usa-reise.de Forum
Nordamerika => American Life => Thema gestartet von: OWL am 12.02.2007, 11:47 Uhr
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Angeregt durch den Thread "Englisch? Wie siehts bei euch damit aus?"
http://forum.usa-reise.de/index.php?topic=23395.45
starte ich mal eine Umfrage zum Englisch-Unterricht.
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Stieg und fiel mit dem entsprechenden Lehrer...
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Dann zitiere ich mich mal selbst. :wink: Wie ich gevotet habe, ist wohl klar. :(
Leider bin ich "Fremdsprachen-Legastheniker" und wie so oft im Leben, ist die Schule daran Schuld. :evil: Unser Englischlehrer glaubte, mit der Ganzheitsmethode erfolgreich sein zu müssen. Wir haben drei Jahre lang seitenweise englische Texte auswendig lernen müssen, ohne überhaupt zu verstehen. Wenn wir beim Vortrag patzten, mussten wir die Texte zur Strafe mehrfach über zig und aberzig Seiten abschreiben. 20, 30 Schreibseiten waren keine Seltenheit. Während ich dies schreibe, kriege ich noch jetzt Herzklopfen, Angst und Wut. :wut33:
Nach drei Jahren erfolgte dann ein Lehrerwechsel und wir lernten das erste Mal Vokabeln. Leider war alles zu spät. Die ganz Klasse war in Englisch versaut. Bei einem späteren Klassentreffen war dann zu erfahren, dass alle, die in ihrem Berufsleben Englisch brauchten, die Sprache noch einmal mühsam von Grund auf lernen mussten.
Das bisschen Englisch, das ich kann, habe ich mir live auf meinen Reisen erworben. Noch heute habe ich eine Aversion gegen Fremdsprachen, bewundere andererseits aber Leute, denen Fremdsprachen Spaß machen.
Übrigens: Mein Sohn hat Sprachen studiert. Mein Unvermögen liegt demnach wohl nicht in den Genen. :mrgreen:
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Durfte nicht englisch lernen :nono: kann deshalb nicht abstimmen!
Englisch durfte zu meiner Schulzeit nur derjenige lernen, der im Pflichtfach Russisch entsprechende Leistung brachte! Das war bei mir nicht der Fall, was zu einem Teil auch an den Lehrern lag!
Das ärgert mich jetzt :bang: , damals hat es mich kalt gelassen! Denn wer hätte denn als Schüler 1967 gedacht, dass er mal in Länder kommt, wo er englisch braucht!?
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In einem Wort: mies.
Mein Englisch war zwar während der Schulzeit wenig berauschend, aber wohl immernoch besser als das von unserer Lehererin.
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Stieg und fiel mit dem entsprechenden Lehrer...
Oh ja, diese Erfahrung durfte ich auch machen. Ich habe aber dennoch für 'Gut, ich profitiere heute noch davon.' gestimmt. Ich war zwar eigentlich nur 'befriedigend', was ich auch 6 Jahre lang schriftlich zu lesen bekam, aber dennoch habe ich für oben genanntes gestimmt, weil ich in der Tat noch immer davon profitiere.
Unsere Schule war in diesem Punkt sehr innovativ und hat 1990 einen so genannten Bilingualen Zweig eingerichtet. Als ich 1991 auf's Gymnasium kam, war mein Jahrgang also der zweite, wo das angeboten wurde.
In den Klassen 5 und 6 hatten wir je 7 Stunden Englisch pro Woche (reguläre Klassen nur 4) und ab Klasse 7 hatten wir zusätzlich noch diverse Nebenfächer auf Englisch, nämlich Erdkunde, Geschichte und Politik. Ich hatte es damals eigentlich gehasst, denn es war doppelt schwer: Man musste die Sprache lernen UND den Inhalt des jeweiligen Fachs, aber aus heutiger Sicht das beste, was mir passieren konnte, denn dadurch wurden wir gezwungen, freier zu sprechen und auch neue Vokabeln zu lernen. Das hatte neben dem Sprachtraining vor allem auch etwas Sicherheit in der Sprache gegeben.
Im Englischunterricht war nämlich immer das Problem gewesen, dass man in einem Kapitel des Lehrbuchs Vokabeln zu einem bestimmten Thema gelernt hatte, z.B. ein Besuch im Zoo und diese dann wochenlang benutzt hatte, danach aber nie wieder, weil in anderen Kapiteln andere Themen besprochen wurden.
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Ich fand ihn insgesamt eigentlich OK, wobei ich erst im 7. Schuljahr angefangen habe, nachdem in der 5 Latein als Fremdsprache angesagt war. Natürlich waren die Lehrer unterschiedlich gut, aber insgesamt habe ich schon einiges gelernt :D
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wenn ich zwischendrin nicht so einen primitiven und schlechten Englischunterricht gehabt hätte, dann hätte ich viel mehr davon profitiert. Teilweise einfachstes Level, manchmal wurden wochenlang nur die Hausaufgaben vom Vortag durchgegangen (40Minuten lang!!) und dann hatte man fünf Minuten was Neues gelernt. Allgemein hatten wir so schlecht strukturierten Englischunterricht die ganze Schulzeit über, das war echt nicht so doll. Als ich dann später die Schule gewechselt hatte, musste ich den ganzen Stoff von mindestens 4 Jahren nachholen. :roll:
SO richtig was gelernt habe ich immer nur in den Sommerferien, wenn ich bei unseren Verwandten in Detroit war.
Greetz,
Yvonne
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Wie beurteilt Ihr heute Euren Englisch-Schulunterricht?
In einem Wort?
Praxisfremd!
Nach meiner Schulzeit hatte ich zwar Shakespeare im Original gelesen,
konnte mir aber kurz danach in London kaum einen Kaffee bestellen.
Und ich habe bis heute nicht begriffen, wozu mir in diesem Leben noch
mal das große Latinum nützen wird – ich wünschte, ich hätte gleich
spanisch lernen können.
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Suboptimal, würde ich sagen.
In der Mittelstufe einen absoluten Chaoten als Lehrer, mit dem man sich besser über Fussball unterhalten konnte als über englisch (auch wenn er es immerhin als einziger geschafft hat, mir soviel Respekt einzuflößen, dass ich Vokabeln gelernt habe), dann eine lispelnde Finnin, die meiner Aussprache nicht wirklich weiter geholfen hat, und in der Oberstufe einen Berliner, der sich regelmäßig in seinen eigenen englischen Sätzen verheddert und dann den Unterricht auf deutsch fortgesetzt hat.
Irgendwie ist aber trotzdem das eine oder andere hängen geblieben.
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ziemlich katastrophal - für jemanden, der ohnehin kein Faible für Fremdsprachen hat, eher abschreckend als nützlich.
Als einziges in Erinnerung ist mir "Toto the chimpanzee" (war auszugsweise in einem der Schulbücher), was mir - lange Jahre nachdem dieses Buch schon in der Ecke war - für einige Zeit als Spitzname anhaftete; kaum Literatur; keine Tageszeitungen; alles sehr abstrakt und weltfremd.
Die letzten zwei Jahre vor dem Vorabi hatten wir einen Lehrer, der zwar recht nett, aber desinteressiert war - während er vorne näselnd (er hatte Polypen, wofür er nichts konnte, was aber die richtige Aussprache nicht unbedingt gefördert hat) irgendwelche Texte rezidierte, schlugen wir uns hinten die Stühle auf den Kopf (keine Übertreibung!) :shock:.
Gut war nur die Konversation-Arge - aber erst nach dem mäßigen Vorabitur in Englisch; dort konnten wir uns mit dem Tagesgeschehen beschäftigten. Außerdem verdanke ich dem Lehrer meine Vorliebe für die Songs von Tom Lehrer (http://members.aol.com/quentncree/lehrer/). Ich habe unendlich viel Zeit damit verbracht, die Texte zu begreifen und unbekannte Wörter aufzuspüren; heute steht alles im Internet :(
zu NickMUCs Exkurs zu Latein: Geht mir genauso; ich hatte in Latein immer die besten Noten, kann aber bis heute keinen Nutzen daraus ziehen (auch der immer zitierte Aufbau der modernen Sprachen auf Latein ist mir bis heute fremd geblieben, selbst banale Zusammenhänge im Wortschatz bleiben mir oft schleierhaft). Latein habe ich immer wie eine Art Lego-Puzzle betrieben; meist ging es halt auf :lol:. Da hätte ich auch lieber das in BaWü begonnene Französisch ordentlich fortgeführt, das ich nach Ortswechsel immer wieder neu angefangen habe, aber nie weitergekommen bin. Ist mit seinem passé simple, subjonctiv etc auch nicht weniger logisch-konstruktiv als Latein.
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Ich habe für ´Gut´ gestimmt, auch wenn es sicher etwas praxisfremd war.
Da ich schon immer grosses Interesse an der englischen Sprache hatte, habe ich den Unterricht sehr gemocht unf versucht, das beste daraus zu machen.
Habe später im Berufsleben noch eine fachspezifische Weiterbildung gemacht, aber leider verkümmert jetzt vieles wieder durch zu wenig Möglichkeiten der Sprachpraxis... :?
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Huch, wie kann ich denn hier abstimmen, bekomme nichts angeboten ? :oops:
Egal, würde mich in die zweite Kategorie "mies, aber besser als nix" oder so ähnlich einordnen. Hing wie bei meinen Vorgängern ganz vom Lehrer ab. Glücklicherweise kamen die "schlechten" Lehrer erst zum Ende hin, so dass zumindest ein vernünftiges theoretisches Fundament gelegt ist.
Es ist aber auch nicht einfach einer Horde Heranwachsender, die alles andere als den Unterricht im Kopf hat, eine Fremdsprache näher zu bringen.
IMO lernt man die Sprache erst dann richtig wenn man sich für längere Zeit unter native Speaker aufhält.
Die elf Monate in einer amerikanischen Firma in Eschborn während meiner Diplomarbeit haben mir mehr gebracht als die sieben Jahre Schulenglisch. Eigentlich sollte man jeden halbwegs begabten Schüler für ein halbes Jahr ins englischsprachige Ausland schicken ... :wink:
Ahh ... eben sehe ich die Radiobuttons der Abstimmung. Die brauchen zum Laden wohl länger ... ? :shock:
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Latein habe ich immer wie eine Art Lego-Puzzle betrieben; meist ging es halt auf :lol:.
Der Puzzle-Vergleich ist sehr hübsch.... ich hab nur meist einen ganzen Berg Teile übrig behalten :-)
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Ich hatte Glück und durch die Bank wirklich gute Lehrer.
Und einer hat sogar einen Austausch mit einer Partnerschule in Wisconsin organisiert. So hat unsere ganze Klasse 4 Wochen Austausch erleben dürfen, wofür ich wirklich sehr dankbar bin. Zumal dies der Beginn meiner USA-Leidenschaft war.
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Irgend jemand hat weiter oben geschrieben "suboptimal".
Das trifft es bei mir genau. Ich habe Abi mit Leistungskurs Englisch gemacht und konnte hinterher kaum einen geraden Satz rausbringen. Leider war ich mir dieser Tatsache allerdings nicht bewußt und habe mich tollkühn für ein Übersetzerstudium entschieden. Eine Warnung hätte mir vielleicht sein sollen, daß auf meiner ersten Amerikareise kurz nach dem Abi der Reiseleiter von Trek America zu mir sagte: "your English is very cute". Nun ja, ich hab das Studium trotzdem geschafft, aber wenn die Vorbereitung in der Schule besser gewesen wäre, hätte ich bedeutend weniger Streß gehabt.
Katrin
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Hallo,
trotz sechs Jahren Englisch-Unterrichts wäre ich hinterher nicht in der Lage gewesen, ein Gespräch zu führen. Ich denke, das sagt alles! :roll:
Gruß
Sandra
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mein Englischunterreicht zu DDR-Zeiten war gut, wenn auch (nach heutigen Ansichten) nicht professionell. Immerhin hat er mir ein gutes Grundwissen vermittelt, was die Basis für alles weitere war. Der Englischunterreicht beim Fach-Abi (dann schon im "Westen") war professioneller, aber nicht zwingend besser. Aber auch wichtig.
Das beste "Aufbautraining": Job, englischsprachige Kollegen und Aufenthalte in UK und USA. Zudem Bücher, Radio, TV und nette Spachabende in privaten Runden.
Mein Englisch beurteile ich heute als recht gut. Bei weitem nicht perfekt, aber für Alltags-, Urlaubs- und Berufskommunikation (letzteres fast täglich) reicht es allemal.
Lurvig
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Ich hatte zwar Englisch auch bis zum Abi (wenn auch nur im Grundkurs), aber im Prinzip war ich zu dem Zeitpunkt sowohl immer einer der schlechtesten, als auch nicht wirklich daran interessiert, es zu lernen.
"Gelernt" hab ich es im Prinzip erst später, als ich dann geschäftlich mit Ami Kontakt haben MUSSTE. Da blieb einem nicht viel anderes übrig. Klaro konnte ich die damals gelernt Grammatik noch stückweise abrufen, aber das "Sprechen" fiel mir am Anfang sehr schwer.
Heute kann ich durch den vielen Kontakt mit Amis behaupten, für einen Deutschen sogar ein recht akzentfreies American English zu sprechen. British English empfinde ich heute als total gekünstelt und fürchterlich, da ist mir mittlerweile sogar das akzentbehaftete English anderer finnischer Geschäftsfreunde lieber ;);)
Grüsse
Matze
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ich finde es interessant, daß fast jeder beruflich mit Englisch zu tun hat. Schade, bei meinem Job hat man das ja nicht und daher bleibt nur der 2-3 wöchige USA Urlaub, um auszuprobieren, ob man sich auch verständigen kann. Jedenfalls hatte ich damit bisher keine Probleme, ist nur alles nach knapp einem Jahr total eingerostet.
Greetz,
Yvonne
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Stieg und fiel mit dem entsprechenden Lehrer...
Ich stimme 100%ig zu! :wink:
Nach einem halben Jahr mit einem netten Lehrer, der dann leider die Schule verlassen hat, :( kam halt "der Drache", der mir die Lust auf Englisch wirklich ausgetrieben hat! Trotzdem hat sie sich ganz zuletzt noch als sehr freundlich herausgestellt,so als Person, denn sie hat mich, (letzte Wochen in der 10. Klasse) nach zwei 5'ern in Grammatik-Arbeiten und einem geschriebenen Aufsatz, der noch nicht korrigiert war, extra am Wochenende Zuhause angerufen, um mir mitzuteilen, daß es eine 3 geworden sei.
Sie meinte, dann könnte ich doch ruhiger schlafen, weil ich dann keine 5 im Zeugnis bekommen würde! Puuuh... :lol: Glück gehabt! Naja, ich habe ja dann mit Latein weitergemacht! :roll:
Den Unterricht 23 Jahre nach dem Abi, den ich in Alabama am English Language Institute der Universität genießen durfte auf Firmenkosten, ja, den betrachte ich nun im Nachhinein als wirklich gelungen! (Da habe ich ja auch freiwillig mitgemacht und wahnsinnig gebüffelt! :lol:)
Hätte ich den aus eigener Tasche bezahlen müssen, hätte ich mir den allerdings NIEMALS leisten können! :shock:
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Hallo,
vor allem mein erstes Englisch-Jahr war die Hölle - eine Alkoholikerin als Lehrerin (nein - das ist keine üble Nachrede - das habe ich 20 Jahre später erfahren und das erklärt mir eine Menge), die Totenstille im Raum einforderte und deren Unterricht sich darin erschöpfte, zu sagen: Bis morgen die folgenden 6 Seiten lernen, was bedeutete: in der nächsten Stunde pickte sie sich ein Opfer, das nach vorne zu kommen hatte und diese 6 Seiten auswendig widerzugeben hatte. 45 Minuten lang - so lange die Stunde dauerte. Üblicherweise endete diese Horrorstunde mit nervlich zerstörten Schülern und einer Note 5 oder 6.
Selbst unsere Klassenbesten kamen bei der Frau auf nichts besseres als eine 4 - gute Noten gab es einfach nicht.
Menschlich war die Frau (wir hatten sie auch bei ner Klassenfahrt dabei) eigentlich gar nicht so übel - aber unterrichten konnte sie absolut nicht.
Tja - in diesem Jahr wurden nicht gerade gute Grundlagen für einen tollen Zugang zur Sprache gelegt.
Antje
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Hallo,
grau ist alle Theorie - Farbe ( also Leben ) kommt nur beim ( täglichen ) Umgang mit Native Speaker.
Gerade der Umgang mit US-Amerikanern die eine Unzahl an " Dialekten " sprechen bringt das eigene Sprachverständnis ( - und vermögen) weiter nach vorne.
Das Rüstzeug dazu ( Basic-English) hat allerdings der ( ungeliebte )Englisch-Unterricht vermittelt.
Heute kann ich in english "denken" und "träumen" .
viele grüße
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Wo GreyWolf es gerade ansprach: Mein erster Kontakt mit den USA war auch im Rahmen eines Austauschprogramms, was in den Anfängen sogar durch das Land NRW finanziert wurde, aber heute natürlich nicht mehr angesichts der leeren öffentlichen Kassen. Jedenfalls haben wir den Kontakt zur Partnerschule in Ohio nicht abbrechen lassen und so ist weiterhin eine kleine Gruppe von Schülern der 11. Klasse für 2 Wochen rübergeflogen.
1997 war ich an der Reihe. Das erste Mal, dass ich ausserhalb des Englisch-Unterrichts Englisch sprechen musste und dann gleich mehrere Tage in einer Familie, die kein Wort Deutsch spricht und auch sonst kein Deutscher in der Nähe, zumindest außerhalb der am. Schulzeiten. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie aufgeregt ich war, aber die Vorfreude auf USA lies mich das alles durchstehen.
In New York haben wir die Fluggesellschaft gewechselt und sind mit Continental weiter geflogen. Die Sicherheitserklärungen nur auf Englisch gehört und - Schock! Ich verstehe ja nicht ein Wort. Wie überlebe ich nur die nächsten Tage?
So im Nachhinein betrachtet eigentlich kein Grund zur Panik, denn dass ich im Flieger nichts verstanden hatte, lag wohl daran dass
- Die Dame den Text schon so oft heruntergebeten hatte, dass sie sich keine Mühe mehr mit Betonung und deutlicher Aussprache gegeben hatte
- Die Ansage über Lautsprecher kam, wo man eh schwerer zu verstehen ist
- Ich einfach noch nicht an die am. Aussprache gewöhnt war
Es wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird - Und so verlebte ich angenehme Tage im Hause meiner Gastfamilie, denn da hatte ich den Vorteil, sie wussten ja, dass ich aus einem anderen Land komme und sie stellten sich darauf ein. Sie haben mich nie b/gedrängt und ich konnte sooft meine Sätze wiederholen und vervollständigen wie ich wollte. Zum Schluss war ich relativ gut, aber ihr wisst ja, ohne weiteres tägliches Training, man verlernt es wieder wunderbar.
Durch meinen Beruf arbeite ich zwar täglich mit englischen Texten, aber selber sprechen - bitte nicht. Bei mir gibt es folgende Abstufung:
- englische Texte lesen - sehr gut
- englische Texte schreiben - gut bis wenige gut
- englische Texte hören - naja, wenn es nur darum geht, nicht Wort für Wort sondern grob den Inhalt zu erfassen, ok
- englische Texte sprechen - naja, erst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit wieder ausreichend.
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Ich hatte fuer 8 Jahre den gleichen Englisch Lehrer und hatte 8 jahre lang eine schlechte Erfahrung dabei. Obwohl ich die sprache als solche sehr gern hatte (wegen der Musik und dem Traum von Amerika), hatte es mein lehrer doch geschafft mir die Sprach zu verleiden. Zurueckblickend (und mit eine Fachfrau an meiner Seite) muss ich schon sagen, dass mein damaliger Lehrer eigentlich vom Lehren scheinbar keine Ahnung hatte. Wir haben hauptsaechlich Texte auswendig gelernt und Grammatik gepauckt. Als ich dann nicht alzulange nach Schulabschluss nach england ging, habe ich da erst mal die Spache lernen muessen, aber ich nehme an, dass die 8 Jahre paucken doch genug Basis-Wissen in mir zurueckgelassen haben.
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Wir hatten einen native speaker als Englisch-Lehrer, sogar aus den USA.
Der hat es mir gründlich verleidet, so dass ich mich heute noch wundere, jemals in die USA gefahren zu sein.
Mein Interesse an Englisch, wie überhaupt an Fremdsprachen, war allerdings auch nicht gerade besonders hoch.
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An meinen Lehrer der OS kann ich mich nicht mehr erinnern, aber von der 7. bis 10. Klasse hatte ich eine richtig gute Lehrerin durch die mir Englisch unglaublich viel Spaß gemacht hat und man total viel gelernt hat. Von der 11. bis 12. Klasse hatte ich auch eine tolle Lehrerin, die Beste die man sich vorstellen kann, die konnte echt jedem Englisch beibringen. Naja, und jetzt habe ich eine Englischlehrerin die total unorganisiert ist und irgendwie kann sie zwar perfekt Englisch (macht immer einen auf englischen Akzent, finde ich total bescheuert), aber sie verbessert niemanden. Und wenn jemand "And he can goes" sagt, krieg ich schon eine Krise, denn das sollte man in der 13. Klasse im LK schon richtig können und die Lehrerin sollte es auch verbessern. Da kriegt man ja sonst Ohrenkrebs. :shock:
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Hängt wohl sehr vom jeweiligen Lehrer ab, was er/sie einem beibringt und wie sie uns damals motivieren konnten (oder nicht...).
In Brasilien habe ich "This is an apple" bereist in der 1. Klasse Volksschule gelernt. Leider sahen unsere Englischkenntnisse 8 Jahre später auch noch nicht wesentlich anders aus...
Später hatte ich die Wahl Sprachenzweig oder Mathezweig und dort hatte ich dann in den letzten zwei Schuljahren vorm Abi überhaupt nur noch Französisch und kein Englisch mehr.
ABER: Man kann sich da auch im Nachinein extrem viel selber beibringen, man muss nur wollen und vor allem sich die Zeit nehmen!
Die Zeitschrift Spotlight (http://www.spotlight-online.de/) ist da gar nicht so schlecht und was imo am allerbesten ist: Filme in Originalton mit Untertiteln!
Bin mittlerweile mit meinem Englisch einigermaßen zufrieden, auch wenn es natürlich "far from perfect" ist. :wink:
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NickMUC hat weiter oben gesagt "praxisfremd" - das trifft es auch bei mir. Ich stand zwar immer so 2 bis 3, konnte Texte beim Lesen gut verstehen, Diktate mit nur wenigen Fehlern abgeben und natürlich auch eigene Texte (Aufsätze) schreiben, aber den Radiosprecher von BFBS habe ich - trotz all der Stunden im Sprachlabor - immer nur bruchstückhaft verstanden. Natürlich weil unsere Englischlehrer nettes Schulenglisch mit uns sprachen und damit vom "wirklichen Leben" weit entfernt waren.
Musik bzw. Liedertexte haben mir dabei geholfen, mein Englisch zu verbessern. Wenn mir ein Lied gefiel, wollte ich auch wissen was die da sangen. Und war mal ein Wort oder Satz dabei den ich nicht verstand, schnappte ich mir das Wörterbuch und suchte so lange nach dem Wort, bis ich es fand und mir den Rest des Satzes zusammenreimen konnte. Natürlich nicht immer erfolgreich, es kam auch mal der eine oder andere MONDEGREEN (http://de.wikipedia.org/wiki/Mondegreen) dabei raus, aber im Großen und Ganzen lag ich meist richtig.
Trotzdem, als ich das erste mal auf amerikanischem Boden in einem Burger King einem Teenager gegenüberstand und noch nicht mal wußte, wie ich - ohne mich gleich als Deutsche zu outen - ein Whopper Menü mit Pommes weiß und Cola light ohne Eis bestellen sollte, kam ich mir schon ziemlich bescheuert vor. Und damals war ich schon Übersetzerin für Englisch und konnte locker schwierige technische oder wirtschaftliche Texte übersetzen! Ich war halt nur noch nie in den USA gewesen, wußte nicht dass die Menüs dort combos heißen, dass Pommes fries sind und Cola light nicht Cola light sondern Diet Coke heißt - woher sollte ich auch?? Hatten wir in der Schule nie gehabt, da waren Shakespeare, Thornton Wilder und J.D. Salinger angesagt, und später in der Sprachenschule ging's um Bruttosozialprodukte, Gentechnologie, Mähdrescher oder Lieferverzögerungen.
Ach, und mit der genuschelten Rückfrage des Burger King Teenies "for here or to go?", die ich überhaupt erst nach zweimaligem Nachfragen richtig verstand, konnte ich auch erst nach einigem Nachdenken was anfangen!
Tja, es geht eben nix über Praxis...
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Ich habe oben bei der Abstimmung "okay" angekreuzt. Ich habe in der 7. Klasse freiwillig mit Englisch angefangen (Russisch gab es bei uns in der DDR bereits verpflichtend ab der 5. Klasse :wink: ) und damals gestaltete sich der Unterricht folgendermaßen: Mittwochs früh waren wir im Klassenzimmer und dann wurde der Fernseher eingeschalten und Bildungsfernsehen geguckt. Die hatten damals wirklich eine Englisch-Sendung (DDR-Schüler können sich daran bestimmt noch gut erinnern :lol: ) - wie die Effizienz dieser Stunden war, könnt ihr euch vorstellen. Ich kann den Lehrern auch überhaupt keinen Vorwurf machen - Russisch war einfach 1. Wahl und Englisch irgendwie nur gezwungenermaßen.
Leider habe ich ich den 6 Schuljahren keinen wirklich besseren Lehrer bekommen (komischerweise hatten wir auch einen alkoholkranken Lehrer - hat das was mit der Sprache zu tun :wink: ? Der noch mit der beste Lehrer war). Einmal hatten wir eine Englischlehrerin, die überhaupt keine Ahnung hatte (war vorher bestimmt Russischlehrerin), die konnte noch nicht einmal die einfachsten Worte aussprechen, die mussten wir dann als Schüler verbessern ....
Tja, und leider ist mein Englisch heute immer noch entsprechend schlecht - hab schon ein paarmal den Versuch einer Weiterbildung (VHS etc.) gestartet, was aber leider immer am Zeitmangel scheitert.
Aber zumindest englische Bücher kann ich lesen - nur das Sprechen ist schwierig ... aber eine McDonalds-Bestellung bzw. eine Zimmerreservierung krieg ich grade noch hin 8)
Susan