4 Wochen Südstaaten mit Swamps, Plantagen und Musik im Frühjahr 2018

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*vanbasten

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Sorry für die Wartezeit  :pfeifen: Aber dafür heute gleich zwei Tage  :winke:

Montag, 12.03.2018
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Heute haben wir etwas länger geschlafen als sonst, wahrscheinlich lag es daran, dass uns gestern wegen der Eastern Zeitzone eine Stunde „gestohlen“ wurde. Wir haben es dann ruhiger angehen lassen und erst einmal in unserem Strandhaus ausgiebig gefrühstückt. Das Wetter hatte sich wieder beruhigt und war nahezu wolkenlos, nur windig und mit ca. 16°C deutlich kühler als gestern.

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Port St Joe in einen Waschsalon zum Wäsche waschen. Das klappte wie bisher immer sehr unkompliziert und flott. Danach liefen wir durch den Ort, entlang der mit netten Geschäften bestückten Hauptstrasse und an der Marina entlang. Der Ort machte einen ruhigen, aber netten und sympatischen Eindruck auf uns, ganz im Gegensatz zu dem trubeligen und mit Hotelkomplexen verbauten Teil vom Panhandle zuvor.

Später ruhten wir uns im Haus etwas aus und fuhren dann auf eine kleine Wanderung zum St Joseph Peninsula SP auf beiden Seiten der Inselzunge entlang. Dort gibt es auch einen schönen, geschützten Campingplatz inmitten der Pinien, der komplett voll war. Der Sand in dieser Region ist wirklich schneeweiss und blendet in der strahlenden Sonne richtig. Wir sahen einige fressende Deer‘s direkt am Weg.









Abends waren wir dann essen im Sand Bucket Smokehouse & Grill zum BBQ essen. Die Atmosphäre dort hat uns sehr gut gefallen, aber leider hat das BBQ nicht ganz unsere Erwartungen erfüllt.





Unterkunft wie 11.03.

*vanbasten

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Dienstag, 13.03.2018
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Nach dem Frühstück in unserem gemütlichen Ferienhaus haben wir uns erst einmal in unserer unmittelbareren Umgebung der Cabin umgesehen. Hinter der Porch kommt man auf eine grosse Wiese, wo wir gleich von unserer Nachbarin angesprochen wurden. Nach einem netten Smalltalk gingen wir zuerst über den langen Steg zur hinteren Meerseite und danach über die Strasse auf die andere Seite an den Strand. Auch hier gab es diesen blendend weissen Sand.





Obwohl heute bei wieder wolkenlosem Himmel ein strammer kühler Wind wehte, lagen einige Leute im Bikini oder Badehose auf ihren Liegen und sonnten sich. Einige Kinder spielten sogar im Wasser, wobei ich mir vorstellen konnte, dass die Wassertemperatur sogar noch über der Lufttemperatur lag, vom kühlen Wind mal abgesehen. Aber trotzdem wäre mir das eindeutig zu kalt. Wir liefen ein ganzes Stück am Strand entlang und genossen die Natur.

Zurück im Ferienhaus hatte meine Frau die Idee mal zu recherchieren ob hier auch Airboat Touren angeboten werden, denn dieses „must see“ hatten wir ja noch auf der Liste. Gesagt getan, wir fanden einen geeigneten Anbieter mit guten Bewertungen in Apalachicola. Wir machten uns daraufhin gleich auf nach Apalachicola, fanden aber an der angegebenen Adresse nur ein leerstehendes Gebäude ohne Firmenschild vor. Am davor liegenden Marinahafen sahen wir aber einen Typen, der gerade hergefahren war und ein Airboat ins Wasser ließ. Wir fragten ihn gleich, ob er eine Tour frei hat und per Handschlag verabredeten wir uns auf 16 Uhr. Zack zack, so spontan und unkompliziert mögen wir das!

Danach schauten wir uns das Städtchen an, gross war es nicht, aber doch ganz nett. Wir wollten uns eigentlich das John Gorrie Museum ansehen aber es war leider geschlossen. John Gorrie war ja der Erfinder der Kälte- und Eismaschine im 19. Jahrhundert. Es standen nirgends die Öffnungszeiten, nur auf der Homepage haben wir später gelesen, dass es Dienstag und Mittwoch geschlossen hat. Super, mal wieder zur falschen Zeit am richtigen Ort.  :wink:





Es war eh Zeit für einen Kaffee und wir gingen deshalb in ein nettes Cafe an der Mainstreet. Es hiess Chocolate & Coffee Company, dort gab es leckeren Kuchen und selbst gemachtes Eis, aber vor allem guten Kaffee aus der Siebträgermaschine.


In der Chocolate & Coffee Company

Anschließend fuhren wir über die große Brücke in Richtung St George Island, machten aber vor der Island Brücke kehrt. Aber da drüben muss es auch ganz nett sein.

Kurz vor 4 waren wir dann wieder zurück am Hafen und sahen Capt. Cook, wie er sich uns vorstellte, gerade einlaufen. Schließlich ging es auch für uns los, nicht bevor wir uns neben den Schwimmwesten auch das GPS und Funkgerät zeigen lassen mussten, die wir bedienen sollten, falls ihm etwas passiert…. Okay, hoffen wir mal, dass es nicht soweit kommt.









Wir fuhren zunächst in einem Affenzahn hinaus in die Swamps und dann machte er zum ersten Mal Halt und stellte den Motor (ein Chevrolet V8, wie er uns erklärte) aus. Und tatsächlich sahen wir schon den ersten Alligator am Rand im Gras liegen, 8 Fuß soll der gross sein. Bevor ich ihn vor die Linse bekommen konnte, war er auch schon blitzschnell im Wasser verschwunden. So ging das die ganze Fahrt, meistens haben wir dann Baby Alligatoren gesehen, dafür aber von ganz nah. Capt. Cook wollte uns dann einen Baby Alligator aus dem Gras holen, aber es war zu schnell und wendig. Vielleicht besser so…







Zum Abschluss wollte uns der Guide eigentlich noch die Mama und „Mr. Precious“, der grosse Gator zeigen, aber die versteckten sich heute leider zu gut. Cook erzählte, dass Alligatoren ihre festen Liegeplätze haben, die sie selten aufgeben. Auch haben wir unter anderem gelernt wie man Männchen von Weibchen unterscheidet. Alles in allem war das ein super Trip mit dem Boot in dieser einzigartigen Landschaft in den Swamps da draussen, wo man sonst ja nicht hinkommt. Es hat sich echt gelohnt, uns beiden hat es super gefallen. Die Tour hat insgesamt 1.5 Stunden gedauert.

Da wir jetzt Hunger hatten, gingen wir ins Owl Cafe, das wir bei Tripadvisor recherchiert hatten als gutes Austern Lokal. Wenn man schon mal in Apalachicola ist, muss man doch auch Austern essen, oder? Entgegen unseren Erwartungen handelte es sich um ein recht vornehmes Restaurant mit ziemlich hohem Standard und es war später auch gut besucht mit vielen vorreservierten Tischen. Das Essen war wirklich ausgezeichnet, wenn auch zumindest mindestens mittelpreisig. Wir hatten Bruschetta als Vorspeise und ich hatte frittierte Austern mit Basmatireis und Gemüse.



Unterkunft wie 12.03.

*vanbasten

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Mittwoch, 14.03.2018
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Heute hieß es Abschied nehmen vom schönen Strandhaus in Cape San Blas. Nach dem Frühstück machten wir uns auf in Richtung Osten über Appalachicola immer am Meer entlang mit attraktiven Aussichten auf die vielen Sandbänke davor. Das ist schon eine wirklich schöne Gegend, hier erlebt man noch das urtypische Florida!
Später verliessen wir die Küste nach Norden und die Fahrt ging durch grosse Waldflächen. Schon zum zweiten Mal (nach Natchez) meldete sich heute die Alarmlampe für den Reifendruck, der Reifen vorne rechts verliert nach und nach Luft. Also suchten wir wieder eine Tankstelle auf und „tankten“ für 75 Cents Druckluft. Solange der Verlust so schleichend bleibt, müssen wir wohl keine Servicestation anfahren (kostet uns nur zu viel Zeit).

Das erste Ziel heute ist der State Park Walkulla Springs. Der Eintritt kostet wieder mal $6. Die Anlage besteht aus einem grossen Parkplatz, einer grossen Lodge im spanischen Haziendastil erbaut mit Restaurant, Cafeteria und glaube ich auch Zimmern.





Wir wollten aber die Bootstour machen auf dem grossen Süsswasser-Quelltopf. In einer halben Stunde um 13 Uhr startet die nächste Tour und sie kostet „nur“ $8, weil heute keine Fahrten mit dem Glasbodenboot angeboten werden können, wegen trüben Wasser. Auf der einen Seite schade, aber mal sehen was wir so zu sehen bekommen. Um es vorweg zu nehmen, es war jeden müden Dollar dreifach wert.



Wir waren 29 Passagiere an Bord und das Boot fuhr in langsamer Fahrt den Fluss entlang. Alleine die Landschaft um den Fluss ist sagenhaft und die unterhaltsamen Erklärungen von unserem Captain machten die Fahrt kurzweilig. Aber das Beste war dann doch das Wildlife, was wir zu sehen bekamen: Manatees, Alligatoren in allen Grössen an allen Ecken, viele Schildkröten, verschiedene Vogelarten und sogar eine Schlange in einem Baum.










Suchbild schwimmender Gator






gut getarnt


solange die Schlange schläft  :winke:



Laut dem Captain gab es heute so viele Manatees zu sehen, weil es am Grund noch ziemlich kalt ist. Diese Fahrt können wir absolut empfehlen.




Manatee

Danach machten wir noch eine kurze Wanderung auf dem Hammock Trail, ein schöner Rundweg durch die Sümpfe und Zypressenwald.

Anschliessend fuhren wir durch, die kurze Strecke bis nach Tallahassee. Obwohl die Stadt die Hauptstadt von Florida ist, macht sie einen recht übersichtlichen Eindruck, denn wir waren ruckzuck am Hotel, das sich im Zentrum der Stadt, nahe beim Capitol, befindet. Wir haben erst einmal an einem der vielen Parkuhren geparkt und haben für eine Stunde 50 Cents eingeworfen. Die letzte viertel Stunde bis 18 Uhr parkten wir auf Risiko, zudem waren noch 10 Minuten auf der Uhr. Den kurzen Weg ums Eck zum Hotel liefen wir mit unserem Gepäck, allemal besser wie $15 pro Nacht im Hotelparkhaus zu bezahlen.

Zur Abendessenzeit machten wir uns bei immer noch herrlichem Wetter auf den Weg in die Umgebung. Zuerst zum ältesten Haus der Stadt, The Columns und dann zum Capitol, das eigentlich aus zwei Capitols besteht, dem alten und dem neuen aus den 70er Jahren gleich dahinter.


The Columns


Capitol (alt vorne – neu im Hintergrund)

Im alten und deutlich schöneren Capitol ist heute ein Museum der Stadt eingerichtet, wobei das neuere ein düsterer Klotz ist, über 20 Etagen hoch.

Dann sind wir zum Essen ins Texas Roadhouse gefahren. Wir haben diese Kette vor zwei Jahren im Nordosten kennen und lieben gelernt und musste auf jeden Fall auch in diesem Jahr wieder auf unserem Speiseplan stehen.




super leckere warme Biscuits mit Zimtbutter ...


... die gehören hier natürlich auch dazu

Nach dem (wiedermal hervorragenden) Essen fuhren wir in ein öffentliches Parkhaus ums Eck vom Hotel, weil die Parkuhren nur bis 8 Uhr kostenlos sind. Im Parkhaus waren die Schranken aber geöffnet und so fuhren wir einfach rein stellten unser Auto ab. Am nächsten Morgen fuhren wir dann zum besetzten Kassenhäuschen an der Ausfahrt und erzählten, dass wir kein Ticket bekommen hatten, weil die Schranke offen war. So mussten wir nur $4 für 2 Stunden bezahlen. Auch gut.

Unsere Route heute:



Unterkunft   DoubleTree Tallahassee (FL)
Preis          $142 ohne Frühstück
Bewertung   **** / grosses Zimmer mit Kingsize Bett, Eingangshalle und Einrichtung heller Klassik / Modernstyle-Mix, grosser Schreibtisch, Kaffeemaschine, gutes Wifi, Starbucks im Foyer








Blick aus dem Hotelzimmer zum Capitol

*partybombe

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Schöne Tierfotos