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Unterwegs => Flüge & Airlines => Thema gestartet von: Rene am 28.03.2008, 22:41 Uhr

Titel: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Rene am 28.03.2008, 22:41 Uhr
Hallo Leute!

Wir haben im Januar unsere Linienflüge von Dus nach Den bzw. zurück von Las nach DUS gebucht.

Wir sind mittlerweile 4 oder 5 mal schon auf andere Maschinen bzw. Zeiten umgebucht worden. Zwischenzeitlich stimmten nur noch der Abreise- und der Ankunftstag mit unserer ursprünglichen Buchung überein.

Aktuell sind zumindest die Transatlantik-Flüge wieder dieselben.

Wie lange muss man sich diesen Unsinn eigentlich gefallen lassen? Ich meine, irgendwann will ich schon auch ein Motel für die Ankunftsnacht buchen und da wäre es schon hilfreich, wenn ich wüsste, ob wir um 10.00 Uhr nachts oder um 3 Uhr nachmittags ankommen.

Rene


Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: djohannw am 28.03.2008, 23:06 Uhr
Schwierige Frage...ich glaube, dass die Anzahl der Änderungen nicht erheblich ist, sondern nur die insgesamte Abweichung von der Originalbuchung. Wenn diese zu gravierend ist, steht Dir ein Storno-Recht (plus ggf. Schadensersatz für die Mehrkosten einer Alternativbeförderung) zu, aber die eigentliche Zahl der Umbuchungen spielt dabei meiner Meinung nach keine Rolle.

Viele Grüße - Dirk
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Aaronp am 29.03.2008, 10:36 Uhr
Ich nehmen mal, dass ihr mit Delta fliegt. Ich habt einen Befürderungsvertrag
von A nach B am Tag X. Soweit es mir bekannt ist und auch von Delta mitgeteilt
wurde (auch wir fliegen mit Delta dieses Jahr und haben auch schon 4 oder 5 Verschiebungen
hinnehmen müssen), muss die Gesellschaft lediglich den Vertrag erfüllen. Da in der Regel
bei Delta die Änderungen in Streichungen von Maschienen resultieren, kannst du
auch nicht auf die ürsprünglichen Zeiten bestehen.

Gruß
Aaronp
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: americanway am 29.03.2008, 14:21 Uhr
Ich fliege auch immer mit Delta. Bei Delta kommt das extrem oft vor das sich die Flugzeiten ändern. Im Dezember wollten wir über Atlanta nach Vegas fliegen. Durch die vielen Umbuchungen ist der zweite Flug in Atlanta nach vorne verschoben worden. Aber nicht der Flug von Frankfurt nach Atlanta. Wir hatten dann einen Stopover von -30 Minuten... das wurde auch nicht mehr geändert bis ich bei Delta angerufen habe. Als die Dame am Telefon gesehen hatte das diese Verbindung eher schlecht ist hat sie gefragt ob ich mehr Aufenthalt in Atlanta möchte oder direkt über Cincinnati fliegen möchte... habe mich dann für CVG entschieden.

An sich ist es für mich kein Problem. Solange ich am gleichen Tag ans Ziel komme.

Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Rene am 29.03.2008, 15:00 Uhr

Ich nehmen mal, dass ihr mit Delta fliegt.

Hi!

Woher weisst du das? Ich habe bewusst die Airline nicht genannt! :-)

Ich habe dann heute einfach einmal die Hotline (von - ja es ist - Delta) angerufen. Die sehr nette, freundliche Stimme sagte mir, dass nach EU-Recht bei einer mehr als 1,5stündigen Flugzeitverschiebung ein Recht auf kostenlose Stornierung der Gesamtreise bestehen würde.

Die Stornierung wäre auch nicht an bestimmte Fristen gebunden.

Ich kann es kaum fassen. Sollte es das wirklich geben?

Bedeutet das nicht letztlich, ich buche erst einmal bei Delta, sichere mir den Flugpreis, warte die mit ziemlicher Sicherheit kommende Umbuchung ab und kann in der Zwischenzeit in Ruhe schauen, ob sich bessere Flüge irgendwo finden lassen?

Rene
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Grimmiger Wolf am 29.03.2008, 16:01 Uhr

... irgendwann will ich schon auch ein Motel für die Ankunftsnacht buchen und da wäre es schon hilfreich, wenn ich wüsste, ob wir um 10.00 Uhr nachts oder um 3 Uhr nachmittags ankommen.



Dann buch' doch einfach ein Motel!

Es ist ja ziemlich unerheblich, ob Du um 06:39 pm. oder um 06:55 pm. ankommst. Mich hat noch nie ein Motel gefragt, auf welche Minute ich ankomme.

Und im Ernst die werden ja nicht sagen, Du fliegst jetzt nach PHX, wo Du DEN gebucht hast!

Wenn die Anschlußflüge geändert werden, dann ist das ein normaler Vorgang, der vor vielen Faktoren abhängt. Das wird man immer erleben, wenn man in den USA umsteigt, egal ob Delta oder United oder wer auch immer (der Markt dort ist eben anders als der hier).

Die Alternative wäre nonstop - oder über FRA/MUC. Dann steht zwar der Atlantikflug fest, aber der innerdeutsche Flug wird dann u.U. verschoben.  :D



Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Kauschthaus am 29.03.2008, 17:17 Uhr

Es ist ja ziemlich unerheblich, ob Du um 06:39 pm. oder um 06:55 pm. ankommst. Mich hat noch nie ein Motel gefragt, auf welche Minute ich ankomme.

Ich denke, es geht mehr darum, wie weit man noch fahren will, also um die Lage des Hotels. :?:
Und da ist es ein Unterschied, ob man am Nachmittag oder am späten Abend landet.

Viele Grüße, Petra
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Wilder Löwe am 29.03.2008, 18:55 Uhr
Buch doch erst einmal ein Motel, das bis 24h vor Ankunft kostenlos storniert werden kann. Sollte das gebuchte Hotel dann nicht mit den Flugzeiten zusammengehen, stornierst Du und suchst Dir etwas anderes. Ggf. kannst Du ja auch ein Motel in Flughafennähe und eines weiter weg buchen.

Katrin
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Rene am 04.04.2008, 14:19 Uhr
Hi!

Ich denke, es geht mehr darum, wie weit man noch fahren will, also um die Lage des Hotels. :?:
Und da ist es ein Unterschied, ob man am Nachmittag oder am späten Abend landet.

Genauso ist es. Nun will ich an dem Tag (und nach dem Flug) keine Wahsinnsstrecke mehr fahren, aber es ist schon ein Unterschied ob ich mir ein Airport-Hotel suchen muss oder vielleicht etwas "schickeres" 1-2 Autostunden entfernt.

Na klar, kann ich jetzt auch 2-3 Motels vorbuchen und dann je nach cancelation policy (und so denn endlich die Flugzeiten einmal feststehen) wieder stornieren. Aber man will sich ja schließlich auch einmal um andere Routen-Abschnitte kümmern/recherchieren und nicht immer wieder vorne anfangen müssen.

Insgesamt nichts dramatisches, aber schon nervig.

Ich denke, ich werde mir alternativ einmal die NON-STOP-Angebote ab MUC oder FRA ansehen.

Noch einmal: Hat schon jemand etwas von dieser o.g. EU-Richtlinie (1,5 Stunden-Verschiebung) gehört? Irgendwie habe ich weder im Forum noch im Netz etwas dazu gefunden.

Danke.

cu
Rene
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Aaronp am 04.04.2008, 14:23 Uhr
Zitat
EU-Richtlinie (1,5 Stunden-Verschiebung)

Was meinst du damit? Geld gibt es erst bei Verspätung am Abreisetag. Nicht
wenn die Flüge schon vorweg umdisponiert werden...

Gruß
Aaronp
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: tobie am 04.04.2008, 17:08 Uhr


es soll auch kein Geld geben, sondern der Kunde kann kostenlos stornieren.
Das wurde mir schon öfters bei Zeitenänderungen angeboten. Aktuell bei Northwest.

Können die auch gut anbieten, wird eh kaum einer machen :wink:


   tobie
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: GoWest am 04.04.2008, 18:46 Uhr
Na, dann häng ich mich mal gleich mit meinem "Fall" hier ran.

Ich weiss nämlich echt nicht, was ich da machen kann.

Wir haben über expedia.de einen Multi-Stop-Flug gebucht und zwar mit Delta über Atlanta nach Salt Lake City, ca. 2 Wochen später am Montag 25.8. direkt mit ATA von Vegas nach Honolulu und später dann zurück in die Schweiz wieder mit Delta.

Nun hat ja die Airline ATA alle Flüge gestrichen (Bankrott?).

Expedia.de hat mir heute nun eine "Flugzeitenänderung" geschickt. Für den Flug von Vegas nach Honolulu drei (3!) Tage später am Donnerstag 28.8 von Vegas mit Zwischenstop in SLC nach Honolulu.

Können sie das einfach machen? Das ist ja eigentlich überhaupt nicht mehr der Flug, welcher wir gebucht haben!

Klar kann hier niemand etwas dafür, dass ATA nicht mehr fliegt. Aber einen Flug um 3 Tage verschieben?

Also, was würdet ihr tun? Ich habe nun mal bei Expedia nachgefragt ob Delta wirklich nicht 3 Tage früher auch fliegen würde.

Wir haben übrigens die Mietwagen im Westen und auf Oahu bereits gebucht (ab/bis Flughafen) und zudem wird der eh schon kurze Aufenthalt auf Hawaii mit dieser Änderung wirklich zu kurz. Somit seht ihr, dass diese drei Tage Verschiebung für uns wirklich ein Problem darstellen.

Liebe Grüsse

GoWest
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: borni am 04.04.2008, 20:09 Uhr
Habe gerade mal bei Expedia nachgeschaut, natürlich geht auch
ein Flug am 25.8 (umstieg in LA flug Delta und AA).... gehe davon aus das der Flug für Expedia zu teuer ist wenn sie dich umbuchen ! Würde einfach am Ball bleiben , drei Tage ist schon sehr heftig.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: freddykr am 04.04.2008, 20:17 Uhr
@GoWest: Laut den aktuellen Buchungslagen der Delta-Flüge kann ich nicht erkennen, warum Expedia Euch drei Tage später fliegen lässt. Auch am 25.08. sind alle Maschinen buchbar.
Ihr solltet somit Expedia noch etwas nerven.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: tom22 am 04.04.2008, 23:07 Uhr
Delta Airlines bietet allen Passagieren, die von der ATA Pleite betroffen sind und die Flüge nach Hawaii gebucht haben, derzeit Hilfe (in Form von günstigen standby Tickets) an.

http://news.delta.com/article_display.cfm?article_id=11030
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: salial am 04.04.2008, 23:58 Uhr
hallo!
Allerdings meine ich gelesen zu haben (nur wo? grübel, grübel), dass diese stand-by Sache zeitlich begrenzt ist (bis 1.5.?). Allerdings ist die Frage hier, habt ihr den Flug nach HI direkt bei ATA gebucht? Oder alles zusammen bei Delta? Direkt bei ATA gebucht, wäre m.E. schlecht, dann ist wohl niemand verpflichtet euch zu befördern. Alles bei Delta gebucht, dann muss Delta euch entsprechend umbuchen, und 3 Tage Verspätung spotten ja wohl jeder Beschreibung. Nicht lockerlassen, weiternerven. Vielleicht im Vorfeld mögliche Umbuchungsmöglichkeiten die für euch machbar wären, heraussuchen und Delta präsentieren.

LG
Salial
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: GoWest am 05.04.2008, 01:01 Uhr
Wie oben bereits kurz beschrieben, haben wir alles über das Online-Reisebüro Expedia gebucht. Ob die einzeln bei ATA und Delta oder alles gesamthaft über Delta gebucht haben, weiss ich nicht.

Vielleicht könnte ich das mal nachfragen. Du meinst also, wenn von Expedia alles über eine Fluggesellschaft (hier Delta) gebucht wurde, müsste uns Delta nun einen Flug am 25.8. auch anbieten können? Aber warum ist das nicht geschehen? Zu teuer?

Bin nun mal gespannt, was mir Expedia antwortet.

Danke für die Rückmeldungen.

lg GoWest
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Rene am 11.04.2008, 11:20 Uhr
@ GoWest: Und? Hat sich expedia schon geäussert?

VG
Rene
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: Salial als Gast am 11.04.2008, 11:56 Uhr
Du meinst also, wenn von Expedia alles über eine Fluggesellschaft (hier Delta) gebucht wurde, müsste uns Delta nun einen Flug am 25.8. auch anbieten können?
Ja, das meine ich.

Aber warum ist das nicht geschehen? Zu teuer? Das weiß ich leider nicht.

Bin nun mal gespannt, was mir Expedia antwortet. Interessiert mich auch.

Danke für die Rückmeldungen.

lg GoWest

Melde dich doch bitte, sobald du mehr weißt.

LG
Salial
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: GoWest als Gast am 11.04.2008, 15:39 Uhr
Expedia hat sich leider seit letzten Dienstag nicht mehr gemeldet.
Man werde mir nach Prüfung des Sachverhaltes schnellstmöglich eine Antwort zukommen lassen. Werde dieses Wochenende mal nachhaken.

Gruss GoWest
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: GoWest am 17.04.2008, 20:21 Uhr
Endlich hat sich Expedia wieder gemeldet.

Und, ich glaubte es kaum, es war ganz einfach ein Versehen. :roll: Expedia hatte das falsche Datum eingebucht.

Wir haben jetzt zwar keinen Direktflug mehr, da ATA ja nicht mehr fliegt, und wir fliegen leider am Morgen ab, nicht mehr Abends. Aber immerhin noch am richtigen Tag. Somit müssen wir nur die Mietdauer des Wagens auf Hawaii um einen Tag vorverschieben. Also alles halb so schlimm.

Den Inlandflug Las Vegas -> SLC, SLC -> Honolulu fliegen wir nun mit Delta. Hier werden ja wohl neu für das zweite Gepäckstück 25$ verlangt.
Kann mir vielleicht jemand sagen ob bei diesem zusammengebuchten Flug von LV nach Honolulu einmal oder wegen dem Umsteigen in SLC zweimal 25$ verlangt wird (wir wechseln den Flieger)?

Liebe Grüsse

GoWest
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: djohannw am 18.04.2008, 10:08 Uhr
Den Inlandflug Las Vegas -> SLC, SLC -> Honolulu fliegen wir nun mit Delta. Hier werden ja wohl neu für das zweite Gepäckstück 25$ verlangt.

Nein, eigentlich sollten sie das nicht. Da Du von Expedia ja auf Delta umgebucht wurdest, deutet das darauf hin, dass alles auf einem Ticket ausgestellt war. In sofern sind die Hawaii-Flüge also Bestandteil eines internationalen Tickets und als solche sollte die Gebühr von $25 nicht anfallen.

Viele Grüße - Dirk
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: german_harm_mac am 20.07.2008, 20:14 Uhr
Hallo

Ich hänge mich mal hier an.  Ich denke, meine Frage passt am besten in diesen Thread.

Folgender Sachverhalt:

Im September fliege Ich zunächt für einige Tage nach L.A., von dort nach San Francisco und dann wieder nach Hause. Alles mit United bzw auf den rückflug Codesharing Lufthansa.

Nun wurde der ursprüngliche Flug (17:00 )für die Strecke Los Angeles (LAX) nach San Francisco (SFO) gecancelt und ich auf einen späteren Flug (18:25) umgebucht. Das ist wahrscheinlich die Folge , weil UA wegen des hohen Ölpreises Piloten entlassen hat und damit ddas Streckennetz/Verbindungen entfallen sind bzw. gekürzt wurde. 

Ich würde nun gerne evtl. versuchen,daß Ich ggf. (kostenlos) auf einen führeren   Flug umgebucht werde, weil es praktischer seinen könnte.

An wenn wende ich mich da am besten:  Expedia ?, dort wurden die Flüge gebucht, oder direkt bei United Airlines ? Und wie hoch sind die Chancen hierfür (Erfahrungswerte) das sowas klappt ? Natürlich wird es auch davon abhängen , enke ich ob die (entsprechende) Buchungsklasse verfügbar ist.

Anne

Anne
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: atecki am 20.07.2008, 20:28 Uhr
Hi Anne,

wenn Du bei expedia gebucht hast, würde ich dort anfragen und dort versuchen, auf einen früheren Flug umzubuchen.

Grüße

Axel
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: freddykr am 20.07.2008, 20:30 Uhr
Expedia ist der einzige Ansprechpartner, da die Buchung darüber lief. Da Umbuchungen seitens der Airline nur Empfehlungen sind, stehen die Chancen gut, einen anderen Flug zu bekommen.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: djohannw am 20.07.2008, 20:36 Uhr
Wobei ich IMMER erst einmal die durchführende Airline versuchen würde - in den meisten Fällen hat das immer geklappt, ohne das Reisebüro einschalten zu müssen...

Viele Grüße - Dirk
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: playmaker11 am 21.07.2008, 07:34 Uhr
Die Frage wie oft Du Dir das gefallen lassen mußt ahbe ich mir auch schon oft gestellt und auch schon oft Literatur gewälzt.
Man kann sie eigentlich nicht wirklich beantworten.
Grds. gilt: die Airline muß Dich an einem bestimmten Tag von A nach B bringen. Auf die Zeiten, Maschinen, Flugzeugtypen, Umsteigeflughäfen etc. hast Du kein Anrecht.
Entscheidender Faktor ist einzig die Zeit.
Wenn sie Dich also 20x verschieben und am Ende eine Differenz von z.B. 1 Stunde rauskommt, ist alles im grünen Bereich.

Jetzt stellt sich die Frage, wie lange ist man im grünen Bereich ?
Auch das kann man nicht per se beantworten. 4 Stunden sind wohl hinnehmbar, danach wirds interessant ?! Oder doch erst ab 6 Stunden ?
Das kann man nicht beantworten, man muß im Einzelfall sehr genau schauen, insb. auch nach den Flugzeiten. Es gibt Urteile, wonach eine Verschiebung in die Nacht nicht zumutbar ist allerdings auch hier: Einzelfallentscheidung.
Dazu kommt die sicherlich auch die Frage nach der Gesamtflugzeit, dem Grund der Änderung und der Möglichkeit einer Umbuchung (soll heißen, wenn Deine ursprüngliche Maschine fliegt und sie Dich umbuchen, weil sie mehr Geld machen wollen, hast Du bessere Karten, als wenn die Maschine gestrichen wurde oder einfach verlegt wurde; wenn gleichzeitig eine günstigere - freie - Verbindung geht, hast Du auch bessere Karten).

Letztlich ist aber das Problem, daß es sich durch den Zeitablauf alles erledigen dürfte. Bis Du bei einem Gericht eine Entscheidung bekommst, ist der Flieger schon wieder 10x hier.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: pemag am 21.07.2008, 09:38 Uhr
Hallo

Grds. gilt: die Airline muß Dich an einem bestimmten Tag von A nach B bringen. Auf die Zeiten, Maschinen, Flugzeugtypen, Umsteigeflughäfen etc. hast Du kein Anrecht.

Entscheidender Faktor ist einzig die Zeit.

Wie sieht das bei meist teureren Direktflügen aus. Muß man da eine Umbuchung auf einen Flug mit Umsteigen hinnehmen ?
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: playmaker11 am 21.07.2008, 09:48 Uhr
Auch hier gilt das vorher Gesagte. Du hast kein Anrecht auf einen bestimmten Flug, daher mußt Du wohl auch Umsteigen.
Hier kommt allerdings wieder der Faktor Zeit in Spiel, denn die Direktflüge sind i.d.R. deutlich schneller als die Umsteigevarianten. Zudem dürfte es wohl kaum vorkommen, daß eine Direktverbindung gecancelled wird.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: djohannw am 21.07.2008, 09:59 Uhr
Auch hier gilt das vorher Gesagte. Du hast kein Anrecht auf einen bestimmten Flug, daher mußt Du wohl auch Umsteigen.
Hier kommt allerdings wieder der Faktor Zeit in Spiel, denn die Direktflüge sind i.d.R. deutlich schneller als die Umsteigevarianten. Zudem dürfte es wohl kaum vorkommen, daß eine Direktverbindung gecancelled wird.

Sorry, aber das stimmt so nicht. Du schließt mit der Airline ein Fixgeschäft ab, das bestimmten Rahmenbedingungen im Rahmen der Ticketausstellung festschreibt, und eine davon kann die Beförderung auf einem Non-Stop-Flug sein. Wird dieser nun gestrichen, verletzt die Airline erstmal den abgeschlossenen Vertrag.

Was dann daraus wird, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall wird es aber sehr aufwendig und erstmal sehr teuer, seine Wünsche durchzusetzen, wenn man sich mit der Airline nicht gütlich einigen kann - vermutlich müsste man dann den Flug stornieren und einen Ersatzflug buchen, wobei man dann die Kosten dafür gerichtlich geltend machen müsste.

Allerdings sind Airlines gerade bei Flugstreichungen oft sehr kulant und erlauben bei der Umbuchung viele Freihaieten, so dass man mit ein wenig gutem Willen immer zu einem gemeinsam tragfähigen Ergebnis kommt.

Viele Grüße - Dirk
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: mrh400 am 21.07.2008, 10:07 Uhr
Hallo,
Zudem dürfte es wohl kaum vorkommen, daß eine Direktverbindung gecancelled wird.
kommt aber vor: die Lufthansa hat z.B. den (bereits gebuchten) Direktflug DEN - MUC ab 30.09. ausgedünnt. Jetzt muß ich in FRA umsteigen. Da keine andere Ariline diese Verbindung fliegt, ist das Bestehen auf der Direktverbindung wohl reine Theorie - es sei denn, ich fliege an einem anderen Datum.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: playmaker11 am 21.07.2008, 15:23 Uhr

Sorry, aber das stimmt so nicht. Du schließt mit der Airline ein Fixgeschäft ab, das bestimmten Rahmenbedingungen im Rahmen der Ticketausstellung festschreibt, und eine davon kann die Beförderung auf einem Non-Stop-Flug sein. Wird dieser nun gestrichen, verletzt die Airline erstmal den abgeschlossenen Vertrag.

Was dann daraus wird, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall wird es aber sehr aufwendig und erstmal sehr teuer, seine Wünsche durchzusetzen, wenn man sich mit der Airline nicht gütlich einigen kann - vermutlich müsste man dann den Flug stornieren und einen Ersatzflug buchen, wobei man dann die Kosten dafür gerichtlich geltend machen müsste.

Allerdings sind Airlines gerade bei Flugstreichungen oft sehr kulant und erlauben bei der Umbuchung viele Freihaieten, so dass man mit ein wenig gutem Willen immer zu einem gemeinsam tragfähigen Ergebnis kommt.

Viele Grüße - Dirk
Nein !
Ein Fixgeschäft ist es nicht, weder dem Sinn nach und schon gar nicht juristisch gesehen, denn dann wäre jegliche Umbuchung, Verschiebung etc. und sei es nur um Minuten oder Sekunden nicht zulässig und würde das Geschäft zu nichte machen.

Der Rahmen ist grds. 24 Stunden. D.h. an einem bestimmten Tag von A nach B. Mehr nicht. Nett sind ja dann gerade diese Fälle, wo man um 0:05 Uhr ankommt, denn gerade das fällt aus dem Rahmen raus. Aber selbst da sind die Gerichte kulant (ist ja nicht ganz verkehrt, denn es macht keinen Sinn hier eine Grenze zu setzen, wenn es sich beispielsweise nur um 10 Minuten Verschiebung handelt, während ein Verschiebung von 12 Stunden (09:00 ab 21:00 Uhr zulässig sein sollte).
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: djohannw am 21.07.2008, 16:26 Uhr
Nein !
Ein Fixgeschäft ist es nicht, weder dem Sinn nach und schon gar nicht juristisch gesehen, denn dann wäre jegliche Umbuchung, Verschiebung etc. und sei es nur um Minuten oder Sekunden nicht zulässig und würde das Geschäft zu nichte machen.

Dann sollte Dich zum Beispiel folgendes Urteil jetzt aber in basses Erstaunen versetzen:

Zitat
Der auf die Personen-Beförderung gerichtete Luftbeförderungsvertrag ist ein absolutes Fixgeschäft. Bei erheblicher Verschiebung der Flugzeiten wird demzufolge die vertragliche Beförderungsleistung unmöglich. Der Luftfrachtführer ist zum Schadenersatz wegen Nichterfüllung verpflichtet. So hat er dem Flugreisenden die Kosten des selbstorganisierten Rückfluges zu ersetzen, wenn der Rückflug von 19.15 Uhr auf 10.15 Uhr vorverlegt wird.

Aus einem Urteil des AG Hamburg vom 13.03.1998, zitiert in TranspR 1999, 210. Und auch in der für Reiserecht einschlägigen Literatur wird diesbezüglich immer wieder genau auf diesen Terminus verwiesen...

Zitat
Der Rahmen ist grds. 24 Stunden. D.h. an einem bestimmten Tag von A nach B. Mehr nicht.

Denk' doch mal bitte darüber nach, was das bedeuten würde - das KANN schon gar nicht sein. Damit wäre keine Geschäftsreise mehr zu planen. Wenn ich um 10 Uhr einen Termin in Hamburg habe und einen Flug bei LH um 8 Uhr morgens buche, dann kann man mich nicht einfach mal so auf den Flug um 20 Uhr umbuchen.

Zitat
Nett sind ja dann gerade diese Fälle, wo man um 0:05 Uhr ankommt, denn gerade das fällt aus dem Rahmen raus. Aber selbst da sind die Gerichte kulant (ist ja nicht ganz verkehrt, denn es macht keinen Sinn hier eine Grenze zu setzen, wenn es sich beispielsweise nur um 10 Minuten Verschiebung handelt, während ein Verschiebung von 12 Stunden (09:00 ab 21:00 Uhr zulässig sein sollte). 

Ich glaube, Du verwechselst hier Pauschalreisen (also Kombination aus z.B. Flug und Hotel) mit Linienflügen. Da ist die Rechtslage wohl in der Tat eine andere...aber bei einem separat gebuchten Flug von A nach B greifen definitiv die Regelungen des Fixgeschäfts.

Viele Grüße - Dirk
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: freddykr am 21.07.2008, 16:31 Uhr
Hallo Dirk,
Nein !
Ein Fixgeschäft ist es nicht, weder dem Sinn nach und schon gar nicht juristisch gesehen, denn dann wäre jegliche Umbuchung, Verschiebung etc. und sei es nur um Minuten oder Sekunden nicht zulässig und würde das Geschäft zu nichte machen.

Dann sollte Dich zum Beispiel folgendes Urteil jetzt aber in basses Erstaunen versetzen:

Zitat
Der auf die Personen-Beförderung gerichtete Luftbeförderungsvertrag ist ein absolutes Fixgeschäft. Bei erheblicher Verschiebung der Flugzeiten wird demzufolge die vertragliche Beförderungsleistung unmöglich.
So ganz "Fixgeschäft" ist es aber nicht, da auch in Deinem Urteil von "erheblicher Verschiebung" gesprochen wird.
Auch in den aktuellen Fluggastrechten sind Verschiebungen von mehreren Stunden (ich glaub, bis zu 4h) für den Passagier hinzunehmen.
Von Umbuchung "nonstop --> umsteigen" ist in den Fluggastrechten gar nicht die Rede.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: djohannw am 21.07.2008, 17:55 Uhr
So ganz "Fixgeschäft" ist es aber nicht, da auch in Deinem Urteil von "erheblicher Verschiebung" gesprochen wird.

Schon klar, das habe ich auch nicht anders behauptet. Es ging erstmal um die Aussage, dass mit einer Flugbuchung nur die Beförderung von A nach B am Tag X garantiert ist, was falsch ist. Die Flugzeit und weitere Parameter der Beförderung - z.B. non-stop vs. Umsteigeverbindung - sind eindeutig Bestandteil des abgeschlossenen Vertrags.

Zum zweiten dann noch um die Aussage, dass eine Flugbuchung ein Fixgeschäft ist oder nicht. Und da ist sich die einschlägige Literatur vollkommen einig, dass dies so ist - auch wenn dann in der letztendlich entwickelten Rechtsprechung von dieser Norm wieder abgewichen wird.

Zitat
Auch in den aktuellen Fluggastrechten sind Verschiebungen von mehreren Stunden (ich glaub, bis zu 4h) für den Passagier hinzunehmen.

Ob vier Stunden als Grenze anzusetzen ist, hängt sicher von mehreren Parametern wie z.B. der planmäßigen Flugzeit ab. Während ich bei einem Flug nach Los Angeles bei vier Stunden Verschiebung durchaus eine Angemessenheit bejahen würde, bin ich da bei einem Flug von Köln nach Paris völlig anderer Meinung.

Diese Einschätzung teilt übrigens auch die Lufthansa - in meinem Fall (Flug wurde von 8:45 auf 12:50 Uhr verschoben) wurde ich auf eine andere Strecke zu einem benachbarten Flughafen mit ähnlichen Zeiten wie ursprünglich umgebucht und mir zudem zugesagt, die zusätzlichen Kosten für die Verschiebung (Mietwagen) zu übernehmen.

Zitat
Von Umbuchung "nonstop --> umsteigen" ist in den Fluggastrechten gar nicht die Rede.

Was hier auch nicht maßgeblich ist. Hier ist dann allgemeines Vertragsrecht und das fehlen einer zugesicherten Eigenschaft -> Sachmangel gefragt.

Viele Grüße - Dirk
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: freddykr am 21.07.2008, 21:00 Uhr
Zitat
Von Umbuchung "nonstop --> umsteigen" ist in den Fluggastrechten gar nicht die Rede.

Was hier auch nicht maßgeblich ist. Hier ist dann allgemeines Vertragsrecht und das fehlen einer zugesicherten Eigenschaft -> Sachmangel gefragt.
Wird wahrscheinlich drauf ankommen, was im Vertrag steht.
Bei meiner diesjährigen Buchung bei Orbitz von LAX nach HNL steht z.B. nirgends, daß es nonstop ist.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: djohannw am 21.07.2008, 21:43 Uhr
Wird wahrscheinlich drauf ankommen, was im Vertrag steht.
Bei meiner diesjährigen Buchung bei Orbitz von LAX nach HNL steht z.B. nirgends, daß es nonstop ist.

Ist es denn (derzeit) ein Non-Stop-Flug? Wenn ja steht es im Vertrag...Dein Ticket (bzw. die Buchungsbestätigung) ist das entsprechende Dokument, dass die Vertragseigenschaften beschreibt...

Viele Grüße - Dirk
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: freddykr am 22.07.2008, 07:53 Uhr
Wird wahrscheinlich drauf ankommen, was im Vertrag steht.
Bei meiner diesjährigen Buchung bei Orbitz von LAX nach HNL steht z.B. nirgends, daß es nonstop ist.

Ist es denn (derzeit) ein Non-Stop-Flug? Wenn ja steht es im Vertrag...Dein Ticket (bzw. die Buchungsbestätigung) ist das entsprechende Dokument, dass die Vertragseigenschaften beschreibt...
Ja, es ist ein Nonstop-Flug (zwischen LAX und HNL gibts nicht wirklich viel zum Zwischenlanden ;-))
In der Buchungsbestätigung stehen nur Abflug- und Ankunftsflughäfen mit ihren Zeiten plus die ganzen Buchungscodes. Von Nonstop war nicht mehr die Rede. Das hab ich zum letzten Mal auf der Buchungsseite direkt gesehen.

Andere Buchungen kann ich jetzt leider nicht vergleichen.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: playmaker11 am 22.07.2008, 14:27 Uhr
Das Urteil kenne ich.
Absoluter Ausrutscher eines Amtsrichters. Wird immer wieder gern zitiert,zeigt aber nicht die herrschende Rspr. auf. Was die Literatur dazu meint, interessiert allenfalls im kleinen BGB- Schein, weil es dogmatischer Natur ist.
Fakt ist, daß die Gerichte (und auch die Instanz und Obergerichte) eine Verschiebung zulassen.
Wie weit und wie lange ist wie gesagt Einzelfall (wie Du selbst sagst und wie ich auch schon klar gemacht hatte).

Ansonsten: wenn ein Jurist grds. sagt, dann gibt eben Ausnahmen, auch hier. Deswegen sagte ich, daß man eine Verschiebung von 23:55 auf 0:05 Uhr - trotz Datumswechsel - dulden muß. Das hat auch nix mit Pauschalreise und Linieflug zu tun.

Nur noch mal allgemein:
Fixgeschäfte gibt es ja mehrere Arten. Aber ein absolutes Fixgeschäft.... :roll: Das bedeutet, daß keine Sekunde Abweichung erlaubt wäre, weil das das Geschäft nur so (wie gebucht) zu stande käme.... (Da lag aber einer mal wieder mächtig neben der Sache, wobei er es ja gleich relativiert, weil er von erheblich spricht). Außerdem wäre das (dogmatische Merkmal eines absoluten Fixgeschäfts, daß es eben nicht nachholbar wäre - was es aber ohne weiteres ist).
By the way: die Motivation des Geschäftsreisenden (der termine hat) ist da egal. Hier kommt man wiederum ins Schadenersatzrecht, indem man nämlich fragen muß, welche Kosten entstehen dem (umgebuchten) Passagier dadurch und sind die möglicherweise Ersatzpflichtig (oder Vermögensschaden).
Aber das schweift jetzt doch sehr weit ab.
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: djohannw am 22.07.2008, 19:18 Uhr
Das Urteil kenne ich.
Absoluter Ausrutscher eines Amtsrichters.

Dann noch ein Beispiel...auch ein Ausrutscher?

Zitat
Beim Amtsgericht Köln kamen weitere 2.200 EUR dazu (117 C 164/01). Der zwischen Anwaltskanzlei und Lufthansa geschlossene 'Luftbeförderungsvertrag' sei ein 'absolutes Fixgeschäft', urteilte der Amtsrichter, d.h. die Fluggesellschaft schulde dem Kunden die Beförderung zu einer bestimmten Zeit.

Wobei ich Dir Recht geben würde, dass generell die Sache mit dem absoluten Fixgeschäft sicher nicht die vollständig korrekte Bezeichnung ist. Aber in allen Entscheidungen, die ich gefunden habe, war es immer so, dass bereits eine Verschiebung um einen relativ zur Flugdauer erheblichen Zeitraum die Airline zum Schadensersatz verurteilt wurde - ein Urteil, bei dem z.B. bei einer Verschiebung einer Langstrecke um sechs Stunden mit Verweis auf "ist doch noch der selbe Tag" die Entschädigung abgewiesen wurde habe ich nicht gefunden.

Zitat
Fakt ist, daß die Gerichte (und auch die Instanz und Obergerichte) eine Verschiebung zulassen.
Wie weit und wie lange ist wie gesagt Einzelfall (wie Du selbst sagst und wie ich auch schon klar gemacht hatte).

Genau, aber eben nicht nur von A nach B am selben Tag. Das ist schlicht zu sehr vereinfacht, da spielen auch andere Parameter wie eben Uhrzeit, Anzahl der Umsteigeverbindungen usw. durchaus eine Rolle.

Zitat
By the way: die Motivation des Geschäftsreisenden (der termine hat) ist da egal. Hier kommt man wiederum ins Schadenersatzrecht, indem man nämlich fragen muß, welche Kosten entstehen dem (umgebuchten) Passagier dadurch und sind die möglicherweise Ersatzpflichtig (oder Vermögensschaden).
Aber das schweift jetzt doch sehr weit ab.

Naja, die Motivation ist da tatsächlich nicht die Ursache, aber eben die aus der Umbuchung resultierende Folgen. Aber Du hast Recht, jetzt schweift es tatsächlich zu sehr ab...

Viele Grüße - Dirk
Titel: Re: Umbuchungen - Wieviele sind annehmbar?
Beitrag von: playmaker11 am 23.07.2008, 07:08 Uhr
Wie Du siehtst sind wir uns einig:
man muß sehr genau hinsehen wie die einzelnen Umstände sind und trotzdem kann es einmal positiv ausgehen und einmal negativ (weil jeder Richter anders ist).

Übrigens: Vorsicht bei privat ins Internet gestellten Urteilen, da stecken häufig Interessen dahinter, die nur einseitig berichten.