Canyons Exploring Tour 2016

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*Saguaro

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Canyons Exploring Tour 2016
« am: 05.11.2018, 09:26 Uhr »
Willkommen zu unserer

Canyons Exploring Tour 2016

mit diesem Appetizer:



Ich freue mich , wenn ihr uns auch diesmal wieder begleitet und lege sofort los:

Die Planung

Kaum hatte uns der Alltag nach der letzten Übersee-Reise im Frühjahr 2015 wieder, reifte die Idee schnell zum Plan. Wandern in Utah war klar, doch diesmal wollten wir uns ein bisschen mehr abseits der touristischen Pfade begeben und erstmals in der Wildnis campen.

Deshalb musste nicht nur ein Zelt, sondern auch ein geeignetes Fahrzeug her. Am liebsten wäre es uns gewesen, wenn wir einen Anbieter für Offroad-Fahrzeuge in Las Vegas gefunden hätten. Doch leider wurde ich da nicht fündig. Special SUV‘s gibt es nur in Moab oder in Salt Lake City zu mieten. Doch in Moab sind die Preise zzgl. Versicherung einfach zu hoch.

In Salt Lake City sieht es anders aus. Dort gibt es Rugged Rental. Bei denen konnte ich einen Jeep Wrangler mit Hardtop für zwei Wochen mieten.

Doch zuvor musste ich die Flüge reservieren. Die Verbindungen nach Salt Lake City behagten mir alle nicht. Entweder war die Umsteigezeit zu kurz/zu lang oder man wird im Anschlussflug in eine Propellermaschine verfrachtet. Also buchte ich im Mai 2015 einen Condor Direktflug von Frankfurt nach Las Vegas in der Premium Economy mit jeweils einem Gepäckstück mehr. Von Las Vegas aus hatte ich die Southwest Airlines ins Auge gefasst, die mehrmals täglich direkt nach Salt Lake City fliegt und ein 2. Gepäckstück ohne Aufpreis beförderte. Diese Flüge konnte ich erst im November buchen, da sie erst 6 Monate zuvor online freigeschaltet werden.

Wichtig war jetzt noch die erste Übernachtung in Salt Lake City. Hier wählte ich das Hyatt Place in Flughafennähe mit Shuttleservice. Das Hotel musste ich bei der Fahrzeuganmietung angeben, da man von dort am nächsten Morgen abgeholt wird.

Die Vorbereitung

Die An- und Abreise stand, aber das dazwischen musste noch alles ausgeklügelt werden. Zuerst steckte ich die Etappenziele ab und reservierte einige Übernachtungen. Heiko sorgte in der Zwischenzeit für ein Zelt und den dazu benötigten Hausrat.

Nicht, dass wir unbedingt campen wollten, doch manchmal ist ein Wandergebiet so weit ab vom nächsten Motel, dass auch unseren alten Knochen nichts anderes übrig bleibt. Doch zuvor mussten wir uns noch in die Campingmaterie einarbeiten.

So langsam wurde es Februar 2016 und wir erstellen eine Liste über Dinge, die wir in einem Walmart in Salt Lake City bestellen wollten. Heiko machte sich an die Feinarbeit und speicherte eifrig GPS-Daten ab.

Der Countdown

Ich glaube, wir waren noch nie so aufgeregt, wie vor dieser Reise. Lasst mal Perfektionisten zelten gehen .

Ein Astronaut wird wohl vor dem Start kaum nervöser sein. Deshalb begann unser Countdown schon

10 Tage zuvor: Mein Koffer war gepackt, ebenso 2 Reisetaschen mit Campingutensilien. Bei Walmart bestellten wir einen Teil unserer Einkaufsliste zur  just-in-time-Abholung in Salt Lake City.
 
9 Tage zuvor: Online Bestellung bei Outfitter Country und entsprechende Paketankündigung ans Hotel. H2O Rufnummer aktiviert, damit wir vorab unsere US-Rufnummer weitergeben können. Ursprünglich wollten wir wieder eine Simkarte von Cellion, doch die teilten uns 2 Wochen vorher mit, dass sie keine freien Rufnummern mehr haben und wir uns an den Simlystore wenden sollen.

8 Tage zuvor: Die Bestellung von Outfitter Country wurde verschickt, Proviantlisten erstellt, mit dem Frühjahrsputz begonnen, eine Online Bestellung im Home Depot aufgegeben.

7 Tage zuvor: Beim Ausparken nach der Arbeit stand plötzlich ein Pritschenwagen hinter mir, den ich im toten Winkel  :sprachlos:  nicht gesehen habe. Der Rückfahrwarner vom Auto reagierte nicht, da die Ladefläche des Sprinters höher ist. Das Baustellenfahrzeug hatte nicht mal eine Schramme, aber ich kein Rücklicht mehr und eine große Delle im Auto. Mein erster Unfall in 34 Jahren. Nach einem Anruf bei der Versicherung, beauftragte diese gleich eine Karosseriewerkstatt.

6 Tage zuvor: Nachmittags Abschieds-Kaffeekränzchen mit der Family.

5 Tage zuvor: Heiko holte noch zwei Ster Holz aus dem Wald und ich machte Frühjahrsputz. Abends wetteiferten wir mit unseren Kreuzschmerzen.

4 Tage zuvor: Die letzte Vorbestellung im Walmart ging raus, da die Ware nur 8 Tage gelagert wird. Heiko packte seinen Koffer.

3 Tage zuvor: Die befürchteten Überstunden blieben aus .

2 Tage zuvor: Meine Chefin musste noch etwas instruiert werden, da ich seit 4 Wochen keine Kollegin mehr hatte.

1 Tag zuvor: Der halbe Arbeitstag verlief komplikationslos. Mein Auto wurde um 14 Uhr von der Karosseriewerkstatt abgeholt. Letzte Sachen wurden im Handgepäck verstaut, der Online Check-In und die letzten Hausarbeiten erledigt. Letzter Checkup (wahrscheinlich insgesamt der 289ste  :zwinker: ), ob der Reisepass immer noch im vorderen Taschenfach griffbereit liegt) und diesmal durfte ich den Führerschein nicht vergessen.

Das war nun die Planung, doch was dann so alles geschah und warum auf der Tour ein bisschen der Wurm drin war, das lest auf den folgenden Seiten.

Zuvor noch unsere Ziele:

Frankfurt -> Salt Lake City (Anreise)
Salt Lake City -> Vernal (Fantasy Canyon)
Vernal -> Moab (Moonshine Arch, Dinosaur NM Quarry)
Moab -> Moab (Shafer Trail, Musselman Arch, Potash Road, Lions Back
Moab -> Needles District (Salt Creek/Horse Canyon, Pothole Point)
Needles District -> Green River (Big Spring Canyon/Elephant Canyon Loop)
Green River -> Green River (Horseshoe Canyon im Canyonlands NP)
Green River -> Green River (Moonshine Wash, Chaffin Ranch Geysir, Lower Gray Canyon)
Green River -> Green River (Sego Canyon, Arches Nationalpark, Crystal Geysir)
Green River -> Hanksville (Black Dragon Canyon, Moonscape Overlook, Mars Research Station, Burpee Dinosaur Quarry)
Hanksville -> Escalante (Cohab Canyon im Capitol Reef NP)
Escalante -> Escalante (Bement Arch, Chimney Rock, Devils Garden)
Escalante -> Escalante (Collet Top Arch, Old Boulder Mail Trail)
Escalante -> Nephi (über Salt Lake City)
Nephi -> Las Vegas
Las Vegas -> Frankfurt (Rückreise und Fazit)
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)

*Doreen & Andreas

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« Antwort #1 am: 05.11.2018, 10:00 Uhr »
Erster  :wink: :lol:
Klar bin ich auch bei dieser Tour gerne wieder mit dabei...
Viele Grüße,
Andreas
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*Saguaro

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« Antwort #2 am: 05.11.2018, 10:18 Uhr »
Erster  :wink: :lol:
Klar bin ich auch bei dieser Tour gerne wieder mit dabei...

Das freut mich sehr.

Ein herzliches Willkommen, Andreas .
Liebe Grüße

Ilona

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*partybombe

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« Antwort #3 am: 05.11.2018, 10:55 Uhr »
Ich bin (wieder) dabei😘

*Saguaro

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« Antwort #4 am: 05.11.2018, 11:39 Uhr »
Ich bin (wieder) dabei 😘

Klasse . Davon bin ich sowas von ausgegangen  :zwinker: .

Auch dir ein herzliches und großes WELCOME!
Liebe Grüße

Ilona

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*Saguaro

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« Antwort #5 am: 06.11.2018, 07:57 Uhr »
07.04.16 - Von Frankfurt nach Salt Lake City

Um 6:10 Uhr klingelte der Wecker, aber ich war mit kurzen Unterbrechungen schon seit 2:00 Uhr wach. Vor Aufregung konnte ich wie immer kaum schlafen und startete deshalb ziemlich gerädert in den Abreisetag.

Auf der Autobahn hatten wir zweimal zähfließenden Verkehr und der Shuttle vom Parkhausbetreiber ließ noch 20 Minuten auf sich warten. Durch den Umbau des Frankfurter Flughafens hatten wir mit dem ganzen Gepäck nicht nur Umwege zu laufen, sondern auch die Aufzüge waren außer Betrieb. Wir mussten im Terminal 1 über Umleitungen von ganz hinten nach ganz vorne und waren kurz vor den Condor Schaltern nicht nur verschwitzt , sondern auch erstaunt, dass mindestens 300 Leute in der Schlange standen. Das konnte dauern und wir waren zeitlich ohnehin schon ziemlich knapp dran.

Doch wir hatten Premium Economy gebucht und an dem Schalter stand niemand an. Da war mir der Online-Check in und der Gepäckaufgabeschalter egal. Wir wurden sofort eingecheckt und das war gut so, denn es blieben nur noch 15 Minuten bis zum Boarding. Pass- und Sicherheitskontrolle eingeschlossen. Dort war es total leer und wir waren schnell am Gate.
 
Unsere Vermutung bestätigte sich, dass wir mit dem Bus zum Flieger gebracht werden. Das nutzte ich, um meinen Großneffen über What'sApp mit Bildern zu versorgen. Wir beide sind ziemlich fliegernärrisch, aber mit einem Unterschied: Ich habe Flugangst, er nicht. Zum Dank informierte er mich über die Vorbesitzer und das Alter der Maschine. Da ich nicht vorhatte, den gebrauchten Hobel zu kaufen, schenkte ich den 15 Jahren wenig Beachtung. Das ist doch schließlich kein Alter für ein Flugzeug.
 
Wir starteten pünktlich und der Sitzabstand und das Essen waren in Ordnung. Es gab aber keinen Begrüßungsdrink wie bei der Lufthansa und an der Wasserausgabe wurde auch gespart. In der Premium Economy bekam man eine Wasserflasche mit 0,5 l und nur einmal während des gesamten Fluges ging der Flugbegleiter mit Wasserbechern durch. Dafür ist das Premium-Essen aber viel besser, als das der Lufthansa.

Der Flug und die Passagiere waren sehr angenehm. Es wackelte nur über Grönland und ab Salt Lake City etwas.

Auf Island und Grönland Luftbilder verzichte ich diesmal, dafür gibt's welche vom Grand Teton,



von unserem Endziel an diesem Tag - Salt Lake City,



der Bingham Copper Mine,



und Overton,



bevor der Pilot seinen Schwenk in Richtung Las Vegas über dem Lake Mead machte.



Wir landeten sogar 40 Minuten früher und der Einreisestempel war nach 15 Minuten in den Pässen. Der Zoll winkte uns mit der Frage "Condor?" nach unserem Nicken einfach durch. Jetzt mussten wir nur noch dem Schild Interterminal Shuttle folgen, denn die Inlandsflüge werden im Terminal 3 abgefertigt. Mit dem Bus ist das fast eine kleine Stadtrundfahrt, zumindest um den Flughafen herum. Es wäre so einfach, wenn der Bus an der Abflughalle bei den Airlines gehalten hätte, doch wegen Umbaumaßnahmen mussten wir auch hier Umwege gehen. Am Check-in war ein besonders witziger Typ, der Heiko nach New York und mich nach Salt Lake City schicken wollte. Nachdem er selbst am meisten über seinen Joke gelacht hat, versicherte er uns, dass die Maschine pünktlich startet.

Bei der Southwest gibt es keine Sitzplatzreservierung, sondern first come, first served. Man wird beim Bording in Reihen aufgerufen. Da wir nicht online einchecken konnten und sehr spät dran waren, bekamen wir natürlich die letzte Reihe zugeteilt. Am Gate dann die Durchsage, dass die Maschine mit einer Stunde Verspätung aus Los Angeles eintrifft. Die Zeit nutzten wir und teilten uns am italienisch angehauchten Imbiss eine kleine Pizza.

Es stellte sich heraus, dass die Maschine bis auf den letzten Platz ausgebucht war. Die Leute reihen sich zwar schön ein, doch im Flugzeug kann jeder seinen Sitzplatz frei wählen. Die Boeing 737 war also voll und als wir endlich einsteigen durften, war offensichtlich kein Platz mehr frei. Zwei herrische, afroamerikanische Flugbegleiterinnen schickten uns von ganz hinten wieder nach vorne. Dort war nur noch ein Platz in der First Class, den ich Heiko überlassen habe. Ich musste wieder nach hinten und stapfte den Gang zum dritten Mal entlang. Dabei habe ich immer schön die Passagiere rechts und links mit meinem Rucksack angerempelt .

Ganz hinten war die Situation unverändert: Es war kein Platz mehr frei. Ein Afroamerikaner hatte Mitleid, bot mir seinen Gangplatz an und gesellte sich zur Stewardess in die Bordküche. Die 5 Holzfäller neben mir keiften mich an, dass der Platz doch besetzt wäre. Ich wusste gar nicht, dass Männer in karierten Flanellhemden so zickig sein können und ob ich darüber lachen oder weinen sollte. Der Afroamerikaner bekam das mit und erklärte den Jungs, dass es so ok ist und setzte sich auf den Klappsitz der Stewardess. Dort saß er während des ganzen Fluges und die Stewardess stand/hüpfte während dem Höllenritt daneben.
 
Damit der Pilot die Verspätung wieder reinholt, gab er ordentlich Gas und zog die Maschine steil hoch. Wir hatten so starke Turbulenzen, dass die Maschine knarrte, schepperte und es hätte mich nicht gewunderte, wenn sie in der Mitte auseinander gebrochen wäre. Während ich vor mich hin sinnierte, dass Heiko wenigstens gut gepolstert abschmiert, während ich mir noch einen Spreißel im Allerwesten in der Holzklasse hole, bekam ich einen Lachanfall . Die halbstarken Holzfäller dagegen waren mittlerweile ganz ruhig und blass.

Nach einer Stunde war der Spuk vorüber und wir hatten wieder festen Boden unter den Füßen. Heiko erwartete mich in der Mitte des Flugzeuges und es stellte sich heraus, dass auch er wieder zurückgeschickt wurde. Eine Mutter musste ihr Baby auf den Schoß nehmen und Heiko wurde daneben gesetzt. Er bespaßte das Baby während des Fluges.

Vom Flughafentelefon aus bestellte ich den Hotelshuttle, der nach zwei Minuten bereits eintraf, da eine Familie und eine Crew schon vorher angerufen hatten. Der Kleinbus war dann so voll gestopft, dass der Kinderwagen auf dem Beifahrersitz verstaut wurde. Aber wir kamen alle mit.
 
Am der Rezeption fragte ich gleich nach dem Paket vom Outdoor Shop mit den Primus-Gaskartuschen und bekam es überreicht.

Endlich war die strapaziöse Anreise vorüber und vor Erschöpfung konnten wir fast die ganze Nacht durchschlafen.

Übernachtung: Hyatt Place Airport, Salt Lake City


Liebe Grüße

Ilona

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*partybombe

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« Antwort #6 am: 06.11.2018, 12:36 Uhr »
In Frankfurt ist halt Condor 1C, da sollte man den Flughafen nicht in 1A betreten😉
Die Schlangen bei Condor sind immer (zu) lang, da sind Wartezeiten trotz Online-Checkin normal😡

*Saguaro

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« Antwort #7 am: 06.11.2018, 13:35 Uhr »
In Frankfurt ist halt Condor 1C, da sollte man den Flughafen nicht in 1A betreten😉
Die Schlangen bei Condor sind immer (zu) lang, da sind Wartezeiten trotz Online-Checkin normal😡

Jetzt kommst du zwei Jahre später mit dem Hinweis daher  :lolsign: .

Aber der Shuttle hält immer bei 1A, d. h. ich muss außerhalb oder drinnen den Weg gehen. 

Das nächste Mal weiß ich Bescheid  :zwinker: .
Liebe Grüße

Ilona

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*Doreen & Andreas

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Antw:Canyons Exploring Tour 2016
« Antwort #8 am: 06.11.2018, 14:29 Uhr »
Du beginnst diese Reise so, wie die nächste aufgehört hat: stressig und mit einer Menge Unannehmlichkeiten...  :shock:
Die Bilder vom Grand Teton, Salt Lake City, der Bingham Copper Mine und Overton sehe ich leider nicht, egal mit welchem Browser.
Geht es noch jemandem so?
Viele Grüße,
Andreas
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*mrh400

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Antw:Canyons Exploring Tour 2016
« Antwort #9 am: 06.11.2018, 16:29 Uhr »
Hey, laßt mich auch noch mit - Ihr wart doch noch gar nicht richtig zurück :wink: !

Die Bilder vom Grand Teton, Salt Lake City, der Bingham Copper Mine und Overton sehe ich leider nicht, egal mit welchem Browser.
Jetzt auch nichts mehr (weder PC noch Handy); heute früh waren die Bilder noch da :(
Gruß
mrh400

*mrh400

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Antw:Canyons Exploring Tour 2016
« Antwort #10 am: 06.11.2018, 19:31 Uhr »
Jetzt sind sie wieder da (auf dem Handy)
Gruß
mrh400

*Saguaro

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« Antwort #11 am: 07.11.2018, 07:59 Uhr »
Du beginnst diese Reise so, wie die nächste aufgehört hat: stressig und mit einer Menge Unannehmlichkeiten...  :shock:
Die Bilder vom Grand Teton, Salt Lake City, der Bingham Copper Mine und Overton sehe ich leider nicht, egal mit welchem Browser.
Geht es noch jemandem so?

Hallo Andreas,

komischerweise sind unsere Reisen immer sehr abenteuerlich :lachen07: . Ab jetzt kann es doch nur besser werden  :zwinker:  , zumindest zeitweise  :whistle: .

Es kann sein, dass der Server vom Bilderhoster kurzzeitig down war. Mittlerweile scheinen ja alle Bilder wieder sichtbar zu sein.

Hey, laßt mich auch noch mit - Ihr wart doch noch gar nicht richtig zurück :wink: !

Bei mir muss man am Ball bleiben  :zwinker: . Schön, dass du auch wieder mit dabei bist  :winke: .
Liebe Grüße

Ilona

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*Saguaro

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Antw:Canyons Exploring Tour 2016
« Antwort #12 am: 07.11.2018, 08:09 Uhr »
08.04.16 - Von Salt Lake City nach Vernal

POI: Fantasy Canyon

Dank Jetlag gingen wir um 6:30 Uhr zum Frühstücken und waren positiv überrascht. Es gab zwei Arten von so einer Art Hamburger Brötchen mit Ei oder Schinken dazwischen, frisches Obst und richtiges Geschirr. Wir konnten uns Zeit lassen, denn der Fahrdienst von Rugged Rental war erst für 8:00 bestellt.

Jedenfalls standen wir schon vor 8 Uhr bereit, doch der Fahrer kam nicht. Nach 15 Minuten rief ich mal durch und nach 20 Minuten kam dann endlich der Kleinbus angefahren. Nach weiteren 15 Minuten standen wir auf dem Hof der SUV-Vermietung. Da wir die einzigen Kunden waren, war der Papierkram schnell abgewickelt und der nette Fahrer zeigte uns das Fahrzeug. Es war ein weißer Jeep Wrangler Rubicon und der Motor lief. Bei den damals günstigen Spritpreisen konnte man  ausnahmsweise ein Auge zudrücken :zwinker: .
 
Der Jeep war schon ziemlich verbeult und hatte vier verschiedene Reifen drauf. Das erinnerte uns stark an das Auto in Mexiko vom letzten Jahr. Immerhin waren aber die vorderen Reifen neu. Während der nette Fahrer die ganzen Macken vermerkte, dampfte der Kühler des Rubicon immer mehr. Ich bestand auf ein anderes Fahrzeug, obwohl man uns erklärte, dass wir keinen Grund zur Sorge haben müssten. Was aber, wenn wir sonntags (da ist Rugged Rental nicht erreichbar) unterwegs eine Panne hätten ... .

Das Argument zog und wir bekamen einen neuen Rubicon mit nur 71 Meilen :dance: .



Es war Liebe  :liebe:  auf den ersten Blick und das Grinsen war uns ins Gesicht gemeiselt .

Nachdem das Gepäck umgeladen war, fuhren wir zum Walmart weiter, um die bestellten Waren abzuholen. Dazu mussten wir durch den Walmart durch und in der Fotoabteilung 15 Minuten warten, bis endlich das Schneckle von Verkäuferin kam. Mit Schneckle meine ich jetzt keine attraktive Sahneschnitte, sondern das Gegenteil mit extrem gedrosselter Arbeits- und Laufgeschwindigkeit. 

Sie konnte die Bestellung im Computer nicht abrufen und musste durch den gesamten Walmart ins Office des Managers. Das dauerte und Heiko hat in der Zeit einen ganzen Einkaufswagen gefüllt. In Zeitlupe schlurfte sie endlich zurück und hatte trotz Bestätigung die Hälfte der Bestellung nicht auf Lager. Es nützte alles nichts, fast die ganze Vorbestellerei war umsonst gewesen und wir mussten erst recht auf die Suche nach einer Kühlbox, zwei Kopfkissen, einem 25 l Wasserkanister, einer Spülschüssel usw. gehen.

Mit zwei vollen Einkaufswägen



verließen wir den Markt und fuhren zum nächsten Home Depot. Dort hat es mit der Bestellung geklappt (Grillkohle und Anzünder) und alles war vorrätig. Nur eine Schaufel mussten wir noch holen, denn der Walmart hatte keine auf Lager.

Gegen 10:30 Uhr konnten wir uns mit dem vollgestopften Auto endlich auf den Weg nach Park City machen. Mangels Zeit hielten wir bei den Tanger Outlets und kauften in Windeseile die Mitbringsel für zu Hause ein. Normalerweise reservieren wir uns dafür einen halben Tag am Ende der Reise, doch das ließ die Planung für dieses Jahr nicht zu. Nur einen kleinen Snack bei Arby's genehmigten wir uns noch, bevor wir uns auf den Weg nach Vernal machten. Die Fahrt war sehr anstrengend, denn es war noch stürmischer wie am Anreisetag und der Jeep wurde nicht nur ordentlich durchgeschüttelt, sondern schwamm regelrecht mit den neuen Reifen auf dem Asphalt.
 
In Vernal haben wir schnell im Springhill Suites Hotel eingecheckt und uns dann auf den Weg zum Fantasy Canyon gemacht.

Die Strecke zog sich und der Rubicon wurde zum ersten Mal richtig eingestaubt . Nach dieser Staubtaufe hieß er einfach Dusty.

Doch nun zu dem kleinen aber feinen Fantasy Canyon mit dem zerrupften Gestein:









Von oben der Blick in einen Seitencanyon:







Die Strecke zurück nach Vernal zog sich und wir kamen erst in der Dunkelheit an. Trotz der Müdigkeit gingen wir noch im Walmart vorbei, denn wir brauchten noch Planen als Zeltunterlage und auf der weiteren Strecke gibt's keinen Walmart mehr. Nachdem dieses Utensil gekauft war, wollten wir nur noch ins Hotel und schlafen. Aber: Am Eingang des Hotels fand ich noch einen Flyer vom Moonshine Arch, der meine Lebensgeister ganz kurz weckte.

Übernachtung: Springhill Suites, Vernal



Link zur Map
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*Saguaro

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Antw:Canyons Exploring Tour 2016
« Antwort #13 am: 08.11.2018, 07:57 Uhr »
09.04.16 - Von Vernal nach Moab

Hike: Moonshine Arch
POI: Dinosaur NM Quarry


In der Suite wären wir gerne noch ein bisschen geblieben, so gemütlich war es da. Vom Frühstück hätten wir allerdings ein bisschen mehr erwartet, vor allem keine Plastikteller und Styrobecher.

Wir hatten zwar eine lange Fahrstrecke bis Moab vor uns, doch der Moonshine Arch reizte uns doch sehr und der Flyer sollte uns gute Dienste erweisen. Einzig das Wetter spielte nicht so ganz mit, denn so langsam holten uns die dunklen Wolken vom Norden ein.

In der Stadtmitte bogen wir auf die US 191 gen Norden ab. Doch zuvor stellten wir den Odometer auf 0. Vorbei am Steinaker Reservoir bogen wir nach 6,5 Meilen kurz nach dem Milemarker 359 in der Kurve links in eine Dirtroad ab. Die Road führt nach der Einfahrt etwas abwärts und man kann leicht daran vorbeifahren.
 
Bei 7 Meilen biegt man nach einer kleinen Wash links ab. Hier ist ein Schild angebracht.



Die Spurrinnen werden etwas tiefer



und die Landschaft farbenfroher.



Nach insgesamt 7,8 Meilen steht man vor einem Zaun mit grünen Pfosten.



Davor kann man gut parken, denn wenn man nicht gerade einen ATV oder ein geländegängiges Fahrzeug fährt, ist hier Schluss.



Das geht nach den tiefen Furchen so steil in die Wash runter, dass wir den neuen Jeep noch schonen wollten und zudem waren wir zum Wandern dort.

Oben auf der anderen Seite der Wash, gingen wir nach rechts auf einem Trampelpfad in Richtung diesem alkovengespickten Felsen, der auf Privatgrund steht.



Man kann auch der Dirtroad und den angebrachten Schildern folgen, das ist aber ein bisschen weiter. Ansonsten führt der Pfad entlang dem Privatzaun nach links. Man sieht sehr viele Fußspuren im Sand und kann sich eigentlich gar nicht verlaufen.

Irgendwann führt der Pfad wieder auf die Offroader-Piste und kurz, aber knackig nach oben.



Immer wieder finden sich Schleifspuren von Unterböden auf den hellen Steinen. ATV und Jeeps können sogar noch danach geparkt werden.



Wahrscheinlich parken ab und zu welche direkt vor der Türe.



Je näher wir dem Arch kamen, umso mehr ließ sich die Sonne blicken.

Hier ist er nun, der prachtvolle Moonshine Arch .









Hinter dem Arch befindet sich ein Alkoven,



von dem aus man sieht, dass das hintere Ende vom Arch wie abgesägt ist.



War das eine tolle Wanderung am Morgen und weil's so schön war, musste ich gleich noch eine Stabilitätsprüfung durchführen :zwinker: .



Wir sind um 9:00 Uhr am Parkplatz gestartet und waren um 10:00 Uhr wieder am Auto. Eine kurze, aber durchaus lohnenswerte Wanderung!

Wir setzten unsere Fahrt in Richtung Dinosaur National Monument fort. Viel Zeit für den großen Park hatten wir nicht und deshalb nur Interesse an der Quarry Exhibit Hall.

Was für eine Fundgrube an Dinosaurier Knochen in einer Wand:











Wirklich klasse gemacht, die Ausstellungshalle  :daumen:. Da schlägt gleich jedes Paläontologenherz höher.

Nach so vielen alten Knochen wurde es Zeit, dass wir unsere Boneless Turkey Sandwiches futterten. Beim Visitor Center hatten wir freie Auswahl an Tischen und Bänken.

Die Fahrt nach Moab über die US 139 zog sich wie Kaugummi und in den Bergen  regnete es ab und zu. Als wir dann auf der Interstate 70 waren, kam der große Wolkenbruch. Das konnte ja heiter werden.

Doch sobald wir auf die US 128 abbogen, zeigte sich die Sonne und bei den ersten tiefroten Felsen, den Fisher Towers,



war es ein bisschen wie nach Hause kommen :dance:.

Ich hatte aufgrund einer Empfehlung die Kokopelli Suite # 2 für 2 Nächte reserviert. Wir fuhren zuerst zur Rezeption, die sich bei der Kokopelli Lodge befindet. Die Dame, die unbeweglich hinter dem Check-In Tresen thronte, war überfordert, denn es dauerte sehr lange, bis sie endlich die Reservierung fand. Sie zeigte auf das Zimmer gegenüber und gab uns den Code für die Zimmertüre. Leider hat der nicht funktioniert, so dass sie die Klammern lösen musste, mit denen sie anscheinend an den Stuhl getackert war. Aber auch bei ihr funktionierte der Code nicht und sie forderte übers Telefon einen neuen an. Endlich ging die Türe auf und surprise, surprise - das Zimmer war belegt . Glücklicherweise waren die Gäste ausgeflogen .

Jetzt endlich dämmerte es ihr , dass wir nicht die Lodge, sondern die Suite gebucht haben. Das sagte ich ihr doch die ganze Zeit . Man war die vielleicht konfus.

Egal, wir fuhren ein paar Querstraßen weiter zu den schnuckeligen Kokopelli Suites und waren angenehm überrascht.

Wir brauchten keinen Zimmercode, denn die Türe wird mit einem Schlüssel geöffnet. Das Appartement ist liebevoll und kunterbunt eingerichtet. Das Bad mit Dusche ist etwas klein, der Toilettensitz mini, aber sonst gibt's genügend Platz. Da es sich um eine Ferienwohnung handelt, findet nur eine Endreinigung statt.

Nachdem das ganze Gepäck aus dem Auto ins Appartement geräumt war, hatten wir Hunger. Wir gingen runter zur Hauptstraße in Miguel's Baja Grill. Es war Samstagabend und die Leute standen auf dem Gehweg Schlange. Man reservierte uns einen Tisch 45 Minuten später und wir machten in der Zeit einen Bummel durch die Souvenirläden.

Das Essen war gut, jedoch nicht so überragend wie auf Tripadvisor beschrieben. Es fehlte die Würze und so war es unser bisher geschmacksneutralstes mexikanisches Essen und dazu noch überteuert.

Nach dem Essen fuhren wir noch zum City Market und gingen auch in den Outdoor Laden daneben. Letztendlich hatten wir noch mehr Zeugs und alles wurde nur ins Auto gestopft. Das Appartement war so vollgestellt, so dass wir am Abend noch Ordnung schaffen mussten.

Wir waren uns einig, dass wir für solche Aktionen doch langsam zu alt sind und als nächstes einen Erholungsurlaub oder eine Kreuzfahrt ins Auge fassen sollten.

Übernachtung: Kokopelli Suite # 2, Moab



Link zur Map


Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #14 am: 08.11.2018, 11:00 Uhr »
Mensch, was ist bei Euch immer los.........🙄
Da plant ihr alles detailliert voraus und dann klappt es nicht. Ich käme gar nicht auf die Idee bei Walmart vorzubestellen, finde es aber gut, und dann klappt es nicht. Pech!

*Saguaro

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« Antwort #15 am: 08.11.2018, 14:47 Uhr »
Mensch, was ist bei Euch immer los.........🙄
Da plant ihr alles detailliert voraus und dann klappt es nicht. Ich käme gar nicht auf die Idee bei Walmart vorzubestellen, finde es aber gut, und dann klappt es nicht. Pech!

Irgendwie verfolgt uns immer das Abenteuer  :zwinker: :grins: . Das Vorbestellen geschah aus Zeitgründen, denn Zeit haben wir bei der minutiösen Planung nie.

Man weiß auch nie, ob die Walmart-Filiale alles auf Lager hat und dann muss man alle Märkte abklappern. Das kostet zu viel Zeit.

Aber das war die erste und letzte Vorbestellung, weil es einfach nicht rund lief.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)

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« Antwort #16 am: 09.11.2018, 07:58 Uhr »
10.04.16 - Moab

POI: Shafer Trail, Musselman Arch, Potash Road, Lions Back

Die Küche in dem Selbstversorger-Appartement ist komplett ausgestattet und so genossen wir die Annehmlichkeiten von fließend Wasser und elektrischem Strom bei der Zubereitung des Frühstücks. Da macht man sich wohl erst Gedanken darüber, wenn eine Zeltübernachtung bevorsteht   :whistle: .

Als erstes fuhren wir in den Canyonlands Nationalpark und holten uns im Visitor Center ein Permit für den White Rim Trail.

Den Shafer Trail



wollten wir schon so oft fahren, doch immer regnete es. An diesen Tag sollte es endlich klappen .

Gleich beim ersten Fotostopp raste ein Tandem an uns vorbei.



Da muss man großes Vertrauen in den Partner haben.

Ansonsten waren an dem Sonntag viele Radgruppen unterwegs. Wir kamen uns vor, wie beim Radsonntag der Allgemeinen Ortskrankenkassen.

Während der Fahrt habe ich eifrig gefilmt und mich dadurch abgelenkt  :zwinker: . Als Beifahrer in Richtung Tal und mit ständigem Gegenverkehr hatte ich oft den direktem Blick in den Abgrund, so dass meine Adrenalinausschüttung auf Dauerfeuer war.

Deshalb gibt's erst wieder ein Bild von unten und da kann man gar nicht glauben, dass da eine Straße hinunter führt, auf der früher LKW's gefahren sind.



Auf dem White Rim Trail hielten wir erst einmal am





und marschierten die kurze Strecke über Slickrocks bis zum Overlook. Ein Blick nach rechts,



ein Blick nach links.



Nice und ein paar Meilen weiter befindet sich der







Nachdem wir abwechselnd über den Arch gelaufen sind  und mittlerweile die ganzen Radgruppen eintrafen, fuhren wir die Strecke gemütlich zurück.





Die Potash Road ist gegenüber dem gut gegradeten Shafer Trail etwas vernachlässigt und erfordert wie die White Rim Trail Road mehr Bodenfreiheit. Dusty war da aber ein bisschen unterfordert.

Im weiteren Verlauf immer mal wieder ein Blick auf den Colorado



und auch mit nur einer Pferdestärke ist die Gegend zu erkunden.



Tafelberge ohne Dusty - das geht doch nicht  :socool: .





Zum Schluss noch die Verdunstungsbecken zur Kalisalzgewinnung,



bevor man auf der US 279 wieder Teer unter den Reifen hat.

Der Jughandle Arch befindet sich direkt an der Straße.



Diesen Tag gestalteten wir bewusst ganz gemütlich und nur noch eine Location interessierte mich, der Lions Back.



Hier fuhren früher die Wagemutigen mit ihren Jeeps hinunter. Nachdem sich einige tödliche Unfälle ereignet hatten, wurde der Trail gesperrt.

Zum Abendessen waren wir bei ZAX und dort schmeckt das Essen noch immer. Anschließend hieß es, unseren ganzen Krempel im Auto zu verstauen. Heiko befüllte noch den 26,5 Liter-Kanister mit Wasser und ich telefonierte mit einer Freundin, die zu der Zeit in Escalante war. Ein Treffen wäre schön gewesen, doch leider kreuzten sich unsere Wege nicht.

Übernachtung: Kokopelli Suite # 2, Moab

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Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #17 am: 12.11.2018, 07:54 Uhr »
11.04.16 - Von Moab zum Needles District

Hikes: Salt Creek/Horse Canyon, Pothole Point Trail

In dem Appartement hätten wir es noch viel länger ausgehalten und auch diesmal ließen wir wieder viele Sehenswürdigkeiten in Moab offen. Doch wie immer drängte die Zeit zum Aufbruch.

Wir standen um 6:15 Uhr auf, doch bis gefrühstückt war, das Geschirr gespült und die Koffer verstaut waren, dauerte es ein Weilchen. Dann waren es noch 1,5 Stunden Fahrt bis in den Needles District.

Eine junge und äußerst attraktive Rangerin saß im Eingangshäuschen. Nach ihrem kurzen Blick auf den Nationalparkpass fuhren wir zum Visitor Center weiter. Dort begrüßte uns ein junger und äußerst hübscher Ranger. Ich war kurz verwirrt, denn mit Anwärter für America's Next Topmodel hätte ich im Needles District nicht gerechnet. Doch um auf unser Anliegen zurückzukommen  :socool: : Wir wollten die Zahlenkombination fürs Gatter in den Salt Creek/Horse Canyon. Er sagte, dass er sie nicht einmal kennt, denn man darf schon lange nicht mehr durchfahren, sondern muss wandern.

OK, dann sollten so langsam alle Trailbeschreibungen aktualisiert werden, Dusty wird wieder nicht gefordert und wir sind ohnehin zum Wandern da. Das war zum :bang:, aber es half nichts.

Dusty wurde vor dem Gatter abgestellt,



obwohl ihn dieses Schild nicht schrecken würde.



Wir trotteten schon ein bisschen frustriert die ehemalige Jeepspur im tiefen Sand entlang.



Plötzlich klapperte es neben uns im Gebüsch und wir blieben abrupt stehen. Dann war kurz Ruhe und wieder ein klappern.

Wir gingen schnell weiter und standen bald am Salt Creek.



Den Salt Creek muss man sehr oft überqueren





und zwar so oft, dass wir erst einmal am Abzweig vorbei liefen.



Das Gestrüpp wurde immer dichter und uns schwante, dass wir bereits zu weit gewandert sind. Auf dem Rückweg sahen wir dann das Schild,



doch keinen Weg in den Horse Canyon. Irgendwann hatte eine Flashflood die ehemalige Jeepspur verwüstet und über Stämme und Gestrüpp suchten wir uns einen Durchgang.

Der Frust war mittlerweile sehr groß und wir zickten uns etwas an. Jedenfalls konnte der 20 Meilen lange Horse Canyon an einem Tag so nicht erkundet werden. Wir gingen noch etwa einen Kilometer bis zu einem namenslosen Alkovenarch.



Dieser war noch nicht mal Paul Bunyans Potty, der zwar ähnlich aussieht, doch eine Meile weiter ist. Die Entscheidung, an dieser Stelle umzukehren, fiel uns leicht. Vor uns befand sich nur noch Tiefsand und eine dunkle Gewitterzelle am Himmel. Dazu kam mal wieder, dass unser Garmin um die Mittagszeit öfter spinnt und uns im Kreis laufen lässt. Irgendwie scheinen die Satelliten zwischen 12 und 14 Uhr Mittagspause zu machen. Wir kamen zwar nicht trockenen Fußes, aber auch nicht durchnässt zurück.

Obwohl wir etliche Kilometer gewandert sind, wollten wir noch einen kurzen Trail anfügen:





Glücklicherweise regnete es nur in der Ferne.





Ein paar Potholes waren gefüllt.



Wir verließen den Nationalpark und steuerten außerhalb die Needles Outpost an. Hier hatten wir für eine Nacht einen Zeltplatz reserviert. Unser erste Zeltnacht in Eigenregie stand bevor . Heiko sorgte für den Nestbau und ich schaute zu  :zwinker:  ähm stellte die Campingstühle und den kleinen Holzkohlegrill bereit.

Nachdem das Zelt stand und die Luftmatratzen aufgepumpt waren, drapierte ich die Kissen. Danach wurde gegrillt und gegessen. Um 20 Uhr wurde es dunkel und schnell kühl. Da half auch keine Campfire mehr, um sich aufzuwärmen. Also krabbelten wir ins Zelt und versuchten, uns an das Zelt und die engen Schlafsäcke zu gewöhnen.

Übernachtung: Eigenes Zelt, Needles Outpost

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Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #18 am: 12.11.2018, 10:14 Uhr »
Wiederum sehr schöne Bilder und informative Texte. Da denke ich langsam auch daran mal auf das RV zu verzichten

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« Antwort #19 am: 12.11.2018, 11:52 Uhr »
Wiederum sehr schöne Bilder und informative Texte. Da denke ich langsam auch daran mal auf das RV zu verzichten

 :dankeschoen:, aber im Needles District ist ein RV gar nicht mal schlecht. Zu den Motels ist der Weg ziemlich weit.

Warst du schon mal im Needles District? Wenn nicht, die meisten Straßen sind asphaltiert und Campingplätze gibt es auch.
Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #20 am: 12.11.2018, 17:40 Uhr »
Ich dachte es gäbe - zumindest für RV - nur Needles Outpost.
Wir übernachteten in Island in the Sky (Willow Flat), Dead Horse Point CG,  bei Corona Arch (namenlos am Strassenplatz) , natürlich Arches (Devils Garden CG), Moab ( irgendwo am Südl. Ortsrand), bei den Fisher Towers (namenlos) und beim Newspaper Rock (der heißt glaube ich auch so.

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« Antwort #21 am: 13.11.2018, 08:43 Uhr »
Ich dachte es gäbe - zumindest für RV - nur Needles Outpost.
Wir übernachteten in Island in the Sky (Willow Flat), Dead Horse Point CG,  bei Corona Arch (namenlos am Strassenplatz) , natürlich Arches (Devils Garden CG), Moab ( irgendwo am Südl. Ortsrand), bei den Fisher Towers (namenlos) und beim Newspaper Rock (der heißt glaube ich auch so.

Ah, das wusste ich nicht, dass RV's nur bei der Needles Outpost stehen dürfen. Das ist dann natürlich sehr schade.
Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #22 am: 13.11.2018, 08:49 Uhr »
12.04.16 - Vom Needles District nach Green River

Hike:  Big Spring Canyon/Elephant Canyon Loop (17 km)

Gegen morgen wurde es ziemlich frisch im Zelt und 6:15 Uhr war es endlich hell genug, um aufzustehen.

Doch ganz so schlimm wie befürchtet, war die Zeltübernachtung gar nicht. Anfangs horchten wir noch auf jedes Geräusch, doch letztendlich konnten wir sogar schlafen. Wir hatten es uns schlimmer vorgestellt.

Vor 20 Jahren wären wir bestimmt leichtfüßiger aus dem Zelt geklettert  :socool: , die erwarteten Kreuzschmerzen blieben aber aus. Dennoch, aufwendig ist das Zelten schon. Bis das ganze Geraffel wieder verstaut war, hätten wir in der gleichen Zeit von Monticello zum Trailparkplatz fahren können.

Wir starteten um 9:00 Uhr am Squaw Flat Trailhead zur Big Spring Canyon/Elephant Canyon Runde. Der anfänglich sandige Pfad endete schnell vor einer Wand, die wir nach oben steigen mussten.



Oben angekommen, reihte sich am Horizont Felsnadel an Felsnadel.



Wir mussten zum Pfad aber erst den Slickrock auf der anderen Seite hinabsteigen. Bei mir fand diese Aktion mehr oder weniger auf dem Hosenboden rutschend statt, bevor es zum Creek und dem Abzweig weiter ging.





Ein Stückchen weiter begegnete uns ein weiterer attraktiver Schnuckel von Ranger auf dem Laufsteg ähm Trail. Er fragte das Übliche: Woher, wohin. Woher fand er klasse, denn sein Vater war mal in Deutschland stationiert. Zum Wohin meinte er, dass es einige knifflige Stellen dort oben gibt und "take your time". Heiko antwortete ihm, dass es doch bisher ganz einfach war, den Steinmännchen zu folgen. Er wiederholte noch einmal "take your time", bevor er sich verabschiedete.

Immer fest dieses Töff Töff vor Augen



führt der Weg weiter nach oben.



Irgendwann standen wir vor einer glitschigen Wand



und mussten noch über diesen Felsrücken.



Der Dryfall war nur auf allen Vieren zu erklimmen.



Auf halber Höhe ein Blick in die Ferne



und ein Blick dorthin, wo wir heraufgekommen sind.



Auf dem Felsrücken angekommen, führten uns auf der anderen Seite Steinmännchen steil nach unten.







Wir verstanden jetzt, was er mit "take your time" meinte. Aber die Landschaft und die Ausformungen dort oben sind so toll , dass wir uns doch gerne Zeit dafür ließen.



Ein Drittel der Strecke lag hinter uns, als wir den Abzweig erreichten.



Da meint man, das Schlimmste hinter sich zu haben und steht kurz danach vor einer Steilwand mit seitlich einem kleinen Schlitz. Beim Anblick musste ich erst einmal schlucken. Das konnte doch nicht etwa der Weg sein ... .

Doch das war er und wir mussten über die, in die Ritze gelegten Äste



und danach entweder auf der rechten oder linken schmalen Kante entlang balancieren.



Ein TÜV Abzeichen war nirgends zu entdecken, deshalb schickte ich Heiko erst einmal vor ...  :whistle: . Die Konstruktion konnte mich zwar immer noch nicht überzeugen, doch was blieb mir für eine Wahl .

Die Strecke zurück mit steilem Abstieg über den Dryfall ... . Es konnte doch nur besser werden ...



und der eingekerbte Ast war im Abstieg ein Klacks.



Es ging über den schönen Elephant Canyon weiter



und eine sehr schmale Stelle unter einem Felsvorsprung konnte mich nun wirklich nicht mehr aus der Ruhe bringen, bis wir vor dieser Leiter standen.



Ich kann nicht mal auf eine Haushaltsleiter  über 1 m Höhe steigen, ohne dass mir die Knie schlottern. Rauf geht noch, aber hinunter gar nicht.

Dummerweise geht es im Übergang sofort auf der anderen Seite 5 m hinunter .



Was sollte ich machen? Die Hälfte der Strecke lag hinunter uns und zurück war nicht nur die Leiter, sondern auch die morschen Äste im Schlitz, der steile Dryfall ...

Schade, dass ich keine GoPro dabei hatte, denn den Abstieg konnte ich nur mit Heikos Hilfe (ich krallte mich mit den Händen am Eisen fest und er zog mir einen Fuß nach dem anderen auf die nächste Sprosse) und etlichen Flüchen bewerkstelligen.

Nach dieser Aktion machten wir erst einmal 15 Minuten Pause und stärkten uns. Der weitere Verlauf war gar nicht mehr schlimm.





Der Weg führt irgendwann ein Stück auf der Chesler Park/Elephant Hill Strecke entlang, bis er die letzten 2,8 Meilen knackig bergab/bergauf







zurück zum ersten Felsübergang führt, den ich auf dem Hinweg auf dem Hosenboden hinunter rutschte. Auf dem Rückweg sah das Ganze nach Mai- und nicht nach Marienkäfer aus.



Nach 6 Stunden waren wir wieder am Auto. 10,9 Meilen (17 km)



laut Trailbeschreibung lagen hinter uns und nach etlichen Adrenalinausstößen waren nun die Glückshormone aktiv. Ich war jedenfalls stolz wie Bolle, dass ich die Leiter hinunter gestiegen bin.

Vor allem haben uns (außer der Salt Creek Wanderung am Vortag) bisher alle Wanderungen im Needles District sehr gut gefallen. Alle haben ihren eigenen Reiz und manche fordern ganz schön. Davon abgesehen, ist das Wandern inmitten der Felsnadeln etwas ganz besonderes . Doch für dieses Jahr war unsere Needles Erkundung beendet.

Wir fuhren bis Green River weiter, checkten im Holiday Inn Express ein und gingen gegenüber ins Tamarisk Restaurant. Die Steaks und die Salate vom Büffet sind immer noch sehr gut, doch die Bedienung überredete uns zu Rosmarin/Knoblauch Fritten. Die waren dermaßen eklig (die fertigen Pommes waren in Öl und esslöffelweise gehacktem Knoblauch ertränkt), dass wir reklamieren mussten. Sie brachte uns dafür regular fries und die waren genießbar.

Die letzten Tage blieben wir vom Regen verschont, doch der Wetterbericht verhieß für die kommenden Tage nichts Gutes. Zwei Tage sollte das Wetter einigermaßen stabil bleiben, doch dann würde eine Sturmfront und ein Kältesturz unsere weiteren Vorhaben zunichtemachen.

Übernachtung: Holiday Inn Express, Green River

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Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #23 am: 13.11.2018, 15:27 Uhr »
Wow, was für eine tolle Wanderung und geniale Ausblicke!
Und Respekt, was Du alles geleistet und dass Du Dich auch zu dem Abstieg über die Leiter überwunden hast.
Ich kann das ganz gut nachvollziehen, meiner Frau wird bei Höhe auch sofort schummrig, besonders bei Treppen mit offenem Durchblick. Schon die Treppe von der ersten zur zweiten Etage des Eiffelturms dieses Jahr wäre fast im Drama geendet...
Viele Grüße,
Andreas
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« Antwort #24 am: 14.11.2018, 09:32 Uhr »
Wow, was für eine tolle Wanderung und geniale Ausblicke!
Und Respekt, was Du alles geleistet und dass Du Dich auch zu dem Abstieg über die Leiter überwunden hast.
Ich kann das ganz gut nachvollziehen, meiner Frau wird bei Höhe auch sofort schummrig, besonders bei Treppen mit offenem Durchblick. Schon die Treppe von der ersten zur zweiten Etage des Eiffelturms dieses Jahr wäre fast im Drama geendet...

 :dankeschoen: fürs Lob, Andreas. Das kann ich mir vorstellen.

Wobei mir Gitterroste komischerweise nichts ausmachen. Wir sind dieses Jahr durch die Tscheppaschlucht gewandert. Zum Schluss (im Video ab 4:40) geht es über Gitterroste und eine Hängebrücke zum Wasserfall. Das macht mir nichts aus, weil da ein Geländer ist. 

Anders bei Leitern. Da bekomme ich weiche Knie und kann dann keinen Schritt mehr machen. Aber in dem Fall war es egal, ob Pest oder Cholera  :zwinker: . Zurück gehen war jedenfalls keine Option.

Die Wanderung gehört übrigens zu den schönsten, die wir je gemacht haben. Ich kann sie jedem ans Herz legen, der kein Problem mit der Höhe hat und trittsicher ist.
Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #25 am: 14.11.2018, 10:56 Uhr »
Eine heiße Wanderung oder besser rutschige Kletterpartie, dazu Heiko als Versuchskarnickel - schönes Erlebnis
  :respekt:


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« Antwort #26 am: 14.11.2018, 11:26 Uhr »
Eine heiße Wanderung oder besser rutschige Kletterpartie, dazu Heiko als Versuchskarnickel - schönes Erlebnis
  :respekt:

 :fluester: und vorher muss er mir immer den Autoschlüssel geben  :lachen07: .
Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #27 am: 14.11.2018, 16:02 Uhr »
Hallo
Nur zur Information : Selbstverständlich gibt es im Needles-District einen NP-Campground der auch mit RV's benutzt werden kann.
https://www.nps.gov/cany/planyourvisit/camp-need.htm
Dieser gehört sogar zur speziell schönen Sorte und ist sehr empfehlenswert.
Herzliche Grüsse

Fredy

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« Antwort #28 am: 15.11.2018, 07:45 Uhr »
Hallo
Nur zur Information : Selbstverständlich gibt es im Needles-District einen NP-Campground der auch mit RV's benutzt werden kann.
https://www.nps.gov/cany/planyourvisit/camp-need.htm
Dieser gehört sogar zur speziell schönen Sorte und ist sehr empfehlenswert.

 :dankeschoen: für die Info, Fredy. Da wird sich Partybombe freuen.

Deshalb mag ich den Austausch in den Foren :daumen:.
Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #29 am: 15.11.2018, 11:46 Uhr »
13.04.16 - Green River

Hike: Great Gallery im Horseshoe Canyon (Canyonlands Nationalpark)

Nach dem Frühstück im Holiday Inn Express, inklusive pappsüßer saftiger Cinnamonroll, machten wir uns auf den langen Weg in die Horseshoe Unit vom Canyonlands Nationalpark.

Nach dem Bahnübergang beginnt die Airport Road, von der aus man in die Lower San Rafael Road (1010) einbiegt. Wir fuhren noch nicht mal 10 Minuten auf dieser Dirtroad und plötzlich sahen wir einen Stein frontal auf uns zufliegen. Der knallte auf die Scheibe und hinterließ einen kleinen Crack. So ein Schreck am Morgen! Wir konnten uns erst nicht erklären, woher der Stein kam. Ein erfahrener Offroader, den ich abends anschrieb, beantwortete die Frage so, dass die Steine vom Reifenprofil durch eine vordere Lücke im Radkasten hochgeschleudert werden. Ein tolles Auto, aber ein blöde Konstruktion und keine Carglass Filiale in der Nähe. Es sah wenigstens nicht so aus, als ob uns gleich die Scheibe entgegenkommt. 

Nach zweistündiger Fahrt erreichten wir den Trailhead vom Horseshoe Canyon.



Zuerst geht es auf einer ehemaligen Jeep-Road, die 1920 von der Phillips Petroleum Company gebaut wurde, 1,3 Meilen ganz nach unten in den Canyon.



Im GPS hatten wir einen Dino Tapser abgespeichert



und uns anfangs dämlich gesucht, da wir ihn nicht direkt am Weg vermutet hätten. Dabei ist er sogar mit einem Steinkreis kenntlich gemacht .



Aber bei der Dino Tapser Suche sind wir ohnehin meist erfolglos.

Der Weg wird nach unten immer tiefsandiger und endlich in der breiten Wash angekommen,



bleibt es anfangs auch so. Zu den ersten Felszeichnungen führt ein ausgetretener Pfad auf der linken Seite durchs Gestrüpp



bis zu den Pictographs.



Direkt auf der anderen Seite vom Canyon befindet sich die 2. Galerie, die ein kleiner Kunstkenner begutachtete.





Immer schön im schattigen Bereich dem Creek folgend,



gingen wir erst einmal an der 3. Galerie vorbei, direkt weiter zur Great Gallery, die man nach insgesamt 3,7 Meilen erreicht.





Wir dachten zuerst, wir wären da ganz alleine, doch unter den Bäumen



hatte sich ein Volunteer niedergelassen, der täglich zwei Stunden hinunter wandert, von 9:00 - 16:30 Uhr die Besucher zählt, auf die Pictographs aufpasst und anschließend wieder zwei Stunden hoch zu seinem Biwak oberhalb vom Parkplatz läuft. Respekt vor diesem Mann!

Wir waren die ersten Besucher an dem Tag und ich bekam gleich Pictographs-Einzelunterricht. Wenig bewandert in dieser Materie, erfuhr ich von den einzelnen Stilrichtungen, in diesem Fall der Barrier Style, von den Farben und und und ... Der Volunteer war froh, dass er jemand zum Quatschen hatte und mir schwirrte bald der Kopf.

Die große Figur ist der Holy Ghost



und beim König wurde sogar blaue Farbe für die Verzierungen verwendet. Hmmm ... waren das damals etwa gar keine Indianer, sondern Bayern ?



Ihr seht schon, die Hitze und der Einzelunterricht regten meine Phantasie an  :zwinker:  :grins: .

Wir verabschiedeten uns vom Volunteer und gingen zur Galerie im riesigen Alkoven.







Mittlerweile schützt eine Absperrung und ein Felssturz die Pictographs, doch damals kritzelten die Straßenbauarbeiter an der Wand herum.

Schäm dich, Albert Weber!





Das war der heißeste Tag im April und da machte der tiefsandige Rückweg richtig Laune .



Der Volunteer wies mich zuvor noch auf einen weiteren Dino-Tapser auf dem Weg hin, den wir übersehen hatten.



Was liefen die Viecher damals auch über den frisch betonierten Weg  :zwinker: .

Wir waren insgesamt 4 Stunden hin und zurück unterwegs. Anschließend waren es wieder zwei Stunden zurück bis Green River.

Ins Tamarisk Restaurant wollten wir nicht schon wieder und deshalb testeten wir das La Veracruz, ein mexikanisches Restaurant an der Mainstreet. Das Essen war frisch zubereitet und lecker, doch das Lokal mehr als schmuddelig. Die Nebenerwerbskellnerin (sie arbeitet hauptberuflich im Supermarkt um die Ecke) machte diesen Job eher gelangweilt.

Zurück im Hotel beratschlagten wir, was wir die nächsten Tagen unternehmen können.  Unsere Pläne sollten sich nämlich wegen einer angekündigten Schlechtwetterfront zerschlagen. Zelten konnten wir vergessen, denn nicht nur Sturm mit heftigen Niederschlägen, sondern auch ein Temperatursturz war zu erwarten. Man konnte weder nach Süden noch nach Norden ausweichen, denn es zog sich wie ein breites Band von New Mexiko über ganz Utah und Colorado gen Norden. Nevada sollte nur einen weiteren Tag verschont bleiben, somit lohnte sich die Flucht nicht.

Der nächste Tag sollte einigermaßen trocken bleiben, so dass wir wenigstens noch nicht umdisponieren mussten.

Übernachtung: Holiday Inn Express, Green River 

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« Antwort #30 am: 15.11.2018, 12:23 Uhr »
Das ist eine der schönsteen Wanderungen. Auch ohne Dinos. :D.
Ich habe das 2006 gemacht.

*Saguaro

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« Antwort #31 am: 15.11.2018, 16:38 Uhr »
Das ist eine der schönsteen Wanderungen. Auch ohne Dinos. :D.
Ich habe das 2006 gemacht.

Ah, noch ein Zustieg  :winke:.

Ja, die Wanderung ist toll. Hast du denn die Dino-Tapser übersehen? 
Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #32 am: 15.11.2018, 17:58 Uhr »
Das ist eine der schönsteen Wanderungen. Auch ohne Dinos. :D.
Ich habe das 2006 gemacht.

Ah, noch ein Zustieg  :winke:.

Ja, die Wanderung ist toll. Hast du denn die Dino-Tapser übersehen?

Ich bin nur bis zu den Felszeichnungen.
Dachte mir, so gewaltig werden die Dinos nicht sein. :lol:

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« Antwort #33 am: 15.11.2018, 20:25 Uhr »
Hallo
Nur zur Information : Selbstverständlich gibt es im Needles-District einen NP-Campground der auch mit RV's benutzt werden kann.
https://www.nps.gov/cany/planyourvisit/camp-need.htm
Dieser gehört sogar zur speziell schönen Sorte und ist sehr empfehlenswert.

 :dankeschoen: für die Info, Fredy. Da wird sich Partybombe freuen.

Deshalb mag ich den Austausch in den Foren :daumen:.

Es ist dann wohl nicht der Needles Outpost CG sondern Squaw Flat CG  :oops:
 :dankeschoen:
Ich habe allerdings nicht gefunden, bis zur welchen Länge der Platz geeignet ist, da man ihn nicht buchen kann - wir haben meist ab 27 Ft.

*Saguaro

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« Antwort #34 am: 16.11.2018, 14:36 Uhr »
Ich bin nur bis zu den Felszeichnungen.
Dachte mir, so gewaltig werden die Dinos nicht sein. :lol:

Die Abdrücke befinden sich direkt auf dem Weg nach unten in den Canyon. Dann bist du daran vorbei gelaufen.

Sie haben ungefähr die Größe einer gespreizten Hand und ohne GPS Daten hätten wir die nie gefunden.
Liebe Grüße

Ilona

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« Antwort #35 am: 16.11.2018, 14:42 Uhr »
14.04.16 - Green River

Hike:  Moonshine Wash
POI: Chaffin Ranch Geysir, Lower Gray Canyon

Die Schlechtwetterfront war im Anmarsch und deshalb fragte ich gleich nach dem Frühstück an der Rezeption, ob wir noch zwei weitere Nächte bleiben können. Die jungen Leute wollten aber 20 % mehr für das Zimmer und begründeten dies damit, dass schließlich Donnerstag, also Weekend, sei. Mein Argument, dass sie die Betten nicht neu überziehen müssen und wir in ein anderes Motel umziehen, ließ sie kalt. Gut, wer nicht will ...

Zurück auf dem Zimmer schaute ich nach freien Zimmer in Green River. Das Super 8 war leider ausgebucht, das River Terrace sündhaft teuer, Knights Inn kam nicht in Frage und im Motel 6 gefiel es uns vor Jahren nicht. Also blieb noch das Americas Best Value Inn (vormals Ramada). Ich buchte schnell online für 2 Nächte und dann mussten wir in Windeseile unseren Krempel zusammenpacken und auschecken.

Es war zwar schon ziemlich bewölkt, aber es sollte erst zum Abend regnen. Deshalb fuhren wir nochmals die Green River Cutoff Road entlang.

Vorbei am Horse Bench Reservoir mit dem pinkfarbenen Wasser.



Während ich so die Dirtroad entlang bretterte, sah ich aus dem Augenwinkel einen gekrümmten Stock auf der Straße liegen. Es dauerte einige Sekunden bis es mir blitzte , dass das kein Stock, sondern eine Schlange ist. Also Vollbremsung und den Rückwärtsgang eingelegt.

Sie sonnte sich und war nach vielen Jahren unsere erste Schlangenbegegnung in der Wildnis .



Ich hatte Respekt vor dieser Wüsten-Boa und fotografierte selbstverständlich nur aus dem Fenster. Aber Heiko, mein unerschrockener Held, stieg aus und schaute ihr in die Augen :socool:.

Wir hatten noch einige Meilen auf dem Waschbrett vor uns,



bis wir den Abzweig und die Unimog Teststrecke zur Moonshine Wash erreichten.



Je nachdem, wie weit man sich mit dem Auto traut, verlängert sich der Fußmarsch.

Wir mussten erst einmal einen geeigneten Abstieg finden.





Unter der Sheep Brigde ist die tiefste Stelle des Slot Canyons.



Doch zuerst gingen wir zum Eingang.





Es gibt ein paar Hindernisse zu überwinden,





und der Slot Canyon aka Moonshine Wash ist interessanter als erwartet.



Schon bald waren wir an einem 3 m hohen Dryfall angelangt,



den man zwar herunterrutschen könnte, doch hinauf wäre ich da bestimmt nicht mehr gekommen. Davon abgesehen, war der Himmel über uns ziemlich dunkel.

Deshalb gingen wir zurück und unterhalb vom Rim entlang.

Direkt zur Sheep Bridge (die übrigens morsch und nicht begehbar ist)



sind wir nicht gegangen, denn ein Seitenarm hätte umgangen werden müssen.

So machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto und bei den schönen Wüstenmargeriten



eine kurze Vesperpause.

Auf der Rückfahrt bogen wir noch zum Chaffin Ranch Geysir ein.





Machte er uns doch vor Jahren die Freude, so standen wir diesmal 1,5 Stunden vor dem Bohrloch



und nichts tat sich. Es war Zeit, wieder ins Auto zu steigen.



Kurz nach dem Bahnübergang in Green River steht ein alter Krankenwagen





und da musste ich an den Film "Fleisch" denken.

Gegenüberliegend stehen die Feuerwehrautos.



So wie das aussieht, hat es in Green River schon lange nicht mehr gebrannt.

Mittlerweile war es richtig stürmisch, doch es regnete noch nicht. Deshalb beschlossen wir, noch den Lower Gray Canyon zu erkunden. Den Flyer dazu habe ich im Hotel entdeckt.

Die Zufahrt befindet sich genau oberhalb vom Americas Best Value Inn und führt am Green River entlang. Nach 2,4 Meilen sollte der ehemalige Spanish Trail auf der linken Seite zu sehen sein, doch den habe ich erst auf der Rückfahrt entdeckt. Nach 9,5 Meilen kommt man zum Swasey's Beach.



Ich denke, nur äußerst Mutige gehen hier zum Schwimmen.

Nach dem Beach beginnt eine schmale Dirtroad. Hier begegneten uns viele Jeeps und alle winkten freundlich. Das machen die Jeep-Fahrer eigentlich immer.

Nach 12 Meilen kommt man zu einem Steinhaus



in dem es spuken soll. Ich schaute gespannt durchs Fenster und hatte tatsächlich eine Erscheinung   :staunend2:  :lachen07: .



Also schnell weg und lieber nach 17,8 Meilen die Petroglyphen angeschaut.



Die Straße endet nach 18 Meilen, aber es gibt am Wendepunkt ein paar Parkplätze und man könnte anschließend zu Fuß, per Pferd (sofern man eins dabei hat) oder per Rad weiter.

Auf der Rückfahrt sieht man rechterhand die Nefertiti formation.



Na ja, mit viel Fantasie sieht sie schon ein bisschen wie die Nofretete aus.

Auf dem Green River kann man raften und das macht bei diesen Rappids bestimmt Laune.



Ein hoher Radstand ist übrigens im hinteren Teil der Strecke nötig. Die Piste war teilweise recht tief zerfurcht.



Zum Schluss wollte ich noch den Spanish Trail finden und musste erst einmal das ganze Gestrüpp flachtreten, damit das Schild sichtbar wurde.



An dieser Stelle war damals über hunderte von Meilen die einzige Möglichkeit, den River zu überqueren.

Schade, dass der Himmel so grau war, denn die Strecke ist bei Sonne bestimmt ganz reizvoll.

Wir checkten im Americas Best Value Inn ein, das von zwei indischen Brüdern geführt wird. Die Brüder hatten damals schon das Ramada unter Lizenz und da machten wir auf dem Absatz kehrt. Diesmal mussten wir aber bleiben und es roch auch nicht nach indischem Essen. Die Zimmer sind zwar sehr abgewohnt, doch die mexikanischen Zimmermädchen halten sie sehr sauber.

Später bemerkte ich, dass ich wegen der überhasteten Abreise am Morgen meinen Schlafanzug im HIE vergessen hatte. Ich hatte aber keine Lust dort nochmals vorzusprechen und wahrscheinlich war er schon entsorgt. Als nunmehr erfahrene Camperin  :lachen07: hatte ich meine lange Unterhose im Gepäck. Noch ein T-Shirt dazu und fertig war die Wildwestlingerie .

Übernachtung: Americas Best Value Inn, Green River

Link zur Map




Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)

*Drummond

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« Antwort #36 am: 16.11.2018, 17:28 Uhr »
Ich bin nur bis zu den Felszeichnungen.
Dachte mir, so gewaltig werden die Dinos nicht sein. :lol:

Die Abdrücke befinden sich direkt auf dem Weg nach unten in den Canyon. Dann bist du daran vorbei gelaufen.

Sie haben ungefähr die Größe einer gespreizten Hand und ohne GPS Daten hätten wir die nie gefunden.

Na da staune ich.
Als ich das 2006 recherchierte war es so, dass die Abdrücke im Tal hinter den Felszeichnungen sein sollten.
Es war auch noch kein Aufpasser da.
Man sollte auch nicht unmittelbar nach starken Regen fahren. Ich wollte schon in 2005 dahin. Einen Tag nach Regen. Das ging schief. Einesteils war das Reifenprofil sofort zu. Man hatte kaum seitwärts etwas zum Steuern. Und dann war im Tal die Straße weggespült. Das Problem war, Anhalten! Ich rutschte viele Meter wie auf Eis. 1 m vor dem weggespülten Weg, am   1 m tiefen Bach war gottseidank Schluß.
Man kann auch von der Hwy 24 , gegenüber gehts zum Gobelin V., hinfahren. Auch schöne Strecke.

*partybombe

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« Antwort #37 am: 16.11.2018, 17:34 Uhr »
Die Sheep Bridge hätte Heiko ohne das Gewicht der Schlüssel sicherlich auch geschafft 😘

*Saguaro

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Antw:Canyons Exploring Tour 2016
« Antwort #38 am: 17.11.2018, 11:26 Uhr »
Na da staune ich.
Als ich das 2006 recherchierte war es so, dass die Abdrücke im Tal hinter den Felszeichnungen sein sollten.
Es war auch noch kein Aufpasser da.
Man sollte auch nicht unmittelbar nach starken Regen fahren. Ich wollte schon in 2005 dahin. Einen Tag nach Regen. Das ging schief. Einesteils war das Reifenprofil sofort zu. Man hatte kaum seitwärts etwas zum Steuern. Und dann war im Tal die Straße weggespült. Das Problem war, Anhalten! Ich rutschte viele Meter wie auf Eis. 1 m vor dem weggespülten Weg, am   1 m tiefen Bach war gottseidank Schluß.
Man kann auch von der Hwy 24 , gegenüber gehts zum Gobelin V., hinfahren. Auch schöne Strecke.

Hinter den Petroglyphen gab es noch Abdrücke, doch die sind mittlerweile verschüttet, sagte uns der Volunteer.

Wir sind schon zweimal in so eine Schmierseife aka Bauernglatteis  :zwinker: geraten und nur geschlingert. Wir schwitzten wie verrückt, aber umdrehen konnten wir auch nicht.

Wenn du da stoppst, dann graben sich sofort die Räder ein und dann sitzt man total fest. Deshalb sind wir auch so vorsichtig, sobald etwas Regen angesagt ist oder schwarze Wolken am Himmel sind.

Wenn dann der Lehm trocknet, dann wird der so hart wie Beton.

Die Sheep Bridge hätte Heiko ohne das Gewicht der Schlüssel sicherlich auch geschafft 😘

Na so schwer sind die Schlüssel nun auch wieder nicht  :lachen07: . Davon abgesehen, war nix Spektakuläres auf der anderen Seite.
Liebe Grüße

Ilona

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Antw:Canyons Exploring Tour 2016
« Antwort #39 am: 17.11.2018, 15:38 Uhr »
Na da staune ich.
Als ich das 2006 recherchierte war es so, dass die Abdrücke im Tal hinter den Felszeichnungen sein sollten.
Es war auch noch kein Aufpasser da.
Man sollte auch nicht unmittelbar nach starken Regen fahren. Ich wollte schon in 2005 dahin. Einen Tag nach Regen. Das ging schief. Einesteils war das Reifenprofil sofort zu. Man hatte kaum seitwärts etwas zum Steuern. Und dann war im Tal die Straße weggespült. Das Problem war, Anhalten! Ich rutschte viele Meter wie auf Eis. 1 m vor dem weggespülten Weg, am   1 m tiefen Bach war gottseidank Schluß.
Man kann auch von der Hwy 24 , gegenüber gehts zum Gobelin V., hinfahren. Auch schöne Strecke.

Hinter den Petroglyphen gab es noch Abdrücke, doch die sind mittlerweile verschüttet, sagte uns der Volunteer.


Was ich schade finde, ist das der Horse Canyon dicht ist.
Gerade mit euren Auto hätte das eine tolle Tour werden können.
Habe ich 2005 gemacht.
Ging natürlich auch durchs wasserführende Flußbett.
War aber mit normalen SUV möglich.
Kann man ebend leider nichts machen.
Aber die Wanderung ist ja auch schön.
VG

*partybombe

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« Antwort #40 am: 17.11.2018, 18:44 Uhr »
Im neustesten Fokus ist eine Beilage „SUV-Spezial“ beigelegt, in welchem ein Jeep Wrangler in der Rubicon-Ausführung in Kalifornien den Rubikon Trail abfährt.

*Fredy

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« Antwort #41 am: 17.11.2018, 19:46 Uhr »
Hallo Partybombe

"Squaw Flat heisst nur noch der Bereich der Group-Campgrounds. Der normale RV/Tent-Bereich nennt sich nun Needles Campground. In der meist nachgefragten Zeit (Frühling/Herbst) kann man einige Sites reservieren. Dort sind RV's bis 28ft zugelassen. Eigentlich passen auch auf den nicht reservierbaren Sites RV's bis 28 ft. gut. Achtung : einige Sites sind "Tent only".
Evtl. wöre für Dich auch das Gespann von Best-Time etwas. Wohnwagen (Winnebago Micro-Minnie mit Bunkbeds und als Zugfahrzeug der Jeep Wrangler)
https://winnebagoind.com/products/travel-trailer/2018/micro-minnie/floorplans
Herzliche Grüsse

Fredy

http://www.womo-abenteuer.de

*Saguaro

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Antw:Canyons Exploring Tour 2016
« Antwort #42 am: 18.11.2018, 09:59 Uhr »
Was ich schade finde, ist das der Horse Canyon dicht ist. Gerade mit euren Auto hätte das eine tolle Tour werden können. Habe ich 2005 gemacht.
Ging natürlich auch durchs wasserführende Flußbett. War aber mit normalen SUV möglich.
Kann man ebend leider nichts machen. Aber die Wanderung ist ja auch schön.

Du Glückspilz  :daumen:.

Zu Fuß war das in dem tiefen Sand mehr als anstrengend und dafür hätten wir den Rubicon nicht mieten müssen.

Aber ändern kann man es nicht und der Trail wird auch nie mehr für Fahrzeuge geöffnet werden. Dazu hat eine Flashflood viel zu viel verschüttet und auf der ehemaligen Road befinden sich jetzt Sandhügel.

Im neustesten Fokus ist eine Beilage „SUV-Spezial“ beigelegt, in welchem ein Jeep Wrangler in der Rubicon-Ausführung in Kalifornien den Rubikon Trail abfährt. 

Daher bekam der Rubicon seinen Namen, weil man damit den schwierigen Rubicon Trail fahren kann.
Liebe Grüße

Ilona

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*Saguaro

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« Antwort #43 am: 18.11.2018, 10:03 Uhr »
15.04.16 - Green River

Hikes:  keine
POI: Sego Canyon, Arches Nationalpark, Crystal Geysir, Monument Hill


In der Nacht hatte es gestürmt und der Himmel war am Morgen trist und grau. So konnten wir uns beim Frühstück Zeit lassen, denn ein großes Programm hatten wir nicht.

Dank dieser Flyer, die jetzt in den meisten Motels im Foyer zu finden sind, haben wir uns den Sego Canyon herausgepickt. Auf jeden Fall ein Ziel, das über eine kurze Dirtroadstrecke zu erreichen ist.
 
Wir fuhren auf der Interstate 70 Richtung Osten und bogen nach 22,4 Meilen an der Exit 187 nach Thompson Springs ab. Dort fuhren wir auf der Hauptstraße nach Norden. 3,5 Meilen nördlich vom Ort findet man auf beiden Seiten Felsmalereien.

Die auf der rechten Seite sind auf Privatgelände und können nur übern Zaun fotografiert werden.



Wobei mir das Männeken links sehr neuzeitlich vorkommt.



Eine halbe Meile weiter biegt man rechts in die Sego Canyon Road ab. Kurz darauf erreicht man einen alten Friedhof.



Es finden sich einige Grabsteine italienischer Minenarbeiter.





Auch ein Vietnam Veteran darf nicht fehlen. Was dem das Geld noch bringt ?



Und hier das Modell Knochenstein.



Ich mag so alte Friefhöfe einfach .

Die Geisterstadt Sego befindet sich eine Meile weiter.



Gerümpel liegt da natürlich noch einiges herum.





Die Häuser waren richtig stabil gebaut. In der Mitte befand sich der Company Store.







Im Sego Canyon wurde Kohle abgebaut und eine Eisenbahnlinie errichtet.



Das ganze lohnte sich aber nicht mehr, so dass der Abbau 1947 gestoppt wurde.





Die Gegend ist bei schönem Wetter bestimmt reizvoll, aber bei nasskalten 7°C machte das an dem Tag keinen Spaß.

Als es zu regnen anfing, fuhren wir bis zu den Pictographs zurück. Es finden sich dort drei Rock Art Stilrichtungen der jeweiligen Stämme:

Der Barrier Stil,



den der Ute



und den der Fremont Indianer.



Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich ein Art Steinbrücke



über der ehemaligen Zugbrücke.



Mittlerweile waren wir nass und flüchteten ins Auto. Unsere nächste Station war der Arches Nationalpark. Der war genauso wenig geplant, doch er hat eine lange geteerte Straße. Noch regnete es in Moab nicht, aber kaum oben im Park angelangt, schüttete es. Wir fuhren bis zum Parkplatz der Fiery Furnace und futterten unsere Sandwichs.

Danach ein kurzer Stopp am Skyline Arch



der sich so nah an der Straße befindet, dass wir bisher noch nie angehalten haben. Letztendlich wollte ich gar nicht aus dem Auto steigen, denn es zog wie Hechtsuppe und schüttete aus Kübeln. So entstanden diese "wir waren hier Bilder"  :zwinker:  nur aus dem Auto.





Wir wollten uns nur noch aufwärmen und fuhren nach Moab zum Supermarkt. Diese Idee hatten auch alle anderen Offroader. Auf dem Parkplatz sah man nur Jeeps und drinnen ein Gewusel wie im Schlussverkauf. Viel zu kaufen hatten wir nicht und sind die Regale aus Langeweile schon zweimal abgelaufen.

Der kleine Hunger meldete sich und so gingen wir noch schnell bei El Charro Loco, einem super bewerteten Mexican Grill in der Nähe vorbei. Bis 15 Uhr gab es Lunch Specials zu 7,99 $. Wir bestellten uns Fajitas und bekamen jeweils eine Riesenportion. Das Essen war nicht nur preiswerter als bei Miguels Baja Grill, sondern auch absolut lecker.

Mehr als gesättigt fuhren wir um 16 Uhr nach Green River zurück.  Unterwegs hörte der Regen auf und wir beschlossen, dem Crystal Geysir mal wieder einen Besuch abzustatten. Bisher hatten wir einen Ausbruch kurz verpasst und auch in diesem Jahr schien das der Fall gewesen zu sein. Es blubberte noch aus dem Rohr





und die Sinterterrassen waren sehr nass.



Aber eine weitere Aktivität konnten wir in den 30 Minuten vor Ort nicht mehr feststellen.

Da Green River mittlerweile Kunstwerke aufweisen kann, wollten wir noch auf den Monument Hill. Dazu fährt man über die Bahngleise und biegt gleich rechts zum aufgeschütteten Hügel ab.

Beide Kunstwerke sind von Andrew Rogers.

Am östlichen Ende befinden sich die Säulen mit dem Namen Ratio.



Auch wenn man für Kunst nichts übrig hat, der Ausblick auf Green River hat was.

Der Westteil mit dem Medical Center,



die Mitte mit der Rückseite vom Supermarkt



und der Bahnhof



Westlich befindet sich Elements. Zum Größenvergleich ist Heiko hochgeklettert.



Noch höher klettern habe ich ihm bei dem starken Wind verboten, nicht dass wir noch ins Medical Center müssten  ;) .

Ich bin natürlich auch raufgeklettert, aber nur auf einen Block und das war schon schwierig. Denn dazu musste ich mir auf der Rückseite einige Steine aufeinander stapeln , um überhaupt hoch zu kommen.



Letztendlich haben wir aus dem verregneten Tag das Beste gemacht. Essen waren wir nochmals im Tamarisk Restaurant und zurück im Motel, habe ich online eine zusätzliche Nacht im Circle D reserviert.

In der Nachttischschublade lag neben der Bibel ein Flyer vom Black Dragon Canyon. Das war wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl .

Übernachtung: Americas Best Value Inn, Green River

Link zur Map
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)