You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014

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*sil1969

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #45 am: 19.10.2014, 21:03 Uhr »
Ein schöner Tag! Und immer dieses viele, sicher ganz leckere Essen!  :essen:
LG Silvia

*Anti

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #46 am: 18.12.2014, 10:11 Uhr »
Hallo Ariane!

Gibt es eine Chance, dass es hier noch weiter geht? Würde mich riesig freuen...

Schöne Weihnachten wünsche ich dir!

LG Andrea

*decowoman

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Antw:You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #47 am: 28.03.2019, 11:13 Uhr »

Howdy ihr Lieben,

Ich weiß es ist schon eine Ewigkeit her seitdem ich mich hier mal wieder gemeldet habe. Mit Erschrecken habe ich gemerkt, dass ich ja meinen letzten Texas-Reisebericht ja gar nicht zu Ende geschrieben hatte!!!  :shock:
Da im Mai evtl. meine dritte Texasreise ansteht, will ich dieses Problem doch gerne noch unbedingt beheben. Hättet ihr noch Interesse auch wenn die Reise schon wieder ewig her ist?

Bei mir hat sich in den letzten Jahren übrigens auch so einiges getan. Nach zwei Jahren an der Nordsee und einen kurzen Abstecher in den Harz wohne ich nun in Oberbayern und arbeite in München fürs Fernsehen. Daher war durch die vielen Umzüge und Anschaffungen (Auto, Möbel etc.) leider keine neue USA-Reise zu meiner Freundin Sally drin, aber im Mai könnte es evtl. wieder soweit sein. Lange Rede, kurzer Sinn, gebt mir einfach Feedback, ob es sich noch lohnt den Reisebericht zu Ende zu führen.

Liebe Grüße,
Ariane  :)
2010- Irland
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*decowoman

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Antw:You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #48 am: 28.03.2019, 15:23 Uhr »
Um für mich auch in Zukunft alles in Erinnerung zu behalten, fange ich jetzt einfach mal an und führe den Bericht weiter. Ich hoffe, die von euch, die damals schon mitgelesen haben, sind wieder mit dabei für die letzten Tage in Texas.

06.07.2014: Road Trip to West Texas

Nach dem erlebnisreichen Tag zuvor (verspätetes Familienfest anlässlich des Independance Days) machen meine Freundin Sally, ihr Mann Ottis, ihre Tochter Anna, ihr Sohn Ramey, die zwei Kids (übrigens ist in der zwischen Zeit auch noch ein kleiner Junge dazu gekommen  :) )und ich uns auf dem Weg zum Airport Diner, wo wir uns zum Frühstück stärken wollen. Denn danach geht es gleich von dort aus für Sally, Ottis und mich auf zu einem Road Trip nach West Texas. Zu dem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, wohin es gehen sollte. Die beiden hatten alles heimlich vorher geplant und mir nichts erzählt.

Im Diner ist es ordentlich voll, aber wir bekommen doch noch einen Platz.




Vom Tisch aus kann man direkt auf die Landebahn des Flughafens schauen auf dem immer wieder kleine Flugzeuge landen oder starten. Einige der Gäste kommen sogar extra dorthin geflogen, frühstücken und fliegen wieder zurück. Echt abgefahren die Amis  :lol:



Zum Frühstück gibt es für mich zwei Pancakes mit Ahornsirup. Die ersten echten amerikanischen, die ich überhaupt in meinem Leben kosten darf. Sehr lecker, allerdings liegen sie mir noch bis abends wie ein Stein im Magen.


Nachdem wir uns von den anderen verabschiedet haben geht es nun endlich los mit unserem kleinen Road Trip. Wir fahren stundenlang auf Straßen, die immer in die gleiche Richtung führen. Geradewegs Richtung West Texas. Unterwegs halten wir nur gegen halb drei an einem Truckstop zum Mittagessen (obwohl ich von den Pancakes noch satt genug bin) und einmal zum Tanken mitten in der Pampa, wo Ottis erstmal schauen muss, ob überhaupt Sprit aus den Zapfsäulen kommt. Bezahlung läuft hier auch nur über Kreditkarte, Mitarbeiter gibt es keine.





Das Wetter ist unterwegs so mittelmäßig, aber da wir ja hauptsächlich im Auto unterwegs sind, macht das nichts. Ottis und Sally wechseln sich einige Stunden lang mit dem Fahren ab und wir haben einige super Gespräche. Das liebe ich immer am meisten, wenn wir im Auto in Texas unterwegs sind: genügend Zeit für Gespräche über Gott und die Welt. Als es dämmert kommen wir schließlich an einem Hotel mit Restaurant an. Da ich aber gar nicht weiß wo wir überhaupt hinwollen, weiß ich auch gar nicht, ob das schon der Endpunkt unserer heutigen Reise ist oder nicht. Wir steigen aus und gehen rein. Anstatt der Rezeption steuern wir aber das Restaurant an. Aha, jetzt wird also Abendbrot gegessen.  Das Restaurant ist recht vornehm. Ich erfahre, dass wir uns in der kleinen Stadt Marathon an der I-90 befinden. Ca. 5 Stunden waren wir bis hierher unterwegs. Es scheint ein Restaurant zu sein dass Ottis und Sally schon öfters besucht haben. Es hat auf jeden Fall seinen Charme.


Zum Essen gibt es für mich den Lachs mit Reis:


Nachdem wir mit Essen fertig sind, bin ich gespannt was nun passiert. Holen wir nun unsere Sachen aus dem Auto und checken ein? Nein! Wir gehen zum Auto und fahren weiter! Mittlerweile ist es dunkel draußen. Circa eine Stunde fahren wir noch weiter und machen schließlich Halt in Fort Davis, wo wir in einem kleinen Apartment des "Stone Village Tourist Camps" übernachten. Nach einem langen Reisetag reicht mir die ausgezogene Couch auch vollkommen aus. Geschlafen habe ich sogar ganz gut.

Anbllick am nächsten Morgen

Ausblick hinter unserem Apartment. Deshalb heißt das hier wahrscheinlich auch "Stone Village" :)

Tja... dann bin ich doch mal gespannt, was wir hier eigentlich machen!  :kratzen:
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*decowoman

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Antw:You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #49 am: 29.03.2019, 10:16 Uhr »
07.07.2014: Auf zu den Sternen!

Am ersten Morgen kann ich mir bei Tageslicht erstmal ein Bild von unserer Umgebung machen. Abends hat man ja gar nichts mehr gesehen. Unsere Unterkunft liegt direkt an der Hauptstraße.

Hinter dem Haus hat man einen tollen Ausblick auf einige Felsformationen. Ich laufe in eine Seitenstraße hinein, in der sich einige weitere Grundstücke befinden, die mit wackeligen Maschendrahtzäunen umringt sind. Als ich in die Nähe eines Grundstücks komme, sehe ich einen Pitbull hinter einem gefährlich niedrigen Zaun, der wie wild anfängt zu kläffen. Dazu muss ich sagen, dass ich sowieso sehr Respekt vor Hunden habe. Ich bleibe also stehen und will mich gerade auf den Rückweg machen, als der Pitbull einfach mir nichts dir nichts über den Zaun springt. Innerlich gehe ich im Kopf nochmal durch, wie man sich in so einer Situation verhalten soll....ruhig bleiben, keine Angst zeigen....doch ich kann nicht anders und nehme die Beine in die Hand und renne, was das Zeug hält die ca. 300m zurück zur Hauptstraße und somit unserem Apartment. Die ganze Zeit habe ich mich nicht umgedreht, aber wie ihr seht, lebe ich noch. Puhhh, was für ein Schreck am Morgen!!!  :staunend2:  :nixwieweg:

Nachdem ich Sally und Ottis von meinem Erlebnis berichtet habe, machen wir uns dann doch auf einen geeigneten Ort zum Frühstücken zu finden. In einem kleinen (deckenniedrigen) Bungalow wird zum Glück Frühstück angeboten. Für mich gibt es leckeren French Toast und ein paar Cornflakes. Wir packen anschließend unsere sieben Sachen, checken aus und machen uns mit dem Auto auf den Weg. Wohin auch immer...

Es scheint hier recht hügelig zu sein und man merkt wie wir auch immer höher kommen. Fort Davis lag bereits auf knapp 1.500m Höhe. Wir fahren einen schönen Scenic Drive entlang und halten auch ein Mal an, um ein paar Fotos zu machen.



Schließlich verraten mir Sally und Ottis wo wir überhaupt hinfahren und was das Hauptziel unseres Road Trips ist, denn wir scheinen kurz davor zu sein anzukommen.

Da Sally und Ottis wussten, dass ich sehr von Sternen fasziniert bin und bei meinem letzten Besuch 2012 bereits immer vom texanischen Nachthimmel geschwärmt habe, hatten sie die tolle Idee mit mir zum McDonald Observatory in den Davis Mountains zu fahren. Dieses liegt auf etwa 2000m Höhe und wurde bereits 1933 eröffnet! Noch heute werden dort aktuellste Erkenntnisse mithilfe der verschiedenen Teleskope eingeholt, aber auch Besuchern gibt man dort die Möglichkeit sich alles anzuschauen. Ich war total begeistert und habe mich tausendmal bei den beiden für diese tolle Idee bedankt und war ganz aufgeregt. Zunächst haben wir eine der Führungen mitgemacht, die ich sehr empfehlen kann. Mit einem kleinen Bus sind wir von Teleskop zu Teleskop gefahren.








Als wir schließlich beim höchstgelegenen Observatorium ankommen, zieht sich der Himmel ganz schön zu und es fängt an zu gewittern. Aber unser Guide beruhigt uns: hier sei es ja wie in einem faradayschen Käfig, weshalb uns nichts passieren könne. Aber der Ausblick von hier oben auf die herannahende Gewitterfront ist schon toll.



Da ist von einem Gewitter noch nichts zu ahnen, und dann:


Nach der Führung schauen wir uns noch etwas im Hauptgebäude um und essen im Bistro ein Sandwich zum Mittag. Sally versucht für uns noch Karten für die "Sternenparty" am Abend zu bekommen. Doch leider ist für diesen Tag alles ausgebucht. Aber für den nächsten Abend sind noch Tickets frei, die dann auch gleich für uns gekauft werden. Was genau es mit der Sternenparty auf sich hat, werdet ihr noch erfahren.

Wir machen uns nun auf den Weg zu unserer Unterkunft für die nächsten Tage. Im Davis Mountains State Park befindet sich das Indian Lodge Hotel.








Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben wollen wir noch etwas die nähere Umgebung des Parks erkunden. Mit dem Auto geht es den asphaltierten Weg hinauf zum Aussichtspunkt.



Gewarnt wird übrigens überall vor Mountain Lions:









Zum Abendbrot geht ins nach Fort Davis in das Old Texas Inn. Als ich davor stehe, fühle ich mich fast in ein Filmset hineinversetzt. Ich bin begeistert!





Für mich gibt es das Chicken Fried Chicken.

Wieder im Hotel angekommen spielen Sally und ich noch eine Runde Scrabble und fallen danach alle ins Bett.
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*decowoman

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Antw:You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #50 am: 30.03.2019, 11:11 Uhr »
08.07.2014: Ein unvergessliches Erlebnis!

Auch an diesem Morgen scheint wieder herrlich die Sonne. Also entscheide ich mich dafür den kleinen Pool des Indian Lodge Hotels auszuprobieren. Noch schnell eingecremt, denn auf knapp 2000m Höhe hat die Sonne ja ganz schön Kraft. Naja...an meinen Rücken komme ich nicht ganz ran, aber wird schon nicht so schlimm sein.


Nach der Erfrischung fahren wir wieder ins Old Texas Inn nach Fort Davis, wo es dann zum Frühstück French Toast, Biscuits und Cheerios gibt.


Nach dem Frühstück schauen wir uns noch ein bisschen an der Hauptstraße von Fort Davis um. Es gibt einige nette Gift-Shops und in einem davon finde ich auch ein weiteres kleines Geschenk für Sally, da sie am 12.07. Geburtstag hat. Da sie Erdussbutter so liebt, habe ich ihr ein Kochbuch gekauft, in dem nur Rezepte mit Erdnussbutter zu finden sind.  :D

Wir kommen schließlich an einer Bücherei vorbei, in der wir uns dann auch einige Zeit aufhalen, da Ottis das Internet dort nutzen kann, um ein paar Sachen für seine Arbeit zu erledigen. Ich schaue mir derweil einige der Bücher an. Auf dem Weg zurück zum Hotel holen wir uns noch total leckere Sandwichs aus einem kleinen Laden zum Mittagessen. Gegessen werden die aber im Hotel, denn gleich geht das WM-Fußballspiel Deutschland gegen Brasilien los und das will ich auf gar keinen Fall verpassen. Kurz vorher springe ich auch nochmal in den Pool und spiele danach mit Sally an einem schattigen Plätzchen noch eine Runde Scrabble mit Sally. Von dem Spiel kann ich echt nicht genug bekommen  :lol:

Als es dann Zeit fürs Spiel ist, schauen Ottis und ich gemeinsam in unserem Hotelzimmer und essen dabei unsere Sandwichs. Sally interessiert sich nicht so für Sportsendungen und arbeitet an ihrem Laptop in einem Gemeinschaftsraum des Hotels. Ottis hat noch kein Fußballspiel zuvor gesehen, denn er ist eher der Basketball-Typ. Erstaunt fragt er mich, ob es normal ist, dass so viele Tore bei einem Fußballspiel fallen  :dance:
Ach ja... wer denkt nicht gerne an das 7:1 zurück!?  :lol:
Meine Stimmung ist danach natürlich großartig, denn nun steht fest: Deutschland steht im WM-Finale!!! Wohoo!

So geht dann auch der Nachmittag vorbei. Gegen 19:00 Uhr machen wir uns auch zum Observatorium, denn heute Abend soll ja dort noch die "Sternen-Party" stattfinden. Noch ist das Geläne recht leer. Und leider kündigen sich einige Wolken an. Ach Menno! Muss das ausgerechnet heute Abend sein???




Wenigstens sieht der Sonnenuntergang dadurch noch etwas dramatischer aus:


Um die restliche Zeit bis zum Beginn rum zubringen spielen wir drei, ja ihr dürft drei Mal raten... Scrabble.


Schließlich kommen dann auch immer mehr und mehr Leute oben am Observatorium an. Alle Plätze sind besetzt, doch die Wolken haben sich leider immer noch nicht verzogen. Gegen 21:45 Uhr geht`s dann los. Zunächst wird noch einmal generell etwas über die Geschichte und Bedeutsamkeit des McDonald Obervatory berichtet. Das sich wenigstens der Mond zeigt, wird auch hier rüber einiges erzählt. Mit der Zeit verschwinden die Wolken dann, da hier oben ein ganz schöner Wind geht. Mit einem großen Laserpointer zeigt man uns einige Sterne. Doch das Beste soll noch kommen. Die ganzen kleinen Observatorien, die jeweils ein Teleskop enthalten werden nun für uns geöffnet. Das Dach eines jeden Observatoriums öffnet sich gen Himmel. Nun dürfen wir durch jedes Teleskop einmal durchschauen, was allerdings auch Schlangestehen bedeutet. Bei einigen Teleskopen konnte man Sternennebel beobachten, aber am beeindruckendsten fand ich das, von dem aus man Saturn beobachten konnte. Ein Anblick, den ich nie vergessen werden. Ganz klar konnte ich sogar die Saturnringe erkennen. Ganz toll!!! Leider konnten wir nicht allzu lange bleiben, da wir bereits ganz früh wieder rausmüssen. Ottis muss nämlich am nächsten Tag schon wieder in einer seiner Praxen in Kerrville arbeiten. Das heißt 5 Stunden Fahrt. Aber nichtsdestotrotz war die "Sternenparty" ein großartiges Erlebnis, für dass ich Sally und Ottis unheimlich dankbar bin.

Ach ja... und übrigens hat sich dann über den Tag hinweg herausgestellt, dass ich anscheinend den Sonnenbrand meines Lebens auf dem Rücken bekommen habe. Der ist nämlich feuerrot. Man kann genau die Linien meines Badeanzugs erkennen und bis wohin meine Hände mit der Sonnencreme gereicht haben. Bereits das Anlehnen am Autositz schmerzt wie Hölle.  :oops: Ein Jahr lang konnte ich noch ganz leicht die Umrisse meines Badeanzuges erkennen. Mit der Sonne in 2000m Höhe sollte man also echt nicht spaßen!  :sun:

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