aMAZ(E)ing Canyonlands 2018

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*Saguaro

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Antw:aMAZ(E)ing Canyonlands 2018
« Antwort #30 am: 12.09.2018, 14:01 Uhr »
Unser Camp

Vom Permit, der Vorbereitung, dem Campground und wichtigen Utensilien

Da der Maze District naturbelassen ist, gibt es dort keine Unterkünfte. Die sehr lange Anfahrt zwingt zum Übernachten und somit packten wir noch einmal unser Zelt, unsere Luftmatratzen usw. in die Koffer.

Vier Monate im Voraus kann man ein Permit beantragen und das kostete 30 $. Eigentlich wollte ich die Chimney Rock Campsite reservieren, doch die war sofort nach Freischaltung belegt. So wichen wir auf den Standing Rock aus, was sich im Nachhinein als der schönere Zeltplatz herausstellte. 

Sobald die Kreditkarte mit dem Gesamtbetrag belastet wurde, bekam ich per Mail die Bestätigung und die Backcountry Information. Darin steht etwas ganz Wichtiges, nämlich dass man jeglichen Abfall (auch den menschlichen  :socool: ) mit zurücknehmen muss.

Das eigentliche Permit bekommt man aber erst vor Ort in der Hans Flat Ranger Station. Dort werden im Schnelldurchlauf nochmals die Regeln (z. B. nicht abseits der Pfade fahren/gehen, nicht auf die biologischen Bodenkrusten treten, kein Lagerfeuer etc.) vorgetragen. Dazu noch die Sicherheitshinweise bzgl. Hitze, Orientierung, kein Handynetz und das alles muss man gegenzeichnen und akzeptieren. Da man in dem Gebiet total von der Außenwelt abgeschottet ist, hatten wir uns im Vorfeld ein Satellitentelefon gemietet.

Es gibt nicht sehr viele Zeltplätze im Land of Standing Rocks oder dem Doll House. Vor zwei Jahren hatten wir noch die ganze Auswahl, doch dieses Jahr waren schon bis Anfang April die meisten belegt.



Doch nun zu unserer, über uns mehr als 5 Sterne , Unterkunft. Die jeweiligen primitive Campgrounds sind mit einem Schild gekennzeichnet.



Ist das nicht ein herrliches Fleckchen!?



Man beachte bitte die Außenbeleuchtung .



Hier unser Schlafzimmer:



Nun die Küche



mit Kühlbox, Wasserkanister und zusammenklappbarem Waschbecken.



Das Esszimmer



und die schöne Aussicht vom Balkon.



Aber unser ganzer Stolz war nicht der schön gestaltete Steingarten,



sondern dieser stabile Lokus ,



der 10 m entfernt zwischen Wacholderbüschen platziert war.



Das Katzenstreu hat sich übrigens hervorragend bewährt .

Wir hatten diese Campsite vollkommen für uns alleine und nur zweimal fuhr 50 m weiter auf der Dirtroad jemand winkend vorbei.

Mit dem Wasserverbrauch muss man allerdings geizen. Die 25 Liter aus dem Kanister mussten für die Tee-/Kaffeezubereitung, Geschirr spülen, Zähneputzen und die Katzenwäsche reichen. Wir hatten aus Deutschland eine Packung feuchter Waschlappen mitgebracht. Aufs Haare waschen und Duschen verzichteten wir zwangsläufig.

So, nun habt ihr in etwa einen Einblick bekommen, was für ein Aufwand für die Maze betrieben werden muss.

Als nächstes werden wir die unberührte Wildnis erkunden.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)

*partybombe

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Antw:aMAZ(E)ing Canyonlands 2018
« Antwort #31 am: 12.09.2018, 15:04 Uhr »
Superfotos und detailreiche Einweisung in euer Openairhouse 👍

Der Preis für die Toi ist happig, hoffentlich hat der Karton gehalten

*Saguaro

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Antw:aMAZ(E)ing Canyonlands 2018
« Antwort #32 am: 12.09.2018, 16:16 Uhr »
Zuerst einmal ein ganz großes  :dankeschoen: an den bis jetzt treuesten Mitreisenden :applaus::

Superfotos und detailreiche Einweisung in euer Openairhouse 👍

Siehste, bei uns darf man sogar hinter die Kulissen schauen .

Der Preis für die Toi ist happig, hoffentlich hat der Karton gehalten

Hmmm  :kratz:, 12,95 € findest du teuer? Das war ein absolut stabiler Karton inkl. 3 extrem dicken Müllsäcken drin. Sämtliche Alternativen waren teurer oder unbequem  :socool: .

Der wird zusammengefaltet geliefert und passte somit auch noch in den Koffer  :lachen07: .
Liebe Grüße

Ilona

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*usa-rookie

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Antw:aMAZ(E)ing Canyonlands 2018
« Antwort #33 am: 12.09.2018, 17:19 Uhr »
Katzeklo.. katzeklo... ja das macht (nicht nur) die Katze froh...
Lach mich echt grad weg  :lachroll:
Und ein riesiger Dank fürs Teilen..  ich bin wirklich Camping - Fan, aber diese Maze- Nummer muss man wollen.. dafür sieht man dann eine Gegend, die halt nur ganz wenige sehen  :daumen:

LG romy

*Saguaro

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Antw:aMAZ(E)ing Canyonlands 2018
« Antwort #34 am: 13.09.2018, 08:16 Uhr »
Katzeklo.. katzeklo... ja das macht (nicht nur) die Katze froh...
Lach mich echt grad weg  :lachroll:
Und ein riesiger Dank fürs Teilen..  ich bin wirklich Camping - Fan, aber diese Maze- Nummer muss man wollen.. dafür sieht man dann eine Gegend, die halt nur ganz wenige sehen  :daumen:

Ja, das war Glamping vom Feinsten  :grins: .

Was für Katzen gut ist ...  :zwinker:. Die Idee mit dem Katzenstreu war echt gut, denn es bindet zudem den Geruch.

Es ist wirklich gut, dass man für diese Gegend ein entsprechendes Fahrzeug braucht und einen mords Aufwand betreiben muss. Sonst wären dort auch die Asiaten unterwegs  :roll: .
Liebe Grüße

Ilona

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*partybombe

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Antw:aMAZ(E)ing Canyonlands 2018
« Antwort #35 am: 13.09.2018, 11:16 Uhr »
Man muss wohl nicht schmale 4WD fahren, um nach Maze hinein zu kommen oder?

*Saguaro

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« Antwort #36 am: 13.09.2018, 15:06 Uhr »
Man muss wohl nicht schmale 4WD fahren, um nach Maze hinein zu kommen oder?

Doch, mit Überholen ist da auf dem Großteil der Strecke nichts. Am Teaport Rock hing der rechte Reifen zur Hälfte über dem Abgrund. Manchmal war rechts und links der Reifen nur max. 2 cm Platz. Heiko hatte ganz schön zu tun. Meistens lief ich in der Mitte zwecks optimaler Spur voraus, da kleine spitze Felsbrocken für den Fahrer nicht sichtbar sind.

Wir waren froh und hatten das Glück, dass in der Zeit, außer 3 Biker, kein Gegenverkehr kam. Und wenn man vorher den Flint Trail runter fährt, kann man unterwegs nur an den zwei Kurven aussteigen. Sonst geht die Türe wegen der Felswand nicht auf und auf der anderen Seite ist der Abgrund.

Also schmal = Fahrzeugbreite.
Liebe Grüße

Ilona

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*Saguaro

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« Antwort #37 am: 13.09.2018, 15:09 Uhr »
15.04.18 – The Maze

Ein Labyrinth von Canyons

Bis in die frühen Morgenstunden hielt der Schlafsack die Kälte ab. Ab 5 Uhr, bei 0°C freuten wir uns auf den Sonnenaufgang und dass wir bald aufstehen konnten. Alte Knochen und zelten – das passt irgendwie nicht zusammen .

Es war so fröstelig , dass wir in Windeseile umgezogen waren und uns das Wasser für die Katzenwäsche mit dem Gaskocher erwärmten. Noch nie war ein heißer Tee zum Frühstück so willkommen.

Nach dem Frühstück und Abwasch verstauten wir unsere Sachen und machten uns

vom Standing Rock aus



auf den Weg in Richtung The Plug.



Hier ist der Zugang zum Pictograph Fork mit Steinmännchen markiert.



Der Weg führt hinunter in den Canyon.



Es gibt ein paar Steinstufen auf dem weiteren Weg.



Aber dann kommt der große Absatz in den Canyon und da musste ich wegen den Schmerzen im Bein kapitulieren. Wir mussten uns leider auf den Rückweg machen.



Ein kleiner Arch hat sich in der Nähe versteckt.



Zurück auf der Dirtroad machten wir uns entgegengesetzt auf den Weg zum Chimney Rock.





Dort trafen wir tatsächlich auf einen Ranger, der auch einen Rubicon fährt.



Er wollte unser Permit sehen, aber das sollten wir doch an die Windschutzscheibe kleben. Ich nannte ihm die Permit Nummer und sagte ihm, dass er einfach auf dem Rückweg beim Standing Rock nachschauen soll. Damit gab er sich zufrieden.

Ich fragte ihn, wie lange er in dem Gebiet bleibt. Er sagte, dass er so eine Woche patroulliert, d. h. auch die Wanderwege ablaufen muss. Er campt dann im jeweiligen Gebiet und macht sich erst nach Dienstende auf den Rückweg zur Station.

Es stieß noch ein indischer Student aus Colorado mit seiner Freundin zu uns. Die hatten wir am Vortag kurz an der Ranger-Station gesehen.

Es stellte sich heraus, dass die Backpacker auf dem Plateau geblieben sind und dort nur bis zum North Point Campground fuhren. Das ist auf der gegenüberliegenden Seite der Maze, nur ein paar Meilen von der Rangerstation entfernt. Von da stieg das junge Paar in den Canyon hinab und übernachtete dort. An diesem Morgen stiegen sie auf unserer Seite nach oben und am Chimney Rock trafen wir sie wieder. Respekt, vor dieser Leistung und vor dem Tempo, das die Beiden draufhatten. Sie verabschiedeten sich und wir folgten ihnen gemächlich auf Pete’s Mesa Trail.

Der führt über eine Hochebene





mit Blick rechts und links in die Canyons.





Nun ein Blick zurück. Rechts erkennt man Standing Rock, von dem aus wir bis zum Chimney Rock auf der linken Seite und übers Plateau gewandert sind.
 




Der Abstieg in den Canyon war mir auch hier nicht möglich und deshalb wanderten wir langsam zurück. Die Betonung liegt auf langsam, denn die letzten zwei Kilometer lahmte ich regelrecht. Insgesamt waren wir 10 km unterwegs.

Für den nächsten Tag war eine Sturmfront angekündigt. Die ersten fiesen Ausläufer bekamen wir schon nachmittags zu spüren. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag das Doll House erkunden, doch der Wetterwechsel und meine Schmerzen veranlassten uns, das Zelt einen Tag früher abzubrechen. Auf der Hochebene ist man dem Wind ganz schön ausgesetzt.

Heiko füllte die fünf Gallonen Sprit aus dem Kanister in den Tank. Eingemummt saßen wir noch eine Weile auf den Campingstühlen, doch mit Sandpartikeln in den Augen liest es sich nicht besonders gut.

Auch an diesem Abend grillten wir Steaks und gingen mit den Hühnern ins Bett.

Übernachtung: nochmals Standing Rock Campground, im Zelt
Liebe Grüße

Ilona

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*partybombe

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« Antwort #38 am: 13.09.2018, 16:49 Uhr »
Hoffentlich reicht das Benzin

*Saguaro

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« Antwort #39 am: 13.09.2018, 17:03 Uhr »
Hoffentlich reicht das Benzin

Mit den 5 Gallonen im Tank schon, aber ohne Reservekanister würde ich die Tour nicht machen.

Die nächste Tankstelle ist in Hite, aber auf die kann man sich nicht verlassen. Der Automat hat vor Jahren keine unserer Kreditkarten akzeptiert.
Liebe Grüße

Ilona

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*partybombe

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« Antwort #40 am: 13.09.2018, 19:02 Uhr »
Deshalb meine Bedenken: „Heiko füllte die fünf Gallonen Sprit aus dem Kanister in den Tank.“

*saibot

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Antw:aMAZ(E)ing Canyonlands 2018
« Antwort #41 am: 15.09.2018, 08:18 Uhr »
Respekt, Respekt vor so einer Tour!  :verneig:

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Gruß
Tobias

*partybombe

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« Antwort #42 am: 15.09.2018, 10:23 Uhr »
Ich warte drauf

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« Antwort #43 am: 15.09.2018, 16:26 Uhr »
Respekt, Respekt vor so einer Tour!  :verneig:

 :dankeschoen: Tobias und herzlich Willkommen an Bord.

Ja, das war schon ein außergewöhnliches Ziel.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Gleich geht es weiter …

Ich warte drauf

und du drängle doch nicht so   :zwinker: :lachen07: .
Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #44 am: 15.09.2018, 16:31 Uhr »
16.04.18 – Land of Standing Rocks -> Hanksville

Der weite Weg zurück in die Zivilisation

Bei Tagesanbruch schälten wir uns aus den Schlafsäcken, denn wir waren schon wieder einige Zeit wach .

Den blitzschnellen Klamottenwechsel beherrschten wir aus dem Effeff und nach einem schnellen Frühstück bauten wir das Zelt ab. Bis das ganze Gerümpel wieder so klein gefaltet war, dass es in die Koffer passte, dauerte es eine Weile. Aber Heiko war mittlerweile ein Meister im Kofferraum-Tetris. Alles lückenlos verstaut, verließen wir um 8:50 Uhr diese wunderschöne Campsite.
 
Bei The Wall stand der Rubicon vom Ranger. Wir konnten aber nicht erkennen, ob er im Auto schlief oder schon wieder auf Patrouille war.

Um 10:15 Uhr erreichten wir den steilen, gerölligen Hügel. Wir schauten uns kurz die bestmögliche Spur an. Auch diesmal wollte ich nicht im Auto mitfahren, sondern ging das Stück zu Fuß nach oben. Um 11:00 Uhr waren wir bei den Teapot Steps. 11:45 Uhr ließen wir die felsige Piste hinter uns und 11:55 Uhr waren wir am Abzweig in Richtung Hite. Zurück ging es ein bisschen schneller, weil ich weniger spotten musste und nicht fotografierte.

Heiko und Christine waren ein gutes Gespann und meisterten die Strecke souverän .

Wir waren so erleichtert und happy , dass die Maze im zweiten Anlauf geklappt hat.

Am Abzweig machten wir eine kurze Pause, bevor wir auf den restlichen 30 Meilen der Dirtroad bis zum Highway 95 fuhren. Jetzt saß ich wieder am Steuer .





Die Gegend erinnerte mich irgendwie an das Valley of Gods





und zieht sich wie Kaugummi. Endlich kam der Lake Powell in Sicht.



Wir bogen in Richtung Hanksville zum Hite Overlook ab. Von dort am Horizont kamen wir her.



Das Schild zeigt, dass der ehemalige Minenort beim Stauen des Sees 1964 total überflutet wurde.



Mittlerweile ist der Wasserstand so weit zurückgegangen, dass die verlängerte Bootsrampe in der Landschaft steht.



Da es sehr stürmisch war, hielten wir es nicht lange am Aussichtspunkt aus.



Am großen Parkplatz standen ein paar Müllcontainer. Die kamen wie gerufen zur Entsorgung vom Müllbeutel und dem vom Human Waste. Der Sack war zwar fest mit Kabelbinder verschnürt, aber so langsam roch man doch das Katzenstreu durch.

Vor Hanksville tobte ein Sandsturm übers freie Feld und es war uns bei 28°C endlich mollig warm. Somit hatten wir richtig entschieden.

An der Rezeption des Motels saß diesmal nicht die Chefin und das war gut so. Ich musste die Übernachtung vorverlegen und das war bei dem Mädel überhaupt kein Problem. Mrs P. hätte bestimmt wieder die Kreditkarte mit 10 $ für die Umbuchung belastet.

Wir bezogen eine Cabin und als erstes wurde ausgiebig geduscht. Danach gingen wir zum Essen in Duke’s Slick Rock Grill. Das ist ein uriges Wildwest-Lokal mit einem übereifrigen Kellner, aber das Essen war nur durchschnittlich.
 
Zurück in der Cabin, machten wir zum ersten Mal das Notebook an, denn wir brauchten nun für insgesamt drei Nächte Quartiere. Warum auch immer, das Laptop funktionierte nicht mehr. So hatten wir nur noch das Smartphone zur Verfügung.

Als erstes reservierten wir im Circle D in Escalante ein Zimmer. Das war zwar mit dem Phone ein Gefummel, aber klappte wenigstens. Dann noch zwei Nächte in der Cliff Dwellers Lodge. Diese Reservierung gestaltete sich nicht so einfach. Wir sollten in der Lodge zur Bestätigung anrufen.

Ich ging zur Rezeption und das nette Mädel übernahm den Anruf für mich. Die Beiden quasselten quasi von Rezeption zu Rezeption eine ganze Weile miteinander und dann sollte ich die Buchungsbestätigung per Mail erhalten. Soweit so gut.
 
Jedenfalls waren wir über das bequeme Bett und einem richtigen (Blech-)Dach überm Kopf froh. In der Nacht stürmte es nämlich heftig und es wurde bitterkalt.

Übernachtung: Whispering Sands Motel, Hanksville

Link zur Map
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)