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Nordamerika => Routenanalyse und Routenerfahrungen: Der Weg ist das Ziel! => Thema gestartet von: Chimaera am 27.06.2009, 15:22 Uhr
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Hallo Leute,
wir planen für September unsere erste USA-Reise, und hatten uns überlegt, zu dritt mit einem Wohnmobil die Weststaaten zu erkunden. Wir wollten nun mal sehn, was ihr von unserer bislang geplanten Route haltet, weil wir logischerweise keine Erfahrung was Entfernungen in den USA angeht, da verschätzt man sich schonmal leicht.
Ehrlich gesagt haben wir eine Route in einer kürzeren Version und einer längeren Version ausgearbeitet. Beide haben in unseren Augen Vor- und Nachteile.
Route Kurz
Tag Tour/Ort Enfernung in Meilen Programm
0 San Francisco 0 Anflug & Stadtbesichtigung
1 San Francisco 0 Stadtbesichtigung
2 San Francisco 0 Stadbesichtigung
3 SF - Lake Tahoe 190 evtl Sacramento
4 Lake Tahoe 0 Lake Tahoe
5 Lake Tahoe 100 Carson City/Silver City
6 Lake Tahoe - Yosemite 190 Yosemite
7 Yosemite 0 Yosemite
8 Yosemite - Mono Lake 70
9 Mono L. - Owens Lake 130
10 Owens L. - Death Val. 80
11 Death Valley 0
12 Death Valley - LV 120 Las Vegas
13 Las Vegas 0 evtl Hoover-Damm, Geisterstädte in Nevada
14 LV - Valley of Fire 50
15 Val. of F. - Grand Canyon 200
16 Grand Canyon 160
17 Grand Canyon - Bryce 100
18 1/2 Bryce - Salt Lake 140
19 1/2 Bryce - Salt Lake 140
20 Salt Lake 0
21 Salt Lake 0
22 Rückflug 0
Hierbei wäre der Vorteil: Die Fahrstrecke ist gut machbar. Beim Death Valley sind wir uns nicht so sicher, was das Wohnmobil angeht. Scheinbar ist der Weg im August sogar noch gesperrt für Wohnmobile. Geht das im September? Wir finden, dass der Anteil Natur/Stadt/Zivilisation da recht gut verteilt ist. Allerdings möchten wir uns nicht nur auf Natur beschränken, etwas vom amerikanischen Land- und Kleinstadtleben wäre schön.
Langversion
Tag Tour/Ort Enfernung in Meilen Programm
0 San Francisco 0 Anflug & Stadtbesichtigung
1 San Francisco 0 Stadtbesichtigung
2 San Francisco 0 Stadbesichtigung
3 SF - Yosemite 192
4 Yosemite 0
5 Yosemite - Mono Lake 70
6 Mono Lake - Owens Lake 130
7 Owens Lake - Death Valley 80
8 Death Valley - Las Vegas 120
9 Las Vegas 0 Stadtbsichtigung
10 Las Vegas - Valley of Fire 50 evtl. Hoover-Damm/ Valley of Fire
11 Valley of Fire - Bryce 240 eventuell Grand Canyon
12 1/2 Bryce - Salt Lake 140
13 1/2 Bryce - Salt Lake 140
14 Salt Lake 0 Salt Lake + City & Umgebung
15 Salt Lake - Idaho Falls 160
16 Idaho Falls - Yellowstone 120
17 Yellowstone 0
18 Yellowstone 0
19 Yellowstone - Rocky Mountain NP 520
20 Rocky Mountain NP - Denver 70
21 Rückflug 0
Hierbei hätten wir natürlich deutlich mehr zu fahren, und wollten fragen, ob ihr denkt, dass man das hinbekommt. Schließlich soll der Urlaub nicht in Stress ausarten. Der Vorteil davon wäre natürlich: Man könnte sich den Yellowstone NP noch ansehen, sowie den Nationalpark Rocky Mountains. Der Nachteil: Eine lange Fahrt durch Wyoming, keinen Grand Canyon (Bryce auch gut?), kein Carson City.
Insgesamt geht es darum, eine gute Mischung zu finden. Sind so viele Nationalparks ok? Übernehmen wir uns bei der zweiten Variante? Es geht immer auch darum, dass wir gerne auch mal sagen 'Hier ists schön, hier bleiben wir mal einen Tag'. Diesen zusätzlichen spontanen Tag könnte man bei der längeren Route sicherlich schwerer ausgleichen. Gibt es genug Sehenswürdigkeiten (in der Wüste^^), dass man auch die erste Tour gut füllen könnte?
Die Infos haben wir hauptsächlich von dieser Seite. Gibt es Sehenswürdigkeiten, die wir evtl ganz vergessen haben?
Schonmal danke für eure Hilfe, wäre schön, wenn ihr euch mal zu der Route äußern würdet :)
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Beim Death Valley sind wir uns nicht so sicher, was das Wohnmobil angeht. Scheinbar ist der Weg im August sogar noch gesperrt für Wohnmobile. Geht das im September?
Das DV ist nicht für WoMos gesperrt, sondern die Vermieter verbieten in der heißen Zeit das Befahren. Wie es bei deinem Vermieter aussieht, steht in den Mietbedingungen.
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Hallo,
machbar sind beide Routen.
Route 1: Was mir spontan auffällt, sind die drei Tage am Lake Tahoe. Normalerweise reicht hier eine, maximal zwei Übernachtungen, es sei denn man will am See etwas ausspannen. Aber dafür ist es in der Rundreise noch zu früh.
Geisterstädte in Nevada am Tag 13. Mir fällt da spontan keine ein, außer Bodie. Die liegt allerdings auf eurer Route etwas früher, nämlich am Tag 8 oder 9 (20 Meilen nördlich vom Mono Lake).
Was weiter auffällt: 3,5 Tage Salt Lake. Habt ihr einen bestimmten Grund warum ihr so lange dort verweilen wollt. Im Südwesten gibt es wesentlich interessantere Gegenden als diese Salzseen. Auch Salt Lake City ist, wenn man sich nicht gerade für die Mormonen interessiert, eine eher langweilige Stadt. Wenn kein besonderer Grund besteht, lasst das weg und seht euch eher in den Gegenden um Page, Monument Valley, und evtentuell Moab um. Da habt ihr wesentlich interessantere Spots.
Zur Route 2 gibts nicht viel zu sagen. Ist, wenn man genau diese Parks besuchten will, ok. Der Umweg über den Bryce ist gut machbar und lohnt sich. Wobei wir dann beim nächsten Punkt wären, dem Zion National Park.
Was ist mit dem Zion? Bei beiden Touren komm ihr, wenn ihr zum Bryce fahrt, durch den Zion. (Außer ihr fahrt die Umwege über die 389 über Fredonia/Kanab oder die 14 ab Cedar City um den Tunnel im Zion zu vermeiden.) Zumindest eine Rundfahrt mit dem Shuttle durch das Tal vom Visiter-Center aus solltet ihr machen.
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Machbar ist beides, bis auf den Tag 19 bei der Langversion. Das sind 10 h reine Fahrtzeit, ohne Pausen. Ich würde vorher etwas streichen bzw. zwei Etappen zusammenfassen, um eine Übernachtung zwischen Yellowstone und Rocky Mountains NP einzuschieben.
Zion ist sehr schön, aber wenn Du den sehen willst, müßtest Du ebenfalls noch etwas anderes straffen/streichen.
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Was ist mit dem Zion? Bei beiden Touren komm ihr, wenn ihr zum Bryce fahrt, durch den Zion.
Bei der 1. Variante doch gar nicht, denn der Weg über die 89 sollte doch kürzer sein als zurück über dne Hoover Dam, oder?
Allerdings möchten wir uns nicht nur auf Natur beschränken, etwas vom amerikanischen Land- und Kleinstadtleben wäre schön.
Was stellt ihr euch den darunter vor? Das werdet ihr im Westen wohl weniger zu sehen bekommen. Da liegen die Orte sehr weit auseinander und die Orte selbst sind alle recht gleich aufgebaut. Eine zentrale Einkaufsstraße, wo alle mit ihren Autos von der Bank zum Supermarkt zum Shop XY fahren und jeweils dahinter Siedlungen mit Wohnhäusern.
Hierbei hätten wir natürlich deutlich mehr zu fahren, und wollten fragen, ob ihr denkt, dass man das hinbekommt. Schließlich soll der Urlaub nicht in Stress ausarten.
Dann müsst ihr bei Variante 2 definitiv was ändern. 520 geplante Meilen sind deutlich zu viel. Man fährt in der Regel eh pro Tag etwa 10-20% mehr Meilen als geplant aus verschiedensten Gründen. Ich würde auch reine Fahrtage mit nicht mehr als 400 Meilen planen.
keinen Grand Canyon (Bryce auch gut?),
Bryce Canyon und Grand Canyon kann man nicht miteinander vergleichen. Der Bryce Canyon ist eigentlich noch nicht einmal ein richtiger Canyon, weil er nicht von einem Fluss ausgegraben wurde.
Insgesamt geht es darum, eine gute Mischung zu finden. Sind so viele Nationalparks ok?
Das müsst ihr wissen. Ich bin gerne in der Natur, ich könnte einen NP nach dem anderen ansehen, andere sind nach 2 Parks schon genervt.
Gibt es genug Sehenswürdigkeiten (in der Wüste^^), dass man auch die erste Tour gut füllen könnte?
Mehr als du denkst, nur leider kommt man nicht überall mit dem Womo hin.
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So, hallo nochmal :)
wir haben uns auf die kürzere Route geeinigt. Die lange Fahrt durch Wyoming möchten wir uns sparen, und stattdessen den Rest bisschen gelassener angehen.
Jetzt geht es nur noch darum, so kurzfristig ein Wohnmobil für eine Einwegmiete zu finden, aber im Moment bin ich da relativ zuversichtlich, weil verschiedene Anbieter schon gemeint haben, es dürfte da noch etwas Platz sein :)
Danke nochmal für all eure Einschätzungen :)
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Hallo zusammen :)
unsere Planungen sind nun schon recht weit fortgeschritten. Wir haben die Einwegmiete von San Francisco nach Salt Lake City, die Flüg sind auch gebucht. Das erste Drittel der Route ist jetzt folgendermaßen geplant:
Tag Tour
0 Flug
1 SF
2 SF
3 SF
4 SF-Lake Chabot
5 Lake Chabot- Santa Cruz
6 Santa Cruz - Monterey
7 Monterey - Yosemite
8 Yosemite
9 Yosemite - Mono City
10 Mono City - Furnace Creek
Die Strecke könnte man auch in deutlich weniger Tagen schaffen, aber wir wollen auch viel sehen (auch viele "Details" :)) und uns keinen Stress machen. Es ist ziemlich genau ein Drittel der Mietdauer. Das WoMo haben wir ab Tag 4, vorher einfach ein bisschen Städtetrip durch San Francisco und Umgebung.
Am vierten Tag wollen wir nicht so weit fahren, Einkäufe machen und uns mit dem Wohnmobil vertraut machen. Der Chabot-Park scheint mir dazu recht geeignet (aber ihr könnt das vielleicht besser beurteilen ;))
Vom Lake Chabot nach Santa Cruz wollen wir dann an der Küste entlang. Sehenswürdigkeiten habe ich fast ausschließlich in Santa Cruz rausgesucht und gehe davon aus, dass, wenn wir dem Highway 1 folgen, die Landschaft unsere Sehenswürdigkeit ist. Gibt es auf dem Weg noch den ein oder anderen Geheimtipp?
Von Santa Cruz nach Monterey ist eine kurze Route, in der Tat. Ich glaube aber, dass man einen Tag mit Monterey füllen kann, wenn man sich auch mal in ein Café setzen will, und nicht nur da rumhetzt :P Zu Monterey findet man auch sehr viel in Reiseführern und im Internet. Was meint ihr dazu?
So, das einzige 'Problemchen' ist die Fahrt zum Yosemite Park, quer rüber. Für die Route dazwischen finde ich so gut wie nichts! Es sind zwar 230 Meilen, aber es bleibt ja trotzdem noch Zeit was anzuschauen. Könnt ihr da etwas empfehlen? Ein Must-Have-Seen Mittelkaliforniens? :)
Für den Rest ist die Attraktionsliste wieder ziemlich lang. Haltet ihr es für Klug, im Death Valley zu übernachten? Oder sollte man das besser davor oder danach tun?
Viele Grüße
Franz
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Ich würde sagen, in Monterey und Umgebung kann man sicher einen kompletten Tag verbringen. Uns hat das Aquarium sehr gut gefallen, da kann man locker zwei Stunden zubringen. Und wenn ihr Zeit und Lust habt, könnt ihr ja über Carmel hinaus noch ein Stück an der Küste entlangfahren.
Die Fahrt Richtung Yosemite würde ich als reine Transferstrecke sehen. Augen zu und durch und auf den Yosemitepark freuen.
Eine Übernachtung im Death Valley ist sicher ein besonderes Erlebnis. Wir waren letzten September dort und mussten feststellen, dass das Thermometer auch am späten Abend kaum unter die Marke von 30 Grad zu bringen ist. Im klimatisierten Hotelzimmer gut auszuhalten, aber ich habe keine Ahnung, wie das im Wohnmobil ist. Dafür hat man am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang auch mal zwei bis drei Stunden lang die Gelegenheit, einen Fuß aus dem klimatisierten Auto zu setzen, bevor die Hitze wieder richtig zuschlägt.
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In der Mitte zwischen San Jose und dem Yosemite scheint es wirklich nicht so viel zu geben. Habe gerade auch nochmal auf unseren Highlight-Maps nachgesehen:
http://maps.usa-reise.net/usa-staaten/landkarte.php?staat=ca
Erst, wenn man sich dem Park nähert, gibt es einige interessante Orte, z.B. aus der Goldgräberzeit hervorgegangene Orte wie Sonora oder Columbia, aber auch einige Höhlen wie der Moaning Cavern.