Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015

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*freddykr

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Re: Eine "langweilige" Reise durch Südafrika 2015, oder?
« Antwort #30 am: 21.01.2016, 12:33 Uhr »
09.10. Namaqualand – Nordoewer

Den Gamedrive am Morgen verwandelten wir zu einem Morning-Walk. Großwild war eh nicht zu erwarten.


Ein Springbok beim Frühstück


Dassies beim morgendlichem Sonnenbad


Diese afrikanische Schnabelbrustschildkröte war ebenfalls auf ihrem Morning Walk.


Top gestyled am Morgen


Ein Hase beim Frühsport


Termitenwohnhäuser


Ein large-billed lark beim morgendlichem Putzen


Blue Sporrie


Kleines unbekanntes Blümchen


Gazania leiopoda


Pinke Blümchen


Lapeirousia

Wir waren zwar außerhalb der Blütezeit, trotzdem hatten wir noch ein paar Blüten zum fotografieren.
Mein Fazit zu Namaqua: Zur Blütezeit bestimmt traumhaft; außerhalb aber nur mit guten 4x4 für mehr als eine Nacht empfehlenswert.

Heute stand weiter nichts auf dem Plan, außer der Grenzüberquerung nach Namibia. Wir hatten vorher noch überlegt, ob wir einen Schlenker über den Richtersveld machen sollten, dies aber dann wieder verworfen. Zum einen braucht man für die richtig interessanten Gegenden mehr Zeit und zum anderen ein anderes Auto.
Da meine liebenswerte Beifahrerin unbedingt noch mal das Meer sehen wollte, nahm ich später in Steinkopf den Abzweig nach Port Nolloth. Führt die Straße am Anfang noch schön durch die Berge, wird dies später eine ar… langweilige Gerade durch die Wüste. Weckt mich, wenn es nass wird. ;)
Port Nolloth bietet auch nichts weiter, aber wir waren noch mal am Meer. ;)


Port Nolloth

Wir erreichten dann am Oranje nicht nur die Grenze zu Namibia, nein auch die 40°C Außentemperatur.

Es ist nicht nur warm, sondern heiß

Die Ausreise aus Südafrika ging flott, außer dass der Zollbeamte versuchte, uns auf Deutsch anzureden, wir dies aber nicht verstanden.
In Namibia war die Freundlichkeit der Beamten nicht mehr vorhanden; ein Desinteressiertes Grummeln, mehr war nicht zu bekommen. Beim Zoll verbrachten die Leute die Zeit lieber mit dem Tippen auf ihren Smartphones, als den Leuten zu helfen. „Willkommen in Namibia“ – dagegen sind die Immigrationofficers in den USA die Freundlichkeit in Persona.
Aber, wir waren drin und ich hatte noch immer keinen ZA-Aufkleber am Auto. Jetzt war es mir aber auch egal.
Weit zu fahren hatten wir nicht mehr. Außerhalb von Nordoever; einem Nest, was nicht aus mehr als der Tanke und dem Granzübergang zu bestehen scheint, hatten wir unser Lager für die kommende Nacht gebucht. Danach kommt außer Wüste nix mehr.
Wir dachten schon, wir sind zu weit gefahren, aber plötzlich hinter einem Hügel das Schild zum Felix Unite Province Camp.
Die Formalitäten waren schnell erledigt und wir bekamen eine schöne Hütte mit direktem Blick auf den Oranje. Eigentlich sehr nett, aber…
Zum einen störte ein penetranter Gasgeruch. Das Wasser wurde über einen Gasbrenner im Bad erwärmt. Über ordentlich lüften wurde es dann im Lauf des Abends besser, aber einen guten Eindruck machte dies nicht.
Zum anderen; später.
Wir sind dann erst mal in den Pool und genossen die kühlen Fluten; dazu den Ausblick auf den Oranje. Schon schön.


Ein afrikanischer Wiedehopf


African Red-Eyed Bulbul


Ready for Sundowner


Sunset

Jetzt zum zweiten „aber“. Ich komm grad aus der Dusche und da meinte Anja, dass mein Abwasser unter ihr einfach in die Landschaft geleitet wurde. What? Zum Glück nur das Duschwasser und nicht das Abwasser der Toilette… Wer weiß, wo das landet.
Hier soll es auch WLAN geben, aber auch hier war es “gerade heute” defekt. *grml*
Zum Abendessen gingen wir ins örtliche Restaurant, wo es frisch gegrilltes Fleisch gab. Nix besonderes, aber es war ok.

Übernachtung: Felix Unite Province Camp - 56€
Gefahrene Strecke: 432km
Karte: https://goo.gl/maps/LmaznHxUyTL2
Viele Grüße,
Danilo


*freddykr

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Re: Eine "langweilige" Reise durch Südafrika 2015, oder?
« Antwort #31 am: 22.01.2016, 09:29 Uhr »
10.10. Nordoewer - Fish River Canyon

Das Frühstück zog sich heute Morgen noch mal ziemlich in die Länge. Man könnte ja bei vier anwesenden Parteien alle Eier/Speck parallel braten, aber neeee; alles einzeln und nacheinander. Und dies dauert eben.
Ein paar Kilometer fuhren wir zurück, um der einzigen Tankstelle im Ort ein paar Liter Sprit zu entlocken und dann ging es auf in Richtung Wüste.


Eine Straße ins Nirgendwo, und da wollen wir hin


Eine echte Road to Nowhere


Links Wüste, rechts Wüste und dazwischen namibische Weintrauben. Irgendwie Gaga.


Am Orange River


Noch gibt es ein paar Berge...


Den Teer haben sie hier schon geklaut...


... und jetzt auch noch die Berge

Nach langer staubiger Fahrt durch die Wüste erreichten wir das Ai-Ais Hot Springs Resort, wo wir uns zum Lunch auf dem Campground nieder ließen. Zu mehr war das Resort auch nicht zu gebrauchen. Es versprühte den Charme einer ausgequetschten Zitrone.
Für uns ging die Fahrt durch die Wüste weiter in Richtung Fish River Canyon.


Bestimmt von Außerirdischen gelegt ;)


Der hier fährt wohl nirgends mehr hin


Und bei dem ist es auch recht unwahrscheinlich.

Am Canyon-Eingang verkaufte mir die Dame des Hauses das Permit und auf meine Frage nach der Canòn Lodge deutete sie mir doch recht barsch, dass ich hier falsch bin.
Wir fuhren die paar Kilometer bis zur Lodge zurück (man muss Straßenschilder nicht nur lesen, sondern auch interpretieren können ;)) und wurden dort herzlich empfangen.
Nach dem Bezug unseres schicken Hüttchens sind wir dann gleich noch mal los zum Canyon. Die Hauptstraße zum ersten Aussichtspunkt war ganz gut zu befahren und dieser lieferte schon einen grandiosen Blick in die Tiefe.
Es soll ja der zweit-größte Canyon nach dem Grand Canyon in den USA sein; kann durchaus stimmen. Dafür war hier tourismus-technisch überhaupt nix los.


Das Tal des Fisch-Flusses, als Fish River Canyon. Nachmittags leider mit bescheidener Sicht.

Dies merkten wir dann auf den Stichstraßen zu den anderen Aussichtspunkten. Diese waren in sehr schlechtem Zustand; der feine Schotter der Hauptstraße verwandelte sich schlagartig in größere und spitze Steine. Meine Reifen… Und so drehte ich dann doch wieder um. Mir war einfach nicht wohl dabei.
Zurück im Camp gönnten wir uns eine Abkühlung im Pool mit wunderschöner Aussicht über die Wüste. Dazu werden am Pool in einem Kühlschrank kühle Getränke bereit gehalten; nicht kostenlos, aber zu sehr humanen Preisen. Da fühlt man sich glatt wie Gott in Frankreich.

Ein Streifenskink


Unser Hüttchen für eine Nacht. Man gönnt sich ja sonst nix.

Das Abendessen gab es dann in Buffet-Form im eigenen Restaurant. Eine Sternenküche war es nicht, aber trotzdem lecker. Man merkt schon, dass es für die Masse gemacht wird.

Übernachtung: Canyon Lodge - 160€
Gefahrene Strecke: 279km
Karte: https://goo.gl/maps/G61nbYUPfbp
Viele Grüße,
Danilo


*Schneewie

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #32 am: 22.01.2016, 15:10 Uhr »
Eure Hütte für die Übernachtung ist ja niedlich  :wink:
Gruß Gabriele

*sil1969

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #33 am: 24.01.2016, 12:21 Uhr »
Ich mag Fotos von "Straßen ins Nirgendwo" besonders. Aber auch Bilder von alten verrosteten Autos finde ich klasse!
LG Silvia

*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #34 am: 25.01.2016, 09:28 Uhr »
11.10. Fish River Canyon - Keetmanshoop

Hier haben wir dann doch mal sehr gut geschlafen und ich hab nix zu meckern. Hat doch auch was, oder?

Nach einem durchaus guten Frühstücksbuffet fuhren wir wieder runter zum Canyon. Ich wedelte kurz mit meinem Permit im Office und konnte fahren. Aber mal ehrlich, ich hätte da auch mit dem letzten Einkaufszettel vom Spar wedeln können. ;)

Heute morgen war die Sicht in den Canyon deutlich besser und so wurden noch mal alle Aussichtspunkte angefahren.
Anja zu liebe wagte ich mich auch noch auf die 8km lange Strecke den Canyon entlang. Es sollte doch eigentlich nur bis zum nächsten Aussichtspunkt gehen; ach komm, den nächsten nehmen wir noch mit…


Fish River Canyon


Ob wirklich Fische in diesem Rinnsal drin sind? Ich wage es zu bezweifeln.


Großartig anders sah die “Straße” auch nicht aus.


Ein Baum vorm Abgrund.


Und auch dieser Busch steht selbstmörderisch einen Schritt vor dem freien Fall

Jedenfalls erreichten wir nach gut 2h den letzten Punkt der 8km Tortour. Und da fliegende Autos noch nicht erfunden wurden, ging es die ganzen 8km wieder zurück. Ich hab drei Kreuze gemacht, als wir wieder auf der Hauptstraße waren; ohne Plattfuß.

Wir waren grad raus aus dem Canyon und konnten etwas Fahrt aufnehmen, da kam uns von vorn einer der typischen weißen Touri-SUVs entgegen; und mit was für einer Geschwindigkeit. Er war vorbei und dann knallte es. Erster Gedanke “Sch...e Steinschlag”, aber nach flüchtigem Blick über die Scheibe war nichts zu sehen. Dann muss es wohl irgendwo an der Karosserie eingeschlagen haben. So ein Ar… Ist es denn so schwer mal etwas vom Gas zu gehen, wenn einem einer entgegen kommt?

Die restliche Fahrt verlief dann soweit ohne weitere Vorkommnisse und wir erreichten am frühen Nachmittag Keetmanshoop. Unser kleines Bed&Breakfast war auch schnell gefunden, aber wir hatten noch was vor und sind gleich wieder los.
Ziel war der Köcherbaumwald etwas nordöstlich von der Stadt. Wir waren da auf unserer Namibia-Reise schon einmal und wollten unbedingt die Klippschliefer wieder sehen.

Wir zahlten unseren Tageseintritt und fuhren hinter zum Campground, von wo man in den “Wald” hinein  kann.
Am Parkplatz schaute ich mir erst mal in Ruhe unser Auto an und suchte nach der großen Delle oder sonstwas, aber zum Glück und meinem großen Erstaunen fand ich nichts. Aber auch wirklich kein Kratzer war zu finden.


Köcherbaum von Nahem


Köcherbaum von fern


Dassie beim Futtern


Nein, kein Trinkhalm, sondern Blatt, welches nach und nach nach im Dassie verschwand.


Futtern ist anstrengend; also Pause


Felsenagama beim Sonnenbad


Die ließ sich jetzt nicht wirklich stören.

Bis zum Sonnenuntergang blieben wir nicht, denn wir mussten noch unsere Vorräte aufstocken. Wieder in der Stadt ging uns dann beim Blick in die leeren Gassen ein Licht auf. Heute ist Sonntag und da hat natürlich alles zu. Perfektes Timing.

Da sich damit auch unser geplantes Abendessen erledigt hat, war ein Plan “B” nötig. Wir fanden in einem Flyer eine größere Engen-Tankstelle an der B1 nach Süden und da legten wir heute mal einen Fastfood-Abend ein. Das war gar nicht mal so schlecht; schon deutlich schlechter gegessen. Und unser Autochen bekam auch noch etwas in den Tank.

Im B&B wurde dann noch mal das WLAN ausgereizt, denn dies war die letzte Gelegenheit für die nächsten 7 Tage, denn ab Morgen geht es endlich auf Safari. :) :) :) :)

Übernachtung: AmBesten Guesthouse - 60€
Gefahrene Strecke: 261km
Karte: https://goo.gl/maps/uJ9CU7yB2DE2
Viele Grüße,
Danilo


*Wilder Löwe

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #35 am: 26.01.2016, 08:53 Uhr »
Wenn ich Deinen Bericht lese, bekomme ich wirklich Sehnsucht nach Südafrika/Namibia. Was für tolle Landschaften und Tiere!
Viele Grüße
Katrin

*Flying-N

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #36 am: 26.01.2016, 10:45 Uhr »
Sooo tolle Bilder.... ja, da werden viele Erinnerungen wach! Fish River Canyon zum Beispiel. Und die vielen Blumen und Tiere. Ich hatte leider damals nur eine kleine Knipse mit, da waren die Ergebnisse halt nicht ganz so spektakulär.
Freue mich auf die Weiterfahrt!

Nic
USA       1981 - 1990 - 1993 - 1994 - 2009 - 2010 - 2011 - 2014 - 2017
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*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #37 am: 26.01.2016, 14:33 Uhr »
12.10.  Keetmanshoop - Kgalagadi Transfrontier Park (Kalahari Tented Camp)

Heute soll es endlich soweit sein; es geht in den Kgalagadi Transfrontier Park, kurz genannt KTP. Dem Heim aller Katzen; dem Traum aller Safaritouristen. So heißt es jedenfalls und entsprechende Erwartungen hatten wir.

Nach dem Frühstück fuhren wir zuerst noch in den örtlichen SPAR, denn gestern viel wegen des Sonntags das Einkaufen leider flach. Dies dauerte dann doch seine Zeit, denn wir mussten faktisch für 7 Tage einkaufen; wer weiß, was es in den Shops im Park so alles gibt; oder auch nicht gibt.

Irgendwann konnten wir dann aber doch starten und von Keetmanshoop ging es in nordöstlicher Richtung via C17/C15 wieder Richtung Südafrika. Von der Strecke gibt es nicht viel zu erzählen. Am Anfang bot sie wirklich nichts außer Staub.

Erst irgendwann hinter Köes wurde es abwechslungsreicher. Der weiße Staub wich rotem Sand; wir sind in der Kalahari.


Kalahari, wir kommen

Nach insgesamt knapp 300km erreichten wir endlich den Grenzübergang Mata Mata. Die Ausreise aus Namibia ging flott von Statten, auch wenn der, nehme ich mal an, Zöllner, der die Daten vom Auto aufschrieb, aussah als würde er der Praktikant vom Dienst sein. Aber freundlich waren sie.

Weiter ging die Fahrt (ca. 100m) bis vor die Schranke vom KTP. Dort ins Häuschen, dann hieß es warten, bis die Touris vor uns durch sind. Erst dann konnte unser Papierkrieg beginnen. Während die Angestellte vom Park unsere ganzen Buchungen für den KTP aufnahm (wir hatten für jede Nacht eine eigene Reservierung), erledigten wir die Grenzformalitäten. Hier wird noch jeder Reisende einzeln in ein dickes Buch übertragen. EDV ist wohl ein Fremdwort.
Nachdem wir unseren Laufzettel für den Park bekommen haben, konnten wir mit dem Grenzbeamten zum Auto, welches er kurz inspizierte. Wahrscheinlich sucht er nach illegalen Einwanderern, denn die Tüte mit frischem Obst (welches sowieso aus Südafrika kam), welches Anja gut verstaut hatte, wurde nicht entdeckt.

Und dann konnte es endlich rein in den Park gehen; aber nur ein paar 100 Meter, dann kam schon die Abzweigung zum Kalahari Tented Camp; eines der Wilderness Camps (nicht umzäunt) hier im Park. Wir wurden freundlich empfangen und bekamen unser Zelt zugewiesen. Ab dem Stellpaltz fürs Auto ist dann doch eingezäunt; obwohl auf der anderen Seite eine Miezekatze auch einfach über die Mauer hüpfen hätte können. ;) Dazu muss das Futter aus der Dose, um das Tor zu öffnen. Das habe ich dann mal Anja machen lassen; eine muss ja fahren. ;)

Bei dem Camp hat jede Partei zwei Zelte; eines zum Schlafen und Putzen (WC und Dusche) und eines für die Küche, inkl. Kühlschrank mit Eisfach.
Da das Thermometer bereits wieder die 40 Grad küsste, machten wir erst mal Siesta und genossen die Aussicht auf das, doch etwas weit entfernte Wasserloch. Ein paar Tierchen waren zu sehen, aber diese standen lieber im Schatten. Wer soll es denen auch verübeln, müssen sie doch den ganzen Tag ein dickes Fell mit sich herum tragen.

Nach 16:00Uhr hielten wir es aber nicht mehr aus. Wir wollten endlich auf Safari gehen und somit verließen wir unser Zelt, holten unseren Laufzettel und fuhren los.

Viel war auf unserer kleinen Runde nicht los, aber v.a. die Herden Springböcke mit ihrem Nachwuchs haben es uns angetan. Die waren doch schon richtig süß.


Blue Wildebeast, obwohl das Biest weder wild noch blau war.


Auch nicht wild, sondern faul im Schatten.


Zwei junge Springböcke und davon gab es viiiiiiiele


Gleich noch eines, weil es so schön ist


Eine Gruppe Gnus im Flußtal; immer noch nicht wirklich beweglich


Springbok im Abendlicht.


Das einzige Raubtier des heutigen Tages; ein Schabrackenschakal zwischen Springböcken und Gnus.


Nachdem sich nirgends wirklich mehr Action zeigte, fuhren wir wieder zurück ins Camp und genossen dort die abendliche Ruhe.



Sonnenuntergang im Kalahari Tented Camp


den Tag gemütlich ausklingen lassen. Leider war mein Savannah Dry zu schnell leer.


Übernachtung: Kalahari tented Camp - 1445ZAR
Gefahrene Strecke: 369km
Karte: https://goo.gl/maps/VqyXn4V7vA92
Viele Grüße,
Danilo


*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #38 am: 28.01.2016, 14:11 Uhr »
13.10.  Kalahari Tented Camp - Nossob

Obwohl so mitten in der Wildniss haben wir doch ganz gut geschlafen. Außer ein paar Flattertiere musste nichts bekämpft werden. ;)

Beizeiten machen wir uns somit wieder auf Achse; mal schauen, was uns so vor die Linse läuft.


Giraffen beim Futtern vom gemeinsamen Teller, äh Baum


Ein Gnu trabt im morgendlichen Licht von Dannen.


Am Wasserloch “Craig Lockhart” zeigen sich ein paar Springböcke


Wer wird denn so aufbrausend sein?


Kindergarten; eigentlich ein Festmahl für ne Miezekatze; war aber keine vorhanden.


Auch diese Giraffe machte Frühstückspause

Etwas weiter, am Wasserloch “Dalkeith” stand einiges an rollenden Konservendosen. Also stellten wir unsere mal dazu. Da muss ja was interessantes sein. Entdecken konnten wir bis auf einen einzelnen Springbock aber nix.
Noch nicht, denn plötzlich armdicke Objektive aus den Seitenscheiben in eine Richtung und da entdeckten wir dann auch diese Dame, die auf uns zu kam.


Eine einsame Dame ohne Begleitung.


Unsere erste Miezekatze; so kann es weiter gehen.


Wir behalten das Dosenfutter mal schön im Auge...


Was für ein schönes Tier


Zungespiele ;)

Madame Löwe hatte dann genug und trabte über die nächste Düne von dannen und ward nicht mehr gesehen.
Wir fuhren dann auch mal weiter, um am nächsten Wasserloch wieder auf Giraffen zu treffen.


Wer wird sich denn streiten?


Schlabber, schlabber


Wirklich viel dran ist da nicht ;)

Auf der weiteren Fahrt war mit Tieren eher Mangelware. Es war faktisch schon viel zu warm und was mal da war, stand meist im Schatten.


Das typische Foto einer Oryx-Antilope; es schaut dumm in die Kamera


Und wenn sie nicht rum standen, gingen sie sich gegenseitig an die Gurgel


Ein großer Singhabicht; gesungen hat er aber nicht, sondern saß still auf seinem Baum

Und dann waren wir kurz vor 14:00Uhr schon kurz vor Nossob am Wasserloch “Marie se draai”...


Den Schabrackenschakal haben wir wohl beim Mittagsschlaf gestört


Auch dieser Wahlbergsadler nahm Blickkontakt zu uns auf

Da sonst überhaupt nichts los war, fuhren wir ins Camp und checkten erst mal ein, stöberten durch den kleinen Shop und bezogen unsere Hütte.
Bei der Hütte muss ich sagen, dass man deutlich merkt, dass hier schon länger nichts mehr renoviert wurde. Alles war sauber, aber abgewohnt.

Da bei der Hitze sowieso nichts zu erwarten war, machten wir etwas Siesta und bekamen Gesellschaft.


Zwei Hörnchen balgten sich durch die Gegend


Einer dieser frechen Glanzstare


Auch diese Fuchsmanguste schlängelte mir um die Füße, machte aber bald die Fliege.

Kurz nach 16:00Uhr sind wir dann wieder raus; irgendwas muss doch mal los sein.
Vorher aber noch tanken; das Bezahlen geht übrigens ganz easy mit Kreditkarte.

Wir wollten zuerst etwas nach Norden fahren, aber die Straße war so schlecht, dass wir nach wenigen 100m wieder umgedreht sind.
Also wieder nach Süden und bis zum Wasserloch “Marie se draai”.
Dort hatte sich mittlerweile eine Tüpfelhyände eingefunden.


Tüpfelhyäne - eindeutig männlich ;)


Er begutachtet das Dosenfutter. Da er aber keinen Öffner dabei hatte, ließ er es dann links liegen.


Nachdem er in den Tümpel rein gepieselt hatte, trank nur noch er davon.


An diesem entfernt liegenden Oryx-Skelett muss noch irgendwas dran gewesen sein. Die Schakale waren nicht sehr begeistert, als Mr. Hyäne sich dran zu schaffen machte.


Da es sich nicht lohnt, mit einer Hyäne zu streiten, streitet man sich halt untereinander.

Hier tat sich dann irgendwann nichts mehr; die Hyäne lag entfernt im Sand, die Schakale ebenfalls. Und so sind wir wieder ins Lager und haben unseren Grill angeworfen, um zwei Steaks gar zu bekommen. Das dauerte dann doch etwas länger als gedacht, aber wir haben es ja nicht so eilig.
Pünktlich um 22:30Uhr ging dann der Strom weg und wir ins Bettchen.

Übernachtung: Nossob Rest Camp - 995ZAR
Gefahrene Strecke: 200km
Karte: https://goo.gl/maps/2CS2Kx23BQq
Viele Grüße,
Danilo


*Chrissie

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #39 am: 28.01.2016, 18:31 Uhr »

Dort hatte sich mittlerweile eine Tüpfelhyände eingefunden.


Tüpfelhyäne - eindeutig männlich ;)


Da wäre ich nicht so sicher, denn ich zitiere mal in gekürtzer Form von Wikipedia:
Eines der außergewöhnlichsten Merkmale der Tüpfelhyäne ist die Maskulinisation („Vermännlichung“) der Weibchen.
Der Kitzler ähnelt dem Penis der Männchen, er erreicht rund 90 % von dessen Länge und ist ebenso erigierbar.
Gruß Chrissie
___________

DVD USA-Südwest
Afrika-DVDs

*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #40 am: 29.01.2016, 19:06 Uhr »
14.10.  Nossob - Mata Mata

Früh am Morgen, aber gefühlt noch mitten in der Nacht, geht es schon raus aus den Federn.


Sonnenaufgang Nossob

Am Wasserloch, wo sich gestern die Tüpfelhyäne herum trieb, war heute erst mal nicht viel los.


Ein Raubadler auf Beutesuche, oder doch ein Bateleur?

Doch dann eine Bewegung im Busch und eine braune Hyäne kam in schnellem Schritt heran getrottet. Sie muss aber irgendwie verletzt gewesen sein, denn sie lief ausschließlich auf ihren Vorderbeinen. Dies aber erstaunlich schnell und sicher. Die Hinterbeine nutzte sie nur als Stütze im Stand.

An dem Oryxskelett muss immer noch was dran sein. Zumindest nagte die Hyäne eine ganze Zeit dran rum und die Schakale waren wieder nicht davon begeistert.


Am Ende des Videos sieht man gut, wie die Hyäne auf zwei Beinen verschwindet.

Ans Wasserloch, und somit in unsere Nähe, kam sie allerdings nicht und so machten wir uns auch bald wieder auf.


Zwei Weißrückengeier. Die saßen aber auch nur gelangweilt im Baum.

Auf der Strecke sahen wir eine Menge frische Katzenspuren, aber von den Verursachern war weit und breit nichts zu sehen. Immer wieder verliefen sie im Endeffekt über eine angrenzende Düne.
Kurz vor dem Wasserloch “Cheleka” dann ein langsames Fahrzeug vor uns und dann hieß es plötzlich “Löwe gerade aus”. Ich sah da aber nix, denn Anja meinte damit ihr Geradeaus und nicht meines. Genau wäre es “Löwe auf 2 Uhr” gewesen. ;)


Ein schöner Rücken kann auch entzücken.

Mehr haben wir von ihm aber nicht zu Gesicht bekommen, denn er legte sich in einiger Entfernung ins hohe Gras und ward nicht mehr gesehen. Wir blieben noch eine ganze Weile am Wasserloch, aber es tat sich nichts mehr. Der Löwe blieb liegen oder kroch davon; jedenfalls wir sahen ihn nicht mehr.

Irgendwann brachen wir dann auch hier wieder auf. Auf der weiteren Fahrt Richtung Mata Mata tat sich nicht wirklich etwas; mal ein Springbock oder Oryx unter einem Baum, aber nichts weltbewegendes.

Erst an dem Wasserloch, wo wir gestern schon Giraffen gesehen haben, hatten sich wieder einige versammelt, um ihren Durst zu stillen.


Schlürf-Schlürf


Das ist schon nicht einfach, mit den langen Beinen runter ans Wasser zu kommen


Gruppenportrait


Da wird noch fast der Anschluss beim Trinken verpasst


Auf dem Weg nach Hause


Mal wieder dumm dastehende Oryx-Antilopen.

Die Giraffen waren weg, also konnten auch wir weiterfahren. Hinterm Wasserloch Dalkeith standen dann mal wieder einige Fahrzeuge. Nur war der Grund nicht zu erkennen. Erst auf Nachfragen erfuhren wir von den Geparden, die da hinten unterm Baum liegen. Mit bloßem Auge war da so gut wie nichts zu erkennen.
Da die beiden keinen Anstand machten sich irgendwie zu bewegen, fuhren wir erst mal ins Camp. es war heiß und in der prallen Sonne wollten wir hier nicht rum stehen.
Der Checkin dauerte eine Weile, aber wir bekamen unseren Schlüssel für das Hüttchen. Vor uns war nämlich noch ein anderes deutsches Pärchen, welches, etwas naiv, ohne Reservierung von Namibia kommend, im Park übernachten und dann nach Südafrika wieder raus wollte. Die einzigen zwei Nächte, die noch machbar waren, waren in Twee Rivieren. Das wird noch ein Ritt für die beiden am Nachmittag.
Wir bezogen unser Hüttchen, machten Siesta und schauten mal im örtlichen Shop rein. Viel Auswahl gabs nicht, aber zur Not kann man sich schon verpflegen.

Wie gestern, machten wir uns auch heute gegen 17:00Uhr wieder auf Achse. Wir wollten dann doch mal schauen, ob sich die Geparden bewegt haben, oder Anstalten machen sich baldigst zu bewegen.
Wir kamen hin und was war? Die lagen immer noch so faul unterm Baum wie vorhin.


Unterm Baum liegend und die Herde Springböcke aus dem Augenwinkel beobachtend.


Oh, wir zeigen Aktion… und legen uns gleich danach zwei Meter weiter wieder hin.

Es zog dann auch ziemlich Wind auf, so dass wir teils mitten im Sandsturm standen. Also Fenster zu, und dies bei der Hitze von annähernd immer noch 40 Grad.
Abwechslung gab es dann nur noch, dass sich die entdeckte Schlange als Schwanz einer Giraffe enttarnte und der Baumstamm als dessen Beine. ;)

Weiter tat sich nichts mehr, auch an den anderen Wasserlöchern war tote Hose und so sind wir langsam wieder zurück gefahren. Wir hielten dann einfach noch mal bei den jungen Springböcken. Die standen/lagen wenigstens direkt an der Straße.


Junger Springbock mit Rundumblick

Im Camp haben wir dann noch eine Eule im Baum vor unserer Hütte gefunden, aber ein Foto wurde nichts. Da war es faktisch schon zu dunkel.
Der Sandsturm, der dann wieder schlimmer wurde, vertrieb uns im Endeffekt recht schnell in die Hütte und wir hofften auf einen besseren morgigen Tag. Der heutige war, im Ganzen betrachtet, schon enttäuschend.

Übernachtung: Mata Mata Rest Camp - 65€
Gefahrene Strecke: 229km
Karte: https://goo.gl/maps/MU68K8yoHiz
Viele Grüße,
Danilo


*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #41 am: 31.01.2016, 17:14 Uhr »
15.10.  Mata Mata - Twee Rivieren

Die Eule von gestern Abend saß heute morgen immer noch im Baum.


Ein Milchuhu - wieder mal ein Fall von “wer denkt sich denn diese bekloppten deutschen Namen aus?”

Danach ging es direkt los in den Park; hier muss es doch irgendwo Miezekatzen geben. Aber denkste, auch heute Morgen absloute Fehlanzeige. Generell war an den Wasserlöchern tote Hose.


Sonnenaufgang am Auob-River; obwohl “River” hier nur aller paar Jahre mal stimmt.


Die Giraffen machen in der kompletten Familie Frühstück.


Herr und Frau Strauss


Jaja, die kleinen Springböcke


Ziemlich stachelig das Frühstück.

Da es jetzt nichts Großes mehr zu sehen gab, konzentrierten wir uns halt auf die kleineren Bewohner.

Schwalbenschwanzspint


White-browed sparrow-weaver

An einer Stelle standen dann plötzlich mal ein paar Autos. Durch Nachfragen erfuhren wir, dass ein Kapfuchs direkt neben der Straße seinen Bau hat. Leider sahen wir nur ganz kurz mal seine Ohren und dann nichts mehr.

Ein paar Kilometer weiter hatten wir dann Glück, ein paar Erdmännchen liefen direkt im Gebüsch neben uns auf und ab.


”Hans guck in die Luft” ;)


Da flirtet das Männchen mit dem Fliegenweibchen ;)


Bevor man über die Straße geht, schaut man nach rechts und links. ;)

So mitten am Tag war jetzt eh nichts mehr los und so schauten wir uns etwas das Museum bei Auchterlonie an.


So lebten die Farmer früher


Kalahari Tree Skink


Ein Strauß mit Klos im Hals


Was haben nur diese Rotkopfamadinen ausgefressen, dass sie alle rote Köpfe haben

Dann waren wir auch schon fast in Twee Rivieren angekommen...


Noch mal ein Milchuhu

Dann mussten wir erst mal einchecken und das dauerte dann doch ein Weilchen. Für die nächsten drei Nächte hatten wir drei Einzelbuchungen, wobei eine noch über den ADAC gemacht wurde und nicht über Sanparks. Jetzt wollten wir natürlich, wenn möglich, ein Hüttchen für die drei Nächte und das dauerte etwas, bis der Mitarbeiter dies alles hin und her bewegte, bis es passt.

Danach machten wir etwas Siesta; bei der Hitze bringt eine Fahrt raus eh nix. Außerdem musste wir unsere Hütte ordentlich lüften. Da drin war ein doch recht penetranter Geruch, der sich einen Tag später als das Putzwasser der Reinigungskraft herausstellte.

Am Nachmittag hielt uns dann aber nichts mehr, irgendwas muss doch dort draußen zu finden sein. Und so sind wir dieses Mal nach Norden aufgebrochen.


Springbock beim Säugen

Der Uhu saß immer noch dort, aber sonst war zuerst nichts los. Wir fuhren hoch bis Kij Kij; dort standen zumindest schon mal einige Autos. Als ob da gleich was kommen würde. Als sich nach einiger Wartezeit nichts tat, fuhren wir dann doch weiter.
Aber bereits nach ca. 500m das Highlight des heutigen Tages. Irgendwas trottet da vor uns über die Straße. Ein Schakal? Neee, zu groß dafür. Für einen Löwen oder Gepard zu klein.
Beim Näherkommen sahen wir ihn dann deutlicher; einen Karakal.


Nicht gerade typisch für ihn, im Hellen durch die Botanik zu streifen


Da schaut die Miezekatze sogar mal zu uns und spitzt seine Löffelchen.

So schnell wie sie auftauchte, war sie dann auch wieder verschwunden.

Am Wasserloch “Melkvlei” drehten wir dann wieder und fuhren zurück. Bei Kij Kij standen einige Autos immer noch und manche machte sich langsam abfahrtbereit. Da haben wir wohl nix verpasst.
Wir nahmen dann die die Dünenstraße via Kieliekrankie, aber hier war absolut tote Hose. Und auch dann wieder im Auob-Tal Richtung Twee Rivieren war heute kaum ein Tier zu sehen.
Pünktlich zu Toresschluss kamen wir wieder im Camp an und heute gönnten wir uns mal das örtliche Restaurant. Das Essen war sehr reichlich und ganz gut und dabei redeten wir uns Mut zu, dass die nächsten Tage bzgl. Katzen besser werden. Schlechter geht ja kaum noch.


Übernachtung: Twee Rivieren - 85€
Gefahrene Strecke: 226km
Karte: https://goo.gl/maps/Vx1DbvmkNp22
Viele Grüße,
Danilo


*Wilder Löwe

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #42 am: 03.02.2016, 10:29 Uhr »
Sooo schlecht ist Eure Tierausbeute doch gar nicht, auch wenn die Katzen sich etwas rar machen. Auf jeden Fall genug Tiere, um mich vertieft mit einer Planung für Namibia 2017 zu beschäftigen  :lol:

Viele Grüße
Katrin

*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #43 am: 04.02.2016, 13:32 Uhr »
16.10.  Twee Rivieren

Ich habe diese Nacht schlecht geschlafen. Dieser Geruch von dem Reinigungsmittel raubte mir den letzten Nerv. Irgendwann zog ich einfach in den Küchenvorraum um, denn da war es deutlich besser. Da störte dann “nur” noch der laute Kühlschrank.

Aber auch heute hieß es wieder mitten in der Nacht aufstehen, denn wir wollten wieder zur Gate-Öffnung raus. Irgendwann müssen die Katzen doch mal aufstehen, oder machen die noch Winterschlaf? ;)

Ein paar 100 Meter hinter dem Gate hielten wir kurz bei “unserer” Eule und heute morgen bewegte sie sich sogar mal kurz.


Sie wollte sich verstecken, aber nix da. Der Auslöser war schneller.

Heute wollten wir mal Richtung Nossob fahren; wie weit, dies entscheiden wir unterwegs anhand der Sichtungen.
An den Wasserlöchern war aber auch heute wieder gähnende Leere. Nicht nur keine Tiere, sondern auch keine anderen Autos. Da muss es wohl woanders DIE geniale Sichtung gegeben haben. Nur leider nicht bei uns. :(

So ganz tierlos war dann die Fahrt dann doch nicht. Abgesehen von den üblichen Verdächtigen ala Springbock und Oryx begegneten uns…


Ein Löffelhund. Sehr weit weg und schneller über die nächste Düne verschwunden als ich faktisch anhalten konnte.


Einsamer Gaukler, der ohne Publikum aber nur still da saß.


Ein Raubadler beim morgendlichen Strecken und Dehnen.

So ging die Fahrt doch recht ereignislos weiter, bis dann irgendwann ein anderes Auto die Straße blockierte und irgendwas im Busch fotografierte. Wir fuhren langsam heran, aber wir sahen mal wieder nix. Wieder zu spät? Haben wir es, was auch immer es war, verjagt?
Wir blieben ein paar Minuten stehen, denn weiter fahren ging nicht, da der andere quer zur Straße stand. Und dann sahen wir sie; eine Kapfuchsmama mit ihren Babies.


Kapfuchsmama beim Säugen; wir behalten aber immer die Umgebung im Auge.


Sehr wachsam.


Ein ziemlich neugieriges Kerlchen.


Vom Säugen schon ziemlich gezeichnet.


Die kleinen Racker wollten immer wissen, was da draußen los ist


Die ganze Familie, wenn auch von #3 nur die Ohren zu sehen sind.

10 Minuten hat das Schauspiel gedauert, dann war alles vorbei. Als weitere Autos kamen, verzogen sich die vier plötzlich in ihren Bau und kamen auch nicht mehr raus. So konnten wir dann doch ziemlich grinsend weiter fahren. Mit so einer Sichtung haben wir nicht gerechnet. Die waren sooooo süüüüüüüß. :)
Wir fuhren hoch bis Chelaka. Unterwegs gab es noch eine Tüpfelhyäne, aber nur rennend die Düne hoch. Bei Cheleka haben wir vor zwei Tagen den Löwen gesehen und vielleicht kommt ja wieder einer vorbei. Allerdings standen am Wasserloch nur Oryx und diese machten auch nicht wirklich Anstalten, dass irgendein Raubtier in der Nähe wäre.

Wir machten hier trotzdem Mittagspause und Siesta. Der große Baum bot genug Schatten und mit offenen Fensters war es aushaltbar. Anja laß etwas und ich hielt Wache, denn offene Fleischdosen sollte man nicht unbewacht stehen lassen. ;)

Es passierte aber nichts mehr, so dass wir dann irgendwann wieder langsam zurück fuhren.


Oryx - wie immer nur herum stehend.


Eine Gabelracke am Wegesrand.

Mehr gab es die ersten Kilometer oder Stunden der Rückfahrt nicht zu sehen.

Am Wasserloch “Kij Kij” dann mal wieder Autos am Straßenrand und unter einem Baum lag diese Dame und genoß den Schatten.


Ihr Päuschen im Schatten genießt diese Dame.


Die Nachmittagsmüdigkeit schlägt zu


So richtig zur Ruhe kam sie nicht. Wie auch, wenn ständig rollende Blechdosen vor der Hütte rum fahren.


Irgendwann wurde es ihr dann wohl zu bunt, sie stand auf, setzte noch ein Häufchen aufs Feld und ging.

Wir nahmen heute wieder die Dünenstraße via “Kielie Krankie”; vielleicht gibt es heute ein bisschen mehr. Meist sahen wir aber wieder nur Wüste.


Kalahari Desert


Tierkop Wasserloch - einer passt da nicht dazu ;)


Lannerfalke


Riesentrappe

Schon am späten Nachmittag waren wir dann wieder im Auob-Tal und fuhren gemächlich, und irgendwie betrübt da erneut keine Katzen, wieder in Richtung Twee Rivieren, als uns ein Fahrzeug vor uns andeutete langsam zu fahren. Eine Kurve weiter sahen wir dann den Grund; Mama Gepard mit ihren zwei Halbstarken.


Mama Gepard (links) und ihren beiden Jungen


Während Mutter so langsam Richtung Wasserloch zog, spielten die beiden im Baum direkt neben unserem Auto.


Lecker, Frischfleisch ;)


Jetzt müssen wir Mama doch mal folgen


Gemeinsames Trinken


So ein bisschen Dosenfutter wäre schon lecker ;)


Da kabbeln die beiden kleinen


Schmusestunde mit Mama

Als die Drei sich verzogen haben, machten wir uns auch auf den Weg. Es war schließlich bereits später Nachmittag und noch lag etwas Weg zwischen uns und dem Camp.
Jetzt, zum Glück, gab es keine Sichtungen mehr und waren somit knapp 10min vor Toresschluss im Camp.
Mit den Geparden hat sich der KTP doch bei uns versöhnt. Fehlen eigentlich nur noch ein paar Löwen. ;)


Übernachtung: Twee Rivieren - 85€
Gefahrene Strecke: 294km
Viele Grüße,
Danilo


*KarinaNYC

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #44 am: 09.02.2016, 07:50 Uhr »
Ich finds ja gut das wir nicht weiter fahren das Klima ist so angenehm im Gegensatz zu dem draussen vorm Fenster  8)

Die Kapfuchs-Familie.... süüüüüüüüüüüüss!!!!!! :D

 

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