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Unterhaltung & aktuelle Hinweise => Aktuelle Meldungen / Radio- & Fernsehtipps => Thema gestartet von: Davidc am 01.01.2013, 00:21 Uhr

Titel: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Davidc am 01.01.2013, 00:21 Uhr
... vorerst jedenfalls:

http://www.focus.de/politik/ausland/usa/tid-28796/amerika-droht-der-finanz-kollaps-die-usa-schaffen-die-rettung-nicht-mehr-puenktlich_aid_889798.html

Ehrlich gesagt: Warum sollte es auch nicht?
Die Maßnahmen waren fast alle als vorübergehender Stimulus gedacht.
Wie lange sollen sie noch gelten? 5 Jahre? 10 Jahre? ----

Ich werde den Eindruck nicht los, dass man das als Dauerzustand haben will, zu Lasten des Haushalts und der kommenden Generationen. Offenbar möchte man in Washington lieber eine schleichende Enteignung der Bürger in der Hoffnung, der Frosch werde das heisser werdende Wasser nicht spüren.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: missy am 01.01.2013, 04:36 Uhr
Nee, es stuerzt nicht.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: McC am 01.01.2013, 08:43 Uhr
Wenn das Repräsentantenhaus nicht zustimmt, dann war alles für die Katz. Das dicke Ende kommt sowieso, wenn die USA in zwei Monate wieder mal zahlungsunfähig sind.... mit ungewissen Ausgang.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Davidc am 01.01.2013, 08:49 Uhr
Wenn das Repräsentantenhaus nicht zustimmt, dann war alles für die Katz. Das dicke Ende kommt sowieso, wenn die USA in zwei Monate wieder mal zahlungsunfähig sind.... mit ungewissen Ausgang.

Eben, das ist doch nur alle paar Monate die gleiche Show.

Wie lange will man diese "Erleichterungen" an Steuerkürzungen und anderen Subventionen in den USA noch fortführen?
Während man in Deutschland bei relativ sehr guter Wirtschaftslage über Steuererhöhungen nachdenkt leisten sich die USA weiter ihren "Komm` ich heute nicht komm ich morgen"- Kurs. Immer hübsch weiter über die eigenen Verhältnisse leben, Hauptsache die Kassen bei GM, WalMart und Co. klingeln. Dass alles nur auf Pump finanziert ist werden die Wähler hoffentlich erst merken, wenn die Obama-Administration schon ihre Pensionsansprüche gesichert hat.

So hatte man ja auch die Immobilienblase weiter befeuert - durch super großzügige Tax-Credits für Erstkäufer. Als sei nie etwas gewesen.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Matze am 01.01.2013, 15:13 Uhr
Wenn das Repräsentantenhaus jetzt zustimmt, dann ist die "Klippe umschifft" ....

Das heißt verkürzt, die Mittelschicht bleibt von Steuererhöhungen verschont und Reiche, wohl ca. ab 450 000, müssen höhere Steuern zahlen ....
Und es wird wohl Ausgabenkürzungen geben.


Also sollte man solche Meldungen erst hier veröffentlichen, wenn wirklich alles seine Richtigkeit hat .... :never:
Aber wenn man eben immer Negativ Schlagzeilen sucht .....
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: missy am 01.01.2013, 15:36 Uhr
Wenn das Repräsentantenhaus nicht zustimmt, dann war alles für die Katz. Das dicke Ende kommt sowieso, wenn die USA in zwei Monate wieder mal zahlungsunfähig sind.... mit ungewissen Ausgang.

Eben, das ist doch nur alle paar Monate die gleiche Show.

Wie lange will man diese "Erleichterungen" an Steuerkürzungen und anderen Subventionen in den USA noch fortführen?
Während man in Deutschland bei relativ sehr guter Wirtschaftslage über Steuererhöhungen nachdenkt leisten sich die USA weiter ihren "Komm` ich heute nicht komm ich morgen"- Kurs. Immer hübsch weiter über die eigenen Verhältnisse leben, Hauptsache die Kassen bei GM, WalMart und Co. klingeln. Dass alles nur auf Pump finanziert ist werden die Wähler hoffentlich erst merken, wenn die Obama-Administration schon ihre Pensionsansprüche gesichert hat.

So hatte man ja auch die Immobilienblase weiter befeuert - durch super großzügige Tax-Credits für Erstkäufer. Als sei nie etwas gewesen.

Dir ist schon klar was passieren kann wenn die tax cuts etc enden in einer sehr wackeligen Wirtschaftslage? Richtig, es geht in die naechste Rezession. Da hat wohl niemand etwas von.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: missy am 01.01.2013, 15:43 Uhr
Wenn das Repräsentantenhaus nicht zustimmt, dann war alles für die Katz. Das dicke Ende kommt sowieso, wenn die USA in zwei Monate wieder mal zahlungsunfähig sind.... mit ungewissen Ausgang.


So hatte man ja auch die Immobilienblase weiter befeuert - durch super großzügige Tax-Credits für Erstkäufer. Als sei nie etwas gewesen.

.....mal abgesehen davon das dieser tax credit sich vor 3 jahren erledigt hat..... dir ist klar das der auch wieder zurueckgezahlt werden muss vom Hausbesitzer?
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Jack Black am 01.01.2013, 19:24 Uhr
.....mal abgesehen davon das dieser tax credit sich vor 3 jahren erledigt hat..... dir ist klar das der auch wieder zurueckgezahlt werden muss vom Hausbesitzer?

Eben nicht. Als "Pfand" wird das Haus belastet und im Zweifel das Haus abgenommen, wenn der Schuldner definitiv nicht mehr bezahlen kann. Und das (vor allem im Zusammenhang mit den "Lehmann Zertifikaten", die aber von privaten Investoren finanziert wurden) führte letztendlich zum totalen Zusammenbruch, weil immer mehr Menschen die Kredite nicht bezahlen konnten (insbesondere die "Subprime" Kredite, das waren freie Kredite an Leute, die eigentlich nicht die notwendigen Voraussetzungen erfüllten, aber man glaubte ja mit dem Haus einen Wertausgleich zu bekommen), dann das Haus verloren, das ging dann an Lehmann, aber wegen der zunehmenden Anzahl auf dieser Weise leerstehender Häuser brach der Wert der Immobilien ein und die Banken und Investoren verloren in gigantischer Höhe ihre Investitionen.

Und als "Sahnehäubchen" haben dann auch eigentlich solvente Häuslebauer ihren Kredit nicht mehr bedient, denn wenn der sich beispielsweise auf 200.000$ belief, warum sollen die den bezahlen, wenn es einfacher ist, das Haus einfach der Bank zu übergeben und im Nachbarort (oder auch Straße) die gleiche Immobilie für 90.000$ zu kaufen?!

Das ist die Superkurzform der Ursachen für die Entstehung der Lehmann Pleite und der daraus resultierenden Wirtschaftskrise.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: mrh400 am 01.01.2013, 21:54 Uhr
Hallo,
wie auch immer, das ganze Theater einschließlich der jetzt getroffenen Scheinlösung zeigt, daß die USA finanzpolitisch praktisch handlungsunfähig sind. Für einen potentiellen Investor ist das eigentlich untragbar.

Wenn die Ratingagenturen halbwegs realistisch bewerten würden, müßte dies zu kräftigen Abschlägen führen. Aber schon das absurde Preissystem wird das zu vermeiden helfen. S&P erklärt ganz öffentlich, daß sie in der Preisgestaltung den Nutzen für den Emittenten berücksichtigen wollen - das heißt, je besser das Rating, desto höher die Einnahmen (insbesondere, wenn das gute Rating zu einem besonders hohen Benefit führt, also tendenziell unberechtigt ist). Auf die Frage, ob denn Griechenland (vor der letzten Hochstufung) oder andere als "Ramsch" qualifizierte Emittenten unter diesen Umständen für ihr Rating gar nichts bezahlen müssen, kam allerdings keine Antwort.

create a distinct link between profitability and pricing Quelle (http://www.standardandpoors.com/products-services/pricing-and-profitability-services/en/us)
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: missy am 02.01.2013, 01:02 Uhr
.....mal abgesehen davon das dieser tax credit sich vor 3 jahren erledigt hat..... dir ist klar das der auch wieder zurueckgezahlt werden muss vom Hausbesitzer?

Eben nicht. Als "Pfand" wird das Haus belastet und im Zweifel das Haus abgenommen, wenn der Schuldner definitiv nicht mehr bezahlen kann. Und das (vor allem im Zusammenhang mit den "Lehmann Zertifikaten", die aber von privaten Investoren finanziert wurden) führte letztendlich zum totalen Zusammenbruch, weil immer mehr Menschen die Kredite nicht bezahlen konnten (insbesondere die "Subprime" Kredite, das waren freie Kredite an Leute, die eigentlich nicht die notwendigen Voraussetzungen erfüllten, aber man glaubte ja mit dem Haus einen Wertausgleich zu bekommen), dann das Haus verloren, das ging dann an Lehmann, aber wegen der zunehmenden Anzahl auf dieser Weise leerstehender Häuser brach der Wert der Immobilien ein und die Banken und Investoren verloren in gigantischer Höhe ihre Investitionen.

Und als "Sahnehäubchen" haben dann auch eigentlich solvente Häuslebauer ihren Kredit nicht mehr bedient, denn wenn der sich beispielsweise auf 200.000$ belief, warum sollen die den bezahlen, wenn es einfacher ist, das Haus einfach der Bank zu übergeben und im Nachbarort (oder auch Straße) die gleiche Immobilie für 90.000$ zu kaufen?!

Das ist die Superkurzform der Ursachen für die Entstehung der Lehmann Pleite und der daraus resultierenden Wirtschaftskrise.

Du weisst nicht worum es geht. Hier geht es um den tax credit fuer first time home buyers.  :roll:

http://www.irs.gov/uac/First-Time-Homebuyer-Credit-1
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: missy am 02.01.2013, 01:05 Uhr
Seid einfach froh das ihr in so einem Land nicht leben muesst. :lol: :roll:
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: EDVM96 am 02.01.2013, 01:23 Uhr
Seid einfach froh das ihr in so einem Land nicht leben muesst.
Da bin ich in der Tat sehr froh drüber.

In Kanab hat's dir scheinbar nicht so gefallen?
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: missy am 02.01.2013, 02:50 Uhr
Doch hat es mir..... aber was hat das mit dem fiscal cliff zu tun?
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Davidc am 02.01.2013, 08:35 Uhr
Wenn das Repräsentantenhaus nicht zustimmt, dann war alles für die Katz. Das dicke Ende kommt sowieso, wenn die USA in zwei Monate wieder mal zahlungsunfähig sind.... mit ungewissen Ausgang.


So hatte man ja auch die Immobilienblase weiter befeuert - durch super großzügige Tax-Credits für Erstkäufer. Als sei nie etwas gewesen.

.....mal abgesehen davon das dieser tax credit sich vor 3 jahren erledigt hat..... dir ist klar das der auch wieder zurueckgezahlt werden muss vom Hausbesitzer?

Du hast doch selbst den Link gegeben, in dem deutlich steht, dass er nur unter ganz bestimmten Bedingungen - welche auf die wenigsten Hauskäufer zutreffen werden -  zurückzuzahlen ist.
http://www.irs.gov/uac/First-Time-Homebuyer-Credit-1

Oder hast du eine Quelle, in der steht, dass er IMMER zurückzuzahlen ist?
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Palo am 02.01.2013, 08:58 Uhr
So, ihr koennt euch alle abregen.

Alles vorbei, alles unterschrieben.

War ja voraus zu sehen.

Obama ist auf dem Weg zurueck nach Hawaii.

Ab Donnerstag gibt es einen neuen Congress, mal sehen ob der besser ist.


http://www.dailymail.co.uk/news/article-2255923/Fiscal-cliff-House-passes-fiscal-cliff-resolution-despite-earlier-revolt-Republicans.html

Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: mrh400 am 02.01.2013, 09:22 Uhr
So, ihr koennt euch alle abregen.

Alles vorbei, alles unterschrieben.
nix ist vorbei - nachdem das Thema Schuldengrenze nicht gelöst ist, geht das Trauerspiel in spätestens zwei Monaten weiter.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: missy am 02.01.2013, 14:23 Uhr
Das das Trauerspiel weitergeht war doch schon letztes Jahr klar. Ich persoenlich wache jeden Morgen auf, schweissgebadet weil ich mal wieder vom fiscal cliff und vom debt ceiling getraeumt habe und schmeisse dann auch gleich den Fernseher an ,was mich noch mehr aufregt.Was  kann ich tun? Ich bin voellig gestresst , es gibt nur eine Moeglichkeit.... Auswandern!
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: winki am 02.01.2013, 16:22 Uhr
Das das Trauerspiel weitergeht war doch schon letztes Jahr klar. Ich persoenlich wache jeden Morgen auf, schweissgebadet weil ich mal wieder vom fiscal cliff und vom debt ceiling getraeumt habe und schmeisse dann auch gleich den Fernseher an ,was mich noch mehr aufregt.Was  kann ich tun? Ich bin voellig gestresst , es gibt nur eine Moeglichkeit.... Auswandern!


....aber doch nicht etwa nach Deutschland.... :shock:   Unsere Sozialsysteme sind doch durch die zahlreichen "Heimkehrer" eh schon genug strapaziert   :oops:

Oder aber Du bleibst und läst Dir Dein Vermögen von Warren oder GS verwalten...   :lol:
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: McC am 02.01.2013, 16:25 Uhr
Unsere Sozialsysteme sind doch durch die zahlreichen "Heimkehrer" eh schon genug strapaziert   :oops:

Echt? Deutschland soll froh sein, wenn es genug Einwanderer gibt (die hier arbeiten wollen) um in Zukunft den Wettbewerbsfähigkeit/Wohlstand zu sichern.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: winki am 02.01.2013, 16:26 Uhr
Unsere Sozialsysteme sind doch durch die zahlreichen "Heimkehrer" eh schon genug strapaziert   :oops:

Echt? Deutschland soll froh sein, wenn es genug Einwanderer gibt (die hier arbeiten wollen) um in Zukunft den Wettbewerbsfähigkeit/Wohlstand zu sichern.

.....och Claus, hier steht  "Heimkehrer" !!!!!!
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: missy am 02.01.2013, 18:11 Uhr
Heimkehren? Nach Deutschland? Oh nee... Muss nicht sein und wird nicht passieren.^^
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Matze am 02.01.2013, 19:26 Uhr
Ach ist das schön, wenn die "Schwarz- und Negativseherei" nicht eingetroffen ist ... :D :D

http://de.nachrichten.yahoo.com/usa-vermeiden-sturz-fiskalklippe-043525274.html (http://de.nachrichten.yahoo.com/usa-vermeiden-sturz-fiskalklippe-043525274.html)



Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Jack Black am 02.01.2013, 22:50 Uhr
Ach ist das schön, wenn die "Schwarz- und Negativseherei" nicht eingetroffen ist ... :D :D

http://de.nachrichten.yahoo.com/usa-vermeiden-sturz-fiskalklippe-043525274.html (http://de.nachrichten.yahoo.com/usa-vermeiden-sturz-fiskalklippe-043525274.html)

Wenn man ehrlich ist, gibt es nichts Positives daran zu sehen. Es ist (wie immer wieder) nur ein kurzfristiger Kompromiss, ein Gefrickel für den Moment, aber keine Lösung. Keine Lösung für das riesige Problem der hoffnungslos zu hohen Neuverschuldung.

Es gibt keinen Lösungsansatz für das wirkliche Problem, wirklich nichts, kein gar nichts. Es ist nur das vorübergehende Beilegen einer Streitigkeit. Es gibt keinen Hoffnungsschimmer, keinen adäquaten Vorschlag, wie diese tödliche Spirale in den Griff zu kriegen ist. Diese Spirale bedeutet, eine Verdoppelung(!) der Verschuldung ca. alle 12 Jahre. Es ist illusorisch zu glauben, dass das nicht irgendwann zur Katastrophe auswächst. Ungewiss ist lediglich der Zeitpunkt, nicht jedoch der Fakt an sich.

Und das ist das eigentlich unbefriedigende an dieser Rumfrickelei - alle schieben sich über Kreuz die Schuld an der Misere in die Schuhe, aber einen Lösungsansatz gibt es nicht. Und schon gar nicht bei diesen verhärteten Fronten, wobei ich persönlich die Hauptschuld bei den Republikanern sehen, die romantisch verklärte Sichtweise, man müsse nur genügend reiche Menschen haben, um damit die Wirtschaft anzukurbeln und die Schulden zu drücken, ist nicht zeitgemäß und zudem egoistisch. Als Millionär entscheidet es sich leicht, dass Millionäre nicht viele Steuern zahlen sollen.

Wir werden sehen wie es ankommt, wenn im Jahr 2020 die Staatsverschuldung die 200%-Grenze des Bruttoinlandprodukts knackt und vielleicht werden wir auch noch sehen, wie im Jahr 2032 die 400% Grenze geknackt wird. Wobei ich nicht glaube, dass der ganze Apparat nicht vorher schon mit viel Getöse in sich zusammenbricht.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: winki am 02.01.2013, 23:33 Uhr
Schön wenn man spöttisch auf die USA blicken kann.... Da bei verliert man leicht den Blick für das wesentliche... 

Nur so zur Erinnerung, Staatsverschuldung von Deutschland 80,5% nach BIP (2114 Mrd. €)

Wobei Deutschland bisher nur Glück durch die guten Konjunkturdaten hatte....

Noch ein Blick auf die USA,  das Nettovermögen von etwa zehn Billionen Euro der Deutschen sind ebenfalls ähnlich der USA verteilt.
Die unteren 50% der Bevölkerung teilen sich mittlerweile 1% der Vermögen, während die oberen 10% mehr als die Hälfte des Nettovermögens aller Deutschen ihr Eigen nennen.

Ähnlich wie die USA wird man diesen Schuldenberg nur durch Geldentwertung wieder los..... Was ja bereits durch Niedrigzinspolitik der EZB geschieht....  Deutschland sollte sich schon mal auf höhere Steuern, Autobahnmaut etc. nach der nächsten Wahl vorbereiten...
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Jack Black am 03.01.2013, 00:38 Uhr
Nur so zur Erinnerung, Staatsverschuldung von Deutschland 80,5% nach BIP (2114 Mrd. €)

Und Staatsverschuldung USA: 107% nach BIP

Und Neuverschuldung 2012:

Deutschland 0%(!) - ausgeglichener Haushalt
USA ca. 4,7% BIP

Prognose für Deutschland 2013, 2014 ff.

Plus(!) 0,5%

Prognose für USA: keine Änderung, womit auch?!

In Deutschland gibt es nicht nur den Ansatz, sondern auch die konkrete Umsetzung der sog. "Schuldenbremse", die (verfrüht) schon ab diesem Jahr für einen ausgeglichenen und zukünftig positiven Haushalt sorgt. In den USA gibt es nichts vergleichbares, es gibt gar nichts, kein Konzept, nichts. Nur Streit, sonst nichts. Das ernsthaft gleichsetzen zu wollen ist mehr als ignorant.

Wobei Deutschland bisher nur Glück durch die guten Konjunkturdaten hatte....

Die gute Konjunktur als "Glück" zu bezeichnen, ist fern jeder Realität. Da braucht man natürlich nicht zu diskutieren, wenn man fundamentale politische und wirtschaftliche Entscheidungen und deren Erfolg als "Glück" abtut. Und die USA hat dann wohl Pech, Kriege führen ist eben Glückssache und es ist Pech, dass sie teuer sind. Schräg.

Noch ein Blick auf die USA,  das Nettovermögen von etwa zehn Billionen Euro der Deutschen sind ebenfalls ähnlich der USA verteilt.
Die unteren 50% der Bevölkerung teilen sich mittlerweile 1% der Vermögen, während die oberen 10% mehr als die Hälfte des Nettovermögens aller Deutschen ihr Eigen nennen.

Auch vollkommen falsch. Sowohl bei der Vermögensverteilung wie auch bei der Einkommensverteilung liegt der Gini-Koeffizient der USA empfindlich höher als der von Deutschland. Bei der Einkommensverteilung sogar so drastisch, dass die USA sich mit 46,6 (Deutschland: 28,3) Punkten im gleichen Segment befindet wie Puerto Rico und den Philippinen. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Einkommensverteilung

Ähnlich wie die USA wird man diesen Schuldenberg nur durch Geldentwertung wieder los..... Was ja bereits durch Niedrigzinspolitik der EZB geschieht....  Deutschland sollte sich schon mal auf höhere Steuern, Autobahnmaut etc. nach der nächsten Wahl vorbereiten...

Die USA wird den Schuldenberg sicherlich (wenn überhaupt) nur durch Geldentwertung los. Bei Deutschland sehe ich das nicht. Autobahnmaut ist ein Tropfen auf dem heißen Stein und ist nicht einmal einer Erwähnung wert. Und höhere Steuern halte ich für absolut angemessen, im Jahr 1990 war der Spitzensteuersatz bei 53%, warum nicht heute auch? Unnötige Steuergeschenke der CDU dürfen gerne rückgängig gemacht werden. Aber Steuern und Geldentwertung haben nichts miteinander zu tun, Geldentwertung heißt Inflation und die liegt aktuell wieder deutlich unter 2%. Damit wird man wohl kaum Schuldenberge abbauen können.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: winki am 03.01.2013, 03:33 Uhr
...   kein Konzept, nichts. Nur Streit, sonst nichts. Das ernsthaft gleichsetzen zu wollen ist mehr als ignorant.

Alle Achtung vor sooo viel google - Wissen,  da muss man echt passen. Aber vielleicht zitierst Du mal zur Abwechslung ein paar Meinungen einschlägiger Wirtschaftsinstitute (zb. DIW) die nämlich zu ganz anderen Einschätzungen kommen.

Durch Inflation von 2% wird man die Schulden nun sicher nicht los, aber durch die Niedrigzinspolitik, bei Sparkonten etc. oder einer Wärungsreform….

Die einzige fundamentale politische und wirtschaftliche Entscheidung, die mir bekannt sind, ist dass Deutschland mittlerweile das Land mit den niedrigsten Löhnen und dem höchsten Anteil von Mitarbeiter Zeitverträge hat und dass das Realeinkommen in Deutschland auf dem Niveau von 1997 liegt.....  Durch diese Entwicklung Steuerprognosen für die Zukunft deshalb absurdum geführt werden. Auch nur zur Erinnerung, Steuereinnahmen 2012 ca, 600 Milliarden,  2013 schon nach Berechnungen ca. 200 Milliarden weniger…. Davon etwa 52% der Einnahmen für Pensionen/Gehalter Staatsbeamte und Politiker Tendenz steigend, google doch mal…..

Ach auch nur so am Rande, wenn es Herrn Schröder nicht zufällig in den Wahlkram gepasst hätte und angenommener weise Angela schon die Regierung gebildet hätte, wäre Deutschland ebenfalls im Irak gewesen...
 
Klar für Dich eine weitsichtige fundamentale politische Entscheidung wie man ja am Beispiel Afghanistan (geschätzte 38 Milliarden) sehen kann.

Dass Du Dich natürlich wie üblich durch Dein google und wiki Wissen profilieren willst ist ja hinreichend bekannt, nur unterlassen Deine persönlichen Angriffe oder zumindest Dein unangebrachten Unterstellungen, denn mein Vergleich Deutschland mit den USA wurde gar nicht angestrebt…  obwohl Parallelen durchaus zu diskutieren wären. 
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Kauschthaus am 03.01.2013, 14:58 Uhr
Ich bin ganz sicher, ihr könnt auch ohne persönliche Angriffe und Unterstellungen schreiben. Wobei ich die in den letzten Postings nur von einer Seite gelesen habe.
Das Kabbeln zwischen US Deutschen und Hiesigen mal außen vor gelassen.  :lol:

Grüße, Petra
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: captsamson am 04.01.2013, 21:32 Uhr
Zitat
Wegen ihrer ausufernden Verschuldung stecken die USA seit geraumer Zeit mit einem Bein im Staatsbankrott. Nun macht ein irrwitziger Plan die Runde, wie das Finanzministerium seine Sorgen um die Schuldengrenze auf einen Schlag lösen könnte: Eine Super-Münze aus Platin mit einem geprägten Wert von sage und schreibe einer Billion US-Dollar.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-billionenschwere-Muenztrick-article9892496.html

 :lol:
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Davidc am 04.01.2013, 21:58 Uhr
Ach, das Problem ist doch ganz einfach lösbar: Lasst uns eine nette Münze prägen und der Spuk hat sich erledigt:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-billionenschwere-Muenztrick-article9892496.html

Sind wir schon in Disneyland angekommen? ^^
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: wolfi am 04.01.2013, 22:13 Uhr
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ein paar Leute wie Bill Gates oder Warren Buffett z. B. so eine Münze kaufen - die haben ja genug Geld dafür ...
 
Lustig wäre es dann, wenn sie damit einkaufen gehen und das Wechselgeld in kleinen Scheinen haben wollen ...
 
PS:
 
Es gibt ja ohnehin nur "kleine Scheine" in USA, 100 $ sind ja so gut wie nix. :D :D :D
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Matze am 04.01.2013, 22:57 Uhr
Ach, das Problem ist doch ganz einfach lösbar: Lasst uns eine nette Münze prägen und der Spuk hat sich erledigt:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-billionenschwere-Muenztrick-article9892496.html

Sind wir schon in Disneyland angekommen? ^^

Kannst Du eigentlich mal ohne Häme über USA berichten?   :roll:


Habe mir jetzt übrigens den Text durchgelesen - finde es gar nicht so "durchgeknallt", wenn man ernsthaft bis zum Schluß liest ....

Und darin wird auch deutlich, dass es nicht darum geht, dass irgendein superreicher Fuzzi die Münze kaufen könnnte - sondern sie wird bei der Notenbank hinterlegt.
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Easy Going am 05.01.2013, 09:53 Uhr
Die Demokraten haben auch schon einen neuen Slogan: "Yes We Coin"  :lol:
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Kalifornier am 05.01.2013, 18:30 Uhr
Die Demokraten haben auch schon einen neuen Slogan: "Yes We Coin"  :lol:

Print that money, baby, print it.

The more you spend the more you save.

Obamapolitics
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Kauschthaus am 05.01.2013, 23:59 Uhr


Print that money, baby, print it.

The more you spend the more you save.

Obamapolitics

Wer hat denn den Haushalt so runtergewirtschaftet? Ich bin immer wieder fassungslos, mit welcher Selbstverständlichkeit das wirtschaftliche Desaster, das Bush hinterlassen hat, Obama in die Schuhe geschoben wird.

Grüße, Petra
Titel: Re: Amerika stürzt von der Klippe
Beitrag von: Jack Black am 06.01.2013, 00:16 Uhr
Ich bin immer wieder fassungslos, mit welcher Selbstverständlichkeit das wirtschaftliche Desaster, das Bush hinterlassen hat, Obama in die Schuhe geschoben wird.

"Fassungslos" bin ich da (konkret) ganz und gar nicht. Es sind doch immer die gleichen Stereotypen die von den gleichen Ignoranten kommen.

Eigentlich sehen wir damit im "Mikrokosmos" unseres kleinen Forums nur einen plakativen Vortrag über die Probleme und insbesondere der tiefen Spaltung in der Gesellschaft  der USA. Verblendung, Hass und Vorurteile dominieren über die Vernunft, eine Einigung ist da nicht einmal ansatzweise in Sicht. Wie denn auch, wenn man solche dumpfen Parolen verfasst?!