tag ging dann aber auch schnell zu Ende und der kommende verlief ohne Probleme, sodass wir sicher wieder in Deutschland landeten und von meiner Mama abgeholt wurden.

Dieser Urlaub war schon richtig interessant. Wir haben viel gesehen. Viel unterschiedliches. Viele Wetterlagen erlebt. Viele Steine, viele Farben, viele Tiere gesehen. Da kann man wirklich nicht meckern. Klar, wir sind mal wieder viel gefahren. Aber dennoch war es in Ordnung, da man sich gut abwechseln konnte. Wir haben aber auch einfach kein Problem damit, fast jeden Tag in einem anderen Motel und viel on-the-road zu sein. Umso mehr sieht man. Umso mehr Freiheiten hat man. Wir waren vor ein paar Monaten in Italien und waren dort zwar schon auch in mehreren B&Bs, denoch auch teilweise länger vor Ort. Das war uns einfach zu langweilig...

So, ich hoffe, Euch hat unser 2. USA-Urlaub gefallen wie uns. Bis wieder mal. :)


*Jack Black

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Antw: Tag 3: St. George bis Bryce Canyon Village – 11.04.16
« Antwort #39 am: 18.04.2018, 11:54 Uhr »
In solchen (zum Glück nicht allzu häufigen) Fällen kann man die Leute ganz schön verwirren, indem man eine völlig krumme Zahl nennt, etwa 37,86 Dollar - die daraus resultierend Diskussion mit dem Argument, daß man zum ersten Mal tankt und noch nicht weiß, wieviel exakt reingeht, hat schon ab und zu zur betragsunabhängigen Freigabe der Zapfsäule geführt

Ach je, diese Nerverei hatten wir jetzt zu Ostern auch wieder bei mancher Tanke. Was allerdings auch so gut wie immer funktioniert ist überzahlen: einfach 50$ oder 100$ bezahlen, voll tanken und anschließend das Wechselgeld holen. Allerdings tat es meine KK trotz ZIP Abfrage bisweilen auch so - das bleibt ein Mysterium, wann die ZIP akzeptiert wird und wann nicht.

*Raigro

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Antw: Tag 3: St. George bis Bryce Canyon Village – 11.04.16
« Antwort #40 am: 18.04.2018, 14:39 Uhr »
In solchen (zum Glück nicht allzu häufigen) Fällen kann man die Leute ganz schön verwirren, indem man eine völlig krumme Zahl nennt, etwa 37,86 Dollar - die daraus resultierend Diskussion mit dem Argument, daß man zum ersten Mal tankt und noch nicht weiß, wieviel exakt reingeht, hat schon ab und zu zur betragsunabhängigen Freigabe der Zapfsäule geführt

Ach je, diese Nerverei hatten wir jetzt zu Ostern auch wieder bei mancher Tanke. Was allerdings auch so gut wie immer funktioniert ist überzahlen: einfach 50$ oder 100$ bezahlen, voll tanken und anschließend das Wechselgeld holen. Allerdings tat es meine KK trotz ZIP Abfrage bisweilen auch so - das bleibt ein Mysterium, wann die ZIP akzeptiert wird und wann nicht.
Ich habe jetzt im April festgestellt, dass ich oft 1 $ Probebuchungen auf meiner Kreditkarte hatte. Die kamen von Tankstellen, wo nach der ZIP gefragt wurde. Aber oft ging es auch mit ZIP und ohne Probebuchung, und nur zweimal sollte ich zum Tankwart gehen - dann bin ich weitergefahren. :D
Gruß aus München

Rainer

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