Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016

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*wolfi

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #15 am: 27.05.2016, 20:44 Uhr »
Bernd, trotz Deiner Krankheit/Schwäche hast Du aber wieder ganz tolle/umwerfende Fotos gemacht!

Und vor allem hast Du es überlebt!

Montezuma's Rache ist ja typisch für solche Ecken aber auch härtere bakterielle Infektionen - meine Enkelin und ihr Partner haben sich in Indien auch mal mit Antibiotika voll pumpen lassen.
Das nur als Warnung für Leute, die es Bernd nach machen wollen ...

*Marterpfahl

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #16 am: 27.05.2016, 20:52 Uhr »
Und vor allem hast Du es überlebt!
Montezuma's Rache ist ja typisch für solche Ecken aber auch härtere bakterielle Infektionen - meine Enkelin und ihr Partner haben sich in Indien auch mal mit Antibiotika voll pumpen lassen.
Das nur als Warnung für Leute, die es Bernd nach machen wollen ...

Es heißt ja auch:  Indien sehen und sterben

oder war es doch Rom, oder Goethe oder wer oder was?     :verwirrt:

LG
Rolf


Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es gemacht.

*MisterB

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #17 am: 29.05.2016, 16:54 Uhr »
08.03.2016 - Sir, Your Elephant is ready for you

Blitzgrippe, Blitzheilung ? Nein, nicht so ganz. Allerdings gings schon besser als gestern. Gut war das ich heute bis um 11 pennen konnte. Pickup war um 12. Im Restaurant habe ich sogar noch nen Kaffee bekommen um halb 12. Ein Anzugträger der an der Bar rumstand fragte, warum ich so spät dran sei für einen Kaffee. Als ich ihm dann von dem späten Pickup für die Elefantenfarm erzählt habe meinte er nur "Oh dann haben sie noch garnichts gegessen heute morgen" ? Schwupps wurden ein paar anwesende Kellner mit schnellem Hindi instruiert. Am Ende des Redeschwalls konnte ich dann noch „no charge“ verstehen. Na bitte, geht doch. Die Jungs waren auf einmal alle schnell unterwegs und flitzten hin und her. Offenbar war der Anzugträger wohl der Chef des Tages. Kurze Zeit später stand neuer Kaffee, Saft und eine Obstplatte vor mir. Und das wirklich mit ohne „charge“.

Der Pickup für elefantastic war pünktlich und ich ganz gut gestärkt. Wenn ich es heute bei den Elefanten ruhig angehen lasse, dann stehe ich den Tag wohl sehr gut durch.

Ganz ehrlich weiß ich jetzt garnicht in welche Richtung wir jetzt gefahren sind. Ich meine es wäre ein Stück die selbe Strecke wie gestern zum Fort gewesen, aber irgendwann gings dann in ganz unbekanntes Terrain.

 

Ich wurde bei den Elefanten dann herzlich begrüßt und konnte auch schon sehen, wie die Elefanten herbeigeführt wurden und in Reih und Glied aufgestellt wurden. Kurz darauf hieß es dann „Sir, your Elephant is ready for you“. Ein Satz den man jetzt auch nicht alle Tage hört.

Jetzt gings los. Unter Aufsicht (der Elefanten ….. äh …. Trainer war immer in der Nähe) ging es jetzt erst mal los, das Tier mit genug Futter freundlich zu stimmen. Die nächste Stunde habe ich nun damit verbracht, meinem Elefanten Essen zu reichen. Ganz fasziniert habe ich immer beobachtet, was er mit dem Rüssel so alles anstellen konnte. Einer freundlichen Umarmung war er auch nicht abgeneigt. Der Trainer hat noch versucht mir irgendwelche Worte beizubringen, die wohl irgendwas mit „Essen“ oder „Futter“ bedeuten sollten. Ich habe es aber nicht ganz verstanden und war auch nicht in der Lage es auszusprechen. Ele hat mir aber auch so mit dem Rüssel das Futter aus der Hand genommen, was will man mehr.

Nach dem Essen für den Elefanten gabs dann Essen für die Menschen. Wir wurden ins Auto gepackt und zum Wohnhaus vom Elefantenscheff gefahren, wo die Mutter schon das vegetarische Essen vorbereitet hatte. Da mein Magen immer noch ein wenig rumpelte und ich auf das vegetarische Essen nun garkeine Lust hatte, habe ich nur kleinste Anstandshäppchen genommen. Das brachte sobald die Mutter auf den Plan. Ich musste danach in der Folge mehrmals beteuern das das Essen gut sei und auch überhaupt alles in Ordnung sei :)

 

 

Die Familie schien recht tieraffin zu sein. Draußen vor der Türe gabs einen schläfrigen Hund von der Art Labrador, drinnen lief dann noch ein Mops durch die Gegend und während des Essens hoppelte plötzlich ein Kaninchen um den Tisch herum. Sehr süß.

Interessant fand ich, das unsere Runde so international wild durcheinandergewürfelt war, jeder aber irgendwie schon beim anderen gewesen war. Es gab Spanier, Deutschland und Kanada. Und eine Indische Familie aus Bombay, wenn ich mich recht erinnere. Der Inder war schon in Deutschland, die Spanier schon in Kanada, ich schon in Spanien und die Kanadier waren sowieso schon überall gewesen. War sehr lustig das Gespräch untereinander.

Dann gings wieder zurück und jetzt stand das Anmalen der Elefanten auf dem Programm. Nach einer nochmaligen Begrüßung und Umarmung und durch Rüssel beschnuppert werden gabs dann ein paar Pötte Farbe auf die Hand und jeder durfte loslegen, „seinen“ Elefanten möglichst bunt zu „verschönern“. Manchmal hat der Elefant zwar schon ein wenig mit dem Kopf geschüttelt, meist hat er es aber schon über sich ergehen lassen.

Anschließend gings zum Elefantenwaschen. Ich denke das Anpinseln diente auch nur dem Hauptzweck einen Grund zu schaffen, den Elefanten zu wässern. Das war schon eine ziemlich lustige Sache. Erst mit dem großen Schlauch abduschen. Bitte auch hinter die Ohren und am Hals noch etwas, danke. Danach bekam ich ein, im Vergleich zum Elefanten, lächerlich kleines Bürstchen in die Hand gedrückt und jetzt hieß es schrubben.

 


Nachdem ich mit Kopf und Seite fertig war habe ich das Tier bestiegen (Leiter wurde gestellt) und durfte dann den Nacken schrubben. Immer mit viel Wasser aus dem Schlauch so das ich nach kurzer Zeit selbst vollkommen nass war. Ich fand das alles sehr amüsant. Hätte ich den ganzen Tag machen können.

Nach der Badestunde musste der Elefant wieder an die Arbeit. Er bekam ein Kissen auf den Rücken geschnallt und es ging los zum Elefantenritt durch die Umgebung. Mir ist sofort aufgefallen wie ruhig und sanft und hübsch gemächlich das Tier unterwegs war. Da oben auf dem breiten Rücken wars eigentlich ganz gemütlich. Absolut kein Vergleich zu der Schaukelei auf den Rückenbänken am Amber Fort. Das hätte man auch keine Stunde ausgehalten.

Auf unserem Weg brannte ein Busch. Konnte man auch schon hören wenn man in der Nähe war. Die Flammen schossen teilweise recht hoch heraus. Der Elefant hat sich strikt geweigert an dem Busch vorbeizugehen. Erst als der Guide den Elefant in großem Bogen um den Busch mit Kommandos herumnavigierte ließ er sich dazu bewegen weiterzugehen. War ein kleiner Angsthase der Ele.

Später gabs nochmal ne kurze Pause als der Elefant urplötzlich stehen blieb und nach kurzen Stillstand plötzlich die Niagarafälle unter mir losplätscherten. Er hat mal schnell das ganze Wasser wieder abgeworfen, das ich ihm vorher in den Rüssel gespritzt habe. Ich meine auch das er nachher deutlich erleichterter war :)

 

Die Zeit ist gerast. Während der ganzen Fütterung, Waschung und Wanderung hatte ich garnicht gemerkt, das es schon später Nachmittag war. Schade das es schon vorbei war. Hätte gerne nochmal nen Waschgang gemacht oder so.

Aber leider gings nun zum Auto und damit wieder zurück ins Hotel wo ich dann auch so gegen 18 Uhr aufgeschlagen bin. Nebenbei habe ich mich heute auch prächtig erholt. Während des ganzen Tages war ich so beschäftigt, ich habe garnicht gemerkt das ich noch leicht angeschlagen war.

Im Restaurant gabs nochmal den Chickenburger mit Ei und Fritten. Einfach weils gestern so gut geschmeckt hatte. Und ein Bierchen gabs heute Abend auch um den tollen Tag gebührend zu ehren.

Kurzfazit des Tages : Super ! Das hat echt Spaß gemacht. Ich will auch nen Elefanten haben. Wann kommt man den Tieren nochmal so nahe und kann so direkt mit den Tieren agieren. Toll. Das hat am Ende des Tages auch den doch etwas höheren Preis (ca. 60 Euro, verglichen mit anderen Sachen in Indien schon teuer) relativiert. Ich kann jedem den Besuch nur empfehlen. Die Durchführung es sehr professionell. Letztendlich ist es bis auf den letzten Buchstaben genauso wie auf der Webseite beschrieben.

www.elefantastic.in

 

 

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*wolfi

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #18 am: 29.05.2016, 17:29 Uhr »
Bernd the elephant rider - hört sich doch gut an und die Bilder sind auch wieder "oberaffentittengeil"  ...  :lol:

Auf jeden Fall war es wohl angenehmer als ein Ritt auf einem Kamel/Dromedar, nehme ich an? Wie riechen denn die Elefanten aus der Nähe - oder stinken sie auch wie die Kamele?

Im Zoo kommt man ja nicht so nah ran ...

Zu den Kosten:

Mir haben mehrere Reisende gesagt, dass Indien so etwa um den Faktor 10 billiger ist als Europa/USA, zumindest im "Luxusbereich".

*motorradsilke

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Re:
« Antwort #19 am: 29.05.2016, 18:12 Uhr »
So direkt auf dem Rücken des Elefanten ist mal eine Variante, die ich noch nicht kenne. Konnte man sich da einigermaßen festhalten? Ich durfte schon in Thailand mehrmals direkt hinter den Ohren sitzen, das ist schon komisch, da gibts gar nichts zum festhalten. Und ich find das schon ganz schön hoch.
Mahout heißen die "Trainer" übrigens.

*MisterB

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #20 am: 29.05.2016, 20:00 Uhr »
Hallo.

Der Elefant hatte sowas wie ein Seil um den Hals. Da könnte man sich schon festhalten dran. Ansonsten, da auf dem Nacken war es so breit das man sich schon ein wenig dehnen musste um da zu sitzen. Das hat schon einen guten Sitz und halt gegeben. Man hätte zumindest nicht das Gefühl jeden Moment zur Seite runterzufallen.

Das Gefühl hatte ich nämlich auf dem Kamel zwei Wochen später dauernd. Und ich konnte beim Elefant keinerlei "Düfte" ausmachen. Zumindest nix penetrant auffälliges was man auch draußen bei ein wenig Wind unangenehm in der Nase gehabt hätte.

Zu den Kosten .....
Ich mache ja noch ne Abrechnung am Ende. Ich kann aber sagen, das Indien definitiv verglichen mit destinationen wie USA oder irgendwo in Europa (London oder so) sehr günstig ist. Aber das es jetzt im luxussegment so derart billig ist kann ich nicht bestätigen. Wenn du Luxus haben willst kannst du das an fast allen Orten haben. Aber das bezahlst du auch. Es gibt sehr wohl Hotels mit übernachtungspreisen von 600 Euro oder auch gerne 4-Stellig aufwärts.
Es gibt aber auch sowas was ich als mittelsegment bezeichnen würde. Da bezahlst du nicht wirklich viel, übernachtest aber sehr gut. Sind keine Luxushotels, könnte man hier bei uns mit 4 Sterne Standard bezeichnen. Das waren zum Beispiel die Hotels in agra und jaipur. Suite für 50 oder 60 Euro hat keine Wünsche offen gelassen. Auf der anderen Seite gibt es in agra zu Beispiel auch ein Oberoi Hotel was man nicht bezahlen kann. Was ich aber im konkreten Beispiel als pure Geldverschwendung bezeichnen würde, wenn man im 4-Sterne Business Hotel für kleines Geld so klasse nächtigen kann.
Du siehst, auch in Indien geht in jede Richtung immer alles ;)
Und nur nebenbei. Meine Gästehäuser mit 10 Euro die Nacht waren alle vollkommen ok. Ich war zwar später in Kalkutta und Bombay auch froh, nochmal ein paar Tage in sehr guten Hotels mit westlichem Standard zu nächtigen, aber die paar Tage "Heritage-guesthouse" zwischendurch waren schon gut.

Gruß
Bernd
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*MisterB

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #21 am: 30.05.2016, 11:17 Uhr »
09.03.2016 - Am heiligen See in Pushkar
 
Die heutige Etappe nach Pushkar war eine der kürzeren Fahrten. 150 Kilometer. Abfahrt um 9 Uhr bedeutet wir sind am Mittag ca. da. Erst mal Checkout im Wall Street Hotel. Alles easy. Inder im Hotel haben offenbar alle ein fotografisches Personengedächtnis. Ich bin nur aus dem Fahrstuhl heraus, da haben die schon die richtigen Unterlagen hingelegt. Die wussten da alle genau wer ich war und in welchem Zimmer ich wohnte. Gestern hatte ich den Schlüssel an der Rezeption abgegeben. Am Abend musste ich nicht einmal die Zimmernummer sagen. Ich bin zur Rezeption gekommen und da wurde mir schon der richtige Schlüssel entgegengereicht.

Checkout war easy. Alles richtig. Anil wartete schon. Natürlich fragte er wie es mir ginge. Da konnte ich glücklicherweise Entwarnung geben. Noch nicht wieder bei 100% aber auf gutem Wege. Die letzte Nacht hatte richtig gut getan. Nur Husten blieb mir erhalten. Und das sollte er auch noch für die nächsten drei Wochen.

Den Weg nach Pushkar sind wir eigentlich in einem Rutsch durch. Es ging meist über vernünftige Mautstraßen recht zügig (wenn man das von 80 Km/h sagen kann) voran. Anil meinte schon bei Abfahrt das das Hotel nicht mit dem Auto zu erreichen sei. Als wir nahe Pushkar waren hat er daher beim Hotel angerufen und es wurde ein Treffpunkt ausgemacht, wo ich dann abgeholt werden sollte.

 

 

Das hat auch geklappt. Als wir ca. 1 Minute am vereinbarten Ort gewartet hatten kam jemand vom Hotel mit dem Moped vorbei und hat mich aufgegabelt. Ich hatte für die eine Nacht alles Nötige in meinen kleineren Handgepäcktrolly gepackt. Der wurde vorne zwischen die Beine genommen und ich hinten drauf auf den Sitz und schon ging die wilde Fahrt durch die Gassen los. Huiiiiii.

Das Hotel konnte man wirklich nur per Moped erreichen, soviel stand mal fest. Wahlweise Fahrrad oder zu Fuß wäre auch gegangen. 

Beim Checkin gabs erst mal die nette Info das mein gebuchtes „Deluxe Doppelzimmer“ nicht verfügbar wäre. Ich habe den Mann nicht ganz genau verstanden, aber irgendwas hat er gefaselt von jemand sei krank und würde das Zimmer länger benötigen. Hmmmmmm. Das stattdessen angebotene „Standardzimmer“ sollte ich aber dafür für 650 R die Nacht kriegen. Das wäre bei wohlwollender Umrechnung 8 Euro. Das Zimmer war jetzt nicht das größte, hatte aber ein großes Doppelbett und das Bad war auch begehbar. Also alles in Allem für 8 Euro vollkommen OK. Leider gabs keine Klimaanlage sondern nur einen Propeller unter der Decke.

Ich habe ja gesagt und kriegte gleich noch das Passwort für das WLAN mitgeteilt.
 
 

 

Für den Rest des Mittag/Nachmittag war jetzt Ortserkundung angesagt. Pushkar liegt an einem (heiligen) See und entlang der Haupt-Marktstraße gibt es diverse Tempel. Mal kucken was ich so finde.

Von der Lage her war das Hotel Everest perfekt. Man musste eigentlich nur der Gasse am Hotel nach unten folgen. An vielen Lädchen und Geschäftchen wo viel gebrutzelt und frittiert wurde vorbei. Und schon stand man direkt vor dem Hauptteil des Sees, dem Brahma Ghat. Sehr praktisch.

Auf der Treppe saßen ein paar gewandete Herren mit langen Bärten, die mich, als ich interessiert in deren Richtung schaute, mit vielen Gesten zum Näherkommen aufforderten. Hier wollte ausnahmsweise mal keiner Geld von mir. Es gab nur einen kleinen Hinweis darauf das ich die Schuhe ausziehen solle an Fuß der Treppe und „no pictures of bathing people“.

Ich bin also am Wasser noch ein wenig rumgegangen und habe die Leute beobachtet bei ihren vielfältigen Aktivitäten am und im Wasser, beim Wäsche waschen oder beim Diskutieren im Schatten auf den Treppen. Hin und wieder kam mal ne Kuh vorbei. Das erste Mal das ich gesehen habe wie Kühe Treppen hochsteigen. Sieht ein wenig unbeholfen aus, geht aber gut.

Leider konnte ich nicht bis ganz an Wasser ran, weil das alles in der prallen Sonne lag und ich mir sofort, als ich auch nur einen Fleck Treppe berührt habe der nicht im Schatten lag, Brandblasen an den Mauken zugezogen habe. Ich habe mich ja doch wirklich gewundert, wie die ganzen Inder da munter auf den heißen Steinen rummarschiert sind. Denen hats nicht wirklich etwas ausgemacht.

 

 

Als ich genug gesehen hatte bin ich draußen die Marktstraße hoch in Richtung des Brahma Tempels gegangen. Rund um den Fuß der Treppe war ein dicker Betrieb. Am Rand hatten ein paar Typen ihre Stände aufgebaut und die nahmen die Schuhe entgegen die man natürlich ausziehen musste. Daneben stand eine Art in die Jahre gekommener Schrank mit abschließbaren Fächern. Da musste ich meinen Fotoapparat einschließen.

Als ich die Treppe betrat, bekam ich dann von jemanden Blumen in die Hand gedrückt. Für den Tempel. Aha. Und sofort war jemand da, der mir unbedingt alles erklären und zeigen musste. Natürlich nicht für Geld, neiiiiin, er arbeitet für den Tempel und macht das freiwillig. Das er später ne „freiwillige“ Spende will hat er natürlich verschwiegen.

Mein neuer Freund hat mich nun durch den Tempel geführt und mir ein paar Dinge erklärt. Was die einzelnen „Heiligtümer“ bedeuten, wie ich nun welche Blume mit welcher Farbe hinlegen muss und wo ich die Glocke läuten darf. Ich muss schon sagen, das ist definitiv nicht mit einer unserer Kirchen bzw. Kirchenritualen vergleichbar. Andere Länder, andere Sitten.

Ich hatte mir ja schon gedacht das der Typ am Ende die Hand aufhält und Geld will. Als er aber plötzlich meinte, dass er die nun fällige Spende gerne in Euro oder auch Dollar hätte und er da recht fette Beträge in den Mund nahm, habe ich doch erst mal doof geschaut. Ich habe ihm gesagt das er sich seine Euro oder Dollar in den Wind schreiben kann und er von mir jetzt 50 Rupies und etwas Kleinkram bekommt. Uiuiuiiii. Da habe ich aber was losgetreten. Der junge Herr hätte mich wohl am liebsten gelyncht. Er hat noch die ganze Treppe runter hinter mir hergezetert. Unten stand dann plötzlich jemand der jetzt seinen Obulus für die Blumen kassieren wollte, die er mir eben ungefragt in die Hand gedrückt hat. Grrrr. OK. Letztendlich hätte ich mir das denken können. Auch Blumen drückt einem beim Tempel keiner aus Nächstenliebe in die Hand. Als dann aber noch der Schuhmann eine Schuh-Aufbewahrungsgebühr haben wollte und der Typ mit seinen Schließfächern eine Schließfach-Benutzungsgebühr, da ist mir ja doch fast der Kragen geplatzt. Ich konnte nur schwer ruhig bleiben. Die Schuhe musste ich ausziehen und es gab keine andere Möglichkeit die Schuhe zu deponieren. Den Fotoapparat musste ich abgeben und musste ihn da einschließen. Und für solche Zwangs-Sachen muss ich dann noch zahlen. Grrrrrrrrrrrrrr

OK. Nicht Aufregen, du bist im Urlaub. Und beim nächsten Tempel bist du schlauer. Jeder muss einmal reinfallen und daraus lernen. 

Also bin ich wieder die Marktstraße runter und habe mir die Lädchen angeschaut. Und bei dem ganzen Terz habe ich ganz vergessen vom Tempel noch Fotos zu machen.

 

 

Irgendwie war da auf der "Main-Market-Road" recht viel Touristen-Zeugs bei. Viele Stände die irgendwelchen Lederkram im Angebot hatten. Wenn man sich mal die Leute ein wenig genauer angeschaut hat (ich habe mich noch wo hingesetzt und was getrunken, hieß irgendwas mit Monkey Cafe), dann konnte man schon den Eindruck bekommen, das hier die letzte Ruhestätte für alle Althippies, Aussteiger und Möchtegerngurus des Westens wäre. Viele ergraute und verlebte Gestalten in Kaftanen und wallenden Tüchern mit Zauselbärten stapften da rum. Und das waren keine Inder. Alternativ zum Zauselbart wären auch noch Rastas im Angebot gewesen.

Auf dem weiteren Weg bin ich noch bei einem Sri Raghunatha Swami Tempel vorbeigekommen. Da wurde aber offensichtlich gebaut. Das war mehr Baustelle als Tempel. Weiter vorbei am Gautam Ashram gings zum Sri Vaikunthanatha Swamy Tempel. Der sah mal ziemlich gut aus mit dem fast spitz zulaufenden „Dach“ und den ganzen Verzierungen. Als ich rein wollte, wurde plötzlich ein träge rumsitzender Wachmann munter. Er stoppte mich und zeigte nur mit ernstem Gesicht auf ein Schild auf dem „No Foreigners“ stand. Schade. Ausländer müssen leider draußen bleiben. Also die Sri Swamy Leute wollen keine Fremden im Tempel. OK. Zumindest durfte ich aber den Tempel von außen nach Belieben fotografieren.

Hey. Und einen Geldautomaten habe ich noch gefunden. Endlich Bargeldversorgung. Lustigerweise ist es in Indien scheinbar so, dass wenn man eine Bank gefunden hat, der Geldautomat garantiert niemals im Schalterraum zu finden ist, sondern irgendwo nebenan in einem kleinen unscheinbaren Kabuff, wo auch garantiert kein Schild von einer Bank mehr dransteht. Als ich das mal herausgefunden hatte, habe ich plötzlich überall Geldautomaten gefunden. Gewusst wie.

Nach der kleinen Tempeltour bin ich nun so langsam wieder Richtung Hotel gepilgert. Ich glaube es war jetzt so ca. 4 Uhr und im Lonely Planet stand auch nix mehr drin, was jetzt ein Must-See in Pushkar gewesen wäre. Daher bin ich zum Hotel und habe mich ein wenig hingelegt.

Am Abend gings dann aufs Dach zum Essen. Restaurant war vegetarisch. Es gab aber auch Nudeln mit diversen Soßen. War ganz OK. Aber jetzt auch nicht der Superhit. Also für Abends gibt’s im Ort denke ich schon bessere Alternativen.


Fazit Pushkar : Hmmm. So ganz hat mich Pushkar nicht wirklich überzeugt. Man könnte auch sagen, dass es mir nicht gefallen hat. Das ganze Ambiente war jetzt nicht so dolle. Auf der „Main-Market-Road“ musste man dauernd aufpassen, dass man in der Menge aus Einheimischen und gestrandeten Hippies nicht von Mopeds totgefahren wurde, die todesmutig durch die Menge gepflügt sind. In Zwei von Drei Tempel durfte ich nicht rein. Und Leuten im Wasser zuzusehen ist auch nur für eine begrenzte Zeit interessant. Zur Zeit der Kamelmesse ist die Stadt wohl komplett anders und eine große Kirmes. Ich möchte nicht ausschließen das es mir zu dieser Zeit gefallen würde. Jetzt und hier aber eher nicht.

Fazit Unterkunft : Das „Hotel Everest“ war ja jetzt in Indien die erste „Budget-Unterkunft“. Auch wenn mein gebuchtes „Deluxe“ Zimmer verfügbar gewesen wäre, es hätte glaube ich 11 Euro gekostet, wäre es wohl genauso „Standard“ gewesen. Ich glaube der Unterschied zwischen „Deluxe“ und „Standard“ war die Klimaanlage. Ich denke bei richtig Hitze ist die sinnvoll. Jetzt bei beginnendem Sommer hat der Propeller aber ausgereicht. Alles in Allem sehr Basic. War aber alles vorhanden. Und es war sauber. Die Beschreibung und die Bilder bei booking.com waren vollkommen ehrlich.

Das Essen im „Rooftop-Restaurant“ war zumindest am Abend nich so dolle. Das Frühstück war aber gut.

Auch wenn ich nicht alle Bewertungen bei Booking nachvollziehen kann (sowohl positiv wie negativ) war es für eine Nacht vollkommen OK. Ein Reinfall wars definitiv nicht. Tendentiell, wenn ich nochmal nach Pushkar komme (was ich bezweifle), würde ich mir aber ein anderes Hotel suchen.
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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #22 am: 30.05.2016, 13:15 Uhr »
Deine Bilder sind mal wieder einmalig, Bernd!

ich habe ja schon geschrieben, dass Verwandte von mir in Indien waren und auch berichtet haben - aber hier sagt ein Bild wirklich mehr als 1000 Worte!

Und Indien ist so vielfältig - danke für die Einblicke!

PS:

Deine Anmerkungen zum Thema Hotel-Personal geben einen Hinweis, warum man so oft Inder im Hotel findet, auch in GB und speziell den USA.

*MisterB

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #23 am: 31.05.2016, 09:49 Uhr »
10.03.2016 - Udaipur - Zimmer mit See und Volkstanz

Auschecken beim Hotel Everest war easy. Der vereinbarte Betrag für das Zimmer stimmte und die zwei Posten vom Essen waren auch korrekt. Zahlung ging nur in Bar, Kreditkartengeräte gabs hier nicht. Konnte man aber auch nicht unbedingt erwarten, ich war ja gestern nicht umsonst beim Automaten gewesen. Der Rücktransport zur Straße wo Anil schon wartete erfolgte auch wieder mit dem Moped. Auch wieder ne wilde Fahrt um enge Ecken und Kurven.

Der heutige Weg zu unserem nächsten Ziel Udaipur war auch wieder so um 300 Kilometer. Bedeutete auch wieder ne Fahrt vom mindestens 5 Stunden.

Heute haben wir bis auf unseren High-Noon-Tee keine weiteren Stopps eingelegt und sind quasi durchgefahren. In Udaipur haben wir zuerst so etwas wie einen Botanischen Garten angesteuert. War ganz nett, leider aber total überlaufen. Alle Touristenbusse der Umgebung haben diesen Garten auch als Stopp im Programm. So war der Garten eigentlich komplett in der Hand von Franzosen. Deutschland hat sich aber auch mit mindestens einem Bus an dem Aufmarsch beteiligt.

Da ich solchen Massen nichts abgewinnen kann, war ich dann doch recht schnell mit gucken fertig.
 
 

Am Nachmittag in Udaipur hieß es dann wieder : Das Hotel kann nicht mit dem Auto erreicht werden. Hier bitte umsteigen ins Tuktuk. Das hatte Anil schon gut drauf. Schon quasi beim Einparken am Straßenrand hatte er durchs Fenster schon einen Tuktuk-Fahrer an der Hand und der bekam dann direkt die Order fürs Jagat Niwas Palace. Anil hatte ihn auf 100 Rupien festgelegt und der Fahrer hat auch später nicht nachverhandelt. War ganz angenehm.

Zuerst dachte ich mir noch, das Anil sich ein wenig anstellt, das man da noch locker mit dem Auto durchgekommen wäre. Dann um die nächste Ecke waren wir aber dann doch wieder in kleinen Gassen die nur für Tuktuks gebaut schienen.

Das Hotel selbst war vom Ende der Gasse noch etwas zurückgesetzt durch so etwas wie eine kleine Ladenpassage zu erreichen. Eine Oase der Ruhe. Durch die Passage durch zur Rezeption tauchte man in eine schöne kleine und vor allem ruhige Welt ein.

 

Dieser Jagat Niwas Palace war wohl früher mal wirklich ein (kleiner?) Palast von irgendwem und ist wirklich recht idyllisch mit vielen Ecken, Treppen, Ebenen und bunten Innenhöfen gelegen. Mein Zimmer ging fast auf Wasserebene zum See raus. Das große Zimmer hatte noch eine schöne Sitzecke, die in den See rausgebaut war. Davon hatte ich perfekten Blick auf den Octopussy Palast mitten im See. Das Hotel hatte mir direkt auf den ersten Blick gefallen. Allerdings habe ich mir in den nächsten Tagen öfters mal den Kopf angehauen, weil die irgendwie alle Türdurchgänge für mich deutlich zu niedrig gebaut hatten.

Nachdem ich im Zimmer die See-Sitzecke mal eingeweiht und noch kurz im Lonely Planet gespickt hatte, was ich in Udaipur unbedingt sehen muss, habe ich festgestellt, das ich mit meinem Hotel irgendwie direkt ganz nahe zum City Palast und dem Jagadish Temple gesetzt bin. Das habe ich direkt mal erkundet. Vom Hotel aus geht’s durch kleine Gassen taktisch einmal um die Ecke den Berg hoch und schwupps stand ich schon ziemlich genau  in der Mitte zwischen Tempel und Palast. Der Tempel war 50 Meter die Straße runter und der Palast 50 Meter die Straße hoch.

Ich bin mal zu den Ticketkassen für den Citypalast gegangen und habe mir das schonmal angeschaut. Es gibt eine Unmenge von verschiedenen Optionen hier. Palast mit der Ausstellung oder dieser Ausstellung, Palast mit Bootsfahrt, Palast ohne alles oder doch mit Crystal Gallery …. . Verwirrend. Zumindest hatte ich genug gesehen um die Optionen morgen zu wissen wenns zum Ticketkauf geht.

 

 

Anschließend bin ich runter zum Tempel. Hat man die fette und chaotische Kreuzung davor lebend überquert geht’s hier ne steile Treppe nach oben in den Tempel. Das Licht war jetzt am Nachmittag nicht mehr das beste (hätte nie gedacht das ich das mal sage :) ), aber ein paar Bilder habe ich noch gemacht.

Anil hatte mir noch mit auf den Weg gegeben, das ich unbedingt zum „Bagore Ki Haveli“ gehen müsse. Da würde am Abend eine suuuupertolle Tanzvorführung stattfinden. Das müsse man unbedingt gesehen haben. Zuerst hatte ich vergeblich im Lonely Planet danach gesucht. Es steht nicht unter Bagore Ki Haveli sondern unter dem Punkt "Veranstaltungen" mit dem Namen der Veranstaltung (Dahrohar Dance Show). Aber auch hier schrieb man nicht unbegeistert davon. Da dachte ich mir, kuck dir das mal an.

Als nächstes durfte ich feststellen, das alles was hier so in dem Gassengewirr auf der Karte eingezeichnet ist nur etwa einen Katzensprung voneinander entfernt ist. Zu diesem Haveli  wars vom Hotel aus nicht weit. Im Prinzip anstatt zum City Palace nach rechts abbiegen hier nach links abbiegen. Also echt einfach. OK. Ich hatte GPS und Google Maps Unterstützung. Sonst hätte ich mich garantiert verlaufen.

Am Haveli angekommen war ich natürlich viel zu früh. So habe ich am Wasser noch ein wenig Zeit vertrödelt, den Kindern beim Hopsen ins Wasser zugeschaut, den Verkäufern beim Werben um Kundschaft für Ringe und Armreifen und allgemein anderen Touris beim Rumschauen. Warum kann man eigentlich Teilnehmer von Busgruppen direkt 10 Kilometer gegen den Wind erkennen ? Komisch.

 

 

Als es dann Zeit war, sich zum Tanz zu begeben, hatten sich schon diverse Leute versammelt. Gut, dann war ich nicht alleine und andere Leute wussten auch von dieser Veranstaltung. Alle wurden zu einem Innenhof geleitet. Mitten stand ein großer Baum. Eigentlich recht idyllisch hier. Es gab niedrige Bänkchen und Sitzkissen. Man konnte sich schön im Schneidersitz da niederlassen.

Um mich herum verteilte sich dann noch eine Reisegruppe aus Korea. Die Männer und Frauen waren allesamt taubstumm und verständigten sich alle nur mit Gebärdensprache. Respekt. Ich denke auch in der Gruppe ist Reisen so nicht wirklich einfach. Auch der Koreaner kann keine 5 Minuten rumsitzen ohne eine seiner Videokameras oder Fotoapparate oder Handys zu bedienen, auch meine taubstummen Sitznachbarn nicht. Als die vor mir ausgiebig dem Selfie-Wahn frönten, habe ich mich einfach mal dazwischen geworfen, ein lustiges Gesicht gemacht und mich mit aufs Bild gemogelt. Das war die Attraktion schlechthin. Die Herren haben sie köstlichst amüsiert. In den nächsten Minuten bekam jeder das Bild mit dem lustigen Weißbrot gezeigt. Ich glaube ich bin jetzt in Korea ein Star :)

 

 

Gegen Ende wurde es doch noch recht voll und um Punkt 19 Uhr gings auch los.

Nun ja. In der folgenden Stunde gab es dann ein recht eigenwilliges Programm geboten. Von Tänzerinnen mit Feuerpötten auf dem Kopf über Puppenspieler und Spielszenen wo jemand auf einem anderen Jemand geritten ist und noch sowas wie ein Vogelstimmenimitator der da rumgezwitschert hat.

Also zwischendurch habe ich mich ja echt ein wenig veralbert gefühlt. Das kam mir so vor wie eine Mischung aus Laienspieltruppe und Kinderzirkus. Zumindest wars nicht teuer, so das man sich in dieser Beziehung nicht ärgern musste.

Den meisten und lautesten Beifall hat die allerletzte Nummer bekommen. Eine stämmige Frau hat viele Töpfe auf dem Kopf balanciert.

Naja. Offensichtlich bin ich mit so etwas nicht ganz kompatibel. Vielleicht wars ja wirklich gut, ich konnte damit allerdings nix anfangen.

Zurück im Hotel habe ich das Restaurant noch getestet. Essen war gut, leider wurde ich um halb 10 von der Dachterrasse vertrieben. Eine Etage weiter drunter hat man dann aber auch um 10 schon Schluss gemacht.

 

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #24 am: 01.06.2016, 10:12 Uhr »
11.03.2016 - Auf James Bond Spuren in Udaipur

Habe ich denn schon den James Bond in Verbindung mit Udaipur erwähnt ? Wie die James Bond Fans unter den Lesern ja sicherlich wie aus der Pistole geschossen sagen können, wurden ja Szenen für den Film Octopussy mit Roger Moore in Udaipur gedreht.

Ein „Überbleibsel“ des Films, den Octopussy Palast mitten im See, den hatte ich ja vor meinem Fenster direkt vor der Nase. Heute das Taj Lake Palace Hotel (Übernachtung > 600 Euro) war damals der Schauplatz und Wohnort für die Frauen vom Zirkus und Zirkuscheffin Octopussy selbst.

Da die Insel ja jetzt Luxushotel ist, darf man als Nicht-Gast nicht hin. Schade. Man kommt also nur mit dem Boot hin, beziehungsweise nah dran vorbei.

Ein weiterer Schauplatz von damals ist das Shiv Niwas Palace Hotel. Ich weiß jetzt garnicht ob es Aufnahmen davon im Film gibt, auf jeden Fall bekommt Bond bei seiner Ankunft gesagt, das für ihn „im Shiv Niwas etwas gebucht ist“. Das Shiv Niwas ist hinter dem Stadtpalast quasi angebaut.

Als dritten Drehort gibt’s noch den Monsoon Palace. Im Film wohnt Kamal Khan dort und veranstaltet von dort auch Safaris mit Tigerjagd. Nur das in Wirklichkeit rund um den Palast überhaupt kein Urwald zum Tiger jagen ist. Das war wohl eine kleine schöpferische Freiheit des Films. Im (nicht vorhandenen) tropischen Dschungel beim Palast sagt der gute Bond dann ja noch seinen "Ab mit dir in den Tank" - Spruch.
Zumindest ist der Monsoon Palace heute nicht mehr bewohnt und ein wenig runtergekommen. Mittlerweile gibt’s zwar erste Anzeichen dass da was gemacht wird, allerdings hat man es zu lange verkommen lassen, so dass es doch ein wenig verwahrlost aussieht.

Ich hatte Anil gestern auf den Monsoon Palast angesprochen. Er meinte natürlich das sich das nicht lohnen würde, da gäbe es nix zu sehen. Außerdem, und das war meist seine Standardformulierung, sei es zu weit weg und dauert viel zu lange hinzufahren. Allerdings meinte er danach, wenn auch nicht sehr begeistert, wenn ich unbedingt hinwolle, dann solle ich ihn anrufen, dann würde er fahren. Ich hatte mittlerweile im Lonely Planet gelesen, dass es wohl einen geschäftstüchtigen Taxifahrer gibt, der per Minibus jeden Abend zum Sonnenuntergang da hoch fährt. Ich hatte mir vorgenommen, bevor ich Anil rufe, das ich den Taximann mal ausprobieren werde.
 
 

 

 

Aber zuerst der Reihe nach. Jetzt am Mittag war zuerst mal der Stadtpalast dran. Den Weg kannte ich ja schon, also war ich schnell an der Ticketkasse. Veränderung zu gestern : Heute klebte da ein Schild „Heute ganzer Tag keine Bootsfahrten“. Hmmm. Dann musste ich da was anderes finden. So habe ich dann auch erst mal ein Ticket für den Palast und die Crystal Gallery gekauft. Auch auf Nachfrage direkt am Schalter bekam ich die Auskunft das Bootsfahrten vom Palast aus heute nicht möglich seien.

Mit Ticket und einem extra (natürlich kostenpflichtigen) Fotopermit ausgestattet, habe ich dann nun jetzt den Stadtpalast durchstreift. Es war sehr viel Betrieb. Ich habe dann gesehen, das ich die ganzen Gruppen in den ersten Räumen schnell überholt habe, so dass ich in einen Slot kam, wo nicht so viele Leute unterwegs waren. Durch den Palast geht eine Art Rundweg, auf dem man dann irgendwann unweigerlich am Ausgang rauspurzelt. Ui. Das ist groß hier. Ui. Das sind aber viele Räume hier zu gucken. Irgendwann hat das Interesse nachgelassen und das letzte Drittel bin ich im Prinzip durchmarschiert. Der Stadtpalast ist sehenswert, keine Frage. Mir wurde es aber dann am Ende zuviel.

 

 

Die Crystal Gallery ist zwar im Stadtpalast Komplex eingegliedert. Den eigentlichen Stadtpalast verlässt man aber. Ich glaube die Crystal Gallery ist in einem Hotel welches auf dem Gelände ist. Man betritt das Hotel bei der Rezeption und steigt nun ein paar Treppen nach oben. In der Folge gibt es nun ganz viel Zeugs und Nippes aus, je eben Kristall, zu sehen. Ziemlich viele Vitrinen mit Tellern und Tassen und Schüsseln. Bemerkenswert wäre einzig das Kristallbett und der Kristallthron. Alles andere würde ich jetzt mal in Kitsch einordnen. Eine Etage wieder runter kann man noch in einen großen Ballsaal und die riesigen Kristall-Kronleuchter ansehen. Ich habe hier noch ein wenig Pause gemacht und mich ganz still in mich hinein über die 500 Rupien Eintritt für die Glasschau hier geärgert.

Ich habe mich dann verkrümelt und mir den Rest des Komplexes noch ein wenig angeschaut. Die Bootsanlegestelle habe ich auch gesehen. War wirklich abgesperrt. Ich bin dann raus in Richtung Tempel. Heute jetzt im strahlenden Sonnenschein konnte man gute Fotos machen. Ich habe heute dann auch die Treppe erklommen und mich oben drin umgeschaut. Hier waren viele Leute unterwegs die laut bei viel Tschingderassabumm Musik machten. Hier hats mir gefallen. Und nebenbei. Hier war niemand der mich ungefragt zugetextet hat oder mir ungewollt Blumen in die Hand gedrückt hat. Ich wurde schlicht in Ruhe gelassen. Ich habe versucht mich möglichst unauffällig in einer Ecke zu verstecken und einfach mal zuzusehen.

 

 

 

Zum Thema Bootsfahrt hatte mir in der Pause zuvor Herr Google einen Hinweis geliefert. Bootstouren gehen auch direkt nahe meinem Hotel vom Lal Ghat los. Na das ist doch praktisch.

 Ich bin also zum Hotel zurück und als ich in den Abzweig zum Bootsanleger einbiege, sehe ich schon ein Boot anlegen. Ohne Wartezeit konnte ich quasi das Boot besteigen. Es war noch eine indische Familie mit dabei, sonst war keiner da. Zum Glück hatte das Boot ein Planendach, sonst wären wir in der nächsten Dreiviertelstunde wohl auf dem Wasser gegrillt worden.

Nun. Wir haben die große Runde gedreht und sind bei allen interessanten Dingen wie dem Taj Lake Palace, der Jagmandir Insel oder auf der anderen Seite beim Oberoi mal vorbeigefahren.

Schön das mal vom Wasser aus gesehen zu haben. Vom Boot aus konnte man auch erst mal richtig sehen, wie riesig der ganze Stadtpalast-Komplex ist.

Ich bin danach erst mal zum Hotel zurück um meine Räkelecke im Zimmer noch gebührend zu nutzen. Um 4 habe ich mich dann wieder aufgemacht und bin wieder zum Bagore Ki von gestern gegangen. Von dort wollte der Taximann zum Monsoon Palace starten. Als ich dort um die Ecke bog war der ganze Platz brechend voll. Dort fanden gerade Filmaufnahmen statt. Man konnte vor lauter Leuten die da rumwuselten kaum treten. Mehrmals fingen viele Leute zu lauter Bollywood Musik an zu tanzen und zu springen nur um kurz danach von irgendwelchen Regierufen unterbrochen zu werden. Jeder wieder auf Anfang und dann zur Musik erneut loshüpfen.

 

 

 

Der Taxifahrer stand auch schon parat, meinte aber zu mir, das er nur mit mindestens zwei Leuten fahren würde. Er hat auch noch bis 5 Uhr viele Leute angesprochen und versucht einen Mitfahrer zu werben. Wollte heute aber keiner mehr mit. Dann habe ich zu ihm gesagt, dass ich für zwei Personen zahle. Ob er jetzt von zwei Leuten Geld kriegt oder das Doppelte von mir ist ja kein Unterschied. Das hat er auch eingesehen und so bin ich dann auch zu einer Privatfahrt im Minibus gekommen. Wenn ich es richtig im Kopf habe wollte er am Ende 600 Rupien haben. Fand ich jetzt nicht allzuviel.

Wie schon oben erwähnt wurde der Monsoon Palace seit einer ganzen Zeit nicht mehr unterhalten und steht leer. Wenn man vom Parkplatz das kurze Stück Straße hochgeht und auch später drinnen sich ein wenig umschaut, dann kann man zumindest erahnen das das Gebäude früher mal recht schön war. Jetzt ist aber der Lack ab, wie man so schön sagt.

Trotzdem war noch recht viel los. Es waren viele Leute hier um auch den Sonnenuntergang zu sehen und den Panorama-Ausblick über Udaipur zu fotografieren. Nebenbei sind auch noch diverse Bilder von Affen abgefallen. Die sprangen hier oben nämlich auch zuhauf rum.

Später hat mich der Taxifahrer dann wieder zur Stadt gefahren. Er hat mich ein wenig vor dem Haveli rausgeworfen, da brauchte ich nur noch einmal abbiegen und stand in der Straße vom Hotel. Praktisch. Der Fahrer hatte mit seinem Minibus übrigens nen echt heißen Reifen drauf. So wie der gefahren ist habe ich mich aber mehrmals extra festgehalten weil ich damit gerechnet hatte, das er jetzt gleich ein Tuktuk oder ne Kuh auf seinem vorne dran montierten Kuhfänger kleben hätte. Puh. Verglichen dagegen war Anil der sicherste Fahrer der Welt.

Im Hotel bin ich noch im Restaurant mit Blick über den See und das beleuchtete Taj Mahal Palace bis um 10 sitzen geblieben bis sie mich rausgekehrt haben.

 

Udaipur. Find ich gut ! So könnte man die zwei Tage hier überschreiben. Udaipur hat mir wirklich gefallen. Es gab genug zum gucken und es war total angenehm das mich fast niemand angesprochen hat oder mich niemand in seinen Laden lotsen wollte oder sich ungefragt als Guide angeboten hat. Ich konnte die anderthalb Tage fast unbehelligt durch die Stadt gehen. Klasse.

Das Jagat Niwas Palace ist ein gutes Hotel. Sehr ruhig und komfortabel. Das Restaurant ist auch zu empfehlen.


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*Herzerl

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #25 am: 02.06.2016, 09:51 Uhr »
WOW! Vielen Dank für die fantastischen Bilder und dem tollen Bericht!
Am liebsten würde ich sofort morgen nach Indien fliegen  8)

Montezumas Rache bekämpfe ich in Asien auch immer sehr gut mit reichlich Cola zum Essen ;-)

*wolfi

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #26 am: 02.06.2016, 11:25 Uhr »
Indien ist schon ein faszinierendes Land - eigentlich eher ein eigener Kontinent mit einer grandiosen Vielfalt!

Und Bernds Bericht (und vor allem die extragalaktischen Bilder  :wink:) zeigen wieder eine ganz andere Seite, als die welche ich von den Besuchen meiner Verwandtschaft kenne bzw den Bekannten, die es aus Indien nach Europa "geschafft" haben.
Nochmals dankeschön, Bernd!

*MisterB

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #27 am: 02.06.2016, 11:39 Uhr »
12.03.2016 - Festung in den Bergen und 1.444 Säulen (mehr oder weniger)

Für den Transport zum Treffpunkt mit Anil brauchte ich auch wieder ein Tuktuk heute morgen. Das haben die Jungs von der Rezeption gemacht. Meinten auch das 100 R in Ordnung seien. Der Fahrer hat mich dann zwar auch gut gefahren, leider meinte er anschließend noch nachverhandeln zu müssen. Ich habe ihn stehen lassen und mich zu Anil ins Auto verdrückt. Irgendwas hat mir der Tuktuk Mann noch hinterher gerufen. Wahrscheinlich hat er mich verflucht oder sowas. :)

Als ich Anil dann erzählte, das ich am Tag zuvor doch noch beim Monsoon Palace gewesen sei, da würde er richtiggehend etwas sauer. Warum ich ihn denn nicht angerufen hätte und warum ich jetzt den anderen Taxifahrer bezahlt hätte. Keine Ahnung warum er sich so angestellt hat. Vielleicht war er in seiner Taxifahrer-Berufsehre geknickt oder vielleicht war es ihm auch unangenehm das es eventuell Mr. Ashok zu Ohren kommen könnte, das der Gast andere Transportmittel engagiert.  Naja. Egal.

Heute stand eine größere Etappe auf dem Plan. Es sollte in die Berge gehen zu einem Fort und danach weiter nach Ranakpur.

Von Udaipur aus bis hoch in die Berge zum Kumbalgarh Fort hats von Morgens um 9 bis zum Nachmittags so ca. 15 Uhr gedauert. Zumindest wurde es, sobald es bergiger wurde, noch interessant. War mal was anderes als die ewig gleichen flachen Ebenen links und rechts der Straße. Natürlich musste berghoch wieder die Klimaanlage ausgemacht werden. Wir erinnern uns. Der etwas schwache Tata.
 
 

 

 

Am Fort angekommen meinte Anil das ich zusehen solle, das ich in einer Stunde wieder da wäre. Weil in Ranakpur wollten wir noch zum Jain Tempel und der macht um 17 Uhr oder sowas zu. Wenn ich jetzt noch stundenlang in der Festung gewesen wäre, hätten wir das nicht mehr geschafft. In der Festung war dann erst mal Treppensteigen angesagt. Vom Eingangstor (mit verdammt dicken Mauern) geht’s zur Festung erst mal in langen und spitzkehrigen Wegen recht anstrengend nach oben. Die eigentliche Festung liegt ein ziemliches Stück höher als wie der Parkplatz und das große Tor.

Im Fort ist mir jetzt garnicht so viel interessantes im Kopf geblieben. Es ging eher um das Setting auf dem Bergrücken allgemein und die tollen fetten Mauern, die sich über den ganzen Rücken ziehen. Da hatte sich irgendein Bauherr vor langer Zeit schon ziemlich verausgabt mit der Festung. Ich fands gut. War ne gute Idee hier herzukommen.

Vom Fort geht’s dann auf vielen Serpentinen runter ins Tal. Und unvermutet schnell ist man dann auch unten und ist beim Jain Tempel. Anil meinte, ich solle lieber die kurze Hose gegen eine lange Hose wechseln. Die wären hier recht penibel wenns um die Einhaltung der Regeln geht. Am Ticketschalter wurden dann auch von ein paar Frauen erst einmal die Röcke kontrolliert und die kurzen Ärmel an den Shirts kritisch beäugt. War der Rock zu kurz musste sich die Dame irgendein langes Tuch umbinden so das die Beine danach züchtig bedeckt waren.


Man durfte nichts aus Leder in den Tempel bringen, Schuhe waren selbstverständlich auszuziehen. Anil meinte zwar noch das Socken auch nicht erlaubt seien, das war aber Blödsinn. Auf Socks gings ganz selbstverständlich in den Tempel rein.

Der große Tempel ist bekannt wegen seiner insgesamt 1.444 Säulen, die alle individuell gestaltet und verziert sind. Und ja. Das sah stellenweise schon spektakulär aus. Ein nettes Detail am Rande. An allen 4 Seiten des Tempels stehen Elefantenstatuen. Die Statuen sind alle 4 gleich. Allerdings sitzt bei jeder Statue etwas / jemand anderes drauf. Von den 4 Elefantenpositionen hat man auch jeweils einen guten Blick durch den Tempel bis zum Heiligtum.

Ich fand es wirklich schön hier drin, der Besuch hat sich echt gelohnt. Zumindest ich wurde von den (selbsternannten?) Priestern in Ruhe gelassen die einem gegen eine kleine Spende nen Punkt auf die Stirn machen. Die haben sich auf die Reisegruppe aus dem Bus, der mit uns auf den Parkplatz gerollt war, gestürzt.

Zwei Sachen geschaut und schon war der Tag rum. Also blieb jetzt nur noch zum Hotel zu fahren. So weit wars jetzt vom Tempel nicht mehr. Allerdings wurde dann auch schnell klar, dass außer dem Hotel, dem Ranakpur Hill Resort, nicht wirklich viel in der Umgebung drumherum los war. Selbst Google Maps zeigte im vergrößerten Kartenausschnitt in der weiteren Umgebung nur viel leere Fläche an.

Dieses Hill Resort war aber ganz ok. Checkin war ganz locker. Zimmer war groß, großes Bett, große Sitzecke, das Bad vorzeigbar. Der Preis war zwar eher am oberen Limit angesiedelt, aber dafür wars auch die einzige nennenswerte Unterkunft weit und breit.

 

 

 


Das WLAN war allerdings kostenpflichtig. Als ich an der Rezeption danach gefragt habe, hat mir der Mensch dort mit ganz bedauernder Miene erklärt, das das WLAN für den Tag leider 200 Rupien kosten würde. Er drückte sich so verlegen aus, als ob ihm das sehr leid täte. Nun sind 200 R ja keine 3 Euro und ich habe diesen Betrag tapfer investiert. Ich hatte den Eindruck das sich der Kollege irgendwie gewundert hat, das ich das ohne Riesenprotest direkt bezahlt habe.

Ich habe mir dann im Restaurant was zu trinken geholt und mich in meine Sitzecke verdrückt, und noch die Internet-Updates des Tages geholt. Ich habe da ungefähr ne Stunde verbracht und in dieser Zeit gab es ungefähr 7-8 Stromausfälle. Teilweise ne Minute, teilweise 5 Minuten. Das war am Ende doch recht nervig.

Ich denke mal das die später im Restaurant auch mit Gas gekocht haben und Kerzen aufgestellt haben, da auch am Abend im Restaurant dauernd mal kurz der Saft weg war. In solch einer hohen Frequenz hatte ich das auch noch nicht erlebt.

Das Essen war OK, aber nichts berauschendes. Irgendwie wars schon bei Anlieferung ein wenig kalt. Zumindest wars nicht teuer. Von daher wars OK. Ich konnte noch zwei Tische weiter zwei Leute beobachten (ich glaube sogar es waren Deutsche. Vater und Tochter (oder junge Geliebte :) ), die waren offenbar penibel darauf bedacht ja nix indisches zu essen. Die haben sich Pommes mit Unmengen Ketchup bestellt. tststs

Service im Restaurant war eigentlich nicht vorhanden. Kam mal jemand vorbei, musste man ihn anhalten. Später zum Zahlen bin ich nach ner halben Stunde aufgestanden und selbst vorne hin wo so etwas wie ne Kasse stand gegangen. Kasse war aber nur Attrappe. Rechnung ging "aufs Zimmer" und sei beim Check-Out zu zahlen. Offensichtlich hätte ich auch aufstehen können und einfach so rausgehen. Wahrscheinlich ist deshalb auch keiner gekommen für die Rechnung.
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*Palo

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #28 am: 02.06.2016, 14:58 Uhr »


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Hihihi.... wie wurde das denn konrolliert? Hast du mal gefragt?

Gruß

Palo

*MisterB

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Re: Heilige Kühe und heilige Städte - Indien im März 2016
« Antwort #29 am: 02.06.2016, 15:41 Uhr »
Äh, nö.
Vielleicht setzt man ja auf freiwillige Selbstkontrolle.  :lachen5:

Gruß
Bernd
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