Triolen & Kapriolen oder: MISSION LOW EMISSION (even on a cloudy day)!

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*NickMUC

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Na, dann spring ich doch rasch auf mein Pakka und radele hechelnd hinterher.
Launiger Bericht und eine tolle Idee: reizt mich schon auch....
Grüße,
Nick
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"Photography is not about the thing photographed. It is about how that thing looks photographed"
(Garry Winogrand)

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*lurvig

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...
How am I writing? - Call 1-800-BLABLA
...

da geht niemand ran ;)
Dann muss ich es halt schreiben: great, really great!

Ich habe ja lange keinen Bericht mehr gelesen, da mich die ewig gleichen Geschichten von SUVs und roten Steinen zugegeben mittlerweile etwas langweilen, aber das hier ist endlich mal was erfrischend anderes. Und wunderbar geschrieben ausserdem. Ich werde ein wenig neidisch an die Pazifikküste denken, wenn ich morgen früh mein Bike durch den Stadtverkehr zum Büro lenke ;)

Lurvig

*GermanIrishFriendship

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Also, hier radel ich garantiert auch mit  :wink:

Allerdings... Deine Streckenlängen beeindrucken mich schon  :shock:  :respekt:

Finde ansonsten ausgesprochen sympathisch, dass Du auch ein Berghoch-Schieber bist  :lol:

Freue mich auf die Weiterfahrt!

Viele Grüße
GIF
Die Idee ist da, in dir eingeschlossen. Du musst nur den überzähligen Stein entfernen (Michelangelo).

*BigDADDY

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Track 8: City Street Bang & County Road Slang: gotta keep on rockin’, (ca. 95 Meilen)
Von Santa Barbara über Malibu nach Santa Monica Beach



Das Santa Barbara Tourist Hostel ist privat geführt und gehört nicht zum amerikanischen Jugendherbergsverband. Das merkt man auch, zwar gelten mittlerweile überall Alkoholverbote, die Preise sind okay (zahle 22 Dollar die Nacht), aber der Qualitätsstandard (Sauberkeit, Betten, Küche, Motivation der Mitarbeiter, Freizeitangebot, Frühstück) liegt doch niedriger als bei den Jugendherbergen (zumindet den Herbergen, die ich auf dieser Reise aufsuche).

Maria aus Mailand macht an der Rezeption einen Studentenjob, arbeitet aber nicht so gut wie sie aussieht. Die letzte Nacht hat sie wohl mit ihrem Beach Boyfriend durchgemacht, (er hängt noch im Sessel). So verzögert sich die Frühstücksvorbereitung leider, aber Maria verspricht, jetzt loszulegen. So landen Toast und Erdnussbutter auf dem Tisch, jeder möge sich bitte Brote zubereiten. Gern nehmen wir dieses Angebot wahr. Marc aus Portland schneit auch herein und wir stecken unsere Köpfe wieder zusammen… Er berichtet, dass er in Big Sur für nur 5 Dollar auf einer Hiker-Biker-Site auf einem Campground mit seinem Zelt übernachtet hat (mich hat die Übernachtung in der Cabin 90 Dollar gekostet): Vielleicht probiere ich eine solche Hiker-Biker-Site beim nächsten Fahrradurlaub aus, scheint zumindest attraktiv...

Leider habe ich vergessen, nach der Adresse von Marc zu fragen, hätte ihn gern nach Berlin eingeladen, zu spät, wir hätten sicherlich noch ne Menge zu plaudern gehabt!
Die heutige Etappe beginnt praktisch am Pier von Santa Barbara, von dem ich einen letzten Blick auf das kleine Städchen werfe. - Es ist schon recht warm und der breite Fahrradstreifen führt zackig gen Süden, wobei ich mich schon ein wenig wundere, warum Santa hier seine Werkstätten hat, obwohl andererseits allemahl angenehmer als am dauerverschneiten Nordpol:



Der Highway No. 1 ist mit der US 101 verschmolzen und für Fahrräder gesperrt. Zum Glück gibt es auch sehr gute Bike Trails und breite Fahrbahnmarkierungen:



Zwischen Ventura und Oxnard geht es über den Harbor Boulevard immer nah am Wasser entlang bevor wir wieder den Pacific Coast Highway erreichen, der 20 Meilen vor Malibu zu einem Freeway mit weiter Shoulder wird, teilweise auch mit sehr gut abgetrennten Radstreifen:


Eine Menge Leute parken an der Straße, um an diesem Wochenende an die Strände zu gelanden und auffliegende Autotüren sind hier wohl das größte Ärgernis für Biker. Der Blick auf diesen hübschen Fleck Erde entschädigt aber für die Mühen.


Eine junge ältere Frau steht mit ihrem Bike am Seitenstreifen und hält mich mit einer Handbewegung an: sie hat zu wenig Luft in den Reifen und fragt nach einer Pumpe. Natürlich helfe ich ihr gern und während ich in meinem Gepäck nach der Pumpe suche, kommen wir ins Gespräch. Sie heißt Monica und trainiert mit ihrer Tochter, die schon vorausgejoggt ist.
Monica fährt mit dem Rad hinterher, gemeinsam genießen sie diesen Sonnenmorgen in beautiful California. - Endlich finde ich die Pumpe und nehme mir die Reifen vor. Dabei erzähle ich von meiner Tour nach San Diego und Monica, das sagt ihr Gesicht, wäre gern mitgefahren.
Sie ist der Typ Frau, den Kalifornien magisch anzieht: selbstbewußt, unternehmungslustig, strandorientiert, offen für Neues, ihre blonden Haare wehen im lauen Maiwind, als sie mich mit ihren blauen Augen anlächelt…
Als Dank für meine Mühe, ihr ein wenig Luft zu spendieren, lädt sie mich zu sich nach Haus ein und bietet eine Übernachtungsmöglichkeit an. Monica erzählt von ihrem Grundstück mit Gästehaus im Garten. Dankend lehne ich ab, behaupte, es unbedingt bis LA schaffen zu wollen... Sie scheint ein wenig enttäuscht, schreibt mir aber ihre Handynummer auf, ich solle mich auf jeden Fall melden, wenn mir unterwegs die Puste ausgeht. - So radele ich gedankenschwanger weiter, den Blick auf den Ozean gerichtet…


Dann geht es zur Abwechslung durch Zitronenhaine und Orangenplantagen, als nach Port Hueneme wiederum eine Militärbasis auftaucht, die Blicke auf den Ozean und den Zugang an dessen Strände verhindert. Umso interessanter ist die Ausstellung, in die man als Biker völlig unvermittelt gerät, es sind Militärflugzeuge und Forschungsraketen zu bestaunen:



Nun aber hurtig weiter, zumindest Malibu möchte ich heute noch erreichen, vielleicht finde ich dort ein schönes Motel?!
In Malibu kann ich so etwas wie einen Ortskern allerdings nicht ausmachen. Gibt es den, (immerhin sollen hier mehr als 12.000 Menschen wohnen), oder ist die Stadt nur eine Ansammlung von Strandhäusern am Pacific Coast Highway? - Noch nicht mal interessante Motels finde ich und deshalb radele ich weiter. - Immerhin Traumlage:



Über Will Rogers Beach State Park erreichen wir so nach weiteren 10 Meilen die Stadtgrenze von Santa Monica: hier grüßen Beach, Bikini, Baywatch:


In Santa Monica beginnt auch der lange Radweg am Strand. Jeder LA-Besucher kennt ihn, in vielen Filmen hat man ihn gesehen, den „beachside bicycle path“ und er ist für Biker, Skateboarder und Roller Blader angelegt. Daneben verläuft ein ebenso breiter „pedestrian path“. - Fußgänger leben auf dem „beachside bicycle path“ gefährlich, die Radfahrer haben ihren Path gern für sich, bremsen nur widerwillig...
Am Horizont taucht schon der Stanta Monica Pier auf und wir haben das heutige Ziel erreicht: die Jugendherberge in Santa Monica in der Second Street. Sehr praktisch gelegen für einen abendlichen Ausflug in die Third Street, wo an diesem Samstagabend die Hölle los ist: vom Tänzer, Sänger bis zur Nachwuchsband haben sich viele Künstler versammelt und buhlen um den Dollar, den die Besucher in die aufgestellen Boxen spenden…
Am Pier ist nicht weniger los, halb LA scheint sich hier zu amusieren und das trotz voller Parkplätze und Staus auf den Zufahrtsstraßen. Zwischen Pizza und Burrito paßt bei den meisten Besuchern immer noch ein Funnel Cake, muss die nächste Hose halt ne Nummer größer sein…
Mein fahrbarer Untersatz ruht bereits im Hostel, (man kann Räder mit hineinnehmen und in einem gesonderten Raum anschließen).
Ich geselle mich bald dazu, allerdings habe ich ein kleines Privatzimmer (immerhin doch 5 Betten), aber mit Bad und WC, keine Gemeinschaftsduschen. Das alles für 36 Dollar und ein full breakfast Buffet ist auch im Preis eingeschlossen.
Mit den Gedanken an ein gutes Frühstück schlummere ich beseelt ein…



Tagesfazit:
Kondition: ++++
Landschaft: ++++
Erlebnis:+++
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*Palo

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.... und wieder ein toller Tag!!!  :groove:  die Einladung von der jungen alten Dame haette ich wahrscheinlich auch nicht angenommen, vielleicht steht die jeden Tag auf der Strasse und sucht mit dem Vorwand Luft zu brauchen ihre 'Opfer' ... wo war denn die Tochter?  :roll:

Gruß

Palo

*BigDADDY

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... wo war denn die Tochter?  :roll:

Nicht gesehen, vielleicht wäre ich sonst geblieben :pfeifen:
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*Ganimede

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So radele ich gedankenschwanger











gedankenschwanger find ich gut :lol:

Ich dachte schon bei dem Bild, Du hast auf Raketenantrieb umgerüstet  :lachen07:

Gruß
Volker

*mannimanta

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  • USA Reisevirus - nicht heilbar....
Tolle Idee, daß man das Bike auf vielen Bildern sieht.
Das erinnert einen immer wieder daran, daß dies eine Bike Tour ist.
(ach was...)

Zitat
Sie ist der Typ Frau, den Kalifornien magisch anzieht: selbstbewußt, unternehmungslustig, strandorientiert, offen für Neues, ihre blonden Haare wehen im lauen Maiwind, als sie mich mit ihren blauen Augen anlächelt…
Als Dank für meine Mühe, ihr ein wenig Luft zu spendieren, lädt sie mich zu sich nach Haus ein und bietet eine Übernachtungsmöglichkeit an.

Träumen nicht alle Männer davon, sowas mal zu erleben...? 

Und was machst du? :bang:

Mann, Mann, Mann...:lachen07:

Wie geht's eigentlich deinem Allerwertesten nach so viel Meilen?

Gruss,
Manni

*tiswas01

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Hallo DADDY

Dein Bericht ist so was von cool.............

Am liebsten würde ich sofort mein Bike packen und mich auf die Reise begeben.

Danke für Deinen super Reisebericht.

Tissi

*EasyAmerica

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  • Der Weg ist mein Ziel
Sie ist der Typ Frau, den Kalifornien magisch anzieht: selbstbewußt, unternehmungslustig, strandorientiert, offen für Neues, ihre blonden Haare wehen im lauen Maiwind, als sie mich mit ihren blauen Augen anlächelt…
.....
Als Dank für meine Mühe, ihr ein wenig Luft zu spendieren, lädt sie mich zu sich nach Haus ein und bietet eine Übernachtungsmöglichkeit an. Monica erzählt von ihrem Grundstück mit Gästehaus im Garten. Dankend lehne ich ab,
Du glaubst doch wohl nicht, dass ich dir ab jetzt noch ein Wort glaube!  :roll:
 :lol: :wink:
Viele Grüße
Heinz

*Palo

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Du glaubst doch wohl nicht, dass ich dir ab jetzt noch ein Wort glaube!  :roll:
 :lol: :wink:
[/quote]

Na, du bist doch nicht etwa neidisch :eckig: :lolsign:
Gruß

Palo

*knutshome

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Respekt.
Bin dir noch hinterhergehechtet, aber im Auto. Die Strecke hätt ich nicht geschafft. Habe mich dieses Jahr auch gefragt, was in einem vorgeht, der diese Höhen und Tiefen mit dem Rad fährt.
Jetzt kann ich das so langsam verstehen. ;-)

Bin schon gespannt, wie es weitergeht.

Viele Grüsse
Carmen

*Noodles

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Was für ein traumhafter Reisebericht! Das sind so viele neue Blickwinkel für jemanden, der die Strecke mit dem Auto gefahren ist. Ganz toll gemacht, super nett geschrieben, schöne Bilder, mein Kompliment und "Hut ab" für die sportliche Leistung. :applaus: :applaus: :applaus:

Danke für`s Mitnehmen!  :verneig:
Grüße!
Noodles

*BigDADDY

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Ich dachte schon bei dem Bild, Du hast auf Raketenantrieb umgerüstet  :lachen07:

Mission LOW Emission :wink:

Wie geht's eigentlich deinem Allerwertesten nach so viel Meilen?

Welchen meinst Du? - Das Bike macht technisch immer noch keine Probleme :)

Am liebsten würde ich sofort mein Bike packen und mich auf die Reise begeben.
Tissi

Plane ja noch weitere Radreisen (siehe Bikes & Biking): are you ready??

Du glaubst doch wohl nicht, dass ich dir ab jetzt noch ein Wort glaube!  :roll:
 :lol: :wink:

Wie heißt der Spruch nochmal: Pech mit dem Aktiendepot aber Glück in der Liebe?!

Habe mich dieses Jahr auch gefragt, was in einem vorgeht, der diese Höhen und Tiefen mit dem Rad fährt.

Irgendwann nichts mehr :?

Reducing Truck Traffic since 2007!

*BigDADDY

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Track 9: LA River Shuffle oder: NO Troubadour Sound! (ca. 77 Meilen).
Von Santa Monica über Long Beach nach San Clemente.



Das Santa Monica Hostel des amerikanischen Jugendherbergwerkes kann man nur empfehlen, wenn man allein reist, die Motels und Hotels in dieser Gegend sind am Wochenende recht teuer. Im Hostel gibt es eine riesige gut ausgestattete Küche. Man braucht sie nicht unbedingt, wenn man sich am reichhaltigen Frühstückbuffet bedient. Natürlich nicht zu vergleichen mit einem Buffet in Las Vegas, aber Toast, Eier, Müsli, Kaffee und Orangensaft ohne Ende sind im Übernachtungspreis drin. So habe ich das noch in keinem Hostel erlebt, meist, wenn es überhaupt ein Frühstück gibt, sind die Mengen pro Gast limitiert.

Nach einigen Scheiben Toast und Small-Talk packe ich meine sieben Sachen zusammen, checke aus und folge dem Ruf der Straße. Obwohl der „beachside bicycle path“ gut ausgebaut ist, muss man sehr aufpassen, da eine Menge Ausflügler, Kinder auf Fahrrädern oder Skater unterwegs sind.


In Venice hat das Auge dann noch mal mehr zu tun, einige Schönlinge üben schon wieder am Muscle Beach, an einem Sonntagmorgen wird’s sogar richtig voll hier. Muss ich mir das antun? Nein, es gibt doch Alternativen und ich statte meinem Lieblingsladen am Venice Beach einen Besuch ab, Ihr wißt schon warum:


Die Barbecue Pizza bei „BigDADDY & Sons“ möchte ich Euch wärmstens empfehlen!
Während man diese genießt, läßt man den Blick cool über den Strand von Venice auf’s Wasser gleiten als würden Surfboard und Wellen schon warten! Gehört hier unbedingt dazu im herrlich verrückten „Venedig Kaliforniens“...


Nach Venice Beach radeln wir durch Marina Del Ray Richtung Manhattan Beach (am Airport vorbei) 15 Meilen an Strand und Wasser entlang,


bevor sich der Radweg bei Redondo Beach durch die Stadt schlängelt. Hier zeigt sich bald das industrielle LA, die Fahrt verlangsamt sich zunehmend, ich muss öfter auf die Karte schauen, um durch die Großstadt zu manövrieren. Richtig romantisch wird es in Long Beach, wo der Los Angeles River mit Beton verziert ist. Die Mühe hat sich gelohnt: nicht nur der ganze Flußlauf ist meilenweise in Beton gegossen, sondern auch alles drumherum. So haben Radahrer einen gesonderten Seitenstreifen, natürlich passend in betongrau, sehr spendabel!!  :wink:
Wenn man hier nicht aufmerksam ist, dann purzelt man die aalglatten Betonwände hinunter direkt in die graue Suppe…


Eben noch die Jachten in Marina del Rey, hier das kalte Gesicht des industriellen LA...
Der Blick geht links auf Häuser mit Gärten: Die Bewohner haben wahlweise Hühnerställe, Autowracks oder Pferde im Hof stehen (mexikanische Einwanderer scheinen sich hier besonders wohl zu fühlen) und ich finde es einen ganz interessanten Kontrast zu den Beach-Chalets im feinen LA. - So erreichen wir einige Hochspannungsleitungsmeilen und Fabrikschornsteine weiter die Anlegestelle des Catalina Express:


Wo wieder der Ozean und dann die Queen lächelt….


Der Radweg nennt sich hier „Shoreline Village Beach Trail“ und führt durch den Bluff Park an der San Pedro Bay entlang. Wieder ein schönes Stückchen LA, das ich bei meinen vorherigen Besuchen noch nicht gesehen hatte. Ein beliebtes Familienausflugsziel und das herrliche Wetter hat heute besonders viele Menschen an den Strand und in die Shoreline Village geführt: Restaurants, ein Kettenkaroussell und allerlei KlimBim locken dem erlebnishungrigen Großstädter die Dollars aus der Tasche.
Nachdem Bluff Park passiert ist, führt der Radweg wieder auf den Pacific Coast Highway, aber der Verkehr ist erträglich. Die meisten Autofahrer nutzen sicherlich den nahegelegenen Freeway I-5, so kann ich auch besser den Blick auf den Strand von Newport Beach genießen, wirklich nett und nicht überfüllt! Aber auch Aliso Beach lädt zum Verweilen ein, meilenweit grüßen hier feiner Sandstrand und riesige Parkplätze Surfer, Camper und andere Lebenskünstler.
Dana Point bietet einige Motels am Highway, aber der eigentlich Stadtkern, das läßt die in der Ferne zu erkennende Skyline vermuten, liegt woanders. So radele ich weiter, nach 10 Meilen, es ist bereits dunkel geworden, erreiche ich San Clemente und klappere einige Motels ab, um ein Preisniveau zu erhalten.
In der „Brisa de San Clemente“ bietet mir der Eigentümer, Verwalter und Hobbyphilosoph an der Rezeption neben allerlei Lebensweisheiten das „letzte Zimmer“ an :pfeifen: (wohl der älteste Verkaufstricks aller Zeiten). Die Nacht kostet 50 Dollar (inklusive Tax). Für San Clemente scheint mir das ein Schnäppchen zu sein, obwohl das Motel seine besten Zeiten schon gesehen hat, aber in der Dunkelheit weiter herumzuirren ist auch keine Alternative.
Zum Glück liegt der Alberston's-Markt in Laufweite: so steht einem gemütlichen Fernsehabend mit einem Gläschen Wein nichts mehr im Wege…

"Precious time is slipping away, you're only king for a day" hat Van Morrison mal gesungen und so ist es auch bei mir: morgen müßte San Diego, das große Ziel, in greifbare Nähe rücken.

Bis dahin!


Tagesfazit:
Kondition: +++
Landschaft: +++
Erlebnis:++
Reducing Truck Traffic since 2007!

 

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