Wein, Lavendel, Römerbauten: eine Wohnmobilreise durch die Provence im Juli 2010

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*Doreen & Andreas

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Bei der Planung und Vorbereitung unses diesjährigen Frankreich-Urlaubes bekamen wir hier im Forum eine Menge Tipps und Hinweise.
Dafür möchten wir uns noch einmal herzlich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben.  :verneig: :verneig: :verneig:

Und wie bedankt man sich hier im Forum am besten? Natürlich mit einem Reisebericht.  :lesend:
Wer also Interesse an einer Wohnmobilreise durch die Provence hat, ist herzlich eingeladen hier einzusteigen, Platz ist ausreichend vorhanden...
 :rv:



Frankreich? Ja, dieses Jahr sollte es endlich Frankreich sein! Seit längerem trugen wir uns schon mit dem Gedanken, mal einen Urlaub in unserem westlichen Nachbarland zu verbringen. Aber irgendwie hatten wir nie so den rechten Zugang dazu gefunden.  Bisher hatten wir uns stets auf Ziele im englischsprachigen Raum konzentriert. Vor zwei Jahren gaben wir dann Skandinavien den Vorzug, weil wir der Meinung waren, Trolle, Fjorde und Wasserfälle könnten vielleicht interessanter für Kinder sein als Wein, Lavendel und alte Römerbauten. Doch in diesem Jahr siegte nun die Neugier und wir planten eine Reise durch die Provence; wiederum mit dem Wohnmobil, da sich diese Art zu Reisen mit unseren Kindern sehr bewährt hatte.
Nachdem sich beim letzten Mal Andreas ein paar Begriffe in Norwegisch angeeignet hatte, ergriff diesmal Doreen die Initiative in Sachen Sprachschule und begann 1 ½ Jahre im Voraus, ein wenig französisch zu lernen. Ein paar Grundkenntnisse in der Landessprache sind eigentlich nie verkehrt…
Zur Planung diente hauptsächlich der Wohnmobil-Tourguide Provence aus dem Reise-Know-How-Verlag. Mit dem entsprechenden Pendant für Südnorwegen hatten wir 2008 einen guten Griff gemacht und nach einigem Suchen und Vergleichen schien uns dieses Buch die beste Wahl zu sein. Es gab wieder eine Auswahl an Routen, die individuell miteinander verknüpft werden konnten und eine Reihe guter Tipps speziell für Wohnmobilreisende.
Doch bei der Routengestaltung ging es uns dann wie in den Jahren zuvor; so richtig fanden wir nicht den Zugang für die Region, es fehlte irgendwie die Initialzündung… mag es daran gelegen haben, daß es nicht so die Highlights für Kinder gab oder wir keine detaillierten Angaben zum Zeitbedarf bzw. Kilometerangaben für einzelne Tagesetappen und Abstecher finden konnten. Auch im Internet waren Wohnmobil-Reiseberichte für unsere Zielregion Mangelware, so daß die Planung ungewohnt schleppend verlief. Dazu kamen vereinzelte Berichte von aufgebrochenen Wohnmobilen in der Carmargue und an der Côte d'Azur sowie von Überfällen auf Autobahnraststätten, die uns etwas verunsicherten und uns schon fast auf Ferienhaus und PKW umschwenken ließen. Aber letztlich blieben wir aber doch bei der Entscheidung für das Wohnmobil, beschlossen jedoch, den äußersten Süden Frankreichs diesmal auszuklammern. Einige gute Hinweise bekamen wir dann noch im USA-Reise-Forum, wobei wir uns hier vor allem bei Katja, Kate und Heinz bedanken möchten, die mit ihren Antworten auf unsere Fragen eine Menge Tipps beisteuerten und auch einige Bedenken in Punkto Sicherheit zerstreuen konnten. Am Ende stand diesmal nicht so eine detaillierte Planung,  wie üblich, aber dennoch eine grobe Route, der wir zunächst folgen wollten und vor Ort je nach Laune und Gegebenheiten zusammenstreichen oder erweitern konnten. Also im Prinzip doch irgendwie so wie immer…
Viele Grüße,
Andreas
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*SusanW

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Hallo,

da wir etwas ähnliches für nächsten Frühjahr planen, bin ich sofort dabei und schon mal gespannt, was ich für Tipps abstauben kann  :pfeifen:
Grad für unseren Junior....
Wir waren zwar schon öfter mit WoMo in Südfrankreich aber mehr Strandurlaub  am Atlantik oder der Cote d'Azur
Liebe Grüße 
Susan

*NähkreisSteffi

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Da möchte ich auch schon lange mal wieder hin. Bin mal gespannt, wie es euch gefallen hat.

Viele Grüße

Steffi

*cleoxx

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Hallo Andreas,

das könnte für uns in den nächsten Jahren durchaus auch mal ein Urlaubsziel werden. Insbesondere gespannt bin ich da natürlich auch wieder, wie es dann in Europa mit dem Wohnmobil klappt, aber wenn ich Euren Norwegen-Bericht noch richtig in Erinnerung habe, war das ja recht problemlos!

Grüßle
Elke


*BigDADDY

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*Canyoncrawler

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Südfrankreich ? Da bin ich doch dabei.   :D
 
Gruss Kate
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*Doreen & Andreas

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Oh, inzwischen sind ja schon einige Gäste zugestiegen.
Willkommen an Bord, dann kann die Reise ja losgehen...


09. Juli 2010: Leipzig –Taucha

Lange hatten wir uns auf diesen Tag gefreut, nun war es endlich soweit. Heute würden wir unser Wohnmobil für den diesjährigen Urlaub übernehmen.
Gestern Nachmittag kam bereits ein Anruf von der Wohnmobilvermietung Ackermann, dass wir bereits gegen 11:00 Uhr unser Gefährt abholen könnten, anstatt erst um 15 Uhr.
Das spielte uns natürlich unheimlich in die Karten; gar zu gut war uns die Aktion des Einräumens für den Norwegenurlaub vor zwei Jahren noch in Erinnerung. Es wollte und wollte einfach kein Ende nehmen und schließlich trugen wir bis ein Uhr nachts Sachen vom Haus ins Wohnmobil, waren aber dennoch auch den halben Vormittag des nächsten Tages noch damit beschäftigt.
Andreas hatte sich seine Arbeit extra so eingeteilt, dass er an diesem Freitag Home-Office machen konnte und so für die Wohnmobilübernahme flexibel war. So fuhr er denn gegen 10:30 Uhr los, um unser Urlaubsgefährt abzuholen. Es war ein Campmobil vom gleichen Typ, wie wir ihn schon vor zwei Jahren hatten, dadurch lief die Einweisung deutlich schneller. Aber es offenbarten sich noch einige kleine Mängel, die zwar vor Ort in der Werkstatt sofort behoben werden konnten, letztlich aber doch ein wenig Zeit in Anspruch nahmen. Kurz nach 12:00 Uhr war er aber doch mit dem Fahrzeug zu Hause und parkte es auf der gegenüberliegenden Straßenseite.



Vor zwei Jahren hatten wir das „Schiff“ noch in unsere Einfahrt manövriert, aber inzwischen ist da ein Zaun inklusive Gartentor entstanden und da passt so ein großes Gefährt nicht mehr so ohne weiteres durch.
Als auch Doreen von der Arbeit gekommen und die Kinder aus Hort und Kindergarten abgeholt waren, war es inzwischen Nachmittag und aufgrund der extremen Hitze hielt sich die Motivation zum Beladen erst einmal in Grenzen. Nach und nach begannen wir dann doch damit, aber es wurde wieder 1:30 Uhr und noch immer türmten sich Dinge im Haus, die im Fahrzeug verstaut werden mussten. Also würde sich unsere Abfahrt morgen wohl wieder auf den Nachmittag verschieben…


Gefahrene Strecke: 10km
Übernachtung: zu Hause
Viele Grüße,
Andreas
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*Doreen & Andreas

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Guten Morgen allerseits.
Letzte Gelegenheit, ein paar persönliche Dinge zusammenzupacken, dann fahren wir wirklich ab. Allerdings sind die ersten Tage ein wenig trocken und Fotos gibt es auch nahezu keine... es dauert halt einige Zeit, bis man die Provence erreicht hat.
Ich hoffe, das hält niemanden vom Mitreisen ab...


10. Juli 2010 Taucha – Dinkelsbühl

Um 8:30 Uhr standen wir alle gemeinsam auf und frühstückten. Anschließend setzten wir die Beladeorgie fort, während die Kinder anfangs im Garten spielten, sich später aber ins kühle Haus begaben und ein wenig fern sahen.
Petrus meinte es wirklich fast ein bisschen zu gut mit uns, die Temperaturen in der Sonne näherten sich schon vor dem Mittag der 50°C-Marke und auch im Schatten waren es bereits weit über 30°C.
Gegen 14:00 Uhr hatten wir es dann endlich geschafft, duschten noch einmal und sagten unserem Zuhause für die nächsten drei Wochen endgültig Lebewohl. Doch schon nach ein paar Metern legten wir den ersten Stopp ein, um noch schnell ein paar Getränkevorräte zu kaufen, der zweite Stopp folgte kurz darauf zum Mittagessen im Restaurant zum Goldenen „M“. Das hat inzwischen bei uns Tradition, weil wir es mit den Kindern meist nie schaffen, vor dem Mittag in den Urlaub zu starten. So ersparen wir uns den Aufwand für ein Mittagessen und für die Kinder gibt es gleich zu Beginn das erste Highlight.
Nach einer Stunde konnte es dann aber wirklich endlich losgehen und wir lenkten unser Wohnmobil in Richtung Autobahn.
Auf der A9 ging es zunächst bis zum Kreuz Nürnberg-Ost und ab dort auf der A6 weiter in Richtung Westen. Andreas fuhr und Doreen suchte unterdessen im ADAC-Campingplatzführer einen Platz auf unserer Route, den wir gegen 19 Uhr erreichen könnten. Unsere Wahl fiel auf den Campingpark Dinkelsbühl an der „Romantischen Straße“, einen terrassenförmig am Seeufer angelegten Platz mit Minigolfanlage, Spielplätzen, Bademöglichkeit im See und allen Möglichkeiten, die der Campingfreund so braucht.
Wir richteten uns für den Abend ein und während Andreas mit den Kindern zum Spielplatz ging, richtete Doreen das Innere des Wohnmobils bereits für die Nacht her.



Zum Abendessen setzten wir uns unter die seitliche Markise unseres Campmobils, wo wir durch die Fernseh- und Radiogeräte unserer Platznachbarn immer auf dem aktuellen Stand des „kleinen Finales“ der Fußball-WM gehalten wurden. Am Ende gewann die Deutsche Mannschaft mit 3:2, aber das sei hier nur am Rande erwähnt.
Nachdem die Kinder im Bett verschwunden waren, setzten wir uns noch ein paar Minuten nach draußen und genossen die laue Nacht. Andreas tippte noch den Bericht der vergangenen beiden Tage und bald darauf verkrochen auch wir uns in unsere Betten…

Gefahrene Strecke: 390km
Übernachtung: Campingpark Dinkelsbühl (24,10€)
Viele Grüße,
Andreas
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*Susan26

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Guten Morgen Andreas,

endlich mal wieder ein RB, bei dem ich sehr gern mitfahre :-)
Allerdings war ich beim Motto der Reise am Anfang sehr irritiert ... irgendwie habe ich immer "Wein, Lanvendel und Römerbräute" gelesen  :lol:  :lol:  :lol:

Ich bin also gespannt, was ihr so alles gesehen und erlebt habt ... immerhin, für nächstes Jahr brauche ich auch endlich mal wieder ein Reiseziel ;-)
Susan
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*Doreen & Andreas

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Willkommen an Bord, Susan.
Schön, nach so langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von Dir zu lesen  :P

Um es vorweg zu nhemen: Die Provence könnten wir Euch als Reiseziel uneingeschrämkt empfehlen. Da Ihr ohne Kinder unterwegs seid, bieten sich Euch noch eine Menge mehr Möglichkeiten in Punkto Wandern etc.
Viele Grüße,
Andreas
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*Matze

  • Schiri
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Ich reise gern wieder mit Euch mit ... :D :D

Aber diesmal werden wir Euren Spuren nur hier im Forum folgen. :lol:
Gruß Matze




San Francisco!!

*SusanW

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Hallo,

auch wenn wir unsere eigenes Wohnmobil vor der Tür haben, kommt mir das doch sehr bekannt vor
Zitat
es wurde wieder 1:30 Uhr und noch immer türmten sich Dinge im Haus, die im Fahrzeug verstaut werden mussten.
  :wink:

Und das hier natürlich auch
Zitat
zum Mittagessen im Restaurant zum Goldenen „M“. Das hat inzwischen bei uns Tradition, weil wir es mit den Kindern meist nie schaffen, vor dem Mittag in den Urlaub zu starten. So ersparen wir uns den Aufwand für ein Mittagessen und für die Kinder gibt es gleich zu Beginn das erste Highlight.

irgendwie beruhigend das es nicht nur uns so geht  8)

Der Platz in Dinkelsbühl sieht nett aus, muß ich mir merken
Liebe Grüße 
Susan

*Doreen & Andreas

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Hallo,

auch wenn wir unsere eigenes Wohnmobil vor der Tür haben, kommt mir das doch sehr bekannt vor
Zitat
es wurde wieder 1:30 Uhr und noch immer türmten sich Dinge im Haus, die im Fahrzeug verstaut werden mussten.
  :wink:

Und das hier natürlich auch
Zitat
zum Mittagessen im Restaurant zum Goldenen „M“. Das hat inzwischen bei uns Tradition, weil wir es mit den Kindern meist nie schaffen, vor dem Mittag in den Urlaub zu starten. So ersparen wir uns den Aufwand für ein Mittagessen und für die Kinder gibt es gleich zu Beginn das erste Highlight.

irgendwie beruhigend das es nicht nur uns so geht  8)

Danke, Susan. Na, dann sind wir ja auch beruhigt, wenn es noch andere gibt, denen es genauso geht  :lol:

Der Platz in Dinkelsbühl sieht nett aus, muß ich mir merken
Ja, der war zur Einstimmung wirklich gut. Was ich bisher verschwiegen habe: Der Platz liegt an einem kleinen See mit Badestelle. Man kann also sogar schwimmen gehen. Zwei Spielplätze und eine Minigolfanlage runden das Angebot für Kinder ab, das war wirklich ein entspannter Start in den Urlaub.

So, nun geht´s aber weiter. Wir wollen doch heute noch bis Frankreich kommen...


11. Juli 2010 Dinkelsbühl – Mulhouse

Heute begann für uns auch mental der Urlaub; wir schliefen bis 8:30 Uhr und standen  eigentlich auch nur auf, weil die Sonne schon wieder unermüdlich auf das Dach des Wohnmobils prasselte. Im Shop des Campingplatzes gab es frische Brötchen, wobei wir keinen Moment zu früh kamen und gerade noch die letzten hellen sowie zwei dunkle Brötchen ergatterten.
In aller Gemütlichkeit räumten wir anschließend wieder alles ins Wohnmobil  und starteten gegen 11 Uhr zur Weiterfahrt. Heute steuerte Doreen unser Gefährt und hatte als erste Aufgaben das Verlassen des Zeltplatzes sowie das Ansteuern der nahegelegenen Tankstelle zu meistern. Aber sie packte das ganz souverän und nachdem auch der Durst unseres Campers gestillt war (immerhin 15,3l/100km) ging es nun wirklich endlich weiter.
Über die A7 gelangten wir zurück zur A6, auf der wir bis zum Kreuz Walldorf fuhren und dann auf die A5 in Richtung Karlsruhe abzweigten. An der Raststätte Bruchsal legten wir unsere Mittagspause ein, die Kinder gingen kurz auf den Spielplatz, suchten aber schon bald wieder einen ruhigen Schattenplatz, denn das Thermometer war bereits wieder auf 36°C geklettert.
Die Weiterfahrt war zunächst ziemlich nervig, denn die Autobahn war in einem recht beklagenswerten Zustand. Folgerichtig mussten wir uns dann bis zum Hochschwarzwald durch eine Reihe endloser Baustellen kämpfen. Erst ab etwa Freiburg im Breisgau konnten wir die Fahrt wieder genießen; zum Glück waren wegen des Sonntagsfahrverbotes wenigstens keine Lastkraftwagen unterwegs…
Gegen 17 Uhr begannen die Kinder, die in der Zwischenzeit ein paar DVD´s und Hörspiele gesehen bzw. gehört hatten, unruhig zu werden und so machten wir noch einen kleinen Stopp mit Pfirsichen und Schokoriegeln. Am Dreieck Neuenburg wechselten  wir auf die A36 und nur wenige Minuten später überquerten wir den Rhein und befanden uns damit  ab sofort auf französischem Boden. Aus dem ADAC-Campingführer hatten wir einen schönen Campingplatz bei Mulhouse herausgesucht, der über einen Pool und freies WLAN verfügte. Die Anfahrt war gut ausgeschildert und so waren wir nach wenigen Minuten auf dem  Camping de l´Ill angekommen.
Wir suchten  uns einen schönen, schattigen Platz, stellten unser Wohnmobil ab und enterten als allererstes den Pool. Die Kinder waren begeistert und auch wir genossen die nach diesem langen Fahrtag wohlverdiente Erfrischung.



Zurück am Wohnmobil schnappte sich Vincent seinen Nintendo und war kurze Zeit später im Spiel versunken. Andreas tippte den aktuellen Tagesbericht, während Doreen bereits das Abendessen vorbereitete. Anschließend wollten wir noch einmal in den Pool springen, aber da dieser nur bis 21:00 Uhr geöffnet war, hatte er gerade eben geschlossen. Die Kinder setzten sich noch ein wenig vor den Wagen des Pizzabäckers, wo einige Leute das Endspiel der Fußball-WM verfolgten, aber auch dieser schloss pünktlich um 21:30 Uhr zu und die Fußballfans mussten sich nach einer anderen Gelegenheit umschauen, um das Spiel zu Ende zu sehen.
Wir brachten daraufhin die Kinder ins Bett und beschlossen den Abend noch mit einer Flasche Wein vor dem Wohnmobil. Ein paar vereinzelte Rufe und Vuvuzela-Klänge in der Ferne verrieten, dass sich beim WM-Finale wohl der Spielstand geändert hat und nach einiger Zeit begann ein Hupkonzert auf den umliegenden Straßen, welches bis spät in die Nacht kein Ende nehmen wollte. Offensichtlich gab es hier wohl einige Holland- oder Spanienfans, die den Sieg ihrer Mannschaft mit einem Autokorso feierten. Wer letztlich gewonnen hatte, erfuhren wir heute Abend nicht mehr, denn das WLAN des Platzes wollte an diesem Abend einfach nicht mehr…

Gefahrene Strecke: 380km
Übernachtung : Eurl Flobrival Camping de l´Ill (24,55€)
Viele Grüße,
Andreas
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*Susan26

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Hallo Andreas,

ein Hoch auf die Neuerungen der Technik ... was würden Eltern ohne DVD und Nintendo bei langen Urlaubsanreisen nur machen ;-) Wie war das denn früher .... sind wir bald da?? :-)

Also: Viva la France :-) ... ich hoffe, dass es französischer Wein war  :drink:
Susan
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*Doreen & Andreas

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Hallo Susan,

normalerweise gibt es bei uns im Urlaub gar kein bzw. nur sehr eingeschränkt Fernsehen. Aber bei so einer Rundreise ist man zwangsläufig viel mit dem Fahrzeug unterwegs, was für die Kinder natürlich langweilig ist. Daher hatten wir schon für unseren Norwegenurlaub den kleinen DVD-Player besorgt, so daß die Kinder während der Fahrt immer mal einen Film ansehen oder eine CD anhören konnten.
Seitdem fordern sie das auf langen Autofahrten (z.B. auch in den Winterurlaub) natürlich ein und es ist nicht einfach (und oft auch nicht sinnvoll), dem auf langen Fahrten nicht nachzugeben. Aber auf der anderen Seite mußten sie dann auch in den Städten oder bei der einen oder anderen Wanderung mitziehen. Nicht, daß auf die Frage, was ihnen denn in Frankreich am besten gefallen hat, die Antworten "Bibi Blocksberg" und "Jim Knopf" kommen  :lol:
Aber nicht alles, was man sich als Erwachsener so ansehen will, ist auch für Kinder gleichermaßen interessant. Ob man da durch Avignon oder Pirna spaziert bzw. durch die Gorge de la Nesque oder das Bielatal wandert ist in Kinderaugen völlig gleich. Da zählt der allabendliche Poolbesuch doch deutlich mehr  :wink: :P

Was den Wein betrifft... ähm... in den ersten Tagen haben wir noch von heimischen Vorräten gezehrt. An diesem Abend war es wohl ein Saale-Unstrut-Wein. Die französichen Weine kommen später  :drink: ... war doch klar, daß Dich das interessiert!
Viele Grüße,
Andreas
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