usa-reise.de Forum

Nordamerika => Reiseberichte USA & Kanada => Thema gestartet von: Coach am 03.05.2026, 12:58 Uhr

Titel: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 03.05.2026, 12:58 Uhr
"Hallo und herzlich willkommen zurück"
So oder so ähnlich könnte ich nun hier meinen Reisebericht beginnen, denn ich war in den letzten Jahren nun leider doch recht inaktiv. Das hängt mit einigen privaten Veränderungen zusammen, die mich sowohl vom Reisen als auch vom Berichten davon etwas abgehalten haben.
Meine große Hoffnung ist, dass ich euch hier auf eine vollständige Tour mitnehmen kann. Bilder und Videos sind bereits hochgeladen, jetzt muss der Technik-DAU das nur noch ins Forum umgemünzt bekommen...

Alaska - wie kommt man eigentlich auf eine solch hirnverbrannte Idee? Noch dazu zu einer Zeit, in der vor Ort quasi noch alles geschlossen hat? Eigentlich ganz simpel: Man muss nur in der Jugend ein Buch gelesen haben. In dem Falle: "Max Gottschalk - der Robin Hood der Beeringstraße". Dann guckt man ab und an Dokus, merkt wie urlaubsreif man eigentlich ist, bucht relativ spontan (Mitte Februar, Abflug war Ende März) einfach mal Flüge nach Anchorage und spinnt sich dann eine kleine Route zusammen:

(https://i.ibb.co/2149s4cB/IMG-5770.png)
Meine Route

Aber der Reihe nach. Nachdem alle Vorbereitungen mehr oder weniger abgeschlossen, die Hotel- und Mietwagenbuchung erledigt und die Modalitäten zu "Wie komme ich eigentlich zu 6:20 Uhr Abflug zum Flughafen" geklärt waren, konnte ich am 30.03. morgens gegen 2:45 Uhr nach rund 3 Stunden schlaf entspannt aufstehen. Der Koffer wurde nebst Handgepäck ins Auto verfrachtet und dann ging es auch schon los zu meinem Papa. Der wohnt ganz in der Nähe vom Flughafen, hat sich angeboten mitten in der Nacht aufzustehen und mich zum Abflug zu bringen und passt außerdem noch während der Abwesenheit auf mein Auto auf. So muss das doch sein.
Früh morgens sind am BER die Kontrollen noch recht entspannt, weshalb ich - wie so üblich bei mir - viel zu früh am Gate sitze. Aber egal, jetzt geht das Abenteuer los, da fällt die Stunde Schlaf weniger gar nicht ins Gewicht. Pünktlich boarde ich den A-321 vom Kranich nach München und lande nur eine knappe Stunde später butterweich in MUC.
Auf dem Weg zum Abfluggate werde ich kurz interviewt, was ich denn eigentlich so in den USA vorhätte und nach kurzem Smalltalk lässt mich die nette Dame passieren. Knappe 4h Stunden Aufenthalt haben sich so schon einmal auf 3:30h reduziert, die ich mit einem tollen Mitarbeiter von United plaudernd (der mir dabei noch Notausgangsplätze für die Anschlussflüge für lau organisiert 8)), Musik, einem Buch und Flightradar am Fenster verbringe.
Leider kann ich dabei das Gespräch der United-Crew am Schalter mitverfolgen und erkenne schnell, dass mich die dreistündige Verspätung der Maschine aus Washington wohl doch persönlich trifft - denn genau mit dem Dreamliner soll ich bald nach Chicago abheben. In einer wahnsinnszeit schaffen die Jungs und Mädels am Flieger den Turnaround in einer knappen Stunde, dennoch heben wir mit 60 Minuten Verspätung ab. Am ORD habe ich nicht ganz 140 Minuten Zeit für die Einreise samt Umstieg, weshalb ich nach wie vor leicht optimitisch bin. Dieser Optimismus schwindet aber von Minute zu Minute, denn gehöriger Gegenwind sorgt dafür, dass wir mit anderthalbstündigem Rückstand in der Planung in Michigan aufsetzen.
Gemeinsam mit meinem Sitznachbarn, der ebenfalls eine nun sehr knappe Anschlussverbindung erreichen möchte, quälen wir uns aus der Blechbüchse, rennen durch die Gänge und drängeln uns gekonnt in der Schlange für die imigration ganz nach vorne durch. Zwischen öffnen der Flugzeugtür und erfolgreicher Einreise in die USA lagen für mich nicht einmal eine Viertelstunde. Wer nun aufgeregt mitfiebert (oder gar mitgerechnet hat!): t-45 Minuten bis zum Start meines Fluges nach Anchorage. Der einzige und letzte Flieger an diesem Tag.
Sofort folgt der nächste Sprint, diesmal zum Gepäckband. Runde um Runde dreht sich das schwarze Gummi, nur meinen Koffer will einfach nicht auf der Oberfläche erscheinen. Bis endlich sowohl meiner, als auch der Koffer meines Sitznachbarn friedlich nebeneinander autauchen. Erneut vom Schicksal vereint hasten wir zwischen den Menschenmassen hindurch, lassen das Gepäckstück für den Weiterflug abscannen und ernten beide nur bemitleidende Blicke: "Your flight is gone, please head right for our helpdesk."
Nun, dann wird es bei mir wohl eine Nacht in der Windy City - formt sich in meinem Kopf der Gedanke und ich gehe bereits durch, wen ich davon alles informieren muss. Mindestens mal Mietwagenfirma und Hotel, dazu die Familie zu Hause.
Aber: Es kommt anders als gedacht. Nach wenigen Klicks und rekordverdächtig schnellem Geklimpere auf der Tastatur halte ich zwei neue Tickets in der Hand: ORD-->PHX und PHX-->ANC steht schwarz auf weiß auf dem dünnen Papier, zudem die neue Ankunftszeit vom 31.03. um 4:40 Uhr morgens. Urpsrünglich hätte ich am 30.03. um 19:30 Uhr landen sollen.
Flugs werden alle auf den neuen Stand der Ankunft gebracht und nur die Mietwagenstation lässt mich wissen, dass sie erst um 5:30 Uhr wieder öffnen. Ich müsse also warten, aber mein Auto wäre dann sofort für mich bereit.

Beide Flüge sind so ereignis- wie schlafarm, mit meinen rund 2m Körperhöhe und der Optik eines Footballspielers sitze ich eingequetscht wie eine Sardine und bekomme einfach kein Auge zu. Entsprechend müde (zu dem Zeitpunkt war ich 37 Stunden wach) stand ich nach dem 4. Flug in Anchorage am Gepäckband. Mal wieder drehte es sich ohne Unterlass, nur spuckte es meinen Koffer dieses Mal nicht aus, weshalb mich der Weg zur Gepäckermittlung von Alaska Airlines führte, die den Flug von Phoenix aus durchgeführt haben. Die Antwort fiel eher frustrierend aus: "Wir haben keine Ahnung, wo ihr Koffer ist. Der ist bei uns nicht im System."
Ohne Koffer, aber mit Suchauftrag dazu in der Hand ging es also in Richtung Mietwagenstation. Vor mir wartete noch eine Familie auf die Öffnung der Schalter und so wurden sie auch zuerst bedient. Die Nachricht jedoch ließ mich aufhorchen: "There are currently no cars available, I am sorry."
Die Dame von Alamo nahm die Daten von allen fünf wartenden Kunden auf und versicherte, dass ihr Kollege sicher bald da sein. Der mache dann die Autos fertig und schon seien wir alle "on the road". Meine Begeisterung kannte keine Grenzen. Immerhin wurde mein kleiner, blauer Jeep dann doch bis um 6:30 Uhr fertig und ich konnte den Weg zum Hotel, den ich nur kurz für einen Walmartbesuch für einen Snack und ein Wasser unterbrach, antreten. Das Einchecken im Hotel ging fix, das Einschlafen für rund 3 Stunden um meinen Rhythmus nicht ganz zu zerstören ebenfalls.

(https://i.ibb.co/Jj2f9njW/IMG-5188.jpg)
Mein Wegbegleiter

(https://i.ibb.co/DfnP8tYM/IMG-5191.jpg)
Auf dem Weg zum Hotel

(https://i.ibb.co/6csTpMrT/IMG-5192.jpg)
Blick aus dem Hotelzimmer
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Thomas am 03.05.2026, 14:23 Uhr
Willkommen zurück!  :D

Ich freue mich sehr auf Deinen Reisebericht - Alaska fehlt uns noch auf der Liste, bin sehr gespannt auf Deine Eindrücke und Erlebnisse!
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 03.05.2026, 18:17 Uhr
Vielen Dank! Ich hoffe ja darauf, dass das vielleicht nicht der letzte Bericht sein muss. Eventuell finde ich auch noch Muse, um die Reise vorher zu verschriftlichen - das mag ich aber nicht versprechen.

Oder ich muss halt noch mal rüber, hilft ja alles nichts.  :D
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: mrh400 am 03.05.2026, 19:04 Uhr
Hi,
das geht ja schon mal "gut" los - hoffentlich ist der "Rest" der Tour nicht mehr ganz so aufregend.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 03.05.2026, 19:58 Uhr
Ja, der Start war in der Tat ein kleines bisschen holprig - das kann man wohl so sagen. Immerhin hat mich eine große Internetplattform sehr fix darin unterstützt, meine Entschädigung für die Verspätung zu bekommen.
Ich sehe das als Anzahlung für den nächsten Urlaub.  :D
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 04.05.2026, 08:18 Uhr
Dienstag, 31.03.

Gegen 12 Uhr klingelt mein Wecker, 6 Stunden Schlaf in nun drei Nächten sind irgendwie einfach nicht genug. Aber egal, es hilft ja alles nichts - ich bin im Urlaub. Da wird nicht gemeckert, sondern genoßen.
Vom Koffer gibt es noch kein Update, also suche ich mir als erstes heraus, wo genau ich Kleidung in meiner Größe finde. „Kohl’s“ ist das erste und vielversprechendste Ergebnis, deshalb sitze ich schnell wieder im Auto und fahre in Richtung Norden. Schnell finde ich in der Filiale etwas Unterwäsche, Socken und T-Shirts, damit ich mich zumindest mal duschen und umziehen kann. So langsam fühle ich mich doch arg unwohl in meinem Körper - da hat die Katzenwäsche auch nicht wirklich viel dran ändern können.
Nebenan im Target erstehe ich noch etwas fürs leibliche Wohl, bevor ich mich wieder ins Hotel begebe. Noch nie hat sich Duschen für mich so wiederbelebend angefühlt. Auch die neue Kleidung auf der frisch gewaschenen Haut gibt mir ein Gefühl, endlich wieder ein Mensch zu sein. Vor allem ein Mensch, der auch anderen Geschöpfen seiner Spezies begegnen kann, ohne sich komplett bescheiden fühlen zu müssen.

Deshalb: Ab raus in die frische Luft. Diese ist bei rund -5°C tatsächlich einigermaßen frisch, aber nicht unangenehm kalt. Im Gegenteil, sie ist recht trocken und vor allem scheint mir die Sonne ins Gesicht, weshalb ich froh darüber bin, meine Sonnenbrille im Handgepäck gehabt zu haben. Kreuz und quer laufe ich durch Downtown Anchorage, kann es natürlich auch nicht lassen, hier nach Geocaches zu suchen und werde sogar fündig.
Die Stadt an sich finde ich nicht sonderlich aufregend, obwohl das US-typische Downtown-Gefühl irgendwie fehlt. Es gibt kaum Hochhäuser, alles wirkt recht gut sortiert und vor allem sehr ruhig. Es gibt zwar Verkehr, aber verglichen mit den übrigen Städten, die ich so auf amerikanischem Boden erlebt habe ist hier alles etwas beschaulicher.

(https://i.ibb.co/sdn4s9fC/IMG-5198.jpg) (https://ibb.co/ksjTq27J)
Downtown

Mich zieht es noch etwas weiter in Richtung Westen, bis hin zum Elderberry Park und auf dem Rückweg vorbei am Anchorage Museum:

(https://i.ibb.co/9mbhnWDN/IMG-5197.jpg) (https://ibb.co/5XrkTL06)
Blick in Richtung Knick Arm

(https://i.ibb.co/v4vMpPJ6/IMG-5195.jpg) (https://ibb.co/nM8K9cDN)
Vor dem Museum

Gegen späten Nachmittag zieht es mich zurück in mein Hotel, wo ich kurz selbst nach meinem Koffer recherchiere. Langsam funktionieren die grauen Zellen wieder einigermaßen und ich komme auf den spontanen Einfall, doch einmal die Gepäckseite von United zu checken. Den Link dazu hatte ich per SMS erhalten, als ich in Phoenix am Gate saß. Und - siehe da - United wusste wo mein Koffer steht: In Chicago!
Das war zwar noch keine Lösung für mich um an meine Klamotten zu kommen, aber immerhin war so klar, dass ich noch Chancen hatte mein Zeug zumindest irgendwann zu erhalten. Entsprechend beruhigt lese ich noch etwas, bevor mich der Hunger wieder zum Verlassen der vier Wände auffordert. Mein Ziel ist das 49th State Brewing in der 3rd Avenue - nicht wirklich weit, aber mir zum Laufen zu weit entfernt. Vor Ort angekommen muss ich feststellen, dass man hier nirgends so richtig parken kann. Abgesehen von einem kostenpflichtigen Parkplatz direkt gegenüber der Brauerei, wo ich mir dann für die kostengünstige Dinnerrate für nur $11 ein Ticket ziehen konnte.
Das Restaurant an sich hat mich ziemlich angesprochen und ich hätte hier gerne mehr Zeit verbracht, wenn meine körperliche Verfassung das zugelassen hätte. So ordere ich mir nur einen Burger, trinke dazu einen leckeren Eistee und verlasse das Etablissement nach weniger als einer Stunde wieder. Ein Bier wäre mir hier sehr willkommen gewesen, ich wollte aber meine Fahrkünste nicht über Gebühr einschränken - die Müdigkeit ist mir schon ausreichend.

Satt und zufrieden mache ich noch ein schnelles Bild aus dem Hotelfenster, bevor ich fix und fertig in mein Bett falle.

(https://i.ibb.co/Mx2tXPcJ/IMG-5210.jpg) (https://ibb.co/cSgZm26s)
Ist der Mond nicht toll?
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: TR74 am 04.05.2026, 08:50 Uhr
Alaska Ende März...nicht schlecht  :shock:

Eigentlich denkt man da doch an die Kanaren oder Florida... :)

Meine Alaska-Reise (im Sommer) liegt schon wieder fast 15 Jahre zurück, bin auf jeden Fall dabei
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 04.05.2026, 10:53 Uhr
Ach, Florida hat mich noch nie wirklich gereizt - und so ein richtiger Winter hat doch was  8)
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: partybombe am 04.05.2026, 11:10 Uhr
Ich bin auch mal zugestiegen und genieße die Fahrt👏👏
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Doreen & Andreas am 04.05.2026, 11:23 Uhr
Oh, ein neuer Reisebericht.
Und dann auch noch Alaska. Die letzten Alaska-Berichte hier im Forum sind schon weit über zehn Jahre her.
Da bin ich nur zu gern mit zugestiegen, auch wenn der Beginn doch etwas sehr chaotisch war.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 04.05.2026, 12:38 Uhr
Na dann mal willkommen an Bord, ihr zwei (drei)!
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 05.05.2026, 08:26 Uhr
Mitten in der Nacht, so gegen 2 Uhr morgens, klingelte mein Handy. Zumindest sehe ich das, als ich um 6 Uhr früh nach einer sehr erholsamen Nacht wieder wach werde. Um diese Uhrzeit kam der Flieger aus Chicago an - United hatte also mal wieder etwas Verspätung (planmäßige Ankunft wäre 19:40 Uhr gewesen) - und brachte meinen Koffer mit.
Gemächlich mache ich mich fertig, werfe einen kurzen Blick auf das Frühstück im Hotel und beschließe, dass ich das unterwegs besser hinbekomme. Nach dem Anziehen fahre ich die 20 Minuten zum Flughafen, parke mein Auto in der Kiss&Fly-Zone und eile zum Gepäckservice. Hinter der offenen Tür kann ich meinen Koffer schon sehen und so bin ich endlich wieder mit meinem Hab und Gut vereint.

Wieder stoppe ich auf dem Weg zu meinem Hotel bei Walmart, wieder zu einer ähnlich frühen Uhrzeit. Dieses Mal nehme ich mir aber einen Wagen mit, denn ich möchte Anchorage heute in nördlicher Richtung verlassen und brauche dafür Proviant. Bagel, Käse, Putenbrust und ein 28-Pack kleiner Wasserflaschen landen ebenso in dem Metallgestell wie etwas Rohkost, Süßigkeiten, Eistee und dazu zwei Packungen Beef Jerkey. So versorgt fühle ich mich für mein Abenteuer gewappnet und fahre zurück ins Hotel. 
Hier angekommen, nutze ich das Schneidebrett und das scharfe Messer aus meinem Koffer, um mir ein kleines Frühstück zu zaubern bevor ich das Gepäck sinnvoll wieder belade.

Gegen 9 Uhr geht es dann endlich los: Abfahrt in Richtung Talkeetna.
Meinen ersten Zwischenstopp des Tages mache ich am Reflections Lake in der Nähe von Wasilia. Direkt am Eingang eines kleinen Rundwegs parke ich meinen Jeep, schnappe mir die dicke Winterjacke, Mütze, Handschuhe und meine Sonnenbrille und laufe geradewegs drauf los. Die Geocaching-App leitet mich über den Weg und führt mich bis hin zu einem kleinen Aussichtsturm, von dem aus der Ausblick mich ziemlich beeindruckt:


Rundumsicht von einem kleinen Aussichtsturm

(https://i.ibb.co/wFNFjXkq/IMG-5228.jpg) (https://ibb.co/ksgsvf7T)
Blick in Richtung Nordwesten

Für den Weg um den zugefrorenen und eingeschneiten See brauche ich eine gute Stunde, allerdings lasse ich mir auch jede Menge Zeit um die Kälte, die Sonne und die Eindrücke zu genießen.
Auf dem See selbst spielen einige Kinder mit ihren Eltern und ich freue mich für die Familien, dass sie so eine gute Zeit gemeinsam teilen können. 
Über einen kleinen Steg gelange ich zurück zu meinem Auto, welches mittlerweile Umringt von vielen weiteren Fahrzeugen ist. Bei meiner Ankunft stand ich hier noch einsam und alleine auf weiter Flur.

Der weitere Weg in Richtung Norden verläuft relativ ereignisarm, leider verpasse ich es ein Schild der Ortschaft „Y“ auf einem Foto zu bannen. An dieser Stelle biege ich vom Parks Highway ab in Richtung Talkeetna. Östlich des Susitna Rivers führt mich mein Weg an der Denali Brewing Company vorbei und ich beschließe, hier mein Mittagessen einzunehmen. Leider überzeugt mich hier weder die Speisekarte noch das Ambiente, weshalb ich stattdessen im Auto auf dem Parkplatz einen Bagel aus den eigenen Vorräten vertilge.
Im weiteren Straßenverlauf erblicke ich dann erstmalig den Mount McKinley, der mit 6190m der höchste Berg Nordamerikas ist. Immer wieder tauchen auch der Mount Foraker und der Mount Hunter zwischen den Bäumen am Horizont auf und so verpasse ich beinahe den Parkplatz „The Overlook“, von dem aus man einen tollen Blick auf alle drei Gipfel hat:

IMG 5236

Nach kurzer Weiterfahrt erreiche ich dann die Weltstadt Talkeetna - dem „Ort, wo am Fluß Nahrung gelagert wird“ mit seinen rund 1000 Einwohnern, von denen aber wohl nur 15 anwesend zu sein scheinen. Im Sommer lebt das Dorf vom Tourismus, zumindest besteht die Hauptstraße beinahe ausschließlich aus Hotels, Restaurants, Bars und Kneipen. Keins der Gebäude kann mehr als 5 Gästezimmer haben, aber es wirkt sehr heimelig. Auch wird man in Talkeetna herzlich willkommen geheißen:

(https://i.ibb.co/mVK9Js26/IMG-5251.jpg) (https://ibb.co/C3ybBdYh)
Willkommen in Talkeetna!

Nur wenige Meter weiter gelange ich ins „Talkeetna Inn“, zwei Nur-Dach-Häuser, welches die Rezeption und die Bar beherbergen. Die Gästezimmer sind im eher unspektakulären Gebäude gegenüber des vollkommen vereisten und daher gesperrten Parkplatzes untergebracht.

(https://i.ibb.co/cXC9RzPM/IMG-5241.jpg) (https://ibb.co/LhJyB4Mb)
Schon ein ulkige Architektur, gefällt mir aber sehr gut!

Mein Zimmer wirkt alt, altmodisch und eher abgewohnt, aber es ist zumindest sauber. Die Frage nach einem Restaurant zum Abendessen spare ich mir, denn schon im Vorbeifahren konnte ich erkennen, dass alles geschloßen hat. Doch vor dem Abendessen möchte ich die Stadt und vor allem die Umgebung etwas erkunden und so laufe ich, mal wieder mit Sonnenbrille bewaffnet, über die verschneiten Straßen. 
Am Bahnhof, der auch im Winter zumindest einmal wöchentlich bedient wird, geht es vorbei in Richtung Talkeetna River und über die dortige Eisenbahnbrücke auch über den zugefrorenen Fluss hinweg. Auf dem Rückweg mache ich einen kleinen Schlenker hin zur Mündung von Talkeetna und Susitna River und genieße eine ganze Zeit den Blick auf die Bergkette im Hintergrund. Begleitet werde ich dabei vom Operngesang eines einzelnen Mannes, der auf den zugefrorenen Flüssen mit Langlaufskiern unterwegs ist und dabei scheinbar seine Stimmorgane trainiert.

(https://i.ibb.co/TpHMyFN/IMG-5244.jpg) (https://ibb.co/bqr5t8G)
von rechts der Talkeetna River, links der Susitna River und im Hintergrund der Denali

Gegen 18 Uhr komme ich wieder in meinem Zimmer an, esse etwas Gemüse und einen weiteren Bagel, nasche etwas Schokolade und lese dann weiter in meinem Buch. Die Müdigkeit überkommt mich wieder gegen 21 Uhr, so dass ich recht früh einschlafe.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Doreen & Andreas am 05.05.2026, 08:57 Uhr
Super, dass der Koffer letztlich doch so schnell sein Ziel erreicht hat, bevor Du weitergereist bist.

Die Geocaching-App leitet mich über den Weg und führt mich bis hin zu einem kleinen Aussichtsturm...
Die Geocaches selbst waren Dir aber offenbar egal, zumindest gibt es keinen Fundlog am 1.4. rund um den See.  :wink:
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 05.05.2026, 09:49 Uhr
Die Geocaches selbst waren Dir aber offenbar egal, zumindest gibt es keinen Fundlog am 1.4. rund um den See.  :wink:

Dann musst du aber noch mal ganz genau hinsehen.  8)
Zugegeben: Cachen in Alaska war nicht ganz so simpel (oft genug war mir klar, wo ich suchen muss, aber 50cm Schnee schaufelt man nicht eben bei Seite - vor allem nicht unauffällig), aber hier am See konnte ich loggen.

Und das mit dem Koffer hat schon geholfen, ich hatte zwischendurch die Befürchtung, dass sie ihn mir bis Fairbanks nachtragen müssen.  :D
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Doreen & Andreas am 05.05.2026, 10:09 Uhr
Dann musst du aber noch mal ganz genau hinsehen.  8)
Dann wird es wohl ein PM-only gewesen sein, die sehe ich nicht.  :(
Aber wenn das (https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/1ab15f09-5082-4e76-b992-c8ec31043917.jpg) Deine Hand ist, hab ich Dich zumindest in Anchorage aufgespürt...  8)

Und das mit dem Koffer hat schon geholfen, ich hatte zwischendurch die Befürchtung, dass sie ihn mir bis Fairbanks nachtragen müssen.  :D
Genau das meinte ich. Man bekommt den Kopf nicht frei, wenn der Koffer immer ein paar Tage hinterher hechelt.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 05.05.2026, 10:47 Uhr
Dann musst du aber noch mal ganz genau hinsehen.  8)
Dann wird es wohl ein PM-only gewesen sein, die sehe ich nicht.  :(
Aber wenn das (https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/1ab15f09-5082-4e76-b992-c8ec31043917.jpg) Deine Hand ist, hab ich Dich zumindest in Anchorage aufgespürt...  8)

🤫
Aber ja, es ist gut möglich, dass das ein Premium war. Die paar Euros im Jahr zahle ich gerne, ist ja ein tolles Hobby. 😄
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 06.05.2026, 08:13 Uhr
Do, 02.04.
Heute früh werde ich durch die Sonne geweckt, die sich langsam aber sicher erhebt und von den Bergen reflektiert. Frühstück hatte ich hier nicht mit im Preis inbegriffen und so bin ich abermals froh, dass ich mich gut mit Vorräten eingedeckt habe.
Ein Bagel und eine Banane stärken mich, Kaffee brauche ich glücklicherweise keinen und so bin ich dennoch recht schnell wach und gesättigt.
Kurz laufe ich noch zur Post um einen Umschlag für einen Brief in die Heimat zu erstehen und fahren dann in südlicher Richtung los. In Y tanke ich erstmalig das Auto und freue mich über günstige 0,80€ / Liter, während mich der Liter Diesel in der Heimat zu diesem Zeitpunkt eher 2,40€ kosten würde. 
Von hier aus fahre ich wieder den Highway 3, den Parks Highway in Richtung Norden - dieses Mal nur westlich des Susitna Rivers. Die Landschaft fasziniert mich zusehends und zieht mich absolut in ihren Bann, so dass mir nicht einmal auffällt, dass das Radio keine Musik mehr spielt - es gibt hier schlicht keine Radiosender mehr. Beruflich habe ich viel mit Menschen zu tun, weshalb ich im Urlaub gerne in Gegenden unterwegs bin, in denen ich möglichst wenig Personen begegne. Es bestätigt sich hier schnell, dass Alaska das dafür absolut richtige Ziel ist:


So stelle ich mir meinen Urlaub vor!

Einige Meilen weiter nördlich verlasse ich den Highway und winde mich wenige Serpentinen hinauf zum Curry Ridge Trail. Als einziges Auto parke ich meinen Jeep auf dem Parkplatz, verzichte ausnahmsweise auf das Ziehen eines Parktickets und mache mich zu Fuß auf den frisch gespurten Weg. Das Knirschen des Schnees unter meinen Schuhen ist lange Zeit das einzige Geräusch das mich begleitet und so genieße ich die gleißende Sonne in der absoluten Einsamkeit.
Von dieser leicht erhöhten Position aus ist der Blick auf das Denali-Massiv grandios, obwohl sich die Bäume regelmäßig darum bemühen, den Ausblick zu erschweren.

(https://i.ibb.co/xS5ZTcv7/IMG-5265.jpg) (https://ibb.co/XZJHRdBC)
Der Anblick der Berge fasziniert mich immer wieder

Nach einer guten Stunde besteige ich mein Auto wieder und taste mich langsam und vor allem sehr, sehr vorsichtig die Straße wieder nach unten. „Straße“ ist an der Stelle schon beinahe übertrieben, obwohl der Asphalt unter der Eisschicht gut in Schuss zu sein scheint. Dennoch erscheint mit Schrittgeschwindigkeit schon beinahe zu schnell, denn hier wurde weder geräumt (was sonst auf fast allen Hauptstraßen der Fall war) noch lag hier festgefahrener, griffiger Schnee - hier lag das blanke, spiegelglatte Eis. Und wie wir alle Wissen hilft Allrad zwar beim positiven, nicht aber beim negativen Beschleunigen.
Die Aussichten beim Fahren entschädigen aber für die Mühen - wenn ich könnte, würde ich alle Bilder mit meinem Augen filmen, abspeichern und für alle sichtbar machen. So muss ich mit den Aufnahmen meines Handys, sowie meinen eigenen Erinnerungen vorlieb nehmen.
Runde 50 Minuten weiter nördlich stoppe ich wieder, dieses Mal östlich vom Mount McKinley.

(https://i.ibb.co/GQVR6Ssp/IMG-5287.jpg) (https://ibb.co/JjzH1Jxt)
Eine tolle Gegend hier!


Der Beweis: Man hört auch mal ein anderes Auto als nur meins

Hier treffe ich erstmalig wieder auf Menschen, ein anderes Touristenpaar stoppt ebenfalls und genießt kurz die Aussicht. Wir lassen uns jedoch gegenseitig unsere Ruhe und so fahren die beiden recht schnell wieder weiter. Ich sauge noch etwas die Natur in mir auf bevor auch ich wieder in das beheizte Auto steige. 
Die Landschaft wird nun zusehends flacher, zumindest in der unmittelbaren Umgebung. Die schier unendlichen Schneemassen und die Berge in der Ferne begeistern mich absolut und ich fühle mich so entspannt wie selten zu vor.


Für mich einer der tollsten Fahrmomente in Alaska

Den Eingang zum Denali National Park lasse ich im wahrsten Wortsinne zunächst links liegen, denn ich fahre zunächst (bewusst) daran vorbei. Ich möchte gerne erst in Healy in meiner Unterkunft einchecken und mein Auto leer machen, bevor ich mich auf eine kleine Wanderung einlassen.

(https://i.ibb.co/C5mK1cm0/IMG-5295.jpg) (https://ibb.co/jvbk6Nb4)
Kurz hinter dem Eingang zum Denali NP

Die Aurora Denali Lodge ist beinahe schon ein größeres Hotel, mein Zimmer befindet sich in dem Gebäude gegenüber der Rezeption. Hier lade ich nur schnell mein Gepäck aus und mache mich dann auf den Weg zum Mittagessen, welches ich im Totem cafe and pub einnehme. Auch hier teile ich mir den Raum nur mit einem weiteren Paar und genieße so meinen wirklich leckeren Burger ganz alleine für mich.

(https://i.ibb.co/4Zxy58Nm/IMG-5297.jpg) (https://ibb.co/3yHXLphr)
Meine Unterkunft für die nächste Nacht

Am Denali National Park angekommen bin ich doch überrascht, wie wenig hier außerhalb der Saison möglich ist. Dass der Park geschlossen ist (und auch den Sommer über wohl bleibt, es gab einen Geröllabgang auf dem Hauptweg) war mir bewusst, aber selbst das Visitor Center ist verriegelt und verrammelt. Nur das Murie Science and Learning Center hat seine Türen für Besucher geöffnet, bietet aber recht wenig an frei zugänglichen Informationen.
So beschließe ich für mich, zumindest ein bisschen durch die Gegen zu wandern und entschließe mich für den Horseshoe Lake Trail. Landschaftlich macht das schon einiges her und ich freue mich an den schneebedeckten Hängen, dem Blick auf die zugefrorenen Seen und den winterlichen Waldlandschaften. 
Unterwegs begegnen mir zwar keine Tiere, ich finde aber mehrmals eindeutige Hinterlassenschaften von Elchen und einen Pfotenabdruck, bei dem ich mir unsicher bin ob er nicht doch von einem Bären stammt.

(https://i.ibb.co/TMDPJcMf/IMG-5302.jpg) (https://ibb.co/CKpV4BKc)
Danke, lieber Wettergott

(https://i.ibb.co/TMDPJcMf/IMG-5302.jpg) (https://ibb.co/CKpV4BKc)
In der Nähe des Parkeingangs

(https://i.ibb.co/XrDVQP7R/IMG-5318.jpg) (https://ibb.co/RkN7FK3w)
Und, war es ein Bär? Oder haben wir hier Menschen unter uns, die mir das Tier verraten können?

Anschließend fahre ich zurück nach Healy, gehe im dortigen „Three Bears“ meine Vorräte auffüllen und esse im Hotelzimmer zu Abend. Erneut fallen mir sehr früh die Augen zu.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 07.05.2026, 08:22 Uhr
Fr. 03.04.

Erneut weckt mich die Sonne aus dem Schlaf und ich bin kein bisschen traurig darüber, denn so bleibt mir viel Zeit für den Tag. Das Hotel stellt jedem Gast einen Frühstücksteller in den Kühlschrank, weshalb ich mich an keinerlei vorbestimmte Zeiten halten muss.
Zugegeben: Wirklich üppig ist das vorbereitetet nicht, weshalb ich es durch meine eigenen Sachen entsprechend ergänze, aber es ist auch irgendwo typisch amerikanisch.

(https://i.ibb.co/SDy4Kdth/IMG-5322.jpg) (https://ibb.co/9mgkqVbF)
Hmmm, endlich mal ein ausreichend üppiges Frühstück

Die Sonne lacht mich an, als ich nur im Pullover bekleidet den Koffer ins Auto wuchte, dennoch entscheide ich mich dazu, die übrigen Dinge nur mit dicker Winterjacke einzuladen. -21°C zeigt das Thermometer heute früh an - es fühlt sich auch ziemlich kalt an, aber nicht so sehr, wie es die Temperaturen vorgehen. Auch muss ich mein Auto nicht von einer Eisschicht befreien, denn es ist nach wie vor sehr trocken.
Fairbanks ist heute mein Etappenziel und so mache ich mich erneut auf dem Highway 3 auf in Richtung Norden. Vorbei an wunderbaren Landschaften, die einen sehr weiten Fernblick ermöglichen, geht es über die „Jack Coghill Bridge to the interior“ über den Nenana River.

(https://i.ibb.co/tMvx370p/IMG-5333.jpg) (https://ibb.co/SXMdJhkw)
Endlose Weite und viel Sonne

Kurz werde ich sehr neugierig, denn ich passiere die „Clear Space Force Station“ und frage mich, ob ich nun im Raumschiff Enterprise unterwegs sein müsste. Eine kurze Googlesuche sagt mir, dass es sich hier tatsächlich um den Weltraum handelt - die Aufgabe sei der Schutz nationaler Interessen im Weltraum sowie die Abwehr von Bedrohungen aus dem All. Nun ja, man lernt schließlich nie aus.
Für mich geht es ganz irdisch weiter auf der Straße und ich erreich recht zügig mein erstes Zwischenziel des Tages: Nenana. Nenana ist für mich der Inbegriff von Alaska, die vielen kleinen Holzhütten, die schneebedeckt von der Sonne beschienen werden, lassen mich gedanklich direkt wieder in das Eingangs erwähnte Buch fallen. Gefühlt müsste mir Max Gottschalk gleich hinter der nächsten Straßenkreuzung in die Arme laufen und fragen, wie es seinen Eltern im fernen Deutschland so gehe.
Doch dem ist nicht so, außer einem älteren Ehepaar, welches gerade in einen kleinen Supermarkt zum Einkaufen fährt, begegnet mir hier keine Menschenseele. Auch das Roughwoods Inn, ein kleines Café, hat zwar geöffnet, wirkt aber sehr leer. Ich schlendere noch ein wenig durch den Ort, staune über mehrere kleinere und größere Holzschnitzereien und steige irgendwann durchgefroren wieder in mein Auto ein.

(https://i.ibb.co/hF3kgd98/IMG-5339.jpg) (https://ibb.co/QvyZJHQm)
Nenana - für mich das stereotype Dorf in Alaska

Fairbanks ruft! Also geht es von Nenana wieder auf in Richtung Nordosten, wobei sich das Gelände wieder als deutlich bergiger erweist. An einem Parkplatz kurz vor Fairbanks halte ich noch einmal an, um den Blick streifen zu lassen. In der Ferne (und das ist hier wörtlich zu nehmen) zeigt sich unter anderem der Mount Hess, was einer Sichtweite von ca. 137km entspricht.

(https://i.ibb.co/qLQ2wmzZ/IMG-5348.jpg) (https://ibb.co/7xm0FrH9)
Ich kann mich nicht daran erinnern, in Deutschland jemals eine solche Sichtweite gehabt zu haben. Vergleich: Das ist wie von Frankfurt aus das Heidelberger Schloß zu sehen!

Doch weiter im Text, respektive auf der Straße. Fairbanks begrüßt mich mit viel Sonnenschein, um 11:00 Uhr bin ich zum Einchecken aber noch deutlich zu früh im Hotel. Also lasse ich mein Gepäck dort zurück und beschließe zunächst ein paar Ecken der Stadt zu erkunden. Mit dem Auto geht es zum Museum of the North auf dem Campus der University of Alaska, in dem es eine Ausstellung zur Tierwelt und zur Geschichte des 49. Staats der USA gibt. In der oberen Etage befindet sich noch eine Kunstausstellung, die mich aber nicht ganz so in den Bann zieht wie die vielen ausgestopften und teilweise auch anfassbaren Exponate im Erdgeschoss. Auch das Gebäude an sich sticht mit seiner spannenden Architektur hervor.

(https://i.ibb.co/4nGJRFbn/IMG-5355.jpg) (https://ibb.co/Jw4CjcYw)
Endlich mal ein Bär!

(https://i.ibb.co/yBmVzLjy/IMG-5363.jpg) (https://ibb.co/R4G7XLw0)
Blick in Richtung Süden, Fairbanks selbst liegt südöstlich des Bildes

Im Anschluss ruft mein Magen mich zur Ordnung - die Mittagessenszeit ist schon längst vorbei. Also führt mich google maps auf kürzestem Weg in Richtung Osten Fairbanks, wo ich endlich seit langer Zeit wieder einmal ein Orange Chicken bei Panda Express essen kann. Für mich ist das, zumindest in Kombination mit den super Greens und Chow Mein, noch eine der „gesünderen“ Fastfood-Optionen, auf jeden Fall aber eine sehr leckere.
Schräg gegenüber befindet sich ein großer Walmart, in dem ich mir für das Abendessen noch ein Sandwich und etwas Gemüse kaufe.
So gestärkt und auch für den Abend gut vorbereitet, fahre ich weiter nach Downtown. Hier stelle ich das Auto ab und lasse mich etwas durch die Straßen treiben, finde aber kaum geöffnete Läden. Kein Wunder: Abgesehen davon, dass ich eh noch vor der Tourismussaison da bin, ist aktuell natürlich auch noch Spring Break - viele Geschäfte, vor allem Souvenirläden, bleiben da einfach geschlossen. Davon lasse ich mir aber nicht die Laune verderben, sondern spaziere etwas am Chena River entlang, der sich durch die Stadt windet bevor ich ins Hotel zurückkehre und einchecke.


(https://i.ibb.co/21hct2Y4/IMG-5366.jpg) (https://ibb.co/sdRswSJY)
Sind das diese Eisbären, von denen alle immer reden?

Mein Zimmer überzeugt durch seine Sauberkeit, es wirkt zudem sehr modern, aber es ist leider auch eiskalt. Der Grund zeigt sich schnell, denn die Klimaanlage läuft auf vollen Touren und lässt sich nicht abschalten. Der nette Portier nimmt sich der Sache an und stellt fachmännisch fest, das simpel die Batterien des Bedienteils leer seien. Als er diese - um eine schnelle Lösung bemüht - mit denen der Fernbedienung des Fernsehers tauschen möchte, bemerkt er, dass diese gar nicht vorhanden ist. Ein Umstand, der mich nicht aufgefallen ist, denn ich gucke so gut wie nie fern.
So muss er noch einmal nach unten und steht dann mit neuen Batterien vor mir - die Klimaanlage ist aus und der Raum wird wärmer. Ein Glück.

Am späten Nachmittag beschließe ich dann, dass ich noch den nahe gelegenen Pioneer Park besichtigen möchte. Hier gibt es im Sommer eine Art Freizeitpark mit unterschiedlichsten Buden, kleinen Museen und vielen Möglichkeiten zum spielen und toben für Kinder. Auch jetzt im Winter ist der Spielplatz gerappelt voll, das tolle Wetter lockt scheinbar auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt alle Menschen aus ihren Häusern.
Ich kann mir viele der Attraktionen nur von außen ansehen, bin aber von dem kleinen Ort begeistert. Unter anderem laufe ich so über den Bordwalk der nachgebauten Gebäude des Fairbanks zu Goldrauschzeiten und fühle mich erneut in mein Buch versetzt. Unter anderem ist hier auch der letzte Schaufelraddampfer, der den Nenana River befahren hat, ausgestellt.

(https://i.ibb.co/MD0H4G07/IMG-5377.jpg) (https://ibb.co/RpwKmBwc)
The last lady of the river

Zurück im Hotel gibt es noch ein Abendessen, danach lese ich noch ein wenig und schreibe Postkarten in die Heimat bevor meine Augen sich schließen.


Während der Reise wurde ich immer mal wieder gefragt, wie denn die Temperaturen so seien. Für mich waren sie total okay, ich hätte es mir sogar noch etwas kälter gewünscht (die richtige Alaska-experience eben). Aber ab diesem Tag konnte ich zumindest mit einem Foto antworten:
(https://i.ibb.co/fYtc7ctj/IMG-5373.jpg) (https://ibb.co/992MjM2Q)
...für ein T-Shirt. Ja - ein echtes Nummernschild. Hatte er hinten auch dran.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: mrh400 am 07.05.2026, 09:08 Uhr
Das Nummernschild ist super!

 :dozent: zur Sichtweite eine Anregung für eine Deutschland-Tour: Autobahnparkplatz Adelzhauser Berg (A 8 ) - Großvenediger ca. 160 km/Großglockner ca. 180 km https://tinyurl.com/eyuwr6dh
und vom Autobahnparkplatz Köschinger Forst (A 9) kann man bei starker Föhnlage auch beide sehen, da sind es über 200 km https://tinyurl.com/y2v5zx95
(soll ja nur zeigen, dass ich aufmerksam mitlese :lol: )
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 07.05.2026, 10:01 Uhr
Da hast du aber wirklich sehr aufmerksam gelesen!

Beide Orte habe ich in D schon mit dem Auto passiert, am Köschinger Forst habe ich sogar schon Rast gemacht. Aber entweder war das Wetter nicht so dolle oder ich habe es schlicht nicht realisiert, welch grandioser Weitblick sich mir so geboten hat.  :shock:
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 08.05.2026, 09:39 Uhr
Sa. 04.04.

Um zwei Uhr morgens werde ich wach. Nicht, weil die Nachbarn Lärm machen oder weil ich früh raus muss, sondern weil die ausgeschaltete Klimaanlage sich von alleine eingeschaltet hat und mit sehr lauten Geräuschen wieder kalte Luft in mein Zimmer pustet. Nach diversen Versuchen der Störungsbehebung schlurfe ich zur Rezeption und hole mir Hilfe. Der junge Mann entschuldigt sich drei Mal bei mir, kommt dann mit nach oben und findet ebenfalls keine Lösung, weshalb er mir kurzentschlossen anbietet, die Sicherung für die Klimaanlage einfach rauszudrehen. Das lässt mich zwar auch nicht mehr im Zimmer heizen, aber so habe ich wenigstens meine Ruhe.

Bis um halb neun kann ich nach dem nächtlichen Zwischenfall schlafen, ziehe mich in Ruhe an und gehe erst einmal nach unten in die Lobby. Hier in einer Ecke steht das Frühstücksbuffet: Auf Papptellern kann ich mir etwas Rührei, Bacon und Toast zusammenstellen, dazu gibt es die üblichen Varianten an Muffins und Müsli in kleinen Portionsbechern zur Auswahl. Da das Mittagessen heute auf Grund der Tagesplanung ausfallen soll, schlage ich entsprechend etwas mehr zu als ich das sonst tun würde. Insbesondere eine der Müslivarianten mit Ahornsirup schmeckt mir sehr gut, weshalb ich mir hier gleich noch einen zweiten Becher zu Gemüte führe.

Zurück im Zimmer packe ich meine Badehose und nebst Latschen ein, denn heute möchte ich draußen baden gehen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an sich sicherlich eher ein gewagtes Vorhaben, aber rund 100km östlich von Fairbanks befinden sich die Chena Hot Springs, eine natürlich Heißwasserquelle. Die Fahrt ist unspektakulär, ich werde mir nur wieder bewusst, wie einsam Alaska eigentlich zu weilen ist. Mir kommen kaum Autos entgegen, es gibt weder Radio- noch Handyempfang und ich bin im Grunde auf mich allein gestellt. Mein Jeep macht aber auch keinerlei Probleme, nimmt die teilweise eher unebene Straße unbeeindruckt hin und so parke ich gegen 11:00 Uhr am Chena Hot Springs Resort. Im Vorfeld hatte ich schon gelesen, dass ich am Eingang zur Quelle auch per Karte zahlen kann, aber für den Spind 2 Quarter brauche. In meinem Portemonnaie befindet sich - noch als Überbleibsel aus dem letzten USA-Urlaub - noch exakt ein einzelner Dollar. Auf meine Frage, ob man mir nicht einfach zwei Quarter mit auf die Karte buchen kann, zeigt der Mitarbeiter nur auf ein Schild welches genau diese Frage explizit verneint. Wechsel könne er den Schein auch nicht, aber sie haben einen Automaten da, der genau das tut. Also verschwindet der letzte Dollar im dafür vorgesehenen Schlitz und unten klimpern vier Münzen im Auswurf - Glück gehabt.

Die Quelle an sich ist für mich sehr angenehm, wenngleich stellenweise sogar noch zu warm. Trotzdem verbringe ich hier eine gute Zeit, lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen und kühle mich zwischendurch mit Schnee ab, den ich von den Felsen um das Becken herum hole. Leider sind die sanitären Anlagen für mein Verständnis und vor allem im Verhältnis zum Eintrittspreis ziemlich bescheiden. Sowohl die Toiletten, als auch die Duschen und Umkleiden machen keinen sonderlich appetitlichen Eindruck und wirken stark in die Jahre gekommen.

Auf dem Gelände des Resorts gibt es auch noch ein Eismuseum, hier habe ich mir den Besuch aber gespart. Die entsprechenden Rezensionen wirkten auf mich nicht so wirklich überzeugend. Deshalb setze ich mich hier wieder ins Auto und mache mich auf den Rückweg nach Fairbanks.

(https://i.ibb.co/3mfNxC09/IMG-5391.jpg) (https://ibb.co/yFhyzQ8c)
Das Eismuseum



(https://i.ibb.co/xKhy4rCy/IMG-5392.jpg) (https://ibb.co/4wWcQ0mc)
Irgendwann muss ich mal im Winter mit dieser Bahn fahren - das muss ein tolles Gefühl sein.

In der Stadt angekommen muss ich einfach noch einmal Orange Chicken essen gehen, weshalb ich direkt wieder beim Panda Express lande. Frisch gestärkt geht es wieder nach Downtown, dieses Mal  zum „Morris Thompson Cultural and Visitors Center“. Hier bin ich überrascht: Beinahe 90 Minuten verbringe ich in der sehr toll gestalteten Ausstellung, die mir viel über die Vergangenheit Fairbanks, vor allem aber auch über das Leben der Einwohner in dieser Gegend beibringt. Liebevolle Murals wechseln sich hier mit Informationstafeln, Bildern und nachgebauten Hütten ab. Für mich eine klare Empfehlung für jeden Fairbanksbesucher.

Nachmittags schlendere ich noch etwas am Chena River entlang, mache aber kaum mehr Fotos. In Teilen ist der Fluss schon aufgetaut, an anderen Stellen scheint er noch tief vereist zu sein.
Den Tag lasse ich im Hotel ausklingen, und packe den Koffer schon einmal etwas um, damit ich für die restlichen Tage gut gerüstet bin. Die Klimaanlage im Zimmer ist nach wie vor aus, weshalb ich bei gekipptem Fenster schlafe. Die kalte Luft bekommt mir glücklicherweise sehr gut, ich mache das zu Hause auch im Winter ganz gerne mal.

Morgen gibt es wieder mehr Bilder, heute gab es dafür nicht genügend Gelegenheiten.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Heinz-Helmut am 08.05.2026, 13:01 Uhr
Toll diese Schneemengen. Da muss ich auch unbedingt mal hin
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: TR74 am 08.05.2026, 15:24 Uhr
Hm, eine Klimaanlage im Cool Modus mitten im Winter, das gibts wahrscheinlich auch nur in Alaska  8)
Ich war zu gleichen Zeit auf Gran Canaria, da ließ sich die Klimaanlange auch nicht ausschalten. Irgendwie haben es die Leute dann doch geschafft, ich brauche bei knapp 25 Grad keine Klimanalage :roll:

Ich glaube auch nicht dass du mit diesem Zug noch einmal fahren wirst, in den Wagen ist ein B&B und die alte GP35 bekommt man sicher nicht wieder flott  :)

https://www.uniqhotels.com/aurora-express/
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 08.05.2026, 15:50 Uhr
Toll diese Schneemengen. Da muss ich auch unbedingt mal hin

Absolut, ich kann Alaska nur empfehlen - auch in dieser Jahreszeit! Das einzige, was mich teilweise "genervt" hat: Vieles hatte saisonbedingt geschlossen.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 08.05.2026, 15:52 Uhr
Ich glaube auch nicht dass du mit diesem Zug noch einmal fahren wirst, in den Wagen ist ein B&B und die alte GP35 bekommt man sicher nicht wieder flott  :)

https://www.uniqhotels.com/aurora-express/

Oh. Dann wird das mit der Fahrt wohl wirklich schwer. Aber der sah so schön imposant aus...
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: mrh400 am 08.05.2026, 18:01 Uhr
Ich glaube auch nicht dass du mit diesem Zug noch einmal fahren wirst, in den Wagen ist ein B&B und die alte GP35 bekommt man sicher nicht wieder flott  :)

https://www.uniqhotels.com/aurora-express/
Das würde mir gefallen!
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 09.05.2026, 09:23 Uhr
So 05.04.
Heute früh habe ich mir sogar mal einen Wecker gestellt, denn es soll ein langer (Fahr-)Tag werden. Anders als auf dem Hinweg habe ich mir keine Etappen herausgesucht, sondern möchte den Weg nach Anchorage in einem Rutsch über die östliche Route via Glennallen zurücklegen. Entsprechend früh sitze ich gegen 7 Uhr beim Frühstück, belade danach mein Auto und zuckle gemächlich los. 
Mein erster Punkt, an dem ich gerne anhalten möchte, liegt nur wenige Minuten östlich der Stadt:
North Pole. Natürlich nicht der wirklich Nordpol, sondern nur der Ort, aber immerhin soll hier der Weihnachtsmann leben. Und tatsächlich, sein Haus ist selbstredend gut ausgeschildert, weshalb ich es entsprechend schnell finde. Natürlich ist hier gerade alles zu, wir haben schließlich Ostern und nicht Weihnachten. Trotzdem ist Zeit für ein kurzes Beweisfoto:

(https://i.ibb.co/zhLGBCDZ/IMG-5412.jpg) (https://ibb.co/mCY62dg4)
Willkommen beim Weihnachtsmann in North Pole

Anschließend wollen runde 700km Wegstrecke bewältigt werden, die mir zu keiner Zeit langweilig werden. Ich sitze bequem in meinem Auto, vollgetankt ist es auch und außer mir habe ich ganz häufig kein anderes Anzeichen menschlichen Lebens. Mal gibt es Handy- oder Radioempfang, oft genug glänzt aber auch beides mit Abwesenheit.
Gleiches gilt für Wolken, beinahe den kompletten Tag beehrt mich die Sonne und so gleite ich durch die Landschaft. Viel zu oft staune ich nach wie vor über die Ausblicke, die ich lieber mit Bilder als mit Worten wiedergeben möchte:

(https://i.ibb.co/JR32tNBR/IMG-5426.jpg) (https://ibb.co/6RXbw2nR)
Ich staune heute immer wieder über die grandiosen Ausblicke


Endlich nehme ich euch mal wieder mit auf ein Stück Fahrtstrecke!

(https://i.ibb.co/93yZ4mX8/IMG-5448.jpg) (https://ibb.co/Z1c2gRsL)
Voll motiviert ob solcher Bilder gehe ich meine Fahrt an...

(https://i.ibb.co/MxhX62FK/IMG-5453.jpg) (https://ibb.co/ksyd1HNz)
...fühle mich zwischenzeitlich als sei ich in Kanada (was ja auch nicht so weit weg liegt)...

(https://i.ibb.co/35NYwmJR/IMG-5463.jpg) (https://ibb.co/Fkwq94PH)
... und genieße die Sonne.

(https://i.ibb.co/LzKKG5tL/IMG-5472.jpg) (https://ibb.co/HDZZJdzW)
Habe ich nicht Glück mit dem Wetter?

(https://i.ibb.co/TMZR4hdp/IMG-5477.jpg) (https://ibb.co/PGR4cC03)
Willkommen in der Einsamkeit.

(https://i.ibb.co/xS3NgCKQ/IMG-5479.jpg) (https://ibb.co/svtZ1mpr)
Liebes Jeep-Team: Ich würde dieses Bild für euren Katalog verkaufen - 2% der Absätze sind ausreichend.


In der Nähe vom Isabel Pass

(https://i.ibb.co/nXDTWLM/IMG-5502.jpg) (https://ibb.co/Bhgm1C2)
Etwas nordöstlich des Matanuska-Gletschers

(https://i.ibb.co/8npqqR3c/IMG-5505.jpg) (https://ibb.co/vCGppr5Y)
Wolken? Auf meinem Trip? Ich hatte schon ganz vergessen, wie die aussehen...


Kurz vor dem "Sheep Mountain Airport", der direkt neben der Straße liegen soll - gesehen habe ich davon nichts.

Zwischendurch habe ich in Glennallen, einem kleinen Ort, der im Grunde nur aus drei Tankstellen zu bestehen scheint, nachgetankt. Und dann denkt man sich, es könne im Grunde nicht mehr spektakulärer werden - aber weit gefehlt. Nach einigen Serpentinen stehe ich am Glacier View. Hier verbringe ich sicherlich eine halbe Stunde, obwohl ich dabei quasi direkt neben dem Highway stehe. Der Ausblick auf den Gletscher macht mich tatsächlich sprachlos und ich bin absolut überwältigt von den Gewalten der Natur. Sicherlich ist der Weg so herum länger und anstrengender, aber für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Doch seht selbst:

(https://i.ibb.co/fzqtwnTP/IMG-5509.jpg) (https://ibb.co/RkYPwBJV)
Der Matanuska Gletscher

(https://i.ibb.co/67p0BW4D/IMG-5510.jpg) (https://ibb.co/v6r4YjJL)
Es ist ein bisschen wie mit dem Grand Canyon: Wenn man ihn auf Bilder sieht, ist es imposant - steht man davor wird es atemberaubend.

Den restlichen Weg habe ich im Grund kaum noch dokumentiert, meine Augen und mein Hirn müssen die übrigen Eindrücke des Tages noch verarbeiten. Nur ein einzelnes Bild möchte ich euch nicht vorenthalten:

(https://i.ibb.co/kTVYKFj/IMG-5517.jpg) (https://ibb.co/xbKVhQW)
Ziemlich genau mittig zwischen Glacier View und Sutton, ich mag das Spiel zwischen Bergen, Sonne und Wolken

Abends checke ich dann noch im Hotel ein und beschließe spontan, dass ich zu Golden Corall essen gehen möchte. Diese Buffet-Restaurant-Kette habe ich auf meinem ersten Trip in die USA kennengelernt und mag das Konzept nach wie vor ganz gerne. Es wirkt zwar immer etwas unpersönlich und auch hier scheint das Publikum eher lauter als leiser zu sein, aber das Essen ist frisch, lecker und vor allen Dingen reichhaltig. Popcorn-Shrimps, Pulled Pork und einige andere Leckereien finden den Weg auf meinen Teller und zum Nachtisch schnappe ich mir noch eine kleine Tüte Zuckerwatte. 
Rundum gesättigt und vollkommen zufrieden fahre ich zurück in meine Unterkunft, lese ein paar Seiten und falle dann in einen tiefen Schlaf - die 700km waren dann doch anstrengend.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: partybombe am 09.05.2026, 11:19 Uhr
Wunderschöne Bilder erneut, muss einfach toll dort sein bei diesem Wetter👍👍🌞🌞
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 09.05.2026, 12:16 Uhr
Wunderschöne Bilder erneut, muss einfach toll dort sein bei diesem Wetter👍👍🌞🌞

Danke! Ich habe mich ziemlich in Alaska verliebt - das kann aber auch mit dem tollen Wetter zu tun haben.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 10.05.2026, 09:22 Uhr
Mo 06.04.
Heute steht nichts bestimmtes auf meinem Tagesplan, wenngleich ich ein paar Ideen habe. Der Frühstücksraum überzeugt mich ebenso wenig von dem Hotel wie das Zimmer an sich, weshalb ich mich nur sehr zurückhaltend an den angebotenen Speisen bediene.
Irgendwann wird es Zeit sich zu entscheiden: Möchte ich heute noch einmal Anchorage erkunden oder will ich mir noch einmal 400km ans Bein binden und mir Seward ansehen?

Wer mich kennt, der weiß, dass das keine sonderlich schwere Entscheidung für mich ist. Nicht, weil ich Städte nicht mag, aber Auto fahren hat mir irgendwie noch nie etwas ausgemacht. Außerdem soll der Seward Highway sehr sehenswert sein. Deshalb schweige ich mich hinters Lenkrad, mache den Tank schnell voll und halte auf dem Weg nach Süden nur kurz an einer Postfiliale an um meine Briefkarten loszuwerden.

Schon nach wenigen Meilen öffnet sich zu meiner rechten Hand der Tunragain Arm und die Sonne lässt das Wasser glänzen. An vielen der Foto-Stopps halte ich an, teilweise um Fotos zu machen, teilweise um mir den Wind um die Nase wehen zu lassen und teilweise, um ein paar weitere Smileys auf die Karte vom Geocaching zu bekommen. Die Mischung aus Sonne, Meer, Bergen und ein paar kleinen Wölkchen am Himmel ist aber auch wirklich toll - genau so habe ich mir mein Urlaubswetter gewünscht. Gegen die Kälte habe ich nichts, im Gegenteil, ein paar Grad weiter unter 0° wären mir sogar lieb gewesen, nur Regen wollte ich keinen haben.

(https://i.ibb.co/HTVyb5kG/IMG-5532.jpg) (https://ibb.co/5h63Sbfs)
Auf dem Seward Highway

(https://i.ibb.co/5Xx1nQ7d/IMG-5537.jpg) (https://ibb.co/HLpKxcJ0)
Sonne, Berge, Wasser - was will man mehr im Urlaub?

Die Fahrt an sich ist tatsächlich sehr sehenswert, nach dem man den Turnagain Arm umfahren hat, verändert sich die Landschaft vollständig. Es geht rauf in die Berge, Wolken verfangen sich in den Berggipfeln und lassen mich erstmalig die Sonnenbrille beim Fahren absetzen. Trotzdem mag ich die Straße gerne, sie vermittelt teilweise etwas uriges, wildes. Am Kenai Lake halte ich kurz an und trinke etwas, denn der Anblick hier erscheint mir unwirklich. Das gefrorene Wasser sieht beinahe so aus, wie die Wolken von oben aus einem Flugzeug. Nur, dass hier auch am Himmel weitere Wolken sind.

(https://i.ibb.co/jkWfpsBD/IMG-5567.jpg) (https://ibb.co/tpxKdFkD)
Der gefrorene Kenai Lake

In Seward angekommen habe ich ein kleines Bedürfnis, weshalb ich direkt am Visitor Center anhalte. Leider sind die Toiletten dort verschlossen. Deshalb flugs wieder ins Auto und am nächsten Supermarkt anhalten, die haben in den USA ja auch fast immer öffentliche WCs. Fast immer ist an dieser Stelle das Stichwort, denn ich werde auch hier nicht fündig.
Nun ja, also wieder ab ins Auto, Beine zusammenkneifen und nicht an einen Wasserfall denken, sondern ab in Richtung Downtown. Dort will ich eh Mittagessen gehen und in einem Restaurant gibt es ja auch Klos. Meinen Jeep stelle ich an einem großen Parkplatz direkt am Alaska SeaLife Center ab und beschließe, einfach mal hineinzugehen. Schnell finde ich den Hinweis für die Restrooms und kann so endlich etwas loswerden.
Im Anschluss schlendere ich ein wenig durch den Giftshop, werde aber nicht wirklich fündig. Die Dinge, die ich einigermaßen hübsch finde, kosten gleich ein halbes Vermögen. 

Deshalb verlasse ich das Gebäude recht zügig wieder und schlendere etwas an der Promenade entlang und durch den Waterfront Park. Die Wolken muss ich unterwegs in den Bergen abgestreift haben, denn hier ist wieder eitel Sonnenschein und das Städtchen zeigt sich von seiner goldenen Seite.

(https://i.ibb.co/JR11LKKr/IMG-5554.jpg) (https://ibb.co/qMSSGddm)
Am südlichen Ende Sewards


(https://i.ibb.co/Fb7zWg6R/IMG-5555.jpg) (https://ibb.co/HDgq2n75)
Auch hier konnte ich mich kaum sattsehen

(https://i.ibb.co/Cp5vtZNR/IMG-5559.jpg) (https://ibb.co/kVg0yfkN)
Es war frisch, aber nicht zu kalt. Perfekt um den Anblick zu genießen

Die Hauptstraße Sewards ist rechts und links gespickt mit Restaurants und Souvenirshops, von denen jedoch nur wenige Türen geöffnet sind. Von solchen Kleinigkeiten lasse ich mich aber nicht entmutigen, ein Schaufensterbummel macht ja auch Spaß und ist im Allgemeinen auch deutlich günstiger, als wenn man in jedes Geschäft hineingeht. Problemlos werde ich aber runde $90 los, denn einer der Läden gibt mir die Möglichkeit meine sauer verdienten Dollar in süße Mitbringsel für die Familie zu verwandeln. Für mich selbst erwerbe ich noch ein Ulu, eines jener traditionellen Wiegemesser, die mit rasiermesserscharfen Klingen für alle möglichen Einsatzzwecke geeignet sind.

Nach etwas drei Stunden verlasse ich den Landepunkt der „Santa Ana“, die am 28.08.1903 hier festmachte und so die Gründung Sewards und damit den Beginn der Alaska Railway ermöglichte.

Auf demWeg zurück nach Anchorage möchte ich noch einen kleinen Abstecher zum Exit Glacier machen, doch ihr könnt euch schon denken wie weit ich damit komme. Nach wenigen Kilometern ist die Straße wegen des Winters gesperrt, weshalb ich dem Ufer des gefrorenen Resurrection River vorlieb nehmen muss. Hier genieße ich noch einmal die Sonne auf meiner Haut und spaziere ein wenig umher, bevor ich mich auf den finalen Weg nach Anchorage begebe.

(https://i.ibb.co/Y7HTM5x6/IMG-5563.jpg) (https://ibb.co/XZckgnq9)
Hier fließt sonst bestimmt mehr Wasser


Auch die Rückfahrt bietet wieder viele schöne Aussichten und ich sage mir mehrmals, dass ich nur noch dieses eine, letzte Bild machen werde. Je höher ich in den Bergen aber komme, umso bewölkter wird es. Es fühlt sich beinahe an, als wolle Alaska mich dafür abstrafen, dass ich morgen wieder nach Hause fliege.

(https://i.ibb.co/fzwLQqSG/IMG-5571.jpg) (https://ibb.co/39ZQk4sY)
Abschiedswetter?

Doch weit gefehlt: Sobald ich wieder in die Nähe des Meeres komme, klärt der Himmel sich auf und ich habe wieder tollstes Autofahrwetter.

(https://i.ibb.co/XrGbg7Jd/IMG-5577.jpg) (https://ibb.co/TxNkS4hn)
Zu schade, dass ich morgen wieder nach Hause muss

Gegen 17 Uhr komme ich wieder in meinem Hotel an und überlege mir, wie ich den übrigen Tag noch nutzen kann, doch so wirklich viel fällt mir nicht mehr ein. Deshalb pack ich schon einmal meinen Koffer und das Handgepäck so, dass ich es morgen früh direkt ins Auto laden kann.
Danach fahre ich los zum Abendessen, heute geht’s zum Abschluss ins Outback Steakhouse für etwas Surf&Turf. Im Fernsehen läuft das NCAA-Finale der Basketball-Herren, so lässt es sich leben.
Mit Spielende bezahle ich meine Rechnung, überquere mit dem Auto die Straße und entere letztmalig den Walmart. Dort decke mich mit ein paar Süßigkeiten ein, die ich mir gerne als Vorrat aus den USA mitnehmen möchte. Zudem erstehe ich noch ein Sandwich, welches mir morgen früh als Frühstück dienen soll.

Irgendwie schaffe ich es, alle Leckereien in meinem Koffer unterzubringen, checke noch einmal ob ich alles eingepackt habe und lese danach nur noch ein paar Seiten, damit ich gegen 21 Uhr schlafen gehen kann. Den Wecker habe ich auf 4 Uhr morgens gestellt, denn der Abflug ist schon um 7:20 Uhr.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: partybombe am 10.05.2026, 11:06 Uhr
Sehr feiner Bericht mit tollen Fotos 👏👏👏
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 10.05.2026, 19:06 Uhr
Sehr feiner Bericht mit tollen Fotos 👏👏👏

Vielen Dank! 😊
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Doreen & Andreas am 11.05.2026, 09:45 Uhr
Schade, dass der Trip quasi schon zu Ende ist.
Die Bilder von diesen weißen Bergen und der endlosen Weite sind einfach grandios, besonders die vom vorletzten Tag gefallen mir sehr.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 11.05.2026, 12:55 Uhr
Di, 07.04.
Unsanft reißt mich der Wecker aus dem Schlaf, mit zugekniffenen Augen mache ich mich im Bad fertig und ziehe die Klamotten an, die ich mir gestern Abend noch zurecht gelegt hatte. Die letzten Sachen fliegen ins den Koffer, das Sandwich wandert aus dem Kühlschrank ins Handgepäck und dann checke ich auch schon aus dem Hotel aus.
Der Weg zum Flughafen ist schnell bewältigt, das Auto kann ich einfach so in der Tiefgarage abstellen und werfe nur den Schlüssel in eine Schlüsselbox - Mitarbeiter sind noch keine zu sehen. Ob am anderen Ende wohl jemand genau auf mein Auto warten muss? Ich hoffe nicht, denn der muss erst mal durch eine Waschanlage:

(https://i.ibb.co/C523dkbc/IMG-5587.jpg) (https://ibb.co/hRfJ5PB6)

Ab zum Checkin, der hat in der App weder gestern noch heute früh funktioniert. Am Schalter stellt sich auch direkt heraus, weshalb das so ist: Meine Buchung gibt es doppelt. Einmal bis Frankfurt, einmal bis Berlin. Berlin wäre mir aus naheliegenden Gründen deutlich lieber, aber ich bleibe tiefenentspannt. Auch von Frankfurt aus komme ich irgendwie nach Hause und besser ich habe zwei, als gar kein Ticket.
Mir tun nur die Menschen in der Schlage hinter mir leid, die sich in den gut 20 Minuten bildet, die meine Servicedame benötigt um mir meine Bordkarten auszustellen. Irgendwann ist es vollbracht: Mein Koffer rutscht über das Band und ich halte eine Bordkarte nach Seattle in der Hand. Dort solle ich mich dann an den Lufthansa-Schalter wenden, sie könne mir kein Ticket bis Berlin ausdrucken. Nun ja. Wird schon schief gehen.

Der Flug nach Seattle an sich ist unspektakulär, das Umsteigen dort schon deutlich spannender. Mit zwei U-Bahnen gelange ich von Terminal D nach Terminal S und finden mein Gate direkt. Das dortige Personal checkt mich dann auch für den Rückflug bis BER ein und so kann ich mir zwei Stunden Wartezeit mit einem letzten Burger auf US-Boden überbrücken.

Der A340 braucht gefühlt Stunden um überhaupt abzuheben, dafür liegt er für die komplette Strecke bis FRA absolut ruhig in der Luft. Die netten Stewardessen unterhalten sich während der ruhigen Nacht gerne mit mir und so vergeht die Zeit wie im Fluge. Frankfurt begrüßt mich mit Sonnenschein, aber auch auf einer Außenposition und so gondeln wir mit Bussen über das Vorfeld. Die Einreise als EU-Bürger ist kurz und schmerzlos, weshalb ich sehr schnell am Gate für Berlin sitze.

Irgendwann erreicht mich das Fluchen des Mitarbeiters am Gate, wenige Minuten vor Einstieg. Sinngemäß sagte er in sein Telefon: „Das könnt ihr doch nicht machen, die stehen schon alle bereit!“, aber doch, sie konnten. Also: Gatewechsel, weil das Flugzeug defekt ist. Im Entenmarsch wackeln alle Passagiere zum nächsten Gate, steigen die Treppen hinunter und gehen an Bord der Busse - ab zur nächsten Außenposition. Die Verspätung von 20 Minuten wollen die Piloten scheinbar wieder aufholen, selten habe ich einen so schnellen, steilen Start erlebt. Aber vielleicht hat sich das auch nur so angefühlt. Nach kurzen 50 Minuten Flugzeit rumpelt der A321 über die Startbahn Süd des BER - ich bin also wieder gut in heimatlichen Gefilden angekommen.

Mein Papa sammelt mich wieder ein, bringt mich zu meinem Auto und mir wird bewusst, dass ich dieses mit 60km Restreichweite dort habe stehen lassen. Aber die Geschichte, wie ich 160€ Diesel in einen normalen Kombi versenke erspare ich euch lieber…

_____
Für alle Interessierten hier meine Kostenaufstellung:
Kostenaufstellung:

Flüge: 860€
Mietwagen: 490€ (Alamo, Intermediate SUV, Allrad)
ESTA: 35€
Verpflegung, Tanken, Shoppen, Eintritte: 754,76€
Hotels: 860€
Aspen Suites Hotel Anchorage: 194€ für zwei Nächte
Talkeetna Inn: 85,62€ für eine Nacht
Aurora Denali Lodge: $128 für eine Nacht
Comfort Inn Fairbanks: 283,06€ für zwei Nächte
Wyndham Garden Anchorage: 197,60€ für zwei Nächte

In Summe komme ich also auf knappe 3000€ - ohne mich an irgendeiner Stelle selbst eingeschränkt zu haben. Wenn ich in den Urlaub fahre, dann schaue ich zwar schon nach ob die Tankstelle links günstiger ist als die rechts, aber im Restaurant achte ich nicht wirklich auf die Preise. Auch Eintritte in Museen oder ähnliches bezahle ich ohne groß nachzudenken - gerade, weil ich nicht so häufig wirklich in Urlaub fahre.
Als ich das alles eben so zusammengerecht habe, war ich dann aber doch erstaunt. Gerechnet hatte ich mit gut 3500€.
Als sehr günstig hat sich das Benzin erwiesen: Für gut 2200km habe ich keine 150€ bezahlt.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: TR74 am 11.05.2026, 15:07 Uhr
Coole "Spritztour" und danke für den tollen Bericht.  :applaus:

Die Hotelpreise sind ja für Alaska Verhältnisse ziemlich günstig, aber das liegt sicher an der Jahreszeit.

Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: mrh400 am 11.05.2026, 15:25 Uhr
Danke für den tollen Bericht mit superschönen Bildern. Mit dem Wetter hast du ja Glück gehabt wie mit einem Sechser im Lotto!

Vielen Dank aus für die Statistik. Bei den Hotelpreisen habe ich die gleiche Vermutung wie TR74. Beim Benzinpreis würde mich mehr der durchschnittliche Preis pro Gallon interessieren, denn der ist ja drüben (wie auch hier der Literpreis) ein großes Politikum.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Heinz-Helmut am 11.05.2026, 15:37 Uhr
En wunderschöner Bericht über ein sehr schöns Gebiet. Da muss ich auch mal hin
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: TR74 am 11.05.2026, 15:59 Uhr
En wunderschöner Bericht über ein sehr schöns Gebiet. Da muss ich auch mal hin

Condor bietet Ende Mai/Anfang Juni ziemlich gute Preise für den Direktflug von Frankfurt nach Anchorage, 600 EUR mit Gepäck.
Im Juli/August kostets das doppelte.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 11.05.2026, 16:49 Uhr
Coole "Spritztour" und danke für den tollen Bericht.  :applaus:

Die Hotelpreise sind ja für Alaska Verhältnisse ziemlich günstig, aber das liegt sicher an der Jahreszeit.

Danke!

Ja, ich denke auch, dass ich da preislich gerade bei den Hotels echt gut weggekommen bin. Wobei ich das letzte auch echt nicht mehr buchen würde - das Wyndham Garden war nicht wirklich sauber und ziemlich heruntergekommen.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 11.05.2026, 16:52 Uhr
Danke für den tollen Bericht mit superschönen Bildern. Mit dem Wetter hast du ja Glück gehabt wie mit einem Sechser im Lotto!

Vielen Dank aus für die Statistik. Bei den Hotelpreisen habe ich die gleiche Vermutung wie TR74. Beim Benzinpreis würde mich mehr der durchschnittliche Preis pro Gallon interessieren, denn der ist ja drüben (wie auch hier der Literpreis) ein großes Politikum.

Da hast du Recht - ich spiele auch konsequent kein Lotto, weil ich mein Glück schon mit solchen Dingen verpulvere.  :D

Pro Gallone kann ich nicht mehr genau sagen was der Durchschnitt war, an der ersten Tankstelle waren es $4,31 / Gallone. Der Rest dürfte recht ähnlich gewesen sein.
Titel: Antw: 'n büsschen kalt, nech? - Alaska - 2026
Beitrag von: Coach am 11.05.2026, 16:52 Uhr
En wunderschöner Bericht über ein sehr schöns Gebiet. Da muss ich auch mal hin

Na dann: Ab auf deine Flugpreissuchseite und los geht's! Ich freue mich auf deinen Bericht hier.  8)