Altes, Neues, Vergessenes .. und 3 Regenbogen (LA bis Vegas Mai/Juni 2019)

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*Schneewie

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Von diesem Stupa Park habe ich noch nie gehört.
Kann man da so einfach hinfahren?
Kostet das Eintritt?
Wieviel Zeit sollte man einplanen?

Danke.
Gruß Gabriele

*Jack Black

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Vielen Dank für eure Rückmeldungen... da macht das Schreiben gleich viel mehr Freude  :D

Bin auch dabei - aktuell auf Norwegen Kreuzfahrt mit Aida. Sind übermorgen auf den Lofoten, da wollte ich immer schon mal hin.

Wart Ihr schon mal in Laughlin? Wenn man verfrüht nach Las Vegas will (haben wir auch schon gemacht), kann man stattdessen auch ganz gut in Laughlin "vorglühen". Ist alles kleiner und weniger spektakulär, aber Zocken und lecker Essen kann man da auch. Und meistens ist es auch noch deutlich wärmer als Las Vegas (eigentlich kaum zu glauben, ist aber dennoch so) und vor allem viel billiger. Wir hatten da auch schon Zimmer für 20$ pro Nacht, trotzdem in Ordnung (Golden Nugget oder so).

Grüße aus Norwegen, ich freue mich auf den Las Vegas Teil. Wir waren im März/April da, hatten aber offensichtlich besseres Wetter als Ihr im Mai. Joshua Tree haben wir in voller Blüte erlebt.

*usa-rookie

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Von diesem Stupa Park habe ich noch nie gehört.
Kann man da so einfach hinfahren?
Kostet das Eintritt?
Wieviel Zeit sollte man einplanen?

Danke.

Es kostet keinen Eintritt... nur eine Spende (wenn man möchte). Der Park ist sogar auf Google Maps verzeichnet...  :D Bei der Zeit kann man sicher von 20 Minuten bis 2 Stunden (oder länger) veranschlagen. Es ist einfach ein schöner Park... man wandert herum.. findet noch einen kleineren Stupa.. es gibt Bänke und die Atmosphäre ist einfach wunderschön. Ich habe bei dem Besuch gesagt, wenn ich in Sedona wohnen würde, wäre ich jeden Tag hier... sehr inspirierend!

@JackBlack
Uiiiihhh... die Lofoten bzw. Norwegen-Kreuzfahrt... das hört sich super an!
Laughlin waren wir schonmal und ich hatte es auch abgecheckt... nicht ganz so teuer, wie Vegas (klar), aber auch nicht wirklich günstig.. ich glaube Zimmerpreise lagen bei so 150$/Nacht..
Ich hake diese Tour einfach unter dem Stichwort "Lehrgeld" ab.. es war dennoch eine super Tour und das ist schließlich die Hauptsache  :D

*usa-rookie

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21.05.2019 oder 10 Jahre später

Ich habe mir sicherheitshalber den Wecker gestellt, damit ich den Sonnenaufgang nur ja nicht verpasse… das ist aber gar nicht nötig. Durch die geöffneten Gardinen blinzele ich immer mal wieder zu den markanten Felsen.. diese Ausicht lohnt jeden Cent!



Im Tal liegt Nebel und die Wolken machen den Himmel nochmal ganz besonders. Durch die folgende Bilderflut müsst Ihr durch... :)


















Nach vielen Fotos nehmen wir den „self-Drive-Loop“ unter die Räder. Trotz der noch frühen Uhrzeit sind schon einige Leute unterwegs. Wir fahren die Strecke zum wiederholten Mal, aber solche riesigen blauen Blütenfelder haben wir noch nie gesehen. Einfach nur.. Ihr ahnt es bereits – magisch :)




















Wie lange halten die die Felsen, wie Mesa Rain God oder Three Sisters wohl noch? Durch Wetter, Wind und Erosion ist schon ganz schön viel „runtergekommen“… aber wir werden es eher nicht mehr erfahren, sondern fahren gemütlich die Strecke ab und staunen wieder über die besondere Atmosphäre.
























Beim Rückweg kaufe ich an einem der Stände noch eine Kette mit ner Schildkröte für ein langes Leben und Heilsteinen. Da kann dann nix mehr schief gehen. Außerdem erstehe ich noch ein Armband mit Juniper Beeren. Auch schön.
Jetzt gibt’s aber erstmal Frühstück. Für die 12$ extra gibt’s am Buffet, alles was man so braucht.. Rührei, Hashbrowns, Pancakes, Toast, Bagels, süsse Mini-Teilchen usw.




Die Zimmerkarten vom The View sind übrigens auch schick..



Nach dem Check-Out geht die Fahrt weiter Richtung Dead Horse Pont State Park. Dort habe ich für 2 Nächte einen Platz auf dem Campground vorgebucht. Zusammenpacken und alles in den Wagen räumen:







Impressionen auf dem Weg:















Wir wandeln auf unserer weiteren Strecke auf  unbekannten Wegen durchs Valley of the Gods… wooooow. Superschön die ganze Landschaft. Als wir einen Hügel hochfahren und oben am Scheitelpunkt ankommen, machen wir beide nur „ooooohhh und aaaaaahhhh“.. so ein weiter Blick. Einfach nur Wahnsinn. Es handelt sich beim Valley um BLM-Land, was bedeutet kein Eintritt und zelten wäre auch erlaubt und das auch noch für umme.












Zurück zur „Hauptstrasse“ fahren wir weiter über die 261.. ich hatte vollkommen vergessen, daß die im weiteren Verlauf zum Moki Dugway wird! Ist ja auch auch schon ein paar Jahre her, daß wir das letzte Mal hier entlanggefahren sind.
In vielen Kurven windet sich die gravelroad nach oben.. immer wieder mit beeindruckenden Ausblicken. Und wieder ein Woooow!







Die wilde Fahrt führt vorbei an allerlei Fleckvieh… open range heisst das dann. Gelesen haben wir das schon oft, aber selten das dazugehörige Weidevieh gesehen. Die Kälbchen haben wohl gerade eine Schulung… Mama-Kuh: „und das kleiner Nepomuk ist ein Auto…“ Genauso gucken sie jedenfalls :laugh: :laugh:




Patrick ist es langweilig.. ich habe schon soviel unnützes Wissen aus Reiseführer und Tourplaner rausgehauen, daß quasi keine Buchstaben mehr drin sind. Zum Glück sind es bis Moab nur noch 75 Meilen und ich präferiere als Berieselung auch wieder die guten alten 80s on 8. Da wird lauthals bei „Footloose“, „born in the USA“ und „Summer of 69“ mitgesungen.. und um 16 Uhr kommt..?? Naaa? Rischdisch „Mr. Roboto“.

Es ist schön sonnig während am Horizont die Wolken regelrecht auszulaufen scheinen. Sowas hab ich in Deutschland noch nicht gesehen… oder nicht bewusst drauf geachtet.
Zwischendurch wieder ein „pling“ bei 39°F (4°C).. hmm fahren wir etwa geradewegs auf die Wolkenwand zu?
Bei Hole-in-the-rock geht jeder nochmal aufs Klo...










... bevor wir in dem kleinen Supermarkt in Moab Grillkohle und frisches Brot einkaufen. Auf dem Parkplatz pustet wieder ein ganz schönes Lüftchen und auch ein leichter Regen macht sich unangenehm bemerkbar. Vom Hasen höre ich ein brummelndes „geh davon aus, daß dies das letzte Mal Camping  mit mir ist“. Ach herrje, die Laune ist mittlerweile mindestens so unterkühlt, wie die Außentemperaturen :unsure:

Es geht zum Campground des Dead Horse Point SP, wo man erfreulicherweise mit der Reservierung keine Entrance Fee mehr entrichten muss. Es geht aufwärts.. B)

Und es hat auch aufgehört zu regnen. Na bitte, geht doch... Leider liegt unser Zeltplatz etwas ungünstig, denn das Auto muss ein Stück weg geparkt werden. Grundsätzlich kein Problem, wenn die Pumpe für unser Airbed nicht mit dem Zigarettenanzünder vom Auto betrieben werden würde.

Na ja, erstmal Zelt aufbauen.. das geht auch recht fix.




Am Auto dann Luftmatratze aufpusten lassen. Zwischendrin frage ich mal ganz unbedarft „wie soll eigentlich die 1,50m breite Matratze durch den Zelteingang passen?“

Uuuups… nun ja.. wozu hat man einen SUV.. ? Von der anderen Seite liegen als Abgrenzung nur ein paar trockene Äste.. also den Weg etwas freiräumen und verbotenerweise den Wagen heran manövrieren. Das Kabel reicht trotzdem nicht bis zum Zelt heran. Also Heringe wieder raus und das Zelt so heranschieben bzw. drehen, bis es endlich geht.
Das Nachtlager in der Villa Grässini II ist gerichtet. Jetzt erstmal ein Bier. Sogar die Sonne blitzt hinter den Wolken hervor. Aber es ist ziemlich kühl… gerade mal etwas über 50°F (um die 10 Grad°C) und der Feuerring ist auch meilenweit vom Sitzplatz weg, sodaß aufwärmen eher schwierig ist. Aber es wird nicht gemeckert, sondern die Grillkohle mitsamt Verpackung entfacht (das gehört so) und Brot fürs Abendessen geröstet.



Zum Aufwärmen fahren wir noch ein bisschen im Auto rum.. natürlich zum Aussichtspunkt des Dead Horse Point… Woooow… der Blick auf den Colorado ist hier echt wunderschön. Außerdem kommt mir alles so neu vor… Parkplätze, Restrooms, viele Picknickplätze. Hier sind die 20$ Eintritt gut angelegt worden. Ziemlich genau vor 10 Jahren waren wir hier zum letzten Mal.. aber für Nostalgie bleibt nicht viel Zeit..















Es fängt an zu regnen und so fällt Sonnenunterang-Gucken buchstäblich ins Wasser. Patrick klappert vor Kälte regelrecht mit den Zähnen…  :ohmy:

Also dann, 3 Pullis, dicke Strümpfe und 2 Hosen anziehen, Zähne im Waschhaus putzen und ab ins „Hotel“.




Meilen 243
Dinner: Bestand aus der Kühltasche
Fazit: Diese Landschaft flasht mich immer wieder und wird das Wetter nochmal besser?

*RedZed

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Kuckuck Romy  8)..... Wetter besser? Ich war zweimal im Monument Valley und zweimal hat es morgens in Strömen geregnet - ich bin sooooo neidisch auf den Sonnenaufgang von der Terasse der Cabin!
Schön, dass Du noch immer brav Reiseberichte schreibst, seit ich mit meinen Mädels unterwegs bin, habe ich dafür keine Zeit mehr  :(. Aber immerhin - am 11.7. geht es wieder los  :)
97 Never as good as the first time
99 California Love
01 Big Apple, South & Sunshine
04 Memorials & Legends
05 Best of SouthWest
06 Into the great wide open
07 Forces of nature & Winter Sunshine
10 Rough Road Rookies on the move
12 & 13 FL
14 CCC

*Schneewie

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Danke für die Infos zum stupa Park.


Gesendet von iPad mit Tapatalk Pro
Gruß Gabriele

*usa-rookie

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Hallo Sascha.. das ist ja schön,  dass Du dabei bist..

Hier gibts dann auch gleich mal ein paar bewegte Bilder fürs "Mitfahr-Feeling"


*EDVM96

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Kia Sportage?

*usa-rookie

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Kia Sportage?

Yep.. war vollkommen ok für uns :)

*EDVM96

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Ich liebe dieses Auto - fahre es selber in DE ..   :wink:

*miwunk

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So, jetzt habe ich die gesamten letzten Tage in einem Rutsch nachgelesen. :lol:
Dein Schreibstil gefällt mir, ich habe ein paar mal herzlich lachen müssen.
Schade, dass Ihr im Joshua Tree nicht wild gecampt habt, das ist sooooo schön dort.

Eine technische Frage habe ich noch: wie machst Du das mit den Fotos? Ich meine die Fotos, auf denen der Vordergrund scharf und farbig ist und der Hintergrund verschwommen und schwarz/weiss?? Sowas habe ich noch nie vorher gesehen. Aber das sieht so interessant aus!



*Anne

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Der letzte Tag ist umgekehrt zu unserem  - ein paar Tage zuvor.
Wir sind allerdings hmmm im bequemen Vacation Rental untergeschlüpft. Bequeme Matratzen, die nicht aufzupumpen waren... Bei den Temperaturen auch bei uns eine erstklassige Wahl.

Am Moqui Dugway kam das Unwetter herunter. Gespenstisch. Aber spannend.

Wir haben aber früher viel gecampt. Auch nur mit der dünnen grünen Isomatte... die fanden wir nicht mal unzumutbar damals.

Macht Spaß mit Euch.


*usa-rookie

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Zitat
Eine technische Frage habe ich noch: wie machst Du das mit den Fotos? Ich meine die Fotos, auf denen der Vordergrund scharf und farbig ist und der Hintergrund verschwommen und schwarz/weiss?? Sowas habe ich noch nie vorher gesehen. Aber das sieht so interessant aus!


Herzlich willkommen zur Romy-Show Miwunk  :D
Das mit dem Bildern....  :lol: erstaunlich was Smartphones heutzutage können...  :P Es ist ein "Feature" von meinem neuen Samsung S10, das ich ein paar Tage vorm Urlaub bekommen habe... die Funktion nennt sich "Live-Fokus" und man kann auch den Anteil des schwarz-weissen Anteils verändern... nur der Vordergrund darf höchstens 1,50m weg sein...

@Anne
Ich bin ein "Campingkind"... also früher mit der Familie immer im Zelt und/oder Wohnwagen unterwegs. Der erste Urlaub vom Hasen und meiner Wenigkeit war auch ein Zelturlaub.. in Südfrankreich auf solchen Isomatten :) Danach wollte Patrick nicht mehr campen... bis wir 2009 durch die "üblichen" NP's gefahren sind... da hat er von Yosemite, Joshua Tree usw. nicht genug kriegen können. Vor allem vom Sternenhimmel... dieses Mal hat uns halt das Wetter nen Strich durch die Rechnung gemacht :(


LG Romy

*usa-rookie

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22.05.2019 oder geben wir jetzt auf….?

Kalt, kalt, kalt und nochmal kalt… während heftige Regenschauer des nachtens auf unser Heim auf Zeit herniedergingen, hab ich gedanklich Petrus himself vor’s OWG (oberste Wettergericht) gezerrt. Dafür braucht man sicher nen guten Regen- und Wind-Anwalt. Da trifft es sich gut, daß unser Traveldonkey in der Stofftiergewerkschaft ist ;)

Ich habe gefühlt nicht eine Sekunde geschlafen.. beim nächtlichen Gang zur „Getränke-Rückgabe“ haben wir festegestellt, daß unser Zelt nicht nur aussen, sondern auch innen klatschnass ist. Ob jetzt von eindringender Feuchtigkeit, ausdünstendem Schweiss (wo soll der bitteschön herkommen?) oder feuchter Atemluft.. wer weiss das schon.. ich frage mich jedenfalls, ob es jemals wieder trocknet.
Aufstehen will ich aber auch nicht… denn außerhalb vom Schlafsack herrschen gefühlte Minustemperaturen.



Aber gegen 6.30 Uhr krabbeln wir dann doch raus. Hey, im Klo- und Waschhäuschen gibt’s Fußbodenheizung. Wieso haben wir unser Zelt nicht hier aufgeschlagen? Oder sind wenigstens mitsamt Schlafsack hierher gezogen?



Wir beschliessen ob der 6°C Außentemperatur erstmal in einer warmen Location zu frühstücken. In Moab gibt’s ein McCafé, wo es bekanntermaßen auch WiFi gibt.



Ich will mal sehen, wie die Wetteraussichten für die nächsten paar Tage aussehen… oh je… nicht gut, gar nicht gut. Auch für den bereits reservierten Fruita Campground im Capitol Reef sind Schauer und Tageshöchsttemperaturen von 11°C vorhergesagt.
Jetzt reicht’s mir… Regengott, Petrus, Buddha oder wer oder was auch immer… Vegas hat den Kampf gewonnen (obwohl dort aktuell auch bloss um die 20°C herrschen). Ich checke unsere Angebote bei MLife und siehe da, die Herren Metro, Goldwyn und Mayer locken uns mit umsonst-Nächten ins edle Delano. Wer kann dazu schon nein sagen?

Es ist Zeit für Vegas-Mucke… zu Margaritaville von Jimmy Buffet düsen wir Richtung Fisher Towers… wenigstens noch eine Wanderung vor der Stadt der Sünde…
Obwohl wir schon zweimal im Arches waren, hat es uns noch  nie zu den Towers verschlagen.. die liegen außerhalb auf BLM-Land und damit, wie schon beim Valley of the gods… kein Eintritt und free camping. Schon die Anfahrt am Fluss vorbei ist sehr nett und als wir am Trailhead ankommen, bin ich sehr beeindruckt!









Wir laufen ca. eine Stunde fast allein durch diese herrliche Landschaft… mit dem aufziehenden Nebel ist es wahrlich magisch. Vor meinem geistigen Auge sehe ich Trolle, Feen und …. Hups, tröpfelt es da etwa? Wir haben eben beschlossen, umzudrehen, weil es bis Vegas noch ein heftiger Ritt ist, als die tiefhängenden Wolken zeigen, was sie können.















Es ist trotz dem Regen mystisch und irgendwie… ja, echt toll… aus Rinnsalen werden Bäche und diese wiederum füllen sich in rasender Geschwindigkeit… von den umliegenden Felsen ergiessen sich wahre Fluten. Jetzt kann ich mir auch vorstellen, wie die gefürchteten „flashfloods“ entstehen. Hagelt es jetzt etwa noch? Das Wetter lässt echt nix aus..





Der kleine Trampelpfad hoch zum Parkplatz ist fast verschwunden und quasi einem Fluss gewichen.. irgendwie schaffen wir es ins Auto. Klatschnass… bis auf die Strümpfe und Unterwäsche. Zum Glück hab ich wenigstens noch ein trockenes Shirt für den Hasen und ein Jeanshemd für mich greifbar. Ok, Utah DAS war mal ein Rausschmeisser!



Aber auch wenn das Ende jetzt etwas abrupt  kam, die Fisher Towers sind wahrhaft märchenhaft. Am Ufer kann man campen und im Fluss raften..






Nun muss auch noch unser Zelt abgebaut werden. Hoffentlich regnet es wenigstens auf dem Campground nicht.
Nee, regnen nicht – dort geht gerade ein Gewitter runter. Ich renne zum Zelt, um unsere Habseligkeiten raus zu zerren (Schlafis, Handtasche, Kühltasche), während ich über die Schulter dem Hasen die Schlafsäcke zu werfe *donnerkrach*
Ventil vom Airbed aufmachen *nochmehrRegen*… das Nachtlager rauszerren und im Unterstand die Luft rauspressen..



während Patrick fix die Heringe aus dem Boden zieht. Da hört es schlagartig auf zu regnen, als ob der Wettergott uns doch noch versöhnen will. Das war übrigens unser Nachbar... ich bin ja immer sehr beeindruckt von diesen rollenden Wohnungen..




Das zusammengepackte Zelt ist zwar nicht mehr soooo nass, aber wir haben festgestellt, daß es für uns eindeutig zu klein ist. So hatte ich beim Zusammenpacken verkündet, daß es sicher im Koffer/Auto schimmeln würde und daher beim Müllcontainer landet. Aber Patrick will es auf einmal gar nicht mehr hergeben… wir können es ja in Vegas im Hotelzimmer trocknen, meint der Campinghase. Hat der jetzt Fieber?
Ich schreibe einen netten Zettel, den ich an dem gerade mal zweimal genutzen Teil befestige und lege das ordentlich zusammengelegte Zelt in der Nähe der Waschhäuser ab. Vielleicht braucht einer ja ein Zweit-Zelt.

Die nassen Klamotten breiten wir zum Trocknen im Auto aus.. noch ein Päckchen Lunchables in den Fahrgastraum holen und los geht’s Richtung Sin City.
Das Wetter ist auch auf den ersten Meilen mit allem vertreten… Am Rand liegt noch weisser Graupel, ein Stück weiter scheint die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel und in der Ferne sieht man wieder dunkle Wolken.





Die Wetterkapriolen begleiten uns auch noch weiter. Kurz hinter Ausfahrt Kanab schneit und graupelt es sogar heftig.



In Beaver versorgen wir den Kia wieder mit dem flüssigen Lebenssaft und uns selbst mit Vorräten aus der Kühltasche. Wir haben noch soviele Futteralien, daß wir 3 Tage ohne Essen zu gehen auskommen können.
Die Temperaturen unterwegs liegen beständig im unteren Bereich… gerade als denke „man könnte ja noch zum Zion NP“ macht der Kia wieder „pling“ und scheint die Zunge raus zu strecken.
Pünktlich an der Staatsgrenze zu Nevada spielt 80s on 8 Guns’n’roses mit „sweet child o mine“ und seit St. George haben wir wenigstens die 60°F geknackt. Also ca. 15°C.. Impressionen..









In Vegas dann immerhin 18°C.. bewölkt, aber alles egal… jetzt sind wir in „unserer“ Stadt.










Wir fahren im Delano vor und checken in unserer Scenic Suite ein. Ein tolles Teil. Ich mag ja den Duft im MB schon sehr gern, aber im Delano ist alles nochmal ein bisschen edler und exclusiver.






















Beim Einchecken gibt's noch ein "Goodie"... als MLife Member gibt's die Auswahl zwischen einem kostenlosen Besuch im Secret Garden, Shark Reef oder NYNY Achterbahn.. Entertainment ist gesichert:



Wir richten uns kurz im Zimmer ein, was bei uns heißt „Klamotten im ganzen Raum verteilen“ dann duschen und raus in die Nacht.
Jetzt muss es doch erstmal was „anständiges“ zu essen sein. Um 21 Uhr ist die Auswahl nicht mehr ganz so groß. Fleisch? Yep! Ab ins Outback. Die haben jetzt Tablets auf dem Tisch, damit man selbst bestellen kann. Die Karte ist auch ganz anders, als früher. Aber zum Glück gibt’s sowohl das dunkle Brot, als auch „meine“ Aussie Cheese fries noch.





Dafür ist Patricks heißgeliebtes Steak-Special nicht mehr zu bekommen und so ordert er einen schnöden Burger. Eigentlich ist man schon nach den mit Käse überbackenen Fritten pappsatt..
Mit der Tram geht’s zurück und zum Zocken ins Mandalay.. 1 Cocktail geht auch noch und der Wetterbericht verspricht ab dem Wochenende warmes Wetter. Yipppiiieeeehh.





Meilen 555 (davon 476 für die Strecke nach Vegas)

Fazit: Wetterkapriolen verfolgen uns dieses Jahr… die Flucht in wärmere Gefilde ist da quasi zwangsläufig

*usa-rookie

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