3.1.2026 oder ist der Nebel mitgereist?Ich wache um 4 Uhr auf und kann erstmal nicht so recht weiterschlafen.. hat mich jetzt ein Spät-Jetlag erwischt? Irgendwann dämmere ich aber wieder weg und bis 8 Uhr liegen wir in den Federn der Driftwood Lodge.
Die zimmereigene Keurig-Maschine kann alles, bloß keinen Kaffee. Das ist schade, aber für den Moment nicht zu ändern. Also geht es zunächst zu einem Geheimtip, den ich in der Pizzeria am vergangenen Abend gesehen habe.. eine Mini-Geisterstadt in der Nähe von Springdale: Grafton.



3 Häuser und eine Kirche werden von einem Verein verwaltet und instandgehalten. In Glanzzeiten hatte Grafton 168 Einwohner.









Der Eintritt ist frei. Man kann allerdings auch via Kreditkarte eine Spende leisten, wie uns ein Schild am Eingang verheißt.

Außer in die Kirche kann man die Gebäude auch von innen anschauen und den Spirit erhaschen. Ein netter kleiner Stopp, wenn man ohnehin in der Gegend ist. Extra hinfahren muss man aber nicht.
Eselchen ... Original und Fälschung

Zurück Richtung Springdale:

Die sehen auch interessant aus.. womöglich ebenfalls als Ferienwohnung zu vermieten:

In Springdale frühstücken wir als frankophile Saarländer im "Le Macaron" wo es neben den namensgebenden Köstlichkeiten auch französische Croissants in vielen Ausführungen und Geschmacksrichtungen gibt (Marzipan, Pistazie, Schoko, Butterhörnchen). Der Kaffee findet ebenso meine Zustimmung.





Weiter geht es durch die Tunnels des Zion NP. Und an der Checkerboard Mesa vorbei.. Suchbild mit Dickhorn-Schaf:



Na gut... hier auch ein bisschen näher..


Dahinter gibt es den Canyon Overlook Trail, der zwar sehr schön ist, von uns aber schon mehrfach bewandert wurde. Ich habe irgendwo was von einem Rimtrail gelesen, der ab der Ponderosa Ranch startet. Na wer kennt sie noch? Ich wurde jedenfalls gedanklich direkt zur Familie Cartwright aus Bonanza gebeamt. Die Älteren unter uns erinnern sich... :laugh:

Hier in Utah hat das zwar nichts mit der Fernsehserie zu tun, soll aber halt der Startpunkt für den vorab erwähnten Trail sein.
Ich lese was von "View Point" und wir folgen den Schildern.. der ungeteerte Waldweg wird immer schlechter und schließlich geben wir auf.




Allerdings muss man sagen, daß das kleine Resort mit Cabins und einem Campground schon hübsch und sehr einsam liegt. Wenn man sowas mag..

Weiter gehts Richtung Bryce und 80s on 8.. Soviel Gegend...

Früher stand in Glendale ein verlassen aussehendes Haus und drumrum verrostete Oldtimer.. das musste aber wohl einem Neubau weichen.. schade eigentlich. Zu einem Fotostop haben wir hier immer angehalten.
Wenig später aber doch noch einen verrosteten Wagen an einer Tanke entdeckt:

Aber nun sind wir in der Gegend der roten Felsen, die einem unweigerlich beim ersten Auftauchen immer ein "Woooow" entlocken. Einfach gigantisch die Gegend.



Am Visitor Center füllen wir unsere Wasserflaschen auf und ich schaue gleich mal der Sonnenaufgangszeit. Ein MUSS im Bryce Canyon.
Leider hat uns wohl der Nebel aus Vegas verfolgt und viele View Points liegen wie in Watte gepackt... nur am höchstgelegenen Rainbow Point kann man die roten Zinnen gut erkennen und es hat Schnee! DAS hatte ich mir gewünscht... Patrick hingegen hat sich gewünscht NICHT zum Sonnenaufgang aufstehen zu müssen. Er hat natürlich das Argument der fast nicht vorhandenen Sicht auf seiner Seite... aber vielleicht ist es morgen früh ganz anders..? Ich werde nochmal drüber nachdenken und Spoiler .... ihn dennoch morgen früh um 7 Uhr wecken :laugh:







Es ist so frostig..

.. daß sich sogar ein Yeti hierher verirrt hat

Die Natural Bridge liegt im Nebel..

Und auch das Amphitheater ist mehr zu erahnen, als zu sehen..



Wir checken im Ruby's Inn unweit des Parkeingangs ein. Hier haben wir schon unzählige Male übernachtet. Preis-Leistung stimmt und es ist eben auch sehr urig.




Eine Shopping-Runde durch den General Store lassen wir uns auch nicht nehmen... hier gibt es neben Schnick und Schnack auch jede Menge Krims und Krams. Für heute kaufen wir nur ein bisschen was zu knabbern und Süßigkeiten für den Hasen.

Das Hotel verfügt auch über einen Indoor-Pool, der mir aber etwas zu überlaufen ist. Also nutze ich die Badewanne, ehe wir im angeschlossenen Restaurant das Abendessen einnehmen.
Ich finde mein Brisket Sandwich und die Pommes absolut in Ordnung und geschmacklich ist Patricks Turkey Dinner ebenfalls o.k... einzig die Anrichteweise der Riesen-Truthahn-Scheibe auf einem Toast mit brauner Sauce ist etwas.. nun ja gewöhnungsbedürftig. Aber wie sagt man so schön.. der Hunger treibt's rein.
Noch ein kleiner Spaziergang zur Western-Stadt-Einkaufs-Adresse gegenüber:



Good night Rubys Inn.
