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Autor Thema: Autofahren in den USA: Verwirrendes & Wissenswertes - eure Erfahrungen?  (Gelesen 1851 mal)

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Jack Black

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Gilt das auch für die Border Controll?

Ich denke nicht, sonst wären wir längst tot! Wir sind schon in so viele Bordercontrols gefahren und meine Frau klammert sich NIE an das Lenkrad. Normalerweise fummel ich dann am Handschuhfach herum und suche die Pässe, während die obligate Frage kommt, ob man "Citizen" ist. Sind wir nicht ... was meistens den Beamten überrascht und dann werden wir herausgewunken. Ist halt so. Aber Angst hatte ich noch nie.

miwunk

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Naja, die Stationen der Border Control sieht man ja schon von weitem. Da hat man sicher genug Zeit, seine Papiere herzusuchen.

Jack Black

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Das war nicht immer so. Vor ca. 15 Jahren sind wir von einem einsamen Posten angehalten worden. Haben wir auch überlebt...

Diese Stationen sind erst im Laufe der Jahre aus dem Boden gestampft worden. Und die haben teilweise erschreckend keine Ahnung. 2013 hat uns in Texas einer gefragt, wo denn unser grüner Schnipsel im Pass wäre?! Unseren Hinweis auf ESTA hat er nicht verstanden und ist mit unseren Pässen in der Station verschwunden. Kam dann nach ca. 10 Minuten wieder zurück, war ganz betreten und hat sich entschuldigt, von ESTA hätte er zum ersten Mal jetzt gehört.... dabei gab es das da schon seit Jahren.

Tinerfeño

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Und was ist daran so schlimm, wenn man auf der "falschen" Spur fährt und sich an die Verkehrsregeln hält

Es geht doch darum, dass Fehler im Straßenverkehr in den USA gefühlt eher verziehen werden als bei uns. Du musst nicht ewig den Oberlehrer/Besserwisser spielen, indem du Situationen bewertest, ohne dabei gewesen zu sein. Dass "wir" Deutsche gerne andere belehren, zeigt sich wohl nicht nur im Straßenverkehr durch unnötiges Hupen, sondern auch in Foren...
USA: '06, '08, '09, '10, '13, '14, '15, '17, '18 , '19, '20, '21, '22
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Australien: '16, '17

Jack Black

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Es geht doch darum, dass Fehler im Straßenverkehr in den USA gefühlt eher verziehen werden als bei uns.

Erstens bezweifle ich, dass Fehler in den USA "eher" verziehen werden, das ist sicher auch kaum belegbar.

Zweitens davon unabhängig handelt es sich im beschriebenen Fall nicht um einen Fehler, sondern um Vorsatz. Der Fehler an sich ist vorher geschehen, das falsche Einsortieren. Du verteidigst jetzt aber das vorsätzliche Verstossen gegen Verkehrsregeln, um die Folgen des Fehlers für Dich persönlich zu minimieren, das halte ich für unangemessen. Es besteht nicht die geringste Notwendigkeit, den begangenen Fehler auf diese Weise zu beheben. Das hat allenfalls zur Folge, dass man den Fehler nicht selbst ausbadet, was ich für selbstverständlich halte, sondern im Zweifel andere Verkehrsteilnehmer benachteiligt, die ihrerseits aber nichts falsch gemacht haben.

Wenn man einen Fehler begangen hat, dann muss man auch dazu stehen, aber genau das können leider nur die Allerwenigsten. Du offensichtlich auch nicht.

Thomas

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Hallo zusammen,

dass Fehler gefühlt (!) eher verziehen wird, kommt mir auch so vor, zumindest abseits der Großstädte.

Unabhängig davon bitte ich darum, sachlich zu bleiben und persönliche Angriffe zu unterlassen. Danke!

An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank für die vielen Situationen und Stolperfallen, die ihr genannt hat, ich schreibe das gerade alles in dem Artikel zusammen. Sobald dieser über die Entwurfsform hinaus gediehen ist, poste ich den Link dann auch mal hier bevor ich ihn endgültig veröffentliche.
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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Culifrog

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Zweitens davon unabhängig handelt es sich im beschriebenen Fall nicht um einen Fehler, sondern um Vorsatz. Der Fehler an sich ist vorher geschehen, das falsche Einsortieren. Du verteidigst jetzt aber das vorsätzliche Verstossen gegen Verkehrsregeln, ...

Deine Interpretation und Unterstellung ist  falsch. Es gibt wohl kaum jemand, der sich besser an Verkehrsregeln hält, als ich, aber wenn Du mich unbedingt als Verbrecherin sehen willst, dann ist das halt so.

Für Thomas: Ein Schild, das noch nicht erwähnt wurde ist die Geschwindigkeitsbegrenzung mit schwarzer Schrift auf gelbem Grund. Dies ist eine Empfehlung, die nur für die entsprechende Situation, zum Beispiel eine Kurve gilt. Verpflichtend ist immer noch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf weissem Grund

Liebe Grüsse
Gaby

Jack Black

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Es gibt wohl kaum jemand, der sich besser an Verkehrsregeln hält, als ich

Selbstverständlich, insbesondere wechselst Du vor Ampeln nicht mehr die Spur, wenn Du aus Versehen die falsche Spur gewählt hast. Das habe ich fälschlich hineininterpretiert in: "Wir waren öfters mal auf der falschen Spur und mussten sie vor der Ampel noch wechseln.".

Alles klar, mein Fehler.

Thomas

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Hallo Gaby,

Für Thomas: Ein Schild, das noch nicht erwähnt wurde ist die Geschwindigkeitsbegrenzung mit schwarzer Schrift auf gelbem Grund. Dies ist eine Empfehlung, die nur für die entsprechende Situation, zum Beispiel eine Kurve gilt. Verpflichtend ist immer noch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf weissem Grund

vielen Dank, das muss auf jeden Fall mit erwähnt werden. Das Schild gehört zu der Sorte, wo ich mir jedesmal, wenn ich es sehe denke "müsste eigentlich eine Empfehlung sein, bin mir aber nicht sicher, schaue ich dann im Hotel mal nach" aber es dann doch nie verifizert habe.  :lol:
Viele Grüße,

Thomas (webmaster@usa-reise.de)
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Culifrog

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Was auch anders ist, als bei uns, ist der Baustellenverkehr. Wird es einspurig, so führt ein Lotsefahrzeug mit Lichtsirene (oder wie nennt man das blinkende blau-orange Licht oben drauf?) die Kolonne an der Baustelle vorbei, die schon mal mehrere Kilometer lang sein kann. Auf der Gegenseite werden die Fahrzeuge angehalten, um anschliessend durch das Lotsefahrzeug sicher ans andere Ende geführt zu werden.

Jack Black

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dass Fehler gefühlt (!) eher verziehen wird, kommt mir auch so vor, zumindest abseits der Großstädte.

Kann ich definitiv nicht nachvollziehen. Zum einen "abseits der Großstädte" bedeutet ja meistens auch, dass man sowieso keinen anderen trifft. So einsam wie man in den Staaten herumcruised (was ja den Reiz auch ausmacht), hat man das ja in Deutschland eher nicht. Da kann ich gar keine Aussage treffen in diesem Zusammenhang.

Was mir aber ganz negativ aufgefallen ist, dass Amerikaner ekelhaft rechthaberisch sein können, wenn eine Verengung kommt (zwei Spuren zusammenlaufen) und sie einen vorlassen müßten. In Deutschland ist (leider nur theoretisch) durch das verbindliches Reißverschlussverfahren geregelt (an das sich aber leider auch kaum einer hält), in den USA kenne ich hyperaggressive Drängler, wie ich es selbst in Deutschland noch nicht erlebt habe. Ich weiß dass wir auf der I8 von Yuma Richtung Osten fuhren, als auf einmal links neben uns ein großer RV mit Hänger auffuhr. Da erst bemerkten wir, dass vor uns eine Baustelle war und wir die Spur wechseln müßten. Wenn Du da dabei gewesen wärest und hättest auch diesen unsäglichen HASS gesehen, wie der Fahrer neben uns mit allen Mitteln verhindern wollte (und auch schaffte), dass wir VOR ihm einscherten, dann würdest Du das nicht mehr sagen mit dem "Verzeihen". Der Typ hat bald ins Lenkrad gebissen so angestrengt hielt er sich fest und mußte es schaffen, dem Vordermann nicht aufzufahren und gleichzeitig uns nicht hineinlassen. Vollkommen idiotisch. Wir haben dann abgebremst und mußten ziemlich weit abbremsen, weil der so eine Riesenkarre mit Hänger hatte. Der tauchte halt auf einmal neben uns auf und das war unser Pech.

Auf Youtube gibt es tonnenweise solche Videos von Dashcams aus den USA, wo die Leute gnadenlos ihre Kasse zu Schrott fahren, aber Hauptsache man läßt den anderen nicht rein!

Ansonsten (s.o.) gibt es ja glücklicherweise eigentlich nur sehr wenige Gelegenheiten in so einem USA Urlaub, dass es zu solchen Szenen überhaupt kommen kann. Aber wenn Du jemals in Moab mal beim Citymarkt vom Parkplatz gefahren bist und versuchst LINKS herum (die große Kurve) auf die Mainstreet zu fahren - glaube nur ja nicht, da würde auch nur ein einziger Mensch mal anhalten und Dich rauslassen. Da kannst Du lange warten (im wahrsten Sinne des Wortes). Das ist rein gar nichts mit Rücksicht oder Einsicht.