Off the Beaten Path... in the City of Light

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*McC

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #45 am: 31.10.2017, 19:22 Uhr »
Von den vielen Unbekannten hat mich eines besonders verwirrt:
"sweet green pepper ice cream"

Claus, weißt Du noch wie das war? Kann mir gar nix darunter vorstellen.

Es hat wunderbar zum Senf gepasst  :wink:
Im Ernst... eine sehr komplexe Angelegenheit. Das Eis hatte eher einen „neutrale” Textur. Dadurch hat es wunderbar mit dem Souflee harmoniert.

*BigDADDY

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #46 am: 01.11.2017, 13:00 Uhr »
Mh,

10 Euro für ein Glas Mineralwasser, okay. Was kostet es denn sonst in Paris, wenn Du das als verhältnismäßig günstig bezeichnest?
Reducing Truck Traffic since 2007!

*McC

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #47 am: 01.11.2017, 13:18 Uhr »
10 Euro für ein Glas Mineralwasser, okay. Was kostet es denn sonst in Paris, wenn Du das als verhältnismäßig günstig bezeichnest?

10 € für die Flasche.... 12 € bzw. 14 € bei der Konkurrenz, die ich besucht habe.

*wolfi

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #48 am: 01.11.2017, 13:25 Uhr »
Hatte das schon beim Epicure gelesen - 12€ für 0,75 l Evian. Das ist "normale" Kalkulation ...

Imho ist der Preis der gleiche, egal ob man Wasser oder Bier oder Saft trinkt - nur Wein und Champagner sind teurer.

PS:
Danke, Claus!
JJetzt weiß ich auch von Deinen Rechnungen, dass in "Vive la France" die MWSt auf Alkoholika 20% beträgt, auf Essen und Mineralwasser 10% ...  :wink:

*BigDADDY

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #49 am: 01.11.2017, 13:26 Uhr »
10 € für die Flasche...

Ok,

das ist tatsächlich in Ordnung. -
Hast Du gemerkt, wie die Damen vom Nebentisch Dich beäugt haben? :socool:
Reducing Truck Traffic since 2007!

*McC

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #50 am: 01.11.2017, 13:36 Uhr »
Hast Du gemerkt, wie die Damen vom Nebentisch Dich beäugt haben?

Nööö, die hatten nur Interesse für ihren "Auftrag." Zudem linke Dame für ihre Begleiterin ständig vom englischen ins französische übersetzen musste. Das erschwerte eine flüssige Kommunikation. Dabei dachte ich diese "Damen" verstehen sich auf multilingual.  ;)

*wolfi

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #51 am: 01.11.2017, 13:55 Uhr »
Claus, willst Du uns auch verraten, über was die Damen so gesprochen haben?

Das Wetter, das Essen oder die Geschmackskomponenten und den "Abgang" der Weine, die sie getrunken haben?

*McC

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #52 am: 01.11.2017, 14:02 Uhr »
Claus, willst Du uns auch verraten, über was die Damen so gesprochen haben?

Nein, über das Essen haben sie nicht viel gesprochen. Nur oberflächlichen Smalltalk über seine Familie zuhause  :roll: ...Interessen usw. Ergo, keine tiefschürfende Gespräche. Kann ich aber auch verstehen.... sie wären lieber einen Adonis gegenüber gesessen.

*Wilder Löwe

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #53 am: 01.11.2017, 19:03 Uhr »
Tolle Fotos.

Wie machst Du das eigentlich in den Restaurants mit dem Fotografieren. Holst Du da Deine Spiegelreflexkamera raus, stehst auf und kreist um den Tisch bis Du den richtigen Winkel für die jeweilige Aufnahme gefunden hast oder fotografierst Du verstohlen mit dem Handy?

Ich finde es ja schon in einem normalen Restaurant peinlich, bei Tisch zu fotografieren, aber in einem Sternerestaurant auffällig mit großem Gerät zu handieren, fände ich persönlich sehr unangenehm.
Viele Grüße
Katrin

*McC

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #54 am: 01.11.2017, 19:27 Uhr »
Ich finde es ja schon in einem normalen Restaurant peinlich, bei Tisch zu fotografieren, aber in einem Sternerestaurant auffällig mit großem Gerät zu handieren, fände ich persönlich sehr unangenehm.


Ich hatte nur die kleine Schwarze dabei.

Beispielbild


Die Franzosen gehen im Gegensatz zu amerikanischen Restaurants sehr leger damit um. Zudem Foodies (inkl. Kritiker) fast immer mit Kameras unterwegs sind und sich die Crew sogar fürs Gruppenfoto schick in Schale wirft... Beispiel: http://www.sternefresser.de/restaurantkritik/2017/guy-savoy-paris-2017//

Da schauen die Bilder unter Tageslicht natürlich viel, viel professioneller aus.  ;)

P.S. ich find's nicht peinlich... it's just a job!

*Simone_JJ

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Antw:Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #55 am: 02.11.2017, 02:26 Uhr »
Hallo Claus,

habe mir gerade mal die erste Seite Food Porn reingezogen (z.Zt. im Urlaub = Zeit knapp).  Wieder schöne Motive und wieder lecker.  :wink: Freu mich, demnächst weiterzulesengucken.

Danke  :winke:

*McC

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Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #56 am: 02.11.2017, 07:28 Uhr »
6. Tag: Der letzte Tag
Ein kurzer Regenschauer geht am Morgen über Paris nieder. Auf dem Weg zur Metro begegne ich einer Patrouille der Fremdenlegion. Soldaten auf den Straßen gehören mittlerweile zum Pariser Alltagsbild.




Ich gehe frühstücken ins Holybelly. Vertraut mit der Frühstücks- und Kaffeekultur in Melbourne kehrten Nico Alary und Sarah Mouchot nach Paris zurück und eröffneten 2013 ihr eigenes Café. Das Holybelly hat mit einem traditionellen französischen Café nicht viel gemeinsam, sondern ist ein American-Style-Café. Kein Wunder, dass viele junge Touristen hier herkommen. Es ist aber keines dieser billigen Touristencafés, wie man sie zuhauf in Paris vorfindet. Hier gibt es nichts aus der Mikrowelle, alles wird frisch in der Küche auf Bestellung zubereitet. Zum hausgemachten Eistee gibt es Pancakes mit Spiegeleier, Speck, Homemade Bourbon Butter und Ahorn Sirup, und zum Schluss noch einen feinen Espresso. Wer in lockerer Atmosphäre frühstücken möchte, wird in Paris kein besseres Café finden. Empfehlen kann ich noch das Ellsworth, das sich direkt neben meinem Lieblingsbistro Juvineles befindet. Das Frühstück ist auch gut und der sonntägliche Brunch soll zu den besten in Paris gehören.









Ich laufe zum Carrousel du Louvre. Sehenswert ist die umgedrehte Pyramide in der unterirdischen Einkaufspassage, direkt neben dem Eingang zum Louvre Museum. Natürlich schaue ich ins La Maison du Chocolat hinein, ein Paradies für Fans von feiner Schokolade. Tipp: Die beste Zeit für das Carrousel du Louvre ist am Dienstag. An diesem Tag hat das Museum geschlossen und man kann in Ruhe shoppen.





Chocolaterie Jean-Paul Hévin



Mein nächstes Ziel ist die Richelieu-Bibliothek. Nachdem 1998 die neue Nationalbibliothek am linken Ufer der Seine eröffnet wurde, stand das Gebäude der alten Nationalbibliothek über 18 Jahre leer. 2011 begannen die Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen am Richelieu-Block zwischen Palais Royal und Pariser Börse. Seit Anfang 2017 erstrahlt die Bibliothek mit dem schönsten Lesesaal der Welt wieder im alten Glanz. Die Rundbögen mit ihren kunstvollen Verzierungen in Gold fallen zuerst ins Auge. Eine Säulenkonstruktion stützt das Kuppelgewölbe, große Glasfenster lassen viel Licht einfallen. Wobei mir die teils extremen Neugestaltungen nicht unbedingt gefallen, siehe das penibel restaurierte Vestibül mit der mit Glas behindertengerecht eingefassten Rampe. Ebenso unpassend finde ich den  Glastunnel, der über ein Flachdach hinweg von einem Gebäudeteil zum andern führt. Fotografieren wird nicht gerne gesehen, zudem man keine der sechs Bibliotheken betreten darf. Ich belasse es bei einigen Schnappschüssen und ziehe von dannen. Trotz der Beschränkungen, alleine für diesen einzigartigen Blick lohnt sich der Weg zur Richelieu-Bibliothek.








Neu gestaltete Metro-Station Les Halles





to be continued

*McC

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Off the Beaten Path... in the City of Light
« Antwort #57 am: 02.11.2017, 13:49 Uhr »
Drei Nachzügler...


Kirchenorgel in Saint-Eustache


Eine Skulptur am Nelson Mandela Garten






Mittagessen
In der Rue Sainte-Anne oder auch Little Tokyo sind unzählige japanische Restaurants anzutreffen. Zur Mittagszeit sind die angesagten Japaner überfüllt und wenn man nicht rechtzeitig erscheint, ist die Warteschlange lang.






Das beste Sushi gibt es in Tokio, die Gourmet-Hauptstadt mit seinen zwölf 3-Sterne-Schuppen. Außerhalb Japan beschränkte sich die Auswahl auf Hongkong, Los Angeles, New York City oder San Francisco. Mittlerweile gibt es aber auch die eine oder andere feine Adresse in London und Paris. ch besuche das Sushi B Paris in der 5 Rue Rameau. Einfach eintreten funktioniert nicht. Man muss die Klingel drücken und dann öffnet sich die Schiebetüre wie von Geisterhand. Das kleine 1-Sterne-Restaurant bietet mittags Platz für nur acht Personen. Eine fast intime Atmosphäre in dem kleinen Raum. Und ohne Reservierung geht auch hier nichts.









Chef Masayoshi Hanada reibt bereits Wasabi und schneidet den Fisch zu. Wasabi gibt es nicht extra, sondern dieser wird direkt eingearbeitet. Es gibt auch keine Sojasauce um die Sushi darin zu ertränken, sondern die Sushi werden dünn mit Sojasauce bestrichen. Dadurch wird die Balance von Fisch, Reis und Gewürz gewährleistet.

Ich bestelle das Omakase für 130 Euro, dazu Sake und Tee. Als Appetitanreger gibt es ein warmes Sesam-Tofu. Ein feiner Einstieg in die Welt der japanischen Sushi-Küche.




Fünf Vorspeisen...












Danach folgen verschiedene Sushis: Bonito, Seebarsch, Steinbutt, Makrele, Thunfisch, fetter Thunfisch und Tintenfisch (8/10). Der fette Thunfisch schmilzt auf der Zunge, ein herrlicher Genuss. Eine rote Miso-Suppe (7,5/10) folgt nach dem letzten Sushi.






Zum Schluss gibt es noch zwei Dessert. Hervorragend!




Amuse Bouche
Sesame tofu

Appetizer
Crab chrysanthemum

Sea bass sahimi

Grambass, sea urchin, caviar

Tuna marinated with miso

Flounder, cepe mushroom

Sushi
Flounder,  sea bass,  squid,  shrimp,  bonite,  tuna,  fat tuna,  Mackarel

Tamagoyaki  (japanisches Omelette)

Miso soup

Dessert
Rice ice cream, saja, olive oil

Figs with mascarpone, sake, lime



Das Sushi B Paris offeriert authentische Sushi-Küche mit hoher Produktqualität. In Deutschland kenne ich keine (!) einzige Sushi-Bar auf diesem Niveau. Das Nagaya in Düsseldorf besitzt ebenfalls einen Michelin-Stern, dessen japanisch-europäische Fusionsküche hat aber wenig mit der puristischen japanischen Sushi-Küche zu tun.

Speisen: 8,5
Service: 8
Ambiente: 7


to be continued

*McC

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« Antwort #58 am: 02.11.2017, 15:02 Uhr »
Shopping
Bis zum Heimflug kann ich noch ein paar Stunden herumschlendern.

Eine der berühmtesten Wohnungen in Paris ist unter der Adresse 31 Rue Cambon zu finden. In dieser unscheinbaren Straße ist das Apartment der berühmten Modedesignerin Coco Chanel. Im Erdgeschoss kann man im Chanel Store stöbern. In der zweiten Etage ist die Haute Couture Garderobe, im Dritten das Apartment von Coco Chanel und im Vierten ihr Arbeitszimmer. Alle Etagen sind mit einer Spiegeltreppe verbunden. Die Wände der Treppe im Art-Deco-Stil sind mit Platten aus Spiegeln verkleidet. Während der Mode-Präsentationen im Erdgeschoss konnte Coco von obersten Etage, für Gäste unsichtbar, die Reaktion der Kunden beobachten. In keinem der Stockwerke ist ein Schlafzimmer oder Bett zu finden, denn geschlafen hat Coco Chanel im Ritz gegenüber. Seit ihrem Tod 1971 wurde an der Einrichtung nichts verändert. Betreten kann man die Räume nicht, das bleibt Chanel VIPs und Presse vorbehalten.

Mediale Erregung verursachte die Nachricht, das Colette Roussaux ihren Store nach 20 Jahren schließen wird. Der Laden in der 213 Rue Saint Honoré ist mehr als nur ein Concept Store. Colette ist Kult und der berühmteste Concept Store der Welt. Der dreistöckige Laden ist natürlich brechend voll. Viele kommen nur zum gucken und gelegentlich trifft man auf bekannte Promis. Hier gibt es aberwitzig teure Designerklamotten, aber auch Street Style, Musik und Beauty zum Schnäppchenpreis. Hier findet man alles was cool ist. Natürlich nutze ich die letzte Gelegenheit und plündere die Kreditkarte, bevor Colette am 20. Dezember 2017 endgültig die Pforten schließt. Die Mode wird den Räumlichkeiten erhalten bleiben, Yves Saint Laurent zieht dort ein.







Doggy Bags





Vor lauter Schaufenster gucken, vergesse ich wie spät es schon ist. Es ist kurz vor 19 Uhr... im Stechschritt geht es zurück zum Hotel, wo ich noch mein Handgepäck abholen muss. Ich sprinte hinunter in die Bahnstation Les Halles. Gott sei Dank steht der Zug schon da. Am Flughafen CDG angekommen, fährt mir der Shuttle-Bus vor der Nase weg. Zehn Minuten auf den nächsten Bus warten. Das wird eine enge Kiste und ich freunde mich schon mit dem Gedanken an im Flughafengebäude zu übernachten. Meine Rettung… der Abflug verzögert sich um paar Minuten. Im letzten Moment erreiche ich das Boarding. Kurz vor 21 Uhr fliege ich zurück nach Nürnberg. Während des Flug schreibe ich die letzten Zeilen zu diesem Reisebericht. Um kurz nach 22 Uhr landet der Flieger, und es wartet bereits mein „Taxi.”




Fazit: Paris ist immer wieder eine Reise wert. Abgesehen von den lukullischen Genüssen hat mir die morgendliche Stimmung in Charonne, die Multikulti-Szene in Belleville und die Kunstmesse FIAC am besten gefallen. Die nächste Paris-Reise kommt bestimmt. Es stehen noch genügend Restaurants auf meiner To-Do-Liste.

*McC

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« Antwort #59 am: 02.11.2017, 15:03 Uhr »



Zum Schluss noch etwas Statistik.

Ranking von Restaurants & Bistros
1. Pierre Gagnaire ***  10
2. Epicure ***  10
3. Le Cinq ***  9
4. Septime *  8,5
5. Sushi B Paris *  8,5
6. Juveniles  7,5
7. La Bourse et La Vie  7,5
8. Shang Palace *  7
9. Holybelly  7

Ranking von Chocolaterien
1. Pierre Hermé  10
2. Jacques Genin  10
3. Jean-Paul Hévin  9,5
4. La Maison du Chocolat  9
5. Patrick Roger  9
6. Alain Ducasse  9

Ranking von Patisserien
1. La Pâtisserie des Rêves  9,5
2. Des Gâteaux et du Pain  9,5
3. Jacques Genin  9,5
4. Maison Aleph  9
5. Carl Marletti  8,5
6. Blé Sucre  6
———————————
Bewertungsskala:
10 = Perfekt
9-9,5 = Hervorragend
7,5-8,5 = Sehr gut
6,5-7 = Gut
6 = Durchschnitt


Reisekosten
Hin- und Rückflug:  95 €
ÖPNV-Ticket (7 T.): 28 €
Hotel (5 Ü.):       1,612 €
Food & Wine:     3,054 €
Div. & Shopping: 2,795 €
———————————
Gesamtkosten:   7,584 €


Ausblick 2018
1. Foto-Reise Island, 2 W. im März.
2. Kulinarik in der Emilia Romagna u. Auvergne-Rhône-Alpes, 3 W. im Juni.
3. Foto-Reise und Kulinarik in Kalifornien, 3 W. im Oktober.


ENDE