San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island

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*TGW712

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Hallo Ihr Lieben!
Dieser "Reisebericht" startet eigentlich mit einer Frage: ich komme just von einer 8-tägigen Reise via San Diego zu den Weißen Haien vor Guadalupe zurück. Die Frage: ist so eine Reise hier für einen Bericht von Interesse? Und @Mods: auch erlaubt (da Guadalupe zu Mexiko gehört und für mich San Diego nur der Start-/Zielpunkt war)?

Viele Grüße
Tobias

*SeDu

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #1 am: 05.10.2018, 10:01 Uhr »
Klingt auf jeden Fall nach spannender Lektüre! :lol:

*TGW712

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #2 am: 14.10.2018, 13:08 Uhr »
Klingt auf jeden Fall nach spannender Lektüre! :lol:

Scheint eher weniger interessant zu sein für die Gruppe hier ;) Ich packe mal für Dich ein Foto dran und dann können die Mods das schließen.


*Detritus

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #3 am: 14.10.2018, 15:51 Uhr »
Also auch wenn nicht gleich alle hier geschrien haben wäre so ein Bericht sicher ganz interessant zu lesen.

*Bandito1011

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #4 am: 14.10.2018, 16:49 Uhr »
Ich wäre auch sehr interessiert !

*147VNN

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #5 am: 14.10.2018, 18:18 Uhr »
Ich wäre auch sehr interessiert !

Me too!

*TGW712

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #6 am: 14.10.2018, 19:24 Uhr »
Na gut, dann hoffe ich mal, das ist den Forenregeln entsprechend :shock:
Werde mal kommendes Wochenende anfangen und Stück für Stück was schreiben.

*SeDu

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #7 am: 26.10.2018, 11:15 Uhr »
Schon gefressen von den großen Weißen? Oder kommt da noch was? :lol:

*partybombe

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #8 am: 26.10.2018, 15:48 Uhr »
Ich wäre dabei

*TGW712

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #9 am: 26.10.2018, 20:54 Uhr »
Na, die Grippe hatte mich vergangenes WE gefressen :-) Nun kommt aber dieses WE was ;-)

*TGW712

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #10 am: 27.10.2018, 20:58 Uhr »
Soooo, dann fangen wir doch mal mit der Vorgeschichte an. Vor dem Hintergrund, dass es zum einen nur teilweise in die USA geht und zum anderen die Mitreisendendichte hier nicht ganz so groß ist, werde ich ab dem Abreisetag im Schwerpunkt die Bilder sprechen lassen und Informationen liefern. Fragen immer gern, die beantworte ich dann natürlich auch gerne ausführlicher!

Vorgeschichte:
Einmal im Jahr versuche ich, allein und ohne Ablenkung (Familie, Freunde...) einen Tauch-Kurzurlaub einzulegen.
Ich tauche seit dem 16. Lebensjahr. Zunächst als Rettungstaucher bei der DLRG sehr regelmäßig, ab Mitte 20 nur noch sporadisch und in der Freizeit. Mangels tauchbegeisterter Frau und "dank" noch zu jungem Kund waren es bisher immer Nahziele, nun habe ich aber in 2017 für 2018 die Regierungserlaubnis für eine Woche und Fernziel erhalten ;)

Eine Liste der für mich interessanten Ziele war schnell aufgestellt und priorisiert sowie nach Jahreszeiten sortiert. Es war schnell klar: die in Frage kommende Zeit war perfekt für Weiße Haie  :lol:

Ein paar Fakten: der Weiße Hai kommt eigentlich überall auf der Welt vor. Nur Arktis und Antarktis sind kein typisches Verbreitungsgebiet. Auch im Mittelmeer werden immer wieder große Exemplare gesichtet. Man vermutet in dem Bereich zwischen Türkei, Griechenland und Sizilien sogar eine "Kinderstube", also einen Bereich, in den sich die großen Weibchen zur Geburt begeben. Erfolgsversprechend tauchen kann man dort mit weißen Haien aber nicht. Die Gegend ist zu groß, es gibt keinen zentralen Punkt und die Chance auf eine Sichtung entsprechen einem Lottogewinn.
Ziel musste daher ein "Ballungsgebiet" sein.
Das wären:
- Australien/Great Barrier Reef (zu weit für eine Woche)
- die Ostküste der USA um Long Island (keine spezialisierten Tauchanbieter, keine zentralen Spots --> Sichtungschance gering)
- Shark Alley bei Gansbaai, Süd Afrika: https://en.wikipedia.org/wiki/Gansbaai#Dyer_Island,_Geyser_Rock_and_Shark_Alley (ziemlich kaltes Wasser, geringe Sichtweite, nur die Möglichkeit, in Oberflächenkäfigen zu tauchen)
- die Westküste der USA insbesondere um San Francisco sowie die Channel Islands (Verbot, Haie anzulocken, Sichtung daher purer Zufall)
- Guadalupe Island, Mexiko https://de.wikipedia.org/wiki/Guadalupe_(Insel)

Damit war klar, ich musste nach Guadalupe! Kleine Felsinsel im Pazifik, rund 160sm von der Küste entfernt, keine Infrastruktur, einzige Anreisemöglichkeit mit dem Boot. Bis zu 100m Sichtweite, zentrales Ballungsgebiet der großen Fische und die Erlaubnis, in Käfigen an der Oberfläche und unter Wasser zu tauchen und die Haie mit Fisch anzulocken (kein Blut, keine Tierkadaver). Sichtungsgarantie angeblich 100% und zudem Wassertemperaturen von 22°. Das perfekte Ziel.  :verneig:

Aufgrund der Lage war klar, dass es ein so genanntes "Liveaboard", also ein Tourboot sein würde, auf dem man 5 Tage verbringt. 2 Tage An- und Abfahrt und 3 Tage Zeit zum Tauchen.
Touranbieter gibt es mit einer Ausnahme allerdings mit direkter Bootsabfahrt aus den USA nicht. Das hat diverse Gründe, insbesondere auch die noch einmal deutlich längere Anfahrt. Die Suche grenzte sich daher recht schnell auf einen Anbieter ein, weil ich die mexikanische Grenze bei Tijuana nicht allein queren wollte und zudem gerne eine Kabine für mich allein haben mochte.
Hängen geblieben bin ich dann bei https://nautilusliveaboards.com/guadalupe/
Gebucht habe ich allerdings über ein deutsches Tauchreisebüro da ich nicht einen 4-stelligen Betrag ein Jahr vorab überweisen wollte an ein mir unbekanntes, in Canada registriertes, aus Ensenada heraus operierendes Unternehmen mit Schiffen unter Tuvalu Flagge überweisen wollte  :D. Das war dann ein wenig teurer aber sicherer.

Gebucht habe ich daher zunächst die Flüge (Lufthansa, Business Class (immerhin 12 1/2h Flug), Frankfurt - San Diego, Lufthansa, bezahlt mit Meilen). Danach den eigentlichen Tauchurlaub und zu guter letzt über hotels.com vor und nach der Tauchreise jeweils eine Nacht im Gaslamp Quarter in San Diego.

Packt schonmal Eure Sachen, morgen geht es dann auch gleich los. Eigene Maske und Neopren sind gut aber nicht zwingend, kann man auf dem Schiff auch alles ausborgen!

*Bandito1011

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #11 am: 28.10.2018, 09:00 Uhr »
Das klingt nach Abenteuer. Kann es kaum erwarten !
Das wäre auch mein Traum, allerdings gehts mir nur um die Haie, mit Tauchen habe ich keinerlei Erfahrung.

Was hat denn die bessere Hälfte eigentlich dazu gesagt ?  :shock:

*TGW712

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« Antwort #12 am: 28.10.2018, 10:43 Uhr »
Tag 1: Anreise und San Diego


Der Tag der Anreise war natürlich relativ unspektakulär. Ich habe mich recht früh und mit Sicherheitspolster auf den Weg zum Flughafen gemacht und erst dort in der Lounge gefrühstückt. Ich finde, die Lufthansa wertet ihre Lounges an den Hubs sehr merklich auf, wenn man das mit vor ein paar Jahren vergleicht.


Das boarding war pünktlich und der Flug insgesamt angenehm und dank der Business Class natürlich sehr gut zu ertragen. San Diego war auch keine Rennstrecke der üblichen Business Kasper, so dass einem das Wichtiggetue erspart blieb. (Wer es noch nicht kennt: https://www.youtube.com/watch?v=kutL9Rs8WXU)



Nach Ankunft, Einreise, Fahrt zum Hotel, Umpacken der Sachen für den Bootstrip und ner Dusche habe ich mir die nächste Umgebung des Gaslamp Quarter angesehen.


Die Mischung aus alten Gebäuden und Flaniermeile hat mir durchaus gut gefallen. Dennoch ist San Diego irgendwie eine Stadt, in der ich mich nicht sehr wohl gefühlt habe. Es stank doch sehr (mag ich mir im Hochsommer gar nicht vorstellen) und die Dichte von Obdachlosen war auch deutlich mehr, als in den anderen Großstädten der USA, die ich bisher kannte.

Ich habe dann noch eine Stunde am Hafen verbracht und dabei zugesehen, wie eine 75 Mio USD Yacht mit neuem Mobiliar per Kran ausgestattet wurde:


Aufgrund der Zeitverschiebung bin ich natürlich dann recht früh in die Federn gefallen. War aber auch nicht schlimm, da ich bereits wusste, dass auf dem Boot das Tauchen ab 6:30 Uhr möglich war, so dass frühes Aufstehen dazu gehören würde.

Vorher habe ich bei CVS noch mehrere kg M&Ms für meine Kollegen eingekauft und der Tradition folgend das Abendessen besorgt:


Hotel: Horton Grand (https://www.hortongrand.com)
Gebucht eher aus Praktikabilitätsgründen sowohl am Anreisetag als auch am Abreisetag. Ich wollte mitten in der City sein, um ein wenig von der Stadt sehen zu können. Gleichzeitig sollte in Laufdistanz die Möglichkeit zum Shoppen bestehen und es aber kein Budget Hotel sein.
So habe ich jeweils 120 USD pro Übernachtung in der balcony fireplace suite bezahlt und es nicht bereut. Kein Luxushotel und alles etwas abgewohnt, das alte Gebäude hat aber seinen Charme und man kann trotz der zentralen Lage sehr ruhig schlafen.

Das klingt nach Abenteuer. Kann es kaum erwarten !
Das wäre auch mein Traum, allerdings gehts mir nur um die Haie, mit Tauchen habe ich keinerlei Erfahrung.

Was hat denn die bessere Hälfte eigentlich dazu gesagt ?  :shock:
Tatsächlich muss man für so eine Reise nicht tauchen können. Getaucht wird aus Oberflächenkäfigen und abgetauchten Käfigen. Die Oberflächenkäfige kann jeder nutzen, der sich traut, wie beim Schnorcheln mit dem Kopf unter Wasser zu atmen. Details folgen natürlich im Bericht ;)
Meine Frau war natürlich nicht begeistert, ich habe aber gewichtige Argumente: sie hat ein viel zeitaufwendigeres und teureres Hobby, Pferde :-)

*147VNN

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #13 am: 28.10.2018, 11:47 Uhr »
Bin jetzt auch zugestiegen und sehr gespannt, was man außer dem Cagediving auf dem Lifeaboard noch alles macht :wink:.

Kleine Korrekur zur obigen Aufzählung **Klugscheißmodus an**: In Australien ist das Cagediving nicht am Barrier Reef, sondern um Port Lincoln, SA auf der Eyre Peninsula (und deutlich teurer als in Gaansbai). 

*TGW712

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #14 am: 28.10.2018, 12:28 Uhr »
Bin jetzt auch zugestiegen und sehr gespannt, was man außer dem Cagediving auf dem Lifeaboard noch alles macht :wink:.

Kleine Korrekur zur obigen Aufzählung **Klugscheißmodus an**: In Australien ist das Cagediving nicht am Barrier Reef, sondern um Port Lincoln, SA auf der Eyre Peninsula (und deutlich teurer als in Gaansbai).

Danke! :)
Deutlich teurer ist es in Mexiko auch, was aber auch schlicht daran liegt, dass es in ZA Tagesausfahrten sind bei denen man im Käfig schnorchelt und hier ein Liveaboard.

Etwas anderes, als tauchen? Warum würde man sowas machen wollen? ;)

*147VNN

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« Antwort #15 am: 28.10.2018, 12:44 Uhr »
Etwas anderes, als tauchen? Warum würde man sowas machen wollen? ;)

Natürlich Tauchen, aber z.B. ohne Käfig  :rotierend2:.

*TGW712

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« Antwort #16 am: 28.10.2018, 13:23 Uhr »
Etwas anderes, als tauchen? Warum würde man sowas machen wollen? ;)

Natürlich Tauchen, aber z.B. ohne Käfig  :rotierend2:.

Ist dort in der Gegend leider nur mit Sondergenehmigung für Filmcrews und Biologen erlaubt.
Spoiler: nach dem Trip würde ich mir das nun zutrauen mit EINEM GW. Dort waren aber immer mindestens 3-4 in der Nähe, so viele Augen kann man nicht haben :)

*TGW712

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« Antwort #17 am: 31.10.2018, 14:34 Uhr »
1. Tag , Teil 1: die Anreise

Nachdem ich erstaunlich lange bis ca 5:00 Uhr geschlafen habe, habe ich langsam gepackt und alles zusammengesucht um mich dann auf den Weg zum Frühstück zu machen. Im Hotel gab es zwar ein Frühstücksbuffet, da es aber nicht inkludiert war und in direkter Nachbarschaft ein kleines Straßencafe war, das in diversen Fernsehserien und Guides gefeatured wird, bin ich da hin gegangen. Was soll ich sagen: nicht billig aber die Portionsgrößen so, dass man auf zu zweit teilen könnte. Absolut eine Empfehlung wert: https://cafe222.com

Danach bin ich in aller Ruhe durch die direkt nebenan gelegene Horton Mall geschlendert. Leider wohl verkauft und demnächst für den Abbruch vorgesehen, waren schon einige Shops verweist. Dennoch konnte ich mit Macys einen Laden ausmachen, den ich nach der Rückkehr besuchen wollte. Jetzt etwas zu kaufen war mir aufgrund des doppelten Grenzübertritts USA-Mexiko-USA zu heikel...

Gegen 11:30 Uhr ging es dann zum Treffpunkt mit Nautilus Reisen. Sie hatten eine "Welcome Suite" (faktisch ein Besprechungsraum)  im Best Western Plus Palms gebucht, in der man ab 12:00 einchecken konnte. Ich habe das dann auch gleich gemacht da man dort das Gepäck lassen konnte - Abfahrt war erst um 19:00 Uhr.
Nach dem Checkin und einem kurzen briefing zur Fahrt, Grenzübertritt etc. hatte man noch gute 6 Stunden zur freien Verfügung, die jeder anders verbracht hat. Mit einem ebenfalls allein reisenden Biolehrer im Ruhestand habe ich mich für den weltberühmten San Diego Zoo entschieden.
Durchaus toll und mit der Führung durch einen Biolehrer spannend, den Weltruhm gibt es aber vermutlich eher aufgrund einiger weniger sehr seltener Spezies. Von Breite und Tiefe des Angebotes kann da Zoom zB absolut mithalten, finde ich.







Praktisch war tatsächlich, dass auch dort die Lauffaulheit der Amerikaner griff: es gab einen offenen Tourbus, der einen an allen Gehegen vorbei fuhr, so dass der Zoo gut in den verfügbaren 4 Stunden machbar war ;)

Danach sind wir zurück und haben an einer Seglerbar direkt in der Marina einen Abendessensburger genommen. Dabei konnten wir aus der Naval Base einen der großen Flugzeugträger beim Auslaufen beobachten:




Dann ging es auch schon auf die ca. 2-stündige Fahrt:


Der Humor war übrigens grandios: während der Fahrt wurde "Der weiße Hai" gezeigt ;)

to be continued...

*TGW712

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« Antwort #18 am: 03.11.2018, 15:34 Uhr »
1. Tag, Teil 2: die Anreise

Mit ein Grund, warum ich mich für diesen Anbieter entschieden habe, war, dass man beim Grenzübertritt begleitet wird. Abfahrt eigentlich aller Tauchschiffe in dem Gebiet ist Ensenada in Mexico. Man muss also eigentlich immer irgendwie durch Tijuana durch, was ich mir allein mit Kameraausrüstung etc. nicht antuen wollte.
Dennoch ist es nicht ganz unkompliziert und man mann vor der Grenze mit allem Gepäck den Bus verlassen, zu Fuss über die Grenze und auf der anderen Seite in den komplett durchleuchteten Bus wieder einsteigen. Daher waren wir auch erst recht spät und im Dunklen am Schiff, wo es noch einmal eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen gab.

Das angeleuchtete Schiff war dann aber natürlich ein sehr beeindruckender Anblick. Meine Heimat für die kommenden fünf Tage:


An board angekommen gab es ein kurzes, zwingendes security briefing und eine Schwimmwestenübung und dann einen kleinen Snack, während wir ausliefen:



Danach hat sich jeder schnell in seine Koje verzogen, es war doch schon recht spät.

Der kommende Tag war komplett der Anreise geschuldet. Guadalupe liegt fast 200sm vor der Küste Mexikos und daher benötigt man gut 20 Stunden, um dort hin zu kommen.

Der Tag war aber dennoch mit Essen, diversen Trainings und Unterrichtseinheiten ganz gut gefüllt, alles war sehr kurzweilig:



Zwischendrin konnte man sich auf dem Boot frei bewegen und sich alles genauer anschauen.





Den Abend haben wir dann mit einer weiteren Haischulung durch einen mitreisenden Biologen verbracht und ein paar Cocktails/Biere genossen.

Richtig angekommen sind wir mitten in der Nacht, so dass Fotos der Insel erst am Folgetag möglich wurden. Die Spannung stieg... ;-)

*Bandito1011

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« Antwort #19 am: 03.11.2018, 18:18 Uhr »
Allerdings, die Spannung steigt. Vermutlich warst du sehr erleichtert als du ein doch sehr "seriöses" Schiff betreten hast. Ich denke trotz aller Recherche etc. hat man bei sowas irgendwie schon ein mulmiges Gefühl oder ?

*TGW712

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« Antwort #20 am: 04.11.2018, 10:42 Uhr »
Allerdings, die Spannung steigt. Vermutlich warst du sehr erleichtert als du ein doch sehr "seriöses" Schiff betreten hast. Ich denke trotz aller Recherche etc. hat man bei sowas irgendwie schon ein mulmiges Gefühl oder ?

Ganz am Anfang war ich tatsächlich ein wenig unsicher. Da die Reise aber auch von diversen spezialisierten Reisebüros in Deutschland angeboten wird, war ich recht sicher, dass alles gut gehen wird. Das Boot hatte ich mir auch bewusst ausgesucht, weil von den drei Booten des Anbieters das mit dem meisten Luxus.

*partybombe

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« Antwort #21 am: 04.11.2018, 12:05 Uhr »
Feiner Start

*Bandito1011

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« Antwort #22 am: 07.11.2018, 12:20 Uhr »
Wir warten gespannt  :winke:

*TGW712

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« Antwort #23 am: 10.11.2018, 10:34 Uhr »
Wir warten gespannt  :winke:
Na Spannung ist ja wichtig ;-)

Spaß beiseite, ich schaffe es nur am WE, Euch mitzunehmen...

2. Tag: Tauchen
Der erste Tauchtag. Jeeeeehaaaa ;)  :lol:


Die Käfige hatte die Crew noch in der Nacht zu Wasser gelassen, so dass es ab 6:30 möglich war, in die Oberflächenkäfige zu steigen. Das haben viele auch getan. Wir brannten alle für die großen Fische.

Die Oberflächenkäfige schwimmen - der Name sagt es - an der Oberfläche mit Auftriebskörpern und werden zudem durch mehrere Sicherungsbefestigungen gehalten. Anders, als bspw. in Süd Afrika schnorchelt man aber nicht sondern ist ca 1m unter der Wasseroberfläche und wird von dort mit einem Schlauch versorgt. Am Ende ein Mundstück, wie es auch Taucher verwenden.
Für diejenigen von uns, die keinen Tauchschein hatten, startete der Tag daher mit Übungen, um mit dem Mundstück und der Atemweise klar zu kommen.


In die Oberflächenkäfige kann man immer einsteigen, wenn ein Platz frei ist (ein Käfig fasst 4 Leute, es gibt 2 Käfige). Zusätzlich gibt es absenkbare Käfige (3 Stück), die jeweils 3 Taucher fassen. Insgesamt können also 17 Leute gleichzeitig im Wasser sein und bei einer Gästezahl um die 30 kann man daher mehr als einen halben Tag unter Wasser verbringen.

Die absenkbaren Käfige hängen an Seilwinden und werden auf 10m hinunter gelassen. Sie dürfen nur von zertifizierten Tauchern benutzt werden.

Sie sind im Prinzip gleich gebaut, fassen aber nur drei Taucher weil es zusätzliche Sicherheitsausstattung gibt und zudem immer ein Divemaster der Crew mit dabei ist. Die Nutzung der Tauchkäfige war immer zeitlich vorgeplant, jeden Abend wurde der Tauchplan für den kommenden Tag veröffentlicht. Da ich am ersten Tag sofort um 8:00 die erste Runde hatte, habe ich mit Frühstück angefangen und erst um 8:00 gestartet.

In den Tauchkäfigen ist es ruhiger. Der doch merkliche Seegang kommt dort nicht an, man kann sich treiben lassen und sich ruhig umschauen.
Da es in der Tiefe keine Köder gibt, sind die Haie auch viel ruhiger, schwimmen langsam vorbei und beäugen die komischen Wesen in den Käfigen. Teilweise kommen sie auf Armlänge heran und sind wirklich interessiert. Ich lasse einfach mal ein paar Bilder sprechen. Die Oberflächenkäfigfotos kommen morgen:













Die Crew hat dabei einen wunderbaren Job gemacht. Eigentlich konnte man den ganzen Tag im Tauchanzug bleiben. Essen, warme und kalte Getränke wurde auf Bestellung sofort aufs Tauchdeck gebracht.

Abends gab es dann immer eine gute Stunde Haiidentifizierung. Die Haie kann man wie Fingerabdrücke an ihrer Seitenlinie auseinanderhalten. Da die Haie immer wieder nach Guadalupe zurück kehren, gibt es mittlerweile eine offizielle Liste von mehr als 200 verschiedenen Haien, die regelmäßig zurück kehren.
Wir haben 8 aus der Liste identifiziert und noch einige, die wir in der Liste nicht gefunden haben. Fotos von diesen gehen an ein Institut und wenn bestätigt wird, dass es sich um einen neuen Treffer handelt, kann der Fotograf den Namen des Hais festlegen. Daher haben die Haie auch sehr internationale Namen, auch eine "Frau Schmidt" gibt es.

Abends gab es dann taco night. Tolles, originales mexikanisches Essen von einer hervorragenden Crew.
Gerade die jüngeren Amerikaner haben sich an den Abenden auch ordentlich eingeschenkt, ich habe mich aber an die alte Taucherregel gehalten und max ein Bier getrunken. Tauchen und Alkohol ist eben nicht gut...

*Bandito1011

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #24 am: 11.11.2018, 13:47 Uhr »
Tolle Bilder, muss ein Wahnsinns Erlebnis sein !!

Bekommt man eigentlich Ausrüstung (Neopren etc.) vom Anbieter gestellt ?
Macht es Sinn den Oberflächenkäfig für die Leute ohne Tauschein zu nutzen oder sieht man die Haie von dort aus
nur aus großer Entfernung ? Und wie weit werden die anderen Käfige ungefähr abgesenkt ?

*TGW712

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« Antwort #25 am: 11.11.2018, 20:05 Uhr »
Tolle Bilder, muss ein Wahnsinns Erlebnis sein !!

Bekommt man eigentlich Ausrüstung (Neopren etc.) vom Anbieter gestellt ?
Macht es Sinn den Oberflächenkäfig für die Leute ohne Tauschein zu nutzen oder sieht man die Haie von dort aus
nur aus großer Entfernung ? Und wie weit werden die anderen Käfige ungefähr abgesenkt ?

Ausrüstung kann man sich da ausleihen, sollte allerdings zumindest den Neoprenanzug vorbestellen. Ich bin allerdings überhaupt kein Fan davon, Neopren auszuborgen, Google mal nach "Taucherheizung" ;)

Der Frage mit den Oberflächenkäfigen will ich noch ein bisschen Zeit gönnen, das ist ja für den kommenden Beitrag reserviert ;-). Nur so viel: man sieht eher noch mehr, es ist aber vollkommen anders. Im Nachhinein ärgere ich mich ein bisschen, nicht mehr an der Oberfläche geblieben zu sein.
Die Taucherkäfige gehen auf 10m. Da sollte man schon nen Grundlagenschein haben um zB den Druckausgleich auch wirklich hinzubekommen.

*TGW712

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« Antwort #26 am: 17.11.2018, 19:21 Uhr »
Und weiter geht's

Auch, wenn ich natürlich zwischen den Tauchgängen täglich gewechselt habe, wollte ich hier ein wenig strukturieren. Der Tag fokussiert daher in der Beschreibung die Oberflächenkäfige:

3. Tag: Tauchen

Heute war wieder ein voller Tauchtag mit dem üblichen Rahmenprogramm:


Die Oberflächenkäfige...
Am ersten Tauchtag war ich jeweils nur kurz drin. Mein Magen hatte sich noch nicht an den Seegang gewöhnt und an der Oberfläche treibend bekommt man in einem solchen Käfig die volle Wellenstärke mit. Es war zwar eigentlich ruhig, fühlte sich aber dennoch an, wie in einer Waschmaschine.
Zudem waren am ersten Tag natürlich alle noch "heiß" und wollten pausenlos ins Wasser. Die Käfige waren daher immer voll. Mit 4 Leuten durchgewirbelt zu werden ohne Platz zum Ausgleichen war nicht gerade angenehm.



ABER: an der Oberfläche ist die Action!

Während unten die Haie langsam ihre Runden drehen und immer mal wieder aus Neugier vorbei kommen, werden oben von zwei Auslegern von der Crew die Köder immer wieder ins Wasser geworfen.




Das bringt die Haie in den Jagdmodus und sie kommen extrem nah und mit hoher Geschwindigkeit an die Käfige. Gleichzeitig kommt natürlich mehr Sonne an, so dass die Beleuchtung und die Lichtspiele wesentlich interessanter sind.









Abends hatte dann noch eine der Mitreisenden Geburtstag, so dass wir alle ordentlich gefeiert haben. Wieder ein toller Tag mit 9 Haien, zum Teil drei gleichzeitig im Blick.

*partybombe

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« Antwort #27 am: 19.11.2018, 13:30 Uhr »
Das muss ein tolles Erlebnis sein, so in unmittelbarer Nähe zu den großen Fischen.

*Saguaro

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #28 am: 20.11.2018, 08:19 Uhr »
[Mit ein Grund, warum ich mich für diesen Anbieter entschieden habe, war, dass man beim Grenzübertritt begleitet wird. Abfahrt eigentlich aller Tauchschiffe in dem Gebiet ist Ensenada in Mexico. Man muss also eigentlich immer irgendwie durch Tijuana durch, was ich mir allein mit Kameraausrüstung etc. nicht antuen wollte.
Dennoch ist es nicht ganz unkompliziert und man mann vor der Grenze mit allem Gepäck den Bus verlassen, zu Fuss über die Grenze und auf der anderen Seite in den komplett durchleuchteten Bus wieder einsteigen. Daher waren wir auch erst recht spät und im Dunklen am Schiff, wo es noch einmal eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen gab.

Das stimmt. Wir sind 2015 in Tijuana über die Grenze und das war schon ein bissl abenteuerlich.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)


*SeDu

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #29 am: 21.11.2018, 07:30 Uhr »
Beeindruckende Tiere und tolle Bilder! Wirklich spannend. Aber 5 Tage auf so einem "kleinen Pott" bei ordentlich Seegang.......ich weiß nicht ob das etwas für mich wäre. Umso mehr freue ich mich über diesen tollen Bericht. Danke!

*TGW712

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« Antwort #30 am: 25.11.2018, 10:04 Uhr »
[Mit ein Grund, warum ich mich für diesen Anbieter entschieden habe, war, dass man beim Grenzübertritt begleitet wird. Abfahrt eigentlich aller Tauchschiffe in dem Gebiet ist Ensenada in Mexico. Man muss also eigentlich immer irgendwie durch Tijuana durch, was ich mir allein mit Kameraausrüstung etc. nicht antuen wollte.
Dennoch ist es nicht ganz unkompliziert und man mann vor der Grenze mit allem Gepäck den Bus verlassen, zu Fuss über die Grenze und auf der anderen Seite in den komplett durchleuchteten Bus wieder einsteigen. Daher waren wir auch erst recht spät und im Dunklen am Schiff, wo es noch einmal eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen gab.

Das stimmt. Wir sind 2015 in Tijuana über die Grenze und das war schon ein bissl abenteuerlich.

Im Nachhinein muss ich sagen, ich habe noch wahnsinniges Glück gehabt. Jetzt hat der ehrenwerte Herr Trump ja die Grenzkontrollen verschärft und immer wieder ganz geschlossen. Das wäre vermutlich ziemlich schief gegangen...

*TGW712

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« Antwort #31 am: 25.11.2018, 10:08 Uhr »
Beeindruckende Tiere und tolle Bilder! Wirklich spannend. Aber 5 Tage auf so einem "kleinen Pott" bei ordentlich Seegang.......ich weiß nicht ob das etwas für mich wäre. Umso mehr freue ich mich über diesen tollen Bericht. Danke!

Es ging tatsächlich. Die Hinfahrt war aufgrund mangelnder Gewöhnung nicht angenehm und ich habe sie nur aufgrund von Medikamenten gegen Seekrankheit überstanden :sprachlos: Vor Ort war der Seegang nahezu verschwunden. Die See in der Bucht, in der wir ankerten war spiegelglatt und das Boot lag absolut ruhig. Um so interessanter, dass es im Käfig selbst dann dennoch gehörig wackelte :)
Die Rückfahrt war ein anderes Kaliber, dazu später mehr ;-)

*partybombe

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« Antwort #32 am: 25.11.2018, 13:47 Uhr »
 :usa: gespannt wartend :usa:

*TGW712

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« Antwort #33 am: 25.11.2018, 18:36 Uhr »
:usa: gespannt wartend :usa:

Geduld, Geduld ;-)
Ich habe heute tatsächlich mal die Zeit des trostlosen Wetters genutzt und an meinem ersten Youtube Video gearbeitet. Man lernt ja nie aus :-)

Nun aber weiter:
4. Tag: Tauchen und Rückreise

Tag 4 war der dritte Tauchtag und gleichzeitig Beginn der Rückreise. Da wir nur bis 17:00 tauchen konnten haben wir alle nochmal die Wecker gestellt und waren um Punkt 6:30 zum Sonnenaufgang im Wasser. Eine ganz eigene Stimmung, wenn es noch so dunkel ist:





Direkt von Beginn an waren auch gleich wieder mehrere Haie rund um das Boot, so dass es für alle etwas zu sehen gab.



Bald hieß es aber auch schon wieder Abschied nehmen :(
Der Anker wurde gelichtet und die letzten Blicke auf die Insel habe ich vom Oberdeck aus genossen



Den letzten Blick konnten wir bei Sonnenuntergang erhaschen und für mich war klar: irgendwann komme ich wohl nochmal wieder :)




Der Abschied war aber auch dringend nötig. Für die Gegend vollkommen atypisch war ein Hurricane angesagt. Nicht besonders stark aber dennoch nichts, das der Skipper noch außerhalb des Hafens erleben wollte. Der prognostizierte Pfad lief zwar an Guadalupe vorbei aber man wusste ja nie



Letztlich haben wir es aber gut geschafft. Am kommenden Abend sind wir wohlbehalten im Hafen angekommen. Dazu aber im kommenden Beitrag mehr ;)

Den für heute schließe ich mit dem angekündigten Youtube Video: https://www.youtube.com/watch?v=maxYMvQZjDY

*partybombe

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« Antwort #34 am: 25.11.2018, 22:51 Uhr »
Das sollte überhaupt keine Kritik sein bzw. es darf aus meiner Sicht auch nie eine sein. Denn ich habe einen riesigen Respekt vor jedem, der solch interessante Berichte einbringt.
Es ist ehr wie bald wieder zu Weihnachten, die Freude auf das Künftige macht unruhig. Um beim Bild zu bleiben, meine ich hier, dass der Geschenkeüberbringer niemals für meine Unruhe verantwortlich sein kann und darf.

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« Antwort #35 am: 26.11.2018, 20:41 Uhr »
Das sollte überhaupt keine Kritik sein bzw. es darf aus meiner Sicht auch nie eine sein. Denn ich habe einen riesigen Respekt vor jedem, der solch interessante Berichte einbringt.
Es ist ehr wie bald wieder zu Weihnachten, die Freude auf das Künftige macht unruhig. Um beim Bild zu bleiben, meine ich hier, dass der Geschenkeüberbringer niemals für meine Unruhe verantwortlich sein kann und darf.
So war es auch nicht angekommen, keine Bange! Eher - um im hier im Forum oft benutzten Bild, dass die Mitleser im Auto mitreisen zu bleiben - als das leicht quängelige "sind wir schon da?" der mitreisenden Kinder ;)

*partybombe

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« Antwort #36 am: 27.11.2018, 16:06 Uhr »
  :dankeschoen:

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« Antwort #37 am: 02.12.2018, 09:37 Uhr »
Soooo... Finale.... ;) Und sorry, ein post mit viel Text...

5. Tag: Ende der Rückreise
Der Rückreisetag war holprig. Der Sturm war zwar nicht riskant aber dennoch so stark, dass bis zum Ende nicht klar war, ob die Gruppe nach uns würde auslaufen können. Dem entsprechend wackelig war es also und ohne Medikamente hätte ich das vermutlich nicht so entspannt verkraftet. Die Folge der Medis ist aber eine gewisse Müdigkeit, so dass der Tag der Rückfahrt eher unspektakulär verlief.

Berührt hat mich der Abschied. Die Gruppe selbst war ganz okaaaaay aber nicht mehr. Niemand dabei, der ein Freund fürs Leben werden könnte. Die Crew war aber dermassen herzlich und fürsorglich, dass wir alle richtig gerührt waren, als zum Abschied JEDER der Crew Spalier stand und sich persönlich durch Handshake, Umarmung oder eben je nach gusto verabschiedet hat. Wirklich bewegend.


Toll war auch, nun bei Tag einmal Ensenada zu sehen. Bei Abfahrt war es ja dunkel und ich hätte nicht sagen können, ob es ein kleiner Sportboothafen oder ein riesiger Hafen war.
Letzteres und zudem noch ziemlich beeindruckend mit einer RIESIGEN Flagge geschmückt. Man beachte die Palmen und Häuser im Vergleich:


Die Rückfahrt war dann sehr ereignislos. Interessant war noch einmal Tijuana. Ein Reiseteilnehmer war ein Chinese, der kein Wort Englisch oder spanisch sprach aber dennoch auf eigene Faust in Tijuana abgesetzt werden wollte um sich die Stadt noch ein wenig anzusehen. Der Bus ist bestimmt 20 Minuten durch die Viertel gekreist um eine Stelle zum abladen zu finden, die sicher ist...
Auch der Grenzübertritt war doch recht langatmig und nervig. Die Kontroller selbst unspektakulär aber die Wartezeit in der Schlange mitten auf der Straße mit extrem teurer Tauchausrüstung hat schon ein seltsames Gefühl verursacht.

Schlussendlich sind wir aber wohlbehalten wieder am Ausgangspunkt angekommen und ich habe mir nen Uber zum Hotel (wieder dem Horton Grand) geschnappt.

Den Rest des Tages habe ich mit shoppen und der Suche nach Essen im Gaslamp Quarter verbracht. Wieder bestätigte sich aber mein Eindruck, dass San Diego nicht "meine" Stadt wird. Zu viel Dreck, Gestank, vollkommen unkontrolliert auf der Straße liegende Obdachlose und vieles mehr.
Nicht falsch verstehen: die Situation der Obdachlosen in den USA ist mir bekannt und ich versuche tatsächlich immer, jeden gleich zu behandeln und sich ein wenig "zu kümmern". So kaufe ich zB in der Regel in den USA ne Menge an Kleidung neu ein. Die, die ich mit hatte, bleibt dann da. Soweit noch tragbar habe ich es in NY eigentlich immer gemacht, sie einmal durch die Waschmaschine zu jagen und dann in einer mission o.ä. abzugeben. Ne Winterjacke habe ich einem Obdachlosen auch mal direkt geschenkt. In San Diego ist es anders. Da lagen die Obdachlosen quer auf dem Bürgersteig und man konnte zwischen Unfall/Krankheit/Notfall und "der schläft nur" nicht unterscheiden. Den Leuten war es schlicht egal.
Das habe ich selbst in Südamerika oder Afrika so noch nicht erlebt.

Nunja. Zeit auch für ein allgemeines Fazit:
Käfigtauchen ist umstritten. Die Haie werden durch Köder angelockt und gefüttert. Natürlich gewöhnen sie sich dadurch an den Menschen und assoziieren Futter schneller mit Menschen. Es ist daher wichtig, dass die Köder weit genug von den Käfigen weg sind, nicht in Richtung der Käfige gezogen werden und insbesondere derartige Aktionen nicht an Stellen durchgeführt werden, wo andere Begegnungen mit Menschen denkbar sind.
All das ist ausschließlich in Guadalupe erfüllt und daher finde ich es dort vertretbar. Denn es gibt natürlich neben dem Unterhaltungswert auch Vorteile: es sind auch nicht-Taucher dabei und Menschen, die sich mit dem Tier "Hai" nie weitergehend beschäftigt haben. Der Lerneffekt ist in diesen Fällen immens. Man lernt schnell, dass der Hai kein seelenloser Killer ist. Jedes Tier hat sein eigenes Verhalten, eine ganz eigene Art der Interaktion und Kommunikation. Man merkt Neugier und nicht Angriffslust.
Wer so eine Reise gemacht hat, verliert definitiv die Angst vor Haien. Ich würde nun jederzeit mit EINEM weißen Hai tauchen oder schwimmen. Riskant wird es allein, wenn man die klare Kommunikation der Haie nicht sieht, weil man mehrere im Blick behalten muss.

Mitgenommen habe ich einen großen Respekt vor diesen wundervollen Tieren. Sie sind definitiv der "apex predator" und damit die Spitze der Nahrungskette im Meer. Begeben wir uns in deren Lebensraum sind wir nur ein kleiner Teil des großen Ganzen. Man versteht, wie komplex und unheimlich wichtig die verschiedenen Beteiligten in unserem Ökosystem sind und hinterfragt sehr nachhaltig die eigene Rolle aber auch die eigene persönliche Verantwortung den anderen Beteiligten gegenüber.

All in all: a trip of a lifetime!

Bei Fragen meldet Euch gern! Vielen Dank auch für das Interesse, da es ja doch eher KEIN US-Reisebericht im eigentlichen Sinne ist.


*Bandito1011

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #38 am: 02.12.2018, 10:13 Uhr »
Vielen Dank, das war ein außergewöhnlicher Bericht den man nicht alle Tage lesen kann!
Sehr schön auch dein Fazit, in der Tat kann ich die Faszination nachvollziehen. Cooler Trip,
was fürs Leben.

San Diego habe ich etwas anders in Erinnerung, besonders die Sauberkeit ist mir damals aufgefallen.
Scheint aber wohl letzten Endes doch nur eine typische US Stadt mit den üblichen Problemen zu sein.
Die Obdachlosen-Problematik zeigt deutlich den Zustand dieses Landes, richtig schlimm. Und hier fragt
man sich noch immer wie ein Trump gewählt werden konnte. Aus Verzweiflung.

*Detritus

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #39 am: 02.12.2018, 12:12 Uhr »
Danke für den Bericht.

Stell ich mir auf der einen Seite super spannend vor, auf der anderen weiß ich nicht ob es mir den Aufwand wert wäre. Vielleicht was für „später“. ;)

SD hat wie jede Großstadt schon seine Ecken, aber selbst rund um den Bahnhof bin ich allein rumgelaufen ohne mich unsicher zu fühlen.

*Drummond

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #40 am: 02.12.2018, 18:19 Uhr »
Vielen Dank, das war ein außergewöhnlicher Bericht den man nicht alle Tage lesen kann!
Sehr schön auch dein Fazit, in der Tat kann ich die Faszination nachvollziehen. Cooler Trip,
was fürs Leben.

San Diego habe ich etwas anders in Erinnerung, besonders die Sauberkeit ist mir damals aufgefallen.
Scheint aber wohl letzten Endes doch nur eine typische US Stadt mit den üblichen Problemen zu sein.
Die Obdachlosen-Problematik zeigt deutlich den Zustand dieses Landes, richtig schlimm. Und hier fragt
man sich noch immer wie ein Trump gewählt werden konnte. Aus Verzweiflung.

Na, die "Dummis" haben halt einfach nicht mehr an das  bisherige Geschwafle der yGuten geglaubt.P :oops:
Unerhört! :D

*captsamson

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Antw:San Diego - auf zu den großen Fischen von Guadalupe Island
« Antwort #41 am: 02.12.2018, 18:39 Uhr »
Danke für den Bericht. Habe ihn gerne gelesen auch wenn ich weder Taucher bin noch in kürzerer Zukunft wieder ein US Urlaub ansteht.
2010 NY,NV,AZ,CA
2011 NY,WY,UT,AZ,NV
2011 NY,DC
2012 NV,AZ,CO,UT
2014 WY,MT,AB,BC,WA
2015 WA,OR,CA,NV