Nordosten - 2 Wochen -September 2005

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*Patrick82

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Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« am: 17.04.2006, 15:03 Uhr »
Hallo,

da es in diesem Forum doch sehr wenige Berichte aus dem Nordosten gibt (so kommt es mir jedenfalls vor), habe ich mich mal dazu entschlossen meine erste USA-Reise letztes Jahr zu verewigen..:)

Ich hoffe mal das ich auch dazu kommen, hier regelmäßig zu berichten (leider habe ich im Moment etwas viel zu tun).

Vorab ein paar Informationen:

Den Flug gebucht habe ich über StaTravel und geflogen bin ich mit American Airlines. Darüber hinaus habe ich so viele Dinge wie möglich von Deutschland aus gebucht.

Und nun gehts los.....

 Abflugtag: 07. September 2005, Hannover:

Um 9:25 ging meine Reise von Hannover über Zürich nach New York los. Meine Eltern hatten mich zum Flughafen gebracht und meine Aufregung wuchs von Minute zu Minute (man muss dazu sagen, dass ich zuvor noch nie im Leben geflogen bin) und spätestens als ich durch den Zoll war und wartete ins Flugzeug zu dürfen, wurde mir das erste mal schlagartig klar, dass ich für die nächsten 2 Wochen alleine (zusammen mit Millionen von US-Amerikanern..;) ) in den USA zurecht kommen muss (war aber irgendwie auch ein tolles Gefühl). Auf dem Flug nach Zürich passierte eigentlich nichts besonderes, außer das mir klar wurde, dass mein Magen fürs fliegen nicht geeignet ist (keine Angst, habe alles bei mir behalten). In Zürich hatte ich 2 h Aufenthalt. Scheinbar war die Maschine nach New York leicht überbucht, so das man mir anbot mit einer späteren Maschine zu fliegen (mit einer Entschädigung natürlich). Schneller als ich mich entscheiden konnte, hat wohl ein anderer Passagier zu geschlagen, so dass ich planmäßig meinen Flug nach New York antreten konnte.
Um 15:15 landete die Maschine in New York (JFK-Airport). Leider gab es Komplikationen, so dass wir noch eine gute 3/4 Stunde im Flugzeug warten mußten, bis wir dieses endlich verlassen konnten.
Die Einreise-Formalitäten gingen eigentlich sehr einfach von statten. Der Beamte wollte nur wissen was der Grund meines Aufenthalts ist und wie lange ich in den USA bleiben wollte.
Als ich dann endlich aus dem Flughafen war, begab ich mich zum AirTrain um zur Subway Station Howard Beach zu fahren. Dort wartete ich dann auf die Line A um Richtung Manhattan zu fahren (als armer Student nimmt man dann halt die Subway). Allerdings auch hier dauerte es etwas länger. Während auf dem anderen Gleis eine Bahn nach der anderen kam, war am Horizont nichts zu sehen von einer Bahn Richtung Manhattan. Langsam füllte sich der Bahnsteig immer mehr und ich fragte mich Ernsthaft wohin all die ganzen Bahnen "verschwinden" die in die Gegenrichtung fuhren. Nach einer Weile kam dann endlich eine Bahn. Unterwegs auf dem Weg nach Manhattan (die Fahrt dauert immerhin über eine Stunde) führte ich dann auch schon eine kurze Unterhaltung mit einem anderen Mitfahrer. Er hatte mich aufgrund meines großen Rucksacks schon treffsicher als Tourist ausgemacht.
Angekommen in Manhattan, machte ich mich auf dem Weg zur Jugendherberge in der Amsterdam Avenue Ecke 103th st. Auch hier stand wieder das finanzielle Argument im Vordergrund. Ich habe während meiner ganzen Reise mit einer Ausnahme in Jugendherbergen übernachtet. Im Prinzip ist es schon ne tolle Sache, vor allem, weil jede Jugendherberge irgendwie anderst ist (im Laufe der Reise dazu mehr). Die New Yorker Jugendherberge ist eine relativ große Jugendherberge. Das Haus war schon etwas älter (vor allem der Fahrstuhl hatte seine besten Jahre wohl schon hinter sich). Ich war mit 5 anderen Leuten auf dem Zimmer. Die Jugendherberge besaß eine eigene Küche wo jeder sich was kochen konnte, Internet-Anschlüsse, Eine Waschraum, einen Fernsehraum, ein kleines Cafe, ein Innenhof etc..
Nach dem einchecken holte ich mir von der Pizzeria gegenüber etwas zu essen und legte mich dann schon etwas früher ins Bett, da ich am nächsten morgen früh aufstehen wollte.

Gute Nacht..:)

So das war nun der erste Tag. Ich hoffe mal das ich euch schon morgen vom 2. Tag berichten kann.

Schöne Grüße

Patrick

*Schneewie

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2006
« Antwort #1 am: 17.04.2006, 19:47 Uhr »
Super  :wink:  ein Reisebericht einer Reise, die  Datumsmäßig noch nicht stattgefunden hat.  :wink:
Gruß Gabriele

*americanhero

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2006
« Antwort #2 am: 18.04.2006, 01:15 Uhr »
Ich bin trotzdem mal mit dabei, auch wenn der September 2006 erst noch kommt. :roll:  :lol:

Bin mal gespannt, in welche Ecken du uns entführen wirst? Hast du evtl. auch ein paar Bilder für uns parat? Ich kann mir dann gewisse Dinge immer viel besser vorstellen.


So, jetzt warte ich erst einmal auf die Weiterfahrt.


Greetz,

Yvonne

*Leo68

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2006
« Antwort #3 am: 18.04.2006, 09:19 Uhr »
Hallo Patrick,

bin auch mit dabei!

Gruß
Rainer

*KarinaNYC

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2006
« Antwort #4 am: 18.04.2006, 09:21 Uhr »
Wie war das? Zurück in die Zukunft?  :lol:
Steig trotzdem ein  :wink:

*Doreen & Andreas

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2006
« Antwort #5 am: 18.04.2006, 10:29 Uhr »
Zitat von: KarinaNYC
Wie war das? Zurück in die Zukunft?  :lol:
Steig trotzdem ein  :wink:

Rückt doch mal ein Stück... neben dem Flux-Kompensator ist doch sicher noch Platz im Delorian  8)
Viele Grüße,
Andreas
------------------------------
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*Anette

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #6 am: 18.04.2006, 17:42 Uhr »
Patrick, ich habe die Jahreszahl in Deinem Bericht verbessert. Du hattest 2006 geschrieben :wink:
Leute, nix mehr zurück in die Zukunft, die Realität hat Euch eingeholt  :wink:  :wink:

Anette

*Patrick82

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Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #7 am: 18.04.2006, 19:40 Uhr »
Hallo,

da war ich doch tatsächlich schon in der Zukunft...:) Naja ganz falsch lag ich ja nicht, schließlich fliege ich im September wieder in die USA.

Bilder werde ich übrigens noch ein paar nachreichen. Habe heute nicht ganz soviel Zeit.

Nun aber gehts weiter....

2. Tag 08. September 2005: New York New York...
Ganz nach Plan habe ich diesen Tage sehr früh begonnen. Soweit ich mich noch erinnern kann, bin ich um kurz vor sieben aufgestanden. Meine Zimmergenossen habe ich damit vielleicht nicht unbedingt den Bärendienst erwiesen, aber immerhin bin ich ja nicht tausende von Kilometern geflogen, um im Bett zu verpennen.
Nach einem kurzen Frühstück unten im Cafe gings los. Meine Tour durch New York startete ich beim Empire State Building. Wegen der frühen Uhrzeit war noch keine Schlange vor den Kassen und somit kam ich relativ fix nach oben. Leider brachte die frühe Uhrzeit auch einher, dass die Fernsicht nicht die die aller Beste war. Trotzdem war der ausblick natürlich phänomenal. Habe auch jede Menge Fotos gemacht.
Nachdem ESB fuhr ich dann mit der Subway Richtung South Ferry zur Staten Island Ferry. Auf der Staten Island Ferry genoss ich den wunderbaren Blick auf  Downtown Manhattan. Auch hier war ich fleißig mit meiner Kamera am Werke. Nun wendete ich mich Battery Park zu und machte mich auf den Weg zu Ground Zero. Leider habe ich wohl nicht den schönsten Weg benutzt (letzt habe ich hier gelesen das man wunderbar am Wasser entlang gehen könnte) aber immerhin war ich da. War schon ein sehr beklemmendes Gefühl dort zu stehen. Vor allem das ehemailge Gebäude der Deutschen Bank welches verhüllt war/ist verstärkt dieses Gefühl.
Scheinbar hatten allerdings so einige Leute echt nicht den Schuß gehört, jedenfalls versuchten ständig irgendwelche Leute auf die Baustelle zu gehen um von da aus noch "bessere" Fotos machen zu können. Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen.
Anschließend machte ich mich auf dem Weg zur City Hall und Richtung Broklyn Bridge. Ich ging natürlich auch über selbige. Allerdings nicht ganz, am zweiten Pfeiler ging ich wieder zurück. Es war an diesem Tag so verdammt heiß und ich hatte keine lust noch weiter ständig durch die Sonne zu gehen.
Als ich dann wieder in Manhattan war, beschloss ich endlich mal was zu essen. Da ich nicht lange suchen wollte ging ich nach MacDonalds...eine Entscheidung die mir im wahrsten sinne des Worte noch mehrere Tage später schwer im Magen liegen würde (was mir im Endeffekt ganz andere Ansichten gezeigt hat..:) ).
Nach meinem Abstecher bei MacDonalds gings dann zur Wallstreet...

Schnitt

Hier muss ich leider erstmal ein Schnitt machen, weil ich jetzt los muss, aber vielleicht schreibe ich noch weiter wenn ich heute abend wieder komme.

Bsi später

Patrick[/u]

*KarinaNYC

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #8 am: 19.04.2006, 08:39 Uhr »
Toller Bericht!
Hast du vielleicht noch ein paar Fotos, die du einfügen könntest???  :wink:

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #9 am: 19.04.2006, 17:04 Uhr »
Hallo.

Weiter geht es mit dem Reisebericht. Nun werde ich erst mal ein paar Bilder nachreichen, nach dem ich hier ja von einigen gefragt wurde ob es noch Bilder gibt.



Hier mein erstes Foto an der Subway Station Howard Beach. Ein Beweisfoto praktisch..;)


Wer kennt den Blick nicht...vom Empire State Building in Richtung Central Park


Von der Staten Island Ferry aufgenommen mit Blick auf Manhattan und Battery Park


Battery Park selber


Auf der Brooklyn Bridge. Links und rechts unten die Fahrbahnen

Nun geht es aber weiter...

...stehengeblieben war ich beim Weg Richtung Wallstreet. Viel sehen kann man ja leider nicht, wenn man davon absieht das hier sehr sehr viel Polizei vor Ort ist. Was natürlich auch verständlich ist. Aufgrund der enge der Straßen dort hatte ich so meine Mühe die Front auf ein Foto zu bekommen. Habe es auch irgendwie nicht hinbekommen. Irgendein Stück hat immer gefehlt..:) Leider bemerkte ich schon dort, dass der Burger den ich eben gegessen hatte nicht so gut war. Ich bekam leichte Bauchschmerzen, allerdings achtete ich nicht drauf. Schließlich mußte ich ja New York weiter erkunden. Durch die viele Lauferei bei dem heißen Wetter merkte ich allerdings das ich schon ziemlich kaputt war. Somit beschloss ich mir den anschließenden Weg Richtung UNO-Hauptgebäude zu sparen und stattdessen Richtung Central Park zu gehen. Dort blieb ich allerdings nicht so lange, so das ich in den nächsten 1 bis 2 Stunden etwas ziellos durch New York lief (ich war wie im Sightseeing-Rausch..mein Gehirn war auf Standby). Bis ich mich wieder im Central Park ausruhte und ein paar Leuten beim Baseball zu sah. Eigentlich wollte ich wieder Richtung Jugendherberge fahren, da es aber schon dunkel wurde, beschloss ich mich auf den Weg zum Times Square zu machen (auch wenn ich schon echt etwas fertig war). Der Time Square war natürlich fantastisch. Es war wirklich unglaublich diese ganzen Lichter da zu sehen. Ich hätte da ewig bleiben können, aber irgendwie brachte mich meine Müdigkeit doch zur Vernuft und nach dem ich kurz was gegessen hatte fuhr ich zurück zur Jugendherberge und fiel total müde ins Bett.
Ein wirklich fantastischer und vor allem im Vergleich zu den nächsten Tagen unbeschwerter Tag.

Das war also der 2. Tag....

Schöne Grüße

Patrick

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #10 am: 20.04.2006, 16:57 Uhr »
Guten Tag!

3. Tag 09.09.2005: Mein Magen..

Wie der Titel schon ankündigt, spielt mein Magen in den nächsten Tagen ein sehr entscheidene Rolle. Schon in der Nacht
macht sich selbiger sehr bemerkbar. Über die ganze Nacht durch mußte ich ständig aufs Klo gehen. Zum Glück war dieses nicht
allzu weit weg. Meine Zimmergenossen hatten hoffentlich alle einen sehr fest und tiefen Schlaf.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte gings mir nicht wirklich sehr gut. Mir war nicht wirklich schlecht, anber trotzdem merkte
ich, dass ich mir schon irgendetwas eingefangen hatte. Nachdem ich dann zum Frühstück Salzstangen und Cola verputzt habe,
wäre ich wohl am liebsten in New York noch geblieben. Aber ich mußte ja den Mietwagen am JFK abholen. Also machte ich
mich auf zum Flughafen. Zum Glück konnte ich fast die ganze Fahrt über sitzen. Da die meisten Mietwagenfirmen am Fderal
Circle sind suchte ich auch dort meine Mietwagenfirma. Ich hatte bei Holliday Cars in Deutschland einen Wagen reserviert.
Mir war allerdings nicht unbedingt klar, dass das ganze über National geht. Nachdem mir die nette Service-Frau an der Station
nicht weiterhelfen konnte und ich in mein Unterlagen auch nichts finden konnte, fragte ich einfach bei Sixt nach.
Dort half man mir dann auch und somit konnte ich dann mein Auto bei National abholen. Gebucht hatte ich Economy, gekriegt dann aber
einen Pontiac Grand Am. Nun also konnte es los gehen Richtung Philadelphia. Mein Plan war es über kleinere Straßen zu
fahren (was sich als saudämmlicher Plan herausstellte).
Es fing auch schon richtig super an: Statt die 27 in Richtung west zu nehmen, fuhr ich erstmal Richtung Osten. Nachdem ich
dann umgedreht habe, eiert ich dann irgendwie durch New York um dann irgendwie doch auf die richtige Straße zu kommen
(sowas passierte mir öfters während der Reise). Nun merkte ich das mein Plan vielleicht doch nicht soo toll war, jedenfalls
kam ich aufgrund der vielen Ampeln und Trucks nur sehr langsam voran. Mein Gesundheitszustand war nun mal auch nicht
der beste und somit wurde es immer "besser". Als ich Unterwegs bei McDonalds etwas Wasser trank (der Mann hinterm Tresen schaute etwas
seltsam als ich mir nur Wasser bestellte) hing ich mehr wie ein naßer Sacke im Stuhl. Im Auto gings dann zum Glück
wieder. So setzte ich meine Irrfahrt weiter fort und fuhr dann noch ein Bogen um Philadelphia. Je länger ich Unterwegs
war, desto mehr nahm ich mir für den nächsten Tag vor die Interstate zu benutzen.
Dann um halb acht (!!!) war ich endlich in Philadelphia. Ich weiss nicht wo ich in den 7 Stunden überall herum gefahren bin.
So viel hab ich mich nun auch nicht verfahren. Jedenfalls braucht der Greyhound Bus ungefähr 3 h für die Strecke..:)

Die Jugendherberge selber war recht einfach zu finden. Nur die Parkmöglichkeiten waren etwas schwierig. Ich habe im
Parkaus des Hilton Hotels mein Magen für 11 Dollar abgestellt. Hier entstand dann auch das einzigste Foto während
des ganzen Tages. Irgendwie war mir nicht so nach fotografieren...:)


Die Jugendherberge an sich war sehr klein aber dafürauch sehr gemütlich. Es gab eine Küche, Internet-Anschluss, Waschküche,
eine Sofa-Ecke mit Fernsehen, ein Billiard-Tisch. Der "Herbergsvater" war auch ziemlich nett und hat sich um viele Dinge gekümmert.
Die Jugendherberge war ganz gut gelegen in der Stadt. Wie die meisten Jugendherbergen die ich kennengelernt hatte, kann ich
diese auch nur empfehlen.

Ich für meinen Teil holte mir noch mal ein paar Salzstangen und eine cola und ging danach auch zu Bett. Fühlte mich doch etwas
angeschlagen.


Zum Glück wurden die nächsten Tage etwas besser...

*americanhero

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #11 am: 20.04.2006, 19:46 Uhr »
Zitat von: Patrick82

Die Jugendherberge an sich war sehr klein aber dafürauch sehr gemütlich. Es gab eine Küche, Internet-Anschluss, Waschküche,
eine Sofa-Ecke mit Fernsehen, ein Billiard-Tisch. Der "Herbergsvater" war auch ziemlich nett und hat sich um viele Dinge gekümmert.
Die Jugendherberge war ganz gut gelegen in der Stadt. Wie die meisten Jugendherbergen die ich kennengelernt hatte, kann ich
diese auch nur empfehlen...



Hallo Patrick,

das ist bestimmt das kleine schnuckelige Hostel in der Bank Street, oder? Da war ich nämlich damals auch und wegen der tollen Lage zu den Sights in der Nähe hatte ich das auch ausgewählt. Und deine Beschreibung trifft es perfekt. :lol:


Das mit der Magenverstimmung ist echt übel, im wahrsten Sinn. Da hatte ich mal ein ähnliches Erlebnis in Washington, das war nicht so toll. Aber man will ja deswegen nicht einen Urlaubstag vergeuden und kämpft sich dann irgendwie durch den Tag.
Ich hoffe, dir ging es dann schnell wieder besser...


Greetz,

Yvonne

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #12 am: 20.04.2006, 20:11 Uhr »
Du hast recht: Ich meine das Hostel in der Bank Street..:)

Ich habe mir übrigens einen interessanten freud`schen Versprecher geleistet in meinem letzten Text..mal gucken ob ihr den findet..:)


Schöne Grüße

Patrick

*missy

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #13 am: 20.04.2006, 20:20 Uhr »
Fuers naechste Mal....geh in den Drugstore Duane Reade,CVS, Rite Aid und kauf dir ne Flasche Pepto Bismol...Kannste gar nicht verfehlen,der Saft ist grellrosa und hilft bei Magenverstimmung,Sodbrennen,Voellegefuehl,Durchfall etc.

Ich weiss nicht warum du so an deiner Cola und Salzstangen festgehalten hast??


Gruss

Missy

*americanhero

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #14 am: 20.04.2006, 20:26 Uhr »
Zitat von: Patrick82
Ich habe im
Parkaus des Hilton Hotels mein Magen für 11 Dollar abgestellt...



Oh cool, man kann seinen verstimmten Magen einfach für 11$ abstellen?
Das ist ja praktisch... :mrgreen:  :lol:  Ich glaube, das hättest du mal vorher wissen müssen, oder?

Na, ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.


Greetz,

Yvonne

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #15 am: 20.04.2006, 21:01 Uhr »
Naja das mit den salzstangen und der Cola war ja nur so eine erste Maßnahme. Ich hatte mir dann am nächsten Tag auch was gegen den Durchfall geholt. Ich wußte ja nicht das es doch ein bisschen was ernsteres war.

Tja wäre echt toll gewesen wenn ich mein Magen für 11 Dollar abstellen hätte können. Ich hätte sogar 20 Dollar gezahlt..;)

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #16 am: 22.04.2006, 12:00 Uhr »
4. Tag - 10.September 2005 : Heute mal ein auf Interstate..

Am heutigen Tage ging es dann weiter Richtung Washington D.C. Eigentlich wollte ich mir Philadelphia auch ein bisschen anschauen, aber durch meine gestrige Irrfahrt war mein Plan diesbezüglich etwas durcheinander gekommen. Ich nahm mir vor bei einer meiner nächsten Aufenthalte dieses nachzuholen.
Die Nacht selber war mal wieder nicht besonderst erwähnenswert. Ich konnte kaum schlafen und mußte ständig aufstehen. Trotzdem ging es mir am nächsten Tag eigentlich relativ gut. Doch ich entschloss mich, mir wenigstens was gegen den Durchfall zu besorgen.
Nachdem ich dies gemacht hatte ging ich zurück ins Parkhaus und machte mich auf den Weg Richtung Waschington. Dieses mal wollte ich allerdings die Interstate benutzen. Ich hatte mir gedacht, an anderen Tagen es vielleicht nochmal mit den etwas kleineren Straßen auszuprobieren.
Über Baltimore kam ich wie erwartet auch sehr schnell voran. Da die Jugendherberge in Washington selber schon ausgebucht war, hatte ich mir eine in West Virginia bei Brunswick ausgesucht. Von da aus waren es knapp 1  Stunden bis Washington, daher wars eigentlich nen guter Kompromiss.
 
 Schnitt

Leider verrärt mir ein Blick auf die Uhr das ich jetzt dringend nochmal wohin muss. Tut mir leid, ich werde dieses natürlich so bald wie möglich fortsetzen.

*aeschbi

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #17 am: 30.04.2006, 18:22 Uhr »
Hallo
Fahre auch mit und wünsche natürlich gute Besserung  :?


Skype: aeschbi57

*jochenrosi

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #18 am: 01.05.2006, 20:08 Uhr »
Schöön, ein neuer Bericht!!

Wir freuen uns und wünschen dir ebenfalls gute Besserung!!!

 
Schöne Grüße
Jochen & Rosi

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum


*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #19 am: 01.05.2006, 22:04 Uhr »
Fortsetzung 4. Tag - 10.September 2005:

Soo, endlich gehts wieder weiter. Erst mal muss ich mich korrigieren, weil die Jugendherberge liegt doch noch in Maryland und zwar bei Harpers Ferry.
Am heutigen Tage kam ich also gut voran. Gegen Nachmittag war ich dann in Harpers Ferry . Dieses mal handelte es sich um eine etwas kleinere Jugendherberge die in einem normalen Haus untergebracht war. Allerdings machte diese erst wieder um 18 Uhr auf, so dass ich noch ein paar Stunden Zeit hatte. Daher entschied ich mich mir die Gegend anzugucken. Diese ist auch wirklich lohnenswert. Immerhin geht hier der Appalachian Trail entlang. Also zum wandern ist es hier wirklich schön.
Zuerst schaute ich mir so ein kleines Städtchen (New Brunswick) an. Hieß wohl früher mal East Berlin. Dort versuchte ich dann auch mal was zu essen, aber irgendwie ging leider nicht sehr viel rein.
Danach fuhr ich in zu einem National Historical Park. Durch diese Gegend wurde wohl mal ein relativ wichtiger Kanal gebaut und außerdem fand hier eine  Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg statt. Ist im Prinzip wie ein Freilichtmuseum. War alles sehr entspannend und genau das richtige was ich jetzt gebrauchen konnte. Gegen Abend, als dann die letzten Besucher zum Parkplatz wieder fuhren, machte ich mich dann auch auf dem Weg. Unterwegs noch an einem Supermarkt gehalten (das fahren dort auf den hügligen Straßen hat wirklich spass gemacht) und danach zur Jugendherberge.
Die Jugendherberge an sich war wirklich toll. Man hatte das Gefühl, man wäre in einem normalen Privathaus. Jedenfalls war so eingerichtet. Von allen Jugendherbergen war das die wo ich mich am allerwohlsten gefühlt habe. Kann ich nur weiterempfehlen.
Von der Ausstattung gabs fast nix zu beanstanden: Küche, Waschmaschine, Internet (wenn auch etwas langsam), alles sehr sauber, nette Herbergsfrau, schöne Wiese draußen, ruhig
An diesem Abend lernte ich dann auch einen kennen, der wohl früher in Deutschland aufwuchs und vor über 20 Jahre mal für ein paar Monate in die USA wollte. Daraus sind dann die besagten mehr als 20 Jahre geworden..:)
Er war hier um ein bisschen wandern zu gehen. War sein erstes Mal und er hatte sich auch einen ganzes Buch darüber durchgelesen. Das wichtigste hat er aber falsch gemacht: Er hat vergessen die Schuhe einzulaufen... :roll:  Somit gabs für ihn ein paar nette Blasen. Immerhin wußte er jetzt was er falsch gemacht hat..:)
Gegen 10 Uhr war dann auch Bettruhe angesagt, was mir natürlich auch sehr entgegen kam.
Bevor ich zu Bett ging suchte ich mir noch schnell eine Route nach Washington für den nächsten Tag raus und hoffte das die kommende Nacht mit den Tabletten besser wird.

Gute Nacht!

*America_Crazy

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #20 am: 02.05.2006, 22:12 Uhr »
Ein schöner Bericht, der angenehm zu lesen ist. Gute Besserung und ich freue mich schon auf die Weiterfahrt.

Gruß
America_Crazy



*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #21 am: 03.05.2006, 00:16 Uhr »
Hallo!

Leider komme ich heute nicht mehr dazu weiter zu schreiben. Aber als Entschädigung gibs noch ein paar Bilder vom letzten Eintrag...:)


Das kleine Örtchen New Brunswick (war nicht viel los)


Kurzer Blick ins Flusstal


Im NHP von Harpers Ferry


Ein paar Statisten aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs (verdammte Rebellen..;) )

Ich hoffe mal ich kann heute noch weiter schreiben..

Gute Nacht

*America_Crazy

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #22 am: 03.05.2006, 09:19 Uhr »
Danke für die schönen Bilder. Die gefallen mir richtig gut. MIr gefällt insbesondere das Bild auf das Flusstal.
Ich freue mich schon auf die Weiterfahrt.

Grüße
America_Crazy



*Leo68

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #23 am: 03.05.2006, 09:48 Uhr »
Hey toll, jetzt klappt's ja auch mit den Bildern  :D  :D  :D

Gruß
Rainer

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #24 am: 03.05.2006, 22:43 Uhr »
5. Tag - 11. September 2005

Heute also gehts auf nach Washington D.C.. Wie immer bin ich morgens sehr früh aufgestanden. Die Nacht über mußte ich leider wieder sehr häufig die Toilette aufsuchen. Aber daran hatte ich mich ja jetzt schon fast gewöhnt..;)

Ich kam dann auch sehr zeitig los und fuhr Richtung Washington. Da heute natürlich der 11. September war, rechnete ich fest damit, das irgendetwas in der Stadt los sein wird. Die Fahrt Richtung Washington gestaltete sich sehr einfach und somit war ich relativ fix in der Stadt. Nun stand ich natürlich wieder vor dem Problem ein Parkplatz zu finden (ich habe leider erst am nächsten Tag erfahren, dass es eine Zugverbindung gibt). Ich wußte natürlich auch nicht, dass man in Washington am We fast überall an der Straße umsonst parken kann. Somit hatte ich dann das Auto in ein Parkhaus gestellt. Da ich dort aber nur maximal 4 Stunden parken durfte, machte ich mich erst mal auf dem Weg eine Möglichkeit zu finden mein Auto dauerhaft abstellen zu können. Durch Nachfrage in der örtlichen Jugendherberge fand ich oben erwähntes heraus und somit stellte ich mein Wagen dann an die Straße.

Nun konnte die Entdeckungstour beginnen. Ich machte mich auf Richtung Kapitol. Da es noch sehr früh war und dazu Wochenende war in der Stadt selber nicht sehr viel los.
Zuerst schaute ich mir das Kapitol an. Leider kam man nicht sehr nach dran, weil drum herum viel abgesperrt war.



Da es an diesem Tag mal wieder sehr heiß war und ich mich nicht allzu überanstrengen wollte, hatte ich vor so eine Tour mit einem kleinen Bus zu machen. Leider war heute, aufgrund des 11. Septembers viele Teile der National Mall für den Verkehr abgesperrt. Also wählte ich nen Kompromiss und fuhr bis zur Hälfte der Mall und wollte dann zu Fuss den

Also kam ich zunächst zum Denkmal für den Zweiten Weltkrieg. Hier waren lauter Säulen aufgestellt. Jede stand für einen Bundesstaat oder ein amerikanisches Außengebiet. Sehr beeindruckend muss ich sagen.


Als nächstes machte ich mich dann auf den Weg zum Lincoln Memorial. Ich hatte mir zwar was zu trinken eingepackt, allerdings war dies auch sehr schnell leer und somit bekam ich einen mächtigen Durst. Und nirgens gabs irgendetwas zu trinken. Es war wirklich schrecklich.
Irgendwann erreichte ich dann das Lincoln Memorial (machte vorher aber noch ein Foto vom Washington Monument ).


Als ich schon fast am Memorial war, sprach mich ein junger Mann an. Dieser hatte einen ganzen Wagen voller Wasser. Er fragte ob ich Wasser wollte, ich sagte natürlich ja und zückte auch schon das Geld, da stellte sich heraus, dass er zu einer religiösen Gruppe gehörte und daher nichts dafür wollte. Normalerweise bin ich ja nicht gläubig, aber in der Situation fand ich das schon echt toll. Fürs erste war mein Durst also gestillt. Nun konnte ich mir das Lincoln Memorial genau angucken.


Sieht schon echt beeindruckend aus

Leider hatte ich relativ schnell wieder Durst und somit machte ich mich wieder auf die Suche. Es gab sogar wohl Möglichkeiten wo man sonst was zutrinken kaufen konnte...nur heute hatten die zu..:)

Nun ging noch zum Denkmal für den Korea-Krieg.  Jeder Soldat steht für ein Land (soweit habe ich es jedenfalls noch in Erinnerung, kann sein das es auch nicht so ist)


Auf dem Weg zum Weißen Haus gabs dann endlich was zu trinken. Hier standen mindestens 5(!) Buden hintereinander die alle irgendwie das selbe im Sortiment hatten..:)

Immerhin hatte ich jetzt genug zu trinken. Somit kam ich dann zum Weißen Haus, dass an diesem Tag noch viel weiter abgesperrt war als sonst. Smoit konnte man nicht viel erkennen. Immerhin hob ein Hubschrauber ab und als dieser über uns hinweg flog winkten die ganzen Amerikaner..:)


Zum Washington Monument wollte ich nicht mehr. Es war mir einfach zu warm und ich fühlte mich auch schon etwas schlapp. Somit ging ich dann nochmal Richtung Smithsonium. Ich ging in eine Ausstellung über koreanische Kunst. Mein Hauptgedanke war allerdings die Suche nach einer Toilette..;)


Nachdem ich mich etwas ausgeruht hatte, entschloss ich mich wieder zurück nach Harpers Ferry zu fahren. Durch das Wetter war der ganze Tag doch sehr anstrengend. Über den Tag hinweg wurden entllang der Mall wohl Vorbereitungen führ eine Gedenkveranstaltung gemacht.

Auf der National Mall war dann auch noch so eine Art Volksfest. Allerdings wohl nur für Black Americans. Jedenfalls war ich wohl einer der wenigen Weißen die darüber gingen. Immerhin weiss ich jetzt wie sich ein Fremder in einem anderen Land fühlt. Schon irgendwie seltsam...

Ich erreichte dann auch meinen Wagen und wollte auf den direkten Weg aus Washington heraus. Der direkte Weg hieß bei mir erst mal verfahren..:) Ich fuhr jedenfalls in die vollkommen falsche Richtung. Eine Zeit lang später und nach mehreren Flüchen über mich selbst (;)) fand ich dann doch den richtigen Weg heraus und fand recht schnell zurück nach Hapers Ferry. Dort machte ich dann auch nicht mehr viel. Darüber hinaus nahm ich mir für den nächsten Tag vor einen Arzt aufzusuchen, da mein Durchfall nicht besser wurde.

Also Gute Nacht![/u]

*America_Crazy

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #25 am: 03.05.2006, 22:53 Uhr »
Da hast du ja wirklich Pech gehabt mit Durchfall und deinem ingesamten Wohlempfinden. Ich hoffe, dass du dich dann schon bald während deiner Reise besser gefühlt hast.

Mir gefallen die Bilder aus Washington DC sehr gut. Ich war ja erst letztes Jahr dort. Es ist eine sehr schöne und beeindruckende Stadt.
Dein Bericht liest sich sehr gut und ich bin mit Freude dabei. Ich freue mich schon auf die weiteren Reisetage.

Gruß
America_Crazy



*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #26 am: 07.05.2006, 23:30 Uhr »
12. September 2005 - 6.Tag : Auf zum Arzt..

Wie der Titel schon andeutet, ging es heute dann zum Arzt. Mein Durchfall ist einfach nicht besser geworden. Also fragte ich die Herbergsfrau wo hier denn ein Arzt wäre. Sie beschrieb mir dann den Weg zum nächsten Arzt. Dieser war in Charles Town, ein paar Meilen entfernt.

Auf dem Weg dorthin brachte ich noch den Wanderer zum Bahnhof. Da seine Blasen nicht besser wurden und ihm hier in Hapers Ferry tagüber nichts anderes übrig blieb als durch die Gegend zu laufen (ab 10 am war die Herberge bis abend zu) wollte er mit dem Zug nach Washington fahren und dort ein wenig ausspannen in der örtlichen Jugendherberge.

Nachdem ich ihn am Bahnhof rausgelassen hatte, führ ich also nach Charles Town. Denn Arzt fand ich auch recht schnell. Auf dem Weg noch zum Bankautomaten (hatte natürliche eine Auslandskrankenversicherung aber ich mußte alles vorstrecken). Die Untersuchnung war ganz ok, wir verstanden uns eigentlich ziemlich gut (bis auf ein paar Ausnahmen). Da er aber noch ein paar Tests machen wollte, die aber nicht selber durchführen konnte, schickte er mich ins nächste Hospital.

Dieses war zum Glück auch gut zu finden. Die Untersuchung dort dauerte dann etwas länger (auf Details möchte ich lieber nicht eingehen..:) )

Gegen Mittag konnte ich dann das Hospital verlassen. Nun konnte ich mein eigentliches Programm starten. Heute sollte es wieder nach Philadelphia gehen. Unterwegs wollte ich noch ein Abstecher zum Battlefield Antietam. Dieses erreichte ich dann auch relativ schnell (auch wenn ich unterwegs einmal kurz fragen mußte, ich hatte irgendwie das Gefühl immer im Kreis drumherum zu fahren..:) ).

Es war nicht viel los. Bis auf so ein paar einzelne Besucher wars sehr leer. Ich hatte auch das Gefühl das es an diesem Tag noch viel heißer war als die letzten Tage. Ich ging ein bisschen durch die Gegend und machte so ein paar Fotos.




Da in anbetracht der Dinge bei so einem Wetter keinen Gewaltmarsch machen wollte, entschied ich mich wie die meisten, den Est mit dem Auto abzufahren. War eigentlich ganz interessant.
Ist wahrscheinlich nicht mit Gettysburg zu vergleichen, aber ich fands trotzdem nett..:)

Die Zeit ging mal wieder sehr schnell rum. Es war schon später Nachmittag, also machte ich mich auf den Weg nach Philadelphia. Ich wählte eine Strecke abseits der Interstate. An diesem Tag fand ich dann auch viel besser zurecht. Es war eigentlich sehr angenehm zu fahren. Auch wenn sich die ganze Strecke sehr hinzog. Ich hatte eigentlich vorgehabt im hellen noch anzukommen. Dieses schaffte ich allerdings nicht. Noch Unterwegs dämmerte es schon. Das letzte Stück fuhr ich dann auf der Interstate weiter. Was ich so ein bisschen die ganze Zeit (eigentlich überall wo ich war) vermißt habe, waren Schilder die einem anzeigten wie weit es noch wäre. Es gab zwar welche, aber die waren doch sehr sporadisch aufgestellt. Smoit war ich zuletzt dann doch etwas ungeduldig.

Es war dann auch schon dunkel als ich dann endlich nach Philadelphia kam. Dieses mal übernachtete ich in einer andere Jugendherberge. Sie lag in so einem relativ großen Park. Dadurch, dass ich mir von der Umgebung wie immer einen reltiv großen Ausschnitt ausgedruckt habe, fand ich die Jugendherberge sehr fix.

Von außen sah die Herberge wirklich sehr schön aus (ich weiss gar nicht warum ich kein Foto gemacht habe). Hatte sowas von einem Herrenhaus. Innendrinnen waren viele Zimmer noch mit alten Möbeln ausgestattet. Die Fussböden aus Holz (quietschten schön..:)). Habe mich dann doch erst mal in einen schicken Ohrensessel gesetzt und ein Buch gelesen.

Da ich wohl etwas spät kam, war das Bett was ich bekommen habe nicht so das schönste. Die Zimmer waren nicht sehr hoch und somit war in dem Etagenbett zwischen Matratze und der Decke kaum Platz. Somit war das ins Bett klettern schon ein ziemlicher Akt. Darüber hinaus war genau über mir ein Lüftungsgitter. Alles nicht sooo toll. Naja im Endeffekt kann man sagen bis auf das Bett war die Jugendherberge ganz ok.

Gesundheitlich gings mir den Tag über eigentlich schon besser. Am Abend aber verschlechterte sich mein Zustand wieder etwas. Ich beschloss daher recht früh mich wieder schlafen zu legen. Der Arzt in Charles Town hatte mir gesagt, dass wenn es mir schlechter gehen sollte, ich doch nochmal ein Krankenhaus aufsuchen sollte. Mir dämmerte es jedenfalls, dass ich dieses am nächsten Tag nochmal tun sollte.

Aber erst mal ging ich ins Bett.

Gute Nacht

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #27 am: 09.05.2006, 23:27 Uhr »
13. September 2005 - 7.Tag:

Heute sollte es ein besonderst "lustiger" Tag werden. Der Morgen fing erst mal gar nicht so toll an. Die Nacht über konnte ich äußerst schlecht schlafen (ich hatte einen furchtbaren Apltraum).
Nachdem ich aufgestanden war entschied ich mich nochmals ins Krankenhaus zu fahren. Ich ließ mir den Weg dorthin beschreiben und fand dieses dort auch sehr schnell. Nun folgte aber eine stundenlange Warterei. Selbst als ich schon im Behandlungsraum war, mußte ich ständig auf den Arzt warten. Immerhin mußte ich in diesem Hospital kein Geld bezahlen. Soweit ich mich erinnern kann war ich so um kurz nach acht da und bis ich heraus kam, wars schon kurz nach 14 (!) Uhr.

Eigentlich wollte ich an diesem Tag nochmal zu den Amish People, aber da es nun schon immer später wurde entschied ich mich auf den Weg nach New York zu machen. Am Anfang nahm ich dann auch dieses mal die Interstate. Trotzdem muss mich wohl während der Fahrt irgendetwas wieder geritten haben. Jedenfalls bog ich kurz vor New York wieder auf den Highway. Dementsprechend kam ich dann auch voran, weil ja nun auch noch der Feierabendverkehr einsetzte.

Ich näherte mich über New Jesery und wähle den Lincoln Tunnel um nach Manhattan zu kommen. Vor dem Tunnel war natürlich Stau. Den Grund dafür bemerkte ich dann später auch. Zur Toll-Station hin gab es drei Spuren. Die Toll-Station selber hatte sieben oder acht, dahinter war dann allerdings nur eine Röhre mit zwei Spuren freigegeben. Die Polizisten die sich das ganze Schauspiel anschauten wie sich so eine riesen Masse an Auto Richtung dem Nadelöhr bewegten, lachten auch einfach nur noch. Durch meine Dreistigkeit kam ich doch noch  recht schnell voran.  

Nun war ich also in Manhattan. Übernachten wollte ich wieder in der mir bekannten Jugendherberge. Als erstes brauchte ich ein Parkplatz für mein Auto. Ich fuhr so ein bisschen durch die Straßenschluchten und fand dann etwas abgelegen ein Parkhaus, bei dem ich das Auto für 24 h lassen konnte. Hier kam ich auch mit dem System des einparken lassens in Berührung. Sehr praktisch...:)
Also machte ich mich jetzt  mit der subway auf den Weg zur Herberge. Unterwgs noch schnell bei Subway (ich verspürte das erste mal sein Tagen wieder einen richtigen Hunger) rein. Nun freute ich mich auf einen entspannten Abend. Daraus wurde nun leider gar nix.

Kurz vor meiner Reise hatte ich noch ein paar Sachen umgeplant. Bei dieser Aktion muss ich mich wohl beim Datum vertan haben. Jedenfalls mußte ich vor Ort feststellen das ich eine Reservierung für den nächsten Tag hatte. An diesem Abend (es war schon 9 pm) waren sie natürlich restlos ausgebucht. Man gab mir eine Liste mit Nummer von Unterkünften die auch noch recht günstig gewesen wären. Aber auch die hatten kein Bett mehr frei.

Nun hatte ich die Wahl zwischen einem teuren Hotelzimmer in New York oder ich müßte nach außerhalb fahren. Da ich am nächsten Tag eh Richtung Norden wollte, entschied ich mich New York noch diese Nacht zu verlassen.

Also wieder zurück zum Auto. Die Gegend wo ich durch mußte war vielleicht für Touristen um die Zeit nicht sooo toll. Ich holte also wieder mein Auto und ab ging es auf den Hudson Freeway Richtung Norden. Unterwegs muss ich wohl eine falsche Abfahrt genommen haben, jedenfalls war ich plötzlich schön in der Bronx. An dem Abend hatte ich echt ein bisschen Bammel und mir fielen schwere Brocken vom Herzen, als ich dann aus der Gronx draussen war. Da ich überhaupt nicht wußte wo ich war (ich war schon etwas müde) hielt ich an einer Tankstelle und fragte anhand meiner Karte wo ich denn wäre.

Nachdem ich das nun wußte fuhr ich weiter Richtung Nordosten und entdeckte auch ein Motel. Dieses war zwar auch nicht so günstig, aber immerhin billiger als in Manhattan..:) Außerdem nahm meine Müdigkeit weiter zu. Es war schön mal wieder in einem größeren und gemütlicheren Bett allein im Zimmer zu schlafen. Außerdem guckte ich ein bisschen amerikanisches Fernsehen. Meinem Magen gings jetzt auch weider viel besser.

Also versank ich friedlich in den Schlaf..:)


Gute Nacht!


Da dieses ja sowas wie die Halbzeit war, wollte ich mal eine kleine Bilanz ziehen. Trotz meiner Magenprobleme war die ganze Reise bis dahin einfach nur Klasse. Ich war einfach nur Begeistert und war froh hier zu sein.

*jochenrosi

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #28 am: 27.05.2006, 13:10 Uhr »
Sehr schöner Bericht.....

Auch wir waren 2003 in dieser Ecke, und es hat uns sehr gut gefallen.
Es ist sehr schön, wenn man deinen Bericht liest, da kommen wieder die ganzen Erinnerungen auf.
 :lol:  :lol:

wir hoffen, dass es dir auf der weiteren Stecke besser geht.  :klo:  :wink:
Schöne Grüße
Jochen & Rosi

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum


*Patrick82

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Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #29 am: 27.05.2006, 17:07 Uhr »
Soo nachdem ich leidder schon lange nix mehr geschrieben habe, nutze ich jetzt mal ein freie Minute dafür. Erst einmal danke schön für die Kommentare hier, ich hoffe ich schaffe es jetzt wieder öfters zu schreiben...:)



14. September 2005 8. Tag:

Die heutige Nacht war sehr entspannend...:) Die erste Nacht seit Tagen in der ich durchgeschlafen habe. Auch meinem Magen gings wieder sehr gut..  :D
Frisch und munter machte ich mich also wieder auf den Weg. Vorher genoss ich noch die Landschaft. Mir war gestern abend dadurch das es dunkel war gar nicht aufgefallen wie schön es hier doch ist (ein Foto reiche ich nach).

Zum Frühstück futterte ich ein paar Donats und trank ein bisschen Apfelsaft (mein Magen freute sich richtig auf die Nahrung). Das Wetter war heute wieder traumhaft. Ich fuhr eine zeitlang an einem See vorbei und machte mich dann auf den Weg Richtung Hartford. Ich nahm hauptsächlich die Highways. Es ist einfach herrlich in New England mit dem Auto zu fahren. Die vielen Hügel und die kurvenreichen Straßen machen einfach nur Spass. Auch der Verkehr hält sich sehr in Grenzen. Hier macht fahren noch Spass..:)

Gegen Nachmittag erreichte ich Hartford. Hartford ist keine wirklich spannende Stadt und es sollte auch nur ein Zwischenstation nach Boston sein. In Hartford selber befinden sich die Konzernzentralen einiger großer Versicherungen hier in den USA.

Die Jugendherberge hier enttäuschte mich ein bisschen (es war allerdings die einzige Enttäuschung was Jugendherbergen an geht). Sie war in einem normalen Wohnhaus untergebracht und man wohnte mit den Inhabern in dem Haus zusammen. Es gab zwar getrennte Bereiche, aber irgendwie war mir die Herberge nicht sehr sympathisch. Da ich hier aber nur zum schlafen war, störte es mich nicht wirklich.

Da es noch Nachmittags war, machte ich mich auf um die Stadt zu erkunden. Es gibt hier in Hartford ein gut ausgebautes Bussystem. Jedenfalls unter der Woche, am We fährt wohl kein Bus! Ich war zum Glück in der Woche da. Also fuhr ich mit dem Bus in die Stadt. Der Bus hielt an jeder Ecke so ungefähr alle 50 m (das ist kein Witz..:) ). Dementsprechend dauerte es ein bisschen, bis ich dann in der Stadt war.

Ich hatte mir ein kleinen Plan mitgenommen und erkundete die Stadt. Im Prinzip war die Stadt ganz ok. Sie war nicht umwerfend, aber man konnte sich einige Dinge anschauen (wie z.B. das Old State House). Außerdem gabs einen recht großen Park in der Stadt. Dort gabs dann auch so einen Brunnen der so dermaßen kitschig war..unglaublich (Bild liefere ich nach).

Die Zeit ging eigentlich sehr schnell um. Es gab dort auch die Möglichkeiten kostelos mit so einem kleinen Trolley die Sehenswürdigkeiten abzufahren. Ich nahm dann auch einen und stieg dann aber auf der Hälfte aus, weil ich mir es doch zu Fuss anschauen wollte. Irgendwie hatte ich vergessen, dieses dem Fahrer zu sagen, jedenfalls wartete er ziemlich lange, bevor er dann losfuhr. Aber da ich eh der einzigste Fahrgast war, wars auch nicht soo schlimm..:)

Gegen Abend war ich dann wieder in der Jugendherberge. Ich machte mir  was zu essen und guckte etwas fern (mir was irgendwie danach...außerdem liefen gerade Steven Segal-Filme.. :wink: ).

Ich ging wieder recht früh ins Bett, da ich am nächsten morgen früh raus wollte. Auch wenn das Bett nicht unbedingt das beste war, schlief ich wieder sehr schnell ein.

Dann bis zum nächsten Tag..:)

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #30 am: 27.07.2006, 10:57 Uhr »
Endlich schreibe ich meinen Reisebericht weiter..:) Sorry das das jetzt so lange gedauert hat. Aber immerhin will ich diesen Reisebericht bis zum 12. September beendet haben (dann gahts wieder übern Teich!!!..;) ).

15. September 2005 9. Tag:

Heute sollte es dann Richtung Boston gehen. Ich hatte mir für die nächste Nacht eine Unterkunft in der Nähe von Boston heraus gesucht. Der Weg aus Hartford heraus war relativ einfach. Auch wenn ich eine Straße nicht benutzen durfte, da gerade Schulbeginn war und die Lotsen diese dann für den Verkehr sperrten.
Ich entschied mich bis Springfield auf der Interstate zu fahren und ab da dann über Highways zu meinem Ziel zu kommen. Auf dem Weg dorthin passierte auch nicht viel. Ich genoss die schöne Landschaft.
Die Unterkunft die ich gebucht hatte lag in Littleton, welches ungefähr 30 bis 40km von Boston entfernt lag. Ich hatte leider keine richtige Adresse, nur von einer Postbox in der örtlichen Poststelle. Allerdings dachte ich mir, dass die Unterkunft schon bekannt sein wird. Leider mußte ich fesstellen, dass dies überhaupt nicht der Fall ist. Wen ich auch gefragt habe, niemand konnte damit irgendetwas anfangen. Je mehr ich einsehen mußte, dass es doch nicht so einfach wird, desto frustrierter wurde ich (immerhin lernte ich die Gegend kennen.;) ). Ich war schon kurz bevor, mir was anderes zu suchen, da fragte ich ein letztes Mal noch im US Postal Office nach. Wenns so eine Postbox da gibt, dann sollten die ja auch bescheid wissen. Dort konnte man mir dann auch zum Glück helfen. Mit der Wegbeschreibung fand ich auch die Jugendherberge. Ich glaube ohne Beschreibung hätte ich die nie gefunden. Die Jugendherberge war sehr schön. Sie lag mitten im Grünen. Es bestand aus zwei Gebäuden. In einem wohnte die Familie und in dem anderen die Gäste. Die Zimmer waren schön eingerichtet. Ich schlief alleine in einem Zimmer mit zwei Betten. Es erinnerte mich alles stark an einen Bauernhof. Diese Unterkunft war sicherlich ein Highlight. Ich lernte noch eine Frau aus Dänemark kennen. Außerdem war noch ein Typ da, der allerdings ein etwas seltsamen Eindruck machte.

Ich entschied, mir nochmal die Gegend weiter anzugucken. Ich fuhr in einen Supermarkt um richtig schön einzukaufen (jetzt wo ich ja wieder ungestört essen konnte). Als ich gerade zurück wollte fing es an zu regnen. Es war der erste Regen überhaupt. Es waren wohl die Ausläufer vom Tropensturm Rita (dieser kam relativ direkt nach Hurrikan Katrina). Ich schaute mir noch ein paar Orte in der Umgebung an, und fuhr dann gegen Abend wieder zurück. Am nächsten Tag sollte es dann nach Boston gehen. Ich hatte es schon bereut, das ich nicht hier noch die nächste Nacht gebucht hatte. Sie hätte einen nämlich zum Bahnhof gebracht und von da aus hätte man dann stressfrei nach Boston fahren können. Denn in Boston mit einem Auto zu sein, sollte sich noch als sehr schwierig herausstellen. Leider war sie allerdings die nächsten Tage ausgebucht.

So beendete ich diesen Tag. Ich  aß noch etwas und unterhielt mich mit der netten Dame aus Dänemark.

Und tschüss..:)

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #31 am: 28.07.2006, 18:51 Uhr »
16. September 2005 - 10. Tag:


Heute gings dann los Richtung Boston. Trotz intensiver Planung, stolperte ich mal wieder nach Boston hinein und war dann im Endeffekt genau da wo ich auch sein wollte..:)
Nun stand ich dann allerdings auch schon vor dem ersten Problem: Wo soll ich nun mein Auto lassen?! Da ich erst mal in Ruhe gucken wollte, stellte ich mein Auto neben eine Parkuhr ab und warf Geld für die maximalen 4 Stunden Parkzeit ein. Nun machte ich mich also auf die Suche. Und naja was soll ich sagen: Sehr schwierig! Die meisten Parkplätze die ich fand waren nicht nur teuer sondern auch nur für tagsüber. Das kam für mich natürlich weniger in Frage, da ich ja auch nachts meine Auto irgendwo stehen haben mußte.
Nach längerer erfolgloser Suche, fragte ich mal in der Jugendherberge nach: Sie konnte mir nur ein paar Adressen nennen. Allerdings konnte man bei fast allen wiederum nur tagsüber parken.
Somit mußte ich dann in den total sauren Apfel beißen und für 30 Dollar den Tag in einem Parkhaus parken. Immerhin wurde einem das Auto eingeparkt und auch wieder ausgeparkt. Aber wie die Herbergsfrau schon meinte: Autofahren in Boston ist keine gute Idee...(was sich auch dadurch bemerkbar machte, dass ich jedes mal in der Massachusetts Avenue im Stop and Go steckte (ob nun morgens, nachmittags oder abends).

Sonst schaute ich mir am ersten Tag die nähere Umgebung an. Den Freedom Trail wollte ich mir am nächsten Tag angucken.

Die Jugendherberge ist übrigens auch eine ganz nette. Ähnlich wie in New York, nur noch nach meinem Geschmack etwas besser. Da sich mein Buchungsfehler bis hierher durchgeschleppt hatte, mußte ich in der ersten Nacht in einem anderen Zimmer schlafen. War aber soweit kein Problem..:)

Was ich übrigens schon an diesem Abend beeindruckend fand,war wie der Nebel langsam zwischen die Wolkenkratzer zog. Sah richtig gespenstisch schön aus..:)

Naja dann bis morgen!

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #32 am: 30.07.2006, 22:41 Uhr »
17. September 2005 -11.Tag

Wie schon angekündigt wollte ich heute nun den Freedom Trail entlang gehen. Das Wetter war eigentlich recht angenehm. Es war schon wieder ein bisschen zu heiß.
Ich überlegte, ob ich mich einer Tour anschließen sollte oder mich alleine auf den Weg machen sollte. Ich entschloss mich alleine den Freedom Trail zu erkunden. Es war durchaus eine interessante Tour. Was ich vor allem sehr beeindruckend fand, war das Old State House. Wie so das alte Gebäude mitten zwischen den modernen Wolkenkratzern steht.
Ich ging also brav den Freedom Trail ab, um dann natürlich auch am Bunker Hill Monument die Spitze zu erklimmen. Leider wars in diesem sehr heiß so das man vollkommen durchnäßt oben an kam. Somit hielt man es auch nicht allzu lange da oben aus und ging sehr schnell wider herunter. Es sind glaub ich 172 Stufen...
Unten angekommen machte ich erstmal eine kleine Pause. Ich zählemich zwar durchaus zu den fitteren Leuten (Läufer..;) ), trotzdem ghen soviele Stufen bei en Temperaturen nicht spurlos an einem vorbei. Ich laube wenn ich mich in Washington entschieden hätt auch das Washington Monumet zu erklimmen, wäre ich bei der damaligen Hitze wohl wegen meiner angeschlagenen Gesundheit arg ins straucheln gekommen.
Najaich machte ich machte mich auf jedenfall wieder auf, den restlichen Freedom Tail zu erkunden und gelang dann zur USS Constitution. Ich beschloss nicht diese zu besichtigen, sondern meinen aufkommenden Hunger zu stillen.
Danach fuhr ich mit einer Fähre wieder Richtung Downtown Boston. Ich  entdeckte dort das Aquarium und besichtige dieses. Gleichzeitig buchte ich noch eine Vorstellung über Haie im benachbarten IMax.
Bis die Vorstellung begann dauerte es noch ein bisschen, also schaute ich mir die Gegend an. Eine solche Vorstellung kann ich übrigens jedem nur empfehlen (ob nun über Hai oder eine andere). Ist echt super...:)

Anschließend gönnte ich mir noch was zu Abendessen und ging dann zurück zur Jugenherberge und verbrachte dort den Abend (Internet, Zeitung lesen, TV gucken)

Bis morgen dann!

*Doreen & Andreas

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #33 am: 31.07.2006, 09:47 Uhr »
Schöner Bericht, Patrick.
Kurz und knackig, aber sehr interessant.
Gibt´s eigentlich auch Bilder dazu???
Viele Grüße,
Andreas
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*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #34 am: 02.01.2007, 21:53 Uhr »
*pfeif*...so nach längerer Abwesenheit melde ich mich auch mal wieder. Ich weiss, dass seit meinem letzten Eintrag sehr viel Zeit vergangen ist und der Bericht noch nicht beendet ist. Aber zur Entschädigung werde ich natürlich von meiner letztjährigen USA-Reise ebenfalls eine Bericht anfertigen.

Vorher muss ich aber noch den anderen Bericht beenden:

18. September 2005 - 12. Tag

So langsam näherte sich meine erste Reise dem Ende. Heute nämlich machte ich mich auf dem Weg wieder zurück nach New York. Allerdings würde ich vorher noch eine Nacht wieder in Hartford verbringen. Fest vorgenommen hatte ich mir für diesen Tag nix. Ich wollte einfach entlang der Küste fahren und unterwegs hier und da mal anhalten. Trotz dieser Planlosigkeit wars einfach ein toller Tag.
Unterwegs sah ich ein Schild, welches ein kleines Museum in einem Leuchtturm anpries. Naja der Leuchtturm war nicht wirklich eine wucht und der Eintritt war mir dann doch zu tuer, somit hielt ich einfach nur so an und beobachte das Meer und die Leute.

Irgendwann habe ich mich dann natürlich davon losgerissen und bin weitergefahren. Wenig später musste ich dann die Küste verlassen und bin Richtung Hartford auf der Interstate gefahren. Unterwegs bemerkte ich ein Schild von einem State Park. Ich beschloss mir die ganze Sache mal anzuschauen. Auf dem Weg dorthin fuhr ich durch wunderschöne Wälder und kleine Städtchen und Dörfer. Es war wirklich sehr schön. Kurz vor dem Ziel mußte ich dann noch eine Fähre nehmen, die über einen See fuhr. Zum Glück war die Fähre nicht zu teuer, weil sonst mein Geld wohl nicht gereicht hätte. Hatte nämlich vergessen zur Bank zu fahren.


Kurz hinterm See konnte man auch schon mein Ziel sehen. Von unten sah es aus wie eine Burg. Als ich dann da war, war ich schon etwas überrascht.


Hier wohnte wohl Anfang letzten Jahrhunderts irgendein mehr oder weniger bekannte Schauspieler. War wohl mal Darsteller in einigen Sherlok Holmes-Filmen. Hatte jedenfalls einen interessanten Geschmack. Er besaß sogar eine kleine Eisenbahn auf seinem Grundstück mit der Grand Central Station. Außerdem sah in dem Haus jede Tür irgendwie anderst aus. War schon ganz interessant. Es gab´übrigens einen ATM im Besucherzentrum...also hatte ich auch wieder Geld..:)
Nach einem Rundgang im Haus, entschloss ich mich nochmal runter zum Fluss zu gehen. Es war wirklich herrlich. Der Fluss hatte eine sehr angenehme Temperatur.
 
Da es nun auch schon etwas später war, entschloss ich mich auf den Weg nach Hartford zu machen. Ich fuhr nochmals durch schöne kleine Straßen um dann hinterher das letzte Stück auf der Interstate zurückzulegen.
Dieses mal wußte ich natürlich wo ich abfahren mußte und fand die Jugendherberge sehr schnell. Da es bald schin dunkel wurde entschied ich mich den Abend schön vor dem Fernsehen zu verbringen. Die junge Frau vom letzten mal war immer noch da. Ich unterhielt mich mit ihr ein bisschen. Ich fand es schon sehr beeindruckend wie man so lange in dieser Stadt verbringen kann. Nichts gegen die Stadt, aber so spannend ist Hartford wirklich nicht.
Da ich am nächsten Morgen früh aufstehen wollte, bin ich schon früh ins Bett. Habe mich dann noch mit jemanden anderen unterhalten. Er persönlich war wohl schon in allen Bundesstaaten bis auf South Dakota (war wohl sein Ziel alle Bundesstaaten zu besuchen). Er wüßte aber auch nicht wirklich was er da machen sollte, weil es da wohl nicht sehr viel besonderes gäbe. Zum Beweis zeigte er mir seinen Reiseführer wo mit Ausnahme von South Dakota (vielleicht wars auch North Dakota) zu allem was drin stand. Ich empfahl ihm vielleicht nur die Grenze einmal kurz zu überqueren..;)

Naja jedenfalls ging ich dann endgültig schlafen und war schon etwas traurig, weil meine Reise sich langsam zum Ende neigte.

Aber morgen gehts ja nochmal weiter..:)

*Doreen & Andreas

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #35 am: 03.01.2007, 10:38 Uhr »
Super, dass es nun doch noch weiter geht.

Gute Vorsätze für das Neue Jahr sind eine tolle Tradition  :lol:
Viele Grüße,
Andreas
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*Anonymous

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #36 am: 09.01.2007, 20:40 Uhr »
Sooo..heute nun will ich den Reisebericht endlich beenden. Natürlich werde ich so schnell wie möglich zu sehen, den neuen für letztes Jahr wieder anzufangen.

19. September 2005 - 13. Tag:

Heute also geht nun endgültig zurück nach New York. Nachdem ich relativ früh aufgestanden bin, machte ich mich sofort auf dem Weg nach New York. Mußte dann aber schon nen kleinen Umweg in Hartford nehmen, da die Jugendherberge bei einer Schule war und während des Schulbeginns die Straße davor gesperrt war..immerhin hatte ich ein auswärtiges Kennzeichen. Auf dem Weg nach New York kam ich relativ flott voran Wobei natürlich der Autoverkehr immer dichter wurde je näher man an New York heran kam. Ich fand auch relativ problemlos zum Flughafen und gab mein Auto ab. Anschließend fuhr ich dann wieder mit der Subway nach Manhattan. Im laufe des Tages habei ch dann auch nichts spektakuläres gemacht. Ich fuhr nochmal richtig South Ferry und nahm nochmal die Fähre Richtung Staten Island (die Fähre ist einer meiner Lieblingsplätze in New York City...vor allem abends wenn es schön dunkel ist und man die ganzen Lichter beobachten kann). Dananch fuhr ich dann nochmal zum Times Square um in die Lichter und die Menschenmassen einzutauchen. Ich fuhr relativ früh zur Jugendherberge zurück und verbrachte dort noch den restlichen Abend.


20. September 2005 - 14.Tag

Heute also gings wieder zurück nach Deutschland. Ein bisschen wehmütig war ich natürlich schon. Trotz der Krankheit fand ich die Zeit einfach nur super (um nicht zu sagen das ich rundum glücklich war). Es hatte sich definintiv gelohnt in die USA zu fliegen. Außerdem war ich mir sicher das ich auf jedenfall wieder komme will und werde (das es so schnell, also im darauffolgenden Jahr war, hätte ich damals nicht gedacht).

Da mein Flug erst gegen nachmittag bis abend ging hatte ich noch ein bisschen Zeit. Ich fuhr nochmal zum Times Square um einen bisschen einzukaufen. Leider hatte ich meinen schweren Rucksack dabei. Fotos habe ich in den letzten zwei Tagen nicht mehr gemacht, sonder nur noch ein paar Filmchen. Ich genoß noch einmal New York. Gegen Nachmittag machte ich mich dann direkt vom Times Square auf dem Weg per Subway Richtung JFK. Als ich dann wenig später im Flugzeug saß, wars schon ein sehr beklemendes Gefühl (wäre am liebsten wieder ausgestiegen). Der Rückflug war nicht sonderlich spektakulär. Ich mußte wieder in Zürich umsteigen und kam gut in Hannover an wo dann auch schon meine Eltern warteten.

Tja das war dann meine erste Amerika-Reise. Glücklicherweise folgte die zweite dann schon ein Jahr später. Also bis zum nächsten Reisebericht.

*Patrick82

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #37 am: 09.01.2007, 20:47 Uhr »
Der Gast war natürlich ich..:)

*Palo

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Re: Nordosten - 2 Wochen -September 2005
« Antwort #38 am: 30.01.2007, 14:28 Uhr »
Sehr schöner Bericht!!! :)
Gruß

Palo

 

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