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Unterhaltung & aktuelle Hinweise => Aktuelle Meldungen / Radio- & Fernsehtipps => Thema gestartet von: TheWurst am 25.08.2011, 11:04 Uhr

Titel: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: TheWurst am 25.08.2011, 11:04 Uhr
Zitat
Sie überlebten in der Wüstenhitze nur wenige Stunden: In einem kalifornischen Nationalpark sind zwei Touristen aus Deutschland und Holland ums Leben gekommen. Ihr Wagen hatte sich auf einer Sandpiste festgefahren

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,782290,00.html
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: wolfi am 25.08.2011, 11:43 Uhr
So was ähnliches hatten wir doch vor einiger Zeit im Death Valley - da waren glaube ich sogar Kinder dabei und die Leute (bzw was die Tiere von ihnen übrig gelassen haben) wurden erst nach mehr als einem Jahr gefunden - bodenloser Leichtsinn ...
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: Tinerfeño am 25.08.2011, 11:56 Uhr
So was ähnliches hatten wir doch vor einiger Zeit im Death Valley - da waren glaube ich sogar Kinder dabei und die Leute (bzw was die Tiere von ihnen übrig gelassen haben) wurden erst nach mehr als einem Jahr gefunden - bodenloser Leichtsinn ...

Seit Mitte der 90er waren die vermisst, um genau zu sein, wenn du das meinst, an was ich jetzt denke.
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: mrh400 am 25.08.2011, 12:31 Uhr
Hallo,
bedauerlich und vielleicht ein Hinweis, sich angemessen auf seine Touren vorzubereiten.

Auch wenn es der Spiegel so schreibt, führt keine Sandpiste aus dem Joshua Tree NP nach Arizona - das Paar war lediglich insgesamt auf dem Weg nach AZ. Laut LA Times war es die Black Eagle Mine Road, eine nicht allzu lange (gut 10 mi) und laut Beschilderung (gemäß LA Times) ausdrücklich nur für 4wd geeignete dead-end-Strecke, die zu einigen alten Minen führt (laut einer der nps-Karten (http://www.nps.gov/jotr/planyourvisit/upload/olddaleMap.pdf) aber immerhin eine "featured unpaved road"). Nach diesem Artikel (http://palmdesert.patch.com/articles/dutch-man-german-woman-idd-as-j-tree-fatalities) fand man den toten Mann ca. 1,5 Meilen von der Pinto Basin Road (das ist die Parkdurchgangsstraße) entfernt, die Frau nach etwa einer weiteren Meile und das Auto nach weiteren 5 Meilen. Daraus kann man umgekehrt schließen, daß es der Mann fast geschafft hätte, vom gestrandeten Auto zurück zur Hauptstraße zu kommen (6 von 7,5 mi). Bei Temperaturen über 100 ist das natürlich schon eine heftige Strecke.

Ich habe hier deshalb näher recherchiert, weil ich selbst in ein paar Wochen in dem Park sein möchte.
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: Stefanie_GZ am 25.08.2011, 12:44 Uhr
Bei aller Tragik...

Man sollte nie ohne Wasser starten, auch nicht in einen National Park. Und wenn "4WD Only" da steht dann meinen die es auch so!

Aber der übliche Touri kommt aus LA oder LV, macht einen Ausflug zum Grand Canyon, Joshua Tree oder Valley of Fire, ohne Wasser, mit Badeschlappen und ohne Sonnenschutz...wahrscheinlich denken Sie dass es wie hier zu Lande üblich über all einen Kisok gibt, ich weiß es nicht???

Wir haben immer mind. 10-20 Liter Flüssigkeit dabei und Essen für 1-2 Tage..

Wer sich vorher ein bisschen vorbereitet z.b hier im Forum dem sollte so was nicht passieren- daher wundere ich mich auch ein wenig über Reisen die angekündigt werden, die bald starten sogar mit Kindern, in Gegenden wo in den nächsten Wochen über 40 Grad sein werden.

Titel: Deutsch-niederländisches Paar tot in kalifornischer Wüste entdeckt
Beitrag von: krimkom am 25.08.2011, 14:17 Uhr

Man kann es gar nicht glauben :shock:

http://nachrichten.t-online.de/deutsch-niederlaendisches-paar-tot-in-kalifornischer-wueste-entdeckt/id_49192212/index
Titel: Re: Deutsch-niederländisches Paar tot in kalifornischer Wüste entdeckt
Beitrag von: ilnyc am 25.08.2011, 14:19 Uhr
 :zuberge:
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: dschlei am 25.08.2011, 15:56 Uhr
Es ist immer wieder erstaunlich, wie leicht sich viele Touristen mit den amerikanischen Gegebenheiten tun.  Meiner Meinung nach sind es meistens nordeuropaeische Touristen (die Asiasten scheinen immer in Gruppen zu reisen), die sich durch Leichtsinn in Gefahr begeben.  Eventuell weil Amerika kulturell so sehr aehnlich ist, kann es landschaftlich auch nicht viel anders sein?

Auch hier im Norden kann es gefaehlich werden, wenn man ohne Nahrungsmittel unterwegs ist.  Hier sind es die endlosen Waelder in denen man sich fuer immer verlaufen kann, und hier sind es natuerlich auch die Tiere (Baeren, Woelfe, Coyoten), die einem durch Wassermangel geschwaechten oder verletzten Menschen das Garaus machen koennen.  Jedes Jahr verschwinden hier ein paar Menschen auf nimmer Wiedersehen in den Waeldern
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: Palo am 25.08.2011, 16:21 Uhr

Das kommt davon wenn man off Road fährt und zudem nicht weiß wie man in der Wüste überlebt.

So bedauerlich es ist, das liegt einzig an der Dummheit der Leute und nicht an der bösen Wüste.
 
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: wolfi am 25.08.2011, 16:27 Uhr
Darwin Award!
 
Ich weiß, das ist böse, aber wahr ...
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: BudFox am 25.08.2011, 17:03 Uhr
Tragisch!

Wir sind gestern zurück gekommen aus Vegas und ich kann nur sagen: ES WAR UNERTRÄGLICH HEISS.
Vorallem in Moab, Page und Vegas, teilweise bis zu 110 Fahrenheit und man musste nach Luft ringen. Am Zion Visitor Center sind mir beinahe die Lampen ausgegangen, als wir vom North Rim kommend da ausgestiegen sind. Wir hatten auch immer 1-2 von der 24er Paletten Wasser dabei und die gingen weg wie warme Semmeln.

Ich kann nur deshalb nur beipflichten: Immer genug Wasser dabei zu haben, etwas zu Essen und Offroad Pisten nur fahren, wenn man Erfahrung mit sowas hat. Auch habe ich die meisten Leute bei der Hitze ohne Kopfbedeckung wandern gesehen. Viele waren völlig fertig schon nach kurzen Wanderungen.
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: HashBrown am 25.08.2011, 19:01 Uhr
Wir haben bei deutlich über 40° C im Saguaro NP gerastet, als Radfahrer in der Mittagshitze mit ihren Rennrädern stoppten, um ihre Wasserflaschen aufzufüllen, bevor sie dann wieder mit ihren (offensichtlich teuren) Rennrädern weiterfuhren.
Das dürfte ja wohl auch kaum gesund/ ungefährlich sein. Wenn danach bzw. dabei jemand kollabiert, dürfte das allerdings keine Meldung sein.

Wir sind gestern zurück gekommen aus Vegas und ich kann nur sagen: ES WAR UNERTRÄGLICH HEISS.
Vorallem in Moab, Page und Vegas, teilweise bis zu 110 Fahrenheit und man musste nach Luft ringen.

Gerade hat The Weather Channel 112° F für heute durchgegeben und es gibt eine Excessive Heat Warning.

Also: Beat The Heat!
Viele Grüße aus dem Excalibur!
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: dschlei am 25.08.2011, 19:43 Uhr
Wir haben bei deutlich über 40° C im Saguaro NP gerastet, als Radfahrer in der Mittagshitze mit ihren Rennrädern stoppten, um ihre Wasserflaschen aufzufüllen, bevor sie dann wieder mit ihren (offensichtlich teuren) Rennrädern weiterfuhren.
Das dürfte ja wohl auch kaum gesund/ ungefährlich sein. Wenn danach bzw. dabei jemand kollabiert, dürfte das allerdings keine Meldung sein.

Wir sind gestern zurück gekommen aus Vegas und ich kann nur sagen: ES WAR UNERTRÄGLICH HEISS.
Vorallem in Moab, Page und Vegas, teilweise bis zu 110 Fahrenheit und man musste nach Luft ringen.

Gerade hat The Weather Channel 112° F für heute durchgegeben und es gibt eine Excessive Heat Warning.

Also: Beat The Heat!
Viele Grüße aus dem Excalibur!
Warum fahrt ihr auch im Sommer in diese Ecken in den Urlaub?  Die Leute die da leben kommen im Sommer zu uns in den Norden!
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: playmaker11 am 26.08.2011, 08:02 Uhr
Zitat
Es ist immer wieder erstaunlich, wie leicht sich viele Touristen mit den amerikanischen Gegebenheiten tun
Wieso amerikanischen ? Hier gibts auch Leute die mit einem laufhemdchen und dünner Hose bei Schneesturm auf die Zugspitze laufen wollen / müssen......
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: HS777 am 26.08.2011, 09:27 Uhr
Nur hätten  die Organisatoren beim Zugspitzlauf frühzeitig handeln müßen als der heftige Wetterumschwung erkennbar wurde !.
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: mrh400 am 26.08.2011, 10:16 Uhr
Hallo,
Zitat
Es ist immer wieder erstaunlich, wie leicht sich viele Touristen mit den amerikanischen Gegebenheiten tun
Wieso amerikanischen ? Hier gibts auch Leute die mit einem laufhemdchen und dünner Hose bei Schneesturm auf die Zugspitze laufen wollen / müssen......
Nur hätten  die Organisatoren beim Zugspitzlauf frühzeitig handeln müßen als der heftige Wetterumschwung erkennbar wurde !.
nun handelt es sich dort nicht um "Normaltouristen", sondern um Leute, die sich ja eigentlich (z.T. professionell) auf einen solchen Lauf vorbereiten und wissen (sollten), auf was sie sich einlassen (zumal der Wetterbericht nichts anderes erwarten ließ und jeder selbst ausrechnen können sollte, daß es bei den 2100 m Höhenunterschied üblicherweise auf der Zugspitze oben um mindestens 15° kühler ist als im Tal).

Aber es gibt ja nun wirklich genug Leute bei uns, die mit besseren Badeschlappen und T-Shirt ins Gebirge laufen und dann die Bergrettung bemühen, wenn sie ausrutschen oder in einen Witterungsumschwung kommen.
Titel: Re: Deutsch-niederländisches Paar tot in kalifornischer Wüste entdeckt
Beitrag von: KarinaNYC am 26.08.2011, 10:39 Uhr

Man kann es gar nicht glauben :shock:

http://nachrichten.t-online.de/deutsch-niederlaendisches-paar-tot-in-kalifornischer-wueste-entdeckt/id_49192212/index

Auf die Gefahr hin mich jetzt lächerlich zu machen, ich hätte nicht gedacht das man innerhalb so weniger Stunden - Zitat aus dem og. Link

"Das Paar sei in einem Auto auf dem Weg nach Arizona gewesen und habe eine abgelegene Schotterstraße genommen. Gegen Montagmittag seien die beiden in den Park eingefahren, fast sieben Stunden später hätten andere Besucher die Leiche des Mannes an Straßenrand entdeckt. Der Leichnam der Frau wurde später in etwa eineinhalb Kilometern Entfernung von Polizisten gefunden."

verdursten / austrocknen / sterben kann?

Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: frontloop33 als gast am 26.08.2011, 10:45 Uhr
Der Zeitraum kommt mir auch recht kurz vor, aber bei mehr als 40°C und wenn die komplett ohne Wasser unterwegs waren könnte das schon sein.

Ich meine die 7 Mi, bzw. 10-12 km vom Auto zur Hauptstraße sollte man aber auch bei den Temperaturen und 1-2 Liter Wasser pro Person für den Weg (knapp berechnet) schaffen/überleben. Sind ja "nur" 2 - 3 Stunden laufen.
Und mit um die 40 jahre waren die ja auch nicht alt bzw. sollten eigentlich recht fit sein.
Titel: Re: Deutsch-niederländisches Paar tot in kalifornischer Wüste entdeckt
Beitrag von: Canyoncrawler am 26.08.2011, 10:53 Uhr

Man kann es gar nicht glauben :shock:

http://nachrichten.t-online.de/deutsch-niederlaendisches-paar-tot-in-kalifornischer-wueste-entdeckt/id_49192212/index

Auf die Gefahr hin mich jetzt lächerlich zu machen, ich hätte nicht gedacht das man innerhalb so weniger Stunden - Zitat aus dem og. Link

"Das Paar sei in einem Auto auf dem Weg nach Arizona gewesen und habe eine abgelegene Schotterstraße genommen. Gegen Montagmittag seien die beiden in den Park eingefahren, fast sieben Stunden später hätten andere Besucher die Leiche des Mannes an Straßenrand entdeckt. Der Leichnam der Frau wurde später in etwa eineinhalb Kilometern Entfernung von Polizisten gefunden."

verdursten / austrocknen / sterben kann?



So was ähnliches habe ich auch gedacht. Ich, Nicht-Mediziner, kann mir das nur so erklären, dass das Paar gar keine Wasservorräte hatte bzw. diese zum Marsch nicht mitgenommen hat. Evtl. auch keine Kopfbedeckung sodass die Austrocknung und der Hitzekollaps mit Bewußtseinsstörungen/ Ohnmacht sehr viel schneller eingetreten ist als dies der Fall gewesen wäre, wenn sie zunächst noch ein paar wenige Getränke hätten nachkippen können und sich mit einer Kopfbedeckung zumindest ein wenig gegen die Sonneneinstrahlung hätten schützen können.
Wenn man aber erstmal bewußtlos bzw. der Bewußtlosigkeit nahe zusammen gebrochen ist und dann keine rasche Hilfe erfährt, führt dies dann doch recht schnell zu Kreislaufversagen da der Blutdruck extrem abfällt.  

Und man weiss auch nicht, ob das Paar nicht zunächst beim Fahrzeug auf Hilfe gewartet hat und erst als sie merkten dass keine Hilfe kommt, sich auf den Weg gemacht haben. Wenn die Getränke da schon alle waren und eine Dehydrierung schon vorlag, sind 7 Meilen schon lang bei den extremen Temperaturen.

Ich habe vor Jahren mal an einem Laientriathlon teilgenommen, bei extremen Sommertemperaturen. Da sind auch eine ganze Reihe Teilnehmer wegen Dehydrierung bei der grossen Hitze aus den Latschen gekippt. DRK und Malteser die die Veranstaltung betreuten, hatten da allerhand zu tun, die Hitzeopfer, auch unter den Zuschauern, entlang der Strecke schnell einzusammeln und 1. Hilfe zu leisten.
Titel: Re: Deutsch-niederländisches Paar tot in kalifornischer Wüste entdeckt
Beitrag von: mrh400 am 26.08.2011, 10:57 Uhr
Hallo,
ich hätte nicht gedacht das man innerhalb so weniger Stunden ...verdursten / austrocknen / sterben kann?
das dürfte ja wohl weniger eine Frage des Verdurstens sein als eher eines Sonnenstichs oder eines Hitzschlags, der durch unzureichende Wasserzufuhr natürlich begünstigt wird. Bei zwei Stunden marschieren in praller Sonne und über 40° kann es einem ja auch mit Hut und Wasser ganz schön schwummrig werden! Wer dabei das Bewußtsein verliert und in der prallen Sonne unversorgt liegen bleibt, kann dann durch endgültiges Kreislaufversagen wohl schon recht schnell sterben - soweit mein laienhaftes Verständnis. Die Ärzte unter uns werden das sicher besser erklären können.

DRK und Malteser die die Veranstaltung betreuten, hatten da allerhand zu tun, die Hitzeopfer, auch unter den Zuschauern, entlang der Strecke schnell einzusammeln und 1. Hilfe zu leisten.
Vergleichbare Hilfe war dort halt nicht verfügbar!

edit Nachtrag:
Ich habe noch einen interessanten Hinweis zur Frage "was haben die denn dort verloren" gefunden. Als (holländischer) Musikmanager wollte der Mann zu einem U2-Ort "wallfahren" - einem besonders schönen Joshua Tree, dessen Foto (eines holländischen Fotografen) ein Cover ziert. Wenn ich die Quelle richtig verstehe, ist dann die besondere Tragik daran, daß der "richtige" Baum im (ich könnte mir sogar vorstellen wo, allerdings beim) Death Valley stand.
It appears Van Hove, in his mid-40s, died near the spot where a famous Dutch photographer shot U2's album cover for Joshua Tree in 1986 -- a landmark Van Hove had told colleagues he "wanted to visit."
Quelle (http://blogs.laweekly.com/informer/2011/08/guus_van_hove_joshua_tree_u2.php)
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: ilnyc am 26.08.2011, 13:29 Uhr
Wir haben bei deutlich über 40° C im Saguaro NP gerastet, als Radfahrer in der Mittagshitze mit ihren Rennrädern stoppten, um ihre Wasserflaschen aufzufüllen, bevor sie dann wieder mit ihren (offensichtlich teuren) Rennrädern weiterfuhren.

Hab ich im Saguaro NP letztes Jahr auch gesehen. Viel mehr schockte mich allerdings eine joggende Frau, die absolut nichts dabei hatte. Da wir "ihre" Straße lang kamen und da weiter fuhren, konnten wir auch sehen, dass weit und breit nicht irgendwo ein Auto von ihr stand.  :shock:
Es war dort das Heißeste, was ich in den USA bisher erlebt hab.

Man liest in Reiseberichten auch immer wieder von Leuten, die mit untauglichen Latschen in den Grand Canyon laufen und grad mal eine Flasche Wasser dabei haben. Ich denke, es wird immer Menschen geben, die die Situation unterschätzen und/oder sich nicht informieren und drauf einstellen. Ist in den Bergen ebenso wie in der Wüste.

Den Joshua Tree NP finde ich recht gut erschlossen, wenn man auf den Hauptparkstraßen bleibt. Da gibts auch immer wieder Hikes mit Menschen und Campingplätze. Im Death Valley kamen wir uns verglichsweise öfter mal deutlich einsamer vor als bei den zwei Besuchen im Joshua. Wir haben aber in allen Parks bzw. einsameren Gebieten immer was zu Essen und viel Wasser mit.
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: mrh400 am 26.08.2011, 13:56 Uhr
Hallo,
Den Joshua Tree NP finde ich recht gut erschlossen, wenn man auf den Hauptparkstraßen bleibt. Da gibts auch immer wieder Hikes mit Menschen und Campingplätze.
es kommt halt immer darauf an, wo man hin will; das verstorbene Paar hatte ja offenbar ein bestimmtes Ziel. Als wir 2005 den im Prinzip zu den Standardhikes zählenden Weg nach 49 Palms gelaufen sind, haben wir keinen einzigen Menschen getroffen. Immerhin kann man wenigstens am Ziel unter den Palmen ein wenig Schatten zum Ausruhen genießen.
Titel: Re: Deutsch-niederländisches Paar tot in kalifornischer Wüste entdeckt
Beitrag von: wuender am 26.08.2011, 13:58 Uhr
Ich habe noch einen interessanten Hinweis zur Frage "was haben die denn dort verloren" gefunden. Als (holländischer) Musikmanager wollte der Mann zu einem U2-Ort "wallfahren" - einem besonders schönen Joshua Tree, dessen Foto (eines holländischen Fotografen) ein Cover ziert. Wenn ich die Quelle richtig verstehe, ist dann die besondere Tragik daran, daß der "richtige" Baum im (ich könnte mir sogar vorstellen wo, allerdings beim) Death Valley stand.

Hier ist er: http://www.panoramio.com/photo/23699804

Die Berge am Horizont auf der rechten Seite entsprechen genau denen auf dem Plattencover. Ironischerweise ist der Baum schon im Jahr 2000 umgefallen. Quelle dazu: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/The_Joshua_Tree#Das_Cover).

Schöne Grüße,
Dirk
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: ilnyc am 26.08.2011, 14:07 Uhr
Ich hätte ja geschworen, dass auf dem Cover gleich mehrere Joshuas und zwar nur als Silhouette am Abend zu sehen waren. Man wird alt, die Erinnerung schwindet (und die Platte ist im Keller verstaut)..
Titel: Re: Deutsch-niederländisches Paar tot in kalifornischer Wüste entdeckt
Beitrag von: mrh400 am 26.08.2011, 14:29 Uhr
Hallo,
.. daß der "richtige" Baum im (ich könnte mir sogar vorstellen wo, allerdings beim) Death Valley stand.

Hier ist er: http://www.panoramio.com/photo/23699804

Die Berge am Horizont auf der rechten Seite entsprechen genau denen auf dem Plattencover. Ironischerweise ist der Baum schon im Jahr 2000 umgefallen.
ich sagte doch, ich könnte mir vorstellen, wo. Einen nicht ganz so ausgefallenen, aber auch recht eindrucksvollen Baum habe ich 1979 auf genau diesem Streckenabschnitt aufgenommen. Da standen ein paar vereinzelte Prachtexemplare rum. Ich werde zuhause mal in den alten Dias kramen.
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: mrh400 am 26.08.2011, 17:07 Uhr
Hallo,
ich sagte doch, ich könnte mir vorstellen, wo. Einen nicht ganz so ausgefallenen, aber auch recht eindrucksvollen Baum habe ich 1979 auf genau diesem Streckenabschnitt aufgenommen. Da standen ein paar vereinzelte Prachtexemplare rum. Ich werde zuhause mal in den alten Dias kramen.
gefunden, wie gesagt 1979, daher Diascan
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: GreyWolf am 27.08.2011, 17:16 Uhr
Schon interessant, wie man so falschen Entscheidungen treffen kann.
- Schotterpiste befahren ohne offensichtlich Wasser für mehrere Tage dabei zu haben.
- Vom Wagen weggehen - normalerweise bleibt man zumindest zunächst am Wagen und hofft, gefunden zu werden.
- Die Strecke am Tag zu laufen.

Mit etwas Umsicht könnten sie noch leben. Vermutlich hätte es schon gereicht, erst abends loszugehen.
Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: Route68 am 30.08.2011, 07:59 Uhr
Bin gestern noch die Pinto Basin Road vom East Entrance (Cottonwood) hochgefahren (38°C) wenn ich mich nicht täusche gibt es in der Gegend um die Black Eagle Mine Road keine Joshuas (falls das Pärchen danach gesucht haben soll), die fingen erst weiter nördlich ab den Chola Cactus Garden an.





Titel: Re: Zwei Hitze-Tote im Joshua Tree National Park
Beitrag von: EasyAmerica am 30.08.2011, 15:04 Uhr
Es ist immer wieder erstaunlich, wie leicht sich viele Touristen mit den amerikanischen Gegebenheiten tun.  Meiner Meinung nach sind es meistens nordeuropaeische Touristen (die Asiasten scheinen immer in Gruppen zu reisen), die sich durch Leichtsinn in Gefahr begeben.
Wie kann man Zahlenwerte meinen? Entweder hat man es gezählt oder nicht. Der Rest ist Fantasie.

Die vier Leute, denen wir kurz vor dem Verdursten geholfen haben, waren allesamt Amerikaner.  :roll: