Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010

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*Tinerfeño

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Hallo,

ich befinde mich gerade bei der Bearbeitung meiner Fotos vom meiner mittlerweile vierten USA-Reise. Da ich auf RAW umgestiegen bin, zieht sich das ganz schön in die Länge und als Abwechslung ist in mir die Idee aufgekommen, doch zwischenzeitlich einen Reisebericht zu schreiben. Die vierwöchige Reise begann in Miami, führte durch den Süden Floridas und den Nordwesten der USA und endete in Vancouver, Kanada. Nicht nur die Dame am Check-In in Düsseldorf fand meine beiden One-Way-Tickets (Düsseldorf-Miami / Vancouver-Düsseldorf) in dieser Kombination interessant - eventuell gehört auch ihr dazu? Ich versuche, möglichst täglich von einem Tag zu berichten. Leider hatte ich die Tage nicht vor Ort protokolliert, sodass ich rein aus dem Gedächtnis und nach den gemachten Fotos schreibe.

Mit dabei war meine geliebte Nikon D80 mit einem Sigma 10-20 mm HSM, Sigma 17-70 mm mit Polfilter und einem Nikkor 70-300 VR. Aus etwas über 3100 Fotos möchte ich euch im Rahmen dieses Berichts natürlich eine Auswahl nicht vorenthalten.
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*metalbishop

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #1 am: 06.11.2010, 14:27 Uhr »
Da bin ich natürlich dabei! Hört sich spannend an  :D und auf die Fotos bin ich auch schon sehr gespannt!

*Tinerfeño

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #2 am: 06.11.2010, 16:09 Uhr »
Irgendwie müssen Semesterferien ja gefüllt werden. 5 Wochen Pakete-Ausfahren im Juli und August waren zuvor noch einmal nötig, um mir diese Alleinreise einigermaßen leisten zu können. Irgendwann kam dann der Abflugtag immer näher und die Aufregung stieg. So südlich wie Miami war ich bisher noch nie - Angies Heimat war bisher das südlichste, was ich bereist hatte.

1. Tag: 02.09.2010

Frühes Aufstehen ist heute angesagt. Der Koffer und Rucksack wurden schon am Vortag gepackt. Mein Vater, der netterweise mit mir so früh um 4:45 aufgestanden ist, bringt mich zum nahegelegenen Bahnhof, von wo aus es ins ca. 4 Stunden entfernte Düsseldorf geht. Der Flug geht erst am frühen Nachmittag, aber ausreichend Puffer ist ja gerade bei einer Bahnanreise Pflicht! Knappe drei Stunden vor Abflug war ich auch schon vor Ort und dachte mir "heute hast du doch alles dabei". Im letzten Jahr wollten sie bei KLM beim Check-In nämlich meine ESTA-Nummer sehen, welche ich nicht dabei hatte. Das war dann mit ein wenig Telefoniererei und Stress verbunden, weil ich die Nummer zu Hause auf meinem PC abgespeichert hatte. Dieses Jahr ist es bei AirBerlin anders. Meinen ausgedruckten ESTA-Antrag will keiner sehen, dafür ist die Angestellte am Schalter etwas ratlos bei meinen beiden One-Way-Tickets, wobei der Heimflug aus Kanada und nicht von den USA aus angetreten wird. Nachdem ich ihr erklärt habe, dass ich mit dem Zug nach Kanada einreise bzw. aus den USA ausreise, schaut sie noch bedenklicher und fragt mich nach einer Reservierung, die ich ihr vorlegen kann. Glücklicherweise habe ich einen Ausdruck der Reservierung von Amtrak dabei, die meine Fahrt von Seattle nach Vancouver bestätigt. Zufrieden druckt sie mir dann die Bordkarte aus. Ich weiß echt nicht was gewesen wäre, wenn ich die Bahnreise erst vor Ort hätte buchen wollen und nichts hätte vorweisen können. Im Zweifelsfall hätte ich wohl schnell vor Ort im Internet einen Flug gebucht...

Die Sicherheitskontrolle verläuft einfach und schnell. Aber stickig ist es im Düsseldorfer Flughafen. Wie froh ich doch bin, bald wieder in A/C-Country zu sein  8)
Angenehm ist auch, dass keine zusätzlichen Fragen beantwortet werden müssen, wie ich das von meinen früheren USA-Flügen her kenne.

Ein Blick aus dem Fenster am Gate:


Ca. zwei Stunden warten ist jetzt angesagt. Eine letzte Flasche deutsches Wasser kaufe ich mir noch (zu überteuerten Gate-Preisen), damit ich den Flug gut überstehe ;) .

An Bord ist es wie erwartet eng, aber ich habe Gott sei Dank einen Fensterplatz. Da die Maschine nicht ausgebucht ist, bekomme ich auch keinen Nachbarn, sodass ich zwei Plätze für mich beanspruchen kann. So fliegt es sich auch mit AirBerlin gut! Das wird mein bis zu diesem Zeitpunkt längster Flug, da ich bisher hauptsächlich Umsteigeflüge oder Flüge bis maximal an die nördliche Ostküste genießen durfte.



Irgendwann verändern sich die Wolkenformationen deutlich - so, wie ich es nur selten sehe. Man merkt, dass man in wärmere Gegenden fliegt...

...und sieht es auch - Die Bahamas! Da würde ich gerne mal kurz landen und mich umschauen:


Florida und mein Lieblingsland rücken immer näher. Irgendwann taucht die Ostküste Floridas auf, wir fliegen einen großen Bogen, sodass man aus dem Fenster die Weiten von Floridas Sumpfgebieten zu Gesicht bekommt. Eine sehr sehr unwirkliche Gegend - insbesondere, wenn man wenige Minuten später in einem dicht besiedelten Gebiet landet. Es ist später Nachmittag, bewölkt und es tröpfelt, soweit ich das aus dem Fenster beurteilen kann.

Der Flughafen Miami wirkt freundlich. Auf dem Weg zur Immigration läuft heitere südliche Musik im Hintergrund. Die Immigrationshalle ist im Vergleich zu anderen Flughäfen, an denen ich zuvor eingereist bin, deutlich touristischer orientiert. Auf Bildschirmen wird einem noch einmal sehr detailliert der Einreiseprozess vorgeführt. Nachdem ich dem strengen Einreisebeamten dann noch erklärt habe, dass ich auch Kreditkarten neben meinen fiktiv angegebenen 2000 USD Cash dabei habe, darf ich nach einem Foto und den obligatorischen Fingerabdrücken passieren. Tja, sagt niemals, dass ihr euch eurer Reise durch Paketausfahren finanziert habt  :lol:

Ich schnappe mir den Koffer vom Band, bemühe mich zum Ausgang/Ground Transportation und werde natürlich im dicken Winterpullover sofort von der entgegenkommenden Hitze überrollt. Nein, denke ich mir - einen Bus suchst du dir jetzt nicht mehr. Ich nehme mir das erstbeste Taxi und lasse mich bequem in mein Hotel in South Beach fahren. 42 USD hin oder her - man ist ja im Urlaub :-)



Die Gegenden, durch die wir fahren, sind einfach für mich als Norddeutscher so exotisch, dass ich vor Reizüberflutung gar nicht mehr weiß, was ich hier eigentlich mache  :lol:

Zunächst denke ich nur eins: Erstmal raus aus diesen Wintersachen, Zimmer beziehen und South Beach erkunden.

Mein Hotel "Cavalier" im Art-Deco-Viertel in South Beach, Miami Bach:





Mit kurzen Sachen gehts dann durch die angenehm kühlen Flure raus ins Geschehen. Das Rauskommen aus dem Hotel kann man etwa mit der Situation vergleichen, dass einer einem einen nassen warmen Waschlappen ins Gesicht klatscht. Sowas hab ich in der freien Natur bisher noch nicht erlebt - höchstens im Schwimmbad. Aber genau wegen dieser Erfahrung wollte ich auch unbedingt im September einmal nach Florida: Tropische Hitze, ohne gleich in den Urwald fahren zu müssen ;-)

Zuerst geht es durch den nur auf der anderen Seite der Straße liegenden Lummus Park an den herrlichen Strand. Die Sonne geht schon bald unter, aber ein paar Fotos sind es dann doch noch im Hellen geworden:



Bei Einbruch der Dunkelheit gehe ich schonmal ein wenig den Ocean Drive hinunter. "Hierfür brauchst du ein Stativ", denke ich mir und hole mir das noch schnell aus meinem Hotelzimmer. So beginnt der erste Abend gleich mit Nachtaufnahmen:


Lummus Park / Ocean Drive


Tinerfeño leibhaftig am bekannten Colony Hotel :-)



Die Stimmung und Musik, die aus den diversen Restaurants und Kneipen klingt ist einfach großartig. Ich schlendere noch ca. ein bis zwei Stunden in der Umgebung herum, kaufe mir in einem im Art-Deco-Viertel wirklich schwer zu findenen Lebensmittelgeschäft etwas zu trinken und mache mich auf den Rückweg ins Hotel. An Schlafen ist hier allerdings leider nicht zu denken, denn es wird bis weit nach Mitternacht laut gefeiert und Musik gespielt, was deutlich in meinem Zimmer zu hören ist. Das Nachbarhotel hat dermaßen laute Klimaanlagen und diese sind die ganze Nacht deutlich zu hören. Ein erster Tag mit verrückten Eindrücken endet hiermit. Am nächsten Tag erkundige ich Miami Beach :-)
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*Angie

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #3 am: 06.11.2010, 16:33 Uhr »

Hi!

Es wurde wirklich Zeit, dass du in südlichere Gefielde kommst, als ich wohne :wink:

Was ich persönlich immer sehr schätze, ist ein Foto vom Reisebericht-Autor - so wie du es jetzt auch getan hast :daumen:

Deine Nachtaufnahmen sind toll geworden, Respekt!
Ich bin schon sehr auf die weitere Reise und natürlich auch auf die Fotos gespannt :D

Viele Grüße,
Angie

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*sil1969

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #4 am: 06.11.2010, 17:58 Uhr »
Na, jetzt ist ja noch schön Platz, da steig ich gleich mit dazu.
LG Silvia
LG Silvia

*Tinerfeño

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #5 am: 06.11.2010, 19:25 Uhr »
Weiter gehts:

2. Tag: 03.09.2010

Die erste Nacht in Miami Beach war sehr kurz. Wie üblich am ersten Tag bin ich auch schon um 5:30 hellwach und baue ein Skype-Gespräch zu den Daheimgebliebenen auf, die schon fast beim Mittagessen sind. Auf alle Fälle soll es jetzt erstmal zum Schwimmen gehen. Die Badehose wird herausgesucht, Wertsachen im Safe deponiert und ab zum Strand. Unglaublich - so früh am Morgen und trotzdem kommt man schon schweißgebadet am Strand an. Jetzt wird es spannend: Das erste Mal Baden im Meer mit karibischen Temperaturen. Bisher kannte ich eher nur kalte Gewässer wie die Nord- und Ostsee, den frischeren Atlantik/Pazifik oder das Mittelmeer. Aber das hier ist was völlig anderes - die reinste Badewanne. Herrlich! Das Frühschwimmen macht wirklich Spaß, den Strand hat man fast komplett für sich.
Da ich allein unterwegs bin, nehme ich natürlich die Kamera nicht mit an den Strand, wenn ich vorhabe, ins Wasser zu gehen. Also gehe ich erst nochmal zurück ins Hotel, Dusche ausgiebig und mache mich bereit für ein paar Fotos am Strand, wo die Sonne kurz zuvor aufgegangen ist:








Im Lummus Park sieht man viele, die noch auf Parkbänken nächtigen. Bei dem Klima wenigstens nicht ganz so unangenehm ;)

Irgendwann knurrt dann aber auch doch der Magen und ein ausgiebiges Frühstück muss her. Ich entscheide mich für ein typisch amerikanisches Frühstück im Hotelrestaurant, welches wie es zu erwarten war, sehr lange anhalten wird:



Butter und Eiswürfel schmelzen in der Hitze unheimlich schnell weg und so langsam wird mir klar, auf was ich mich hier eingelassen habe. Es ist gerademal kurz nach 9  :lol:

Was macht man nun an einem ersten Tag in South Beach? Na klar, ein Rundgang durchs Art-Deco-Viertel am Tage steht jetzt an. Im Hotelzimmer trage ich nochmal dick 30er-UV-Schutz auf, der hier bei mir ähnlich wirkt wie 5er-Schutz zu Hause  :lol: - und los gehts. Die Art-Deco-Hotels werden von der Sonne angestrahlt, sodass dies die Perfekte Zeit ist, den Ocean Drive entlangzugehen. Es dauert nicht lange, da wird man unter anderem in die 1930er-Jahre zurückversetzt:





Insgesamt gefällt mir der Ocean Drive am Abend noch besser. Vormittags ist hier nicht sonderlich viel los. Der weitere Weg wird mich nun in den Stoneman Douglas Ocean Beach Park, Pier und South Pointe Park an der Südspitze Miami Beachs führen. Unterwegs hat man immer wieder schöne Blicke auf den Strand. Es ist einfach wie im Paradies:




South Pointe Park - Hier kann man den ersten Blick auf die Skyline von Downtown Miami erhaschen.

Bis etwa Höhe MacArthur Causeway gehe ich noch an der Marina im Südwesten von Miami Beach entlang und gelange durch ansprechende und weniger sehenswerte Wohngegenden im Inselinneren zum Flamingo Park, der allerdings nicht sonderlich interessant ist:



So ein Spaziergang im Spätsommer in Südflorida kostet schon so einiges an Kraft und Getränken und gegen Mittag ruhe ich mich zunächst ein wenig im Hotelzimmer aus, bevor ich dann später Richtung Norden aufbrechen werde. Mein grobes Ziel soll das Fontainebleau Hotel in Mid Beach sein, das ich aus einem 80er-Jahre Bud Spencer und Terence Hill-Film kenne. Diesen Drehort will ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Nettes USPS-Office:



Zunächst gehe ich ein wenig am Strand entlang und treffe auch nach einiger Zeit auf einen schönen Boardwalk, den es natürlich "abzuwandern" gilt :-)







Da ich mir vorher nicht genau auf der Karte angesehen habe, wo dieses Hotel genau ist bzw. das in meinem Reiseführer nicht genau eingezeichnet ist, erweist sich die Tour als sehr sehr anstregend und nahezu unendlich, aber ich genieße es. Auf der linken Seite wechseln Ruinen mit 60er-Jahre-Hotel-Klötzen ab, auf der rechten Seite wiederum ist ständig der Ozean im Blickfeld. Irgendwann erreiche ich auch das Fontainebleau, wobei ich mir hier die ansprechende Lobby und die Außenfassade ansehe:



Nun steht allerdings auch wieder der Rückweg an. Die Straßenseite des Hotels (Collins Ave) ist äußerst ungemütlich, sodass ich mir für den Rückweg wiederum den Boardwalk in die andere Richtung entscheide. Das nächste Ziel: Holocaust Memorial. Auf dem Weg werde ich unter anderem von besorgten Amerikanern auf meine angeblich verbrannte Haut angesprochen. Ich solle doch lieber morgen nicht an die Sonne gehen... usw... ich male mir schon aus, wie ich wohl aussehen muss. Einen Spiegel habe ich ja nicht parat. Nunja, die Sonne wird gegen späten Nachmittag eh von Wolken abgelöst und etwa in Höhe des Jackie Gleason Theatres fängt es an zu regnen. Ca. 20 Minuten stelle ich mich dort unter und warte ab - meine Füße spüre ich schon kaum mehr, aber das Holocaust Memorial soll heute noch drin sein. Mir wird immer mehr klar, das diese Stadt eine Autostadt ist - die Wege sind einfach unendlich lang. Beton über Beton, entlang am Convention Center gehts nun und irgendwann erreiche ich das Holocaust Memorial, das in der Abendsonne, die wieder herausgekommen ist, glänzt:





Mir war bisher gar nicht bewusst, dass sich hier eine so große jüdische Gemeinde befindet!

Auf dem Rückweg gehe ich in einer kleinen Pizzeria an der Collins Ave essen und erreiche dann irgendwann völlig tot mein Hotel. Nachdem ich den Rucksack abgenommen habe, kann ich mich plötzlich kaum mehr bewegen -> solch einen Muskelkater habe ich im Rücken! Fast unerträglich, aber man ist schließlich in Amerika... da muss man mal die Zähne zusammenbeißen. Nach einem weiteren Bad im Meer beende ich den Tag am wiedermal stimmungsvollen Ocean Drive.

Morgen gehts dann weiter mit einem Besuch von Downtown Miami per ÖPNV  8)
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*sil1969

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #6 am: 06.11.2010, 19:35 Uhr »
Da hast du aber schon ein paar schöne Bilder machen können!
LG Silvia

*tom2go

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #7 am: 06.11.2010, 23:55 Uhr »
Da steig ich doch schnell noch mit ein!

Super Fotos, freue mich auf mehr!

Tom

*Palo

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #8 am: 07.11.2010, 03:23 Uhr »
Bin auch dabei :D


Gruß

Palo

*zimmerfrau

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #9 am: 07.11.2010, 10:10 Uhr »
Na da ist doch auch noch Platz für mich, wir sind ja schließlich noch zu Fuß unterwegs.

Super - freue mich auf die ÖPNV Fahrt nach Downtown Miami, das Abenteuer haben wir nämlich vor 2 Jahren auch unternommen und sind bis Coconut Groove. Dann haben wir es mit Fahrrädern gewagt und glatt ist mein Mann auf dem Gehsteig angefahren worden - Gott sei Dank, war nur das Rad verbogen.

Die Wolkenbilder sind meine Favoriten!  :groove:

Gudrun

*merengue

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #10 am: 07.11.2010, 10:17 Uhr »
Hallo,

ich bin auch dabei. Scheint eine interessante Tour zu werden, mit tollen Bildern. :popcorn:

gruss
Merengue

*sarahbonita

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #11 am: 07.11.2010, 10:23 Uhr »
So, da mein Bericht schon fast zu Ende ist, habe ich wieder Zeit, bei dir auch mitzufahren.

Liebe Grüsse
Sarah

*Tinerfeño

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #12 am: 07.11.2010, 18:05 Uhr »
Das freut mich, dass jetzt noch einige dazugestoßen sind. Einen Tag müsst ihr noch überwiegend zu Fuß mitreisen!

3. Tag: 04.09.2010

Der Tag beginnt heute ein wenig später als gestern. Man gewöhnt sich bei 6 Stunden ja recht schnell an die Zeitumstellung. Wie am Vortag gehts vor dem Duschen gegen 7 erstmal runter zum Strand und ins Meer. Wenn man schonmal in Florida ist, soll die ganze Reise ja nicht nur aus Sightseeing sondern auch ein wenig aus Erholung bestehen. Mein Frühstück nehme ich diesmal in einem Nachbarhotel am Ocean Drive ein. "Breakfast Pizza" klingt sehr interessant - eine Pizza belegt mit typischen amerikanischen Frühstücksutensilien - das probiere ich natürlich aus  :lol:.

Gegen 9 mache ich mich dann auch auf zur Bushaltestelle am Lincoln Road. Mir ist ein durchgehender Bus wichtig, doch das ist auch kein Problem. Da Samstag ist, hoffe ich, dass Busse in ausreichender Anzahl fahren. Ein wenig Wartezeit vertreibe ich mir mit dem Beobachten eines Obdachlosen, der gerade von einer Polizistin geweckt wird, weil er die ganze Parkbank für sich beansprucht 8). Nach einigen Minuten kommt auch der Bus, zwei Dollar bezahlt und los gehts. Einmal quer durch den südlichen Teil von Miami Beach mit vielen Stopps gehts über den MacArthur Causeway (Brücke) Richtung Downtown Miami. Zunächst gehts ein wenig durch die Hafengegend, wo ich theoretisch hätte aussteigen können - ich entscheide mich aber für die Endstation in der Nähe des Miami-Dade Cultural Centers, wo ich mich ein wenig umschaue.


Ryhthm of the Train

Um mir einen Überblick über Downtown zu verschaffen, steige ich vor Ort zunächst einmal in den kostenlosen Metromover, eine erhöhte Monorail, die unter anderem in einer Kreisfahrt einmal rund um das Wichtigste von Downtown Miami fährt. In dieser Bahn komme ich mir sehr sicher vor, denn es fährt immer ein Wachmann mit, der an fast jeder Station den jeweiligen Waggon wechselt. An der Station College/Bayside steige ich nach der Hälfte der Rundfahrt erstmal wieder aus:

Es wirkt alles sehr groß und 80er-Jahre-Modern ... keine Ahnung, in welche Zeit ich diese Architektur und Stadtplanung genau einordnen soll... für mich wirkt es zwar neu und sehr attraktiv, aber heutzutage baut man doch noch etwas anders, oder?:



Nach einem Starbucks Iced Coffee geht es ein wenig entlang einiger historischer Gebäude der Innenstadt, zum Beispiel dem Federal Courthouse.

Ein weiterer Stop ist die katholische Gesu Church:



Das Miami-Dade-College:



...und natürlich darf der Freedom Tower nicht fehlen:



Jetzt bin ich auch schon in der Hafengegend angekommen, wobei natürlich ein Abstecher zum Bayside Marketplace nicht fehlen darf.





Hier wimmelt es nur so von Touristen, aber es ist eine angenehme Stimmung mit schöner Musik, die aus den Lokalen dringt. Von hier aus starten auch Ausflugsboote in die Biscayne Bay, aber zu diesem Zeitpunkt habe ich mich noch nicht festgelegt, ob ich das wirklich machen soll. Erstmal möchte ich noch ein wenig die Wolkenkratzer der Stadt genießen. Der weitere Weg führt mich durch den Bayfront Park. Von hier aus hat man wirklich einen wunderschönen Blick auf einige Hochhäuser und ich genieße den Blick einige Zeit lang.


Springbrunnen

An bestimmten Ecken, insbesondere in Waterfront-Nähe, ist diese Metropole einfach herrlich und paradiesisch.



Nach New York und Chicago würde ich Miami an die dritte Stelle meiner liebsten Wolkenkratzer-Städte in den USA stellen. In der Kategorie "Moderne Wolkenkratzer" könnte ich sogar den ersten Platz vergeben. Die Dichte an Wolkenkratzern wirkt fast erschlagend und es ist ein Genuss, dort entlangzugehen.



Kontraste:





Mein nächstes Ziel ist das Atlantis in der 2025 Brickell Ave. Der Metromover bringt mich einige Stationen nach Süden, damit der Weg nicht ganz so weit ist. Da man den Bus immer einzeln bezahlen muss und ich auch weit und breit keinen sehe entscheide ich mich für den Restweg mal wieder zu Fuß, was wiedermal sehr sehr anstrengend ist. Aber der Ausblick lohnt sich:



Auf dem Rückweg nach Norden gibts noch eine nette Spiegelung zu sehen:



Damit ist das wichtigste, was ich mir für den Tag vorgenommen habe, nahezu abgeschlossen. Da aber noch recht früher Nachmittag ist, gilt es nun, noch etwas möglichst kräfteschonendes zu tun. Am ehesten kommt mir da eine dieser 90-minütigen Bootstouren in die Biscayne Bay in den Sinn, die ja vom Bayside Marketplace starten. Also geht es wieder in den Metromover und zur Anlegestelle. Ich komme genau richtig, denn um 16:30 soll das nächste Schiff starten. 28 USD bezahlt und endlich kann das Ausruhen beginnen. Es sind nicht sonderlich viele an Bord, sodass man auch ohne Probleme zum Fotografieren mal eben die Plätze wechseln kann. Es herrscht eine nette, persönliche Stimmung - die Tour führt unter anderem an den Villen "der Reichen und Schönen" vorbei, aber das ist nicht der primäre Grund, warum ich mich für die Tour entschieden habe. Mir wr es wichtig, Downtown Miami und Miami Beach von Seeseite zu Gesicht zu bekommen. Die Namen der Schauspieler und sonstigen Stars kann ich mir gar nicht alle merken (geschweige denn die Villen diesen heute beim Schreiben zuordnen  :lol: ).


Downtown Miami





Wir leisten uns noch ein kleines Wettrennen mit einem Motorboot, das uns zum Schaukeln gebracht hat, fahren einmal rund um die Südspitze von South Beach, wo ich am liebsten gleich ausgestiegen würde, da mein Hotel von hier aus gar nicht so weit ist  8) :lol:

Es geht weiter durch den interessanten Containerhafen; die Wolken werden immer dichter und es entstehen schöne Lichteffekte.



Nach guten 1,5 Stunden erreichen wir dann auch wieder das Festland. Gerade rechtzeitig, bevor der obligatorische Abendregen einsetzt:



Am Bayside Marketplace, der Anlegestelle, herrscht nun eine noch bessere Stimmung als am Vormittag. Live-Musik wird gespielt und ich halte mich noch einige Zeit dort auf. Nach Einsetzen des Regens mache ich mich dann langsam - dann schneller, da der Regen immer stärker wird - auf zur Bushaltestelle. Da ich im Regen auf die Schnelle keine Haltestelle finde, die in meine Route passt, erscheint es mir am einfachsten, erstmal wieder in den Metromover zu steigen und trocken zu meiner Ankunftshaltestelle vom Morgen am Cultural Center zu fahren. Nach einigen Minuten Wartezeit und einigen verwirrenden Anzeigetafeln an den Bussen, erwische ich auch einen, der wieder in einer knappen 3/4-Stunde zurück nach Miami Beach fährt. Es ist etwas schwierig zu erkennen, wie der Name der nächsten Haltestelle ist, da alles zeitlich nur sehr knapp angesagt wird. Vernünftige (!) Anzeigen gibt es im Bus auch nicht. Man muss also schon genau rausschauen, wo man sich befindet und wo seine Haltestelle ist. Letztendlich klappt es aber ganz gut. Am Abendessen spare ich heute ein wenig und decke mich mit zwei Tüten Lays und Getränken bei CVS ein. Völlig erledigt erreiche ich das Cavalier Hotel, esse ein paar Chips und mache mich auf den Weg zum Strand zum Baden. Den Tag beende ich dann mit einem Bier und Flamencomusik am Ocean Drive.

Morgen gehts dann endlich auf vier Rädern los: Little Havanna und Key Biscayne gilt es zu erkunden  8)
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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #13 am: 07.11.2010, 18:35 Uhr »
Hey, ich spring auch noch schnell mit rein, ganz tolle Bilder  :respekt: Bin schon gespannt, wie es weiter geht.

Liebe Grüße,
Sylvie

2010 Südwesten  Phoenix - San Francisco



*Dreamer

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Re: Kontrastreich - Südosten und Nordwesten im September 2010
« Antwort #14 am: 07.11.2010, 20:12 Uhr »
So - bin auch noch hinterhergehechtet ... natürlich auch zu Fuß ... und weiß noch nicht, ob ich das bei diesem feuchtheißen Wetter überlebe. Gut, dass es nun mit dem Auto weitergeht.

 

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