Kalalau Trail im Januar

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*marc000

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Kalalau Trail im Januar
« am: 11.10.2011, 19:34 Uhr »
Hallo zusammen,

meine Freundin und ich würden im Januar gerne den Kalalau Trail bis zum Kalalau Strand machen, die Permits für die Übernachtungen haben wir bereits.

Nun stellen sich uns ein paar Fragen bezüglich Verpflegung und der idealen Aufenthaltsdauer:

- Soweit ich weiss, gibt es in der Nähe des Strandes Trinkwassermöglichkeiten, allerdings muss man das Wasser vorher filtern. Stimmt das? Das würde sich nämlich schonmal positiv auf unser Gepäckgewicht auswirken ;-)
- Welche Zeiteinteilung erachtet ihr für sinnvoll? Wir würden wahrscheinlich auf dem Hinweg nicht den gesamten Trail an einem Tag machen und werden daher eine Nacht in der Mitte des Trails verbringen. Oder würdet ihr versuchen, doch an einem Tag bis zum Kalalau Strand zu kommen? Und wieviele Nächte würdet ihr dann dort verbringen (wir haben Permits für maximal 5 Nächte)?
- Was nehmt ihr auf dem Trail an Verpflegung mit? Wir dachten an Reis und Nudeln welche wir dann mit Wasser aufkochen könnten und Studentenfutter. Und wieviel nehmt ihr so mit?
- Wie gross sind denn überhaupt die Chancen, den Trail im Januar gehen zu können? Soweit ich weiss regnet es im Winter mehr als im Sommer und weiterhin habe ich gelesen, dass man den Trail nach Regen nicht gehen kann, ist das richtig? Und ist es so, dass man den Trail nur nach heftigem Regen nicht gehen kann oder auch nach mässigem Regen nicht?

So, ich hoffe, ich habe euch nicht erschlagen mit meinen Fragen und freue mich auf eure Antworten.

Gruss,
Marc

*Angie

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #1 am: 11.10.2011, 22:32 Uhr »
Hallo Marc,


- Soweit ich weiss, gibt es in der Nähe des Strandes Trinkwassermöglichkeiten, allerdings muss man das Wasser vorher filtern. Stimmt das? Das würde sich nämlich schonmal positiv auf unser Gepäckgewicht auswirken ;-)

Trinkwasser vorher filtern? :think: Das ist mir neu. Vom Volcanoes NP weiß ich von anderen Touristen, die overnight camper waren, dass sie Entkeimungstabletten mithatten und der Ranger ihnen auch dringend empfohlen hat, diese auch zu verwenden.

- Welche Zeiteinteilung erachtet ihr für sinnvoll? Wir würden wahrscheinlich auf dem Hinweg nicht den gesamten Trail an einem Tag machen und werden daher eine Nacht in der Mitte des Trails verbringen.

Ich bin bisher immer nur die ersten 2 Meilen bis zum Hanakapi'ai Beach gelaufen und 1x vor vielen Jahren auch zu den Falls. Gute Bekannte von mir sind den Trail in gesamter Länge gelaufen.
An einem einzigen Tag wirst du es nicht bis zum Kalalau Beach schaffen. Du hast sehr viel Gepäck dabei, zu Beginn ist der Trail relativ steil (mit Gepäck wirkt er noch steiler). Am Hinweg mindestens eine Übernachtung einzulegen, wird daher nötig sein.

Oder würdet ihr versuchen, doch an einem Tag bis zum Kalalau Strand zu kommen?

Ich behaupte vorsichtig, dass ich eine ziemlich gute Kondition habe, aber den Trail an einem Tag bis zum Kalalau Beach zu laufen, würde ich gar nicht planen. Ich bin ein Mensch, der einen Trail auch genießen möchte und das käme bei nur einem Tag ganz sicher zu kurz.

Und wieviele Nächte würdet ihr dann dort verbringen (wir haben Permits für maximal 5 Nächte)?

Minimum 3 Nächte.
1x Übernachtung am Hinweg irgendwo in der Mitte
1x Übernachtung am Kalalau Beach
1x Übernachtung am Retourweg irgendwo in der Mitte

Wenn du schönes Wetter hast, bleib' länger am Kalalau Beach, versuche aber bitte nicht, zum benachbarten Honopu Beach zu schwimmen. Die Strömung ist sehr gefährlich.

- Was nehmt ihr auf dem Trail an Verpflegung mit? Wir dachten an Reis und Nudeln welche wir dann mit Wasser aufkochen könnten und Studentenfutter. Und wieviel nehmt ihr so mit?

Diese Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Rosi, schreibt hier unter "boehm22", ist den Trail bis zum Kalalau Beach gelaufen und hat sich von dort mit einem Heli (wegen einer Knöchelverletzung oder so etwas in der Art) abholen lassen. Sie könnte etwas dazu schreiben, nehme ich an.

- Wie gross sind denn überhaupt die Chancen, den Trail im Januar gehen zu können? Soweit ich weiss regnet es im Winter mehr als im Sommer und weiterhin habe ich gelesen, dass man den Trail nach Regen nicht gehen kann, ist das richtig?

Wir haben auf den ersten 2 Meilen schon mal umgedreht, da der Trail ein einziger Matsch war und wir nur am Rutschen und Schlittern waren. Es sind uns Leute entgegen gekommen (Tagestouristen), die waren bis zum Allerwertesten voll mit Matsch, weil sie richtig ausgerutscht sind. Als sie sahen, dass wir im Umkehren begriffen sind, sagten sie, das sei das Vernünftigste, das hätten sie auch tun sollen.

Besonders in den Wintermonaten ist der Kalalau Trail wegen des Wetters eine große Herausforderung. Es geht nicht nur darum, dass du halbwegs trocken zum Kalalau Beach kommst, sondern du musst ja auch den ganzen Weg wieder zurück.

Und ist es so, dass man den Trail nur nach heftigem Regen nicht gehen kann oder auch nach mässigem Regen nicht?

Mehrere Tage dauerhafter mäßiger Regen ist ungefähr gleichzusetzen mit 1 oder 2x heftigem Regen. In beiden Fällen ist der Trail matschig, schlammig und alles andere als lustig zu laufen.

Du kannst eigentlich nur eines machen: Sehen, wie vor Ort das Wetter ist und dann entscheiden. Leider sind die Wettervorhersagen alles andere als zuverlässig, wenn du aber im TV siehst bzw. hörst, dass von Nordwesten eine Schlechtwetterfront herein kommt, sind deine Chancen für den Trail eher schlecht.


LG, Angie
Viele Grüße,
Angie

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*Brazoragh

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #2 am: 13.10.2011, 13:14 Uhr »
Juhuuu... ich kann man mehr helfen als Angie!  8) :lol:

Zitat
Trinkwasser vorher filtern? Think Das ist mir neu. Vom Volcanoes NP weiß ich von anderen Touristen, die overnight camper waren, dass sie Entkeimungstabletten mithatten und der Ranger ihnen auch dringend empfohlen hat, diese auch zu verwenden.
Es gibt 2 Methoden zur Trinkwasseraufbereitung. Filter und Entkeimungstabletten. Afaik gibt es keinen Konsens ob ein Filter bei der dort gefährlichen Bakterienart ausreicht. Manche sagen "ja" und manche "nein". Wir haben Entkeimungstabletten dabei gehabt: Micropur Forte. Die kosten nicht die Welt, wiegen nix und brauchen keinen Platz. Nachteil: falls das Wasser trüb ist, bleibt es das (das ist aber auf dem Trail kein Problem). Außerdem schmeckt das Ergebnis ein wenig nach Chlor. Deswegen hatten wir noch so Magnesium Brausetabletten mit Zitronengeschmack dabei. ;)
Achtung: Ihr werdet VIEL trinken müssen.  8)

Zitat
Ich bin bisher immer nur die ersten 2 Meilen bis zum Hanakapi'ai Beach gelaufen und 1x vor vielen Jahren auch zu den Falls. Gute Bekannte von mir sind den Trail in gesamter Länge gelaufen.
An einem einzigen Tag wirst du es nicht bis zum Kalalau Beach schaffen. Du hast sehr viel Gepäck dabei, zu Beginn ist der Trail relativ steil (mit Gepäck wirkt er noch steiler). Am Hinweg mindestens eine Übernachtung einzulegen, wird daher nötig sein.
Wir hatten 2009 nur 3 Tage geplant und uns entschieden durch zu laufen (und wie üblich die ersten auf dem Trail zu sein). Ab mittags hat es dann nur noch geregnet (was das ganze deutlich anstrengender gemacht hat - alleine die Schuhe haben das 3-fache gewogen zum Schluss). Wir sind kurz vor Anbruch der Dunkelheit angekommen und waren fertig wie nach einem Marathon. Das hat uns bewogegen, die 2. Tag nicht wie geplant im Valley zu verbringen, sondern mittags wieder abzureisen und im "Dschungelcamp" zu übernachten (Name fällt mir gerade nicht ein). Das war dann total locker. Dort haben wir dann auch die Falls gemacht (was sich nur begrenzt gelohnt hat btw).
So, was bedeutet das: es geht auch bei widrigsten Bedingungen wenn man einigermaßen trainiert ist. Guten Schuhe, ein guter Rucksack und Trekkingstöcke sind Pflicht. Letztere haben mit mindestens einmal das Leben gerettet (aber nur weil es so glibschig war). Trotzdem würden wir heute an dem unoffiziellen Campground nach 2/3 an einem Hubschrauberlandeplatz campen und von dort den Sonnenuntergang genießen - auch wenn er im Valley noch besser sein soll. Dort würden wir das Zelt 2 Nächte stehen lassen und am 2. Tag quasi einen Tagesausflug mit leichtem Gepäck ins Valley machen. Dabei muss man allerdings damit rechnen, dass ein hungriger oder frierender Geselle sich an der Ausrüstung etwas bedient.

Zitat
1x Übernachtung am Hinweg irgendwo in der Mitte
1x Übernachtung am Kalalau Beach
1x Übernachtung am Retourweg irgendwo in der Mitte
Das wäre die Luxusvariante. Ich persönlich würde den zusätzlichen Tag trotzdem lieber woanders verbringen...

Zitat
Ich behaupte vorsichtig, dass ich eine ziemlich gute Kondition habe, aber den Trail an einem Tag bis zum Kalalau Beach zu laufen, würde ich gar nicht planen. Ich bin ein Mensch, der einen Trail auch genießen möchte und das käme bei nur einem Tag ganz sicher zu kurz.
Das stimmt. Das letzte Stück ist wahrscheinlich auch bei gutem Wetter dann nur noch nervig. Für uns war es wegen der Witterung die Hölle.

Zitat
Diese Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Rosi, schreibt hier unter "boehm22", ist den Trail bis zum Kalalau Beach gelaufen und hat sich von dort mit einem Heli (wegen einer Knöchelverletzung oder so etwas in der Art) abholen lassen. Sie könnte etwas dazu schreiben, nehme ich an.
Wir hatten Tütensuppen, Müsliriegel und Macs dabei. Auf großartig Reis oder Nudeln kochen hatten wir keinen Bock. Hätte wegen dem Regen am ersten Abend aber auch in unserem Mini-Zelt passieren müssen. Aber klar - das geht auch.

Zitat
Wir haben auf den ersten 2 Meilen schon mal umgedreht, da der Trail ein einziger Matsch war und wir nur am Rutschen und Schlittern waren. Es sind uns Leute entgegen gekommen (Tagestouristen), die waren bis zum Allerwertesten voll mit Matsch, weil sie richtig ausgerutscht sind. Als sie sahen, dass wir im Umkehren begriffen sind, sagten sie, das sei das Vernünftigste, das hätten sie auch tun sollen.

Besonders in den Wintermonaten ist der Kalalau Trail wegen des Wetters eine große Herausforderung. Es geht nicht nur darum, dass du halbwegs trocken zum Kalalau Beach kommst, sondern du musst ja auch den ganzen Weg wieder zurück.
Unser erster Versuch war im März 2006. Der Trail war wegen vorhergehenden schweren Regenfällen gesperrt. Wir haben dann die 2-Meilen Tour trotzdem (mit leichtem Gepäck und Stöcken) versucht und sind vorzeitig umgedreht - lebensgefährlich rutschig.

Unser zweiter Versuch war im November 2009 mit dem oben beschriebenen Ergebnis. Am ersten Tag hat es bedeckt angefangen und am mittags nur noch geschüttet. Der 2. und 3. Tag war sonnig. Typischerweise regnet es eigentlich eher zu Beginn des Trails...

Januar ist nicht gerade der sonnigste Monat, aber es kann gut klappen. Ihr müsste Euch aber ein schönes Alternativprogramm bereithalten. Wir wussten das es regnen wird, aber nicht so heftig - außerdem wollten wir nicht nochmal kapitulieren. *g*

Zitat
Mehrere Tage dauerhafter mäßiger Regen ist ungefähr gleichzusetzen mit 1 oder 2x heftigem Regen. In beiden Fällen ist der Trail matschig, schlammig und alles andere als lustig zu laufen.
Ich würde schon sagen, dass Dauerberegnung schlimmer ist - sonst wird viel abfließen... 2006 war es schon mehrere Tage trocken und der Trail absolut nicht begehbar. Was glaubst Du wieviel Angst wir 2099 vor dem Rückweg hatten (und ich bin eher nicht so der vorsichtige Typ)? Aber das war super zu laufen - obwohl es am Vortag wirklich heftig geregnet hat...

Zitat
Du kannst eigentlich nur eines machen: Sehen, wie vor Ort das Wetter ist und dann entscheiden. Leider sind die Wettervorhersagen alles andere als zuverlässig, wenn du aber im TV siehst bzw. hörst, dass von Nordwesten eine Schlechtwetterfront herein kommt, sind deine Chancen für den Trail eher schlecht.
Genau...

Aber nur, damit hier kein falsches Bild entsteht... wir haben schon viele schöne Wanderungen gemacht... im Allgäu, Südtirol, Madeira oder auf den Kanaren. Auch im US-Südwesten (Subway, Wave, ...), aber der Kalalau Trail war für uns der Schönste. Nicht nur wegen dem Ziel, sondern auch der Weg an sich. Und das obwohl der Hinweg quasi nicht genießbar war...

Wenn Du weitere Frage hast... nur zu. :)

Gruß
Michael

*Angie

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #3 am: 13.10.2011, 17:31 Uhr »

Hallo Michael,


Juhuuu... ich kann man mehr helfen als Angie!  8) :lol:

:abklatsch: Stimmt! Bei Camping, tauchen und heiraten auf Hawai'i steige ich aus. Campingplätze und deren (meist fehlende :wink:) Ausstattung kenne ich zwar, aber das war es dann schon :wink:


LG, Angie
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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #4 am: 13.10.2011, 17:49 Uhr »
Man kann ja auch nicht alles wissen... ;) :D

Gruß
Michael

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #5 am: 13.10.2011, 17:58 Uhr »

Genau und für campen und heiraten auf Hawai'i bist du zuständig :wink:


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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #6 am: 13.10.2011, 17:59 Uhr »
Und Kalalau Trail im Regen... bitte.  8) :lol:

Gruß
Michael

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #7 am: 13.10.2011, 18:00 Uhr »

Achja, richtig, hätte ich beinahe vergessen :wink: Und nicht nur im Regen, sondern an einem Tag bis zum Kalalau Beach, dann zwar halbtot, aber das reichte zum Überleben :wink:


LG, Angie
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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #8 am: 13.10.2011, 19:25 Uhr »
Das mit dem halbtot stimmt zwar, aber lag vor allem am Regen. Wie gesagt - ich würde heute vorher aufhören. ;)

Gruß
Michael

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #9 am: 13.10.2011, 19:49 Uhr »

Der Meinung bin ich auch: Ehe ich etwas aufs Spiel setze, höre ich lieber vorher auf. Manches kann man nicht erzwingen und man braucht doch einen Grund, wieder zu kommen :wink:


LG, Angie
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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #10 am: 13.10.2011, 19:57 Uhr »
So war es 2006. Aber bezogen auf 2009 hast Du mich falsch verstanden... mit vorher aufhören meinte ich "das Zelt aufschlagen und am nächsten Tag weiter". ;)

Gruß
Michael

*Angie

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #11 am: 13.10.2011, 19:59 Uhr »

Ah, ok, da hatte ich dich tatsächlich falsch verstanden. Ist aber jetzt geklärt :D


LG, Angie
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Angie

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #12 am: 13.10.2011, 21:25 Uhr »
Dann erzähl ich auch noch ein bisschen über die Tour:

Ich war 2005 im März dort.
Am ersten Tag hat es fast den ganzen Tag geregnet, irgendwann gegen mittag war ich patschnass bis auf die Haut - und in den Schuhen stand das Wasser. Ich hatte das gleiche Tempo, wie ein amerikanisches Ehepaar und so liefen wir irgendwann zusammen.
Als wir Mittag im zweiten Tal Pause machten und mit ein paar Hippies dort quatschten wurde es durch die nassen Klamotten richtig kalt - ich hätte nicht gedacht, daß es mich auf Hawaii frieren würde.
Wir liefen an dem Tag bis zum Hubschrauberlandeplatz ca. Meile 9 oben am Steilhang. Zelte durften nicht auf die Freifläche, sondern mußten in den Wald. Wir waren dort 4 Zelte, das Ehepaar und ich - und noch drei Leute, die wie von Michael angesprochen dort das Basislager hatten und ohne Gepäck im Tal waren.

Am nächsten Morgen ging es weiter, jetzt bei tollem Sonnenschein, die Schuhe waren aber immer noch nass bis ins Futter. Bachdurchquerungen waren nicht einfach, da die Bäche viel Wasser hatten - wir gingen dann einfach durchs Wasser.
Dann an der steilsten Stelle stürzte ich und schlug mit dem Knie voll auf einen Stein. Herzklopfen - ein kleines Stück weiter rechts und wäre den Hang runter gekullert.
Obwohls an dem Tag doch nur noch ca. 2 Meilen waren, kamen wir erst am späten Vormittag im Valley an.

Wie Michael schon schrieb, hatte auch ich Micropur dabei, der Wasserfilter ist so umständlich.
Als Essen hatte ich Nudeln, Fertiggerichte, viel Beef Jerky, Studentenfutter. Reis ist nicht gut - der braucht viel zu lange zum Kochen. Auf das amerikanische Ehepaar hatte ähnliches zum Essen dabei.


Am nächsten Morgen war mein Knie grün und blau, dick geschwollen, und schmerzte bei jedem Schritt. Ich wußte, daß ich es nicht schaffen werde, die 11 Meilen zurück zu laufen. Einen Tag zu warten, bringt auch nix. Die Hippies aus dem Tal sagten mir, für solche Fälle wird ein Hubschrauber geholt.

Holen sieht so aus: am Strand werden mit den Füßen groß die Buchstaben SOS in den Sand gescharrt - und dann wird gewartet, bis der erste Touri-Hubschrauber vorbei fliegt.
Diese winken dann, um zu zeigen, daß sie das Zeichen gesehen haben - und fliegen weiter.
Nach einer Stunde kam dann bei mir ein kleiner Hubschrauber vom Fire-Departement, fragte nach was los ist, besprach   das mit seiner Zentrale und flog wieder los, dann nach einer weiteren Stunde kam wieder ein Heli des Fire-Departements, diesmal Doors-off, die zwei FireFighter vom Rücksitz haben mich auf eine Trage gepackt, unten unter ihre Beine geschoben - mein Kopf war draußen  :D - und sind dann an der Küste entlang nach Princeville zum Flugplatz, wo schon ein Krankenwagen auf mich gewartet hatte, der mich nach Lihue ins Wilcox Hospital gebracht hat.
Der Heil vom FireDepartement war übrigens gratis - aber der Krankenwagen und die Versorgung des Knies im Krankenhaus war nicht ganz billig (für meine Versicherung).
Das Knie wurde geröntgt, auch an den Bändern war nix kaputt. Ich bekam starke Schmerzmittel und wurde noch ein halbes Jahr lang bei jeder Wanderung mit Schmerzen im Knie an den Sturz erinnert.
Viele Grüße
Rosi
_
Das wird Nr. 22 in Nordamerika:



*Angie

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #13 am: 13.10.2011, 21:53 Uhr »
Dann an der steilsten Stelle stürzte ich und schlug mit dem Knie voll auf einen Stein.

Ach, das Knie hattest du dir verletzt, ich dachte, es wäre der Knöchel gewesen. Jedenfalls hatte ich in Erinnerung, dass du mit dem Heli geholt wurdest. Du hattest wirklich großes Glück, dass du beim Sturz nicht den Hang hinunter gekugelt bist.
Viele Grüße,
Angie

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*Brazoragh

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Re: Kalalau Trail im Januar
« Antwort #14 am: 14.10.2011, 10:55 Uhr »
Na dann hatten wir ja einen ähnlichen Hinweg - nur dass Du an der richtigen Stelle campiert hast, am nächsten Tag aber trotzdem Pech hattest.

Erinnerst Du Dich: so ziemlich in der Mitte zwischen Landeplatz und Beach ist ein rel. steiler roter Lehmabhang - ziemlich breit. Fast wie eine rote Skipiste? Die Stelle war im Regen der absolute Knaller - ich bin im Parallelschwung runter gewedelt - so komisch sich das anhören mag. Laufen oder andersartiges kontrolliertes Rutsch war nicht möglich. So gings mit dem schweren Rucksack irgendwie. Wenigstens gab es ab und zu ein Wurzel als Anschlag. Ziemlich übel... Aber an dieser Stelle gab's kein zurück mehr. ;)

Die Vorgehensweise im Notfall kannte ich - interessant, dass das wirklich so funktioniert. ;)

Hauptsache das Knie ist wieder in Ordnung.  :D

Gruß
Michael

 

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