Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern

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*unterwegsontour

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Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« am: 17.07.2013, 20:59 Uhr »
Wer mit auf eine Tour durch Deutschlands Norden kommen will ist herzlich willkommen, allerdings werdet ihr mit den verschiedensten Fortbewegungsmitteln konfrontiert werden.



Planung:

Da im August eine Tour nach Down Under ansteht musste ich mich in den Pfingstferien nach etwas "kleinerem" umsehen. Eine Freundin von mir wollte paddeln gehen und wir einigten uns auf die Mecklenburgische Seenplatte. Da ich eine Woche länger Zeit hatte setzte ich davor noch Rügen auf den Plan. Bei der genaueren Planung stolperte ich noch über ein Angebot für 2 nette Tage an der Ostsee.



Samstag 18.05.


Los geht's mit der Bahn. Mal ein etwas anderer Start in den Urlaub als die letzten Touren. Anstatt zum Flughafen geht's diesmal mit der Bahn direkt an den Zielort. Der Packsack ist voll und abgestellt, Umsteigen in Nürnberg, Berlin, Stralsund und Lietzow. Entstation ist Prora auf Rügen - vorerst.

Abends um 19 Uhr komme ich in Prora an und es regnet. In der Jugendherberge für den Zeltplatz einchecken, Zelt aufbauen, dann noch eine kurze Runde über den Platz und zum Strand runter.


da es ein ereignisloser Tag war - naja bis auf den Umstand das ALLE Züge pünktlich waren  :zwinker:   - geht's gleich weiter.




Sonntag 19.05.  


Frühstück ist bei dem Zeltplatz mit dabei und ist angenehm üppig und gut ausgestattet - jedenfalls für eine Jugendherberge! Angenehm, wenn man sich einfach so bedienen kann.  ;D    Heute muss ich mich allerdings etwas sputen, mein Bus geht schon um 8 Uhr.


Praktischerweise fährt der Bus direkt von der Jugendherberge ab, gleich eine Wochenkarte besorgt und ab geht's nach Lancken-Granitz. Es nieselt wieder mal. Zuerst mache ich einen Abstecher zu den Großsteingräbern. Hier liegen mehrere dieser Gräber nebeneinander.










Zurück in Lancken-Granitz geht es dann eine wunderschöne Allee entlang hoch bis zum Jagdschloss.












Eigentlich wollte ich nicht rein, aber nach einem kurzen Plausch mit der Toilettenfrau habe ich es mir anders überlegt. Und sie hatte Recht, die Aussicht ist wirklich zweitrangig.



Der WEG nach oben ist das Ziel.







Die Wendeltreppe ist außen an der Wand entlang montiert und wirklich sehenswert.







Der Blick lies dann doch einiges erahnen.







Zur Stärkung in die Schloßbrennerei eingekehrt, ein sehr nettes Ambiente und die Tische sind aus alten Schiffsplanken gezimmert.






Weiter geht es durch den Wald. Mittagsrast am Schwarzen See. Es wäre schön alleine hier zu sein, aber Rügen ist leider sehr beliebt. Schön das man aber trotzdem ständig Kuckuck, Specht und diverse Singvögel hört.










Immer am Hochuferweg entlang geht es weiter nach Sellin. Zuerst runter zur berühmten Seebrücke, dem Wahrzeichen des Ortes.










Dann ein kleines Stück die "Prachtstraße" entlang und weiter geht es auf dem Hochuferweg nach Baabe. Hier gefiel es mir irgendwie nicht, also ab in den nächsten Bus und weiter nach Göhren, das dieses Jahr seinen 135. Geburtstag feiert.










Unten im Kurpark gönne ich mir eine Pause, sehe den Vorführungen des Turnvereins an und höre einem Shanty-Chor zu. Den Männern macht es sichtlich Spaß die derben Seemanslieder zu singen.


Mit dem Bus geht es dann zur JH zurück. Ein falscher Ausstieg beschert mir dann nochmals eine kleine Wanderung.

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*lurvig

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #1 am: 17.07.2013, 21:25 Uhr »
Immer am Hochuferweg entlang geht es weiter nach Sellin. Zuerst runter zur berühmten Seebrücke, dem Wahrzeichen des Ortes.



wir schaffen das nochmal zur gleichen Zeit! ;)

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Lurvig

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #2 am: 17.07.2013, 21:26 Uhr »
Das ist schön Silvia, ich freue mich sehr über den Reisebericht. Deutschland hat so tolle Ecken - und ich als Nordlicht (wenn auch aus dem Nord-Westen) kann mit allem, wo Meer zu sehen ist ein geheimes Heimweh stillen.

Und nun trag eich den Bericht noch bei Europa (Deutschland) ein:

http://forum.usa-reise.de/index.php?topic=36316.msg471107#msg471107




*unterwegsontour

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #3 am: 18.07.2013, 08:33 Uhr »

Immer am Hochuferweg entlang geht es weiter nach Sellin. Zuerst runter zur berühmten Seebrücke, dem Wahrzeichen des Ortes.
wir schaffen das nochmal zur gleichen Zeit! ;)
http://500px.com/photo/36120914
Lurvig

 :winke:  wäre ich voll dafür!  Wenn wir zur gleichen Zeit das Foto machen, werden dann meine auch so toll wie deine?   :verwirrt:   Ich muss mich endlich mal mehr mit dem Fotografieren beschäftigen. Ok, bei dieser Tour hatte ich wirklich nur ne kleine (dafür wasserdichte) Kamera mit, aber ich weiß leider das ich auch mit meiner "großen" nicht so geile Bilder machen würde  :protest:



Das ist schön Silvia, ich freue mich sehr über den Reisebericht. Deutschland hat so tolle Ecken - und ich als Nordlicht (wenn auch aus dem Nord-Westen) kann mit allem, wo Meer zu sehen ist ein geheimes Heimweh stillen.

Freut mich das du dabei bist. Ich muss dir zustimmen, es gibt auch wirklich sehr viele schöne Ecken bei uns.

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #4 am: 18.07.2013, 08:36 Uhr »



Montag 20.05.


Heute morgen scheint die Sonne kurz in das Zelt. Nach dem Frühstück geht's mit dem Bus nach Gager.







Die Wanderung führt durch das hügelige Gebiet der Zickerschen Berge - naja BERGE??   :kratzen:


Auf dem Hochuferweg durch Wäldchen mit Maiglöckchen und diesen netten Blümchen...






...  über Wiesen an der Steilküste entlang.




Hier brüten die Schwalben in Felsenhöhlen. Es könnte soooo schön sein, wenn nicht Myriaden von Mücken den Weg bewachen.   :wut33:





Abstecher runter zum Nonnenloch - der Legende nach trafen sich hier Bergener Nonnen heimlich mit Mönchen zum Tête-à-Tête.  :nono:





Jetzt geht es schnurstracks nach Groß Zicker.





Nettes Dörfchen mit Reetdach- Häusern und dem Pfarrwitwenhaus von 1723.





             




Kurze Rast mit einem leckeren Fischbrötchen und ich versorge mich mit Räucherfisch. Weiter bis zur Hauptstraße nach Thiessow. Für die nächsten 3 km kann ich keinen Elan aufbringen (an der Hauptstraße entlang), also runter an den Strand und erst mal faulenzen. Eine Stunde später nehme ich den Bus nach Klein Zicker - schließlich muss man ja die Wochenkarte ausnutzen.


In Klein Zicker drehe ich eine Runde und hoch auf den Aussichtspunkt.




Hier hat man eigentlich einen guten Blicke rüber auf die Halbinsel auf der ich heute morgen unterwegs war, aber inzwischen ist es ziemlich dunstig geworden. Zurück nach Thiessow, kurz durch den Park und Kaffeetrinken, leckeren warmen Kirschkuchen gab's dazu. Bei der Rückfahrt in Sellin nochmal unterbrochen und etwas umhergeschlendert, dann zurück zur JH.

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #5 am: 20.07.2013, 10:31 Uhr »


Dienstag 21.05.

Die Nacht war so herrlich ruhig (die letzten beiden Tage war am Strand eine Party zu Gange), das ich beinahe verschlafen habe. Schnell raus aus dem Zelt und ab zum Frühstück. 

Um 8:30 den Bus nach Sassnitz, dort auf gut Glück die Stadtlinie Richtung Wedding. Perfekt, denn gleich nach der Enthaltestelle beginnt der Nationalpark.

Es ist bedeckt, regnet aber (noch) nicht. Wieder auf dem Hochuferweg geht es an der Küste entlang. In der Piratenbucht soll Störtebekker eigenthändig einen Schatz vergraben haben, allerdings bin ich nicht die Stufen runter um nach ihm zu suchen.

Es ist ein wunderschöner Weg durch einen alten Buchenwald mit vielen tollen Ausblicken auf die Kreidefelsen.















Beim Kieler Bach muss man ziemlich weit runter um ihn zu queren, also gleich noch die restlichen Stufen nach unten bis an den Strand.




Das ganze natürlich hinterher auch wieder hoch.




Die Victoria-Sicht fand ich jetzt nicht besonders berauschend, vielleicht war's früher vor dem Felssturz schöner oder ich war durch die vielen tollen Ausblicke auf den letzten Kilometern einfach "übersättigt" oder es lag am Wetter, denn inzwischen hat ein stetiger Nieselregen eingesetzt.  :zuck:



Blick auf den Königsstuhl




Beim Königsstuhl den Eintritt für den Nationalpark bezahlt und dann erst mal zum Essen. Pellkartoffel mit Matjessalat und dazu ein Glas Sanddornsaft - muss doch probiert werden da es eine Spezialität von Rügen ist.


Nach der Mittagspause in die Ausstellung und Interessantes über Kreise, Wald und Meer erfahren. Da es immer noch regnet ab in den Kinosaal - es gibt einen Film mit wunderschönen Luftbildern der Küste.



Es regnet immer noch, also nur ein kurzer Abstecher auf den berühmten Königsstuhl.





Mit dem Bus nach Sassnitz, runter zum Hafen und mir in einem Kaffee die Nachmittagspause mit heißer Schokolade und Kuchen gönnen. Später geht's zurück zur JH.

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*unterwegsontour

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #6 am: 21.07.2013, 13:11 Uhr »

Mittwoch 22.05.


Heute morgen schaut zwar kurz die Sonne raus, es soll aber lt. Wetterbericht den ganzen Tag über leicht regnen. Ich entscheide mich für Stralsund und das Ozeaneum. Mit dem Bus geht es über die Insel.


Kurzer Rundgang durch die Altstadt mit einem Besuch einer Ausstellung zum Kulturerbe der Unesco. Hier wurde auch die Stadtgeschichte von Stralsund in einem netten kleinen Video anhand des sich verändernden Stadtgrundrisses anschaulich erklärt.



Das Stralsunder Rathaus zählt zu den schönsten Profanbauten (weltlich - im Gegensatz zu Sakralbauten) der norddeutschen Backstein­gotik. Die Anfänge des Baus gehen in das 13. Jahrhundert zurück. Das Rathaus war auf Grund seiner architektonischen Besonderheiten nicht nur Sitz des Rates und Stätte der Rechtsprechung, sondern zunächst ein von regem Geschäftsbetrieb erfülltes Gebäude. Interessant finde ich die Schaufassade. Leider ist direkt davor eine Riesenbaustelle.


   




Nach einem obligatorischen Fischbrötchen ab ins Ozeaneum.






Dort gleich eine Führung von Greenpeace über die Giganten der Meere mitgemacht. Im Glasfoyer hängen Skelette von Walen und der Mitarbeiter erzählt uns interessante Fakten über Wale.





Teil der Barten  und Zahn eines Pottwals.


   


Eine Sache hab ich von diesen Erklärungen auf jeden Fall behalten und zwar die einfache Unterscheidung ob das Tier zu einer Fisch- oder Säugetiergattung gehört, das erkennt man ganz einfach an der Schwanzflosse: Senkrecht = Fisch; Waagrecht = Säugetier.  Dieses Wissen konnte ich zwei Wochen später an der Nordsee bei einem Kadaver anwenden (ca. 1 m und Schwanzflosse quer, also handelte es sich warscheinlich um einen kleinen Schweinswal - unser Wattführer war mächtig beeindruckt   :grins:)



Dann gehen wir zusammen in die Ausstellungshalle für die "Riesen der Meere". Der zentrale Raum von etwa 20 Meter Höhe und 30 Meter Länge nimmt die Wale und andere Riesen der Meere in ihrer originalen Größe auf. Die Modelle wurden in einem aufwendigen Verfahren von Bildhauern aus verschiedenartigen Kunststoffen modelliert und dann lebensecht koloriert. Man kommt sich sehr klein vor, wenn man unter diesen Giganten steht.





Hier wird der Eindruck von der Mächtigkeit der Meeresriesen vermittelt, ihre Eleganz und Anpassung an das Wasserleben erlebbar gemacht. Es wird deutlich, wie das Medium Wasser diese Meeresriesen geformt hat, welche Entwicklung sie genommen haben, aber auch wie gefährdet sie sind. (O-Ton Ozeaneum-Werbung, aber es war wirkilch beeindruckend)

Neben den Walen werden aber auch andere Riesen der Meere vorgestellt: Großfische wie Mantarochen und Mondfisch, Riesenkalmare, gigantische Krebse und Muscheln.



Danach durch die einzelnen Ausstellungsflächen und Aquarien geschlendert. Der Weg durch die Aquarien führt auf eine Reise vom Stralsunder Hafenbecken über die Nordsee bis ins Nordpolarmeer. Man erhält Einblicke in unterschiedliche marine Lebensräume vom Bodden bis zum offenen Atlantik.






















Am Nachmittag verlasse ich das Ozeaneum und schlendere am Hafen vorbei. Hier liegt die Gorch Fock vor Anker...






.... noch etwas durch die Stadt und mit dem Bus zurück, allerdings mit Zwischenstop in Sellin, wo ich lecker thailändisch gegessen habe.


Der Wetterbericht hatte Recht, auf der Insel hat es den ganzen Tag geregnet, war die richtige Entscheidung.

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*unterwegsontour

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #7 am: 22.07.2013, 09:08 Uhr »


Donnerstag 23.05.


Die Sonne scheint heute morgen - dafür weht ein eisiger Wind. Rügen macht es einem wirklich nicht leicht.  :(

Heute steht das Kap Arkona auf dem Plan. Als ich mit dem Bus auf dem Weg nach Sassnitz bin fällt mir siedentheiß ein, das mein Akku fast leer ist und der Ersatzakku natürlich im Zelt liegt.  :bang: Ich könnte mich vor Ärger in den Hintern beißen. Gerade heute bei dem Traumwetter! Einmal tief durchatmen und beruhigen, zum ärgern ist das Wetter und die Gegend viel zu schön.


Schon auf dem Weg leuchten die Rapsfelder vor strahlend blauem Himmel. In Putgarden spaziere ich zum Kap.












Hier geht es natürlich auf den Leuchtturm - eine traumhafte Aussicht belohnt die 164 Stufen.












Dann ein Fischbrötchen - das schlechteste auf der ganzen Insel   :teufel: - typisch Touristenhochburg.


Die Überreste der slawischen Burganlage sind leider gesperrt.




Ich spaziere am Meer entlang nach Vitt, ...







.... zur achteckigen Kapelle ...








...und dann runter in das entzückende Dörfchen. Ja das hört sich jetzt bescheuert an, aber anders kann ich es nicht beschreiben. Die Häuschen ducken sich in einer kleinen Bucht zusammen.
















Weiter bis Nobbin, am Großsteingrab vorbei, aber das gefiel mir nicht besonders. Sehr sparsam mit dem Fotografieren (erinnerte mich an die Zeiten mit den Filmen) hat der Akku zum Glück durchgehalten.





Mit dem Bus zurück zur JH mit einem Abstecher in Sassnitz.



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*NähkreisSteffi

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #8 am: 22.07.2013, 09:30 Uhr »
Hallo Silvia,

da hast Du ja ganz schön was gesehen, in den wenigen Tagen. Pech, dass das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat.

Mir gefallen Deine Bilder.

Viele Grüße

Steffi

*unterwegsontour

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #9 am: 23.07.2013, 08:39 Uhr »

da hast Du ja ganz schön was gesehen, in den wenigen Tagen. Pech, dass das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat.

Insgesamt fand ich das Wetter ganz passabel, wenn man bedenkt das es zur gleichen Zeit zu Hause 2 Wochen Dauerregen gab!





Freitag 24.05.



Und wieder scheint heute die Sonne. Lange bin ich unschlüssig, was ich heute mache, dann entscheide ich mich endgültig für die Tour bei Spycker und den Bodden. Mit dem Bus nach Sassnitz und eine Stunde bei schönstem Wetter durch die Altstadt und an die Strandpromenade.






Das U-Boot könnte besichtigt werden






Bei Sonnenschein wirken die wunderschönen Häuserfassaden der Altstadt viel besser:











In Spycker geht's zuerst zum Schloß (heute Hotel und Restaurant)...







...zwischen den beiden Seen hindurch. Unzählige Vögel sitzen im Schilf und trällern und pfeiffen was das Zeug hält.  Es ist einfach nur schön.








Weiter bis Glowe, runter an den Hafen.






Von hier sieht man bis zum Kap Arkona. Nach einer Fischsoljanka (Fisch-/Gemüsesuppe) fasse ich den Beschluss bei dem Wetter nochmal die Kreidefelsen sehen zu müssen, also zur nächsten Bushaltestelle und nach Sassnitz. Leider ist der Stadtbus gerade 2 Min. vorher weg und so geht es zu Fuß zur Strandpromenade .....








....und dann unten an den Klippen entlang.....












... bis zu einer schönen Aussicht auf die ersten Felsen. Oh ja, im Sonnenschein ist das was ganz anderes - TRAUMHAFT SCHÖN! Faul liege ich windgeschützt in einer Mulde bis es mir zu kalt wird.


Zurück zur JH, lesen, faulenzen und den Abend genießen.


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*unterwegsontour

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #10 am: 24.07.2013, 19:47 Uhr »



Heute geht's schnell, da es Reisetag war und ich keine Fotos gemacht habe...


Samstag 25.05.

Na klar - es regnet! Also nix mit Zelt trocken einpacken. Nach dem Frühstück stopfe ich einfach alles querbet in den Packsack, warte auf eine kleine Regenpause und bringe das Gepäck unter Dach, dann schleife ich das Zelt hinterher, vielleicht trocknet es die nächste Stunde noch etwas. Verbringe die Zeit mit lesen, dann das (angetrocknete) Zelt einpacken, ein letztes Fischbrötchen und ab zum Zug.

Über Stralsund nach Neustrelitz, wo ich mich mit Kathrin treffe (sie war letztes Jahr in Island dabei). Vor lauter Begrüßen und Quatschen verpassen wir den Anschlusszug - aber welcher Bahnhof hat schon die Nummerierung 3-1-2-4?? Auf den Infos stand Gleis 3a, da standen wir auch und 2 Min. vor Abfahrt merken wir das er von Gleis 4 geht. Wir stehen auf 3 - wo zum Teufel soll Gleis 4 sein? Der "Zug" bestand aus einem Wagen und stand auf der anderen Seite ein Stück weiter hinten, so sahen wir nur noch die Rücklichter. Busverbindungen am Samstag Fehlanzeige, also machen wir es uns gemütlich und warten 2 Stunden auf den nächsten.

Bahnhof Kratzeburg steigen wir dann aus und machen einen kleinen "Spaziergang"   :girly:  mit dem ganzen Gepäck bis zum Campingplatz. Einchecken, Boot und Ausrüstung für die nächsten Tage gleich besorgen.

Dann gemütlich Abendessen und noch eine kleine runde am See entlang.




.............. deshalb gibt es gleich noch einen Tag hinterher






Sonntag 26.05.



Beim Aufwachen regnet es - wie anscheinend schon die halbe Nacht. Um 8 Uhr verlassen wir das Zelt, Frühstück zum Glück ist unter dem Dach, dann packen wir zusammen und nach und nach wird der Regen weniger. Als wir ins Wasser gehen "fieselt" es nur noch ganz leicht.



Wir queren den Käbelick-See, dann durch die Verbindungsstücke in den Granziner See.









Danach steht uns der erste Landtransport bevor - 700 m. Dafür gibt es hier aber extra eine Lohrenbahn. Das Gepäck und Kanu muss nur vom Wasser hoch auf den Wagen und dann wieder zum Wasser gebracht werden - sehr praktisch!










Weiter geht es durch den Pagelsee ...






... und den Zotzensee. Dann auf der Havel ein Wehr und wieder steht eine Lohre bereit. Nachdem das Boot umgesetzt ist nutzen wir die Möglichkeit gleich für eine Mittagspause.









Nach dem Jäthensee wäre eine Möglichkeit zum Campen, aber wir sind noch früh dran und viel zu motiviert als das wir hier schon unser Lager aufschlagen möchten.



In den Verbindungsstücken zwischen den Seen gefällt es uns am besten. Wir sehen 2 Kraniche am Ufer, entdecken unter uns Muscheln am Grund. Während ich so in das Wasser starre und wir uns treiben lassen starrt mich plötzlich ein Fisch an.   :schreck:  Wer sich von uns beiden jetzt bei diesem Anblick mehr erschreckt hat ist die Frage.






Weiter geht es durch den Görtow-See ....








... und dann den größeren Useriner See entlang. Hier steht dann für uns beide schon eindeutig fest, das die Flußabschnitte wesentlich schöner zu paddeln sind. Eine letzte Umtrage in den Labusee mit versenkbarer Lore - jetzt muss der 2. nicht mal mehr aussteigen. :thumb: 





(natürlich ist Kathrin ausgestiegen und hat mir beim Ziehen, bzw. Bremsen geholfen)

Beim Wiedereinsetzen entgehe ich knapp einem unfreiwilligem Bad (sehr knapp!), dann steuern wir den Campingplatz an. Tarp und Zelt aufgebaut und nach dem Abendessen schon bald in die Schlafsäcke verkrochen.





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*pxl

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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #11 am: 24.07.2013, 20:42 Uhr »
Entstation ist Prora auf Rügen
 

Inzwischen kann man auch im alten "KDF-Hotelbunker" wieder übernachten, oder gleich Luxus-Wohnen  :wink:
http://www.bild.de/reise/deutschland/ruegen/prora-ferienwohnungen-30739134.bild.html
Ich find das Ding hat Potential,.... gerade an diesem tollen Strand.  

1999.Florida.
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2005.New York & Florida bis South Carolina.
2007.Route66 > Chicago bis L.A.
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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #12 am: 25.07.2013, 08:58 Uhr »


Entstation ist Prora auf Rügen
 
Inzwischen kann man auch im alten "KDF-Hotelbunker" wieder übernachten, oder gleich Luxus-Wohnen  :wink:

Die Jugendherberge ist in einem Teil des Bauwerks untergebracht.





So und der nächste Tag steht an...



Montag 27.05.



Die Sonne scheint heute als wir aus dem Zelt kommen.  :sun:    Gemütlich frühstücken wir und paddeln dann los.






Zuerst über den See, durch den Kanal nach Wesenberg. Dort wieder eine Schleuse mit versenkbarer Lohre, aber leider auch sehr viele Motorboote  >:( , also spontan und ganz kurzfristig nach rechts abgebogen in die Schwaanhavel. Hier ist es eng, verkrautet, aber wunderschön.






Tolle Spiegelungen im Wasser.








Mittagspause im nächsten engen Stück auf dem Wasser....








... dann durch den Plättlin-See und in Wustrow umtragen diesmal mit einem geliehenen Bootswagen.














Haubentaucher begleiteten uns auch heute wieder des öfteren. Teilweise auch ganz nah.






Den ganzen Tag hatten wir heute Sonne, nur abends ab und zu ein paar Wolken. Gemütlich weiter bis zum nächsten Campingplatz.


... und dann noch ein kleiner Spaziergang um sich die Beine zu vertreten.






Unser Lieblingsplatz am Abend.




Ein traumhaft schöner und gemütlicher Tag geht zu Ende.


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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #13 am: 27.07.2013, 09:47 Uhr »



Dienstag 28.05.



Heute morgen ist es bedeckt und windig. Jeden Tag etwas später verlassen wir den Campingplatz - naja wir haben ja auch Urlaub!




Zuerst paddeln wir noch auf der gegenüberliegenden Seite des Sees in den Dollbeck-Bach,....





.. ähem besser gesagt hier paddelt Kathrin und ich hab's mir bequem gemacht   8)





.... dann wieder zurück und in den Drosedower Bach. Zwei wunderschöne Stücke.







Dann geht es in den Rätzsee. Der Wind macht es nicht gerade angenehm und Motorboote sind auch wieder unterwegs - ach wie schön war es in den gesperrten Teilen.



An der Fleether Mühle steht eine Umtrage an und wir gönnen uns gleich eine Kaffeepause. Hier steht die Brandruine der Mühle - leider gesperrt, wäre interessant gewesen dort rumzustreunen.









Das Wetter ist heute etwas wechselhaft. Hier mal 2 Fotos die innerhalb 5 Sekunden! aufgenommen wurden..


Blick nach rechts...





Blick nach links...







Dann noch vor Mirow schlagen wir unser nächstes Camp auf. Inzwischen haben sich fast alle Wolken verzogen ....






.... und wir sitzen am Steg, die Füße badend in der Sonne. Quatschend achten wir nicht auf die Umgebung bis plötzlich ein Schwan fauchend um die Ecke kommt und uns hochjagt. Misstrauisch schwimmt er vor uns hin und her...





Sich immer wieder aufplusternd und fauchend bedroht er uns - was zum Teufel will der eigentlich?  Kurz darauf schwimmt Mrs. Schwan mit einigen ihren Kleinen in der Bucht vorbei. Okay, genehmigt.



Später entdeckt Kathrin auch noch eine Schlange im Wasser - Ringelnatter warscheinlich.



Mit einem schönen Sonnenuntergang endet der Tag.








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Re: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern
« Antwort #14 am: 28.07.2013, 09:19 Uhr »


So unser letzter Tag auf dem Wasser steht an...



Mittwoch 29.05.


Heute Nacht hat es wieder geregnet, aber beim Aufstehen bleibt es trocken. Gemütlich paddeln wir hoch bis Mirow, spazieren ein klein wenig durch die Stadt. Der Name kommt aus dem slawischen (villa mirowe) und bed. Ort des Friedens.







Das Wahrzeichen der Stadt bildet die Schlossinsel mit dem Schloss Mirow (leider davor eine Baustelle). Hier residierte schon die spätere britische Königin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz. Die Brücke führt auf die sog. Liebesinsel.







Nachdem wir uns auch noch für das Abendessen versorgt haben paddeln wir noch den See hoch bis Granzow und wieder zurück. HA!! Und ich bekomme meinen Seeadler zu sehen!  :happy2:  Fischadler hatten wir in den letzten Tagen schon ein paar Mal gesehen, aber ich hoffte doch so auf einen Seeadler und am letzten Tag auf dem See hat er mir den Gefallen getan und sich gezeigt. 






In der Sonne sitzend verbringen wir die Zeit bis zu dem Shuttle. Genau als der kommt beginnt es wieder zu regnen. Kaum ist alles verstaut hört der Regen auch wieder auf ?!?



Zurück nach Kratzeburg geht es über diverse kleine Verbindungsstraßen und durch kleine Dörfer. Unser Fahrer erzählt uns einiges über die Renaturierung der Moore, von Kranichen, zeigt uns Horste von Fischadlern  usw.., so vergeht die Zeit schnell.



Zurück am Käbelick-See sitzen wir noch am Steg in der Sonne. Kathrin springt sogar ins kalte Wasser - brrrrr. Mit 2 anderen Pärchen vom Zeltplatz quatschen wir noch länger, Kathrin ist zwischendurch erfolgreich auf Sonnenuntergangsjagd. Das Foto hier ist von ihr geklaut.   :pfeifen:





Morgen geht es dann nochmal hoch an die Ostsee, nach soviel Paddelei haben wir uns etwas Entspannung verdient waren wir der Meinung.



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