Nordosten - 2 Wochen -September 2005

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*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #15 am: 20.04.2006, 21:01 Uhr »
Naja das mit den salzstangen und der Cola war ja nur so eine erste Maßnahme. Ich hatte mir dann am nächsten Tag auch was gegen den Durchfall geholt. Ich wußte ja nicht das es doch ein bisschen was ernsteres war.

Tja wäre echt toll gewesen wenn ich mein Magen für 11 Dollar abstellen hätte können. Ich hätte sogar 20 Dollar gezahlt..;)

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #16 am: 22.04.2006, 12:00 Uhr »
4. Tag - 10.September 2005 : Heute mal ein auf Interstate..

Am heutigen Tage ging es dann weiter Richtung Washington D.C. Eigentlich wollte ich mir Philadelphia auch ein bisschen anschauen, aber durch meine gestrige Irrfahrt war mein Plan diesbezüglich etwas durcheinander gekommen. Ich nahm mir vor bei einer meiner nächsten Aufenthalte dieses nachzuholen.
Die Nacht selber war mal wieder nicht besonderst erwähnenswert. Ich konnte kaum schlafen und mußte ständig aufstehen. Trotzdem ging es mir am nächsten Tag eigentlich relativ gut. Doch ich entschloss mich, mir wenigstens was gegen den Durchfall zu besorgen.
Nachdem ich dies gemacht hatte ging ich zurück ins Parkhaus und machte mich auf den Weg Richtung Waschington. Dieses mal wollte ich allerdings die Interstate benutzen. Ich hatte mir gedacht, an anderen Tagen es vielleicht nochmal mit den etwas kleineren Straßen auszuprobieren.
Über Baltimore kam ich wie erwartet auch sehr schnell voran. Da die Jugendherberge in Washington selber schon ausgebucht war, hatte ich mir eine in West Virginia bei Brunswick ausgesucht. Von da aus waren es knapp 1  Stunden bis Washington, daher wars eigentlich nen guter Kompromiss.
 
 Schnitt

Leider verrärt mir ein Blick auf die Uhr das ich jetzt dringend nochmal wohin muss. Tut mir leid, ich werde dieses natürlich so bald wie möglich fortsetzen.

*aeschbi

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #17 am: 30.04.2006, 18:22 Uhr »
Hallo
Fahre auch mit und wünsche natürlich gute Besserung  :?


Skype: aeschbi57

*jochenrosi

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #18 am: 01.05.2006, 20:08 Uhr »
Schöön, ein neuer Bericht!!

Wir freuen uns und wünschen dir ebenfalls gute Besserung!!!

 
Schöne Grüße
Jochen & Rosi

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum


*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #19 am: 01.05.2006, 22:04 Uhr »
Fortsetzung 4. Tag - 10.September 2005:

Soo, endlich gehts wieder weiter. Erst mal muss ich mich korrigieren, weil die Jugendherberge liegt doch noch in Maryland und zwar bei Harpers Ferry.
Am heutigen Tage kam ich also gut voran. Gegen Nachmittag war ich dann in Harpers Ferry . Dieses mal handelte es sich um eine etwas kleinere Jugendherberge die in einem normalen Haus untergebracht war. Allerdings machte diese erst wieder um 18 Uhr auf, so dass ich noch ein paar Stunden Zeit hatte. Daher entschied ich mich mir die Gegend anzugucken. Diese ist auch wirklich lohnenswert. Immerhin geht hier der Appalachian Trail entlang. Also zum wandern ist es hier wirklich schön.
Zuerst schaute ich mir so ein kleines Städtchen (New Brunswick) an. Hieß wohl früher mal East Berlin. Dort versuchte ich dann auch mal was zu essen, aber irgendwie ging leider nicht sehr viel rein.
Danach fuhr ich in zu einem National Historical Park. Durch diese Gegend wurde wohl mal ein relativ wichtiger Kanal gebaut und außerdem fand hier eine  Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg statt. Ist im Prinzip wie ein Freilichtmuseum. War alles sehr entspannend und genau das richtige was ich jetzt gebrauchen konnte. Gegen Abend, als dann die letzten Besucher zum Parkplatz wieder fuhren, machte ich mich dann auch auf dem Weg. Unterwegs noch an einem Supermarkt gehalten (das fahren dort auf den hügligen Straßen hat wirklich spass gemacht) und danach zur Jugendherberge.
Die Jugendherberge an sich war wirklich toll. Man hatte das Gefühl, man wäre in einem normalen Privathaus. Jedenfalls war so eingerichtet. Von allen Jugendherbergen war das die wo ich mich am allerwohlsten gefühlt habe. Kann ich nur weiterempfehlen.
Von der Ausstattung gabs fast nix zu beanstanden: Küche, Waschmaschine, Internet (wenn auch etwas langsam), alles sehr sauber, nette Herbergsfrau, schöne Wiese draußen, ruhig
An diesem Abend lernte ich dann auch einen kennen, der wohl früher in Deutschland aufwuchs und vor über 20 Jahre mal für ein paar Monate in die USA wollte. Daraus sind dann die besagten mehr als 20 Jahre geworden..:)
Er war hier um ein bisschen wandern zu gehen. War sein erstes Mal und er hatte sich auch einen ganzes Buch darüber durchgelesen. Das wichtigste hat er aber falsch gemacht: Er hat vergessen die Schuhe einzulaufen... :roll:  Somit gabs für ihn ein paar nette Blasen. Immerhin wußte er jetzt was er falsch gemacht hat..:)
Gegen 10 Uhr war dann auch Bettruhe angesagt, was mir natürlich auch sehr entgegen kam.
Bevor ich zu Bett ging suchte ich mir noch schnell eine Route nach Washington für den nächsten Tag raus und hoffte das die kommende Nacht mit den Tabletten besser wird.

Gute Nacht!

*America_Crazy

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #20 am: 02.05.2006, 22:12 Uhr »
Ein schöner Bericht, der angenehm zu lesen ist. Gute Besserung und ich freue mich schon auf die Weiterfahrt.

Gruß
America_Crazy



*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #21 am: 03.05.2006, 00:16 Uhr »
Hallo!

Leider komme ich heute nicht mehr dazu weiter zu schreiben. Aber als Entschädigung gibs noch ein paar Bilder vom letzten Eintrag...:)


Das kleine Örtchen New Brunswick (war nicht viel los)


Kurzer Blick ins Flusstal


Im NHP von Harpers Ferry


Ein paar Statisten aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs (verdammte Rebellen..;) )

Ich hoffe mal ich kann heute noch weiter schreiben..

Gute Nacht

*America_Crazy

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #22 am: 03.05.2006, 09:19 Uhr »
Danke für die schönen Bilder. Die gefallen mir richtig gut. MIr gefällt insbesondere das Bild auf das Flusstal.
Ich freue mich schon auf die Weiterfahrt.

Grüße
America_Crazy



*Leo68

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #23 am: 03.05.2006, 09:48 Uhr »
Hey toll, jetzt klappt's ja auch mit den Bildern  :D  :D  :D

Gruß
Rainer

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #24 am: 03.05.2006, 22:43 Uhr »
5. Tag - 11. September 2005

Heute also gehts auf nach Washington D.C.. Wie immer bin ich morgens sehr früh aufgestanden. Die Nacht über mußte ich leider wieder sehr häufig die Toilette aufsuchen. Aber daran hatte ich mich ja jetzt schon fast gewöhnt..;)

Ich kam dann auch sehr zeitig los und fuhr Richtung Washington. Da heute natürlich der 11. September war, rechnete ich fest damit, das irgendetwas in der Stadt los sein wird. Die Fahrt Richtung Washington gestaltete sich sehr einfach und somit war ich relativ fix in der Stadt. Nun stand ich natürlich wieder vor dem Problem ein Parkplatz zu finden (ich habe leider erst am nächsten Tag erfahren, dass es eine Zugverbindung gibt). Ich wußte natürlich auch nicht, dass man in Washington am We fast überall an der Straße umsonst parken kann. Somit hatte ich dann das Auto in ein Parkhaus gestellt. Da ich dort aber nur maximal 4 Stunden parken durfte, machte ich mich erst mal auf dem Weg eine Möglichkeit zu finden mein Auto dauerhaft abstellen zu können. Durch Nachfrage in der örtlichen Jugendherberge fand ich oben erwähntes heraus und somit stellte ich mein Wagen dann an die Straße.

Nun konnte die Entdeckungstour beginnen. Ich machte mich auf Richtung Kapitol. Da es noch sehr früh war und dazu Wochenende war in der Stadt selber nicht sehr viel los.
Zuerst schaute ich mir das Kapitol an. Leider kam man nicht sehr nach dran, weil drum herum viel abgesperrt war.



Da es an diesem Tag mal wieder sehr heiß war und ich mich nicht allzu überanstrengen wollte, hatte ich vor so eine Tour mit einem kleinen Bus zu machen. Leider war heute, aufgrund des 11. Septembers viele Teile der National Mall für den Verkehr abgesperrt. Also wählte ich nen Kompromiss und fuhr bis zur Hälfte der Mall und wollte dann zu Fuss den

Also kam ich zunächst zum Denkmal für den Zweiten Weltkrieg. Hier waren lauter Säulen aufgestellt. Jede stand für einen Bundesstaat oder ein amerikanisches Außengebiet. Sehr beeindruckend muss ich sagen.


Als nächstes machte ich mich dann auf den Weg zum Lincoln Memorial. Ich hatte mir zwar was zu trinken eingepackt, allerdings war dies auch sehr schnell leer und somit bekam ich einen mächtigen Durst. Und nirgens gabs irgendetwas zu trinken. Es war wirklich schrecklich.
Irgendwann erreichte ich dann das Lincoln Memorial (machte vorher aber noch ein Foto vom Washington Monument ).


Als ich schon fast am Memorial war, sprach mich ein junger Mann an. Dieser hatte einen ganzen Wagen voller Wasser. Er fragte ob ich Wasser wollte, ich sagte natürlich ja und zückte auch schon das Geld, da stellte sich heraus, dass er zu einer religiösen Gruppe gehörte und daher nichts dafür wollte. Normalerweise bin ich ja nicht gläubig, aber in der Situation fand ich das schon echt toll. Fürs erste war mein Durst also gestillt. Nun konnte ich mir das Lincoln Memorial genau angucken.


Sieht schon echt beeindruckend aus

Leider hatte ich relativ schnell wieder Durst und somit machte ich mich wieder auf die Suche. Es gab sogar wohl Möglichkeiten wo man sonst was zutrinken kaufen konnte...nur heute hatten die zu..:)

Nun ging noch zum Denkmal für den Korea-Krieg.  Jeder Soldat steht für ein Land (soweit habe ich es jedenfalls noch in Erinnerung, kann sein das es auch nicht so ist)


Auf dem Weg zum Weißen Haus gabs dann endlich was zu trinken. Hier standen mindestens 5(!) Buden hintereinander die alle irgendwie das selbe im Sortiment hatten..:)

Immerhin hatte ich jetzt genug zu trinken. Somit kam ich dann zum Weißen Haus, dass an diesem Tag noch viel weiter abgesperrt war als sonst. Smoit konnte man nicht viel erkennen. Immerhin hob ein Hubschrauber ab und als dieser über uns hinweg flog winkten die ganzen Amerikaner..:)


Zum Washington Monument wollte ich nicht mehr. Es war mir einfach zu warm und ich fühlte mich auch schon etwas schlapp. Somit ging ich dann nochmal Richtung Smithsonium. Ich ging in eine Ausstellung über koreanische Kunst. Mein Hauptgedanke war allerdings die Suche nach einer Toilette..;)


Nachdem ich mich etwas ausgeruht hatte, entschloss ich mich wieder zurück nach Harpers Ferry zu fahren. Durch das Wetter war der ganze Tag doch sehr anstrengend. Über den Tag hinweg wurden entllang der Mall wohl Vorbereitungen führ eine Gedenkveranstaltung gemacht.

Auf der National Mall war dann auch noch so eine Art Volksfest. Allerdings wohl nur für Black Americans. Jedenfalls war ich wohl einer der wenigen Weißen die darüber gingen. Immerhin weiss ich jetzt wie sich ein Fremder in einem anderen Land fühlt. Schon irgendwie seltsam...

Ich erreichte dann auch meinen Wagen und wollte auf den direkten Weg aus Washington heraus. Der direkte Weg hieß bei mir erst mal verfahren..:) Ich fuhr jedenfalls in die vollkommen falsche Richtung. Eine Zeit lang später und nach mehreren Flüchen über mich selbst (;)) fand ich dann doch den richtigen Weg heraus und fand recht schnell zurück nach Hapers Ferry. Dort machte ich dann auch nicht mehr viel. Darüber hinaus nahm ich mir für den nächsten Tag vor einen Arzt aufzusuchen, da mein Durchfall nicht besser wurde.

Also Gute Nacht![/u]

*America_Crazy

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #25 am: 03.05.2006, 22:53 Uhr »
Da hast du ja wirklich Pech gehabt mit Durchfall und deinem ingesamten Wohlempfinden. Ich hoffe, dass du dich dann schon bald während deiner Reise besser gefühlt hast.

Mir gefallen die Bilder aus Washington DC sehr gut. Ich war ja erst letztes Jahr dort. Es ist eine sehr schöne und beeindruckende Stadt.
Dein Bericht liest sich sehr gut und ich bin mit Freude dabei. Ich freue mich schon auf die weiteren Reisetage.

Gruß
America_Crazy



*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #26 am: 07.05.2006, 23:30 Uhr »
12. September 2005 - 6.Tag : Auf zum Arzt..

Wie der Titel schon andeutet, ging es heute dann zum Arzt. Mein Durchfall ist einfach nicht besser geworden. Also fragte ich die Herbergsfrau wo hier denn ein Arzt wäre. Sie beschrieb mir dann den Weg zum nächsten Arzt. Dieser war in Charles Town, ein paar Meilen entfernt.

Auf dem Weg dorthin brachte ich noch den Wanderer zum Bahnhof. Da seine Blasen nicht besser wurden und ihm hier in Hapers Ferry tagüber nichts anderes übrig blieb als durch die Gegend zu laufen (ab 10 am war die Herberge bis abend zu) wollte er mit dem Zug nach Washington fahren und dort ein wenig ausspannen in der örtlichen Jugendherberge.

Nachdem ich ihn am Bahnhof rausgelassen hatte, führ ich also nach Charles Town. Denn Arzt fand ich auch recht schnell. Auf dem Weg noch zum Bankautomaten (hatte natürliche eine Auslandskrankenversicherung aber ich mußte alles vorstrecken). Die Untersuchnung war ganz ok, wir verstanden uns eigentlich ziemlich gut (bis auf ein paar Ausnahmen). Da er aber noch ein paar Tests machen wollte, die aber nicht selber durchführen konnte, schickte er mich ins nächste Hospital.

Dieses war zum Glück auch gut zu finden. Die Untersuchung dort dauerte dann etwas länger (auf Details möchte ich lieber nicht eingehen..:) )

Gegen Mittag konnte ich dann das Hospital verlassen. Nun konnte ich mein eigentliches Programm starten. Heute sollte es wieder nach Philadelphia gehen. Unterwegs wollte ich noch ein Abstecher zum Battlefield Antietam. Dieses erreichte ich dann auch relativ schnell (auch wenn ich unterwegs einmal kurz fragen mußte, ich hatte irgendwie das Gefühl immer im Kreis drumherum zu fahren..:) ).

Es war nicht viel los. Bis auf so ein paar einzelne Besucher wars sehr leer. Ich hatte auch das Gefühl das es an diesem Tag noch viel heißer war als die letzten Tage. Ich ging ein bisschen durch die Gegend und machte so ein paar Fotos.




Da in anbetracht der Dinge bei so einem Wetter keinen Gewaltmarsch machen wollte, entschied ich mich wie die meisten, den Est mit dem Auto abzufahren. War eigentlich ganz interessant.
Ist wahrscheinlich nicht mit Gettysburg zu vergleichen, aber ich fands trotzdem nett..:)

Die Zeit ging mal wieder sehr schnell rum. Es war schon später Nachmittag, also machte ich mich auf den Weg nach Philadelphia. Ich wählte eine Strecke abseits der Interstate. An diesem Tag fand ich dann auch viel besser zurecht. Es war eigentlich sehr angenehm zu fahren. Auch wenn sich die ganze Strecke sehr hinzog. Ich hatte eigentlich vorgehabt im hellen noch anzukommen. Dieses schaffte ich allerdings nicht. Noch Unterwegs dämmerte es schon. Das letzte Stück fuhr ich dann auf der Interstate weiter. Was ich so ein bisschen die ganze Zeit (eigentlich überall wo ich war) vermißt habe, waren Schilder die einem anzeigten wie weit es noch wäre. Es gab zwar welche, aber die waren doch sehr sporadisch aufgestellt. Smoit war ich zuletzt dann doch etwas ungeduldig.

Es war dann auch schon dunkel als ich dann endlich nach Philadelphia kam. Dieses mal übernachtete ich in einer andere Jugendherberge. Sie lag in so einem relativ großen Park. Dadurch, dass ich mir von der Umgebung wie immer einen reltiv großen Ausschnitt ausgedruckt habe, fand ich die Jugendherberge sehr fix.

Von außen sah die Herberge wirklich sehr schön aus (ich weiss gar nicht warum ich kein Foto gemacht habe). Hatte sowas von einem Herrenhaus. Innendrinnen waren viele Zimmer noch mit alten Möbeln ausgestattet. Die Fussböden aus Holz (quietschten schön..:)). Habe mich dann doch erst mal in einen schicken Ohrensessel gesetzt und ein Buch gelesen.

Da ich wohl etwas spät kam, war das Bett was ich bekommen habe nicht so das schönste. Die Zimmer waren nicht sehr hoch und somit war in dem Etagenbett zwischen Matratze und der Decke kaum Platz. Somit war das ins Bett klettern schon ein ziemlicher Akt. Darüber hinaus war genau über mir ein Lüftungsgitter. Alles nicht sooo toll. Naja im Endeffekt kann man sagen bis auf das Bett war die Jugendherberge ganz ok.

Gesundheitlich gings mir den Tag über eigentlich schon besser. Am Abend aber verschlechterte sich mein Zustand wieder etwas. Ich beschloss daher recht früh mich wieder schlafen zu legen. Der Arzt in Charles Town hatte mir gesagt, dass wenn es mir schlechter gehen sollte, ich doch nochmal ein Krankenhaus aufsuchen sollte. Mir dämmerte es jedenfalls, dass ich dieses am nächsten Tag nochmal tun sollte.

Aber erst mal ging ich ins Bett.

Gute Nacht

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #27 am: 09.05.2006, 23:27 Uhr »
13. September 2005 - 7.Tag:

Heute sollte es ein besonderst "lustiger" Tag werden. Der Morgen fing erst mal gar nicht so toll an. Die Nacht über konnte ich äußerst schlecht schlafen (ich hatte einen furchtbaren Apltraum).
Nachdem ich aufgestanden war entschied ich mich nochmals ins Krankenhaus zu fahren. Ich ließ mir den Weg dorthin beschreiben und fand dieses dort auch sehr schnell. Nun folgte aber eine stundenlange Warterei. Selbst als ich schon im Behandlungsraum war, mußte ich ständig auf den Arzt warten. Immerhin mußte ich in diesem Hospital kein Geld bezahlen. Soweit ich mich erinnern kann war ich so um kurz nach acht da und bis ich heraus kam, wars schon kurz nach 14 (!) Uhr.

Eigentlich wollte ich an diesem Tag nochmal zu den Amish People, aber da es nun schon immer später wurde entschied ich mich auf den Weg nach New York zu machen. Am Anfang nahm ich dann auch dieses mal die Interstate. Trotzdem muss mich wohl während der Fahrt irgendetwas wieder geritten haben. Jedenfalls bog ich kurz vor New York wieder auf den Highway. Dementsprechend kam ich dann auch voran, weil ja nun auch noch der Feierabendverkehr einsetzte.

Ich näherte mich über New Jesery und wähle den Lincoln Tunnel um nach Manhattan zu kommen. Vor dem Tunnel war natürlich Stau. Den Grund dafür bemerkte ich dann später auch. Zur Toll-Station hin gab es drei Spuren. Die Toll-Station selber hatte sieben oder acht, dahinter war dann allerdings nur eine Röhre mit zwei Spuren freigegeben. Die Polizisten die sich das ganze Schauspiel anschauten wie sich so eine riesen Masse an Auto Richtung dem Nadelöhr bewegten, lachten auch einfach nur noch. Durch meine Dreistigkeit kam ich doch noch  recht schnell voran.  

Nun war ich also in Manhattan. Übernachten wollte ich wieder in der mir bekannten Jugendherberge. Als erstes brauchte ich ein Parkplatz für mein Auto. Ich fuhr so ein bisschen durch die Straßenschluchten und fand dann etwas abgelegen ein Parkhaus, bei dem ich das Auto für 24 h lassen konnte. Hier kam ich auch mit dem System des einparken lassens in Berührung. Sehr praktisch...:)
Also machte ich mich jetzt  mit der subway auf den Weg zur Herberge. Unterwgs noch schnell bei Subway (ich verspürte das erste mal sein Tagen wieder einen richtigen Hunger) rein. Nun freute ich mich auf einen entspannten Abend. Daraus wurde nun leider gar nix.

Kurz vor meiner Reise hatte ich noch ein paar Sachen umgeplant. Bei dieser Aktion muss ich mich wohl beim Datum vertan haben. Jedenfalls mußte ich vor Ort feststellen das ich eine Reservierung für den nächsten Tag hatte. An diesem Abend (es war schon 9 pm) waren sie natürlich restlos ausgebucht. Man gab mir eine Liste mit Nummer von Unterkünften die auch noch recht günstig gewesen wären. Aber auch die hatten kein Bett mehr frei.

Nun hatte ich die Wahl zwischen einem teuren Hotelzimmer in New York oder ich müßte nach außerhalb fahren. Da ich am nächsten Tag eh Richtung Norden wollte, entschied ich mich New York noch diese Nacht zu verlassen.

Also wieder zurück zum Auto. Die Gegend wo ich durch mußte war vielleicht für Touristen um die Zeit nicht sooo toll. Ich holte also wieder mein Auto und ab ging es auf den Hudson Freeway Richtung Norden. Unterwegs muss ich wohl eine falsche Abfahrt genommen haben, jedenfalls war ich plötzlich schön in der Bronx. An dem Abend hatte ich echt ein bisschen Bammel und mir fielen schwere Brocken vom Herzen, als ich dann aus der Gronx draussen war. Da ich überhaupt nicht wußte wo ich war (ich war schon etwas müde) hielt ich an einer Tankstelle und fragte anhand meiner Karte wo ich denn wäre.

Nachdem ich das nun wußte fuhr ich weiter Richtung Nordosten und entdeckte auch ein Motel. Dieses war zwar auch nicht so günstig, aber immerhin billiger als in Manhattan..:) Außerdem nahm meine Müdigkeit weiter zu. Es war schön mal wieder in einem größeren und gemütlicheren Bett allein im Zimmer zu schlafen. Außerdem guckte ich ein bisschen amerikanisches Fernsehen. Meinem Magen gings jetzt auch weider viel besser.

Also versank ich friedlich in den Schlaf..:)


Gute Nacht!


Da dieses ja sowas wie die Halbzeit war, wollte ich mal eine kleine Bilanz ziehen. Trotz meiner Magenprobleme war die ganze Reise bis dahin einfach nur Klasse. Ich war einfach nur Begeistert und war froh hier zu sein.

*jochenrosi

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #28 am: 27.05.2006, 13:10 Uhr »
Sehr schöner Bericht.....

Auch wir waren 2003 in dieser Ecke, und es hat uns sehr gut gefallen.
Es ist sehr schön, wenn man deinen Bericht liest, da kommen wieder die ganzen Erinnerungen auf.
 :lol:  :lol:

wir hoffen, dass es dir auf der weiteren Stecke besser geht.  :klo:  :wink:
Schöne Grüße
Jochen & Rosi

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum


*Patrick82

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Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #29 am: 27.05.2006, 17:07 Uhr »
Soo nachdem ich leidder schon lange nix mehr geschrieben habe, nutze ich jetzt mal ein freie Minute dafür. Erst einmal danke schön für die Kommentare hier, ich hoffe ich schaffe es jetzt wieder öfters zu schreiben...:)



14. September 2005 8. Tag:

Die heutige Nacht war sehr entspannend...:) Die erste Nacht seit Tagen in der ich durchgeschlafen habe. Auch meinem Magen gings wieder sehr gut..  :D
Frisch und munter machte ich mich also wieder auf den Weg. Vorher genoss ich noch die Landschaft. Mir war gestern abend dadurch das es dunkel war gar nicht aufgefallen wie schön es hier doch ist (ein Foto reiche ich nach).

Zum Frühstück futterte ich ein paar Donats und trank ein bisschen Apfelsaft (mein Magen freute sich richtig auf die Nahrung). Das Wetter war heute wieder traumhaft. Ich fuhr eine zeitlang an einem See vorbei und machte mich dann auf den Weg Richtung Hartford. Ich nahm hauptsächlich die Highways. Es ist einfach herrlich in New England mit dem Auto zu fahren. Die vielen Hügel und die kurvenreichen Straßen machen einfach nur Spass. Auch der Verkehr hält sich sehr in Grenzen. Hier macht fahren noch Spass..:)

Gegen Nachmittag erreichte ich Hartford. Hartford ist keine wirklich spannende Stadt und es sollte auch nur ein Zwischenstation nach Boston sein. In Hartford selber befinden sich die Konzernzentralen einiger großer Versicherungen hier in den USA.

Die Jugendherberge hier enttäuschte mich ein bisschen (es war allerdings die einzige Enttäuschung was Jugendherbergen an geht). Sie war in einem normalen Wohnhaus untergebracht und man wohnte mit den Inhabern in dem Haus zusammen. Es gab zwar getrennte Bereiche, aber irgendwie war mir die Herberge nicht sehr sympathisch. Da ich hier aber nur zum schlafen war, störte es mich nicht wirklich.

Da es noch Nachmittags war, machte ich mich auf um die Stadt zu erkunden. Es gibt hier in Hartford ein gut ausgebautes Bussystem. Jedenfalls unter der Woche, am We fährt wohl kein Bus! Ich war zum Glück in der Woche da. Also fuhr ich mit dem Bus in die Stadt. Der Bus hielt an jeder Ecke so ungefähr alle 50 m (das ist kein Witz..:) ). Dementsprechend dauerte es ein bisschen, bis ich dann in der Stadt war.

Ich hatte mir ein kleinen Plan mitgenommen und erkundete die Stadt. Im Prinzip war die Stadt ganz ok. Sie war nicht umwerfend, aber man konnte sich einige Dinge anschauen (wie z.B. das Old State House). Außerdem gabs einen recht großen Park in der Stadt. Dort gabs dann auch so einen Brunnen der so dermaßen kitschig war..unglaublich (Bild liefere ich nach).

Die Zeit ging eigentlich sehr schnell um. Es gab dort auch die Möglichkeiten kostelos mit so einem kleinen Trolley die Sehenswürdigkeiten abzufahren. Ich nahm dann auch einen und stieg dann aber auf der Hälfte aus, weil ich mir es doch zu Fuss anschauen wollte. Irgendwie hatte ich vergessen, dieses dem Fahrer zu sagen, jedenfalls wartete er ziemlich lange, bevor er dann losfuhr. Aber da ich eh der einzigste Fahrgast war, wars auch nicht soo schlimm..:)

Gegen Abend war ich dann wieder in der Jugendherberge. Ich machte mir  was zu essen und guckte etwas fern (mir was irgendwie danach...außerdem liefen gerade Steven Segal-Filme.. :wink: ).

Ich ging wieder recht früh ins Bett, da ich am nächsten morgen früh raus wollte. Auch wenn das Bett nicht unbedingt das beste war, schlief ich wieder sehr schnell ein.

Dann bis zum nächsten Tag..:)

 

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