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Unterhaltung & aktuelle Hinweise => Aktuelle Meldungen / Radio- & Fernsehtipps => Thema gestartet von: Zati am 26.01.2007, 23:13 Uhr
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Gefährliches Erlebnis eines älteren Ehepaares im Redwood NP in Kalifornien
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,462572,00.html
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"Bei ihrer Suche fanden die Wildhüter schließlich ein Pumapaar, dass sie aus Sicherheitsgründen töteten. Ob eine der beiden Raubkatzen für den Angriff verantwortlich ist, soll nun eine Laboruntersuchung zeigen."
Hmmm....anders herum hätte mehr Sinn gemacht, oder? :zuck:
So sind womöglich zwei unschuldige Tiere umgebracht worden, und man kann ja jetzt nicht alle Pumas in der Gegend erschießen, bis man den Richtigen findet! :cry:
Irgendwie ein bischen dumm gelaufen, finde ich! :roll:
Aber Respekt und alle Achtung vor der Courage der Frau, die ja wahrscheinlich auch an die 70 Jahre alt sein dürfte! Wahnsinn, so geistesgegenwärtig zu handeln in solch einem schockierenden Moment!
Ich weiß nicht, ob viele nicht einfach wie erstarrt dagestanden hätten! :shock:
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Dass töten des Pumapaares finde ich auch schwierig und etwas über das Ziel geschossen.
Vor der älteren Dame habe ich auch großen Respekt, das war mutig und geitesgegenwärtig. Ich glaube, ich hätte so reagiert wie Du Monika, ich wäre vor Angst erstarrt.
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Vor der älteren Dame habe ich auch großen Respekt, das war mutig und geitesgegenwärtig. Ich glaube, ich hätte so reagiert wie Du Monika, ich wäre vor Angst erstarrt.
Vielleicht werden aber auch ungahnte Instinkte in uns geweckt, wenn es einem geliebten Menschen an den Kragen geht!
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So schlimm es im konkreten Fall auch sein mag, wir müssen uns immer bewusst sein, in den Lebensraum anderer Lebewesen einzudringen, Dass die sich behaupten wollen, ist klar.
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Im Artikel steht:
Eine harmlose Wanderung in einem US-Nationalpark wäre einem älteren Ehepaar beinahe zum Verhängnis geworden.
Hier wird etwas suggeriert, was mir nicht gefällt. Es gibt harmlose Wanderungen in einem Stadtpark, aber nicht in einem Nationalpark! Selbst 5 Meter neben der Straße ist Natur, mit ihren eigenen Regeln! Auch wenn es nicht oft passiert, muß man mit dem Auftauchen wilder Tiere rechnen.
Wobei sich die Frau zum Glück richtig verhalten hat. :D
Mich würden Einzelheiten interessieren. Wie weit von der Straße entfernt und wie stark begangen war der Weg? Habe leider nichts gefunden.
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So schlimm es im konkreten Fall auch sein mag, wir müssen uns immer bewusst sein, in den Lebensraum anderer Lebewesen einzudringen, Dass die sich behaupten wollen, ist klar.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich als Puma fände es auch nicht toll, wenn plötzlich irgendwer in meinem "Wohnzimmer" stehen würde.
Auch wenn solche Angriffe eher selten sind, man sollte doch immer daran denken, daß man in das Terrain von wildlebenden Tiere eindringt.
Greetz,
Yvonne
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Mich würden Einzelheiten interessieren. Wie weit von der Straße entfernt und wie stark begangen war der Weg? Habe leider nichts gefunden.
Und vielleicht auch zu welcher Tageszeit der Angriff stattgefunden hat!
Ich war leider noch nie im Redwood NP. Gibt es dort auch dieselben Warnschilder überall, so wie an der Küste des Olympic NP von wegen nicht in der Dämmerung, nicht alleine usw. da das Pumarevier ist und dass die auch Menschen angreifen?
Bewundernswert ist, dass die Frau sich durchsetzten konnte. Ein Puma ist doch ein kräftiges großes Tier!
Ansonsten: Bei solchen Geschichten tut mir immer das Tier am meisten Leid, denn es kann absolut nichts dafür und wird dennoch zu Tode veruteilt...... :(
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Mein Tierführer nennt als Maße Kopf-Rumpf-Länge 1,05-1,40 m, Gewicht 36-90 kg. Das ist zwar größer als eine Hauskatze, aber doch auch kein Tiger. Auch die Nationalparkzeitung des Grand Canyon sagt nach allen Tips zur Vermeidung eines Puma-Angriffs, daß ein erwachsener Mensch im Fall eines Angriffs durchaus eine Chance hat, sich gegen einen Puma durchzusetzen.
Zum Töten des Tiers: Man geht davon aus, daß Wildtiere normalerweise Menschen nicht kennen und daher ignorieren, da sie nicht zum Beuteschema gehören. Hat aber ein Wildtier erst mal gelernt, daß Menschen eine potentielle Beute sind, wird es erneut angreifen. Daher werden ja auch Bären, die einen Menschen getötet haben, erlegt. Daß dieser Tötungsvorgang am Ende einer Kausalkette steht, die durch menschliches Fehlverhalten (z.B. Füttern) ausgelöst wurde, ist natürlich bedauerlich.
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Hi,
in einem Visitor Centre in Kanada wurde ein präparierter Puma (ich wollte jetzt nicht "ausgestopft" schreiben) in einer Jagdszene mit einem Bighornsheep dargestellt. Der im Sprung langgestreckte und eindrucksvoll massig und muskulöser Körper hat uns ziemlichen Respekt eingeflösst. Mittlerweile fürchten wir eine Begegnung mit einem Puma mehr als die Begegnung mit einem Schwarzbären.
Das felsige Hinterland vieler Nationalparks in Utah und Arizona, die Gebirgslandschaften in Kalifornien, die National Forest im Westen sind ja erstklassiges Pumarevier und wir (mein Freund) haben beim Wandern immer ein Messer mit einer längeren Klinge griffbereit. In der Nähe von Sedona wird auf jedem staatlichen Campground (und auch auf mind. 1 Privaten :?) vor Pumas gewarnt.
Zu der 70jährigen Frau kann ich nur sagen: alle Achtung, absolut richtig reagiert. Die Frau hat die Verhaltensregel befolgt:
If it attacks - fight back!
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Hi,
Mittlerweile fürchten wir eine Begegnung mit einem Puma mehr als die Begegnung mit einem Schwarzbären.
Kate, da kann ich mich nur anschließen, ist bei mir ganz genauso!
Ohne großen Stock in der Hand bin ich abends nicht durch die Wälder des Olympics spaziert und selbst so habe ich mich auch alles andere als wohl gefühlt.
Aber wie Du schreibst SCHWARZbären! Bei BRAUNbären sieht die Sache schon wieder ganz anders aus... :wink:
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Und vielleicht auch zu welcher Tageszeit der Angriff stattgefunden hat!
Ich war leider noch nie im Redwood NP. Gibt es dort auch dieselben Warnschilder überall, so wie an der Küste des Olympic NP von wegen nicht in der Dämmerung, nicht alleine usw. da das Pumarevier ist und dass die auch Menschen angreifen?
Solche Schilder habe ich im Redwood NP nicht gesehen!
Bin auch etwas verwundert darüber, dass dort mit Pumas zu rechnen ist - hätte hier keine vermutet!
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Hi,
Mittlerweile fürchten wir eine Begegnung mit einem Puma mehr als die Begegnung mit einem Schwarzbären.
Kate, da kann ich mich nur anschließen, ist bei mir ganz genauso!
Ohne großen Stock in der Hand bin ich abends nicht durch die Wälder des Olympics spaziert und selbst so habe ich mich auch alles andere als wohl gefühlt.
Aber wie Du schreibst SCHWARZbären! Bei BRAUNbären sieht die Sache schon wieder ganz anders aus... :wink:
Sehe ich ganz anders bei einen Puma Angriff hat man wohl eine Chance diesen zuüberleben einen Bären Angriff zuüberleben dürfte eher gering sein. Egal ob Schwarz oder Braunbär.
Martin
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Sehe ich ganz anders bei einen Puma Angriff hat man wohl eine Chance diesen zuüberleben einen Bären Angriff zuüberleben dürfte eher gering sein. Egal ob Schwarz oder Braunbär.
Damit hast Du recht. Mir ging es da aber eher auf die Angriffswahrscheinlichkeit und die ist/war zumindest im Olympic NP zwar gering(!) aber bei einem Cougar dennoch größer als bei einem Schwarzbären.
Mag hier keine Horrogeschichten verbreiten, aber wenn ich sowas lese wird mir dennoch ganz anders: "young cougar jumped from an overhanging tree" "on a horse" (http://seattlepi.nwsource.com/getaways/100898/obok08.html (http://seattlepi.nwsource.com/getaways/100898/obok08.html))
Angriffe passieren hin und wieder sogar im Mesa Verde NP wie ich gerade gelese habe:
http://www.cougarinfo.org/attacks2.htm
Und zB inder Grand Gulch Gegend warnen Ranger ausdrücklich davor alleine zu wandern. Das hat sicher seinen guten Grund!
Darum auch meine Frage wie es im Redwood NP bzgl Schilder ist. Danke für die Antwort Matze! :D
Wie Thomas (Owl) schon geschrieben hat, ein Wanderung durch einen Nationalpark ist kein Spaziergang durch einen Stadtpark.
Aber ich finde es schön, dass es diese wilden Tiere drüben in Amerika noch in der Form gibt!
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Darum auch meine Frage wie es im Redwood NP bzgl Schilder ist.
Also anno 1996 und 1999 standen dort jedenfalls keine Warnschilder (anders als z.B. im Olympic NP bei Hurricane Ridge).
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Also anno 1996 und 1999 standen dort jedenfalls keine Warnschilder (anders als z.B. im Olympic NP bei Hurricane Ridge).
Was nutzen eigentlich solche Warnschilder? Oder stehen da auch Verhaltenregeln drauf? Mir sind solche Schilder noch nie aufgefallen.
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Oder stehen da auch Verhaltenregeln drauf?
Ja, da stehen Verhaltensregeln drauf, und zwar:
1. Nie alleine wandern, und
2. Im Falle eines Angriffs wehren!
(Gerade letzteres sollte man bei einer Braunbärenattacke ja gerade nicht machen)
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Aber Respekt und alle Achtung vor der Courage der Frau, die ja wahrscheinlich auch an die 70 Jahre alt sein dürfte!
OT aber ich muss es los werden:
Mir fällt dauernd die 88 jährige Tankstellenpächterin ein, die kürzlich überfallen wurde. Ihre erfolgreiche Reaktion: "Von mir gibt's kein Geld. :x Verschwindet und sucht euch lieber Arbeit!"
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Hab gerade mal den "Redwood NP Official Map and Guide" vom NPS herausgekramt.
Dort wird nur vor Black Bears gewarnt (bzgl. food containers, etc.), von Cougars oder Mountain Lions wird nichts erwähnt.
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Was nutzen eigentlich solche Warnschilder? Oder stehen da auch Verhaltenregeln drauf? Mir sind solche Schilder noch nie aufgefallen.
Da ich gerade am Olympic-Berichtschreiben bin, habe ich mal ein Bild herausgekramt vom Second Beach Trailhead: :wink:
(http://www.isaczermak.com/olympic/images/olympic6.jpg)[/list:u]
Es gab aber auch sehr ausführliche Schilder, wo genau geschildert war, dass man nicht mit Hunden wandern soll, dass man bei einer unerwarteten Begegnung Kinder sofort hochheben soll, dass man sich mit Stöcken und Steinen verteidigen soll usw usw.
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Mich würden Einzelheiten interessieren. Wie weit von der Straße entfernt und wie stark begangen war der Weg? Habe leider nichts gefunden.
Und vielleicht auch zu welcher Tageszeit der Angriff stattgefunden hat!
Ich war leider noch nie im Redwood NP. Gibt es dort auch dieselben Warnschilder überall, so wie an der Küste des Olympic NP von wegen nicht in der Dämmerung, nicht alleine usw. da das Pumarevier ist und dass die auch Menschen angreifen?
Hinsichtlich der Einzelheiten der Attacke - insbesondere der endgueltigen Rettung - gehen die Berichte z.T. deutlich auseinander... Wenn man dem Lokalblatt (http://www.mercurynews.com/mld/mercurynews/news/local/16547785.htm) glauben darf, fand das Ganze wohl zwischen 14 und 15h am Ende einer 10 Meilen langen Wanderung entlang des Brown Creek Trail, anscheinend in nicht allzu weiter Entfernung vom Drury Parkway, statt... und das Ehepaar traf selbst auf seine Retter (auch keine Park Ranger!), statt lediglich vor Ort auf Hilfe zu warten... Im (das nur ein Beispiel vom) AP-Bericht (http://www.heraldtribune.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20070125/APN/701253201) steht was anderes dazu, aber keine Angabe zur Tageszeit und lediglich der Hinweis "320 Meilen noerdlich von S.F."
Klar ist demnach aber wohl, dass der Spiegel nochmal zusaetzlich... ahm, "un-gruendlich" war... Das Ganze passierte NICHT im Redwood NP, sondern im Prairie Creek Redwoods State Park (noerdlich angrenzend an den NP); Steve Martarano ist auch nicht der Sprecher der Redwood-Parkverwaltung (schon gar nicht Redwood NP), sondern gehoert zum Department of Fish & Game... (Das nur so nebenbei, natuerlich. Ansonsten hat OWL ja auch schon einen guten Hinweis zur "leicht dramatisierten" Darstellung gebracht...)
Hab gerade mal den "Redwood NP Official Map and Guide" vom NPS herausgekramt.
Dort wird nur vor Black Bears gewarnt (bzgl. food containers, etc.), von Cougars oder Mountain Lions wird nichts erwähnt.
Redwood NP hat durchaus Hinweise dazu auf der Seite mit den Sicherheitshinweisen (http://www.nps.gov/redw/planyourvisit/yoursafety.htm)... zu finden unter "Things to know before you come" 8)
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Redwood NP hat durchaus Hinweise dazu auf der Seite mit den Sicherheitshinweisen (http://www.nps.gov/redw/planyourvisit/yoursafety.htm)... zu finden unter "Things to know before you come" 8)
Haben die vermutlich schnell auf der Website hinzugefügt, bevor die von dem Ehepaar verklagt werden ... :wink:
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Redwood NP hat durchaus Hinweise dazu auf der Seite mit den Sicherheitshinweisen (http://www.nps.gov/redw/planyourvisit/yoursafety.htm)... zu finden unter "Things to know before you come" 8)
Haben die vermutlich schnell auf der Website hinzugefügt, bevor die von dem Ehepaar verklagt werden ... :wink:
:lol:
Aber jetzt Scherz beiseite.
Wenn in einem Park (egal ob NP, SP oder eine andere Verwaltung) gefährliche Tiere vorkommen, wird immer davor gewarnt und auch Verhaltenshinweise gegeben. Das habe ich in den USA noch nie anders erlebt.
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Hallo,
Haben die vermutlich schnell auf der Website hinzugefügt, bevor die von dem Ehepaar verklagt werden ... :wink:
das scheint mir doch etwas abwegig, nachdem sich der Vorfall ja gar nicht im Redwood NP zugetragen hat:Das Ganze passierte NICHT im Redwood NP, sondern im Prairie Creek Redwoods State Park (noerdlich angrenzend an den NP)
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Hallo,Haben die vermutlich schnell auf der Website hinzugefügt, bevor die von dem Ehepaar verklagt werden ... :wink:
das scheint mir doch etwas abwegig, nachdem sich der Vorfall ja gar nicht im Redwood NP zugetragen hat:Das Ganze passierte NICHT im Redwood NP, sondern im Prairie Creek Redwoods State Park (noerdlich angrenzend an den NP)
:wink: :wink: :wink: