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Nordamerika => American Life => Thema gestartet von: Schollester am 13.07.2006, 11:05 Uhr

Titel: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Schollester am 13.07.2006, 11:05 Uhr
Hallo,

Mache meine Planung und bin dabei mal eine Kostengegenüberstellung zu machen. Habe beim lesen im Forum nicht so das richtige gefunden.
Wollte mal Fragen wie die Preise von Motels im Schnitt so sind? Wir wollen mit 2 Erwachsenen und 2 Kinder Reisen, wird das Zimmer berechnet oder ist es Pro Person?
Meine Route habe ich im anderen Thread vorgestellt.

Hatten dieses Jahr einen Schnitt von 35$ auf Campingplätzen für ein WoMo.

vielen Dank
Stefan
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: atecki am 13.07.2006, 11:49 Uhr
Hi,

die Kernfrage ist, wann Du wohin in die USA fährst. Da variieren die Preise natürlich stark. Wie alt sind die Kinder?

Generell würde ich mal sagen, die Preise beginnen bei ca $32 inkl. Tax (z.B. Knights Inn Kissimmee, FL im Oktober) für das Zimmer, wobei evtl. noch ein Zuschlag für die Kinder anfällt.

Im Allgemeinen würde ich für ein einfaches, aber ordentliches Motel (z.B. Days Inn, Super 8, Red Roof Inn) im Schnitt mit ca 50 - 60 $ pro Zimmer inkl. Tax kalkulieren.

Grüße

Axel
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: cleetz am 13.07.2006, 11:57 Uhr
Du darfst aber nicht nur die Camping/Motelkosten vergleichen, sondern mußt alles! mit einrechnen und dann gucken was unterm Strich rauskommt. Du hast bei höhere Mietkosten beim WoMo, deutlich höheren Spritverbrauch. Beim Essen sparst Du im WoMo sehr viel Geld (mit 4 Leuten jeden Tag min. 2x essen gehen ist nicht billig!), dazu kommen abzüglich die geringeren CG-Gebühren vs. Motel. Trinkgelder nicht vergessen, sind bei Motel/Essen gehen auch schnell mal 200-300$ pro Urlaub...
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Chrissie am 13.07.2006, 12:54 Uhr
Die Kosten beim Essen kann man auch bei Mietwagen/Hotel etwas drücken, wenn man drauf achtet, dass die Unterkunft zumindest mit Kühlschrank und Mikrowelle ausgestattet ist. Etwas Plastikgeschirr am Anfang des Urlaubs gekauft, macht sich bezahlt.

Chrissie
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Volker G. am 13.07.2006, 13:15 Uhr
Wer nicht so auf Frühstück steht und auch mit Burgerläden auskommt spart sich Trinkgeld und teure Einkäufe im Supermarkt (der 1$ Salat bei McDonald kostet im Supermarkt schnell mal weit über 2$).
Kommt also wirklich drauf an welche Ansprüche man stellt und man hat bei den zwei Arten schnell mal Äpfel mit Birnen verglichen.
Klar bei 2x im Restaurant essen gehen gegen Spaghetti Miracoli im WoMo gewinnt dann der WoMo-Urlaub - dagegen 2x am Tag McD und T-Bones mit frischem Obst und Gemüse (durchaus ein Kostenfaktor im SW) im WoMo gewinnt der Motelurlaub.
Eine letztendliche Vergleichsrechnung könnt nur IHR selbst durchführen und da müsst ihr die Prämissen vorgeben:

1. McDo kommt infrage oder nur Restaurant mit "gesundem" Essen - kein Fast Food?
2. Frisches Gemüse und Obst gegen Mama Miracoli im WoMo?
3. Welche Hotel/Motelkategorie will ich haben?
4. Welche Gegend und wie lange sollen die Strecken sein?
5. Will ich Abspülen und Kochen und wie schnell krieg ich vier Leute morgens organisiert um ein WoMo startklar zu machen?
6. Kann ich aus dem Koffer lebn im Motel oder will ich meine Sachen einmal gut verstaut haben für den Rest des Urlaubs?

Das sind viele fragen die man selbst ehrlich beantworten muss, wie du hier ja schon merkst wird die MiMo/WoMo-Diskussion hier sehr emotional geführt und beide Seiten werden Berechnungen finden in denen man besser wegkommt, aber das ist sehr subjektiv.

P.S.: Eine schlechte Beispielrechnung für WoMo-Urlaub mit Zeitbedarf gibts ím Grundmann USA - Der Westen - Der Zeitbedarf ist ETWAS übertrieben aber zeigt wenigstens grundsätzlich wie man an ne Rechnung ran gehen muss.
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Toran am 13.07.2006, 13:41 Uhr
Zitat von: Schollester

Hatten dieses Jahr einen Schnitt von 35$ auf Campingplätzen für ein WoMo.


Wart Ihr nur auf KOA-Campgrounds? Ein 35$ Schnitt für Campingplätze kommt mir extrem hoch vor. Wenn Ihr natürlich für die Kinder Swimmingpools und dergleichen braucht sieht das möglicherweise anders aus.

Im Übrigen finde ich die 50-60$ Motelkosten ziemlich niedrig angesetzt. Ich glaube da kommt man nur mit guter Planung (vorher billige Motels scouten) hin und selbst dann bin ich skeptisch. Ansonsten stimmt, dass es schwierig ist hier nicht Birnen mit Äpfeln zu vergleichen (Essenskosten, Zeitbedarf, Mietkosten, Sprit, ...).

Grüße,

Uli
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Schollester am 13.07.2006, 14:11 Uhr
Hi Toran und auch die anderen,

Vielen Dank erst mal für Eure antworten,

wir waren in diesem Jahr im Nordosten und haben versucht die Mischung zu finden, da das Wetter sehr durchwachsen war. Ich finde die Campingplätze waren um etwa 10$ teurer als im Jahr 2005. Wir hatte von 60$ bis zum billigsten 18$ alles dabei, wobei es ein normaler Statepark mit 18$ war. Vielleicht liegt es ja auch mit den Preisen an der Gegend so das es im Westen billiger ist. Ich dachte mir nur das die Motelpreise billiger sind, denn an den Strecken stehen ja oft Werbebunner wo mal ein Preis von 35$ an gepriesen wird. Wenn ich das aber so lese was ihr schreibt dann wird es wohl eher ein Lockmittel sein.

Ich werde mir Euren Rat zu Herzen nehmen und mal alles neben einander aufschreiben und dann vergleichen.

Gruß
Stefan
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Volker G. am 13.07.2006, 14:31 Uhr
Ja, das siehst du richtig mit den Lockmitteln, meistens kostet es dann 35$ für eine Person im Zimmer mit nur einem Bett - ihr braucht ja dann ein Zimmer mit 2 Betten für 4 Personen.
Meistens geht die Rechnung dann so:

Zimmer 35$ + 10$ 2. Person + 10$ 2. Bett und die Kinder sind dann vielleicht meistens frei so wird aus 35$ schnell 55$ und dann ist es vielleicht noch ein Raucherzimmer, oder das schäbigste Zimmer im Motel oder das Zimmer das schon vergeben ist und das einzig verfügbare Zimmer kostet dann auf einmal 75$+tax - das hab ich alles schon gehabt :roll: - ich denke im Südwesten ist es schon billiger als im Nordosten zu Campen und die Motels zur Hauptsaison an den Hautpattraktionen im Südwesten National Parks etc. kosten dann schnell mal 70$ und aufwärts ohne Probleme - ein Schnitt von 60$ ist vielleicht möglich aber sehr schwierig. Das weiss ich aus eigener Erfahrung und ich bin gewissermassen Hardcore-Budgetreisender im Westen.
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Spartaner am 13.07.2006, 14:43 Uhr
Für mich heißt Urlaub vor allem "Genießen"!!!

Bei einer derart "spartanischen und sparsamen" Lebensweise ist das sicherlich nicht der Fall.

Wenn ich mir einen 2$ Salat nicht mehr leisten kann, oder wegen 5$ Mehrkosten hin oder her meine Motelsuche Stunden dauert, dann bleibe ich lieber zuhause.

Das würde ich Volker dann empfehlen!

Genussvollen Urlaub

Spartaner
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Volker G. am 13.07.2006, 14:48 Uhr
Gute Idee, dann bleib ich einfach zu Hause :D
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Kauschthaus am 13.07.2006, 15:34 Uhr
Zitat von: Volker G.
Gute Idee, dann bleib ich einfach zu Hause :D


 :wink:

Grüße, Petra  :lol:
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: angstrand am 13.07.2006, 15:56 Uhr
Zitat von: Volker G.
schnell mal 70$ und aufwärts ohne Probleme - ein Schnitt von 60$ ist vielleicht möglich aber sehr schwierig. Das weiss ich aus eigener Erfahrung und ich bin gewissermassen Hardcore-Budgetreisender im Westen.


Ich würde eher so 70-80$ im Schnitt kalkulieren, das war zumindest unsere Erfahrung jetzt gerade im Südwesten. Aber das war auch nicht gerade Nebensaison und wir hatten einen kostentreibenden Parameter:

Wir haben grundsätzlich nur Zimmer mit Kingsize-Bett genommen, da unser Sohn zwischen uns geschlafen hat. Damit sind einige günstigere Motels und Motel 6 komplett schonmal draußen gewesen. Was ein Campingplatz mit WoMo kostet, keine Ahnung. Wir haben zwischen 7$ (Calf Creek Campground zwischen Escalante und Boulder) und 15$ gezahlt, allerdings reisen wir mit Auto + Zelt. Dadurch haben wir den Übernachtungspreisdurchschnitt trotz teurer Motels im Rahmen halten können.

Bei den Lebensmittelpreisen hatten wir auch das Gefühl, dass Ernährung aus der Burrito-Bude deutlich günstiger ist, als Lebensmittel im Supermarkt zu kaufen, belegen können wir das aber nicht, da wir das nicht so genau nachgerechnet haben :-)

Beim Essen schwören wir auf mexikanisch. zum einen schmeckt es uns super, zum anderen gibt es da etwas mehr Auswahl für Vegies und günstig ist es auch noch.

Mittagessen tun wir eigentlich nicht, da wir eher ausführlich frühstücken. Und nach nem Frühstück bei Dennys ist man satt bis in den Nachmittag, da brauchts vor dem Abendessen nix mehr.

@Spartaner
Wegen 5$ stundenlang Motel suchen ist Quatsch, am Tag vorher mal im Foyer des aktuellen Motels die Preislage im Zielort per Internet auskundschaften kostet dagegen nicht so viel Zeit und erspart Nachfragen bei Motels, die einem eh zu teuer sind.

ciao

frank
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Crimson Tide am 13.07.2006, 16:35 Uhr
Hallo Schollester,

wir waren gerade mit vier Personen im Südwesten, und weil ich einfach keine Lust auf Womo mehr habe, denn kochen und abwaschen kann ich Zuhause das ganze Jahr, dann ist das für mich persönlich kein Urlaub  :wink: , also suchen wir immer Hotels/Motels mit complementairy breakfast. Das ist für mich Genuß pur im Urlaub, mich am Buffet zu bedienen!  :wink: Inzwischen weiß ich auch ganz gut bescheid, welche hotels wirklich tolles Frühstück anbieten, und welche das übliche "Pappfrühstück" haben!  :cry:

Die Zimmer sind natürlich etwas teurer, gerade weil wir mit vier "Erwachsenen" immer zwei Queen Betten brauchen, aber wenn man zu viert Frühstück bei Dennys & Co zusammenrechnet, kommt man mit einem Hotelzimmer incl. Frühstück immer noch besser weg. Die letzten zwei Jahre gehen übrigens immer mehr Hotels dazu über, die extra Personen zu berechnen (meist mit 10 bis 15 $ pro Person). Da wir in der Peak Season gefahren sind, und auch in San Francisco, San Diego und Las Vegas waren, haben wir für alle Tage Durchschnittlich ca. 90 Dollar pro Nacht bezahlt, wie gesagt, da ist dann fast immer Frühstück mit drin gewesen!

Da war von Days Inn über Best Western, La Quinta Inn , Country Inn & Suites bis hin zum Aladdin in Las Vegas (Priceline ersteigert) alles dabei!

Wie gesagt, WoMo haben wir früher auch gerne gemacht, und das fand ich NICHT viel preiswerter!

Viel Spaß beim Planen!
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: HolgerS am 13.07.2006, 18:45 Uhr
WoMo ist NICHT preiswerter ! Ein alter Hut.

Beide Urlaubsarten lassen sich doch gar nicht vergleichen.
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: freddykr am 13.07.2006, 19:21 Uhr
Beim Durchlesen stell ich gerade eins fest: Bei den meisten Aussagen hier ist Camping = WoMo.
Dabei gibts doch noch die günstigste Kombination: PKW/Zelt. Dabei hat man dann den "günstigen" PKW und die günstigeren Übernachtungskosten auf dem Campground.

Vergleichbar ist jetzt PKW/Motel zu PKW/Zelt, wo das Motel preislich klar den kürzeren zieht.
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Kauschthaus am 13.07.2006, 19:38 Uhr
Zitat von: HolgerS
WoMo ist NICHT preiswerter ! Ein alter Hut.

Beide Urlaubsarten lassen sich doch gar nicht vergleichen.


Die Urlaubsarten weniger, die Urlaubskosten dagegen wohl.
Was man allerdings, und da hast Du recht, dabei vergleichen muss, sind ähnliche Ausgangssituationen.
Ein Womo Urlauber, der immer ganz einfache Suppentüten, Spaghetti etc. isst und das Womo in der Nebensaison fährt, gibt vermutlich weniger Geld aus als ein Mietwagen/Hotel Reisender, der immer fein essen geht, in teuren Hotels wohnt und zur HS unterwegs ist.
Daraus den Schluss zu ziehen, ein Womo Urlaub sei billiger, ist sicher falsch.  :wink:

Aber es vergleichen ja hier ein und dieselben Personen mit ihren Ansprüchen, in ihrer Reisezeit etc. Und da kann man gut die einzelnen Posten schätzen, bzw. wissen, addieren und unter dem Schlussstrich vergleichen.

Grüße, Petra
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: angstrand am 13.07.2006, 19:47 Uhr
Zitat von: freddykr
Beim Durchlesen stell ich gerade eins fest: Bei den meisten Aussagen hier ist Camping = WoMo.
Dabei gibts doch noch die günstigste Kombination: PKW/Zelt. Dabei hat man dann den "günstigen" PKW und die günstigeren Übernachtungskosten auf dem Campground.

Vergleichbar ist jetzt PKW/Motel zu PKW/Zelt, wo das Motel preislich klar den kürzeren zieht.


Da muss man aber auch mal ehrlich sein und die erforderliche Ausrüstung rechnen, die muss man ja auch irgendwann kaufen. Und wenn dann wie uns letztes Jahr nach dem Rückflug der Kocher fehlt, obwohl ein Zettel der TSA im Rucksack steckt, daß nix rausgeholt wurde, dann wird es auch noch ärgerlich.
Trotzdem würde ich wohl immer wieder das Zelt mitnehmen und "Rosinen picken": Da wo es toll ist, zelten und wo nicht so toll lieber Motel nehmen. In Moab haben wir zwar auch eine Nacht gezeltet, sind dann aber wegen Mottenplage und einfach viel zu heißer Nächte zurück ins Motel (ja, ich werde alt)

Der Sternenhimmel über dem Campingplatz im Kodachrome sieht halt doch noch mal ganz anders aus, als in der Stadt von der Motel-Veranda.

Aber richtig vergleichbar ist es wohl nie.

ciao

frank
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Kauschthaus am 13.07.2006, 19:58 Uhr
Zitat von: freddykr
Beim Durchlesen stell ich gerade eins fest: Bei den meisten Aussagen hier ist Camping = WoMo.
Dabei gibts doch noch die günstigste Kombination: PKW/Zelt. Dabei hat man dann den "günstigen" PKW und die günstigeren Übernachtungskosten auf dem Campground.

Vergleichbar ist jetzt PKW/Motel zu PKW/Zelt, wo das Motel preislich klar den kürzeren zieht.


Jepp, zieht es. Wir haben bei 14 Zeltnächten im Südwesten im Schnitt 15-16 $ pro Nacht gezahlt.
Aber man sollte das nur machen, wenn man gerne zeltet, sonst verliert es viel vom Reiz.

In erster Linie ist die Frage, ob Womo oder Mietw./Zelt oder Mietw./Hotel eine Frage der Reisephilosophie. Und nur, wenn die Wunschreiseart doch zu teuer erscheint, sollte man überlegen, ob eine andere preiswertere Variante auch in Frage käme.

Wir haben das Glück, dass unsere Wunschreiseart auch die günstigste ist. Nur wegen der Kosten würden wir jedoch nicht zelten.

Viele Grüße, Petra

Edit: Die Ausrüstungsgegenstände fallen nur dann ins Gewicht, wenn man sonst nie zeltet, also einfach nichts hat und auch nie wieder brauchen wird.
Wenn man öfter mit Zelt unterwegs ist, spielt das kaum eine Rolle mehr.
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Canyoncrawler am 13.07.2006, 21:15 Uhr
Zitat von: angstrand

Trotzdem würde ich wohl immer wieder das Zelt mitnehmen und "Rosinen picken": Da wo es toll ist, zelten und wo nicht so toll lieber Motel nehmen. In Moab haben wir zwar auch eine Nacht gezeltet, sind dann aber wegen Mottenplage und einfach viel zu heißer Nächte zurück ins Motel (ja, ich werde alt)

Der Sternenhimmel über dem Campingplatz im Kodachrome sieht halt doch noch mal ganz anders aus, als in der Stadt von der Motel-Veranda.

wirk

Kann ich auch voll unterstreichen.

Den Himmel im Canyoncountry-Südwesten möchte ich nicht gegen ein Motelzimmer tauschen.

Campen gehört bei uns zur Zeit noch zu der liebsten Reiseart und da Zelten die günstigste Reiseart ist, werden wir das noch einige Jährchen durchhalten.
Hätte ich vor einiger Zeit mir auch noch einen WoMo-Urlaub vorstellen, möchte ich heuer Zelt/SUV gegen nichts mehr eintauschen wollen.
Den Comfort eines Wohnmobils tausche ich gerne gegen die Holperstrecken in den Nationalmonuments an der Utah/Arizona Border ein.

Und falls es dann doch mal eine Nacht im Motel sein soll, hat man nicht den teuren Camper auf dem Parkplatz stehen, sondern nur das Fahrzeug, das man auch bei einem reinen Motelurlaub angemietet hätte.

Ich übernachte sehr gerne in State Parks, da diese meist sehr gute sanitäre Anlagen haben. Mit 18 Dollar/Nacht waren wir letztes Jahr dabei, Duschen kostenlos.

Im Nationalpark sind die Preise für 2006 gestiegen (20 Dollar kostet z.b. die Nacht im Yosemite auf (Zelt)plätzen ohne Anschlüsse).

Und die Ausrüstungsfrage fällt tatsächlich nicht ins Gewicht, wenn man, wie wir auch bei Europa-Reisen zeltet und bereits sehr gut ausgestattet ist.

Campingausrüstung wie Gaskocher, Edelstahlgeschirr, self-flating Mats gibt es übrigens wesentlich günstiger als in D in den USA zu kaufen. Die Camping-,Fishing-Hunting-Abteilung der Walmarts ist ein Eldorado für Outdoorer. Hier haben wir schon so manchen Ausrüstungsgegenstand ziemlich preiswert erworben.
So hätten auch Ersttäter die Gelegenheit, sich eine bezahlbare Ausrüstung zuzulegen. Nur das Zelt würde ich von einem Markerhersteller nehmen, da die Kaufhaus-Igloos von Walmart auf mich nicht den vertrauenswürdigsten Eindruck machten.
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: HolgerS am 13.07.2006, 22:59 Uhr
Ich meinte eigentlich eher so Sachen wie abends in der Natur grillen vs. Restaurantessen ......
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Mila am 14.07.2006, 01:44 Uhr
Noch eine andere Moeglichkeit, um sich selbst zu versorgen und auch mal abends draussen zu sitzen, zu grillen etc.:  Ferienwohnungen. So machen wir meist Urlaub in den USA. Wir ueberlegen uns, was wir in einer Region sehen wollen, suchen uns einen zentralen Ort und buchen dann eine cabin oder cottage.

Auf diese Art haben wir gerade 4 Tage Moab hinter uns, waehrend denen wir fast jeden Abend gegrillt haben und bis fast Mitternacht beim Wein draussen sassen ... Herrlich!!!

Mila
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Crimson Tide am 14.07.2006, 01:58 Uhr
Zitat von: Mila
Noch eine andere Moeglichkeit, um sich selbst zu versorgen und auch mal abends draussen zu sitzen, zu grillen etc.:  Ferienwohnungen. So machen wir meist Urlaub in den USA. Wir ueberlegen uns, was wir in einer Region sehen wollen, suchen uns einen zentralen Ort und buchen dann eine cabin oder cottage.

Auf diese Art haben wir gerade 4 Tage Moab hinter uns, waehrend denen wir fast jeden Abend gegrillt haben und bis fast Mitternacht beim Wein draussen sassen ... Herrlich!!!

Mila


Hallo Mila,
da kann ich Dir nur voll zustimmen! Das haben wir sehr oft gemacht, wenn wir nach Georgia in die Berge oder nach Florida gefahren sind! Da ist man auch unter sich und kann die Umgebung genießen, weil man mehr Privatsphäre hat!

Bei der Gelegenheit möchte ich auch auf eine tolle Adresse für Fewo von Privat hinweisen, wo wir eigentlich immer sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis vorgefunden haben, ob nun für zwei Nächte, oder bis zu einer Woche, das ist meist am günstigsten!
Die Condos, Hütten oder Häuser, für Zwei, oder auch für mehrere Familien mit bis zu 14 Personen ....waren im Verhältnis zu Hotels nicht zu teuer und immer mit Küche und Bad!

http://www.vrbo.com/
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Mila am 14.07.2006, 03:22 Uhr
Yep, genau die Seite, die wir seit Jahren benuetzen ...

Gruesse aus dem nicht ganz so tiefen Sueden!

Mila
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Antje am 14.07.2006, 08:43 Uhr
Hallo,

wir sind früher als Familie immer zum zelten gefahren – ich kenne das also ganz gut – und möchte es derzeit wirklich nicht mehr machen.

Es ist aber natürlich mit einer Familie auf jeden Fall die günstigste Art von Urlaub.


Wenn man allerdings WoMo-Urlaub und Motel-Urlaub rein vom Kostenfaktor (ohne die Glaubensfrage zu berücksichtigen) gegenüberstellt, dann ist ein WoMo-Urlaub teurer als ein Motel-Urlaub.

Wir können sicher festhalten: Anreise ist immer identisch.

Ein Mietwagen hat einen Endpreis pro Woche– da kommen außer Benzin keine großartigen weiteren Kosten dazu.

Ein Full-Size Westen kostet mit Standard-Versicherung ca. 236 € pro Woche. sagen wir mal ein 4-Wochen-Urlaub: 1000 €.
In so ner Zeit fährt man dann 4000 Meilen. Ein Full-Size fährt so ca. 20 Meilen/per Gallon – also 200 Gallonen zu tanken. Mittelpreis für die Gallone Benzin derzeit so ca. 2 $ - runden wir auf und sagen 2 € = 400 €

Dazu kommen für 28 Motelübernachtungen à 75 $ (geht vielleicht mal billiger, mal teurer) ca. 2100,00 $, also 1750 €.

Gesamt ohne Essen also: 2950 €


Nun das Wohnmobil:

Für ne Familie mit 4 Leuten denk ich ist ein 25 ft so das Minimum?! Ich kann jetzt nicht jede Flexrate durchprobieren – also nehm ich mal einfach nen Ferienzeitraum: In so ner Zeit fährt man dann 4000 Meilen – also 8 Pakete je 500 Meilen – macht nen Preis von 3.237,- Euro (inkl. Versicherung)

Ein 25ft fährt so ca. 8 Meilen/per Gallon – also 500 Gallonen zu tanken. Mittelpreis für die Gallone Benzin derzeit so ca. 2 $ - runden wir auf und sagen 2 € = 1000 €

Dazu kommen für 28 Übernachtungen à 18 $ auf billigen Campgrounds ca. 504,00 $, also 420 €.

Gesamt ohne Essen also: 4657 €


Bis hier ist also das Wohnmobil ziemlich genau 1700 € teurer als die vergleichbare Strecke mit Mietwagen und Motel.


Die Frage ist: Gebt ihr jeden Tag im Motel 60 € mehr für Essen aus als ihr es im WoMo würdet? Mit ner Kühlbox im Auto macht man auch da mal Picknick - man geht auch mit Auto nicht immer 3 mal am Tag essen!

Auch mit WoMo muß man einkaufen und Lebensmittel in den USA sind nicht sooooo viel billiger als essen gehen! (wie ich aus Erfahrung weiß!)

Nicht einkalkuliert habe ich noch die Tatsache, daß Mehrmeilen beim WoMo mit ,29 Cent zu Buche schlagen, ihr ja für die 1. und letzte Nacht eigentlich zus. ein Hotel braucht, der Transfer zur WomoStation was kostet und auch keine Ausrüstungskits- und Personal-Kits. Nehmt ihr das nicht vom Vermieter, sondern deckt Euch bei Walmart ein, zahlt ihr da für 4 Leute evtl. so 100 $, beim Vermieter mehr… kommt auch noch dazu!

Was sagt einem das: WoMo ist NICHT der billigere Urlaub, es ist einfach EINE Art Urlaub zu machen.


Viele Grüße

Antje
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: cleetz am 14.07.2006, 09:35 Uhr
Zitat von: Antje
Mittelpreis für die Gallone Benzin derzeit so ca. 2 $


Da warst Du lange nicht mehr drüben...? Momentan locker 3$, vor ein paar Wochen teilweise 3,50-4$...

Die Rechnung muß jeder für sich selber machen, Ferien ist teurer wie Nebensaison, wird haben zb. für 23 Tage 30 Fuss-WoMo nur 1600 Euro bezahlt inkl. Meilen.

In unserem Fall war WoMo billiger wie Motel.  Wir hätten meist 2 Motelzimmer gebraucht, spielt auch noch ne Rolle.

60$ aus Deiner Beispielrechnung ist für 4 Leute auch nicht viel wenn man essen geht, das wird IMHO deutlich mehr wenn es nicht nur Burger sein sollen.

Ich denke mal das man pauschal nicht sagen kann dass WoMo nun billiger oder teurer ist - durchrechnen bis zum letzten Posten ist da Pflicht.
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: jedirritter am 14.07.2006, 09:50 Uhr
Zitat von: cleetz

Die Rechnung muß jeder für sich selber machen, Ferien ist teurer wie Nebensaison, wird haben zb. für 23 Tage 30 Fuss-WoMo nur 1600 Euro bezahlt inkl. Meilen.

.


Wann, welche Jahreszeit und welcher Vermieter?

Das erscheint mir wirklich sehr günstig.....

Für uns (bisher 10mal im Westen) hat es sich nur ein einziges Mal als günstiger erwiesen, ein WoMo zu nehmen. Wir machen sonst immer die Kombination Auto/WomO/Zelt, wobei wir von den jeweils 4 Wochen immer ca. 2 Wochen im Motel und 2 Wochen im Zelt verbringen.

2001 war wie gesagt WoMo supergünstig. Wir haben damals für 28 Tage incl. 5000 Freimeilen gerade mal 2200 DM, Deutsche Mark!!! bezahlt. Wir hatten von Cruise America ein 25ft Teil. Das war irgendeine Earlybird Aktion in der Nebensaison.

Jedi
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Antje am 14.07.2006, 10:22 Uhr
Hallo,

stimmt - der Benzinpreis ist gestiegen - was halt nochmal ca. 300 € zu Ungunsten des Womo ausmacht.

Beim Essen gehen sind 60 € nicht viel - aber im WoMo essen ist ja ebenfalls nicht gratis  - Lebensmittel einkaufen ist sehr teuer - gerade was Obst und Gemüse angeht, aber auch Milchprodukte und Saft.

Es geht also um 60 $ am Tag UNTERSCHIED beim essen....

Aber es ist klar - mit ner supergünstigen Flexrate oder einem Schnäppchenangebote mit inkludierten Meilen oder nem ganz tollen Fly & Drive Angebot kann sich die Rechnung immer wieder verschieben.

Aber: man kann auch billigere Motels ergattern, nur in Burgerbuden essen....

Wenn aber das Geld der EINZIGE Faktor ist, kann man eben nicht pauschal sagen, WoMo ist billiger.

Meine Rechnung sollte ja auch nur ein Anhaltspunkt sein, wie sich die Kosten - vor allem auch die Verbrauchskosten gegenüberstehen, was halt gern übersehen wird.

Viele Grüße

Antje
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: Kauschthaus am 14.07.2006, 10:52 Uhr
Ich denke, dass man grob davon ausgehen kann, dass Womo teurer ist als Mietwagen/Motel.

Dass sich das je nach Reisezeit, indiviuellen Ansprüchen, Womo-Größe, gewünschter Hotel-Kategorie, Saisonzeiten, Sonderangeboten etc. aufheben oder gar umdrehen kann, ist auch klar.

Da hilft nur, wie Cleetz bereits feststellte, das Durchrechnen der einzelnen Posten für die eigene Reisezeit entsprechend den eigenen Wünschen an Komfort, Verpflegung ...

Diese Vergleichsrechnung, -schätzung sollte möglichst umfassend sein, weglassen kann man da natürlich neutrale Kosten (Flüge, Eintritte etc.).

Man kann die voraussichtlichen Kosten zum Zeitpunkt x in 2006 nur bedingt mit Erfahrungen in der Vergangenheit vergleichen.

Viele Grüße, Petra
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: cleetz am 14.07.2006, 11:05 Uhr
Zitat
Wann, welche Jahreszeit und welcher Vermieter?



Hi,

Mai 06, CruiseAmerica, LAX-SFO  :wink: Gebucht haben wir mit Spezial "Freimeilen" bereits im Okt 05. Auch die Einweggebühr von 100$ wurde uns nicht berechnet, keine Ahnung warum...[/quote]
Titel: Re: Motelkosten gegen Campingkosten
Beitrag von: HolgerS am 14.07.2006, 11:07 Uhr
Also zusammengefasst:

WoMo ist in der Regel nicht billiger, meistens aber teurer.

Beides sind zwei völlig unterschiedliche Arten Urlaub zu machen, hier steht "Natur pur" und Grillromantik gegen Motelzimmer am Ortsrand.

Es kommt auf die Gegend an, in der man Urlaub machen will. Ich würde es auch nur davon abhängig machen. Eine Tour die West/Ostküste entlang würde ich immer Auto/Motel nehmen, in den Südwesten/die Nationalparks würde ich immer WoMo nehmen.

Ob man sich die mehrkosten leisten kann, muss jeder für sich entscheiden.