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Nordamerika => Reiseberichte USA & Kanada => Thema gestartet von: americanhero am 10.09.2009, 20:57 Uhr

Titel: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 10.09.2009, 20:57 Uhr
Desert Treasures-Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_desertintro.jpg)

Auch in diesen Juni hatten wir wieder eine Suedwestreise geplant. Denn gerade die wundervollen Landschaften im noerdlichen Arizona und suedwestlichen Utah hatten es uns total angetan. Desert Treasures – so lautete das Motto unserer diesjaehrigen Tour. Schliesslich waren wir wieder auf der Suche nach einigen Highlights und Schaetzen, die die Natur geschaffen hatte. Aber letztendlich waren wir dann doch mehr auf der Suche nach der Sonne.
Denn selbst die aussergewoehnlichste Location wirkte ohne die kraeftigen Strahlen des Himmelskoerpers einfach nicht. So wie die Desert Praerie Flowers ihre bluetenbestueckten Koepfe der Sonne entgegenreckten, so sehr auch saugten wir jeden einzelnen Strahl auf.
Und manchmal artete das in eine wahrliche Gedultsprobe aus.
Es war einer der feuchtesteten Juni seit mehr als 40 Jahren gewesen und die Suche nach der Sonne war manchmal wirklich zum Gluecksspiel geworden. Trotz der eher unguenstigen Voraussetzungen bekamen wir doch einiges von Mutter Natur geboten, was wir unter normalen Umstaenden so nie gesehen haetten. Wir staunten ueber die Vielfaeltigkeit der Natur und dessen bizarr kreirten Kunstwerken aus Sandstein, genossen die Einsamkeit bei Little Finland und der White Pocket sowie die einzigartige Landschaft um uns herum, die es uns so angetan hatte. Schon Edward Abbey stellte fest, das die Wueste ein Land der Ueberraschungen war, auch wenn es manchmal fuerchterliche Ueberraschungen sein konnten.
Und so einige Ueberraschungen gab es auch auf unserer Tour. Sowohl Positive als auch Negative.
Neben einigen bekannten und manchmal eher unbekannten Backroads werden wir auch wieder sehr haeufig die Wanderschuhe schnueren, um auf Entdeckungstour zu gehen. Und was es mit nach Luft schnappenden Autos und exekutierten Sofas auf sich hat, werdet ihr im Laufe der Reise erfahren.
Wer nun neugierig geworden ist, darf uns gerne bei unserer Tour begleiten.


Geplant war unter anderem Folgendes:

1.6.:Anreise Phoenix, Fahrt nach Page
2.6:Coyote Buttes North/The Wave
3.6.:Horseshoe Bend, Studhorse Point, Alstrom Point
4.6.:Yellow Rock, Fahrt zur White Pocket
5.6.:White Pocket, CBS
6.6.:Water Canyon, Little Finland
7.6.:Little Finland, East Zion
8.6.:Zion NP, Kolob Terrace
9.6.:Cedar Breaks NM, Escalante Natural Bridge, Devils Garden
10.6.:HiTRR, Broken Bow Arch
11.6.:UT 12, Capitol Reef NP, Little Wild Horse Canyon, Goblin Valley
12.6.:Gemini Bridges, Shafer Trail
13.6.:Hurrah Pass, Chicken Corners
14.6.:Hidden Canyon, Bartlett Wash, Tenmile Canyon, Eye of the Whale Arch
15.6.:Mineral Bottom Road, Canyonlands NP, Dead Horse Point SP, Long Canyon
16.6.:Needles District, Lavender Canyon
17.6.:Decker Road, Butler Wash Road, John;s Canyon Road, Monument Valley
18.6.:Monument Valley, Hope Arch, Petrified Forest NP
19.6.:Fahrt nach Phoenix, El Oso Road
20.6.:Abreise
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: carovette am 10.09.2009, 21:06 Uhr
Hi Yvonne,

ich bin auch hier wieder dabei (hier bin ich einfach öfter....sorry) - ich les auch noch mal von Anfang mit! Ich machs mir dann mal bei den Erfrischungsgetränken gemütlich. :prost:

lg caro  :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: funny1a am 10.09.2009, 21:10 Uhr
Hi Yvonne,

Eure Tour fahre ich auf jedenfall mit.

Möchte ja noch erfahren, was Ihr alles nach Page erlebt habt
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: SEA2009 am 10.09.2009, 21:23 Uhr
Dann setz ich mich doch auch gleich bei dir dazu, obwohl das wohl noch eine Tour vor dem Nordwest-Urlaub war. Aber das passt gut, ich bin immer offen für neue Ideen und den nächsten Urlaub  8)
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: TheWurst am 10.09.2009, 21:28 Uhr
Ich machs mir dann mal bei den Erfrischungsgetränken gemütlich. :prost:

Das ist prima, ich glaub ich setz mich mal zu Dir...  :drink:



Bin dabei!  :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: mannimanta am 10.09.2009, 21:31 Uhr
Hi Yvonne,
bei den Highlights muss ich natürlich mit... :groove:

Ich sitze wie immer auf der Rückbank und nehme einen Campari-Orange...(http://c2.mobimgs.com/media/picture/gif/00000006/thumbnail/size_280x210/59096.gif_280x210.gif)
auf der Fahrt ins schöne Venedig.

Ähem...es geht doch nach Italien, oder...?  :lachen07:

Gruss,
Manni

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 10.09.2009, 21:39 Uhr
ach, die ersten Mitfahrer haben sich schon eingefunden, fein.  :wink:

@ Carovette:

Caro, ist doch okay. Aber hier musst du dann gut auf die Kuehlbox aufpassen  :lol:

@ funny1a:

Markus, da kommen noch so einige interessante Dinge. Unser Treffen in Page war ja erst der Anfang :mrgreen:
Ich hoffe, ihr habt euch gut von uns erholt  :wink:

@ SEA2009:

willkommen an Board. Und vielleicht gefaellt dir ja der Suedwesten auch ein wenig.
Ja, diese Tour war noch vor unserer kurzen Northwest Tour gewesen

@ Manni:

verwechselst du da nicht etwas? :mrgreen:
Pass aber bei dem Campari Orange auf, das du unser nettes Gefaehrt bei einigen felsigen Klettereinlagen nicht verschmutzt. Sonst musst du naemlich hinterher putzen  :lol: :lol: :lol:


@ The Wurst:


Thorsten, mach es dir bequem  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 10.09.2009, 21:52 Uhr
Hi Yvonne!

Wir sind auch mit dabei, was sonst... :wink:

(http://www.smilies.4-user.de/include/Fahrzeuge/smilie_car_068.gif) (http://www.smilies.4-user.de)


W&H
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: funny1a am 10.09.2009, 22:12 Uhr
ach, die ersten Mitfahrer haben sich schon eingefunden, fein.  :wink:

@ funny1a:

Markus, da kommen noch so einige interessante Dinge. Unser Treffen in Page war ja erst der Anfang :mrgreen:
Ich hoffe, ihr habt euch gut von uns erholt  :wink:


SICHERLICH  :grins:
Bin auch wirklich gespannt wie ihr den Besuch zur Wave empfunden habt. In Page warst Du ja eher noch skeptisch.

WANN GEHTS DENN MIT DEM ERSTEN TAG LOS ??? :rotor:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 10.09.2009, 22:18 Uhr
Hi Yvonne!

Wir sind auch mit dabei, was sonst... :wink:

(http://www.smilies.4-user.de/include/Fahrzeuge/smilie_car_068.gif) (http://www.smilies.4-user.de)


W&H


schoen, ich freu mich, das mir beide mit an Board seid. So koennt ihr wenigstens auf die Art und Weise ein paar Touren mitfahren, bei denen es ansonsten nicht so geklappt hat  :wink:
Und ganz liebe Gruesse an deine bessere Haelfte.


ach, die ersten Mitfahrer haben sich schon eingefunden, fein.  :wink:

@ funny1a:

Markus, da kommen noch so einige interessante Dinge. Unser Treffen in Page war ja erst der Anfang :mrgreen:
Ich hoffe, ihr habt euch gut von uns erholt  :wink:


SICHERLICH  :grins:
Bin auch wirklich gespannt wie ihr den Besuch zur Wave empfunden habt. In Page warst Du ja eher noch skeptisch.

WANN GEHTS DENN MIT DEM ERSTEN TAG LOS ??? :rotor:


Markus, es hat uns jedenfalls so gut gefallen, das wir Mitte Dezember noch einmal hingehen.
Und die Skepsis hat sich erst im Laufe der Zeit, einige Wochen nach der Wanderung gelegt. Die Eindruecke waren einfach zu gewaltig, um gleich ein konstruktives Urteil abgeben zu koennen. Aber wir waren sehr beeindruckt.
Dazu aber in Kuerze mehr  :lol: :lol: :lol:

Der erste Tag kommt gleich. Ansonsten dann immer alle 2-3 Tage etwas Neues mit der wohlverdienten Pause am WE  8)
ich muss aber vorwarnen:

jeder Tag hat viel Text!!!!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 10.09.2009, 22:41 Uhr
1.6.2009

Endlich war es soweit, der Tag unserer Abreise in den Suedwesten war gekommen. Lange hatten wir ihn herbeigesehnt, diesen Tag X. Ebenso lange hatten wir geplant, an der Route gefeilt und Dinge geaendert. Und eben auf diesen Tag gewartet. Der Beginn war allerdings weniger schoen. Denn um kurz nach 3 Uhr am Morgen klingelte schrill und gnadenlos der Wecker. Ich war doch normalerweise ein Langschlaefer, grhh.  :roll: :roll: :roll:
Da unser Flug aber schon um 6 Uhr morgens ging, hiess es also zu nachtschlafender Zeit aufstehen. Aber heute fiel es mir sogar recht leicht, der bevorstehende Urlaub befluegelte mich irgendwie ein wenig. Wir machten uns fertig, checkten noch einmal unsere ganzen Sachen. Irgendwie sah es gut aus, wir schienen an alles gedacht zu haben.
Um kurz vor fuenf kam das Airport Taxi, nun wurde es also ernst.
Mit Muehe passten unsere 4 Gepaeckstuecke und die 2 Fotorucksaecke in den Kofferraum.
Die gut 15 minuetige Fahrt zum Airport war um diese Tageszeit kein Problem, es war kaum was los. Auch der Delta Schalter war noch nahezu verwaist. Wir hatten ja schon online eingecheckt und brauchten daher nur noch die Reisetasche und den Koffer abzugeben.
Mit Carry On und Fotorucksack bewaffnet ging es nun zum Security Check, der mittlerweile total zuegig vor sich ging, nachdem man den Bereich weitreichend vergroessert hatte. Schon fuenf Minuten spaeter machten wir uns auf dem Weg zum Gate. Wir hatten nun noch gut 40 Minuten, ehe es losging. Draussen daemmerte es bereits und die Sonne unternahm einen ersten klaeglichen Versuch, sich durch die dichte Wolkendecke zu quaelen, die hier heute herrschte.
Und ich brauchte einen Kaffee. Es war so frueh am Morgen. Ulrich grinste, als er in mein verschlafenes Gesicht sah.:mrgreen: Den Kaffee hatte ich wohl wirklich noetig.
Kurz darauf begann das Boarding und da wir in der First Class sassen, konnten wir auch als eine der ersten an Board gehen. Und kaum hatten wir Platz genommen, da kam auch schon die Rettung in Form der Stewardess und fragte uns nach den Getraenkewuenschen. Ah, der Kaffee tat gut und schmeckte sogar nach etwas.
Der Flug nach Atlanta verlief ohne Besonderheiten und genuegend Zeit zum Umsteigen hatten wir auch. Unser Weg fuehrte wie immer zum TGI Friday, wo wir uns ein leckeres Fruehstueck mit Eiern, Sausage und jeder Menge Tabasco Sauce schmecken liessen. Jetzt waren wir jedenfalls gut gesaettigt bis Phoenix.
Am Gate bekamen wir noch so nebenbei bei CNN mit, das eine Air France Maschine vermisst wurde. Das war echt heftig. Scheinbar vermutete man etwas Schlimmes, aber keiner wusste bisher was Genaueres. Das Boarding begann und wir machten es uns in der Exit Row gemuetlich. Da der Flieger bis auf dem letzten Platz ausgebucht war, gab es kein Upgrade in die First Class.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_IMG_5008.jpg)

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_IMG_5004.jpg)

Mit etwas Verspaetung ging es dann los Richtung Phoenix. Wir drehten erst einmal eine Ehrenrunde rund um Downtown Atlanta und ich konnte einen schoenen Blick erhaschen. Der Grossteil des Fluges war sehr bumby und durch die fast durchgehend geschlossene Wolkendecke gab es kaum was zu sehen.
Auch schlafen war nicht wirklich machbar, da gerade in unserer Sitzreihe die Rueckenlehnen nicht nach hinten kippbar waren. Gut, das der Flug nur gut 4 Stunden dauerte, laenger haette ich das auch nicht ausgehalten. Das war wirklich arg unangenehm. :roll:
Beim Anflug auf Phoenix gab es ebenfalls einen prima Blick auf die Skyline und die umliegenden Bergketten. Ach, was war der Anblick schoen. Wir freuten uns beide total, wieder hier zu sein. Der Suedwesten hatte uns wieder.  :D

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_IMG_5018Kopie_filtered.jpg)

Das Wetter sah sogar einigermassen aus, das war ja immer eine unserer groessten Sorgen. Etwas bewoelkt und schoen warm war es. Hoffentlich wuerde es in der Page Area auch so sein. Denn wir wollten heute noch bis Page fahren.
Unsere zweitgroesste Sorge hatten wir dann am Gepaeckband. Hoffentlich waren beide Gepaeckstuecke mitgekommen. Zumal in der Reisetasche ja die ganzen Campingsachen waren. Und die brauchten wir ja in ein paar Tagen schon. Unsere Sorgen waren dann gleucklicherweise unbegruendet. Beide Gepaeckstuecke hatten brav die Reise hier nach Phoenix angetreten.  :D
So konnten wir dann auch relativ zuegig zum Shuttlebus gehen, der uns zur Rental Car Station bringen sollte. Die Fahrt dauerte nur ein paar Minuten und je naeher wir dem Rental Car Center kamen, umso spannender wurde es. Wuerden wir ein passendes Auto fuer unsere ganzen Vorhaben bekommen?
Viel los war hier nicht so kurz nach Mittag, selbst am Alamo Schalter nicht. Da wir aber schon online eingecheckt hatten, konnten wir gleich in die Parkgarage gehen. Diesen Service wollten wir auch nicht mehr missen. Die SUV Lines bei Alamo, getrennt nach Midsize und Standard SUV, waren gut gefuellt.
Allerdings waren die wenigsten SUVs davon gelaendegaengig.
Ganz versteckt stand dann noch ein silberfarbener Nissan Pathfinder. Das war definitiv unser Auto!! Er hatte zwar schon etwas mehr als 16000 Meilen auf dem Buckel, aber war in einem guten Zustand. 4 WD Schalter zum Zuschalten war vorhanden, die Reifen hatten genug Profil, das Werkzeug war ebenfalls da. Nachdem wir auch noch kurz den Unterboden begutachtet hatten und beide zufrieden waren, entschieden wir uns fuer den Pathfinder.  :engel1:
Einzig und alleine der Cherokee Laredo waere noch in Frage gekommen oder der Nissan Pick Up Truck, allerdings waere es da mit Car Caming etwas schwieriger geworden.
Also durfte der silberne Pathfinder, den wir Silverbird tauften, uns nun 3 Wochen lang begleiten und hoffentlich zu einigen schoenen Plaetzen hier im Suedwesten fuehren. Wir waren jedenfalls zufrieden. Alles hatte bis jetzt hervorragend geklappt.:daumen:
Die Fahrt Richtung Page zog sich ein ganzes Stueck. Es herrschte ordentlich Verkehr auf der Interstate 17 und wir quaelten uns langsam aber sicher weiter nach Norden. Endlos zogen sich die Vororte, aber dann hatten wir Phoenix hinter uns gelassen. Die leicht huegelige Landschaft beherbergte unzaehlige Kakteen in allen Formen und Groessen.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1656Kopie.jpg)

Vor allem die Saguaros hatten es mir angetan. Einige hatten sogar noch ein paar Blueten, wow. Vielleicht wuerden wir auf unserer Tour ja auch wieder einige schoen bluehende Prickey Pears zu Gesicht bekommen.
Nachdem wir das Aqua Fria NM hinter uns gelassen hatten, aenderte sich die Landschaft grundlegend. Es ging hoch hinaus, teilweise auf 6000 Fuss, und die Kakteen wurden nach und nach immer seltener. Stattdessen ging es dann nach einer Weile in den Tonto National Forest, der sich nun ueber etliche Meilen entlang unserer Route bis fast nach Flagstaff zog. In Flagstaff selbst folgte ein kurzer Stop, wir brauchten noch ein paar kuehle Getraenke und ich zusaetzlich einen Kaffee.
Hier war es merklich kuehler und einige dicke Wolken hatten sich entlang der San Francisco Mountains aufgebaut. Das sah so verdammt nach Regen aus.
Und tatsaechlich, kaum waren wir auf der US 89, gab es einen kleinen Schauer. Super, das fing ja gut an. :roll: Gluecklicherweise war das wieder fix vorbei und je weiter wir nach Norden kamen, umso mehr aenderte sich das Landschaftsbild. Die ersten Steppenlandschaften tauchten auf, Cattle Country, so weit das Auge reichte.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1658-1.jpg)

Diese Landschaft am Rand der Painted Desert hatte irgendwie etwas an sich, was ich unheimlich mochte. Da war sie wieder, diese altvertaute Landschaft, die ich sofort mit Arizona verband. Diese unendliche Weite, Steppe und Himmel, soweit man blickte. Dazu die ganzen Wattewoelkchen, mein Arizonabild war mal wieder hergestellt und ich versuchte mich mit ein paar Fotos aus dem Seitenfenster heraus.  :wink:
In Cameron machten wir noch einmal einen kurzen Stop und hier gab es erst einmal ein Bild von unserem Silverbird.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1678-1.jpg)

Wir nahmen nun das letzte Stueck der Fahrt in Angriff. In der Naehe des Abzweiges nach Tuba City erwartete uns eine herrliche Badlands Landschaft, dessen Kontraste durch einige dunkle Wolken noch einmal hervorgehoben worden. In einiger Entfernung war das Paria Plateau auszumachen. Unser Ziel war nicht mehr allzu weit.
Bei den Echo Cliffs kam dann der naechste Schauer. Dicke, dunkle Monsoonwolken tuermten sich auf und warteten darauf, ihre feuchte Last loszuwerden. Was fuer ein Anblick!! So wirkte selbst diese eher eintoenige Ecke auf einmal ganz eindrucksvoll.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1705Kopie.jpg)

Bei Bitter Springs teilte sich die US 89, wir nahmen die Route weiter nach Norden, nach Page. Und die Strasse stieg nun langsam aber stetig immer weiter an. Es ging immer weiter hinauf, ueber den sogenannten Antelope Pass.
Man hatte die Strasse quer durch den Fels getrieben, dessen Cliffs nun zu beiden Seiten in die Hoehe ragten. Heute wirkte der Durchbruch richtig duester. Die Sonne war hinter einer grossen Wolkenwand verschwunden und versuchte vergeblich nach einer Luecke. Welch ein bizarres Wetter!!  :shock:
Nach dem Pass kam ein Viewpoint, von dem man einen wunderbaren Blick auf den Marble Canyon sowie das Paria Plateau im Hintergrund hatte. Hier stoppten wir noch einmal. Normalerweise gab es hier immer ein paar Staende mit Indianerschmuck, doch heute war alles total verwaist. Einzig und alleine der Wind, der merklich aufgefrischt hatte, fegte hier um die Ecken wie ein Geist. Niemand sonst war zu sehen.
Richtung Marble Canyon ging ein eindrucksvoller Schauer nieder, doch kaum ein Tropfen schaffte es bis zu Erde.
Der Grossteil verdampfte schon in der Luft, einen Schleiervorhang aus Wasser vor sich herziehend. Wir genossen den Anblick, es hatte schon etwas Dramatisches an sich.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1713Kopie_filtered.jpg)

Die letzten Meilen bis nach Page gingen zuegig. Im Wechsel zwischen Sonnenschein, Regenschauern und dem ein oder anderen Regenbogen naeherten wir uns unserem Ziel. Wie vertraut hier alles war. Und doch war es jedes Mal wieder etwas Besonderes.
Gleich am Ortseingang befand sich der Walmart Supercenter, hier legten wir den letzten Boxenstop fuer heute ein.
Eine kleine Herausforderung sollte unser Grosseinkauf werden. Unsere Shoppingliste war jedenfalls lang genug.
Neben Lebensmitteln, Wasser und Crackern landete nun auch ein Grill sowie die dazugehoerigen Utensilien in unserem Wagen. Dann noch ein Ersatz Benzinkanister, Klappspaten, Kompressor, eine stabile Kuehlbox sowie Fix A Flat. Nur fuer den hydraulischen Car Jack mussten wir morgen noch einmal los, den gab es bei Napa Auto Parts.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1730.jpg)

Na, jedenfalls war der Kofferraum jetzt erst einmal voll. Wir fuhren zum Courtyard Marriott und checkten ein. Klasse, unser Zimmer war dieses Mal sogar ebenerdig und wir konnten direkt auf den Pool blicken. Sehr gut. Den wollten wir schliesslich auch das ein oder andere Mal besuchen.
Nun machten wir uns nur kurz etwas frisch, denn in einer Stunde waren wir schon wieder verabredet. Es hatte sich so ergeben, das sowohl BeateM mit Freundin Doris als auch Funny1a aus dem Forum mitsamt Frau und Bekannten heute hier in Page waren und wir uns alle in der Fiesta Mexicana verabredet hatten.
Insgesamt waren wir zu Acht und wie gut, das ich vor ein paar Tagen einen Tisch reserviert hatte. Und das Essen war wieder ausgezeichnet.
Es wurde ein lustiger Abend und am Ende blieb es nur noch bei Beate, Doris und uns beiden. Erst, als dann rings um uns so langsam mit dem Aufraeumen begonnen wurde, machten wir uns dann doch auf dem Weg.
Es war ein langer Tag gewesen. Im Hotel checkten wir noch fix unsere Mails und gingen dann gegen Mitternacht ins Bett. Morgen sollte schliesslich ein toller und ereignisreicher Tag auf uns warten.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 10.09.2009, 23:02 Uhr

Hi Yvonne,

den Abflug habe ich verpasst, aber bei der Wagenübernahme war ich schon dabei :wink:.

Deine Drohung, dass deine Tage lange Texte haben werden, finde ich optimal :D, denn da dürfen wir auf diverse Tipps und Hinweise etc., etc. hoffen, damit hast du uns noch nie enttäuscht :D.

Die Fotos mit den dunkelschwarzen Wolken sind fantastisch :daumen:. Mir gefallen solche "Gewitterfotos" ausgesprochen gut :D.

Freue mich schon auf die Weiterfahrt! :D.


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: webcrawler am 10.09.2009, 23:05 Uhr
Klasse ich freue mich mit Euch mitreisen zu dürfen.

schöne Bilder und lange texte liebe ich.
nehme hinten platz und störe Euch nicht.

Gruss
Webcrawler
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Stefanie_GZ am 10.09.2009, 23:13 Uhr
Da spring ich doch noch mit rein, ich bin gespannt, den 1. Tag habe ich soeben mit Spannung verfolgt.
Wir wollen nächstes Jahr auch wieder in die Gegend, daher passe ich besonders auf  :D

Was ein Wetter, da hatten wir im April/Mai dieses Jahr ein großes Glück. Aber eure Regenbilder haben auch was, klasse.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Fd-Olli am 10.09.2009, 23:24 Uhr
Hey Yvonne,

da häng ich mich auch mit dran.
Wir waren Mai/Juni diesen Jahres auch in der Ecke. Ich hatte meinen Mitreisenden im Vorfeld das "Blaue vom Himmel" versprochen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Trockene Ecke; da regnet es fast gar nicht...  :roll:
Folglich weiß ich wovon Du redest. Wir waren auch auf der Suche nach der Sonne...
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 10.09.2009, 23:33 Uhr
Hallo allerseits,

vielen Dank fuer eure Rueckmeldungen und Kommentare  :wink:


@Angie:

ja, ich kann nicht anders, ich muss immer so ausfuehrlich sein. ich schau mir nur eins der Bilder an, die in den RB kommen und schon kommt das von selbst. Man erlebt auf diese Art und Weise die Reise quasi noch einmal.
Es wird allerdings auch zwei Tage geben, an denen es mehr als 12 Bilder benoetigt. Es geht dort nicht anders.
Und was die Gewitterwolken betrifft, das war natuerlich gleich der passende Start gewesen  :roll:
Und es blieb auch so, was mich natuerlich mehr als genervt hatte.

@webcrawler:

schoen, dich mit an Board zu haben.
Und du stoerst ueberhaupt nicht, ich freue mich ja ueber Gesellschaft  :lol:
Von daher darfst du dich gerne lautstark bemerkbar machen.

@ Stefanie_GZ:

auch du bist herzlichst willkommen. Suche dir ein nettes Plaetzchen in unserem Silverbird und mache es dir bequem.
Auch wenn wir groesstenteils abseits vom Teer fahren, hoffe ich doch, es verschreckt dich nicht. Denn hin und wieder wird es doch etwas ruppiger.  :wink:
ich schaetze, dieses Jahr war der April/Mai wirklich die bessere Jahreszeit fuer den Suedwesten. Normalerweise ist der Juni der stabilste Monat, aber durch das fruehe Einsetzen vom Monsoon war das alles andere als erfreulich


@ Fd-Olli:

auch dich begruesse ich herzlich an Board.
Und schlimmer noch, du bist ebenfalls ein Leidensgenosse geworden. Und normalerweise regnet es zu der Jahreszeit auch nicht.
Normalerweise....
Doch was war dieses Jahr schon normal  :?
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 10.09.2009, 23:53 Uhr

ja, ich kann nicht anders, ich muss immer so ausfuehrlich sein. ich schau mir nur eins der Bilder an, die in den RB kommen und schon kommt das von selbst. Man erlebt auf diese Art und Weise die Reise quasi noch einmal.

Wieso kommt mir das so gut bekannt vor? :wink: Achja - weil ich gerade selbst einen Reisebericht geschrieben habe, bei dem es mir genauso erging :lol:.

Es wird allerdings auch zwei Tage geben, an denen es mehr als 12 Bilder benoetigt. Es geht dort nicht anders.

Ist doch kein Problem, Yvonne. Die Pixelanzahl deiner Bilder ist ohnehin mehr als in Ordnung :daumen:.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Susan26 am 11.09.2009, 09:26 Uhr
Morschn Yvonne,

irgendwie bin ich in letzter zeit eine richtige Schnarchnase ... habe ich doch euren Start verpasst, jetzt bin ich euch aber schnell hinterhergehuscht und freue mich auf lange Texte und viele Highlights :-)
Susan
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 11.09.2009, 16:48 Uhr
Morschn Yvonne,

irgendwie bin ich in letzter zeit eine richtige Schnarchnase ... habe ich doch euren Start verpasst, jetzt bin ich euch aber schnell hinterhergehuscht und freue mich auf lange Texte und viele Highlights :-)
Susan


ich hoffe, du konntest in der Fiesta Mexicana noch eine  Margarita abstauben  :lol: :lol: :lol:
Schoen, das du dabei bist. Und viel verpasst hast du ja noch nicht.

@ Angie:

Ich glaube, das geht allen RB Schreibern so. Und wie du mag ich es auch gerne etwas ausfuehrlicher.   :wink:
Was du BIlder betrifft betrifft, da schau ich schon, das das im Rahmen bleibt. Kenne das nur zu gut mit den langen Ladezeiten bei zu grossen und zu vielen Bildern.
Unser US Internet ist naemlich nicht besonders fix....  :roll:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 11.09.2009, 16:50 Uhr
Hallo Yvonne,

etwas verspätet stosse ich auch mit dazu und freue mich auf Deinen RB und die tollen Aufnahmen in altbewährter  :daumen: Qualität.

Das mit dem Wetter war dieses Jahr so eine Sache. In der Gegend von Page hatten sich viele Tiefs festgesetzt. Als wir im April dort waren, hing die Schlechtwetterfront etliche Tage über dem Gebiet.

Nichtsdestotrotz - Wolkenfotos haben auch ihren Reiz; die sehen wenigstens nicht nach Postkarte aus  :zwinker:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 11.09.2009, 18:13 Uhr
@ Ilona:

willkommen an Board und schoen, das du wieder mir dabei bist.  8)
Ja, diese bloeden Tiefdruckgebiete und der viel zu frueh einsetzende Monsoon hing wie ein dunkles Tuch ueber der ganzen Gegend. Und hat uns dann an einigen Tagen wirklich vieles versaut. Wenn alles grau in grau ist, dann gibt es auch nichts mehr, was man daran schoen finden kann  :roll:



02.06.09

Heute war ein besonderer Tag fuer uns beide. Denn heute sollte es in die Fee Area der Coyote Buttes North gehen, zur beruehmten Wave. :D Der Urlaub fing also gleich mit so einem aussergewoehnlichen Highlight an.
An die Permits war ich eigentlich eher durch Zufall gekommen und wir hatten es auf unserer urspruenglich geplanten Tour auch nicht im Entferntesten in Erwaegung gezogen, zumal es ja noch so viele andere wunderbare Dinge hier in der Page Area gab. Ich machte also just for fun bei der Lotterie mit und wurde dann tatsaechlich gezogen.
Niemals hatte ich daran geglaubt, das wir jemals gezogen wuerden. Nun gut, so konnte es gehen. Unser Vorhaben, Edmaiers Secret zu besuchen, wurde daraufhin auf einen weiteren Besuch vertroestet.
Trotz unserer Freude ueber die Permits sahen wir beide diesem Tag noch immer sehr skeptisch entgegen.
Klar, wir hatten Hunderte von Bildern gesehen, im Laufe der Jahre beobachtet, wie ein wahrer Hype um dieses Gebiet entfacht war. Aber was war es, was diesen Hype ausloeste? Die Coyote Buttes South waren doch genauso schoen, ebenfalls wie einige andere ausserhalb der Fee Area liegende Highlights.
Warum gab es dort nicht so einen Hype? Wir wollten uns einfach mal ueberraschen lassen und gingen die ganze Sache daher einfach recht nuechtern an.
Um 6 Uhr war unserer Nacht jedenfalls vorbei und ein erbarmungslos klingelnder Wecker zerstoerte all meine Wuensche, evtl. nicht doch noch etwas laenger liegenbleiben zu koennen. Aber was macht man nicht alles, um ein paar Schaetze hier im Suedwesten anzusehen. :mrgreen:
Wir machten uns fertig und gingen dann zum Fruehstuecken. Hier im Marriott wurde ein erstklassiges Buffet angeboten, was wir schon beim letzten Mal sehr genossen hatten. Es war wirklich reichhaltig. Nachdem wir gut gestaerkt waren, machten wir uns so langsam auf dem Weg. Fuer heute war auf alle Faelle schoenes Wetter angesagt, das war doch schon mal was. Denn etwas skeptisch war ich ja schon, nachdem wir ja gestern Nachmittag doch so einige Schauer hatten. Wir tankten noch fix und dann fuhren wir entgueltig los, Richtung Glen Canyon Dam.
Wie oft in den letzten Jahren waren wir hier gefahren, die Strecke kannten wir beinahe im Schlaf. Auf der US 89 war maessig viel los, wir kamen ziemlich zuegig voran. Vereinzelnte Woelkchen waren am westlichen Horizont zu sehen, waehrend wir uns immer weiter nach Westen vorantasteten. An der Paria Contact Station legten wir noch eine kurzen Stop ein, fragten nach den Strassenbedingungen und holten auch gleich noch Infos bezueglich unserer urspruenglich geplanten Tour zum Buckskin Gulch ein. Den konnten wir erneut abschreiben, denn nach den heftigen Regenfaellen in der letzten Zeit stand der bis oben hin voll Wasser. :zuberge: Schade, aber irgendwann einmal wuerde es schon damit klappen.
Wir erhaschten beim Rausgehen noch einen Blick auf die Statistik der allmorgendlichen Lottery und schworen auch weiterhin, uns das nie antun zu wollen. Im Schnitt waren es immer zwischen 50-74 Teilnehmer gewesen, unglaublich.  :shock:
Wir fuhren weiter und bogen dann nach wenigen Meilen auf die House Rock Valley Road, eine Gravelroad, die entlang der Cockscomb nun weiter nach Sueden bis zur 89Alt fuehrte. Die Road war in einem etwas schlechteren Zustand als vor zwei Jahren. Vor allem die starken Regenfaelle hatten nachhaltig ihre Spuren hinterlassen, indem sich etliche Fahrzeuge tief in die Clayschicht gegraben hatten. Hin und wieder fuhr Ulrich einfach im Slalom, um einigen besonders tiefen Spuren auszuweichen.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1751.jpg)

Es gab noch ein paar Auswaschungen, die der Coyote Wash verursacht hatte, aber im Grossen und Ganzen war die Strecke gut zu fahren. Sanfte Huegel zu beiden Seiten der Strasse gaben uns hinter jeder Kurve einen neuen interessanten Blick auf die landschaftlich sehr reizvolle Strecke.
Wir legten noch den ein oder anderen Fotostop ein und so brauchten wir fuer die gut 8 Meilen lange Strecke bis zum Parkplatz am Wire Pass Trailhead doch etwas laenger. Am Parkplatz standen schon jede Menge Autos, allerdings war bis auf einen weiteren Hiker, der sich gerade fertig machte, niemand zu sehen. Wir packten unsere Rucksaecke, Kamera um den Hals, ein paar Muesliriegel noch und dann konnte es losgehen.
Ich hatte mich heute gegen die Wanderschuhe entschieden und genoss die vollkommende Fussfreiheit mit meinen Trekkingsandalen. :mrgreen:
Nun konnte sie also beginnen, unsere Wave Tour. Noch immer waren wir nicht sicher, was uns wirklich erwarten wuerde und gingen die Sache relativ unvoreingenommen an. Wir ueberquerten die Strasse und stiegen in den Coyote Wash hinein. Es war recht sandig und Schotter sowie einige Steinchen erschwerten das Vorankommen.
Aber wir hatten es sowieso nicht so eilig und genossen die Landschaft rings um uns herum. Schon nach einer Weile gab es die ersten interessanten Sandsteinformationen zu sehen.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1778-1.jpg)

Nach einer Weile und einem kurzen Anstieg erreichen wir das Trailregister und trugen uns hier ein. Die kurze Verschnaufpause tat gut, besonders, wenn man seit Wochen keinen Hike gemacht hatte. Nun wurde es zum ersten Mal so richtig sandig und schnelles Vorankommen wurde schon von vorne herein verhindert.
Vorbei an unzaehligen Sagebrush und Mormon Tea Bueschen, die sich in den sandigen Boden klammerten, gingen wir weiter. Den Sandstein Huegel, der als Wegpunkt angegeben war, sahen wir in der Ferne vor uns. Was fuer eine tolle Gegend.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1805Kopie_filtered.jpg)

Wir konnten meilenweit blicken und kamen uns auf einmal so klein, so unbedeutend vor. Dies hier war einfach beeindruckend. Etliche Fotostops folgten und dadurch kamen wir nur maessig voran. Aber wir wollten nicht hetzen, wir wollten geniessen und die Landschaft einfach in uns aufsaugen. Und diese Ruhe hier, das war irgendwie unbeschreiblich. So etwas konnte man kaum in Worte fassen, das musste man selbst erleben.
Abgesehen von ein paar leichten Windboen, die die Buesche wie von Geisterhand bewegten und ein leises Wispern erzeugten, war es absolut still. Irgendwie unwirklich. Mal mehr, mal weniger intensiv war die Bewoelkung und verschaffte uns somit zwischendrin etwas Schatten. Denn den gab es ansonsten kaum.
Vereinzelte Pinion Pines klammerten sich in kunstvollen Verrenkungen an den Slickrock und es war erstaunlich, wie sie hier ueberleben konnten. Allerdings reichten ihre mageren Zweige nicht, um etwas Schatten spenden zu koennen.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1817.jpg)

Es war wirklich gut warm heute. Und das, obwohl es nur 90 Grad Fahrenheit hatte. Aber fuer eine Wanderung, dessen Grossteil man der prallen Sonne ausgesetzt war, wurde das doch eine recht schweisstreibende Angelegenheit.
Und dann immer wieder der viele Sand dabei. Wir hatten beide das Gefuehl, bei jeden Schritt zwei weitere zurueck zu gehen. Die Landschaft rings um herum entschaedigte fuer vieles. Unzaehlige Sandsteinhuegel, Kegel, Swirls und verquirlte Felsformationen , soweit wir auch blickten.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1846-1.jpg)

Hinter den sogenannten Twin Buttes, einer sehr prominenten Sandsteinstruktur, kam uns ein amerikanisches Paerchen entgegen und wir hielten einen kurzen Smalltalk. Weiter ging es. Die Landschaft wurde immer eindrucksvoller, immer grandioser. Und all das hatte die Natur im Laufe der Jahrmillionen geschaffen. Eigentlich nur ein Wimpernschlag, wenn sich das so ueberlegte.
Wir ueberquerten eine Sandduene und entdeckten dabei jede Menge bluehende Mules Ear, die einen tollen Vordergrund fuer ein paar Bilder abgaben. Ausserdem konnten wir hier noch einmal kurz verschnaufen. Denn am Rumschnaufen waren wir sowieso schon eine ganze Weile.
Und das, obwohl es eigentlich kaum Hoehenmeter zu ueberwinden gab. Man, was war ich untrainiert.  :oops:

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1852.jpg)

Nun kam das letzte Stueck, das sich zugleich als das schlimmste Stueck der ganzen Wanderung entpuppte. Wir mussten einen tiefsandigen steilen Huegel hinaufklettern, der eine ziemliche Quaelerei war. Ulrich und ich schnauften wie die Dampfloks um die Wette. Insgeheim schwor ich mir, nie mehr eine solche Wanderung zu machen.
Wie konnte man sich das nur freiwillig antun. Das war einfach nur pervers.  :roll:
Ich pfluegte mich durch den Sand, Meter um Meter, Schritt fuer Schritt. Die Trekkingsandalen waren dabei sogar sehr hilfreich, ich brauchte wenigstens nicht darauf zu achten, das mir kein Sand in die Wanderschuhe kam. Und dann waren waren wir endlich oben angekommen. Und zur Belohnung verschwand die Sonne erst einmal hinter einer dicken Wolkenwand, na super!!  :bang: :bang: Sollte es das jetzt gewesen sein? Die ganze Anstrengung, nur um die Wave mit bedeckten Himmel zu sehen. Das konnte einfach nicht sein und ich war erst einmal sichtlich enttaeuscht. :roll: Wir brauchten nun beide eine Verschnaufpause, grhh. Vielleicht wuerde sich die Sonne ja doch noch einmal blicken lassen.
Gleich zu Beginn der Wave war ein grosser wassergefuellter Pool vorhanden, normalerweise wuerde das ja eine tolle Reflektion ergeben. Normalerweise.... Stattdessen nahmen wir damit Vorlieb, die darin schwimmenden Kaulquappen zu begutachten und vorsichtig am Rand des Pools entlangzulaufen bis zur eigentlichen Wave, dessen Abbild man schon in tausendfacher Ausfuehrung gesehen hatte.
Ich wollte doch auch so gerne genau solch ein wunderbares Bild bekommen. Stattdessen ging erst einmal die Warterei los.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1966Kopie_filtered-1.jpg)

Wir warteten, das sich die Sonne wieder blicken liess. Ulrich lief schon einmal ein wenig umher und erkundete die Gegend. Beeindruckend war es ja wirklich, nur das gewisse Etwas fehlte eben noch. Aber dann kam eine Wolkenluecke und die Sonne unternahm einen ersten mutigen Versuch, die Oberhand zu gewinnen. Das konnte doch nicht so schwer sein, oder?
Ich marschierte langsam zum Eingang der Wave zurueck, immer wieder hoffnungsvolle Blicke nach oben werfend. Und... ich wurde letztendlich belohnt. Die Ahs und Ohs von mir waren bestimmt nicht zu ueberhoeren gewesen.  :grins:

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1915.jpg)

Ich knipste einfach fix drauf los. Viel Zeit, um irgendetwas an der Kamera einzustellen, hatte ich nicht. Jetzt ging es nur darum, schnell ein paar Ergebnisse zu erzielen und zu hoffen, das die sich einigermassen sehen lassen konnten. Denn schon war die Sonne wieder verschwunden und die naechste Wolkenwand zog heran.
Wieder hies es warten. Warten, das sich noch einmal eine solche Gelegenheit ergeben wuerde und ich die Wave in der beruehmesten Perspektive ablichten konnte.
Warten konnte ja so nervig sein. Oder ich war einfach nur zu ungeduldig. Letztendlich wurde die Warterei aber dann doch belohnt und die Wolken verzogen sich so langsam. Jetzt konnten wir die Wave endlich so richtig geniessen.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1940Kopie-1.jpg)

Wir machten etliche Bilder, stoeberten in der Gegend umher, gingen auf Entdeckungstour. Es gab so vieles zu sehen und vor allem die Sandsteinformationen und Brainrocks im weiteren Umfeld waren sehr sehenswert. Manchmal gab es wirklich lustige Kreationen. Ein Gebilde sah aus wie ein Mega Big Mac, das naechste wie verquirlte Eiskugeln.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_2089Kopie.jpg)

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_2084Kopie.jpg)

Und dann gab es immer wieder kleine Potholes, in denen sich die Felsstrukturen abzeichneten. Leider hatte der Wind arg aufgefrischt, so das es zu keinen wirklichen Reflektionen kam.
Das waere naemlich wirklich ein prima Anblick gewesen. Nach einer Weile erreichten wir die Second Wave, die jetzt am beginnenden Spaetnachmittag so langsam anfing, interessant zu wirken.
Allerdings wollten wir nicht bis zur Golden Hour warten und hierbleiben, schliesslich wartete ja noch ein anstrengender Rueckweg auf uns.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_2070Kopie_filtered-1.jpg)

Und der Rueckweg zog sich wirklich ewig dahin. Dazu kam natuerlich, das wir auch weiterhin etliche Fotostopps einlegten, weil das Licht langsam richtig weich wurde und die ganzen Felsstrukturen noch eindrucksvoller aussehen liessen. Die Schatten wurden zwar laenger, aber noch immer brannte die Sonne vom mittlerweile fast stahlblauen Himmel und bohrte uns Hitzepfeile in den Ruecken.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_2112Kopie_filtered.jpg)

Und noch immer hatten wir ein ganzes Stueck zum Laufen. Nach den Twin Buttes machten wir erst einmal eine ausgiebige Pause und wir aergerten uns beide, nicht noch eine weitere Flasche Wasser mitgenommen zu haben. Ich mochte nicht gerne alles einteilen muessen.So etwas war echt daemlich und wuerde uns garantiert nicht noch einmal passieren.
Bei dem Sandsteinhuegel, der auf dem Hinweg das erste markante Zeichen gewesen war, bogen wir erst einmal verkehrt ab und somit verlaengerte sich unser Rueckweg noch ein ganzes Stueck. Wir mochten beide nicht mehr und sehnten uns nach einer eisgekuehlten Flasche Wasser aus dem Cooler im Auto.
Wieder auf der richtigen Faehrte, ging es nun das letzte Stueck weiter bis zum Trailhead. Oh man, das zog sich echt. Endlich am Auto angekommen, hingen wir dann beide wie zwei Suechtige an den Wasserflaschen. Oh, das tat gut. Nachdem wir uns etwas erholt hatten, machten wir uns auf dem Rueckweg.  :wink:
An der US 89 schlug ich dann noch vor, am Wahweap Point zu stoppen, was auch bei Ulrich auf allgemeine Zustimmung stiess. Mittlerweile hatten wir uns auch wieder ganz gut von den Anstrengungen erholt. Am Wahweap Point selbst herrschte ganz reger Betrieb und selbst ganze Busladungen kamen uns auf der kleinen Anfahrtsstrasse entgegen. Der Blick von hier oben war aber wirklich schoen. Die Marina lag still und nahezu verwaist vor uns und die Sonne zog lange Schatten auf die umliegenden Cliffs, die sich im spiegelglatten Wasser reflektierten.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_2146Kopie_filtered.jpg)

Selbst solch ein kleiner Viewpoint am Wegesrand konnte auf die Art und Weise unheimlich toll wirken. Wir genossen diesen Anblick in aller Stille, die nur vom Ausloeser unserer Kameras unterbrochen wurde. Es war ein wunderbarer Tag gewesen. So viele neue Eindruecke, soviele Kunstwerke von Mutter Natur.
Das wuerden wir erst einmal verarbeiten muessen. Und auch wenn ich mir geschworen hatte, den Hike zur Wave und vor allem diese Anstrengung nicht noch einmal zu machen, ich war mir jetzt schon sicher, es wuerde ein zweites Mal geben. Irgendwann...  :D :D :D
Zurueck im Hotel fuehrte unser erster Weg erst einmal zum Pool. Was tat das gut. Das Wasser war gut temperiert und unsere mueden Glieder wurden so langsam wieder lebendig. Das lag vielleicht auch daran, das der Hot Tub so schoen warm war. Wer weiss. Auf alle Faelle war diese Entspannung wunderbar.
Im Anschluss fuhren wir noch schnell zu Denny's und genehmigten uns einen schoenes Abendessen. Besonders die Cheese Fries hatten es uns angetan, hmm. Gut gesaettigt verbrachten wir dann den Rest des Abend, um unsere Bilder zu betrachten. Die Ausbeute war wirklich reichlich gewesen. Gegen Mitternacht fielen wir dann total muede ins Bett.




So, ihr Lieben. Nun habt ihr ein ganzes WE Ruhe. Am Montag geht es dann weiter.  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Crimson Tide am 11.09.2009, 18:16 Uhr
  :D  Hallo Yvonne!

Das wär schön, ein ganzes Wochenende Ruhe!

Wir füttern 650 Leute mit Spanferkel usw. ab!

Gut, wenn ich dann ab Montag in Ruhe weiterlesen kann!

Zu den Bildern brauch ich ja nix weiter zu sagen!  :groove: :groove: :clap: :clap: :clap:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Susan26 am 11.09.2009, 19:01 Uhr
ich hoffe, du konntest in der Fiesta Mexicana noch eine  Margarita abstauben  :lol: :lol: :lol:

 :pfeifen: :drink: :bier:
Eine?!  :wink:

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1966Kopie_filtered-1.jpg)

Das Motiv kommt mir aber bekannt vor  :lol: Das gibts doch auch bei Lenovo als Desktophintergrund. Yvonne, ich hoffe, dass du dafür ordentlich entlohnt wurdest  8)

Susan
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 11.09.2009, 19:40 Uhr
ich hoffe, du konntest in der Fiesta Mexicana noch eine  Margarita abstauben  :lol: :lol: :lol:

 :pfeifen: :drink: :bier:
Eine?!  :wink:

grins  :grins: :grins: :grins:
Jetzt weiss ich auch, warum der arme Kellner so ausser Atem war, der kam ja kaum nach, um dir deine Margaritas zu machen.
Gemein nur, das ich die nicht trinken kann :roll:
 
(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_1966Kopie_filtered-1.jpg)

Das Motiv kommt mir aber bekannt vor  :lol: Das gibts doch auch bei Lenovo als Desktophintergrund. Yvonne, ich hoffe, dass du dafür ordentlich entlohnt wurdest  8)

Susan


auch mit Kaulqauppen drin?  :P
Als Desktop Bilder landen das ein oder andere Foto nur hin und wieder bei mir selbst. Alles andere waere ja schoen, ist aber Wunschdenken und scheitert daher an einigen wesentlichen Dingen. Hin und wieder landet aber mal ein Foto als Poster an der Wand  :wink:


@ Monika:

vielen Dank und ich wuensche dir trotz der Meute von 650!!!  :shock: :shock: :shock: Leutchen ein nicht ganz so stressiges WE
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 11.09.2009, 20:30 Uhr
Hallo Yvonne,

oh "daniederschmelz"  :arrow: THE WAVE. Immer wieder schön anzusehen, die steingewordene Welle!

Die "Rolltreppe rückwärts" zum Eingang habt Ihr auch genossen  :zwinker:. Wir haben dieses Jahr auch zwischendurch ein Fotopäuschen eingelegt  :grins:. Aber sobald man am Eingang steht, ist es doch vollkommen egal, ob der Muskelkater am nächsten Tag ausgereift ist  :pfeifen:.

Die Wave inkl. See haben wir allerdings noch nicht gesehen. Bei uns lag sie immer im "Trockenen".

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: funny1a am 11.09.2009, 20:51 Uhr
Hi Yvonne,

wunderschöne Bilder von der Wave  :verneig:

Wir hatten leider auch vergeblich versucht Permits zu bekommen. Leider hatten wir kein Glück bei der Lotterie :heulend:

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: lurvig am 11.09.2009, 21:29 Uhr
huch... was ist denn da passiert?
Schöne Bilder, aber die Farben schreien mich geradezu an. Absicht? Sah das wirklich so aus??? Oder haben wir etwas zu tief ins Photoshop-Töpfchen gegriffen? ;)

Wie auch immer... bin gespannt, wie es weiter geht.

Lurvig
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Dude am 11.09.2009, 22:01 Uhr
Da klink ich mich gerne noch mit ein.
Hat ja schon mal toll angefangen mit der Wave.  :daumen:
So kann es weitergehen.

LG,
Tilman
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Thinkpink am 11.09.2009, 22:37 Uhr
Hallo, bin auch noch klammheimlich eingestiegen.
Die Wave darf ich doch nicht verpassen! Aber die Farben dünken mich auch etwas «übertrieben», aber egal, die Fotos lösen dennoch wieder eine grosse Sehnsucht nach dieser Gegend aus. Gerne fahre ich weiter mit.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: grille am 11.09.2009, 22:53 Uhr
Hey Yvonne,

ich hab mich auch noch schnell ins Auto geschmuggelt  :D

Grad am Anfang der Tour gleich so ein Highligt, klasse  :daumen:

Leider war ich bisher noch nicht bei der Wave, aber irgendwann........

Bin schon auf die Fortsetzung gespannt

LG
Ilka
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: SusanW am 11.09.2009, 23:12 Uhr
Hi Yvonne,

bin schnell hinterher gesprintet und hänge mich ans Trittbrett  :wink:

Toll die Bilder von der Wave -und sogar mit Wasser  :lol:
Schwanke noch die in die nächste Tourplanung einzubeziehen, die Wanderung hört sich doch ganz
schön happig an. Naja, lassen wir die Lotterie entscheiden  8)

Kleine Frage: wie hast du die Fotocollage am Engangsbild hinbekommen?

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 11.09.2009, 23:21 Uhr
 :shock: :shock: :shock:

seht ihr die Bilder?   :shock: :shock: :shock:

ich sehe gerade kein einziges mehr  :roll:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 11.09.2009, 23:24 Uhr

Yvonne, keine Angst, sie sind alle hier - ich habe sie gerade einzeln genossen (und keines gestibitzt :wink:) :D :D :D
Die Anstrengungen haben sich voll und ganz ausgezahlt - das war ein wunderschöner Tag :D.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 11.09.2009, 23:37 Uhr
@ Lurvig:

Daniel, danke fuer deinen Kommentar, nur auf meinen Lappi erscheinen sie leider nicht so grell, bin daher auch eher nach dem Histogramm gegangen.Solche Rueckmeldungen sind fuer mich immer unheimlich wichtig. Momentan sehe ich die Bilder eh nicht mehr  :(
Meinen Mann allerdings waren sie sogar noch nicht kraeftig genug.
Hatte da einen Polfilter genutzt und jetzt statt Picasa mal eine alte Version von Photoshop genutzt. Mir gefiel halt besser, das  bei Photoshop die Strukturen besser rauskamen. Allerdings hatte es, wenn nicht gerade alles von den Wolken verhuellt wurde, tatsaechlich einen tiefblauen Himmel.
Die naechsten Tage gibt es eh nicht mehr soviel Farbe, da gab es naemlich kaum mehr Sonne  :roll:


@ Saguaro:

Ilona, Muskelkater hatten wir keinen, auch wenn ich geschimpft habe.
Aber mein bloeder Ruecken mit dem Bandscheibenvorfall steckt halt nicht mehr alles so ohne Weiteres weg :roll: Ausserdem waren wir da noch total untrainiert

@ funny1a:

Markus, es wird bei euch sicherlich nicht der letzte Urlaub gewesen sein. Da gibt es sicherlich noch Moeglichkeiten, die Wave zu sehen.
Wir hatten die ueberhaupt nicht eingeplant und eigentlich primaer was anderes geplant. Aber so kam es halt doch anders.


@ Dude:

Tilman, welcome bei der lustigen Truppe.
Wie gesagt, geplant war das so ja nicht gleich zu Beginn. Aber wenn man schon das permit hat, soll man es auch nutzen. Im Nachhinein eine weise Entscheidung, da so schoenes Wetter nicht mehr selbstverstaendlich war.


@ Thinkpink:

du brauchst nicht heimlich einsteigen, sondern bist offiziell eingeladen und willkommen. :D
Wie schon gesagt, mit den Bildern erscheint das auf meinem Lappi nicht so grell. Sind alle Bilder so? ich will ja nicht, das jemand Augenkrebs davon bekommt  :lol:
Un du hast Recht, mir geht es auch immer so, wenn ich Bilder aus der Ecke sehe. Da bekommt man wieder Fernweh und moechte sofort los.

@ Grille:

Ilka, irgendwann klappt das bei dir auch. Bei mir hat es auch 5 Suedwest Urlaube gebraucht. Allerdings hatte ich mich vorher auch  nie um ein Permit bemueht  :wink:
Schoen, das du mit dabei bist

@ SCKW:

vielen Dank fuer deine Kommentare. Das mit dem Wasser war eher ungluecklich, da es so windig war und auf den Bildern daher nicht mehr wirkte. Bei Windstille ist das sicherlich ein toller Anblick.
Das mit dem Anfangsbild habe ich mit dem Programm Frame Photo Editor gemacht. Damit kann man wundervolle Collagen erstellen. Finde ich immer schoen fuer das Intro von den RB.

http://www.framephotoeditor.com/
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 11.09.2009, 23:39 Uhr

Yvonne, keine Angst, sie sind alle hier - ich habe sie gerade einzeln genossen (und keines gestibitzt :wink:) :D :D :D
Die Anstrengungen haben sich voll und ganz ausgezahlt - das war ein wunderschöner Tag :D.




dann bin ich ja froh, das du sie siehst, Angie. Ich ehe sie immer noch nicht  :heulend:
Muss mal von Firefox auf einen anderen Browser wechseln, hoffentlich sehe ich sie dann. :roll:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.09.2009, 00:21 Uhr
Mit Opera und IE ist alles zu sehen, mit Firefox gar nicht mehr.
Nicht nur die RB sind unsichtbar, auch alle anderen Bilder, die ich irgenwann mal via Photobucket eingefuegt hatte.  :zuck:
Verstehe das einer, wer will.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: mrh400 am 12.09.2009, 12:06 Uhr
Hallo,
ich hab mich gleich zu Beginn in den Fußraum geschmuggelt - vielleicht sind die Bilder von daher so kräftig  :wink: (im Ernst: mir sind sie auch etwas zu kräftig, aber ich neige eher zum "verblassen" - aber da sind sie jedenfalls alle). Dessen ungeachtet eine offensichtlich erlebnisreiche Tour, auf deren Fortsetzung ich gespannt bin.
Bist Du eigentlich von Beruf Reiseberichterstatter oder so was ähnliches? Cherry Blossom in DC, Juni im Südwesten, August im Nordwesten - Neid, Neid, Neid
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Schneewie am 12.09.2009, 13:02 Uhr
Ups, da habe ich doch glatt die Abfahrt verpaßt.

Muß dann mal schnell hinterherfahren.  :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: webcrawler am 12.09.2009, 13:08 Uhr
unglaublich schöne Bilder.
mir gefallen die fetten farbtöne.
und auch dein bericht wie immer spitze.

kompliment

gruss
webcrawler
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.09.2009, 16:38 Uhr
ich sehe die Bilder von Photobucket immer noch nicht!!!!  :shock: :shock: :shock:
Sind die bei euch wirklich alle zu sehen, auch wenn ihr Firefox habt?
Wo kann man denn auf die Schnelle noch Bilder ablegen, damit man die in den Bericht einfuegen kann?  :?
Sonst wird die Pause noch etwas laenger, da ich erst was finden muss, wo ich die Bilder hinpacken kann...



Bist Du eigentlich von Beruf Reiseberichterstatter oder so was ähnliches? Cherry Blossom in DC, Juni im Südwesten, August im Nordwesten - Neid, Neid, Neid

Gerhard, nur im Juni war es eine richtige Tour. Dc war nur fuer ein WE und im Nordwesten waren wir nur ein paar Tage zum Verwandtenbesuch und haben uns dann nebenbei noch was angesehen  :wink:
Aber wie gesagt, viel Farbe gibt es die naechsten Tage eh nicht, da ja kaum die Sonne schien.  :?


@ Schneewie:


willkommen an Board, jetzt hast du uns ja wieder eingeholt. Wir machen ja eh jetzt eine Zwangspause



Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 12.09.2009, 16:45 Uhr

Wo kann man denn auf die Schnelle noch Bilder ablegen, damit man die in den Bericht einfuegen kann?  :?
Sonst wird die Pause noch etwas laenger, da ich erst was finden muss, wo ich die Bilder hinpacken kann...

Yvonne, in unserer Fotogalerie doch. Wenn es dir zu umständlich bzw. langwierig ist, schick' mir die Fotos, ich lade sie statt dir hoch und schicke dir die URLs. Ich habe das schon dermaßen oft gemacht, dass ich damit kein Problem habe. Möchtest du das, schicke ich dir meine Email-Addy.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.09.2009, 16:51 Uhr

Wo kann man denn auf die Schnelle noch Bilder ablegen, damit man die in den Bericht einfuegen kann?  :?
Sonst wird die Pause noch etwas laenger, da ich erst was finden muss, wo ich die Bilder hinpacken kann...

Yvonne, in unserer Fotogalerie doch. Wenn es dir zu umständlich bzw. langwierig ist, schick' mir die Fotos, ich lade sie statt dir hoch und schicke dir die URLs. Ich habe das schon dermaßen oft gemacht, dass ich damit kein Problem habe. Möchtest du das, schicke ich dir meine Email-Addy.




danke Angie  :D

Siehst du, hier an die Galerie habe ich gar nicht mehr gedacht. Muss ich heute Abend mal austesten. Das dauert nur ziemlich mit dem Hochladen, oder. Ich muss das einfach mal ausprobieren. Sowas Bloedes aber auch.  :roll:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 12.09.2009, 16:56 Uhr

Siehst du, hier an die Galerie habe ich gar nicht mehr gedacht. Muss ich heute Abend mal austesten. Das dauert nur ziemlich mit dem Hochladen, oder. Ich muss das einfach mal ausprobieren. Sowas Bloedes aber auch.  :roll:

Ich glaub' zwar nicht, dass du die Anleitung brauchst, um hier Fotos hochzuladen, aber falls doch - und damit du nicht nach der Anleitung suchen musst - hier ist sie (ein wenig nach unten scrollen): http://forum.usa-reise.de/index.php?topic=29130.msg376204#msg376204

Seitdem man 5 Fotos auf 1x hochladen kann, hält es sich in Grenzen, finde ich zumindest. Früher ging das ja nur einzeln und das dauerte echt.

Wenn du aus irgendwelchen Gründen nicht zurecht kommst, lass' es mich wissen, ok?

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.09.2009, 17:00 Uhr

Siehst du, hier an die Galerie habe ich gar nicht mehr gedacht. Muss ich heute Abend mal austesten. Das dauert nur ziemlich mit dem Hochladen, oder. Ich muss das einfach mal ausprobieren. Sowas Bloedes aber auch.  :roll:

Ich glaub' zwar nicht, dass du die Anleitung brauchst, um hier Fotos hochzuladen, aber falls doch - und damit du nicht nach der Anleitung suchen musst - hier ist sie (ein wenig nach unten scrollen): http://forum.usa-reise.de/index.php?topic=29130.msg376204#msg376204

Seitdem man 5 Fotos auf 1x hochladen kann, hält es sich in Grenzen, finde ich zumindest. Früher ging das ja nur einzeln und das dauerte echt.

Wenn du aus irgendwelchen Gründen nicht zurecht kommst, lass' es mich wissen, ok?




vielen Dank, Angie. Ich glaube, ich habe schon seit Jahren hier keine Bilder mehr hochgeladen
Irgendwie ist diese Reise und der RB mit einem FLuch belegt. Erst vor Ort das bescheuerte Wetter, dann verschwindet der RB komplett ohne Vorwarnung auf Nimmerwiedersehen auf der Website und und nun sind die Bilder bei mir unsichtbar  :roll: :roll: :roll:
Das sollte ja nicht meine Lebensaufgabe werden, aber okay. Dann eben so auf die altmodische Art und Weise.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 12.09.2009, 17:05 Uhr

dann verschwindet der RB komplett ohne Vorwarnung auf Nimmerwiedersehen auf der Website und und nun sind die Bilder bei mir unsichtbar  :roll: :roll: :roll:
Das sollte ja nicht meine Lebensaufgabe werden, aber okay. Dann eben so auf die altmodische Art und Weise.

Yvonne, das sieht eigentlich nicht nach FF aus, sondern eher nach deinem Provider, bei dem du anscheinend auf der black list stehst, aus welchen Gründen auch immer. Du solltest zum Telefonhörer greifen. Hilft es nichts, so schadet es auch nichts :wink:.

Ich habe IE 7.0, Michael Safari. Er hat es gerade ausprobiert - alle Bilder sind sichtbar und bei mir ebenfalls.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.09.2009, 17:21 Uhr

dann verschwindet der RB komplett ohne Vorwarnung auf Nimmerwiedersehen auf der Website und und nun sind die Bilder bei mir unsichtbar  :roll: :roll: :roll:
Das sollte ja nicht meine Lebensaufgabe werden, aber okay. Dann eben so auf die altmodische Art und Weise.

Yvonne, das sieht eigentlich nicht nach FF aus, sondern eher nach deinem Provider, bei dem du anscheinend auf der black list stehst, aus welchen Gründen auch immer. Du solltest zum Telefonhörer greifen. Hilft es nichts, so schadet es auch nichts :wink:.

Ich habe IE 7.0, Michael Safari. Er hat es gerade ausprobiert - alle Bilder sind sichtbar und bei mir ebenfalls.





Angie, das vermute ich naemlich auch. Die haben naemlich einfach irgendwelche Dinge ohne Vorwarnung geaendert und seitdem funktioniert fast nichts mehr. Bin schon dabei, mir was Neues zu suchen. habe naemlich echt die Nase voll.
Aber scheinbar haben viele andere auch diese Probleme bei diesem Provider. Ich bin also nicht die Einzige....  :roll:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 12.09.2009, 17:25 Uhr
Aber scheinbar haben viele andere auch diese Probleme bei diesem Provider. Ich bin also nicht die Einzige....  :roll:

Wer ist denn dein Provider? Kannst mir die Antwort gerne per PN schicken, wenn du es hier nicht willst.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.09.2009, 17:43 Uhr
Aber scheinbar haben viele andere auch diese Probleme bei diesem Provider. Ich bin also nicht die Einzige....  :roll:

Wer ist denn dein Provider? Kannst mir die Antwort gerne per PN schicken, wenn du es hier nicht willst.




Wir sind hier bei Verizon(sehr langsam, daher dauert es immer ewig, bis ich diverse Bilder in RB sehen kann) und ich habe immer noch die Website bei Beepworld. Und das scheint das Problem zu sein. Also alles zusammen ist dann jetzt der Supergau. War schon drauf und dran, die Website komplett loeschen zu lassen und es dann gut sein zu lassen. So langsam vergeht einem da die Lust.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 12.09.2009, 17:48 Uhr

Also alles zusammen ist dann jetzt der Supergau. War schon drauf und dran, die Website komplett loeschen zu lassen und es dann gut sein zu lassen. So langsam vergeht einem da die Lust.

:nono: :nono: :nono: Löschen lässt du sie schon mal gar nicht :nono:. Du solltest eher mit dem Fuß aufstampfen und sagen "jetzt erst Recht" - und übersiedelst zu einem anderen Provider.

Kopf hoch, Mut voran!

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: EasyAmerica am 12.09.2009, 19:29 Uhr
.... nur auf meinen Lappi erscheinen sie leider nicht so grell, bin daher auch eher nach dem Histogramm gegangen.Solche Rueckmeldungen sind fuer mich immer unheimlich wichtig.
Mir ist das kürzlich bei einem Foto-Monatswettbewerb auch passiert, dass die Bilder zu farbig waren. Auf meinem Notebook-Bildschirm waren sie ganz blass und ich habe sie ein "ganz kleines Bisschen" getönt.  :oops:

Als ich das Ergebnis später auf meinem Mac-Bildschirm sah, habe ich mich fast geschämt, solche knalligen Bilder eingesandt zu haben. Sie würden auch ganz schön abgestraft.  :pfeifen:

Tja, liebe Yvonne, jetzt weißt du, dass ich auch dabei bin und warum deine Biervorräte so geschrumpft sind.  :lachen07:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 14.09.2009, 16:43 Uhr
.... nur auf meinen Lappi erscheinen sie leider nicht so grell, bin daher auch eher nach dem Histogramm gegangen.Solche Rueckmeldungen sind fuer mich immer unheimlich wichtig.
Mir ist das kürzlich bei einem Foto-Monatswettbewerb auch passiert, dass die Bilder zu farbig waren. Auf meinem Notebook-Bildschirm waren sie ganz blass und ich habe sie ein "ganz kleines Bisschen" getönt.  :oops:

Als ich das Ergebnis später auf meinem Mac-Bildschirm sah, habe ich mich fast geschämt, solche knalligen Bilder eingesandt zu haben. Sie würden auch ganz schön abgestraft.  :pfeifen:

Tja, liebe Yvonne, jetzt weißt du, dass ich auch dabei bin und warum deine Biervorräte so geschrumpft sind.  :lachen07:


Tja Heinz, mal sollte nicht einfach so wie ich auf Auto Korrektur druecken, weil es schneller und bequemer ist.  :roll:
Aber die meisten Bildern mangelt es dann sowieso an Farbe, da ja kaum Sonne da war. Bis auf einen Sunset und da war es wirklich so extrem und unglaublich, das ich das selbst mit dem Farbe rausnehmen nicht blasser bekommen habe  :oops:


03.06.09

Heute wurde mal bis um halb sieben geschlafen. Ein Blick aus dem Fenster verriet sofort, das heute ein schoener Tag werden sollte. Die Sonne lachte vom strahlendblauen Himmel, das sah doch schon mal gut aus. :D Nach dem Fruehstueck, das wieder hervorragend war, machten wir uns auf, um die ersten Highlights des Tages anzusehen.
Wir hatten ja heute einiges geplant, mal schauen, was davon realisierbar war. Als erstes stoppten wir bei Napa Auto Parts, denn uns fehlte ja fuer die Backroad Touren immer noch der hydraulische Wagenheber.
Hier wurden wir dann auch sofort fuendig und eine Rolle Ducktape wehselte ebenfalls den Besitzer.
Anschliessend fuhren wir die US 89 nach Sueden, hinaus aus dem Ort. Schon nach wenigen Meilen lag auf der rechten Seite unser Ziel: der Parkplatz zur Horseshoe Bend. Wir wollten beide gerne mal wieder diese hufeisenfoermige Schleife des Colorado River besuchen. Der Fluss hatte sich hier im Laufe der Jahrmillionen eine tiefe Schneisse gegraben.
Es war schon ordentlich was los heute morgen, obwohl es erst kurz nach zehn Uhr war. Der teilweise recht sandige und huegelige Trail bis zur eigentlichen Horsehoe Bend machte bei den etwa 90 Grad Fahrenheit nicht so wirklich Spass. Allerdings war der Trail nicht sehr lang und wir erreichten sehr bald den spektakulaeren Viewpoint,an dem sich schon etliche Touris tummelten. Immerhin war heute kein Tourbus da, das war schon mal etwas. Erst einmal folgten ein paar Bilder , bei denen ich baeuchlings am Abgrund lag und eben besser in die Tiefe blicken konnte. Was machte man nicht alles fuer ein halbwegs interessantes Bild. Jetzt wuenschte ich mir eher ein Weitwinkelobjektiv, denn die Grenzen des Machbaren hatte ich leider schnell erreicht. Wirklich zu schade.  :roll: :roll:
Weit unten auf dem Colorado River konnte man die Motoren der Tourboote vernehmen, die hier ihre Runden drehten und das tuerkisfarbene Waser glitzerte in der Sonne.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2170.jpg)

Was fuer ein Anblick!!! Ich war jedes mal wieder begeistert und auch Ulrich genoss es sichtlich, denn der Ausloeser seiner Kamera lief ebenfalls beinahe heiss. Nachdem wir alle moeglichen Perspektiven ausgetestet hatten, machte ich es mir dann an der Rimkante gemuetlich, Beine in die Tiefe baumeln lassend. Dies hatte ich schon vor zwei Jahren getan und es war immer wieder aufs Neue gigantisch. Man kam sich ploetzlich so winzig vor. Es war schon beeindruckend, was die so Natur alles geschaffen hatte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_dsc_5445.jpg)

Der Rueckweg bis zum Parkplatz dauerte dann doch ein wenig laenger, zumal wir nahezu die ganze Zeit bergauf liefen und es eben auch sehr warm war. Als naechstes folgte nun noch ein kurzer Stop bei Safeway , denn wir brauchten ja noch Grillfleisch fuer unser BBQ heute Abend. Und das sollte ja an einer ganz besonderen Location stattfinden. :wink: Der Einkauf war fix erledigt, zusaetzlich gab es noch ein wenig Knabberzeug und Aufschnitt fuer die naechsten Tage. Im Hotel luden wir fix die Sachen ab, die wir nicht brauchten, denn wir hatten ja eine grossen Kuehlschrank im Zimmer.
Danach machten wir uns auf zu neuen Abenteuern und fuhren mal wieder ueber die US 89 und den Glen Canyon Dam.Die Strecke kannten wir bald wirklich im Schlaf. Geplant war der sogenannte Studhorse Point, eine wunderbare Location mit wirklich huebschen Hoodoos. Normalerweise sollte es ja eher eine Afternoon Und Sunset Location sein, aber wir wollten unser Glueck jetzt einfach mal probieren. Mit der Beschreibung von Silke (http://www.westernladys-world.net/) in der Hand, bogen wir dann kurz vor dem Milemarker 556 von der US 89 auf eine kleine grob geteerte Strasse ab. Der Asphalt endete bald und wir befanden uns in einer landschaftlich sehr interessanten Gegend, die noch von den sanft vorbeisegelnden Schaefchenwoelkchen untermalt wurde. Wie weit man hier blicken konnte!!!
Nur die Stromleitung stoerte hier ein wenig. :roll: Das letzte Stueck war ein wenig sandig, aber dann hatten wir den sogenannten Parkplatz oberhalb der Hoodoos erreicht.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/normal_comp_DSC_2248.jpg)

Wow, die Hoodoos waren wirklich klasse, so etwas vermutete man hier eigentlich ueberhaupt nicht. Wir konnten von hier aus bis zum Lake Powell blicken, der in der Ferne auszumachen war. Nun hielt uns nichts mehr und wir liefen den kleinen Abhang hinab, bis wir die Hoodoos erreicht hatten.
Unsere Befuerchtungen bestaetigten sich gluecklicherweise nicht, auch gegen Mittag sahen die Hoodoos durchaus interessant aus. Auch wenn das Licht doch sehr hart war.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2246.jpg)

Wir stoeberten erst einmal eine ganze Weile herum, schliesslich gab es doch einiges zu entdecken und zu fotografieren. Dies war ein Ausflug, der sich wirklich gelohnt hatte. Zumal die Hoodoos doch so nahe bei Page waren.
Statt nun zurueck zur US 89 zu fahren, nahmen wir die Gravelroad weiter nach Sueden. Hier sollte nicht weit entfernt das Gebiet der Thousand Pockets liegen, von dem Isa schon einmal berichtet hatte. Zumindest schauen wollten wir dort einmal. Die Fahrt fuehrte auf einer immer sandiger werdenden Piste weiter, genau das Richtige fuer uns.  :D
Wir erreichten den Bereich, wo man parken konnte und gingen dann los. Es war sehr sandig und wir kamen nur maessig voran. Zum einen lag es auch darsan, das wir immer wieder ein paar Bilder machten. Denn der Sandstein war hier wirklich sehr interessant und lud nahezu zum Herumstoebern ein.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2284_Kopie.jpg)

Letztendlich ging uns dann doch ein wenig die Zeit aus, das es mittlerweile schon halb drei war und wir ja noch zum Alstrom Point wollten. Also drehten wir dann doch auf der Haelfte der Strecke um. Beim naechsten Mal vielleicht.
Bis zur US 89 waren es nur wenige Meilen und von da aus fuehrte uns der Highway weiter Richtung Westen, nach Big Water. Gegenueber des BLM Office bogen wir rechterhand ab und passierten ein paar Gebauede, ehe es weiter Richtung Smokey Mountain Road ging.
Schon nach kurzer Zeit wurde das Ausmass der starken Regenfaelle vor gut zwei Wochen sichtbar. Die Strecke befand sich in einem ziemlich klaeglichen Zustand mit tiefen Auswaschungen.
Wir kamen nur sehr langsam voran und teilweise kamen wir nur noch im Slalom voran, von einem Pflugacker zum naechsten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2299.jpg)

In so schlechten Zustand hatte ich die Strecke noch nie erlebt. Die Clayschicht hier im suedlichen Bereich war sicherlich auch nicht gerade foerderlich gewesen bei der Naesse. Jetzt waren die Schlammloecher natuerlich ausgetrocknet und hartgebacken, doch trotzdem konnte man nur vorsichtig fahren.
Denn teilweise war die Fahrspur extrem verengt. Nach einer Weile wurde die Landschaft so richtig interessant und herrliche Badlands, die jetzt in der Spaetnachmittagssonne so richtig zur Geltung kamen, liessen uns immer wieder ein paar Fotostops einlegen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2326.jpg)

Nach einer Weile bogen wir auf die BLM 230 ab und folgten dieser ein paar Meilen. Die Strecke kannten wir mittlerweile ja mehr als gut. Kurz darauf folgte der Abzweig zur BLM 264 und zum eigentlichen Alstrom Point und es wurde langsam etwas sandiger. Die Landschaft hier oben auf dem Plateau wurde von unzaehligen flachen Bueschen und Straeuchern bestimmt, die dieses Jahr viel gruener erschienen als bei den anderen Besuchen.
Die ersten felsigen Abschnitte folgten, aber die liessen sich prima fahren.
Erst als wir die Felsplatten und das Slickrockareal erreichten, mussten wir etwas vorsichtiger sein. Aber unser Silverbird kletterte ohne jegliche Schwierigkeiten darueber hinweg und mir machte das Fahren wahnsinnig viel Spass.
Kurz darauf ereichten wir auch unser Ziel, den Alstrom Point. Von hier aus hatte man eine unheimlich tollen Blick auf den unter uns liegenden Lake Powell und die Padre Bay mit dem Gunsight Butte.
 Wir konnten unheimlich weit um uns herum schauen, neben dem dominanten Navajo Mountain konnte man auch den Cookie Jar Butte sehen, der hinter dem Gunsight Butte hervorlugte.
Was fuer ein Anblick das hier immer wieder war. Wir konnten davon ueberhaupt nicht genug bekommen. Zumal die Sonne die ganze Gegend so langsam in ein weiches Licht eintauchte. Leider zogen im Westen auch immer mehr Wolken auf, so das die ganze Bucht nicht so schoen angeleuchtet wurde wie sonst.
Nachdem wir unsere ersten Fotos gemacht hatten, bauten wir den Grill auf. Es gab zwar auch eine Feuerstelle, allerdings waere unser Grillrost dafuer zu klein gewesen. Und so rundete ein kleines BBQ unseren perfekten Tag ab. An so einer Location hatte das wirklich was.  :grins: :mrgreen: :grins:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_dsc_5596.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2358.jpg)

Hier konnten wir beide wirklich Stunden verbringen, der Blick war einfach nur schoen. In einiger Entfernung sahen wir am anderen Ende von der Mesa noch einen weiteren Wagen stehen, aber ansonsten hatten wir diesen tollen Ort wieder ganz fuer uns alleine.
Leider sank die Sonne wieder mal viel zu schnell tiefer und so langsam wurde es Zeit, aufzubrechen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2385.jpg)

Wir wollten schliesslich noch vor Sonnenuntergang von den Felsplatten runter sein. Ich konnte mich kaum losreisen, denn obwohl immer noch etliche Schleierwolken den perfekten Sunset verhinderten, fingen die Felsen nach und nach immer mehr an zu leuchten. Ein zauberhafter Ort.
Nur kurze Zeit, nachdem wir die Felsplatten hinter uns gelassen hatten, setzte so langsam die Daemmerung ein und huellte alles in einen dunklen Schleier ein. Die ersten Sterne funkelten wie Diamanten am Himmel und wir fuhren in Anbetracht des eher klaeglichen Strassenzustandes vorsichtig zurueck. Ohne grosse Schwierigkeiten erreichten wir auch den US 89 und waren kurz darauf wieder in Page.
Ein toller Tag ging zu Ende und wir luden noch unsere Bilder hoch und checkten unsere Mails. Gegen Mitternacht gingen wir dann schlafen.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: webcrawler am 14.09.2009, 17:17 Uhr
Klasse Bericht und diese Bilder.....ich dreh noch durch. Warum dauert es noch sooooo lange bis cih wieder zu "meinen" Treasures in den Staaten kann.
Das BBQ, wäre genau das richtige für mich gewesen.

Kompliment einmal mehr an dich für diesen klasse RB.
Gruss
Webcrawler
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 15.09.2009, 17:05 Uhr
Klasse Bericht und diese Bilder.....ich dreh noch durch. Warum dauert es noch sooooo lange bis cih wieder zu "meinen" Treasures in den Staaten kann.
Das BBQ, wäre genau das richtige für mich gewesen.

Kompliment einmal mehr an dich für diesen klasse RB.
Gruss
Webcrawler


schoen, das du noch mit an Board bist.  :wink:
Mir geht es ja auch immer so, das ich es kaum erwarten kann, bis es wieder in den Suedwesten geht. Und da mir vor 2 Jahren der Alstrom Point fuer ein BBQ schon so gut gefallen hatte, musste das nun wiederholt werden.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 15.09.2009, 17:20 Uhr
04.06.09

Der Blick aus dem Fenster verhiess nicht Gutes. Wie befuerchtet sollte der Wetterwechsel wirklich eintreten, da eine Kaltfront auf dem Durchmarsch war. :roll: Das klang alles andere als vielversprechend. Zumal wir ja heute und morgen doch einiges geplant hatten. Ein Blick auf NOAA verriet uns, das wir im Bereich der Cottonwood Canyon Road sowie Richtung White Pocket schoenes Wetter zu erwarten hatten. Zwar teilweise bewoelkt, aber keine Schleierwolken, die sich wie ein Tuch ueber die ganze Gegend legen konnten. Das klang also schon mal nicht schlecht und wir entschieden uns daher, noch den Hike zum Yellow Rock zu machen.
Wir checkten aus und fuhren dann erneut ueber den Glen Canyon Dam, um dann auf der US 89 bis zum Abzweig zur Cottonwood Canyon Road zu fahren. Die sollte zwar im recht schlechten Zustand sein, aber okay, wir wollten schauen, was uns erwartete. Je weiter wir nach Westen fuhren, umso sonniger wurde es dann tatsaechlich. Das liess uns wirklich hoffen. Schon gleich zu Beginn der Cottonwood Canyon stand ein zusaetzliches Schild, das sie momentan nur mit 4 WD zu befahren sei. Hm, das hatte ich so auch noch nicht gesehen. Die ersten ein oder zwei Meilen waren etwas rauher, aber immer noch total gut zu fahren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2449.jpg)

Das aenderte sich dann aber schlagartig. Ehemals tiefe Schlammpfuetzen glichen nun eher einem Pfugacker, die Fahrspur war teilweise so verengt, das man gerade noch so vorbeifahren konnte. Der getrocknete Schlamm, der hier ebenfalls hauptsaechlich aus Clay bestand, tuermte sich teilweise wirklich ganz schoen auf. Ohne High Clearance war hier definitiv Schluss.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2443.jpg)

Immer wieder gab es Washouts, tiefe Schlagloecher, Bodenwellen. Wir konnten nur sehr vorsichtig fahren. Die Strecke war bei Weitem nicht mehr mit dem vergleichbar, was ich hier in den letzten Jahren erlebt hatte. Normalerweise konnte man hier wirklich mit dem PKW fahren.
Trotz alledem hatte die reizvolle Landschaft rings um uns herum nicht von ihren Charme verloren, waehrend wir parallel der sogenannten Cockscomb, einer Monocline, die von Norden nach Sueden verlief, weiterfuhren. Diese Verwerfung mit scharfen Felsruecken und Sandsteinformationen in allen moeglichen Farben gab der Landschaft hier einen ganz besonderen Eindruck, den wir beide jedes Mal wieder auf's Neue in uns aufsogen.
Nach einer Weile fuhren wir dann parallel am Ufer des Cottonwood Creek entlang, dessen Tamariskenbesaeumtes Ufer sich nun fast bis an die Strasse heranwagte. Und die Piste wurde auch gleich noch einen Tick schlechter.
Neben kleinen Felsrutschungen und tiefen Spurrillen aus abgetrockneten Schlamm gab es auch kleinere Hangrutschungen. Die Gewalt des Wassers hatte hier kuerzlich in aller Haerte getobt.
Und dann standen wir ploetzlich vor einer Wasserpfuetze, die sich ueber die ganze Fahrspur zog. Na super!!  :shock: :shock: :shock: Irgendwie mussten wir da jetzt durch, zumal die Pfuetze nicht ganz so tief war. Eine Moeglichkeit, hier auszuweichen, war leider nicht zu entdecken.
Aber ein gutes Gefuehl hatten wir trotzdem nicht dabei. Mit ordentlich Schwung ging es dann durch, am Ausstieg aus der Pfuetze hatte unser Silverbird trotz 4 WD doch kurzfristig zu kaempfen. Das war echt ganz schoen haarig gewesen.
Kurz darauf erreichten wir dann den Parkplatz zum Trailhead fuer den Yellow Rock und fuer den Hackberry Canyon. Wir waren heute das einzige Fahrzeug, erstaunlich. Normalerweise war doch etwas mehr los.
Wir zogen die Wanderschuhe an und packten unsere Rucksaecke und Fotoausruestung zusammen. Und schon konnte es losgehen.
Der kleine Pfad hinunter zum Cottonwood Creek war schnell gefunden und gluecklicherweise war nahezu kein Wasser drin vorhanden. Wir liefen eine Weile im Flussbett entlang und durch die vorhandene Feuchtigkeit kamen wir prima voran. Imposante Cottonwood Trees,Weiden und unzaehlige Tamarisken, die es nahezu unmoeglich machten, sich durch das Dickicht zu kaempfen.
Aber letztendlich war der hinauffuehrende Pfad zum Yellow Rock gut sichtbar auf der rechten Seite und wir zwaengten uns durch den Tamariskendschungel. Die Dinger wurden wirklich immer mehr zur Landplage. :roll: Ein sehr steiler und mit Geroell bestueckter Pfad, das wie achtlos dahingeworfen aussah, fuehrte nun immer weiter hinauf.
Man musste genau aufpassen, wohin man trat. Dieses Stueck vom Weg war wirklich nicht sehr schoen und immer wieder verschnauften wir fuer eine Weile und machten ein paar Bilder.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_dsc_5659.jpg)

Der Blick ueber das gesamte Plateau war schon toll und wir konnten weit unten die Cottonwood Canyon Road ausmachen. Ein paar Schleierwoelkchen hatten sich nun aufgetan, stellten aber gluecklicherweise keine Beeintraechtigung dar. Denn schon vor zwei Jahren war ich bei strahlend blauem Himmel gestartet und hatte, als ich dann am Yellow Rock war, nur noch bedeckten Himel. Sowas wollte ich ja nun wirklich nicht noch einmal haben.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2481.jpg)

Oben angekommen, verschnauften wir noch einmal und genossen den Blick in die Tiefe und zum Eingang des Hackberry Canyon. Diesen wollten wir in naher Zukunft auch noch einmal in Angriff nehmen.
Der Weg fuehrte nun an einem Bergruecken entlang. Vorbei an etlichen Ponderosa Pines, Junipers und unzaehligen Straeuchern und Bueschen bahnten wir uns unsereren Weg, der auch an einer sandigen Passage vorbeifuehrte.
Hier befand sich sogar ein kleiner Wassertuempel und winzige, gerade mal daumengrosse Froesche huepften uns nun nahezu ueber die Fuesse.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2492.jpg)

Wir hatten leider keine Ahnung, was das fuer eine Spezies war. Schoen sahen sie jedenfalls aus.
Wirklich ein interessanter Weg und kurz darauf sahen wir dann auch den Yellow Rock vor uns. Erhaben thronte dieser Fels aus Navajo Sandstein vor uns und bildete eine wirklich aussergewoehnliche Besonderheit und war auch schon gut von der Cottonwood Canyon Road aus sichtbar.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2483.jpg)

Das war echt ein toller Anblick. Wir nahmen das letzte Wegstueck in Angriff, es fuehrte uns ueber Slickrock hinauf zum Yellow Rock, der bei naeherer Betrachtung gar nicht wirklich gelb war. Es war vielmehr ein cremefarbener Ton sowie diverse dunkelrote Abschnitte, die auf hohe Eisenanteile im Sandstein zurueckzufuehren waren.
Auf alle Faelle eine interessante Mischung und wir stoeberten ein wenig an den Flanken herum, ehe wir uns dazu aufmachten, den Berg zu erklimmen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2511.jpg)

Immer wieder gab es neue Strukturen zu entdecken, welche die roten und cremigen Swirls hier zustande gebracht hatten. Wir liefen eine ganze Weile auf dem Yellow Rock umher und irgendwann verschwand die Sonne dann doch hinter ein paar dicken Wolken. So lange wollten wir dann doch nicht warten und machten uns daher so langsam auf dem Rueckweg.
Auf alle Faelle war es eine gute Idee gewesen, hierher zu kommen. Auch wenn Ulrich beim Aufstieg doch ein paar Mal ganz schoen geflucht hatte.  :D
Ganz in Gedanken versunken bogen wir dann bei den zwei markanten Ponderosa Pines verkehrt ab. Das fiel uns zwar recht bald auf, aber leider gab es von hier keine Moeglichkeit, wieder auf die richtige Faehrte zurueckzuwechseln. Und ein GPS hatten zwar, aber das lag im Auto. So etwas Bloeds aber auch!!!  :oops: Bevor wir noch mehr Zeit verloren, liefen wir wieder zurueck zum Yellow Rock und starteten von dessen Fuss aus noch einmal neu. Das war die beste und sinnvollste Variante.
Und siehe da, nachdem wir dann links an den Ponderosa Pines vorbeigingen und nicht rechts, kamen wir auch ganz zuegig zu dem geroellbestueckten Pfad, der uns nun wieder nach unten brachte.
Wir mussten sehr vorsichtig sein, denn das lockere Gestein machte die Sache nicht so einfach. Schnell konnte man hier ausrutschen und bei dem steilen Pfad waere das sicherlich kein Vergnuegen. Schliesslich hatten wir unseren Silverbird wieder erreicht und freuten uns erst einmal ueber eine schoene kuehle Flasche Wasser aus der Kuehlbox.  :D
Der Rueckweg ueber die Cottonwood Canyon Road war natuerlich genauso nervig wie der Hinweg. Staendig musste man um irgendwelche Hindernisse herumfahren oder es war die Fahrspur so dermassen beschaedigt, das wir nur im Schritttempo fahren konnten. Und die Pfuetze mussten wir ja auch durchqueren. Dieses Mal wollte ich ja ein Bild von der Durchfahrt machen und stieg daher vorweg aus, um auf die andere Seite der Pfuetze zu gelangen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2528.jpg)

Ulrich wartete artig, bis ich weit genug von der Pfuetze weg war. Und dann sah ich, das es ganz versteckt und oberhalb einer steilen Boeschung eine Art Bypass gab. Da muesste man ja irgendwo auf der anderen Seite wieder rauskommen. Hektisch winkend deutete ich Ulrich an, er sollte stehenbleiben. Aber er schien das wohl als ein Zeichen zur Durchfahrt angesehen zu haben und gab nun ordentlich Gas. Oh nein!!!!  :shock: :shock: :shock:
Ich huepfte schnell etwas bei Seite und drueckte nun geistesabwesend den Ausloeser der Kamera. Wenn wir hier schon nicht mit trockenen Fuss bzw. Reifen duch diese Pfuetze kommen wuerden, dann wenigstens mit Foto. Ulrich war viel zu schnell unterwegs.  :roll:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2531.jpg)

So etwas konnte doch nicht gutgehen. Denn wie Moses, der das Wasser teilte, pfluegte er nun durch die Pfuetze, so dass der Schlamm bis zum Dach hochspritzte.
Unser Silverbird war nun gar nicht mehr silberfarben, sondern graubraun und schlammig. Oh je, ich glaube, hier waere jetzt eine Autowaesche angebracht. Als ich Ulrich von dem Bypass erzaehlte, schuettelte er nur mit dem Kopf.
Der war sowohl von der einen als auch von der anderen Seite bei der Hinfahrt nicht zu sehen gewesen.
Und tatsaechlich, er hatte das heftige Winken von mir als Zeichen zum Losfahren verstanden. Das war jetzt echt dumm gelaufen.
Wir fuhren weiter, aber nach ein paar Meilen fing der Wagen an, ein komisches Geraeusch zu machen. Es klang so, als waere ein zusaetzlicher Ventilator angesprungen, der sich nun lauthals bemerkbar machte. Auch die Motortemperatur war angestiegen. Oh, das klang nicht gut.  :shock:
Unsere Dummheit wuerde jetzt bestimmt bestraft werden.
Wir hielten an einer gut uebersichtlichen Stelle an und oeffneten die Motorhaube. Darunter war das reinste Schlammbad zu finden. Unser Silverbird brauchte dringend eine gruendliche Reinigung. Denn der halbherzige Versuch mit dem 5 Gallonen Wasserkanister konnte hier nichts ausrichten. Sowohl Page als auch Kanab waren in etwa gleich weit entfernt, doch wir entschieden uns, zurueck nach Page zu fahren, zumal ich dort von einer Autowaschanlage wusste. Nach ein paar Minuten hatte sich der Motor wieder einigermassen abgekuehlt und wir fuhren zuegig weiter. Ein paar Steaks, die am Wegesrand grasten, fluechteten ganz fix und so erreichten wir nach einer Weile die US 89.
Das Geraeusch vom Fan war mittlerweile leiser geworden, aber beunruhigte uns immer noch und wir waren froh, als wir dann Page erreicht hatten. Neben einer automatischen Autowaesche erfolgte noch eine weitere manuelle, und wir versuchten, soviel Schlamm wie moeglich loszuwerden. Jetzt sah unser Gefaehrt wenigstens wieder ganz annehmbar aus und auch unter der Motorhaube sah es besser aus. Aber das Wichtigste von allem, das Fangeraeusch war erst einmal verschwunden.
Eigentlich sollten wir ja schon laengst an der White Pocket sein, nun hatte sich durch diese bloede Sache natuerlich alles nach hinten verschoben. Letztendlich wollten wir es aber doch versuchen und schauen, wie weit wir heute noch kommen wuerden. Es war zwar schon kurz nach sechs, aber den Grossteil der Strecke muessten wir noch schaffen. Car Camping haetten wir so oder so gemacht. Also fuhren wir dann doch los.

Die Sonne stand zwar schon recht tief am Himmel, aber noch hatten wir genuegend Zeit, um wenigstens einen Teil der Strecke zu schaffen. Kurz bevor wir auf die Houserock Valley Road abbogen, wechselten wir und nun fuhr ich weiter.
Die Strecke bis zum Wire Pass Trailhead kannten wir ja jetzt auch schon und somit wussten wir, wo die etwas heikleren Stellen waren, die mehr Aufmerksamkeit verlangsten.
Am Trailhead selbst war noch jede Menge los, wir fuhren aber zuegig weiter nach Sueden. Hier war der Strassenzustand auch wesentlich besser und wir kamen gut voran.
Fuer die landschaftlich sehr reizvolle Strecke, die mit sanften Huegeln durchzogen war hatten wir allerdings kaum einen Blick uebrig, da wir einfach soviel Wegstrecke wie moeglich noch schaffen wollten. Wenn schon kein Sunset an der White Pocket, dann hoffentlich ein paar schoene Bilder morgen frueh.
Nach einer Weile bogen wir auf die BLM 1017 ab und vor meinem inneren Auge entrollte sich die Strecke bis zur White Pocket wie auf einer Landkarte. Sehr gut, ich konnte mich wirklich noch an unzaehlige Details erinnern.
Nach gut 3 Meilen kamen wir an einer Holzabzaeunung vorbei, dem Corral Valley, hier bogen wir dann nach links auf die BLM 1066 ab. Diese Strecke war schon weit interessanter, denn es wurde erst einmal recht felsig. Witzigerweise konnte ich mich wirklich an jede Stelle mit diversen Abschnitten an Felsplatten erinnern, ebenso an die sandigen Passagen, die mir ja immer besonders gut gefielen.  :D
Unser Silverbird schnaufte zwar immer noch ein wenig, aber bei Weitem nicht mehr so dramatisch wie vorhin. Nach der Poverty Flat Ranch kamen einige sehr sandige Abschnitte und der Silverbird driftete hin und wieder doch mal etwas hin und her.
Aber im Grossen und Ganzen liess sich die Strecke aber sehr gut bewaeltigen, selbst in der mittlerweile einsetzenden Daemmerung.
Nach einer Weile wurde es dann doch langsam zu dunkel und an einem Vieh Corral, auf dessen gegenueberliegender Seite ein prima Platz zum Parken war, richteten wir uns unser Nachtlager ein. Der Pathfinder war fix umgebaut und die Liegeflaeche war fuer zwei mehr als ausreichend.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_IMG_5062.jpg)

Wir stellten den Grill auf und schon nach kurzer Zeit brutzelten ein paar leckere Burger auf dem Rost, die ser verfuehrerisch rochen. Hmm, erst jetzt merkten wir beide, wie hungrig wir waren. Und vor allem wurde uns jetzt auch bewusst, warum der Camping Stuhl, den Ulrich sich im Walmart gekauft hatte, so guenstig war. Der war naemlich fuer Toddlers – also Kleinkinder – gedacht. Aber reingepasst (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_IMG_5071.jpg) hat Ulrich trotzdem, ohne das der Stuhl zusammenbrach. Sah nur etwas seltsam aus. :mrgreen: :mrgreen:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2562.jpg)

Kurz nach zehn kam dann doch tatsaechlich noch ein Auto von der White Pocket zurueck. Wow, der musste die Strecke aber gut kennen. Denn bei voelliger Dunkelheit wollte ich hier nicht fahren. Es war ein grosser modified Ford Expedition von einem der Touranbieter aus Page, der nun zurueck fuhr und sich erkundigte, ob alles okay waere. Das war es bei uns. Er sagte, das er, falls wir Schwierigkeiten bekommen sollten, morgen definitiv wieder die Strecke fahren wuerde. Das klang doch schon mal gut.
Wir sassen noch ein Weilchen am Feuer, mittlerweile hatten wir den Grill zum Lagerfeuerchen umfunktioniert und sahen zu, wie der Mond wie eine silberne Muenze am Horizont aufging und die Nacht so langsam ueber uns hereinbrach. Es war so friedlich hier, so still. Einfach herrlich. Gegen 23 Uhr loeschten wir das Feuer und gingen dann schlafen. Hoffentlich wuerde der morgige Tag etwas besser werden wie der heutige. Aber den hatten wir uns ja selbst so verbockt.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Susan26 am 15.09.2009, 21:23 Uhr
Hallo Yvonne,

von dieser Art Stühle kriegt man wenigstens genug in die kleinen Ami-Flitzer, nicht wahr? ;-) Habt ihr schon gut gekauft!
Die CCR in dem Zustand hätte ich mir nicht zugetraut, aber wir sind ja auch nicht so erfahren wie ihr :-)
Schön, dass das Auto wieder still(er) ist ... und nun freue ich mich auf die schönen Bilder von "morgen".

Susan
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: webcrawler am 15.09.2009, 21:43 Uhr
Klasse RB und super Bilder.
Macht richtig Spass mit Euch mitzureisen.  8)
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 15.09.2009, 21:54 Uhr
Hallo Yvonne,

von dieser Art Stühle kriegt man wenigstens genug in die kleinen Ami-Flitzer, nicht wahr? ;-) Habt ihr schon gut gekauft!
Die CCR in dem Zustand hätte ich mir nicht zugetraut, aber wir sind ja auch nicht so erfahren wie ihr :-)
Schön, dass das Auto wieder still(er) ist ... und nun freue ich mich auf die schönen Bilder von "morgen".

Susan

Susan, spaetestens , als Ulrich den das erste Mal ausprobierte, war klar, warum der so guenstig war.  :lachroll: :lachroll:
Ich hatte mich beim Anblick fast scheckig gelacht.
Die CCR war schon machbar, man musste halt extrem vorsichtig fahren und nach Moeglichkeit nicht mit Vollgas durch eine Pfuetze fahren, das man wie Moses das Wasser teilt.  :wink:
Und lass dich ueberraschen,was da noch kommt. Auch unser Silverbird hat uns noch etwas auf Trab gehalten


Klasse RB und super Bilder.
Macht richtig Spass mit Euch mitzureisen.  8)

schoen, das es dir Spass macht. Auch wenn das schon mal ein kleiner Vorgeschmack war von dem, was noch kommt. Denn es werden noch einige Offroad Pisten folgen. Ab morgen heisst es dann halt, gut festhalten.  :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Stefanie_GZ am 15.09.2009, 21:55 Uhr
Wow, was für eine Reise, cooles Bild - das Auto in der Pfütze, alleine dafür hat es sich doch gelohnt. :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 15.09.2009, 22:44 Uhr
Wow, was für eine Reise, cooles Bild - das Auto in der Pfütze, alleine dafür hat es sich doch gelohnt. :D


vielen Dank, aber ganz ehrlich, wir wuerden das so nicht noch einmal machen. Never ever again.
Das war wirklich sowas von dumm von uns. Aber hinterher ist man ja immer schlauer. Klar, das Bild ist wirklich witzig geworden, aber durch die Pfuetzenaktion haetten wir den Motor vom Silverbird ganz schoen schaedigen koennen  :roll:
Bitte niemals nachmachen!!!!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 16.09.2009, 09:32 Uhr
aber durch die Pfuetzenaktion haetten wir den Motor vom Silverbird ganz schoen schaedigen koennen 

Hi Yvonne.

Gab es nicht später sogar eine professionelle Reinigung des Kühlers???

Ansonsten....wie immer ein erstklassiger Reisebericht mit hervorragenden Photos  :verneig:,

aber wir wissen ja um die Leidenschaft, mit der du deinem Hobby frönst,

da lässt du ja sogar ein Bier für stehen.... :wink: :lol:

Ach Ulrich, schickes Stühlchen..... :whistle:

W&H
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Australwings am 16.09.2009, 11:32 Uhr
steige dann auch noch zu, toller bericht bisher!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 16.09.2009, 17:23 Uhr

Yvonne, schön, dass es mit den Fotos wieder funktioniert :daumen: - sie sind allesamt mehr als sehenswert :daumen: :respekt:.

Ulrich und sein Sesselchen :lachroll: - ich schmeiß' mich weg :lachroll:. Also wirklich - Ideen muss man haben :lol:

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Crimson Tide am 16.09.2009, 18:31 Uhr
 :D  Ja, ist wirklich ein süßes Stühlchen!  Und so preiswert...hihi!  :lol:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 16.09.2009, 18:53 Uhr

aber wir wissen ja um die Leidenschaft, mit der du deinem Hobby frönst,

da lässt du ja sogar ein Bier für stehen.... :wink: :lol:

Ach Ulrich, schickes Stühlchen..... :whistle:


Willi, jeder Versuch macht klug. Klappt zwar nicht immer mit Bildern so wie an diesen besagten Abend, aber okay.
Auch die Erfahrung muss man machen. Deshalb mus sich das ja auch austesten  :wink:

Ich kann dir sagen, Ulrich hat sich da sehr wohl drin gefuehlt :mrgreen: :mrgreen:


@ Australwings:

wilkommen an Bord. Ich glaube, bald bruachen wir doch einen Bus.  :D :D :D

@ Angie:

ja, immerhin geht das jetzt mit den Bildern. Aber es ist sooo umstaendlich und langwierig. Da weiss man erst zu schaetzen, was man mit dem anderen Webspace hatte. Vor allem, wenn man so bequem ist wie ich.  :roll:
Und das mit dem Stuhl war wirklich witzig, wenn auch in dieser Art und Weise nicht so ganz geplant. Beim naechsten schauen wir dann doch genauer hin, bevor wir so einen Stuhl kaufen  :oops:

@ Crimsontide:


Ja, lach nur. Spaetestens am Preis haette es uns ja auffallen muessen. Normalerweise.....

 :grins: :grins: :grins:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 16.09.2009, 19:10 Uhr
05.06.09

Als sich der erste mutige Streifen des Tageslichtes am sonst noch so finsteren Horizont zeigte, standen wir auf. Selbst ein paar Sterne waren noch zu sehen, die aber sehr rasch dem neuen Tag Platz machten.
Leider waren in der Nacht jede Menge Schleierwolken aufgekommen, die nichts Gutes verhiessen. Wir packten unsere Sachen zusammen, klappten die Rueckbank um und machten uns ein wenig frisch mit der Campingdusche. Haare zu waschen mit kalten Wasser war zwar nicht so der Hit, aber es ging.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2563_Kopie.jpg)

Nachdem alles sicher im Silverbird verstaut war, machten wir uns abfahrbereit. Wir hofften nach wie vor auf ein paar Luecken in der Wolkendecke, damit wir wenigstens ein paar Aufnahmen von der White Pocket machen konnten. Schliesslich waren wir schon fast da. Es konnte sich nur noch um ein paar Meilen Fahrt handeln.
Aber was war das!!! Kaum hatten wir den Motor angelassen, sprang die Reifendruckanzeige an!!!  :shock: :shock: :shock: Das fehlte gerade noch. Wir stiegen aus und ueberprueften mit unserem Tire Gauge erst einmal den Reifendruck auf allen Seiten. Der war eigentlich normal, nur links vorne war ein minimaler Unterschied festzustellen. Erstaunlich, das die Anzeige trotzdem angesprungen war. Wir wollten das erst einmal weiter beobachten.
Das letzte Stueck des Weges hatte es ganz gut in sich. Es ging teilweise durch sehr sandige Passagen, die durch zusaetzliche Bodenwellen noch verschoenert wurden. Zusaetzlich ging es auch hin und wieder etwas steiler hinauf. Auf der letzten Anhoehe hielten wir kurz an und schauten ueber das weite Land hinunter zur Bergkuppe der eigentlichen White Pocket. Dicke Schleierwolken hatten sich nun am Himmel festgesetzt und truebten den wundervollen Blick. Trotz allem durchstroemte mich wieder ein kurzes Gluecksgefuehl, denn erneut konnte ich nun diesen zauberhaften Ort sehen, der fuer mich eines der einzigartigsten Plaetze hier im Bereich der Vermillion Cliffs war.
Wir nahmen die letzten paar hundert Meter in Angriff und parkten dann auf dem grosszuegig angelegten Parkplatz. Diesen hatte es vor zwei Jahren noch nicht gegeben. Wir schnappten unsere Kameras und liefen dann den kleinen Pfad entlang bis zum eigentlichen Gebiet an der White Pocket. Die ganzen Swirls, Tuermchen, Huegel, Knoten und Huegel waren wirklich einmalig. Der Sandstein hatte sich hier in ganz aussergewoehnlicher Art und Weise zu einer Art versteinerten Ruehrkuchen geformt, der wie ein grosser Abenteuerspielplatz wirkte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2570_.jpg)

Trotzdem war ich irgendwie total enttaeuscht. Denn das Wetter hatte einfach kein Nachsehen mit uns und jede noch so mutige kleine blaue Luecke in der dicken Wolkendecke wurde sofort wieder beseitigt. :roll: Die ganze Gegend lag eher traurig vor uns. Normalerweise wurde man hier ja immer mit kraeftigen Farben belohnt, die jedes Herz hoeherschlagen liessen und auch ich kannte diese einzigartige Ecke so.
Ulrich gefiel es aber trotzdem sehr gut und wir waren uns jetzt schon einig, das wir ein weiteres Mal hierher fahren mussten. Und dann hoffentlich mit besserem Wetter.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2597.jpg)

Wir stoeberten ein wenig in der Gegend herum und machten natuerlich trotzdem ein paar Bilder. Auch wenn die natuerlich nicht das wiedergeben konnten, was diese Ecke normalerweile ausmachte. Mittlerweile war es auch ziemlich windig geworden und frisch, ein richtig garstiger Tag also.
Stattdessen machten wir ein paar Bilder von den ganzen Wildblumen, die es hier in allen moeglichen Formen und Farben gab. Besonders die Mule's Ear hatten es dabei angetan.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2682.jpg)

Nach einer Weile hatten wir erst einmal genug herumgestoebert und gingen zum Auto zurueck. Jetzt war erst einmal fruehstuecken angesagt und wir machten uns ein paar Sandwiches.
Ausserdem eine gute Gelegenheit, noch einmal den Reifendruck zu pruefen, der aber nicht weiter abgenommen hatte. Evtl. war es auch nur eine fehlerhafte Anzeige, das hatte ich 2007 schon einmal bei einem SUV gehabt.
Im Auge behalten wollten wir es auf alle Faelle. Nachdem wir wieder gut gestaerkt waren, erkundeten wir nun den Bereich mit dem kleinen Hoodoo sowie den Sandsteinkegel. Zu sehen gab es in dieser Ecke wirklich genug. Wir hofften immer noch, das Wetter wuerde fuer eine kleine Weile besser werden, aber leider mussten wir diese Hoffnung dann doch aufgeben. Das war echt frustrierend.  :roll:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2577_Kopie_Kopie.jpg)

Ich hatte mich wirklich total auf diesen Tag gefreut, denn irgendwie uebte diese besondere Location mit all ihren Sandsteinswirls eine besondere Faszination auf mich aus, die ich nicht erklaeren konnte. Aber es wuerde ganrantiert nicht der letzte Besuch hier sein.
Bevor wir losfuhren, checkte Ulrich noch einmal den Reifendruck, aber alles war wie gehabt. Aber sicher war sicher. Die erste Herausforderung kam dann auch ziemlich bald. Der beruehmt beruechtigte Sandhuegel. Zum einen war es die Laenge, zum anderen der ziemlich tiefe Sand, der diesen Huegel ganz besondere Aufmerksamkeit abverlangte. Wir hatten naemlich keine Lust, im Sand steckenzubleiben.
Ulrich gab Gas und waehrend er mit dem Huegel kaempfte, filmte ich mit der Digiknipse die ganze Aktion. Unser Silverbird huepfte nahezu ueber die ganzen Bodenwellen, waehrend er sich Meter um Meter weiter den Huegel hinaufschraubte. Gas geben und in Bewegung bleiben war hier das Wichtigste. Am Ende des Huegels kam noch eine ziemlich scharfe Kurve, die es in sich hatte. War man zu schnell, landete man im Gelaende.
Aber Ulrich meisterte das hervorragend. Oben auf dem Huegel angekommen, blieb Ulrich erst einmal stehen und rief “Holy Shit”. Das war dann auch das Einzigste, was man auf dem kleinen Filmchen mit der Digiknipse hoerte. Wir hatten den Huegel dann im Nachhinein Holy Shit Huegel (http://s151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/?action=view&current=MVI_5058.flv) genannt. Die Strecke bis zur Poverty Flat Ranch stellte dann auch kein Problem mehr dar, trotz der teilweise sehr sandigen Strecke.  :wink:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2744_Kopie.jpg)

Nach einer Weile kam doch tatsaechlich kurz die Sonne heraus. Wir hofften natuerlich, ein paar Sonnenstrahlen bei den Coyote Buttes South sehen zu koennen. Denn fuer dieses Gebiet, das in der Fee Area lag, hatten wir ja fuer heute ein Permit. Direkt bei der Ranch bogen wir rechts auf einen weiteren sandigen Weg ab. Der sollte uns nun Richtung CBS fuehren. Etwas verwirrend war die ganze Sache schon, das es zwei parallele Wege gab und wir erst im Nachhinein feststellten, das sie am Ende doch zusammenfuehrten.
Kurz vor der Fee Area gab es ein weiteres Gatter aufzumachen und schon kurz darauf erreichten wir den Parkplatz am Trailhead. Leider hatte es sich jetzt total zugezogen und zudem war ein ungemuetlicher Wind aufgekommen. Die Cottonwood Teepees in gut einer Meile Entfernung sahen so erhaben und imposant aus, doch leider wirkten sie ohne die Sonne einfach nicht wirklich.
Ich packte den einen Abschnitt vom Permit ins Auto und den anderen an meine Rucksack und dann machten wir uns trotz des ungemuetlichen wetters auf dem Weg.
Schliesslich waren wir jetzt schon mal da und fuer Ulrich war es noch absolutes Neuland. Auch wenn schoenes Wetter einen viel groesseren Aha Effekt ausgeloest haette. Der Weg war sehr sandig und fuehrte uns letztendlich einen Huegel hinauf, an dessen Ende jede Menge Mule's Ear wuchs.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2794.jpg)

Auch wenn die Sicht heute mehr als getruebt war, die ganzen filigranen Formen aus Sandstein blieben uns ja dennoch erhalten. Wind und Wetter waren hier der Baumeister gewesen und hatte diese einzigartigen Strukturen entstehen lassen.
Wir gingen auf Entdeckungstour und schauten uns in aller Ruhe diese wunderbare Sandsteintuermchen an, die aus vielseitigen Schichten von cremefarbenen, lilafarbenen und orangenen Sandstein bestanden. Es machte wirklich Spass, auf Entdeckungstour zu gehen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2804.jpg)

Meinem kleinen Lieblingsmotiv hier statteten wir auch einen Besuch ab.Denn der kleine farbig zweigeteilte Stein hatte wirklich ein tolles Muster hinterlassen, fast wie eine Schleifspur.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2786_Kopie_filtered.jpg)

Der Wind wurde mittlerweile staerker und die winzigen blauen Luecken, die sich eben noch am Horizont befanden, waren nun gaenzlich verschwunden. Wir liefen einmal um das gesamte Aral herum, schauten hier und da, entdeckten immer wieder neue Felsstrukturen. Aber durch das ungemuetliche Wetter machte es einfach keinen Spass und so ging es doch schon eher als erwartet wieder zurueck zum Auto. Das war heute wirklich ein enttaeuschender Tag gewesen und wir beide schwore uns, so schnell wie moeglich wieder hierher zu kommen. Dann hoffentlich mit besseren Wetterbedingungen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2813.jpg)

Die Fahrt zurueck bis zur Houserock Valley Road verlief ohne Probleme und von dort aus fuhren wir auf dem suedlichen Abschnitt weiter bis zur UT 89 Alt. Hier war die Strecke in wesentlich besseren Zustand als im oberen Abschnitt. Auf der UT 89 Alt fuhren wir nun nach Westen, Richtung Kanab, wo wir heute uebernachten wollten. Und nach und nach wurde sogar das Wetter wieder besser, bis am Ende sogar die Sonne wieder schien. Sowas war echt gemein. Wir hatten uns so sehr ein paar Sonnenstrahlen an der White Pocket und CBS gewuenscht. In Kanab checkten wir dann im Holiday Inn Express ein, das wir gluecklicherweise schon vor einiger Zeit vorgebucht hatten.
Denn es war wie auch das Best Western total ausgebucht. Nachdem wir beide geduscht hatten, gingen wir zum Dinner ins Rocking V Cafe (http://www.rockingvcafe.com/) hier an der Main Street. Dort waren wir schon im letzten Jahr gewesen und das Essen dort war wieder mal reichlich und gut. Dazu goennten wir uns beide ein Polygamy Beer.:mrgreen: Zurueck im Hotel wollten wir eigentlich eine Runde in den Pool gehen, doch irgendwie waren wir beide so muede, das wir einschliefen. Und damit verschliefen wir dann auch die Oeffnungszeiten vom Pool. Okay, dann eben ein anderes Mal. So gingen wir heute einfach mal etwas frueher ins Bett. Es war schliesslich auch ein langer Tag gewesen.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: carovette am 16.09.2009, 19:49 Uhr
Yvonne, das ist wirklich sehr schade, dass ihr an der WP so trübes Wetter hattet. Im richtigen Licht erscheint sie einem noch viel viel schöner. Da ich weder die Wave noch die CBS kenne (ausser von Bildern...) hab ich noch keinen so richtigen Vergleich, aber ich denke auch, dass die WP eines der schönsten Ecken in der ganzen Gegend ist, ich wüsste nichts, was das noch toppen könnte.

Für  uns war der Tag dort auch der schönste im ganzen Urlaub - und die Sandfahrerei hat richtig Spass gemacht.

So ein kleines Barbecue am Alstorm-Point könnte mir auch gut gefallen....Mal sehen, wohin genau uns es das nächste Jahr verschlägt - Ideen hätten wir ja genug. 8)

lg caro :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: HeikeME am 16.09.2009, 20:26 Uhr
Hallo Yvonne,

ich lese auch noch mit, super Fotos.  :lol:

viele Grüße
Heike
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Dude am 16.09.2009, 21:50 Uhr
Ach ja, die WP & CBS sind schon einmalige Gebiete, sie gehören auch zu meinen absoluten Lieblingen im Südwesten.
Schade, dass die Sonne nicht rauskommen wollte, dann wären die Fotos noch schöner geworden.

Dass bei amerikanischen Autos ab und zu mal so ein blödes Licht angeht, ist mir leider auch bestens bekannt.  :roll:
Das letzte mal haben wir uns auch so einen Luftdruckmesser gekauft. Kostet ja nur 1 Dollar, kann aber sehr wertvoll sein.

Gruß,
Tilman
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 16.09.2009, 22:02 Uhr

Yvonne, ich kann mir nicht helfen, aber so wie du das Wetter beschreibst und wie man es auch auf den Bildern erkennen kann, sind deine Fotos doch ausgezeichnet geworden :zuck:

Und kannst du mich bitte mal aufklären? Was ist denn Polygamy Beer?

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: webcrawler am 16.09.2009, 22:27 Uhr
einfach nur toll dein rb
(ja ich weiss ich wiederhole mich, aber was soll ich sonst schreiben......)

überigens habe dir ne pn geschickt wegen gutem webspace.

gruss
webcrawler
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 17.09.2009, 18:34 Uhr

Yvonne, ich kann mir nicht helfen, aber so wie du das Wetter beschreibst und wie man es auch auf den Bildern erkennen kann, sind deine Fotos doch ausgezeichnet geworden :zuck:

Und kannst du mich bitte mal aufklären? Was ist denn Polygamy Beer?




Angie, Polygamie Beer ist ein Local Beer aus der Wasatch Brewery. Das hatten Olli und ich 2007 das erste mal probiert und fanden es ganz witxig. Und es schmeckte auch noch, wenn es auch sehr leicht ist. Wie viele US Biere eben.  :roll:
Schau mal hier:

http://www.wasatchbeers.com/polygporter.html

Und was die Bilder betrifft, so toll sind die echt nicht geworden. Gerade das erste von der CBS hat einen merkwuerdigen Farbstich, den ich auch nicht wegbekommen habe. Lag wohl daran, das ich mit cloudy Einstellung fotografiert habe. ich tu mich immer noch unheimlich schwer, bei cloudy Bedingungen und mit weissen Himmel halbwegs vernuenftige Bilder hinzubekommen.  :roll:


@ Carovette:

Caro, bei schoenen Wetter ist die White Pocket wirklich ein Traum. Und da ich das ja als Vergleich auch so kannte, war ich halt ganz schoen enttaeuscht. Trotzdem war ich happy, wieder an der White Pocket sein zu koennen. Aber das wird ja noch einmal nachgeholt.

@ Heike:

willkommen an Board, such dir noch ein Plaetzchen. ich glaube, hinten im Kofferraum ist noch was frei, der Camping Stuhl von Ulrich ist ja nicht so gross. :mrgreen: :mrgreen:

@ Dude:

Tilman, ja, diese bloede Sensorlampe fuer den Reifenruck. Manchmal spinnen die echt. Aber bei unserem Silverbird war es dann doch ein echtes Problem, was sich dann aber erst nach ein paar Tagen rausstellte. Obwohl wir nur 1-2 psi an Luftdruck verloren hatte, sprang das Ding sofort an. Und wir sind ganz happy, auch immer einen Luftdruckmesser dabei zu haben neben Kompressor, hydraulischen Wagenheber und Fix A Flat. Im Fall des Falles haetten wir uns dann schon zu helfen gewusst. :wink:
Und mit der White Pocket und CBS bei so extrem bloeden Wetter wurmt mich immer noch total. das haette so klasse sein koennen.....

@ webcrawler:

danke :D
Auch wegen dem Tipp fuer den Webspace. Allerdings reicht der fuer mich gar nicht aus und den haette ich schon nach Dreiviertel des RB komplett verbraucht. Wenn ich jetzt demnaechst mit meiner Website auf einen US Host umziehe, sollte das Problem erst einmal geloest sein   :D :D :D


Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 17.09.2009, 19:44 Uhr
06.06.09

Um kurz nach sechs klingelte der Wecker und der erste Blick fuehrte heute morgen gleich ans Fenster. Meine Hoffnungen wurden bestaetigt, denn draussen war ein stahlblauer Himmel zu sehen mit einer Sonne, die so langsam die taufrische Erde zu erwaermen versuchte. Das war doch mal ein gutes Zeichen!!! :D :D :D Zumal wir ja heute auch wieder einige ganz spezielle Dinge geplant hatten, die einfach schoenes Wetter verlangten. Aber wer wuerde das nicht gerne im Urlaub haben wollen?
Das Fruehstueck hier im Hotel sagte uns jetzt nicht so wirklich zu und so fuhren wir nach Kanab hinein, wo wir dann bei Houston's Trail's End Cafe (http://www.houstons.net/) landeten. Eine wirklich prima Wahl. Alles war hier auf Western Style dekoriert und sogar die Bedienungen liefen mit Colts herum.:mrgreen: Allerdings war das Fruehstueck so maechtig, das ich zum ersten Mal meine Eier mit Hashbrowns und Toast nicht ganz aufschaffte.
Nach dem Fruehstueck checkten wir aus und tankten. Bei der Gelegenheit pumpten wir alle Reifen noch einmal auf und siehe da, die Anzeige erlosch. Haette mich allerdings auch gewundert, wenn sie es nicht getan haette.
Nun konnte es aber losgehen. Wir fuhren auf der US 89 nach Westen und nach gut sieben Meilen kam auf der linken Seite der Abzweig auf die Hancock Road. Diese fuehrte unter anderem auch zum Coral Pink Sand Dunes SP, aber wir hatten vordergruendig etwas anderes geplant. Denn wir wollten den Arch besichtigen, der sich nur wenige Meter von der Strasse befand.
Nach etwa 0.8 Meilen entdeckte ich auf der rechten Seite auch den markanten Doppelhoodoo (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2887.jpg), der sich zwischen all den Junipers und Pinion Pines erhob und aus dem Gruen herausragte.
Und direkt nach diesem Hoodoo kam auch schon die kleine sandige Piste, die nach wenigen Metern zu einem Parkplatz direkt am Hoodoo fuehrte. Der Platz war nach wie vor stark von den Lokals frequentiert, davon zeugten jedenfalls die vielen Patronenhuelsen und eine Firesite. Wir liefen links am Hoodoo vorbei und einen kleinen Pfad hinunter. Es dauerte nicht lange, bis wir den Arch sahen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2889.jpg)


Der war vielleicht 4-5 Meter hoch und Ulrich konnte unter der Oeffnung stehend gerade so den Arch beruehren (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2894.jpg). Allerdings musste man bei der Aktion aufpassen, der Arch war aus sehr poroesen Sandstein.
Jedenfalls ein netter kleiner Abstecher am Wegesrand und ich hatte mich gefreut, den kleinen Arch noch einmal zu sehen. Am Wegesrand wuchsen auch wieder wie vor zwei Jahren wunderschoen bluehende Yuccas, dessen Blueten wirklich aussergewoehnlich schon anzusehen waren. Ich mochte die Yuccas unheimlich gerne, sie erinnerten mich immer irgendwie an den Suedwesten.  :D

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2911.jpg)

Wir fuhren weiter in suedwestlicher Richtung, immer wieder gab es ein paar Blicke auf die Sandduenen vom Coral Pink Sand Dunes SP. Allerdings waren die schon stark von Quads und Sandbuggies frequentiert, so dass wir gleich weiterfuhren und den Park wahrsten Sinne des Wortes links liegenliessen. Ueber die Cane Beds Road, die teilweise leicht sandig war, ging es dann ueber die Staastsgrenze nach Arizona und von dort aus den weiter Richtung Colorado City auf der US 59.
Kurz darauf ueberquerten wir erneut die Staatsgrenze und waren mal wieder in Utah. Das ging ja heute andauernd hin und her, grins. :wink: In Hilldale bogen wir dann rechts auf die Utah Avenue ab und folgten dieser fuer gut 3 Meilen, bis es dann auf eine gut zu fahrende Gravelroad ging. Diese war sogar sehr stark befahren und als wir dann dann den Parkplatz am Ende der Strecke erreichten, waren wir mehr als ueberrascht.
Unzaehlige Autos parkten hier schon, dies schien ein beliebter Ort der Locals zu sein. Besonders witzig fanden wir dann die Art und Weise einiger Locals, ihre Autos zu parken. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/normal_comp_DSC_2937.jpg)

Naemlich hangaufwaerts im Tiefsand. Wir packten unsere Sachen zusammen und machten uns dann auf, um den Water Canyon zu erkunden. Per Zufall hatte ich davon etwas im Internet gefunden und es sollte dort auch einen kleinen Wasserfall geben. Und genau zu diesem Wasserfall wollten wir jetzt gehen. Die Landschaft war unheimlich schon anzusehen. Der Trail fuehrte ein wenig parallel am Short Creek entlang und die Canyonwaende zu beiden Seiten des Creeks ragten immer weiter in die Hoehe.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2939%7E0.jpg)

Nach gut einer halben Meile erreichten wir einige sehr schoene Naturpools und nun war auch klar, warum hier so viele Locals waren. Der Platz wurde ganz einfach zum Baden genutzt und demnach war auch ordentlich was los an den Pools. Wir liefen aber weiter.
Der Trail fuehrte nun recht steil in die Hoehe und hin und wieder gab es ein paar Rock Boulders zu ueberklettern. Auf der rechten Seite entdeckten wir hoch oben in der steilen Felswand einen Arch, allerdings lag er total im Gegenlicht und so machten wir keine Bilder.
Der Hike war auf alle Faelle sehr schoen und nachdem wir nun langsam aber stetig immer weiter in den Water Canyon abstiegen, wurde die Vegetation immer dichter. Sattes Gruen, soweit man blickte und zu unserer Linken befand sich ein gut geschuetzter Hanging Garden.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_2962.jpg)

Von hier war es dann nur noch eine gute Viertelmeile bis zum Wasserfall. Leider war jetzt im Juni natuerlich kaum Wasser vorhanden und wir konnten die erste Stufe direkt nach oben laufen. Im Fruehjahr hingegen muesste der Anblick auf alle Faelle sehr sehenswert sein. Leider hatte ich mein Stativ jetzt auf den Hike nicht mitgenommen und musste ich die Bilder haendisch machen. Und eine Gelegenheit zum Abstuetzen gab es leider auch nicht. Egal, das musste einfach so passen.
Inzwischen waren wieder mal ein paar dickere Wolken aufgekommen und ich hoffte, das sich diese im Laufe des Nachmittages wieder verziehen wuerden. Wir hatten ja schliesslich noch Little Finland geplant.
So ein truebes Wetter wie gestern an der White Pocket wollten wir daher keinesfalls mehr haben. :roll: Nachdem wir nun unsere Bilder gemacht hatten, ging es in aller Ruhe auf den Rueckweg. Etwas steil war es jetzt und da auch die Aussentemperatur alles andere als erfrischend war, kamen wir ganz schoen ins Schwitzen.
Als Zugabe am Wegesrand entdeckten wir noch eine Garter Snake, allerdings fluechtete die bei unseren Anblick ganz fix. Sie hatte bestimmt geahnt, das sie ansonsten als Fotomodell enden wuerde.  :wink:
Wenig spaeter waeren wir auch wieder zurueck am Auto und scheinbar hatte es der im Tiefsand geparkte PKW wirklich geschafft, wieder ohne Schwierigkeiten davonzufahren. Jetzt war der Platz jedenfalls leer.
Wir fuhren weiter auf der US 59 nach Westen, bis nach Hurricane. Dicke Wolken, die nur darauf warteten, ihre schwere Last loszuwerden, begleiteten uns auf dieser Strecke. Immer wieder bahnte sich die Sonne zwischendrin ihren Weg und verursachte so einige schoene Licht und Schattenspiele. Wir hofften allerdings sehr, das uns das Wetter nicht im Stich lassen wuerde. Kurz darauf ereichten wir die Interstate 15 und fuhren weiter nach Sueden.Die Interstate schlaengelte sich hier eine ganze Weile elegant durch die Virgin Mountains und etliche spektakulaere Blicke zu beiden Seiten der Interstate liessen dieses Teilwerk dann auch sehr kurzweilig ausfallen. Kurz hinter Mesquite und schon in Nevada verliessen wir ueber den Exit 112 den Interstate und fuhren Richtung Riverside (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3047.jpg).
Nun kam die schoene Topomap von Isa (http://www.isaczermak.com/) zum Einsatz, mit der wir die Location ohne Schwierigkeiten finden konnten. Bei der Bruecke ueber den Virgin River bogen wir erst einmal rechts auf den Gold Buttes Byway ab, der sich in einem wesentlich besseren Zustand befand als noch vor zwei Jahren. Wir verliessen das fruchtbare Tal des Virgin River und die Landschaft wechselte schnell in die so typische Mojave Desert ueber.
Das dichte Buschland hatte sich schnell gelichtet, nur ein paar vereinzelnte Straeucher und Baeume klammerten sich nun in den kargen Boden und versuchten, den widrigen Bedingungen zu trotzen.
Es schien fast so, als wuerden sie sich beugen, und um Beistand flehen. Die felsige, auf dem ersten Blick unfruchtbar wirkende Landschaft erstreckte sich in einem staubigen Rotbraun, soweit das Auge reichte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3075.jpg)

Wir konnten ewig weit schauen und selbst die weit in der Ferne liegenden Virgin Mountains sahen auf einmal zum Greifen nahe aus. Die rostroten Felsen an der Whitney Pocket lagen wie wahllos in der Gegend verstreut herum, allerdings hatte sich nun eine dicke Wolke vor die Sonne geschoben und truebte den Blick ein wenig. Wir fuhren weiter.
Der Gold Buttes Byway ging nun in eine Gravelroad ueber und hartes Washboard sorgte dafuer, das wir uns wie ein Schuettelshake vorkamen.
Aber gut sieben Meilen suedlich der Whitney Pocket konnten wir diese unangenehme Piste auch wieder verlassen und bogen rechterhand auf eine kleine Piste ab. Diese war in einem guten Zustand und obwohl es hin und wieder etwas sandig war, kamen wir hervorragend voran. Erstaunlicherweise war es hier im Bereich des Mud Wash unheimlich gruen.Die Fahrt uns nun weiter Richtung Nordwesten. Wir passierten den Corral, bogen ab in ein weiteres Flussbett.
Etwa eine Meile vor dem Ziel stand schon ein Schild, das dies eine Sackgasse waere und die Piste dort enden wuerde. Also waren wir nun unmittelbar vor dem Ziel. Leider kamen mittlerweile immer mehr Wolken auf und ich hatte schon die groessten Befuerchtungen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3099.jpg)

Kurz vor der ehemaligen Felsstufe befand sich nun die Absperrung und wir parkten ein kurzes Stueck davon entfernt. Nun schnappten wir uns unsere Kameras und liefen das kurze Stueck im Wash bis zum ehemaligen Parkplatz an den Palmen. Von dort aus fuehrte ja ein steiler Pfad hinauf bis zu dem Gebiet der skurilen Felsstrukturen von Little Finland.
Aber was war das? Ploeztlich fielen ein paar Regentropfen!! :shock: :shock: :shock: Eine grosse und dunkle Wolke hatte sich vor die Sonne geschoben.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3159.jpg)

Nun half nur noch Warten. Warten, das die Sonne eine Luecke finden wuerde und wir ein paar Bilder machen konnten. Das war so etwas frustrierend, wir haetten beide am Liebsten vor Wut und Enttaeuschung aufgegeben. :heulend: :heulend: Ich fuehlte mich auf einmal ganz stark an Isa's Fruehjahrsbericht erinnert, wo sie ebenfalls mit solchen Problemen zu kaempfen hatte und am Ende doch total belohnt wurde. Vielleicht hatten wir ja auch ein klein wenig Glueck.
Immer wieder schickte ich hasserfuellte Blickte gen Himmel. Ganz so, als koennte ich dadurch das Geschehen ein wenig beeinflussen. Nahezu eine geschlagene Stunde warteten wir nun, aber dann zeigte sich der erste Lichtblick. Die Sonne war in der Zwischenstand tiefer gesunken und die Wolkendecke riss auf. Ja, die Sonne kam tatsaechlich wieder und erkaempfte sich ihren rechtsmaessigen Platz.  :D

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3216.jpg)

Und die Landschaft veraenderte sich von einer Sekunde auf die andere dramatisch. Alles wurde schlagartig in so ein intensives dunkelrot getaucht, das es fast schon surreal wirkte. Wir liefen auf einmal wie die Springfloehe umher, um diesen Moment so gut wie moeglich ablichten zu koennen. Es gab auf einmal so viele wunderbare Motive.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3179.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3209.jpg)

Die Sonne verschwand erneut fuer einen kurzen Moment und ich dachte schon, jetzt waere es wieder vorbei. Aber nein, nach nur wenigen Minuten ging der Farbentraum von vorne los. Ich hatte beinahe das Gefuehl, die ganze Farbpalette der Natur auf einen Schlag vor mir entrollt zu sehen.:daumen: Unsere Kameras liefen nahezu heiss.
Die dunklen Wolken am Horizont bilden noch zusaetzlich einen wundervollen Kontrast. So etwas Unglaubliches hatte ich wirklich nicht erwartet.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3273.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3279.jpg)

Wir konnten unser Glueck kaum fassen. Dagegen wirkten die Bilder, die ich vor zwei Jahren mit strahlend blauen Himmel gemacht hatte, nahezu total langweilig. Jetzt wirkte der Sandstein, der sich mal in einem ganz besonderen Orangeton (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3234.jpg), mal in einem Tiefrot zeigte, voellig anders.
Und selbst, als die ersten langen Schatten sich wie ein Tuch ueber den roten Sandstein legten, gab es genug Motive, die ein Foto wert waren. Wir konnten uns kaum von diesem Anblick trennen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3330.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3336_.jpg)

Selbst die umliegenden Berge erstrahlten. Dann war die Sonne entgueltig verschwunden und die Daemmerung setzte so langsam ein. Wir gingen wie befluegelt zurueck zu unserem Silverbird und parkten ihn etwas ausserhalb des Washes.
Unser Nachtlager war schnell hergerichtet und der Grill schnell entzuendet. Schon kurze Zeit spaeter brutzelten ein paar Hot Dogs auf dem Rost, waehrend wir es uns daneben gemuetlich machten. Dies war so ein schoener Tag gewesen. Und genau diese Momente waren es, die ich im Backcountry so liebte. Auch wenn man glaubte, schon alles gesehen zu haben, gab es doch immer wieder etwas Neues, was alles andere in den Schatten stellte.
Ein Windhauch kam auf, der aber so leicht war, das man das Gefuehl hatte, von einer Geisterhand beruehrt zu werden. Und kurz darauf fielen ein paar Regentropfen und ich schickte mal wieder einen hasserfuellten Blick zum Himmel.
Das konnte doch jetzt nicht auf unsere leckeren Hot Dogs regnen!!! :roll: :roll: Gluecklicherweise hoerte es ziemlich bald wieder auf und wir konnten unser kleines Dinner geniessen.
Nach einer Weile klarte es sogar ein wenig auf und der Mond kam zum Vorschein. Es war heute Vollmond und der Himmelskoerper hing nach einer Weile wie eine polierte Silbermuenze am Himmel und erstrahlte alles. Wow, das sah toll aus.
Die umliegenden Bergketten sahen im silbrigen Licht so unwirklich aus. Das musste ich jetzt einfach mit dser Kamera festhalten. Das Stativ war fix aufgebaut und der Ausloeser ebenfalls fix gedrueckt. Das Bild sah am Ende noch erstaunlicher aus, als ich dachte. Es wirkte nahezu taghell. Genial.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3404.jpg)

Unsere headlamps brauchten wir heute Abend jedenfalls nicht mehr. Gegen Mitternacht gingen wir dann doch ins Bett und waehrend ich noch den Geraeuschen der Nacht lauschte, ueberkam mich dann doch irgendwann die Muedigkeit. Es war ein aufregender Tag gewesen.


Sorry, heute sind es ein paar BIlder mehr geworden.....
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 17.09.2009, 21:51 Uhr

Yvonne, danke für die Aufklärung, was Polygamie Beer ist. Noch nie zuvor hatte ich davon gehört.

Am heutigen Tag hattet ihr aber mächtiges Glück mit dem Wetter. Sieht ganz danach aus, als ob deine hasserfüllten Blicke gen Himmel wirkungsvoll gewesen sind :wink:.

Traumhafte Bilder und ein erfrischender Reisebericht :daumen:.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 18.09.2009, 16:47 Uhr
Hallo Yvonne,

wieder ein toller Tag mit wunderschönen Fotos. Wolken sind nicht immer schlecht :zwinker:, die Farben der "Sandsteinfiguren" sind viel intensiver! Herrlich  :daumen:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: grille am 18.09.2009, 22:41 Uhr
Jetzt hab ich endlich wieder aufgeholt und bin mal wieder begeistert von deinen Fotos, einfach traumhaft schön.

Schade, dass das Wetter immer mal wieder dazwischenfunkt, aber ihr habt trotz allem das Beste draus gemacht.
Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

LG
Ilka
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: MalteMontana am 19.09.2009, 23:25 Uhr
Hi Yvonne,

habe es jetzt auch mal geschafft mich hier auf den aktuellen Stand zu bringen.
Erlebnisreiche schöne Tage hattet Ihr ja schon und ich bin gespannt was noch kommt!
Mit am besten ist aber echt die Geschichte mit dem Kinderstuhl  :lachen5:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 22.09.2009, 17:53 Uhr
@ Angie:

bis 2007 kannte ich Polygamie Beer auch noch nicht.  :wink: Und zum Glueck ist das Wetter am Ende noch mal etwas gnaedig mit uns gewesen.

@ Saguaro:

nachtraeglich fand ich die Wolken und die dadurch verursachten Farbvarianten auch ganz okay. Aber direkt vor Ort war ich wirklich nahedran, postwendend umzukehren, so enttaeuscht war ich.

@ Grille:

Ilka, ich glaube, wir muessen irgendwas verbrochen haben, das wir so mit dem Wetter gestraft worden sind.  :roll: Das ging ja den ganzen Urlaub ueber so weiter.

@ H-Town Boy:

willkommen an Bord.
Und ja, das Toddler Stuehlchen. Das war wirklich genial und Ulrich bekommt das immer noch vorgehalten, grins. ich hatte es ja bequem auf der Kuehlbox :whistle:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 22.09.2009, 18:13 Uhr
07.06.09

Kaum hatte das Tageslicht die Daemmerung vertrieben, standen wir auf. Es war ein herrlicher Morgen. Hinter den Bergkuppen ging gerade die Sonne auf und tauchte die gesamte Landschaft rings um uns herum in ein sanftes Licht. Heute sollte es wirklich schoen werden und keine Wolke war am Himmel zu sehen.
Wir hatten beide hervorragend geschlafen und packten nun fix unsere Sachen zusammen und verstauten sie im Auto, ehe wir uns erneut auf dem Weg machten nach Little Finland. Die kurze Strecke war kaum der Rede wert und heute morgen schauten uns dabei jede Menge Steaks an, die hier am Rand grasten.  :D
Wir stiegen den kleinen Huegel hinauf und waren sofort wieder total fasziniert von diesen Wunderland aus Sandstein. Einige Bereiche lagen noch im Schatten, andere allerdings boten mit der Sonne, die sich nun so langsam ihren Platz erkaempfte, einen wunderschoenen Anblick.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3457.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3473.jpg)

Gerade die Silhouetten mochte ich unheimlich gerne und machte wieder etliche kunstvolle Verrenkungen, um ja alles halbwegs vernuenftig ablichten zu koennen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3516.jpg)

Auch an diesen wunderschoenen Morgen hatten wir das Gebiet ganz fuer uns alleine. Immer wieder gab es was Neues zu entdecken. Sandsteinkreaturen, die gestern Abend nicht besonders wirkten, waren dafuer heute morgen umso interessanter und umgekehrt. Bei vielen der kleinen Sandsteinwesen war der Spaetnachmittag eindeutig die bessere Tageszeit.
Wir liefen bestimmt gut 1,5 Stunden herum, fotografierten, entdeckten und staunten. Dann aber meldete sich bei uns beiden lautstark unser knurrender Magen und verlangte nach einem Fruehstueck. So schlenderten wir nun langsam zurueck zum Auto und machten uns ein paar Sandwiches. Die anschliessende Koerperpflege (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_IMG_5074.jpg) mit der Campingdusche war mal wieder eine Sache, bei der man etwas improvisieren musste. Aber es ging natuerlich alles.
Dann machten wir uns auf den langen Rueckweg. Hin und wieder gab es ein paar kurze Stopps, um ein paar Bilder zu machen. In Mesquite tankten wir dann noch fix und nutzten die Gelegenheit, um uns neben einen Kaffee noch bei Subway ein Sandwich zu holen.
Das Fruehstueck war schliesslich heute morgen nicht so wirklich reichhaltig gewesen. Gut gestaerkt und voller Tatendrang ging es nun weiter Richtung Springdale. Der Zion NP stand heute noch auf dem Programm und darauf freute ich mich auch total.  :D :D :D Wir checkten im Best Western ein und konnten trotz der fruehen Tageszeit gleich unser Zimmr beziehen. Also schnell noch mal etwas frischgemacht und dann ging es los Richtung Park.
Am Eingang kauften wir noch fix den neuen NP Pass, da der alte vor ein paar Tagen abgelaufen war und fuhren dann Richtung Tunnel und der UT 9. Unser erstes Ziel fuer heute sollte der Pine Creek Waterfall sein, der sich im Nachhinein eher als Cascade herausstellte. An der Canyon Junction, wo sich die Strasse dann zwischen Tunnel und Canyon aufteilt, bogen wir nach rechts ab, Richtung Tunnel. Wir fuhren ueber die kleine Pine Creek Bridge und parkten dann auf der rechten Seite an einem kleinen Pullout. Ein sehr steiler Pfad fuehrte nun direkt hinunter zum Pine Creek und schon nach wenigen Metern hatten wir die huebsche Cascade gefunden.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3598.jpg)

Erstaunlich, ich war schon so oft hier im Park und auch ueber die Pine Creek Bridge gefahren, aber ueber die Existenz dieser kleinen Cascade hatte ich bisher nichts gewusst. Man konnte noch ein Stueckchen weitergehen zu einer weiteren Cascade und einem Badepool, aber wir begnuegten uns erst einmal hiermit.
Schliesslich hatten wir noch ein paar andere Dinge fuer heute geplant. Wir durchquerten den Tunnel und parkten direkt danach auf dem schon ziemlich vollen Parkplatz fuer den Trailhead zum Canyon Overlook.
Ulrich kannte diesen wundervollen Hike noch nicht und ich freute mich auch, noch einmal zu dem schoenen Viewpoint zu kommen. :wink: Obwohl der fruehe Nachmittag eigentlich die absolut verkehrte Tageszeit dafuer ist, da man totales Gegenlicht hatte. Aber die Strecke dorthin war ja auch sehr sehenswert. Ein gut ausgebauter Pfad fuehrte uns nun auf dem eine Meile langen Trail zu dem Overlook. Nachdem wir die erste Ansteigung ueberwunden hatten, konnten wir einen schoenen Blick auf den Highway 9 werfen sowie den fuer den East Zion so typischen Slickrock.
Diese Art von Sandstein wurde durch das Fehlen von Eisenoxid im Gestein nicht so typisch rot, wie man das ansonsten kannte. Doch trotz allem hatten sich hier im East Zion maechtige Felsdome, Buttes und bizarre Felsformationen gebildet, die sehr sehenswert waren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3632.jpg)

Vom Trail selbst konnten wir auch einen guten Blick in den Pine Creek Slot erhaschen, der sich auf der linken Seite auftat und ein beliebtes Ziel zum Canyoneering war. Und auch jetzt waren Stimmen zu vernehmen. Teilweise war der Trail recht sandig, aber so gut ausgebaut, das dies kein Problem darstellte. Kurz darauf ging es an einer Alcove vorbei ueber eine kleinen Holzbruecke und an den steil aufragenenden Canyonwaenden befanden sich gut geschuetzt ein paar haengende Gaerten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3639.jpg)

Wir verliessen die kleine gruene Oase und schnell gab es wieder die so typische Desert Landschaft mit den Kakteen und Bueschen, die so typisch fuer das Zion Hochplateau war. Kurz darauf erreichten wir auch den Viewpoint und genossen den Panoramablick hinunter ins Tal.
Auch wenn dies definitiv eine Morgenlocation war, wir fanden den Blick trotzdem schoen. Wir konnten auf die Switchbacks kurz hinter dem Tunnel blicken, ebenso auf den West Temple, die Tower of the Virgin und den East Temple.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3670.jpg)

Der Weg zurueck zum Parkplatz dauerte nicht lange und fuhren dann durch die sehr reizvolle Landschaft auf den teilweise roten Asphalt des Highway 9 weiter gen Osten. Der East Zion war wirklich eine ungewoehnlich interessante Landschaft ud es gab hier noch jede Menge zu entdecken. Wir wollten jetzt ein wenig herumstoebern und hatten uns dafuer den Hike zum Tunnel Canyon ausgesucht.
Kurz hinter dem kleinen Tunnel gab es eine kleine Parkbucht, gerade gross genug fuer unseren Silverbird. Wir parkten und mussten von dort aus leider gut eine Viertelmeile direkt am Highway zurueck laufen.
Direkt vor dem Tunnel entdeckten wir auch den Wash, der den Startpunkt dieses kleinen Hikes markierte und wir stiegen in den Wash hinab. Ich konnte mir gut vorstellen, das nach Regenfaellen hier wahre Sturzbaeche in die Tiefe stuerzen konnten, aber es sah nicht danach aus als ob in der letzten Zeit hier viel geregnet haette.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3712.jpg)

Nun ging es erst einmal ein ganzes Stueck sehr steil hinauf, aber da der gesamte ueber Slickrock fuehrte, war das kein Problem. Imposante Ponderosa Pines ragten hier in die Hoehe, waehrend sich ein paar Straeucher in wahrlich kunstvollen Verrenkungen an die Berghaenge klammerten. Hier und da gab es ein paar Kakteen, die sich an den warmen Sonnenstrahlen erlabten, die es hier am Suedhang mehr als reichlich gab.
Die Landschaft war wirklich einzigartig und so typisch fuer den Zion. Wir genossen die Ruhe hier, die einzi und alleine von unserem Geschnaufe unterbrochen wurde. Denn der Anstieg war wirklich ganz schoen knackig. Oben auf dem Sattel angekommen, konnten wir unseren Blick in die Ferne schweifen lassen.
Nach Osten hin sah man die UT 9 und die herrlichen Furchen und Rillen, sowie unzaehlige kleine Huegel aus Slickrock entrollten sich vor uns wie auf einer Landkarte. Dieser ganze Bereich bestand aus dem sogenannten Crossbedding, was nichts anderes war als unzaehlige ehemalige Sandduenen, die vom Wind in alle Richtungen zerblasen wurden und versteinerten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3725.jpg)

Der Blick nach Westen liess uns in einen Canyon blicken, dessen schroffe Felsen noch total urspruenglich waren und in mir das Verlangen weckten, hier in Zukunft noch etwas intensiver herumzustoebern.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3734.jpg)

Der Weg zurueck war definitiv anstrengender, zumal es die ganze Zeit nur sehr steil hinunter ging. Auch wenn ich mittlerweile meine Schwaeche in den Beinen durch den Bandscheibenvorfall gut auftrainiert hatte, mich strengten solche steilen Bergabstrecken viel mehr an als umgekehrt. :roll: Aber trotzdem ging es schon viel leichtfuessiger als noch vor ein paar Monaten. Vielleicht hat das Wegdruecken von 300 Pfund an der Beinpresse  ja doch etwas dazu beigetragen.:Mrgreen:
Wieder am Auto angekommen, entschieden wir uns, noch bis zum Viewpoint an der Checkerboard Mesa zu fahren, ehe wir dann zurueck fahren wollten. Da es bis dort hin wieder jede Menge interessante Viewpoints und Ausblicke gab, hielten wir natuerlich unterwegs wieder andauernd an, um ein paar Bilder zu machen. Es war schliesslich heute ein wunderschoener Tag, das mussten wir daher auch ausnutzen. Auf dem Weg zurueck nach Springdale stoppten wir noch einmal, um den Blick auf den Watchman zu geniessen. Der lag zwar halb im Gegenlicht, aber schoen sah es trotzdem aus.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3784.jpg)

Der Blick zum Watchman hatte fuer mich so etwas Typisches an sich, was ich sofort mit dem Zion National Park verband. Zurueck im Hotel, ging es erst einmal fuer eine Runde in den Pool. Das war genau das Richtige. Besonders der Hot Tub hatte es uns angetan und wir konnten ihn auch fuer uns alleine geniessen. Hier haette ich noch Stunden verbringen koennen. :grins: :mrgreen: :grins:
Nach dieser Entspannungseinlage fuhren wir zum Abendessen nach Springdale rein. Wie immer ging es zum Pioneer Restaurant neben der gleichnamigen Lodge. Das Essen war wieder ausgezeichnet, nur leider viel zu viel.
Wir kapitulierten daher beide schon nach der Haelfte.
Den restlichen Abend verbrachten wir dann, um die ganzen Bilder hochzuladen und Mails und den Wetterbericht zu checken.Der sah leider fuer morgen nicht so besonders toll aus. So ein Mist aber auch!!! Dieser Juni war wirklich total verrueckt und Aufregen half leider auch nichts. Gegen Mitternacht gingen wir dann total erledigt schlafen.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: KarinaNYC am 22.09.2009, 19:10 Uhr
Ich oute mich jetzt mal als heimliche Mitfahrerin  :shock:
Ich  :herz: den Zion  :D Der view am Canyon overlook ist einfach breathtaking...
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Susan26 am 22.09.2009, 20:29 Uhr
Yvonne, der Zion NP ist wirklich toll!!! Und wenn ich eure Fotos so sehe, dann weiß ich, dass ich bei einem eventuellen nächsten Mal nicht wieder den Angels Landing erklettern würde ... der Overlook ist ja wirklich toll  :P  :P  :P

Zu den Fotos von Little Finland sag ich einfach mal: genial! Und dieses Foto vom Hot-Dog-Grillen ... mir fehlen die Worte (ich hoffe, dass solche tollen Fotos im Kalender 2010 landen  :wink:)!
Susan
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 22.09.2009, 22:57 Uhr
Ich oute mich jetzt mal als heimliche Mitfahrerin  :shock:
Ich  :herz: den Zion  :D Der view am Canyon overlook ist einfach breathtaking...

bist aber trotzdem herzlich willkommen  :wink:
Und ja, der Zion - einfach immer wieder schoen. Nach dem Death Valley meine Nummer zwei.  :D
Allerdings ist der canyon Overlook ohne Gegenlicht natuerlich viel schoener


Yvonne, der Zion NP ist wirklich toll!!! Und wenn ich eure Fotos so sehe, dann weiß ich, dass ich bei einem eventuellen nächsten Mal nicht wieder den Angels Landing erklettern würde ... der Overlook ist ja wirklich toll  :P  :P  :P

vollste Zustimmung. Und neben Angels Landing gibt es halt wirklich noch andere tolle Ecken im Zion. Gerade der East Zion hat da noch ungeahnte Moeglichkeiten. Arches, Canyons, Wasserfaelle... allerdings steht davon nie was auf der NPS Seite und man muss sich seien Infos selbst zusammensuchen. Wir haben im East Zion nur an der Oberflaeche gekratzt. Da gibt es noch viel zu sehen.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: grille am 23.09.2009, 12:18 Uhr
Die Fotos von Little Finland sind genial!

Den Zion haben wir leider auch noch nicht ausführlich besucht. Wir waren nur kurz da für einen kleinen Hike.
Sieht so aus, als sollten wir das wiederholen.

LG
Ilka
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: flocky am 23.09.2009, 13:19 Uhr
Hey Yvonne,

wieder ein sehr schöner Reisebericht und ganz tolle Fotos, da kriegt man sofort lust auch wieder hinzufliegen. Gerade der Zion ist wirklich wunderschön.
Hab jetzt Urlaub, also wenn du lust und zeit hast, kannst mich ja mal anrufen.

Liebe Grüsse Karo
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 23.09.2009, 16:48 Uhr
Hallo Yvonne,

obwohl ich schon etliche Male im Zion war, sind mir die Cascaden nicht bekannt. Als wir im April durch die "Mondlandschaft" nach dem Tunnel gefahren sind, dachte ich auch, da müssen noch etliche "Goldkörnchen" versteckt sein  :grins:, die es zu entdecken gibt. Leider fährt man immer wieder daran vorbei.

Aber einen tollen Tag hattet Ihr (auch wenn der Wetterbericht für den nächsten Tag nichts Gutes versprach).

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 23.09.2009, 18:07 Uhr
Den Zion haben wir leider auch noch nicht ausführlich besucht. Wir waren nur kurz da für einen kleinen Hike.
Sieht so aus, als sollten wir das wiederholen.


Ilka, der Zion lohnt sich wirklich. Zumal sich die schoenen Ecken dort erst bei einem Hike erschliessen. Ansonsten wirkt der Park ja wirklich nicht so besonders einladend.


Hallo Yvonne,

obwohl ich schon etliche Male im Zion war, sind mir die Cascaden nicht bekannt. Als wir im April durch die "Mondlandschaft" nach dem Tunnel gefahren sind, dachte ich auch, da müssen noch etliche "Goldkörnchen" versteckt sein  :grins:, die es zu entdecken gibt. Leider fährt man immer wieder daran vorbei.

Aber einen tollen Tag hattet Ihr (auch wenn der Wetterbericht für den nächsten Tag nichts Gutes versprach).



Ilona, ich habe mir auch immer ueberlegt, was es denn noch Schoenes im Zion und besonders im East Zion geben koennte. Man konnte nie was darueber lesen, fand kaum Infos. Dabei gibt es dort wirklich noch einige interessante und gut versteckte Ecken.  :wink:
Die Cascade kannte ich bis Dato halt auch nicht, obwohl ich so oft dort war. Man entdeckt halt doch immer noch was Neues


@ Flocky:

hey Karo, das ist ja schoen, dich hier zu lesen. Bekommst nachher einen Phonecall  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 24.09.2009, 18:58 Uhr
08.06.09

Wir hatten uns gestern Abend noch die Option offengelassen, evtl. den Sunrise bei den Towers of the Virgin anzusehen. Je nachdem, wie muede wir sein wuerden. Um halb sechs klingelte schliesslich der Wecker und etwas schwerfaellig bewegten wir uns doch aus dem Bett heraus. Ich war nun mal absolut kein Fruehaufsteher!!   :roll:
Schnell in die Klamotten schluepfen, Kameras schnappen und los konnte es gehen. Allerdings leuchtete uns beim Starten des Motors ganz froehlich ein altbekanntes rotes Laempchen entgegen. Die Reifendruckanzeige!!!  :shock: :shock: :shock:
Shit, also war es doch kein Fehler vom Sensor, sondern ein echtes Problem. Wir checkten den Reifendruck, der vorne links wieder minimal nachgelassen hatte.
Wenn nachher die Werkstatt an der einen Tankstelle aufhatte, wollten wir gleich den Reifen wechseln lassen, da irgendwo ein winziges Leck sein musste.
Jetzt fuhren wir noch mal so los und parkten am grosszuegig angelegten Parkplatz beim Zion Museum. Wir waren dort allerdings nicht die Einzigen, die hier den Sunrise fotografieren wollten.
Es waren noch zwei andere Fotografen dort und wir stellten fest, das wir sogar einen Tick zu spaet dran waren. Trotzdem war der Blick auf den West Temple , The Sentinal und Altar of Sacrifice nicht zu verachten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3787_.jpg)

Wir machten ein paar Fotos mit dem noch strahlendblauen Himmel im Hintergrund. Allerdings zogen schon jetzt die ersten Schleierwolken auf und es war sehr windig geworden. Konnte es nicht mal zwei Tage hintereinander schoen bleiben? Das war ja dieses Jahr nicht zum Aushalten!!
Wir fuhren zurueck zum Hotel, duschten und gingen zum Fruehstueck in das hoteleigene Restaurant . Hier gab es allerdings nur alles in Buffet Form, was aber okay war. Zumal der Koch, der uns unsere Eggs over easy zubereitete, sogar Williamsville kannte. Ja, die Welt war manchmal arg klein und wir hatten ein nettes Gespraech am Morgen.:mrgreen:
Gut gestaerkt checkten wir dann aus und fuhren als Erstes zu der Werkstatt an der Main Street in Springdale. Unser armer Silverbird sollte doch endlich wieder vier voll einsatzfaehige Fuesse bekommen. An der Werkstatt herrschte schon reger Betrieb, wir waren nicht die Einzigen, die Reifenprobleme hatten und so warteten wir erst einmal ein Weilchen.
Dann durfte auch unser Silverbird in die Garage fahren. Der Mechaniker checkte den linken Vorderreifen, von dem wir berichteten, das er Probleme bereitete. Und siehe da, es befand sich wirklich ein kleines Leck darin. Und zwar nicht an der Seite, wo man es normalerweise vermutete, sondern direkt auf dem Profilstollen. Dort war ein winziger Bruch vorhanden.
Also liessen wir den Reifen komplett auswechseln, da man dort eh nichts flicken konnte.
Um 230$ aermer, aber einen Silverbird mit gesunden Fuessen verliessen wir dann die Werkstatt und fuhren zum Visitor Center vom Zion NP. :D  Hier parkten wir auf dem grossen Parkplatz und packten unsere Kameras und Rucksaecke.
Wir hatten uns fuer heute morgen den Hidden Canyon Trail bis zum Arch ausgesucht. Diesen Trail wollte ich sowieso noch einmal laufen und Ulrich kannte ihn ja noch nicht. Auf den Shuttle Bus brauchten wir nicht allzu lange warten und schon ging es los, Richtung Zion Canyon.
Unser Fahrer erzaehlte so nebenbei noch ein paar interessante Anekdoten und erklaerte nebenbei einiges. Am Weeping Rock stiegen wir dann neben unzaehligen anderen Besuchern aus. Komischerweise hatte ich den Weeping Rock selbst bei allen unzaehligen Zion Besuchen noch nie gesehen. Nachdem der Weg zu Beginn noch der Gleiche war wie bis zum Weeping Rock, teilte sich der Trail recht bald und wir durften erst einmal etliche sehr steile Switchbacks erklimmen.
Nur die verschiedenen Fotostopps verhindern, das wir allzu arg aus der Puste kamen. Zwischendrin gab es wie schon vor zwei Jahren einen Bereich mit wunderbaren Butterfly Weed und schon kurz darauf liess sich ein wunderbarer Schwalbenschwanz darauf nieder.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3818.jpg)

Der sah wirklich schoen aus, und wir konnten in aller Ruhe unsere Bilder machen. Schmetterlinge waren immer so schwer zu fotografieren, da sie immer viel zu leicht von dannen schwebten. Das war ein wirklich wunderschoener Anblick gewesen, doch nun widmeten wir uns wieder dem Trail, der sich immer weiter in die Hoehe schraubte und wunderbare Blicke in den Zion Canyon offenbarte.
Besonders die Schleife des Virgin River, die hier Big Bend genannt wurde, war ein interessantes Motiv. Der Virgin River schlaengelte sich hier in einer perfekten Kurve entlang des Zion Canyon, waehrend sich dazu der weissliche Navajo Sandstein abhob, der die meisten der Erhebungen im Zion Canyon ausmachte. Was fuer ein Anblick!!!

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3836.jpg)

Die Schoenheit des Parks entfaltete sich wirklich erst, indem man ein wenig hineinwanderte. Und auch zu unserer linken Seite begann sich die Landschaft dramatisch zu veraendern. Nahezu unendlich schraubte sich der Cable Mountain in die Hoehe, dessen steile und glattgeschliffene Waende eine nahezu undurchdringbare Huerde darstellten.
Der Weg fuehrte nun immer weiter in den Canyon hinein und nach einer Weile kam dann der wirklich interessante Teil des Hikes: ein schmaler Weg fuehrte direkt an einer steil abfallenden Wand vorbei. Zur Not konnte man sich auch hier an Ketten festhalten, aber der Weg war so gut zu laufen, das ich das definitiv nicht brauchte.  :D

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3855.jpg)

Leichtfuessig lief ich umher, schaute immer wieder in die Tiefe. Es war definitiv nicht so dramatisch, wie es auf dem ersten Blick aussah. Aber da ich ja eine Kletterziege war, hatte ich an so etwas eh wahnsinnig viel Spass. Wir erreichten nach dieser kleinen Klettereinlage sehr bald den eigentlichen Hidden Canyon, in dem sich unheimlich viele Potholes befanden, von denen auch noch einige mit Wasser gefuellt waren.
Fuer uns war hier aber noch nicht Schluss, denn wir wollten noch bis zum Freestanding Arch laufen, was eine weitere halbe Meile Weg bedeutete. Doch diese halbe Meile fuehrte durch eine landschaftlich wirklich sehr reizvolle Ecke tief in den Canyon hinein.
Kleine Klettereinlagen ueber Rock Boulders waren nun an der Tagesordnung und wir mussten manchmal schon sehr genau schauen. Mich wunderte es bis heute, wie es das deutsche Ehepaar bis hierher geschafft hatte. Zumal die Frau nur ganz ordinaere Sandalen trug.  :shock:
Wir stoppten immer wieder einmal, um die farbenfrohen Canyonwaende genauer zu begutachten, die in teilweise wunderschoenen Farbmustern ihre Aufmerksamkeit auf sich zogen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3872.jpg)

Manchmal war ein vernuenftiger Weg gar nicht mehr ersichtlich und wir kletterten ueber einige glattgeschliffene Steine und Felsen bis zur naechsten Huerde. Aber es machte Spass und auch Ulrich kamepfte sich wacker ueber jedes einzelne Hindernis. Am Ende wurden wir dann mit dem kleinen Arch belohnt.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3915.jpg)

Allerdings war das Gruenzeug rings herum schon so gewuchert, das man den Arch kaum mehr richtig vom Hintergrund unterscheiden konnte. Schade. :roll: Bilder waren daher aeusserst schwierig zu machen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns dann wieder auf dem Rueckweg und zwischendrin kam sogar wieder die Sonne hervor. Jetzt auf dem Rueckweg nutzte ich meine Digiknipse mal wieder, um von der tollen Passage mit den Ketten ein kleines Filmchen zu drehen. Machte irgendwie Spass und vermittelt doch noch einen anderen Eindruck. :mrgreen:
Ueberhaupt war der Hike sehr abwechslungsreich gewesen und hatte sowohl Ulrich als auch mir total gefallen. Der Zion war ein Park, in dem ich auch eine ganze Woche verbringen konnte. Es gab so viel zu sehen und zu erwandern.
Unser naechster Weg fuehrte uns wieder nach Westen, nach Virgin. Hier begann die Kolob Terrace Road, eine Scenic Road, die sich hoch hinaufschraubte, und man sollte von hier tolle Blicke auf die umliegende Umgebung haben. Die 13 Meilen bis Virgin waren zuegig gefahren und wir bogen rechts auf die Kolob Terrace Road ab. Diese war eigentlich kaum zu verfehlen, auch wenn das Hinweisschild nicht gerade grosszuegig ausfiel.
Es hatte sich leider wieder total zugezogen und dicke Schleierwolken hingen wie schon so oft wie ein grauer Vorhang ueber der ganzen Gegend. Das war wirklich deprimierend. :roll: Eine Weile fuhren wir parallel am North Wash entlang und schon schnell ging es sehr steil hinauf. Hoch, immer hoeher, es nahm ueberhaupt kein Ende. 6000 Fuss , 7000 Fuss, die 8000 Fuss waren nicht mehr weit. Und unser armer Silverbird schnaufte auf einmal wie wahnsinnig.
Der zusaetzliche Fan war wieder angesprungen und der Motor wurde sehr warm. Nein, er wurde sogar ausserordentlich warm. Und je hoeher es hinauf ging, umso waermer wurde der Motor. Das wuerde nicht gutgehen!!! :shock: :shock: :shock: Wir stoppten unverzueglich und liessen unserem armen Silverbird eine Verschnaufpause, waehrend sich der Motor etwas abkuehlen konnte. Das wuerde so nichts werden, hier war etwas ganz und gar nicht in Ordnung.
Wir entschieden uns, unverzueglich umzukehren und nach Hurricane zu fahren. Dort hatte ich gestern aus dem Augenwinkel heraus eine groessere Werkstatt vernommen, direkt am Napa Autopart. Und tatsaechlich, direkt am Ortseingang erreichten wir die Werkstatt. Nach einer kleinen Wartezeit und der Schilderung unseres Problems und unserer Vermutung nahm sich der Chef persoenlich unserer Sache an.
Er inspizierte alles und begann dann, den Motorraum total zu waessern, indem er einfach einen Gartenschlauch reinhielt. Noch immer kam ordentlich Dreck raus, uebriggebleiben von unserer Cottonwood Canyon Aktion. :oops: Er reinigte den Radiator Fan und entfernte letztentlich mit Pressluft die letzten Wasserreste, die sich hier und da angesammelt hatten. Hm, sollte es das wirklich gewesen sein? Die ganze Aktion hatte uns tatsaechlich nur 50$ gekostet. Wir hatten definitiv mit mehr gerechnet. Der gute Mann war aber eine volle Stunde beschaeftigt gewesen. Dafuer war das wirklich ein Spottpreis gewesen.
Unser Silberbird konnte nun wieder richtig schnaufen, juhu. Und wir hatten mehr als nur eine Lektion aus der ganzen Sache mit der Pfuetze gelernt. So etwas Bloedes wuerden wir garantiert nicht noch einmal machen.  :roll:
Zu unserer Freude war jetzt sogar die Sonne wieder rausgekommen und hatte nahezu alle Wolken verdraengt. Das waren doch tolle Aussichten. Wir fuhren zurueck nach Virgin und nahmen erneut die Kolob Terrace Road in Angriff. Unser besorgter Blick auf die Temperaturanzeige war aber unnoetig, alles blieb im normalen Bereich. Jetzt waren wir doch ganz schoen erleichtert. Am Parkplatz fuer den Trailhead zur Subway legten wir einen kleinen Stopp ein und genossen die wunderbare Landschaft rings um uns herum.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3961.jpg)

Die imposanten Erhebungen des Zion Canyon aus dieser Perspektive zu sehen hatte wirklich etwas. Wir fuhren weiter, noch immer ging es steil hinauf. Die 8000 Fuss waren nun nicht mehr weit.
Spasseshalber hatte ich unser GPS angeschaltet, um zu sehen, wie hoch hinauf es ging. Wir erreichten eine Art Hochplateau, und unzaehlige Wildflowers, die wie ein farbiger Flickenteppich aussahen, erweckten sofort unsere Aufmerksamkeit. Wir hielten erneut an und machten ein paar Fotos. Der Blick auf den North und South Guardian Angel war wirklich toll und wir blickten bis zu den Northgate Peaks.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_3970.jpg)

Hinter jeder Kurve veraenderte sich nun das Landschaftsbild. Hochweiden mit unzaehligen Steaks tauchten auf, dann wiederum offenbarte sich uns ein neuer einzigartiger Blick. Kaum ein Besucher verirrte sich in diese einmalige Landschaft, die wirklich grandios war.
Hinter jeder Kurve gab es neue Ueberraschungen, die Umgebung wurde noch urspruneglicher. Unzaehlige Male verliessen wir den Zion NP, um wenige Meter weiter wieder hineinzufahren. Es war wirklich eine sehr abwechslungsreiche Strecke.
Die Vegetation aenderte sich nun ebenfalls staendig. Waren es erst noch Junipers und Pinion Pines, so fanden wir nun Hemlock Tannen und Ponderosa Pines und sogar schon die ersten Aspen.
Wir hatten schon fast die 10.000 Fuss erreicht. Wir passierten den Wildcat Trailhead zu unserer Rechten, kurz darauf den Abzweig zum Lava Point. Noch immer ging es hoch hinaus. Etwa eine Meile vor dem Kolob Reservoir befand sich ein kleiner Parkplatz. Von hier aus konnten wir einen spektakulaeren Blick auf die umliegende Umgebung geniessen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4017.jpg)

Zwei weitere Fotografen standen hier ebenfalls am Zaun mit ihrer Ausruestung, allerdings aus einem ganz anderem Grund. Denn sie beobachteten die seltenen California Condors, die sich ein paar hundert Yards entfernt in den Baeumen niedergelassen hatten.
Wow, die waren wirklich selten und es gab hier nur wenige Exemplare.:daumen: Hin und wieder erhob sich eines der maechtigen Exemplare und wir konnten die imposante Spannweite bestaunen.
Bloede, mit der kleinen lens konnte man ja wirklich nicht viel ausrichten. Und selbst ein halbherziger Versuch mit der grossen 300er lens scheiterte bei mir nahezu klaeglich, da ich etwas zu kurz geraten war und immer nur den maechtigen Zaun vor der Nase hatte.  :heulend:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_dsc_6485.jpg)
Foto by Ulrich

Na super!!! Einmal hat man so eine tolle Gelegenheit, und dann so etwas!! Das war frustrierend. Aber der Anblick der maechtigen Voegel war auch so sehr beeindruckend. Wir fuhren nach einer Weile weiter, schliesslich wollte wir nicht zu spaet in Cedar City ankommen.
Am Kolob Reservoir stoppten wir erneut fuer ein paar Fotos. Der See selbst war sehr beliebt bei Anglern, aber die Aussicht von hier fanden wir jetzt nicht so beeindruckend. Allerdings waren die ganzen Wiesen rings um den See voll mit fliederfarbenen Wildblumen. Und daswiederum war wirklich toll. Es waren Blue Larkspur,also Rittersporn, die sehr haeufig in dieser Gegend anzutreffen waren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4061.jpg)

Und die dufteten vielleicht gut. Fast ein wenig wie Lavendel, hmm. Jedenfalls hatte unser Silverbird kurz darauf diesen dezenten Blumenduft, was aber nicht schlecht war.
Die Strasse wurde ab dem Reservoir jedenfalls zur Gravelroad, was aber nicht weiter tragisch war, da sie ausgezeichnet zu fahren war. Dichte Apsenwaelder liessen nur erahnen, was fuer ein Anblick das im Herbst sein musste. Und noch immer hatten wir nicht den hoechsten Punkt (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4087.jpg) erreicht, wow. Der sollte kurz darauf bei 10836 Fuss kommen. Diese Strecke hatte wirklich unheimlich viel zu bieten. Selbst ein paar uebrig gebliebene Schneereste, die in der Nachmittagssonne immer wieter schrumpften, konnten wir in einiger Entfernung entdecken. Wir waren nun auf einer Hochebene angelangt und ausser saftigen Wiesen und ein paar flachen Buechen gab es hier nicht mehr viel.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4090.jpg)

Wir stiegen nach einer Weile langsam aber stetig wieder ab, passierten Waelder, alte Lavastroeme, Viewpoints. Und dann hatte uns die Zuvilisation auch wieder. Wir fuhren nach Cedar City hinein und fanden das Best Western auch sehr schnell.
Das hatte hier eine kleine Besonderheit, denn die zwei Gebauede waren naemlich auf beiden Strassenseiten verteilt. Wir bekamen ein Zimmer auf der rechten Seite der Main Street und somit waren wir auch naeher am Pool. :D Hervorragend war auch das Sizzler Restaurant direkt nebenan, hier fuehrte auch unser naechster Weg hin,nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten. Gut gesaettigt , denn das Essen war wirklich mehr als reichhaltig, kam dann der gemuetliche Teil des Tages: der Pool.
Auf dem Weg dorthin packten wir allerdings noch unsere Waesche in die Waschmaschine. Die konnte schliesslich auch alleine sauber werden, waehrend wir uns im Pool und Hot Tub vergnuegten. Auf dem Rueckweg zum Zimmer packten wir noch die Sachen in den Trockner und luden schon mal unsere Fotos von heute hoch.
Kurz darauf war auch unsere Waesche fertig und wir hatten nebenbei noch nicht mal grossartig Zeit damit vertroedelt. Wir checkten noch unsere Mails und gingen heute schon vor Mitternacht ins Bett. Es war ein langer Tag gewesen.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Richie am 24.09.2009, 19:13 Uhr
Hallo Yvonne,

die Little Finnland Bilder sind hammergenial!

Viele Grüße
Richie
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: PrivatePaula am 24.09.2009, 20:04 Uhr
Schöne Ecke in der ihr da rumfahrt,Toller RB! :lachen35:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Dude am 24.09.2009, 22:15 Uhr
Ein schöner Tag mit einer spektakulären Wanderung und einem netten Scenic Drive !  :D
Dass die Rental Cars immer so rumzicken müssen, unglaublich... :roll:

Aber sag mal, 230 $ für einen Ersatzreifen ?  :shock:
Wir haben im Mai beim Walmart in St. George 110 € für einen komplett neuen Reifen (Jeep Liberty) bezahlt, das ist doch ein gewaltiger Unterschied.  :kratzen:

Gruß,
Tilman
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 24.09.2009, 23:16 Uhr

Yvonne, wo ihr überall herum geistert, ist echt enorm! Und nicht nur du bist eine Bergziege, dein Ulrich scheint auch eine zu sein - äh, ein Bergbock :wink: :lol:.

Fantastische Fotos :D, ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus :D.


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 25.09.2009, 17:18 Uhr
Hi Yvonne,

vom Hidden Trail bin ich jetzt total begeistert, das ist wieder was für uns :dance:. Die Zeit im Zion war bisher einfach zu kurz, meistens hatten wir nur einen Tag eingeplant.

Das Kolob-Gebiet ist auch fantastisch, doch man lässt es "links liegen". Schade eigentlich. Vor allem ist die Gegend nicht überlaufen. Den Tagestouris bleibt deshalb zeitmässig auch nur die "Shuttle-Tour" übrig.

 :kratz: Was Schmutz so alles anrichten kann?! Kein Wunder, dass euer Vehikel nicht mehr "schnaufen" konnte :lolsign:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: carovette am 25.09.2009, 19:09 Uhr
Hi Yvonne,

toller Bericht vom Zion, der unterschätzten Schönheit. Beide Male, die wir quasi nur dran vorbeigefahren sind, ärgerten wir uns, dass wir nicht mehr Zeit für den Park erübrigen konnten. Dieses Jahr hats aber wenigstens mit dem Overlook geklappt.   Immer das gleiche: zuviele Ziele und zuwenig Zeit....

Auch Little Finland steht auf meiner Liste noch ganz oben.....wie so vieles :roll:

lg caro :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 25.09.2009, 19:27 Uhr
Ein schöner Tag mit einer spektakulären Wanderung und einem netten Scenic Drive !  :D
Dass die Rental Cars immer so rumzicken müssen, unglaublich... :roll:

okay, wir waren ja nicht ganz unschuldig  :wink:
Das war uebrigens das erste Mal, das wir so Probleme hatten. Sonst war immer alles okay gewesen.

Aber sag mal, 230 $ für einen Ersatzreifen ?  :shock:
Wir haben im Mai beim Walmart in St. George 110 € für einen komplett neuen Reifen (Jeep Liberty) bezahlt, das ist doch ein gewaltiger Unterschied.  :kratzen:

Tilman, die Werkstatt mitten in Springdale bei der Lage laesst sich das halt gut bezahlen. Und wir wussten halt nicht, wie weit wir mit dem reifen noch kommen wuerden. Sonst waren wir halt nach Hurricane gefahren. Waere definitiv billiger gewesen. Und klar, bei Walmart zahlt du halt noch weniger.  :roll:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 25.09.2009, 19:34 Uhr
@ Private Paula:

Paul, willkommen an Board  :D

@ USA -Traveller:


Richie, schoen, dich auch hier zu lesen.
Und was Little Finland betrifft, da hatten wir einfach Glueck. Mehr als Glueck sogar  :D

@ Angie:

also das war noch ein harmloser Trail. Normalerweise klettere ich schon noch in anderen Ecken rum :mrgreen:
Kann gar nicht steil genug sein. Und manche Dinge muss man sich halt wirklich erst erarbeiten. Da hilft manchmal tatsaechlich nur rumkraxeln.
Und Ulrich hat keine andere Wahl. Mittlerweile macht es ihm ja auch total Spass.  :D :D :D


@Saguaro:


Ilona, der Zion ist einfach vielfaeltig. Aber das vermutet man halt einfach nicht. Und fuer viele ist der park halt wirklich nur zum Durchfahren gedacht. Schade eigentlich. ist ja im Death Valley genauso. Die Schoenheit erschliesst sich da erst wirklich, wenn man genauer hinsieht.

@ Carovette:

Caro, das geht nicht nur dir so. Wir konnten letztes jahr auch nicht hin, keine Zeit dafuer. Aber wenn ich mal da bin, nehme ich mir wenigstens einen kompletten Tag Zeit, um etwas anzusehen. Es lohnt sich.
Vielleicht klappt es ja irgendwann doch noch mal bei dir  8)
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 25.09.2009, 19:34 Uhr
Hallo Yvonne.

Wir sitzen auch noch mit im Auto...... :lol:, deshalb kommste nicht aus den Füßen......

Das mit der Kolob Terrace Road hat mich neugierig gemacht und ich habe sofort mit Google Maps herumgespielt und es kam mir die Idee

weiter bis Cedar City zu fahren und dann von da aus nach Escalante. Scheint eine schöne Strecke zu sein. Wird zwar ein langer Tag, aber

der Weg ist ja das Ziel. 8)

Wie schauts aus, hast du eine Ahnung, ob die Strecke fahrtechnisch problemlos zu bewältigen ist?

http://tinyurl.com/y8co9ph


W&H
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 25.09.2009, 19:36 Uhr
Hallo Yvonne.

Wir sitzen auch noch mit im Auto...... :lol:, deshalb kommste nicht aus den Füßen......

Das mit der Kolob Terrace Road hat mich neugierig gemacht und ich habe sofort mit Google Maps herumgespielt und es kam mir die Idee

weiter bis Cedar City zu fahren und dann von da aus nach Escalante. Scheint eine schöne Strecke zu sein. Wird zwar ein langer Tag, aber

der Weg ist ja das Ziel. 8)

Wie schauts aus, hast du eine Ahnung, ob die Strecke fahrtechnisch problemlos zu bewältigen ist?

http://tinyurl.com/y8co9ph


W&H

Willi, du nimmst meinen naechsten Tag vorweg!!!!  :shock:

Ist zwar lang, aber kann man durchaus machen. Warte mal, bis der naechste reisetag kommt. Wir sind halt von Cedar City aus weitergefahren bis Escalante  :wink: Es war eine wunderschoene  Strecke
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 25.09.2009, 19:40 Uhr
Willi, du nimmst meinen naechsten Tag vorweg!!!!  :shock:

Man nennt mich auch die Phytia von Aachen......berauschende Dämpfe und so.... :lol: :lol:

Dann harre ich aus und erwarte die Fortsetzung.

Willi
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 25.09.2009, 20:01 Uhr
Willi, du nimmst meinen naechsten Tag vorweg!!!!  :shock:

Man nennt mich auch die Phytia von Aachen......berauschende Dämpfe und so.... :lol: :lol:

Dann harre ich aus und erwarte die Fortsetzung.

Willi


 :grins: :grins: :grins:


Da brauchst du jetzt nicht lange zu warten, es geht ja schon weiter.  :wink:


09.06.2009


Wir standen zu unserer ueblichen Zeit um kurz nach sechs auf. Ein Blick aus dem Fenster bestaetigte uns einen nahezu komplett blauen Himmel. Allerdings sah es noch recht frisch aus. Wir checkten noch kurz das Wetter bei NOAA und erlebten gleich die erste Ueberraschung. Fuer das Cedar Breaks NM waren heute Schneeschauer angesagt!!! :shock: Es war aber doch schon fast Mitte Juni. Im Yellowstone NP waere ich jedenfalls nicht ueberrascht gewesen, aber hier? Okay, da mussten wir heute einfach durch.
Gefruehstueckt wurde heute morgen bei Denny's ein Stueckchen die Main Street runter und danach machte wir uns auch schon auf den Weg. Heute war ein langer Tag geplant.
Die Fahrt fuehrte uns ueber die US 14 durch den Dixie National Forest und schraubte sich in unzaehligen Kurven so langsam aber sicher immer hoeher hinauf. Etwas spaeter wechselten wir dann auf die US 148, die uns nun zum Parkeingang brachte. Hier merkte man sehr schnell, das man sich auf einer Hochebene befand und subalpine Baumbestaende aus Fichten, Aspen und Rottannen dominierten hier das Landschaftsbild.
Wir parkten am Visitor Center und wollten uns nun den Spectra Point trail vornehmen, einer der wenigen Trails, die man hier im Park laufen konnte. Vor allem freute ich mich auf die Ancient Bristlecone Pines, die es auf dem Trail gab.  :D

Diese Baeume konnten ein stattliches Alter von bis zu 1600 Jahren erreichen. Es war unangenehm kalt hier oben. Wir schaetzten, das es wohl gerade mal 4-5 Grad Celsius haben musste. Kein Wunder, das der Park auch erst Anfang Juni offiziell geoeffnet wurde. Wenn jetzt sogar noch winterliche Temperaturen herrschten...
Auf dem Spectra Trail waren wir nahezu alleine, nur ein paar weitere Touris hatten es sich am ersten spektakulaeren Viewpoint bequem gemacht. Das war wirklich unglaublich.
Im Bryce Canyon musste man manchmal aufpassen, niemanden auf die Fuesse zu treten und hier hatte man all das nahezu ganz alleine. Und dazu noch die Ruhe und Einsamkeit.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4128.jpg)

Das Cedar Breaks NM war ebenso wie der Bryce Canyon ein natuerliches Amphitheater mit unglaublichen Ausmassen. Erosionen hatten ein riesiges Stueck vom Markagunt Plateau zu diesem einzigartigen Amphitheater aus Hoodoos und Pinnacles umgeformt und eben dieses bis zu 2000 Fuss tiefe Gebiet entstehen lassen.
Und genau diese Hoodoos waren ebenfalls wie im Bryce Canyon aus den Sedimentgestein der Claron Formation entstanden.
Waehrend wir nun hier oben am Rim entlangliefen, konnte ich ueberhaupt nicht genug von diesem Canyon bekommen, der sich dort vor mir auftat. Wie eine Reihe Zinnsoldaten standen dort die imposanten Hoodoos, dessen orangeroter Farbton am Spaetnachmittag sicherlich unglaublich sein musste.
Mir gefiel es hier wirklich um einiges besser als im Bryce Canyon. Das lag garantiert daran, weil hier nicht so viel los war.
Der Trail fuehrte noch ueber einige liegengeblieben Schneereste und ich haette mir im Traum nicht vorstellen koennen, mit meinen Trekkingsandalen noch im Juni ueber solche Schneereste zu stapfen. Lustig war es schon, nur auf die Dauer wurden die Zehen doch recht kalt. Am eigentlichen Spectra Point angekommen, genossen wir erst einmal die atemberaubende Aussicht ueber das gesamte Plateau und in den Canyon hinein. Die Hoodoos wirkten nahezu, als wuerden sie die Canyonwaende hinaufschleichen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4148.jpg)

Nach Norden blickten wir auf einen viel dunkler erscheinenden Gipfel, den sogenannten Brian Head. Da die oberste Schicht des Brian Head aus Basalt Lava bestand und dadurch viel haerter als die Claron Formation war, hatte die Erosion hier nicht die typischen Hoodoos entstehen lassen.
Schon interessant, die Erdgeschichte auf diese Art und Weise zu betrachten.
Nach einer Weile gesellte sich dann doch jemand zu uns. Und zwar ein ziemlich fettes Murmeltier, das direkt vor uns auf einer Felsnase sass und die eigene Nase in die Sonne reckte. :mrgreen:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4203.jpg)

Durch uns liess sich der kleine Kerl auch ueberhaupt nicht stoeren, hi hi. Er posierte eher fuer uns und wir machten ein paar Fotos. :D Auf dem Weg zurueck stoppten wir sehr intensiv bei den diversen Bristlecone Pines.
Einige Exemplare waren wirklich sehr imposant und reckten ihre knorrigen Aeste in den Wind.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4239.jpg)

Diese Baeume waren wirklich etwas ganz Besonderes und ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, sie nun in Natura zu sehen. Nicht nur das stattliche Alter war es, was sie so aussergewohnlich erscheinen liess. Nein, es waren die widrigen Umstaende, die diese Spezies bevorzugte. Eben solche widrigen Gegebenheiten, wie sie hier zu finden waren.

Wenig Wasser, eine duenne Bodenschicht und eben der staendige Wind. Genau diese Faktoren waren es, in denen ein Bristlecone Pine Tree so richtig gedeihen konnte. Und sie schienen sich nahezu an die Haenge zu klammern und sich dem Wind und Wetter zu beugen. Fast so, als flehten sie um Gnade. Es waren wirklich beeindruckende Baeume.
Wir liefen nun den kleinen Trail zurueck bis zum Visitor Center, stoppten zwischendrin trotzdem immer wieder einmal. Der Anblick dieser roten Felstuermchen war einfach zu schoen.
Selbst jetzt, als die ersten Wolken aufzogen und sich die Sonne eher selten blicken liess. Wir regten uns auch schon gar nicht mehr darueber auf. Es schien so, als wuerde dieses verrueckte Wetter uns den ganzen Urlaub ueber begleiten.
Direkt vom Visitor Center aus ging ein kleiner Weg ab, der uns direkt bis zum 10350 Fuss hohen Point Supreme fuehrte. Auch von hier hatten wir einen sagenhaften Blick auf das Amphiteater.

Aber noch besser war dann das, was wir hier zu hoeren bekamen. Eine Gruppe junger Deutscher filmte gerade mit der Filmkamera, gab hier und da ein paar Kommentare ab. Und da wurde der Cedar Breaks doch tatsaechlich als Cheddar Breaks bezeichnet!!  :shock: :shock: :shock: Also Kaese hatten wir hier ja keinen gesehen, nur lauter Felstuermchen und Hoodoos. Unser Grinsen verkniffen wir uns so gut es ging. Die armen Touris konnten ja nicht wissen, das wir sie sehr genau verstanden hatten. :mrgreen: :mrgreen:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4212.jpg)

Ab sofort benannten wir daher auch alles, wo das Wort Cedar vorkam, einfach in Cheddar. Cheddar Wash Road klang irgendwie interessant, oder? Wir fuhren nun noch die anderen Viewpoints an, die sich uns hier anboten. Viele waren es allerdings nicht, aber trotzdem hatte jeder einzelne etwas fuer sich.
Am Sunset Viewpoint merkten wir deutlich, das es spuerbar kaelter geworden war. So hielten wir uns hier auch nicht allzu lange auf. Ebenso am Chessman Ridge Overlook. Hier wehte ein richtig eisiger Wind. Und als es auch noch anfing, zu schneien und graupeln, war die Entscheidung fix getroffen. :roll:
Kein Alpine Pond Trail, dafuer schleunigst aus dieser ungemuetlicher Ecke fort. Auf Schnee und Schneeschauer hatten wir nun heute so gar keine Lust und hofften auf angenehmere Temperaturen in der Escalante Area. Also hatte NOAA doch recht behalten, wieder einmal. Kurz darauf bogen wir auf die SR 143 Richtung Panguitch ab und gerieten zwischendrin immer wieder in den ein oder anderen Schneeschauer.
Die Landschaft war sehr abwechslungsreich und fuehrte uns ueber baumbewachsene Hochebenen, kleine Seen ueber saftige Wiesen nun langsam aber sicher immer mehr in gemaessigtere Regionen. Aus der Ferne konnten wir die roten Felsformationen des Bryce Canyon sehen, nahezu eingehuellt in eine dicke Wolke aus Schnee und Graupel.
Das war wirklich ungemuetlich.
Normalerweise haetten wir noch einmal kurz am Red Canyon gestoppt, aber mit dem dicken wolkenverhangenen Himmel sah das alles andere als einladend aus.
Die Fahrt auf der UT 12 bis nach Escalante war dann wieder ein voller Augenschmaus.
Wir beide mochten diesen Streckenabschnitt mit den kleinen Orten wie Cannonville und der Durchfahrt durch den Dixie National Forest. Es war wie ein Nachhausekommen, alles war uns so gut bekannt.  :liebe:
Escalante erreichten wir ein Weilchen spaeter und es war kaum zu glauben, die ersten blauen Luecken am Himmel waren zu sehen. Das war wirklich hervorragend. Wir stoppten als erstes am BLM Office gleich am Ortseingang und fragten nach dem Strassenzustand der Hole in the Rock Road sowie den Bedingungen in den Slot Canyons. Allerdings standen nach den heftigen Regenfaellen vor Kurzem auch hier die Slots alle mindestens huefttief unter Wasser. :heulend: :heulend: Das war wirklich frustrierend. So konnten wir uns den Spooky und Peek A Boo Slot morgen ebenfalls abschminken und mussten uns etwas Neues ueberlegen.
Wir haetten gerne bessere Nachrichten gehoert, aber so die Realitaet nun einmal aus.  :roll:

Wir kauften uns hier noch das Hiking from here to wow Buch, da uns das noch fehlte und fuhren dann zu unserer vorgebuchten Unterkunft: dem Rainbow Country B&B (http://www.bnbescalante.com/). Diesen Tip hatten wir aus einem Forum bekommen und wollten es einfach selbst einmal austesten. Es lag etwas versteckt in einer Seitenstrasse von Escalante, aber letzendlich fanden wir es doch sehr zuegig. Escalante war ja nicht so gross. :grins:

Wir parkten und waren kaum die Stufen zum Eingang hinaufgestiegen, da wurden wir schon sehr herzlich von Catherine, der Besitzerin begruesst. Wir bekamen unser Zimmer gezeigt, es war wirklich sehr einladend und gemuetlich. Ich glaube, hier hatten wir wirklich eine gute Wahl getroffen.
Da es noch frueh am Nachmittag war, beschlossen wir, doch noch einmal aufzubrechen und einen unserer geplanten Hikes zu unternehmen.
Wir fuhren auf der UT 12 nach Osten und passierten nun einige der schoensten Abschnitte auf dieser Scenic Road mit atemberaubenden Aussichtspunkten und Canyons, die sich tief in die Landschaft eingeschnitten hatten.
So ein einzigartiger Viewpoint war zum Beispiel der Boynton Overlook, den wir jetzt aber im wahrsten Sinne des Wortes links liegen liessen und auf den unzaehligen Kurven des Highway 12 in die zauberhafte Landschaft aus gelblichen Slickrock eintauchten.
Eine wunderbare Ecke, an der ich mich nie sattsehen konnte. An der kleinen Bruecke ueber den Escalante River bogen wir nach links auf einen Parkplatz ab, hier befand sich der Trailhead unseres Hikes zur Escalante Natural Bridge. In der Zwischenzeit hatte es nahezu komplett aufgeklart und die Sonne liess die umliegenden Canyonwaende in einem warmen Licht erscheinen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4318.jpg)

Das war mehr als wundervoll und wir packten schnell unsere Rucksaecke und unsere Kameras. Dann konnte es auch schon losgehen. Ich betrachtete Ulrich ein wenig skeptisch und mit hochgezogenen Augenbrauen, denn er wollte tatsaechlich mit seinen Wanderschuhen durch den Escalante River laufen.  :shock:
Scheinbar hatte er diesen nassen Part vom Hike verdraengt oder schlichtweg ueberlesen. Ich war eh wieder in Trekkingsandalen unterwegs, da war es egal, wie nass man selbst dabei wurde. Schon nach wenigen hundert Metern kam die erste Flussdurchquerung und ich watete durch das hoechstens knoecheltiefe Wasser.
Ulrich versuchte, ueber ein paar im Fluss ausgelegte Steine ans andere Ufer zu huepfen, aber er scheiterte letztendlich klaeglich und holte sich doch nasse Fuesse. Er war alles andere als erfreut, denn mit nassen Boots lief es sich wirklich nicht besonders gut. :mrgreen:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4346.jpg)

Der sandige Trail fuehrte fast ausnahmslos am Ufer des Escalante River entlang und zu beiden Seiten erhoben sich glattgeschliffene Felsdome und schroffe Klippen aus Navajo Sandstein, die etlichen Golden Eagle Unterschlupf boten. Wir durchquerten die naechste Furt, ebenfalls nicht besonders tief und liefen auf dem gut ausgetreteten Pfad weiter vorwaerts. Auf einer Art Plateau mit unzaehligen Sagebrush und Rabbitbrush, Prikley Pear Kakteen und rotorange bluehenden Globemellow ging es weiter, waehrend unzaehlige Cottonwood Trees und Willows das Flussufer saeumten. Die Landschaft war wirklich schoen und so typisch fuer diese Gegend.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4323.jpg)

Diese unendliche Ruhe und Stille war wunderbar. Wir sogen die ganzen Eindruecke nahezu in uns auf, genossen einfach alles rings um uns herum, fotografierten. Es hatte sich mittlerweile wieder zugezogen und sah ein wenig nach Regen aus. Also nicht Neues. Erschuettern konnte uns nun nahezu nichts mehr. Flussquerung Nummer drei und vier folgten und schon bald kam die Escalante Natural Bridge in Sicht.
Hoch oben in einer Felswand thronte sie, gross und maechtig und schon sehr beeindruckend. Mit einem blauen Himmel als Hintergrund waere es sicherlich noch beeindruckender gewesen, aber na ja.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4353.jpg)

Die Bridge selbst war gut 100 Fuss weit und sollte laut unserem Hiking Guide die fuenftgroesste in der Glen Canyon Region sein. Wir jedenfalls kamen uns hier unten am Flussufer arg klein vor.
Und trotz des jetzt arg bedeckten Himmels war dies eine wunderschoene Wanderung, die uns beiden sehr gut gefiel. Abgesehen von den nassen Fuessen natuerlich, die Ulrich nun hatte. :mrgreen:
Auf dem Rueckweg wechselten sich Sonne und Wolken immer wieder ab. Der Suedwesten haette sich nicht dramatischer praesentieren koennen.
Sah es einen Moment lang aus, als es wuerde es in der naechsten Sekunde ein Donnerwetter geben, so war kurz darauf schon wieder alles vorbei und die dunklen Wolken weitergezogen. Dramatisch sah es allmal aus, denn die schwarzen Wolken bildeten einen interessanten Kontrast zum roten Sandstein.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4389.jpg)

Das Land war so lebendig, so eindrucksvoll. Nicht nur der rote Sandstein war es, der diese Ecke ausmachte. Es waren ebenso die Pflanzen, die Tiere und vor allem das Wetter. Alle paar Minuten eine neue Ueberraschung.
Auch wenn wir glaubten, schon alles gesehen zu haben, es gab doch immer wieder etwas, was uns dann tief beeindruckte.

Dieses Stueck Suedwesten, so staubig und oede es fuer viele auf dem ersten Blick wirken mochte, hatte doch etwas an sich, was mich immer wieder auf's Neue fasszinierte und in den Bann zog. Es veraenderte sich von einem Tag auf den anderen.
Es gab hier Leben, Wachstum und Tod.
Selbst die kleinsten Lebewesen kaempften hier ums Ueberleben und mir fielen die vielen Lizards ein, die sich ihren Platz behaupten mussten. Das passierte schon auf kleinsten Raum. Die Wueste lebte, sie atmete, ernaehrte.
Und sie gab jedem Lebewesen, was es brauchte. Ach, es war jedes Mal wieder wunderbar, das alles sehen zu koennen, zu fuehlen, zu riechen. Genau das war es einfach, was ich so am Suedwesten mochte.

Wir erreichten nach den vier Wasserquerungen wieder den Parkplatz und Ulrich begann erst einmal, seine nassen Wanderschuhe abzutrocknen. Die wuerden sicherlich eine Weile brauchen, um wieder trocken zu werden. Wir fuhren die UT 12 nun wieder zurueck, nach Westen, und erneut durchquerten wir das herrliche Slickrock Gebiet, durch das sich der Highway wie ein schwarzes Band schlaengelte.
Am Boynton Overlook (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4434.jpg) legten wir einen kurzen Stop ein. Wir mochten diesen Viewpoint unheimlich und man konnte so unheimlich weit blicken.
Die Fahrt ging weiter, fuehrte uns wenige Meilen von Escalante entfernt auf die Hole in the Rock Road. Diese Backcountry Road fuehrte auf gut 57 Meilen bis zum eigentlichen Hole in the Rock, einem Drop Off, der eine Verbindung it dem Lake Powell darstellte.
Wir wollten heute aber nur die ersten 12 Meilen fahren, bis zum Devils Garden. Wir liebten einfach diese kleinen Sandsteinfiguren und Gnome, daher war ein Besuch auch dieses mal wieder Pflicht. Die HiTRR war bis zum Devils Garden in einem guten Zustand und auch mit einem PKW machbar.
Es gab zwar auch hier etwas Washboard, aber bei vorsichtiger Fahrweise sollte das auch fuer ein normales Fahrzeug kein Problem darstellen. Wir parkten unseren Silverbird auf den schoen angelegten Parkplatz und gingen dann auf Erkundungstour.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4457.jpg)

Es war so schoen, hier noch einmal herumzustoebern und gerade jetzt am Spaetnachmittag wirkten die Sandsteinfiguren und Hoodoos einfach unheimlich gut. Wir marschierten einfach los und stoeberten ein wenig herum. So gross war das Gebiet nicht, aber es bot unhemlich viele Fotomoeglichkeiten.
Hinter jeder Kurve erwartete uns ein neuer Anblick. Auch wenn ich nun schon so viele Male hier war, ich genoss den Anblick der kleinen Sandsteinfiguren jedes Mal auf's Neue.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4493.jpg)

Die Sonne stand mittlerweile schon recht tief und tauchte alles in ein weiches Licht, die Schatten wurden langsam laenger. Hier und da huepfte ein Jackrabbit entlang, aber ansonsten war keinerlei Getier auszumachen.
Die sonst so lebendige Wueste befand sich eher in einer Art Dornroeschenschlaf, abgesehen von ein paar seichten Windboen, die sich in den Blaettern der Bueshe verfingen und diese wispern liessen.
Wir konnten uns gar nicht von dieser wundervollen Ecke trennen.
Erst, als die Sonne hinter ein paar Wolken verschwand und keine Anstalten machte, wiederzukommen, machten wir uns auf dem Weg zurueck zum Auto. Erst jetzt sahen wir auch, das sich hinter den Straight Cliffs des Kaiparowits Plateau eine riesige Gewitterfront aufgebaut hatte, die sich nun duester immer weiter ausbreitete. Das sah wirklich dramatisch aus. :shock: Kleine Luecken in der Wolkendecke liessen ganz ungewoehnliche Licht und Schattenspiele aufkommen und wir mussten unterwegs noch einmal anhalten, um ein paar Bilder zu machen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4528.jpg)

Wir fuhren weiter Richtung Escalante. Vereinzelte lokale Regenschauer gingen hernieder, einen Schleier aus Wasser vor sich herziehend, der aber nie den Erdboden erreichte, sondern schon vorher in der Luft verdunstete.
Was fuer ein Anblick. Hin und wieder zuckten einzelne Blitze am Himmel, in der Ferne grollte der Donner.
 Das war Monsoonzeit.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4532.jpg)

Wir erreichten Escalante und parkten vor dem Outfitter. Jetzt hatten wir beide erst einmal ordentlich Hunger und total Lust auf Pizza. Und die Pizza hier im Outfitter war ja immer sehr lecker.  :wink:
Normalerweise wuerden wir uns ja draussen auf die Terrasse setzen, um die Kolibris zu beobachten, aber dazu war es jetzt zu kuehl und ungemuetlich geworden.
Wir teilten uns einen Pitcher Sam Adams sowie eine Pizza (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_IMG_5104.jpg), die auch so noch gross genug war. Gut gesaettigt ging es danach dann zurueck zum B&B, wo wir von Catherine froehlich zurueck begruesst worden. Da die Tueren dort nie abgeschlossen waren, konnten wir einfach kommen, wann wir wollten. Irgendwie eine ungewohnte Sache.
In unserem Zimmer luden wir noch die Fotoausbeute von heute auf unsere Computer und checkten kurz die Mails. Danach fielen wir aber wie ein Stein ins Bett. Ein langer und ereignisreicher Tag neigte sich nun dem Ende zu.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 25.09.2009, 20:10 Uhr
Hehehe..

Cheddar Breaks, muss ich hin.... :lol: :lol:

Dann werde ich mir aber was einfallen lassen müssen.....mal schauen.

W&H
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 25.09.2009, 20:15 Uhr
Hehehe..

Cheddar Breaks, muss ich hin.... :lol: :lol:

Dann werde ich mir aber was einfallen lassen müssen.....mal schauen.

W&H


aber mit der Kolob Terrace wird das ein sehr sehr langer Tag. Ich wuerde das eher aufteilen, so wie wir es gemacht haben.
Kannst halt nur langsam fahren wegen den vielen Kurven auf der Strecke. Ausserdem ist sie viel zu schoen, um nur fix durchzufahren. Da haelt man andauernd an  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Ganimede am 25.09.2009, 22:17 Uhr
Hallo Yvonne

Ich bin auch noch dabei  :winke:


Unser erstes Ziel fuer heute sollte der Pine Creek Waterfall sein, der sich im Nachhinein eher als Cascade herausstellte. An

Wir waren vor ein paar Wochen auch beim Pine Creek Waterfall, aber der sah definitiv anders aus  :verwirrt:  Bei uns war noch ein schöner kleiner Teich davor und der Wasserfall war so 8 - 10 Meter hoch in drei Stufen.


Wie schauts aus, hast du eine Ahnung, ob die Strecke fahrtechnisch problemlos zu bewältigen ist?

http://tinyurl.com/y8co9ph

W&H

Die Strecke sind wir auch gefahren und sie war wirklich schön. Vor allem der erste Teil bis zum Lake. Danach ist es eine normale Schotterstraße durch den Wald. Einige Meilen vor dem Zusammentreffen mit dem Highway hat man eine wunderschöne Fernsicht über Cedar City. Ihr braucht aber nicht die Kanarra Road zur Interstate nehmen sondern ihr bleibt einfach auf der Kolob Road   Klick nach Google Maps (http://maps.google.com/maps?f=d&source=s_d&saddr=Virgin,ut&daddr=Kolob+Rd+to:37.602536,-113.006401+to:Escalante,+UT,+Vereinigte+Staaten&hl=de&geocode=%3BFbS2OwIdLSxD-Q%3B%3B&view=text&mra=dpe&mrcr=0&mrsp=2&sz=12&via=1,2&doflg=ptk&sll=37.584038,-112.997475&sspn=0.14066,0.305901&ie=UTF8&ll=37.432341,-112.916107&spn=0.563779,1.223602&z=10)

Gruß
Volker
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 25.09.2009, 22:59 Uhr
Hallo Yvonne

Ich bin auch noch dabei  :winke:


Unser erstes Ziel fuer heute sollte der Pine Creek Waterfall sein, der sich im Nachhinein eher als Cascade herausstellte. An

Wir waren vor ein paar Wochen auch beim Pine Creek Waterfall, aber der sah definitiv anders aus  :verwirrt:  Bei uns war noch ein schöner kleiner Teich davor und der Wasserfall war so 8 - 10 Meter hoch in drei Stufen.



hey Volker,

willkommen an Board.
Tja, wenn wir noch einige Meter weiter gegangen waeren, dann saehe der Waterfall auch so aus wie du den kennst.  :D
Wir waren aber in Anbetracht des weiteren Programmes doch etwas zu faul, um weiterzuklettern
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 26.09.2009, 11:11 Uhr
Zitat

Aber noch besser war dann das, was wir hier zu hoeren bekamen. Eine Gruppe junger Deutscher filmte gerade mit der Filmkamera, gab hier und da ein paar Kommentare ab. Und da wurde der Cedar Breaks doch tatsaechlich als Cheddar Breaks bezeichnet!!  :shock: :shock: :shock: Also Kaese hatten wir hier ja keinen gesehen, nur lauter Felstuermchen und Hoodoos. Unser Grinsen verkniffen wir uns so gut es ging. Die armen Touris konnten ja nicht wissen, das wir sie sehr genau verstanden hatten. :mrgreen: :mrgreen:


Hallo Yvonne,

das waren bestimmt Schwaben :lolsign:, die könnet des net so gut ausschpreche ...

(Ich hoffe, es ist jetzt niemand beleidigt, denn ich habe mich damit auch selbst auf die Schippe genommen  :zwinker:).

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: SusanW am 26.09.2009, 14:23 Uhr
Hallo Yvonne,

bin auch noch (wieder) an Bord  8) Eine schöne Reise, wenn auch das Wetter nicht immer so mitgespielt
hat.
Hab mich besonders über mal was anderes vom Zion gefreut. Wir lieben diesen Park
und uns ist jeder Vorwand recht um wieder zu kommen  :wink: Und nun gibts ein paar neue Ziele  :lol:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.09.2009, 19:17 Uhr

das waren bestimmt Schwaben :lolsign:, die könnet des net so gut ausschpreche ...

(Ich hoffe, es ist jetzt niemand beleidigt, denn ich habe mich damit auch selbst auf die Schippe genommen  :zwinker:).



grins :grins:

Also nach Schwaben hoerten sich die Touris zwar nicht an, aber es war wirklich witzig. Wir hatten ja schon einiges gehoert, aber das war wirklich genial.  :wink:


Hallo Yvonne,

bin auch noch (wieder) an Bord  8) Eine schöne Reise, wenn auch das Wetter nicht immer so mitgespielt
hat.
Hab mich besonders über mal was anderes vom Zion gefreut. Wir lieben diesen Park
und uns ist jeder Vorwand recht um wieder zu kommen  :wink: Und nun gibts ein paar neue Ziele  :lol:


Hallo Susan,


schoen, noch ein Zion Liebhaber. Kann ich ja wirklich nur zu gut verstehen. Wie gesagt, beim naechsten Besuch ist der East Zion noch mal auf unserer Liste, habe da noch so einige nette Hikes auf der Liste stehen, die unbedingt mal sein muessen.
Was das Wetter betrifft, wir versuchen das beste daraus zu machen. Und mittlerweile wissen wir ja auch, das Mostly Sunny dann Mostly cloudy oder Overcast bedeutet.  :roll:
Konnten wir tatsaechlich jedes mal nach gehen. Wenn der NOAA Mostly Sunny ansagte, war es immer cloudy oder total bedeckt
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 30.09.2009, 14:31 Uhr
Tut Tuuut. Ich steh hier mit laufendem Motor und möchte weiterfahren. :lol: :lol:


(http://www.smilies.4-user.de/include/Fahrzeuge/smilie_car_031.gif) (http://www.smilies.4-user.de)

Willi
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: vatikano am 30.09.2009, 15:17 Uhr
Leider muß ich hier aussteigen

Habe am Samstag noch was vor  :D

(http://www.smilies.4-user.de/include/Fahrzeuge/smilie_car_036.gif)

http://patti-usa.npage.de
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 01.10.2009, 03:48 Uhr
Tut Tuuut. Ich steh hier mit laufendem Motor und möchte weiterfahren. :lol: :lol:


Willi, du musst noch etwas warten. Momentan sind wir in Albuquerque, da komme ich einfach nicht dazu zum Weiterschreiben.
Ich versuche am Freitag was einzustellen.

@ Vatikano:

vielleicht kannst du ja dann am Freitag doch noch einen Tag geniessen, ehe es bei dir selbst auf Tour geht.  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 01.10.2009, 10:52 Uhr
Habe jetzt Deinen Bericht bis hier her auch gelesen - gefällt mir! Auch weil ich an einigen Stellen vor Kurzem auch noch war!

Das reicht mir dann aber auch, werde sicherlich kein 2. Mal z.B. zur White Pocket fahren - wie ich ja überhaupt den Südwesten für lange Zeit (oder für immer?) den Rücken kehre!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Susan26 am 01.10.2009, 10:54 Uhr
Das reicht mir dann aber auch, werde sicherlich kein 2. Mal z.B. zur White Pocket fahren - wie ich ja überhaupt den Südwesten für lange Zeit (oder für immer?) den Rücken kehre!

Matze, das ist aber eine harte Entscheidung ... so furchtbar kann doch kein Urlaub sein (noch nicht mal auf Malle  :lol: ) ... und überhaupt: Sag niemals nie - ist auch mein Motto :-)
Susan
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 01.10.2009, 11:05 Uhr
Das reicht mir dann aber auch, werde sicherlich kein 2. Mal z.B. zur White Pocket fahren - wie ich ja überhaupt den Südwesten für lange Zeit (oder für immer?) den Rücken kehre!

Matze, das ist aber eine harte Entscheidung ... so furchtbar kann doch kein Urlaub sein (noch nicht mal auf Malle  :lol: ) ... und überhaupt: Sag niemals nie - ist auch mein Motto :-)
Susan

Hat nichts mit "furchtbar" zu tun! Bin einfach nur der Meinung, und nach diesem Urlaub wurde diese bestätigt, dass es noch viele andere Ecken der USA gibt, die sich lohnen besucht zu werden! (Route 66, Alaska, New England Staaten, New York, die großen Seen usw.)
Von den roten Steinen habe ich genug gesehen, irgendwie besteht auch eine gewisse Ähnlichkeit (Felsen, Arches, Dome usw.), die besonderen Hoodoos habe ich nun gesehen!
Hatte schon die letzten 2 - 3 Tage keine große Lust mehr auf rote Steine, die White Pocket brachte dann noch mal was "Neues" - aber nicht, dass man noch mal hin müßte (auch wegen der Anfahrt - bin nicht der Geduldigste! Eine halbe Stunde für eine Meile....ist nicht so mein Ding!).
War dann richtig erfreut, als es auf der Rückfahrt nach LV durch grüne Wälder ging!


PS.: Vielleicht kommt ein RB - da wird es dann deutlicher, wie ich es teilweise empfunden habe!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 01.10.2009, 11:11 Uhr
Zitat
irgendwie besteht auch eine gewisse Ähnlichkeit (Felsen, Arches, Dome usw.), die besonderen Hoodoos habe ich nun gesehen!

Matze, ich bin da auch deiner Meinung, deshalb habe ich für unsere nächste Tour tüchtig gemixt.

http://forum.usa-reise.de/index.php?topic=41069.msg557349#msg557349

Ein paar rote Steine sind aber auch dabei, ich hab da noch ein paar Rechnungen offen..... :lol:

Willi
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Susan26 am 01.10.2009, 11:16 Uhr
Matze, das klingt doch schon ganz anders ... ich sehe das auch so, dass es noch viele schöne und interessante Ecken auf dieser Welt gibt. Für mich müssen die auch gar nicht mal unbedingt in Amerika sein ;-) Aber man hat ja leider für all die schönen Ziele viel zu wenig Urlaub :-(
Über deinen RB würde zumindest ich mich schon einmal seeeeehr freuen, denn so ganz Rote-Steine-gesättigt bin ich noch nicht, komme aber erst einmal nur virtuell über den großen Teich ... vo daher: schreib auf!

@Yvonne: Sorry für die Störung deines RB ... jetzt halt ich wieder meine Klappe und warte bis ihr aus Albuquerque wieder zurück seid und es weitere tolle Ecken zu bestaunen gibt  8)
Susan
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: SusanW am 01.10.2009, 21:33 Uhr
Hallo Yvonne,

wie die Signatur unschwer erkennen läßt, muß ich leider auch erstmal umsteigen  :? 
Sardinien klingt aber auch sehr vielversprechend  8)  :wink:

Und dann gibts noch etwas auf das ich mich nach der Rückkehr freuen kann  :D

Was den Zion betrifft: immer her mit guten Tipps ( z. B. für Ostern 2010  :wink:  )
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 02.10.2009, 21:09 Uhr
So, nach langer Pause geht es nun weiter. Bin zwar immer noch in Albuquerque, aber ich goenne euch einen weiteren Tag.
Heute wird gewandert, also alle Wanderschuhe anziehen.  :wink:

10.06.09

Wir hatten beide wunderbar geschlafen. Der erste Blick heute morgen fuehrte natuerlich wieder zum Fenster, fuer den ersten Wettercheck. Am Kaiparowits Plateau hatten sich wieder ein paar Schleierwolken angesammelt, das war natuerlich nicht so berauschend. Nachdem der eigentlich geplante Trip zu den Slot Canyons an der Hole in the Rock Rock nun buchstaeblich ins Wasser fiel, hatten wir uns als Alternative fuer den Broken Bow Arch entschieden. Dieser stand eh schon laenger auf meiner Liste und heute war die Gelegenheit.  :wink:
Nun hielt uns aber erst einmal nichts mehr und ein verlockender Kaffeeduft aus der oberen Etage des B&B zog uns magisch an. Im Esszimmer, dessen Mittelpunkt ein grosser Tisch war, hatten sich einige der anderen Gaeste versammelt und Catherine machte uns einige hervorragende Pancakes. Oh, das war wirklich lecker. Nachdem wir am Ende die Letzten beim Fruehstuecken waren, unterhielten wir uns mit Catherine ueber unsere heutigen Plaene. Das war wirklich klasse, denn sie hatte noch unheimlich viele Tipps fuer uns und versorgte uns mit unzaehligen Infos fuer unseren geplanten Hike. Nebenbei erzaehlte sie noch so einige lustige Anekdoten und kamen wir am Ende doch spaeter los als geplant.
Wir tankten noch am Ortsausgang und fuhren dann auf der UT 12 nach Osten, bis nach knapp 5 Meilen auf der rechten Seite der Abzweig zur Hole in the Rock Road kam. Mittlerweile waren wieder ein paar sehr dunkle Wolken aufgezogen, das sah nicht so vielversprechend aus. Hin und wieder fielen auch ein paar Tropfen Regen, die es tatsaechlich bis zur Erde geschafft hatten. Hoffentlich wuerde sich das wieder verziehen...  :roll:
Gleich auf den ersten Meilen hatten wir wieder eine Begegnung mit einer Herde Steaks, die ganz gemuetlich mitten auf der Strasse umherliefen und dafuer sorgten, das nahezu ein kleiner Verkehrstau entstand. Grins. :mrgreen:
Bis zur Countygrenze war die HiTRR sehr gut zu fahren, nahezu wie ein normaler Highway. Sah man mal vom Washboard ab, das hin und wieder auftauchte. Aber kaum waren wir im Kane County, aenderte sich auch der Strassenzustand schlagartig und neben richtig ueblen Washboard und Schlagloechern mussten wir immer wieder einigen tief eingefahrenen Spuren ausweichen, die durch den Regen der letzten Zeit entstanden waren.
Wir folgten der Strecke weiter nach Sueden und  passierten Weideland, so weit wir blicken konnten. Diese Weite hier, die war einfach unglaublich. Wir hielten auf einer kleinen Anhoehe und schauten ueber die Ebene zurueck bis zum Kaiparowits Plateau, wo sich wieder eine duester ausschauende Wolkenwand aufgebaut hatte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4550.jpg)

Das savannenaehnliche Gras wogte leicht im Wind und die einzelnen Straeucher, die sich hier in den Boden geklammert hatten, boten nur wenig Schutz vor der teilweise sengenden Hitze. Heute war es aber fuer diese Jahreszeit eher angenehm und alles andere als heiss. Wir folgten der Strasse weiter nach Sueden, die sich hier wie eine gerade Linie durch diese Ebene zog und nur selten von einer Kurve oder einen Abzweig unterbrochen wurde.
Ungefaehr bei Meile 24 kam dann ein groesserer Bereich auf der Strecke, der aus Gypsum bestand und wir mussten etwas vorsichtiger fahren. Denn dieser Bereich war arg ausgewaschen und mit unzaehligen angetrockneten Schlammkrusten versehen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4563.jpg)

Wir zogen eher eine lange Staubfahne hinter uns her, als wir diesen Bereich durchquerten und ich konnte mir gut vorstellen, was hier bei Feuchtigkeit passierte. Jedenfalls kein angenehmer Gedanke. Aber auch so war die Strecke nicht so angenehm zu fahren, das Washboard war teilweise wirklich uebel und wir waren ueber kleine Sandpassagen richtig erleichtert.
Es folgten ein paar Washquerungen, die Strecke war daher in diesen Bereichen noch etwas rauher. Immerhin wechselte das Landschaftsbild nun ein wenig, es wurde huegeliger. Zwischendrin war es ja doch eher sehr langweilig gewesen.
Vor uns tauchte nun auf der linken Seite der sogenannte Dance Hall Rock auf, ein sehr prominenter Felsen aus Navajo Sandstein, an dessen Haengen sich jede Menge Slickrockflaechen befanden.
Sollten wir auf dem Rueckweg noch etwas Zeit haben, wollten wir hier ein wenig herumstoebern. Denn der Fels reizte uns irgendwie ein wenig.
Wir fuhren noch immer weiter nach Sueden, durchquerten den Carcass Wash und kurz darauf den Sooner Wash. Rings um uns befanden sich wunderschoene Felsdome aus Entrada Sandstein, die zum Erkunden einluden. Wir liessen sie aber links liegen und konzentrierten uns auf den felsigen Abschnitt auf der Strecke, der aber sehr gut zu fahren war und wir benoetigten auch keinen 4WD. Gut eine Meile spaeter kam auf der linken Seite eine kleine Seitenstrasse, das war unser Abzweig, der zum Willow Gulch Trailhead fuehren sollte.
Den Parkplatz erreichten wir wenig spaeter und nur ein weiterer SUV stand hier noch. Wir packten unsere Sachen und Fotoausruestung zusammen und trugen uns noch ins Trailregister ein, in dem wir so einige sehr bekannte Namen entdeckten. Interessant. Wir folgten nun einem schmalen Pfad hinunter zu einer Sandduene, doch vorher passierten wir noch einen aussergewoehnlich sehenswerten Hoodoo. Klasse, besonders die weissen Wattewoelkchen im Hintergrund hatten was.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4603.jpg)

Gluecklicherweise war das schlechte Wetter in der Escalante Ecke geblieben und hier wurden wir mit strahlenden Sonnenschein belohnt. So etwas hatten wir nach den eher durchwachsenen Tagen der letzten Zeit wirklich mal gebraucht. Wir ueberwuerten die Sandduene, dessen warmer Sand meinen Fuessen sehr schmeichelte und ereichten nach gut 300 Metern einen Wash. Slickrock Felsendome erhoben sich zu beiden Seiten, dessen farbenpraechtiger Navajo Sandstein einen wundervollen Kontrast zum blauen Himmel abgab. Diese Roten Felsen waren schon toll.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4624.jpg)

Es folgte ein kleiner Slot, ueber dessen Klettereinlage ich natuerlich hocherfreut war. :D Aber es war kaum der Rede wert. Wir passierten eine Stelle, an der sich unterschiedliche Washs und Canyons kreuzten. Wir gingen aber geradeaus weiter und schon tauchten die ersten Willows auf, die dem Willow Gulch seinen Namen gaben. Unzaehlige Cottonwood Trees saeumten die sandigen Baenke am Ufer des Washs und immer wieder stiessen wir auf ein nahezu undurchdringbares Dickicht aus Tamarisken. Die wurden wirklich zur Plage und breiteten sich immer weiter aus. In vielen Teilen hier im Suedwesten versuchte man nun, die Tamarisken loszuwerden und auch wir fluchten hin und wieder ganz schoen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4633.jpg)

Kurz darauf hatten wir dann unsere erste Schlangenbegegnung, was mich ja ganz besonders freute, da ich Schlangen einfach total gerne mochte. :groove: An einen der Felsen gekuschelt und die warme Sonne geniessend sah ein kleiner Rattler. Erst im Nachhinein konnten wir herausfinden, das es eine Midget Rattlesnake war.
Diese Spezies an Klapperschlangen hielt sich ganz besonders gerne in Canyons auf und die Groesse war nun nicht gerade beeindruckend. Der kleine Kerl war noch nicht mal einen Meter lang und genauso unbeeindruckt von uns wie wir von ihm. :mrgreen:

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4639.jpg)

Und das Klappern klang auch eher wie das Zirpen einer Grille. Aus gut ein bis eineinhalb Metern Entfernung schauten wir uns nun an. Wir machten Fotos, der Rattler machte von seiner Klapper Gebrauch, ehe er langsam davonschlaengelte. Ihm gefiel wohl die Vorstellung nicht so besonders, als Fotomodell zu enden, was bei uns natuerlich zwangslaeufig der Fall war.:grins: Wir kaempften uns nun erst einmal weiter durch das Dickicht und genossen diesen wunderbaren Canyon. Mittlerweile hatte der Wash auch etwas mehr Wasser und hin und wieder ein paar tiefere Pools, die von unzaehligen Kaulquappen und kleinen Fischen bevoelkert wurden.
Die Landschaft wurde immer eindrucksvoller und so folgten immer wieder ein paar Fotostopps am Wegesrand. Nach einer Weile watete ich dann auch mitten durch den Wash, was ja mit meinen Trekkingsandalen ohne Weiteres machbar war. Mir war es letztendlich zu anstrengend geworden, immer dem Pfad entlang des Ufers zu folgen oder um zusaetzliche Felsen herumzuklettern.
Ulrich allerdings musste mit seinen Wanderschuhen diese Variante waehlen, nachdem seine Schuhe nach der gestrigen Aktion ja wieder weitgehend getrocknet waren. Ich musste nur hin und wieder auf die armen Kaulquappen aufpassen, die verirrten sich leider viel zu haeufig zwischen meinen Zehen und ich musste sie immer wieder in einer Rettungsaktion rausfischen.:grins: Wir kamen an einigen kleinen Kaskaden vorbei, die kaum mehr Wasser fuehrten und mussten auf dem feuchten Fels aufpassen, nicht auszurutschen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4677.jpg)

Unzaehlige Male querten wir nun den kleinen Creek, da der Pfad mal am linken, mal am rechten Ufer entlangfuehrte oder einfach mal de Uferbereich total verliess. Zur einen Seite ragten die Felswaende steil in die Hoehe und schienen auch immer enger zu werden, je tiefer wir in die Gulch hineinliefen. Unzaehlige dunklere Auswaschungen und schwarze Linien aus Desert Varnish zierten die Felswaende, verursacht durch die diversen Mineralien, die sich im Sandstein befanden und bei starken Regenfaellen einfach aus dem Fels rausgewaschen wurden. Toll sah es aus, denn es gab dadurch wirklich schoene Muster.


(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4689.jpg)

Nach einer Kurve sahen wir ihn dann auch vor uns, den Broken Bow Arch. Wirklich ein imposanter Arch. Und zur Feier des Tages verschwand dann die Sonne erst einmal hinter einigen dicken Wolken, die sich klammheimlich angeschlichen hatten. Na super, das kam uns ja so bekannt vor. Allzu lange sollte es aber nicht dauern, bis der Arch wieder im rechten Licht stehen wuerde und ich nutzte die Zeit, um noch ein wenig weiter im Creek zu laufen.
Zu entdecken gab es einiges. Neben jeder Menge Pools gab es auch Hanging Gardens, die von unzaehligen Gruenpflanzen und Farnen bevoelkert waren und eine wunderschoene gruene Oase gebildet hatten. Selbst einige Crayfish, eine Art Flusskrebs, konnte ich hier entdecken. Hier konnte man wirklich ewig herumstoebern. So langsam kam auch die Sonne  wieder hervor und lief zu Ulrich zurueck, der neben ein paar Bildern eine kleine Pause eingelegt hatte.
Und nun entfaltete der Arch seine ganze Pracht vor uns.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4741.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4755.jpg)

Wahnsinn, wie imposant der doch war.  Ein wirklich beeindruckender Arch, der uns auf einmal total winzig erscheinen liess. Nach etlichen Fotos machten wir uns dann so langsam auf dem Rueckweg. Der zog sich natuerlich auch wieder etwas in die Laenge, da wir zwischendrin doch immer wieder stoppten. Das ging gar nicht anders.:grins: Der letzte Anstieg den Sandhuegel hinauf war dann doch recht knackig und wir waren froh, dann wieder am Auto zu sein.
Vor allem aber warteten dort ein paar schoene kuehle Getraenke auf uns. Gut gestaerkt traten wir dann den Rueckweg an. Die Washquerungen stellten keine Probleme dar und sehr bald erreichten wir den Dance Hall Rock, wo wir unseren Silverbird erst einmal parkten und auf Erkundungstour gingen. Ein kleiner Pfad fuehrte zur Flanke des Sandsteinfelsen und wir stoeberten hier ein wenig herum.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4589.jpg)

Schon bald entdeckten wir einen Bereich mit wunderschoen gemusterten Sandstein und die Strukturen bildeten nahezu ein Kunswerk. Das sah wirklich klasse aus. Es war schon erstaunlich, welche Meisterwerke die Natur doch zustande bringen konnte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4779_Kopie.jpg)

Wir liefen weiter und nahmen die eine Flanke in Angriff. Von hier aus konnten wir ueber den Slickrock auf den Felsen aufsteigen und es war hier bei  Weitem nicht so steil wie auf der gegenueberliegenden Seite. Wie ausgedehnt und gross der Felsen doch war. Das vermutete man auf dem ersten Blick ueberhaupt nicht. Oben angekommen, liefen wir erst einmal eine ganze Weile auf dem Fels herum, den Blick auf das Kaiparowits Plateau gerichtet.
 Es war recht windig und wir mussten aufpassen, nicht umgeblasen zu werden. Das waere hier nicht so besonders gut gewesen, denn einige sehr tiefe Potholes befanden sich hier, die etliche Meter tief waren. In einigen der Potholes befanden sich sogar Baeume, die hier oben ein einsames Dasein fristeten. Erstaunlich, wie sie in dieser kleinen Oase existieren konnten. Noch erstaunlicher war, das es sogar wassergefuellte Potholes gab, in denen Baeume wuchsen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4797.jpg)

Wow, der Blick war echt genial. Und Ulrich sah vom Rand aus so winzig aus. Die Dimensionen hier waren wirklich gewaltig. So etwas haetten wir beide  nicht in dieser Form erwartet. Nachdem wir nun ausgiebig herumgestoebert hatten, machten wir uns auf den langen unsanften Rueckweg. Selten hatten wir eine Backroad als so nervig empfunden wie diese hier.
So entschieden wir uns am Ende auch, nicht die gesamte HiTRR zu fahren, sondern ein paar Meilen vorher auf die Cedar Wash Road abzubiegen, die dann mitten in Escalante enden wuerde. Na ja, klar, bei uns hiess sie ja jetzt Cheddar Wash Road und war in einem erstaunlich guten Zustand. :D Kaum Sand vorhanden, keine anspruchsvollen Stellen. So waren wir fix in Escalante und stoppten am Escalante Outfitter. Da die Pizza gestern so gut war, wollten wir heute gleich noch eine essen. Und erneut war sie super kosestlich und selbst Ulrich konnte gar nicht genug davon bekommen.
Normalerweise war er ja nicht so ein Pizza Fan. Nach dem Essen stoeberten wir noch ein wenig im Store und ich fand auch gleich zwei Buecher ueber den Suedwesten, die ich noch nicht hatte. Eines davon war von Terry Tempest Williams und da hatte ich schon ewig nach gesucht.
Es war also ein durchaus gelungener Tag. Zurueck im B&B quatschten wir noch kurz mit Catherine und erzaehlten von unserer tollen Tour heute. Anschliessend ging es eine Runde in den wundervollen Hot Tub unter dem Sternenhimmel. Besser konnte es uns doch eigentlich gar nicht gehen.:daumen: Nach dieser wunderbaren Open Air Hot Tub Session lueden wir noch unsere Bilder hoch und schickten ein paar Gruesse ans Forum. Gegen Mitternacht gab es dann den Matrazenhorchdienst.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: mannimanta am 02.10.2009, 21:46 Uhr
Cool, der Baum in dem Pothole...

oder der spinnennetzartig gemusterte Sandstein...:groove:

Auch der Hoodoo kommt mir bekannt vor, tolles Foto!

Wir waren jetzt schon einige Male im Südwesten, haben aber noch nie
eine Schlange gesehen. Nicht mal eine winzig kleine...

Na ja, wer weiß, wozu es gut war... :wink:

Gruss,
Manni
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 02.10.2009, 21:55 Uhr

Yvonne, das war ja ein fantastischer Tag :daumen: :D. Er hat euch wohl für viel entschädigt, denn auch wettermäßig war es super :D.

Die Schlange war wirklich nur 1 m lang? Sie wirkt irgendwie so groß.

Schön, dass du uns sogar von Albuquerque aus diesen Tag spendiert hast - danke :D.


LG, Angie
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 02.10.2009, 22:03 Uhr
Cool, der Baum in dem Pothole...

oder der spinnennetzartig gemusterte Sandstein...:groove:

Manni, das war wirklich toll, haette den Dance Hall Rock so gar nicht vermutet. GIbt doch immer wieder neue Ueberraschungen, hi hi.

Wir waren jetzt schon einige Male im Südwesten, haben aber noch nie
eine Schlange gesehen. Nicht mal eine winzig kleine...

Na ja, wer weiß, wozu es gut war... :wink:



ich sehe sonst leider auch nie Schlangen. Abgesehen von den intimen Gopher Snakes 2007 war das erst meine zweite Schlange ueberhaupt. Dabei mag ich die sooo gerne.  :D




Yvonne, das war ja ein fantastischer Tag :daumen: :D. Er hat euch wohl für viel entschädigt, denn auch wettermäßig war es super :D.

Die Schlange war wirklich nur 1 m lang? Sie wirkt irgendwie so groß.

Schön, dass du uns sogar von Albuquerque aus diesen Tag spendiert hast - danke :D.


Angie, ich war gut einen Meter von dem niedlichen Rattler entfernt, und hatte die 18-70er lens benutzt. Der war wirklich nur so winzig. Deswegen dachte ich auch erst, das waere eine Babyschlange gewesen.  :D
ich glaube, durch die Perspektive taeuscht die Groesse etwas

Und ja, endlich mal einen ganzen Tag lang Sonnenschein  :groove:
Auch wenn es am Anfang doch ein paar Regentropfen gegeben hat
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 02.10.2009, 22:09 Uhr
Angie, ich war gut einen Meter von dem niedlichen Rattler entfernt, und hatte die 18-70er lens benutzt. Der war wirklich nur so winzig. Deswegen dachte ich auch erst, das waere eine Babyschlange gewesen.  :D
ich glaube, durch die Perspektive taeuscht die Groesse etwas

Wie das doch täuschen kann, hätte ich nicht vermutet.

Und ja, endlich mal einen ganzen Tag lang Sonnenschein  :groove:
Auch wenn es am Anfang doch ein paar Regentropfen gegeben hat

Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr bei den Regentropfen gesagt habt "nicht schon wieder...".

Deine Wattebausch-Fotos gefallen mir besonders gut :D.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 02.10.2009, 22:15 Uhr
Angie, ich war gut einen Meter von dem niedlichen Rattler entfernt, und hatte die 18-70er lens benutzt. Der war wirklich nur so winzig. Deswegen dachte ich auch erst, das waere eine Babyschlange gewesen.  :D
ich glaube, durch die Perspektive taeuscht die Groesse etwas

Wie das doch täuschen kann, hätte ich nicht vermutet.

Angie, genau das habe ich dann auch gedacht, als ich das erste mal 2007 bei Little Finland war. Auf den Fotos sehen die Figuerchen so riesig aus. Und in Wirklichkeit sind die meisten nur huefthoch oder so gross wie ich.


Und ja, endlich mal einen ganzen Tag lang Sonnenschein  :groove:
Auch wenn es am Anfang doch ein paar Regentropfen gegeben hat

Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr bei den Regentropfen gesagt habt "nicht schon wieder...".

Deine Wattebausch-Fotos gefallen mir besonders gut :D.




ich hatte an dem Tag nicht mehr mit so schoenen Wetter gerechnet, Angie. Und habe es daher auch total genossen.
Und solche Wolken mag ich so gerne, das hat einfach was. Hier ist im Moment nur strahlendblauer Himmel ohne Wolken, da wirken dann die Sunsets total langweilig  :wink:
Wird aber morgen fruhe fuers Baloon Festival sicherlich interessant, so ein Himmel ohne Woelkchen
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 02.10.2009, 22:21 Uhr

Angie, genau das habe ich dann auch gedacht, als ich das erste mal 2007 bei Little Finland war. Auf den Fotos sehen die Figuerchen so riesig aus. Und in Wirklichkeit sind die meisten nur huefthoch oder so gross wie ich.

Also liegt es nicht an meinen Augen oder dem nicht-einschätzen-können. Ich dachte schon, ich muss zum Optiker :wink:.

Und solche Wolken mag ich so gerne, das hat einfach was. Hier ist im Moment nur strahlendblauer Himmel ohne Wolken, da wirken dann die Sunsets total langweilig  :wink:

Stimmt. Bei uns ist es im Moment gegenteilig: Wolkig und wunderschöne Sunsets :D.

Wird aber morgen fruhe fuers Baloon Festival sicherlich interessant, so ein Himmel ohne Woelkchen

Baloon Festival? Das liest sich vielversprechend. Schade, dass ich ein wenig zu weit weg bin :wink:.
Wie wäre es mit einem Ein-Tages-Bericht hier im RB-Board, garniert mit tollen Fotos? :wink:
"Baloon Festival in Albuquerque" oder so ähnlich :wink:.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 02.10.2009, 22:39 Uhr

Angie, genau das habe ich dann auch gedacht, als ich das erste mal 2007 bei Little Finland war. Auf den Fotos sehen die Figuerchen so riesig aus. Und in Wirklichkeit sind die meisten nur huefthoch oder so gross wie ich.

Also liegt es nicht an meinen Augen oder dem nicht-einschätzen-können. Ich dachte schon, ich muss zum Optiker :wink:.

Angie, es liegt nicht an dir. Habe mich ja auch ganz schoen taeuschen lassen bei einigen Locations.  :D
uebrigens ist mir das schon haeufiger bei Tierfotos gegangen, das die dann viel groesser aussahen als sie waren


Wird aber morgen fruhe fuers Baloon Festival sicherlich interessant, so ein Himmel ohne Woelkchen

Baloon Festival? Das liest sich vielversprechend. Schade, dass ich ein wenig zu weit weg bin :wink:.
Wie wäre es mit einem Ein-Tages-Bericht hier im RB-Board, garniert mit tollen Fotos? :wink:
"Baloon Festival in Albuquerque" oder so ähnlich :wink:.


schauen wir mal, was es da morgen frueh(sehr sehr frueh  :shock:) alles fuer tolle Motive gibt. Kann ja dann was unter den Highlights bei Albuquerque einstellen. So, jetzt in Kuerze gehe ich erst einmal ins Rattlesnake Museum. Schon klasse, das es hier so etwas gibt :daumen:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 02.10.2009, 22:43 Uhr

schauen wir mal, was es da morgen frueh(sehr sehr frueh  :shock:) alles fuer tolle Motive gibt. Kann ja dann was unter den Highlights bei Albuquerque einstellen.

Das wäre klasse!!

So, jetzt in Kuerze gehe ich erst einmal ins Rattlesnake Museum. Schon klasse, das es hier so etwas gibt :daumen:

Viel Spaß!

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Palo am 02.10.2009, 23:08 Uhr
Hallo Yvonne,

bei 1 m Entfernung hätte das mit dem Rattler aber auch schief gehen können. Da hätte ich nicht die Kamera gezückt, sondern den Revolver :D Dann hättest du auch was feines zum Grillen gehabt ;-)

- Du glaubst nicht wie blitzschnell die auf dich losschnellen können, falls ihnen dein Gesicht nicht gefällt. Wenn die 1 m lang war, war die gar nicht sooo klein für einen Rattler.

Das Rattlesnake Museum in Abq. Hat mir auch gut gefallen, mal sehen was du davon haelst.




Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 03.10.2009, 06:07 Uhr
Hallo Yvonne,

bei 1 m Entfernung hätte das mit dem Rattler aber auch schief gehen können. Da hätte ich nicht die Kamera gezückt, sondern den Revolver :D Dann hättest du auch was feines zum Grillen gehabt ;-)

- Du glaubst nicht wie blitzschnell die auf dich losschnellen können, falls ihnen dein Gesicht nicht gefällt.

Palo, wir waren gut 1-1,5m von dem Rattler entfernt gewesen. 1m gross wuerde der gerne mal werden, der ist aber nur gut 0,75m lang, wenn ueberhaupt. Ich weiss, das die Rattler unheimlich schnell sein koennen, demnach haben wir ja auch nur sehr langsame Bewegungen gemacht, die dem Rattler nicht bedrohlich geworden sind. Der ist dann irgendwann von alleine davongekrochen.

 
Das Rattlesnake Museum in Abq. Hat mir auch gut gefallen, mal sehen was du davon haelst.

das Museum war toll, gerade mir als Schlangenfan hat es super gefallen.
habe dann auch noch gelernt, das unser Rattler zu den drei giftigsten Klapperschlangenarten gehoert und es noch ein Jungtier war. Wenn die Midget Snakes aelter werden, verblassen die Flecken am Koerper. Von daher hatte sich der Besuch im Museum schon gleich doppelt gelohnt.  :wink:
Jetzt hoffe ich beim naechsten Suedwest Trip erneut auf eine Schlangenbegegnung

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Palo am 03.10.2009, 06:16 Uhr
Hallo Yvonne,

du must auch, wenn du schon da bist, mal Rattlesnake kosten. Viele Restaurants haben das auf dem Menu.

Zieh dich morgen frueh warm an, es wird frisch sein beim Balloonfest, spaeter waermer.

Viel Spass!

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 03.10.2009, 06:36 Uhr
Hallo Yvonne,

du must auch, wenn du schon da bist, mal Rattlesnake kosten. Viele Restaurants haben das auf dem Menu.

Zieh dich morgen frueh warm an, es wird frisch sein beim Balloonfest, spaeter waermer.

Viel Spass!



sind das dann die armen ueberfahrenen Rattler, die dann auf den Teller landen? 
Ich glaube, essen koennte ich die nicht. Habe zwar schon Kanguruh, Krokosteaks usw. gegessen, aber einen Rattler?  :shock:

Und ja, habe vorhin bei NOAA gelsen, nur noch 40 Grad F heute Nacht!!!  :shock:
Aber was macht man nicht alles, wenn man ein paar nette Bilder machen will. Und das sage ich, die absolut kein Fruehaufsteher ist.  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Palo am 03.10.2009, 06:45 Uhr
sind das dann die armen ueberfahrenen Rattler, die dann auf den Teller landen? 
Ich glaube, essen koennte ich die nicht. Habe zwar schon Kanguruh, Krokosteaks usw. gegessen, aber einen Rattler?  :shock:


Nein, das waere ja Roadkill ;-) ist gegen das Gesundheitsgesetz. Es gibt Rattlesnakefarmen, wo die eigens dafuer gezogen werden.



Und ja, habe vorhin bei NOAA gelsen, nur noch 40 Grad F heute Nacht!!!  :shock:
Aber was macht man nicht alles, wenn man ein paar nette Bilder machen will. Und das sage ich, die absolut kein Fruehaufsteher ist.  :wink:

Es muss ja kalt sein, sonst gehen die Dinger nicht hoch

Es gibt auch einen evening Glow, oder wie die das nennen, da gibt's auch immer sehr schoene Bilder. Wann das ist steht auf dem Programm.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 03.10.2009, 12:23 Uhr
Hi Yvonne, hat mir gefallen dieser Tag!

Und Du kennst ja auch meine Leidenschaft für Schlangen - also brauchst Du Dich nicht zu wundern, dass ich Dich wegen dieser Begegnung beneide!!

Wahrscheinlich wäre ich noch einen Schritt weiter vor gegangen..... :D :D, nein, im Ernst, das Rasseln war ja wohl schon Wahrnung genug!!!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 05.10.2009, 16:48 Uhr
Hi Yvonne, hat mir gefallen dieser Tag!

Und Du kennst ja auch meine Leidenschaft für Schlangen - also brauchst Du Dich nicht zu wundern, dass ich Dich wegen dieser Begegnung beneide!!

Wahrscheinlich wäre ich noch einen Schritt weiter vor gegangen..... :D :D, nein, im Ernst, das Rasseln war ja wohl schon Wahrnung genug!!!


Hallo Matze,


ja, die Schlange haette dir total gut gefallen.  :wink:
Auch wir habene s genossen, gerade ich als Schlangenfan kann ja nie genug von bekommen und bin imer total enttaeuscht, wenn wir mal wieder keine zu sehen bekommen.

habe dir uebrigens ein paar Infos ueber die Route 66 und das Rattlesnake Museum in ABQ mitgebracht, da sscocke ich dir die naechsten Tage zu  :D In Anbetracht deiner Tour im naechsten Jahr kannst du das gut gebrauchen


@ all:

da wir nun wieder zurueck sind, wird es morgen auch ganz normal weitergehen  :D
ich hoffe, es ist noch jemand mit an Board
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: EasyAmerica am 05.10.2009, 17:03 Uhr
ich hoffe, es ist noch jemand mit an Board
Ein "Jemand" kaut schon wartend Nägel.  :zunge:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 05.10.2009, 17:05 Uhr

Hi Yvonne,

ich hoffe, es ist noch jemand mit an Board

ich z. B. auch :wink:.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 06.10.2009, 17:19 Uhr
Hallo Heinz und Angie, dann lasse ich euch nicht noch laenger warten, es geht weiter. Seid ihr bereit?


11.06.09

Um kurz nach sechs war die Nacht vorbei und nach der Morgentoilette ging es zum Fruehstueck. Wir brauchten ja nur dem herrlichen Kaffeeduft zu folgen. Heute mussten wir leider schon wieder Abschied nehmen von Escalante und auch von diesem herrlichen B&B, das uns unheimlich gut gefallen hatte. :? Aber wir wuerden wiederkommen, soviel war schon mal sicher. Es gab heute wundervolle Scrambled Eggs, die wirklich sehr lecker waren.
Anschliessend packten wir unsere Sachen ins Auto und nach einem kurzen Tankstop ging es dann auch los, weiter nach Osten. Heute sollte ein typischer Sightseeing Tag sein mit diversen Stopps entlang der UT 12 und UT 24. Die UT 12 war eine wundervolle Strecke, die durch eine wahrlich einzigartige Landschaft fuehrte. Nun durften wir noch einmal am Kiva Coffeehouse und am Boynton Overlook vorbeifahren, waehrend sich darunter ein unendlich weites Feld aus cremefarbenen Slickrock entrollte. Die Strasse fuehrte wie ein schwarzes Band mitten hindurch und wir genossen erneut den Anblick aus Navajo Sandstein. Manchmal glichen die kleinen Hoodoos, Tuermchen und der Brainrock einem Kunstwerk, ganz willkuerlich modelliert vor der Natur. Wir passierten die Calf Creek Recreational Area und fuhren weiter, auf einen ebenfalls sehr interessanten Teil dieser landschaftlich tollen Strecke.
Der Highway schraubte sich immer hoeher hinauf und zu beiden Seiten erstreckten sich tiefe Abgruende. Leitplanken suchte man hier auf diesen Teilstueck der UT 12 vergeblich, das musste im Dunkeln sicherlich spannend zu fahren sein. An einem weiteren Viewpoint, bei dem wir die als Hog Back bekannte Area betrachten konnten, stoppten wir erst einmal.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4830.jpg)

Der Blick hinunter bis zum Verlauf des Calf Creeks war toll, und der Canyon hatte sich tief  in die Landschaft eingeschnitten. Teilweise konnte wir sogar ein paar Hiker sehen. Die Weite und diese Landschaft konnten mich wahrlich in den Bann ziehen und ich sog jedes noch so kleine Detail in mir auf. Bedauerlich war nur, das es heute morgen so frisch war. Einerseits lag es an der Hoehe, andererseits auch wieder mal am unstabilen Wetter. Erneut waren ordentlich Schleierwolken aufgekommen, die sich nun sehr rasant ueber die ganze Gegend legten und diese wie ein Tuch bedeckten. :roll: Langsam nervte dieses komische Wetter wirklich. Normalerweise haette man um diese Jahreszeit Sonnenschein ohne Ende und nicht so etwas.
Hinter Boulder schraubte sich der Highway immer hoeher hinauf und fuehrte durch dichte Nadelwaelder. Die landschaftliche Vielfalt auf diesen paar Meilen war einfach unglaublich.
Gab es zwischen Escalante und Boulder noch Slickrock, soweit das Auge reichte, dominierten jetzt die subalpinen Hochplateaus mit Ponderosa Pines, Fichten und auch Aspen. Immer wieder gab es ein paar Viewpoints, die sowohl Blicke auf das Aquarius Plateau zuliessen, sowie auf das Capitol Reef mit seinen weissen Sandsteintuermen und Kuppeln sowie der prominenten Waterpocket Fold, einer als Monocline bekannten Verwerfung.
Diese Verwerfung hatte sich wie ein breites Band von Norden nach Sueden gezogen und die Landschaft zu bizarren Felsformationen aufgefaltet.
 Leider zog es sich weiterhin zu und an vernuenftige Bilder war momentan nicht zu denken. Schade, denn die Strecke war wirklich sehr schoen.
Wir erreichten Torrey und bogen auf die UT 24 ab, die uns nun fuer unzaehlige Meilen begleiten sollte.
Als erstes ging es nun aber in den Capitol Reef NP, der leider von vielen Besuchern im wahrsten Sinnes des Wortes links liegen gelassen wurde, da sie zuegig durchfuhren. Und das wurde diesem kleinen aber feinen Nationalpark wirklich nicht gerecht. Dabei hatte die Landschaft hier soviel zu bieten. Vor allem aber war es eine Reise in die Erdgeschichte.
Schon der sogenannte Chimney Rock auf dem Weg in den Park hinein zog unsere Aufmerksamkeit auf sich. Ueberwiegend aus Sedimentgestein bestehend, das zur Moenkopi Formation gehoerte, bildete dieser Fels sozusagen ein Wahrzeichen des Parks. Wir bogen rechts auf eine kleine Seitenstrasse ab, die uns zum Panorama Point und zu den Goosenecks des Sulphur Creeks fuehren sollte. Der Panorama Point war gut besucht, aber machte seinen Namen auch alle Ehre. Ein wunderbarer Panorama Blicke offenbarte sich uns hier, allerdings im Gegenlicht.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4876.jpg)

Aber trotzdem boten sich uns hier etliche wunderschoene Motive an. Besonders dieser knorrige Juniper Tree bot sich dazu fantastisch an. Manchmal war es wirklich schwer einzuschaetzen, ob diverse Exemplare dieser Spezies noch am Leben war oder nicht. Ich hatte einmal gelesen, das die Junipers die einzigen Baeume waren, die quasi Selbmord begingen, indem sie bei extremer Trockenheit nur einen Teil am Leben liessen.
Hm, das war eine optimale Anpassung an diese harschen Bedingungen hier.
Ich hatte mich daher schon oft gefragt, warum diese Junipers immer nur einen winzig kleinen gruenen Teil hatten und der Rest wie tot aussah. Nun lag die Antwort ja naheliegend und die verwundenen Aeste sahen beinahe so aus.
Als wuerden sie dadurch die Landschaft erst zu diesen aussergewoehnlichen Strukturen formen. Wer weiss, vielleicht war es ja auch umgekehrt?
Der naechste Stop fuehrte uns zum Visitor Center, wo wir ein wenig umherstoeberten und uns dann noch einen wunderschoenen Bildband zulegten. Irgendwie fanden wir ja immer etwas und ich sah schon in Gedanken unser Buecherboard Zuhause ueberquellen. Anschliessend ging es dann auf den sogenannten Scenic Drive. Dies war eine etwa 12 Meilen lange Strecke, die durch einige sehr schoene Ecken im Park fuehrte und letzendlich in die Capitol Gorge hineinfuehrte.
Wir wollten aber nur ein kleines Stueckchen hineinfahren, um einen schoenen Blick auf die Waterpocket Fold zu erhaschen. Die ersten Meilen der Strecke waren noch asphaltiert und es gab unzaehlige Viewpoints, an denen man einen Stop einlegen konnte. Vor allem aber fuehrte der Scenic Drive an einigen der vielfaeltigsten geologischen Formationen vorbei und man konnte anhand der Felsformationen das Alter wie auf einer Karte ablesen.
Vorausgesetzt, man kannte sich ein wenig mit Geologie aus. :wink: Aber selbst fuer den Laien war diese Strecke wunderschoen. Vorbei an den fruchtbaren Obstgaerten der Fruita Oasis, die sich hier entlang des Flusslaufes des Freemont River schmiegten, begannen wir nun unsere Entdeckungstour.
Vorbei am alten Gifford Farmhouse ging es weiter, bis zu einem witzig erscheinenden Felsen, der wie ein Gesicht aussah.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4896.jpg)

Ich freute mich immer, wenn ich den sah und so musste natuerlich auch gleich ein Fotostop erfolgen. Wir bloedelten etwas herum und fuhren weiter. Allerdings erfolgte der naechste Stop nur wenig spaeter.
Es gab hier tatsaechlich ein kleines Stueckchen mit blauen Himmel und somit wirkte der rotbraue Sandstein natuerlich gleich doppelt so gut.  :lol: :lol: :lol:

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_4916.jpg)

Der Blick in die andere Richtung, also Richtung Waterpocket Fold, sah weniger vielversprechend aus und dicke Wolken hingen hier mal wieder wie ein dunkles Tuch ueber der Gegend. Es gab dem Ganzen einen etwas dramatischen Blick.
Wir drehten hier auch wieder um, da wir noch einige andere Dinge geplant hatten und auch noch eine ordentliche Fahrtstrecke vor uns hatten. Ausserdem kannte ich den Scenic Drive ja auch schon. Am alten Gifford Farmhouse legten wir jetzt noch einmal einen Stop ein, denn das war immer wunderschoen zu fotografieren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4924.jpg)

Gerade die Cliffs im Hintergrund wirkten dabei unheimlich gut. Zwar hatte sich die Sonne mal wieder verabschiedet, aber auch so hatte dieses Motiv etwas, was uns beiden gut gefiel.
Vorbei an den ganzen Obstgaerten der Fruita Oasis ging es dann wieder zurueck zur UT 24. Wir stoppten noch kurz bei den Fremont Petroglyphs, um ein paar Bilder zu machen, ehe es dann entgueltig  nach Osten weiter ging, Richtung Hanksville. Vorbei an farbenfrohen Badlands und Mudhills, die manchmal eher einer Mondlandschaft glichen, naeherten wir uns so langsam aber sicher der kleinen Stadt in the Middle of Nowhere.
Ich mochte aber diesen wunderbar skurilen Ort und an der Hollow Mountain Tankstelle, die man einfach in den Berg hineingebaut hatte, teilte sich der Highway. Rechts ging es auf die UT 95, eine wunderbare und landschaftlich sehr schoene Strecke. Wir fuhren aber weiter nach Norden, unserem naechsten Ziel entgegen.
 Der UT 24 lag nahezu verlassen vor uns und fuehrte wie ein breites Band durch die flache Landschaft, die nur hin und wieder durch ein paar markante Felsformationen unterbrochen wurde.
Auf linken Seite zog sich ueber zig Meilen die saegezahnartige Struktur des San Rafael Reef. Die schroffen Felsen waren wirklich ein markantes Merkmal. Ungefaehr bei Milemarker 137 bogen wir dann auf der linken Seite auf eine kleine Strasse ab, die nun Richtung Goblin Valley fuehrte und eben auch zu den diversen Sights entlang der suedlichen San Rafael Swell.
Vorbei an einer Steppenlandschaft mit flachen Bueschen und Gras, das vom Wind hin und herwogte, ging es nun weiter .
Im Nordwesten hatten sich wieder ein paar Wolken aufgetuermt und wir hofften nun, das sich das Wetter halten wuerde. Einen Schauer, selbst wenn er zig Meilen entfernt sein wuerde, konnten wir nun ueberhaupt nicht gebrauchen. 
Eigentlich sah es auch gar nicht nach Regen aus, aber man konnte ja nie wissen.
Etwa eine Meile vor dem Eingang zum Goblin Valley kam nun auf der linken Strassenseite ein Abzweig zum Little Wild Horse Canyon, den wir nun nahmen. Die Dirtroad war durch die Regenfaelle der letzten Zeit in einem wesentlich schlechteren Zustand, aber immer noch gut fahrbar.
Oberhalb des markanten Wild Horse Buttes ging es nun vorbei, hin und wieder war es sandig, teilweise gab es ein paar nette Auswaschungen. Auf der rechten Seite hatten wir einen schoenen Blick auf die Sandsteinstrukturen des San Rafael Reef, die wirklich in unzaehligen Farbtoenen auf sich aufmerksam machten.
Am Trailhead vom Little Wild Horse Canyon angekommen, war wieder einges los und es parkten schon etliche Autos dort. Gerade am Wochenende war diese Ecke hier sehr beliebt.
Wir trugen uns ins Trailregister ein und dann konnte es auch schon losgehen. Ich kannte den Canyon zwar schon von zwei vorherigen Besuchen, aber das machte nichts. Denn das Herumstoebern machte  hier einfach nur Spass.
 Nach einem kleinen sandigen Stueck ging es nun in den Wash hinein, dessen Lauf wir nun bis zum Canyoneingang folgten. Das Ufer war neben einigen flachen Straeuchern mit Tamarisken, Cottonwoods und Water Birch bewachsen, die ein wenig Schatten spendeten. Die Sonne hatte im Moment mal wieder die Oberhand gewonnen und schickte nun Hitzepfeile hernieder und liess es teilweise richtig drueckend werden. 
Eine Mischung aus Sonne und Wolken waere wirklich nicht schlecht, aber so gab es nur ein Extrem, ehe kurz darauf das andere Extrem folgte. Die ersten Canyonwaende aus Kayenta und Wingate Sandstein erhoben sich nun zu unserer linken Seite und kurz darauf erreichten wir eine Stelle, die wir ueberklettern mussten.
Ein dicker Chokestone versperrte hier den Weg. Gluecklicherweise gab es natuerlich auch einen Weg drumherum und Ulrich war schon ganz erleichtert.  :wink:
Kurz darauf gabelte sich der Weg mit dem Trail zum Bell Canyon, doch den liessen wir im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und marschierten weiter zum eigentlichen Eingang des Little Wild Horse Canyon. Gleich zu Beginn gab es einige ausgewaschene Stellen mit Loechern in allen Groessen und Formen im Fels, es sah richtig klasse aus. Das erinnerte mich ein wenig an den Tafoni auf dem Reds Canyon Loop.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4983.jpg)

Immer wieder passierten wir Stellen im Canyon, dessen Waende teilweise wirklich ganz schoen vom Wasser ausgewaschen worden waren und bizarre Formationen zustande gebracht hatte. Hinter jeder Ecke warteten neue Formationen auf uns und so langsam wurden die Canyonwaende auch enger.
Dieser Slotcanyon war anhand seiner eher dunklen Farbe nicht ganz so fotogen wie zum Beipsiel der Antelope Canyon, aber dafuer machte das Wandern durch die einzelnen Abschnitte unheimlich viel Spass.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5013.jpg)

Teilweise wurde es so eng, das ich an den Waenden entlangspazierte, da der Sandweg am Boden zu schmal geworden war. Hier fuehlte ich mich richtig in meinem Element, zumal ich sowieso total gerne rumkletterte. Ulrich musste sich bei einigen Passagen schon etwas mehr anstrengen.
Zwischendrin gab es immer wieder Passagen, in denen sich der Canyon weitete und ein weiterer, noch engerer Abschnitt folgte dann kurz darauf. Das war wirklich lustig.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5019.jpg)

Die Canyonwaende waren teilweise so eng, dass man diese zu beiden seiten beruehrte, waehrend man weiterlief. Hin und wieder gab es auch ein paar kleinere Hindernisse zu bewaeltigen, denn ein paar groessere Felsbrocken befanden sich nun inmitten des Canyonss, ueber die wir nun herueberklettern mussten. Oder man machte es sich wie Ulrich einfach darauf bequem.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5020.jpg)

Wir hatten jedenfalls unseren Spass und selbst als wir eine Stelle passierten, an der sich noch Wasser der letzten Regenfaelle befand, truebte das unsere Stimmung nicht. Das Wasser war nur etwa knoecheltief und man konnte die Stelle gut passieren. Es war das erste Mal, das hier im hinteren Bereich Wasser fand, bei den anderen Besuchen war der Canyon immer total trocken gewesen.
Wir erreichten den dritten Abschnitt des Canyons und beschlossen hier umzukehren. Wir wollten ja noch das Goblin Valley besuchen. Bei den Kletterpassagen hatte Ulrich schon ein wenig zu kaempfen, waehrend ich leichtfuessig (http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_dsc_6997.jpg) dort weiterging. Und selbst die Trekkingsandalen stellten kein Hindernis da, im Gegenteil, ich konnte mich damit viel besser fortbewegen. Und die Freiheit fuer die Fuesse war natuerlich auch nicht schlecht.
Am Auto angekommen gab es eine kleine Verschnaufpause, bevor wir dann zum Goblin Valley weiterfuhren. Wir zahlten die 6$ Eintritt und parkten dan auf dem grosszuegig angelegten Parkplatz, von dessen Ende man aus das gesamte erste Tal ueberblicken konnte.
Wir schnappten uns unsere Fotoausrüstungen und machten uns auf, das erste Tal zu erkunden.

Hier gab es noch nicht die schönsten Goblins, die befanden sich nämlich erst im zweiten Tal, das sich hinter einem kupfergrünen Hügel auftat. Aber trotzdem machte es Spaß, hier zwischen all den fantastischen Kreaturen, Fantasiewesen, Geistern und Gnomen umherzustreifen. Ein paar der Figuren sahen wirklich witzig aus. Es gab einen Fels, der sah aus wie eine Ente, dann wiederum einige Pilzförmige Figuren. Wind und Wetter hatten hier durch Erosion zu diesen einzigartigen Formen aus Entrada Sandstone beigetragen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5074.jpg)

Als wir uns dann dem zweiten Tal näherten, wurde es auch wesentlich interessanter. Die ganzen Goblins standen hier viel enger beieinander und wir kamen uns vor wie in einem riesigen und großen Labyrinth.
Es machte richtig Spaß, hier auf Erkundungstour zu gehen. Sogar einige Hoodoos entdeckten wir in diesen Irrgarten. Mir gefielen diese knuffigen Gnome und Kobolde total und mit etwas Phantasie konnte man wirklich einige witzige Formen und Strukturen hineindichten.
Leider hatte sich die Sonne wieder verabschiedet und stattdessen grinsten uns dunkle, dicke und graue Wolken an.  :koch: :koch: :koch:
Wieder hiess es warten. Warten, das die Sonne sich durch die Wolken kaempfte und uns mit einem schoene weichen Licht belohnte. Das war so unfair. Konnte denn die Sonne nicht mal fuer ein paar Stunden scheinen?
Trotzdem liessen wir uns davon nicht abhalten, ein paar Bilder zu machen. Frustrierend war es allerdings schon.Wir streiften eine ganze Weile umher und je tiefer wir in das zweite Tal eindrangen, umso interessanter und skuriler wurden die Formationen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5097.jpg)
 
Hin und wieder gab es auch spärliche Vegetation, die hauptsächlich aus Mormon Tea und einigen anderen Hartgräsern bestand, die in dieser ariden Gegend überleben konnten. Es war sowieso erstaunlich, daß hier überhaupt etwas wuchs. Nachdem wir nun die Hoffnung auf ein paar Sonnenstrahlen nahezu aufgegeben hatten, machten wir uns sichtlich enttaeuscht dann doch auf dem Rueckweg. Irgendwie wirkte dieses schoene Gebiet ohne die Strahlen des Himmelskoerpers einfach nicht. Dieses Jahr war einfach der Wurm drin.
Und was passierte dann letztendlich, nachdem wir fast wieder am Parkplatz waren? Wie zur Bestätigung kam die Sonne nun hinter ein paar Wolken hervor und bahnte sich ihren Weg am Horizont. Die ganzen Goblins wurden nun in ein schoenes Licht getaucht und der dunkle Himmel wirkte als wunderbarer Kontrast dazu.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5122.jpg)

Na super!! So etwas haetten wir etwas eher gebrauchen koennen. :roll: Noch einmal zurueck gingen wir jetzt nicht mehr, denn es war auch schon recht spaet geworden und unsere knurrenden Maegen meldeten sich lautstark zu Wort.  Also fuhren wir nun weiter bis nach Green River, wo wir im Best Western eincheckten. Das Motel hatte uns schon im letzten Jahr super gefallen und auch dieses Mal bekamen wir ein schoenes Zimmer mit Blick auf den Green River. Klasse!!! :D
 Wir packten nur schnell die Sachen ins Zimmer und gingen dann zum Tamarisk Restaurant direkt nebenan. Das Essen war wieder gut und reichhaltig wie immer und wir waren nun gut gesaettigt. Es folgte anschliessend eine ausgiebige Runde im Hot Tub, waehrend zwischendrin immer mal ein paar Regentropfen fielen.
Uns war es jetzt egal, wir blieben, wo wir waren. Im gemuetlichen Hot Tub mit den angenehmen Temperaturen. Hier haetten wir es noch Stunden aushalten koennen. Nach diesem entspannenden Ausklang des Tages checkten wir noch die Mails und den Wetterbericht fuer morgen und luden unsere Bilder hoch.
Es war ein wunderschoener und sehr interessanter Tag gewesen und das Wetter hatte uns mehr als einmal ganz schoen verzweifeln lassen.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Crimson Tide am 06.10.2009, 19:56 Uhr

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4589.jpg)


 :lol:  Da wart Ihr ja plötzlich in Australien!  :wink:

Und die Schlange sah ja wirklich toll aus und wirkt auf dem Bild wirklich größer!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 06.10.2009, 20:00 Uhr

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_4589.jpg)


 :lol:  Da wart Ihr ja plötzlich in Australien!  :wink:

Und die Schlange sah ja wirklich toll aus und wirkt auf dem Bild wirklich größer!

hi hi hi, der Uluru waere aber dann ganz schoen geschrumpft.  :wink:

Ja, die Schlange, alles eine Sache des richtigen Winkels. Da wirken selbst so kleine Dinge wie der niedliche Rattler ploetzlich riesig. So hatte ich mich 2007 ja auch so von den Figuerchen von Little Finland taeuschen lassen, die sahen auf allen Fotos immer so gross aus
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: man-of-aran am 07.10.2009, 06:50 Uhr
Geniale Bilder von einer genialen Ecke des Landes!!!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 07.10.2009, 15:15 Uhr
Hallo Yvonne,

im Little Wild Horse waren d. J. auch zum 2. Mal. Letztes Jahr war schon Wasser im vorderen Slot und mehr als knöcheltief. Dieses Jahr haben wir es bis zum hinteren Teil geschafft, doch ganz trocken haben wir ihn noch nicht gesehen. Auf jeden Fall ist der Canyon bei alt und jung beliebt und ganze Wandergruppen machen sich auf den Weg. Fand ich erstaunlich, für so ein drive-thru Land :usa:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.10.2009, 17:21 Uhr
Hallo Yvonne,

im Little Wild Horse waren d. J. auch zum 2. Mal. Letztes Jahr war schon Wasser im vorderen Slot und mehr als knöcheltief. Dieses Jahr haben wir es bis zum hinteren Teil geschafft, doch ganz trocken haben wir ihn noch nicht gesehen. Auf jeden Fall ist der Canyon bei alt und jung beliebt und ganze Wandergruppen machen sich auf den Weg. Fand ich erstaunlich, für so ein drive-thru Land :usa:.

LG,

Ilona


Hallo Ilona,


ich hatte bisher immer GLueck und nie Wasser im LWHSC gehabt. Und auch der Besucherandrang hielt sich eigentlich immer in Grenzen. Meistensw kam immer ein ganzer Schwung Leute, wenn wir auf dem Rueckweg waren.  :wink:

@man-of-aran:

thx!!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 13.10.2009, 14:36 Uhr
Hallo Yvonne,

bekomme schon Entzugserscheinungen, weil Du nicht weitermachst :usa:.

Kann ich ein bisschen drängeln :zwinker:?

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: SusanW am 19.10.2009, 17:41 Uhr
Hi

wieder mit an Bord,auf dem Laufenden, total begeistert - es darf also weiter gehen  :wink:

Ballooning Alberquerque davon darfs auch gern ein Kurzbericht sein  :pfeifen:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 19.10.2009, 17:44 Uhr
nachher geht es weiter, bin die letzten Tage nicht dazu gekommen. Aber schoen, das ihr so brav gewartet habt  :D :D :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 19.10.2009, 18:56 Uhr
12.06.09

Wir standen zu unserer ueblichen Zeit um sechs Uhr auf und machten uns fertig fuer den Tag. Heute sollte es nach Moab gehen und wir freuten uns beide schon total darauf. :D Wir fruehstueckten nebenan im Tamarisk Restaurant und machten uns dann auf dem Weg, Richtung Moab. Wir folgten der Interstate 70 fuer eine Weile und bogen dann auf die SR 191 ab. Im oberen Abschnitt war die Landschaft nicht allzu spektakulaer, das aenderte sich dann, nachdem wir den Moab Airport hinter uns gelassen hatten und weiter nach Sueden fuhren. Der Abzweig zum Canyonlands NP und auch zu den Gemini Bridges interessierte uns erst einmal nicht, wir fuhren noch ein Stueckchen weiter nach Sueden und bogen dann zum Arches NP ab.
Am Visitor Center legten wir einen kurzen Boxenstop ein, auch deshalb, um nach den Strassenbedingungen des Eye of the Whales Trail zu fragen sowie zum Tower Arch. Noch immer waren wir wegen den Trails etwas unschluessig und wollten uns das vor Ort erst einmal ansehen
Wir fuhren die Parkstrasse entlang, passierten die diversen Viewpoints ohne kurz anzuhalten. Unser primaeres Ziel war heute ein anderes. Wunderschoene, durch Wind und Wetter rundgeschliffene Felsformstionen aus Entrada Sandstein waren zu unserer linken Seite auszumachen, boten tolle Motive.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5160.jpg)

Wir fuhren bis auf die Hoehe vom Skyline Arch, hier ging unser Trail nach links weg. Wir passierten ein Gate und fuhren nun auf der Salt Valley Road, einer Gravel Road, die ohne Schwierigkeiten zu meistern war. Nach einer Weile kam dann der Abzweig zum Tower Arch und zur weiterfuehrenden Sandpiste hinunter bis zum Eye of the Whale und am Fusse eines recht steilen Huegels, der mit Felsplatten und Sandpassagen im Wechsel durchzogen war, stoppten wir.
Vor uns war ein Doge Ram 1500 sowie ein modified Jeep Cherokee hergefahren, die nun ebenfalls erst einmal einen Stop einlegten und wie wir die Strecke begutachteten.
Im Vergleich zu diesen beiden Fahrzeugen war unser Silverbird nahezu winzig, was die High Clearance betraf. Und auch unzaehlige Spuren an den Felsplatten zeugten davon, das einige Fahrzeuge nicht so gluecklich darueber hinweg gekommen waren. Das war wirklich etwas tricky.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5180_Kopie.jpg)

Waehrend Ulrich Bedenken hatte, selbst dort rueberzufahren hatte ich eher Bedenken, was die High Clearance unseres Silverbirds betraf.  :roll: Wir wollten daher erst einmal schauen, wie sich die beiden anderen SUVs anstellen wuerden. Ein Rubicon kam nun noch dazu und der schwebte nahezu ueber die Felsplatten und nahm diese ohne Schwierigkeiten. Auch der Dodge Ram kam noch ohne Schwierigkeiten hinauf. Nur der Cherokee nahm den unguenstigen Weg und hatte nun arge Probleme.
Selbst beim zweiten und dritten Versuch stieg die Beifahrerin nicht aus zum Navigieren, was wir sehr merkwuerdig fanden. Vor allem schien der Cherokee ueberhaupt kein Sperrdifferenzial zu haben.
Die Hinterreifen drehten wie wild durch und gruben sich immer wieder in den Sand ein. Das wollten wir nun doch nicht riskieren und entschieden uns gegen diese Strecke.  :roll:
Im Nachhinein haette es unser Silverbird wohl gut geschafft, aber da wir beide nicht sicher waren, entschieden wir uns dagegen. Hin und wieder gab es einfach auch solche Situationen und da war es einfach die weiseste Entscheidung, nein zu sagen.
Wir fuhren nun ueber die Salt Valley Road weiter, so wirklich geplant hatten wir ja nichts fuer heute. Ich hatte noch einmal Lust auf die Gemini Bridges Road, dieses mal aber von unten nach oben, damit ich mich da ein bischen auf der Strecke austoben konnte. Ulrich war das recht und so fuhren wir nun via Salt Valley Road weiter zur SR 191.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5186.jpg)

Unterwegs mussten wir immer wieder einigen Praerie Dogs ausweichen, die in rasanter Geschwindigkeit ueber die Piste hopsten. :shock: Ich hatte nicht gedacht, das es sie hier in den Randbereichen des Arches NP auch geben wuerde, aber es waren ganze Praerie Dog Familien. Niedlich waren sie ja, aber auch immer viel zu fix verschwunden.
Der Abzweig zu den Gemini Bridges von der SR 191 war fix gefunden und wir ueberquerten erst einmal die Bahnlinie. Gleich zu Beginn kam nun der steile Aufstieg, der uns nun in unzaehligen Serpentinen hoch hinauf brachte. Die Strecke war erst kuerzlich frisch gegradet worden und es war kein Vergleich zum letztem Jahr, als es noch unzaehlige spitze Steine und jede Menge Geroell gab. Das machte jedenfalls nicht mehr soviel Spass und schnell war ich oben angekommen.
Ich stoppte und wir genossen den Blick vom Moab Rim hinunter zur SR 191 und auf die La Sal Mountains. Selbst bis zum Arches NP konnte man blicken und in der Ferne den Balanced Rock ausmachen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5189.jpg)

Es hatte sich mal wieder zugezogen und somit kam die wunderbare rostrote Farbe des Trails gar nicht so richtig zur Geltung. Das war schon bloed und diese ewige Sucherei nach der Sonne wurde auf die Dauer wirklich anstrengend und nervig. :koch: Wir fuhren ins Little Valley, das aber aufgrund der fehleden Sonneneinstrahlung und dem milchig grauen Himmel nicht so besonders wirkte.
Selbst der Gooney Bird, ein Fels, der wie ein Vogel aussah, wirkte eher traurig und wir stoppten hier auch nicht weiter. Etwas spaeter kam die einzige Stelle, die fuer einige Fahrzeuge etwas tricky sein konnte. Ein recht langer und sandiger Huegel. Unser Silverbird meisterte das aber ohne Schwierigkeiten. Kurz darauf kamen ein paar Felsplatten, die aber nicht der Rede wert waren. Hier hatte unser Gefaehrt ebenfalls keinerlei Schwierigkeiten und ich jede Menge Spass an der Strecke.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_dsc_7131_Kopie.jpg)

Doch was war das? Wenig spaeter erreichten wir den Bereich unmittelbar an den Bridges, doch hier war alles weitraeumig abgeriegelt und kein Fahrzeug konnte mehr die Funstrecke, die hinunter zu den Bridges fuehrte, entlangfahren. Gerade dieses Stueck mit den hohen Felsstufen war immer eine Herausforderung fuer Offroad Fahrer gewesen.
Wir parkten am Rand und liefen dann bis zu den Bridges hinunter, die man auch erst sah, wenn man unmittelbar davor stand . Von den Bridges aus konnte man wunderbar in den Bull Canyon hinunterschauen und uns beide reizte diese Strecke auch irgendwie. Das war auf alle Faelle etwas fuer die Zukunft.
Der Blick Richtung La Sal Mountains sowie auf das Labyrinth mit den unzaehligen Fins der Behind the Rock Area war trotz des grauen Himmels immer wieder schoen.
Unglaublich, welche geballte Ansammlung an wunderbaren Highlights es hier in der Gegend gab. Man brauchte gar nicht lange suchen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5210_Kopie_filtered.jpg)

Nach dem ausgiebigen Spaziergang auf den Gemini Bridges fuhren wir nun die restliche Strecke bis zur SR 313. Vorbei am ausgedehnten Plateau der Arth's Pasture ging es auf einer gut gegradeten Piste weiter. Hier konnte sogar ein PKW ohne Schwierigkeiten fahren. Die Strecke zu den Gemini Bridges hatte momentan ihren Reiz verloren. Als naechstes hatten wir geplant, via Shafer Trail und Potash Road zurueck nach Moab zu fahren.
Den Shafer Trail hatte ich zuletzt 2007 gemacht und fuer Ulrich war es totales Neuland. Wir fuhren also auf der SR 313 weiter nach Sueden, Richtung Canyonlands NP. Saftige Wiesen erstreckten sich zu beiden Seiten und das fette Gras wogte sanft im Wind. Immer wieder gab es riesige Felder mit rotbluehenden Meloowglobes, soweit das Auge blickte.
Das war ein wundervoller Anblick und sollten wir die naechsten Tage noch einmal hier in die Ecke kommen, wollten wir auf alle Faelle ein paar Bilder machen. Am Parkeingang des Canyonlands NP legten wir unseren NP pass der froehlichen und gut gelaunten Rangerin vor und nur wenige Meter weiter kam auf der linken Seite auch schon der Abzweig zum Shafer Trail, der in einem erstaunlich guten Zustand war.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5245.jpg)

Wir fuhren ein Stueckchen, aber schon gleich zu Beginn legten wir den ersten ausgedehnten Fotostop ein. Die Landschaft rings um uns herum sah einfach zu schoen aus und der Blick hinunter in den Shafer Canyon hatte einfach etwas. Zu unserer Rechten erhob sich eine steile Canyonwand aus Kayenta und Navajo Sandstein, waehrend zu unserer Linken der grandiose Blick in den Canyon hinein unsere Sinne befluegelte. Zwar war es nach wie vor ziemlich bedeckt, aber es minderte unsere Entdeckerlust nicht im Geringsten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5240.jpg)

Fuer Leute mit Hoehenangst war dieser Trail aber definitiv nichts, denn gerade als Beifahrer durfte man den wunderbaren Blick in die Tiefe geniessen, waehrend sich die Strecke Kurve um Kurve immer weiter hinabschraubte.  :D
Ulrich hatte damit keine Probleme, er genoss die Fahrt genauso wie ich. Unterwegs sahen wir sogar noch den Grader an der Seite stehen, die Ausbesserungsarbeiten waren also noch ganz frisch und jungfraeulich.
Wir fuhren mit jeder weiteren Kehre immer weiter in den Shafer Canyon hinein, der uns auch jedes Mal, wenn wir wieder ein paar Höhenmeter überwunden hatten, neue Perspektiven eröffnete.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5244.jpg)

Viel zu schnell hatten wir dann auch das Tal erreicht, wo es nun immer geradeaus weiterging. Hier war die Piste noch im altbekannten Zustand und etwas felsiger, der Grader hatte es noch nicht bis hierher geschafft. Uns stoerte das nicht im Geringsten, da wir eh andauernd Fotostopps einlegten.
An der Kreuzung mit dem Abzweig zur Potash Road stand einsam und verlassen ein Klohaeuschen herum und wartete auf Kundschaft. Das war wirklich toll hier plaziert, hi hi. Wir zweigten hier auf die White Rim Road ab, eine Dirt Road, die von hier aus gute 110 Meilen am White Rim und Monument Basin entlangführte. Wir wollten aber nur ein kleines Stückchen auf dieser Dirt Road fahren, denn unser Ziel war der gut 2,5 Meilen entfernte Musselman Arch. Hier unten am Rim hatte sich die Landschaft wieder grundlegend verändert und es herrschte nun ein Halbwüstenklima.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5270_Kopie.jpg)

In dieser ariden und lebensfeindlichen Umgebung konnten nur Lebensformen überleben, die diese extremen Bedingungen gewohnt waren. An vielen Ecken gab es daher auch nur nackten roten Fels, der auf dem ersten Blick gar nicht lebensfeindlicher wirken konnte. Und doch waren genau das die Gegenden, die ich so gerne mochte. Denn bei näherer Betrachtung war diese Halbwüste richtig lebendig und ganz und gar nicht öde und leer.
Die White Rim Road führte nun parallel am Colorado River entlang und an den Goosenecks, die man so schön vom Dead Horse Point SP sehen konnte, führte ein Weg hin zu einem Viewpoint.
Teilweise war auch hier die Strecke sehr schlecht zu fahren und mit vielen Felsplatten und Washbord durchzogen. Und immer wieder hatte man einen Blick auf die Sandsteintürmchen am White Rim, die für die Namensgebung verantwortlich waren. Dann erreichten wir auch schon den Arch, der von der Strasse aus gar nicht auszumachen war, da er sich auf der gleichen Hoehe befand. Das Hinweisschild war jedenfalls sehr hilfreich.
Den Arch selbst konnte man nur sehr schwer richtig in Szene setzen, da er sich einfach perpfekt der Landschaft anpasste. Stabil und breit genug war er jedenfalls und wir liefen beide erst einmal rueber auf die andere Seite vom Arch.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5301.jpg)

Wieder auf der White Rim Road fuhren wir nun die gut 2 Meilen zurueck bis zur Kreuzung mit der Potash Road und dem Shafer Trail. Nun ging es jedenfalls erst einmal auf der Potash Road weiter, die sich gerade auf dem ersten Teilstück wenig von der White Rim Road unterscheid. Einzig und alleine die Aussicht war hier so gut wie null, die hatte uns am White Rim wesentlich besser gefallen. Dafür konnte man hier auf Felsstrukturen blicken, die wir auf unserer heutigen Tour noch nicht gesehen hatten.Dazu zählte auch die Cutler Formation, eine sehr alte Gesteinsschicht, die wir in diesem Bereich vorfanden.
Nach einer Weile ging es auch durch einen kleinen Wash mit einer Felsstufe, aber auch das war gut zu meistern und ich fuhr ohne große Schwierigkeiten geschickt dort herüber.
Kurz darauf erreichten wir auch hier auf der Potash Road einen Viewpoint, der direkt oberhalb der Goosenecks des Colorado River zu einem Fotostop einlud. Direkt ueber uns fand sich auf einem Hochplateau der Viewpoint des Dead Horse Point SP, man konnte sogar die Absperrungen erkennen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5321.jpg)

Auf der anderen Seite des Colorado befand sich der Viewpoint bei Chickens Corner, dort wollten wir morgen hinfahren. Wir passierten den Pyramide Butte und erreichten schon bald die tiefblauen Verdunstungsbecken der Cane Creek Potash Mine, die von der Texas Gulf Sulphur Company betrieben wurde.
Auch wenn es ein irgendwie nicht so recht in die Landschaft passte, interessant sah es durch die blaue Farbe trotzdem aus. Die letzten Meilen bis Moab verliefen nicht besonders aufregend und wir erreichten kurz darauf unser vorgebuchtes La Quinta Inn am suedlichen Ende der Main Street. Hier waren wir schon im letzten Jahr gewesen und es hatte uns gut gefallen.
Wir checkten ein und da unsere knurrenden Maegen lautstark auf sich aufmerksam machten, fuhren wir zu Eddie McStiff. Wir hatten heute mal Lust darauf. Die Pasta war natuerlich mehr als genug und das Hefeweizen gar nicht mal so schlecht. Gut gesaettigt ging es dann zurueck ins Hotel, wo wir noch eine Runde im Pool drehten und es uns im Hot Tub gemuetlich machten. So konnte man sich das gefallen lassen. Den restlichen Abend verbrachten wir mit Bilder hochladen und Mails beantworten. Gegen Mitternacht war dann wieder Matrazenhorchdienst angesagt.


Videoclip Shafertrail (http://s151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/?action=view&current=ShaferTrail_1_x264.flv)
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: carovette am 19.10.2009, 19:04 Uhr
Hi Yvonne,

ich bin auch wieder mit an Bord, bin ja leider wieder im Ländle.... :heulend:

Deine letzten Bilder - ausser die vom LWHC - könnten genausogut aus meinem RB stammen, ich hab ein paar Mal fast das selbe Motiv (nur sind deine besser fotografiert....) :usa:

Jetzt freue ich mich auf die Weiterfahrt.

Edit: während ich das hier getippselt habe, gehts ja schon weiter - toll, sogar mit dem Shafer Trail - der Strecke, vor der ich so Angst hatte.....Erst gestern haben wir Pläne geschmiedet, da noch mal runterzufahren und dann auf derWhite Rim Road weiter....

lg caro :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 19.10.2009, 19:15 Uhr

Edit: während ich das hier getippselt habe, gehts ja schon weiter - toll, sogar mit dem Shafer Trail - der Strecke, vor der ich so Angst hatte.....Erst gestern haben wir Pläne geschmiedet, da noch mal runterzufahren und dann auf derWhite Rim Road weiter....


Caro, der Shafer Trail ist echt total harmlos. Ganz einfach zu fahren und es geht da doch hoechstens mal 200 Meter runter, nicht mehr. Ausserdem ist die Strasse doch so breit, da ist nichts zum Fuerchten da. Schau dir doch den Clip an, hi hi.
Und erst einmal welcome back, ich hoffe ihr hattet eine tolle Zeit. Warst ja ganicht so weit weg von mir gewesen. Und ich glaube, unsere Touren waren an etlichen tagen ziemlich identisch. Nur das wir halt spaeter im Jahr los waren  :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: HeikeME am 19.10.2009, 20:11 Uhr
schön, dass es weiter geht.

Wir waren ja ein paar Tage nach euch in Moab, und sind ähnliche Touren gefahren.

viele Grüße
Heike
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Crimson Tide am 20.10.2009, 10:29 Uhr
 :D  Hast du eigentlich schon mal versucht, dieses komische Wort auszusprechen????  LWHSC

Da kriegt man ja keine Luft bei!  :lol:

Spaß beiseite!  :wink:  Ich vermisse auf den Bildern die richtig dicken Regenwolken, die sehen inzwischen richtig harmlos aus!  :lol:

Schön, daß Ihr doch noch Sonne gefunden habt, so zwischendurch!  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 20.10.2009, 15:07 Uhr
Bin jetzt auch wieder auf dem Laufenden - gefallen hat es mir bisher!

Allerdings kann ich seid meinem diesjährigen Urlaub die Begeisterung für Off road fahren, nicht mehr so teilen!!
Nicht das ich Probleme hätte mit solchen Strecken, nein ich bin einfach zu ungeduldig - mich stört es, wenn ich so viel Zeit benötige, für verhältnismäßig kurze Strecken....!  :roll: :roll:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 21.10.2009, 17:27 Uhr
Hallo Yvonne,

leider hat es unser Zeitplan dieses Jahr nicht erlaubt, den Shafer Trail zu fahren.

Jetzt habe ich mir Dein Video angeschaut und frage mich ernsthaft was ist, wenn Gegenverkehr kommt  :verwirrt:.

Oder gibt man oben Rauchzeichen, damit von unten kein Fahrzeug kommt  :zwinker:?

LG,

Ilona

PS: Ich wünsche Dir einen schönen Tag - :birthday:.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 21.10.2009, 17:38 Uhr
Hallo Yvonne,

leider hat es unser Zeitplan dieses Jahr nicht erlaubt, den Shafer Trail zu fahren.

Jetzt habe ich mir Dein Video angeschaut und frage mich ernsthaft was ist, wenn Gegenverkehr kommt  :verwirrt:.

Oder gibt man oben Rauchzeichen, damit von unten kein Fahrzeug kommt  :zwinker:?

LG,

Ilona

PS: Ich wünsche Dir einen schönen Tag - :birthday:.


Hallo Ilona,


alles kein Problem, wir hatten mehrfach Gegenverkehr auf dem Weg nach unten. Die Strasse ist so breit, das kann man locker am Rand halten und den Gegenverkehr vorbeilassen. Ausserdem siehst du die eh schon kommen und kannst dir eine Haltbucht suchen.  :lol:


@HeikeME:

schade, das wir uns da um ein paar Tage verpasst hatten. Fand die ganzen Strecken eigentlich fast ausschlieslich sehr gut zu fahren

@CrimsonTide:

Moni, dicke dramatisch aussehende Wolken waeren mir auch lieber gewesen. Stattdessen gab es dann nur noch Schleierwolkensuppe, die so dicht war, das  nur noch alles milchig weiss war. Wirkt nicht besonders schoen auf Bildern.... :roll:
Na ja, zwischendrin schien halt soch mal die Sonne, hi hi.

@ Matze:

Matze, ist doch okay, wenn du nicht so fuers Offroad fahren zu begeistern bist. Waere ja schlimm, wenn alle die gleichen Interessen haetten. Mich stoert eine laengere Anfahrt nicht, gibt doch immer was zu sehen.  :wink:
Daher musst du den naechsten tag fix ueberlesen, denn die Anfahrt alleine zu unserem naechsten Ziel ist schon gut drei Stunden. Da haettst du keine Geduld fuer!!! :mrgreen:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 21.10.2009, 17:47 Uhr
13.06.09

ein wunderschoen sonniger Tag begruesste uns heute morgen, das sah sehr vielversprechend aus. Die letzten Tage waren schliesslich mehr als muehsam gewesen, was das Wetter betraf. Schnell noch die Morgentoilette und den Wetterbericht checken. Fuer heute gab es vom NOAA tatsaechlich gruenes Licht.  :D
Zum Fruehstuecken fuhren wir zum Moab Diner, der hatte uns schon im letzten Jahr gut gefallen. Vor allem ging es hier fix und die Portionen waren nicht uebermaessig gross. Anschliessend tankten wir noch fix und los konnte es gehen. Von der Main Street aus bogen wir am McDonalds auf den Kane Creek Boulevard ab und erreichten nach kurzer Zeit den Colorado River mit seiner Recreation Area.
Hohe Felswaende aus Wingate Sandstein erhoben sich zu beiden Seiten des Flusses, nur waren wir bisher immer auf der gegenueberliegenden Seite auf der Potash Road unterwegs gewesen. Ein tiefblauer Himmel, der nur mit einigen Schleierwoelkchen durchzogen war, bildete einen tollen Kontrast zum roten Sandstein.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5348.jpg)

Dies war wirklich eine schoene Ecke. Wir waren schon gespannt, was uns auf der heutigen Tour alles begegnen wuerde. Durch die starken Regenfaelle vor gut zwei Wochen hatte es hier im Bereich des Cane Creek auch eine Flash Flood gegeben, die ein Auto weggerissen hatte. Zu Schaden war gluecklicherweise niemand gekommen.
Allerdings hofften wir, das die Strecke im Bereich der Furt wieder gut passierbar war.
Rechterhand kam nun der Parkplatz zu den Moonflower Canyon Petroglyphs, doch wir fuhren weiter. Kurz darauf passierten wir den Abzweig zum Pritchett Canyon, einer der anspruchsvollen 4WD Strecken hier in der Gegend und der Asphalt endete.
Eine gut gegradete Gravelroad erwartete uns nun, die sich wie ein schmales Band zwischen den steil aufragenden Canyonwaenden hindurchschlaengelte. Dichte Vegetation aus Cottonwood Trees, Willows und Tamarisken liessen den Verlauf des Kane Spring Creeks erahnen. Kurz darauf ging es in einigen sehr engen Switchbacks in ein Tal hinein und die Canyonwaende wurden fuer kurze Zeit etwas weitlaeufiger. Die Landschaft war wirklich sehr abwechslungsreich.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5376.jpg)

Wir passierten die Kane Creek Furt, die allerdings war total ausgetrocknet. Das war eigentlich die Stelle gewesen, wo wir noch die meisten Bedenken hatten. Erstaunlich, wie schnell sich das doch innerhalb kuerzester Zeit wieder aendern konnte.
Durch eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke entlang des Kane Spring Canyon ging es weiter. Unverwechelbar in der Ferne Richtung Hurrah Pass der rotbraune Sandstein der Moenkopi Formation, den man auch im Capitol Reef NP finden konnte.
Die Strecke wurde ab hier etwas rauher, hier war High Clearance empfehlenswert. Hin und wieder gab es kleinere Felsplatten zu ueberfahren, doch die waren kaum der Rede wert.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5399.jpg)

Die Strasse schraubte sich nun immer weiter nach oben, waehrend wir zu beiden Seiten wunderschoene Blicke auf die Sandsteinstrukturen geniessen konnten. Interesant war auch, das wir nun nahezu unterhalb des Anticline Overlooks entlangfuhren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5403.jpg)

Oben am Hurrah Pass angekommen, machten wir erst einmal einen ausgiebigen Stop. Das war wirklich eine tolle Landschaft und wir konnten die Blicke meilenweit schweifen lassen. Auf der anderen Coloradoseite sahen wir die farbigen Verdunstungsbecken der Potash Mine sowie die Cane Creek Anticline, dessen prominente Strukturen unverkennbar waren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5417_Kopie.jpg)

Die Piste fuehrte nun in etlichen Kurven hinunter in ein Tal, teilweise wurde es auch recht felsig. Aber fuer unseren Silverbird war das kein Problem. Hoch ueber uns konnten wir sogar teilweise die Absperrungen am Anticline Overlook ausmachen, irgendwie witzig. Unten auf der Ebene angekommen, ging es erst einmal eine ganze Weile geradeaus und wir passierten ein paar kleinere Hoodoos. Hier und da wurden wir von einigen Quadfahrern ueberholt, die mit ihren Fahrzeugen natuerlich viel besser vorwaerts kamen als wir mit unserem Stock SUV.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5452.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5455.jpg)

Es folgte ein Abstieg in einen Wash, hier gab es nun mehrere kleinere Felsstufen zu bezwingen.Vor allem sah das Anfangs schlimmer aus, als es dann war und nachdem wir uns das angeschaut hatten, konnten wir nur mit den Kopf schuetteln.
Der Ausstieg aus dem Wash bescherte uns erneut eine Felsstufe und es folgte ein Anstieg. Entweder man fuhr ueber ein paar Felsplatten oder ueber einen recht sandigen Huegel hinauf. Wir entschieden uns fuer die Felsplatten.

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Es ging nun ein Weilchen sandig weiter, aber so etwas mochten wir ja beide sehr gerne. Langsam naeherte sich die Piste dem Colorado River und wir stoppten erst einmal, um ein paar Bilder zu machen. Gemaechlich floss der Colorado dahin, umgeben von jeder Menge Gruen an beiden Flussufern. Der nahezu stahlblaue Himmel und die rostroten Sandsteincliffs sowie der Pyramid Butte bildeten dazu einen tollen Kontrast.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5487.jpg)

Der Abzweig zum Lockhart Basin erfolgte kurz darauf auf der linken Seite, wir hielten uns aber weiter geradeaus. Eine weitere Washquerung folgte und ein kleiner Anstieg auf einen mit Felsplatten bestueckten Huegel.
Hier mussten etwas aufpassen, aber die Sorgen waren im Nachhinein wieder voellig unbegruendet. Mit unserem eigenen SUV und vernuenftigen Reifen waeren wir wohl nicht ganz so zaghaft gefahren, aber sicher war sicher.
Wir passierten die sogenannten Chicken Rocks, eine Ansammlung an Felsen, die sich bis nahezu an die Cliffs erstreckten und nur minimal Platz fuer eine Durchfahrt liessen. Vor den Chicken Rocks stoppten wir aber erst noch einmal und genossen eine weitere Aussicht auf den Colorado River sowie die Landschaft rings um uns herum.
Die letzten 1,5 Meilen nahmen wir nun in Angriff. Die schmale Passage an den Chicken Rocks vorbei war nicht fuer jeden geeignet, zumal man als Beifahrer nun den wunderschoenen Blick in die Tiefe geniessen konnte. Die Piste war hier gerade breit genug fuer ein Fahrzeug und wir fuhren vorsichtig an dieser Passage vorbei.
Nun befanden wir uns wieder auf einer Art Plateau und flache Buesche und Graeser, die sich hier in den sandigen Boden geklammert hatten, bedeckten diesse Ebene. Ein kleiner felsiger Abstieg folgte noch und wir waren am Ziel unserer Tour angelangt: Chicken Corners. Die ATV Fahrer von vorhin parkten ebenfalls hier und genossen die Ausicht.Und die war wirklich toll. Wir schauten direkt auf den prominenten Dead Horse Point mit gleichnamigen State Park sowie auf die Ebene, wo die finale Szene von Thelma & Louise gedreht wurde.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5527.jpg)

Ein wirklicher wunderbarer Viewpoint, auch wenn die Anfahrt doch etwas Zeit in Anspruch genommen hatte. Aber landschaftlich hatte sich dieser Ausflug wirklich gelohnt. Ganze Canyons, Basins, Ebenen und Sandsteinstrukturen und Buttes hatten sich dabei wie auf einer Landkarte vor uns entrollt. Wir liefen ein wenig herum, machten Bilder von allen Seiten.
Allerdings gingen wir nicht den schmalen Pfad um die Felsnase herum. Obwohl ich eigentlich eine Kletterziege war, traute ich meinem rechten Bein, das ja Bandscheibengeschaedigt war, nicht so ganz. Und Lust hatte ich auch keine, gute 400 Meter weiter unten zu landen.
Der Name Chicken Corners schien auch daher zu kommen, das es doch einige Personen gab, die sich auf diesen Fussweg nicht weitergetraut hatten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5541.jpg)

Wir blieben ein Weilchen hier und machten uns dann so langsam auf den langen Rueckweg. Einige wenige Fotostopps folgten noch einmal, gerade bei den diversen Felsstufen. Auch stoppte wir noch einmal am Hurrah Pass und genossen den Blick, den man ringsherum auf die praechtige Canyonlandschaft hatte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5558.jpg)

Zurueck in Moab und im LaQuinta Inn gab es nun eine ausgiebige Runde im Pool und Hot Tub. Nach diesem doch recht staubigen Tag war dies genau das Richtige. In so einem Hot Tub konnte ich mit eine guten Buch ja Stunden verbringen. :mrgreen:
Die Zeit dafuer hatten wir heute leider nicht, da wir um acht Uhr im Zak's verabredet waren. Darauf freute ich mich schon, denn dort wuerde ich Willi und Hedy kennenlernen aus dem usa.reise.de kennenlernen. Ausserdem hatte es sich aus einem anderen USA Forum ergeben, das noch ein weiteres Paerchen zur gleichen Zeit anwesend war und spontan hatten wir dann dieses Treffen ein wenig erweitert. Jochen und Connie wohnten sogar im gleichen Hotel wie wir. Nach einer Weile hatten wir uns dann auch alle im Zak's zusammengefunden, das war immer ziemlich spannend. Besonders dann, wenn man sein Gegenueber nur von Bildern kannte.
Es wurde ein total lustiger Abend und wir alle hatten jede Menge zu erzaehlen. Nach dem Essen gab es dann noch ein Bierchen an der Bar und auch hier ging uns nie der Gespraechsstoff aus.
Waehrend Jochen und Connie morgen zeitig zu einem River Rafting aufbrechen wollten, verabredeten wir uns mit Willi und Hedy zum Fruehstueck im Moab Diner. Ein schoener und ereignisreicher Tag ging dann kurz nach Mitternacht zu Ende.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: mrh400 am 21.10.2009, 17:50 Uhr
Hallo,
Jetzt habe ich mir Dein Video angeschaut und frage mich ernsthaft was ist, wenn Gegenverkehr kommt

Oder gibt man oben Rauchzeichen, damit von unten kein Fahrzeug kommt
ich bin den Shafer Trail zwar nur als Passagier einer Jeep-Tour gefahren, aber nicht wenige z.T. durchaus vergleichbare Alpenstrecken (die meisten sind heutzutage leider gesperrt oder ausgebaut). Es gibt eigentlich nichts übersichtlicheres als solche Serpentinenstrecken - da kannst Du den Gegenverkehr schon drei Kehren weiter unten oder oben entdecken und nach einer passenden Ausweiche suchen (wobei ich den Shafer Trail auch nicht als wirklich eng in Erinnerung habe). Viel problematischer sind Strecken mit unübersichtlichen Engstellen wie teilweise der Long Canyon (nächstes Video auf dem Link!); wenn man da an der falschen Stelle reversieren muß, macht es keinen Spaß mehr.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: HeikeME am 21.10.2009, 19:46 Uhr
wieder ein schöner Off-Road Tag mit wunderschönen Fotos.

viele Grüße
Heike
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 21.10.2009, 20:05 Uhr
Yvonne, genau das ist es - drei Stunden fahren, um dann eine Aussicht zu haben, die man dort fast an jeder Ecke findet!! :roll: :roll:

Es sieht schon toll aus, keine Frage - aber eben auch an vielen Ecken dort! Z.B. Onion Creek Road! Oder Capit. Reef NP!

Southwest verursacht keine Sehnsucht mehr, für uns! Vielleicht später wieder!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 21.10.2009, 20:15 Uhr
Yvonne, genau das ist es - drei Stunden fahren, um dann eine Aussicht zu haben, die man dort fast an jeder Ecke findet!! :roll: :roll:

Es sieht schon toll aus, keine Frage - aber eben auch an vielen Ecken dort! Z.B. Onion Creek Road! Oder Capit. Reef NP!

Southwest verursacht keine Sehnsucht mehr, für uns! Vielleicht später wieder!


Matze, hier ging es auch eher um das Fahren an sich  :D
Hoch zum Hurrah pass, rein ins Tal, unterhalb vom Anticline Overlook entlang sowie an unzaehligen geologischen Strukturen. Dazu Sandstrecken, Felstufen, steile Abhaenge, Colorado Blick. Die Mischung gesamt war es halt, was an diesem Tag wichtig war. Und halt das Spass am Offroad Fahren.
Daher waere es definitv nichts fuer dich gewesen. Zu lange Anfahrt und zu rote Steine  :wink:
Ist aber doch okay. Ich mag ja gruene Berge auch und die Abwechslung zwischendrin tut halt auch mal gut


@ HeikeME:

waere evtl. auch was fuer euch, solltet ihr es noch nicht kennen  :D
Wir fahren ja schon gerne alle moeglichen Strecken, meistes geht es ja auch noch mit einem rental car....
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: HeikeME am 22.10.2009, 19:46 Uhr

@ HeikeME:

waere evtl. auch was fuer euch, solltet ihr es noch nicht kennen  :D
Wir fahren ja schon gerne alle moeglichen Strecken, meistes geht es ja auch noch mit einem rental car....

Hallo Yvonne,
da habe ich gestern beim Lesen deines Berichts auch schon dran gedacht. Diese Strecke kennen wir noch nicht,
das ist dann was fürs nächste Mal in Moab. :lol:

viele Grüße
Heike
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.10.2009, 18:10 Uhr

@ HeikeME:

waere evtl. auch was fuer euch, solltet ihr es noch nicht kennen  :D
Wir fahren ja schon gerne alle moeglichen Strecken, meistes geht es ja auch noch mit einem rental car....

Hallo Yvonne,
da habe ich gestern beim Lesen deines Berichts auch schon dran gedacht. Diese Strecke kennen wir noch nicht,
das ist dann was fürs nächste Mal in Moab. :lol:

viele Grüße
Heike


Heike, das ist ein lohnenswertes Ziel und ein toller Trail. Wir haben uns extra viel Zeit gelassen, da wir sehr oft angehalten haben. Die Landschaft rings um uns herum war einfach so schoen.  :wink:



PS: nachher eht es weiter....
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: zimmerfrau am 26.10.2009, 19:10 Uhr



Edit: während ich das hier getippselt habe, gehts ja schon weiter - toll, sogar mit dem Shafer Trail - der Strecke, vor der ich so Angst hatte.....Erst gestern haben wir Pläne geschmiedet, da noch mal runterzufahren und dann auf derWhite Rim Road weiter....


lg caro :D

hallo caro, hatte auch bedenken vor dem shafer trail und kann nur bestätigen "überhaupt kein problem" wir sind ihn hochgefahren und hatten mindestens 4 x gegenverkehr, das war total problemlos. es gibt wirklich genug passagen um aneinander vorbei zu kommen. wir hatten auch noch eine ganze reihe biker im trail.

lg gudrun
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.10.2009, 19:14 Uhr

14.06.09

Ein neuer Tag war herangebrochen und es sah sogar sonnig aus, unglaublich. Der morgendliche erste Blick aus dem Fenster war so richtig zur Routine geworden, hi hi. :D Schnell noch bei NOAA das Wetter und den Radar checken, Morgentoilette, dann konnte es auch schon losgehen. Wir hatten uns gegen 9 Uhr mit Willi und Hedy am Moab Diner verabredet und die beiden waren wie wir auch keine besonderen Fruehaufsteher.Wir fuhren das kurze Stueck bis zum Diner und stellten verwundert fest, wie leer es dort doch war. Und dann fiel uns siedendheiss ein, das ja heute Sonntag war. Und am Sonntag war der Diner ja immer geschlossen!!! :oops: :oops: So ein Mist aber auch. Schon letztes Jahr hatten wir deswegen vor verschlossenen Tueren gestanden. Was also tun?
Evtl. hatte das Zak's ja auch ein Fruehstuecksangebot und wir schauten erst einmal nach. Natuerlich hatten sie das und unser Morgen war somit gerettet. Wir wurden an einen besonders erfrischenden Platz im Inneren des Restaurants geleitet und hielten froestelnd Ausschau nach Willi und Hedy. Mal schauen, was die beiden machen wuerden. Natuerlich liefen die beiden auch erst einmal zum Diner und standen dann vor verschlossenen Tueren. Leider konnte ich sie nicht anrufen, da mein Handy zum Aufladen im Hotel war, super.
Aber ich fing die beiden noch fix ab und so genossen wir dann alle vier ein etwas erfrischendes Fruehstueck im Zak's. Man muss halt flexibel bleiben, grins. :mrgreen:
Wir hatten geplant, heute ein wenig zusammen auf Tour zu gehen. Mal schauen, ob das auch so klappte. Als Erstes stand heute der Hidden Canyon und Bartlett Wash bei uns auf dem Plan. Dazu mussten wir den Highway 191 nach Norden fahren, bis ungefaehr auf die Hoehe des Moab Airport. Die Strecke hierher kannten wir mittlerweile auch schon nahezu im Schlaf.
Unmittelbar suedlich vom Moab Airport bogen wir auf die Blue Hills Road ab. Die Strecke auf der gut gegradeten Dirtroad fuehrte erst einmal fuer ein Weilchen durch recht langweilig erscheinende Praerielandschaft, die Blue Hills in einiger Entfernung vor uns.
Wir bogen nach links ab, auf eine weitere Dirtroad, die uns Richtung Bartlett Wash fuehren sollte. Wir fuhren voraus, Willi und Hedy in ihren Ford Escape folgten mit einigen Abstand. Wir bogen kurz darauf erneut nach links ab, naeherten uns unserem geplanten Ziel. Bisher war alles ohne Schwierigkeiten machbar gewesen. Der Abzweig zum Tusher Tunnel zu unserer Linken liess uns kurz beratschlagen und wir entschieden uns, diesen kleinen Abstecher noch mitzunehmen. Der Trail wurde hier sehr schnell felsiger, aber unser Silverbird hatte damit ueberhaupt keine Probleme.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5589_Kopie.jpg)
etwas wackelig zum Fotos machen....

Allerdings machten wir uns etwas Gedanken um den Escape, der sich noch ganz wacker hielt. Wir verpassten aus irgendeinen Grund dann die richtige Abzweigung und nun fuehrte der Trail steil und felsig auf eine Art Plateau hinauf. Unser Silverbird schaffte diesen Abschnitt ohne Schwierigkeiten und schwebte fast hier hinauf, aber mit dem Escape war dann auf der Haelfte von der Anhoehe Schluss. Die die vielen Geroellstueckchen war es sehr rutschig und Willi hatte den Huegel scheinbar zu zaghaft angegangen. Jedenfalls hatte er jetzt nicht mehr genug Schwung und blieb sozusagen stecken. Durch das fehlende Sperrdiffrenzial drehten die Hinterraeder komplett durch. Das konnte nicht funktionieren.
Selbst nachdem wir Willi Hilfestellung gaben und er ein ganzes Stueck zurueckgerollt war, scheiterte er an dieser einen Schluesselstelle. Es war einfach so rutschig , selbst Ulrich setzte sich beim Einweisen auf seine vier Buchstaben.
Letzendlich gaben Willi und Hedy dann auf und unser Angebot, ebenfalls mit ihnen umzukehren, wollten sie nicht. So trennten sich hier unsere Wege doch schon. Aber wir hatten uns fuer heute Abend noch einmal zum Essen verabredet.
Wir fuhren also nun den Huegel komplett nach oben und dann eine Weile an einem Rim entlang, ehe wir auf eine grosse Slickrockebene kamen. Hier war definitiv Schluss. Aber trotzdem war dieser Abstecher klasse, denn wir genossen von hier einen ganz wunderbaren Blick hinueber zum Hidden Canyon mit seinen cremefarbenen und von Wind und Wetter geschliffenen Felsen aus Entrada Sandstein. Wir genossen diesen Auslick erst einmal eine Weile.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5593.jpg)

Hier konnte man sich wirklich voll und ganz vergessen und komplett in diese wundervolle Landschaft eintauchen, die die Sinne befluegeln konnte. Und dabei hatten wir die Ecke ja nur rein zufaellig gefunden.
Manchmal hatten solche falschen turns ja doch etwas Gutes an sich. Wir liefen etwas auf dem Slickrock umher, machten hier und da ein paar Fotos. Bei richtig schoenen Wetter haette das garantiert noch viel besser gewirkt, doch momentan befanden sich hier im Westen noch etliche Schleierwolken.
Bei der Fahrt hinunter vom Plateau fanden wir auch die richtige Zufahrt zum Tusher Tunnel, aber wir liessen das jetzt einfach sausen und machten uns gleich auf Richtung Bartlett Wash. Dichte Vegetation aus Cottonwood Trees, Tamarisken und einigen Willows deutete uns an, das hier jede Menge Feuchtigkeit zu finden war, auch wenn der Wash jetzt nahzu trocken war. Es wurde etwas sandiger, genau das Richtige fuer uns.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5644_Kopie_filtered.jpg)

Die ersten glattgeschliffenen Sandsteinformationen liessen schon erahnen, was nun auf uns zukommen wuerde. Sandsteinwaende, die sich wie eine imposante nicht endende Mauer zur einen Seite erstrecken.
Mit Sonnenschein wuerde das Ganze sicherlich noch viel interessanter wirken.
Irgendwann erreichten wir dann auch den Abzweig mit dem Abstieg in den Wash hinein Richtung Hidden Canyon. Ein ziemlich steiler und sandiger Huegel erwartete uns hier. Allerdings war der Huegel dann am Ende doch eher harmlos.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5622.jpg)

Im Wash ging es weiter, die Landschaft rings um uns herum blieb weiterhin spektakulaer. Glattgeschliffene Sandsteinhuegel, hin und wieder befanden sich darin an Schweizer Kaese erinnerte Strukturen, die durch Wind und Wetter verursacht worden. Die Felswaende reichten teilweise bis an den Wash heran, bei einer ploetzlich auftretenden Flash Flood waere man hier verloren.
Immer wieder stoppten wir fuer Fotos. In einiger Entfernung entdeckten wir auch ein Bighorn Schaf, das hoch oben auf einem der Felsdome stand und die Landschaft ueberblickte. Unglaublich, wie einsam es hier doch war.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5639_Kopie_filtered.jpg)

Wir genossen diese Ecke unheimlich und wie zur Bestaetigung kam dann irgendwann sogar wieder die Sonne heraus. Na also. Jetzt wirkte das alles doch gleich viel freundlicher.  :wink:
Es folgten mehrere Ein und Austiege aus kleineren Washs entlang der Strecke, die teilweise ganz schoen steil waren und wir mit dem Pathfinder und dessen kuerzeren hinteren Boeschungswinkel ganz schoen aufpassen mussten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5648_Kopie.jpg)

Einmal eckten wir dann doch an und zogen uns dadurch einen kleinen Kratzer an der Stossstange zu. Hm, wie peinlich. :oops: Zum Glueck war der Kratzer nicht allzu gross. Wir fuhren vorsichtig weiter, aber nun wurde die Strecke wieder eben und war absolut einfach zu fahren.
Etwas spaeter kam ein Abzweig, der zum Hidden Canyon Overlook fuehren sollte. Hm, schauen konnten wir da ja mal und sollte es doch etwas zu anstrengend werden, dann einfach umkehren. Wir bogen ab und mussten zwischendrin immer nach den rechten Weg schauen, da es mehrere kleinere Spurs gab, die abgingen.
Letztendlich gelangten wir doch auf den richtigen Trail und nach einer Weile schraubte sich der Weg auch hier in die Hoehe. Gemein war, kaum das man oben angelangt war, ging es wieder so steil hinunter und fuer einem kurzen Moment konnte man nur erahnen, wie es weiterging. Ich konnte einfach nicht ueber die Kuehlerhaube schauen.... Hier war vorsichtiges Fahren angesagt.
Etwas spaeter erreichten wir ein Gatter, das wir erst oeffnen mussten, ehe wir auf einer groesseren Slickrockflaeche landeten. Die Blue Hills und dessen unmittelbare Umgebung hatte auf dem ersten Blick ziemlich langweilig ausgesehen, doch das aenderte sich jetzt hier.
Erst einmal mussten wir schauen, auf dem Slickrock den richtigen Weg zu erwischen und ich navigierte unseren Silverbird immer wieder zwischen ein paar Rockboulders hindurch. Okay, der anschliessende Weg war dann wieder sehr ersichtlich. Letztendlich landeten wir auf einer wunderschoenen Badlandsebene und farbiger Sandstein aus der Morris Formation bot uns wieder ein paar Fotomotive.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5661.jpg)

Aber hier entschieden wir uns, dann doch umzukehren, da wir noch ein anderes Ziel, das wir heute auf alle Faelle erreichen wollten, geplant hatten. Aber diese Strecke hier war vielversprechend und beim naechsten Moab Besuch sollte es dann definitiv bis zum Viewpoint gehen. Der Weg zurueck war dann einfacher zu finden und wir fuhren nun weiter Richtung Blue Hills Road. Also bis zu dem Punkt, wo wir heute morgen auch begonnen hatten. Wir fuhren die Blue Hills Road nun weiter nach Westen, bis dann kurz nach dem Abzweig zur Dubinky Well Road unser Abzweig zur Levi Well Road kam. Ein Hinweisschild, das zum Ten Mile Canyon fuehrte, befand sich dort ebenfalls.
Die gut gegradete Dirt Road liess sich hervorragend fahren und wir kamen gut voran. Mittlerweile hatte sich die Sonne auch wieder komplett ihren rechtmaessigen Platz erkaempft und den Grossteil der Wolken vertrieben. Das war hervorragend.
Die Landschaft fing an, sich erneut zu veraendern. Hatten wir Anfangs erst noch nur Badlands und sanfte Huegel mit langgezogenen Ebenen im Wechsel, so kamen nun die ersten wunderschoenen rotbraun schimmerten Sandstein Buttes sowie die ersten langgezogenen Auslaeufer des Tenmile Canyons.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5678.jpg)

Und so langsam wurde es auch immer sandiger. Das gefiel mir ja eh immer sehr gut. Wir querten mehrere kleinere Washs, die Piste in diesen Bereichen nicht sehr gut und zeugten von einigen heftigen Regenfaellen in der letzten Zeit. Immer wieder waren Teile der Strecke weggerissen oder es hatten sich winzige und sehr fiese tiefe Graeben gebildet. Vorsicht war hier angesagt.
Wir naeherten uns so langsam den Sandduenen, unserem heutigen Ziel. Genau diese Duenen hatte ich im letzten Jahr auf dem Weg zur Secret Spire in weiter Ferne gesehen und irgendwie hatten sie mich fanziniert.
Lange Recherche und die Hilfe eines lieben Freundes, der die Ecke wie seine Westentasche kennt, fuehrten dann zum Ziel. Erst einmal wurde es tiefsandig und ich schaltete den 4WD hinzu. Da die Strecke nahezu eben war, kam ich so sehr gut voran. Das machte tierisch viel Spass!! :mrgreen:
Wir passierten ein Gatter und dann erstreckte sich zu unserer Rechten das wunderbare Areal aus Sand. Eine riesiger Sandkasten nur fuer uns alleine, das war toll. Wir bogen ab und fuhren im Sand ein ganzes Stueck zur Duene hin. Scheinbar hatte ein Quad hier auch schon seinen Spass gehabt, denn zumindest ein paar Spuren zeugten davon.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5717_Kopie_filtered.jpg)

Wir parkten unseren Silverbird und machten uns erst einmal auf, das Areal zu erkunden. Eine grosse Duene sowie mehrere Sandhuegel erstreckten sich vor uns und das Salzgras, das sich in kunstvollen Verrenkungen in den sandigen Boden geklammert hatte, wogte im Wind. Einige Boen fegten entlang, sorgten dafuer, das sich das Duenengebiet zu immer neuen Mustern auftuermte. Hin und wieder fuehlten sich die aufgepeitschten Sandkoerner wie kleine Geschosse an.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5685_Kopie_Kopie_filtered.jpg)

Wir stoeberten eine ganze Weile herum, immer wieder gab es etwas Neues zu entdecken. Ich liess es mir auch nicht nehmen, die Trekkingsandalen auszuziehen und dann barfuss zurueck zum Auto zu gehen. Der warme Sand fuehlte sich einfach herrlich an.
Da wir die Duene doch eher als gedacht erreicht hatten, war jetzt natuerlich noch jede Menge Zeit zum Rumstoebern vorhanden, da es noch recht frueh am Nachmittag war. Wir beschlossen, ein wenig auf den Rainbow Rocks Trail zu fahren.
Kurz nachdem wir also die Duene wieder verlassen hatten, ging es in einen grossen Wash hinein. Gerade an der Ausfahrt war es recht sandig, aber gut machbar. Suedoestlich ging es nun weiter auf einen schmalen, teilweise recht sandigen Track. Immer wieder ging es durch einen Wash hindurch, der mal mehr, mal weniger sandig war. Auf alle Faelle eine schoene Strecke. Vor allem, nachdem wir uns den dominanten Felsdomen aus Entrada Sandstein naeherten, die auch als Rainbow Rocks bekannt waren.
Normalerweise schimmerten diese Felsen am Nachmittag auch wunderschoen in den unterschiedlichsten Rottoenen und waren durchzogen mit weissen und rosafarbenen Abschnitten, aber leider hatte sich im Westen eine garstige Gewitterzelle gebildet, die die Sonne bedeckte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5746_Kopie_filtered.jpg)

Das kannten wir ja mittlerweile schon zu Genuege. Allerdings war uns die Sache mit den ganzen Washquerungen und den sehr dunklen Gewitterwolken doch nicht so ganz geheuer und kehrten wir hier um. Natuerlich verzog sich das Gewitter dann auch recht bald wieder, aber das konnte man ja nie wissen. Vor allem dann nicht, wenn es so ganz ransant schlagartig schwarz wurde.
Also gab es auch hier noch etwas, was wir auf einer der naechsten Touren erledigen wollten. Zurueck auf der UT 191 entschieden wir uns ganz spontan, noch einmal in den Arches NP zu fahren und bis zum Eye of the Whale Arch zu fahren. Den Arch kannten wir naemlich beide noch nicht und ausserdem sollte die Strecke dorthin ziemlich spassig sein.
Wir fuehren also in den Park und bogen dann am Balanced Rock nach links auf eine gut gegradete Piste ab.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5755_Kopie_filtered.jpg)

Von hier aus hatten wir auch einen tollen Blick auf die Fiery Furnace, die gerade wunderbar von der tiefstehenden Sonne angestrahlt wurde.
Bis zur Picnic Area war die Dirtroad auch noch in einem wunderbaren Zustand, danach wurde es dann zunehmend felsiger. Es befand sich teilweise recht viel Schotter und Geroell an der Piste, aber unser Silverbird meisterte die einzelnen Felsplatten sehr gut. Teilweise ging es auch ziemlich steil hinauf oder hinab, langweilig wurde uns dabei nicht. Ulrich spottete hin und wieder einmal, aber die meisten Stellen sahen vom Auto aus dann doch schlimmer aus als sie waren.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_dsc_7412.jpg)

Dann kam eine laengere Ebene, die es etwas in sich hatte. Zumindest Ulrich verdrehte dabei total die Augen. Es gab einen laengeren sehr sandigen Abschnitt, der zusaetzlich noch mit dem Fahren in leichter Schraeglage gekroent wurde. Besonders schraeg war es nicht, aber Ulrich machte das schon zu schaffen, waehrend ich sehr viel Spass daran hatte. Auf dem Rueckweg drehte ich dann dabei noch ein kleines Filmchen, aber das gab nicht so ganz die Situation wieder. Nur beim Blick auf den Horizont wurde es dann erkennbar. Ich glaube, fuer unseren naechsten Trip werden wir uns ein Tiltmeter holen. Und wenn es nur dazu dient, die besser Haelfte zu beruhigen, das wir gar nicht so arg in Schraeglage fahren. :mrgreen:
Nach einigen weiteren steilen und ziemlich felsigen Passagen erreichten wir dann den kleinen Parkplatz am Eye of the Whale. Die Sonne war mittlerweile wieder hinter etlichen Wolken verschwunden, aber das war mir jetzt egal. :roll: Wir hatten sowieso bei nahezu jedem Highlight dieses Jahr kein Glueck mit der Sonne. Und ich hatte keine Lust mehr, mich darueber aufzuregen.
Wir folgten dem kleinen Pfad bis zum Arch und machten ein paar Bilder. Vormittags war das sicherlich ein lohnenswertes Ziel mit der Sonne im Ruecken. Aber auch so hatte uns der Arch gut gefallen.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5780_Kopie.jpg)

Auf dem Rueckweg durfte sich Ulrich dann noch einmal ueber die Schraeglage aufregen, waehrend ich jede einzelne Sekunde genoss und eben beim Fahren die Kamera laufen liess. Die Fahrt zurueck nach Moab ging dann zuegig, sobald wir wieder die Parkstrasse auf Hoehe des Balanced Rock erreicht hatten.
Im Motel angekommen, gab es erst einmal eine Runde im Pool und Hot Tub. Anschliessend war Abendessen angesagt und wir trafen uns mit Willi und Hedy vor der Fiesta Mexicana. Das Essen war hier ebenfalls gut und unser Platz auf der Terasse wundervoll luftig und angenehm. Zu erzaehlen gab es wieder einiges. Willi und Hedy hatten ebenfalls noch einen schoenen Tag verbracht und hatten einiges im Arches NP angesehen. Schade, das es heute morgen einfach nicht geklappt hatte mit dem Escape. Ein anderes Mal vielleicht.
Wir quatschten noch ein ganze Weile und dann trennten sich unsere Wege fuer heute. Wir wollten noch ein paar Nachtaufnahmen im Arches versuchen und die beiden noch ein Bierchen trinken. Letztendlich klappten unsere Nachtaufnahmen nicht so wie erwartet, aber zumindest austesten musste ich es. Jetzt war ich natuerlich schlauer. Gegen Mitternacht waren wir wieder im Motel, luden fix die Bilder hoch und gingen dann auch total muede ins Bett. Der Tag war lang und ereignisreich gewesen.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 26.10.2009, 19:43 Uhr
Hi Yvonne.

Schade, das unser Escape (Oder ich  :roll: ) nicht mithalten konnte. So haben wir leider eine tolle Tour

verpasst. :(

Beim nächsten Mal dann. :lol:

Willi & Hedy
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.10.2009, 19:47 Uhr
Hi Yvonne.

Schade, das unser Escape (Oder ich  :roll: ) nicht mithalten konnte. So haben wir leider eine tolle Tour

verpasst. :(

Beim nächsten Mal dann. :lol:

Willi & Hedy


unbedingt Willi!!  :D
Vielleicht dann mit einem SUV mit Sperrdifferenzial, dann klappt das besser. Wer weiss, evtl. ja wieder Moab?  :wink:
Liebe Gruese an Hedy
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: wilma61 am 26.10.2009, 19:54 Uhr
Wer weiss, evtl. ja wieder Moab?  :wink:

Gerne...30.05.2010-02.06.2010  8)


W&H
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: HeikeME am 26.10.2009, 20:42 Uhr
Hallo Yvonne,

das war ja wieder ein wunderbarer Off-Road Tag mit uns unbekannten Ecken.
Ich glaube, in der Gegend rund um Moab könnte ich Wochen verbringen.

viele Grüße
Heike :lol:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 26.10.2009, 20:54 Uhr

Hallo Yvonne,


uihhh, was für ein wunderschöner Tag :D. Ich liebe offroad fahren mindestens so wie du :D, dann noch die traumhafte Landschaft ringsherum - Herz, was willst du mehr?

LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.10.2009, 21:59 Uhr
Hallo Yvonne,

das war ja wieder ein wunderbarer Off-Road Tag mit uns unbekannten Ecken.
Ich glaube, in der Gegend rund um Moab könnte ich Wochen verbringen.

Heike, da koennten wir auch Wochen verbringen. Haben schon wieder ganz tolle neue Ziele fuer das naechste Mal gefunden.
Dann hoffentlich mit besseren Wetter  :wink:




Hallo Yvonne,


uihhh, was für ein wunderschöner Tag :D. Ich liebe offroad fahren mindestens so wie du :D, dann noch die traumhafte Landschaft ringsherum - Herz, was willst du mehr?

LG, Angie




Vielen Dank, Angie.
ja, wir sind beide total fuers Offroad fahren zu begeistern. Je heftiger, umso besser.  :D  Hin und wieder wird mal gekniffen, aber dann kommt immer beim naechsten Besuch in der Ecke der zweite Versuch  :wink:
Aber es kommen noch ein paar nette Strecken
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: carovette am 26.10.2009, 22:10 Uhr
Oh Yvonne, da habe ich ja schon wieder ein paar Ziele in Moab, die unser Herz höher schlagen lassen. Hoffentlich klappt das mit unserem Urlaub nächstes Jahr in der Ecke.

Ich glaube, im Bartlett Wash sind wir auch kurz rumgekurvt - hab grade mal auf der Topomap nachgeschaut und mit der Trackaufzeichnung verglichen (bei der ersten Suche mit den falschen Koordinaten zum Secret Spire), aber da sich auch bei uns ziemlich dunkle Wolken zeigten und wir nicht genau wussten, was da noch auf uns zukommt, haben wir es vorsichtshalber gelassen.

lg caro :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 26.10.2009, 22:12 Uhr

ja, wir sind beide total fuers Offroad fahren zu begeistern. Je heftiger, umso besser.  :D  Hin und wieder wird mal gekniffen, aber dann kommt immer beim naechsten Besuch in der Ecke der zweite Versuch  :wink:

Vor wenigen Minuten habe ich meinen 2002er (West-)Australien-RB online gestellt. Dort bin ich auch sehr viel offroad gefahren und konnte das Ganze jetzt nochmal genießen. Damals habe ich mich zeitweise noch gescheut, Wasserdurchfahrten zu machen, schon 1 Jahr später bin ich mit dem Bushcamper durch den Fluss gefahren - so ändern sich die Zeiten :wink:.
Ich kann daher eure Leidenschaft fürs Offroadfahren sehr gut nachvollziehen :D.

Aber es kommen noch ein paar nette Strecken

Wie schön :D, da freue ich mich schon drauf :D.


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.10.2009, 22:28 Uhr
Oh Yvonne, da habe ich ja schon wieder ein paar Ziele in Moab, die unser Herz höher schlagen lassen. Hoffentlich klappt das mit unserem Urlaub nächstes Jahr in der Ecke.

Caro, das ein oder andere waere garantiert was fuer euch. Und Hidden canyon mit Bartlett Wash ist auch einfach zu fahren. Im Wash teilweise recht sandig, aber das geht prima zu Fahren. ich druecke dir jetzt schon mal die Daumen, das es mit euren Urlaub klappt  :D

Ich glaube, im Bartlett Wash sind wir auch kurz rumgekurvt - hab grade mal auf der Topomap nachgeschaut und mit der Trackaufzeichnung verglichen (bei der ersten Suche mit den falschen Koordinaten zum Secret Spire), aber da sich auch bei uns ziemlich dunkle Wolken zeigten und wir nicht genau wussten, was da noch auf uns zukommt, haben wir es vorsichtshalber gelassen.

lg caro :D

Das koennte sein, evtl. seid ihr die Dubinky Well Road verkehrt abgebogen.
Wir sind hin und wieder halt auch einfach umgekehrt, weil uns die Wolken nicht geheuer waren. Lieber vorsichtig sein  :wink:



ja, wir sind beide total fuers Offroad fahren zu begeistern. Je heftiger, umso besser.  :D  Hin und wieder wird mal gekniffen, aber dann kommt immer beim naechsten Besuch in der Ecke der zweite Versuch  :wink:

Vor wenigen Minuten habe ich meinen 2002er (West-)Australien-RB online gestellt. Dort bin ich auch sehr viel offroad gefahren und konnte das Ganze jetzt nochmal genießen. Damals habe ich mich zeitweise noch gescheut, Wasserdurchfahrten zu machen, schon 1 Jahr später bin ich mit dem Bushcamper durch den Fluss gefahren - so ändern sich die Zeiten :wink:.
Ich kann daher eure Leidenschaft fürs Offroadfahren sehr gut nachvollziehen :D.


dann muss ich doch da gleich mal nachsehen, Angie. Australien waere ja auch noch mal so ein grosses Ziel von mir. Und dann dort zum Offroadfahren. Schwaerm.....  :D :D :D
Uns geht es aber auch so. Ein Jahr traut man sich gewisse Sachen ueberhaupt nicht, im naechsten Jahr ist es dann ein Kinderspiel. Ausserdem mus man ja erst an seinen Aufgaben und den evtl. Schwierigkeiten wachsen, grins. Und ich kehre lieber einmal zuviel um, weil ich mich unsicher fuehle, als das dann nachher was ist und ich sitze auf oder stecke irgendwo im Sand fest.
Und bei einigen Strecken sagen wir uns beide von vorne herein, das wir da noch ein paar Jahre Uebung brauchen, bis wir die fahren koennen.  :D Allerdings bin ich da schmerzfreier als Ulrich  :lol:

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 26.10.2009, 22:39 Uhr

Uns geht es aber auch so. Ein Jahr traut man sich gewisse Sachen ueberhaupt nicht, im naechsten Jahr ist es dann ein Kinderspiel.

Genau, so ging's mir ja auch.

Und ich kehre lieber einmal zuviel um, weil ich mich unsicher fuehle, als das dann nachher was ist und ich sitze auf oder stecke irgendwo im Sand fest.

Letzteres habe ich dieses Jahr auf Hawai'i problemlos hinbekommen :lol:. Da konnten uns nur mehr die Einheimischen aus der Patsche helfen, allein ging gar nichts mehr, weil es uns am entsprechenden Werkzeug fehlte. Wir hatten ja nicht mal einen Spaten. Das war was :lol:.

Und bei einigen Strecken sagen wir uns beide von vorne herein, das wir da noch ein paar Jahre Uebung brauchen, bis wir die fahren koennen.  :D Allerdings bin ich da schmerzfreier als Ulrich  :lol:

Und ich bin anscheinend noch schmerzfreier als du :wink:. Ich schrecke leider (oder Gott sei Dank? :wink:) vor nahezu keiner Piste zurück, manchmal zu Michaels Leidwesen, der dann "ich sag's dir gleich: ICH fahre hier nicht!!" von sich gibt :lol:.

LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.10.2009, 22:49 Uhr

Und ich kehre lieber einmal zuviel um, weil ich mich unsicher fuehle, als das dann nachher was ist und ich sitze auf oder stecke irgendwo im Sand fest.

Letzteres habe ich dieses Jahr auf Hawai'i problemlos hinbekommen :lol:. Da konnten uns nur mehr die Einheimischen aus der Patsche helfen, allein ging gar nichts mehr, weil es uns am entsprechenden Werkzeug fehlte. Wir hatten ja nicht mal einen Spaten. Das war was :lol:.

gut, auf Hawai'i haette ich das auch nicht alles dabei. Aber im Suedwesten haben wir vom Spaten, ueber Kompressor, Ersatzkanister, Hydraulischen Wagenheber und Abschleppseil echt alles dabei   :D
Und zum GLueck noch nie was davon gebraucht


Und bei einigen Strecken sagen wir uns beide von vorne herein, das wir da noch ein paar Jahre Uebung brauchen, bis wir die fahren koennen.  :D Allerdings bin ich da schmerzfreier als Ulrich  :lol:

Und ich bin anscheinend noch schmerzfreier als du :wink:. Ich schrecke leider (oder Gott sei Dank? :wink:) vor nahezu keiner Piste zurück, manchmal zu Michaels Leidwesen, der dann "ich sag's dir gleich: ICH fahre hier nicht!!" von sich gibt :lol:.

LG, Angie



das kenne ich doch irgendwo her....
Warte mal, bis wir den Long Canyon fahren. Ulrich wurde da zum Spotten losgeschickt und ich durfte dann den Spass fuer mich haben.
Aber das war schon vorne herein so geplant. War sozusagen meine Strecke  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 26.10.2009, 22:55 Uhr

Aber im Suedwesten haben wir vom Spaten, ueber Kompressor, Ersatzkanister, Hydraulischen Wagenheber und Abschleppseil echt alles dabei   :D
Und zum GLueck noch nie was davon gebraucht

Weißt du, wie froh du bist, wenn du irgendetwas davon nur ein einziges Mal brauchst? :wink: Ich kann ein Lied davon singen :lol:. Nur den Ersatzkanister haben wir noch nie gebraucht, sonst alles :lol:.


das kenne ich doch irgendwo her....
Warte mal, bis wir den Long Canyon fahren. Ulrich wurde da zum Spotten losgeschickt und ich durfte dann den Spass fuer mich haben.
Aber das war schon vorne herein so geplant. War sozusagen meine Strecke  :wink:

Oh, du machst mich neugierig :D.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.10.2009, 22:59 Uhr

Aber im Suedwesten haben wir vom Spaten, ueber Kompressor, Ersatzkanister, Hydraulischen Wagenheber und Abschleppseil echt alles dabei   :D
Und zum GLueck noch nie was davon gebraucht

Weißt du, wie froh du bist, wenn du irgendetwas davon nur ein einziges Mal brauchst? :wink: Ich kann ein Lied davon singen :lol:. Nur den Ersatzkanister haben wir noch nie gebraucht, sonst alles :lol:.


das kenne ich doch irgendwo her....
Warte mal, bis wir den Long Canyon fahren. Ulrich wurde da zum Spotten losgeschickt und ich durfte dann den Spass fuer mich haben.
Aber das war schon vorne herein so geplant. War sozusagen meine Strecke  :wink:

Oh, du machst mich neugierig :D.




das kommt morgen alles ganz genau und in Farbe, Angie.
Und bis dahin - du hast gleich Post!!  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: carovette am 26.10.2009, 23:00 Uhr
Angie und Yvonne, ich glaube ihr hättet mit Willy und den Pisten auch jede Menge Spass, er ist da ja komplett schmerzfrei (Berufskrankheit....) - ich bin da auch erst mal ein bissl vorsichtiger. Aber wenn ich sehe, dass es gut funktioniert, dann bin ich auch voll dabei....

lg caro :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 26.10.2009, 23:05 Uhr

das kommt morgen alles ganz genau und in Farbe, Angie.

Klasse :D

Und bis dahin - du hast gleich Post!!  :wink:

Ok, ich warte :wink:

Angie und Yvonne, ich glaube ihr hättet mit Willy und den Pisten auch jede Menge Spass, er ist da ja komplett schmerzfrei (Berufskrankheit....)

Den Spaß hätte ich ganz gewiss :D

ich bin da auch erst mal ein bissl vorsichtiger. Aber wenn ich sehe, dass es gut funktioniert, dann bin ich auch voll dabei....

Meine zeitweiligen kurzen Bedenken waren nur 2002. Warum auch immer, aber seither bin ich schmerzfrei :D


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 26.10.2009, 23:08 Uhr

Angie und Yvonne, ich glaube ihr hättet mit Willy und den Pisten auch jede Menge Spass, er ist da ja komplett schmerzfrei (Berufskrankheit....)

Den Spaß hätte ich ganz gewiss :D


ich auch  :wink:
Mit dem richtigen Fahrzeug sowieso.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 27.10.2009, 18:46 Uhr
15.06.09

Ein neuer Moab Tag brach heran und der Blick aus dem Fenster war mehr als erfreulich. Die Sonne schoen vom strahlend blauen Himmel. Na endlich!!! :D :D :D Vielleicht hatten wir heute mal wieder etwas mehr Glueck, was das Wetter betraf.Wir machten uns fertig und fuhren dann zum Moab Diner, der heute auch wenigstens wieder offen war. Hier hatten wir uns zum Fruehstueck mit Willi und Hedy verabredet, die dann auch ein paar Minuten nach uns kamen.
Das Essen hier war immer gut und der Service gut und fix. Wir quatschten noch ein paar Minuten, aber dann trennten sich doch unsere Wege. Die beiden fuhren heute weiter nach Colorado, waehrend wir hier noch die Moab Ecke unsicher machen konnten. Es waren auf alle Faelle ein paar schoene Tage mit den beiden gewesen.
Wir packten im Motel dann unsere Sachen und Fotoapparate zusammen und tankten noch fix im Ort. Und siehe da, der Willi mit seinem Ford Escape hatte genau die gleiche Idee. So ein Zufall aber auch. Also noch einmal Abschied nehmen und dann ging es aber wirklich los. Wir fuhren erneut die UT 191 nach Norden, die Strecke kannten wir mittlerweile auch schon fast im Schlaf. Am Abzweig zum Canyonlands NP bogen wir dann auf die SR 313 ab, die sich nun entlang des North Fork vom Seven Miles Canyon schlaengelte. Es herrschte heute morgen nur sehr wenig Verkehr und wir statteten dem Monitor und Merrimac Buttes einen Besuch ab. Diese beiden Sandstein Buttes erhoben sich auf einer Art Plateau und waren schon von Weitem sichtbar.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5801_Kopie.jpg)

Wir machten ein paar Fotos und fuhren dann gemuetlich weiter. Eilig hatten wir es heute nicht. Wir fuhren weiter nach Sueden und irgendwann tauchte auf der rechten Seite ein Schild auf, das zum Mineral Bottom hinwies. Hier waren wir richtig, das war unser heutiges Ziel.
Die Road zog sich auf den ersten Meilen wie mit dem Lineal gezogen durch die flache Landschaft, nur ein paar Buesche unterbrachen zwischendrin diese Eintoenigkeit.Und trotzdem war die Strecke interessant. Auch hier sah man die Kampfspuren einiger Fahrzeuge, verursacht durch die Regenfaelle der letzten Wochen. Es gab jede Menge Spurrillen und auch Auswaschungen, die aber die Strecke nicht gross beeinflussten.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5813_Kopie_filtered.jpg)

Immer wieder gab es ganze Felder mit Praerie Sunflowers, die ihre gelben Koepfe der Sonne entgegenreckten. Das war wunderschoen und so hielten wir einfach fix am Strassenrand, um ein paar Bilder zu machen.
In einiger Entfernung konnten wir die ersten Auslaeufer des Mineral Canyon ausmachen, der darauf hindeutete, das die Strecke noch um einiges interessanter wuerde. Ein einzelnes Pferd stand am Strassenrand, doesend, das liess sich auch durch uns nicht aus der Ruhe bringen. Wir fuhren weiter. Und dann auf einmal, urploetzlich, standen wir am Canyonrand und blickten in die Tiefe. Was fuer ein spektakulaerer Anblick.
Die Strasse schlaengelte sich nun in unzaehligen Serpentinen hinunter ins Tal und wir erhaschten einen ersten Blick auf dem Green River.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5837_Kopie_filtered.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5857_Kopie_filtered.jpg)

Was fuer ein Laerm hier herrschte. Das mussten Millionen von Zikaden sein (http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5849.jpg), die in den Bueschen, auf den Grashalmen und diversen gelben Blueten der Prince's Plume, einer sehr haeufig anzutreffenen Wildblume hier im Suedwesten verweilten und ein Gratiskonzert gaben. Und hin und wieder huepfte sogar eine auf meiene Hand oder auf mein TShirt, hi hi. So klein waren die gar nicht. Wir fuhren nun die Serpentinen hinunter ins Tal und auch wenn die engen Kehren von oben etwas dramatisch aussahen, so war die Strecke doch total harmlos.
Wir tauchten in eine wunderschoene Canyonlandschaft ein und zur einen Seite erstreckten sich die Felswaende, waehrend wir auf der anderen Seite den Blick auf den Fluss geniessen konnten. Das sah schon toll aus und zwang uns immer wieder anzuhalten. Unten im Tal angekommen, teilte sich der Weg nach einer Weile. Wir hielten uns rechts, waehrend links der Weg Richtung Canyonlands NP abzweigte.
Ein Weilchen fuhren wir nun am Ufer des Green River entlang und erhaschten erste intensivere Blicke. So ganz einfach war das nicht, denn ein riesiges Dickicht aus Tamarisken machte sich immer mehr breit und wurde zu einem immer groesser werdenden Problem in der Region. Denn die urspruneglich aus Russland eingeschleppten Straeucher fuehlten sich hier nicht nur pudelwohl, sie verdraengten auch den heimischen Pflanzenwuchs und nahmen somit auch dem Vieh die Nahrungsgrundlage. Und vor allem war es manchmal nahezu unmoeglich, durch das Dickicht hindurchzukommen. Wie musste es da den armen Steaks ergehen, durstig und kein Weg fuehrte mehr ans Wasser. Im Moab Visitor Center hatten sie einige interessante Schriften (http://www.discovermoab.com/tamarisk.htm) zu dieser Problematik.
Wir fuhren weiter bis zum Parkplatz an der Bootsrampe und schauten uns erst einmal ein wenig um. Ds waere auch ein toller Platz fuer ein Picknick, wenn es hier nicht vor Moskitos wimmeln wuerde. :? Und auch die Zikaden waren hier wieder in millionenfacher Ausfuehrung zu finden, an einigen Stellen war der gesamte Boden von ihnen bedeckt. Wir machten unsere Fotos und fuhren dann langsam wieder zurueck. Dieser Ausflug hierher hatte sich definitiv gelohnt.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5887.jpg)

Zurueck auf der SR 313 ging es weiter nach Sueden, Richtung Canyonlands NP. Hier wollten wir uns heute einfach nur ein paar Viewpoints ansehen. Ganz Touristenmaessig also, grins. Die Strasse fuehrte ueber eine langgezogene Ebene mit saftigen Gras, hier fehlten eigentlich nur noch ein paar Steaks, hi hi. Wir passierten die Entrance Station vom Park und fuhren weiter nach Sueden.
Kurz darauf erreichten wir auch wieder die Stelle mit den wunderschoen bluehenden Globemellows und dieses Mal hielten wir direkt an Strassenrand an. Die sahen einfach zu schoen aus. Und dazu die weissen Wattewoelkchen, das hatte einfach etwas.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5900_Kopie.jpg)

Wir konnten ueberhaupt nicht genug bekommen. Nach etlichen Fotos fuhren wir dann doch mal weiter.
Unser erster Stop fuehrte uns zum Mesa Arch. Ja, normalerweise geht man hier ja zum Sunrise hin, aber das wuerde bei uns als Langschlaefern definitiv nie passieren. Zum Mesa Arch selbst fuehrte ein kurzer, etwa 15 Minuten dauernder Trail, der durch eine reizvolle Landschaft fuehrte. Flache Buesche und vereinzelte Juniper und Pinion Pines wechselten sich mit kleineren Ansammlungen an Prickley Pears und farbenfrohe Wildblumen ab. Nach einigen Fotos und einem sehr leicht zu laufenden Trail standen wir dann kurz darauf am Mesa Arch, der auch zu dieser Tageszeit sehr interessant wirkte.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5929.jpg)

Klar, zum Sonnenaufgang fing der Navajo Sandstein so richtig an zu leuchten, aber auch so bildete der Arch einen tollen Rahmen fuer die im Hintergrund liegende White Rim Area mit der Washer Women. Wir machten erst einmal ein paar Bilder und dann machte ich es mir erst einmal auf dem Arch gemuetlich.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_dsc_7536.jpg)

Viel los war hier ja nicht heute, das verwunderte mich dann doch ein wenig. Aber okay, so konnten wir wenigstens in aller Ruhe unsere Bilder machen. Auf dem Weg zurueck stoppten wir noch mehrfach und genossen die grandiose Landschaft, die uns hier umgab.
Neben etlichen bluehenden Kakteen gab es immer wieder spektakulaere Blicke bis zum Canyon hinunter und vom Trail aus konnte man nur erahnen, was fuer atemberaubend schoene Blicke sich einem noch eroeffnen wurden. Kurz darauf hatten wir unser Auto auch wieder erreicht und weiter ging auf der Parkstrasse, immer weiter nach Sueden. Den Candlestick Tower Overlook liessen wir jetzt aus, da wir dort eh nur Gegenlicht haetten und stoppten daher erst wieder am Buck Canyon Overlook. Diese Weite hier und dieser unglaubliche Blick, das war schon beeindruckend.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5971_Kopie_filtered.jpg)

Ein paar Wattewoelkchen schwebten am Horizont vorbei und unter uns konnten wir den Trail der White Rim Road ausmachen, der sich nahezu unendlich entlang der Rimkante zog. Was fuer eine Landschaft, ich kam da jedes Mal wieder ins Schwaermen.
Noch eindrucksvoller wurde das Ganze dann am Grand View Point Overlook, der auch gleichzeitig das Ende der Parkstrasse signalisierte. Tief hatte sich die Canyonlandschaft hier in den Sandstein gegraben. Bizarre Formen und Buttes waren das Ergebnis neben unzaehligen Seitencanyons, die sich uns hier in ihrer vollen Pracht praesentierten. Und auch hier konnten wir wieder unendlich weit blicken.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_5992_Kopie_filtered.jpg)

Einige Fotos weiter machten wir uns dann so langsam auf dem Weg. Wir wollten noch dem Green River Overlook einen Besuch abstatten. Den Viewpoint hatten wir schnell erreicht und obwohl dort Gegenlicht herrschte, war es wunderbar, den Blick unendlich weit in die Ferne schweifen zu lassen. Wir konnten so unendlich weit blicken.
Im Suedwesten konnte man noch ungefaehr das Land of the Standing Rocks - The Maze- erahnen. Diese Gegend wuerde uns ja auch mal reizen. Was fuer eine Weite... Auf einem Flug mit einem Kleinflugzeug muessten diese Dimensionen noch gewaltiger wirken, aber auch so war dieser Anblick auf die Mesa schon sehr beeindruckend. Winzig klein wirkte dagegen ein Jeep auf der gut 1200 Fuss tiefer liegenden White Rim Road.
Wir verfolgten grinsend ein Gespraech zwischen einem Parkranger und einigen indischen Touristen, die der Meinung waren, man koenne die White Rim Road auch mit einem Minivan fahren. :shock: :shock: :shock: Oh je, ich mochte nicht wissen, was sich die armen Ranger so alles jeden Tag anhoeren mussten. Nachdem er den Touris dringend von diesem Vorhaben abgeraten hatte, kamen wir ein wenig ins Gespraech und der Ranger erzaehlte uns, das er letzte Woche mit seinem Subaru den Long Canyon runtergefahren war. Wow, wir kannten die Strecke ja nur vom letzten Jahr, da waere das absolut unmoeglich gewesen.
Ich war gespannt auf nachher, wie sich unser Silverbird dort machen wuerde. Der Ranger bestaetigte auch, das es mit unserem Gefaehrt absolut kein Problem sein wuerde. Das klang doch gut.  :D
Wir brachen kurz darauf auf und fuhren nun zum Dead Horse Point State Park, der lag ja quasi auf unseren Weg. Vorher gab es noch einen Halt am Shafer Canyon Overlook und wir konnten einen Blick auf die Switchbacks des Shafer Trails sowie hinein in den Shafer Canyon geniessen. Jetzt am Nachmittag war natuerlich alles in ein warmes Licht gehuellt, was dadurch wirklich schoen aussah.
Durch die vereinzelnten Woelkchen gab es ein paar interessante Licht und Schattenspiele, die immer wieder neue Motive boten. Letztendlich machten wir uns dann doch auf dem Weg, da wir ja noch einiges geplant hatten. An der Entrance Station zum Dead Horse Point SP entrichteten wir unseren Obolus und fuhren dann bis zum Visitor Center. Direkt dahinter gab es einen kleinen Trail entlang des Rim und wir konnten immer wieder faszinierende Blicke auf die Becken der Potash Plant werfen. Die Anlage dominierte mit ihren tiefblauen Becken total in der Landschaft, ein interessanter Kontrast zu den roten Steinen ringsherum. Anschliessend stoeberten wir noch ein wenig im Visitor Center, ehe wir dann den eigentlich Viewpoint am richtigen Overlook aufsuchten. Genau diesen Overlook hatten wir ja vorgestern von Chickens Corner aus gesehen, hi hi. Na ja, nun blickten wir halt eben von hier in die Huehnerecke. :mrgreen:
Anschliessend fuhren wir noch zu dem grossen Parkplatz am Ende der Strasse und genossen die Panoramablicke vom Overlook aus. Nach Westen hin hatten wir zwar jetzt schon ordentlich Gegenlicht durch die tiefstehende Sonne, aber der Anblick war trotzdem klasse. Gerade die Coloradoschleife hatte etwas und der Sandstein rings herum nahm schon eine wunderbare warme Farbe an.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_6062_Kopie.jpg)

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_6071_Kopie_filtered.jpg)

Wir machten hier etliche Bilder. Leider kam im Westen immer mehr Schleierbewoelkung auf und verhinderte somit weitere Fotooptionen. Wir brachen daher fruehzeitg auf.
Nun sollte der interessanteste Teil des Tages folgen. Die Fahrt zurueck via Pucker Pass und Long Canyon zur Potash Road. Ich freute mich schon total darauf, schliesslich gab es vom letzten Jahr noch eine offene Rechnung zu begleichen. Wie wuerden sehen.
Der erste Teil der gut gegradeten Strecke fuehrte durch eine weite Hochebene und die Blickre auf die La Sal Mountains waren wirklich sehr sehenswert. Wir mussten immer wieder einmal fuer ein Foto anhalten.
Wir naeherten uns den Long Canyon und schnell fing der Trail an, steiler zu werden. Aber noch war alles hervorragend zu meistern und ich war gespannt, wann die besagte Stelle kommen wuerde, an der wir im letzten Jahr umgedreht hatten. Die Canyonwaende ragten nun immer weiter in die Hoehe und liessen kaum Sonnenlicht in den schmalen Canyon eindringen. Und dann hatten wir besagte Stelle erreicht. Im Nachhinein waeren es wirklich nur wenige Meter gewesen, um bis ganz nach oben zu gelangen. Ich parkte unseren Silverbird und wir schauten uns die Felsstufe an. Am Ende war es sehr sandig und von den Felsen aus ging es recht steil in die Sandkuhle hinein. Aber es war definitiv machbar und sah irgendwie schlimmer aus als es dann auch war.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_6090.jpg)

Ulrich durfte Spotter spielen, waehrend ich mir die Strecke nun vor nahm. Schnell stellte ich noch die Digiknipse an und filmte die ganze Aktion. Vorsichtiges Platzieren der Reifen war nun angesagt und Stueck fuer Stueck ging es nun ueber die Felstufe in den Canyon hinein. Irgendwie war es gar nicht so dramatisch, es dauerte einfach nur ein wenig.  :wink:
Ich glaube, Ulrich fuehlte sich da weniger wohl als ich. Fuer mich war es eher spassig. Vorsichtig ueberquerte ich nun die letzte Felstufe und fuhr noch ein Stueck weiter. Das waere geschafft. Kurz darauf kam auch schon der umgestuerzte Fels, unter dem man durchfahren musste.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_dsc_7636.jpg)

Wow, dieses Mal hatte das echt prima gepasst. Aber die Strecke war auch in wesentlich besseren Zustand als im letzten Jahr. Unzaehlige Male kamen wir nun am Long Canyon Creek vorbei, der sich hier parallel der Piste seinen Weg gebahnt hatte. Momentan war er ausgetrocknet, aber durch die schweren Regenfaelle kuerzlich hatte der Creek natuerlich trotzdem einige Schaeden hinterlassen. Immer wieder gab es tiefe Auswaschungen und weggerisse Teile der Piste, die dadurch teilweise recht eng geworden war.
An einer Engstelle kam unser Pathfinder dann wirklich nur noch gerade so vorbei. Zur rechten Seite befanden sich die Canyonwaende, zur Linken ein Abgrund mit dem sich tief eingegrabenen Long Canyon Creek. Und dazu dann die Auswaschungen.
Aber letztendlich kamen wir dann doch daran vorbei und fuhren die restlichen Switchbacks ohne Schwierigkeiten weiter. Immer wieder hielten wir noch einmal fuer ein paar Bilder, der long canyon war wirklich sehr schoen und belohnte uns immer wieder mit einzigartigen Ausblicken.

(http://www.usa-reise.net/galerie/albums/userpics/12991/comp_DSC_6095_Kopie.jpg)

Am Abzweig zur Potash Road befand sich sich noch der Jughandle Arch, der sich an die Canyonwaende schmiegte. Allerdings lag der jetzt schon im Schatten und wir fuhren weiter. Immer wieder mussten wir aufpassen, denn unzaehlige Kletterer hatten es sich in den Felswaenden bequem gemacht. Manchmal reichte die Ausruestung wirklich bis fast an die Strasse heran.
Die paar Meilen bis nach Moab waren schnell gefahren und dabei wurden wir immer wieder mit wundervollen Blicken auf den Colorado belohnt. Einige Felsdome verursachten wunderbare Reflektionen und gerade jetzt mit der tiefstehenden Sonne sah das klasse aus.
In Moab angekommen freuten wir uns erst einmal auf ein schoenes Bier und Abendessen. Wir fuhren heute zur Moab Brewerie. Die mochte ich eh sehr gerne, es war immer sehr gemuetlich dort.
Bei leckeren Enchilladas und einem schoenen kuehlen Bierchen liessen wir den Abend ganz gemuetlich angehen. Zurueck im Hotel folgte noch eine Runde im Pool, ehe wir dann unsere Bilder hochluden. Gegen Mitternacht war dann Matrazenhorchdienst angesagt.


Videoclip Long Canyon (http://s151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/?action=view&current=LongCanyonDrive_1.flv)
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: HeikeME am 27.10.2009, 20:57 Uhr
Hallo Yvonne,

cool, wie du da heruntergefahren bist.  :dance:

Bei uns war es genau umgekehrt, Achim ist gefahren und ich
bin den Long Canyon runter gelaufen. Ich wäre da nie runter gefahren.
Achim hatte seinen Spass dabei.

An der Engstelle, wo der Weg abgerutscht ist, sind wir auch geradeso
durchgekommen. Da hatten wir schon echt Bedenken.

viele Grüße
Heike
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 27.10.2009, 21:39 Uhr
Hallo Yvonne,

cool, wie du da heruntergefahren bist.  :dance:

Bei uns war es genau umgekehrt, Achim ist gefahren und ich
bin den Long Canyon runter gelaufen. Ich wäre da nie runter gefahren.
Achim hatte seinen Spass dabei.

An der Engstelle, wo der Weg abgerutscht ist, sind wir auch geradeso
durchgekommen. Da hatten wir schon echt Bedenken.

viele Grüße
Heike



Heike, das war schon meine Strecke. Die musste ich einfach fahren. Da kam gar nichts anderes in Frage  :D :D :D
Und mit vorsichtigen Platzieren der Reifen ging es ja auch prima. Dauert halt so seine Zeit, aber okay.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 27.10.2009, 23:21 Uhr

Hallo Yvonne,

da hast du ja einen Tag ganz nach meinem Geschmack geliefert :D :D :D. Einfach toll :D. Ich glaube, wenn wir beide unterwegs gewesen wären, hätte jeder von uns die Strecke fahren wollen :wink:, also jeder 1x hinunter und wieder hinauf, dann die andere :lol:.

Das Video ist auch spitzenmäßig :daumen:. Erinnert mich - tja, an wen wohl? :wink: - An mich selbst :wink:. Wie oft habe ich auch schon meine eigene Fahrt gefilmt, allerdings immer mit dem Camcorder in der Hand :lol:.

Ulrich ist wohl ähnlich gestrickt wie Michael :lol: - während wir Frauen den Spaß haben, stehen die Männer Ängste aus :lol:.

LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 28.10.2009, 00:18 Uhr
Also wenn ich mir so die Bodenfreiheit Eures Autos ansehe, hätte ich wohl nirgends Probleme zu fahren....!!
Aber: es dauert halt so ewig und irgendwie ist es überall ähnlich!!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 28.10.2009, 16:56 Uhr
Hallo Yvonne,

wieder ein herrlicher Tag mit tollen Dirt Road -Strecken  :applaus:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 29.10.2009, 19:11 Uhr
@ Angie:

ich glaube, wir zwei haetten bei solchen Strecken schoen unseren Spass :mrgreen:
Obwohl die Strecke ja jetzt noch nicht so wild war. Von unten sieht die viel heftiger aus. Daher hatten wir ja letztes Jahr auch gekniffen. Dabei waren wir fast oben gewesen. Dieses Jahr dann, da war sie dann faellig, hi hi  :D :D :D
irgendwann muss ich mir aber dann mal eine richtige Filmkamera zulegen, mit der alten Digiknipse ist die Qualitaet ja doch nicht so doll.

@ Matze:

Unser Silverbird hatte noch mehr als genug Bodenfreiheit, auch wenn Ulrich das teilweise nicht so glauben wollte. Damit ist wirklich vieles machbar. Allerdings nicht fuer dich. Schliesslich musst du teilweise Meter um Meter ganz ganz vorsichtig fahren und die Reifen ganz gezielt platzieren. Da haettest du definitiv keine Geduld fuer  :wink:


@ Saguaro:


danke


@ all:


weiter geht es erst in einer Woche, da ich jetzt erst einmal nicht da bin und es da kein Internet gibt. Immerhin hat es das hier in Atlanta am Airport  :D

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Crimson Tide am 29.10.2009, 20:45 Uhr
 :D  Wo gehts denn nun schon wieder hin?  :lol:

Ach ja, das ist schon schön, wenn man drüben lebt!  :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: PrivatePaula am 31.10.2009, 19:17 Uhr
Lass dir Zeit,gerade erst paar Seiten nachgelesen!Sehr Schön! :groove:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 08.11.2009, 00:57 Uhr
Lass dir Zeit,gerade erst paar Seiten nachgelesen!Sehr Schön! :groove:

So, jetzt habe ich mir wegen fehlenden Internet in Deutschland doch viiieeel Zeit gelassen. Am Montag geht es dann weiter.
So langsam kommt der Entspurt....  :roll:
schoen, das du noch mit dabei bist, Paul.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 11.11.2009, 17:18 Uhr

Hi Yvonne,

Am Montag geht es dann weiter.

*hüstel* :wink: - an welchem Montag? :wink: :nixwieweg:

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 11.11.2009, 17:32 Uhr

Hi Yvonne,

Am Montag geht es dann weiter.

*hüstel* :wink: - an welchem Montag? :wink: :nixwieweg:




sorry, mir ist was dazwischengekommen mit meinem Schwesterchen und ihren Bald Baby.  :lol:
Aber es kommt nachher noch was, Angie.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 11.11.2009, 17:56 Uhr
16.06.09


Wir standen zur ueblichen Zeit auf und wie immer fuehrte der erste Blick zum Fenster. Die Sonne schien, sehr gut. Allerdings waren am Horizont schon wieder jede Menge Schleierwolken zu sehen, die nichts Gutes verhiessen. Mostly sunny sollte es heute werden, na ja. Wir wollten uns ueberraschen lassen. Wir fruehstueckten wieder im Moab Diner und checkten dann anschliessend aus dem La Quinta Inn aus. Hier hatte es uns wieder sehr gut gefallen. Wir stoppten noch im City Market und deckten uns mit Getraenken und Knabberzeug ein fuer die naechsten paar Tage. Anschliessend parkten wir noch einmal am Moab Information Center, da wir noch ein paar Besorgungen machen wollten. Fuer mich gab es zwei T Shirts und Ulich bekam nun auch endlich Trekkingsandalen.So wuerde er beim naechsten Mal wenigstens keine nassen Fuesse mehr bekommen, hi hi.:mrgreen: :mrgreen:
Dann ging es weiter nach Sueden, Richtung Needles District. Und je weiter suedlich wir kamen, umso mehr zog es sich wieder zu. Ach, das war doch total nervig. Nicht mal zwei Tage hintereinander konnte es sonnig bleiben.
Nach gut 40 Meilen bogen wir dann auf den Highway 211 ab, der uns nun zu diesen Teil des Canyonlands National Parks bringen sollte.
Vorbei an unzaehligen Viehweiden schraubte sich der Highway nun in etlichen Kurven hinunter auf eine Ebene, ehe es dann ziemlich parallel am Indian Creek entlang ging. Dichte Vegetation aus Cottonwood Trees, Tamarisken und Willows liessen den Bachverlauf erahnen. Am Newspaper Rock legten wir dann einen kleinen Stop ein, da er ja eh direkt am Weg lag. Dieser Fels mit unzaehligen Petroglyhs war eines der bekanntesten und am einfachsten zu erreichenden Stellen mit Felsmalereien.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6136-1.jpg)

Wir fuhren den Rest der Strecke bis zum Parkeingang und auf dem Weg dorthin sahen wir den Abzweig zu unserem heutigen Ziel, dem Lavender Canyon. Wenn dort auch so wenig Wasser im Indian Creek war wie jetzt zwischendrin auf der Fahrt hierher, sollte unserer Offroad Tour nichts mehr im Wege stehen. Jetzt mussten wir nur noch das Permit im Visitor Center besorgen. Ein Ranger war fuer die ganzen Backcountry Angelegenheiten zustaendig und als wir unser Anliegen eroerterten, wurden wir erst einmal ganz intensiv interviewt.
Unter anderem wollte er wissen, welche Offroad Erfahrungen wir hatten, welches Fahrzeug wir fuhren und wie wir uns fuer die backcountry Fahrten vorbereitet hatten. Nachdem wir unser ganzes Equipment aufgezaehlt hatten und auch die Strecken erwaehnten, die wir alle kuerzlich gefahren waren, schien das wohl auszureichen, um das Permit zu bekommen. Wir bekamen die Kombination fuer das Schloss und eine kurze Wegbeschreibung.
Mit dem permit in der Hand machten wir uns dann auf dem Weg. Als Erstes wollten wir uns noch ein paar Dinge hier entlang der Parkstrasse ansehen, aber das sollte nicht allzu lange dauern. Der erste Stop erfolgte kurz darauf am Wooden Shoe Arch. Durch die Schleierbewoelkung, die immer dichter geworden war, bot der Arch natuerlich nicht das optimalste Licht. Schade eigentlich, denn ansonsten sah das sicherlich nicht schlecht aus.   :roll:
So hielten wir uns auch nicht lange auf und fuhren weiter. Der naechste Stop erfolgte am Pothole Point, wo wir den kleinen Trail liefen. Die Potholes waren natuerlich alle pupstrocken und auch die Umgebung mit dem hellen Cedar Mesa Sandstone wirkte bei dem milchigen Himmel nicht wirklich.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6155Kopie.jpg)

Bei schoenen Wetter duerfte das sicherlich ein durchaus interessanter Trail sein. Aber so wirkte es doch eher enttaeuschend. Die Parkstrasse endete am Big Spring Canyon Overlook und hier machten wir noch mal kurz ein paar Bilder.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6162-2.jpg)

Nun konnte es aber zum Lavender Canyon gehen. Die Bilder, die wir bisher davon gesehen hatten, sahen schon sehr vielversprechend aus. Kurz nachdem wir die Parkgrenzen verlassen hatten, ging auf der rechten Seite der UT 211 eine Strasse weg. Hier mussten wir hin. Ein grosses Hinweisschild bestaetigte dann unser Vorhaben. Kaum waren wir auf die Dirtroad abgebogen, gab es schon das erste Metallgatter zu oeffnen. Wir fuhren nun an einem Corral entlang und die Strecke war teilweise recht felsig. Doch mit unserem Silverbird war das alles kein Problem. Zunehmend wurde es auch sandiger, so etwas mochten wir ja eh sehr gerne.  :D
Nch etwa 0,8 Meilen erreichten wir ein weiteres Gatter, das es zu oeffnen gab. Die anschliessende Strecke war dann wirklich nicht so ohne.
Es wurde jetzt sehr sandig, teilweise war die Piste total unterspuelt, es folgten unzaehlige Dips, steile Washeinfahrten und immer wieder Abschnitte mit erheblichen Schaeden. Wow!! Wenn auch nicht ganz ohne, Spass machte es allemal. Ulrich war dann der Teil mit der Schraeglage wieder nicht so ganz geheuer, aber der war bei weitem harmloser als zum Eye of the Whale.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6190Kopie_filtered.jpg)

Erst danach wurde die Strecke wesentlich einfacher zu fahren und fuehrte durch ein breites Tal, an dessen Seiten sich imposante Sandsteincliffs aus Wingate Sandstein erhoben. Ein toller Anblick, nur das truebe Wetter war nicht so wirklich klasse. Toll, das sollte heute mostly sunny sein!!!
Selbst der prima Blick auf den South Sixshooter konnte da nichts retten.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6187Kopie_filtered.jpg)

Nun ging es erst einmal Richtung Davis Canyon weiter, ehe wir dann nach einer Weile links abbogen auf eine kleinere Dirtroad, die Richtung Lavender Canyon fuehren sollte. Die Vegetation verdichtete sich nun immer mehr und ein nahezu undurchdringliches Dickicht an Cottonwood Trees und Tamarisken markierte den Verlauf des Indian Creek.
Wir fuhren ein Stueckchen parallel zum Indian Creek und erreichten dann die erste Furt, die es zu durchqueren gab. Da war ja wirklich sehr wenig Wasser vorhanden und somit stellte die Creekquerung ueberhaupt kein Problem dar.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6202-2.jpg)

Auch die zweite Furt kurz darauf wartete mit einem genauso niedrigen Wasserstand auf uns. Das ging ja wirklich prima. Der Trail fuehrte nach einer Weile in einem sandigen Creek weiter und immer wieder war ein Rinnsaal aus Wasser auszumachen. Durch die Feuchtigkeit war der Sand natuerlich schoen fest und kompakt, so das wir hervorragend vorankamen. Immer wieder ging es aus dem Creek hinaus, um dann wenige Meter weiter in diesen wieder hineinzufahren. Ueppige Vegetation war an den Raendern auszumachen und noch recht frische Reifenspuren im Creek sagte uns, das wir auf der richtigen Faehrte waren.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6220-1.jpg)

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6219Kopie_filtered.jpg)

Nach einigen Meilen tat sich dann der eigentliche Canyon aus Cedar Mesa Sandstein vor uns auf und die Felswaende ragten in die Hoehe. Im Sandstein konnten wir ganz wunderbare Muster ausmachen und auch der Desert Varnish hatte hier kunstvolle Auswaschungen im Fels hinterlassen. Noch immer war es recht sandig.
Hin und wieder verengte sich der Verlauf der Piste so dermassen, das wir Anfangs immer dachten, wir waeren auf der falschen Faehrte unterwegs. Denn irgendwann musste ja noch das Gatter kommen, das es zu oeffnen gab. Trotz des Wetters war dies ein ganz wunderbarer Trip und wir genossen jede Sekunde davon. Hinter jeder Kurve erwartete uns eine neue einzigartige Landschaft. Selbst ein kleiner Arch versteckte sich in den Canyonwaenden.
Kurz darauf erreichten wir dann auch das Gate am Eingang zum National Park. Dieses Gate war mit dem Schloss versehen, wo wir die Kombination fuer bekommen hatten. Zeitgleich mit uns kam noch ein aelteres Ehepaar aus Florida an, die sich die Anaszasi Cliff Dwellings hier im Lavender Canyon ansahen. Wir liessen sie passieren und fuhren dann selbst gemuetlich weiter. Ein weiterer kleiner Arch war auf der rechten Seite auszumachen und die Canyonwaende wurden wieder sehr imposant. Einzig und alleine die schoenen Farbvariationen, die eigentlich dem Lavender Canyon seinen Namen gaben, die fehlten heute total. Stattdessen hatten wir einen total milchigweissen Himmel, der sich wie ein Schleier ueber die gesamte Gegend gelegt hatte.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6253-1.jpg)

Kurz darauf verengte sich die Piste immer mehr und es gab kaum mehr ein Durchkommen durch die ganze dichte Vegetation. Vereinzelt stand das Wasser hier auch noch in groesseren Pfuetzen. Wir hielten hier erst einmal am Rand und erkundeten die Fegend zu Fuss. Zu unserer linken Seite befand sich der Caterpillar Arch, dessen Strukturen wirklich an einen Raupe erinnerten. Was fuer eine wunderschoene Landschaft das doch war.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6265-1.jpg)

Leider zogen im Westen immer dunklere Wolken auf, die uns gar nicht so geheuer waren. Hier im Canyon wollten wir bei einem evtl. Regenschauer auf gar keinen Fall bleiben und so kehrten wir dann an dieser Stelle um.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6282Kopie_filtered.jpg)

Auf dem Weg zurueck zum Auto erwischte ich noch eine mit Quicksand gefuellte Wasserpfuetze, das war arg fies. Gut, das ich Trekkingsandalen anhatte, das war es egal, ob man nasse Fuesse bekam. Auf alle Faelle war dies eine Gegend, die wir noch einmal erkunden wollten. Dann aber bei besseren Wetter.
Auf der Fahrt zurueck begegneten wir auch wieder dem aelteren Ehepaar aus Florida und quatschten noch eine Runde. Die beiden hatten es auch vorgezogen, umzukehren. Noch immer sah es recht duester aus. Kurz vor Erreichen des Gatters gab es noch einmal ein paar wunderschoene Strukturen im Sandstein, die durch Wind und Wetter entstanden waren. In der Art und Weise hatte ich es auch noch nicht gesehen.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6294-1.jpg)

Den Rest der Strecke hatten wir fix hinter uns gelegt und ich hatte sogar sehr viel Spass an der Strecke.
Zurueck auf der UT 211 waren wir nahezu alleine unterwegs. So wenig Verkehr war hier um diese Tageszeit unterwegs, unglaublich. Wir fuhren nun weiter nach Sueden, nach Blanding und die UT 191 zog sich wie ein endlos langes Band durch die Landschaft. Die trueben Aussichten rings um uns herum waren nun auch nicht gerade aufmunternd. Hoffentlich gab es morgen wenigstens mal wieder etwas Sonnenschein. In Blanding checkten wir wie auch bei den letzten Malen im Comfort Inn ein.
Anschliessend ging es dann zum Old Tymer Restaurant nebenan zum Abendessen. Es wehte ein ungemuetlicher und kalter Wind und wir waren froh, das es nur ein paar Schritte bis zum Restaurant waren. Hier war heute Abend kaum was los. Der Burger und die Fries waren sehr lecker und gut gesaettigt liefen wir anschliessend zurueck zum Hotel, waehrend der Wind dicke Regenwolken herantrieb. Und die ersten Tropfen liessen nicht lange auf sich warten.  :roll:
Unser naechstes Ziel heute Abend galt dem Hot Tub hier im Hotel und wie schon im letzten Jahr war der wunderbar. Der Pool war etwas zu kalt fuer unseren Geschmack und so machten wir es uns ein wenig laenger im Hot Tub bequem. :D Den restlichen Abend vebrachten wir dann mit Bilder hochladen und TV schauen, ehe wir dann gegen Mitternacht schlafen gingen.


Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 11.11.2009, 18:16 Uhr
Ach es ist schon eine schöne Landschaft...aber - ach ich wieder hole mich nur!

 :lol: :lol:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: SusanW am 11.11.2009, 19:37 Uhr
Wie schön, dass es weiter geht  :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: HeikeME am 11.11.2009, 21:08 Uhr
schön, dass es weitergeht.  :lol:

viele Grüße
Heike
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 11.11.2009, 21:20 Uhr

Hi Yvonne,

dass du meinem vorsichtigen Ruf nach der Fortsetzung dermaßen rasch folgst, ist echt bemerkenswert :daumen:.

Und - seufzzzzz..... Soooo tolle Pisten seid ihr gefahren! Ich wünschte, ich hätte öfter die Gelegenheit dazu...
Sag' mal, musstet ihr bei den Sandfahrten Luft aus den Reifen lassen oder ging es gerade noch? Sie nach "gerade noch" aus, stimmt's?

Ich scheine einen völlig abwegigen Geschmack zu haben: Besonders deine "düstere-Wolken-Bilder" gefallen mir ausnehmend gut :daumen: :daumen:. Natürlich behaupte ich nicht, dass Fotos mit blauem Himmel nicht schön sind, aber solch düstere Wolken haben schon was - zumindest für mich :D.


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.11.2009, 00:05 Uhr

Hi Yvonne,

dass du meinem vorsichtigen Ruf nach der Fortsetzung dermaßen rasch folgst, ist echt bemerkenswert :daumen:.


Angie, das war garantiert das schlechte Gewissen. Weil ich erst was versprochen hatte und dann kam doch soviel dazwischen  :roll:


Und - seufzzzzz..... Soooo tolle Pisten seid ihr gefahren! Ich wünschte, ich hätte öfter die Gelegenheit dazu...
Sag' mal, musstet ihr bei den Sandfahrten Luft aus den Reifen lassen oder ging es gerade noch? Sie nach "gerade noch" aus, stimmt's?

Ich sehe gerade, wie du am Monitor klebst und gerne mitgefahren waerst, hi hi. :mrgreen:
Aber so arg waren all unsere Sandfahrten bisher nicht, wir mussten nie die Luft um ein paar psi ablassen. Es ging immer noch so ganz hervorragend. Auch bei dieser Tour, die eigentlich von Anfang an nur auf Sand und Kies entlangfuehrte. Aber der Sand war ja ziemlich feucht, es liess sich hervorragend fahren. Nur ein paar sehr steile Washeinfahrten machten etwas Bedenken wegen dem kuerzeren hinteren Boeschungswinkel vom Pathfinder. Da haette ich einfach fast aufgesessen, da ich nicht schraeg genug in den Wash eingefahren bin. Ging aber alles gut  :D


Ich scheine einen völlig abwegigen Geschmack zu haben: Besonders deine "düstere-Wolken-Bilder" gefallen mir ausnehmend gut :daumen: :daumen:. Natürlich behaupte ich nicht, dass Fotos mit blauem Himmel nicht schön sind, aber solch düstere Wolken haben schon was - zumindest für mich :D.




klar, die dunklen Wolken haben was fuer sich, aber ich haette doch lieber getauscht und stattdessen den blauen Himmel genommen. Denn in dem Moment hatte ich echt gar nichts Schoenes in den Wolken gesehen.   :roll:



@ Heike, Matze und Susan:


schoen, das ihr noch mit dabei seid, auch wenn die Weiterfahrt so lange gedauert hat
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 12.11.2009, 00:10 Uhr

Ich sehe gerade, wie du am Monitor klebst und gerne mitgefahren waerst, hi hi. :mrgreen:

Kannst du hellsehen, Ivonne? :wink:

Da haette ich einfach fast aufgesessen, da ich nicht schraeg genug in den Wash eingefahren bin. Ging aber alles gut  :D

Nicht schräg genug - damit hast du Ulrich gewiss einen Gefallen getan :lol:.

klar, die dunklen Wolken haben was fuer sich, aber ich haette doch lieber getauscht und stattdessen den blauen Himmel genommen. Denn in dem Moment  hatte ich echt gar nichts Schoenes in den Wolken gesehen.   :roll:

Aha, aber jetzt vielleicht ein kleines Bisschen? :wink:


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 12.11.2009, 00:31 Uhr

Ich sehe gerade, wie du am Monitor klebst und gerne mitgefahren waerst, hi hi. :mrgreen:

Kannst du hellsehen, Ivonne? :wink:

manchmal bestimmt  :D :D :D
Aber mir geht es ja auch imemr so, wenn ich so tolle Strecken samt Beschreibung sehe. Dann moechte ich am Liebsten in den Monitor reinkriechen und noch mehr vom Feeling abzubekommen. Grins  :wink:


Da haette ich einfach fast aufgesessen, da ich nicht schraeg genug in den Wash eingefahren bin. Ging aber alles gut  :D

Nicht schräg genug - damit hast du Ulrich gewiss einen Gefallen getan :lol:.

jetzt wo du es sagst - klar!!  :platsch:
Aus Ruecksicht auf dem Ehemann halt, hi hi.


klar, die dunklen Wolken haben was fuer sich, aber ich haette doch lieber getauscht und stattdessen den blauen Himmel genommen. Denn in dem Moment  hatte ich echt gar nichts Schoenes in den Wolken gesehen.   :roll:

Aha, aber jetzt vielleicht ein kleines Bisschen? :wink:


LG, Angie



jetzt im Nachhinein gefallen mir die Wolkenbilder sogar. Gerade die von der White Pocket haben doch was Dramatisches an sich. Aber in dem Augenblick war ich definitv zu enttaeuscht, um daran was Schoenes zu sehen  :?
Man ist halt den schoenen Polfilterblauen Himmel gewoehnt....
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 12.11.2009, 15:28 Uhr
Hallo Yvonne,

schön, dass Du dich endlich zurückgemeldet hast  :grins:. Aber wir wissen, dass Du uns nicht hängen lässt.

Im Needles District war ich bisher noch nicht. Allerdings machen Deine off-road-Fotos Lust auf mehr. Da würde ich auch gerne den Wagen schinden  :groove:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Crimson Tide am 13.11.2009, 21:50 Uhr

Ich scheine einen völlig abwegigen Geschmack zu haben: Besonders deine "düstere-Wolken-Bilder" gefallen mir ausnehmend gut :daumen: :daumen:.

Das ist doch nun gar nicht abwegig!  :lol:

Mir gehts doch genauso!

Ich kann Dich, Yvonne aber nur zu gut verstehen, daß Du in dem Moment lieber Sonne gehabt hättest!  :lol:

Ich denke nur an unsere Regenzeit im Grand Teton, und nachher waren das so dramatische Wolkenbilder!

Die Pics mit blauem Himmel kann doch jeder!  :lol: :wink:

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 14.11.2009, 17:30 Uhr
Hallo Yvonne,

schön, dass Du dich endlich zurückgemeldet hast  :grins:. Aber wir wissen, dass Du uns nicht hängen lässt.

Im Needles District war ich bisher noch nicht. Allerdings machen Deine off-road-Fotos Lust auf mehr. Da würde ich auch gerne den Wagen schinden  :groove:.

LG,

Ilona

Ilona, klar waere es irgendwann weitergegangen, nur dauert das halt manchmal etwas.  :wink:
Und der Needles District sieht uns beim naechsten Mal definitiv wieder. Ein paar Backroads muessen noch unter die Raeder genommen werden. Wahrscheinlich dann der Horse Canyon mit seinen vielen Arches. Oder wir machen den Hike im Davis Canyon. Irgendwann ist dann auch der Elephant Hill dran, das ist eines der Dinge, die ich unbedingt noch mal machen moechte.
Den Lavender Canyon kann ich nur empfehlen, eine tolle Strecke. Allerdings nicht erschrecken vor dem schlechten Zustand gleich zu Beginn, spaeter wird es besser. Ist dann halt nur schoen sandig  :D :D :D



Ich scheine einen völlig abwegigen Geschmack zu haben: Besonders deine "düstere-Wolken-Bilder" gefallen mir ausnehmend gut :daumen: :daumen:.

Das ist doch nun gar nicht abwegig!  :lol:

Mir gehts doch genauso!

Ich kann Dich, Yvonne aber nur zu gut verstehen, daß Du in dem Moment lieber Sonne gehabt hättest!  :lol:

Ich denke nur an unsere Regenzeit im Grand Teton, und nachher waren das so dramatische Wolkenbilder!

Die Pics mit blauem Himmel kann doch jeder!  :lol: :wink:




ja, Moni, ich haette zu dem Zeitpunkt lieber schoenes Wetter gehabt. Wenn man nur die Bilder aus dem Web kennt, wo der Lavender canyon in den schoensten farben erstrahlt, dann ist man arg enttaeuscht, wenn dann so ein Wetter ist wie bei uns  :roll:


PS: Am Montag geht es weiter, evtl. sogar schon morgen. Muss erst noch schauen, wie busy ich jetzt am WE bin
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 14.11.2009, 18:24 Uhr
Yvonne, immer noch so viele Backroads.... :roll: :roll:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 14.11.2009, 18:34 Uhr
Yvonne, immer noch so viele Backroads.... :roll: :roll:


klar, Matze, aber ss geht bals noch einmal in etwas bekanntere Ecken fuer dich  :D
Allerdings nur kurz. Mussten dann doch wieder etwas Offroad rumstoebern
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 14.11.2009, 18:53 Uhr

Allerdings nur kurz. Mussten dann doch wieder etwas Offroad rumstoebern

Yvonne, bitte wirklich nur kurz :wink:, ich liebe doch offroad fahren :D.


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 16.11.2009, 21:33 Uhr

Allerdings nur kurz. Mussten dann doch wieder etwas Offroad rumstoebern

Yvonne, bitte wirklich nur kurz :wink:, ich liebe doch offroad fahren :D.


LG, Angie



ein klein wenig kannst du das auch noch geniessen, Angie  :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 16.11.2009, 21:41 Uhr
17.06.09


Gegen halb sieben standen wir heute auf und der erste Blick aus dem Fenster war mal wieder nicht so vielversprechend. Es war nach wie vor recht windig und eine dicke Schleierbewoelkung hing immer noch ueber der Gegend. :roll: So etwas frustrierendes aber auch. Der Wettercheck bei NOAA sagte zwar Wetterbesserung fuer heute voraus, aber mittlerweile hatten wir die Hoffnung schon nahezu aufgegeben. Wir machten uns soweit fertig und gingen dann gegenueber ins Old Tymer Restaurant zum Fruehstuecken. Wie immer ging es hier sehr fix und die Eier waren auch zu unserer Zufriedenheit. Danach checkten wir aus und machten uns auf, um neue Dinge zu erkunden.
Schon im letzten Jahr hatte uns der Bereich der Comb Ridge sehr gut gefallen und wir wollten dort heute noch ein wenig herumstoebern. Anstatt auf direkten Weg zum Monument Valley zu fahren, bogen wir dann gut 14 meilen suedlich der Kreuzung mit der UT 95 auf die Decker Road ab. Diese sollte nun immer weiter nach Westen fuehren, bis sie irgendwann auf die Butler Wash Road traf.
Der Anfang war jetzt noch nicht so vielversprechend, es war einfach eine breite Gravelroad, die ueber eine Art Mesa fuehrte. Nach gut zwei Meilen fuehrte die Piste an Private Property vorbei, einige Huetten, Corrals und ein Windrad, das schon mal bessere Zeiten gesehen hatte, kam nun in Sicht. Wir ueberquerten hier den Cottonwood Wash und entdeckten dabei sogar einen winzigen Slot Canyon. Witzig, vor allem auch der Name Cottonwood Wash. Den schien es hier im Suedwesten wirklich ueberall zu geben. Nach dem Slot Canyon entdeckten wir neben einigen alten Geruempel auch noch einen alten Buick, der hier ein rostendes Dasein fristete.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6316-2.jpg)

Noch immer hatte die Bewoelkung nicht aufgerissen und die Schleierwolken lagen wie ein graues Tuch ueber der Gegend. Im rechten Licht war das garantiert eine ganz tolle Ecke, gerade mit der sich vorbeischlaengelnden Strasse und dem Slickrock ueberall. In der Ferne konnten wir schon die No Mans Island ausmachen, eine weitere grosse Mesa, die mit unzaehligen Sagebrush Bueschen bedeckt war. Es sah jedenfalls alles sehr urspruenglich aus.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6320Kopie_filtered-1.jpg)

Ab hier blieb die Strecke auch interessant. Immer wieder gab es Washquerungen und wir fuhren nun oberhalb des Black Rock Canyon entlang. In der Ferne konnten wir nun auch schoen die Comb Ridge ausmachen, die sich wie eine undurchdringbare Huerde ueber unzaehlige Meilen entlang zog.
Allerdings sah die Monocline mit den Schleierwolken bei Weitem nicht so toll aus wie im letzten Jahr, als wir noch mit wunderbaren blauen Himmel und Sonnenschein belohnt wurden. Aber wir hofften ja immer noch auf Wetterbesserung.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6332Kopie_filtered-1.jpg)

Es dauerte nicht lange, da erreichten wir dann auch die Butler Wash Road. Diese fuehrte parallel der Comb Ridge entlang und wir entschlossen uns, diese bis zur UT 95 zu fahren, um dann via Moqui Dugway weiter Richtung Monument Valley zu gelangen. Eigentlich war dies ja ein Umweg, aber wir wollten dem Wetter einfach noch etwas Zeit geben, um besser zu werden.
Die Strecke war auf alle Faelle nicht uninteressant.
Teilweise etwas sandig und mit einigen Auswaschungen, aber das mochten wir ja eh. Immer wieder sahen wir in den Cliffs der Comb Ridge einige Cliff Dwellings der Anaszasi Indianer. Man koennte auch zu einigen Ruins hinwandern, aber irgendwie hatten wir beide heute nicht so die grosse Lust dazu. Uns ging das bloede Wetter einfach tierisch auf die Nerven und das truebte die Unternehmungslust gewaltig. Auf der Hoehe der Fishmouth Ruin hielten wir dann aber fuer ein Foto an.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6346-1.jpg)

Beim naechsten Mal wuerden wir die Ecke hier doch noch einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Kurz nach uns hielt dann ein weiterer SUV auf dem kleinen Parkplatz linkerhand der Butler Wash Road an.
Wir kamen mit dem Fahrer ins Gespraech und nach einer Weile stellte sich heraus, das es ein Fotograf aus Kalifornien war. Wir tauschten noch ein paar Infos untereinander aus und bekamen noch seine Business Karte. Ja, das war wirklich nett gewesen, aber wir hatten uns wirklich ganz schoen verquatscht. :D
Ohne weitere Stopps fuhren wir demnach weiter zur UT 95 und dort dann nach Westen weiter. So langsam riss die Wolkendecke auch auf. Evtl. bestand ja fuer das Monument Valley doch noch Hoffnung.
Am Parkplatz zu den Butler Wash Ruins fuhren wir nun ab. Wenigstens den kleinen Hike wollten wir noch mitnehmen.Der Trail war auch hervorragend markiert und gut zu laufen. Neben unzaehligen Juniper und Pinion Pines gab es hier auch unzaehlige Kakteen. Und einige davon bluehten sogar. Dieses Jahr hatten wir kaum bluehende Kakteen gesehen, aber bei dem wenigen Sonnenlicht ja auch kein Wunder.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6374-1.jpg)

Wir machten ein paar Fotos und liefen dann den gut eine halbe Meile langen Trail bis zum Viewpoint, von dem aus wir die Anaszasi Ruinen sehr gut betrachten konnten. Das waren wirklich schoene Exemplare und anhand einer Schautafel wurde dann auch noch einiges erklaert.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6386-1.jpg)

Wir machten ein paar Bilder und gingen dann gemuetlich zu unseren Silverbird zurueck. Wir fuhren nun noch ein paar Meilen auf der wirklich sehr reizvollen UT 95, ehe wir dann auf die UT 261 abbogen.Gerade dieser ganze Bereich hier in der Cedar Mesa mit den unzaehligen Seitencanyons und etlichen Anazsasi Ruinen wuerde uns in Zukunft noch einmal wiedersehen. Es gab einfach zuviel zu entdecken. Eingebettet zwischen der Grand Gulch im Westen und der Comb Ridge im Osten hatte dieses Gebiet einfach eine unglaubliche Anzahl an Hikes zu bieten.
Jetzt auf der Fahrt auf dem Hochplateau war dies natuerlich nicht so spannend, nur die unzaehligen abgehenden Seitenstrassen entlang der nahezu schnurgerade verlaufenden UT 261 verschaffte etwas Abwechselung. Pinion Pines und Juniper dominierten hier und bildeten teilweise dichte Waelder, die keine Blicke auf die Seitencanyons zuliessen. Und auch die Bewoelkung hatte wieder ordentlich zugenommen.
Direkt vor uns baute sich so langsam aber sicher wieder eine dicke dunkle Wolkenwand auf, echt super. Aber vielleicht regnete es ja auch gar nicht. Zumindest hoffen wollten wir.
Wir erreichten
Den Moqui Dugway und parkten hier erst einmal. Mit unseren Kameras bewaffnet machten wir erst einmal ein paar Biler. Allerdings war die Sicht heute bei Weitem nicht so gut wie im letzten Jahr, schade eigentlich.

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Ich mochte den Blick von hier oben sehr gerne. Diese Weite vor und unter uns war einfach unglaublich. Wie ein schmales Band schlaengelte sich die Strasse unten im Tal durch die Ebene und machte einem wieder einmal bewusst, wie klein und unscheinbar man in dieser Weite doch war. Die Fahrt hinunter ins Tal ueber die unzaehligen Switchbacks war auch wieder eine sehr spassige Sache.
Heute gab es unheimlich viel Gegenverkehr, selbst Wohnmobile fuhren die breit angelegte Gravelroad hinauf. Aber das war wirklich problemlos machbar. Nachdem wir dann unten auf der breiten Ebene angelangt waren, fuhren wir noch bis zum Abzweig zum Muley Point.
Auf der Zufahrtstrasse blieben wir jedoch nur einige hundert Meter, sondern bogen auf dem Johns Canyon Trail ab. Am Muley Point waren wir ja schliesslich erst im letzten Jahr gewesen. Die Strecke fuehrte erst einmal auf einer breiten Gravelroad durch eine breite baumlose Ebene.
In einiger Entfernung erhob sich zu unserer Rechten die Cedar Mesa, von da waren wir ja gekommen. Und leider verdunkelte sich der Himmel dort auch schon wieder ganz ordentlich.

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Wir fuhren trotzdem erst einmal weiter, es schien sich wirklich nur um eine lokale Sache zu handeln. Nach einer Weile naeherte sich die Gravelroad auch wieder dem San Juan River und wir konnten in einiger Entfernung auch die maeanderfoermigen Einschnitte ausmachen, die der Fluss hier im Laufe der Jahrmillionen gegraben hatte. Den Fluss selbst sah man hier natuerlich noch nicht.
Die Felsformationen gehoerten hier zur Honacker Formation, einer der aeltesten Formationen ueberhaupt. Eine kleine Stichstrasse fuehrte von der Gravel Road ab und direkt an den Rim. Wir machten hier erst einmal ein paar Bilder. Vom Goosenecks SP hatte man zwar den besten Blick, aber die Stelle hier war auch nicht schlecht. Zumal hier auch ein Hiking Trail startete, der dann Richtung Fluss fuehrte.

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Wir fuhren nach einer Weile weiter und genossen dann noch einen wunderschoenen Blick auf die Cliffs der Cedar Mesa mit dem Cedar Point, an dessen weiteren Verlauf wir noch den Muley Point hoch ueber uns finden wuerden. Auch wenn es hier jetzt noch wunderschoen sonnig aussah, ein Stueckchen weiter ging schon ein lokaler Regenschauer nieder. Allerdings verdampfte der Grossteil schon, bevor er die Erde erreichte.

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Dramatisch sah es ja immer aus. Das Wetter und vor allem die weiterziehenden Schauerwolken genauestens im Auge behaltend, fuhren wir weiter. Nach einer Weile erreichten wir ein Gatter, das erste geoeffnet werden musste. Ab hier wurde der Trail etwas felsiger und schmaler und stieg ein ganzes Stueckchen an. Nahezu direkt ueber uns war jetzt der Muley Point.

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Wir fuhren trotz recht grauen und ziemlich dunklen Himmel doch erst einmal weiter und erreichten dann einige Petroglyphs, die in einem grossen Rockboulder rechts der Strasse zu finden waren. Wow, die waren toll. Vorher hatten wir noch nichts davon gehoert. Allerdings waren einige ziemlich weit oben im Fels und wir mussten uns fuer ein paar Bilder richtig anstrengen.

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Hier trafen wir dann auch die Entscheidung zur Umkehr, das Wetter und die dicken Wolken waren uns doch nicht so ganz geheuer. Sollte es wirklich mal regnen und wir waeren im Canyon – nein danke. Also war dies auch ein Grund, um noch einmal wiederzukommen.
Auf der Fahrt zurueck war es sehr truebe, immer wieder fielen ein paar Tropfen. Die Fahrt nach Mexican Hat hatte ganz merkwueridges Licht im Osten und wir raetselten, was das bloss sein konnte. Erst spaeter kamen wir auf des Raetsels Loesung, dort tobte sich naemlich ein Sandsturm aus.
Bei ziemlich dicken Wolke erreichten wir dann das Monument Valley, wo wir erst einmal in der Goulding's Lodge eincheckten. Beim naechsten Mal wollten wir definitiv im neuen The View uebernachten, aber auch der Blick von der Goulding's Lodge war ja nicht schlecht. Wir packten unsere Sachen ins zimmer und fuhren dann gleich weiter zum Parkeingang.
Wir wollten einfach mal schauen, was wir so spontan machen und ob sich evtl. heute noch eine Reittour lohnt. Wir parkten am The View und schauten uns dort erst einmal um. Das war wirklich schoen geworden. Die Lobby war riesig und auch das Restaurant gelungen. Von aussen hatte man von der Besucherterrasse einen tollen Blick auf die Mittens und sogar die Sonne kam mal kurz heraus.

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Wir machten schnell ein paar Bilder, denn das Gastspiel war leider nur von kurzer Dauer, so ein Pech aber auch. :roll: Im Giftshop kaufte ich noch einen sehr schoenen Traumfaenger fuer mein Auto zu Hause, so etwas wollte ich schon immer haben. Wir stoeberten noch etwas herum und machten uns dann auf den Weg zur Parkstrasse. Hier herrschte wieder ganz schoen Betrieb und es ging nur langsam voran. Weit kamen wir allerdings nicht wirklich.
Denn wie wir feststellten, tobte auch im Valley ein garstiger Sandsturm und die Sicht wurde immer schlechter, je weiter wir fuhren. So drehten wir dann kurz vor dem John Ford's Point um. Das machte ueberhaupt keinen Sinn und eine Reittour konnte man bei den Bedingungen erst recht nicht machen. Frustriert fuhren wir zum Hotel zurueck.
Unterwegs fing es dann tatsaechlich an zu regnen!!! :shock: :shock: :shock: Doch das Zeug, was da runterkam, war so dermassen mit Sand und Staub vermischt, das nur ein ekeliger staubigroter Rueckstand auf den Scheiben zurueckblieb. Na super!!!
Im Hotel checkten wir erst einmal unsere Mails und hofften, das es evtl. Spaeter etwas besser wuerde. Regen im Monument Valley im Juni!!! Das war doch nicht zum Aushalten!! Ziemlich genervt verbrachten wir dann die naechsten 2 Stunden, stoeberten in den Foren herum und luden schon mal ein paar Bilder von heute hoch. Gegen sieben Uhr wollten wir noch einmal einen Versuch starten und zumindest den Sunset vom Parkplatz beim The View ansehen.
Der klasische Blick halt, aber es waere besser als gar nichts. Und es hatte mittlerweile auch ein wenig aufgeklart, wenn auch noch jede Menge dicke Wolken zu sehen waren.
Kaum waren wir wieder im Park angekommen, verabschiedete sich die Sonne hinter dicken Wolken. Es war ausserdem sehr windig und kalt. Um ganz ehrlich zu sein, es war saukalt. Froestelnd machten wir es uns im Auto bequem und warteten erst einmal ab. Das war so nervig. Immer gerade zum Sunset musste es so unbestaendig sein!!! Die Sonne kaempfte, und zwar um jede Luecke, um dann nicht doch noch kurz die Mittens zum Leuchten zu bringen.
Immer wieder flitzten wir kurz raus, um ein oder zwei Bilder zu machen, ehe dann die Wolken wieder die Oberhand gewannen.
Das war ja bald genauso schlimm wie bei Little Finland!!! Nur hier leuchtete der Sandstein nicht in der Art und Weise, wie wir es gerne gehabt haetten.
Erneut erkaempfte sich nun die Sonne ihren rechtsmaessigen Plazt am Himmel und liess immerhin die beiden Felsen, die auf Bildern immer so eine schoenen Vordergruns bildeten, erstrahlen.
Fuer die Mittens war es schon etwas zu spaet fuer ein vernuenftiges Bild. Schade. Und auch durch den noch in der Luft befindlichen Sand und Staub wirkten die Farben ganz anders, gar nicht, wie wir es sonst von hier gewohnt waren.

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Also eher ein enttaeuschendes Schauspiel. Die Sonne immerhin sah noch ganz nett aus, ehe sie dann hinter einem dicken wolkenverhangenen Horizont verschwand.

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Wir fuhren nun zurueck nach Goulding's und gingen dort im Restaurant zum Abendessen. Wie immer war es viel zu viel und sehr lecker. Den Abend verbrachten wir gemuetlich auf unseren Zimmer und nutzten die Zeit weiterhin, mal wieder online zu gehen. Als es dann wirklich dunkel genug war, probierte ich noch ein paar Aufnahmen mit Star Trails.  :D

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Eigentlich war es ganz okay, nur mussten mir ein paar Flugzeuge dann doch alle Aufnahmen etwas versauern. :roll: Hier war einfach zuviel los, bloed. Aber wenigstens wusste ich jetzt mal, wie es so funktionierte und beim naechsten mal wuerde ich noch weiter rumexperimentieren. Gegen Mitternacht gingen wir dann schlafen, denn schon sehr frueh morgen frueh wollten wir wieder auf sein.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 16.11.2009, 23:48 Uhr

Also den heutigen Tag habe ich wirklich total genossen :D. Gut, ich gebe es zu - der Regen hätte nicht sein müssen, aber der Rest war doch perfekt! :daumen:

LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 17.11.2009, 01:58 Uhr

Also den heutigen Tag habe ich wirklich total genossen :D. Gut, ich gebe es zu - der Regen hätte nicht sein müssen, aber der Rest war doch perfekt! :daumen:

LG, Angie




die Touren an sich waren toll, nur mit besseren Wetter waere es wirklich viel interessanter geworden. So ist uns dann irgendwann echt die Lust vergangen.  :roll: Vieles war einfach ueberhaupt nicht optimal, aber man kann halt nicht alles haben. Vielleicht haben wir beim naechsten Mal dann mehr Glueck
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 17.11.2009, 16:08 Uhr
Hallo Yvonne,

erklär mir Laie mal bitte, was Star Trails sind  :zuck:? Wolltest Du Sternschnuppen fotografieren?

 :oops: selbst das Foto erschließt sich mir nicht  :lolsign:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 17.11.2009, 18:17 Uhr
Hallo Yvonne,

erklär mir Laie mal bitte, was Star Trails sind  :zuck:? Wolltest Du Sternschnuppen fotografieren?

 :oops: selbst das Foto erschließt sich mir nicht  :lolsign:.

LG,

Ilona


Hallo Ilona,


Startrails sind ganz einfach Sternspuren. Man kann naemlich versuchen, die Sternspuren abzulichten. Wenn du ein Bild vom Sternenhimmel lange genug belichtest, wandern die Sterne natuerlich waehrend dieser Zeit weiter. Und diese Spuren auf dem Bild sind nichts anderes als die weitergewanderten Sterne, die natuerlich nach wie vor weiterleuchten und dann eben diese bizarren Bilder ergeben. Die unterschiedlichen Farben entstehen durch die unterschiedlich hellen oder nicht so hellen Sterne
Ist aber kein tolles Beispiel dafuer, war nur der allererste Versuch. Mittlerweile wuerde das auch etwas anders aussehen.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 18.11.2009, 17:00 Uhr
Hallo Yvonne,

danke für die Aufklärung  :dance:. Ich dachte schon :platsch:, ich bin bei Star Trek gelandet und habe im Leben was verpasst :lolsign:. Nichtsdestotrotz konnte ich mir davon keinen Reim machen :kratz:.

Aber ich denke, solche Startrails probiere ich nicht aus  :never:, sondern überlasse es Dir :grins:.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 19.11.2009, 20:59 Uhr
18.06.09

Um kurz nach vier war die Nacht schoen wieder zu Ende. Was fuer eine unchristliche Zeit. Beschwerlich quaelten wir uns aus dem Bett. Wir waren definitiv keine Fruehaufsteher, aber trotzdem war der Gedanke an einen schoenen Sunrise doch sehr reizvoll. Also fix auf dem Balkon, die Stative aufgebaut und auf den Sonnenaufgang warten.
Schon sehr bald zeigte sich ein erster mutiger Streifen des ersten Tageslicht am Horizont, ganz zaghaft. Noch immer standen die Sterne wie funkende Diamanten am Himmel, ein toller Anblick.
Und ja, ich musste zugeben, das fruehe Aufstehen hatte sich gelohnt. Selbst die dicken Wolken von gestern Abend hatten sich wie durch ein Wunder nahezu komplett verzogen. Hervorragend!!  :D :D :D

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6648-1.jpg)

Nahezu jede Minute aenderte sich nun das Landschaftsbild und die Farben. Es war einfach toll. Neben den erst vorherrschen Violett und Blautoenen kamen nun auch die ersten Rot und Orangetoene hinzu.
Die Silhouetten des Stagecoach und dessen Buttes sahen wirklich truamhaft aus. Ich glaube, der Ausloeser unserer Kameras gluehte nach einer Weile beinahe.

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Die Sonne stieg schnell hoeher und beleuchtete die wenigen vorbeiziehenden Wolken mit wunderschoenen Farben. Aber viel zu schnell war alles vorbei.
Nach der Morgentoilette packten wir unsere Sachen ins Auto, checkten aus und fuhren ins Monument Valley hinein. So frueh am Morgen war noch kaum was los. Wir wollten noch einmal den Valley Drive durch das Tal fahren, der hatte uns ja im letzten Jahr schon sehr gut gefallen. Allerdings suchten wir so eine schoene Pfuetze wie im letzen Jahr vergeblich. Das war wirklich ein Highlight gewesen.  :wink:
Wir hielten an den ueblichen Viewpoints entlang der Strecke, genossen die Ruhe und Stille, die uns hier umgab.
Erst am John Ford Point war etwas mehr los und ein weiteres Fahrzeug gesellte sich zu unseren Silverbird. Wir gingen die Anhoehe hinauf und liessen den Blick in die Ferne schweifen. Was fuer ein toller Anblick. Obwohl wir beide schon so oft hier waren, es war immer wieder aufs Neue total ergreifend.

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Wir fuhren weiter Richtung Camel Butte und begegneten zwischendrin einigen frei umherlaufenden Paint Horses, die sich an unserer Anwesenheit ueberhaupt nicht zu stoeren schienen. Nette Zugabe, ich glaube, an genau dieser Stelle hatten wir im letzten Jahr auch eine Pferdebegegnung gehabt. Hier und da hielten wir an, um ein paar Bilder zu machen, die Landschaft lud einfach dazu ein.
Einen ausgiebiegen Stop legten wir dann am Artists Point ein.
Ich mochte den Ausblick von hier einfach und auch Ulrich genoss es in vollen Zuegen.

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Ein Stop am North Window erfolgte auch noch, dann fuhren wir wieder gemuetlich zurueck. Mittlerweile war auch wesentlich mehr los im Park, so das wir froh waren, doch die ganz fruehen Morgenstunden genutzt zu haben. Irgendwie hatte das ja dann auch was ganz Besonderes.

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Gefruehstueckt wurde heute im The View Restaurant eben mit dem tollen View auf die Mittens. Das Fruehstueck gab es in Buffet Form, das war aber okay. Hin und wieder konnten wir auch mit einem Buffet leben. Gut gesaettigt ging es dann weiter, heute hatten wir ja doch noch einiges auf unserer Liste stehen.
Als erstes tankten wir noch mal in Kayenta und bogen dann ein Stueckchen weiter auf die Indian Road 59 nach Sueden ab. Diese Scenic Road sollte entlang der Black Mesa weiter nach Sueden fuehren und bei Many Farms auf die US 191 treffen.
Es war kaum Verkehr und die Strasse fuehrte wie ein breites band durch die ebene Landschaft. Von oben hatten sich wieder einige Wolken zusammengeballt und natuerlich mussten auch wiede rein paar Tropfen Regen fallen!!! Das war unglaublich!!  :shock: :shock: :shock: Ueberall war strahender Sonnenschein, nur direkt ueber uns eine einige dicke Regenwolke, die dann auch noch undicht war!!

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6881-1.jpg)

Das Schauspiel war zum Glueck wieder genauso schnell vorbei, wie es gekommen war und wir genossen weiterhin den schoenen sonnigen Tag. Nur hier und da kamen ein paar Wolken auf, die aber allesamt eher harmlos aussahen. Bei Many Farms wurde die Landschaft langsam interessanter und zerkluefteter. Musste es ja so langsam auch mal werden, denn wir wollten ja den Hope Arch besuchen.  :wink:
Und der konnte ja nunmal nur in einer Gegend stehen, die etwas zerklueftet war. Wir erreichten Chinle und fuhren nahezu komplett durch den Ort. Am Krankenhaus vorbei ging es dann kurz darauf auf eine Gravelroad. Ein Wassertank in der Naehe sagte uns, das wir hier richtig waren.
Wir fuhren nun hinaus auf die Mesa und konnten schon in der Ferne ein paar schoene rote Felsen ausmachen. Die Gravelroad war wirklich hervorragend zu fahren und der Blick ueber die Ebene hatte irgendwie etwas. Jetzt fehlten nur noch ein paar Pferde. Bei einem markant aussehenden Felsen in dieser Landschaft fuehrte ein sandiger Weg ab, den wir nun nahmen.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_6893Kopie.jpg)

Es war wirklich schoen sandig, also genau richtig fuer uns beide. Allerdings liess es sich hervorragend fahren. Schon kurz hinter dem Felsen konnten wir in einiger Entfernung den Hope Arch ausmachen. Das war wirklich ein ziemlich imposanter Arch. Die letzten Meter liefen wir dann doch und parkten unseren Silverbird am Rand.
Gegenverkehr vermuteten wir auf der Sandpiste eher nicht. Querfeldein liefen wir nun auf den Arch zu. Es war ziemlich sandig und neben einigen harten Graesern gab es auch hier wieder ganze Ansammlungen an Mule's Ear zu bewundern. Und der blaue Himmel bot eine wirklich wunderbaren Kontrast zum tiefroten Entrada Sandstein des Hope Arch. Hin und wieder segelte ein einzelnes Woelkchen vorbei und sah inmitten des Arch ganz schoen verloren aus.

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Nachdem wir den Arch ausgiebig von allen Ecken fotografiert hatten, machten wir uns dann auf dem Rueckweg. Auch wenn jetzt ein paar Wolken mehr zu sehen waren, das Bilderbuchwetter hielt weiterhin an. Warum nicht gleich so? Und auf dem Rueckweg sahen wir dann auch unsere Pferde, die ueber die Ebene galoppierten. Also einfach nur schnell Seitenfenster runterkurbeln und auf gut Glueck abgedrueckt. Das ein oder andere war dann doch noch halbwegs passabel.

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Von Chinle aus fuhren wir nun weiter nach Sueden, Richtung Ganado. An der Hubbell Trading Post legten wir noch einmal einen kurzen Stop ein und schauten uns ein wenig um. Ach schoen, der alte Holzboden knarrte so richtig bei jedem Schritt, hier konnte man also wirklich auf historischen Grund und Boden rumlaufen.
Die Fahrt ging weiter nach Sueden, bis wir dan den Interstate 40 erreichten. Hier fuhren wir nun nach Westen weiter, Richtung Holbrook. Unser letztes Ziel fuer heute war der Petrified Forst National Park und da wollten wir uns auch ein wenig Zeit lassen.
Am Visitor Center legten wie erst einmal wieder einen kleinen Stop ein und deckten uns mit weiteren CDs und einen Pflanzenbestimmungsbuch ein. Die Laeden in den Parks waren wirklich immer eine Fundgrube. Wir wuerden bestimmt bald zu Hause ein neues Buecherregal brauchen, wenn das so weiterging, hi hi. Der erste Viewpoint war am Tiponi Point. Schon hier war die Weite einfach toll, aber der Tawa Point toppte das ganze dann natuerlich noch einmal. Wir konnten unheimlich weit in die Painted Desert schauen, es war unglaublich.

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Der Himmel kam mir auf einmal viel riesiger vor und die vielen kleinen Wattewoelkchen gaben dem Ganzen dann noch eine ganz spezielle Note. Einige Badlands erstreckten sich weiter unten im weitgezogenen Tal und das weiche Licht sorgte dafuer, das einige interessante Licht und Schattenspiele entstanden.
Der naechste Viewpoint befand sich nicht weit entfernt am Painted Desert Inn und auch hier liessen wir den Blick wieder in die Ferne schweifen, ehe wir uns das alte Inn ansahen.
Auch von hier gab es wieder unzaehlige tolle Fotomotive, denn die Wolken hatten heute Nachmittag wirklich was Faszinierendes an sich. Es folgten weitere Stop an diversen Viewpoints, ehe wir dann die Painted Desert hinter uns liessen und weiter anch Sueden fuhren in den Teil mit den Petrified Forest. Die einsame Parkstrasse fuehrte unter der Interstate hindurch und entlang einer unendlichen Praerielandschaft. Toll war aber so nebenbei ein altes rostiges Auto, das schon mal bessere Zeiten gesehen hatte, hi hi.

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Da musste natuerlich ein kurzer Fotostop sein. Es folgten einige farbenfrohe Badlands, die als Teepees bekannt waren und man konnte anhand der roten Schichten schoen die Eisenanteile erkennen. Das musste zum Sunset sicherlich sehr schoen aussehen, doch auch jetzt am Spaetnachmittag bekamen wir etwas fuers Auge zu sehen.

Als naechstes kam der abzweig zur Blue Mesa und auf der gut drei Meilen langen Loop Road kamen wir nun in den schoensten Teil des Parks. Neben unzaehligen farbenfrohen Badlands gab es hier schon jede Menge petrified Logs zu sehen, die wie achtlos dahingeworfen aussahen.

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Auch eine Kraehe schien hier ihren Spass zu haben, jedenfalls kam sie immer ein kleines Stueckchen naeher. Die Kamera war ihr dann auf die Dauer doch nicht so geheuer und sie huepfte davon. Ansonsten kannte ich die zahmen Kraehen ja eher nur vom Bryce Canyon.
Am Ende der Loop Road parkten wir und gingen den gut 1 Meile langen, aber recht steilen Blue Mesa Trail. Dieser fuehrte nun mitten durch die wunderbaren Badlands und es gab immer wieder Blicke auf die Petrified Logs, die in teilweise bizarren, teilweise kunstvollen Formen hier herumlagen. Immer wieder hielten wir fuer einen Fotostop an.

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Den kleinen Trail genossen wir jedenfalls sehr und verbrachten dadurch mehr Zeit als urspruenglich eingeplant. Anschliessend ging es wieder zurueck zur normalen Parkroad und dort zur Agate Bridge, die ich aber eher etwas enttaeuschend fand. Hier hielten wir uns nicht allzu lange auf. Als letztes Ziel fuer heute hatten wir uns den Crystal Forest Trail ausgesucht, der entlang unzaehliger Petrified Logs fuehren sollte. Aber wie es der Zufall will, verschwand die Sonne genau dann erst einmal hinter einer dicken Wolke und wir mussten mal wieder warten. Unglaublich!!! Selbst hier hatten wir keine Ruhe davor. Gluecklicherweise dauerte es nicht lange, bis die Sonne sich wieder ihren rechtmaessigen Platz erkaempft hatte und das weiche Licht liess alles ganz besonders interessant erscheinen.

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/Desert%20Treasures/comp_DSC_7166-2.jpg)

Ueberall entlang des asphaltierten Trails konnten wir die Logs in allen Groessen und Formen und unzaehligen Farben betrachten. Wir liessen uns wieder viel Zeit, fotografierten und genossen die Landschaft rings um uns herum.

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Letztendlich hatten wir fuer den Park doch fast vier Stunden gebraucht. Ueber den suedlichen Parkausgang fuhren wir nun raus und dann ueber die US 180 nach Holbrook. Dort hatten wir im Best Western Arizonian Inn ein Zimmer reserviert. Wir checkten ein und dann trieb uns unser knurrender Magen dann doch erst einmal auf Futtersuche. Letztendlich landeten wir bei Denny's und neben leckeren Eistee gab es fuer jeden von uns einen Burger und Fries. Gut gesaettigt verbrachten wir dann den Rest des abends mit TV schauen und die Bilder hochladen, ehe wir gegen Mitternacht ins Bett marschierten.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: carovette am 19.11.2009, 21:19 Uhr
Jetzt habe ich endlich mal wieder ein paar verpasste Reisebericht-Tage aufgeholt - also das Monument Valley ist doch immer wieder schön. Und der letzte Tag - endlich wurdet ihr mal wieder mit schönem blauen Himmel verwöhnt und den tollen Wattewölkchen - die sehen doch einfach klasse aus. So was liebe ich......

Painted Desert haben wir für nächstes Jahr auch geplant, ich bin gespannt, wo es noch so hingeht. Auf jeden Fall sind es tolle Fotos  :groove:

lg caro :D

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: PrivatePaula am 20.11.2009, 13:11 Uhr
Hab auch mal wieder nachgelesen,und die Foto´s sind wie immer Prima! :verneig:  Finde das mit den Wolken auch nicht so Schlimm,bei schönem Wetter kann jeder!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Matze am 20.11.2009, 16:10 Uhr
Wirklich tolle Fotos vom MV!!

Und schimpf doch nicht immer auf die Wolken, hinter denen sich die Sonne verbirgt - gerade diese Wolkenfotos sind doch besonders schön!

Fotos bei Sonnenschein kann doch jeder machen....!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 20.11.2009, 16:43 Uhr
Hallo Yvonne,

tolle Postkartenmotive hast Du uns wieder geliefert  :clap:.

Egal ob MV, versteinertes Holz oder nur ein Gerümpel-Auto mit oder ohne Schäfchenwolken - mir gefällt's!

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: SusanW am 20.11.2009, 17:29 Uhr
Hi Yvonne,

das Wetter kann einem schon manchmal die Laune vermiesen, grad wenn man sich auf bestimmte
Aussichten gefreut hat.
Aber die Fotos sind doch toll geworden, die hat nicht jeder  8) Bin jedenfalls noch gern auf der Tour dabei!
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 21.11.2009, 01:52 Uhr
Wirklich tolle Fotos vom MV!!

Und schimpf doch nicht immer auf die Wolken, hinter denen sich die Sonne verbirgt - gerade diese Wolkenfotos sind doch besonders schön!

Matze, mittlerweile habe ich mich ja schon damit abgefunden, jeden zweiten Tag bedeckten Himmel zu haben. Aber wenn die Wolken dann auch noch undicht sind!!  :roll: Und das teilweise wirklich immer nur genau ueber uns.
Also dann bist du wirklich irgendwann genervt.
Obwohl mir das Monument Valley Bild von dem Sunset irgendwie so gar nicht zusagt. Die Lichtstimmung war einfach so merkwuerdig, das kam dann auch auf den Bildern so raus. Liegt wahrscheinlich an den Staub und Sand, der noch in der Luft war.

@ Caro:

ja, der letzte Tag war so genau nach meinem Geschmack  :lol: Wattewoelkchen und Sonne, genau das Richtige. Ich bin halt eher ein Schoenwetterknipser  :wink:

@ PrivatePaula:

schoen, das du auch noch dabei bist, Paul. Klar ist das mit den Wolken noch aushaltbar, aber man wird halt doch immer mit Schoenwetterbildern verwoehnt und will das dann auch so haben. Bei bedeckten Himmel kommen auch die Farben nicht so schoen raus, ist halt alles grau und trueb

@ Saguaro:

Ilona, der Tag war wirklich toll. Auch das alte Geruempel gefiel mir

@ SCKW:

Susan, du sagst es mit der Laune und dem Wetter. Und ich hasse nichts so sehr wie Urlaub haben und es sieht so bescheiden aus. Alles grau in grau. Aber okay, es haette uns noch schlimmer treffen koennen, waeren wir Ende Mai unterwegs gewesen


@ All:

es gibt leider noch mal ein paar Tage Pause, da wir uns ein wenig auf Hawai'i rumtummeln werden.
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 21.11.2009, 01:56 Uhr

es gibt leider noch mal ein paar Tage Pause, da wir uns ein wenig auf Hawai'i rumtummeln werden.

Ach, wie unangenehm :wink: :hippie:

Viel Spaß auf meinen Inseln und viel Glück mit der Lava - wir denken an euch!


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 21.11.2009, 02:03 Uhr

es gibt leider noch mal ein paar Tage Pause, da wir uns ein wenig auf Hawai'i rumtummeln werden.

Ach, wie unangenehm :wink: :hippie:

Viel Spaß auf meinen Inseln und viel Glück mit der Lava - wir denken an euch!


LG, Angie




Und wie!!! :mrgreen:

Angie, wir werden ganz doll an euch denken. Und besonders bei der Lava natuerlich. Ich hoffe, wir sehen welche. Du weisst ja, mein Traum.  :wink:
Vorgestern hatte Chris noch mal angerufen und erzaehlte von seiner Morgentour!! Das muss genial gewesen sein. Bin schon ganz hippelig.  :D


Also, bis in ein paar Tagen und wir sind schon ganz auf die Inseln eingestellt....

(http://i151.photobucket.com/albums/s140/americanhero_auf_reisen/gifs/Delphin201.gif)
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: PrivatePaula am 21.11.2009, 12:40 Uhr
NaJa,ich lebe noch!Meine letzte Beförderung meines Leben´s bin ich gerade am geniessen mit bischen Überstunden,und mein Arbeitgeber ist doch so Arm! :roll: Ansonsten Bischen Planungsstop wegen Inaktivität am Computer! :D
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: bowiepit am 23.11.2009, 14:52 Uhr
Hi Yvonne,
wunderschöne Fotos und ein super Reisebericht. Ich meine Ihr habt Euch ein paar scöne Erholungstage :palme: auf Hawaii verdient. Ich bin schone lange heimlich :oops: bei Euch mitgefahren, konnte meine Firewall allerdings erst gestern überlisten, sodaß ich mich endlich mal wieder melden kann.
Bye
Peter
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 05.12.2009, 00:25 Uhr
19.06.09

Der letzte richtige Urlaubstag war angebrochen, schade. Die Zeit war wirklich wie im Flug vergangen.  :roll:
Gefruehstueckt wurde wieder im Dennys and dann ging es ans Sachen zusammenpacken und Auschecken. Heute war eher ein Fahrtag, da wir ja wieder bis nach Phoenix gelangen mussten. Doch vorher musste hier in Holbrook noch ein Abstecher zum Wigwam Hotel sein. Dieses einzigartige Hotel, dessen Zimmer auf einzelne Wigwams verteilt war, musste einfach sein. Passend zu diesem ungewoehnlichen waren auch die diversen Oldtimer, die hier parkten.

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Nach diesem kleinen Fotostop ging es dann ueber die Interstate 40 weiter nach Westen. Bei Winslow bogen wir dann auf die US 87 ab, die uns ueber das Mogollan Plateau nach Sueden bringen sollte. Hier versprachen wir uns auch eine sehenswertere Strecke als ueber die Interstate 17, die wir ja kannten. Leider fing es an, sich wieder immer mehr zuzuziehen und nach einer Weile dominierten wieder dicke Schleierwolken. Toll, haette es nicht wenigstens am letzten Tag noch einmal schoen bleiben koennen?  :x
Die Strecke selbst war landschaftlich sehr reizvoll, immer weiter schraubte sich die Strasse hinauf und liess uns hin und wieder einen Blick auf das Plateau erhaschen. Hier gab es sicherlich auch noch so einiges zu entdecken. 
Je weiter suedlich wir kamen, umso trueber wurde das Wetter. Alles war nun grau in grau und es sah aus, als wuerde es jeden Moment anfangen zu regnen. Das machte es natuerlich nicht, aber trotzdem. Die huegelige Landschaft suedlich von Payson mit den esten Saguaros wirkte heute ziemlich trostlos. Trotzdem entschieden wir uns, noch die El Oso Road zu fahren. Zeit hatten wir ja jetzt noch. Kurz nach dem Milemarker 203 bogen wir dann vom Highway nach links auf eine breit angelegte Gravelroad ab.
Wir parkten kurz nach einem Cattleguard und machten noch ein paar Bilder von den unzaehligen kakteen, die es hier zu sehen gab. Wow, es war richtig warm. Bestimmt an die 95 Grad Fahrenheit. Das haette ich jetzt wegen dem trueben Wetter gar nicht so vermutet. Wunderschoene Barrelkakteen warteten hier auf uns, sowie Saguaros, die teilweise sogar noch am Bluehen waren.

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Wir fuhren nun die breite Gravelroad, die uns nun in Richtung der Four Peaks Wilderness fuehren sollte. Erst einmal schraubte sich der Weg ziemlich steil hinauf und gab uns immer wieder wundervolle Blicke auf die umliegende Umgebug. Eine tolle Ecke war das, mit den ganzen Kakteen rings um uns herum. Doch was war das? Ploetzlich stand hier mitten in der Wildnis ein Sofa herum. Ein ziemlich zerschossenes Sofa sogar, hi hi. Wir tauften es dann das exekutierte Sofa, denn so sah es auch aus. Ein paar Bilder folgten auf alle Faelle noch. :mrgreen:

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Die Fahrt fuehrte weiter durch eine landschaftlich sehr schoene Gegend. Nach eienr Weile gab es dann auch keine Kakteen mehr, wir waren einfach zu hoch dafuer. Etliche Washquerungen folgten und immer wieder fegten ein paar ATVs an uns vorbei. Es gab hier auch ein paar Trailheads zu dem ein oder anderen Hike, sicherlich keine uninteressante Ecke dafuer. In der Naehe der Four Peaks, vier nebeneinanderliegenden Bergen, an denen sich der Trail vorbeischlaengelte, sollte die Strecke eigentlich anspruchsvoller werden und nur noch mit einem 4WD machbar sein. Wir konnten allerdings nichts Schwieriges entdecken, der Trail war nach wie vor super einfach zu befahren. Und auch von den Felsplatten war nichts zu sehen.  :wink:

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Das letzte Stueck fuehrte noch einmal hoch hinaus, ehe wir dann einen schoenen Blick auf den Roosevelt Lake geniessen konten und so langsam wieder von diesem Plateau abstiegen. Bei schoenem Wetter konnte man von hier sicherlich tolle Bilder machen, aber durch die tiefen und dunklen Wolken konnten wir den Roosevelt Lake kaum erkennen. Also fuhren wir nur fix weiter. Am Highway 188 endete dieser schoene Trail und wir fuhren nun nach Phoenix weiter. Unterwegs regnete es sogar ein wenig. Um diese Jahreszeit und in der Phoenix Area!! Unglaublich.  :shock: :shock:
Wir ererichten Scottsdale und dann auch sehr bald das Hilton, wo wir reserviert hatten. Schon im letzten Jahr hatte es uns hier gut gefallen.Wir checkten ein und brachten unsere ganzen Sachen auf unser Zimmer. Nachher wuerde das eine schoene Packorgie geben, aber jetzt war erst einmal der Pool angesagt. Das Wasser war wunderbar und selbst bei 99 Grad Fahrenheit genoss ich noch den Hot Tub, hi hi.  :D
Vor dem Abendessen packten wir schon einige der Sachen zusammen und fuhren dann in unser Lieblingsrestaurant hier in Scottsdale, naemlich zu Roy's. Hier hatten wir auch eine Reservierung fuer halb acht Uhr. Hm, der Fisch war wieder fantastisch, wir liebten diese Restaurantkette einfach. Gut gesaettigt ging es dann zurueck zum Hotel, wo wir uns dann ans packen der restlichen Sachen machten. Erstaunlich, es passte alles irgendwie in die diversen Koffer und Taschen. Und die sperrigen gegenstaende wie der Car Jack, Kompressor und Abschleppseil kam einfach in die Kuehlbox, die wir dann morgen als drittes Gepaeckstueck aufgeben wollten. Wir checkten noch unsere Mails und gingen dann gegen Mitternacht schlafen.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 05.12.2009, 00:32 Uhr
20.06.2009

Der Tag der Abreise war nun gekommen. Wir standen heute um sieben Uhr auf, da unser Flug erst um halb eins war. Noch war einiges zu verpacken. Wir machten uns frisch und fruehstueckten hier erst einmal im Restaurant. Und klar, heute war natuerlich wieder strahlender Sonnenschein. Was anderes hatte ich auch nicht erwartet. Gegen halb elf checkten wir dann aus und fuhren zur Rental Car Station. Ja, jetzt mussten wir uns von unserem treuen gefaehrten, unserem wunderbaren Silverbird trennen. Das war wirklich ein ganz fantastisches Auto gewesen und hatte uns wirklich ueberall zuverlaesslich hingebracht. Sieht man mal von den zwei Pannen ab, die ja auch unser verschulden gewesen waren. Sogar den ersetzten Reifen bekamen wir zurueckerstattet. Es gab keine Fragen, wo wir uns den zugezogen hatten. Auch okay.  :D
Wir fuhren mit dem Shuttlebus zum Airport und checkten ein. Die Kuehlbox wurde auch anstandslos als Gepaeckstueck anerkannt. Da wir wieder ein kostenloses Upgrade in der First Class nach Cincinnati hatten, konnten wir uns nun auf einen entspannten Rueckflug freuen. Die Zeit verging auch fix, wir wurde gut verpflegt und landeten puenktlich in Cincinnati. Nur noch schnell zum anderen Gate wechseln und in den Flieger nach Buffalo huepfen. Um halb zehn landeten wir wieder in Buffalo und auch unser Gepaeck war komplett mit uns mitgekommen. Wir schnappten unsere Sachen und naehmen uns dann ein Taxi nach Hause.

                                           
The End

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Ein wundervoller Urlaub mit unzaehligen Erlebnissen und vielen neuen Eindruecken ging hier zu Ende.
Trotz des doch sehr eigenwilligen Wetters war es ein sehr eindrucksvoller Urlaub gewesen. Wir hatten wunderbare Sachen gesehen, wirklich viel erlebt und den Suedwesten noch mehr liebgewonnen. Eins war uns beiden klar, diesen wettermaessig verkorksten Tag an der White Pocket wollten wir so nicht auf uns beruhen lassen. Das schrie nahezu nach einer Wiederholung.
Und wer weiss, vielleicht ist ja der ein oder andere beim naechsten Mal wieder mit dabei?
Schoen, das ihr mit dabei gewesen seid, auch wenn es teilweise etwas laengere Stopps gegeben hat.

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 05.12.2009, 01:12 Uhr

Hallo Yvonne,

hast du das Wigwam Hotel schon früher mal von innen gesehen? Sieht von außen irgendwie einladend aus.
Dann der Oldtimer und das exekutierte Sofa :lachroll: Einen besseren Namen hättet ihr für das Sofa nicht finden können :lol:

Und wer weiss, vielleicht ist ja der ein oder andere beim naechsten Mal wieder mit dabei?

Und ob! :daumen: Wann geht's los? :wink:

Schoen, das ihr mit dabei gewesen seid, auch wenn es teilweise etwas laengere Stopps gegeben hat.

Du sagtest jedes Mal Bescheid, wann es eine Pause geben würde, somit war jede/r von uns darauf eingerichtet und wusste, dass es sobald wie möglich weiter geht :D Und dass du deinen Reisebericht zu Ende bringen würdest, daran habe ich nie gezweifelt :abklatsch: Ich vergebe auch gleich den "Daumen hoch" :D

Danke, dass ich an dieser Reise teilnehmen durfte und auch etliche unsealed roads ganz nach meinem Geschmack dabei waren :D :D Je schwieriger, umso lieber und das hat einfach gepasst :D


LG, Angie

Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: americanhero am 05.12.2009, 01:43 Uhr

Dann der Oldtimer und das exekutierte Sofa :lachroll: Einen besseren Namen hättet ihr für das Sofa nicht finden können :lol:

Angie, wir haben das Sofa gesehen und der Name dafuer stand dann gleich fest.  :D
Du haettest mal unsere Gesichter beim Anblick des Sofas sehen sollen. Wer vermutet denn schon so etwas mitten in den Boonies  :lol: :lol: :lol:

Schoen, das ihr mit dabei gewesen seid, auch wenn es teilweise etwas laengere Stopps gegeben hat.

Du sagtest jedes Mal Bescheid, wann es eine Pause geben würde, somit war jede/r von uns darauf eingerichtet und wusste, dass es sobald wie möglich weiter geht :D Und dass du deinen Reisebericht zu Ende bringen würdest, daran habe ich nie gezweifelt :abklatsch: Ich vergebe auch gleich den "Daumen hoch" :D

Danke, dass ich an dieser Reise teilnehmen durfte und auch etliche unsealed roads ganz nach meinem Geschmack dabei waren :D :D Je schwieriger, umso lieber und das hat einfach gepasst :D




danke Angie fuer's Durchhalten. Und manchmal konnte ich richtig sehen, wie du am Liebsten die Strecken selbst abgefahren waerst. ES waren aber auch einige spassige Strecken dabei.
das wird es auch in Zukunft bei uns so geben, wir koennen nicht anders.
Und ja, normalerweise verzoegere ich RB nicht so ewig. aber es kam immer was dazwischen. Wollte ja gestern schon das Ende schreiben, aber mein Modem hat ziemlich gesponnen. Daher kommt deine Post auch erst noch spaeter oder eben erst morgen. :wink:
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Angie am 05.12.2009, 10:39 Uhr

Du haettest mal unsere Gesichter beim Anblick des Sofas sehen sollen. Wer vermutet denn schon so etwas mitten in den Boonies  :lol: :lol: :lol:

Yvonne, eure Gesichter müssen ungefähr so ausgesehen haben wie unsere, als wir vor Jahren an der Saddle Rd. einen total schön geschmückten Weihnachtsbaum gesehen haben :lol: Wir waren so was von verdutzt :lol: :lol:

Und manchmal konnte ich richtig sehen, wie du am Liebsten die Strecken selbst abgefahren waerst.

Ganz richtig :D Das wäre wirklich etwas für mich :D

Wollte ja gestern schon das Ende schreiben, aber mein Modem hat ziemlich gesponnen.

Falls es dir ein Trost ist: Wir haben auch immer wieder Probleme. Entweder haben wir gar keinen Strom und wenn doch - wie gerade vor wenigen Tagen - zuerst kein Telefon und dann auch kein Internet mehr. Es wurde dann ein Kabel auf der Straße ausgetauscht, seither geht es wieder. Bis zum nächsten Mal...

Daher kommt deine Post auch erst noch spaeter oder eben erst morgen. :wink:

Wann auch immer - ich freue mich schon sehr!!!!! :D :D :D :D


LG, Angie
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: SusanW am 05.12.2009, 13:39 Uhr
Hallo Yvonne,

auch von mir herzlichen Dank für den tollen Reisebericht  :D Hat Spaß gemacht mitzufahren,
freue mich auch schon auf den nächsten.

Einen schönen Advent und Nikolaustag
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: Saguaro am 05.12.2009, 15:44 Uhr
Hallo Yvonne,

jetzt kam das ENDE vom RB aber sehr plötzlich  :heulend:.

Das Wigwam-Motel in Holbrook hat mich auch beeindruckt. Wir waren letztes Jahr eine Nacht in Holbrook, haben uns jedoch 500 m weiter im Best Western einquartiert :zwinker:.

Ich sag dann mal VIELEN DANK  für die tolle Berichterstattung  :clap: und freue mich schon auf Deinen nächsten RB.

LG,

Ilona
Titel: Re: Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne
Beitrag von: HeikeME am 05.12.2009, 19:36 Uhr
Hallo Yvonne,

ein wunderschöner Reisebericht, den ich gern mitgelesen  und in dem ich
uns neue Anregungen für die nächsten Urlaube geholt habe.

viele Grüße
Heike  :lol: