günstige USA-West-Reise

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*TheVanky

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günstige USA-West-Reise
« am: 31.03.2012, 16:40 Uhr »
Hallo ihr Lieben,

ich komme gleich zum Punkt: Ich und mein Freund wollen nächstes Jahr in die USA. Haben aber nur max. 1500€ Budget zur Verfügung. Ja ich weiß, jetzt werden mir wieder viele einen Vortrag halten von wegen "Besondere Reise...nur einmal im Leben...muss soviel kosten...bla bla...". Dessen bin ich mir bewusst. Doch leider verdiene ich nicht ganz so viel Geld wie manch anderer hier. Für 2014 ist Nachwuchs geplant und wir wollten schon gern davor noch einmal unser Traumland bereist haben.

Was ich gern von euch hätte sind vielleicht ein paar Tipps oder Ideen zur Reisegestaltung oder wo wir buchen sollten, damit sie zwar für uns erschwinglich ist, wir aber trotzdem relativ stressfrei alle unsere Ziele erreichen können.  :)

Hauptziele sind L.A. (mit Auslug Universal Studios), San Francisco (in beiden Städten gern je ein paar Tage mehr Aufenthalt, damit man sie in Ruhe erkunden kann), Monument Valley und Grand Canyon.

Ich habe mich schon über ein paar Anbieter informiert. Da ist dann immer die günstige Reise eine Mietwagenreise.

Für eure Hilfe und Tipps danke ich im Voraus.  :wink:

P.S.: Ja, mir ist bewusst, dass es für nächstes Jahr noch keine Preise gibt.  8)

Liebe Grüße, Mandy (TheVanky)

*captsamson

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #1 am: 31.03.2012, 17:00 Uhr »
Wie lange plant ihr zu fliegen? 2 oder 3 Wochen?
Ich hoffe 3, für 2 finde ich die Schleife über das Monument Valley eigentlich zu lang.

1500€ p.P. oder zu zweit?

Für 3 Wochen Mietwagen in der günstigsten Kategorie solltest Du um die 400-500€ rechnen, das ist dann aber meist ein Kleinwagen.

Flüge an die Westküste halte ich persönlich bei unter 600-700€ p.P. für günstig, wenn ihr beim Termin und bei den Umsteige-Optionen flexibel seid ist auch sicher weniger drin. In Ferienzeiten aber auch deutlich mehr!
Wichtig wäre dass ihr Euch auf einen groben Termin festlegt und dann die Preise und Verbindungen immer mal checkt solange bis ein für Euch passendes Angebot dabei ist. Wann es am günstigsten ist kann ja keiner mit Sicherheit sagen.
Manchmal gibt es auch sogenannte Error Fares, Fehler in Buchungssystemen, die zu sagenhaft günstigen Flügen führen. Da muss man dann aber oft schnell sein und Abstriche beim Routing machen. z.B. Abflug aus dem nahen Ausland wo man dann erstmal noch hinkommen muss.
Schau mal auf http://www.exbir.de/ da gibts ab und an mal Error Fares.

Ein großer Faktor ist die Reisezeit, in den Ferien sind die Flüge oftmals viele hundert Euro teurer.
Auch die Hotels und ggf. Mietwagen ziehen in der Hauptsaison an.

Wirklich günstige Motels bekommt man so zwischen 35-50$ pro Nacht. Aber ich denke mal in touristischer Lage, z.B. in der Nähe von Nationalpark oder zentral in Städten ist das eher unrealistisch und ihr solltet mit mehr rechnen.
Es gibt hierzu auch bereits schon einige Threads in denen das Thema durchschnittlicher Übernachtungspreis bereits ausführlich diskutiert wurde.

Nicht zu vergessen ist auch der Benzinpreis, wenn auch günstiger als in Deutschland, sind doch die Entfernungen teils immens und mit den von Dir genannten groben Zielen mindestens mal 2.000 Meilen, wenn ihr die Route verfeinert und ggf. noch weitere Ziele dazunehmt eher 2.500-3.000 Meilen und man fährt ja auch nicht immer ohne Umweg von Zentrum zu Zentrum :-)
2010 NY,NV,AZ,CA
2011 NY,WY,UT,AZ,NV
2011 NY,DC
2012 NV,AZ,CO,UT
2014 WY,MT,AB,BC,WA
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*Anti

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #2 am: 31.03.2012, 18:59 Uhr »
Günstige Alternative ist das Campen. Entweder mit Zelt oder im Auto schlafen. Dann sind sogar die Unterkünfte im Nationalpark erschwinglich. Wenn ihr im Auto übernachten wollt, muss es allerdings schon eine Mindestgröße haben, was den Preis natürlich treibt. Also eigenes Zelt mitbringen oder eines dort kaufen, was dann dort bleiben darf. Essen geht am günstigsten wohl in den verschiedenen Fastfood-Buden. Allerdings ist euer Budget wirklich schon sehr knapp... Die Hälfte geht ja schon für den Flug drauf.

*zuehli

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #3 am: 01.04.2012, 15:46 Uhr »
Hi,

das mit den 1500.- € Budget solltest Du präzisieren. Wenn das der Gesamt-Etat ist, dann habt Ihr keine Chance, je nach Reisezeit geht das für den Flug (zu zweit) schon drauf.
Wenn das exklusive Flug ist, kommt man bei sparsamer Lebensweise schon mal zwei Wochen hin.
Eine andere Alternative wäre eine dieser Pauschalreisen, die bei Kaufland, Aldi, Lidl, Tchibo, etc. angeboten werden. Das haben wir auch gerade (zum ersten Mal) für eine Woche Florida gemacht. Das liegt durchaus im 1500.- € - Rahmen.

Grüße
Harald
96 New Orleans, LV, CA, SF
98 LV, San Diego, LA
00 LV, AZ, UT, LA
03 New Orleans, FL
04 SF, ID, Yellowstone, Mid CA
05 LV, GC, Page, Zion
07 LV, UT, CO, AZ
09 FL
10 SF - LA Schleife
12 FL
13 FL
14 DEN Schleife
15 FL
16 LV & AZ

*Inspired

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #4 am: 01.04.2012, 16:08 Uhr »
Hallo Mandy,

auch ohne das von dir befürchtete 'Bla Bla' zu starten, denke ich, dass mehr als zwei Wochen wohl nicht drin sein werden, das auch nur dann, wenn die 1500 Euro pro Person berechnet sind, beim besten Willen. Und das auch nur, wenn ihr jeden Cent umdreht.

Selbst wenn ihr einen günstigen Flug um die 600 Euro pro Person findet, braucht ihr dann für den Mietwagen nochmals etwa 150 bis 200 Euro pro Person, das wäre zusammen schon einmal euer halbes Budget. Es blieben pro Tag zu zweit noch etwa 100 Euro übrig. Davon müsstet ihr Essen, Schlafen, Trinken, Eintritte, Souvenirs und das Tanken zahlen. Das wird meiner Meinung nach knapp, denn beispielsweise seid ihr allein mit dem Eintritt in die Universal Studios dann wohl schon fast ein Tagesbudget los.

Eine kürzere Reise wäre aber kaum machbar bei dem, was ihr sehen wollt, denn das Monument Valley liegt nicht gerade um die Ecke von San Francisco aus.

'Stressfrei' ist da natürlich schwierig, denn beispielsweise am Monument Valley und am Grand Canyon gibt es nun nicht so viele Unterkünfte, was sich demnach auch auf die Preise auswirkt, also wird es wahrscheinlich tatsächlich aufs Camping hinauslaufen. Habt ihr da eine Ausrüstung, die leicht genug ist, dass es euere Freigepäckgrenze nicht sprengt oder könnt euch eine leihen?

Und auch in Städten wie San Francisco und Los Angeles haben Unterkünfte, die nicht allzu weit vom Schuss sind, eben auch ihren Preis.

*TheVanky

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #5 am: 01.04.2012, 18:35 Uhr »
Danke für eure schnellen, zahlreichen und ausführlichen Antworten. :)

@ Captsamson:

Dauer der Reise sollte so zwischen 10 und 14 Tagen liegen, je nachdem was das Budget halt hergibt. ;-) Für die Zeit für An- und Abreise gehen ja auch schon zwei Tage flöten. Die 1500€ wären dann pro Person.
Danke für deine Tipps! :)

@ Anti:

Ich bin eigentlich kein Campingfreund. Habs auch noch nie gemacht. :oops: Ich weiß, bei meinen Preisvorstellungen sollte ich Abstriche machen, aber das käme dann wirklich nur mit Wohnmobil in Frage. Trotzdem danke für den Tipp! :)

@ Zuehli:

Ich dachte die 1500€ sollten für alles außer Verpflegung, Eintrittgelder oder Preise für Stadtrundfahrten etc. sein. Ja, an eine Buchung über Aldi u.ä. hab ich auch schon nachgedacht. Bin ja erst über dieses Angebot http://nord.aldi-reisen.de/html_nord/rundreisen/8326.htm auf den Trichter mit der Reise gekommen. Aber dieses Jahr ist es nunmal noch nicht drin und außerdem hoffe ich, dass vielleicht nächstes Jahr ein ähnliches Angebot kommt, was noch ein bisschen mehr unseren Wünschen entspricht.

@ Inspired:

Wie bereits Anti mitgeteilt, ist Campen dann doch keine Lösung. Ich danke dir für deine hilfreiche und dennoch sehr ernüchternde Nachricht. :)

*captsamson

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #6 am: 01.04.2012, 20:14 Uhr »
Ich finde ihr solltet am Besten erstmal eine grobe Route entwerfen die Eure Wunschziele enthält, dann könntet ihr mal exemplarisch (z.B. mit Preisen von diesem Jahr) die Hotel-,Flug und Mietwagenpreise sowie eine Schätzung der Benzinkosten ausrechnen.

Ich habe mal den Versuch einer Route basierend auf Euren genannten Infos gewagt.
Das sind 14 Tage und die Fahrtage sind schon das wirklich äusserste und derer 3-4 an denen fahrt ihr nur, da noch etwas anzuschauen ist unrealistisch.
Bei einigen Tagen bin ich mir noch nichtmal sicher ob man das überhaupt so machen sollte aber wenn die Wunschziele und "ein paar Tage in LA & SFO" sowie die 14 Tage Reisedauer nicht änderbar sind, dann wird es nicht anders gehen.
Dies rührt daher, dass die von Dir genannten 4 Wunschziele sehr weit auseinander liegen. In Vegas z.B. übernachtet ihr nur, ihr guckt da eigentlich nichts an.

1) Ankunft LA
2) LA - Kingman (318 Meilen) - Fahrtag, kein Sightseeing!
3) Kingman - Grand Canyon (172 Meilen)
4) Grand Canyon - Monument Valley (176 Meilen)
5) Monument Valley - Las Vegas (398 Meilen) - Fahrtag, kein Sightseeing!
6) Las Vegas - Fresno (390 Meilen) - Fahrtag, kein Sightseeing!
7) Fresno - San Francisco (188 Meilen)
8 ) San Francisco
9) San Francisco
10) San Francisco - Pismo Beach (265 Meilen) - Nur wenige Fotostops möglich
11) Pismo Beach - LA (176 Meilen)
12) LA
13) LA (Universal Studios)
14) Abflug LA

Insgesamt ungefähr 2.100 Meilen. Man fährt aber immer etwas mehr, rechnet also lieber mit 2.500.

Euch muss bewusst sein, dass Ihr an Vielem vorbei fahrt was sehenswert wäre.
Und dort wo ihr seid, sind Wanderungen die über kurze Spaziergänge hinaus gehen auch nicht möglich - die Städte mal aussen vor.

Ist den das Monument Valley ein Must-Have?
Ohne das Valley könnte man eine harmonischere Routenführung planen und auch ausführlicher besichtigen.


Mein Fazit:
Streicht das Monument Valley und evtl. noch etwas Zeit in LA (ich mag die Stadt nicht, aber die Meinungen hier im Forum diesbezüglich polarisieren stark :-) ), nehmt Euch dafür etwas Zeit in Las Vegas und um auf den anderen Strecken zu kürzen und dafür dort noch etwas anzuschauen (das könnten z.B. Death Valley, Joshua Tree, Yosemite oder mehr Zeit am Highway 1 sein)

Wenn Du möchtest schau Dir mal unsere Route aus 2010 an, wir hatten zwar insgesamt 24 Tage, waren aber noch einige Tage in New York und am Ende noch in San Diego. Darum bereinigt waren wir wohl so etwa 17 Tage in der Region und zwar ohne das Monument Valley.
Aber wir hatten wiederum auch einen Gabelflug der zumindest normalerweise etwas teurer ist.
Hier der Reisebericht, im ersten Post ist auch gleich die Route: Und wieder 2 Generationen auf 4 Rädern - NYC & kl. Südwest-Schleife
2010 NY,NV,AZ,CA
2011 NY,WY,UT,AZ,NV
2011 NY,DC
2012 NV,AZ,CO,UT
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*Anti

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #7 am: 01.04.2012, 20:25 Uhr »
Das wird echt haarig! Wir planen für 2013 eine 14tägige Tour ab/bis Las Vegas. Wir rechnen mit Kosten von etwa 4300€. Dieses Mal ohne Camping. Aber auch ohne Shopping oder großartige Restaurantbesuche. Das setzt sich grob überschlagen so zusammen:

Flüge 1700€
Midsize SUV 600€
Benzin 450€
Unterkünfte 1000€
Verpflegung 450€
Eintritte 150€

Alles für 2 Personen gerechnet. Vielleicht geht es noch günstiger, aber wir wollen ja auch noch etwas Luft nach oben und ein ungefähres Sparziel haben.

*McC

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #8 am: 01.04.2012, 20:32 Uhr »
Ich hoffe... ich komme hin mit 5000€ für zwei Wochen Arizona  :wink:  :wink:  :wink:

*lurvig

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #9 am: 01.04.2012, 20:41 Uhr »
so, da will der alte Sparfuchs auch mal etwas dazu sagen.

1500 Euro pro Person für ca. 2 Wochen sind schwer zu realisieren, hart an der Grenze des Machbaren. Ohne Camping fast unmöglich. Aber vermutlich nur fast ;) Es gibt eine ganze Menge Sparmöglichkeiten. Ich versuche einfach mal, meine Erfahrungen beim "geizen" aufzuzählen ;)

2 Personen mit je 1500 Euro. Macht zusammen 3000 Euro.

Flug:
Hauptsaison meiden! Wochenenden meiden. Möglichst wochentags fliegen. Dienstage sind auffällig günstig. Ne Menge sparen kann man auch, wenn man beim Abflug- und Ankunftsort flexibel ist, ebenso mehrere Umstiege in Kauf nimmt und nicht zwingend mit einer bestimmten Airline fliegen muss. "Ich will Samstag morgen von meiner Haustür nonstop nach San Francison fliegen, natürlich mit Lufthansa" ist meist etwas teurer ;-) Wobei Lufthansa durchaus attraktive Angebote hat. Hier lohnt es sich absolut, deren Webseite möglichst oft nach Schnäppchen abzugrasen. Wie gesagt: Flexibilität beim Datum und der Reisedauer sparen schnell mal ein paar hundert Euro! Ich habe natürlich keine Ahnung, wie sich die Flugpreise bis 2013 entwickeln, aber bisher bin ich immer um die 600,-€ nach USA (und zurück) gekommen. Teils merklich günstiger, selten etwas teurer. Mein teuerster Flug ist der bevorstehende, mit 641,-€. Liegt aber vor allem daran, das sich diesmal nicht ganz frei bei der Buchungsplanung war. Ich sage also mal: Flug um die 600,-€ pro Person sollte auch auch 2013 drin sein. Oben gesagtes berücksichtigt.
Also 1200 Euro weg. Bleiben noch 1800.

Auto:
ohne gehts leider kaum. Amerika ist Autoland. Und man soll ja immer so reisen, wie es die Einheimischen auch tun. Die wissen meist, warum. Gehen wir mal von genau 14 Tagen aus und den Preisen, die 2012 gelten. Im Moment bekommt man einen PKW für diesen Zeitraum ab ca. 350 Euro. Inclusive aller nötigen Versicherungen. Voraussetzung für diesen Preis: Fahrer ist über 21. Setze ich jetzt mal voraus. Mit einem solchen Auto kommt man gut klar, auch wenn es natürlich für US-Verhältnisse ein Kleinstwagen ist. Aber egal.
350 Euro weg. Bleiben noch 1450.

1450 Euro. 14 Tage. Macht ca. 103 Euro pro Tag. Keiner weiss, wie der Dollar 2013 stehen wird. Gehe ich vom heutigen Kurs aus, wären das etwa 138 Dollar pro Tag. Damit kommt man - auch zu zweit - grundsätzlich klar. Da können nun die Luxus-Reisenden unken was sie wollen, ich habs mehrfach getestet und es  geht. Es wird von Jahr zu Jahr schwerer, aber es ist immer noch gut möglich. Meine letzte "Zu-Zweit-Reise" war 2010. Und ich habe eben nochmal meine Aufzeichnungen gesichtet: wir haben auif einer 27-Tage-Tour pro Tag im Schnitt 111 Dollar verbraucht. Zu zweit! Darin enthalten alle(!) anfallenden Kosten eines Tages: Benzin, Unterkunft, Einkäufe, Eintritt, Verpflegung.
Ok, möglich war das nur weil wer recht oft gecampt haben. Nicht um Kosten zu sparen, sondern wil wirs mögen. Mit regelmässigen Motel-Unterkünften wird sich das nicht machen lassen. Aber wenn die Kosten für Verpflegung und Eintritte nicht in den 1500 Euro einkalkuliert waren, könnte es vielleicht trotzdem gerade so gehen. Zudem sind wir mit einem durstigen SUV unterwegs gewesen und haben gut 6000 Kilometer gemacht. Ein Kleinwagen und eine kürzere Route dürften hier nochmal merklich Geld sparen.

allgemeine Spartipps:
-eigentlich dreht sich alles um die Zeit. Zur Hauptsaison ist alles teurer, an Wochenenden meist auch. Wenn irgendwie möglich vor Ende Mai oder nach Mitte September reisen.
- Wochenenden in grossen Städten meiden. Da sind Unterkünfte immer teurer. In Las Verags z.B. habe ich mal wochentags für 12 Dollar ein Hotelzimmer bekommen. Keine Absteige, nicht am A... der Welt. Sowas gibts gelegentlich mal. Am Wochenende aber garantiert nicht.
- Grossstadtübernachtungen allgemein meiden. Los Angeles, San Francisco und Co  sind nun mal teurer als Barstow, St. George und Co.
- Restaurants meiden. Man kann sich sehr gut selbst verpflegen. Oder eben Burger und Co essen... wenn man es mag. Steakhouse jeden Abend kostet ordentlich Geld ;)
- günstig einkaufen. Lieber einen grösseren Vorrat beim WalMart holen, als jede einzelne Cola im kleinen Laden an der Strasse kaufen.
- günstige Motels suchen. Es muss nicht immer das 100 Dollar Zimmer sein. Man findet auch heute noch Motels für um die 40-50 Dollar, die ein sauberes, sicheres und ordentliches Zimmer bieten. Meist findet man die aber nur vor Ort, online so gut wie nie. Vorbuchen wird deshalb kaum gelingen. Ein wenig Suchzeit vor Ort muss man einplanen. Keine Stunden, aber vielleicht mal 30 Minuten oder so. In einem seriösen Motel kann man sich das Zimmer immer vorher ansehen. Ist es zu übel, fährt man halt weiter.

Naja... und campen war ja nichts für euch. Schade. Denn damit spart man jede Menge. Es ist durchaus möglich und an vielen Orten auch nicht verboten, kostenlos wild zu campen. Und das muss nicht aus einer Notlage heraus passieren, sondern man kann das auch geniessen, wenn man den Fokus mehr auf die Natur als auf Moloche wie Los Angeles legt ;-) Ein paar Euro mehr für ein SUV und man hat das Schafzimmer immer dabei. Ein Wohnmobil braucht man dafür nicht und unbequem ist es auch nicht, wenn man weiss, wies geht. Aber das nur am Rande... man muss es halt mögen.

Alles in allem: 1500 Euro pro Person für ca. 14 Tage (ohne Verpflegung/Eintritte/etc) sind sehr sehr schwer zu schaffen... aber (noch) nicht unmöglich. Ist man ehr der Luxus-Typ, wird man bei so einer Reise leiden. Dann würde ich lieber zuhause bleiben. Kann man auch mal einfach reisen und ist man vielleicht bereit, 14 Tage im Jahr auf den heimischen Luxus zu verzichten, kann man auch für verhältnismässig wenig Geld Amerika erleben. Und oft erlebt man dabei mehr.

ach ja, nochwas wichtiges! Sowas
Ich hoffe... ich komme hin mit 5000€ für zwei Wochen Arizona  :wink:  :wink:  :wink:
einfach ignorieren. Manch einer muss eben immer damit prahlen, es etwas teurer zu mögen als andere. Darüber sieht man am besten hinweg ;)

Lurvig





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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #10 am: 01.04.2012, 20:43 Uhr »
First of all: Die gepostete Route finde ich vernünftig, wenn all das, was du erwähnst, tatsächlich unter einen Hut gebracht werden soll.

Zitat
2) LA - Kingman (318 Meilen) - Fahrtag, kein Sightseeing!

Spartipp: Fahrt nicht nach Kingman, sondern nach Laughlin (eine gute halbe Stunde Fahrt von Kingman entfernt). Das ist ein Spielerort mit serhr günstigen Hotels, wo man viel für´s Geld bekommt. Verwandte hatten dort für etwa 40 Euro (Doppelzimmer) im 4****-Hotel übernachtet.

Zitat
3) Kingman - Grand Canyon (172 Meilen)

Günstigere Übernachtungsmöglichkeiten solltet ihr in Williams oder Flagstaff finden. Nachteil: Dorthin fährt man noch eine ganze Weile vom Grand Canyon aus, sodass ihr entscheiden müsstet, entweder den Sonnenuntergang zu verpassen oder im Dunkeln zu fahren, was viele nicht wollen, weil viel Wild unterwegs ist. Außerdem wäre es ein Umweg, sodass Zeit und Spritkosten die eventuelle Ersparnis wieder zunichte machen können.

Captsamson hat nun erst einmal LA ans Ende gesetzt. Ich persönlich würde es ebenso machen, da man an den ersten Tagen bei langen Strecken den Jetlag mit dem frühen Wachwerden so gut ausnutzen kann.

Sollte das aber dazu führen, dass ihr am Wochenende in Las Vegas seid, solltet ihr die Tage in LA vielleicht eher doch an den Anfang nehmen, denn am Wochenende sind die Zimmer in Las Vegas teurer. Achtet bei der Planung darauf, ob gerade in Las Vegas eine Messe oder so ist, sonst explodieren die Preise ebenfalls. Ein günstiges Hotel ist beispielsweise das circus circus.

Fangt rechtzeitig an auch bei priceline.com oder hotwire.com nach Hotels in San Francisco und Los Angeles zu gucken, vielleicht findet sich da ein Schnäppchen.

Flüge sind übrigens unter der Woche (DI und MI) oftmals günstiger als Flüge zum Wochenende hin. Darauf solltet ihr auch achten, wenn ihr da mit Daten spielt.

Ansonsten schaut mal bei den Flügen, ob ihr alternativ auch San Francisco oder auch Las Vegas anfliegen könnt, vielleicht hilft auch das ein paar Kröten zu sparen.

*Tinerfeño

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #11 am: 01.04.2012, 20:47 Uhr »
Ich habe 2006 für insgesamt 11 Tage New York (in einer Jugendherberge) bei nur wenigen Eintritten und sparsamen Leben insgesamt 1700 EUR benötigt. Nur so als Anhaltspunkt.
USA: '06, '08, '09, '10, '13, '14, '15, '17, '18 , '19
Kanada: '08, '10, '14, '16/'17
Australien: '16, '17
Reisebericht 9/10: 27 Tage Florida und Nordwesten
Fall 2019: New England

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #12 am: 01.04.2012, 21:00 Uhr »
Ergänzend zu Tinerfeno: In New York hat man keinen Mietwagen. Andererseits ist NYC auch noch ein Eckchen teurer als viele andere Gegenden der USA, wenn auch die Unterschiede außer beim Essengehen und bei Getränken in der Gegend um den Times Square nicht soooo atemberaubend sind, wie man annehmen möchte.

Zum Essengehen: Wenn man "Soda" trinkt (Cola, Fanta, Sprite) bekommt man in der Regel free Refill, man zahlt also nur einmal das Getränk. Noch günstiger ist es Eiswasser zu nehmen (eisgekühltes Leitungswasser). Das kostet nichts extra, ist völlig üblich so.

Achtet bei der Motelwahl darauf, ob ihr welche findet mit Frühstück inklusive und bezieht das in eure Kalkulation mit ein, wenn ihr die Zimmerpreise vergleicht. Relativ günstige Ketten, bei denen das Frühstück inbegriffen ist, sind Quality Inn, Comfort Inn, Super 8, einmal war ich auch in einem sehr günstigen La Quinta Inn.

Bei den Hotels in den Städten achtet darauf, ob es kostenfreie Parkplätze gibt. In den Innenstädten von San Francisco und LA zahlt ihr sonst unter Umständen für das Parken nochmal soviel wie ihr eigentlich für das Zimmer ausgeben wolltet.

*Miss T

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #13 am: 01.04.2012, 21:09 Uhr »
1500 € pro Person für eine 14tägige Individual-Rundreise halte ich nicht für machbar, weil dieses Budget m. M. n. bereits für Flüge, Mietwagen und Eintrittspreise knapp bemessen ist - selbst bei verschiedensten Abstrichen ... In der Regel ist auch ein nicht zu knapp bemessener finanzieller Polster äußerst ratsam.

Ich würde als Alternative mal in den Reisekatalogen diverser Anbieter recherchieren und auf eine fix-fertige Reise umschwenken. Meiner Einschätzung nach müsste euch das günstiger kommen, hat aber bekannterweise auch Nachteile. In einem FTI-Katalog von 2009 habe ich auch "Young Way To Travel" entdeckt - spartanisch und ein bisschen abenteuerlich, aber günstig und vielleicht überlegenswert? Da gäb's auch die 15tägige Tour "Gold Rush/The Southwest", die alle (!) genannten Ziele beinhalten würde!

LG, Miss T  

*lurvig

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Re: günstige USA-West-Reise
« Antwort #14 am: 01.04.2012, 21:18 Uhr »
weil dieses Budget m. M. n. bereits für Flüge, Mietwagen und Eintrittspreise knapp bemessen ist -

nehmen wir mal 800,-€ pro Person für den Flug (und es geht deutlich billiger, siehe oben) und sogar ein SUV für 14 Tage (460,-€, also 230 pro Person) dann sind wir bei 1030,-€.
Es dürfte schwer werden, in 14 Tagen so viel zu besichtigen, um dafür 470,-€ Eintritt auszugeben ;)

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