Südwesten ab Denver: Rote Steine, Weiße Tasche, Bunte Bäume

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*saibot

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Antw:Südwesten ab Denver: Rote Steine, Weiße Tasche, Bunte Bäume
« Antwort #30 am: 23.04.2017, 07:33 Uhr »
Tolle Bilder vom Ah Shi Sle Pah!
Diese Hoodoos stehen jetzt auch auf unserer To Do Liste, wenn es uns irgendwann wieder in den Südwesten verschlägt.

In diesem Sommer geht es erst einmal auf die "Nordschleife" mit Start-Ziel Denver. Auch wir haben einen Mietwagen über ADAC/Hertz gebucht  :shock:. Ich will hoffen, die Kostenfrage bei euch geht final gut aus. Ansonsten bitte sagen, wenn man sich vor dem Besuch bei Hertz besser einen "Peacemaker" besorgen sollte.
Gruß
Tobias

*mrh400

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Antw:Südwesten ab Denver: Rote Steine, Weiße Tasche, Bunte Bäume
« Antwort #31 am: 23.04.2017, 10:55 Uhr »
Ich will hoffen, die Kostenfrage bei euch geht final gut aus.
ja, aber erst auf die Mail hin hatten wir - erstaunlich schnell - eine verbindliche Auskunft. Ein zugesagter Anruf von Hertz wurde nicht getätigt. Anrufe bei Hertz in Denver unter der uns mitgegebenen Rufnummer landeten in einer Warteschleife mit Weiterverbindung an irgendeinen Dienstleister. Zum Anruf bei Hertz in Deutschland siehe oben. Erst wo es schriftlich wurde, kamen die in die Gänge.

Ansonsten bitte sagen, wenn man sich vor dem Besuch bei Hertz besser einen "Peacemaker" besorgen sollte.
Falls es wirklich Zweifel geben sollte:
- wenn möglich, englischsprachigen Ausdruck der Buchung mitnehmen (ich weiß nicht,  ob das geht, wenn man "deutsch" gebucht hat)
- auf der Buchungsbestätigung vom Manager (mit kompletter Namensnennung - die sage sonst immer nur, sie heißen Mary oder John oder was auch immer auf ihrem Wapperl steht) unterschreiben lassen, daß noch zu klären ist, ob Hertz add-ons zum genannten Preis von xyz verlangen darf
- die Buchungsbestätigung und den Vertragsabschnitt mit den aufgelisteten Zusatzkosten abfotografieren und mit Beschwerdemail an webmaster_de@hertz.com schicken.
Gruß
mrh400

*mrh400

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« Antwort #32 am: 23.04.2017, 10:59 Uhr »
9. Tag Sonntag 18.09.2016 Farmington – Page

So ganz klappt das mit dem guten Schlaf noch immer nicht. Insgesamt war es aber wohl lange genug, denn gegen 07:00 sind wir nicht mehr wirklich müde, so daß wir gegen 07:30 aufstehen.

Ziemlich genau um 08:00 sind wir beim Frühstück, wo wir mir derselben Bestellung – French Toast – heute deutlich schneller drankommen. Das ist uns - im Gegensatz zu gestern - einen Tip wert.

Heute ist ein "Transfertag" mit viel Fahrerei angesagt. Wir machen daher gleich an der Tankstelle den ersten Stop, um nicht unterwegs in die Verlegenheit zu kommen. Dann geht es – wieder an etlichen Siedlungen eher prekärer Anmutung vorbei – in Richtung Shiprock (so heißt auch ein Ort), wo wir nach Süden abbiegen und dann bis zum Red Rock Hwy (Indian Road 13) fahren. In den biegen wir ein und nach nicht allzu langer Strecke sind wir an dem Dyke – einer Lavamauer – angelangt, der vom Shiprock (dem Berg) weit in die Landschaft reicht. Insgesamt gibt es drei solcher Lavawände und auf dem Red Rock Highway fährt man direkt am südlichen Dyke vorbei. Da es noch relativ früh am Tag ist und die Temperatur noch erträglich, laufen wir ein Stück an dieser phänomenalen Wand entlang, die wie von Zyklopenhand erschaffen scheint.

Da wir spontan losgelaufen sind, ohne uns mit Kopfbedeckung oder Wasser ausgestattet zu haben, dehnen wir den Spaziergang allerdings nicht allzu lange aus – schade, denn man hätte wohl bis unmittelbar vor den Shiprock gehen können.


Shiprock aus der Ferne mit Sonnenblumen


Tafelberg auf der anderen Seite des Red Rock Highway


Shiprock


Shiprock, südlicher Dyke


Shiprock, südlicher Dyke


Hochebene beim Shiprock


Shiprock und südlicher Dyke


Shiprock


Shiprock, südlicher Dyke


Shiprock, südlicher Dyke - Detail

Auf der Weiterfahrt kommen wir nochmals an etlichen Vulkankegeln inmitter roter Landschaft vorbei. Das Navi will uns mindestens ein halbes dutzend mal auf die nächste "unbescheschtische" (so etwa hört sich das an, am ehesten noch übersetzbar mit „unbeschäftigte“) Straße lotsen, was wir geflissentlich ignorieren. Dadurch kommen wir in den Genuß einer schönen Paßfahrt über den Buffalo Pass durch grüne Kiefernwälder mit fantastischer Aussicht auf die Ebene mit dem Shiprock.

Auf der anderen Seite unten angelangt geht es dann über Round Rock auf die 160, der wir bis kurz nach Kayenta folgen. Kurz vor Kayenta machen wir noch einen kurzen Stop an den fotogenen Baby Rocks. Die kommen uns völlig unbekannt vor und sind es bislang wohl auch. Dieses Stück der 160 zwischen Mexican Water und Kayenta sind wir offenbar noch nie gefahren.


Vulkankegel am Red Rock Hwy


Blick vom Buffalo Pass


Felsformation am Buffalo Pass


US 191 vor der Einmündung in die US 160


Baby Rocks an der US 160


Baby Rocks an der US 160


Church Rock bei Kayenta

Nach Kayenta zweigen wir dann ab zum Navajo National Monument, eine Strecke von ca. 10 Meilen, die in angenehmen Kieferwäldern endet. Kurz vor dem Visitor Center gibt es noch den Tsegi Overlook mit schönem Blick auf einen Canyon.

Oben suchen wir uns einen schönen schattigen Picknickplatz und essen Apfel, Banane, Käse. Unmittelbar neben dem Visitor Center gibt es ein nachgebautes Sweathouse sowie einen kleinen Male Hogan. Der ist leider im Verfall und kann nicht mehr betreten werden. Anschließend gehen wir den Sandal Trail bis zum Overlook zur Betatakin Ruin – ein gut erhaltenes Cliff Dwelling, wo die Einwohner bei Verlassen um 1300 n.Chr. sogar noch Vorräte hinterlassen hatten, um für die Rückkehr ausgestattet zu sein. Zum Abschluß gehen wir noch den Canyon Overlook Trail, der seinem Namen voll gerecht wird. Er endet an einer putzigen historischen Ranger Station.


Dinosaurier-Fußabdruck im Navajo National Monument


Male Hogan im Navajo National Monument


Betatakin


Betatakin, etwas näher herangeholt


Navajo National Monument, Canyon Overlook


Navajo National Monument, Historic Contact Station

Die weitere Strecke nach Page fahren wir durch. Es wird zunehmend dunstig, nicht zuletzt durch den Qualm, den die Navajo Power Plant in die Luft bläst.

Im Courtyard bekommen wir zunächst ein Zimmer zum Parkplatz hin, was uns für drei Tage nicht wirklich behagt. Also versucht Marianne mit Erfolg ein Zimmer zur Poolside zu ergattern – das letzte ganz am Ende des Flurs, was uns aber überhaupt nicht stört. Schnell wird die Pool-Area für ein paar Züge im Wasser und zur Entspannung geentert.

Zum Abendessen bleiben wir im Hotel. Es gibt Red Stone Trout mit Fries bzw. CousCous, dazu zunächst zwei Bier. Weil es im Patio so schön ist, trinken wir noch je ein Glas Wein und genießen die laue Luft, bevor wir uns aufs Zimmer zurückziehen.

286 mi, 5:55 h
Gruß
mrh400

*saibot

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« Antwort #33 am: 23.04.2017, 17:21 Uhr »
Danke für die Infos bzgl. Hertz
Gruß
Tobias

*mrh400

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« Antwort #34 am: 24.04.2017, 16:02 Uhr »
10. Tag Montag 19.09.2016 Page – White Pocket – Page

Vorab: Zum heutigen Tag habe ich mit meinen Bildern ein 76-seitiges Fotobuch erstellt. Auch wenn ich mich hier auf eine "kleine" Auswahl beschränke, wird es ein extrem bilderlastiger Tag. Wem das zuviel ist, kann ja einfach morgen weiterlesen  :wink: :lol:

Wir schlafen gut und lange. Zum Frühstück gehen wir hinunter und lassen uns einen Platz im Freien geben. Am Buffet lasse ich je ein Omelett frisch zubereiten. Wir lassen uns Zeit, unsere Tour beginnt ja erst gegen Mittag.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Safeways, wo wir ein paar Bananen und für Marianne eine Zeitschrift kaufen. Anschließend setzen wir uns im Hotel auf die Terrasse, wo es schöne Schaukelstühle gibt.


Blick aus dem Flurfenster des Courtyard in Page

Um 11:00 Arizona-Zeit (= 12:00 DST für den Rest der Region) fahren wir los. Zunächst erkundigen wir uns bei der Wahweap Marina, ob unser Boot morgen früh wirklich um 07:30 Arizona-Zeit startet – was uns bestätigt wird. Wir sollen gegen 07:00 da sein, um für die Fahrt registriert zu werden.

Dann geht es zur Paria Contact Station, wo wir kurz vor 12:00 eintreffen – unmittelbar nach einem Auto, das die Aufschrift Grand Staircase Discovery Tours trägt – unser Touranbieter, mit dem wir heute unterwegs sein wollen. Der Fahrer stellt sich als Rob vor, der uns heute fahren und führen wird. Wir folgen seinem Rat und nutzen noch die letzten ordentlichen Restrooms.

Wir folgen Rob mit unserem Auto bis zum Haus des Touranbieters Chris Chalmers, das wenige hundert Meter weiter in einer kleinen Siedlung von vier oder fünf Häusern an einer Nebenstraße der 98 liegt. Erst wird das notwendige Paperwork erledigt - das wichtigste ist offenbar die Freizeichnung des Touranbieters von allen etwaigen Haftungen. Dann wird unser notwendiges Tourgepäck umgeladen und wir bekommen gezeigt, was alles an Getränken, Snacks und Sandwiches verfügbar ist.

Rob fährt uns zunächst über die House Rock Valley Road, die bis zum Wirepass Trailhead einige extrem unangenehme Stellen aufweist, wo der starke Regen vor wenigen Wochen jede Menge Geröll über die Straße geschwemmt hat. Dann wird es etwas besser und wir erreichen eine Hochebene, die wir hier nicht erwartet hatten. An einer Abzweigung steht einer mit einem hochgebockten Auto und kurbelt an den Radschrauben. Mit einem kurzen Blick vergewissert sich Rob, daß der Mann halbwegs zurechtzukommen scheint. Nach der Abzweigung Richtung Osten wird die Strecke zwar überwiegend einspurig, aber bis auf wenige felsige Stellen recht erträglich.


Vermillion Cliffs an der House Rock Valley Road


House Rock Valley Road

Nach der "Ranch", die ein Hund bewacht, kommt die Sandstrecke. Etliche Autos von anderen Touranbietern kommen uns entgegen, aber auch fünf expeditionsgemäß ausgestattete Mercedes G-Klasse mit deutschen bzw. schweizer Kennzeichen. Rob freut sich: jeder, der jetzt rausfährt, läuft uns nicht mehr im Weg rum.


"Ranch" an der Pine Tree Road

Am Parkplatz stehen nur noch zwei weitere Autos, als wir gegen 14:30 Arizona-Zeit dort ankommen. Den Rest des Nachmittags führt uns Rob durch die drei Teile der White Pocket, erklärt uns einiges von der Geologie, von Tier- und Pflanzenwelt und zeigt uns Fotospots. Marianne macht ein paarmal Pause, während Rob und ich ein wenig weitschweifiger umherlaufen. Bei den steileren Aufstiegen komme ich ganz schön ins Piefen, obwohl es immer nur ein paar Meter sind. Ein oder zwei besonders steilen Stellen verweigere ich und Rob zeigt erträgliche Umgehungen auf.

Zu Beginn hatte uns Rob gesagt, daß es eine kurze Variante von etwa zwei Meilen und eine längere mit etwa vier Meilen gibt, um das Gebiet zu erkunden. Wir haben uns zwar für die zwei-Meilen-Fassung entschieden – aber am Schluß lagen wir dann doch etwa in der Mitte der beiden Varianten. Laut GPS-Track haben wir insgesamt 5,2 km zurückgelegt und uns in einer Höhenlage um die 1700 m bewegt; der tiefste Punkt lag bei 1687 m, der höchste bei 1728 m; da es dauernd auf und ab ging, betrug der kumulierte Höhenunterschied je knapp 500 Meter.

Immer wieder legen wir zusammen eine Pause ein, genießen die Umgebung und staunen. Die vielfältigen Farben und Formen kann man kaum beschreiben – man muß sie einfach gesehen haben: Raupen, Brainrocks, Schachbrettmuster, kleine Pools und vieles mehr in weiß, gelb und rot. Immer wieder gibt es fantastische Ausblicke auf die gesamte Region bis hin zum Bryce Canyon.

Rob kennt natürlich alle unseren bisherigen Ziele in der näheren und weiteren Umgebung, ist aber doch erstaunt, wo wir überall schon waren. Auch er bestätigt uns, daß Moqui Hill weitestgehend "ausgeräumt" ist. Dafür kann er uns auch hier vergleichbare Formen zeigen – nur kleiner und eiförmig, also quasi "Moqui Eggs".

Den Höhepunkt bildet dann der Sonnenuntergang, bei dem erst die Steine zu glühen beginnen, dann die Wolken die tollsten Farben annehmen. Im letzten Dämmerlicht gehen wir zum Auto und lassen uns von Rob durch die Finsternis zurückfahren. Unterwegs hoppeln jede Menge Rabbits und Cangaroo-Rats über die Straße. Auch ein Coyote ist unterwegs und läßt sich von Robs Taschenlampe überhaupt nicht irritieren.

Jetzt kommen nur noch endlose Bilder:


White Pocket, Zugang


White Pocket, "Rührteig" aus Stein


White Pocket, Verschiebungen im Gestein


White Pocket, "Rührteig" aus Stein


White Pocket, "Marmorkuchen"


White Pocket


White Pocket


White Pocket, Brainrocks


White Pocket, Teepees


White Pocket


White Pocket - auch Rob fotografiert eifrig


White Pocket


White Pocket


White Pocket, "Big Grin"


White Pocket


White Pocket


White Pocket, "Karomuster"


White Pocket, auch dicke Moose gibt es hier


White Pocket


White Pocket


White Pocket


White Pocket


White Pocket


White Pocket, Steinschnecke


White Pocket, "Moqui Eggs"


White Pocket, "Moqui Eggs" - Größenvergleich


White Pocket


White Pocket


White Pocket


White Pocket


White Pocket


White Pocket, Poolspiegelung


White Pocket, Poolspiegelung


White Pocket, Poolspiegelung


White Pocket, Sonnenuntergang

Insgesamt war das der absolute Höhepunkt unserer bisherigen USA-Reisen und es ist kaum vorstellbar, das noch zu toppen. Man hat die unterschiedlichsten Farben und Formen auf kleinstem Raum, so daß man - abgesehen von der Anfahrt - keine langen Wege hat, auf denen nichts passiert. Der folgende Track veranschaulicht, wie kleinräumig wir letztlich unterwegs waren:


White Pocket, Track

Um 21:00 Arizona-Zeit sind wir zurück bei Chris' Haus, kurz vor 22:00 sind wir wieder am Hotel, wo wir noch schnell unser Gewand und Gepäck für morgen vorbereiten, da wir ja früh aufstehen müssen. Alle verfügbaren Wecker werden gestellt: auf 06:00 Arizona Zeit – und das im Urlaub. Dann fallen wir mit einem Zimmerbier todmüde ins Bett.

71 mi, 1:43 h
Gruß
mrh400

*freddykr

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« Antwort #35 am: 24.04.2017, 16:27 Uhr »
Die White Pocket ist noch DER Punkt, der mir noch fehlt. Wir sind damals mit unserem Trailblazer an der Zufahrt gescheitert, da sich nasser Sand im Profil festgesetzt hat und an einer Steinstufe somit keinerlei Grip mehr vorhanden war.
Viele Grüße,
Danilo


*U2LS

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« Antwort #36 am: 24.04.2017, 18:12 Uhr »
Die White Pocket ist noch DER Punkt, der mir noch fehlt.

Genauso geht es mir.

Ich war zwar schon 3mal bei der Wave, aber die White Pocket habe ich leider noch nicht geschafft. Deshalb vielen Dank für die schönen Bilder!
Gruß
Lothar

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*Yaphi

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« Antwort #37 am: 24.04.2017, 22:01 Uhr »
Klasse Bilder von der White Pocket, kein Wunder, dass da gleich ein ganzes Fotobuch draus wird :)

*Stephan73

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« Antwort #38 am: 25.04.2017, 10:56 Uhr »
BOAH! Was für Bilder! Ich will da wieder hin! Im Januar haben wir es, mit Steve von der Paria Outpost, leider "nur" bis zur CBS geschafft. Und wegen des Schnees konnten wir nicht alles sehen. Die White Pocket ging dann definitv nicht! CBS und White Pocket war 2013 eines der Highlights! Die Formen und Farben.... ach was laber ich da.. sieht man ja oben auf den Fotos!

Danke schon jetzt für den tollen Bericht und die Bilder.

Eine Rangliste zwischen CBN, CBS und der White Pocket könnte ich aber nicht machen... CBN waren wir 2011 ohne Guide unterwegs und haben so das Eine oder Andere verpasst. War trotzdem toll. Ich hoffe ich habe das Glück, da nochmal zu Permits zu kommen.
06/2009 15 Tage kl. SW-Schleife
Aug/Sept 2011 24 Tage SW-Schleife
06/2013 28 Tage SW-Schleife inkl. Yellowstone
04/2016 10 Tage Japan
Sept/Okt 2016 18 Tage SW-Tour ab LA
Dez 2016/Jan 2017 21 Tage SW-Tour ab LA
Aug/Sep 2017 19 Tage Vegas-Yellowstone-S.F.

*mrh400

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« Antwort #39 am: 25.04.2017, 18:15 Uhr »
11. Tag Dienstag 20.09.2016 Page – Rainbow Bridge – Page

Die Weckerorgie trifft uns im tiefsten Schlaf. Draußen schaut es ziemlich trübe aus.

Wir machen uns schnell fertig. Als Frühstück gibt es Kaffee und Banane im Zimmer. Beim Einsteigen stellen wir fest, daß Mariannes Regenjacke nicht im Auto liegt. Also sause ich nochmal rauf, finde sie aber nicht im Zimmer und nehme daher einen Regenponcho mit. Wir finden die Jacke auch später nicht. Sie muß wohl in irgendeinem Lokal liegen geblieben sein.

Jetzt wird es aber höchste Zeit. Um 07:10 erreichen wir die Wahweap Marina, wo wir uns so ziemlich als letzte in eine lange Schlange einreihen müssen, um unsere Bordkarten zu erhalten. Bis wir in der Schlange dann zum Boot kommen, ist das Oberdeck natürlich längst besetzt. Wir bekommen aber unten einen guten Fensterplatz, was sich angesichts der Wetterentwicklung auch als vorteilhaft entpuppt.

Gute zweieinhalb Stunden fahren wir durch den Glen Canyon, bis wir die Anlegestelle zur Rainbow Bridge erreichen. Das sind immerhin 50 Meilen bzw. 80 Kilometer Wasserweg. Es gibt freie Getränke, Äpfel und verschiedene Riegel, um dem Verhungern und Verdursten zu entkommen.

Die Ausblicke auf die Wände des Glen Canyon sind zwar durchaus beeindruckend, leider aber wegen des trüben Wetters nicht so farbenintensiv wie bei unserer letzten Tour in den Navajo- und den Antelope-Canyon. Trotzdem zeigt sich das ganze recht fotogen.


Lake Powell, Castle Rock


Lake Powell


Lake Powell, Hausboot mit vielen "Anhängern"


Lake Powell


Lake Powell, Tower Butte


Lake Powell


Wolken über dem Lake Powell


Lake Powell, Felsenhöhlen


Lake Powell, da gehts hinein in den Forbidding Canyon


Lake Powell, die Zufahrt wird enger ...


... und enger

Von der Anlegestelle hat man etwa 1 1/4 Meilen zu laufen, aber schon nach etwa der halben Strecke hat man einen ersten Blick auf die gigantische Rainbow Bridge. Zu Beginn des Weges regnet es leicht, dann tröpfelt es aber nur noch sporadisch. Man marschiert mehr oder weniger im Konvoi zum Aussichtspunkt vor der Rainbow Bridge, wo natürlich jeder mit sich selbst vor dem Bogen abfotografiert werden will, am liebsten von rechts und auch noch von links, so daß es nicht leicht ist, die Rainbow Bridge auch einmal "ungestört" aufs Bild zu bekommen.

Ein Ranger erzählt etwas schwurbelig eine Geschichte von der Natur als Artist und wir starten zeitig, um nicht nur unsere guten Plätze im Boot wieder zu bekommen, sondern auch noch die Fazilitäten an der Anlegestelle benutzen zu können.


Die Rainbow Bridge kommt in Sicht


Rainbow Bridge


Rainbow Bridge

Die Rückfahrt verläuft noch etwas länger als die Hinfahrt, weil noch eine Pause an der Dangling Rope Marina eingelegt werden muß – warum auch immer. Der Kapitän erzählt etwas von einem Souvenir-Shop, kann uns aber nicht zum Aussteigen verleiten. Wir dösen den Rest der Fahrt vor uns hin, während der es sich ziemlich heftig einregnet, so daß die Buttes nur noch im Dunst erkennbar sind.


Rückweg zur Anlegestelle


Fisch an der Anlegestelle


Lake Powell, Forbidding Canyon


Lake Powell, Canyonwand mit Herz


Lake Powell, Dangling Rope Marina

Nach der Rückkehr fahren wir noch kurz zum Safeway, um Lebensmittel für die nächsten Tage einzukaufen. Dann werden im Hotel die letzten beiden Tage aufbereitet, bevor wir zeitig zum Abendessen runtergehen.

Marianne nimmt einen Salmon, ich versuche das Prime Rib, das wohl die bessere Wahl war. Zuvor gab es eine feine chili-gewürzte Tomatensuppe. Anschließend gehen wir zeitig ins Bett – die viele Bewegung heute macht müde ;)

17 mi, 0:35 h
Gruß
mrh400

*mrh400

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« Antwort #40 am: 27.04.2017, 08:18 Uhr »
12. Tag Mittwoch 21.09.2016 – Page – Bryce Canyon

Wir schlafen lange und fest. Der Regen hat aufgehört und die Wolken scheinen aufzureißen. Daher frühstücken wir im Freien, denn es ist auch angenehm mild.

Wir fahren nicht allzu früh los. Zunächst blicken wir vom Wahweap Overlook nochmals auf den Lake Powell zurück. Dann geht es an der Cottonwood Canyon Road vorbei, denn diese theoretische Alternative kommt nach dem gestrigen Regen sicher nicht in Betracht. Außerdem schaut es hier auch schon wieder so aus, als ob es bald regnen würde. Das tut es dann auch und hört während der restlichen Fahrt nicht mehr auf.


Wahweap Overlook, Lake Powell


Wahweap Overlook, Navajo Powerplant


US 89 vor Big Water


US 89 am Toadstool Hoodoo Trailhead

Die uns von Rob vorgestern ans Herz gelegte Johnson Canyon Road scheidet damit ebenfalls aus. In Mt Carmel Jct tanken wir. Den Red Hollow, den wir eigentlich als festen Programmpunkt geplant hatten, lassen wir wegen des Wetters natürlich auch links liegen (bzw. in Fahrtrichtung rechts). Am Abend sehen wir übrigens, daß für die Region akute Flash-Flood-Gefahr für 21.09. - 23.09. angezeigt war.

...FLASH FLOOD WATCH IN EFFECT THROUGH LATE THURSDAY NIGHT...

THE NATIONAL WEATHER SERVICE IN SALT LAKE CITY HAS ISSUED A

* FLASH FLOOD WATCH FOR PORTIONS OF CENTRAL UTAH AND SOUTHERN UTAH
  INCLUDING CASTLE COUNTRY...THE SAN RAFAEL SWELL...GLEN CANYON
  RECREATION AREA/LAKE POWELL...SOUTH CENTRAL UTAH...THE SOUTHERN
  MOUNTAINS...UTAHS DIXIE AND ZION NATIONAL PARK.

* THROUGH LATE THURSDAY NIGHT

* RAINFALL ACROSS THE AREA WILL INCREASE...BECOMING WIDESPREAD AND
  LOCALLY HEAVY LATE TONIGHT THROUGH THURSDAY. EMBEDDED
  THUNDERSTORMS WILL ALSO ENHANCE THE HEAVY RAINFALL POTENTIAL
  DURING THE DAY THURSDAY.

* AREAS AT HIGHER RISK OF FLASH FLOODING INCLUDE SLOT CANYONS...
  NORMALLY DRY WASHES...AND SMALL STREAMS. THESE AREAS SHOULD BE
  AVOIDED. FLOODING OF URBAN AREAS WITH POOR DRAINAGE AND
  BASEMENTS IS ALSO POSSIBLE.

PRECAUTIONARY/PREPAREDNESS ACTIONS...

A FLASH FLOOD WATCH MEANS THAT CONDITIONS MAY DEVELOP THAT LEAD
TO FLASH FLOODING. FLASH FLOODING IS A VERY DANGEROUS SITUATION.

YOU SHOULD MONITOR LATER FORECASTS AND BE PREPARED TO TAKE ACTION
SHOULD FLASH FLOOD WARNINGS BE ISSUED.


Dafür kaufen wir in Orderville bei der bekannten German Bakery eine Baguette fürs Picknick und zwei Teilchen fürs morgige Frühstück. Kurioserweise handelt es sich offenbar gar nicht um einen echten Backbetrieb, sondern um eine bessere Aufwärmerei. Denn sie erklären ihre hohen Preise damit, daß sämtliche Zutaten und Rohlinge aus Deutschland importiert werden.

Die Weiterfahrt bis zur Einmündung in die UT 12 könnte eigentlich landschaftlich sehr schön sein, wenn das Wetter mitspielen würde. Die Strecke führt durch das Hochtal des Sevier River, der keinen Abfluß hat, sondern verdunstet im - wegen der starken Bewässerungsnutzung weitgehend trockenen - Sevier Lake. Leider gibt es keinen schönen Picknickplatz. Deshalb essen wir unsere – im übrigen sehr gute – Baguette mit Frischkäse und Joghurts erst am Eingang des Red Canyon.


Red Canyon


Tal des Sevier River beim Red Canyon

Dann fahren wir zunächst am Rubys Inn vorbei, weil wir ja viel zu früh dran sind, um einzuchecken. An der Einfahrt zum Bryce Canyon NP haben sie die hoffnungsvolle Mitteilung an die Fenster geklebt, daß sie auch nicht wissen, wann der Nebel aufhört. Im Visitor Center verheißt der Wetterbericht leider nicht nur für heute, sondern auch für morgen wenig Gutes.

Wir lassen uns aber nicht abschrecken und beschließen, bis zum Ende durchzufahren – vielleicht reißt es ja irgendwann auf. Tat es aber leider nicht. Um wenigstens etwas Bewegung zu haben, laufen wir den Bristlecone Loop und kehren trotz Regencapes einigermaßen durchfeuchtet zurück. Wir halten dann noch an einigen wenigen Aussichtspunkten, um den Bryce Canyon mal anders zu dokumentieren.


Bryce Canyon, Rainbow Point


Bryce Canyon, Rainbow Point


Bryce Canyon, Bristlecone Loop


Bryce Canyon, Rainbow Point aus einem anderen Blickwinkel

Schließlich checken wir im Rubys Inn ein, wo wir ein riesiges Zimmer im Hauptgebäude erhalten. Restaurantreservierungen werden leider nicht entgegengenommen. So gehen wir aufs Zimmer und beschäftigen uns mit PC (Windows Update) und TV.

Als wir kurz nach 18:00 zum Restaurant gehen, wartet dort am Eingang schon eine lange Schlange auf Einlaß. Es geht jedoch enorm schnell, und bald haben wir einen Sitzplatz. Beide nehmen wir ein Tenderloin Steak mit Coleslaw und Fries – ausgesprochen gut und angesichts der Menschenmengen erstaunlich, wie die das schaffen. Nach einem Bummel durch den General Store landen wir wieder auf dem Zimmer.


Rubys Inn, Cowboy's Buffet & Steak Room - Tenderloin Steak

189 mi, 4:16 h
Gruß
mrh400

*freddykr

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« Antwort #41 am: 27.04.2017, 09:19 Uhr »
Das ist ja ein Mistwetter...
Viele Grüße,
Danilo


*U2LS

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« Antwort #42 am: 27.04.2017, 10:37 Uhr »
Das ist ja ein Mistwetter...

Schließe mich wieder an...

Wenn es euch tröstet, ich war schon mehrmals in der Gegend und konnte bisher nie die Cottonwood Canyon Road fahren  :wink:
Gruß
Lothar

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« Antwort #43 am: 27.04.2017, 15:15 Uhr »
Wenn es euch tröstet, ich war schon mehrmals in der Gegend und konnte bisher nie die Cottonwood Canyon Road fahren  :wink:
- tröstet nicht, weckt eher Mitleid :wink: , denn die CCR sind wir 2005 schon gefahren. Mehr gestört hat mich, daß die Slots rund um Orderville im wahrsten Sinne des Worts ins Wasser gefallen sind - denn dort kommen wir eher selten vorbei.
Gruß
mrh400

*darg

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« Antwort #44 am: 27.04.2017, 21:02 Uhr »
Super Reisebericht und interessante Strecke.
Das Wetter in Bryce ist durch die Hoehe so unbestaendig, da kann man an einem Tag fast alles haben von Sonne, Regen bis Schnee.
War Ende Januar dort fuer eine Woche und genau das Wochenende, wo ich noch von SJC nach LV unterwegs war hat es denen einen neuen Schneerekord beschert :-) Gab dem ganzen ein besonderes Flair.

--- When in doubt - C4 ---
Der "Rote Steine Tank" ist zu 1/3 voll....
Mich @ Vimeo: http://www.vimeo.com/user436420
-.- .--- -.... . .--. .... KJ6EPH
Cell Phone?! Wozu, ich bin HAM und habe immer Empfang...

 

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