Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019

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*Flicka

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Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« am: 10.09.2019, 20:08 Uhr »
Wer es – wie ich bis vor ein paar Jahren – nicht wusste: Die Galapagos-Inseln gehören zu Ecuador und liegen etwa 1000 km östlich der ecuadorianischen Küsten im Pafizik, fast genau auf dem Äquator. Es handelt sich mitnichten um ein paar menschenleere Vulkanfelsen, die irgendwo aus dem Meer ragen (so ähnlich war aber bis vor ein paar Jahren meine feste Vorstellung). Tatsächlich sind vier der Inseln bewohnt, die Bevölkerung zählt über 20.000 Menschen. Es gibt touristische Infrastruktur und mittlerweile sogar zwei Flughäfen auf den Inseln Baltra (nördlich der bewohnten Insel Santa Cruz) und San Cristobal.

Man kann die Inseln natürlich im Rahmen einer organisierten Tour bereisen und / oder eine Kreuzfahrt auf einem kleinen Schiff, vorzugsweise mit nur ca. 15 Mitpassagieren, unternehmen, bei der man mehrere, auch unbewohnte Inseln besucht. Was aber auch funktioniert: Selbst organisiertes Inselhopping mit Übernachtungen auf den bewohnten Inseln, Fährfahrten zwischen diesen bewohnten Inseln und organisierten Tagesausflügen auf unbewohnte Inseln. Nach vielem Hin- und Herüberlegen habe ich mich für die letzte Option entschieden. Und weil ich mir gedacht habe, dass es mich voraussichtlich nicht wieder so schnell auf die doch etwas abgelegenen Inseln verschlagen wird, habe ich auf dem Festland lediglich zwei kurze Zwischenaufenthalte eingeplant und volle zwei Wochen für die Galapagos-Inseln reserviert.

Wer mag, kann mich auf der Reise begleiten. Über viele Mitreisende und Kommentare würde ich mich freuen. Wer Fragen zur Organisation einer solchen Reise hat oder auch nur Zwischenfragen zu einzelnen Zielen, die ich auf meiner Reise besucht habe, darf sie gerne stellen.

Bis gleich im Flieger!

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #1 am: 10.09.2019, 20:15 Uhr »
Montag, 29.4.19

Seit Stunden sitze ich im Flieger. Nach einem Zubringerflug nach Amsterdam am frühen Morgen bin ich gegen 10.30 Uhr mit leichter Verspätung mit KLM Richtung Quito gestartet, der Hauptstadt Ecuadors. Nach vielen tausend Kilometern Atlantik saust der Flieger über die Antillen, dann geht es wieder raus über die Wasserwüste.

Im Airbus der KLM fühle ich mich gut aufgehoben. Es gibt aktuelle Filme zu sehen, auch mit einer Auswahl auf deutsch, das Essen ist lecker, die Beinfreiheit ordentlich. Zwei Stunden vor der Ankunft erreichen wir die Küste Venezuelas, begleitet von einem Käsesandwich und einem Eis.




So langsam fällt mir das Sitzen doch schwer, aber dösend und Hörbuch hörend bringe ich den letzten Flugabschnitt doch hinter mich, und dann tauchen schließlich unter uns dichte Siedlungen auf, die sich teilweise die Hänge der umgebenden Berge hinaufziehen. Ein Blick auf die Innenstadt von Quito ist kaum zu erhaschen, der Flughafen liegt außerhalb, vom Stadtzentrum etwa eine Fahrtstunde entfernt. Zwischen saftig grünen Berghängen setzt der Flieger zum Landeanflug an, wir erreichen das Gate, und ich bin endlich in Ecuador. Der Flieger muss anschließend noch weiter, zuerst nach Guayaquil, und heute abend dann zurück nach Amsterdam. Einige Passagiere fliegen weiter mit, aber ich bin erst mal hier angekommen und steige aus.






Im Reisegepäck habe ich meine Buchungen und verschiedene Zusatzunterlagen. Als Inhaberin eines deutschen Reisepass habe ich vorab zwar nicht um ein Visum für Ecuador kümmern müssen. Ecuador verlangt bei der Einreise aber den Nachweis einer Auslandskrankenversicherung, und wenn ich übermorgen auf die Galapagosinseln weiterfliegen will, muss ich einen Reiseplan mit lückenlosen Nachweisen über meine Hotelbuchungen und das Rückflugticket zum Festland vorlegen, um die Einreisegenehmigung für die Galapagosinseln zu erhalten. Auf diese Weise will man die Touristenströme kontrollieren und illegale Einreisen auf die Inseln verhindern. Eigentlich soll man diese Reisepläne schon vorab im Internet eingeben, das ist aber zum Glück derzeit nicht verpflichtend, denn abgesehen von dem fehlerhaften Internetsicherheitszertifikat funktioniert die betreffende Internetseite auch nicht richtig. Den Nachweis über die Auslandskrankenversicherung habe ich mir aber von meiner Versicherung vorsichtshalber auch auf spanisch zuschicken lassen.

Außer meinen Reisedokumenten schleppe ich sprichwörtlich bündelweise Bargeld mit mir herum. In Ecuador wurde im Jahr 2000 der US-Dollar als offizielles Zahlungsmittel eingeführt. Überall findet man Warnungen, dass angeblich nicht einmal Banken Notenwerte über 20 Dollar akzeptieren, also habe ich mich mit 10- und 20-Dollar-Scheinen eingedeckt. Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert, aber an Bargeld kommt man auch nicht so einfach. Auf der Galapagos-Insel Isabela gibt es nicht einmal einen Geldautomaten, der mit ausländischen Karten funktioniert, und wenn man dann doch einen Geldautomaten findet, spukt er angeblich nur 200 Dollar aus. Für meine Reisekasse gilt also „Nur Bares ist Wahres“.

Die Einreise klappt schnell. In höchstens einer Viertelstunde bin ich durch, obwohl ich mich durch meinen Sitzplatz weit hinten im Flugzeug auch weit hinten in der Schlange einreihen muss. Vorab musste man nicht einmal im Flugzeug ein Einreiseformular ausfüllen, und solche Scherze wie Fingerabdrücke oder biometrische Fotos werden mir auch nicht abverlangt. Ich werde bloß gefragt, ob ich zum ersten mal in Ecuador bin und wie lange ich bleibe, dann habe ich den Stempel im Pass. Den Nachweis der Auslandskrankenversicherung will niemand sehen.

Mein Koffer kommt als einer der letzten aufs Gepäckband geplumpst. Mit ihm und sämtlichem anderen Gepäck muss ich dann noch zum Zoll, wo alles durchleuchtet wird. Ich habe offenbar nichts verdächtiges dabei, und so darf ich mein Gepäck wieder aufsammeln und stehe kurze Zeit später im Ankunftsbereich.

Hier warten schon viele Menschen mit hochgehobenen Namensschildern auf Menschen, die gerade ankommen sind und abgeholt werden sollen. Ich schaue mich um. Leider sehe ich erst mal kein Schild mit meinem Namen, dabei war der Transfer mit der Unterkunft abgesprochen. Ich ziehe mehrfach durch die kleine Ankunftshalle, gehe auch mal raus, ein Mitarbeiter des Flughafens richtet ein „Taxi?“ an meine Adresse, aber niemand versucht, sich mir aufzudrängen. Ich warte erst mal ab, wir sind halt in Ecuador. Und tatsächlich: Nach etwa einer Viertelstunde kommt dann doch eine junge Frau mit meinem Namen an, das hat dann also doch geklappt.

Meine Unterkunft ist nach ca. 25 Minuten erreicht. Sie liegt sehr ländlich, wirkt ziemlich rustikal, scheint mir aber für die zwei Nächte, die ich hier bleiben will, durchaus okay.











Ich schleppe mich ins Zimmer, lade meinen Rucksack ab und gehe erst mal auf die Suche nach einem Getränk. Okay, es gibt kalte Cerveza, wunderbar. Ich setze mich auf die Terrasse, mache einen kleinen Erkundungsgang übers Gelände und merke, wie ich langsam ankomme. Ein gut gepflegter schwarzer Hund trottet schwanzwedelnd neben mir her und will gestreichelt werden, aber ich bin nicht so die Hundestreichlerin, also legt er sich traurig neben mir auf den Rasen.

Später hüpfe ich unter die Dusche, die leider kein heißes Wasser hergibt. Da heißt es tapfer sein, Darwin hatte auf der Beagle bestimmt auch keine heiße Dusche. Ich gebe meine Bestellung fürs Abendessen ab (aus ein paar Varianten von Fleisch mit Beilage wähle ich Hähnchenbrust mit Pommes Frites, irgendwie hatte ich ja auf ein landestypischeres Angebot gehofft), setze mich mit dem Laptop auf die Terrasse und schreibe die ersten Zeilen des Reiseberichts, während die Sonne untergeht. Es wird kühl, denn Quito liegt auf 2.800 Metern Höhe, und da schafft die Äquatorsonne selbst tagsüber kaum mehr als 22 bis 23 Grad.

Anscheinend bin ich in dem ganzen Haus der einzige Gast, jedenfalls sitze ich dann als einzige beim Abendessen. Das Hühnchen ist lecker, die Pommes Frites okay, als Getränke bekomme ich noch eine Plastikflasche mit Wasser hingestellt, die ist im Preis von 9 Dollar inbegriffen. Das ganze Haus scheint jetzt außer mir und einem jungen Ecuadorianer völlig leer zu sein, irgendwie merkwürdig, hat aber auch einen seltsamen Hauch von Exklusivität. Zu dem Ecuacorianer sage ich schon um kurz nach sieben Buenas noches, dann zieht es mich in mein Bett. Kaum zu glauben, dass ich erst heute morgen abgeflogen bin.

Morgen werde ich es sehr ruhig angehen lassen. Für neun Uhr ist ein Ausflug nach Quito angesetzt, der – angesichts der Tatsache, dass ich mir die Uhrzeit aussuchen konnte – wohl auch exklusiv für mich durchgeführt wird.

Nach ein wenig Herumräumen mache ich bald das Licht aus.

Gute Nacht!

*Flicka

  • Platin Member
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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #2 am: 10.09.2019, 20:31 Uhr »
Und weil wir bisher von Ecuador nicht viel gesehen haben, geht es auch gleich weiter mit dem ersten richtigen Reisetag:

Dienstag, 30. April 2019

Natürlich war es mir nach meinen vielfältigen Jetlag-Erfahrungen vorher schon klar, dass ich längstens bis 2 Uhr schlafen würde. Tatsächlich wache ich schon um halb zwei auf. Irgendwo im Haus gehen Türen leise auf und zu, Licht geht an und aus. Dann wiederholt sich das Türenöffnen und -schließen. Und das Licht geht wieder an und aus. Jemand schleicht durchs Haus. Hm, wer ist eigentlich außer mir noch hier? Gibt es so etwas wie einen Inhaber, der hier wohnt? Oder musste der junge Ecuadorianer als einziger hierbleiben und mich und das Haus bewachen? Ganz allein werden sie mich hier ja wohl nicht gelassen haben. Oder sind das doch andere Gäste? Etwa ungebetene Gäste? Ich lausche eine Weile in die Dunkelheit, aber nachdem meine Zimmertür zubleibt, schaffe ich es noch eine Weile wegzudösen, werde aber immer wieder von Hähnekrähen und Hundebellen aufgeschreckt. Gegen vier mache ich das Licht an und lese noch eine Weile.

Heute morgen gibt’s in meiner Dusche auch nur kaltes Wasser, aber das meistere ich mit Todesverachtung. Als ich schließlich um halb neun hinunter an die Rezeption spaziere, fragt mich Esteban, mit dem ich gestern die Tour für heute vereinbart habe, was ich denn frühstücken wolle. Ich bekomme wie gewünscht einen Käsetoast, den ich draußen auf der Terrasse esse. Der streichelfreudige Hund von gestern taucht sofort wieder auf und beginnt ein „Schau mal wie lieb ich kucken kann, das ist dir doch bestimmt ein Stück Käsetoast wert?“-Spiel, bei dem er minütlich ein paar Zentimeter näher rückt. Ich sage ungefähr hundert Mal streng „no“ - und werfe dem Hund dann doch den letzten Happen Käsetoast zu. Wer so lieb kucken kann...

Heute will ich mir ein wenig die Altstadt von Quito anschauen, und Esteban wird mich hinfahren und herumführen. Weil wir aber in Ecuador sind und nicht in Deutschland, muss Esteban heute außerdem noch zur Uni. Nach einigem Überlegen einigen wir uns: Esteban führt mich erst mal durch die Altstadt, dann besuche ich auf eigene Faust noch ein oder zwei Museen oder Kirchen und dann treffen wir uns wieder für die Rückfahrt. Um viertel nach neun fahren wir los, und auf der etwa einstündigen Fahrt nach Quito erzählt Esteban von Land und Leuten. Sein Englisch ist besser als meins, und ich kann ihm gut zuhören. In Quito angekommen steuern wir erst mal einen Aussichtspunkt über der Stadt an.




Esteban zeigt mir, wo die Altstadt liegt und wo die Favelas, von denen Quito auch einige hat. In die Favelas gehe man lieber nicht, aber im historischen Zentrum gebe es massive Polizeipräsenz, erklärt Esteban. Wenn man dort halbwegs vorsichtig sei, auf den Hauptstraßen bleibe, sein Handy nicht auf dem Tisch herumliegen lasse und die Tasche vorm Körper trage, sei es dort eigentlich sicher. Überfallen werde man dort jedenfalls nicht, höchstens beklaut, aber dagegen könne man ja die genannten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Davon kann ich mir kurze Zeit später selbst überzeugen. Okay, offenbar wartet man hier nicht darauf, mich zu überfallen und es sieht auch nicht so aus, als wären die anderen Leute vor irgendwelchen Überfällen auf der Flucht. Stattdessen schlendern sie entspannt herum, und das tun wir jetzt auch. Quitos herausgeputzte Altstadt ist nicht groß, aber sehr schön. An einigen Ecken stehen Straßenkünstler, man hört immer wieder Musik. Wir schauen uns Plätze an, betreten Kirchen, und zwischendurch zeigt mir Esteban auch die Museen, in die ich nachher gehen könnte.

















Ab und zu streifen wir den Rand des „sicheren Bereichs“, dort merkt man schon, dass plötzlich ein paar merkwürdige Typen herumhängen. Tagsüber würden die aber auch nichts machen, mein Esteban, dafür sei die Polizeipräsenz zu hoch. Schließlich verabschieden wir uns auf dem Platz vor der Kathedrale, Esteban zeigt mir auf dem Stadtplan nochmals die Straßen, die ich gefahrlos nehmen kann, und ich gehe erst mal was essen. In einem zugegebenermaßen sehr stark von Touris frequentierten Restaurant, das Esteban mir aber immerhin als eine Option empfohlen hat (die andere Option war Suppe, und dafür ist es mir heute mittag zu warm), bekomme ich als ecuadorianische Spezialität ein Gericht mit Ziege empfohlen. Okay, dann probiere ich heute mal Ziege. Ich habe in Australien schon Krokodil und in Japan schon Seeigel gegessen, da kann mich so eine Ziege nicht erschüttern. Die Ziege ist dann gar nicht mal so schlecht, dazu gibt’s Bier, passt.






Als ich mit dem Essen fertig bin, ist es schon viertel vor zwei, da bleibt mir gar nicht mehr so viel Zeit. Okay, dann passt es ja, dass die Iglesia La Compania geschlossen ist, obwohl sie laut Reiseführer durchgängig geöffnet sein sollte. Stattdessen steuere ich die Casa del Alabado an, ein Museum für präkolumbianische Kunst. Auf dem Weg dorthin schaue ich in meinen kleinen Stadtplan, worauf ein Mann sofort beschließt, dass ich einen Guide bräuchte. Ich werde ihn aber leicht wieder los.

Das Museum ist super, ich schlendere entspannt hindurch.








Irgendwie vergesse ich die Zeit und bin dann ziemlich überrascht, als Esteban mich per WhatsApp kontaktiert, dass er etwas früher fertig sei. Statt um halb vier verabreden wir uns um viertel nach drei, und die Zeit bis dahin reicht mir auch noch für den geplanten Besuch in der Kathedrale. Im Gegensatz zum Museum habe ich nicht den Eindruck, dass sich der Eintritt hier lohnt, ich finde sie ziemlich kitschig mit ihren Kristalllüstern. Oder bin ich nur sauer, weil man hier keine Fotos machen darf? Zum Abschluss der Stadtbesichtigung hole ich mir noch ein Eis auf die Hand, dann fährt Esteban auch schon mit dem Auto die Straße entlang, ich springe rein, und damit ist der Besuch in Quito beendet. Der hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Auf der Rückfahrt erläutert mir Esteban, dass das Guesthouse heute ausgebucht ist, das finde ich irgendwie beruhigend, denn heute nacht bin mir doch etwas einsam vorgekommen. Im Guesthouse angekommen begrüßt mich meine beste ecuadorianische Freundin, nämlich die schwarze Hündin, die sich offenbar noch sehr gut an den Happen Käsetoast von heute morgen erinnert und mir kaum von der Seite weicht. Das habe ich jetzt davon.




Das Abendessen verkneife ich mir heute abend, ich bin immer noch vom Mittagessen satt. Stattdessen mache ich mein Gepäck wieder flugtauglich, zähle schon mal das Bargeld ab, das ich morgen voraussichtlich blechen muss und merke gegen halb acht, wie mir langsam die Augendeckel schwer werden. Auf meine Bitten macht Esteban mir schon mal die Rechnung fertig, dann spare ich morgen früh ein paar Minuten. Um 5.30 Uhr will ich nämlich schon das Shuttle zum Flughafen nehmen. Dann geht’s auf die Galapagos-Inseln.

Gute Nacht!

*Thomas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #3 am: 10.09.2019, 21:26 Uhr »
Super, tolle. Bilder und viel Lesestoff - ich freue mich auf eine spannende Reise!  :daumen:
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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*Wolfgang

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #4 am: 10.09.2019, 23:43 Uhr »
Wow Galapagos. Davon hatten wir hier noch keinen Reisebericht (glaube ich zumindest). Freue mich auf die nächsten Tagesberichte.
Gruß

Wolfgang

*mrh400

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #5 am: 11.09.2019, 08:18 Uhr »
Hallo, bin auch noch hinterhergehechelt - tolle Bilder!
Gruß
mrh400

*kuschelwuschel

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #6 am: 11.09.2019, 09:40 Uhr »
Sehr interessanter Bericht -leider kann ich mir die Bilder nicht anschauen.

*Thomas

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« Antwort #7 am: 11.09.2019, 11:34 Uhr »
Geht mir hier im Büro genauso, daheim hat es gepasst - wahrscheinlich ist der Bilderhost abload.de auf der schwarzen (Filter-)Liste.
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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*partybombe

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #8 am: 11.09.2019, 11:47 Uhr »
Bisher ein schöner Bericht, der nun in ein - für mich - exotisches und tolles Gebiet führt; ich bleibe dran

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #9 am: 11.09.2019, 18:48 Uhr »
Liebe Mitreisende, herzlich willkommen an Bord!

Sehr interessanter Bericht -leider kann ich mir die Bilder nicht anschauen.

Geht mir hier im Büro genauso, daheim hat es gepasst - wahrscheinlich ist der Bilderhost abload.de auf der schwarzen (Filter-)Liste.

Hm, da bin ich jetzt überfragt. Vielleicht kann man im Browser etwas einstellen, damit Bilder von Abload zugelassen werden? Ich habe in der Vergangenheit schon öfter Bilder in Reiseberichte mittels Abload eingebunden und war mir gar nicht bewusst, dass es damit Probleme geben könnte.

Wäre natürlich schade, wenn ich hier munter poste und die Bilder gar nicht angezeigt werden.  :(

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #10 am: 11.09.2019, 18:53 Uhr »
An dieser Stelle noch eine Anmerkung zum Titel des Reiseberichts:

Die Galapagosinseln wurden im März 1535 zufällig von den Spaniern entdeckt. Man nannte sie wohl erst einmal Islas Encantadas, verzauberte Inseln, weil man so weit draußen auf dem Meer gar nicht mehr mit Inseln gerechnet hatte und weil es wegen starker Strömungen den Anschein hatte, dass sie ihre Lage ändern könnten.

Ich fand die Inseln vor allem wegen der Tierwelt "verzaubert", weil es mir manchmal unwirklich vorgekommen ist, wie ungezwungen man sich dort zwischen Tieren bewegen kann.  :D

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #11 am: 11.09.2019, 19:18 Uhr »
Mittwoch, 1. Mai 2019

Mal wieder habe ich schlecht geschlafen. Um viertel vor fünf stehe ich auf, und als ich zehn Minuten vor Abfahrt meinen Koffer an die Rezeption wuchte, läuft schon der Motor des Kleinbusses. Da freut sich die Nachbarschaft bestimmt unheimlich.




Mit mir zusammen scheinen alle anderen Gäste auch zum Flughafen zu fahren, der Kleinbus wird jedenfalls richtig voll. Ich sage noch schnell Esteban auf wiedersehen, dann geht die Fahrt fast pünktlich um 5.35 Uhr los. Für ecuadorianische Verhältnisse ist das vermutlich überpünktlich. Kurz vor sechs erreichen wir den Flughafen, und ich sehe zum Glück auch sofort die Schilder für Galapagos-Reisende. Dort muss man sich erst einmal die Einreisekarte für die Inseln besorgen und das Gepäck überprüfen lassen. Bei meinen Recherchen hatte ich mehrfach gelesen, dass es nur wenige Schalter gibt, dass man dort teilweise über eine Stunde anstehen muss und dass man deshalb sicherheitshalber drei Stunden  vor dem Abflug am Flughafen sein solle.

Es gibt tatsächlich nur zwei Schalter, aber da stehen im Moment auch nur drei Reisende, so dass ich nach ein paar Minuten Wartezeit schon an der Reihe bin. Der Mitarbeiter schaut sich das an, was ich mir so unter meinem Reiseplan vorstelle, einen solchen soll man nämlich am Schalter vorlegen, damit kontrolliert werden kann, ob man denn tatsächlich Unterkünfte für den gesamten Aufenthalt auf den Inseln und einen Rückflug gebucht hat. Die Buchungsbestätigungen lege ich auch vor, aber die bleiben ungeprüft. Ich muss 20 Dollar zahlen und bekomme meine Galapagos-Einreisekarte, in die ich später noch meine E-mail-Adresse eintragen und unterschreiben soll. Das wäre schon mal geschafft.

Direkt vom Schalter aus geht man weiter zur Gepäckkontrolle. Ich werde nach Essen, Pflanzen und dergleichen gefragt, was ich verneinen kann, das Gepäck wird durchleuchtet und der Koffer mit einem Kabelbinder versehen. Dann bin ich in Gnaden entlassen und darf mich mit meinem Koffer auf den Weg zum Check-In-Schalter von Avianca machen. Dort steht im Moment überhaupt niemand an, also bin ich sofort dran, bekomme meine Boardkarte und gehe schon mal zur Sicherheitskontrolle, wo ich quasi durchrausche. Es ist 6.15 Uhr. Innerhalb einer Viertelstunde habe ich den gesamten Prozess durchlaufen und darf jetzt noch fast 3 Stunden bis zum Abflug warten.

Die Zeit nutze ich für ein ausgedehntes Frühstück. Dann vertrödele ich die Zeit am relativ kleinen Terminal mit Whats-App-Nachrichten in die Heimat und schreibe ein wenig am Reisebericht weiter. Hier in Quito gibt es im Wartebereich an vielen Plätzen Stromanschluss, so darf sich das Handy auch noch einen Energieschub gönnen. Irgendwann wird dann auf der Anzeigetafel auch endlich das Abfluggate angezeigt, und das ist netterweise genau dort, wo ich mich häuslich niedergelassen habe.




Der Flug startet überpünktlich, voll besetzt ist der Flieger nicht. Nach dem Abheben durchfliegen wir eine eindrucksvolle Berglandschaft, fast hat man das Gefühl, dass das Flugzeug gar nicht so schnell steigen kann wie die Berge um Quito höher werden.




Schließlich erreichen wir den Pazifik, der unter einer Wolkendecke leider unsichtbar bleibt. Ich stelle schon mal die Uhr eine Stunde zurück, denn Galapagos hat eine andere Zeitzone als das Festland. Das Personal teilt Zollformulare für die Galapagosinseln aus, ach herrje, jetzt muss man also doch etwas ausfüllen. Blöderweise ist mir inzwischen eingefallen, dass ich in meiner Tasche noch drei und im Koffer noch fünf Schokokekse habe, also mache ich bei der Frage nach Lebensmitteln ein Kreuzchen bei Yes, auch wenn ausgeschlossen ist, dass davon irgendeine Gefahr für die hiesige Fauna und Flora ausgeht. Und unter der Rubrik Campingartikel werden auch Wanderschuhe aufgeführt, also nochmals Yes. Die Schuhe habe ich zwar daheim sorgfältig sauber gemacht, aber leider gibt’s kein Ausschlusskästchen für sorgfältig sauber gemachte Campingartikel. Dann fällt mir ein, dass die Schuhe in einer Plastiktüte sind, und Einwegplastik darf man angeblich nicht auf die Galapagosinseln mitbringen. Meine Tüte wurde zwar schon mehrfach benutzt, fällt also streng genommen nicht unter Einweg, aber ich mache mir kaum Illusionen, dem Personal erklären zu können, dass man in Deutschland seine Tüten auch durchaus mehrfach nutzt. Ich sehe schon kommen, dass ich den halben Tag damit verbringen werde, meinen Koffer bei der Kontrolle auszupacken und anschließend alles wieder irgendwie hineinzustopfen.

Zwischendurch gibt es ein Getränk und Chips, und kurz vor dem Landeanflug wird etwas in die Handgepäckfächer gesprüht, vermutlich Insektengift. Pünktlich zum Anflug reißt die Wolkendecke dann doch auf und gibt die ersten Blicke auf Santa Cruz und den Kanal zwischen Santa Cruz und Baltra, der „Flughafeninsel“ frei. Beim Landeanflug wird mir dann beim Blick auf die karge Landschaft kurz etwas anders: Hier will ich wirklich zwei Wochen verbringen? Na, für solche Überlegungen ist es jetzt zu spät. Das Flugzeug kommt zum Stehen, eine Treppe wird herangefahren, und dann bin ich endlich angekommen. Zumindest auf Baltra.








Im Flughafen folgt erst die Kontrolle der Einreisekarte, dann darf man 100 Dollar Eintritt bezahlen und bekommt sogar einen Stempel in den Pass, was ich zwar schön, aber irgendwie auch merkwürdig finde, denn nach Ecuador war ich ja schon eingereist. An der nächsten Station händige ich einem Mitarbeiter meine Zollkarte mit dem Doppel-Yes aus. Der nimmt sie und packt sie zu dem Stapel mit zwanzig anderen Zollkarten, die er in der Hand hat. Ich habe nicht den Eindruck, dass er vorher einen Blick darauf geworfen hat. Mein Handgepäck wird genauso durchleuchtet wie das der anderen Reisenden auch, und im Gegensatz zu manch anderem darf ich es anschließend ungeprüft wieder an mich nehmen. Mein Koffer liegt schon mit ein paar anderen Koffern auf einem Metallrost und hat offenbar zwischenzeitlich den Schnüffeltest durch den immer noch anwesenden Hund bestanden. Trotz Schokokeksen. Der Hund kennt sich halt aus. Wie er den Putzzustand meiner Wanderschuhe geprüft hat, weiß ich aber auch nicht.

So, jetzt muss man einen Bus zum Fähranleger nehmen, denn zwischen Baltra und Santa Cruz liegt ja ein bisschen Wasser. Eigentlich sollte das ganz einfach sein, der Bus kostet nichts (denke ich), die Fähre einen Dollar, also stelle ich mich in eine Schlange für den Bus. Ein paar Minuten später werden ich und ein paar andere Reisende von einer energischen Lady in eine andere Schlange beordert. Okay, dann warte ich halt hier. Ich stehe so rum und warte und warte, und dann werde ich irgendwie misstrauisch. Der Typ, der hier mit uns wartet, weist uns an, unsere Koffer dicht zusammenzustellen, dann gräbt er zwei Mädels an, die mit mir hier warten und erzählt ihnen irgendwas von irgendeiner Tour. Ich frage also vorsichtig, ob es von hier aus nach Puerto Ayora geht und bekomme die Antwort, dass wir erst morgen nach Puerto Ayora fahren. Moment, ich will heute nach Puerto Ayora! Das hier ist also gar keine Busschlange für den Fähranleger! Stattdessen stehe ich  fröhlich bei einer Gruppe herum, die auf eins der Kreuzfahrtschiffe will, und keiner hats gemerkt. Wahrscheinlich hätten die mich noch mit an Bord genommen. Keine Ahnung, warum die energische Lady gemeint hat, dass ich hierher gehöre.

Also zurück in die richtige Schlange. Als ich schließlich den richtigen Bus erreiche (und lieber dreimal nachfrage, ob es denn hier nach Puerto Ayora geht), erfahre ich, dass ich ein Ticket brauche. Hm, seit wann denn das? Zum Glück ist der Ticketschalter gleich zwei Meter weiter, und dort werde ich Zeuge, wie ein Mann vor mir Tickets im Wert von 20 Dollar mir nix dir nix mit einem 100-Dollar-Schein bezahlt. Von wegen, in Ecuador kriegt man Scheine über 20 Dollar nicht los. Zumindest hier klappt das anscheinend doch ganz gut.

Das Ticket kostet 5 Dollar pro Person, was ich schon wieder irgendwie merkwürdig finde, denn zu Fuß kann man ja schlecht zum Fähranleger gehen. Anscheinend wurde das irgendwann zuletzt neu eingeführt, im Internet hatte ich dazu nichts gelesen. Falls es dazu im Flugzeug Informationen gab, habe ich sie nicht verstanden. Nun gut, es hat ja letztlich doch geklappt. Nach einer Fahrt von höchstens 10 Minuten kommt der Bus am Fähranleger an und bleibt noch eine Weile mit laufendem Motor stehen. Um mich herum sitzt eine Jugendgruppe aus den USA, und die haben aus dem Bus in etwa 100 Metern Entfernung eine kleine Echse erspäht. Handys werden gezückt und Fotos gemacht, und dann läuft die Echse zur allgemeinen Begeisterung auch noch über die Straße. Um mich herum drohen mehrere Menschen, sich vor Aufregung zu entleiben.

Als wir dann aussteigen dürfen, beschließt der ältliche Anführer der Jugendgruppe, dass sich die ganze Gruppe jetzt einen Seelöwen ansehen muss, der am Fähranleger liegt und sein süßes Nichtstun genießt. Ich habe jetzt anderes im Kopf, nämlich meinen Koffer. Das Gepäck wird auf dem Dach der Fähren transportiert, und immerhin hat meine Fähre im Gegensatz zu der, die eben abgelegt hat, um das Dach noch eine Zierumrandung, die zumindest verhindert, dass die Koffer ohne Gegenwehr ins Meer gleiten können.




Da hier niemand Tickets für die Fähre verkauft, gehe ich davon aus, dass die Fahrt im Busticket eingeschlossen ist, aber wieder falsch gedacht. Während der Fahrt muss jeder noch einen Dollar löhnen. Bei der Ankunft auf Santa Cruz darf ich dann erleichtert meinen Koffer wieder in Empfang nehmen, und beschließe, dass ich erst mal genug von anderen Menschen habe. Also nehme ich von hier aus nicht den Bus, sondern gönne ich mir ein Taxi nach Puerto Ayora und freue mich auf der etwa vierzigminütigen Fahrt an der Landschaft und dem Gefühl, den Menschenmassen im allgemeinen und der amerikanischen Jugendgruppe im besonderen erst einmal entkommen zu sein. Zwischendurch prasselt Regen auf uns herunter, ein paar Minuten später scheint aber wieder die Sonne und das gute Wetter folgt uns bis Puerto Ayora.




Der Fahrer bringt mich zu meiner Unterkunft, dem „Verde Azul“ und ich löhne die vereinbarten 25 Dollar, was zwar etwas mehr ist, als ich gedacht hatte, aber ich hatte ja auch von dem Busticket nichts gewusst. Ohnehin werden 5 Dollar mehr oder weniger nicht über das Gelingen dieses Urlaubs entscheiden. Ich checke ein, beziehe mein Zimmer und lasse mich erst mal aufs Bett fallen. Ich bin erschöpft und völlig verschwitzt und froh, dass ich jetzt endlich wirklich auf den Galapagos-Inseln angekommen bin.






Nach einer erfrischen Dusche, die mich netterweise auch mit heißem Wasser erfreut, mache ich mich gegen ein Uhr auf den ersten Erkundungsgang. Vorher habe ich mir noch von der Mitarbeiterin der Unterkunft versichern lassen, dass man hier völlig sicher herumlaufen kann. Das passt auch zu den Häusern in der Umgebung. Zwar gibt es fast überall Mauern und Zäune, aber der Touch von Gefängnismauer, wie ich ihn auf dem Festland erlebt habe, fehlt. Ich folge der Avenida Seymour und stoße nach vier Blocks auf die Avenida Charles Darwin. Von hier aus kann man nach Osten Richtung Schildkrötenstation gehen und nach Westen Richtung Hafen. Ich schlage erst mal den Weg nach Westen ein und komme gleich am kleinen Fischmarkt vorbei, der heute aber fast verlassen liegt. Nur fast verlassen, denn ein paar Seelöwen dösen hier vor sich hin und warten anscheinend auf die nächste Lieferung. Das türkisfarbene Meer mutet karibisch an, die farbigen Häuser und Boote leuchten in der Sonne, wow! Das sieht ja viel lieblicher aus, als ich gedacht hatte.






Ich gehe bis nach vorne zum Fährableger und mache immer wieder Fotos. Überall gibt es kleine Restaurants und Geschäfte, zumeist von Blumen umrankt, auf dem Meer schaukeln die Schiffe, auf dem Fährableger warten die nächsten Seelöwen, die hier völlig selbstverständlich eine Bank belegen.








Natürlich sind auch andere Touristen unterwegs, aber ich habe nicht da Gefühl, dass Puerto Ayora überlaufen wäre. In einem kleinen Supermarkt kaufe ich Wasser, und nachdem ich im Schokoregal eine Packung Ferrero Rocher gesehen habe, stehen hinter mir in der Kassenschlange zwei Deutsche. Da fliegt man um die halbe Welt und wird doch wieder von der Heimat eingeholt.

Als ich wieder an der Avenida Seymour ankomme gehe ich weiter Richtung Charles Darwin Station. Der Weg zieht sich länger als gedacht, ich bin schon wieder nassgeschwitzt, und so langsam habe ich das Gefühl, dass ich schon zu lange in der Sonne herumlaufe. Aber jetzt bin ich ja auf dem Weg dorthin, also schaue ich es mir auch an.

Ich weiß nicht, ob es an meinem akuten Erschöpfungszustand liegt oder ob die Schildkrötenstation wirklich nicht so dolle ist, jedenfalls schaffe ich es nicht, Begeisterung für den ausgestopften Lonesome George oder die in kleinen Gehegen mehr oder weniger stumpf herumliegenden Schildkröten aufzubringen. Da hätte ich auch in einen Zoo fahren können.








Ziemlich dehydriert und mit dem Gefühl, jetzt endlich aus der Sonne rauszumüssen, kehre ich gegen viertel nach vier auf dem Rückweg zur Unterkunft bei einem Restaurant namens Islagrill ein, genehmige mir erst eine durstlöschende Cola, dann ein Bier und entscheide mich der Einfachheit halber für einen Cheseeburger. Während ich esse und trinke fühle ich mich langsam wieder besser.




Gegen fünf Uhr bin ich wieder in der Unterkunft, hüpfe wieder unter die Dusche, wasche ein paar Sachen aus und erhole mich mit einem ausgedehnten Bed-In. Um kurz vor sieben kommt dann Byron von Galapagos a la carte zum Hotel und gibt mir noch ein paar Informationen zu den drei Touren, die ich über die Agentur gebucht habe. Der Treffpunkt für die Tour übermorgen hat sich geändert, und er erklärt mir den Treffpunkt und beantwortet noch ein paar Fragen, auch dazu, wo ich am besten meine Fährtickets für die Fahrten nach Isabela und San Cristobal kaufen sollte. Danach schreibe ich im Zimmer noch ein wenig am Reisebericht weiter, aber um viertel vor neun fallen mir schon die Augen zu.

Für morgen habe ich keine Tour gebucht, sondern will mich wieder auf eigenes Faust auf den Weg machen.

Gute Nacht!

*Thomas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #12 am: 11.09.2019, 20:45 Uhr »
Hallo Flicka,

Hm, da bin ich jetzt überfragt. Vielleicht kann man im Browser etwas einstellen, damit Bilder von Abload zugelassen werden? Ich habe in der Vergangenheit schon öfter Bilder in Reiseberichte mittels Abload eingebunden und war mir gar nicht bewusst, dass es damit Probleme geben könnte.

Wäre natürlich schade, wenn ich hier munter poste und die Bilder gar nicht angezeigt werden.  :(

Hallo Flicka,

gerade bei großen Firmen kommt in der Regel ein sogenannter Proxy-Server zum Einsatz, der u.a. Inhalte filtert, am Browser liegt das nicht:

Zitat
Mittels Proxy können bestimmte Webseiten für den Benutzer gesperrt oder Zugriffe darauf protokolliert werden. Es kann auch der Inhalt auf schädliche Programme durchsucht werden (Viren, Malware, Skripte etc.). Somit ist ein Proxy meist Teil eines Firewall-Konzepts. Vor allem Schulen oder öffentliche Einrichtungen, aber auch Firmen verhindern auf diese Weise den Zugriff aus ihrem Netz auf beliebige Webseiten, um beispielsweise das Herunterladen von Musikdateien wegen der damit verbundenen rechtlichen Probleme zu unterbinden. Zudem können Schutzbefohlene so vor für sie gefährlichen Webseiten (Pornographie, rassistische Webseiten oder ähnlichem) geschützt werden. Mittels Benutzerauthentisierung können einzelnen Benutzern oder Benutzergruppen außerdem unterschiedliche Webfilterungen zugewiesen werden.

Hier in der Bank sind das z.B. Facebook, Youtube, Downloadseiten, Maildienste (1&1, GMX, etc., damit keine Daten nach außen gelangen können), natürlich der virtuelle Rotlichtbezirk und vieles mehr. Auch e**y wird geblockt - von der Netzwerktruppe weiß ich, dass danach das Gesamt-Datenvolumen der Zentrale (mehrere Tausend Mitarbeiter) um 20% zurückging, von der "Stöberzeit" ganz zu schweigen.

Die einzige Lösung ist, die Bilder auf unbekannteren oder als harmlos klassifizierten Diensten abzulegen. Unsere Fotogalerie ist übrigens auch überall offen ( -> Anleitung, soviel zur Werbung). Die Sperrlisten kommen meistens von einem Dienstleister, Extrawürste sind da nicht drin, da muß man schon aus berechtigten Gründen in eine andere Nutzergruppe eingestuft werden (IT, Analysten, etc.).

Geht natürlich auch im Kleinen, d.h. um ungeeignete Seiten für den Nachwuchs zu sperren oder die Ehefrau zu ärgern, wenn man mal zum Spaß Netflix auf die Liste setzt...  8)

So, soviel erstmal Off-Topic zum Thema Proxy. Sorry für die lange Erklärung, 30 Jahre in der IT hinterlassen ihre Spuren....  :anykey:
Das Thema kann man natürlich auch nochmal in der Rubrik Technik breittreten, obwohl Dir das in Deinem Fall auch nicht hilft.
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #13 am: 11.09.2019, 21:12 Uhr »
Ach so, dann gehts im Ergebnis also darum, was am Arbeitsplatz geblockt wird, nicht um Einstellungen, die man selbst am eigenen Privatrechner ändern müsste. Gut, die meisten von uns dürften ja hoffentlich (auch) außerhalb der Arbeit im Forum unterwegs sein.

*Thomas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #14 am: 11.09.2019, 22:11 Uhr »
Ach so, dann gehts im Ergebnis also darum, was am Arbeitsplatz geblockt wird, nicht um Einstellungen, die man selbst am eigenen Privatrechner ändern müsste. Gut, die meisten von uns dürften ja hoffentlich (auch) außerhalb der Arbeit im Forum unterwegs sein.

Perfekt zusammengefasst. Daher liegt ja bei mir im Office immer das iPad nebst Datenkarte auf dem Schreibtisch...

Schöne Reise noch, ich schaue mir jetzt erst einmal in Ruhe die Bilder an.  :D
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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*partybombe

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #15 am: 12.09.2019, 13:08 Uhr »
Hoffentlich ist kein Koffer vom Dach der Fähre gefallen - vielleicht gab es auch keinen Seegang

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #16 am: 12.09.2019, 17:59 Uhr »
Hoffentlich ist kein Koffer vom Dach der Fähre gefallen - vielleicht gab es auch keinen Seegang

Zumindest an diesem Tag war das Wasser ziemlich glatt und es ging wohl alles gut. Wie schon geschrieben war ich etwas beruhigt, dass "meine" Fähre wenigstens einen kleinen Rand rund ums Dach hatte. Bei der Fähre davor gabs sowas nicht.

Es war allerdings nicht das einzige mal, dass mein Gepäck auf dieser Reise etwas fragwürdige Transporte auf dem Wasser überstehen musste.  :zuberge:

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #17 am: 13.09.2019, 15:56 Uhr »
Donnerstag, 2. Mai 2019

Um halb vier ist die Nacht mal wieder rum. Neben dem Jetlag ist es auch ein ohne Unterbrechung bellender Hund, der mich weckt und der verhindert, dass ich wieder einschlafe. Als ich aufstehe und mir im Badezimmerspiegel mein Gesicht anschaue, muss ich feststellen, dass das linke Auge leicht verklebt ist. Mist. Ich hatte schon die letzten Tage immer wieder das Gefühl, dass ich mir irgendeine Infektion eingefangen habe, und jetzt eitert das Auge anscheinend. Die Bindehäute sind rot, nicht schön. Ich nutze also die Zeit bis zum Frühstück mit Recherchen im Internet zu Konjunktivitis und suche nach Apotheken in Puerto Ayora. Nur für den Fall.

Frühstücken gehe ich um kurz nach sechs, da sitzen schon vier andere Gäste an den Tischen. Weil ich kein Ei mag, beschränkt sich mein Frühstück auf Obst und ein Hörnchen, dazu nehme ich mir einen Saft. Davon gibt es mehrere offenbar frisch gepresste zur Auswahl. Zwischendurch kommen immer wieder ein paar kleine Darwin-Finken angeflogen und laben sich an den Frühstücksresten auf den Tischen. Jahrmillionen Evolution haben sie offenbar gezielt auf das vorbereitet, was ihnen jetzt geboten wird: Hörnchen und Rührei.  :wink:

Kurz vor sieben gehe ich los, erst mal zum Fischmarkt. Da wird gerade von den Booten ausgeladen und sortiert.






Und mit dabei sind Seelöwen, Pelikane, Möwen und Reiher, die anscheinend genau wissen, dass hier etwas für sie abfallen könnte. Während Touristen versuchen, Fotos von dem Treiben zu machen, filetiert einer der Händler völlig ungerührt Fisch und wirft den Seelöwen die Reste zu. Einer bettelt von vor der Theke, der andere hockt dicht neben ihm und zieht vorsichtig die Fischhaut von der Theke. Für mich absolute Exotik, für die örtliche Bevölkerung offenbar Business as ususal. Die amüsieren sich eher über die aufgeregten Touristen.








Die Pelikane versuchen zwischendurch mal, sich an dem Fisch in dem Kisten auf dem Boden zu vergreifen und bekommen auch ab und an einen Happen zu geworfen, um den dann wildes Gezänk ausbricht. Einer der Pelikane legt sich sogar mit einem der Seelöwen an. Eine kleine Meerechse ist auch da, und ein Reiher guckt in die Ferne als wollte er sagen: Zum Glück habe ich mit dem Pack hier nix zu tun.










Nach einer Weile reiße ich mich dann doch los. Jetzt geht’s erst mal zur Bahia Tortuga, der Schildkrötenbucht. Um viertel nach acht erreiche ich den Startpunkt am westlichen Rand von Puerto Ayora, an dem man sich mit Namen und Uhrzeit einschreiben muss. Bis zur Bucht sind es 2,5 km durch einen Opuntienwald, also durch die hier heimischen Kakteen. Der Weg ist gepflastert und man kommt eigentlich gut voran, es fliegen mir aber immer wieder kleine Darwinfinken und andere Vögel über den Weg. Ab und zu huschen Eidechsen über die Steine. Ich nehme mir Zeit und schaffe es wenigstens, ein paar der kleinen flinken Tiere halbwegs abzulichten.




Galapagos-Spottdrossel


Großgrundfink (?)




Galapagos-Lavaechsen


Um viertel nach neun erreiche ich dann die Bucht und den sagenhaft weißen Strand. Wow! Wenn das kein Karibik-Feeling ist! Ich hänge die Schuhe an den Rucksack und spaziere mit nackten Füßen auf dem wunderbar federnden Sand die Bucht entlang.






Amerikanischer Austernfischer


Am Ende der Bucht beginnen die Mangroven, und hier tummeln sich ein paar Meerechsen. Charles Darwin konnte sie nicht leiden, er beschreibt sie in seinem Tagebuch nicht sehr vorteilhaft, eher als Ausgeburt der Hölle. Besonders hübsch sehen sie tatsächlich nicht aus.









Meerechsen


Auf einem kleinen Pfad laufen mir noch mehr Meerechsen über den Weg. Eine spaziert seelenruhig zwanzig Zentimeter an mir vorbei, da muss ich jetzt hoffentlich nicht zur Seite springen, um die 2-Meter-Abstand-Regel einzuhalten. ;-)

Der Weg durch die Mangroven mündet dann in eine wunderschöne Badebucht, in der Leute Kanu fahren, schwimmen und schnorcheln. Fast bedauere ich, dass ich keine Badesachen mitgenommen habe, aber inzwischen ist es schon so heiß und die Sonne brennt mir derart auf der Haut, dass ich sowieso nicht lange hier bleiben würde. Ich ruhe mich ein wenig im Schatten aus und mache mich schließlich auf den Rückweg.






Um viertel nach elf erreiche ich den Checkpoint am Beginn des Weges und gönne mir dort erst mal eine eiskalte Cola. Dann schleppe ich mich bis zur ersten Bar in Puerto Ayora. Das erste Bier des Tages ist fällig. Der Wirt sagt schon fragend „beer?“ bevor ich überhaupt das Wort cerveza aussprechen kann, also ist er es wohl gewöhnt, dass hier abgekämpfte Gringos und Gringas einfallen und ihren Elektrolythaushalt auffrischen.




Nach der flüssigen Stärkung kaufe ich mir in dem Laden, den Byron mir gestern auf meine Nachfrage genannt hat, noch die Fährtickets, die ich am 7. Mai und 12. Mai brauche, um die anderen Inseln zu erreichen. Man bekommt keine Tickets, sondern trägt sich in einem Heft in eine Passagierliste ein und erhält für die Zahlung eine Quittung, auf der auch notiert wird, wann und wo man sich an den jeweiligen Fährtagen einzufinden hat. 80 Dollar zahle ich für 3 Fährfahrten, anscheinend je 25 Dollar für die Fahrten zwischen Santa Cruz und Isabela und 30 Dollar für die Fahrt nach San Cristobal.

Danach kehre ich für eine Mittagsrast ins Hotel zurück, wo ich nicht anders kann als die klimaschädliche Klimaanlage einzuschalten, denn ich habe das Gefühl kurz vor einem Hitzschlag zu stehen. Mein Auge ist leider immer noch gerötet. Ansonsten stelle ich fest, dass es höchste Zeit war, aus der Sonne zu kommen, denn am Dekollete und am linken Arm habe ich schon einen leichten Sonnenbrand abbekommen. Trotz LSF 50, du liebe Güte! Sonnencreme werde ich mir wohl nachkaufen müssen, wenn ich mir so anschaue, was ich täglich verbrauche. Nach diesem medizinischen Check halte ich erst mal eine ausgedehnte Siesta.

Gegen halb vier will ich eigentlich der Charles Darwin Station einen zweiten Besuch abstatten, denn gestern war ich kaum noch in der Lage, mich auf das Gebotene einzulassen. Aber nach einem erneuten Blick auf meinen Sonnenbrand lasse ich es lieber mal für heute gut sein. Ich habe ja noch freie Zeit auf Santa Cruz, da läuft die Station mir nicht weg. Stattdessen steuere ich das Grillrestaurant von gestern an und gönne mir heute mal Weißwein statt Bier und statt Burger eine Art „Surf und Turf“. Lecker. Der Kellner kennt mich noch von gestern und verabschiedet mich schließlich mit einem Hasta manana, bis morgen. Ja, da könnte er recht haben.

Ich schlendere noch durch ein paar Geschäfte, schaue mir Schmuck an und suche nach halbwegs schönen Postkarten. Am Fischmarkt wird immer noch verkauft. Ob das wohl der Fisch ist, der schon seit heute morgen hier liegt? Ich glaube nicht, dass ich den noch wollte, aber ich mag ja sowieso keinen Fisch, und die Einheimischen wissen sicher, was sie tun. Danach schlendere ich zurück zum Hotel, suche mir die Sachen heraus, die ich für morgen brauche und beschließe den Tag mit einem Leseabend.

Heute war ein toller Tag, und morgen werde ich die erste Tagestour auf eine der unbewohnten Inseln unternehmen, nämlich nach North Seymour. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet.

Gute Nacht!

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #18 am: 15.09.2019, 20:05 Uhr »
Freitag, 3. Mai 2019

Immerhin lässt mich der Jetlag heute morgen bis um 4 Uhr schlafen. Ich begutachte meine Augen. Sie sehen beide leicht geschwollen aus, vor allem das linke, aber immerhin war das Auge heute morgen nicht so verklebt wie gestern. Um sechs Uhr schiebe ich mich aus dem Bett und unter die Dusche, packe meinen Kram und gehe frühstücken.

Heute nacht hat es geregnet, es ist immer noch dicht bewölkt. Ich finde das gar nicht schlecht, denn ich habe von gestern immer noch leichten Sonnenbrand. Gegen sieben mache ich mache ich mich auf den Weg, vorbei am Fischmarkt, an dem heute weit und breit kein Seelöwe zu sehen ist. Ob ich da gestern besonderes Glück hatte?

Am Treffpunkt für die heutige Tour warten schon ein paar Leute. Pünktlich um 7.50 Uhr werden wir abgeholt und erst einmal mit einem Kleinbus in den Norden von Santa Cruz gefahren, an die Anlegestelle, an der ich auch vorgestern mit der kleinen Fähre angekommen war. Unser Guide erläutert uns schon mal das Programm: Zuerst fahren wir ca. 1 Stunde bis zu der kleinen Insel Mosquera, die praktisch nur aus Sand und ein paar Felsen besteht. Dort werden wir zuerst eine kurze Wanderung über den Sand machen und anschließend schnorcheln, bevor es Mittagessen gibt und wir die zweite Station, die Insel North Seymour, ansteuern.

Das gefällt mir schon mal sehr. Dass die Tour nach North Seymour gehen würde, war klar, denn als North-Seymour-Tour war die Tour angeboten worden. Dass der Zweitstopp kein reines Schnorcheln beinhaltet, wie es wohl überlicherweise der Fall gewesen wäre, kommt mir sehr entgegen, denn schnorcheln kann ich nur mit Kontaktlinsen, das fällt mit den entzündeten Augen aus. Aber dann wird mir ja auch bei diesem Stopp auch an Land was geboten.

Vom Fähranleger aus geht es erst einmal per Schlauchboot raus zum Boot, der „Queen Karen“. Eine Koreanerin, die zur Gruppe gehört, riecht angeekelt an der Schwimmweste, die sie für die Überfahrt anlegen muss. Sie hat glitzernden pinkfarbenen Lippenstift aufgelegt und sieht typisch asiatisch aus wie aus dem Ei gepellt. Ich dagegen bin jetzt schon wieder völlig verschwitzt und könnte durchaus schon die erste Cerveza vertragen.




Die Gruppe besteht aus 16 Leuten, mit ein paar komme ich auf der Fahrt nach Mosquera schon mal ins Gespräch. Zwei Amerikanerinnen haben schon mehrere Tagestouren hinter sich und machen einen fröhlich entspannten Eindruck. Mehrere deutsche Urlauber sind auch an Bord. Ich hatte ohnehin schon feststellen können, dass Deutsche einen überraschend großen Teil der Urlauber ausmachen. Vor der Landung auf Mosquera packe ich den Rucksack mit der Kamera noch in den mitgebrachten wasserdichten Sack, denn auf Mosquera landet man mit dem Schlauchboot am Strand an, und ich bin leider von Natur aus sehr begabt darin, an unpassenden Stellen zu stolpern oder Dinge fallen zu lassen. Zum Glück klappt der Umstieg aufs Schlauchboot und der Ausstieg am Strand aber ohne Sturz. Schwierig ist es allerdings, sich überhaupt auf den Ausstieg zu konzentrieren, denn kaum kommen wir an, schießen ein paar Seelöwen heran, umrunden das Schlauchboot und kommen neugierig näher. Unglaublich, das ist ja tatsächlich wie im Fernsehen! ;-)




Auf dieser ersten kurzen Wanderung stoßen wir schon bald auf ein Seelöwenbaby, das wohl am Strand auf die Mutter wartet.




Ein paar kleine Meerechsen gibt es hier auch, außerdem Krabben, Pelikane und sogar die ersten Blaufußtölpel. Ich weiß nicht, wie es mir in ein paar Tagen hier gehen wird, wenn ich ein paar Touren hinter mir habe, aber hier und heute bin ich völlig begeistert davon, wie ungezwungen man sich zwischen den Tieren bewegen kann und wie gelassen sie auf uns reagieren. Fast so, als wäre man überhaupt nicht da.

Nur die frechen Seelöwen suchen immer wieder den Kontakt. Offenbar hat ihnen niemand etwas von den zwei Metern Mindestabstand zwischen Tier und Mensch erzählt.




Galapagos-Seelöwe




Etwas furchsam scheinen dagegen die Roten Klippenkrabben mit dem schönen lateinischen Namen Grapsus grapsus.


Rote Klippenkrabbe




Leider ist unser Guide etwas autoritär. Als einer aus der Gruppe eine Frage stellt, bekommt er zur Antwort, dass er das wisse, wenn er richtig zuhören würde. Ups. Die Inseln darf man nur als Gruppe mit einem vom Nationalpark zugelassenen Führer betreten, und die Amerikanerinnen erzählen mir später, dass nur alle 10 Jahre neue Führer zugelassen werden. Dieser hier gehört offenbar schon zu der etwas älteren Generation, bei denen der Wunsch, Wissen zu vermitteln, einer gewissen Selbstgefälligkeit gewichen ist.

Nach dem Spaziergang über Land kommt der Schnorchelteil. Ich schnorchele nicht, kann aber am Strand eine Weile schwimmen und im Wasser plantschen, begleitet von drei anderen aus der Gruppe, die auch nicht schnorcheln. Bei der Schnorchelgruppe hüpfen ab und zu Seelöwen aus dem Wasser, die mit den Schnorchlern spielen wollen, und auch wir werden ab und zu von den flinken Tieren eingekreist. Das Wasser ist wunderbar warm, zwischenzeitlich ist die Sonne rausgekommen. Der Himmel ist blau, das Wasser glitzert, der Sand leuchtet weiß in der Sonne, wir plantschen im Wasser und scherzen miteinander. Entspanntes karibisches Feeling auf einer kleinen Sandinsel, umgeben von wilden, aber zutraulichen Tieren, es fühlt sich richtig paradiesisch an. Als wir schließlich mit dem Schlauchboot zurückfahren, schaue ich ein wenig sehnsüchtig zurück zum weißen Strand.

Zurück an Bord wird das Mittagessen serviert, dann fahren wir weiter nach North Seymour. Ich frische die Sonnencreme auf, setze den Hut auf, ziehe die Schuhe an, denn hier auf North Seymour wird trocken angelandet. Ins Schlauchboot umsteigen muss man aber trotzdem. Wie schon eben werden wir in zwei Gruppen an Land gebracht, ich bin bei der ersten Gruppe und kann deshalb ausgiebig das Schauspiel genießen, dass sich uns hier bietet: Zwei Blaufußtölpel beim Paarungstanz. Neben dem obligatorischen Füße-Zeigen, denn man will ja der Partnerin demonstrieren, dass man die begehrten blauen Füße hat, zeigt das Männchen auch ausgiebig das Sky-Pointing, bei dem es Schnabel, Flügel und Schwanz in den Himmel reckt. Die Partnerin zeigt sich allerdings zur mäßig interessiert und putzt sich die meiste Zeit über lieber. Ich bin hin und weg, das ist ja schon wieder wie im Fernsehen!


Blaufußtölpel








Die zweite Gruppe die anlandet, darf das Spektakel nur noch kurz genießen, denn schließlich, so meint der Guide, gäbe es auf der Insel noch genug andere Blaufußtölpel. Eine der Amerikanerinnen widerspricht halbherzig mit Hinweis auf den Paarungstanz, aber es ist sowieso klar, dass es hier und heute weniger darum geht, was die Gruppe möchte als darum, was der Guide so will. Mir egal, die Tierwelt kann ich auch ohne Guide genießen, ein bisschen habe ich mich ja voher schon eingelesen. Und ein wenig hilfreich ist er ja doch, als er uns beispielsweise die ersten Blaufußtölpelküken zeigt, die in diesem Jahr geschlüpft sind.

Wie auch auf Mosquera zeigen die Tiere hier kaum Scheu. Die Blaufußtölpel haben ihre Nester sogar dicht neben den Wegen gebaut, da kann man gar keine 2 Meter Abstand halten. Hier sitzen sie und schützen ihre Eier vor der Sonne.






Auch so mancher Fregattvogel nistet nur wenige Meter vom Weg entfernt, und sogar das ein oder andere Küken ist zu sehen. Während wir eins der Nester umrunden, bettelt das Küken energisch und letztlich auch erfolgreich um Futter. Unglaublich, so etwas einfach so aus nächster Nähe auf einem Spaziergang mitzuerleben.


Fregattvogel - Weibchen mit Küken






Fregattvogel - Jungtier


Fregattvogel - Männchen

Zum Schluss beschließt der Guide, jeden Teilnehmer einzeln vor dem blauen Meer zu knipsen, vermutlich in der Hoffnung auf eine Steigerung seines Trinkgelds. Da mache ich nicht mit, ich bin sowieso völlig abgekämpft und nicht mehr vorzeigbar. Ein Asiate, der sowie schon die ganze Zeit mehr darüber nachgedenkt, wie er tolle Selfies machen kann, darf sich minutenlang so hinter drei Nestern positionieren, dass der Guide ihn bestmöglich ablichten kann, das finde ich doch befremdlich. Aber egal, die Tour war toll und hat meinen Entschluss hierher zu kommen, schon mal voll und ganz bestätigt. Und den ein oder anderen Landleguan haben wir auch erspäht.




Auf der Rückfahrt merke ich schon, dass ich mir auch heute wieder einen Sonnenbrand geholt habe. Trotz LSF 50 und Hut. Vermutlich schwitze ich die Sonnencreme einfach runter, aber nachcremen bringt auch nicht viel, wenn man schon schweißnass ist. Die halbe Stunde im Wasser hat für einen Sonnenbrand auf den Schultern schon ausgereicht, also werde ich bei den künftigen Ausflügen mein Neopren-Shorty mitnehmen, ganz egal, ob das Wasser warm genug ist. Dann sind wenigstens die Schultern und der Rücken vor der Sonne geschützt.

Gegen halb fünf werde ich im Hotel abgesetzt, springe erst mal unter die Dusche, sichte Fotos und mache mich schließlich um sechs, als die Sonne untergegangen ist, auf den Weg zum Abendessen, mal wieder zum Islagrill, denn irgendwie gefällt es mir hier. Heute nehme ich mal eine Erdbeer-Margarita als Vorspeise und als Hauptgang gegrilltes Hühnchen mit gefüllten Kartoffeln. Danach schlendere ich noch eine Weile die Hauptstraße entlang. Die ist heute abend für Autos gesperrt, mein Restaurant hat sogar Tische auf die Straße gestellt. Drüben neben dem Fischmarkt führt eine Gruppe Tänze auf. Alles ist herrlich entspannt.






Ich beschließe spontan, an einem der Automaten an der Bank Geld abzuheben. Ich brauche zwar aktuell noch keins, aber heute auf dem Schiff hat mir eine aus der Gruppe das bestätigt, was ich eh schon gehört hatte, nämlich dass die Automaten nicht immer gefüllt sind und man auch jedesmal nur 200 Dollar abheben könne. Ich versuchs mal mit 300, aber da zeigt der Automat tatsächlich an, dass das Limit überschritten sei. 200 gibt er mir aber.

Abends versuche ich, ein paar Fotos auszusortieren, gebe bei der Fülle aber bald auf. Der Sonnenbrand schmerzt ein wenig. Morgen werde ich etwas langärmliges anziehen, denn meine Arme hat es auch erwischt. Wahrscheinlich immer dann, wenn ich sie zum Fotografieren hochgehalten habe, und das war ja heute ständig der Fall.

Für morgen habe ich keine Tour gebucht, da werde ich die Insel mal wieder auf eigene Faust erkunden.

Gute Nacht!

*Doreen & Andreas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #19 am: 18.09.2019, 13:36 Uhr »
Ich bin mal rasch zugestiegen, denn so einen Bericht kann ich mir doch nicht entgehen lassen.
Dein ausführliches Tagebuch liest sich wunderbar und die Bilder sind phantastisch. Ich kann gar nicht erwarten, daß es endlich weitergeht...  :zwinker: :daumen:
Viele Grüße,
Andreas
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*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #20 am: 18.09.2019, 16:13 Uhr »
Das freut mich sehr, willkommen an Bord!  :D

Die Fortsetzung gibts wohl noch heute abend, auch wenn ich im Moment etwas kränkele. Falls nicht gehts morgen weiter.

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #21 am: 18.09.2019, 19:25 Uhr »
Samstag, 4. Mai 2019

Irgendwann gegen vier ist die Nacht mal wieder rum, aber was solls, wer früh einschläft, wacht halt auch früh ausgeruht wieder auf. Für heute morgen habe ich mir einen Besuch im Hochland von Santa Cruz vorgenommen. Zuerst gehe ich gegen halb sieben frühstücken und verbringe die meiste Zeit damit, kleine Darwin-Finken von meinem Hörnchen zu vertreiben. Die können nicht nur kraftvoll zupicken, sondern sogar das Tuch vom Hörnchen ziehen.




Kurz nach sieben spaziere ich los, um ein Taxi aufzugabeln. Das ist hier keine große Kunst: Der Verkehr scheint größtenteils auf den weißen Pick-up-Taxis zu beruhen, die ständig durch die Stadt kreisen und Fahrgäste aufsammeln. Ich habe schon mitbekommen, dass Mütter morgens ihre Kinder ins Taxi setzen, so normal ist das hier. Als ich zart von hinten angehupt werde, ist es natürlich eins der Taxis. Dem Fahrer halte ich meinen Plan unter die Nase: Ich will zu den Kratern Los Gemelos und zu einer der Farmen im Hochland, auf der auch viele Schildkröten leben. Wie viel das kostet, will ich wissen, und der Fahrer hält mir fünf Finger entgegen. 50 Dollar also, okay, ich habe sowieso keine Ahnung, was man da so preislich rausschlagen kann, und der Fahrer scheint nett zu sein. Also los.

Auf dem Weg zum Hochland kriege ich den Fahrer immerhin auch ohne Spanischkenntnisse dazu, die Klimaanlage ein wenig runter und das Radio ein wenig aufzudrehen. Hinter Bellavista passieren wir eine Kontrollstelle, und ich soll mich mit Namen und Passnummer in eine Liste eintragen. Eine solche Registrierung musste ich schon an der Schildkrötenbucht und am Charles-Darwin-Center über mich ergehen lassen. Aber da hatte man auf die Passnummer verzichtet. Der Kontrolleur will sie aber. Weil ich keine Lust habe, den Pass rauszusuchen, schreibe ich einfach eine Fantasienummer hin. Ist doch eh egal, genauso wie mein Doppel-Yes auf dem Zollformular. Immerhin schreibe zwischen die Zahlen auch ein paar Buchstaben, schließlich ist die deutsche Passnummer alphanumerisch. So viel Erfindungsgabe muss jetzt doch sein.

An den beiden Kratern, Los Gemelos, lässt mich der Fahrer aussteigen, allerdings nicht, ohne mir eindringlich mit Zeichen zu erklären, wie der Weg verläuft und wo ich nachher wieder auf ihn treffe. Ein Stückchen bis zum ersten Krater geht er noch mit mir. Entweder ist er besonders nett oder ich wirke besonders verstrahlt und er hat Angst, dass ich mich verlaufe und ihn stundenlang warten lasse. Oder er hat mich mit dem Preis besonders abgezockt und jetzt ein schlechtes Gewissen. Egal.

Die beiden Krater sind schon eindrucksvoll. Es sind keine Vulkane, sondern abgesackte Hohlräume. Überall schwirren kleine Darwinfinken herum, die gefallen mir hier doch besser als in meinem Brotkorb.




Waldsängerfink (?)


Zwergdarwinfink(?)


Großgrundfink(?)


Galapagostaube




Danach fährt mich der Fahrer zur Ranch „El Chato“. Es gibt hier zwei Ranchs, die genau dasselbe bieten: Ein Farmland, auf dem Galapagos-Schildkröten frei umherstreifen und Lavatunnel. Für El Chato hatte ich mich nur entschieden, weil die Ranch in meinem Reiseführer genannt ist. Bei Tripadvisor konnte ich keinen sonderlichen Unterschied feststellen.

Schon auf dem Weg über die etwas holprige Piste zeigt mir der Fahrer die erste Schildkröte. Na, da muss ich doch gleich das erste Foto machen! Super, so hatte ich mir das vorgestellt!






Auf der Ranch löhne ich die geforderten 5 Dollar, bekomme eine kurze Einweisung und spaziere los. Zuerst durch die etwas glitschigen Lavatunnel, die mir relativ schnurz sind, denn die hatte ich in Australien schon mal in schöner gesehen. Aber der Weg führt halt durch.

Aber dann kommen schon bald die ersten Schildkröten in Sicht, wie schön! Hier sind sie also, die Riesen, denen die Inseln ihren Namen verdanken. Riesige Haufen Schildkrötenscheiße liegen auch auf dem Weg, was mich wieder daran erinnert, dass ich irgendwo gehört habe, dass die Schildkröten quasi die Elefanten der Inseln sind. Wenn man sie so sieht, passt das sehr gut.

Um einen Tümpel steht eine Touri-Gruppe, aber die laufen auch immer wieder zum angrenzenden Gebüsch. „They are making love“, quietscht mir eine aus der Touri-Gruppe zu. Ach ja, da tut sich ja was. Für mich sieht das zwar eher nach „Me too“ aus, so wie Sie da ins Gebüsch gedrängt liegt, aber was weiß ich schon von Schildkrötenliebe. Er gibt sich jedenfalls große Mühe und grunzt in tiefen Tönen, während von Ihr nicht viel zu sehen ist. Ich finde es ja schon erstaunlich, dass Er es überhaupt schafft, sich auf sie zu wuchten, ich hätte nie gedacht, dass diese Tiere so dynamisch sein könnten. Eigentlich kenne ich große Schildkröten nur im Herumliege-Modus. Das hier ist dagegen mal wieder wie im Fernsehen, zwei Galapagos-Schildkröten paaren sich, und ich stehe zwei Meter daneben, unglaublich!



Im Tümpel wird jetzt auch fröhlich herummarschiert, vielleicht steckt das nahe Liebesspiel an.






Ich folgte dem Pfad durch die Wiesen, immer wieder liegen Schildkröten direkt neben dem Weg, so dass die Abstandsregel, die hier sogar mit 3 Metern angegeben ist, wenig Sinn macht, denn irgendwie muss man ja an den Tieren vorbei. Sie grasen energisch, gucken auch mal skeptisch, wer hier des Weges kommt und wirken fast agil, jedenfalls wenn man ihre Größe und ihr Gewicht bedenkt. Irgendwann mache ich den Fehler, in der Nähe einer der Schildkröten meinen Rucksack abzustellen. Kaum habe ich mich versehen, steht das Vieh schon neben meinem Rucksack und schnappt nach einem der Träger. Ich könnte ja wieder sagen „Wie im Fernsehen“, aber da habe ich auch noch nicht gesehen, dass die Schildkröten anfangen, die Ausrüstung des Filmteams zu beknabbern. Ich gewinne sie richtig lieb.








Schließlich komme ich wieder auf dem Parkplatz an und der Fahrer bringt mich zurück nach Puerto Ayora. Zwischendurch sehen wir ein paar mal Schildkröten neben der Straße, auch wie schön! Ich bin gerade zum Schildkrötenfan geworden.

In Puerto Ayora lasse ich mich an dem Zugang zum Charles Darwin Center absetzen und gebe der Schildkrötenstation die zweite Chance. Am Ankunftstag hatte mich das Center ja nicht so beeindruckt. Heute geht’s mir leider ähnlich. Gerade wenn man vorhin die frei umherstreifenden Schildkröten auf der Ranch gesehen hat, wirken die Gehege hier besonders trostlos. Und die Schildkröten sind im Herumliege-Modus, zumindest die großen. In den Gehegen mit der Nachzucht von Schildkrötenarten verschiedener Inseln herrscht etwas mehr Treiben.










Inzwischen haben sich die morgendlichen Wolken verzogen und die Sonne knallt wieder umbarmherzig auf mich herab. Es ist jetzt halb zwölf und ich kehre für eine Siesta ins Hotel zurück. Auf dem Weg dorthin kaufe ich micr in einem Laden spontan ein Eis, muss mich aber hinter einer Nonne anstellen, die gerade eine Styroporplatte ersteht.

Im Hotel halte ich zwei Stunden Siesta, dann mache ich mich auf den Weg zu „Las Grietas“, einer Felsspalte auf de anderen Seite der Bucht, in der man schnorcheln kann. Die Augen machen einen ganz guten Eindruck und mucken auch gegen die Kontaktlinsen nicht auf. Ich nehme mir ein Taxi zum Hafen, um nicht unnötig in der Sonne herumzulaufen und fahre von dort aus mit dem Wassertaxi hinüber zur anderen Seite der Bucht. Auf dem Weg zur Schnorchelspalte kommt man auch an der Playa Los Alemanos vorbei.












In der Schnorchelspalte probiere ich das erste mal das Unterwassergehäuse meiner Kompaktkamera aus, das ich extra für den Urlaub gekauft hatte. Viel zu sehen gibt es nicht unter Wasser, schade, aber das Schnorcheln macht auch so Spaß und erfrischt herrlich. Bloß dass mir hinterher kotzübel wird, war so eigentlich nicht vorgesehen. Schon zweimal hatte ich am Ende eines Schnorchelgangs das Gefühl, regelrecht seekrank zu sein, und heute geht’s mir genauso. Ich bin froh, dass ich es schaffe, mich nach dem Schnorcheln wieder anzuziehen und meine Sachen zusammen zu packen, denn zeitweise habe ich das Gefühl, gleich umzukippen. Erst auf dem Rückweg zur Anlegestelle fühle ich mich langsam besser.










Wie sich dann im Hotel herausstellt, sind nur wenige Fotos überhaupt brauchbar. Ich bin nicht sicher, woran es liegt, aber anscheinend waren die Fische größtenteils doch zu weit weg. Egal, immerhin hatte ich jetzt schon mal meine erste Übungsstunde und bin jetzt hoffentlich für die richtig guten Schnorchelspots besser vorbereitet.

Am frühen Abend gehe ich in meinen üblichen Islagrill, werde heute aber enttäuscht, denn das Steak ist nicht medium wie bestellt, sondern innen fast roh und außerdem ziemlich kalt. Immerhin bekomme ich auf meine Beschwerde schnellen Ersatz und dazu noch einen Nachtisch aufs Haus, das stimmt mich dann doch wieder versöhnlich.




Ich spaziere noch durch ein paar Geschäfte, halte Ausschau nach Souvenirs und gehe mal wieder früh schlafen. Die Augen haben die Kontaktlinsen heute nachmittag gut vertragen, also werde ich es morgen wagen, sie für die morgige Tagestour zu tragen.

Gute Nacht!

*partybombe

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #22 am: 19.09.2019, 19:09 Uhr »
Tolle Inseln, schöne Fotos

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #23 am: 20.09.2019, 20:19 Uhr »
Freut mich, dass es dir gefällt! Gleich reisen wir weiter.

Ich muss allerdings warnen: Es wird zum Ende hin ziemlich textlastig, und ein Arztbesuch ist auch dabei.  :(

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #24 am: 20.09.2019, 20:38 Uhr »
Sonntag, 5. Mai 2019

Mal wieder wache ich vor vier Uhr auf und stelle fest: Das linke Auge tut weh. Also wird’s heute nichts mit Kontaktlinsen und Schnorcheln. Sch...

Um viertel nach fünf stehe ich dann wirklich auf, um sechs Uhr werde ich am Hotel für die heutige Tour abgeholt. Die Kontaktlinsen bleiben ungenutzt, die Schnorchelausrüstung im Zimmer. Sch...

Der Bus, mit dem es heute über die Insel geht ist komfortabler als vorgestern. Diego, unser heutige Guide, scheint zwar auch eher vom alten Schlag zu sein, wirkt aber trotzdem kompetenter als der Guide vorgestern. Und als wir schließlich mit dem Schlauchboot zum Schiff übersetzen, finde ich das Schiff nicht nur schöner, nein, wir bekommen sogar eine Sicherheitseinweisung mit der Erläuterung der Rettungswesten, der Rettungsboote und wie wir uns verhalten sollen, wenn unverhofft einer über Bord geht. Stimmt, so was hat vorgestern völlig gefehlt.




Weil wir so früh gestartet sind, beginnt die Fahrt mit einem kleinen Frühstück, dann steuern wir für eine kurze Vorbeifahrt die Insel Daphne Mayor an, auf der keine Landtouren erlaubt sind. Ein paar Vögel sehen wir auf den Klippen, und angeblich brüten Pinguine im Inneren des Kraters (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, denn die armen Pinguine müssten dann ja dorthin marschieren, aber andererseits sind die Wege in der Antarktis ja auch nicht gerade kurz).




Von hier aus dauert die Fahrt noch etwa eineinhalb Stunden bis zum heutigen Ziel: Bartholome. Die Wellen werden höher, das Boot schaukelt hin und her und ab und zu merke ich eine leichte Welle von Seekrankheit aus dem Magen aufsteigen, aber das lässt sich gut aushalten. Die heutige Gruppe ist sehr nett, inklusive einer etwas überkandidelten Yoga-Lehrerin, die mit ihren Schäfchen gemeinsam diese Tour geplant hat und die heute abend noch eine Runde Yoga-Unterricht geben wird. Außer mir sind fast nur Amerikaner(innen) an Bord, außerdem eine Belgierin mit ihrem kolumbianischen Ehemann, eine Ecuadorianerin aus Cuenca und eine Isländerin (denke ich jedenfalls).

Als wir Bartholome schließlich erreichen, geht es zunächst mit dem Schlauchboot hinüber zu einer „trockenen Landung“ am Beginn eines Weges, der auf den Gipfel führt. Die Insel ist karg, obwohl sie schon eine Million Jahre alt ist. Diego erklärt warum: Es gibt keine Süßwasserquelle, und der Wind sorgt dafür, dass Pflanzensamen immer wieder weggeweht werden. Weil es hier kaum Insekten gibt, haben sich die kleinen Eidechsen darauf spezialisiert, die wenigen Blüten zu fressen.










Durch die urtümliche Lavalandschaft führt ein Weg aus Holzbohlen. Für den Bartoholme-typischen Wind bin ich ganz dankbar, denn teilweise geht’s ordentlich die Stufen hinauf. Oben angekommen bietet sich dann der Blick auf eines der Postkartenmotive der Galapagos-Inseln: Den Pinnacle Rock. Wunderschön.














Als zweite Station steht jetzt das Schnorcheln an, das vom Strand am Pinnacle Rock startet. Ich frage Diego, ob ich auch einfach schwimmen kann, das geht zum Glück heute auch wieder. Während die Gruppe sich bereit macht, werde ich ständig gefragt, ob ich denn nicht schnorchele und erkläre, was mit meinen Augen los ist. Die mitleidigen Kommentare sind nett gemeint, aber fast wäre es mir lieber, wenn man von mir gar keine Notiz nehmen würde, statt mich zu bedauern, denn ich hatte mich eigentlich schon damit arrangiert, nicht mit den anderen losschnorcheln zu können und werde jetzt im Minutentakt wieder an mein Pech erinnert.




Als die Gruppe losschnorchelt, schwimme ich noch ein Stück mit und kann immer hin einige bunte Fische direkt um mich herum sehen, dann kehre ich zum Strand zurück, paddele vor mich hin und genieße das wunderbare Wasser. Eine andere Gruppe ist auch hier, und plötzlich fängt eine Frau an, spitze Schreie von sich zu geben: Ein Seelöwe ist in ihrer Nähe vorbeigeschwommen. Das teilt sie in nicht abnehmender Lautstärke minutenlang dem ganzen Strand mit, und dann sieht sie plötzlich, dass der Seelöwe an einem ihrer Lieben vorbeischwimmt, und die Lautstärke steigert sich noch mehr. Der Seelöwe schwimmt auch relativ dicht an mir vorbei und wieder zurück zu dem seichten Wasser zwischen ein paar Felsen am Ufer, wo er auch gestartet war. Aber zu seinem Pech steht dort am Ufer die aufgeregte Frau. Die kann es kaum fassen, dass sich der Seelöwe jetzt nur ein paar Meter von ihr entfernt im Wasser räkelt, und obwohl der Guide ihrer Gruppe sie mehrfach ermahnt, leiser zu sein, kriegt sie sich überhaupt nicht mehr ein. Bis es dann auch dem Seelöwen zu bunt wird und er sie energisch anblafft. Danach ist tatsächlich Ruhe im Karton. Vielleicht sollte der Seelöwe eine Ausbildung zum Tourguide machen.

Nach etwa einer Stunde kommen die Schnorchler wieder zurück, wir kehren aufs Schiff zurück und die Heimfahrt beginnt. Aber vorher suchen wir noch nach Pinguinen. Einen sehen wir dann auch, wenn auch kaum erkennbar aus einiger Entfernung, aber immerhin: Ich habe meinen ersten fast Nordhalbkugel Pinguin gesehen. Der Äquator verläuft von hier aus nur ein paar Kilometer nördlich.




Die Rückfahrt wird deutlich schlimmer als die Hinfahrt. Das Boot rollt durch die Wellen und bemühe mich, immer nur auf den Horizont zu schauen. Einer anderen aus der Gruppe geht es noch schlechter, sie erwischt die Seekrankheit so richtig. Während ich stundenlang da sitze und gegen die Übelkeit kämpfe muss ich mir eingestehen, dass mein linkes Auge immer noch wehtut und sich jetzt auch der Bereich zwischen Auge und Nase komisch anfühlt. Ein kurzer Blick in den Spiegel macht mich auch nicht gerade glücklich. Es hilft alles nichts, da muss ein Arzt draufschauen. Auf Santa Cruz gibt es immerhin ein Krankenhaus, keine Ahnung, wie das auf Isabela aussieht, wo ich übermorgen hinwill.

Als wir schließlich wieder an Land sind, bitte ich Diego, mich nicht zum Hotel zu fahren, sondern am Hospital abzusetzen. Ich hatte zwischendurch vorsichtshalber mal Byron von meiner Agentur gefragt, ob es hier Augenärzte gibt, und er hatte gemeint, ich solle einfach in die Notaufnahme des Krankenhauses gehen. Auf der Rückfahrt im Bus erläutere ich dann vorsichtig gegenüber Felipe, dem Kolumbianer, dass ich mit meinen Augen ins Krankenhaus wolle, aber überhaupt kein spanisch spreche. Er verspricht sofort, mitzukommen, und ich bin unsagbar erleichtert.

So setzt der Bus also gegen halb fünf nicht nur mich, sondern auch Felipe samt Ehefrau am Hospital ab, wo wir zögernd die Tür zur Notaufnahme betreten. Eine Frau schickt uns erst mal weg, ein Mitarbeiter läuft uns dann aber hinterher und bittet uns im Wartezimmer Platz zu nehmen. Ich sage Felipe, dass er natürlich jederzeit gehen kann, wenn es hier länger dauern sollte, aber er erklärt mir, dass vor mir nur noch eine andere Person dran sein. Super, schon das hätte ich ohne ihn nicht verstanden.

Kaum fünf Minuten später bin ich dann schon dran. Mit Felipe betrete ich einen großen Raum mit durch Vorhänge abgeteilten Untersuchungsbereichen auf der rechten Seite und einigen an Schreibtischen sitzenden Ärzten auf der anderen Seite. In die Untersuchungsbereiche kann man reinsehen, dort liegen Menschen unter Decken und sind offenbar deutlich schlimmer dran als ich. Fast bekomme ich ein schlechtes Gewissen, aber ich bin ja auch nicht zum Spaß hier. Ich darf bei einer Ärztin Platz nehmen, und scheitere fast, denn ich werde nach meinem Pass gefragt, und der liegt im Hotelsafe. Mit dem Führerschein kann ich mich ausweisen, aber eigentlich braucht man die Passnummer. Ich Depp habe extra eine Passkopie gemacht, nur leider nicht dabei, und daran, dass ich auch ein Foto meines Passes auf dem Smartphone gespeichert habe, denke ich in der Aufregung gar nicht. Ich bin schon darauf eingestellt, wieder hinauskomplimentiert zu werden, aber ich soll dann doch bloß versprechen, morgen den Pass vorbeizubringen. Uff.

Felipe übersetzt Fragen und Antworten. Nach ein paar Nachfragen  zu meinen Symptomen und was sich wann wie entwickelt hat, setzt die Ärztin dann einen Mundschutz auf und untersucht meine Augen. Dann geht es ganz schnell. Sie schreibt mir Augentropfen auf, die ich alle sechs Stunden nehmen soll, dazu Ibuprofen gegen die Schmerzen und irgendwelche anderen Tabletten. Das wird von der Ärztin auf einem Post-It-Zettel notiert, und dann werde ich mit dem Hinweis, dass es nichts kostet, entlassen. Ich bedanke mich vielmals, und Felipe erläutert mir, dass die Behandlung gratis sei und man den Pass nur gebraucht hätte, wenn ich Medikamente vom Krankenhaus bekommen hätte.

In einer Apotheke ein paar Meter weiter bekomme ich die Medikamente, allerdings auf ungewohnte Weise. Weil ich nur fünf Tabletten zum Abends-Nehmen brauche, werden halt nur aus dem Blister fünf Tabletten rausgeschnitten, die restliche Packung samt Beipackzettel bleibt in der Apotheke, und genauso läuft es mit dem Ibuprofen. Felipe lacht und meint, das sei in Lateinamerika so üblich. Immerhin werden die Augentropfen nicht einzeln abgezählt. Ich zahle 10,50 Dollar und erkläre Felipe samt Ehefrau dann, dass ich sie eigentlich gerne zum Abendessen einladen würde, heute aber einfach zu fertig sind und ihnen deshalb gerne Geld für ein Abendessen geben würde. Das trifft erst mal auf erhebliche Gegenwehr, aber die beiden merken dann doch, wie gerne ich mich so bei ihnen bedanken würde und nehmen mein Geld dann an. Wir verabschieden uns und sie wünsche mir alles Gute.




Ziemlich geschafft lande ich gegen sechs Uhr schließlich wieder im Hotel an. Der Islagrill muss heute auf mich verzichten, ich bleibe lieber einfach im Hotel und pflege mich. Das für morgen abend geplante Essen mit Byron sage ich kurzerhand ab. Egal wie es mir morgen geht, ich will den letzten Abend auf Santa Cruz so verbringen wie ich möchte.

Ich googele lieber noch, was ich da heute so an Medikamenten bekommen habe, bevor ich mit meiner Behandlung loslege. Die unbekannten Tabletten sind Allergietabletten und sollen den Juckreiz lindern, so dass ich mir nicht nachts ständig die Augen reibe. Die Tropfen sind antibiotische Tropfen und scheinen mehr oder weniger das Standardmedikament für bakterielle Augenentzündungen zu sein.

Mal schauen, wie es mir morgen geht. Kontaktlinsen sind verboten, ich hatte die Ärztin extra gefragt. Aber die Tour zur Insel South Plaza verspricht trotzdem toll zu werden.

Gute Nacht!

*partybombe

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #25 am: 21.09.2019, 11:13 Uhr »
Nette Erlebnisse im Unglück

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #26 am: 22.09.2019, 13:51 Uhr »
Nette Erlebnisse im Unglück

Das stimmt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank Felipe für die Hilfe!  :winke:

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #27 am: 22.09.2019, 14:18 Uhr »
Montag, 6. Mai 2019

Mal wieder wache ich vor vier Uhr auf. Die Augen sind verklebt, na ja, irgendwie muss das ganze Zeug ja auch raus. Gegen halb sechs kommen nochmal Tropfen rein, und die Tropfen werde ich heute auch mitnehmen und im Bordkühlschrank aufbewahren lassen, damit sie kühl bleiben.

Auf das Abholen vorm Hotel warte ich heute so lange, dass ich schon befürchte, vergessen worden zu sein. Mit einer halbstündigen Verspätung biegt dann doch ein Bus in die Straße ein. Wenn ich es richtig verstehe, sind sie auf der Suche nach fünf Tourteilnehmern eine Weile herumgefahren, um dann von der Touragentur zu erfahren, dass es mit dem Flug der Teilnehmer ein Problem gab und sie noch gar nicht auf der Insel sind.

Wir sind heute also nur zu zehnt. Der heutige Guide heißt Alejandro und ist ein gutes Stück jünger als die voherigen Guides. Auf mich wirkt er auch irgendwie motivierter. Die Gruppe besteht lediglich aus einer Amerikanerin, die gestern schon an Bord gewesen war, und acht ursprünglich aus Rumänien stammenden, jetzt aber in Kanada lebenden Teilnehmern. Alle machen einen netten Eindruck. Aber trotzdem frage ich mich, wie es wohl gewesen wäre, wenn ich eine einwöchige Kreuzfahrt zu mehreren Inseln gebucht hätte. Die Schiffe beherbergen normalerweise ja auch nur zwischen 10 und 20 Gästen. Hätte ich mich in einer dieser Gruppen, mit denen ich die letzten Tage auf Tour gewesen wäre, wirklich wohl gefühlt? So wohl, dass ich eine ganze Woche auf engstem Raum mit ihnen hätte verbringen wollen? Irgendwie kann ich mir das nicht so richtig vorstellen. Nein, so wie ich meine Reise organisiert habe, passt es einfach besser zu mir, da bin ich mir mittlerweile sicher.

Wie üblich fahren wir in den Norden von Santa Cruz. Dort setzen wir mit dem Schlauchboot auf die Santa Fe über und steuern dann die Schnorchelstelle an. Die ist schon nach ca. 20 Minuten Fahrt erreicht und liegt an der Steilküste von Santa Cruz. Ich bleibe oben auf dem im Schiff, gönne mir eine Cerveza, schaue auf das türisfarbene Meer und lese ein wenig in meinem Tierbestimmungsbuch. Auch mal ganz schön. Auch wenn ich lieber geschnorchelt wäre. Die andere bemühen sich nach dem Schnorcheln zwar, ihr Erlebnis kleinzureden und behaupten, kaum etwas gesehen zu haben, aber ich höre doch heraus, dass es einiges an bunten Fischen und sogar eine Schildkröte zu sehen gab. Na ja, ich habe sie mir wenigstens im Buch angeschaut.

Auf der Weiterfahrt nach South Plaza gibt es Mittagessen, und dann kommt die Insel auch schon in Sicht. Wir sind das einzige Boot hier, wie schön! South Plaza soll nach meinem Reiseführer viele Arten auf kleinstem Raum beherbergen. Nach der Landung werden wir von den schon fast obligatorischen Seelöwen begrüßt. Ob die sich ständig langweilen und sich freuen, wenn mal  wieder ein Touriboot bei ihnen auftaucht? Jedenfalls tollen sie ausgelassen in den Wellen herum, räkeln sich in kleinen Pools zwischen den Felsen und scheinen sich bewusst zu sein, dass sie hier eine Show für uns veranstalten.










Während ich den Seelöwen zuschaue und langsam weitergehe, falle ich fast über eine graue Möwe. Du liebe Güte, so langsam kann ich nachvollziehen, dass die ersten Besucher hier die Tiere für etwas dämlich gehalten haben.

Ein paar Meter weiter ragen in mehr oder weniger großen Abständen stattliche Opuntien in den Himmel. Wie wir bald feststellen, sind sie fest in der Hand von Leguanen. Unter fast jeder Opuntie liegt ein Leguan, fast wie ein bissiger Hofhund, der angekettet rund ums Haus für Ordnung sorgen mss. Entsprechend gucken die Leguane etwas grimmig. Unter manchen Opuntien sitzen stattdessen oder zusätzlich Möwen. In einer Welt dicht am Äquator ist halt jeder Schattenplatz begehrt.











Auf der anderen Seite von South Plaza sind die Felsen höher und bilden eine windumtoste Steilküste, an der verschiedene Vögel nisten und sich in die Luft erheben. Möwen, Blaufußtölpel und Pelikane leben und brüten hier und fischen im Meer.














Zum Abschluss spazieren wir wieder zwischen den Opuntien hindurch zurück zum Schiff. Ich bin schon wieder fix und fertig. Trotz Hut, Sonnencreme und langärmligem Shirt fühle ich mich halb durchgebraten.










Heute fährt das Schiff nicht zurück zur Anlegestelle im Norden von Santa Cruz, sondern in den Süden nach Puerto Ayora. Von der Anlegestelle aus können wir also direkt ohne Busfahrt zurück zu unseren Hotels.  Nachdem ich mich im Hotelzimmer etwas von der Äquatorsonne erholt habe, breche ich auf, um den letzten Abend in Santa Cruz zu verbringen. Ausgerechnet heute hat mein Stammrestaurant anscheinend Ruhetag, also muss ich mir für den letzten Abend doch tatsächlich etwas neues suchen. Ich gehe hundert Meter weiter und biege in ein Restaurant ein, wo ich unversehens Byron über den Weg laufe. Ach so, hier sollte das kostenlose Abendessen stattfinden? Na, dann komme ich jetzt ja doch unverhofft noch in den Genuss. Ein Hauptgericht und ein Softdrink darf ich mir aussuchen, dazu gönne ich mir auf eigene Kosten noch einen Cocktail. Auch nicht schlecht.




Danach spaziere ich hinunter zum Pier. Leider wird mir das entspannte Bummeln durch die Sorgen über meine Augen etwas verleidet. Um die Straßenlaternen herum sehe ich Regenbögen. Sehr irritierend. Ich kann nur hoffen, dass das an dem Film aus Augentropfen liegt.

Die Amerikanerin hatte mir auf dem Boot erzählt, dass am Pier abends Fische, auch Haie, im beleuchteten Wasser zu sehen sind, und ich hoffe, dass ich Glück habe. Glück braucht man nicht, wie ich dann feststelle, sie sind wirklich überall!




Zurück im Zimmer steht dann das Packen für die morgige Weiterreise nach Isabela an. Zum Glück lässt sich ohne größere Probleme alles wieder im Koffer verstauen. Puh, das hatte ich mir schwieriger vorgestellt.

Leider habe ich immer noch Sehprobleme und gehe heute abend ziemlich beunruhigt ins Bett. Wenn dieses Regenbogensehen ein Zeichen dafür ist, dass sich die Augen eher verschlechtern als verbessern, sollte ich dann überhaupt nach Isabela fahren?

Gute Nacht!

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #28 am: 24.09.2019, 20:07 Uhr »
Dienstag, 7. Mai 2019

Heute morgen stehen also das Auschecken und die Fahrt nach Isabela an. Um mich zu beruhigen recherchiere ich ein bisschen im Internet: Okay, Isabela hat zwar kein Krankenhaus, aber immerhin ein kleines Health Center. Und ich bin sicher, dass ich falls erforderlich relativ kurzfristig ein Fährticket zurück nach Santa Cruz bekäme. Und Hotelzimmer sind in Santa Cruz für die nächsten Tage auch verfügbar für den Fall, dass ich meinen Aufenthalt in Isabela tatsächlich abbrechen und zurück nach Santa Cruz kommen müsste.

Ausgestattet mit diesem Notfallplan gehe ich frühstücken, packe die letzten Sachen zusammen und checke gegen neun Uhr aus. Mein Koffer bleibt erst mal hier, und ich spaziere durch Puerto Ayora, und natürlich auch mal wieder vorbei am Fischmarkt. Dort wartet wie üblich der Seelöwe hinter der Theke geduldig auf sein Frühstück.




Hinter dem Ort komme ich zur Laguna Las Ninfas, an der man angeblich gut Vögel beobachten können sollen. Der Weg auf Bohlen um die Lagune und durch die Mangroven ist gut gemacht, mit vielen Hinweisschildern und Beschreibungen. Nur wissen leider die Vögel nicht, dass sie hier beobachtet werden sollen und machen sich äußerst rar. Ich schaffe es nur, eine der üblichen Lavaechsen vor die Linse zu bekommen.






Danach spaziere ich noch ein Stück den Weg Richtung Tortuga Bay, wo ich dann doch noch ein paar Vögel ablichten kann.








Die restliche Zeit bis zur Fahrt nach Isabela vertreibe ich mir mit einem Stadtbummel und ziehe durch die Shops. Neben dem Einheitsbrei aus T-Shirts, billigen Blaufußtölpeln aus Plastik und anderem Zeug gibt es zwar durchaus auch Kunsthandwerkliches und andere Produkte, die von hier stammen aber so richtig spricht mich nichts an, und ich hatte mir vorgenommen, mir nur noch etwas aus dem Urlaub mitzubringen, wenn es mir richtig gut gefällt. Immerhin finde ich einen Shop, der nicht nur Postkarten, sondern auch Briefmarken verkauft. Lustigerweise muss man 4 große Marken auf jede Karte kleben, mal schauen, ob das klappt. Immerhin bietet der Besuch im Supermarkt in der Nähe des Piers Altbekanntes aus Deutschland. Und an der Küste strahlen Boote und Wasser  um die Wette.










Zum abschließenden Mittagessen kehre ich dann in das Restaurant von gestern abend ein und bin gegen ein Uhr wieder im Hotel zurück. Noch mal alles richten, den Kamerarucksack in die wasserfeste Hülle packen, die Augen tropfen, dann nehme ich um zwanzig nach eins ein Taxi hinunter zum Shop, in dem ich das Fährticket gekauft habe. Wie ist feststelle, hätte ich mir damit auch mehr Zeit lassen können: Ich sollte zwar um 1.40 Uhr dort sein und habe beschlossen, lieber mal mit einem Sicherheitszuschlag zu planen und um 1.30 Uhr dort zu sein, aber anscheinend waren in 1.40 Uhr ohnehin schon 20 Minuten Sicherheitszuschlag eingepreist, denn wir machen uns als kleine Gruppe erst um 2.00 Uhr auf zum Pier.  Noch im Surfshop hat jeder ein Schild umgehängt bekommen, auf dem der Name des Boots steht: Gaby. Als wir so mit unseren Schildern auf Pier trotten, komme ich mir vor wie ein Kindergartenkind.

Die Gepäckkontrolle läuft dann ähnlich wie am Flughafen: Ich muss den Rucksack zwar auf die Theke heben. Gerade als ich ihn aufmachen will, bedeutet man mir aber, ich könnte ihn zulassen. Er bekommt einen Kabelbinder ans Schloss, dann folge ich den anderen zum Wassertaxi. O je, hier wird der Koffer wie alles andere auch aufs Taxi gehoben, dann fahren wir ein paar Meter hinüber zur „Gaby“, wo der Koffer dann von Bord zu Bord gehievt wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jedes Gepäckstück sicher anlandet, aber mein Koffer schafft es immerhin aufs Boot.




In der Bildmitte: die Fähre Gaby




Alle Hinweise im Hinterkopf, wonach man sich möglichst weit hinten ins Boot setzt, schaffe ich es, mir einen Platz auf der hinteren Bank zu sicheren, ziehe meine dünne Jacke an, um ich gegen die Sonne und die Gischt zu schützen und dann geht die Fahrt auch schon los. Nach ein paar Minuten muss ich kurz meinen Platz räumen, denn anscheinend funktioniert einer der Motoren nicht richtig. Während der Kapitän vorne weiter Gas gibt, hantiert der zweite an Bord an irgendwelchen Kabeln herum, dann springt der Motor an und die Fahrt wird schneller. Gut dass ich hier hinten sitze, denn weiter vorne haut es einem bei der rumpligen Fahrt wahrscheinlich alle Knochen raus.

Ich igele mich in meine Jacke und versuche, trotz des höllischen Motorenlärm direkt hinter mir ein wenig zu dösen. So vergeht etwas ein Stunde, als plötzlich Hektik ausbricht. Das Boot wird langsamer und das zweite Besatzungsmitglied an Bord fängt an, im Rumpf des Bootes Sachen beiseite zu räumen und nach etwas zu suchen. Du liebe Güte, wir haben doch nicht etwas ein Leck? An dieser Stelle fällt mir auf, dass bisher von nichtigen Dingen wie Rettungswesten und -booten nicht die Rede war. Aber nach ein paar Minuten nehmen wir dann doch wieder Fahrt auf, keine Ahnung, was den Stopp verursacht hat.

Schließlich erscheint neben uns eine Küste, die Konturen werden klarer, einzelne Häuser sind auszumachen, wir haben es also gleich geschafft. Nach etwas zweistündiger Fahrt brettern wir in den Hafen von Puerto Vilamil auf Isabela. Dort werden Passagiere und Gepäck wieder auf ein Wassertaxi umgeladen, das Wassertaxi bringt uns ans Pier, mein Koffer und ich schaffen auch diesen Umstieg, und dann ist es wirklich geschafft.

Puerto Vilamil wirkt gegen Puerto Ayora gleich mal wie eine verschlafenes Dorf gegen eine Großstadt. Ich muss noch 10 Dollar „Eintritt“ bezahlen, bekomme dafür ein Ticket, der Kabelbinder wird vom Koffer geschnitten und ich taumele mit weichen Knien auf ein Taxi zu. Der Boden scheint sich immer noch zu bewegen. Der Fahrer fragt mich, ob es okay sei, wenn wir noch auf weitere Fahrgäste warten, damit habe ich kein Problem. Einen jungen Mann, der auf meiner Fähre war, nehmen wir auch noch mit, dann geht die Fahrt los und dauert ca. 2 Minuten, denn das Hotel ist nur etwa 800 Meter vom Pier entfernt.

An meinem Hotel werde ich von einer fürsorglichen jungen Mitarbeiter auf bestem Englisch in Empfang genommen. Wie ich erfahre, habe ich ein kostenloses Upgrade auf ein Zimmer mit Meerblick bekommen, und Meerblick heißt hier, dass ich vom Bett aus ebenerdig keine 20 Meter gehen muss, bevor ich im Sand stehe. Ich bin begeistert, so hatte ich mir das erhofft!




Die Augen fühlen sich inzwischen auch irgendwie besser an, hoffentlich ist das nicht bloß Wunschdenken. Ich lade nur kurz meine Sachen ab und mache mich auf den Weg Richtung Ortsmitte, wo die befestigte Straße einer Sandpiste weicht. Am Shop von Pahoehoe, wo ich für Donnerstag und Freitag Touren gebucht habe, melde ich mich wie erbeten an, Die Mitarbeiterin findet meine Buchungen in einer Liste, markiert sie und bestätigt, dass ich mich übermorgen um elf hier zur die Schnorcheltour zu Los Tuneles einfinden soll. Inzwischen bin ich auch ganz optimistisch, dass meine Augen bis dahin besser sind und ich wieder Kontaktlinsen tragen kann.

Danach spaziere ich noch ein Stück am Strand entlang, nehme an einer Strandbar einen Cocktail und ziehe schließlich fürs Abendessen ins dahinter liegende „Booby Trap“ um, ein Restaurant, das die nette Hotelmitarbeiterin empfohlen hatte. Mit Blick aufs Meer esse ich zu Abend, während es langsam dunkel wird. An der Straße entlang gehe ich dann zum Hotel zurück und falle gegen acht Uhr ziemlich kaputt ins Bett. Während ich langsam einschlafe, habe ich den Eindruck, dass das Bett sich bewegt, aber ich fühle mich in den Schlaf gewiegt.








Bisher gefällt mir Isabela sehr gut, und die erste richtige Erkundung steht ja noch an.

Gute Nacht!

*partybombe

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #29 am: 25.09.2019, 14:13 Uhr »
Alles in allem wohl sehr schöne Tage. Schönen Dank fürs mitnehmen!

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #30 am: 27.09.2019, 19:44 Uhr »
Okay....

Dann nehme ich mal diese abschließend klingenden Worte

Alles in allem wohl sehr schöne Tage. Schönen Dank fürs mitnehmen!

als Wink mit dem Zaunpfahl und sage vielen Dank an alle, die mich die letzten Tage auf Santa Cruz und den umliegenden Inseln begleitet haben.

Um den Rest der Reise kurz zusammenzufassen:

Auf Isabela habe ich vier Tage / fünf Nächte verbracht und dabei einen Tag mit einer Fahrradtour verbracht, an einem Tag einen Schnorchelausflug zum Gebiet "Los Tuneles" unternommen und an einem Tag an einer organisierten Wanderung zum Vulkan Sierra Negra teilgenommen. Alle drei Ausflüge kann ich sehr empfehlen, ebenso wie das Schnorcheln auf eigene Faust in der Bucht direkt am Fährpier.

Nach zwei Fährfahrten habe ich abschließend noch zwei Tage / drei Nächte auf San Cristobal verbracht, mit einem Tagesausflug zur Inseln Espanola und einem Schnorchelausflug zum Felsen Leon Dormido. Auch diese beiden Ausflüge kann ich sehr empfehlen.

Zurück ging es dann mit einer Zwischenübernachtung auf dem Festland in Guayaquil per Nachtflug nach Amsterdam.


Die Galapagosinseln sind auf jeden Fall eine Reise wert, und würde ich nochmals planen, würde ich mich wohl wieder für eine individuelle Tour entscheiden. Einzig der Ausflug zur Insel Bartolome erschien mir im nachhinein schlecht gewählt, weil das Erlebnis vor Ort in keinem hinreichenden Verhältnis zur langen An- und Rückfahrt mit dem Boot steht. Alternativ käme hier z.B. ein Ausflug zur Insel Santa Fe in Betracht.


Vielen Dank an diejenigen, die mitgereist sind, egal ob als blinder Passagier oder ganz offziell und ganz herzlichen Dank an diejenigen, die sich auch hier im Thread ab und zu mit einem Feedback gemeldet haben! Ich weiß, dass das Forum nicht mehr so gut besucht ist und dass Galapagos auch nicht unbedingt so richtig zu den Reiseinteressen hier passt. Von daher habe ich mich über ein paar nette Worte zwischendurch umso mehr gefreut.

Liebe Grüße und abschließend nochmals Gute Nacht!

*unterwegsontour

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« Antwort #31 am: 28.09.2019, 11:08 Uhr »

Hatte den Bericht grade erst entdeckt und nachgelesen. Tolle Fotos die so richtig Lust machen. Leider bin ich jemand, der sehr gerne und schnell seekrank wird, deshalb habe ich die ganzen Überfahrten einfach überlesen  :kofpstand:     

Wie gerne würde ich auf diesen Pfaden rumspazieren. Die Echsen sind zwar nicht grad hübsch aber sehr faszinierend, die roten Krabben auf dem dunklen Fels sehen hammermäßig aus.

Ein ganz DICKES  DANKESCHÖN!!!!
"The sky above, the earth below and dreams dance in your head."

*Thomas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #32 am: 29.09.2019, 13:06 Uhr »
Vielen Dank an diejenigen, die mitgereist sind, egal ob als blinder Passagier oder ganz offziell und ganz herzlichen Dank an diejenigen, die sich auch hier im Thread ab und zu mit einem Feedback gemeldet haben! Ich weiß, dass das Forum nicht mehr so gut besucht ist und dass Galapagos auch nicht unbedingt so richtig zu den Reiseinteressen hier passt. Von daher habe ich mich über ein paar nette Worte zwischendurch umso mehr gefreut.

Hallo Flicka,
auch ich war einer der (leider etwas stillen...) Mitleser, vielen Dank nochmals für Deinen Reisebericht.

Auch dank eurer tollen Reiseberichte steigen die Zugriffszahlen hier mittlerweile wieder an, wie die Statistiken zeigen.

Bis zur nächsten Reise, ich bin dann wieder dabei!
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
Amerika von Fans für Fans

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*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #33 am: 29.09.2019, 14:55 Uhr »
Vielen Dank für die lieben Kommentare!  :winke:

*Doreen & Andreas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #34 am: 24.10.2019, 14:35 Uhr »
Ooops, das war jetztz aber ein abruptes Ende. Ganz ohne Fotos und das Happy-End mit der Augenentzündung.
Nichts desto Trotz war es für mich ein ganz außergewöhnlicher Bericht von einem nicht ganz alltäglichen Ziel.
Vielen Dank fürs Mitnehmen. Und wie ich Deinem Ticker entnehme, geht es ja recht bald schon wieder los zur nächsten Reise, von der ich mich auch wieder über einen Bericht freuen würde...  :wink: 8)
Viele Grüße,
Andreas
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*Marthe

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #35 am: 25.10.2019, 23:42 Uhr »
Was für ein interessanter Reisebericht mit wunderschönen Fotos.  Schade, das er so abrupt endete, ich hätte noch gerne weitergelesen .

Vielen Dank fürs Einstellen.

LG
Marthe

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #36 am: 30.10.2019, 18:04 Uhr »
Danke für die lieben Kommentare!

Ich wäre grundsätzlich auch bereit gewesen, weiter zu schreiben, war mir dann aber unsicher, ob der Bericht wirklich interessiert, und nur so für die Galerie will man sich die Arbeit ja auch nicht machen.

Morgen gehts tatsächlich auf die nächste Reise, nach Japan, zum insgesamt dritten Mal.  Zur  zweiten Japan-Reise gibts hier auch einen unvollendeten Bericht.... Da lags aber daran, dass ich mit dem Bearbeiten der Fotos nicht nachgekommen bin. Die sind teilweise immer noch ungesichtet auf der Festplatte vergraben.  :oops:

*partybombe

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #37 am: 01.11.2019, 08:53 Uhr »
Du fährst halt einfach zu viel in Urlaub :lolsign:

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #38 am: 03.11.2019, 03:46 Uhr »
Du fährst halt einfach zu viel in Urlaub :lolsign:

So wirds sein. Ehrlich gesagt habe ich mich hier in Japan am Ankunftstag mehrfach mit Gracias statt mit Arigatou bedankt.  :D

 

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