Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019

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*Flicka

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Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« am: 10.09.2019, 20:08 Uhr »
Wer es – wie ich bis vor ein paar Jahren – nicht wusste: Die Galapagos-Inseln gehören zu Ecuador und liegen etwa 1000 km östlich der ecuadorianischen Küsten im Pafizik, fast genau auf dem Äquator. Es handelt sich mitnichten um ein paar menschenleere Vulkanfelsen, die irgendwo aus dem Meer ragen (so ähnlich war aber bis vor ein paar Jahren meine feste Vorstellung). Tatsächlich sind vier der Inseln bewohnt, die Bevölkerung zählt über 20.000 Menschen. Es gibt touristische Infrastruktur und mittlerweile sogar zwei Flughäfen auf den Inseln Baltra (nördlich der bewohnten Insel Santa Cruz) und San Cristobal.

Man kann die Inseln natürlich im Rahmen einer organisierten Tour bereisen und / oder eine Kreuzfahrt auf einem kleinen Schiff, vorzugsweise mit nur ca. 15 Mitpassagieren, unternehmen, bei der man mehrere, auch unbewohnte Inseln besucht. Was aber auch funktioniert: Selbst organisiertes Inselhopping mit Übernachtungen auf den bewohnten Inseln, Fährfahrten zwischen diesen bewohnten Inseln und organisierten Tagesausflügen auf unbewohnte Inseln. Nach vielem Hin- und Herüberlegen habe ich mich für die letzte Option entschieden. Und weil ich mir gedacht habe, dass es mich voraussichtlich nicht wieder so schnell auf die doch etwas abgelegenen Inseln verschlagen wird, habe ich auf dem Festland lediglich zwei kurze Zwischenaufenthalte eingeplant und volle zwei Wochen für die Galapagos-Inseln reserviert.

Wer mag, kann mich auf der Reise begleiten. Über viele Mitreisende und Kommentare würde ich mich freuen. Wer Fragen zur Organisation einer solchen Reise hat oder auch nur Zwischenfragen zu einzelnen Zielen, die ich auf meiner Reise besucht habe, darf sie gerne stellen.

Bis gleich im Flieger!

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #1 am: 10.09.2019, 20:15 Uhr »
Montag, 29.4.19

Seit Stunden sitze ich im Flieger. Nach einem Zubringerflug nach Amsterdam am frühen Morgen bin ich gegen 10.30 Uhr mit leichter Verspätung mit KLM Richtung Quito gestartet, der Hauptstadt Ecuadors. Nach vielen tausend Kilometern Atlantik saust der Flieger über die Antillen, dann geht es wieder raus über die Wasserwüste.

Im Airbus der KLM fühle ich mich gut aufgehoben. Es gibt aktuelle Filme zu sehen, auch mit einer Auswahl auf deutsch, das Essen ist lecker, die Beinfreiheit ordentlich. Zwei Stunden vor der Ankunft erreichen wir die Küste Venezuelas, begleitet von einem Käsesandwich und einem Eis.




So langsam fällt mir das Sitzen doch schwer, aber dösend und Hörbuch hörend bringe ich den letzten Flugabschnitt doch hinter mich, und dann tauchen schließlich unter uns dichte Siedlungen auf, die sich teilweise die Hänge der umgebenden Berge hinaufziehen. Ein Blick auf die Innenstadt von Quito ist kaum zu erhaschen, der Flughafen liegt außerhalb, vom Stadtzentrum etwa eine Fahrtstunde entfernt. Zwischen saftig grünen Berghängen setzt der Flieger zum Landeanflug an, wir erreichen das Gate, und ich bin endlich in Ecuador. Der Flieger muss anschließend noch weiter, zuerst nach Guayaquil, und heute abend dann zurück nach Amsterdam. Einige Passagiere fliegen weiter mit, aber ich bin erst mal hier angekommen und steige aus.






Im Reisegepäck habe ich meine Buchungen und verschiedene Zusatzunterlagen. Als Inhaberin eines deutschen Reisepass habe ich vorab zwar nicht um ein Visum für Ecuador kümmern müssen. Ecuador verlangt bei der Einreise aber den Nachweis einer Auslandskrankenversicherung, und wenn ich übermorgen auf die Galapagosinseln weiterfliegen will, muss ich einen Reiseplan mit lückenlosen Nachweisen über meine Hotelbuchungen und das Rückflugticket zum Festland vorlegen, um die Einreisegenehmigung für die Galapagosinseln zu erhalten. Auf diese Weise will man die Touristenströme kontrollieren und illegale Einreisen auf die Inseln verhindern. Eigentlich soll man diese Reisepläne schon vorab im Internet eingeben, das ist aber zum Glück derzeit nicht verpflichtend, denn abgesehen von dem fehlerhaften Internetsicherheitszertifikat funktioniert die betreffende Internetseite auch nicht richtig. Den Nachweis über die Auslandskrankenversicherung habe ich mir aber von meiner Versicherung vorsichtshalber auch auf spanisch zuschicken lassen.

Außer meinen Reisedokumenten schleppe ich sprichwörtlich bündelweise Bargeld mit mir herum. In Ecuador wurde im Jahr 2000 der US-Dollar als offizielles Zahlungsmittel eingeführt. Überall findet man Warnungen, dass angeblich nicht einmal Banken Notenwerte über 20 Dollar akzeptieren, also habe ich mich mit 10- und 20-Dollar-Scheinen eingedeckt. Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert, aber an Bargeld kommt man auch nicht so einfach. Auf der Galapagos-Insel Isabela gibt es nicht einmal einen Geldautomaten, der mit ausländischen Karten funktioniert, und wenn man dann doch einen Geldautomaten findet, spukt er angeblich nur 200 Dollar aus. Für meine Reisekasse gilt also „Nur Bares ist Wahres“.

Die Einreise klappt schnell. In höchstens einer Viertelstunde bin ich durch, obwohl ich mich durch meinen Sitzplatz weit hinten im Flugzeug auch weit hinten in der Schlange einreihen muss. Vorab musste man nicht einmal im Flugzeug ein Einreiseformular ausfüllen, und solche Scherze wie Fingerabdrücke oder biometrische Fotos werden mir auch nicht abverlangt. Ich werde bloß gefragt, ob ich zum ersten mal in Ecuador bin und wie lange ich bleibe, dann habe ich den Stempel im Pass. Den Nachweis der Auslandskrankenversicherung will niemand sehen.

Mein Koffer kommt als einer der letzten aufs Gepäckband geplumpst. Mit ihm und sämtlichem anderen Gepäck muss ich dann noch zum Zoll, wo alles durchleuchtet wird. Ich habe offenbar nichts verdächtiges dabei, und so darf ich mein Gepäck wieder aufsammeln und stehe kurze Zeit später im Ankunftsbereich.

Hier warten schon viele Menschen mit hochgehobenen Namensschildern auf Menschen, die gerade ankommen sind und abgeholt werden sollen. Ich schaue mich um. Leider sehe ich erst mal kein Schild mit meinem Namen, dabei war der Transfer mit der Unterkunft abgesprochen. Ich ziehe mehrfach durch die kleine Ankunftshalle, gehe auch mal raus, ein Mitarbeiter des Flughafens richtet ein „Taxi?“ an meine Adresse, aber niemand versucht, sich mir aufzudrängen. Ich warte erst mal ab, wir sind halt in Ecuador. Und tatsächlich: Nach etwa einer Viertelstunde kommt dann doch eine junge Frau mit meinem Namen an, das hat dann also doch geklappt.

Meine Unterkunft ist nach ca. 25 Minuten erreicht. Sie liegt sehr ländlich, wirkt ziemlich rustikal, scheint mir aber für die zwei Nächte, die ich hier bleiben will, durchaus okay.











Ich schleppe mich ins Zimmer, lade meinen Rucksack ab und gehe erst mal auf die Suche nach einem Getränk. Okay, es gibt kalte Cerveza, wunderbar. Ich setze mich auf die Terrasse, mache einen kleinen Erkundungsgang übers Gelände und merke, wie ich langsam ankomme. Ein gut gepflegter schwarzer Hund trottet schwanzwedelnd neben mir her und will gestreichelt werden, aber ich bin nicht so die Hundestreichlerin, also legt er sich traurig neben mir auf den Rasen.

Später hüpfe ich unter die Dusche, die leider kein heißes Wasser hergibt. Da heißt es tapfer sein, Darwin hatte auf der Beagle bestimmt auch keine heiße Dusche. Ich gebe meine Bestellung fürs Abendessen ab (aus ein paar Varianten von Fleisch mit Beilage wähle ich Hähnchenbrust mit Pommes Frites, irgendwie hatte ich ja auf ein landestypischeres Angebot gehofft), setze mich mit dem Laptop auf die Terrasse und schreibe die ersten Zeilen des Reiseberichts, während die Sonne untergeht. Es wird kühl, denn Quito liegt auf 2.800 Metern Höhe, und da schafft die Äquatorsonne selbst tagsüber kaum mehr als 22 bis 23 Grad.

Anscheinend bin ich in dem ganzen Haus der einzige Gast, jedenfalls sitze ich dann als einzige beim Abendessen. Das Hühnchen ist lecker, die Pommes Frites okay, als Getränke bekomme ich noch eine Plastikflasche mit Wasser hingestellt, die ist im Preis von 9 Dollar inbegriffen. Das ganze Haus scheint jetzt außer mir und einem jungen Ecuadorianer völlig leer zu sein, irgendwie merkwürdig, hat aber auch einen seltsamen Hauch von Exklusivität. Zu dem Ecuacorianer sage ich schon um kurz nach sieben Buenas noches, dann zieht es mich in mein Bett. Kaum zu glauben, dass ich erst heute morgen abgeflogen bin.

Morgen werde ich es sehr ruhig angehen lassen. Für neun Uhr ist ein Ausflug nach Quito angesetzt, der – angesichts der Tatsache, dass ich mir die Uhrzeit aussuchen konnte – wohl auch exklusiv für mich durchgeführt wird.

Nach ein wenig Herumräumen mache ich bald das Licht aus.

Gute Nacht!

*Flicka

  • Platin Member
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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #2 am: 10.09.2019, 20:31 Uhr »
Und weil wir bisher von Ecuador nicht viel gesehen haben, geht es auch gleich weiter mit dem ersten richtigen Reisetag:

Dienstag, 30. April 2019

Natürlich war es mir nach meinen vielfältigen Jetlag-Erfahrungen vorher schon klar, dass ich längstens bis 2 Uhr schlafen würde. Tatsächlich wache ich schon um halb zwei auf. Irgendwo im Haus gehen Türen leise auf und zu, Licht geht an und aus. Dann wiederholt sich das Türenöffnen und -schließen. Und das Licht geht wieder an und aus. Jemand schleicht durchs Haus. Hm, wer ist eigentlich außer mir noch hier? Gibt es so etwas wie einen Inhaber, der hier wohnt? Oder musste der junge Ecuadorianer als einziger hierbleiben und mich und das Haus bewachen? Ganz allein werden sie mich hier ja wohl nicht gelassen haben. Oder sind das doch andere Gäste? Etwa ungebetene Gäste? Ich lausche eine Weile in die Dunkelheit, aber nachdem meine Zimmertür zubleibt, schaffe ich es noch eine Weile wegzudösen, werde aber immer wieder von Hähnekrähen und Hundebellen aufgeschreckt. Gegen vier mache ich das Licht an und lese noch eine Weile.

Heute morgen gibt’s in meiner Dusche auch nur kaltes Wasser, aber das meistere ich mit Todesverachtung. Als ich schließlich um halb neun hinunter an die Rezeption spaziere, fragt mich Esteban, mit dem ich gestern die Tour für heute vereinbart habe, was ich denn frühstücken wolle. Ich bekomme wie gewünscht einen Käsetoast, den ich draußen auf der Terrasse esse. Der streichelfreudige Hund von gestern taucht sofort wieder auf und beginnt ein „Schau mal wie lieb ich kucken kann, das ist dir doch bestimmt ein Stück Käsetoast wert?“-Spiel, bei dem er minütlich ein paar Zentimeter näher rückt. Ich sage ungefähr hundert Mal streng „no“ - und werfe dem Hund dann doch den letzten Happen Käsetoast zu. Wer so lieb kucken kann...

Heute will ich mir ein wenig die Altstadt von Quito anschauen, und Esteban wird mich hinfahren und herumführen. Weil wir aber in Ecuador sind und nicht in Deutschland, muss Esteban heute außerdem noch zur Uni. Nach einigem Überlegen einigen wir uns: Esteban führt mich erst mal durch die Altstadt, dann besuche ich auf eigene Faust noch ein oder zwei Museen oder Kirchen und dann treffen wir uns wieder für die Rückfahrt. Um viertel nach neun fahren wir los, und auf der etwa einstündigen Fahrt nach Quito erzählt Esteban von Land und Leuten. Sein Englisch ist besser als meins, und ich kann ihm gut zuhören. In Quito angekommen steuern wir erst mal einen Aussichtspunkt über der Stadt an.




Esteban zeigt mir, wo die Altstadt liegt und wo die Favelas, von denen Quito auch einige hat. In die Favelas gehe man lieber nicht, aber im historischen Zentrum gebe es massive Polizeipräsenz, erklärt Esteban. Wenn man dort halbwegs vorsichtig sei, auf den Hauptstraßen bleibe, sein Handy nicht auf dem Tisch herumliegen lasse und die Tasche vorm Körper trage, sei es dort eigentlich sicher. Überfallen werde man dort jedenfalls nicht, höchstens beklaut, aber dagegen könne man ja die genannten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Davon kann ich mir kurze Zeit später selbst überzeugen. Okay, offenbar wartet man hier nicht darauf, mich zu überfallen und es sieht auch nicht so aus, als wären die anderen Leute vor irgendwelchen Überfällen auf der Flucht. Stattdessen schlendern sie entspannt herum, und das tun wir jetzt auch. Quitos herausgeputzte Altstadt ist nicht groß, aber sehr schön. An einigen Ecken stehen Straßenkünstler, man hört immer wieder Musik. Wir schauen uns Plätze an, betreten Kirchen, und zwischendurch zeigt mir Esteban auch die Museen, in die ich nachher gehen könnte.

















Ab und zu streifen wir den Rand des „sicheren Bereichs“, dort merkt man schon, dass plötzlich ein paar merkwürdige Typen herumhängen. Tagsüber würden die aber auch nichts machen, mein Esteban, dafür sei die Polizeipräsenz zu hoch. Schließlich verabschieden wir uns auf dem Platz vor der Kathedrale, Esteban zeigt mir auf dem Stadtplan nochmals die Straßen, die ich gefahrlos nehmen kann, und ich gehe erst mal was essen. In einem zugegebenermaßen sehr stark von Touris frequentierten Restaurant, das Esteban mir aber immerhin als eine Option empfohlen hat (die andere Option war Suppe, und dafür ist es mir heute mittag zu warm), bekomme ich als ecuadorianische Spezialität ein Gericht mit Ziege empfohlen. Okay, dann probiere ich heute mal Ziege. Ich habe in Australien schon Krokodil und in Japan schon Seeigel gegessen, da kann mich so eine Ziege nicht erschüttern. Die Ziege ist dann gar nicht mal so schlecht, dazu gibt’s Bier, passt.






Als ich mit dem Essen fertig bin, ist es schon viertel vor zwei, da bleibt mir gar nicht mehr so viel Zeit. Okay, dann passt es ja, dass die Iglesia La Compania geschlossen ist, obwohl sie laut Reiseführer durchgängig geöffnet sein sollte. Stattdessen steuere ich die Casa del Alabado an, ein Museum für präkolumbianische Kunst. Auf dem Weg dorthin schaue ich in meinen kleinen Stadtplan, worauf ein Mann sofort beschließt, dass ich einen Guide bräuchte. Ich werde ihn aber leicht wieder los.

Das Museum ist super, ich schlendere entspannt hindurch.








Irgendwie vergesse ich die Zeit und bin dann ziemlich überrascht, als Esteban mich per WhatsApp kontaktiert, dass er etwas früher fertig sei. Statt um halb vier verabreden wir uns um viertel nach drei, und die Zeit bis dahin reicht mir auch noch für den geplanten Besuch in der Kathedrale. Im Gegensatz zum Museum habe ich nicht den Eindruck, dass sich der Eintritt hier lohnt, ich finde sie ziemlich kitschig mit ihren Kristalllüstern. Oder bin ich nur sauer, weil man hier keine Fotos machen darf? Zum Abschluss der Stadtbesichtigung hole ich mir noch ein Eis auf die Hand, dann fährt Esteban auch schon mit dem Auto die Straße entlang, ich springe rein, und damit ist der Besuch in Quito beendet. Der hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Auf der Rückfahrt erläutert mir Esteban, dass das Guesthouse heute ausgebucht ist, das finde ich irgendwie beruhigend, denn heute nacht bin mir doch etwas einsam vorgekommen. Im Guesthouse angekommen begrüßt mich meine beste ecuadorianische Freundin, nämlich die schwarze Hündin, die sich offenbar noch sehr gut an den Happen Käsetoast von heute morgen erinnert und mir kaum von der Seite weicht. Das habe ich jetzt davon.




Das Abendessen verkneife ich mir heute abend, ich bin immer noch vom Mittagessen satt. Stattdessen mache ich mein Gepäck wieder flugtauglich, zähle schon mal das Bargeld ab, das ich morgen voraussichtlich blechen muss und merke gegen halb acht, wie mir langsam die Augendeckel schwer werden. Auf meine Bitten macht Esteban mir schon mal die Rechnung fertig, dann spare ich morgen früh ein paar Minuten. Um 5.30 Uhr will ich nämlich schon das Shuttle zum Flughafen nehmen. Dann geht’s auf die Galapagos-Inseln.

Gute Nacht!

*Thomas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #3 am: 10.09.2019, 21:26 Uhr »
Super, tolle. Bilder und viel Lesestoff - ich freue mich auf eine spannende Reise!  :daumen:
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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*Wolfgang

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #4 am: 10.09.2019, 23:43 Uhr »
Wow Galapagos. Davon hatten wir hier noch keinen Reisebericht (glaube ich zumindest). Freue mich auf die nächsten Tagesberichte.
Gruß

Wolfgang

*mrh400

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #5 am: 11.09.2019, 08:18 Uhr »
Hallo, bin auch noch hinterhergehechelt - tolle Bilder!
Gruß
mrh400

*kuschelwuschel

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #6 am: 11.09.2019, 09:40 Uhr »
Sehr interessanter Bericht -leider kann ich mir die Bilder nicht anschauen.

*Thomas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #7 am: 11.09.2019, 11:34 Uhr »
Geht mir hier im Büro genauso, daheim hat es gepasst - wahrscheinlich ist der Bilderhost abload.de auf der schwarzen (Filter-)Liste.
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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*partybombe

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #8 am: 11.09.2019, 11:47 Uhr »
Bisher ein schöner Bericht, der nun in ein - für mich - exotisches und tolles Gebiet führt; ich bleibe dran

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #9 am: 11.09.2019, 18:48 Uhr »
Liebe Mitreisende, herzlich willkommen an Bord!

Sehr interessanter Bericht -leider kann ich mir die Bilder nicht anschauen.

Geht mir hier im Büro genauso, daheim hat es gepasst - wahrscheinlich ist der Bilderhost abload.de auf der schwarzen (Filter-)Liste.

Hm, da bin ich jetzt überfragt. Vielleicht kann man im Browser etwas einstellen, damit Bilder von Abload zugelassen werden? Ich habe in der Vergangenheit schon öfter Bilder in Reiseberichte mittels Abload eingebunden und war mir gar nicht bewusst, dass es damit Probleme geben könnte.

Wäre natürlich schade, wenn ich hier munter poste und die Bilder gar nicht angezeigt werden.  :(

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #10 am: 11.09.2019, 18:53 Uhr »
An dieser Stelle noch eine Anmerkung zum Titel des Reiseberichts:

Die Galapagosinseln wurden im März 1535 zufällig von den Spaniern entdeckt. Man nannte sie wohl erst einmal Islas Encantadas, verzauberte Inseln, weil man so weit draußen auf dem Meer gar nicht mehr mit Inseln gerechnet hatte und weil es wegen starker Strömungen den Anschein hatte, dass sie ihre Lage ändern könnten.

Ich fand die Inseln vor allem wegen der Tierwelt "verzaubert", weil es mir manchmal unwirklich vorgekommen ist, wie ungezwungen man sich dort zwischen Tieren bewegen kann.  :D

*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #11 am: 11.09.2019, 19:18 Uhr »
Mittwoch, 1. Mai 2019

Mal wieder habe ich schlecht geschlafen. Um viertel vor fünf stehe ich auf, und als ich zehn Minuten vor Abfahrt meinen Koffer an die Rezeption wuchte, läuft schon der Motor des Kleinbusses. Da freut sich die Nachbarschaft bestimmt unheimlich.




Mit mir zusammen scheinen alle anderen Gäste auch zum Flughafen zu fahren, der Kleinbus wird jedenfalls richtig voll. Ich sage noch schnell Esteban auf wiedersehen, dann geht die Fahrt fast pünktlich um 5.35 Uhr los. Für ecuadorianische Verhältnisse ist das vermutlich überpünktlich. Kurz vor sechs erreichen wir den Flughafen, und ich sehe zum Glück auch sofort die Schilder für Galapagos-Reisende. Dort muss man sich erst einmal die Einreisekarte für die Inseln besorgen und das Gepäck überprüfen lassen. Bei meinen Recherchen hatte ich mehrfach gelesen, dass es nur wenige Schalter gibt, dass man dort teilweise über eine Stunde anstehen muss und dass man deshalb sicherheitshalber drei Stunden  vor dem Abflug am Flughafen sein solle.

Es gibt tatsächlich nur zwei Schalter, aber da stehen im Moment auch nur drei Reisende, so dass ich nach ein paar Minuten Wartezeit schon an der Reihe bin. Der Mitarbeiter schaut sich das an, was ich mir so unter meinem Reiseplan vorstelle, einen solchen soll man nämlich am Schalter vorlegen, damit kontrolliert werden kann, ob man denn tatsächlich Unterkünfte für den gesamten Aufenthalt auf den Inseln und einen Rückflug gebucht hat. Die Buchungsbestätigungen lege ich auch vor, aber die bleiben ungeprüft. Ich muss 20 Dollar zahlen und bekomme meine Galapagos-Einreisekarte, in die ich später noch meine E-mail-Adresse eintragen und unterschreiben soll. Das wäre schon mal geschafft.

Direkt vom Schalter aus geht man weiter zur Gepäckkontrolle. Ich werde nach Essen, Pflanzen und dergleichen gefragt, was ich verneinen kann, das Gepäck wird durchleuchtet und der Koffer mit einem Kabelbinder versehen. Dann bin ich in Gnaden entlassen und darf mich mit meinem Koffer auf den Weg zum Check-In-Schalter von Avianca machen. Dort steht im Moment überhaupt niemand an, also bin ich sofort dran, bekomme meine Boardkarte und gehe schon mal zur Sicherheitskontrolle, wo ich quasi durchrausche. Es ist 6.15 Uhr. Innerhalb einer Viertelstunde habe ich den gesamten Prozess durchlaufen und darf jetzt noch fast 3 Stunden bis zum Abflug warten.

Die Zeit nutze ich für ein ausgedehntes Frühstück. Dann vertrödele ich die Zeit am relativ kleinen Terminal mit Whats-App-Nachrichten in die Heimat und schreibe ein wenig am Reisebericht weiter. Hier in Quito gibt es im Wartebereich an vielen Plätzen Stromanschluss, so darf sich das Handy auch noch einen Energieschub gönnen. Irgendwann wird dann auf der Anzeigetafel auch endlich das Abfluggate angezeigt, und das ist netterweise genau dort, wo ich mich häuslich niedergelassen habe.




Der Flug startet überpünktlich, voll besetzt ist der Flieger nicht. Nach dem Abheben durchfliegen wir eine eindrucksvolle Berglandschaft, fast hat man das Gefühl, dass das Flugzeug gar nicht so schnell steigen kann wie die Berge um Quito höher werden.




Schließlich erreichen wir den Pazifik, der unter einer Wolkendecke leider unsichtbar bleibt. Ich stelle schon mal die Uhr eine Stunde zurück, denn Galapagos hat eine andere Zeitzone als das Festland. Das Personal teilt Zollformulare für die Galapagosinseln aus, ach herrje, jetzt muss man also doch etwas ausfüllen. Blöderweise ist mir inzwischen eingefallen, dass ich in meiner Tasche noch drei und im Koffer noch fünf Schokokekse habe, also mache ich bei der Frage nach Lebensmitteln ein Kreuzchen bei Yes, auch wenn ausgeschlossen ist, dass davon irgendeine Gefahr für die hiesige Fauna und Flora ausgeht. Und unter der Rubrik Campingartikel werden auch Wanderschuhe aufgeführt, also nochmals Yes. Die Schuhe habe ich zwar daheim sorgfältig sauber gemacht, aber leider gibt’s kein Ausschlusskästchen für sorgfältig sauber gemachte Campingartikel. Dann fällt mir ein, dass die Schuhe in einer Plastiktüte sind, und Einwegplastik darf man angeblich nicht auf die Galapagosinseln mitbringen. Meine Tüte wurde zwar schon mehrfach benutzt, fällt also streng genommen nicht unter Einweg, aber ich mache mir kaum Illusionen, dem Personal erklären zu können, dass man in Deutschland seine Tüten auch durchaus mehrfach nutzt. Ich sehe schon kommen, dass ich den halben Tag damit verbringen werde, meinen Koffer bei der Kontrolle auszupacken und anschließend alles wieder irgendwie hineinzustopfen.

Zwischendurch gibt es ein Getränk und Chips, und kurz vor dem Landeanflug wird etwas in die Handgepäckfächer gesprüht, vermutlich Insektengift. Pünktlich zum Anflug reißt die Wolkendecke dann doch auf und gibt die ersten Blicke auf Santa Cruz und den Kanal zwischen Santa Cruz und Baltra, der „Flughafeninsel“ frei. Beim Landeanflug wird mir dann beim Blick auf die karge Landschaft kurz etwas anders: Hier will ich wirklich zwei Wochen verbringen? Na, für solche Überlegungen ist es jetzt zu spät. Das Flugzeug kommt zum Stehen, eine Treppe wird herangefahren, und dann bin ich endlich angekommen. Zumindest auf Baltra.








Im Flughafen folgt erst die Kontrolle der Einreisekarte, dann darf man 100 Dollar Eintritt bezahlen und bekommt sogar einen Stempel in den Pass, was ich zwar schön, aber irgendwie auch merkwürdig finde, denn nach Ecuador war ich ja schon eingereist. An der nächsten Station händige ich einem Mitarbeiter meine Zollkarte mit dem Doppel-Yes aus. Der nimmt sie und packt sie zu dem Stapel mit zwanzig anderen Zollkarten, die er in der Hand hat. Ich habe nicht den Eindruck, dass er vorher einen Blick darauf geworfen hat. Mein Handgepäck wird genauso durchleuchtet wie das der anderen Reisenden auch, und im Gegensatz zu manch anderem darf ich es anschließend ungeprüft wieder an mich nehmen. Mein Koffer liegt schon mit ein paar anderen Koffern auf einem Metallrost und hat offenbar zwischenzeitlich den Schnüffeltest durch den immer noch anwesenden Hund bestanden. Trotz Schokokeksen. Der Hund kennt sich halt aus. Wie er den Putzzustand meiner Wanderschuhe geprüft hat, weiß ich aber auch nicht.

So, jetzt muss man einen Bus zum Fähranleger nehmen, denn zwischen Baltra und Santa Cruz liegt ja ein bisschen Wasser. Eigentlich sollte das ganz einfach sein, der Bus kostet nichts (denke ich), die Fähre einen Dollar, also stelle ich mich in eine Schlange für den Bus. Ein paar Minuten später werden ich und ein paar andere Reisende von einer energischen Lady in eine andere Schlange beordert. Okay, dann warte ich halt hier. Ich stehe so rum und warte und warte, und dann werde ich irgendwie misstrauisch. Der Typ, der hier mit uns wartet, weist uns an, unsere Koffer dicht zusammenzustellen, dann gräbt er zwei Mädels an, die mit mir hier warten und erzählt ihnen irgendwas von irgendeiner Tour. Ich frage also vorsichtig, ob es von hier aus nach Puerto Ayora geht und bekomme die Antwort, dass wir erst morgen nach Puerto Ayora fahren. Moment, ich will heute nach Puerto Ayora! Das hier ist also gar keine Busschlange für den Fähranleger! Stattdessen stehe ich  fröhlich bei einer Gruppe herum, die auf eins der Kreuzfahrtschiffe will, und keiner hats gemerkt. Wahrscheinlich hätten die mich noch mit an Bord genommen. Keine Ahnung, warum die energische Lady gemeint hat, dass ich hierher gehöre.

Also zurück in die richtige Schlange. Als ich schließlich den richtigen Bus erreiche (und lieber dreimal nachfrage, ob es denn hier nach Puerto Ayora geht), erfahre ich, dass ich ein Ticket brauche. Hm, seit wann denn das? Zum Glück ist der Ticketschalter gleich zwei Meter weiter, und dort werde ich Zeuge, wie ein Mann vor mir Tickets im Wert von 20 Dollar mir nix dir nix mit einem 100-Dollar-Schein bezahlt. Von wegen, in Ecuador kriegt man Scheine über 20 Dollar nicht los. Zumindest hier klappt das anscheinend doch ganz gut.

Das Ticket kostet 5 Dollar pro Person, was ich schon wieder irgendwie merkwürdig finde, denn zu Fuß kann man ja schlecht zum Fähranleger gehen. Anscheinend wurde das irgendwann zuletzt neu eingeführt, im Internet hatte ich dazu nichts gelesen. Falls es dazu im Flugzeug Informationen gab, habe ich sie nicht verstanden. Nun gut, es hat ja letztlich doch geklappt. Nach einer Fahrt von höchstens 10 Minuten kommt der Bus am Fähranleger an und bleibt noch eine Weile mit laufendem Motor stehen. Um mich herum sitzt eine Jugendgruppe aus den USA, und die haben aus dem Bus in etwa 100 Metern Entfernung eine kleine Echse erspäht. Handys werden gezückt und Fotos gemacht, und dann läuft die Echse zur allgemeinen Begeisterung auch noch über die Straße. Um mich herum drohen mehrere Menschen, sich vor Aufregung zu entleiben.

Als wir dann aussteigen dürfen, beschließt der ältliche Anführer der Jugendgruppe, dass sich die ganze Gruppe jetzt einen Seelöwen ansehen muss, der am Fähranleger liegt und sein süßes Nichtstun genießt. Ich habe jetzt anderes im Kopf, nämlich meinen Koffer. Das Gepäck wird auf dem Dach der Fähren transportiert, und immerhin hat meine Fähre im Gegensatz zu der, die eben abgelegt hat, um das Dach noch eine Zierumrandung, die zumindest verhindert, dass die Koffer ohne Gegenwehr ins Meer gleiten können.




Da hier niemand Tickets für die Fähre verkauft, gehe ich davon aus, dass die Fahrt im Busticket eingeschlossen ist, aber wieder falsch gedacht. Während der Fahrt muss jeder noch einen Dollar löhnen. Bei der Ankunft auf Santa Cruz darf ich dann erleichtert meinen Koffer wieder in Empfang nehmen, und beschließe, dass ich erst mal genug von anderen Menschen habe. Also nehme ich von hier aus nicht den Bus, sondern gönne ich mir ein Taxi nach Puerto Ayora und freue mich auf der etwa vierzigminütigen Fahrt an der Landschaft und dem Gefühl, den Menschenmassen im allgemeinen und der amerikanischen Jugendgruppe im besonderen erst einmal entkommen zu sein. Zwischendurch prasselt Regen auf uns herunter, ein paar Minuten später scheint aber wieder die Sonne und das gute Wetter folgt uns bis Puerto Ayora.




Der Fahrer bringt mich zu meiner Unterkunft, dem „Verde Azul“ und ich löhne die vereinbarten 25 Dollar, was zwar etwas mehr ist, als ich gedacht hatte, aber ich hatte ja auch von dem Busticket nichts gewusst. Ohnehin werden 5 Dollar mehr oder weniger nicht über das Gelingen dieses Urlaubs entscheiden. Ich checke ein, beziehe mein Zimmer und lasse mich erst mal aufs Bett fallen. Ich bin erschöpft und völlig verschwitzt und froh, dass ich jetzt endlich wirklich auf den Galapagos-Inseln angekommen bin.






Nach einer erfrischen Dusche, die mich netterweise auch mit heißem Wasser erfreut, mache ich mich gegen ein Uhr auf den ersten Erkundungsgang. Vorher habe ich mir noch von der Mitarbeiterin der Unterkunft versichern lassen, dass man hier völlig sicher herumlaufen kann. Das passt auch zu den Häusern in der Umgebung. Zwar gibt es fast überall Mauern und Zäune, aber der Touch von Gefängnismauer, wie ich ihn auf dem Festland erlebt habe, fehlt. Ich folge der Avenida Seymour und stoße nach vier Blocks auf die Avenida Charles Darwin. Von hier aus kann man nach Osten Richtung Schildkrötenstation gehen und nach Westen Richtung Hafen. Ich schlage erst mal den Weg nach Westen ein und komme gleich am kleinen Fischmarkt vorbei, der heute aber fast verlassen liegt. Nur fast verlassen, denn ein paar Seelöwen dösen hier vor sich hin und warten anscheinend auf die nächste Lieferung. Das türkisfarbene Meer mutet karibisch an, die farbigen Häuser und Boote leuchten in der Sonne, wow! Das sieht ja viel lieblicher aus, als ich gedacht hatte.






Ich gehe bis nach vorne zum Fährableger und mache immer wieder Fotos. Überall gibt es kleine Restaurants und Geschäfte, zumeist von Blumen umrankt, auf dem Meer schaukeln die Schiffe, auf dem Fährableger warten die nächsten Seelöwen, die hier völlig selbstverständlich eine Bank belegen.








Natürlich sind auch andere Touristen unterwegs, aber ich habe nicht da Gefühl, dass Puerto Ayora überlaufen wäre. In einem kleinen Supermarkt kaufe ich Wasser, und nachdem ich im Schokoregal eine Packung Ferrero Rocher gesehen habe, stehen hinter mir in der Kassenschlange zwei Deutsche. Da fliegt man um die halbe Welt und wird doch wieder von der Heimat eingeholt.

Als ich wieder an der Avenida Seymour ankomme gehe ich weiter Richtung Charles Darwin Station. Der Weg zieht sich länger als gedacht, ich bin schon wieder nassgeschwitzt, und so langsam habe ich das Gefühl, dass ich schon zu lange in der Sonne herumlaufe. Aber jetzt bin ich ja auf dem Weg dorthin, also schaue ich es mir auch an.

Ich weiß nicht, ob es an meinem akuten Erschöpfungszustand liegt oder ob die Schildkrötenstation wirklich nicht so dolle ist, jedenfalls schaffe ich es nicht, Begeisterung für den ausgestopften Lonesome George oder die in kleinen Gehegen mehr oder weniger stumpf herumliegenden Schildkröten aufzubringen. Da hätte ich auch in einen Zoo fahren können.








Ziemlich dehydriert und mit dem Gefühl, jetzt endlich aus der Sonne rauszumüssen, kehre ich gegen viertel nach vier auf dem Rückweg zur Unterkunft bei einem Restaurant namens Islagrill ein, genehmige mir erst eine durstlöschende Cola, dann ein Bier und entscheide mich der Einfachheit halber für einen Cheseeburger. Während ich esse und trinke fühle ich mich langsam wieder besser.




Gegen fünf Uhr bin ich wieder in der Unterkunft, hüpfe wieder unter die Dusche, wasche ein paar Sachen aus und erhole mich mit einem ausgedehnten Bed-In. Um kurz vor sieben kommt dann Byron von Galapagos a la carte zum Hotel und gibt mir noch ein paar Informationen zu den drei Touren, die ich über die Agentur gebucht habe. Der Treffpunkt für die Tour übermorgen hat sich geändert, und er erklärt mir den Treffpunkt und beantwortet noch ein paar Fragen, auch dazu, wo ich am besten meine Fährtickets für die Fahrten nach Isabela und San Cristobal kaufen sollte. Danach schreibe ich im Zimmer noch ein wenig am Reisebericht weiter, aber um viertel vor neun fallen mir schon die Augen zu.

Für morgen habe ich keine Tour gebucht, sondern will mich wieder auf eigenes Faust auf den Weg machen.

Gute Nacht!

*Thomas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #12 am: 11.09.2019, 20:45 Uhr »
Hallo Flicka,

Hm, da bin ich jetzt überfragt. Vielleicht kann man im Browser etwas einstellen, damit Bilder von Abload zugelassen werden? Ich habe in der Vergangenheit schon öfter Bilder in Reiseberichte mittels Abload eingebunden und war mir gar nicht bewusst, dass es damit Probleme geben könnte.

Wäre natürlich schade, wenn ich hier munter poste und die Bilder gar nicht angezeigt werden.  :(

Hallo Flicka,

gerade bei großen Firmen kommt in der Regel ein sogenannter Proxy-Server zum Einsatz, der u.a. Inhalte filtert, am Browser liegt das nicht:

Zitat
Mittels Proxy können bestimmte Webseiten für den Benutzer gesperrt oder Zugriffe darauf protokolliert werden. Es kann auch der Inhalt auf schädliche Programme durchsucht werden (Viren, Malware, Skripte etc.). Somit ist ein Proxy meist Teil eines Firewall-Konzepts. Vor allem Schulen oder öffentliche Einrichtungen, aber auch Firmen verhindern auf diese Weise den Zugriff aus ihrem Netz auf beliebige Webseiten, um beispielsweise das Herunterladen von Musikdateien wegen der damit verbundenen rechtlichen Probleme zu unterbinden. Zudem können Schutzbefohlene so vor für sie gefährlichen Webseiten (Pornographie, rassistische Webseiten oder ähnlichem) geschützt werden. Mittels Benutzerauthentisierung können einzelnen Benutzern oder Benutzergruppen außerdem unterschiedliche Webfilterungen zugewiesen werden.

Hier in der Bank sind das z.B. Facebook, Youtube, Downloadseiten, Maildienste (1&1, GMX, etc., damit keine Daten nach außen gelangen können), natürlich der virtuelle Rotlichtbezirk und vieles mehr. Auch e**y wird geblockt - von der Netzwerktruppe weiß ich, dass danach das Gesamt-Datenvolumen der Zentrale (mehrere Tausend Mitarbeiter) um 20% zurückging, von der "Stöberzeit" ganz zu schweigen.

Die einzige Lösung ist, die Bilder auf unbekannteren oder als harmlos klassifizierten Diensten abzulegen. Unsere Fotogalerie ist übrigens auch überall offen ( -> Anleitung, soviel zur Werbung). Die Sperrlisten kommen meistens von einem Dienstleister, Extrawürste sind da nicht drin, da muß man schon aus berechtigten Gründen in eine andere Nutzergruppe eingestuft werden (IT, Analysten, etc.).

Geht natürlich auch im Kleinen, d.h. um ungeeignete Seiten für den Nachwuchs zu sperren oder die Ehefrau zu ärgern, wenn man mal zum Spaß Netflix auf die Liste setzt...  8)

So, soviel erstmal Off-Topic zum Thema Proxy. Sorry für die lange Erklärung, 30 Jahre in der IT hinterlassen ihre Spuren....  :anykey:
Das Thema kann man natürlich auch nochmal in der Rubrik Technik breittreten, obwohl Dir das in Deinem Fall auch nicht hilft.
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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*Flicka

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #13 am: 11.09.2019, 21:12 Uhr »
Ach so, dann gehts im Ergebnis also darum, was am Arbeitsplatz geblockt wird, nicht um Einstellungen, die man selbst am eigenen Privatrechner ändern müsste. Gut, die meisten von uns dürften ja hoffentlich (auch) außerhalb der Arbeit im Forum unterwegs sein.

*Thomas

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Antw: Die verzauberten Inseln - Galapagos im Mai 2019
« Antwort #14 am: 11.09.2019, 22:11 Uhr »
Ach so, dann gehts im Ergebnis also darum, was am Arbeitsplatz geblockt wird, nicht um Einstellungen, die man selbst am eigenen Privatrechner ändern müsste. Gut, die meisten von uns dürften ja hoffentlich (auch) außerhalb der Arbeit im Forum unterwegs sein.

Perfekt zusammengefasst. Daher liegt ja bei mir im Office immer das iPad nebst Datenkarte auf dem Schreibtisch...

Schöne Reise noch, ich schaue mir jetzt erst einmal in Ruhe die Bilder an.  :D
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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